Einfach bessere Fotos – Teil 7

Tipps für alle digitalen Kameras

Der (Durch-) Blick für das Wesentliche am und im Bild

Es gibt keine Kamera, mit der man alle Aufnahmesituationen gleichgut bewältigen kann. Vor allem kann der bewußte Verzicht auf allzu hochgezüchtete Technik durchaus förderlich sein, wenn es um die langlebige Anschaffung der für die eigenen Bedürfnisse geeigneten Kamera oder Ausrüstung geht. Zunächst muss man die Frage ehrlich beantworten, welches Equipment man nicht braucht und was an Aufwand zwingend nötig ist, denn auch für einen langjährigen Nutzer ist die Entscheidung pro oder contra immer nur eine persönliche:

Wer gut fotografieren kann, erstellt auch mit einer kleinen Kompakten, in meinem Fall mit der knuddeligen und wasserdichten CANON D10 mit innenliegendem 3-fach-Zoom, sehr gute Aufnahmen bei ordentlichem Licht, wobei ich hier sogar die in dieser Kamera angebotenen sinnvollen Automatiken nutze. Da ich den exakt über dem Objektiv platzierten Blitz wegen Entfall der häßlichen seitlichen Schlagschatten vorziehe, kommen alle anderen Kompakten nur ohne Blitzbetrieb in Betracht. Weitere Vorteile bietet ein klappbarer Bildschirm für knifflige Aufnahmesituationen, ebensolche der kleine Sensor in Verbindung mit der kurzen Brennweite ab etwa 6mm für extreme Makroaufnahmen.

Mehr Telebereich bieten sogenannte kompakte Superzoomkameras, die ich wegen der Trägheit von Autofokus und anderem lieber liegenlasse, ähnlich schwierig finde ich im Handling kleine VideoCams mit diesen Zoomobjektiven. Eine Kompakte mit weiterem Winkel von 24mm Kleinbildäquivalenz (KBÄ) und weniger als Zoombeginn würde mich eher interessieren. Bei stillen Motiven verwende ich ersatzweise Panoramen aus Hochformataufnahmen.

Wer gut fotografieren und wenig schleppen will, ist mit den preiswerten dSLR Einstiegsmodellen samt angebotenen Kit-Objektiven gut bedient, wobei live-view und full-HD Video auf Wunsch heute schon beinhaltet ist. Der mittelgroße Crop-Format Sensor spielt viele hier Vorteile aus, diese Kamera-Gattung gehört nicht umsonst zu den meistverbreiteten Modellen. Die neu berechneten Objektive beginnen ab 10mm Brennweite (entspricht 16mm KBÄ) und sind oft leichter und preiswerter als die entsprechenden vollformatigen Zoome.

Die Königsklasse im Kleinbildformat bleiben Kameras mit dem sogenannten Vollformatsensor, für die eine fast unüberschaubare Auswahl an originalen und fremden Objektiven und anderem Zubehör angeboten wird. Sowohl Gewicht als auch Anschaffungskosten liegen durchaus bei einem Vielfachen, noch weiter steigerungsfähig wird dann das Mittelformat.

Die Entscheidungsnot reduziert sich, wenn ich folgende Fragen für meine persönlichen Bedürnisse ehrlich beantworte:

Benötige ich für den geplanten Einsatz regelmäßig hohe ISO-Werte?

Benötige ich regelmäßig große Brennweitenbereiche oder Spezialobjektive?

Lege ich Wert auf eine geringe Schärfentiefe und damit auf eine gezielte Freistellung des Hintergrundes?

Muss die Kamera besonders schnell fokussieren können?

Muss die RAW-Bildfolge mehrere Aufnahmen pro Sekunde betragen?

Welcher Ausrüstungsumfang und welches Gewicht soll nicht überschritten werden?

Welche geplanten Anschaffungskosten limitieren den Einkauf?

Möchte ich eine einzige Kamera für alles oder mehrere für unterschiedliche Zwecke?

Wie lange möchte ich speziell diese Anschaffung nutzen?

Sinnvollerweise sollte vor jedem Kauf feststehen, was ich zum Fotografieren nicht benötige.

Denn letzten Endes geht es doch vor allem um die Fähigkeit des Fotografen, sich mit einem Motiv auseinander zu setzen und seine ganz persönliche Sichtweise in die Aufnahme einzubringen, denn das Bild entsteht zuerst zwischen den Ohren und ein Bild ist erst dann gut, wenn man daran nichts mehr ändern sollte.

wird irgendwann ergänzt oder fortgesetzt…

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