Bildbearbeitung nach der Kamera

Tipps für digitale (Spiegelreflex-) Kameras

Nachentwicklung der Bilddateien JPG und RAW mit DxO Optics pro

EOD 5D MkII f14mm JPG wie aus der Kamera

EOS 5D MkII f14mm JPG nach manueller DxO Nachentwicklung

Ich verwende diese Nachentwicklung seit der Installation von DxO Optics Pro v6 und habe Erfahrungen mit meinen eigenen und anderen Aufnahmen sammeln können, hier eine Zusammenfassung der positiven Eindrücke:

* DxO lohnt sich vor allem für Anwender der Module (Kamera/Objektiv Kombination, siehe dabei Standard resp. Elite Version), die auf der DxO-Liste aufgeführt sind, speziell dSLR mit x-fachen Zoomobjektiven.

* DxO reinigt im Preset Standard (entspricht einer [auto] Funktion) JPG oder RAW Aufnahmen hinsichtlich Belichtungskorrekturen (nach heller und dunkler), DxO Lightning (Kontraste uam), Farbfehlern, Verzeichnungen und Vignettierungen und Rauschen (RAW) vor allem auch automatisch und sehr zuverlässig. Lässt man zB eine lichtmäßig kritische, eher knapp ausbelichtete und weitwinklige Aufnahme damit entwickeln, so findet sich als Ergebnis eine farbgleiche (!), in den Schattenpartien soft aufgehellte und wesentlich besser durchgezeichnete Aufnahme, die gleichzeitig deutlich rauschfreier wirkt als das Original. Zudem werden tonnenförmige Verbiegungen einwandfrei korrigiert, die zoombedingten dreidimensionalen Verzeichnungen sauber eingeebnet, was für mich den größten Effekt darstellt (sog. Volumenanamorphose), denn daraus resultiert ein bisher unbekannter Gewinn an natürlicher Plastizität, sprich Schärfe, man glaubt es sei ein anderes Objektiv im Sinne einer guten Festbrennweite. Der wirklich nur minimale Verlust an Bildgröße betrifft nur den äußeren Rand und ist gut zu verschmerzen.

War es bisher eine gewisse Hürde, wenn die PhotoShop Automatismen STRG L und M keine wirkliche Verbesserung oder sogar eine Verschlechterung meiner Bilder gebracht haben, bin ich von eher richtigen Grundoptionen im Kameramenue und präzisen Kameraeinstellungen bei der Aufnahme ausgegangen. Heute mit DxO ist es anders, erst nach dem Entwickeln kann ich wirklich beurteilen, wie weit meine aus der Kamera gespeicherten Aufnahmen konstruktionsbedingt mit Fehlern behaftet waren. Zum ersten mal habe ich diesen Effekt bei der Canon EOS 5D MK II erkennen können, die kamerainterne Korrekturen für ca. 30 EF-Objektive im Menue anbietet, Vignettierungen beim EF 2.8 14mm waren zuverlässig weggerechnet. Dieser Effekt und darüber hinaus viel mehr funktioniert bei DxO auch nur, wenn die spezifische Kamera-Objektiv Kombination als Modul vorhanden ist, in Worten: Aufnahmen aus einer gelisteten dSLR plus Zoom erfahren die umfangreichste Entwicklung. Diese ist auf einen Stapel von 500 Aufnahmen pro sogenanntem Projekt beschränkt, man kann dabei von etwa einer Minute pro Bildentwicklung ausgehen. Damit steht eine wesentlich längere Entwicklungszeit und zudem eine leistungsfähigere Kombination an SoftWare und Rechner als in der Kamera zur Verfügung, deren Prozessor im wesentlichen Daten auslesen und vor allem schnell auf die Speicherkarte schaufeln soll.

Das war tell me, show me kann jeder Interessierte für sich mit der Demoversion von DxO erfahren.

Für meinen Teil bleibt zu sagen, es lohnt, bereits bei der [automatischen] Entwicklung, für manches Bild mehr noch beim gezielten und manuellen Einsatz der einzelnen Module, die sogar noch verschiedene aus PS&Co bekannte Arbeitsschritte aufweisen. Doch da bleibe ich zunächst lieber bei dem gewohnten Vorgehen. Ich hoffe, die positive Wirkungsweise von DxO trotz meiner Begeisterung ein wenig veständlich beschrieben zu haben.

http://www.scandig.de/software/digitalkamera/dxo-optics-pro-elite.html

http://www.dxo.com/de/photo/dxo_optics_pro/product_editions

/roadmap_dop_modules

Dieser Scrennshot zeigt links das RAW-Original, rechts die DxO-Standard Entwicklung, bitte auch vergrößert und in Ruhe betrachten, danach können wir gerne über den Nutzen der Anwendung hier im Blog diskutieren.

Hier noch einige weiterführende Links, von oben (+++) nach unten geordnet entsprechend meiner Einschätzung,
und danach meine kurze Zusammenfassung nach vielen DxO Behandlungen, viel Spaß beim Lesen:

http://www.fotowissen.eu/dxo-vs-lightroom/

http://www.filmscanner.info/DxO_Optics_Pro.html

http://www.digitalkamera.de/Software/DxO_Optics_Pro_Elite

_5_2/5043.aspx

Mein Fazit:

DxO ist eine vor allem [auto]matisch sehr treffsicher ablaufende Bildverbesserungssoftware für gelistete Body Objektiv Kombinationen, wobei sorgfältig, aber eher knapp belichtete JPG genügen (integral -1/2 Blende). DxO korrigiert dabei die Belichtung und Vignettierung und rechnet das gesamte Bildvolumen zu einem deutlich schärferen Bildeindruck um, diesen positiven Effekt setzte ich von der Bedeutung her nicht mit einer einfachen Belichtungskorrektur gleich. Leichte Objektivfehler (Kissen und Tonnen) werden zusätzlich und sorgfältig geradegebügelt.

Manuell können u.a. der Horizont oder stürzende Linien, sofern gewünscht, ausgerichtet werden.

DxO sollte keinesfalls verleiten, sich bei der Aufnahme weniger Mühe zu geben, was ja auch dem s l o w f o t o-Grundgedanken widerspräche. Sehr kritische Kontraste nehme ich deshalb wie bisher mit RAW+JPG auf. Allen Korrekturen ist eine physikalische Grenze gesetzt. Gerade deswegen ist es eine besondere Freude, diese für die eigene Kamera Objektiv Kombination weiter nach oben auszunutzen, für mich ist DxO deswegen als erste Bearbeitung mittlerweile ein Muss, abgesehen von Motiven, bei denen zB der dunklere Hintergrund als Stilmittel verwendet wird.

Vor einer Objektiv Bewertung ist es für mich mittlerweile obligat, einige kritische Probeaufnahmen mit DxO nachzuentwickeln und dabei die Unterschiede vorher und nachher kritisch zu würdigen.

wird fortgesetzt…

© www. s l o w f o t o .de

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