Drucksachen und mehr…

Bei den anfallenden Mengen an Bilddateien vermeide ich Prints von allen fotografische Aufnahmen im Sinne der historischen Fotoalben eher und besinne mich mehr auf deren adäquate Darstellung am kalibrierten  Beamer oder Bildschirm. Ausnahmen sind großflächige Darstellungen, siehe dazu auch die slowfoto-news und Adressen wie http://www.posterxxl.de/ mit aktuellen Angeboten.

Allerdings sind kleinere Sofortausdrucke manchmal von Vorteil, vor allem wenn eine andere Übertragung der Bilddatei nicht möglich oder sinnvoll ist. Dazu hat sich der DIN A6 Thermosublimationsdrucker bewährt, in meiner Anwendung früher ein CANON Selphy CP 220, heute als Nachfolger der CP 800. Ein 10x15cm großer Print (=Postkarte) ist sogar direkt aus der Kamera möglich (direct-print oder pict-bridge) und liegt pro Bild bei etwa 35 Cent Papier- und Folienkosten je nach Einkaufmenge, wobei die Rückseite mit beschreibbarem Adress- und Textfeld ausgeführt ist. Alle 3:4 Formate kompakter Kameras wie der D10 werden oben und unten gestutzt, also vorher auf das 2:3 Format bearbeiten! Über die Haltbarkeit und Printqualität dieser Sofortbilder lässt sich nach Jahren der Verwendung nur Gutes sagen, gleiches gilt auch für die Farben: In vier Durchgängen werden in der Folge drei Folien-Wachse (erst Gelb, dann Rot, dann Blau) plus einer finalen, leicht matten Schutzschicht additiv auf die Glanzseite der Postkartenvorlage aufgetragen, ein Verfahren, das sich vom üblichen Cyan+Yellow+Magenta Druckverfahren deutlich unterscheidet. Zudem gibt es im Web unterschiedliche Vorgaben für die Druckersteuerung.

Mein Eindruck ist, der CP 800 läuft schneller (Netzteil 10% mehr Leistung) und präziser, die alte CP 220 Kassette ist verwendbar, das Netzteil nicht (2A anstelle 2,2A und anderer Stecker) – mein Tipp deshalb in weisser Ausführung kaufen, weil Netzteil+Kabel und Kassette auch nur in weiss ausgeliefert werden. Die Drucke (jetzt per Canon Treiber, für den CP 200 hatte ich einen individuellen) unterscheiden sich nicht, sie sind so gut wie früher auch, nur meine ich etwas schneller da, aber vielleicht war das auch ein altersbedingtes Problem des CP 220. Tatsache ist, der CP 800 läuft auch unter win7, Canon hat Treiber für viele 32/64 Betriebssysteme auf der Support Seite.

Neben guten Adressen für den großformatigen Print (CEWE) benötige ich ab und an Visitenkarten oder Faltblätter. Das Layout kann ich i.d.R. selbst erstellen oder nutze fremde Hilfe-n. Vor der Weitergabe von Bildern oder .pdf sollten einige grundsätzliche und wesentliche Punkte beachtet werden, eine entsprechende Zusammenstellung fand ich bei FLYERALARM, einer ebenso bewährten Adresse für diese Aufträge:

Dateiformate
Bitte senden Sie uns Ihre Druckdaten im PDF-, TIF- oder JPG-Format. (Ausnahme: Bei Magazinen mit Klebebindung können wir nur mehrseitige PDF-Dateien akzeptieren. JPG- und TIF-Daten werden bei diesen Produkten gegen einen Aufpreis von uns konvertiert.)

Wichtig
Daten, die in einem Bildbearbeitungsprogramm wie beispielsweise Photoshop erstellt wurden, dürfen ausschließlich als TIF- oder JPG-Datei geschickt werden. Die Daten müssen auf die Hintergrundebene reduziert werden. Alphakanäle und Beschneidungspfade sind nicht erlaubt. Dies gilt auch für Photoshop-Dateien, die in einem Layoutprogramm platziert werden!

TIF
– Auf Hintergrundebene reduzieren
– Alpha-Kanäle sind nicht erlaubt
– Freistellungspfade sind nicht erlaubt
– Ohne Komprimierung speichern, Pixelanordnung Interleaved 

JPG
– Nur Standard JPG-Format verwenden (z. B. kein JPG 2000)
– Mit maximaler Qualität und Baseline (Standard) speichern

PDF
PDF-Daten müssen dem PDF/X-3:2002 Standard entsprechen. Dieser beinhaltet u. a. folgende Voraussetzungen:
– PDF-Version muss 1.3 sein
– Transparenzen sind nicht erlaubt
– Kommentare und Formularfelder sind nicht erlaubt
– Verschlüsselungen (z. B. Kennwortschutz) sind nicht erlaubt
– OPI-Kommentare sind nicht erlaubt
– Transferkurven sind nicht erlaubt
– Ein Output-Intent muss angegeben sein

Zusätzlich zu den Bedingungen des PDF/X-3:2002 Standards gilt:
– Alle Schriften müssen in Pfade konvertiert werden
– Ebenen sind nicht erlaubt
– Keine Drehungen in den PDF-Seiten anlegen 
 
Weitere Informationen zum Thema PDF/X-3:2002 finden Sie unter www.pdfx3.org.

Datenformat/Beschnitt
Bitte legen Sie Ihre Druckdaten wie im Datenblatt zum jeweiligen Produkt beschrieben an.

Beachten Sie: 
Da alle Daten zentriert platziert werden, muss das Motiv auch immer mittig auf der Seite stehen!
Bitte halten Sie die in den Datenblättern angegebenen Sicherheitsabstände bei allen Produkten ein.
Die Papierverdrängung kann bei Magazinen aus produktionstechnischen Gründen nicht berücksichtigt werden. 

Auflösung
– großformatige Produkte (DIN A2 und größer): 100 bis 150 dpi
– alle anderen Produkte: 300 bis 356 dpi

Farbe
–   Farbmodus: CMYK oder Graustufen, 8 Bit/Kanal
–   Maximaler Farbauftrag: 260 % für Overnight und Express, 300 % im Standard, 350 % für Werbetechnik-Produkte und Plots
–   Minimaler Farbauftrag: Bei einer Farbdeckung unter 10 % kann die Farbe des Druckergebnisses sehr schwach erscheinen. Beachten Sie: 10 % Gelb wirken beispielsweise schwächer als 10 % Cyan.
–   Farbprofil: ISO Coated v2 300% (ECI) (erhältlich unter www.eci.org)
–   In PDF-Daten darf das Farbprofil nur als Output-Intent angelegt werden.
–   Bei Werbetechnik-Produkten und Plots ist das korrekte Farbprofil „Europe ISO Coated FOGRA27“

Schwarz richtig anlegen
Schwarze und graue Objekte, wie z. B. Texte oder Linien, sollten immer in reinem Schwarz angelegt werden (z. B. Cyan 0%, Magenta 0%, Gelb 0%, Schwarz 60% oder Cyan 0%, Magenta 0%, Gelb 0%, Schwarz 100%).
Tiefschwarz wie  z. B. Cyan 40%, Magenta 0%, Gelb 0%, Schwarz 100% ist für Texte und Linien nicht zu empfehlen, da es hierbei leicht zu Passungenauigkeiten kommen kann.
Bei schwarzen Flächen lässt sich ein Tiefschwarz durch das Zufügen anderer Farbanteile erreichen. Je nach Geschmack lassen sich andere Farbanteile so lange beimischen, bis der maximale Farbauftrag des Produktes erreicht ist.
 
Linienstärken
Bei positiven Linien (dunkle Linie auf hellem Hintergrund) sollte eine Stärke von mindestens 0,25 pt (0,09 mm) verwendet werden. Bei  negativen Linien (helle Linie auf dunklem Hintergrund) eine Linienstärke von mindestens 0,5 pt (0,18 mm). Bitte beachten Sie: Insbesondere beim Verkleinern von Grafiken sollte darauf geachtet werden, dass die Linienstärken nicht zu gering werden.

Fazit
Bei konsequenter Beachtung dieser Vorgaben kann man, sorgfältige Bildbearbeitung am kalibrierten Monitor vorausgesetzt, von guten Voraussetzungen für das farblichg identische Druckergebnis ausgehen. Es ist immer wieder ein aufgenfälliges Erlebnis, ein großformatiges Bild aus einer entsprechenden Entfernung betrachten zu können!
 
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