walimex pro 3.5 f8mm FISH EYE CS EOS

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Bilddaten:

– Kamera: EOS 400D
– Objektiv: walimex pro 3.5 8mm
– Blende: F3.5-8
– Belichtungszeit: [Tv] 1/15-1.500sec
– Empfindlichkeit: [auto] oder ISO 100 – 400
– Belichtungskorrekturen: -1/2 bis -2 LW
– Brennweite: 8mm
– Entfernungen: min 20cm bis unendlich
– Belichtungsmessart: Integral
– Bildstil: Snapshot
– Bilderbearbeitung: unbearbeitet

D Alsfeld zu diversen Zeiten

Nach meinem Anwenderbericht über die zwei Vollformat-Objektive 14mm 2.8 ED AS und 500mm 6.3 von Foto-Walser hat mich das 3.5 f8mm Fisheye für eine Veranstaltung interessiert mit begrenzter Distanz Fotograf zum Objekt auf (in) kleinstem Raum. Die Nachfrage bei Walser erbrachte die Leihstellung schon am Folgetag!

Auf Grund der langen und sehr guten Erfahrungen mit den Canon EF 20-35, EF 2.8 16-35 mm L und dem EF-S 10-22mm war ich als Weitwinkelfan gespannt, ob ein Fischaugen Objektiv mit manuell einzustellender Arbeitsblende und Entfernung optisch im kritischen Superweitwinkelbereich Paroli bieten kann. Die Enttäuschung gegenüber dem Vollformat fähigen walimex pro 2.8 14mm folgte auf dem Fuße, am VF-Sensor war zwar mittig mehr Objekt als am Rand Gegenlichtblende zu sehen, man muss also nach der Aufnahme freistellen! Die Bewerbung >nicht für Vollformast geeignet< sollte vielleicht noch mit dem Hinweis versehen werden, dass die GeLi jede Aufnahme vignettiert. Doch das ist der einzige Kritikpunkt, nun zu den positiven Leistungen:

Als Crop Gehäuse kam die gute alte Canon EOS 400D zum Einsatz. Bei der Montage des satt sitzenden Bajonetts fällt die konstruktive Ähnlichkeit zum 2.8 14mm auf, das 3.5 8mm wirkt allerdings noch etwas zierlicher. Dieses 440g Objektiv scheint für die Ewigkeit gebaut, der Einstellring für die Entfernung (in der Regel auf 3m stellen und nur nachschauen, ob etwa verstellt) geht satt wie an alten  manuellen Festbrennweiten, der Blendenring rastet (je nach vorhandenem Licht auf F8) sauber ein. Die Naheinstellung beträgt vom Objekt zum Sensor gemessen ca. 20cm, was formatfüllend kleinsten Objektgrößen von ca. 46x70cm entspricht!

Die Streulichtblende dominiert als integrierter Bestandteil des griffigen Gehäuse (-materials) und das ist zum Schutz der stark konvex gewölbten Frontlinse auch gut so. Das aufzusteckende Lenscap rastet nur dann sicher ein, wenn der Schriftzug walimexpro waagrecht zu lesen ist. Eine rückseitige Aufnahme für Folienfilter ist nicht vorgesehen, Spiel mit ISO und Verschlusszeiten oder Abblenden ist somit nötig. Was nicht zwingend sein muss, denn das Glas bildet schon ab F3.5 sauber ab, wozu sicher auch der mittelgroße Sensor beiträgt.

Zur Belichtung: Um satte Farben zu erzielen, sollte man wie auch schon beim 2.8 14mm die kameraeigene Belichtungsmessung generell unterbieten, also knapper belichten. Schon mit dem originalen EF und EF-S Objektiven bevorzuge ich um ½ Lichtwert weniger als die Kamera verlangt. Hier dürfen es im [M] Programm auch mal minus 2 ISO- oder Zeitwerte sein, bei eher dunklen Motiven reicht auch minus 1LW… man muss das aufnahmespezifisch einfach austesten!

Die Farbwiedergabe ist mit meinen bewährten Voreinstellungen untadelig, siehe dazu auch: https://slowfoto.wordpress.com/category/s-l-o-w-f-o-t-o-einstellungstipps/

Fazit: Empfehlungen stehe ich generell eher kritisch gegenüber, es sei denn, ich habe eigene und gute Erfahrungen damit und das Gewicht in der Fototasche unterwegs stimmt. Beim walimex pro 3.5 f8mm mache ich eine spontane Ausnahme, für jeden Crop Sensor ist dies Objektiv eine ausgesprochen sinnvolle Erweiterung, wenn denn dessen typische Darstellung (und die jetzt ohne Betrachtung des GeLi-Innenlebens wie beim VF) gefällt! Übrigens, die Fischaugen typischen Verzeichnungen fallen bei waagrechter Kameraposition und geeigneten Motiven wie in freier Natur kaum bis nicht auf. Ein dem Fotografen naher (Fenster-) Rahmen zeigt im Bild allerdings deutlich die extreme Brennweite, wenn man denn will eine durchaus auch willkommene Gestaltungsmöglichkeit, um auch nahe und kleine Distanzen stark zu betonen.

http://www.foto-walser.biz/shop/default.aspx

…wird fortgesetzt

(c) www.slowfoto.de

2 Gedanken zu „walimex pro 3.5 f8mm FISH EYE CS EOS

  1. Keine Korrektur, aber i.V.m. dem Tipp in der E-Mail v. 01.09.2011 für meine 40D weckte der Anwendungsbericht meine Neugier. Die Recherche im Internet ergab, dass man das Objektiv durch rasieren der Gegenlichtblende Vollformattauglich machen kann. Rasieren kann man selbst z.B. mit einer Laubsäge, durch Abdrehen mit einer Drehbank, so man eine hat oder einen Drehbankbesitzer kennt, oder durch Beauftragung eines Profis (siehe http://www.360pano.de mit Beispielbildern nach der Rasur). Allerdings erlischt dann die Herstellergarantie.

    MfG

    Walden

  2. …schön das Bügeleisen oben auf Luca´s Schrank: http://www.360pano.de/5d/samyang/de/index.html
    Danke für diese Ergänzung, das walimex pro 3.5 8mm ist ja auch vom Bajonett her mit Streulichtblende an den VFen wie EOS 5D/II zu verwenden, mit abgebildetem Innenleben der Blende jedenfalls. Die Frage ist dann nur, wie outdoor die bei Fischaugen-Gläsern an sich weniger problematischen Lensflarings ausfallen, vermutlich vernachlässigbar. Wie wär´s mit einem Versuch und anschließendem hartem Vergleich? Die Verwendung am Crop-Sensor bleibt und die Frage neue Lenscap ist wohl gelöst! G pp

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