Farbmanagement – Bildschirme kalibrieren

Visuell ließ sich ein Röhrenbildschirm mit Testbildern oder im Vergleich zu einem bereits kalibrierten Bildschirm halbwegs einstellen, Adobe gamma war damals ein kleines Tool, das ab Photoshop 5 mitgeliefert wurde, aber der aktuellen Kolorimetrie weit unterlegen ist und m.E. bei TFTs versagt hat.

Aktuell werden verschiedene Sets mit Messsonde angeboten, sie beinhalten ein Kolorimeter (z.B. Spyder) und eine Software zum Ausmessen und Erstellen von Profilen (z.B. Colorvision): Ergebnis ist ein individuelles Profil passend zum Ausgabegerät Bildschirm oder Beamer.

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Vorgehen

Zunächst macht man sich zunächst Gedanken über die definitive Aufstellung des Bildschirmes, geeignet sind dunklere Ecken ohne starke und störend spiegelnde Lichtquellen in der Nähe, vor allem wenn sie im Rücken des Betrachters agieren. Nach der Installation der Software beginnt die Kalibrierung Menue geführt, die Messung der Grundfarben Rot – Grün – Blau plus Weiß und Schwarz erfolgt mit dem Kolorimeter auf dem Bildschirm (oder der Leinwand) bis zur Erstellung eines speziell für diese Rechner-Bildschirm (oder -Beamer) Kombination betreffenden Profils, das sinnvollerweise mit Datum und Gerät benannt wird, um nachträgliche Verwechslungen auszuschließen. Dieser erste Zeitaufwand beträgt rund 20 Minuten. Nach- oder Neukalibrierungen für hinzugekommene Ausgabegeräte dauern deutlich kürzer.

Muss es mit einem Kolorimeter sein?

Definitv ja! Jedem neuen Notebook, auch dem MacBookPro und jedem neuen XX Zoll großen TFT habe ich damit zur (nahezu) idealen Farbwiedergabe verholfen. Das Datacolor SpyderPRO System ist recht einfach im Handling und sehr präzise, bedenkt man den Anschaffungspreis in der Region eines guten TFT, so lohnt sich der universelle Einsatz eigentlich sofort.

Fazit

Mit dem SpyderPRO können Notis, TFT-Bildschirme und sogar Beamer schnell und präzise kalibriert werden. Die vergleichbare Bildwiedergabe ist nicht nur für die Betrachtung von Bilddateien wichtig, sondern für jede Form von sinnvoller Bildbearbeitung zwingend notwendig, für den Bildaustausch mit wem auch immer sogar ein Segen. Eine optische und schnelle Kontrolle der Wiedergabequalität kann auch mit Hilfe der Farbtafel PO (siehe slideshow) oder nach Eingewöhnung, mit einer sehr gut bekannten Bilddatei (auch mit Hautfarben) erfolgen. Ich mag kalibrierte Farben bei Wiedergabegeräten nicht mehr missen, wie auch die von mir bevorzugte Einstellung in den Menues der dSLR-Kameras mit Hilfe des >picture style< P-Snapshot.

https://slowfoto.wordpress.com/2010/09/17/picture-style-bildstil-oder-die-unendliche-suche-nach-der-richtigen-farbwiedergabe/

http://www.filmscanner.info/Datacolor_Spyder3Pro.html

Literatur

KÜNNE Christoph – GAMPER – Farbmanagement für Fotografen

ISBN-10: 3-8273-2461-0 € 16,95

(c)www.slowfoto.de

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