Wandern auf der kanarischen Insel La Palma

Bilddaten:

– Kamera: EOS 5D Mk II
– Zubehör: Extension Tube 25mm – CULLMANN FLEXX Touring Set
– Objektive: EF 2.8 16-35 L EF 2.0 35 EF 4 70-200 L IS Kenko 1.4
– Blende: [Av] 8 und div
– Belichtungszeit: [Tv] 1/60sec WW – 1/250sec Tele und div
– Empfindlichkeit: ISO [A], i.d.R. 100
– Belichtungskorrektur: -1/2 LW
– Brennweite: 16-35 70-200 – mit Kenko 280mm
– Entfernung zum Fokus: div
– Belichtungsmessart: Mehrfeld
– Bildstil: RAW
– Bildbearbeitung: DxO V1 TOP
– keinerlei Freistellungen oder manuelle Bearbeitungen

Diese reduzierte Fotoausrüstung ohne EF 4 24-105 L IS, dafür mit lichtstarker Festbrennweite EF 2 35 und einem Konverter für das Telezoom war ausreichend, wobei man noch über ein leichtes und kleines Speedlite 270 EX II als immer dabei nachdenken sollte🙂 Mit dabei ein 13´´MacBook mit installierten DxO zur sofortigen Nachentwicklung und Kontrolle der RAW Dateien auf einem kalibrierten Monitor: Im Vergleich der Presets habe ich für die doch überwiegenden Naturaufnahmen wieder das >alte< Preset V1 gewählt, das sich durch weitgehende Farbtreue auszeichnet, die neue Version V2 schönt ein wenig in Richtung warm und rot. Fasziniert bin ich hingegen immer wieder von der subtileren Zeichnung, den deutlicheren Kontrasten, der völligen Absens an Vignettierung u.v.a.m., einer Verbesserung, die auch mit der Verwendung von Festbrennweiten bei Offenblende nicht regelmäßig zu erreichen ist. Aus dem CULLMANN FLEXX Touring Set habe ich das 500g leichte Tischstativ für Nah- und Nachtaufnahmen verwendet. Soviel zum Equipment, die Location hingegen war wieder mal viel interessanter!

Die kanarische Insel La Palma hat uns schon mehrmals fasziniert: Herrliche Tage wandernd unterwegs (B), ruhige Nächte in einer kleinen Feriensiedlung inmitten von Bananenhainen (K). Die Insel ist touristisch nur an wenigen Orten zu sehr belastet, es gibt ein paar große und der Landschaft unangepasste Hotels und viele kleinere oder private Quartiere. Dem Ausgleich, Ruhe oder sportlicher Betätigung (C) suchendem Urlauber bietet die Insel einen Anstieg von Meereshöhe auf über 2.000 Höhenmeter innerhalb weniger Kilometer, beim Wandern (D) ist deshalb mit Auf und Ab und das nahezu überall zu rechnen, pro hundert Meter Höhenunterschied bergauf ist ein Grad weniger an Temparatur einzuplanen. Die Wanderwege sind neu ausgeschildert und problemlos zu finden, wenn auch die sehr hoch gelegenen manchmal von Wolken bedeckt oder sogar eingeschneit sind. Dieses Jahr fehlte allerdings 90% der winterlichen Niederschlagsmenge und die Pflanzen darben sichtbar (5448)! Hervorzuheben ist die Luftqualität auf Grund der exponierten geografischen Lage, die vielen Observatorien auf den 2426m hohen Roque de Los Muchachos sind dafür ein sicheres Anzeichen, der sternenklare Himmel nach Sonnenuntergang ebenfalls (5545).

Kulinarisch ist die Insel ein Segen mit regionalen Produkten von Avocados bis Ziegenkäse, alles was nicht angebaut, kultiviert oder gefangen wird, muss importiert werden, vornehmlich vom spanischen Festland. Allerdings haben sich viele Produkte großer Hersteller oder Vertriebe in die Regale der Supermärkte eingeordnet.

Eher typisch für das südeuropäische Leben sind Bars und kleine Ladengeschäfte mit persönlichen Kontakten, sei es auf einen café solo (ab 60 Cent, das entspricht dem italienischen Preisniveau von 2001) oder ein neues Leder-Uhrarmband (ab €6,50) oder ein Gericht (gute Mittagsmenues um €10). Eine Verkäuferin nannte €2.000 netto pro Monat als ideales Auskommen auch für gehobene Ansprüche, allerdings erhält die Kassiererin im Supermarkt etwa € 3,50 pro Arbeitsstunde. Der aktuelle Strompreis liegt mit 15 Cent deutlich unter dem hiesigen (25 Cent), Diesel kostet unter, SBF knapp über 1€ pro Liter. Bier ist im südlichen Ausschank traditionell teurer, gute Weine hingegen werden mit Faktor 2 gegenüber dem Einkaufspreis im Lokal angeboten (€6,50-15), die Qualität vieler insularer Weine scheut mittlerweile keinen europäischen Vergleich mehr. Eine Ferienwohung für zwei Personen mit Vorgarten und Terrasse kostet rund €60 pro Tag, ein Citroen C1 ab €17 pro Leihtag. Die Charterflüge (A) wie Condor ab Frankfurt am Mittwoch und Sonntag sollte man entweder sehr früh (€200) oder in aller last minute buchen, um finanziell vertretbar belastet zu werden.

Die Gastronomie ist oft nur bauartlich einfach, mancher Kiosko entpuppt sich als Schlemmertempel wie 7 Islas in El Remo mit traumhafter Lage am Meer und ebensolchen Sonnenuntergängen (E). An der zentralen Strandpromenade von Puerto Tazzacorte liegt die Taberna del Puerto (F), ein belebtes und beliebtes Ziel für alternative und reisende Musiker und alle Gäste mit Sinn für den romantischen Auslick nach Westen. In Los Llanos am (Floh-) Marktplatz bekocht José Alberto Diaz Lorenzo seine Gäste fürstlich im El Rincón de Moraga (G), ein Must für uns wie das blaue und eher einsam und 2Km von Las Tricias entfernt gelegene Restaurante Azul von Robert mit den handgeschriebenen Speisekarten seiner Frau (H), seit Jahren ein Eldorado für ausgefallene Menues und mehr. In der Metropole Santa Cruz bietet das traditionelle Rocke`s & Cafe (I) trotz Touristenmeile regionale Tapas und spanischen Beher-Schinken oder Brandy, Cava und Vinho vom Feinsten, der Chef versorgt die Gäste persönlich.

Lecker als palmerische Makronen-Spezialität sind die Almendrados sowohl von der Reposteria Martin Pérez in Puntagorda als auch diejenigen aus der >alten< Bar und Bäckerei in Los Canarios Fuencaliente (J), dem südlichen Treffpunkt aller Vulkanweg (El Gaston 131) Wanderer, beide Caminos (Real del la Costa 130) sollte man unbedingt genießen, ebenso die senderos in der Caldera de Taburiente (Dos Aquas) wie auf deren Sattel Cumbre! Last not least genannt die eher dschungelartig feuchten Wälder im Norden oder die staubigen Lavafelder im Süden mit den begehbaren Vulkanen, siehe dazu auch die offizielle Seite:

http://www.senderosdelapalma.com/de/de_index.php

Dieser Bericht mit den aktuellen 75 Aufnahmen ist so subjektiv wie unvollständig und soll einfach unsere Begeisterung (auch nach einigen Tausend an Aufnahmen) für die Insel wiedergeben, deshalb hier noch der Dank an Edith und Walter für den ersten La Palma Kontakt überhaupt. Nachzulesen ohne geschäftliche Interessen oder Werbung wie immer bei der Info Nummer 1:

http://de.wikipedia.org/wiki/La_Palma

Anderen Wanderern gefällt der El Gaston 131 ebenfalls:

http://www.bergzeit.de/magazin/wandern-auf-la-palma/

Con unos salu2

(c) www.slowfoto.de

2 Gedanken zu „Wandern auf der kanarischen Insel La Palma

  1. Hallo Jürgen Theis, natürlich bin ich nur ein Touri: Mein Auge ist der Fotoapparat und meine Schreibe ist i.d.R. sehr persönlich geprägt, alles andere ist woanders bereits besser beschrieben. Unsere vielen Wanderungen auf der Insel haben wir in exklusiver Erinnerung, die Aufnahmen und Schilderungen beziehen sich auf 2012, mehr nicht. Wer Ähnliches sucht ist auf La Palma richtig, das wollte ich ausdrücken🙂 vG ppz

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