FAQs zum Bokeh

Frage: Kann man ein Bokeh auch mit Software nachträglich erreichen?

www.wikipedia.org/wiki/Bokeh

slowfoto: Bokeh-Effekt in Fotos per Software – im Prinzip ja!

Nach der Devise >start at the beginning< hier zwei von mir bevorzugte Möglichkeiten zur Gestaltung des Hintergrundes respektive Rahmens bei der Aufnahme, auch wenn es das Bokeh betreffend strittig sein könnte: Softe Freistellung erreicht man relativ einfach per Nahaufnahme mit geringer Schärfentiefe wie im slowfoto der Woche 11 2012 – jetzt etwas wärmer als die originale farblich unbearbeitete Aufnahme:

www.slowfoto.wordpress.com/2012/03/08/slowfoto-der-woche-kw-11-2012/

Das Rezept ist eher einfach: EF 70-200 L IS, offene Blende 4 und Endbrennweite 200mm plus 2-fach Konverter bei Nahdistanz, auf den Hintergrund achten und fertig ist die Aufnahme! Man kritisiert Konverter, weil sie im Randbereich oft weicher zeichnen, nicht immer ist das gewünscht aber auch schon und vor allem auch bei Zoomobjektiven in der Endbrennweite zu sehen, wenn nicht abgeblendet wird. Nutzen kann ich diesen Effekt bei der dSLR sogar augenfällig, weil ich bei Offenblende sehe was ich dann im Bild festhalte. Hier in der Aufnahme ist es allerdings vieles schon von Natur aus out of focus, weil die Ästchen halt wachsen wie sie wollen.

Die zweite Möglichkeit ist, die ebenso oft gescholtene Vignettierung zu nutzen: Ein dunklerer Hintergrund vor allem als Rahmen am Rand des Bildes hat einen ähnlichen Effekt, der mit DxO, LR und kameraeigenen Menues zwar rausgerechnet werden kann aber nicht immer muss, hier die originale und bewußt unbearbeitete Aufnahme, immerhin handelt es sich um ein EF 2.8 100mm macro L IS bei Offenblende:

www.slowfoto.wordpress.com/2010/08/16/s-l-o-w-f-o-t-o-der-woche-kw33/

Man tut sich leichter, wenn man vorher weiß was man haben will bzw. was das Equipment leisten kann. Die digitale Spiegelreflex hat dabei Vorzüge, die bezüglich der Brennweite recht einfach zu nutzen sind, der Vollformatsensor hat weitere Vorteile.

Es wird immer neue Software zur Bildumrechnung geben, das ist auch gut so, aber nutzen kann man auch die vorhandene Physik: Okay, der Kompaktknipser hat geringere Einflußmöglichkeiten, auch nicht mit 21 Wahlprogrammen, aber das interessiert ihn auch weniger, Hauptsache das Bauwerk oder die Person ist scharf abgebildet und gut zu erkennen. Dennoch kann man auch bei dieser eher unbeschwerten Art der Fotografie auf eine zufriedenstellende Hintergrundkomposition im Rahmen der gebotenen Möglichkeiten achten, zumal der live-Bildschirm mittlerweile recht gut zeigt, was man als Aufnahme schließlich erhält.

Tamron bietet zum Thema Brennweite und Schärfentiefe zwei anschauliche Tools zum runterladen:

http://www.tamron.eu/de/objektive/brennweitenvergleich.html

http://www.tamron.eu/de/objektive/schaerfentiefenvergleich.html

(c) www.slowfoto.de

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