Photokina 2012 – ein Tag mit einer Leica X1

Ein Tag auf der Photokina 2012 – dokumentiert mit einer Leica X1 – Abbildungen und Text von Dr. Lutz Riefenstahl (c)

Mit einem Freund habe ich am Freitag die Photokina 2012 besucht. Einen festen Plan hatten wir nicht; wir wollten uns ansehen, was uns beim Gang durch die Ausstellungshallen spontan interessiert. Anbei ein paar fotografische Impressionen von unserem Photokinatag.

Die Aufnahmen wurden mit einer gebrauchten Leica X1 (24mm Brennweite, APS-C-Sensor) eines anderen Freundes gemacht. Die Kamera kam gerade frisch aus der Leica-Werkstatt in Solms zurück. Es war dort ein Backfokusfehler beseitigt worden.

Generell ist die Kamera für so eine Dokumentationsaufgabe wie an dem Tag gut geeignet. Mir persönlich liegt die Kamera allerdings nicht so sehr, weil der Autofokus recht langsam ist und auch die Bildverarbeitung ab Aufnahme bis zum Abspeichern für mich viel zu lange dauert. Das Nachfolgemodell, die X2, hat bei beiden Geschwindigkeiten deutlich nachgebessert, ist für meinen Geschmack aber leider immer noch zu langsam.

Auffallend waren für uns die vielen fernöstlichen Aussteller, unter deren Produkten sich recht viele „Stücke“ fanden, die wir unter dem Label anderer Distributoren bisher kannten. Die Besucher waren überwiegend Europäer, weniger Osteuropäer und noch viel weniger Asiaten und Amerikaner sowie Afrikaner. Zumindest ist es uns so aufgefallen.

Für mich als langjährigen Canon-Fotograf stand natürlich auch ein Besuch bei Canon an. Der Stand nahm fast eine gesamte Halle allein ein. Imposant war für mich die neue EOS 6D als Canons Einstiegskamera ins Vollformat, die im Dezember für knapp unter EUR 2.000 in den deutschen Handel kommen soll. Imposant vor allem wegen des dort verbauten Autofokussystems, das selbst noch bei Lichtwert -3 (!) problemlos funktioniert.

Die neue spiegellose Systemkamera EOS M konnte ich ebenfalls in die Hand nehmen. Das Konfigurationsmenü ist erfreulich genau an das bekannte der digitalen Spiegelreflexkameras angelehnt. Noch bis ca. Mitte Oktober muss ich wohl warten, bis meine schon vor einigen Wochen bestellte EOS M ausgeliefert werden wird.

Und natürlich habe ich mich auch gleich als Betatester für Canons Project1709 (http://www.project1709.com/) angemeldet. Eine weitere Wolke (Cloud) am mittlerweile schon recht bewölkten Computingfirmament. Richtig losgehen soll es mit dem Dienst dann ab 2013. Bis dahin ist er und alle angebotenen Services kostenlos von den Betatestern nutzbar.

Einen ebenfalls längeren Aufenthalt haben wir uns am Leica-Stand gegönnt, der ebenfalls – und hier komplett – eine ganze Halle für sich beanspruchte. Eine Leica ist schon früher immer mein Traum gewesen, nebst dem einen oder anderen Leica-Objektiv besitzen zu dürfen. So wundert es sicherlich nicht, dass ich testen wollte, was ich zum Testen in die Hand bekommen konnte: Neben der schon erwähnten X2 habe ich dann auch die S2, die M und das neue Monochrom-M-Modell testen können und dürfen.

Schon vor etlichen Jahren habe ich zur Einführung der damaligen analogen Spiegelreflexkamera R4 am Leicastand über drei Stunden Schlange gestanden, um diese Kamera einmal im Vergleich zu meiner damaligen Canon A1 testen zu können. Und damals, so wie heute, kann ich nur sagen: Leica, a class of its own. Leider hat solch eine „Klasse“ auch seinen entsprechenden Preis. Und so werde ich wohl meinen Leica-Test erst wieder auf einer der kommenden Photokinas fortsetzen können und mich im Alltag an meinem Canon-Equipment – sicherlich letztlich nicht viel minder – erfreuen dürfen.

P.S.: Unsere Fahrt nach Köln haben wir mit der Bahn ab Hannover unternommen. Die Hinfahrt klappte perfekt, pünktlich auf die Minute. Bei der Rückfahrt wurde die Bahn wieder ihrem Ruf gerecht: knapp 30 Minuten Verspätung bei Einlauf im Hannoverschen Bahnhof und alle Anschlusszüge waren natürlich längst weg.

 (c) www.slowfoto.de

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