DYNAUDIO XEO kabellos (wenn man von 220V absieht :-)

Audiophile Erfahrungen mit der nicht mehr ganz neuen digitalen Technik, die konsequent auf die Übertragung analoger Schallinformation bis kurz vor die Schwingspule des Lautsprechers verzichtet und nur noch ein stromführendes Kabel zur Lautsprecherbox benötigt:

Zwei aktuelle mattschwarze

* DYNAUDIO XEO 3 wurden am gleichem Frontend, dem
* DENON RCD-CX1 mit den seit ein paar Jahren laufenden >alten<
* DYNAUDIO Audience 52 SE verglichen.

Herzstück ist der wie die Fernbedienung kleine und superleichte Transmitter, eine Anschlussbox für (1) Kopfhörer Miniklinke sowie Cinch, (2) Toslink, (3) UBS und den 5Volt Netzadapter, der sich bei USB Nutzung erübrigt. Die Remote arbeitet mit einer CR 2025 Knopfzelle und lässt die Wahl der 1-2-3 Inputs zu, legt eine der Transmissionsfrequenzen A-B-C und die Lautstärke mit 50 Klicks ohne jede Anzeige fest, allerdings scheint ein Überlastungschutz die Boxen auch partyfest zu machen…

An der XEO Box ist auf der Rückseite ON-OFF sowie rechts oder links oder mono zu wählen und die transmittierende Frequenz, zusätzlich ist hier der 220V Anschluss.

Der RCD bietet zwar einen digitalen optischen Ausgang für CD oder MD Recorder, diesen allerdings ohne Super Audio CD Ausgabe und zudem mit länderspezifischer Schaltung für 15-21 dBm 660 nm laut Bedienungsanleitung, leider wird der XEO Transmitter per Lichtleiter (Toslink) leider nicht akzeptiert, das optische Signal eines Cambridge Audio CD Laufwerk hingegen ohne Mucken. Also wurde der REC (line out) Ausgang mit veschiedenen Cinch-Kabel nach Gehör und die al gusto verwendet, denn das mitgelieferte klingt grauslich.

Vor allem die Mittelhochtonkalotten bedürfen einer Einspielzeit von vielen Stunden, tagsüber z.B. mit CDs oder Rundfunk, nachts der HiFish Audio Test-CD mit Terzen, Rauschen und Sinustönen, womit die anfängliche Rauhigkeit und Schärfe in der Wiedergabe eingeschliffen werden.

Die 52 SE kenne ich seit vielen Jahre, am Denon mit LS-1002 akustik Kabel verbunden sind diese Boxen trotz oder gerade wegen identischer und hier erst ab 2.700 Hz arbeitender 28mm Hochtonkalotte klanglich von der XEO mit einer Trennfrequenz bei 1.500 Hz zu unterscheiden, deren 13cm Bass zudem einen Tick voluminöser abgestimmt ist als der 17cm Tieftöner der SE, was bei beiden mit den beigelegten graunen Schaumstoff Stöpseln in der rückwärtigen Resonanzöffnung reduziert werden kann. Diese Maßnahme entfällt, wenn die Boxen auf Ständern und damit völlig frei stehend betrieben werden, so wie der Hersteller es empfiehlt, bei meiner Austellung ist die Wand hinter den Bassreflexöffnungen relativ nahe (10cm). Deren Durchmesser ist mit 6cm Öffnung bei der kleineren XEO (6,4 Kg 28x17x27 HxBxT 13 Liter) deutlich größer als die mit 4,5cm bei den SE (7,2 Kg 33x20x26 HxBxT 17 Liter).

Zwischen beiden Lautsprechern könnte ich mich letztlich nur schwer entscheiden, beide bieten mehr als genug und sind mehr als gut, klingen zusammen übrigens lecker, tonal wie räumlich, bieten total entspanntes Hören, nichts nervt, die MHT-Kalotte in beiden klingen sehr sehr ähnlich…

Einzig tonale Kritik bleibt die Wiedergabe komprimierter MP3 Dateien vom iMac über USB, deren Qualität der CD einfach nicht das Wasser reichen kann, für die hintergründige Unterhaltung nebenbei oder zum Kennenlernen auf Spotify&Co reicht auch das allemal. Hier legt die XEO alle Defizite reduzierter Tonquellen gnadenlos offen, was ihr aber keinesfalls anzulasten ist!

Verbesserungsbedürftig ist der Raster an der kleinen Fernbedienung, was die Lautstärkenregelung im leisen Bereich betrifft, die Anhebung von 3 zu 4 zu 5 ist viel zu heftig, hier ist eine feiner arbeitende Abstufung umgehend und zwingend erforderlich!

Fazit eigener Versuche:

Die 52 SE fängt unten bei 25 Hz, die XEO bei 31 Hz an, beide geben 40Hz mit Volumen wieder (HiFish CD), die Basswiedergabe beider Boxenpaare setzt jeden interessierten Zuhörer in Begeisterung ob der geringen Gehäusegröße, es kommt immer wieder die Frage >wo ist denn der Subwoofer<? Er wird nicht wirklich benötigt…

Die räumliche Wiedergabe ist von der Aufstellung abhängig, völlig freistehend z.B. auf passendem Ständer (z.B. DYNAUDIO Stand 3) ist sie am besten, Wände in der Nähe führen zu Einbußen, die jeder für sich tolerieren muss.

In der Tonwiedergabe sind beide Boxen ohne Kritik und Tadel, den zunächst leichten Vorteil (für mich!) in der Präsenz der 52 SE mache ich am verwendeten Lautsprecherkabel fest, der Wechsel auf eine höherwertige und ähnlich klingende Strippe für die analoge Verbindung Quelle zum Transmitter erbringt umgehend Besserung für die XEO.

CDs mit geliebter Musik zeigen wieder einmal: Das entspannte Zuhören zählt und das ist gut so! Fand ich früher große bis sehr große Boxen notwendig, sind es heute eher diese kleinen Kompakten – the times they are a-changing 🙂

DYNAUDIO XEO 3 DYNAUDIO 52 SE MAGNAT TP 26 A
DYNAUDIO XEO 3 aktiv oben
DYNAUDIO Audience 52 SE passiv mittig
MAGNAT TP 26 A aktiv unten

Gute CDs oder wave Dateien bleiben ein Genuss, der nur noch von der in den Obertönen nicht limitierten Wiedergabe exzellenter Schallplatten übertroffen werden kann. Das gilt auch für die Zero 🙂

(c) www.slowfoto.de

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