Berlin zu Fuß – Kreuzberg Tour

KreuzXberg
KreuzXberg

Berlin X-Berg mit Tourguide

Ein Tag, 18 Stationen und fast 18km zu Fuß bei herrlichem Wetter, unzählige Eindrücke, Erlebnisse und Informationen, das erwartete uns im Schlepptau unserer Tourguide AZ:

X-Bergtour 1-XX
X-Bergtour 1-11

Start: 1. Schlesisches Tor

Die Kreuzung der Skalitzer-, Oberbaum-, Köpenicker- und Schlesische Strasse wird im Volksmund kurz Schlesisches Tor genannt. In der Mitte befindet sich der 1902 eröffnete gleichnamige Hochbahnhof der ersten Berliner U-Bahnstrecke, heute der Linie U1. Benannt ist die Station nach dem Stadttor in der Berliner Zollmauer, das bis Mitte des 19. Jahrhunderts dort stand. Besonders beliebt am Schlesischen Tor ist der Burgermeister und spätestens ab 20:00 immer voll: Er war einer der ersten Burger-Läden, die im Burgerboom in Berlin bekannt geworden sind und ist für seine Pommes mit Käsesoße (cheese fries) berühmt-berüchtigt.

IMG_4404.topIMG_4400.topIMG_4403.top

2. Görlitzer Park

Im Sommer, so scheint es, ist draußen sitzen erste Bürgerpflicht, was nicht nur für diesen Park gilt! Wo einst Züge fuhren, wird heute gespielt, gechillt und gegrillt: Der Görlitzer Park ist ein Mikrokosmos Kreuzberger Lebensart, das sich seit Ende der 1980er Jahre auf dem Areal des ehemaligen Görlitzer Bahnhofs in Kreuzberg befindet. Auf 14 Hektar hügeligen Gelände gibt es ausgedehnte Liegewiesen und überall finden Kinder Spielplätze und Spielgelegenheiten. An der Seite zur Wiener Strasse, nahe der Glogauer Strasse, lockt ein Kinderbauernhof mit Haustieren zum Anfassen. Auf Wiesen und Bänken zeigt sich an schönen Tagen die Kreuzberger Lebensart, man spielt Ball, Familien aller Nationalitäten grillen oder sitzen einfach beisammen und geniessen den Sonnenschein und die frische Luft. In den Straßen rund um den Park gibt es viele Cafés und Restaurants. Am westlichen Ende des Parks liegt das öffentliche Hallenbad Spreewaldbad, das Freibad Prinzenbad hingegen ist einige U-Bahnstationen weiter stadteinwärts. Im Görlitzer Park bekommt man zudem alles angeboten, was das “Drogen-Herz” begehrt oder eben auch nicht. Auch Eltern mit Kindern werden mittlerweile offen(siv) angesprochen. Das hat in der Bevölkerung für große Ärgernis gesorgt und dem Image des “Görlis” stark zugesetzt. In den vergangenen Jahren hat der “Görli” mit diesem Problemthema immer mehr negative Aufmerksamkeit in der Presse und Politik bekommen. Mittlerweile laufen sogar TV Dokus auf ProSieben & Co zum „Problempark“ in Berlin:

http://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/kreuzberg-blog/kreuz-und-quer/drogenproblem-in-berlin-kreuzberg-mehr-harte-drogen-im-goerlitzer-park-als-bekannt/9602596.html

IMG_4410.topIMG_4407.topIMG_4409.top

3. St.Thomas Kirche

1931/32 wurde die katholische Kirche St. Thomas von Aquin von Paul Lindner innerhalb der geschlossenen Bebauung errichtet, das dazugehörige Gemeindehaus durch den Umbau eines Miethauses von 1884/85 von Ernst George. Die Kirche ist ein Stahlskelettbau mit roter Ziegelverblendung im Stil der Neuen Sachlichkeit. Inzwischen residiert hier die katholische französischsprachige Gemeinde Berlins. Die Anlage steht unter Denkmalschutz.

4. Baumhaus am Bethaniendamm

Das Baumhaus an der Mauer, auch „Gecekondu von Kreuzberg“ oder „Guerilla Garten“ genannt, ist eine von dem türkischen Einwanderer Osman Kalin (geb. 1925) aus Sperrmüll errichtete zweigeschossige Hütte auf einer besetzten Verkehrsinsel am Bethaniendamm im Berliner Ortsteil Kreuzberg. Es ist kein echtes Baumhaus, sondern um ein um zwei Bäume herum gebautes Gartenhaus in einem Kleingarten. Während der Teilung der Stadt befand es sich auf Niemandsland und wurde später vom Bezirk Friedrichshain Kreuzberg nachträglich legitimiert, obwohl es ohne Baugenehmigung oder Pachtvertrag im öffentlichen Raum errichtet worden war. Auf Grund seiner Geschichte und Erscheinung im Stadtbild gilt es als Sehenswürdigkeit und Touristenattraktion.

IMG_4420.topIMG_4421.top

5. Bethanien Künstlerhaus

Das Künstlerhaus Bethanien ist ein internationales Kulturzentrum in Berlin. Als Atelierhaus und Arbeitsstätte für professionelle Künstlerinnen und Künstler, vielschichtig strukturierte Projektwerkstatt und Veranstaltungsort hat es sich die Förderung der zeitgenössischen bildenden Kunst zum Ziel gesetzt, zudem wird es gastronomisch genutzt.

IMG_4431.topIMG_4418.topIMG_4426.topIMG_4429.top

6. Kottbusser Tor

Der von den Anwohnern liebevoll „Kotti“ genannte Platz ist das Herzstück des multikulturellen Kreuzbergs. Die Vielfalt des Gebietes stellt sich unter anderem in dem Nebeneinander von Moschee und Synagoge, Stadtbücherei und benachbartem Kreuzbergmuseum, Seniorenwohnhaus, Jugendwerkheim, Kindertagesstätten und Schulen, kleinen Galerien, Ateliers und alternativen kulturellen Einrichtungen sowie vielen sozialen Einrichtungen dar. Das Kottbusser Tor ist als Gebiet des multikulturellen Zentrums zu betrachten in dem eine Verflechtung von Wohnen und Arbeiten besonders ausgeprägt ist. Rund um den Platz bieten über 160 Läden ihre Waren an. Der “Kotti” ist zudem einer der bekanntesten Drogenumschlagplätze von Berlin:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article13870201/Die-Parallelwelt-der-Junkies-vom-Kottbusser-Tor.html

und einer der zentralen Punkte bei der 1. Mai-Demo und den Krawallen:

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-04/erster-mai-reportage-ladenbesitzer

7. Prinzessinnengärten

Es handelt sich um einen mobilen Garten am Moritzplatz im Berliner Ortsteil Kreuzberg auf einer ehemalige Brachfläche zwischen Prinzen- und Oranienstrasse, die seit 2009 von engagierten Anwohnern in einen Nutzgarten für urbane Landwirtschaft umgewandelt wurde. Die Fläche wird jährlich von der Stadt angemietet. Die Gebäude bestehen aus vielfältigen Containern, die Pflanzen befinden sich in recycelten Bäckerkisten, Tetra Paks und Reissäcken, so dass der Garten jederzeit mobil ist. Bemerkenswert sind die automatisierten Bewässerungssysteme, das Getränke- und Speisenangebot und die vielfältigen Ruhe-, Sitz- und Spielmöglichkeiten für die Kinder, den kleinen Prinzen und Prinzessinnen!

IMG_4450.topIMG_4447.topIMG_4448.topIMG_4449.topIMG_4438.topIMG_4446.top

8. Jüdisches Museum

Das Jüdische Museum Berlin ist das größte jüdische Museum Europas: Der Besucher erfährt in der Dauerausstellung einen Überblick über zwei Jahrtausende deutsch-jüdischer Geschichte mit den Höhe- und Tiefpunkten der Beziehungen in Deutschland. Das Museum in der Lindenstrasse im Berliner Ortsteil Kreuzberg besteht aus dem Altbau des barocken Kollegienhauses, ehemals dem Kammergericht, und dem zickzackförmigen Neubau des US-amerikanischen Architekten Daniel Libeskind. Auf der gegenüberliegenden Seite der Lindenstrasse entstand seit 2011 in der ehemaligen Blumengroßmarkthalle die Akademie des Jüdischen Museums, auch ein Entwurf von Libeskind. In der Akademie befinden sich das Archiv, die Bibliothek, die Museumspädagogik und ein Veranstaltungssaal. Die Umbaukosten von knapp zwölf Millionen Euro trug mehrheitlich der Bund. Auffallend ist die Verwendung von (zu) dünnem Edelstahl als Verkleidungsplatten des Gebäudekomplexes, dessen Oberfläche durch mechanische Kontakte schon gelitten hat.

IMG_4455.topIMG_4453.topIMG_4454.topIMG_4462.topIMG_4463.topIMG_4452.top

9. Mehringplatz

Der südliche Teil der Friedrichstrasse im Bezirk Friedrichshain Kreuzberg wird durch die vielen Touristen rund um den ehemaligen Checkpoint Charlie belebt: Rund 50 Geschäfte bieten nicht nur touristische Waren an. Am südlichen Ende der Friedrichstrasse befinden sich der Pfad der Visionäre und der Mehringplatz, dessen Zentrum die Friedenssäule mit der – aus Bronze bestehenden – Statue der Siegesgöttin Viktoria schmückt. Der Mehringplatz liegt im nordwestlichen Teil des Berliner Ortsteils Kreuzberg und ist einer von drei bedeutenden Plätzen, die bei der Stadterweiterung Alt Berlins um 1730 angelegt wurden. Er bildet den südlichen Endpunkt der Friedrichstrasse. Sein Kennzeichen ist ein Brunnen mit der 1843 errichteten Friedenssäule. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Platz vollständig zerstört und danach mit veränderter Strassenführung und neuer Bebauung wiederhergestellt. Das Neubaugebiet um den Platz gilt heute als sozialer Brennpunkt und Präventionsgebiet. Der Mehringplatz ist nicht zu verwechseln mit dem Franz Mehring Platz im Ortsteil Friedrichshain, der im Jahr 1972 seinen heutigen Namen erhielt. Diese Namensdoppelung im seit 2001 vereinigten Bezirk erklärt sich aus der Teilung Berlins bis 1990.

IMG_4469.topIMG_4471.topIMG_4465.topIMG_4468.top

10. Anhalter Bahnhof

Der Anhalter Bahnhof war früher ein Fernbahnhof in Berlin Kreuzberg. Dieser Kopfbahnhof lag am Askanischen Platz an der Stresemannstraße in der Nähe des Potsdamer Platzes. Das erste Bahnhofsgebäude wurde direkt vor dem damaligen Anhalter Tor der Berliner Zollmauer von der Berlin Anhaltischen Eisenbahn Gesellschaft als Endpunkt der Bahnstrecke Berlin–Halle angelegt. Die „Anhalter Bahn“ verband Berlin mit dem Fürsten- bzw. Herzogtum Anhalt, heute Teil des Bundeslandes Sachsen Anhalt. Nur noch das Fragment des Portikus und der unterirdische S-Bahnhof erinnern an den einst weithin berühmten Bahnhof. Das bei den Luftangriffen der Alliierten auf Berlin zerstörte imposante Gebäude war vor dem Ersten Weltkrieg wichtigste Station für die Verbindungen nach Österreich Ungarn, Italien und Frankreich und wurde im Volksmund nur kurz „Anhalter“ oder „Das Tor zum Süden“ genannt.

IMG_4480.topIMG_4481.top

11. Tempodrom

Seit 1980 ist das Tempodrom ein Berliner Veranstaltungsort, zunächst als alternative Spielstätte auf der Westseite des Potsdamer Platzes in direkter Nachbarschaft der damaligen Berliner Mauer und von der Erbin und ehemaligen Krankenschwester Irene Moessinger ins Leben gerufen. Das neue Tempodrom Gebäude wurde nach Entwürfen von Doris Schäffler und Stephan Schütz auf dem Gelände des ehemaligen Anhalter Bahnhofs am Askanischen Platz errichtet. Das Dach erinnert an die Kathedrale von Brasilia von Oscar Niemeyer, ist an die Form eines Zirkuszelts angelehnt und bildet mit seinen futuristischen, weißen Formen einen Kontrast zu den Überresten des ehemaligen Bahnhofs. Die Grundsteinlegung war am 21. Mai 2000. Feierlich eröffnet wurde es mit der Verleihung des Europäischen Filmpreises am 1. Dezember 2001.

IMG_4483.topIMG_4484.topIMG_4482.top

 

X-Bergtour 12-18
X-Bergtour 12-18

12. Landwehrkanal

Der 10 km lange Kanal wurde zwischen 1845 und 1850 nach Plänen von Peter Josef Lenné erbaut, er folgte dem Lauf des ehemaligen Landwehrgrabens und sollte das Bauland in Kreuzberg und Neukölln entwässern sowie das Spree Hochwasser aufnehmen. Ein weiterer Aspekt war der Transport von Baumaterialien auf dem Wasserweg. Selbst für die Neubebauung des Potsdamer Platzes in den 1990er Jahren entlastete der Kanal den innerstädtischen Schwerlastverkehr. Durch die Oberschleuse an der Schlesischen Straße und die Unterschleuse im Großen Tiergarten lässt sich die Wassertiefe des Kanals regulieren, die im Schnitt etwa 2m beträgt. Die Uferbefestigungen sind durch die starke Belastung der Ausflugsschifffahrt beschädigt und müssen dringend saniert werden. Die Wege beiderseits des Landwehrkanals gehören zu den reizvollsten Spazierwegen in der Berliner Innenstadt, Großstadt und Ruhe wechseln einander ab und bilden immer wieder interessante Kontraste. Die schönste Ecke finden sich am Urbanhafen, hier mündete früher der mittlerweile zugeschüttete Luisenstädtische Kanal in den Landwehrkanal. Am Kanal finden sich viele Cafés und Restaurants, von denen man das Treiben an den Ufern beobachten kann..

IMG_4485.top

13. Park am Gleisdreieck

Mit der Eröffnung des Westparks am 31. Mai 2013 wurde der Park am Gleisdreieck, im Gegensatz zum neuen Berliner Flughafen, ein halbes Jahr früher als geplant komplett. Das jahrzehntelang für die Öffentlichkeit unzugängliche Areal am Gleisdreieck ist wieder in den Stadtraum integriert und kann vielseitig für Sport, Freizeit und Erholung genutzt werden. Gleichzeitig stellt der Park einen wichtigen stadtökologischen und stadtklimatischen Baustein der Berliner Freiraumkonzeption dar. Für die Bewohner der angrenzenden Quartiere, die Geschäftsleute, die am Potsdamer Platz oder im benachbarten Technikmuseum arbeiten, aber auch für Besucher und Touristen ist der Park gleichermaßen attraktiv. Mitten in der Großstadt kann man Abstand vom Alltäglichen gewinnen, neue Energie tanken, eine Runde laufen oder einfach nur relaxen. Ganz besonders gut gefallen hat uns die Ausführung des Kinderspielplatzes: Edelstahl und Holz, verbunden mit elastischen Kunststofftauen, unterbaut mit Holzschnipslen als weichem Untergrund, eine so bisher noch nie gesehene Anordnung!

IMG_4497.topIMG_4496.topIMG_4499.topIMG_4506.topIMG_4504.topIMG_4505.topIMG_4508.top

14. Technikmuseum

Das Deutsche Technikmuseum Berlin (DTMB) wurde 1983 zunächst unter dem Namen Museum für Verkehr und Technik eröffnet, den es bis 1996 trug. Das Museum sieht sich als Nachfolgeinstitution der über 100 technischen Sammlungen, die es in den vergangenen Jahrhunderten in Berlin gegeben hat, zuletzt der Sammlung aus dem ehemaligen Verkehrs- und Baumuseum (im Hamburger Bahnhof), hat mit über 25.000 m² eine große Ausstellungsfläche auf dem Gelände einer Eisfabrikation und des Anhalter Güter- und Postbahnhofs und wird von 600 000 Menschen jährlich besucht. Schwerpunkte sind vor allem der Wasserstraßen und Schienenverkehr in/um Berlin und in Deutschland, die Bier-, Schmuckproduktion und Energiegewinnung. Gegenüber dem Museum ist ein hoch gelegener S-Bahnhof mit der Gleiseinfahrt zwischen zwei Gebäuden, ein eher ungewöhnlicher Anblick ibs. bei dem dortigen Verkehrsaufkommen.

IMG_4489.topIMG_4490.top

15. Viktoriapark

Als 1920 Groß Berlin gebildet und in 20 Bezirke eingeteilt wurde, wählte man den Kreuzberg zum Namenspatron des südlichen Innenstadtbezirks, er bildet das Zentrum des Viktoriaparks. Der Name deutet es schon an: Auf der Spitze des 66 m hohen Berges steht das „Nationaldenkmal“ von Schinkel (1818-1821), das an die Freiheitskriege gegen Napoleon erinnern soll. Die Anlage des Wasserfalls läßt das Denkmal von unten noch viel monumentaler erscheinen, nachts wird illuminiert. Heute gewährt das Plateau nach nur 33 zu bewältigenden Höhenmetern weite Ausblicke in die Umgebung. Nebenan, hinter der Villa Kreuzberg, findet man ein kleines Tiergehege. Der Zugang zum Märchenbrunnen im Volkspark Friedrichshain und zum Nationaldenkmal im Viktoriapark ist im Sommerhalbjahr tagsüber von 8:00 Uhr bis 22:00 Uhr möglich.

IMG_4532.topIMG_4520.topIMG_4523.topIMG_4526.topIMG_4530.top

16. Bergmannstraße

Die bunte und vielfältige Bevölkerungsmischung der Hauptstadt lässt sich gut bei einem Bummel durch die Bergmannstraße genießen. Die Einkaufsstrasse im Bezirk Kreuzberg bietet fremdländische Küche und viele andere exotische Genüsse, im Sommer erinnert das rege Treiben vor der Altbaukulisse an die Geschäftigkeit südländischer Städte. Auf dem Marheinekeplatz, den die Bergmannstrasse passiert, kann man in einer Berlin typischen Markthalle einkaufen. Nicht weit von der Bergmannstrasse, kurz hinter dem Mehringdamm, lockt der beliebte Viktoriapark. Dort liegt auch der Kreuzberg, nach dem der bekannte Bezirk benannt ist. Das Stadtviertel entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und ist seit 1964geschützter Baubereich. Die typische fünfgeschossige einheitliche Blockrandbebauung überstand Krieg und Kahlschlagsanierung, sehenswerte Zeugen der Vergangenheit sind die Bauten am nahen Chamissoplatz.

IMG_4533.topIMG_4534.top

17. Chamissoplatz

Der Chamissokiez ist heute eine Art Freilichtmuseum zum Thema „Berlin vor 100 Jahren“. Das Kopfsteinpflaster, die Laternen, mittlerweile ohne Gas, die Stuckfassaden, die verbotenen Neonreklamen, die hergestellten Balkone: Denkt man sich die Autos weg und Pferdefuhrwerke hinzu, hat man fast das alte Berlin, welches Heinrich Zille in seinen Zeichnungen und Fotografien noch in den Zwanzigern festhielt. Die Häuser im Chamissokiez wurden wie die meisten Berliner Mietshäuser der Arbeiterbezirke in der späten Kaiserzeit errichtet. Die sozialen Verhältnisse waren unbeschreiblich, die Häuser übervölkert, die sanitären Verhältnisse katastrophal. Aus dieser alten Zeit stammt auch das grüne Pissoir nur für Männer! Im Grunde lebte man hier in einem Slum, im ordentlichen Preußen hinter geschmückte Stuckfassaden gezwängt und in gemauerten durch enge Hinterhöfe jedoch schlecht beleuchtete und belüftete Steinhäusern übereinandergestapelt. Gelegenheiten zum Blick in die Höfe der Häuser sollte man nutzen, denn diese sind völlig unterschiedlich und zum Teil sehr stimmungsvoll. Aufgrund der furchtbaren Vorkriegszustände in den Hinterhöfen wollten maßgebliche Planer in beiden Teilen Berlins die alten kaiserzeitlichen Mietshäuser vollständig abreißen. Hier im Chamissokiez haben auch die Hausbesetzer ab Ende der siebziger Jahre dazu beigetragen, daß diese Straßenzüge original stehenblieben sind!

IMG_4535.top

18. Ziel: Marheineke Markthalle

Die Marheineke Markthalle gehört zu Kreuzberg wie der Fernsehturm zum Alexanderplatz. Die Markthalle blickt auf eine lange Geschichte zurück, genauso wie das lebendige Viertel rund um die Bergmannstraße. Auf 3.000 m² werden Fleisch, Käse, Milch, Brot, Fisch, Säften, Obst, Gemüse und Blumen angeboten. An den Ständen gibt es regionale Bioprodukte wie auch internationale Feinkost. Den Hunger vor Ort kann an vielen Imbissen, gemütlichen Cafés oder im Restaurant Matzbach stillen. Hochkarätige Kunstausstellungen und der Radiosender multicult.fm machen die Markthalle auch zu einen kulturellen Erlebnis. Öffnungszeiten: Mo-Fr 8:00 – 20:00 Uhr

IMG_4536.topIMG_4538.topIMG_4540.top

Quellen Text und Tour: berlin.de, berliner-stadtplan.combethanien.de, gruen-berlin.de, visitberlin.dewikipedia.de

Aufnahmen EOS M mit EF-M 11-22 IS STM alle unbearbeitet

© Aufnahmen slowfoto.de  © Text Anjes Zehner

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s