Sardiniens Ost- und Südküste (1)

Sardegna – die Insel mit runden und spitzen Felsen – eine kulinarische und kulturelle Reise mit dem Wohnmobil, dem PKW und zu Fuß

Unser längster Urlaub bisher: 1986 waren wir drei Wochen mit einem gemieteten Wohnwagen in Schweden am Vänersee, mit Gummiboot samt Leine und je einer Nacht auf der Stena Line Fähre. Ab 2009 folgten weitere Campingplatz Aufenthalte wiederum mit gemietetem Wohnmobilen oder auch nur im zuvor reservierten Bungalow oder Mobilhome in Kroatien, letztere nahe Orebic auf Peljesac.

2015 sollen es zum ersten Mal vier Wochen werden, mit dem 7m langen italienischen LaikaEcovip 309  i.V.m. der Moby Line Fähre Livorno Olbia und zurück…

4 Mori
4 Mori

Allein die Vorbereitungen für diese Wochen nehmen uns in Anspruch: Immerhin verträgt der Laika weit mehr als 500kg Zuladung! Allerdings liegt der Reiz für uns eher im Weglassen als im Vollpacken, damit vielmehr in der Reduzierung auf das Wesentliche ohne Verlust des Wichtigen, denn nachher sind wir allemal klüger und das Packen geht schneller. Zudem nehmen wir außer Reiseproviant keine Vorräte mit in den Urlaub, sondern ernähren uns aus dem Lande, denn wir kaufen gerne in unseren Urlaubsländern ein!

Vorrat
Vorrat auf wesentlichem Level

Tag 01 Seit Tagen erfreut ein Dauerregen ganz Süddeutschland. Hinter dem Lechtal stanken die heißen Bremsen auf Grund der Zuladung oder besser meiner zu flotten Fahrweise, was sich mit Vernunft schnell gegeben hat.

Camping bei Moosbauer
Camping bei Moosbauer

Bei http://www.moosbauer.com/de/home-sommer.html nordwestlich von Bozen sind wir gut angekommen, WLAN funzt und der Bus nach Bozen auch, das Traditionswirtshaus http://www.voegele.it/ ist mit einem veritablem Angebot so gut wie mit einer seit Jahrzehnten kontinuierlich weiter entwickelten Speisekarte und konstant hohem Küchenniveau.

Moosbauers Arbeitsraum
Moosbauers >Lernraum<

Tag 02 Der Lern Campingplatz ist sehr schön, nach einem weiteren Tag in Bozens Innenstadt sind wir zurück für den Abend am Poolrestaurant: Knödel Buffet (Speckknödel in Brodo – Spinatknödel – gebratener Knödel – Knödelscheiben mit Waldpilzsoße, zu allem Krautsalat und regionale Biere aus kleinen Brauereien!

Restaurant am Pool
Restaurant am Pool

Tag 03 Früh aufstehen und ab auf die Piste: 450km nach Livorno auf den wohl einzigen in der Vorsaison offenen www.camping-pineta.it €20 für einen sandigen Randplatz mit grenzwertigen Sanitäranlagen in Calambrone, einem Platz der fast vollständig privat belegt, d.h. mit über 300 Bierzelt artigen und anderen Dauer Installationen und dem damit üblichen Krempel vollgezaubert ist, am andauerndem Flugverkehr leidet sowie viele Eidechsen und vor allem putzigen ausgewilderten Hasen in allen Fellfarben bietet, war der Ort für eine Nacht.

Tunfisch wie wir ihn mögen...
Tunfisch so wie wir ihn mögen…

Vorher ein paar Kilometerchen zu Fuß (man gönnt sich ja sonst nichts) auf Tipp plus telefonischer Reservierung zurück nach Tirrenia ins La Terrazza www.tavoledisangiorgio.com – einem von Einheimischen intensiv besuchtem Restaurant mit Holzofenpizza (links backen rechts heizen): wir hatten die bisher beste Tagliata di tonno mit frischem, in Sesam gebratenem roten Tunfisch auf ölmariniertem Gemüse und Safranrisotto, ein Festessen in etwas stark frequentierter Umgebung mit ortsüblichem Geräuschpegel, den wir noch Wert schätzen müssen🙂

Moby
MOBY

Tag 04 In Livornos Hafen angekommen, checken wir nach Kontrolle und erstmal in die angewiesene Spur ein, kurze Zeit später müssen wir wieder umspuren – danach sind wir zu Fuß über die kleine Drehbrücke und vorbei an der Hafenmeisterei zu einen Bummel in die Altstadt. Vor dem Verladen noch`n Check mit Aufkleber, entgegen der schriftlichen Regularien dürfen die Mitfahrer mit in die tiefliegende Garage der Fähre, was das Handling beim Einschiffen sicher enorm erleichtert!

erst rein, dann rauf
erst rein und runter, dann zu Fuß rauf

Das Self Service Restaurant im 7. Stock der Fähre bietet Großküchenangebot und –qualität, Fisch Gemüse Nudelgerichte, dafür coperto und klebrige Tische, im großen Barbereich kostet Inselbier Ichnusa Bionda Sargenda dal 1912 0,33 €3,8 im Selfservice, wobei das gekühlte auch bald ausgeht, obwohl der Dampfer nicht voll gebucht ist. Auffallend die Matratzen überall in den Gängen und Schlafsäcke, wo es Bänke oder Couchplätze hat, sogar in der Bar resp. im Schlafraum über drei Pullmann Sessel, auch unsere zwei vorgebuchten. Wir haben uns in eine andere Reihe mit nur zwei Sesseln nebeneinander gesetzt, also zu kurz für einen Schlafsack.

..da wollen wir hin!
..da wollen wir hin!

Tag 05 Die Nacht war unruhig, die See ruhig, bis um 6 Uhr der Lausprecher zum Frühstück quäkte, der Service ähnlich schleppend wie der aus dem Osten Europas bekannte, mit einem lackierten Anzugträger als Vorgesetztem, ich würde die Organisation ändern wollen hinsichtlich Effektivität. Stau an der Kaffeemaschine und danach der Treppe auf dem Weg hinab zu den Garagen Etagen, letztlich sind wir nach 8 Uhr vom Schiff runter- und nach Süden weiter gefahren, der www.campeggiocalaginepro.net war unser Ziel nahe Orosei (NU), ein sehr großer und teilbewaldeter Platz mit einem herrlichen aber felsigem Küstenareal am nördlichen und Sandstrand am südlichen Ufer, jeweils mit Zugängen im Zaun. Ginepro bedeutet Wachholder. Wenn der Platz voll ist, dann dürften auch mehrere tausend Gäste hier campieren (Camper 2 Personen €24 pd), eine Bar (ichnusa 0,66 €3) ein Restaurant und ein noch geschlossener Kiosk, Belegung keine 5%, also ist absolutes Wohlfühlen angesagt. TV geht wegen Bewaldung nicht, eine Windhosen wirft viel Staub durch die Luft, dafür ist der Aufenthalt mitten im lichten Wald ein Luxus.

Cala Ginepro - wo der Ginster wächst
Cala Ginepro – dort wo der Ginster wächst

Tag 06 Am nächsten Morgen ist das Wetter ein Traum, die Sonne scheint schon heftig! Die erste Waschmaschine ist durch, der Nespresso schmeckt, wir werden heute in Ruhe akklimatisieren… lecker Frühstück gegen Mittag in the open air, wir sind nach Plan den Kilometer langen Strand abgelaufen, hier ist es sehr schön…

xxx
endlich im Freien

Abends ins Restaurant des Platzes: Coperto (3) eine dicke Scheibe Tonno Grill auf Salat (16) Verdure Grill Aubergine und Zuchini (5) Tonno fresco vap. (10) Costolette vom Lämmchen (zäh) mit Raddichio (13), ein Pecorino Grill im sardinischen Musikblatt Brot, Caffée dann vor dem Camper, lieber 5 Millionen Sterne am Himmel als 5 am Hotel oder einen auf der Motorhaube, wobei auch das Restaurant eher den Charme eines Gartenzeltes hat und letztlich dafür doch recht teuer ist.

am Felsenstrand
am Felsenstrand

Tag 07 Frühe Abfahrt ins Hinterland nach Orosei mit angeblich schöner historischer aber sehr kleiner Altstadt mit Kirche und Turm – Gemüseeinkauf, weiter nach Dorgali (wie fast überall ein prima privater Supermarkt für Brot Oliven Kapern und Honig) und nach Nuoro (quirlige Altstadt, dort Käse, Brot und Rosé bei Latteria Zia Marianna 1936 eingekauft),

alt
alt
neu
neu
aktuell
aktuell

mit belebtem Gymnasium und hässlichem Kolloseum aus Beton und Metall und über die bergische Landschaft die kurvenreiche S389 hinunter nach Arbatax (klingt alles wie bei Asterix & Obelix, wie fanden auch Menhire, irgendwann haben die Kelten und Spanier auch hier kräftig mitgemischt) auf das Biker Camping http://www.campingtelis.com/index.php?lang=deutsch : An sich eine top gelegene Anlage mit hohem Preis!

einsame Landschaften
einsame Landschaften
herrliche Vegetation
eindrucksvolle Vegetation
und überall Spuren von Schußwaffen!
und überall Spuren von Schußwaffen!

Tag 08 Zu Fuß zu den roten Felsen, danach zum Hafen mit einer prachtvollen Pesceria, für den Einkauf war es leider schon zu spät und deswegen spontan auf die Terrasse des www.hotellabitta.it vor dem Campingplatz zum Tonno gegrillt mit roten Zwiebeln und leckerem Fechelsalat (€19), nicht nur einem uraltem Olivenbaum vor dem Eingang sondern vor allem einer fantastischer Aussicht auf die Landzunge mit dem verlassenen Turm, den wir danach aufgesucht und bestiegen haben. Der Abend gipfelte mit Melone und Schinken und einem roten Barriccado, bisher dem besten. Allerdings hat sich die genussvolle Ruhe irgendwo auf dem hintersten Platz versteckt…

roter Sandstein
roter Sandstein
Wachturm am Hafen
Wachturm am Hafen
und überall Blüten
und überall genügsame Blüten
man muss nicht immer selbst kochen
man muss nicht immer selbst kochen
Wandern ist wieder angesagt
Wandern ist wieder angesagt
zum Ziel mit Aussicht
zum Ziel mit Aussicht

Tag 09 Aufstehen, duschen und packen, heute geht es weiter. Die Müllmänner waren auch schon da, im Eingangsbereich ist halt abends und morgens viel los. Mit €78 für zwei Tage bisher der teuerste, bot Telis mit dem Zugang zum glatten Lavafelsen direkt vor den ersten fünf Plätzen schon etwas, aber dafür keinen Sandstrand! Mai ist wie September der Monat mit Gästen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, im Juni sind laut Rezeption fast nur Motorradfahrer und im Juli August die Italiener vom Festland hier!

Bergstrasse mit für Panos zu schnellen Motorrädern
Bergstrasse mit für Panos einfach zu schnellen Motorrädern

Über Arbatax mit der bisher engsten Ortsdurchfahrt (Spiegel einklappen) ging es weiter nach Bari Sado (S125) und zu fruchtbaren Weinanbaugebiet um Jerzu, wo wir einige Flaschen, Gemüse und Prachtkoteletts vom hiesigen Landschwein (freilaufende Maiale über 2 Meter lang und an die 200 kg schwer) einkauften, auch ein Dorf mit engsten Durchfahrten für Busse oder Tanklaster, und einige Deppen müssen immer wieder die Senso Unico in falscher Richtung fahren weil etwas kürzer…

€uropa
Piazza €uropa
zu viele Schilder
zu viele Schilder
zuviel Schrot
zuviel Schrot

Weiter nach Perdasdefogu und Escalaplano über Strassen, die unsere touristische Karte so nicht zeigt, hin zu Ballao über eine um 700m mittelhohe Gebirgslandschaft ohne Bewohner und nur mit wenig Viehzucht sowie mäßigem Verkehr. Dafür hängt die Kuhscheiße von der Straße überall am und unter dem Wohnmobil, es regnet hier ab Mai einige Monate lang nicht!

karge Hochlandschaften
karge Hochlandschaften
mit viel Wind
mit viel Wind
und vielen Kühen
und vielen Rindviechern

Nach Ballao geht es steil bergab, meist im 2. Gang, denn die Fuhre wiegt knapp 4 Tonnen wie der Bentley der britischen Königin auch! Zur Bremsenschonung kann man schon früh vor der Kurve runterschalten, so kommen dann auch mal Drehzahlen von >3.500U/min zustande. Porto Corralla (S387) und Muravera werden durchquert, auf der Suche nach Camping am Capo Ferrato oder der Costa Rei: Der Führer versprach Öffnungszeiten ab April, der Zustand war abgewirtschaftet, leer oder geschlossen. Im bestbewachten und renovierten www.tiliguerta.com – Tiliguerta sind die Amphibien Reptilien aus der Urzeit – duften wir erst nach Ausweis Abgabe aussuchen, ob wir bleiben wollen, zum Sandstrand sind es 50m wie zu den einfach nicht sauber zu bekommenden weil offenen sanitären Anlagen. Nach Sonnenuntergang sind wir allerdings für aktuelle Stechmücken die Objekte der Begierde…

Schweinekoteletts
Schweinekoteletts
abends am Strand
abends am Strand (sitting on a parc bench like bookends)

Abends dann grande bouffe vor dem WoMo, mit den eingekauften Koteletts aus der Pfanne plus Oliven, Käse und Salat, warum essen gehen wenn es hier besser schmeckt?

Tag 10 führt uns weiter am Strand nach Norden und zurück: Frage an die Rezeption wegen zusätzlichem PKW auf dem Platz mit der Antwort -> Parken nur vor der Rezeption, man mag also keine Zelte oder Wäscheleinen und wir wollen deswegen lieber weiter: Es gibt zu viele Restriktionen und die 4 Sterne machen das Wohlempfinden auch nicht fett. Abends eine Gemüse Pfanne mit palmerischem Pfeffer und dem etwas gewöhnungsbedürftigen Wein aus Jerzu, gute Qualität zu günstigem Preis!

whozefuck is Tilly?
whozefuck is Tili? Your secret!

Tag 11 Die nur sehr kurze Reise führte auf den nicht nur im Führer begehrtesten Platz in der Nachbarschaft, zum http://www.campingcapoferrato.it – der am südlichen Ende von Costa Rei und nicht an der Landspitze des Capo Ferrato liegt, wir haben auf Wunsch einen eineinhalben Platz bekommen in der zweiten Reihe, drei Personen plus PKW plus Zelt angemeldet und Quartier bezogen und einen Strandspaziergang nach Norden gemacht, die Strandbars sind unverschämt teuer (0,66 €5), da war logischerweise nix los außer der Anwesenheit des unbeschäftigten Bademeisters!

Strandlauf
Strandlauf
zu dritt mit Mietwagen und Zelt
zu dritt mit Mietwagen und Zelt

Nach Ankunft der Tochter haben wir das zusätzliche Zelt aufgestellt und wegen Sturm im Restaurant reserviert und dort Dorade und Schwertfisch gegessen und zuvor Ravioli mit Kartoffelfüllung, Blini mit Garnele sowie Zöpflis mit Fischsauce und Meeräschenrogen plus leckerem Weißen! Der Platz ist klein und fast familiär, dafür proppevoll, man kann auch reservieren, wenn man schon mal hier war. Mittlerweile ist es mit 17 Grad eher kalt, fast ein Kälteschock nach den über 30 Grad Hitze der vergangenen beiden Tage, aber ohne Regen.

so heißt sie wirklich
so heißt sie wirklich
salute
salute

Tag 12 Zu Fuß am Strand ab nach Süden bis zum Mariendenkmal mit grandioser Aussicht, danach zurück und in Costa Rei im www.sunuraxi.com (Chef fährt Q7) an der via ichnusa ein Bierchen getrunken und mit Freunden freeappgewhatst. Auch wenn der Wind frisch bläst, scheinen alle Gärtner der Campingplätze hier nur eine Aufgabe zu haben, die vielen länglichen trockenen Blätter zusammen zu rechen und abzutransportieren, eine tägliche Aufgabe für Sklaven! Zum Abendessen Zucchini Pfanne mit frischen Hühnerbrüstchen, die über 10km Sandstrand haben uns doch etwas geschafft. Gegen halb 4 Uhr in der Nacht musste ein Idiot seine Diskomusik vermutlich aus dem Auto so laut drehen, dass ich mir Stöpsel in die Ohren geschoben haben, nach einer halben Stunde war der Spuk dann glücklicherweise vorbei.

Altstadt
Altstadt
Antiquitäten?
Antiquitäten?
neue Mode
neue Mode
neue Bauweise
neue Bauweise

Tag 13 Weil Regen droht, fahren wir an der Küste entlang mit dem Mietwagen (Punto) nach Cagliari, parken am Hafen, schlendern durch das quirlige Zentrum hoch zur Burg und zurück in die Unterstadt, Einkauf in einer Markthalle (Käse, Nudeln und fettarme Salami), gehen in die Ausstellung Sa Gherra 1915-1918, unter dem Sardinien nach dem Kriegsbeitritt wegen der enormen Rekrutierungen und massiver Produktionsumstellungen für militärische Zwecke arg gelitten hat: http://www.cagliarilife.it/sa-gherra-manna-mostra-cagliari . Auffällig in den alten und engen Gassen der oft arg renovierungsbedürftige Zustand alter Häuser, Palazzo ist dann eher stark übertrieben auf der Verkaufsnotiz.

Die Ausstellung zum 2. Weltkrieg
Die Ausstellung zu den regionalen Folgen vom 2. Weltkrieg

Zurück zum Menue mit traditionellen Speisen und geführter Weinprobe auf dem Campingplatz: Zum Su Pani Frattau (dünne Brotfladen mit Ei) gab es einen Vermentino als Schaumwein, der auch ohne Kohlensäure schmecken würde, zum Su Proceddu (1-2 Monate junges Spanferkelchen auf Myrte) einen guten französischen Champagner und zum sättigenden Sebadas (Pecorino im Teigmantel mit Honig) einen erstklassigen Nasco 15% als Süsswein, Chef Guido und Chefin Patrizia Pizza moderierten und unser Tischnachbar aus dem Elsass gab uns noch einen Tipp Camping Bergamin in Peschiera am Lago Maggiore! Und das Wetter heute war so abwechseln wie die Stimmung…

su
su proceddu
su
su pani frattau

Tag 14 Unsere Linzer Nachbarn reisen ab, vielleicht auf der Suche nach einem noch schöneren Strand?

super Wasserqualität
super Wasserqualität

Wir genießen diesen noch denen ganzen Mittag, trotz Sturm klappern wir ihn nach Norden ab und sind am Nachmittag zur Nurhage Asoru bei San Priamo sind wir hingefahren, es ist schon ein Gefühl, ein so gewaltiges Bauwerk aus der Zeit um 1.500 vor Christus betreten zu dürfen http://de.wikipedia.org/wiki/Nuraghe . Nebenbei, kein Hinweis per Schild oder so, dafür den üblichen touristischen Müll außen herum…

Blick von der Nuraghe aus
Blick von der Nuraghe aus
Hauptgebäude mit Eingang rechts unten
Hauptgebäude mit Eingang rechts unten

Tag 15 Heute ist ein sardischer Kochkurs im Restaurant des Campingplatzes angesagt:

  • Sardinen frittiert mit einer Tomatensauce obenauf
  • Spaghetti mit Meeräschenrogen
  • Sebadas, Teigtaschen mit Schafskäse und Sardo Füllung

Nach dem Kochkurs gab es abends im SU NURAXI noch mehr, unsere Mithilfe war auf die Anwendung von Messer und Gabel reduziert (-: Carpaccio di Pescespada (8) und Pesce Spada affumicato (7) sowie echte Spaghetti alla Carbonara (6 mit Speck und frischem Eigelb, reicht für 3 Zwischenmahlzeiten), einen gegrillten Wolfsbarsch (10) und ein Filetto al Cannonau (16) plus gegrillte Gemüse und Chiaro di Stelle von der Cantine Pala (15) samt Sebadas (5) und Tiramisu della casa (4) – eine wirklich klasse Küche zu moderaten Preisen und Toiletten sogar mit Papier. Zum Abschluss des Abends dann noch für einen GIOIAMIA 13% brut metodo classico – denn wir hatten was anzufeiern.

Tag 16 ist Wandern geplant, Parco de sette fratelli nennt sich das Naturschutzgebiet: Vom Campuomo aus laufen wir den Azzurro 3, herrlich hinauf durch den Wald und danach hinunter zum klaren Bach um das mitgebrachte Frühstück gegen Mittag zu genießen. Nette Episode am Rande, ein beim Kraxeln getroffener Italiener studiert mit uns die Karte und bedankte sich artig für unsere Kommentare, er stellte wohl die Route für eine Gruppe zusammen. Irgendwie erinnert die Landschaft an eine palmerische Caldera…

sette fratelli
sette fratelli
viele Bachläufe
viele Bachläufe
und Brücken
und Brücken

Der Campingplatz hat sich am Nachmittag gefüllt, mit lauten Nachbarn und deren wohlverzogenen Kids, wir haben erstmal Gemüsepfanne, Salat und Früchteteller und mehr genossen.

alles was Räder hat muss mit
alles was Räder hat muss mit

Dann hat es mehrfach geregnet bei 17 Grad und nachts gestürmt wie Hund, der hier herrenlos herumstromert und einen Blick aufsetzt, dass man ihn am liebsten in den Arm nehmen möchte. Wir beschließen ohne ihn abzureisen…

Alle 4:3 Aufnahmen wurden mit den iPhones 4s, 5 und 5s erstellt, die wenigen 3:2 Aufnahmen hingegen mit der EOS M und 11-22 und 55-200mm.

Hier geht es zum Teil 2 West- und Nordküste

©slowfoto.de

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