Akustik Tuning – ATM von nubert

Musik einfach besser hören – ein Vergleich nach ausgiebigem Test

 

fein und klein

2014 haben wir uns verkleinert: für den ACCUPHASE E204 und die großen aktiven und modifizierten MAGNAT TP 26A Standboxen war kein 60qm Wohnraum mehr, der DENON Receiver und die kleinen DYNAUDIO Audience 52SE aus dem häuslichen 20qm Büro durften mit, als sogenannte Kompaktboxen auf stabilen Ständer und dabei möglichst frei stehend ☺, okay, leiser hören ging gut, aber irgendwie habe ich doch den Bass vermisst, auch wenn ich mit den TP 26A nicht wirklich gut leise hören konnte. Ich habe viel Freude am AirPods Max Kopfhörer als Maßstab empfunden, war vor allem deswegen unzufrieden mit der Tiefton Wiedergabe über die Anlage, trotz hybridem Verstärker und wandnaher Boxen Position: leider nur kleine Schritte in die Richtung… 

Mit dem aktiven Tuning Modul ATM von nubert ist jetzt ein gewaltiger Sprung erfolgt, der Charakter (Tonalität) geblieben, der Raum (Ortung) und die Verständlichkeit (Durchzeichnung) sind auch bei leisesten Pegeln besser geworden, die Bässe deutlich tiefer! Diese aktive Vor-Stufe gefällt mir sehr gut, denn im Alter werden auch die Ohren nicht besser ☺ Am deutlichsten ist der Unterschied mit elektrostatischen Kopfhörern zu erkennen, meine betagten STAX SR5 laufen damit zur Hochform auf: es zeigt sich immer wieder, wie entscheidend ein gutes Frontend Equipment den Klang beeinflusst und nicht nur der Schallwandler. 

Meine letzte Begegnung mit einem Audiophilen war ein halbstündig nettes Streitgespräch über meine Vorlieben und Wünsche, viel wichtiger aber waren seine fachlichen Antworten, die mich tief beeindruckt und zum Nachdenken angeregt haben: müssen es neue Lautsprecher sein? Was würde dadurch besser, wenn am Ende der Kette ausgetauscht wird?

Früher waren es Schallplatten, danach Musikkassetten, dann CDs und so weiter, bisher habe ich Audio Dateien gerippt und gesammelt (so ab 2002), gerne Spotify auch mobil gehört: es gibt fast alles dort zu finden, ideal als Überblick, zudem klingt es über den Kopfhörer AirPod Max beeindruckend oder im Hintergrund recht gut! WAV hat wieder Bedeutung erlangt, ein Plus an Präzision und Schnelligkeit führt zu einer Verständlichkeit, die meinen alten Ohren sehr entgegenkommt. 

Anstelle größerer oder Stand Lautsprecher (ich mag meine mit nur 25cm an Tiefe >kurzen< sogenannten Regalboxen) habe ich dann das aktive Tuning Modul ATM von Nubert bestellt und lange mit eigenen Testlisten gehört: ein neues Hörgefühl stellt sich ein, ich kann damit besser, leiser und dazu noch verständlicher hören. Die mögliche Rückgabe hat sich schon sehr schnell nach den ersten Tracks erübrigt, ATM gehört jetzt zum Frontend: eine schlampige Aufnahme wird nicht besser, weil deren Unzulänglichkeiten schneller zu erkennen sind, aber richtig schön wird es mit den vielen aufnahmetechnischen Leckerbissen! 

home office 🙂

Don`t tell me, show me! meinte ein berühmter Kollege, dessen Fortbildungen ich hoch geschätzt habe, es ist auch eine Standard Einstellung in meinem Leben geblieben. Wer viel liest, liest oft, wie Rezensenten woanders abschreiben, das bringt nicht weiter als ein Vorurteil. Ich höre seit meiner Jugend Musik und bin immer auf der Suche nach guten Aufnahmen und besserer Wiedergabe, bei der Fotografie ist es ebenso: Hören und Sehen stehen dabei ganz weit oben, aber nicht allein…

nubert aus Schwäbisch Gmünd bietet seit geraumer Zeit ein aktives Tuning Modul (ATM €350) zur Verbesserung der Wiedergabe ibs. tiefer Töne für kleine, sog. Regal- wie auch größere Standboxen. M.E. gehören die meisten wertigen kleineren Kompaktboxen auf adäquate Ständer und nicht in ein Regal, wobei wandnahe Aufstellung die Tiefton Wiedergabe auch unterstützen kann. Oft limitiert ein kleines Gehäusevolumen den Bass, hier sind gute Ohren gefragt.

Quelle Nubert Bedienungsanleitung ATM für die Kompaktbox, (1) für die Standbox liegt bei ca. 30Hz

Nach geduldigem Anhören meiner vielen Best- und Testlisten würde ich das ATM als aktive und regelbare Vorstufe bezeichnen, mit für mich bisher unbekannten EQ Einstellungen für MID/HIGH und BASS, die Firmen Diagramme lassen das klar erkennen, der Unterschied Kompakt- und Standbox liegt bei 35Hz resp. knapp unter 30Hz im Maximum vom BASS EQ, beide zeigen hingegen völlig gerade Auslegungen der MID/HIGH Korrekturen im Diagramm, ebenfalls ein Novum gegenüber bekannten Bass/Höhen Regelungen in Vorstufen. Das Signal entnehme ich gerne den regelbaren Kopfhörer Ausgängen, die für iMac und MacBook analog bis hin zum iPhone zur Verfügung stehen, drei wählbare line-in Cinch Eingänge warten, ein vierter verbindet als Cinch Ausgang den AMP oder die Endstufe. Für mich ist die Wahl per Drehregler auf der kleinen Frontplatte sinnvoll, weil meine vorgewählten Pegeleinstellungen +15Uhr je nach Aufnahme modifiziert werden, vor allem durch den Bass Pegel bestimmt. Das >Kästchen< bietet den SELECT Regler auf OFF stehend zudem als Bypass, IN1 liefert dann die eingestellte Veränderung. 

Quelle nubert Bedienungsanleitung ATM

Genug der Technik, mehr zum Klang: ein neues Hörgefühl stellt sich ein, mit dem ATM ich kann damit besser, leiser und dazu noch räumlich verständlicher hören. Die mögliche Rückgabe hat sich schon sehr schnell nach den ersten Tracks erübrigt, ATM gehört fest zum Frontend: eine schlampige Aufnahme wird nicht besser, weil deren Unzulänglichkeiten schneller zu erkennen sind, aber richtig schön wird es mit den vielen aufnahmetechnischen Leckerbissen, mit dem ATM gehen die Ohren auf! 

hier ist meine persönliche Spotify Testliste, die ständig aktualisiert wird 🙂

Meine Belegung vor dem AMP, mit Drehregler MID/HIGH und BASS/EQ meist auf 3Uhr, immer in Abhängigkeit von der Aufnahme:

IN 1 iMac oder MacBookPro per Kopfhörer Ausgang

IN 2 DENON RCD-CX1 per pre out oder KH wie vor

IN 3 TechniSat DAB Ausgang wie 1 (klingt endlich gut)

OUT direkt zum NAD C368

Tipp: Hauptquelle auf IN 1, sie lässt sich dann per SELECT OFF auch als Bypass zum direkten AB-Vergleich verwenden

Lieferumfang: ATM mit 3 etwas kleinen Drehknöpfen (sorry) – Stecker Netzteil – 2 akustisch gute Cinch Kabel – Transportkoffer

(c) slowfoto – Aufnahmen und Text

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