FAQs – ich möchte mir eine neue Kamera kaufen :-)

Bietet der Black Friday Schnäppchen?

Antwort: aus Sicht der Anbieter viele, aus meiner Sicht eher Probleme, wenn man noch nicht exakt weiß was man benötigt, besser was man alles nicht anwenden kann. Die Kamera spielt nur eine untergeordnete Rolle:

Wer gut fotografiert, kann mit fast jeder Kamera gute Aufnahmen machen. Gute Musiker spielen auch auf vielen Instrumenten gut. Ohne Talent verhilft auch die teure Kamera nur zu weiteren einfallslosen Aufnahmen. Besser ist es, mehr Zeit in fotografische Fortbildung und Kunst (Ausstellungen) zu investieren anstatt Geld in weitere Kameras. Wertige Aufnahmen entstehen durch eigene Einfälle, Fotos werden nicht von Kameras gemacht, sondern vom Fotografen, die Kamera ist nur das Werkzeug: der wichtige Teil einer Kamera sind die 30cm dahinter, Image (Bild) kommt von Imagination (Phantasie und Vorstellung), die Güte (Aussage) eines Fotos hat wenig mit der Qualität der Kamera oder des Objektives zu tun, das richtige Equipment erleichtert hingegen die Arbeit. Die einzige Aufgabe einer Kamera ist es, beim Fotografieren nicht hinderlich zu sein.

Es geht ausschließlich um das Sehen und Denken, ein schönes Motiv vor miesem Hintergrund, in schlechtem Licht oder zur falschen Zeit sollte man besser nicht fotografieren, man muss dabei seine eigene Handschrift entwickeln. Ein Profi wird aus jedem Equipment alles heraus kitzeln, der unkritische Amateur bleibt leider auf der Strecke. Männer bevorzugen gerne große Ausrüstungen, Frauen eher handliches Gerät 🙂

Mein Rat: mit einer Kamera samt Weitwinkel Objektiv zu beginnen, ideal dazu ist ein Pad, weil die Kontrolle vor der Aufnahme maximal ist, je kleiner der Bildschirm, desto schwieriger bleibt es, Details zu sehen und waagrecht zu bleiben, man muss lernen erst zu erkennen und dann zu komponieren, um emotional zu berühren. Teure Küchen sind keinesfalls Garant für gutes Essen, auch ein Bösendorfer macht noch kein Klavierkonzert 🙂

Um welche Kamera es denn gehen könnte führte zum längeren Nachdenken auch über die bevorzugten Einsatzbereiche:

Architektur – Action / Sport – Dokumentation / Makro – Landschaft / Panoramen – Langzeitbelichtung / Nachtaufnahmen – Tele / Mond. – Unterwasser

Damit lässt sich relativ schnell aufzeigen, was alles nicht in Frage kommt und ein Fehlkauf wäre. Die Frage nach einer regelrechten Kauf Empfehlung mag ich nicht ohne weitere Information abgeben: grundsätzlich würde ich zunächst mein Portfolio beachten, die Nutzung festlegen und dann nach Gebrauch, Gefallen und Gewicht (=> Größe und Handling) urteilen, was denn mitkommt anstelle zuhause im Schrank zu liegen.

Ich bin nach umfangreichem Minolta SLR Equipment zu Canon mit EF Bajonett umgezogen, heute unterscheidet Canon immer noch Anwender als Einsteiger, Fortgeschrittene oder Profis. Viele gemeinsam besuchte Ausstellungen von professionellen FotografInnen mit Aufnahmen auch aus nicht professionellen Kameras beweisen: die beste Kamera ist >immer dabei<, das Bild hingegen entsteht zunächst im Kopf und der Rest mit Equipment vor Ort und/oder zuhause/im Labor.

Zur Auswahl: Canon bietet aktuell an Kameras drei EOS Serien, davon 9 spiegellose EOS mit dem R Bajonett im Voll- oder Cropformat, 4 spiegellose EOS mit dem kleinen M Bajonett nur im Cropformat, je 5 EOS mit Spiegel und EF Bajonett im Vollformat resp. EF-S Bajonett im Cropformat, viele PowerShot mit kleinem Sensor ohne Wechsel vom Objektiv. 

Ein Blick auf die unzähligen Canon Objektive mit 4 igs. Bajonett Versionen: die relativ neuen und im Preis stark angehobenen EF-R, 11 schwarze L mit Rotring und 13 schwarze RF und nur 7 EF-M für das kleine M-Bajonett, zudem 16 helle EF L Objektive, 27 EF L schwarze mit Rotring und 25 schwarze EF! Meine Auswahl: 4 EF-M und einige EF, davon auch 7L, dazu EF-M und EF-R Adapter.

Alles klar? Schaut man in die Angebote beim Reseller, wird schnell klar, das Angebot an ibs. älteren und damit preiswerten Gehäusen und Gläsern ist noch vielfältigerer 😦 und andere Hersteller haben auch noch viele schöne Töchter!

Aktuell habe ich je ein EF – EF-R (Vollformat) und zwei EF-M Gehäuse (Cropformat), 20 EF (davon 7L) und vier EF-M Objektive, von EF-S habe ich mich völlig getrennt, weil nicht EF kompatibel, die immer dabei Kamera ist mittlerweile das iPhone 13 Pro Max, von meinen vier dSLR Crop und drei Vollformat Bodies ist nur die EOS 6D übrig geblieben: die veränderte Nutzung des vorhandenen Equipments ist im slowfoto Blog unschwer zu erkennen, kurz gesagt dem Super- zum Weitwinkel und kurzem Tele, also 13-77mm KBÄ deckt das iPhone 13 Pro Max ab, von 70mm im Tele- bis zum Supertele Bereich nutze ich die Canon EOS M5 als Crop mit EF-M 11-200mm KB oder die EOS RP Vollformat (auch ab 16) bis 600mm KB resp. beide SLM mit M/R Mount-Adaptern zu meinen vielen EF Objektiven. Die leichte wie schnelle Alternative mit vielen Möglichkeiten, die eine richtige Kamera auch heute noch nicht bietet, ist das Smartphone my way geworden, mit dem ich sehr zufriedenen bin, selbstverständlich gibt es (viel zu) viele Alternativen, die mir keine Vorteile bieten. Meine Kaufempfehlung für den fotografisch Engagierten gilt ab dem iPhone 11, weil auf >deep fusion< basierend, und wenn es schon ein >richtiger< Fotoapparat sein muss, dann eher ein kleiner spiegelloser mit Crop Sensor – und allen Nachteilen, die dieser unter 77mm KBÄ aufweist! Die Vorteile sind neben vielem anderen, man kann per Adapter auch fast alles KB Altglas anderer Hersteller manuell und spielerisch verwenden 🙂

All diese Alternativen gilt es schließlich auch in die Hand zu nehmen, ein paar Klicks damit zu machen und zu überlegen, welches Produkt am besten gefällt und dann schließlich auch für lange Zeit und regelmäßig genutzt wird, denn more than enough is ever too much, was schließlich auch für mich gilt 😦

(c) alle Rechte

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