Slowfoto für die KW 47 2017

Der € und das iPhone

immer gerne gesehen

Wie klein kann iPhone aufnehmen – dazu folgender Versuchsaufbau:

Stand kleine Glasplatte – Saugnapf und Minikugelkopf CB2 von Cullmann – Händyklemme aus Selfiestick – Händy mit Licht oben Objektiv unten einklemmen!

Tischstativ, iPhone in der Klemme: Licht oben und Objektiv unten (Frontseite 6+)

App Camera+ Einstellungen von links nach rechts:

Fokusquadrat manuell auf dem TFT verschieben -> auto

Zeit/ISO 1/50sec Iso40 auto

WB auto 

Lampe an (Taschenlampensymbol) wichtig weil Dauerlicht!

Blume an (Nahaufnahme)

3:4 (Bildgröße)

am unteren Bildrand Zoom 1x-3x (x1 ist max. Objektivleistung, ->3 cave Digizoom!)

Zoom +3 (DigiZoom) bei nähendem Abstand
Zoom +1 Objektgröße ca. 4x6cm HxB bei näherten Abstand

Ergebnis mit Zoomfaktor +3 siehe [€] Aufnahme oben

Fazit: Ich verwende Glasplatten als Basis oft, sie sind sicher und gut auch für Nahaufnahmen zu nutzen und auf einer glatten Schreibtisch Oberfläche ideal im Handling. Für akzeptable Aufnahmen würde ich immer nur Zoom +1 (also aus) wählen, hier war mal die maximale Objektgröße das Ziel. Zur weiteren mobilen Ausleuchtung eignen sich auch Stirnlampen (Mammut wg. DoppelLED) mit 3AAA Speisung, die mit der Hand gehalten auf das Objekt ausgerichtet werden.  

iPhone 5s und 6+ ooc

(c) slowfoto.de

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Bildqualitäten, Dynamik und ISO Empfindlichkeiten im Vergleich – Canon

FAQs: Welche Canon Kamera ist die mit der besten Bildqualität, Dynamik und der höchsten Rauscharmut?

Für die Anschaffung oder Bewertung einer digitalen Kamera gibt es viele Informationsquellen, die wie oft auch widersprüchlich sind, je nach Affinität des Schreibers. Ich verwende digitale Canon Produkte seit weit über 10 Jahren, angefangen von der EOS 300D bis hin zur EOS 5Ds. Bei den 3- bzw. 4 stelligen Modellen mag ich den kleinen Sucher weniger, bei den 2- und 1-stelligen dSLR finde ich das größere Sucherbild okay, bei Live-View darf es gerne mehr als ein 3 Zoll TFT sein. Die inneren Werte einer Kamera (Firmware – Prozessor – Sensor) bestimmen sich im Angebot, und das muss Jeder selbst beurteilen, wie auch die Folgekosten und das Handling. Deshalb gibt es weder einen Testsieger noch eine eindeutige Kaufempfehlung! 

28% Rauschen ist garantiert – danke für den Tipp (c)IZ
Kamera/Body Sensor MPI ISO rauscharm Preis ca. Bildqualität
         
EOS M mit App 4 Nachtaufn. o. Stativ 18 aus 25.600

wird 3.200

<300.- Nachtaufn.

rauscharm

         
EOS M3 24,2 1.600 400.- 83,1
EOS M5 24,2 1.600 1.100.- 83,1
EOS M10 18 1.600 250.- 84,2
EOS 800D 24,2 1.600 850.- 86,2
         
EOS 7D II 20,2 1.600 1.255.- 86,8
EOS 80D 24 3.200 1.000.- 87,3
         
Powershot G3XII 12,8 800 610.- 88,5
EOS 1300D 18 3.200 340.- 88,6
         
EOS 5D II        
EOS 5D III 22,3 6.400 2.300.- 88,8
EOS 5D IV 30,1 3.200 4.050.- 88,9
         
EOS 6D 20,2 12.800 1.400.- 90,4
EOS 1DX II 20,2 6.400 6.300.- 92,8
EOS 5DS/R 50,6 1.600 3.600.- 93,6/93,9
         

Die obere Tabelle ist der Canon Bibel von falkemedia entnommen und zeigt die für mich wesentlichen Wertigkeiten wie Bildqualität und den nutzbaren ISO Bereich, die EOS 6D ist hier mein Favorit bei den Vollformaten, die EOS 1300D preislich der Crop Favorit.

damals mein Favorit mit dem Kodachrome 25

Die untere Tabelle ist der Traumflieger Seite entnommen und zeigt vergleichbare Bewertungen, die EOS 6D ist auch hier mein bezahlbarer Favorit bei den dSLR. Die EOS M zeigt sich m.E. ähnlich gut wie die 7D, beide mit sichtbarem Abstand zur 5D II. Die 5D IV ist der Dynamik Gewinner zwei, die 1DX II die Nummer 1.

Kamera/Body Sensor MPI ISO rauscharm Dynamik Bildqualität
EOS 5D IV 30 6.400 75 104
EOS 5DsR 50 3.200 40 100
EOS 1DX II 20 bis 6.400 besser als die 6D 85 101
EOS 6D 20 ab 12.800 besser als 1DXII 45 87
EOS 5D III 22 3.200 30 87
EOS 5D II 21 3.200 30 83
EOS M5 24 1.600 75 76
EOS M3 24 1.600 45 70
EOS 7D II 20 1.600 45 70
EOS 5D 12,8 800 30 69
EOS M 18 1.600 25 63
EOS 7D 18 1.600 30 60

Fazit: Dieser Vergleich zeigt gewisse Parallelen in der Reihenfolge, aber keinesfalls alle Parameter, die für einen Kamerakauf entscheidend sein können. Canon bietet sehr gute und günstige Kameras als Spiegellose, Crop- oder Vollformate und exzellente Profikameras zu entsprechenden Preisen. Man muss wissen was man nicht benötigt!

Ich lege als >Slowfotograf< keinen allzu großen Wert auf schnelle Bildfolge (3/sec reichen mir) und/oder schnelle AF Nachführung, aber auf präzise Pre-Fokusierung per mittlerem Kreuzsensor, möglichst gute JPG Bildqualität sowie hohe und rauscharme Empfindlichkeit für die Aufnahmen mit vorhandenem Licht. Blitz und Stativ sind weniger mein Ding, gleiches gilt für Kompaktkameras seit der Bildqualität ab der superkompakten EOS M oder des iPhone5s, für Live View Aufnahmen mag ich das iPhone6+ wegen der überragenden Bildschirm Qualität lieber.

alle verwendbar, wie die Bodies oben auch

(c) slowfoto.de

Apple iPhone 6+ Apps, Einstellungen und Zubehör

Apps, Einstellungen und Zubehör

Pano Iriswiese bei Eriskirchen

Man kann ein Smartfon zwar für fast alles nutzen, mir ist zum Schreiben mindestens eine Notebook Tastatur lieber und zur Bildbearbeitung der 27 Zoll Bildschirm ein Segen – hingegen ist mein Händy für (panoramische) Fotografien oder Videoclips zur Dokumentation oder Erinnerung mittlerweile ein an einfacher Anwendung nicht mehr zu unterbietendes Tool geworden. Da >out of the box< heute fast nichts so funktioniert wie ich es mag, sind diverse Einstellungen zu tätigen, die ich mir aufschreibe, was gegen das Vergessen hilft. Hier deshalb meine Präferenzen, allerdings nutze ich das iPhone ab Version 4 gleichermaßen zur Fotografie wie zur Kommunikation oder als Merkhilfe:

Folgende Apps verwende ich gerne beim Fotografieren

iPhone immer dabei
  • Kamera & Fotos (sind beim Kauf installiert, für [Auto] Aufnahmen und Wiedergabe)
  • Camera+ & Dual Level (kostenfrei, für [Manuelle] Aufnahmen resp. Stativanwendung)
  • EOS Remote & Camera Connect (kostenfrei, zur Fernsteuerung der Canon EOS 6D)
  • Snapseed (kaufen, für einfache Bildbearbeitung falls zwingend notwendig)

Aufnahmen aus der Hand bis hin zu horizontalen und vertikalen Panoramen resp. Videoclips oder für präzise Anwendungen auf dem Stativ mit individuellen Einstellungen, für Bildbearbeitungen ziehe ich das Notebook resp. den großen Monitor vor. Zum Fotografieren ist zur weitgehenden Vermeidung schiefer Horizonte ein Gitternetz nötig, denn die meisten Händyaufnahmen sind nicht im Horizont (Einstellungen -> Fotos & Kamera -> Raster), ibs. wenn das Handy fernab gehalten wird oder nur über einen kleineren Bildschirm verfügt. Die App [Fotos] bietet bei der Betrachtung neben anderen Bearbeitungen eine recht tüchtige auto Nivellierung, mit der auch manuell zu korrigieren ist. Bei HDR sichere ich auch das normal belichtete Foto (-> Foto behalten), den richtigen Überblick gewährt die (-> Fotoübersicht)! Ich mag zwar interne große Speicherkapazität gerne, lösche dennoch zunächst nach Durchsicht alle mäßigen Aufnahmen, bevor ich sie auf dem Rechner sichere. Mit 1-5MB pro aufgenommener Fotografie (1668×2968) muss man im Speicher rechnen, das empfangene Bild (962×1280) nimmt etwa 200-300KB ein.

Folgende Apps verwende ich zur Info oder Kommunikation (in alphabetischer Reihe)

Naturschutz Gebiet und Ried Landschaft

kommod (Navi) – Rechner – Shazam (Musikerkennung) – Sprachmemos – Uhr – Wetter – WhatsApp – Wikipedia

Wichtig ist mir die Navi-Funktion, die allerdings eine komfortable mobile Internet Verbindung voraussetzt, hier freuen wir uns €uropa weit über die sehr gute Abdeckung durch Vodafone. Ebenfalls empfehlenswert ist die App Karten. Ein Taschen-Rechner oder die Uhr erklären sich von selbst, Shazam klärt über die gerade gehörte Musik per Interpret samt Titel auf, aufgesprochene Memos lassen sich wieder abhören,  die drei W+W+W Apps dienen der Information resp. den notwendigen Infos für vertraute Personen, wobei ein deutsches Gericht auch elektronische Inhalte dem Briefgeheimnis gleichstellt, worüber ich bei jedem Anbieter glücklich wäre, mir aber im Klaren bin, dass dies ein frommer Wunsch bleiben wird: social = public und die Medien sind durchsichtig wie Fensterglas. 

Folgendes Foto-Zubehör möchte ich nicht mehr vermissen

Selfy Stab mit Kabelauslöser

für Aufnahmen, in denen ich das iPhone ohne es aus der Hand zu geben, fernab vom Körper platzieren so muss, und über den Bildschirm immer noch eine Kontrolle habe, liegt die no-name Stange dazu noch irgendwo auf, sind unverwackelte Aufnahmen einfacher.

Repro Stativ

mit kleinem Cullmann CB2 Saugnapf mit Kugelkopf plus stabiler Rollei Halterung mit Rändelschraube auch für größere Smartphones, für den senkrechten oder waagrechten Einsatz sowohl geradeaus als auch nach unten für näheste Abbildungen. 

Panorama Stativ

mit Novoflex 360 Grad Drehteller mit Wasserwaage, großem Cullmann CS33 Saugnapf und CB5 Kugelkopf, damit auch für schwereres Gerät geeignet, z.B. zur absolut präzisen Erstellung von Panoramen.

Fazit

Wenn ich an mein erstes heute noch funktionierendes smartes Nokia 6131 Klapp Händy mit Foto (s.u. ooc 1280×1024 478KB), Internet (nie genutzt) und beleuchteter Tastatur denke, sehe ich den Fortschritt vor Augen – aktuelle Foto- oder Film-Aufnahmen unterscheiden sich nur noch wenig von denen mit professionellem Gerät, wenn man mal von der Bildgröße absieht. Die mobile Internet Nutzung, auch als persönlicher Hotspot i.V.m. dem Notebook, erfreut je nach Verbindungsqualität auch anspruchsvollere Anwender, von der BlueTooth Verbindung zu peripherem Gerät mal ganz abgesehen… schon irre das Angebot!

Nokia mit allen Fehlfarben 😦

sechs Aufnahmen iPhone 6+, eine Nokia 6131, alle ooc außer Datenreduktion

© slowfoto.de

 

 

FAQS: WLAN für die Kamera – sinnvoll oder was?

Frage: Ist WLAN für die digitale Kamera sinnvoll und welche Vorteile sind damit verbunden?

slowfoto: Seit einigen Jahren bieten Kameras WLAN, aktuelle Modelle auch BlueTooth (BT) zur Verbindung mit anderen Geräten. Uneingeschränkt kann diese Kommunikation mit sinnvoll beurteilt werden, weil bisher ein Kabel zur Fernbedienung der Kamera nötig war. Unterstützt werden viele kompakte Powershot und folgende Kameras: EOS 6D, EOS 70D, EOS 750D, EOS 760D und EOS M3.

Am Beispiel der Canon EOS 6D i.V.m. dem iPhone 6+ sieht das folgendermaßen aus:

Blick aus dem Fenster
Blick mit dem iPhone5+ aus dem Fenster
dto. mit der 6D
dto. mit der 6D
dto. Liveview 6D
dto. Liveview 6D

EOS Utility3 verbindet die 6D mit dem Noti oder Rechner auf herkömmliche, weil kabelgebundene Weise und relativ unproblematischem Aufwand, wenn man von Ausnahmen wie der ersten Utility unfähigen EOS M absieht. Die 6D hat mobiles WLAN, oft auch WIFI benannt, an Bord, das Händy sowieso. Es ist sinnvoll, ein Händy mit größtmöglichem Bildschirm oder gleich ein Pad zu wählen, dessen Ausmaße sich denen kleiner Notebooks nähern: Vorteile sind die großflächige Darstellung wie auch vollständige Touchscreen Bedienung! Und je nach Panel Qualität zeigt die mit zwei Fingern aufgestrichene Vergrößerung Einzelheiten der Aufnahme besser und bequemer als die Zoom Tastatur auf den rückseitigen 3-Zoll TFT der Kamera ermöglicht, vor allem für weitere Betrachter zur erklärenden Demonstration.

F
Kamerabildanzeige vor dem Runterladen

EOS Remote (1.3.1.0) bietet fast identische Bedienung wie Utility, die >Fernaufnahmen<, >Kamerabildanzeige< und >Kameraverbindung< betreffend. Dabei wird die Bildgröße von 5.472×3.648 mit 4-9MB auf 1.920×1.280 mit ca. 700KB auch für den Versand per Händy reduziert, was immer noch eine fullHD Darstellung ermöglicht. In der Thumbnail Darstellung lassen sich bereits Aufnahmen auf der SD Karte löschen, was m.E. äußerst zeitsparend ist. Mittlerweile finde ich die erste Betrachtung der soeben gemachten Aufnahmeserien schon auf dem 6„Display des iPhone 6+ eklatant deutlich. Wer will, kann zusätzlich Ortsdaten mit speichern, sofern GPS in der Kamera aktiviert ist, An- und Ausschalten ist hier so sinnvoll wie beim WLAN auch, um den Kamera eigenen Akku zu schonen.

CAVE: Das Herunterladen von dSLR Aufnahmen auf das iPhone bringt die heilige iFotos Zählweise insofern durcheinander, als die Aufnahmen plötzlich >UNADJUSTEDNONRAWthumb369a< benannt sind, es kann auch sein ein paar aus dem iPhone gleich mit, was zur erheblichen Mehrarbeit im finalen Speicher führt. Gleiches gilt auch für Aufnahmen mit Apps wie >Hydra< und scheint ein noch nicht optimal gelöstes Problem der Speicherung im iPhone darzustellen. Abhilfe: nur für speditiven Versand herunterladen und danach sofort wieder auf dem iPhone löschen, basta!

Fernaufnahme
Fernaufnahme

Einstellungen WLAN-Funktion (Canon EOS 6D – Kartei gelb 3.Reiter):

  1. Grundeinstell. -> Verbindungsmodus – Mit Smartphone verbinden -> MAC-Adresse … -> Einstellungsnahme – SmartphoneXY
  2. TCP/IP Einst. IP-Adr. – Autom.zuordnen XXX -> Subnetzmaske YYY – Gateway ZZZ
  3. Wireless LAN – Verbindungsmeth. Kamerazugangspunkt-Modus -> SSID – Six_Dee -> Kanal – 11
  4. Wireless LAN -> Verschlüsselung – Keine
  5. Mit Smartphone verbinden – iPhone XX

Die Einrichtung mit Hilfe der Canon Anleitung gerät zum Geduldspiel, viel einfacher geht es wie hier Tobias Heyl in  seinem Clip vom 06.10.2013 zeigt, danke! Mein zusätzlicher Tipp: Auch ohne Verschlüsselung für das Wireless LAN bei privater Nutzung und Kanal 11 für manuelle Verbindung. Einmal eingerichtet, startet man die 6D (wie das Händy auch) auf Auto.Abschalt aus und aktiviert WLAN, sucht beim Händy das >Six-Dee< Netzwerk und nutzt EOS Remote jederzeit und allerorts und immer wieder ohne weiteren Aufwand.

Es versteht sich von alleine, dass Fernaufnahmen mit einer dSLR nur im Live-Modus durchgeführt werden können: Verschiedene AF Modi stehen dafür zur Verfügung, die nicht im geringsten mit der TTL Schnelligkeit des mittleren Kreuzsensors konkurrieren können. Der Reiz liegt in der bequem weil unverrenkt zu betrachtenden Live-Darstellung, der präzisen wenn auch langsamen Einstellung aller Parameter für alle slowfotografischen Motive und der berührungslosen Auslösung in Kombination. Händy und Kamera gehen hier eine vortreffliche Verbindung ein. Was das Smartphone alleine und noch mehr und das schon seit 10 Jahren bietet. Fazit:

  1. Wer schon gerne mit dem Händy fotografiert und Aufnahmen öfters versendet,
  2. wer auf die technischen Möglichkeiten einer dSLR nicht verzichten möchte und
  3. wer die Betrachtung und Fernbedienung per Händy für die dSLR nutzen mag,
  4. für den ist das mobile fotografische WLAN ausgesprochen sinnvoll!

Sinnvoll? Uneingeschränkt JA, wenn man es nutzt.

stabiler iPhon Stand
stabiler iPhone Stand

alle Aufnahmen iPhone5+

© slowfoto.de

FAQs: Welche Rolle spielt meine Kamerawahl?

Ken Rockwell: Your Camera Doesn’t Matter

slowfotos Antwort: Eine Kamera ist ein käufliches Produkt wie jedes andere industriell gefertigte Gerät. Damit ist die Wahl bei der Anschaffung reiflich zu überlegen, auch wenn man Fehlkäufe im Web relativ einfach in einer Frist zurückgeben kann. Letztlich bleibt die falsche Entscheidung mit fahlem Geschmack. Allerdings ist heute ein neu gekaufter Artikel, vor allem bei elektronischen Apparaten, bereits vom Nachfolgemodell als alt bedroht.

Wo entsteht ein Bild?
Zwei magische Laternen: Wo entsteht das Bild? 

Ken Rockwell hat 2009 dazu geschrieben (Zitate immer kursiv)t:

Deine Kamera spielt keine Rolle – Die einzige Aufgabe einer Kamera ist es, beim Fotografieren nicht hinderlich zu sein.

und damit einen heftigen Sturm ausgelöst. Ich will es mal anders formulieren:

Die einzige Aufgabe meiner Kamera ist es, beim Fotografieren förderlich zu sein.

Andreas Feininger`s Publikationen zur Fotolehre waren zu meinen Studienzeiten begehrter als manches Fachbuch – die Kamera dazu eine gebrauchte Zeiss Ikon Contarex mit Aufsicht Sucher und dem legendären M42 Tessar 2.8 50mm (1970). Als Filmmaterial gab es für mich nur Kodakchrome 25 mit Entwicklung plus Papprähmchen, weil damit ein originales Diapositiv vorhanden war und davon aus Kostengründen selten Papierbilder geprinted wurden. Lunasix von Gossen war der Belichtungsmesser schlechthin. Wenn ich allein diese alte Kamera mit einer aktuellen Digitalen vergleiche… und dennoch waren damit eindrucksvolle Aufnahmen zu erstellen, mit dem Prickeln vorher nicht zu wissen was nachher rauskommt 🙂 Jedenfalls hatte auch diese langsame Aufnahmetechnik Reize, ebensolche hat heute das Smartphone mit der mobilen Anbindung an die halbe Welt zum Versand. Und eine große Industrie lebt von dieser Kommunikation.

Wer heute einen Fotoapparat kaufen will, verliert schnell den Überblick, zu vielfältig ist das Angebot. Mein regionaler Fotohändler lebt aktuell vom Neukauf der Crop Spiegellosen, vor allem vom Ersatzkauf neuer Objektive, die Nachfrage an dSLR und insbesondere von Vollformaten geht kontinuierlich zurück weil zu groß und zu schwer. Mein Eindruck dazu ist, dass die Aufnahmen dennoch nicht besser werden. Hilfreich für den Überblick sind Rockwell`s zahlreiche und m.E. sehr fundierte Tipps für einzelne Bereiche Recommended Cameras  resp. zu entsprechenden Objektiven, seine Einteilungen sind so individuell wie sie nützlich sind. 

Meine Empfehlungen sind schlichter: iPhone 6+ für fast alles, Canon EOS M für leichtes Gepäck und die EOS 6D für jedes vorhandene Licht, vor allem mit leichten Festbrennweiten. Aber darüber kann man vortrefflich streiten, Alternativen gibt es die Menge.

Im Folgenden noch ein paar provokante Merksätze aus dem o.a. Artikel, die zum Nachdenken anregen können:

  • Es ist immer besser, Zeit und Geld in künstlerische und fotografische Weiterbildung zu investieren statt in weitere Kameras.
  • Großartige Fotos entstehen durch eigene Einfälle, nicht durch Nachahmung.
  • Fotos werden nicht von Kameras gemacht, sondern von Fotografen. Kameras sind nur ein künstlerisches Werkzeug.
  • Sogar Ansel sagte: „Der wichtigste Teil der Kamera sind die 30 Zentimer dahinter.“
  • Eine Kamera fängt Deine Phantasie ein. Keine Phantasie, kein Bild – nur Müll.
  •  Die Qualität eines Objektivs oder einer Kamera hat kaum etwas zu tun mit der Qualität der Bilder, die damit aufgenommen werden können.
  • Je weniger Zeit man mit Überlegungen zum Equipment vergeudet, umso mehr Zeit und Mühe kann man ins Erschaffen toller Bilder investieren. Das richtige Equipment macht es nur leichter, schneller oder bequemer, die gewünschten Ergebnisse zu bekommen.
  • Neues Zeug zu kaufen verbessert NICHT Deine Fotografie. 
  • Andreas Feininger (Franzose, 1905-1999), meinte: „Fotografen-Deppen, von denen es allzu viele gibt, sagen: ‚Wenn ich doch nur eine Nikon oder Leica hätte, dann könnte ich tolle Fotos machen.‘ Das ist das Blödeste, was ich je gehört habe. Es geht ausschließlich um das Sehen, das Denken und das Interesse. Das ist es, was eine gute Fotografie ausmacht. Und dann muss man alles meiden, was schlecht für das Bild wäre: das falsche Licht, den falschen Hintergrund, die falsche Zeit usw. Sonst sollte man das Bild erst gar nicht machen, egal wie schön das Motiv ist.“
  • Jeder weiß, dass Autos nicht von selber fahren, Schreibmaschinen nicht von selber Romane schreiben und Rembrandts Pinsel nicht von selber gemalt haben. Warum glauben dann intelligente Menschen, Kameras bildeten eine Ausnahme und machten Fotos ganz von allein?
  • Endlich versteht man, dass das ganze Zeug, das man mit so viel Zeitaufwand angesammelt hat, es lediglich leichter macht, den Klang oder den Bildeindruck oder die Bewegungen hinzukriegen. Aber man könnte dasselbe Ergebnis, vielleicht mit etwas mehr Aufwand, auch mit dem windigen Stück Equipment hinkriegen, mit dem man einst angefangen hat. Man kapiert, dass der Hauptzweck der Ausrüstung darin besteht, nicht hinderlich zu sein. Außerdem kapiert man, dass man wesentlich schneller zum Ziel gekommen wäre, wenn man seine Zeit nicht mit Gedanken an die Ausrüstung sondern mit dem Üben des Instruments, dem Fotografieren oder dem Wellenreiten verbracht hätte.
  • Genauso wird niemand, der Eure Bilder anschaut, erkennen oder sich überhaupt dafür interessieren, welche Kamera benutzt wurde. Es spielt einfach keine Rolle. Zu wissen, wie man etwas macht, bedeutet nicht, es auch tatsächlich machen zu können, oder gar, es gut machen zu können.
  • Glaubt bloß nicht, das teuerste Zeug sei das beste. Zu viel Foto-Equipment zu besitzen ist der sicherste Weg zu schlechten Fotos. Die teureren Kameras und Objektive bringen für ihren saftigen Mehrpreis keinen nennenswerten Mehrnutzen!

Alles Gute zum Neukauf – © slowfoto.de

Canon EOS 6D – Fazit

Meine persönlichen Einschätzungen:

...passen wir zusammen?
…passen wir zusammen?

Im Lauf der Jahre habe ich viele (analoge KB) EOS sowie d-SLR teils aus dem Demo-Pool von Canon (DANKE!), eigenem Bestand oder ausgeliehen genutzt. Schon kurz nach dem Erscheinen der EOS 5D hat mich das große Sucherbild fasziniert, vor allem mit der Gitternetz Mattscheibe EG-D, die eine präzisere horizontale oder vertikale Ausrichtung und eine vielleicht auch interessante Bildkomposition ermöglicht. Selbst wenn >nur< 97% des aufzunehmenden Bildes im 6D-Sucher wiedergegeben werden, sind diese optischen TTL Ausblicke der Vollformaten, mit Dioptrien korrigiert zur Verwendung ohne Brille, für mich besser als die der kleinen Gehäuse 🙂 und nur durch einen großen und hochauflösenden TFT zu ersetzen, aber Live View ist eben ein anderes Blatt. Canon nimmt für Profi Kameras der 1er Serie Sensoren mit um 20 MPI, die 6D hat einen solchen und wurde bezüglich Ausstattung und Gehäuse (und vor allem beim Preis) deutlich abgespeckt. In der (rechten) Hand wirkt sie dennoch sehr harmonisch und vor allem leicht, die Bedienung ist gegenüber den >alten< Anordnungen für mich sogar intuitiver, das interne 4-Wege Rad beispielsweise sagt mit mehr zu als der bisherige Stick, auch weil schneller zu bedienen.

v.l.n.r. LI
v.l.n.r. BV 90 REP LB GV 975 FN KR 236 als 3 gut lesbare Kennzeichen

Was finde ich an der 6D bemerkenswert?

Bisher war neben anderen Faktoren wie Dynamik das Rauschen für mich die limitierende Eigenschaft aller Sensoren, vor allem der ersten kleinen in den Kompakten: Das hat sich mit dem Umstieg auf das Vollformat deutlich gebessert, die 6D macht einen weiteren Schritt in dieser Richtung, vorhandenes Licht lässt sich somit noch intensiver nutzen. Vor allem der hochempfindliche zentrale AF Kreuzsensor trägt zur präzisen und blitzschnellen (->Präfokussieren per AF ON) Scharfstellung bei, ein Genuss auch mit älteren Objektiven. Oder mit dem leichten EF 4 70-200 L IS i.V.m. dem Extender EF 1.4, also mit durchgängiger Blende F 5.6 und Brennweite f 98-280mm, einer äußerst führigen Kombination mit erstklassigem Stabi! Der nachgeführte AF steht (noch) nicht so sehr auf meiner Prioritätenliste, dafür gibt es auch genügend andere EOS Alternativen mit höherer Treffsicherheit, gleiches gilt für die Anzahl der Serienaufnahmen pro Sekunde, ich bin halt ein Slowfotograf 🙂

Bei gutem vorhandenem Licht oder Blitz im Studio ist die 6D nicht zwingend erforderlich, für den rauen professionellen Sporteinsatz bei jedem Wetter ebenso wenig, da gibt es bessere Alternativen: Wer aber vor der oder für die Aufnahme sich ein wenig Zeit lässt, erfährt mit dem klaren Bedienungskonzept und der größeren Nutzung des vorhandenen Lichts eine lohnende Erweiterung seiner Möglichkeiten. Tipp zum Test: ISO Reihen bei korrekter Belichtung im [M] Programm erstellen, mit fester Blende und Brennweite bei fixierten Bildwinkel und dann mit anderen Kameras vergleichen, Erstaunen ist sicher, über die geräuscharme und weiche Auslösung vom großen Spiegel und Verschluss auch!

Sonnenuntergang über dem Paradies von Nonnenhorn
Sonnenuntergang über dem Paradies von Nonnenhorn
...ab nach Hause
…ab nach Hause
xxx
wer lange steht wird engewebt
der aktuelle Denker
der aktuelle Denker
Gebrauchsspuren
Gebrauchsspuren
gleiches Licht
gleiches Licht
auch auf der ehemals hochglänzenden Münze im Mund
auch auf der ehemals hochglänzenden Münze im Mund
unsere Kids haben mit dem Pilz auch Runden gedreht
unsere Kids haben früher mit dem Pilz auch behütete Runden gedreht
Fin
die Sonne geht schlafen, die Entenfamilie schwimmt in die falsche
falsche Richtung, da gehts raus zum See
Richtung, nach links geht es raus zum See, nach rechts zum Bio Reservat
letzter Blick
letzter Blick um 21:32

Alle Aufnahmen sind erstellt mit der EOS 6D [Tv] 125 sec plus EF Extender 1.4 plus EF 4 70-200 L IS, alle Aufnahmen ooc außer letztem Blick 🙂

© slowfoto.de

Canon EOS 6D – Einstellungen

 Tipps zur Einstellung der Canon EOS 6D

Peter Pik (Australien) spielt in der Sankt Johannes Kirche in Wasserburg B.
EOS 6D EF 35mm F 2.0 1/125sec ISO 400 EXTENDER out of cam                          Peter Pik (Australien) spielt in der St. Johannes Kirche in Wasserburg B. Bass, Rhythmus und Melodie gleichzeitig auf der akustischen Gitarre.

Meine präferierten Einstellungen für die EOS 6D für Firmware Version 1.1.7. mit aktualisiertem Stand September 2017 – unter besonderer Berücksichtigung meiner slowfotografischen Ansprüche:

Vier Jahre nach dem Erscheinen und auf der immerwährenden Suche nach besserer Sensortechnik (und die nicht im Sinne immer höherer Auflösung) bat ich um die Leihstellung einer EOS 6D. Canon hatte mit dieser Kamera einen weiteren Schritt in Richtung Vollformat getan und best buy Zutaten für den Konsumenten zusammen gefügt, die auch meinen Ansprüchen sehr entgegen kommen, zudem gibt es ein internes GPS und eine drahtlose Verbindung zur Handy App. Das Gehäuse ist eigenständig und in Design und Dimension vertraut, die Bedienelemente sind auf Notwendiges beschränkt. Der Nachführ-Autofokus (AI-SERVO) entspricht nicht allen professionellen Anforderungen hinsichtlich Sportfotografie, ist aber im slowfotografischen Sinne mit dem zentralen Kreuzsensor (ONE SHOT) hochpräzise und mit sehr sehr wenig Licht zufrieden, gerade auch mit der Kombination EF 1.4 Extender und dem hervorragend stabilisierten EF 4 70-200 L IS (-> F5.6) bei lowlight. Die Bildfolge von fast 5fps genügt mir allemal wie auch die Lichtmess Variationen und Speicher und das schon lange. Die hohen ISO Einstellungen sollen deutlich weniger rauschen (was höchst willkommen wäre) und der Verschluss leiser sein. Von all den guten Umsetzungen wollte ich mich selbst überzeugen, dazu hier erstmal meine bevorzugten Eckdaten:

ISO 25600 TV 1/15sec F5.6 EF 70-200 + EF 1.4 = 98mm KBÄ
ISO 25600 TV 1/15sec F5.6 EF 70-200+EF 1.4 f70mm = 98mm KBÄ
  • Präzise Belichtung und Bildstil EXTENDER zur lebendigen allgemeinen und Bildstil KODAK Porträt 1 (0/-1/1/1) zur natürlichen Farbenwiedergabe der Haut bei Porträts (JPG, siehe unten Kartei 4)
  • AF-ON Taste zur vorherigen Scharfstellung nur mit dem mittleren schnellen und hoch lichtempfindlichen Kreuzsensor (-3LV) mit Speicherung oder Nachführung
  • AF-Drive AI Focus oder One Shot
  • AE Speicherung falls gewünscht mit *-Taste oder halbgedrückter Auslösetaste und anschließender Bildkomposition
ISO 25500 1/15sec F 5.6 EF 70-200 + EF 1.4 f200mm = 320mm KBÄ
ISO 25600 TV 1/15sec F5.6 EF 70-200+EF 1.4 f200mm = 280mm KBÄ

Auf diese Weise sehe ich als erstes scharf, als zweites komponiere ich den präzisen Bildausschnitt (ggf. mit abweichender als integraler Belichtungsmessung) und als drittes erstelle ich weitgehend farbtreue Aufnahmen!

ISO 160 EF 70-200 + EF 1.4 1/15sec F 5.6 f200mm = 280mm KBÄ
ISO 160 TV 1/15sec F5.6 EF 70-200 + EF 1.4 f200mm = 280mm KBÄ

Alle gezeigten Aufnahmen sind out of camera, JPG (ohne wirklich augenfällige Unterschiede zu parallelen RAW!) und aus der Hand aufgenommen!

Autofunktionen 

[A] Das grüne Automatikprogramm eignet sich m.E. bei geringem Licht oder mit live view auch aus der Hüfte i.d.R. ohne LV Kompensation
[SCN] eignet sich für wählbare Programmautomatiken: Porträt – Landschaft – Nahaufnahme – Sport – Nachtporträt – Nachtaufnahme ohne Stativ – HDR-Gegenlicht – über die >4Nachtaufnahme ohne Stativ< habe ich mich schon bei der EOS M gefreut
[P] eignet sich für alle einfachen Aufnahmesituationen mit variabler Blende/Zeit Kombination
[Tv] eignet sich für bewegte Motive oder unruhige Situationen (Zeitvorwahl = TimeValue ab 1/125sec und kürzer), mit langen Zeiten zur gezielten Unschärfe oder Verflüssigung bestimmter Bewegungen
[Av] eignet sich für alle statischen Motive in ruhigen Situationen (Blendenvorwahl = ApertureValue ab F8 und höher), mit offener Blende zur Freistellung von Hintergründen
[M] eignet sich für alle manuellen Einstellungen wie z.B meine präferierten Nahaufnahmen mit kleinem Blitz 1/200sec F19 ISO 100 oder aus meiner Sicht als Novum bei Canon: Belichtungszeit und Blende und ISO-Auto (sic!) vorwählen und passend per Waage einstellen!!! Der Auto-ISO Wert kann ggf. mit der *-Taste fixiert werden.

Customfunktionen

Ich zeige hier z.T. Ken Rockwell`s modifizierte Einstellungen:
[C1] Places and Things – Bildstil Landschaft -> Schärfe +6 – Kontrast 0 – Sättigung +3 – WB Shift A2 AF mode One Shot – AF Sensor Center only – Advance mode Silent continuous,
[C2] People – Bildstil Porträt -> Schärfe +6 – Kontrast -2 – Sättigung 0 – WB Shift 0 – AF mode AI Focus – AF Sensor Auto (all) – Advance mode Continuous,
[CA] dient der Schnelleinstellung gewisser Parameter und wird von mir nicht benutzt.

Serienaufnahmen bedürfen der Einstellung [Serie], die in jedem Programm per [Drive] eingestellt werden kann, ebenso mehrere Aufnahmen für AEB-Bracketing, und das nur bis zum Ausschalten!

Individualfunktionen -> bitte zuerst einstellen:

C.Fn I Belichtung Einstellstufen

1 2 3 4 5 6
1 0 0 2 2 0

C.Fn II Autofokus

1 2 3 4 5 6 7 8 9
–  –  –  – 0 1 0 0 2

C. Fn III Operation/Weiteres Custom Steuerung

1 2 3 4 5
0 0 – * *

zu 1 Auslöser halb gedrückt nur Belichtungsmessung ohne AF Start!

Menü -> erst nach Individualfunktionen einstellen:

Kartei 1      1 bis 6 [rot]

Bildqualität L oder RAW+L
Piep-Ton deaktivieren
Auslöser ohne Karte betätigen OFF
Rückschau 4 Sek.

Kartei 2

ObjektivAberrationskorrektur erst aktualisieren über Utility, dann Vignettierung und Farbfehler Aktivieren, sofern kein anderes Programm (DxO LR) verwendet wird

Steuerung externes Speedlight Aktiv – Mehrfeld – Synchro bei AV AUTO

Spiegelverrieglung OFF (es sei denn bei anderem Bedarf)

Kartei 3

Beli.korr./AEB 0
ISO-Empfdl. Einstellungen Automatisch

ISO-BEREICH 50-25600

Auto-ISO-Bereich 100-25600

Min. Verschl.zeit Automatisch
Autom. Belichtungsoptimierung OFF

Weißabgleich AWB

Custom WB je nach Aufnahme

WB-Korr.einst. 0,0/+-0
Farbraum sRGB

Kartei 4

Bildstil Anw. Def. 1=> EXTENDER 2 => Kodak Portra 1 3=> Fuji Reala, zu laden über Utility)
Rauschred. bei Langzeitbel. OFF (wenn ein externes Nachentwicklungsprogramm verwendet wird)
High ISO Rauschreduzierung OFF – Standard – NR (=>4Aufnahmen zur Verrechnung!)
Tonwert Priorität OFF

Tonwert Priorität OFF oder möglich = D+, neu, verbessert die Gradation in (zu) hellen Bildbereichen und kann ggf. durch erhöhtem ISO Wert das Rauschen in dunklen Bildpartien verstärken, deshalb vor der Aufnahme testen: Die Tonwert Priorität Option [Möglich] inaktiviert den Auto Lighting Optimizer und umgekehrt, die Belichtungskorrektur bleibt hingegen immer erhalten.

Staublöschungsdaten

Mehrfachbelichtung Deaktivieren (m.E. einfacher und kontrollierter am Rechner zu erstellen)

HDR-Modus HDR deaktiv.

Kartei 5

Livebild-Aufnahme Aktiv
AF Methode 🙂 Live Modus (mit Gesichtserkennung) oder Quick-Modus (ohne Livebild, Nutzung des AF-Sensors wie in den Programmen mit AF-ON Taste)
Gitteranzeige 3×3 #
Seitenverhältnis 3:2
Belichtungssimul. Aktiv

Kartei 6

Leise LV-Aufnahme Modus 2
Messtimer 4 Sek.

Kartei 7-8-9 [blau] sind individuelle Einstellungen zur Bildwiedergabe, zu denen ich nichts raten mag

Kartei 10-11-12-13  [gelb] sind individuelle Werkzeug Einstellungen, auch dazu mag ich nichts schreiben und

Kartei 14  [orange] betrifft C.FN I II und III siehe ganz oben im Beginn dieses Artikels, ich stelle die Individualfunktionen gerne zuerst ein

Kartei 15 [grün] My Menü dient der Speicherung einiger individuellen Einstellwerte und wird ebenfalls von mir genutzt.

GPS in der Kamera ist nützlich im Freien und reduziert die Akkuleistung nicht nur in Räumen, eine vergleichbare Anwendung wie beim Smartphone ist (noch) nicht gegeben. Zum Einpflegen der Geo Daten in Exif Dateien gibt es andere Möglichkeiten.

WLAN als Fernbedienung ist äußerst hilfreich, wenn die Kamera einen festen Stand hat. Einmal nach Canons Vorgaben im häuslichen WLAN verbunden, funktioniert das Handy als Remote recht gut außerhalb der Reichweite dieses eigenen WLAN`s, wobei die EOS Remote App auffordert, die App Canon Camera Connect anzuwenden, allerdings stellt m.E. bereits EOS Remote die Verbindung her. Die  erste Einrichtung erfordert (zu) viel Geduld 😦 und man fragt sich, warum Canon so einen Weg veröffentlicht!

Viel einfacher geht es wie hier Tobias Heyl in  seinem Clip vom 06.10.2013 zeigt, danke! Mein Tipp: Auch ohne Verschlüsselung für das Wireless LAN bei privater Nutzung und Kanal 11 für manuelle Verbindung. Einmal (und ohne jedes häusliche WLAN) eingerichtet, startet man die 6D mit Auto.Abschalt aus und aktiviert WLAN, sucht beim Händy das >Six-Dee< Netzwerk und nutzt EOS Remote zur Kamerabildanzeige mit etlichen sinnvollen Steuerungsfunktionen oder für Fernaufnahmen mit Hilfe des besseren weil größeren Händybildschirms, jederzeit und allerorts und immer wieder ohne Aufwand.

Wer ein Handy oder ein Pad mit größerem Bildschirm und besserer Auflösung als der der 6D hat, freut sich über die Betrachtung der aufgenommenen Bilderchen nicht nur zur ersten Beurteilung, diese Funktion lässt sich ibs. für alle Bilderreihen auf der SD Karte der Kamera perfekt nutzen.

Nebenbei, die EOS 6D ist meine dritte Vollformat EOS und das immer drauf ein EF 1.8 28mm.

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Canon EOS M10 – Einstellungen

Tipps zur individuellen Einstellung der EOS M10

Meine präferierten Einstellungen sind fett hervorgehoben und weder offiziell noch richtig 🙂

378 original
IMG 0378 ooc Bildgröße reduziert auf 1.55×1.125 und 188KB

MENUE rot

SHOOT 1

Aufnahmemodus M Av Tv P – Hybrid Auto – Kreativ Assistent – Selbstporträt – Porträt – Landschaft – Nahaufnahme – Sport – 4Nachtaufnahme ohne Stativ – Speisen – 3HDR – Fisheye-Effekt – Ölgemälde Effekt – Aquarell Effekt – Miniatur Effekt – Spielzeugkamera-Effekt – Weichzeichner – Körnigkeit S/W

Bildqualität RAW oder/und JPG L 5184×3456

Seitenverhältnis für Fotos 16:9 3:2 4:3 1:1 immer das größte Format und dann erst abschneiden

Anzeige für Aufnahmeinfos Gitter aus Gitter 1 Gitter 2

Histogramm Helligkeit RGB 

Display spiegeln Ein Aus

Rückschauzeit Aus 2 Sek. 4 Sek. 8 Sek. Halten

Touch-Auslöser Aktiv Deakt 

Touch-Auslös.-Symbol Ein Aus

SHOOT 2

AF-Betrieb ONE SHOT

AF-Methode Einzelfeld AF

Kontinuierl. AF Aus

Fokus Modus AF Peaking Ein Empfindlichkeit Hoch Farbe Rot für Fokus bei manuelle Gläser

IS Modus Kontinuierlich

ObjektivAberrationskorrektur Objektivsten verfügbar Aktiv

SHOOT 3

Belichtungskord. -1/3LW für sattere Farben -2/3LW für eher zur Unterbelichtung

ISO-Empfindl. Auto ISO Auto-Limit Max.: 1600

Tonwert Priorität OFF

Automat. Belichtungsoptimierung OFF

Messmethode Mehrfeld oder nach Erfordernis auch andere Modi

Blitzsteuerung E-TTL II Mess. Mehrfeld R.Aug. Ein/Aus Aus Einstellung int. Blitz ETTL II 1.Verschluss -1LW Bel.Korrektur

SHOOT 4

Custom WB je nach Aufnahme

Weißabgl.korr. 0,0

Bildstil Natürlich 0110 oder besser SNAPSHOT

Rauschred. bei Langzeitgel. OFF

High ISO Rauschreduzierung OFF

SHOOT 5

Movie-Aufn.größe HD1920x1080 25fps

Tonaufnahme Auto

Movie-Servo-AF Aktiv

AF mit Auslöser während [Movie] OFF oder ON

MENUE gelb

SETUP 1

Ordner anlegen Täglich

Datei-Nummer Fortlaufend

Formatieren -> jede neue SD Karte zur Funktionsprüfung 2x formatieren

Videosystem PAL

SETUP 2

Eco-Modus Aus -> Ersatzakkus mitführen

Stromsparmodus auto.Abschalt Ein Display Aus 1 Min.

LCD-Helligkeit Stufe 3 von 4

Zeitzone Standard oder Welt, je nach Ort

Datum/Uhrzeit eingeben

Sprache Deutsch

SETUP 3

Piep-Ton Aus

Tipps & Tricks Aus 

Symbolgröße/-Info Groß m. Info

Touch-Bedien. Standard

Einst. aut. Display Aut. Displaysperre Deakt

Sensorreinigung auto Aktiv oder Jetzt reinigen nach Bedarf

SETUP 4

WLAN-Einstellungen wurden outdoor nicht genutzt

Verbindung des Geräts

Anzeige Zertifizierung-Logo ohne

Copyright-Informationen individuell eingeben

Alle Kamera-Einst.löschen bei Bedarf

Firmware-Ver.: 1.0.0

MENUE orange

C.Fn: I Belichtung

Safety Shift 0:Deakt. 1:Aktivieren

C.Fn: II Autofokus

AF-Hilfslicht(LED) Aussende. 0:Aktivieren 1:Deakt.

Custom-Steuerung 1

Ohne Objektiv auslösen 1 Aktivieren für manuelle Fremdgläser

C.Fn: III Andere

Obj. beim Aussah. einfahren 0 Aktivieren

Alle C.Fn löschen

 

Fazit:

Meine Präferenzen

Die EOS M10 bietet einen sehr guten [A]utomatik-Modus, der volle Konzentration für die Aufnahmen erlaubt. Der Spiegel ist sehr hell (Stufe 5) einstellbar, das erleichtert Aufnahmen auch im Sonnenlicht. Er lässt sich zudem nach oben klappen für Aufnahmen am Boden oder aus der Hüfte oder ermöglicht diese sogar über Kopf, wenn man die Kamera mit ausgestreckten Armen nach rückwärts hält! Bei ganz hoch geklapptem Spiegel ist das kontrollierte Selfy erleichtert. Die Infotaste zeigt, je nach Drücken, nur das AF-Feld im Live Bildschirm, welches sich per Fingerwisch beliebig verschieben lässt, den Schnelleinstellungsbildschirm oder den Live Bildschirm mit allen Infos (Piktogram) oder diesen zusätzlich mit der Histogramm Kontrolle SW oder RGB.

Meine bevorzugte Arbeitsweise ist von der dSLR bestimmt mit dem zentralen Autofokusfeld (schneller Kreuzsensor), für die EOS M10 bedeutet das die Einstellung FlexiZone-Single: Dieses Feld lässt sich auch mit dem Finger auf dem Bildschirm dorthin postieren, wo der AF Schärfenpunkt liegen soll. Dabei wird gleichzeitig die Belichtungsmessung dieser Positionierung angepasst und gespeichert, wenn der Auslöser halb gedrückt wird. Mit ISO [auto] lassen sich so auf einfache Weise gute Ergebnisse erzielen, auch bei kritischen Lichtsituationen. Da jede Aufnahme neu komponiert wird, verwende ich Drive Einzelbild, lege erst den Bildausschnitt fest und danach mit gezielter Positionierung des AF-Feldes die Schärfenebene und Belichtung. Zur Vermeidung von ausgefransten Überbelichtungen verwende ich i.d.R. 1/3 Blende Unterbelichtung und für saubere Farbwiedergabe entweder den Bildstil Natürlich 0 1 1 0 oder noch besser Snapshot.

Hat man sich an die Bildschirmbedienung gewöhnt, gibt es auch diese Variante für fast berührungslose Auslösung:

Das mittige Autofokusfeld wird positioniert, auch nach Vergrößerung mit der Lupe bis 10-fach, und mit der Sternchentaste bedient (9 Uhr Position am Einstellrad), ein kurzer Tipp auf die Lupe führt wieder zur Vollansicht. Die Bildkomposition folgt, gegebenenfalls wird die Belichtung mit der halb gedrückten Auslösertaste fixiert und die Auslösung erfolgt dann mit kurzer Berührung des Bildschirms, bei hierfür aktiviertem Touch-Auslöser. Das klingt länger als es dauert, Vorteil ist der hochpräzise und kontrollierte AF-Lock, der einstellbare AE-Lock und eine seidenweiche Auslösung vor allem bei längeren Brennweiten und vor allem auf dem Stativ.

Gibt man eine EOS M/3/10 aus der Hand, kann der Anwender damit unschwer präzise [auto] Aufnahmen mit hohem Qualitätsanspruch erstellen. Für den Einzelfall sind FlexiZone-Multi oder Gesichtserkennung sinnvoll, wie auch Drive Fernauslösung mit der winzigen Fernbedienung RC 6, wenn der Touch-Auslöser deaktiviert bleiben soll. Das kleine 270EXII Speedlite ermöglicht höhere Reichweiten oder bouncen gegen helle Decken, weil der Reflektor nach oben zu schwenken ist.

Dem ambitionierten Fotografen seien die sog. Kreativ-Programme empfohlen, die mit mehrfachem Drücken der INFO-Taste aufgerufen und verändert eingestellt werden können:

[M] [Av] [Tv] [P] [CA] [Porträt] [Landschaft] [Nahaufnahme] [Sport] [Nachtporträt + Blitz + Stativ] [Nacht 4] [HDR 3]

[Nacht 4] verrechnet vier unterschiedliche Serienaufnahmen zu einer, wenn kein Stativ zur Hand oder keine stabile Auflage vorhanden ist, ähnliches gilt für [HDR 3] mit drei Serienbildern, beide erfordern eine sehr ruhige Hand, besser eine Auflage. Einen Unterschied am Ergebnis habe ich in beiden Modi habe ich bisher noch nicht erkennen können. Mit [Nacht 4] lässt das Bildrauschen auf einem unerwartet niedrigen Niveau für Nachaufnahmen, womit auch lichtschwache Zoome (11-22 IS) gut angewendet werden können.

Meine bevorzugten Modi sind [Av] [Tv] und [M] mit Flexi-Zone Single sowie Einzelbild und getrennter AF (Sternchentaste) und AE Speicherung (halbgedrückter Auslöser) und Touch-Auslösung. Auf diese Weise sehe ich als erstes scharf, als zweites komponiere ich den ausbelichteten  Bildausschnitt oder auch umgekehrt, denn der Blick auf den 3“ Bildschirm ist eben anders als bei Offenblende durch das Objektiv der SLR! Mit ggf. auch wunschgemäß geänderter integraler Belichtungsmessung entstehen schon in beiden genannten Bildstilen Natürlich resp. Snapshot weitgehend farbtreue Aufnahmen!

Zur Belichtungsmessung ist zu sagen, dass die mittenbetonte – Mehrfeld – Selektiv oder Spot Messung situationsabhängig zu wählen und das Ergebnis der Messung zudem auf dem Livebildschirm zu beurteilen ist, mit der Ausnahme der Helligkeitsverstärkung bei extrem wenig vorhandenem Licht!

Nachentwicklung: DxO bietet verschiedene Module für die EOS M Reihe resp. deren Objektive. Eine zuschaltbare Korrektur für EOS-M Gläser ist an Bord.

Objektive: Vorteile der EOS-M Gläser sind, im Gegensatz zu der EF-S Reihe, das geringe Packmaß und das leichte Gewicht, mit den EF-M 2 22 STM, dem EF-M 11-22 IS STM, dem >alten< Kitzoom EF-M 18-55 IS STM sowie dem EF-M 55-200 IS STM habe ich gute bis sehr gute Erfahrungen gemacht, als >immer drauf< sehe ich das neue Kitzoom EF-M 15-45 für den eher weitwinkligen Einsatz ideal, das ganz neue EF-M 3.5 28mm Makro IS STM mit integrierter LED Leuchte stand leider noch nicht zur Verfügung.

Sensor: Der 1.6 Crop Sensor mit 18 MPI wurde und wird in vielen Canon Kameras verbaut und hat sich nach meinen Erfahrungen sehr gut bewährt, mit Bildgrößen von 4608×3456 Pixeln und ca. 5 bis 10MB bietet jede Aufnahme genügend Information, um einen aktuellen 13,3Zoll Bildschirm bei einer Auflösung von 2560×1600 mehr als ausreichend zu >beliefern<, siehe Bildbeispiel und daraus Ausschnitte unten.

Autofunktionen

[A] Das grüne Automatikprogramm erstellt außer bei Innen-, Abend- und Nachtaufnahmen m.E. etwas zu helle Bilddateien

[Tv] eignet sich für bewegte Motive oder unruhige Situationen (Zeitvorwahl = TimeValue mit z.B. 250sec und kürzer)

[Av] eignet sich für alle statischen Motive in ruhigen Situationen (Blendenvorwahl = ApertureValue mit z.B. F8)

[M] eignet sich für alle manuellen Einstellungen z.B. Nahaufnahmen mit Blitzlicht 1/125sec F19 ISO 100

RAW eignet sich für alle kritische Kontrastsituationen, JPG auch für die AE-Bracketing -2 -0,5 +1 Aufnahmenreihe

378 orig 6,72 MB
IMG 0378 original: 6,72 MB 1/500 F6.3 f45mm ISO 200
Detail ABUS
Detail ABUS Fahrradkette, alle Details ooc
Detail Becher
Detail blauer Trinkbecher
Detail große Schrift
Detail große Schrift am Kiosk unten
Detail kleine Schrift
Detail kleine Schrift am Kiosk mittig
Detail Rücklicht
Detail Rücklicht am Fahrrad
Detail Gesicht, Brille war AF Punkt
Detail Gesicht, Brille war AF Punkt
wie vor etwas aufgebrezelt
wie vor, als Einziges etwas aufgebrezelt

Weitere Einstellungsstipps für Canon Kameras s.a. EOS 40D 5D 5D2 5Ds 7D 100D EOS-M1 M3 

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FAQs: Welche Kamera ist die richtige für mich?

Frage: Digitale Kameras gibt es wie Sand am Meer, welche soll ich nehmen?

hier geht es zu einer guten Kamera
…hier geht es zu einer guten Kamera

Ohne Wissen versinkt man im Angebot, Männer sammeln (nicht nur) Kameras, auch Frauen benutzen oft untaugliches Gerät. Ein paar eigene Gedanken dazu:

Anschaffungen: Welche Kamera ist die beste für mich?

  1. Wieviel Gewicht will ich herumtragen?
  2. Welche maximale Bildgröße (MPI) benötige ich überhaupt?
  3. Welche Bildfolge (Schnelligkeit fps) samt Autofokus ist für mich wichtig?
  4. Wieviele Objektive möchte ich kaufen?
  5. Wie resp. wo kann ich testen, wem kann ich vertrauen?

Anhand meines aktuell genutzten Equipments möchte ich auf die für mich wesentlichen Ausstattungen einiger Kameras, deren Bildgrößen und Preise (Body, http://www.asgoodasnew.de) hinweisen, jede der Kameras wurde mehrfach hier im slowfoto Blog vorgestellt und besprochen:

Das iPhone6+ ist meine leichteste immer dabei Kamera, hat einen 8MPI Sensor mit einer Bildgröße von 3.264×2.448, eine f4.5mm Festbrennweite (ca. 28mm Kleinbild äquivalent) mit fixer Offenblende F2.2 und kostet mit 128GB ca. € 700

Die alte 6,5fps schnelle dSLR Canon EOS 40D hat einen 10.1MPI Drop Sensor mit einer Bildgröße von 3.888×2.552, den großen dSLR Body mit ordentlichem Sucherbild und kostet neuwertig nur noch ca. € 210

Die alte 3fps langsame Canon EOS 5D hat einen 12.8MPI Vollformatsensor mit einer Bildgröße von 4.368×2.912, kommt mit nahezu allem an Objektiven zurecht und kostet neuwertig nur ca. € 390

Die erste kleine und leichte, 4fps schnelle spiegellose Canon EOS M hat wie die aktuelle EOS M10 einen 18MPI Crop Sensor mit einer Bildgröße von 4.608×3.456, die M10 kostet aktuell ohne Objektiv nur ca. €250

Der ebenfalls 4fps schnelle Klassiker an Bildqualität Canon EOS 5DII hat einen 21.1MPI VF-Sensor mit einer Bildgröße von 5.616×3.744, sollte mit gutem Glas gepaart werden und kostet neuwertig nur noch ca. €700

Die aktuelle und 5fps schnelle Canon EOS 5Ds hat einen 50,6MPI VF-Sensor mit einer Bildgröße von 8.688×5.792, ist ab €2.040 als Body zu erstehen und erstellt Aufnahmen von ungeahnter Auflösung, wenn bestimmte wertige Objektive zum Einsatz kommen, deren Anschaffung dann schnell im 5-stelligen Bereich liegt

Wer mit Vergrößerungen im Postkartenformat 10x15cm (Selphy Drucker) leben kann, ist bereits mit 5MPI auf der sicheren Seite, mit dem i- oder Smart Phone also bestens gerüstet. Ab 10MPI sind Vergrößerungen bis DIN A3, ab ca. 20MPI bis DIN A2 und mehr problemlos möglich. Letztlich muss man noch die Bildfolge pro Sekunde (fps) und die nachführende Qualität (Trefferquote) des Autofokus berücksichtigen, wenn man dynamische und scharfe Bildserien erstellen möchte. Im Tempo liegt das iPhone6+ mit 10fps sogar ganz weit vorn. Mit den ehemals Kompakten habe ich abgeschlossen, weil die Handy Kameras auf hohem Niveau sind und die Spiegellosen bereits die Top Crop Qualität erreicht haben.

Testberichte lese ich nur wenige, weil erstens die meisten keine Tests, sondern abgeschriebene Texte vom Hersteller sind, und zweitens viele Redaktionen zu wenig Zeit zur ausgiebigen Nutzung haben. Besser sind ehrliche Erfahrungen aus Langzeitanwendungen.

Man hat also die Lust der Wahl, für den eigenen Einsatz die richtige(n) Kamera(s) anzuschaffen. Grundsätzlich gilt, dass eine neue und teure Kamera keine besseren Bilder >macht< als die alte(n Augen sehen)!

© slowfoto.de

Canon EOS M10 – erste Eindrücke

Was ist neu an der EOS M10?

Meine Affinität zur kleinen EOS M (Mark 1 – 302g) als bisher handlichster Canon Crop Format Kamera ist unbestritten wie am ersten Tag, mittlerweile um einige Tausend Klicks und Erfahrungen reicher, wozu sie nicht geeignet ist. Nach einem Ausflug zur EOS M3 ist nun die EOS M10 (303g) seit Herbst letzten Jahres auf dem Markt und wird dort, ersten Rezensionen und dem bereits eingetretenen Preisverfall nach, wiederum keinen wirklichen Erfolg erzielen, zu sehr hängt die Kritik am lahmen Autofokus fest in der Erinnerung der jeweiligen Redakteure, ich sehe das ganz anders! Hier meine eigenen Eindrücke zu den beiden 18 MPI Cropformat Spiegellosen:

Sofort fällt der fehlende Blitzschuh auf, statt dessen gibt es links über der Objektivachse einen per Kran ausklappbaren Miniblitz mit positionsbedingter Schlagschatten Bildung, für Aufhellungen dennoch okay. Der rückseitige TFT Bildschirm ist nach oben etwas über 180 Grad klappbar, also Selfie fähig bzw. sogar rückwärts über Kopf anwendbar, wenn damit auch die 180 Grad Drehung der Bilder erforderlich werden. Erleichtert ist jedenfalls die Nahaufnahme Technik in Bodennähe! Verfügen die M1 wie die M10 über 7 Knöpfe, hat sich die Belegung jedoch geändert, zudem scheint mir das Bedienungsmenü ibs. auf dem Bildschirm weniger plausibel als bei der ersten EOS M. Hauptsache der Hersteller ist von dem Sinn der Änderungen überzeugt…

Ein Blick auf das deutlich kleinere und leichtere Kit Zoom (156g) zeigt einen Brennweitenbereich 15 bis 45 anstelle 18 bis 55mm (241g), also 3mm mehr Weitwinkel, bei identischer Lichtstärke 3.5-6.3 und Nahdistanz 25cm, aber gleichem Handling wie beim 11 bis 22mm Superweitwinkel (274g), man muss diese beiden Zoome vor der Nutzung aus der geschlossenen Position entriegeln. Mit 49mm ist nunmehr die vierte Größe an Filtergewinde dazugekommen (2/22 43mm – 15-45 49mm – 18-55 und 55-200 52mm – 11-22 55mm), der Zubehörmarkt freut sich. Dennoch finde ich das neue 15-45 praxisgerechter, denn am Cropsensor entspricht es einem Vollformat Brennweiten Bereich von 24 bis 72mm!

Zum Handling: Über die Gehäusegröße ist viel Contra geschrieben worden, man muss (!) dieses Kriterium für sich entscheiden, ob der Body passt oder nicht: Ich montiere grundsätzlich links eine Handschlaufe und halte den Apparat mit der linken Hand und es geht gut, sei es die SLR oder Spiegellose! Trotz fehlendem Spiegelschlag und effektivem Bildstabilisator sollte man bei dieser Art von Live View Fotografie bedenken, dass nur beide Arme die Kamera körperfern halten ohne die dritte Abstützung wie bei der klassischen SLR-Kamera oder dem elektronischen Sucher auf dem Jochbein! Jedenfalls gibt es bisher, außer bei anderen Anbietern, keine alternative Kamera mit diesen schlanken Abmessungen i.V.m. dem Cropsensor.

Nach einigen bisher gewohnten und für gut empfundenen Einstellungen – Einzelheiten dazu später im eigenen Bericht, nach eingehender Lektüre der 196 Seiten Bedienungsanleitung 😦 –  geht es an die ersten Aufnahmen, wegen der AF Präzision zunächst mit langen Brennweiten (EF-M 4.5-6.3 55-200 297g):

f 55mm
f 55mm [A] 1/800 F 5.6 ISO 200
f 200mm
f 200mm [A] 1/2500 F6.3 ISO 200 gegen 8 Uhr

  1. Die EOS M10 ist gefühlt weder langsamer noch schneller als die VorgängerInnen. Der AF zeigt, in der mir vertrauten Nutzung als Einzel-AF, die bei länger werdenden Brennweiten oder weniger vorhandenem Licht bekannten Unsicherheiten bis hin zu fehlender Präzision. Ich nutze generell lieber den einen zentralen AF Sensor möglichst mit Pre-Fokussierung per Sternchen* Taste, anschließender Bildkomposition und Aufnahme. Der im grünen [A]utomatikprogramm gebotene AF mit 49 Hybrid AF-Feldern über die gesamte Bildfläche zeigt bei halb gedrückter Auslösetaste zwar recht flott an, was denn alles in der von der Kamera ermittelten Schärfenebene liegt, aber genau die bestimme ich räumlich lieber selbst, basta!
  2. Die Bildfolge ist gefühlt, bedingt trotz neueren Prozessor, nicht flotter im Auslesen und in der Speicherung. Zudem bieten sich unzählige Möglichkeiten der Bildbearbeitung, die ich grundsätzlich auf den Arbeitsplatz mit großem Bildschirm verlege. Die Auslesegeräusche unterscheiden sich, was wohl auch mit den unterschiedlichen Gehäusen zu tun haben mag, von dem der EOS 5Ds kann man nur träumen, und das mit einem Vollformal Spiegel!
  3. Das präzise Handling erfordert, im Gegensatz zu der im Handbuch (Zitat S. 48 s.u.) genannten Unbekümmertheit, profunde Kenntnisse für die Nutzung manuell gewählter Programm-Automatiken, ansonsten ist die Einstellung >Sport< sicher eine recht unproblematische für unverwackelte Aufnahmen 🙂 – allerdings gekoppelt mit AF Nachführung.
  4. Positiv ist das Fotografieren in der grünen [A]utomatik Funktion, wenn man das so möchte und sich nur mit dem Motiv beschäftigen will: Mittlerweile (und das seit der Canon Powershot D10) halte ich diese Einstellung für den unbeschwerten Umgang mit dem allgemeinen Fotografieren ibs. mit kurzen Brennweiten für recht erfolgreich, vor allem bei wenig Licht, ansonsten sind mir die Aufnahmen i.d.R. zu hell und Spitzlichter eher ausgeblichen.
  5. >HDR< und >4 Nachtaufnahmen ohne Stativ< gehören glücklicherweise wieder zum Angebot im Menü, ein unschätzbarer Vorteil gerade für Aufnahmen mit den weniger lichtstarken Zoomobjektiven.

Zitat Canon S.48 Andere Aufnahmemodi: Machen Sie Aufnahmen nach Ihren Vorstellungen, ohne Fachkenntnisse der Fotografie zu benötigen. Sorry, da muss ich lächeln, das ist Marketing, wie ich es unfair finde, weil das so einfach nicht funktionieren wird. Wissen lässt sich durch Nichtwissen bekanntlich nicht ersetzen und Physik bleibt Physik, egal welche vermeintliche Errungenschaften der Hersteller in die Kameras packt: Autofokus in Verbindung mit Gesichtserkennung ist keine feine Sache, wenn die Kompanie marschiert 🙂 🙂 🙂 Okay, 80% der zum Canon Service eingesendeten dSLR sollen auf [A] stehen… Beispielhaft gesagt, je präziser ich die Schärfenebene legen will, desto offener muss die Blende und desto kleiner der Fokusbereich sein, bei F6.3 im Zoom Endbereich bleibt das allerdings ein Wunschdenken!

Fazit: Unterwegs und bei vorhandenem Licht (AL) ist die EOS M oder M10 nach meinen Erfahrungen eine veritable Kamera, die es ermöglicht, sehr präzise Aufnahmen mit sehr guten Ergebnissen zu liefern, bei unschlagbarem Gewicht und moderater Größe, vor allem mit dem Pancake EF-M 22mm 1:2 STM, einer meiner Lieblingsoptiken und ganz entsprechend der Empfehlung vom Street Fotografen Thomas Leuthard. Als lichtstarkes 80mm KBÄ Tele nehme ich ein altes, leichtes EF 1.8 50mm mit dem Canon Adapter (s.u., M10 plus Adapter plus 1.8 50 550g). Der 18MPI Sensor ist sehr gut und für meine Ansprüche ideal: Ob man nun die alte M(1) oder die neuere M10 auf Grund der unterschiedlichen Ausstattungen vorzieht (Blitzschuh vs. Klappspiegel), die Bildqualität stimmt bei beiden. Für dezente Fotografie aus der Hüfte kann der Klappspiegel ein Segen sein!

Ich ziehe, außer bei sehr wenig Licht, die Programmautomatiken mit einer Belichtungsreduktion um -0,5LW vor, um sattere Farben zu erhalten. Leider hat Canon die Individualprogramme ohne die Wahl 1/2 LW ausgestattet, womit nur in 1/3 LW Stufen die Belichtung geändert werden kann.

Für Liebhaber lichtstarker Festbrennweiten ist bei vollem Funktionsumfang ein Canon Mount Adapter EF-EOS M (186g) nötig, was den Gewichts- und Größenvorteil reduziert, oder von anderen Anbietern auch für viele Fremdgläser geeignet mit manueller Fokussierung, wie das bei Spiegellosen wegen des kurzen Auflagemass oft möglich ist.

Alle Aufnahmen mit dem EF-M 2.0 22mm und alle ooc außer Datenreduktion, die helleren Aufnahmen mit [A], die dunkleren mit [Tv] sowie Offenblende F2 und LW -2/3:

xxx
[A] Gunther Stilling La Mano Aluguss
xxx
[A] wie vor
xxx
[A] wie vor
aaa
[Tv] alte Badeanstalt
qqq
[Tv] wie vor, bei niedrigem Wasserstand im Bodensee
qqq
[A] sehr geringe Verzeichnung der 22mm Festbrennweite
qqq
[A] Aluguss wie oben
qqq
[Tv] Bücherflohmarkt für wohltätigen Zweck
qqq
[Tv] am See mit durchgezeichnetem Himmel -2/3LW
qqq
[Tv] wie vor
qqq
[Tv] 1/125 f22 F22 -2/3LW ISO 100 Natürlich 0110 AWB 4MB 19 Uhr
qqq
[A] Detail Windrose – im Original bei 1:1 ganz leicht matt ISO 400
qqq
[Tv] die 18MPI ergeben eine tolle hochauflösende Darstellung

wie vor Detail
wie vor Detail

qqq
[Tv] AF auf 6 Uhr 1/125 F2 -1/3LW ISO 1.000 AWB Natürlich 0110
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