Eine kulinarische Reise mit dem Wohnmobil bis in den Süden von Montenegro

Endlich wieder Süden: > you are wellcome – thank you <

Dank zurück

Vorgeschichte: 1968 sind wir 5 Klassenkameraden Alfred Kunz, Hans Martini, Roland Sigel, Anton Stöckl und ich nach bestandenem Abitur im neuem VW Bus als Leihstellung des gütigen Vaters Sigel plus Zelt nach Jugoslawien gefahren, bis hinunter zum Skutari See, über Sarajevo zurück nach Prag und nach der ersten Nacht dort wegen der Okkupation am 21. August zurück über Wien nach Donauwörth. 2009 fuhren wir (Jutta und ich) zu zweit mit einem gemieteten Ford Wohnmobil durch Istrien, danach noch einmal mit einem Miet-WoMo nach Dubrovnik und weitere Male mit dem PKW in kroatische und slowenische Städte in Hotels und auf kroatische Campingplätze zum Leben im und vor dem stationären Mobilhome, und seit 2014 mit eigenem WoMo FIAT Laika Ecovip 309 mit mittlerweile knapp 45tkm!

on the road again

2019 haben wir uns 4 mediterrane Wochen im Spätsommer vorgenommen, ob wir wie 1968 bis nach Albanien kommen steht dabei auf einem anderen Blatt, Literatur und dicke Reiseführer aus dem Michael Müller Verlag sind jedenfalls vorhanden.

Sella Pass
Pordoi Pass
Canazei ist mittlerweile und richtigerweise klar in der Ansage
riesige Windbruch Areale

Tag 01 4Uhr aufstehen, ab 6Uhr über die Autobahn mit GoBox (€75 nachladen) bis Innsbruck und die alte schöne Brennerstrasse bis zum Outlet und dort auf die italienische Autobahn bis Clausen, hinauf zum Sella Joch und als Dreingabe noch über den Pordoi Pass, mit riesigen Windbrüchen in den nadeligen Monokulturen über viele Kilometer nach der Abfahrt, die Schäden im Lesachtal sind minimal dagegen. Wir landen nach 11 Stunden und über 500km auf dem vorausgesuchten www.campingallagodilago.it bei Fratta auf einem vom Ehepaar geführten großen Platz mit modernem Sanitätsgebäude, strenger Organisation mit ca. 10-facher Trennung vom Abfall und riesigem Ristorante (se vende) direkt am Ufer.

lago di lago von der Terrasse aus
so werden quengelnde Kinder quietsch leise 🙂
Abendsonne auf dem lago di lago
der CP vom Steg aus

Tag 02 Die Ruhe hier auf dem Platz ist klasse weil wenig los und die Lage schon schön ist, machen wir auf Tipp von Nachbarn die sich lohnende See Runde, die erste Besiedlung war 4.500 (Neolithik) bzw. 2.300 (Bronzezeit) v.Chr. als Ausgrabung im Kanal zwischen beiden Seen festzumachen. Bei Hochwasser liegt der Seespiegel auch etwas 2m höher, deswegen wurde der kleine Boots-Kanal zwischen beiden Seen zum Abflusskanal erweitert, um Überschwemmungen der Agrarflächen zu vermeiden, das hat wohl nicht ganz geklappt.

platzsparendes Parken
Uferbereiche, gegenüber liegt der CP mit dem großen Restaurant

Das örtliche Lokal als Tipp der Chefin hat 2 Tage geschlossen, im Festzelt auf dem CP ist wenig los, weil nur Sonntags geöffnet. Es ist herrlich warm im Schatten, die Sonne hat viel Kraft, das ist >Das Leben im Gras< wie wir es mögen! Später kommen noch kleine Räucherkerzen aus dem Fichtelgebirge dazu, wegen der Mücken, was prächtig hilft! Wir gehen früh und ohne Glotze schlafen, wie fast die gesamte Zeit, solange wir warme Abende draußen verbringen können.

Tag 03 7Uhr scheint schon die Sonne bei 20 in/out, frische feuchte Luft, kein Staub, schon schön hier, heute Nacht allerdings mit viel Verkehr auf der gegenüber liegenden Straße. Die Klofrau grüßt freundlich bon giorno, man kennt sich ja seit gestern… Die nächste Route ist bis www.rivijera-opatija.hr gecheckt, Google hat gestern besser geholfen als beide Navis!

Park ähnlicher CP nahe Opatja, begehrt und mit Investitionsstau
Roko Nr.1
Blick in die verglaste Küche
Schinken at its best
Meeresfrüchte
Seeteufel Wok
so sieht der Seeteufel innen aus
einfach ein must
abendlicher Spaziergang

Ab 10 Uhr geht die Schranke auf, mit Frischwasser fahren wir los, 220km z.T. auf einspuriger Autobahn, ein Einkauf im ipercoop in Porderone und ab durch Slowenien eine neue Strecke bis Opatija, zum Natur CP mit Bäumen, Terrassen und Stromboxen und kleinem Sanitärhaus, dafür schön über Icici gelegen, mit Busanschluss in beide Richtungen, wir nutzen die nach Opatija, essen hervorragenden Seeteufel Wok im www.roko-opatija.com/ – vom Roko gibt es 3, das alte mehr italienisch angehauchte, wo der Pharmakologe Sternbach Valium zusammenbaute, links davon das unsere neue und ganz rechts Eis und Pasta für die Youngster. Die Pracht Villen Promenade ist k.u.k. aber die Zeiten sind vorbei, heute promeniert der people wie wir, je näher der Strand, desto intensiver das Achselspray und der Fritteusen Duft. Mit dem Bus 23 hin und zurück (je 23 Kn), uns erwarten 29/27 Grad in/out , dazu noch zu viele kleine Stechmücken: Das Leben ist schön!

Tag 04 Sonne ab 8Uhr, die nahe Straße ist belebt, der Platz aktuell ruhig: 145 Parzellen sind es hier in Opatija, WLAN 1+2 ist langsam bis still, falls voll belegt stehen nur je 4 WC und 4 Duschen für je Männlein und Weiblein zur Verfügung, zu oft ohne Papier und mit Wasser Sequenzen von ca. 20sec, unpräzise regulier- und die Türen nicht abschließbar. Okay, begehrt weil Konsum, Ort und Strand je 3min. entfernt sind, also ideal für viele Badegäste weil >nur< €33pd. Die weitere Infrastruktur ist alt oder nicht vorhanden, Geschirrspülen mit kaltem Wasser! Wir suchen nach etwas mehr an Komfort…

Blick aus dem Restaurant
Chef und Chefin vom Najade
Blick in die Küche
Goldbrasse
filetiert
schwarzes Risotto
Gemüse gegrillt
es ist angerichtet
Palatschinken
Terrasse

Nach späten Frühstück laufen wir los, entlang am Ufer die herrliche Promenade nach Lovran, vorbei an der einst bedeutenden Werft hier in Icici, an vielen Hotelstränden, die gegen Gebühr für Tagesgäste zu nutzen sind, alle anderen langen Felsenstrände sind kostenfrei und z.T. idyllisch gelegen, entsprechend die Nutzung. In Lovran besuchen wir die kleine runde Altstadt und besuchen das Restaurant Najade  – Goldbrasse mit schwarzem Risotto und Grillgemüse, dazu Wein von von Krauthaker aus Slavonien, wir meinen einer der besten weil frischesten Fische seit langer Zeit. Zurück im Hafen von Icici gibt es teure Yachten und nebenan ein Bier mitten im Trubel der Badegäste 🙂

Sibenik`s Schildkröten Brunnen
Blick von der Festung Hl. Michael aus
auf die Altstadt und die Kathedrale mit dem Marmordach
hinab in die Altstadt
die hoch gelegene Festung St. Ivan
Pano
Freilichtbühne in der Festung des Hl. Michael
Bistro
Regieplatz
Auditorium
Kathedrale Sankt Jacob
Restaurator hinter Vorhang
innen

Tag 05 7Uhr Sonne 27/26 in/out, wir fahren nach SibenikAb gegen 9Uhr auf die N8, weil früh los ist wenig los, die Uhren drehen hier langsamer, wir kommen gut voran, die Straße ist super ausgebaut und naturschön oft ganz an der Küste, mit vielen Parkbuchten samt Abgang zum Mittelmeer für ein Bad. Die letzten 70 von igs. 320km fahren wir eine fast leere Autobahn für prohibitive €10 Maut! Unser Navi fährt die letzten km falsch, www.solaris.hr als fast vollständig bebaute Landzunge 6km südlich von Sibenik mit Busanbindung und komplettem Ferienangebot finden wir dennoch, einchecken in 5min, man spricht deutsch und die hinterste Stellreihe der A-Plätze für €45pd bietet alles in der Nähe, auch einen Supermarkt, die Waschmaschine wird sofort für Kleidung genutzt und die Leine aufgespannt!

CP Solaris vorn am Ufer

Direkt am Wasser ist es viel wuseliger aber schön, eine große Marina ist Richtung Norden, dann folgt der CP plus anschließendem Hotel- und Appartement Komplex samt Pizza Resto direkt am Pool für die Hotelgäste, wohl abends auch mit live Musik, die wir leise bis zum WoMo gehört haben, wir saßen lange davor, Jutta meint der klimatisch bisher schönste Abend, der Platz 231 ist üppig bemessen, nur die Laternen und manche Bäume stehen zum Rangieren ungünstig und sind abends unbeleuchtet. Dafür radeln Jung und wer auch immer ohne Licht und schnell, man muss sich wundern dass nicht viel passiert, bis 23Uhr gibt es auch PKW Verkehr. Die großzügigen sanitären Anlagen sind ständig von Frauen gepflegt, die Mülltrennung möglich und selten benutzt, weil überall große Tonnen stehen, die grünen Beete beackern Männer. Okay, eine organisierte Großanlage halt, wie man sie im ehemaligen Kommunismus oft findet, vor Jahren komplett ausgebaut, nur der Kiefer (Pinien-?) Wald steht noch und spendet Schatten.

keine DIN Installationen, aber alles gut erreichbar

Tag 06 ab 7Uhr klappern die Nachbarn vor der Heimreise, mit 20 Grad war die nächtliche Temperatur angenehm. Betten abziehen, Duschen und eine zweite große Waschmaschine läuft bis 9Uhr. Vor 11 zum Bus, das Taxi fragt ob Kn50 okay für sofort, 400.000km Opel Großkombi 11J alt, zurück sind wir mit demselben, der Fahrer hat uns in der Stadt wieder gefunden, nach einem kurzen Einkauf. Wir besichtigen erst die Festung des hl. Michael mit der Konzertbühne, Bryan Ferry und Gibonni waren hier, freuen uns über Architektur und Aussicht, besuchen die Kathedrale Sankt Jacob mit dem Marmordach, genießen nach dem Altstadt Rundgang in der Konoba www.nostalgia-sibenik.hr super Salat und leckeres Hühnchen Risotto und kommen bei 33Grad wieder auf den Platz zurück. Im Ort gibt es hässliche Hochbauten aus der kommunistischen Zeit, in der Altstadt oft einen Renovierungsstau seit Jahrzehnten und zu viele Touriläden wie überall, Sibenik hat dafür bedeutende Kulturschaffende (Tesla Maglite u.v.a.m.), schon früher wurde wohl auch das Klima als angenehm empfunden.

Nostalgia
klasse Salat mit Speck
Hühnchen Risotto
die Berühmtheiten
von Sibenik
idyllischer Rebhain
auf alt hergerichtet
wie der moderne Holzsegler vom Solaris

Zurück auf dem Platz drehen wir noch die Runde bis zum südlichen Ende, mit der Marina, dem hölzernen Segelschiff, etlichen Grills und Restaurants, einer kleinen Einkaufsmeile (Kitsch) und dem alten Dorf, das erhalten zum riesigen Ethno Restaurant umgebaut wurde, nur den angedeuteten Tunfisch in Scheibe für 85Kn gibt es nur als Gericht für 300Kn, alle Preise scheinen überteuert, selbst ein 0,5er gezapftes Bier an der offenen Bar für 28Kn hat uns abgeschreckt. Vor dem WoMo beschließen wir den morgigen Tag samt Abfahrt.

Auf der Terrasse des Rozak Restaurants: Tunfisch gegrillt, Kartoffel und Mangold, das kroatische Trio für 110Kn
Baden auf der Landzunge Rozak
Abendstimmung 
vor Sonnenuntergang
und
danach

Tag 07 7Uhr aufstehen, 24 in/out bewölkt, die Sonne ist noch nicht da! Los gegen 9Uhr, zur Waschanlage (Kn120) super sauber weil hand wash, kurz vor 12Uhr treffen wir im www.camp-rozac.hr ein, finden schnell einen Platz auf der Landzunge mit Blick auf die Werft und den 21m hohen Berg der Insel Ciovo vor der Brücke zu Trogir, die Insel hat eine Vergangenheit als Quarantäne, heute ist sie Zuflucht für das Wochenende der Trogir und Besucher. Wir machen die Halbinselrunde, essen früh abends auf der Hochterrasse des CP Lokals Tunfisch mit Mangold-Kartoffeln, trinken ein Karlo an der Bar mit herrlichem Blick nach Süd-Westen und verbringen den Abend mit Sonnenuntergang.

zu Fuß nach Trogir
zur Kathedrale
mit der berühmten Eingangspforte
von innen
Blick zum Altarraum
mit dem berühmten Chorgestül, wer es hierhin geschafft hat war wer

Tag 08 7:30 28/28 die Nächte werden immer wärmer. Wir wollen zu Fuß nach Trogir, nehmen den >shortcut< durch das Kaff und kommen an der Brücke an, schlendern durch die 100% touristische Altstadt, besichtigen die Laurenzius Kathedrale mit Portal und Chorgestühl und den bunten Markt, auch zum Einkauf, die freundlichen Marktfrauen helfen fleißig!

Kathedrale am Hauptplatz
Leinen los
früher
und heute
und immer noch populär
Weinkarte
Piccolo Ponte
und tollen Ambiente
mit riesigem Sonnenschirm
Tuben aller Art mit schwarzem Risotto

Ein weiterer Schlenker führt zur Picollo Ponte Grill-Pizza mit riesigem Außenschirm, es gibt Calamares mit schwarzem Risotto, dazu eine Cuvée Krauthaker rosé, herrlich weil nicht geplant aber gerne genossen. Mit dem Taxiboot von der Festung zurück zum Platz (KN20 15min),

zurück
geht
es
per Taxiboot
vorbei an der Werft
und am CP

die Wärme im WoMo erreicht mit 46Grad den Gipfel und wir gehen gegen 18Uhr Baden mit einem Karlo direkt danach, mit Salz auf der Haut, danach ein kleines Abendessen mit ein paar Nachaufnahmen und ein weiterer Rundgang auf der CP-Halbinsel und ab in die Heia bei offenen Fenstern in der Küche und über meinem Bett 🙂

Tag 09 22/22 also deutliche 6Grad kühler als gestern, heute geht es 30km weiter zum www.campingsplit.com – der CP hier liegt schön, wir stehen gegenüber Sanitär und direkt am Müll, wieder einmal zentral! Jedenfalls waren bisher alle Plätze auf irgendeine Art gut, es ist schon toll immer nach 2 Nächten zu wechseln, man sieht unendlich viel und genau darauf kommt es an: Wenn wir das so noch ein paar Jahre genießen können…

und ein Besucher auf unserem Platz

Frühstück gegen Mittag >in the open air< – danach Ruhe, Jutta sucht in den Reiseführern Montenegro und Albanien die Fortsetzung unserer Reise, nachdem sie auch die lange Rückreise durch Kroatien erwägt hat. Das touristisch wirtschaftliche Umdenken ist bereits erfolgt, auch bei den Kroaten: Balkan beginnt erst später, hier gibt es praktisch identische Speisekarten mit preislich ebensolchen Angeboten und damit zu findenden Unterschieden in der Qualität, von Hochpreis Palästen abgesehen, kann man immer noch frischen Fisch und Gemüse in sehr guter Qualität genießen, und das zu deutlich günstigeren Preisen als zuhause.

Abends an der Bar

Wir laufen zur Bar auf ein PAN Bier, dunkler und malziger, schauen den Badenden zu, es gibt auffällig viele junge Frauen mit zigXL Merkmalen, schon gewaltig zumal im Bikini, da fehlt dann nur noch der leptosome Partner nebenan 🙂 Schön ist, der Badestrand ist zum Dorf hin offen, also für alle zu nutzen!

vom CP über den Strand in den Ort

Im Dorf ist wenig los, wir finden eine Bäckerei und kaufen frische, herbe Käsetorte und Brot und essen die Torte sofort, später dann noch den Oktobussalat mit einem Glas Wein.

Split – früher saßen die Römer hier im Diocletian Palast

heute laufen Touristen
durch historische Gassen
oder auf der Suche
nach Brot und mehr
wie Pizzen, auch geschnitten
…da war noch was? Hohe Schuhe 🙂

Tag 10 7Uhr 24/24 ist scheint etwas angenehmer zu werden. Früh los mit Bus 60 nach Split (50Kn hin+zurück ca. je 10km), Bus- und Wochenmarkt liegen nebeneinander und der Diokletianpalast folgt, prallevoll mit Touris in Gruppen und solo, Bar an Bar und Lokal an Lokal, klasse die Bäckereien mit auch Konditorbackwerk, alles zum günstigen Preis und ohne Zuckerguss obenauf. Wir lassen uns gezielt treiben, vermeiden schließlich den hochpreisigen Tipp Portofino und schauen in den Jupiter Tempel mit der Sparbüchse. Ich finde noch einen rosé High Heels wie in Dubrovnik vor vielen Jahren,

darf ihn sogar probieren (irre, war gestern geöffnet worden und schön kalt), vom Markt nehmen wir gezielt mit und werden heute Abend draußen eine Pfanne mit Gemüse anbraten. Wir tauschen uns aus über Camping-Plätze mit den Nachbarn aus Österreich (Pössl, seit Jahrzehnten Camper bis Griechenland wie dies Jahr wieder), genießen die Ratatouille Pfanne samt Gravesina und beobachten das Wetterleuchten. In der Nacht fängt es an zu regnen

Naturgarage
Variante X Frischfisch
Grillgemüse, Bratkartoffeln, da wurde was verwechselt 🙂
herrliche Roséweine

Tag 11 und hört nicht mehr auf, zudem gibt es gewaltige Blitze und Donner, einer direkt über uns, glücklicherweise ist das Licht nicht ausgefallen: 23/21 in/out um 7:30 mit Nieselregen, Tisch und Stühle sind nass. Heute geht es die N8 220km weiter bis südlich von Dubrovnik zum www.campingkate.com bei Sauwetter, dafür über eine herrliche Straße, die alleine schon die Reise wert ist, wir kennen sie von früheren Fahrten und erkennen vieles wieder, auch die Wartezeiten bei Neum, aktuell ohne Kontrollen sondern Durchwinken. Der CP Kate liegt zentral im für die Quellen berühmten Ort Mlini in einer parkähnlichen Parzelle, man kann viele Treppen hinabsteigen bis zur schönen Uferpromenade, wir essen im Bistro Bar G frischen Seebarsch mit Gemüse und einem Rosé Milicic Plava, den gab es früher nur als Roten, das 0,5er Bier liegt hier schon bei 40Kn. Langsam laufen wir zurück und genießen draußen vor dem WoMo St. Heels Rosé wie vor 8? Jahren auf dem CP Solitude nördlich von Dubrovnik… es windet stark, wir räumen mal lieber alles rein,

mit dem Taxiboot Katamaran
zur Altstadt Halbinsel
in den Hafen
hier beginnt diesmal unser Rundgang
entlang der Befestigungen
die Strickerinnen waren auch schon hier
Blick vom Süden auf den Hafen der Altstadt
und das Modell der Altstadt
und hier vom Standpunkt rechts unten außen auf dem Modell oben
die Gedenktafel vom Beschuss durch die serbisch montenegrische Armee (nie vergessen)

Tag 12 der Sturm wird stärker in der Nacht, ich schließe das Küchenfenster und reduziere die Dachluken und nehme Ohrenstöpsel, Jutta findet unsere Schlappen auf der anderen Seite des WoMos. Wäsche waschen ist wegen trocknen auf der Leine Fehlanzeige, dafür funzt WIFI, es kann alles so einfach sein ohne Anmeldung! Wir schippern bei super Wetter und nach opulentem Frühstück draußen mit den Katamaran (€23 beide hin+zurück) nach Dubrovnik Hafen,

die beliebte Mainrooad
mit vielen Kitschläden
das bemerkenswerte Kapaun Restaurant mit tollem Mittagstisch
Tunfisch auf Salat
Meeresfrüchte
langsam geht es zurück
zum Hafen
und zum Idyll des Kate
Campingplatzes

sehen die Villa von Tito samt Nebengebäuden als militärisch abgesperrtes Gelände, heute offen, drei teils zerstörte Beton- und ein altes denkmalgeschütztes 5 Sterne Luxushotel, alles begehbar und besucht, was wir später zu Fuß auf der Rückfahrt noch nachholen, fahren in die im Süden der Stadt gelegene Marina ein, drehen Runden ibs. in weniger besuchten Bereichen und erkennen viel wieder, finden im Bistro www.restaurantkopun.com (Kapaun) eine lecker leichte Mittagkarte, essen Tunfisch+Salat und Risotto mit vielen Meeresfrüchten, echt klasse und keinesfalls überteuert, als Maximum fanden wir woanders auch Kn50 für 0,5 gezapftes Bier, wir zahlten hier 40 wie gestern, auch viel aber die Altstadt Mieten sind sicher noch höher. Auch die Rückfahrt per Boot lohnt, unser Platz füllt sich langsam mit Belgiern und Polen und vielen anderen Nationen, die oft noch weiter nach Süden wollen. Wir überlegen: weiter fahren oder zurück, muss Montenegro sein wegen der sich später als übertrieben herausstellenden Warnung von Auswärtigen Amt oder was? Ich muss die Sache in Ruhe überschlafen. Der Tag heute war jedenfalls grandios.

das Restaurant vom CP Safaribeach mit der montenegrisch hellsten Sonne, die wir erlebt haben
einsames Pflänzchen am Kilometer langen schwarzen Lava Sandstrand
Strandsofa orientalisch
Baden und mehr an der Mittelmeerküste
Foto Session für eine türkische Hochzeit
Freiluft Duschen, wenn zu viel Sand oder Salz auf der Haut
Abendstimmung
vor dem WoMo
mit Blick auf den Sandstrand
durch die spärlichen Tamarisken
und eine gute
Nacht am Safaribeach

Tag 13 6Uhr wecken, wir duschen früh und fahren nach Montenegros Süden, die Kontrolle vom Personalausweis samt grüner Karte ist problemlos, der Verkehr deutlich rauer, die Polizeipräsens höher, die Fahrt ohne Fähre über Kotor richtig schön, alles reichlich zugemüllt (wie später in BiH auch), wir kommen im CP www.safaribeach.me in Ulcinij kurz vor Albanien an, sind mal in der 1. Reihe am heißen >schwarzen Sandstrand< und essen mittags frischen Tagesfisch (€10) samt gezapftem Bier (0,5 €2,5), die €Preise sind deutlich günstiger als in Kroatien (73Kn = €10), der Platz hingegen €28pd.

Frischfisch, Kartoffeln und Mangold auch hier
plus Grillpaprika mit reichlich Knoblauch

und laufen nachmittags am Strand zu der vermeintlich großen und lauten muslimischen Hochzeit mit nur kleinem Shooting am Strand und abseits wohl wegen der pikanten Komplimente des Ehemannes – denn am Bekleidungsstrand läuft die gewaltige Party Box mit entweder männlicher oder weiblicher Stimme oder gemeinsam zu laut dudelt aber das stört nicht beim Rauchen, ob vermummt oder nicht. Die Bikini Größen wachsen in noch nie gesehene Größen, schwangere, stillende Mütter haben viele Kinder, wenn es hier richtig voll ist wie bis Ende August, dann gute Nacht! Wir laufen zurück und essen draußen vor der Laika mit Blick auf die untergehende Sonne, ein herrlicher Abend plus Stromausfall samt Notstromaggregat (Diesel, öfters Inn Betrieb) und mehr, zwei magere Straßenhunde streunen hier mit sehnsüchtigen Blicken nach Futter herum, die Hunde bellen oft… gute Nacht, am Strand wird noch per Taschenlampe aufgeräumt.

Ulcinij – der begehrte Badeort zu Fuß
der kleine aber in der Saison völlig überfüllte ebenfalls schwarze Sandstrand
Monument mit tollem Ausblick
Blick über den in der Saison überfüllten Strand
und auf die Altstadt
vor der Partymeile
direkt am Strand, tagsüber ruhig und
nachts bis morgens halt Freiluft Party (ohne uns)
Aufstieg in die Altstadt
z.T. unbewohnt
und oft begehrenswert (ohne PKW!)
mit Blick auf den kleinen Hafen

Tag 14 23 in/out um 8Uhr, noch ist der Himmel bedeckt. WLAN funzt nur bei Blickkontakt zum Restaurant, alle Händyfans nutzen also den Platz hinter den WoMos, wir zahlen dennoch €23 für 3 Tage an Vodafone trotz Flugmodus. Offensichtlich wird der Strand gekehrt, jedenfalls ist dort viel los bis die Gäste dann zum (Nach-) Mittag kommen. Wir nehmen ein Taxi nach Ulcinij Oberstadt (7€), denn die 6km gestrige Fahrstraße entlang mögen wir nicht laufen. Die Stadt ist so vermüllt wie das Land, igs. aber quirlig, es gibt unzählige kleine Läden. Wir laufen im Bogen hinunter, dann am Sandstrand entlang zum kleinen Hafen bis hoch in die Altstadt, wählen schließlich das älteste weil seit 1984 von der Familie betriebene www.restaurant-teuta.com mit schnellem 5G WIFI (ob das stimmt?),

seit 1984
Terrasse mit Ausblick auf Ulcinij
klasse Tunfisch Carpaccio
Butt at its best
filetiert
knackige Gemüse
frisches Pesto aus Knoblauch und Petersilie mit Olivenöl – ein neues Rezept!
türkischer Mokka mit Raki
das Lokal von unten inmitten von vielen Konkurrenten

er fängt die Fische, sie kocht, der Sohn holt die Gäste rein und serviert, wir hatten frischen Heilbutt, dazu mit lächelnder Kritik an Mangold auf Salzkartoffeln ohne weitere Rückfrage gratinierte Kartoffeln und ebensolch knackiges Gemüse, zuvor ein Tunfisch Carpaccio at it`s best mit dunklem von der Chefin gebackenem Brot, einen hiesigen Plantaze Sauvignon plus türkischem Mokka und zwei Raki vom Haus, ein abgegriffenes Heftchen aus der guten alten Zeit auf deutsch, ein paar launische Bemerkungen weil seit dem Krieg 1981 Neckermann und TUI Gäste fehlen (hier immer voll Deutsche) und dann plötzlich 1,4kg anstelle ca. 1kg beim Butt und eine handgeschriebene Rechnung! Das Problem ist anders, unten in der Kurve mit den vielen Badenden gibt es alles an Snacks ab €3,50 und kein Mensch schlappt den Berg hoch bis zur letzten Terrasse, auch wenn dort die Küche exzellent ist, selbst die Einheimischen trinken hier nur ein Bier oder Kaffee und essen nichts! Man muss sich anpassen und neu orientieren, aber nicht jammern. Wieder unten wollten wir die Moschee besuchen, meine Frage nach der Kleiderordnung wurde spröde beantwortet: das ist eine Moschee aber unsere Kleidung entsprach der Schautafel, also sind wir gegangen, verfolgt von dem unfreundlichen Alten bis in einen Laden – wir gönnten uns nach dem Einkauf eine Taxirückfahrt als Stadtrundfahrt von unten mit Unterhaltung auf broken english aber gut!

Disko nachmittags am Safaribeach: Sänger mit Service
fast alleine der Unterhalter,
Voll-Bad mit Schwimmflügeln

Der Nachmittag bringt einen Strandspaziergang zur open-air Orient-Disko, heute mit Tastaturen (nur rechte Hand), alles weitere Konserve und einem Sänger, der jeden Gast mit Handschlag begrüßt, so auch uns, und mit der Blonden vom Service ein gemeinsames Ständchen bringt, ununterbrochen singt und herumläuft, die Musik war gut, Orient wurde mit East und softem Rock geboten, das Händy war Teleprompter, die live Darbietung den geringen Bieraufpreis wert (0,33 2,70€), Gezapftes nebenbei in der ausliegenden Preisliste nicht aufgeführt, ein Schelm wer… mein jordanischer Nachbar im evangelischen Studentenwohnheim Marburg 1970 hat auch Bier und Wein weil Alkohol abgelehnt und zu jeder Gelegenheit Whisky gemocht, der sich in seinem Mund zu Wasser verwandelt hat. Der Abend war wieder vor dem WoMo, mit Blick auf den Sonnenuntergang und das Meer, wir verlängern um einen dritten Tag, moin gibt es Wäsche und faulen, Sonntag haben die Supermärkte offen und wir können einkaufen und für €1,21/l Diesel volltanken und dann wieder in Österreich günstig auffüllen. Mittlerweile hat sich der Platz, ibs. die erste Reihe voll gefüllt, viele dicke WoMos sind im Bulk gekommen und feiern Geburtstag.

Tag 15 7:00 aufstehen, wir duschen sehr früh, es donnert laut, der Regen hat Omis schon erreicht und uns auch ab 9:00 als Landregen, anstelle 13Uhr wie der Wetterbericht sagt, wir räumen alles ein, bauen Frontmaske und Wäscheleine ab und es gießt um 9:15 wie aus Kübeln, das Gewitter ist da, okay als Oberwäsche für das WoMo! Während die Wäsche wäscht, kommt es zum Stromausfall, der beim anschließenden Trockner zum Totalausfall führt. Unsere Nachbarn sind schon blitzschnell geflüchtet. Es regnet immer wieder in Schüben, in einer Pause holt Jutta verzweifelt die nasse Wäsche, der Trockner hat nachgearbeitet, die Wäsche ist fast trocken und die Sonne kommt periodisch durch, der Platz ist 10:40 auffallend ruhig. Es wird noch ein schöner Tag? Jutta zahlt €28pd in der ersten Reihe und das ohne Rechnung, auf Nachfrage nur ein handgeschriebenes Zettelchen. Nachbaren wollen bei nur 5 Wochen Zeit noch bis nach Griechenland, sie sind normalerweise April bis Juni und September bis Oktober unterwegs! Danach erst mal Frühstück im Freien bei stark aufgekommener Sonne und 28/25 in out, also Sommer auf den großen Balkon. Später ein großer Spaziergang am Strand, überall wird aufgeräumt, die Saison nähert sich dem Ende, die Gäste werden weniger.

das erste etwas trockene Rasnici, also auch das letzte
stormy evening für die Hochzeitsgäste
sehr ruhig verlaufende zweite Hochzeit

Um 18Uhr gehen wir hier ins Restaurant essen, für eine Hochzeitsgesellschaft ist eingedeckt, eine Band fängt an zu üben, später dann viel Umtrieb, auf dem Hochzeitstisch wickeln fremde Eltern ihr Kind, die Brautleute werden mit allem Brimborium am Ufer bedacht, allein zwei Quadcopter kreisen, LED Kreuz mit Schaltungen und Blitzanlage stehen am Ufer, das Wetterleuchten lässt die Blitze klein ausschauen, die Band beginnt soft mit akustischer Gitarre und Solostimme der Sängerin, erst viel später spielt die Band wohl Eigenkompositionen mit Gesang, alles unspektakulär, außer zig bettelnden wilden Hunden und Katzen nichts los. Ein Wiener Ehepaar isst am Nachbartisch, ein Gespräch ergibt sich, wir erfahren, das ein 6Personen Mobilhome mit 3 Schlafzimmern aktuell bei €50 liegt, die Tochter mit Enkel ist bei ihnen, sie haben offensichtlich viel Zeit und sitzen noch lange, nachdem wir gegangen sind. Wir genießen den letzten Abend vor dem WoMo, duschen und gehen schlafen.

die regen Fähren anstelle Kotor wie bei der Hinfahrt ersparen über 30min Fahrzeit je nach Verkehr
zurück auf dem CP Kate in Dubrovnik

Tag 16 22/21 in/out 7Uhr, wir fahren heute 150km zurück zum CP Kate, vorher Einkauf und Fähre, später Tanken. Die Straßen sind zum Teil recht schlecht in der Oberfläche, so dass sich die Geschwindigkeitsbegrenzungen mühelos einhalten lassen. Im Einmündungs- oder Kreuzungsbereich, auch z.B. bei der Fähren Auf- resp. Abfahrt gibt es unliebsame Drängler, denen durchgezogene Linien oder keine Sicht zum Überholen egal sind. Wir warten an der Grenze, Kontrolle wie bei der Einfahrt mit Registrierung aber ohne Probleme, die beiden Kroatinnen waren zudem ausgesprochen gut aussehend. Wir kommen kurz nach 12Uhr auf dem CP Kate an und nehmen Platz 35, mit Blick zum Meer. Wir frühstücken in the open air und laufen zur Kupari Bucht mit den Hotels aus der Jugoslawien Zeit, die Zementruinen rund um das denkmalgeschützte zentrale 5-Sterne Hotel, schon gespenstig was die Besatzungsarmee hinterlassen hat, zumal reger Badebetrieb am Ufer herrscht und eine kleine Café-Bar betrieben wird, deshalb ohne weitere Kommentare:   Zurück gehen wir in die Konoba https://www.lanterna-mlini.hr und essen Anchovis Carpaccio auf Salat und gegrillten Frischfisch auf Gemüsen von sehr guter Qualität, sitzen gegenüber auf der Hafenbank, mit Blick auf das Mittelmeer sitzen wir noch neben dem WoMo, räumen alles weg und das ist richtig so, denn in der Nacht beginnt starker Regen:

Tag 17. und 7Uhr morgens ist es 23/21 in/out bei super Luft. Mostar oder nicht?

auf dem Weg nach Mostar durch Bosnien und Herzegovina BiH
Blick von der Höhe
resp. auf die Müll Ablagerungen überall an den Strassen
in Mostar auf dem Campanile Parkplatz, Einschüsse an den Gebäuden hinten
und dem Bazaar bis zur Brücke
Blick von oben
und nach Osten
und von unten
springt er?
ein Schal für die Mutter
Umleitung durch das fruchtbare Neretva Delta

Hinter Kupari sind wir rechts ab nach Bosnien und Herzegovina (BiH), über eine Karst ähnliche Gebirgsstrecke fast ohne Gegen- resp. Verkehr, dafür mit Unmengen Müll entlang der Straßenränder und geballt an Parkbuchten, es geht rund 100km Richtung Mostar, dann wird die Piste gut 2-spurig und der Verkehr nimmt zu. Wir parken am Glockenturm (Campanile) für €5pd, gehen durch den bunten Bazar Souvenirs made in china / italy bis zur Brücke, warten ob der Badehosenmann um 12Uhr springt oder nicht! Die an der Ampelschlange bettelnde junge Frau mit den Kleinkind auf dem Arm mampft Fastfood und bettelt uns dabei wieder an. Wir essen Brot, Käse und Salami, fahren zurück mit einem Schlenker durch das Neretva Tal (Umwege erhöhen die Ortskenntnis) und brettern 40km Autobahn bis zur Abfahrt Makarska, checken auf den Terrassenplatz 105 des angeblich schönsten https://campriviera.com und installieren uns, während der Holperstrecke heute morgen ist wohl wegen Übernutzung des Federweges einiges abgeklappert (Keile, Nespresso, Sitzmöbel, Staubsauger), hoffentlich ist nichts kaputt gegangen! Hohe Pinien 27/25 in/out Schatten, der war Tag bisher ein top Erlebnis mit Mostar und Starkregen, zumindest untenrum ist die Laika mal wieder regenbedingt sauber-er, nun geht es ins badende Vorzeigestädtchen, wir finden die Jadrolinija Anlagestelle für Sumarin, wir nutzten damals Split nach Supetar genutzt haben,

suchen das älteste Restaurant Hrpina (Mauern ca. 400, Deckenbalken 200J alt) mit dem wohl besten Fisch und Steak Angebot und genießen Ceviche, griechischen Salat, irren Tunfisch vom Grill mit Pfeffersauce und Rosé und den Abend vor dem WoMo, unten ist die Partymeile der Stadt noch zu hören, da wollen wir morgen hin.

Tag 18. 8Uhr 20/19 in/out Handwäsche und mehr, so ein Lappen steckt schließlich auch den Nachbarn an! Frühstück spät und draußen, das Leben ist schön und wir machen uns auf den Weg entlang dem Badeufer, bewundern die vielen Cafés, Imbisse, Kneipen, Restaurants, Verkaufsstände und mehr, laufen zur restaurierten St. Peterskirche oben auf dem Ende der Landzunge, weiter zum Hafen und zur Altstadt und zum herrlichen Panoramaweg oberhalb der Steilküste und zurück. Ein kurzer Abstecher in das hier an erster Stelle genannte Susvid gegen 15Uhr, leider ein mittlerer und teurer Reinfall, nicht empfehlenswert!

Zurück zum WoMo noch ein Brot mit Ajvar gegen das Aufstoßen, Rosengarten als Sonnenuntergang in den gewaltigen Abhängen zur Stadt, ein weiterer abendlicher Rundgang am Wasser und etwas Ruhe vor dem WoMo genießen, trotz der Größe des Platzes:

Tag 19. 21/20 in/out, wir fahren heute weiter nach Vodice, einen kleineren Ort mit Hafen oberhalb von Sibenik, durch Omis (für uns heute grottig, wir waren früher einmal hier) und per Abkürzung durchs karge Hinterland zum Autocamp Imperial Vodice www.imperial.riviera.hr einem leicht in die Jahre gekommenen Platz mit öffentlichem Zugang zum Meer und Checkkarte für das Sanitär Rondell. Wir checken ein und haben ein tolles Frühstück so bis gegen 15:00.

von der gestrigen Wanderung mitgebracht
Hotel in Schiffsbauweise in Vodice

Der Spaziergang am Badestrand in die Altstadt zeigte Ähnlichkeiten mit Makarskar, ohne deren Größe zu erreichen, halt 1b aber nicht ohne Reiz: Ein Hotel ist einem Kreuzfahrtschiff nachgebaut, tastes differ. Ein Bier in der dem CP assoziierten Havannabar bei Musik von Gibonni&Co, danach Paprikagemüse aus der Pfanne, plus dunklem Vollkorn Kastenbrot von Kaufland (endlich was gutes) plus einem irren www.arman.hr Chardonnay, das muss wohl der Nachbar des von uns besuchten Franc Arman in Istrien sein. Schön an unserer Beziehung ist, wir können super planen und dabei fast identisch genießen 🙂

Konoba Korat
mit Holzgrill
Tuna die x-te
Ambiente

Tag 20. Jutta beklagt einige Gebrauchsspuren am WoMo im 6. Jahr der Nutzung, zugegeben einige stammen von mir: 6,99m sind schon mal recht lange und 2,30m mit den Spiegeln arg breit 😦 Das Wetter wird super sonnig, Grillen zirpen, wir frühstücken Obstteller mit super Früchten, die wir zuhause aus z.B. Spanien nicht bekommen. Wir essen spät im Freien mit Boquerones und Gurken Tomaten Salat und einem Krauthaker Rosé, wir beobachten einen Brandeinsatz mit 2 Löschflugzeugen, die Wasser im 10sec Flug schöpfen, ca. 15 Einsätze, finden ein Lokal mit Grill im Freien Konoba Korat, fragen nach Schwertfisch, es gibt Tuna Steaks (115), Grillgemüse (35), Kartoffelsalat und süßen Malvazia von Vina Laguna (200), die Chefin im Service hatte vom Wein keine Ahnung, leider. Wir gehen früh schlafen.

weiter auf der N8
mit Aussicht

Tag 21. 21/20 in/out, nach 24Uhr ging hier eine Gruppe fröhlicher und lauter Einheimischer vorbei, mit diesem Stellplatz haben wir was falsch gewählt, gegenüber die hoteleigene Tennisanlage bis nach 21Uhr und direkt am Durchgang, der von Allen und vor allen den motorisierten Zweiradfahrern zum Strand genutzt wird. Wegen der teils offenen Türen hatten wir Stechmücken, die uns geärgert haben, jetzt sind diese im Akku-Dyson, wir duschen und fahren gegen 8:30 (gerne) los, und trudeln nach nur 40km im

CP Soline, hier die tagsüber fast leere Partymeile mit Parken (im Rücken der Aufnahme)

www.campsoline.com ein, einem riesigen CP mit allem (Partymeile usw. 22-5Uhr) und tollen Plätzen unter riesigen alten Pinien (202) und vielen D-Kennzeichen, aber auch H, NL, S u.v.a.m. Wir frühstücken draußen, klappern am Nachmittag die Küste ab (Karlo 15KN) und bereiten abends die Hühnerbrüste (der Nachbarhund bekommt feine Reste) und einen tollen Salat zu, dazu 2016 Arman Chardonnay und 2018 CO Malvazia istarska, zwei absolut super Weine! Zum Abend gibt es lautes (mobiles?) Remi-Demi auf der Partymeile, nachts ist es erst nach 2Uhr ruhig (Ohrenstöpsel!), die freundlichen Vor-Abiturienten aus Regensburg sind nach der Woche mit dem Bus zurück, Sanitär ist wieder frei, war wohl ihr Aufenthalt für den Nachmittag! 

Tag 22. 8Uhr 22/23 in/out, Brot geholt, Chemi WC wie täglich geleert (Arbeitsteilung 🙂 die Sonne ist schon da, ein ausgedehntes Frühstück bis 13:30 und später geht es ins Städtchen, das quirlt! Abends dann früh in die Heia…

Kaufland mit irrem Angebot, oft ein riesiges Einkaufszentrum

Tag 23. Crikvenica wartet in 220km auf uns, Jutta hat gestern schon bezahlt, es geht früh los, Kaufland und Plodice werden aufgesucht, die Uferstrecke 8 ist kurvig und wunderschön, Sonntags leider mit zu vielen Motorradrasern, wir finden Platz 11 auf dem mit Terrassen angelegten kampselce@jadran-crikvenica.hr nahe am Wasser und gehen ins Städtchen Selce und essen in der Konoba Riva lecker und günstig: für 2 Personen den Fischer Vorspeisenteller mit Käse & Schinken, Sardellen und Oktobus Salat, frischem Krautsalat, mit kleinen Krabben gefüllten Kalamares auf gegrilltem Gemüse, Seebarsch Filets auf festem Mangold, wir laufen zurück und verbringen den Vor+Abend im für mich zu kalten Mittelmeer und auf dem Platz, wir gehen rein und schlafen.

Riva
alt und gemütlich
2P Fischerteller
frischer Krautsalat
Frischfisch
Tuben
mit Krabbenfüllung

Tag 24. 7Uhr 19 in/out also frisch, die Sonne ist schon da: Wir frühstücken leckeren Obstteller und machen uns auf zu Fuß nach Crikvenica, so um 5km auf der Strandpromenade entlang, bis zum zentralen Busbahnhof, wir kaufen Obst, Jutta ruft den CP Falken in Lienz an (okay), morgen geht es noch zum letzten Supermarkteinkauf und dann 335km nach Norden über den Plöckenpass, wie vor 10 Jahren mit dem dicken Ford 3,8t mit 163PS!

immer wieder gerne gefahren: Plöckenpass

Tag 25. 6Uhr Wecken bei 19 in/out, herrliche Stille über dem Platz, tolle frische Luft vom Meer her, eine Idylle. Wir fahren um 8:30 zum Supermarkt, Jutta kauft feine Weine, weiter die N8 nach Rijeka, Autobahn bis Rupa, durch Slowenien bis Kozina, durch Triest und per Autobahn nach Udine, Tolmezzo und den Plöckenpass wie vergangenes Jahr auch nur in der Richtung wie vor 10 Jahren mit dem Ford nach Obertrauburg und Lienz, dort handwash für die Laika (endlich) und zum CP Falken:

CP Falken Lient hat gut vorgesorgt

Abendessen im Badwirt auch wie letztes Jahr und einen finalen Stadtbummel plus Wein vor dem WoMo, es wird früh kalt und zum ersten Mal haben wir eine Jacke an!

der rechte Weg
der Weg der Bäume
mit präzisen Erklärungen
direkt an der Isel

Tag 27. 14/12 in/out der Sommer ist nur noch tagsüber da. Wir gehen nach Lienz, laufen ab der polytechnischen Uni mit 6 Studenten den Baumpfad an der Isel mit vielen Hinweisen bezüglich der Neuanpflanzungen, essen super beim Kirchenwirt wie im Vorjahr: Salat mit Backhuhn resp. Fisch, Kürbisrisotto und gegrillten Wolfsbarschfilet mit Gemüse:

Kirchenwirt
Eingang
Gartenzaun
Fisch an Salat
Huhn an Salat
Kürbisrisotto
Fisch aus Austria
homemade
After Table

sind vor 17Uhr zurück auf dem CP, es ist noch warm und trocken trotz 30% Regenerwartung, vielleicht der schönste letzte Tag 🙂 Vinschgauer light mit Rohschinken samt Malvasia von Aman, ein super Essen aber drinnen zum 1. Mal, dazu Glotze und früh ins Bett, morgen fahren wir nach Sterzing:

Tag 28. 15/12 in/out 7Uhr Ankunft 12Uhr auf dem www.camping-gilfenklamm.com nahe Sterzing, mit dem Bus 319 in die Stadt, Einkauf im www.mair-mair.it wie vor ca. 20 Jahren vor einem Aufenthalt im SchwarzAdlerTurm Hotel in Kurtatsch und zurück zum CP.

28 Tage mit 13 CP und ca. 3.000 km Strecke mit 9,8l D auf 100km, reizvolle Straßen, unzählige Eindrücke, angenehm warmes Klima, alle Mahlzeiten draußen außer abends ab dem vorletzten Tag, die Reise war toll und für uns voller Erkenntnisse und Reize. Wir werden uns in Zukunft vielleicht auf weniger km beschränken, gezielt mehr Fahrrad Touren einplanen und länger auf den Plätzen bleiben. Istrien ist wie das nördliche Italien wohl überfüllt, Nordkroatien toll, Osttirol wie Lienz ein Kleinod, Frankreich und Spanien müssen es für uns nicht mehr als Reiseländer sein, die Kostenfalle Autobahn in Österreich lässt sich gut umgehen (GoBox nur für Lindau-Bregenz), Slowenien sowieso (Bergstrecke), kleine Strecken in Italien und Kroatien muss man in Kauf nehmen. Bei der Laika verwöhnen mittlerweile die Fahreigenschaften, die Einrichtung ist trotz nur 7m Länge für 2 Personen gut akzeptabel, wenn wir viel Zeit im Freien verbringen können!  

Tage 29. Rückfahrt über Fernpass und die Autobahn Kempten Lindau

rechts die Zugspitze
die Laika in der Großgarage

Fazit: Es gibt noch viel, was uns zusagt, überall in Kroatien kann man anhalten und baden resp. in Städten an den Badestrand und dort laufen, die Preise für 0,5 gezapftes Bier liegen um Kn20, für Kn100 gibt es Tellergerichte, 73Kn sind €10. Die weitgehend unberührte Natur mit Mischbewuchs ist schön, die Pinienhaine am Meer sind es auch, es findet sich auffallend wenig Müll, Zigarettenkippen kommen oft in die Schachtel, man räumt auf, ärmliche gekleidete Radfahrer mit blauen Ikea-Taschen suchen Plastikflaschen (Pfand? muss sein!), die Supermärkte sind gewaltig oder ausreichend, die Fischqualitäten der guten Restaurants frisch bei moderaten Preisen (okay es wir viel gefangen bei kurzen Transportwegen), wir essen fast kein Fleisch und kaum Wurst, heimische Käse sind vielfältiger und sehr gut, das Brot leider schlabberig. Die guten Olivenöle kosten, gebraten wird mit anderen. Auffallend die Steigerung im Weinangebot samt erfreulichem Niveau, kein Wunder bei den Temperaturen. Der Service ist wie der Strassenverkehr gelassen und  aufmerksam verständnisvoll, bravo! Wenn man nicht gerade einen Touriladen erwischt hat, sind die Küchenleistungen auf erfreulichem Niveau, gute Restaurants finden sich eher abseits mit hohen Qualitäten, das gilt aber woanders genauso. 

Kultur kostet Eintritt wegen Restaurierungen, die bemerkenswert sind. 4G ist praktisch überall, davon träumt die BRD, auch wenn der Bauer 5G bis zur letzten Milchkanne wählt, wir schauen kein SAT TV mehr und sitzen abends lieber draußen. Kurz, der Mai oder September sind unsere Reisemonate. Die 2-Tage Trips sind halbwegs mühelos, wir sehen irre viel und immer wieder was Neues, english reicht ibs. bei der jungen Bevölkerung, selbst der Zöllner fragt bei der Einreise von BiH nach >something to declare< nö haben wir nicht! Ein ähnliches Wohlgefühl habe ich vielleicht in Südösterreich resp. Italien empfunden, in Frankreich bis Spanien nicht wirklich oft. Südportugal im Februar-März ist wieder was anderes, angenehmer, aber mit dem WoMo zu weit entfernt, zu teuer über die Autobahnen und bei steigenden Spritpreisen wird sich noch mehr regeln. U.M.n. ist Kroatien jedenfalls auf einem guten Weg, gelassener Straßenverkehr und weitgehend Umwelt bewusstes Verhalten, die Mülltrennung sollte noch besser werden. Mal sehen was wird.

Schön an unserer Beziehung ist, wir können super planen und dabei fast identisch genießen 🙂

NB: alle Aufnahmen mit dem iPhone 7+ sind unbearbeitet außer Datenreduktion

Während der Reise habe ich parallel zum iPhone 7+ mit einer CANON EOS RP fotografiert, deren Aufnahmen finden sich ggf. auch zum Vergleich hier unterhalb meiner Tipps zu den Einstellungen für die RP.

© www. s l o w f o t o .de

slowfotos der KW 35 bis KW 38

Montafon zu Fuß – erste Aufnahmen mit der Canon EOS RPLange schon waren die Tage im herrlich gelegenen Gaschurn geplant, dem Synonym für sanften Sommer- wie Wintertourismus ohne bauliche Entgleisungen, und dort im top ausgestattetem Appart Enzian auf >1000m! Die EOS RP habe ich kurz davor erhalten, mitgenommen 3 EF: mein ältestes 20-35, ein 28-135 3.5-5.6 IS und das 28 1.8, alle für den Mount Adapter EF-EOS R. Wie gewohnt sind wir viel gelaufen, im und um den Ort, auch zum Muntafu Heimatabend, zu Gasthaus Mühle Heuriger mit dem idyllischen Garten und der interessanten Architektur, von der guten Küche ganz zu schweigen, an der schönen Ill entlang zum Montafon Beach und weiter, mit der Versettla Kabinenbahn auf 2010m hinauf, dort zur Alpe Nova 1736m, mit dem PKW wie vor ca. 45J. die heute best ausgebaute Silvretta Hochalpenstraße früh hinauf zur Bielerhöhe und um den Stausee die recht einsame Runde zu Fuß, mit der Sonne kamen dann die Wanderer!

Alle RP-Aufnahmen sind ohne Filter, mit [A – Fv – P] im Bildstil [Natürlich 0 2 2 1 1 0] erstellt und datenreduziert mit Fast Resize.

(c) slowfoto.de

 

 

Slowfoto für die KW 24 2019

…die Kinder san dran (STS)

AKW Philippsburg vom idyllischen Campingplatz Freyersee aus

Liest man die Liste der Betriebsstörungen und Zwischenfälle, wird schnell klar, dass es mit der Sicherheit nicht so bestellt war, wie es hätte sein müssen, auch menschliches Versagen spielt eine Rolle. Block1 wurde am 17.03.2011 heruntergefahren, Block2 läuft bis spätestens 31.12.2019, Jahrzehnte langer Rückbau und das riesige Castor Zwischenlager werden die folgenden Generationen noch lange belasten.

iPhone 7+  keine Filter außer Image Converter

(c) slowfoto.de

Slowfotos für die KW 23 2019

Uckermark zu Fuß 

es geht aufwärts – danke IZ

>Diesel retten<

steht nicht nur am 70. Jahrestag des ebenso alten (also zur Bevölkerungsmehrheit passenden) Grundgesetzes auf dem blauen Wahlplakat in benachbarten Dorf, verschlafen wie die herrliche Gegend hier am Oberuckersee, wobei sich die Anzahl der B KFZ-Kennzeichen mit den UM der Uckermarker die Waage zu halten scheint, das Größte sind die landwirtschaftlich bestellten Felder, die reiche Ernte versprechen. Wir hatten 5 Tage (Abende) keine Glotze, als nur öffentlich rechtliche Nutzer deshalb auf Werbung zu Abführ- oder Prothesenhaftmittel oder Rheuma Salben verzichten müssen 🙂 – in Zeiten des eingeschlafenen €uropawahlk(r)ampfes keine Einbuße, auf die salbungsvollen politischen Beiträge oder Nachrichten verzichten zu müssen. Den Verstorbenen darf man gratulieren, den ganzen S. hinter sich zu haben, hoffentlich war das Leben zuvor reichhaltig: Was bleibt außer Briefwahl, die meine Mutter (92) auch mit Hilfe ausgeführt hat.

Sonnenuntergang
Pano vom See
Blick auf die (Halb) Insel
Grill in action
Grillpfanne
stone handy
Spiegelung
Kirche in Flieht
von der Brücke aus
unterwegs
alter Baum
Felder
Felder
Felder
alter Baum
hier blüht es
Blick vom Gut auf Fergitz
See bei Nacht
FeWo bei Nacht
Wiese in der Frühe
kein Bach ohne Hund
Mitbewohner
flacher Karl – die Badebucht
viel Wiese
Kühe und Kälber am Seeufer

 

Gut Fergitz vom Kirchturm aus
Kirche Fergitz nach 7 Jahren Aufbau durch die Gemeinde
Privathaus http://www.gutfergitz.de 
Lebensraum
abendliches Kaminfeuer
kleiner See
Wald
alte Baumruinen
vom Schreibtisch aus
Fernsehen mit Kamin und Kerzen

 

es geht nach Hause, erst F, dann B, wir brauchen nach LI noch etwas länger 🙂

Wir haben hier wieder wunderbare Menschen getroffen, mit denen man reden kann. Eine Servicekraft hat einen verlustigen €-Schein aufbewahrt und mit Zettel daran aufbewahrt, das ist gelebte Verantwortung! Wie schon seit Zeiten der Grenzöffnung sind die Leute hilfsbereit, in vielen meist ländlichen Geschäften herrscht mediterrane (oder norddeutsche?) Gelassenheit. Und wenn das Wetter schön ist, strahlt die Natur. Danke Gorbi! Wir genießen die 5NL seit der Öffnung intensiv und das bleibt so, versprochen! Uns allen einen friedlichen und tollen Sommer my10cents

iPhone 7+  keine Filter  Image Converter

(c) slowfoto.de

Slowfotos für die KW 22 2019

Lüneburger Heide

In der Wilseder Heide

sahen wir diese Heidschnucken Herde (die sorgen für die Bodendecker) mit vielen Ziegen (die sorgen dafür, dass die Bäume ganz klein bleiben) und dem Hirten mit seinen 3 Hunden, so ergab sich ein Gespräch über die Tiere und mehr:

Dürfen wir näher kommen? Klar, der 9 Monate alte Rüde ist ein Lernhund!
die 13 Jahre alte Hündin immer noch die Chefin,
des Trios und der Herde,
mit vielen Müttern,
die sehr sorgfältig darauf achten, was ich mache! NB: Mein Favorit als Aufnahme!

Noch näher ran ist nicht und muss auch nicht sein, schließlich haben die Tiere ein Recht auf Ruhe. Ein Jogger wollte unbedingt ganz nahe an der Herde vorbei und hatte plötzlich zwei Hunde hinter sich 🙂 Nach dem Plausch mit dem Hirten sind wir um einige Infos reicher mit unseren Bikes genußvoll auf den sandigen Wegen weiter gefahren, denn Heidschnucken werden auch in vielfältiger Zubereitung in der Gastronomie angeboten:

als Mini Stelzen
oder als feine und grobe Bratwurst,

jedenfalls lecker und bekömmlich, was wollen die Wanderer mehr?

iPhone 7+  NIK Snapseed  ImageConverter

(c) slowfoto.de

Portugal Algarve mit dem iPhone 7+

Portugal Algarve zu Fuß mit dem iPhone und mit dem PKW

Cave: Dieser Bericht ist so lang wie persönlich von einem ereignisreichen aber eher kurzen Aufenthalt, jahreszeitlich bedingt mit Flieger, vor Ort per Mietwagen und zu Fuß, jedenfalls immer mit dem iPhone 7+ und knapp über 200 Aufnahmen. Wir waren bisher viermal im al-gharb / الغرب / al-ġarb (arabisch für Westen), erstmalig vor rund 30 Jahren, das zweite Mal 1995 als Familie, dann 2006 zu zweit nach einer Pousada Rundreise (s.a. die 4 Aufnahmen mit der 8MPI Canon EOS 350D, jeweils mit f10mm = 16mm KBÄ) und nunmehr gezielt wegen der Süd- und Südwestküste samt Hinterland wieder von Sesmarias aus.

Blick von der Fortaleza de Sagres auf das Cabo de Sao Vicente oder €uropas land`s end mit der letzten Bratwurst vor Amerika, und diese nicht für uns!

Orte alphabetisch: Albufeira – Almancil – Alte – Barranco Velho – Bordeira Burgau – Cabo de Sao Vicente – Carapateira – Faro – Fuzeta – Junqueira – Loulé – Nossa Senhora da Rocha – Olhao – Ponta de Sagres – Portimao – Querenca – Salema – Salir – Sao Bras de Alportel – Sesmarias – Silves – Tavira

Praia da Amoreira an der Westküste (danke IZ)

Strände Südküste von Osten nach Westen: Praia da Fuzeta – da Oura – da Coelha – do Castelo – da Galé – Grande – de Armação de Pera – da Senhora da Rocha – da Rocha – do Burgau – da Salema / Westküste von Süden nach Norden: Praia do Amado – da Amoreira – da Arrifana – da Bordeira

Praia Grande (nicht auf der Karte): Sanddünen, Flamingos, Holzstege, Natur- und Vogelschutz

Zahlen und Zeiten: ca. 2.400km mit dem Flieger FRA-FAO und zurück, in 14 Tagen über 2.000km mit einem BMW 218D (2l 6-Gang von Guerin) und knapp 100km zu Fuß mit dem iPhone 🙂 

Die Tendenz bei unseren Reisen geht zu leichterem Gepäck, mit deutlich unter 40kg aufgegebenen Koffern plus Rucksack und Schultertasche an Bord des Fliegers: Damit sind wir auf Niveau ein Bordcase plus zweitem Gepäckstück pro Person, wie RyanAir es mit elektronischem CheckIn gerne sieht, macht ja auch Sinn…

Boeing 747 mit rund 150 Fluggästen bei 2,7l Kerosin / 100km / Tourist – Flugzeit FRA FAO 3Std.

Hinsichtlich Fotografie habe ich mich auf ein (1!) iPhone 7+ (F1.8 f28mm KBÄ und F2.8 f56mm KBÄ) mit Handstativ plus 13er MacBook beschränkt, nicht nur für die tägliche Sicherung der Fotodateien. Erste Korrekturen werden in der [Kamera] App hinsichtlich Ausführung resp. Formatwahl getätigt, wobei der große +Bildschirm die Nutzung des kleinen aber die Bildqualität sichernden 1-2-fach Zoomes sowie der Anpassung von Belichtung samt Positionierung des AF-Punktes ungemein erleichtert. Ist ausreichend Zeit, werden untaugliche Bilder in [Fotos] gelöscht bzw. beste aus (burst) Serien gesichert oder per Bearbeitung zumindest im Horizont begradigt, was oft schon automatisch zufriedenstellend erfolgt. Umfangreiche Bearbeitungen oder Filteranwendungen erledige ich lieber am MacBook und noch lieber zuhause am 27er iMac.

Praio do Castelo an der steilen Südküste – mein fotografischer und persönlicher Favorit

Was ich nicht nur mittlerweile vermeide:

  • zu große und unversorgte Bildersammlungen, die nachher unerledigt verbleiben
  • Motive, die sich mit dem Händy nun mal nicht einfangen lassen (Digi-Tele ätz!!!)
  • zu lange resp. viele Videoclips ohne wirkliche Aussage
  • langes Basteln an einer Aufnahme, die perfekt werden soll -> lieber weitergehen
  • Aufnahmen, die nicht zuvor schon halbwegs im Kopf entstanden sind

Dennoch kommen je nach Umgebung schnell tausend Bilderchen und mehr zusammen, die letztlich gepflegt und irgendwo wiedergegeben werden sollen. Meine Plattformen sind der Blog hier in -> slowfoto.wordpress.com und ähnlich bei Facebook -> slowfoto resp. Beiträge dort auch in -> iPhone Fotografie und -> iPhone Fotografie Schule sowie slowfoto bei -> Trip Advisor (Restaurants und Sehenswürdigkeiten):

Cava 2011 von der Halbinsel Setubal unterhalb von Lissabon hier auf der eigenen Plattform (Balkon)

Tag1 Aufstehen weil die Sonne scheint: wir sind eine Stunde später als Deutschland dran!

Sonnenaufgang

Wir fahren zum Einkauf in den Supermarkt Apolónia, der als teuer beurteilt wird, in Wirklichkeit bestens ausgestattet ist, nicht nur die Angestellten im Verkauf sind sehr freundlich.

auf dem Weg
zum Praio do Castelo
noch ohne Badebetrieb
resp. fast keinem an den einsamen Buchten

Nach dem Frühstück folgt eine mehrstündige Wanderung zur Praia do Castelo, dann zur Praia do Coelho, beide Bars waren noch geschlossen.

die Steilküste
kann man in der Höhe gefahrlos abwandern
und in die einzelnen Badeschluchten hinabsteigen,
wobei Ebbe und Flut zu beachten sind, ebenso Abbrüche im Gelände
Blick auf den Kaninchenstrand (Praia da Coelha) und die Appartement Anlage
und den Felsen der Möven
das ehemalige Anwesen von Sir Cliff Richard

Weiter über den Küstenweg zum Haus von Sir Cliff Richard samt Aussicht vorn an der Steilküste und zurück über den Caminho Praia da Coelha, vorbei an noch nicht bewohnten Ferienhäusern.

der Weg
und der Platz für die Post

Zwei weitere Lokalitäten im Ort sind ebenfalls noch geschlossen, nur eine Bar zeigt Aktivitäten. Wir genießen die Sonne bis zum Untergang…

Sonnen-
Untergang

Tag2 Vormittags berichtet der Leisure Consultant der Anlage über 2020 als 25. Jubeljahr,

Seismarias 2006 * – diese Aufnahme gewann einen Wettbewerbspreis!

wir waren das erste Mal schon kurz nach der Eröffnung hier und die große Renovierung steht nun bevor aber unklar wann.

Blick über die Anlage
und zum Atlantik
und zu unserem Appartement

Danach geht es nach Albufeira in die Altstadt: Die touristische City ist schon quirlig, halbnackte und fette Männer in Shorts samt passender Begleitung sind häufig, wir schlendern durch viele Gassen, auch durch den Tunnel zu innerstädtischen schönen Sandstrand, samt Gitarristen mit >Hotel California< im Repertoire, vermutlich schon high 🙂

Kirchplatz
Gasse
zentraler Badestrand
Tunnel zum Strand von der Stadt aus

Die >kulinarischen< Angebote sind alle vergleichbar im Preis, nur zwei Restaurants würden uns gefallen, wir hören aber lieber den launischen Vortrag über die Geschichte Portugals und vor allem das herrschaftliche Ausgabe Verhalten (Kirchen Klöster Konkubinen und Residenzen) ewig und weit über den Einnahmen, auch wenn Brasiliens Goldminen geplündert wurden, keine 5% waren für die eigene Bevölkerung übrig, dazu um 70% Analphabetentum die Regel. Erst ein paar Militärputsche bis hin zu ersten demokratischen Wahl 1976 führten zur wirklichen Besserung, die durch den gemeinsamen Beitritt 1986 mit Spanien zur EWG resp. später zur EU hinsichtlich Milliarden an Entwicklungshilfen für Strukturen und Wirtschaft zu erklecklichem Wohlstand geführt hat. Allerdings ist der Tourismus die wichtigste Einnahmequelle der Algarve.

später Nachmittag

Tag3 7Uhr aufstehen entspricht 8Uhr in D, also der eigentlichen Sommerzeit.

Portugal = Fußball
typisch: nicht nur heute geschlossen

Wir fahren nach Alte, Quelle und Wasserfall fallen wegen Wassermangels aus, wie die Fontainen von Vaucluse, was anwesende Franzosen bestätigen, dann weiter nach Salir, einem Bergdorf mit hohem Wasserspeicher samt Ausblick auf die vielen Korkeichen: 80% der Weltproduktion an Korken für Weinflaschen stammen aus Portugal, die schlechten 20% kommen aus Spanien 🙂 und die vielen Eukalyptus Haine.

Korkeichen
überall
im Detail
an der einsamen Kirche
mit Aussicht auf die hochgelegenen Wälder

Auf 500 müM finden wir eine tolle Strecke zum Kirchlein nahe Barranco do Velho, wir nehmen Korkrinde mit.

to much is too much
man fährt gerne Quad
Querenca

In Querenca haben wir die goldene Kitschkirche besucht und dünnen Kaffee getrunken, über Sao Bras de Aportel nach Loulé in die Markthalle für den alimentären Einkauf, und ins einheimische Flòr da Praca (Brot Oliven Frischkäse Thunfisch Mohrrüben Spinat Kartoffeln Riserva Kaffee und Porto auf das Haus), einem Erlebnis der besonderen Art mit eindeutigem Bezug zur Vorliebe der Fußball Nation, die riesige Glotze zeigt irgendwelche Spiele, danach noch ins Algarve Design Outlet.

Flor de Praca
Markthalle in Loulé
die Musikanten im Kreisverkehr, der überall verbreitet ist wie die Schwellen und Zebrastreifen
Outlet mit den üblichen Geschäften

Es war heute eine tolle Strecke, der Leih-BMW macht sich mittlerweile motorisch gut und scheint sparsam zu laufen, der Hinterradantrieb funzt gut trotz schmaler 205/16er Reifen, die 3 ersten Gänge sind zu lang, der 6. geht erst ab 90km/h, das Fahren macht Spaß trotz dieser Unzulänglichkeiten wie auch verzögertem und dann zu heftigem Turboeinsatz. Bei bedecktem Himmel hat zu ersten Mal wenig geregnet, das Hinterland mit vielen Quellen sieht recht grün aus, es gibt zudem viele gepflegte Apfelsinen- und Feigenplantagen.

Tag4 Die Nacht war stürmisch aber trocken, mit viel Wind noch am Morgen: Wir wandern von hier zum Praio do Castello, um über das riesige naturschöne Areal den Praio do Evaristo zu erreichen mit dem gleichnamigen modernen Restaurant, zurück gehts es dann über einen fast schon Schleichweg unterhalb der Villa zum Praio do Castello und ins Appartement.

auf dem Weg zum Praio do Castelo
gutes Schuhwerk und Trittsicherheit ist hier angesagt
zwischendurch vereinzelte Villen
vor Bäumen und Buschwerk
die dunkleren Muschelfelsen sind gut erkennbar
und über die ganze Bucht verteilt
beim Betreten muss man aufpassen, sie sind messerscharf
Flut
der Atlantik steigt
und bedeckt große Strandflächen
Wanderer ja Badegäste noch keine
dafür herrliche Muscheln

Nach dieser ausgiebigen Wanderung sind wir mit dem BMW zum Strand von Galé (Villa Joya), über Lagoa nach Cavoeiro (sehr touristisch) mit Einkauf im hypermodernen Supermarkt Apolónia, über Ministräßchen zur Praia da Marinha (Katzen) und zum Pilgerkirchlein auf dem Felsen der Praia da Senhora da Rocha und zurück.

Praia da Marinha
mit schroffsten Anstiegen und wenigen Zugängen zum Wasser
Parken oben mit Katzen, alle wohlgenährt 🙂
überall finden sich diese sehr nützlichen Hinweistafeln
nochmals die erodierte Küstenstruktur Richtung Westen
wieder mit Flut
bis in die Sandbuchten
in der Abendsonne vor Cavoeiro der Blick auf die Praia da Senhora da Rocha
Nossa Senhora da Rocha, die gotisch christliche Pilgerkapelle 30müM.
mit obligatem Mövenbesuch
und den üblichen Wohnbauten in der zweiten Reihe
wilde Wasser
zur Flutzeit
touristische Anhängsel
auch wegen der bunten Fliesen kommen die Besucher (nicht weiter zugänglich)
hierher an diesen mystischen Ort
schon schön hier
ein einsamer Olivenbaum
und ein Sonnenuntergang wie im Bilderbuch

Tag5 Frühe Abfahrt über Lagoa, Alvor nach Burgau hinunter zur kleinen zentrale Marina mit defekten Fischerbooten, tollem Zugang zur Praia do Burgau

Burgau Hafen
Praia im Westen
nach Osten
und wieder hinauf zum Ort
die alten Fischerboote
Brizze (Brexit free) – Theresa`s Brexiting: Telling everyone at the party that you are leaving, but actually staying… nothing else matters… es gab leckere-n Coffee und Sandwiches

und danach zur Praia da Salema mit tollen Fischlokalen (leider keine Zeit) und Fischer

bei der Netzreparatur
und aktuellen Fischerbooten!

Weiter über Sagres zum Capo de Sao Vicente mit Rundgang,

wenn denn das rote Tor geöffnet ist
mit Ausblick nach Osten zur Forteza von Sagres
und innen auf interessante Gefährte
sowie nach Norden auf die felsige und klimatisch harte Atlantikküste
leider nicht vom Leuchtturm oben 😦

zurück nach Sagres ohne Fortezza aber in der Poussada zum Thunfisch auf allerlei Art und das schon vor 30 Jahren zum ersten Mal,

hier der Blick von unserem Tisch aus
in den Saal
Panorama draußen
mit Blick auf die Fortaleza

Weiter geht es nach Norden und Küsten fern zur noch ziemlich verlassenen Praia do Amado mit Tauchern und Surfern, bei eher ruhigem Wasser samt relativer Windstille

Zugang vom Parken aus
nach beiden Seiten über Holzwege
zu zwei nebeneinander liegenden Stränden, hier der nördliche
und hier im Pano der südliche
und immer wieder die bizarren Felsformen
und auf den zuführenden Sträßchen (auch off-road) die Kennzeichnung mit Großbuchstaben
diese Camper brauchen keine Hinweise 🙂

Wir fahren mit Navi Kontrolle (!) über Naturpiste zur Praia da Carrapateria (alte WoMos und junge Surfer)

herrliche Schotterwege aber kartografiert
mit Lagune,
alten und jungen WoMos und Touris 

und über Bordeira zur Praia da Arrifana (Surfer), zum Teil auf Naturpiste, oft über kleine und schöne Straßen und immer prall von Natur mit Buckelchen und Steigungen bis 20%, ein irres und bisher unerreichtes Gesamterlebnis, das wir mit dieser Abwechslung in Spanien so nicht gefunden haben und uns auch für einen längeren Aufenthalt begeistern würde!

die Bucht von Arrifana mit der Steilküste
und einer speziellen Terrasse mit Sonnenschirm, wem die wohl gefällt
und wer hier gerne länger verbleiben würde?

Zurück über die toll ausgebaute N120 durch naturschönes Hinterland und die schnelle A22 von 1 bis 7 (ca. €3) – der BMW läuft mit 1.500 U/min gerade mal 100km/h und bei 2.000 130km/h, ohne wirklich fühlbare Beschleunigung, womit der 6.Gang einfach zu lang ist, und der 2. dreht zwar bis 100km/h, was meinem ruhigen Fahrstil ohne die andauernde Schalterei bzw. einem elastischen und drehmomentstarkem Diesel widerspricht! Den Verbrauch bei 80/120 max. unter 6l/100km kann man auch anders locker erzielen 😦

Tag6 Wir fahren wieder an den Galé Strand und laufen im Sand und auf den Holzwegen. Später machen wir noch eine geführte Strandkraxelei mit und abends gehen wir zum Fischmenü, das eher ein serviertes Büffet ist, bei exzellentem Fado.