ELBSEE – secret places

AITRANG OSTALLGÄU

Wiese mit Alpenblick bei Ruderatshofen

Eine nette Wohnwagen Nutzerin hatte uns vor vier Jahren den Campingplatz am Elbsee als ihren Favoriten benannt, die Pandemie hat mit Absagen zu Termin Umbuchungen in unserer Planung gesorgt und diesmal hat es mit dem Ostallgäu geklappt:

unser Ziel – endlich!

Wir kennen das dem südlichen Bodensee direkt benachbarte Westallgäu relativ gut von Einkäufen und Tagesausflügen mit Wanderungen, hier nahe Aitrang boten sich ebenfalls morgendliche Ausflüge vom Elbsee aus mit den E-Bikes und nachmittägliche Wanderungen vor allem um den See, dessen Moor, den Wald und die Wiesen. Für uns ist der CP www.elbsee.eu ein *****Vorzeigeplatz, vor allem wenn man die Natur mag, nur selten hat bisher so viel spontan und so gut gepasst, also bitte nicht weitersagen 🙂 wir werden alsbald wieder hinfahren… 

Wie im Blog gewohnt eine nahezu chronologische Serie an Aufnahmen dessen, was uns aufgefallen ist oder gefallen hat, ohne Anspruch auf Vollständigkeit o.ä., wie immer launisch und mit sattem Lächeln in bester Erinnerung 🙂

das Schicksal vieler Rinder – der regionale sous vide gegarte Sauerbraten mit Knödel und Rotkraut 🙂

(c) www.slowfoto.de   – alle Aufnahmen und Texte

SLOWFOTOS VOM MÄRZ 2022

Am südlichen Bodensee bietet der Uferpark Wäsen Naherholung und Naturschutz, weil ausgedehnt und beidseits der völlig offenen Staatsgrenze zwischen Lindau-Zech, Unterhochsteg und Lochau, wir suchen ihn gerne und oft, hier einige Eindrücke auch von den fleißig nagenden Anwohnern:

Alle Fotos und Texte:

(c) slowfoto.de

TIPP: zu diesen Aufnahmen, offenen Fragen oder anderen fotografischen Themen biete ich auch ein LIVE COACHING per Videotelefonat an, Infos dazu gerne mobil 0172 7021587 oder kontakt@slowfoto.de 

BERLIN zu Fuß

es gibt zu viele solcher traurigen Schlafstätten, bei dieser top aufgeräumten GARY WEBER war ich mir nicht sicher ob Fake (= Werbung) oder Wirklichkeit

Schon lange geplant haben wir im Februar einige Tage in Berlin verbracht und waren knapp 80km zu Fuß unterwegs: abends und auch tags in der City, bei herrlichem Wetter in der nahen Umgebung. Wir sind regelmäßig und gerne in der Hauptstadt, kennen manche Winkel schon seit Jahrzehnten: Leben möchten wir hier immer nur für begrenzte Zeit, zudem verändert sich die Stadt auch negativ, Müll und Verschmutzung betreffend, es wird einfach zu viel irgendwo abgestellt oder danach vergessen! In der Pandemie ist das öffentliche Leben stark eingeschränkt, einkaufen geht mit 2G(+) Kontrolle, für uns mit 3G kein Problem, es stellt sich nur die Frage, ob denn alle Kontrolleure auch den entsprechenden (Impf-)Status haben…

Trotz unzähliger Touren zu Fuß und über viele Jahre gibt es immer noch neue Ecken zu entdecken oder alte wieder zu erleben, Berlin ist eben eine große Stadt und das auch mit ausgedehnten grünen Arealen. Wir waren eine abendliche Stadtrunde lang ums Museumsufer, im KaDeWE eher kurz, am Ufer vom Müggelsee, entlang dem Landwehrkanal, in Schmöckwitz am Crossin- und Zeuthenersee, am Alex und Gendarmenmarkt, der Friedrichstrasse und Unter den Linden. 

Ein Highlight sind die kulturellen Angebote, mit online Anmeldung meist unschwer zu genießen. Probleme haben die Geschäfte, als Beispiel eines, das wir seit Jahrzehnten kennen, der aktuelle Umsatz beträgt 25% der Norm, es fehlen vor allem Touristen und die überall, entsprechend ruhig ist es tagsüber in der Stadt, außer an oder in Hotspots (Museumsufer Terrassen, KaDeWe Fressmeile), was sich easy und mit Abständen umgehen lässt. Ich habe nur eine kritische Situation indoor erlebt, da wollte ein fremdes Ehepaar ohne Masken mit in den Aufzug trotz entsprechendem Hinweis 😦

es gibt viele solcher Plakate, bei dem Aufkleber bin ich mir ganz sicher: ein Fake 🙂

Alle Fotos sind unbearbeitet aber Daten reduziert

(c) slowfoto.de

TIPP: zu jeder Aufnahme, Frage oder Thematik biete ich auch ein LIVE COACHING per Videotelefonat an, Infos dazu gerne mobil 0172 7021587 oder kontakt@slowfoto.de 

Winter adieu?

32 Aufnahmen mit den iPhones 11/13 – eine kleine Sammlung unserer aktuellen gemeinsamen Favoriten, zum vergleichenden Betrachten bitte anklicken, denn es gibt Hoch- und Querformate in willkürlicher Reihenfolge!

Alle Fotos sind bearbeitet und Daten reduziert

(c) slowfoto.de

TIPP: zu jeder Aufnahme, Frage oder Thematik biete ich auch 2022 ein LIVE COACHING per Videotelefonat an: für 30min 30€ und 60min 50€ – mobil 0172 7021587 oder kontakt@slowfoto.de 

deep fusion – was bewirkt dies?

deep fusion – die Erweiterung vom Belichtungsspielraum

2000: Meine erste Digitale war die PANASONIC Videokamera NV-DX 110 EG, sie hatte 3 CCD für präzise RGB Farben und jeder Sensor war für eine Grundfarbe zuständig, Filme und Fotos wurden sicher auf Magnetband eingefangen. Das interne Zoom Objektiv bot die überragende Lichtstärke von F1.6 über den gesamten Bereich, der etwa f38 bis f450 mm Kleinbild äquivalenter Brennweite entsprach. 2008: SIGMA bot als einziger Hersteller den FOVEON X3 Sensor mit 3 Schichten für diese Grundfarben, eingebaut in seine digitalen Crop Format Fotokameras mit hauseigenem Bajonett. Ich hatte mich zunächst für die kompakten NIKON Coolpix mit dem zentralen Drehgelenk entschieden, später dann für CANON dSLR und das ist bis heute wegen meiner vielen EF Objektive so geblieben, dabei aber immer mit einem tränenden Auge auf den Belichtungsspielraum und die Farbtreue der Nikon Crop- oder Vollformate out of the box geschaut.

APPLE bietet seit dem iPhone 11 >deep fusion< kameraintern an, und soweit ich es verstanden habe, wird für die Fotoaufnahme nicht nur die ausgesuchte Objektiv-Sensor Kombination genutzt. Das 11 Pro Max hat 3 Objektive (13-26-52mm KBÄ bei F2.4-1.8-2.0), das noch aktuelle 13 Pro Max bietet ebenfalls 3 (13-26-77mm KBÄ bei F1.8-1.5-2.8), WW und Tele sind jeweils stabilisiert, das SWW vom 13er sogar auch. Da ich gerne Panoramen plus Fotos erstelle, ist mir ein Unterschied aufgefallen, >deep fusion< scheint nur bei den Einzelaufnahmen zur Anwendung zu kommen, dafür mit deutlich sichtbarem Unterschied in der Belichtung vor allem bei hartem Gegenlicht:

Panorama mit deutlich ausgeblichener Sonne

Die SLM oder dSLR von CANON bieten [HDR] oder [4Nachtaufnahme ohne Stativ] zur kamerainternen Verrechnung mehrerer Aufnahmen bei kritischen Lichtsituationen: HDR verändert m.E. Farben arg, die Nachtaufnahme reduziert etwas den Bildwinkel, aber gleichzeitig das Bildrauschen enorm, keine der beiden Apps vermag hingegen der >deep fusion< Funktion auch nur annähernd nahe zu kommen. Ein Grau- oder Polfilter reduziert zwar den Belichtungsumfang, ist für längere lichtschwächere Brennweiten aber kein Segen. APPLE bietet für Nachtaufnahmen bis zu 5sec. Belichtung aus der Hand, auch bei krassem Gegenlicht mit bisher so nicht bekannt guten Ergebnissen, wer gerne mit Lichtreflexen spielt und Linsenflecken toleriert wird hier auch ohne oder mit wenig Nacharbeit fündig: m.W. bietet das keine andere digitale Kamera.

Detail als singleshot mit deep fusion, wenige Sekunden später aufgenommen

Beide Fotos mit dem iPhone13 Pro Max unbearbeitet außer Datenreduktion

(c) slowfoto.de

TIPP: zu jeder Aufnahme, Frage oder Thematik biete ich auch 2022 ein LIVE COACHING per Videotelefonat an: für 30min 30€ und 60min 50€ – mobil 0172 7021587 oder kontakt@slowfoto.de 

Winterimpressionen

Blick vom Pfänder aus auf den südlichen Bodensee
Tierpark auf der Pfänderspitze
Blick nach Süden
Blick von Wasserburg aus auf die Alpen, Bodensee und Pfänder liegen im Nebel

Der südliche Bodensee liegt auf rund 400müA und bietet mannigfache Ausflugsmöglichkeiten mit und fast ohne Anstieg: ganz nahe der Pfänder als letzte 1062müA große Erhebung der Nagelfluh Kette vor den Alpen, das Westallgäu als sommerliches Ausflugsziel mit etlichen eher kleinen Skiliften im Winter, der Reiz für uns besteht in der landschaftlichen und klimatischen Abwechslung, zumal viele Ziele wie Lindenberg 764müA, Oberstaufen 791müA oder Scheidegg auf 804müA in einer +-halben Stunde mit dem PKW zu erreichen sind, auch Österreich ist hier und am See in direkter Nachbarschaft 🙂

Kneipp Weg nahe Scheidegg
Stillleben
noch eines
kleine Kapelle am Wegesrand
am Waldsee bei Lindenberg
wie vor – mein Favorit
Premium Wanderpfad Kapfwald
Blick auf das südliche Oberstaufen
und zurück nach Oberstaufen

Alle Fotos mit dem iPhone13 Pro Max unbearbeitet außer Datenreduktion

(c) slowfoto.de

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Fotogalerie Hege und Wasserburg – 2022

    Durchgang vom Seniorendaheim Hege 5 88142 Wasserburg Bodensee

Nach der ersten Ausstellung meiner 15 Fotografien im Rahmen der Vernissage vom 23.11.2018 im Seniorendaheim Hege habe ich 2022 wieder die Gelegenheit, diese im Durchgang (aktuell auch Teststation) der Gebäude zu zeigen:

Nicht nur von der südlichen Bodensee Region konnte ich über Jahrzehnte viele Aufnahmen erstellen, sei es unterwegs mit der Bahn, dem Boot oder Bus, per Fahrrad oder PKW und nicht zuletzt zu Fuß, so wie diese Exponate für die Ausstellung entstanden sind.

Die exzellenten Pigmentdrucke 30x45cm auf 390 Gramm Canvas sind auf Keilrahmen gespannt und mit Hahnemühle Varnish zum Schutz lackiert. Alle Aufnahmen sind in der gezeigten Ausführung und Größe zum Preis von € 149.- erhältlich, andere Größen auf Anfrage 0172 7021587 oder per Mail an kontakt@slowfoto.de

Die ruhigen Motive sollen in der neuen Umgebung dazu beitragen, den besonderen Reiz und die Schönheit der naheliegenden Umgebung aufzuzeigen.

Canon EOS 5Ds und EOS 6D  EF 2.8 16-35 L und EF 2.8 200 L

(c) slowfoto.de

TIPP: zu jeder Aufnahme, Frage oder Thematik biete ich auch 2022 ein LIVE COACHING per Videotelefonat an: für 30min 30€ und 60min 50€ – mobil 0172 7021587 oder kontakt@slowfoto.de 

Panoramen mit dem iPhone 11/13

Malerwinkel am späten Nachmittag, mit Blick auf die Halbinsel Wasserburg am Bodensee

PANORAMEN leicht gemacht

Mit meinem ersten iPhone4 waren panoramische Aufnahmen mit Bordmitteln noch nicht möglich, ich musste mühsam EOS 5D JPGs stitchen, mit der erweiterten [Fotos] App sind Panos für mich vor allem bei Landschaftsaufnahmen per Hochformat oder zur vertikalen Formaterweiterung per Querformat zu einer Leidenschaft geworden: Ohne Stativ, aus der Hand, bis knapp über 180Grad Bildwinkel mit dem 26/28mm KBÄ Weitwinkelobjektiv, seit dem IP11 auch mit 13mmKBÄ Superweitwinkel und dem IP13 bis 77mm KBÄ Teleobjektiv, da kommt schon Freude auf!

Zum Unterschied zu den >normalen< Einzelaufnahmen kann man beim Pano zwar das AF Feld beliebig verschieben, was ich wenig nutze, hingegen die Belichtung per gewohnten Fingerwisch nicht korrigieren, hier hilft nur tricksen: bei Aufnahmen am Tag fange ich möglichst im hellsten Bildbereich an, von links nach rechts oder umgekehrt zu panografieren, bei eher nächtlichem Licht beginnt mein Pano eher im dunklen Bereich, die Kamera regelt die Belichtung sehr gut, wenn man nur langsam genug voran geht. Ist die hellste Stelle tagsüber in der Mitte, verarbeitet das iPhone immer noch einen größeren Belichtungsspielraum als meine Augen vertragen!

bearbeitet: die Hundeperspektive bei Dunkelheit in Blau und Grün, denn Hunde können Rot nicht sehen

Wer mit der ruhigen Kameraführung Probleme hat, ist zum Üben mit einem Handstativ gut bedient, es gibt zahllose Ausführungen, auf die ich gerne verzichte, lieber eine verhutzelte Aufnahme löschen und neu überdenken als irgendwas Sperriges mitführen, vor allem die früheren 6/7+ oder die aktuellen Pro Max Versionen der iPhone lassen sich mit einem entsprechend griffigem Case super in der Hand resp. beiden Händen halten, wobei das abgerundete 11er mein Favo gegenüber dem eckigen 13er bleibt 🙂

Hoch- oder Querformat? Waagrecht für z.B. Landschaften geführt hat sich das Hochformat bewährt, bei hohen Bauwerken das Querformat, was aber zu Verzeichnungen führen kann, wenn das iPhone nicht präzise waagrecht nach oben gedreht wird, auch für mich eine schwierige Disziplin, die viel Übung erfordert (Kirchen etc.), kürzere Pano-Winkel wirken dann oft besser und sind leichter zu erstellen.

Fazit: mit ein wenig Fantasie kann man viel erreichen, Nacharbeiten sind i.d.R. nicht mehr nötig. Zum Ende noch ein Tipp: anstelle Tippen einfach die Kamera kurz anhalten und etwas zurückführen, dann stoppt die Aufzeichnung, das war es dann! Hier einige meiner aktuellen Landschafts Panoramen:

Päwesin
Beetsee bei Päwesin
San Gimignano Blick von der Stadtmauer aus nach Süden
San Gimignano wie vor
Tonda bei Montaione
Certaldo Blick nach Süden
Rosignano Yachthafen
Castelfalfi
Toscana
unterwegs
Castelfalfi mit dem riesigen Golfplatz weiter links
Sulzberg Alpenblick 26mm KBÄ
Malerwinkel mit Sonnenuntergang
Sulzberg per SWW 13mm KBÄ
Westallgäu Voralpenland 52mm KBÄ
Hege mit Blick auf den Pfänder
Wasserburg mit Blick auf den Säntis
Wasserburg Anleger mit Blick auf Bregenz

alle IP11/13 Aufnahmen sind unbearbeitet außer Datenreduktion

PS Reisen und in eigener Sache: mein Körper gehört mir und ich möchte ihn weitergehend unbeschadet behalten, weshalb ich bisher 3x gegen Covid geimpft bin und weiteren Schutzimpfungen positiv entgegensehe, wir wollen gesund bleiben, reisen sehr gerne seit wir uns kennen und freuen uns jedesmal auf neue Eindrücke, Kultur, Kontakte, Informationen oder ein Wiedersehen. Es wäre einfach zu schade, wenn die tollen Fotoapparate zuhause bleiben müßten 🙂

(c) slowfoto.de

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Hallo 2022

iPhone 11 Pro Max, alle Aufnahmen unbearbeitet außer Datenreduktion

2022 fotografisch – was bringt das 3. Pandemie Jahr?

Zu Beginn des Jahres 2020 kam das Corona Virus aus China in die Welt und im Februar auch nach Deutschland, mittlerweile haben wir die sogenannte 4. Welle mit der weitaus ansteckenderen Omikron Mutante und immer noch 20 Millionen nicht geimpfte Mitbürger einschließlich militanter Personen, die Demokratie anders ausleben: ich warte friedlich auf die vierte aktualisierte Dosis, wie jedes Jahr im Herbst auf die Grippe Schutz Impfung.

Das Leben geht weiter, der Fotomarkt erschließt sich in Neuerungen, die Motive hingegen sind für mich rarer geworden, weil Kultur und Reisen gegenüber vor der Pandemie nur noch reduziert stattfinden. Insofern sehe ich auch bei mir eine Baisse zu Lasten der Investitionsfreude, der Wille zum fotografisch bedeutenden Leben ist dennoch ungebrochen: vorhandenes Equipment habe ich verkauft und neu oder gebraucht ganz gezielt erworben, was sich im slowfoto blog gut verfolgen lässt…

Gemäß der Nutzung gibt es 2 Kategorien: immer dabei und möglichst leicht nutze ich Brennweiten von 13-320mm Kleinbild äquivalent (KBÄ), von Fall zu Fall aber auch 16-300mm Vollformat (KB), mit 2x Extender bis 600mm KB und wenn es denn mobil geht, also immer noch gerne ohne Stativ. Aufnahmen erstelle ich im zuvor sorgfältig eingerichteten JPG Format und das lieber als nachher lange Zeit vor dem Rechner zu verbringen, also weniger an Bildbearbeitung und wenn, nur zum sog. Aufbrezeln, wenn Details, Format oder Licht bei der Aufnahme es erfordern. Sicher ist meine Auffassung und Durchführung keine Doktrin, höchstens eine recht kritische Anleitung zum Nachdenken, wie Fotos letztlich wirken. Die Menge an aufgenommenen Fotos ist groß, weil auch Schnellschüsse zur eigenen Dokumentation ihren festen Platz haben und ausschließlich der Erinnerung oder Information dienen. Aktuell für die Datensicherung: eine Portable SSD mit 2TB, 40g leicht, leise, schnell, winzig und nicht nur für große Ordner ein Segen, sondern die ideale Ergänzung jeder internen Festplatte (T5 Samsung).

Ich habe immer noch viel Freude am richtigen Fotografieren, für den slowfoto blog bedeutet das weiterhin weniger Einstellen, im Grunde nur noch was mir wichtig erscheint, weshalb jede auch noch so kritische Rückkopplung wichtig ist.

Alles Gute für das neue fotografische Jahr und das bei bester Gesundheit!

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(c) slowfoto.de

Toskana – endlich wieder reisen!

14 Tage in Tonda – wiedergefunden

Tonda ist unser Domizil, wir waren wie vor über 10 Jahren hier in einer modern ausgestatteten Wohnung mit kleinen Fenstern, denn der alte Bauernort mit damals 350 Einwohnern und deren Vieh im Erdgeschoß wurde vor 50 Jahren von Hapimag historisch korrekt wieder aufgebaut. Heute urlauben hier bei Vollbelegung 180 Partner, mit Außenschwimmbecken, Tennisplatz, großem gemeinsamen Garten und neuem Restaurant, dessen moderner Baustil vor 10 Jahren in neuen ca. 40qm de luxe Einraumwohnungen mit Balkon oder Terrasse fortgesetzt wurde: Die Anlage ist hochkarätig, liegt abseits wie die nahen Dörfer auch und damit sehr ruhig, bietet idealen Ausgang für Ausflüge und Wanderwege oder Einkauf vor Ort und in der näheren Umgebung. Wir haben u.a. die folgenden alphabetisch angeführten Orte aufgesucht, dazu eine Galerie von knapp 60 vorab ausgesuchten Fotografien, deren gemeinsame Auswahl dem Verlauf unserer Reise angepasst ist und wie der begleitende Text ausschließlich unsere persönlichen Eindrücke wiedergibt: 

Castelfalfi ist als Golfdorf fest in indischer Hand, 2 riesige Hotels, viele Appartements oder Reihenhäuslein, auch leerstehend, im Ort gibt es ein Restaurant und eine Bar mit gemeinsamem und schönen Garten samt Baumbestand, wir genießen einen Rundgang mit Blick auf den riesigen Golfplatz

Castelfiorentino ist Verkehrsmittelpunkt als Bahnhof und riesigem Wochenmarkt mit wohlfeilen Angeboten aller Art, aber auch mit einer wuseligen Kolonie von Bibern, Enten und Ratten unter der Brücke  

Certaldo hat den für uns schönsten COOP FI unten in der Stadt und oben (C-Alto) eine vollständig erhaltene Altstadt als Art Straßendorf, mit der Kirche am östlichen und einem Restaurant mit tollem Garten am westlichen Ende, wir haben die Vorbereitungen für ein Straßenfest miterlebt 

Colle di Val d`Elsa enttäuscht, hier ist die Zeit stehen geblieben, vieles ist renovierungsbedürftig oder steht zum Verkauf, der Glanz aus der Arnolfo Zeit war einmal, das Lokal ist weg, dafür Parken ohne Gebühr, weil die Einwohner auch nur außerhalb der Altstadt parken können

Empoli mit Wochenmarkt auf dem zentralen Parkplatz, ein großer Rundgang durch die Altstadt mit tollen Geschäften

Gambassi Terme hat den herrschaftlichen Park sozialisiert, die Therme ist außerhalb des Ortes, der Ort hat Reiz ibs. auch wegen der Hanglage und dem üblichen Wochenmarkt wie anderswo auch

Greve hat sich gut gehalten, mit vielen Besuchern ist das Zentrum stark touristisch, Montagliaris Restaurant und die Enotek Vignamaggio waren geschlossen, Castello di Uzzano gehört jetzt Adidas, die Weinboutique Verrazano war geöffnet

Montaione bietet einen fast quadratischen Wochenmarkt auf dem zentralen Parkplatz und eine eher kleine und winkelige Altstadt, einen guten COOP und die externe Tankstelle mit feinem Restaurant und PKW Waschanlage

Rosignano und Cecina haben wir per traumhafter Rundstrecke von Sughera aus Richtung Meer aufgesucht, teils mit Schotter, durchweg mit kurvigen Motorradstraßen und weiten Aussichten in die Landschaften mit unendlichen Feldern: Ein Eis im mondänen Hafen von Rosignano, einen Café an der klassischen Hafenbar von Cecina

San Gimignano ist schon schön und prall voll mit Touris, aber wir sind ja auch welche, wir waren sowohl solo dort und auch geführt mit herrlicher Wanderung: die mittelalterliche Geschichte ist grausam, ganz Italien scheint damals zerstritten, man hat sich gewaltig bekriegt und in der Stadt untereinander ebenfalls, es ist nur gut dass es heute anders ist! Schön sind die kleinen Geschäfte, in denen auch die Einheimischen einkaufen, der Abstecher zum Weingut San Donato ist es wert, auch wegen der tollen Ausblicke und nicht nur, weil wir die Weine mögen

San Miniato hat einen kleinen übersichtlichen Wochenmarkt, es sind ja immer wieder die gleichen Händler mit den Lieferwägen samt riesigen ausfahrbaren Dachkonstruktionen, die vielfältige Ware sehr günstig anbieten, oft auch wertige regionale Kleidung, toll der Blick vom Torre über Stadt und Land

Siena haben wir mit dem Zug von Castelfiorentina aus erreicht, per zig Rolltreppen sind wir hoch durch den modernen Einkaufsmarkt zum nördlichen Einstieg in die Hauptmeile Via Camollina und langsam bis zum Campo gelaufen, danach weiter um viele historische Ecken, leben wollte wir hier nicht wirklich, gezielt einkaufen eher, man muss ja auch was mit nachhause bringen 🙂

Sughera bietet Aussteigern und Einheimischen wie Gästen viel Landschaft und eine hervorragende Ziegenmilch Käserei, die es uns angetan hat

Vinci lohnt nicht nur zu Fuß, die längliche Altstadt bietet Aussichten und viele schöne Winkel innerhalb der Stadtmauer und einen dem Meister gewidmeten Kreisverkehr

Volterra ist eine Empfehlung für sich, klasse Geschäfte und Restaurants, wir freuen uns auf einen weiteren Besuch mit mehr Zeit

FAZIT: bemerkenswert ist die Disziplin der Italiener, die z.T. auch im Freien Masken tragen und sorgfältig beachten bzw. warten, wenn der Zugang zum kleinen Geschäft auf 1 Person beschränkt ist, und das ist sehr oft der Fall. Viele Bars oder Geschäfte sind platt, man findet >se vendi< in der Menge. Grundsätzlich ist die Freundlichkeit resp. Hilfsbereitschaft groß, ein alter Herr hat uns, weil wir zweimal nach Navi falsch gefahren und wegen der innerorts gesperrten Straße ein Schild >tutte directione< übersehen haben, einfach angehalten und gesten- wie wortreich den richtigen Weg erklärt, und die Ausführung sogar überwacht, am ersten Tag hatte uns der Besitzer der automatischen Tanke beim >voll tanken< geholfen! In der Anlage grüßen die Gärtner, Hausdamen und -meister, Beschäftigte im Service sind emotional und speditiv dabei. Schön bei Hapimag ist das gehobene Niveau der Einrichtungen, klasse Betten und ibs. hier wieder die Sauberkeit in der Wohnung und die Pflege der Anlage! Das Umweltbewusstsein außer Haus ist hingegen nicht wirklich ideal ist, die Berufsjäger hinterlassen ihre Patronenhülsen wo der Schuss gefallen ist, und die Jagd des Vorausfahrenden auf der Straße ist wie in meiner ersten Südtirol Erinnerung von 1970, es muss einfach überholt werden 😦 Nebeneffekt der in der Schweiz und Italien geltenden Tempolimits: unser Verbrauch liegt auf dem bisher niedrigsten Niveau aller Fahrten, der kontinuierliche Verkehrsfluss ist geradezu ideal dafür, der Verkehrsdichte angepasst finde ich variable Limits auf Autobahnen richtig, ebenso 100km/h auf breiten Bundesstrassen, auf kleinen Landstrassen reichen 80km/h und in Ortschaften außer Durchgangstrassen genügen 30km/h ibs. im Kreisverkehr und vor allem zur Vermeidung schwerer Personenschäden.

Was auffällt, sind geografische Weiten, riesige Weinberge, oft mit neuer Gestaltung der Wirtschaftswege, so dass der Vollernter die Trauben ansaugen und anschließend dem Laster weitergeben kann, der sofort ins Weingut fährt, das Lesegut ist ja verletzt, es gibt noch viele Weingüter, die >Lese von Hand< auf dem Etikett notieren. Ebenso groß erscheinen Äcker, die gigantische Höhenunterschiede aufweisen und damit sicherlich nicht einfach in der Bodenbearbeitung sind. Die Mischwälder, meist privat gekennzeichnet und für die Jagd genutzt, sind allen Anschein nach top gesund, auch wenn es monatelang nicht regnet, am Morgen ist die Natur feucht, Baumsterben wie in den Nadel Monokulturen vom Harz oder Schwarzwald haben wir nicht beobachtet.  

Viele Landschaften und kleine Strassen sind abwechslungsreich, die Tage mit Sonne warm, nach Sonnenuntergang wird es spürbar kalt und in den Nächten auch sehr frisch, die Ruhe hier ist toll, selbst die Tauben turteln ohne üblichen Krach wie zuhause am Bodensee, man kann weit wandern außer Privato und in Jagdarealen, es wird dort viel geschossen, vor allen zum Wochenende, die Speisekarten zeugen vom Wild 🙂 Parken in Ortschaften ist frei oder kostengünstig, die COOP-FI Märkte sind oft klasse, man muss sowieso zum Einkauf fahren! Zum Verkehr: Jeder fährt und überholt, wann wie wo er will, teils bedenklich, das nichts passiert, ist nur der oft geringen Verkehrsdichte zuzuschreiben, innerorts ist man geduldiger, vielleicht wegen der Zuschauer? Im Winter werden manche Strassen laut Aussage weder geräumt noch gestreut, dann soll es oft auch recht problematisch sein. Mit wenig Geld in der Tasche kann man die Wochenmärkte gut nutzen, das andere Preisniveau ist wie zuhause. Es wird viel, auch am Samstag gearbeitet, oft wohl auch schwarz und das ist bei 22% MwSt. (k)ein Problem. Die Proteste gegen den Green Pass sind zwar heftig, Dragi will aber hart bleiben, Portugal hat mittlerweile in €uropa die höchste Impfquote mit einem Ex General als Leitung, es geht wohl auch anders als mit knapp unter 70% bisher Geimpften in D: wie kann man diesem Virus dauerhaft anders als mit Impfung begegnen? Für seine Verbreitung sorgt der Sorglose oder Ungeimpfte von alleine… wir stehen vor 3xG geimpft, mit dem mRNA Impfstoff, der aktuell seine Wirksamkeit gegenüber den weitest verbreiteten Tot-Impfstoffen klar bewiesen hat! Mit der Impfung hat Reisen wieder (s)eine wichtige Bedeutung für Alle, Gastgeber und Gäste 🙂

Alle Aufnahmen mit dem iPhone11 Pro Max und der EOS M5 mit EF-M 55-200mm 4.5-6.3 IS STM – meist wenig oder unbearbeitet – Fortsetzung ist vielleicht geplant

(c)slowfoto.wordpress.com