FAQs Makrofotografie – Welches Objektiv ist geeignet?

Frage: Welches dSLR Objektiv ist besonders gut für Makroaufnahmen geeignet?

Bilddaten: EOS 5DII EF 50mm F1.8 1/45s ISO 200 2-fach Konverter AL Snapseed TOP

slowfoto:

Das kommt neben anderen vor allem auf folgende Faktoren an (in alphabetischer Reihe):

availabel light

Blitzlicht oder Blitzanlage

Distanz oder Fluchtabstand

Objektgröße

Sensorgröße resp. Cropfaktor

Unterschiede in der Ausrüstung:

Wer grundsätzlich nur das vorhandene Licht nutzt, benötigt ein eher lichtstarkes Makroobjektiv. Das ist für knackige Nahaufnahmen nicht immer nötig, weil Blendenwerte ab F8 mehr Schärfe ins Bild bringen. In vielen Fällen kann dezent eingesetztes Blitzlicht unterstützen, in manchen Fällen sind Nahaufnahmen erst mit dem Blitz als Hauptlichtquelle möglich. Für die Nähe sind Blitzgeräte mit geringerer Leistung (z.B. bis LZ 27) oder der eingebaute PopUp Blitz ideal (z.B. LZ ab 10).

Die ideale Brennweite bestimmt sich ibs. durch den nähest wählbaren Abstand zum Objekt: Je kürzer diese Distanz, desto einfacher ist das Handling, je geringer die Brennweite, desto günstiger ist wegen der Verbreitung auch der Kaufpreis des Makroobjektivs. Diese Objektive bilden nicht besser als sehr gute Festbrennweiten ab, manche sind in der Abbildungsleistung bei Offenblende sogar unterlegen: Mit Makroobjektiven kann man bauartlich bedingt sehr nahe an das Objekt herangehen, um vergrößert aufzunehmen, that`s all…

Hilfsmittel zur Reduktion des Minimalabstandes eines Objektivs sind auch Zwischenringe (Extension Tubes), die es in verschiedenen Längen gibt (Beispiel Canon mit 12mm und 25mm). Man sollte darauf achten, dass alle Anschlüsse moderner Bajonette bedient werden, sonst funktioniert der Autofokus oder die Offenblende oder beides nicht mehr.

Der >Makro< Abbildungsmaßstab 1:2 bedeutet, dass bei nähestem Abstand das vollständig abgebildete Objekt mit der doppelten Sensorgröße übereinstimmt, beim Vollformatsensor entspricht das 48mm mal 72mm, sprich 2-faches Kleinbildformat. Landläufig wird heute fast jede Nahaufnahme als >Makro< bezeichnet. Im Sinne des Wortes beginnt Makro erst, wenn das abgebildete Objekt maximal 5-fache größer als die Sensorfläche ist. Ab 1:1 und kleineren aber bildfüllend abgelichteten Objekten spricht man deshalb auch von Mikrofotografie, diese ist mit speziellen Objektiven oder sog. Umkehrringen auch für Zoomobjektive zu erzielen. Man muss hier idR manuell arbeiten. Die Schärfentiefe nimmt mit der Vergrößerung ab. Abhilfe: Mit dem sog. >focus stacking< können ruhende Objekte mit kontinuierlicher Fokusveränderung fotografiert und danach digital verrechnet werden.

Nicht zuletzt sollen auch Nahlinsen erwähnt werden, eine relativ bequeme Lösung für gelegentliche Nahaufnahmen unter Beibehaltung aller Kamerafunktionen, als Lesebrille für das Objektiv für etwas >näher ran<. Achtung: +10 Dioptrien sind höchstens für kompakte Digitale geeignet, das dSLR Objektiv sollte mit nicht mehr als +4 oder besser +2 Diotrien bestückt werden.

Zu den Investitionen:

Nahlinsen kosten vergleichsweise wenig, müssen aber für jeden Filterdurchmesser passend erworben worden, gute mit 2 Linsen gehen schon eher ins Geld, vor allem wenn der Durchmesser steigt.

Zwischenringe mit der Übertragung aller Funktionen bieten viele Vertriebe an, die Anschaffung ist einmalig und nur beim Systemwechsel erneut fällig.

Makrofähige System- oder Fremdobjektive sind eine enorme Erleichterung für Denjenigen, der auch täglich Nahaufnahmen macht, wobei die Makro-Festbrennweite selbstverständlich und mit entsprechenden Resultaten bis unendlich, also ab Mindestdistanz in jeder Entfernung zum Objekt verwendet werden kann. In Abhängigkeit von der Sensorgröße und Verwendung sollte geprüft werden, ob das schwere und teure 100mm Makro für den Crop Sensor zwingend nötig ist, denn hier beträgt der Bildwinkel schon äquivalente 150/160mm (KBÄ Nikon/Canon)!

Mikroobjektive sind idR. manuelle Gläser als umgekehrte Festbrennweiten und bedürfen besonderer Beachtung nicht nur beim Kauf. Der Einsatz dieser sehr speziellen Linsen erfordert stabile Positionen von Kamera und Objektiv, die Distanz zum Objekt sollte auch über Einstellschlitten vorgenommen werden können. Schon aus der analogen Zeit sind sog. Balgengeräte mit Speziallinsen vergleichbar. Anstelle eines Mikroobjektives kann auch eine Kombination (Zoom-) Objektiv mit vollautomatischem Umkehrring, also unter Beibehaltung der Offenblendenfunktion eine Alternative sein.

Ein Wort zum den sog. Makrozoom: Viele Hersteller deklarieren Zoome als makrofähig, was im Sinne des Abbildungsmaßstabs bis 1:1 nicht zutrifft, es sind nur einfache Nahaufnahmen zu erreichen, die durchaus reivoll sein können, dazu zwei Beispiele von Canon: Das EF 28-135 hat eine Nahdistanz bei f135mm von 50cm, gut für Objektgrößen am Cropsensor von 60mm x 90mm, das Kitobjektiv EF-S 18-55 hat bei f55mm den Mindestabstand von 28cm für abzubildende Objekte von 40x60mm.

Kombiniert man mittlere Zoome mit geringerem (50cm) oder Telezoome mit größerem (100-150cm) Nahabstand jeweils mit kleinem (12mm) oder großem (25mm) Distanzring, reduziert sich der Nahbstand nochmals unter Verlust von Aufnahmen bei unendlicher Entfernung. Kombiniert man diese Zoome mit einem 1.4, 1.5 oder 2-fach Konverter, verändern sich die Nahabstände nicht, aber die Brennweiten verlängern sich, die abgebildeten Objektgrößen reduzieren sich durch die kleineren Bildwinkel ebenso wie die Lichtstärken der verwendeten Zoome oder Festbrennweiten. Wer auf Gewicht (und Anschaffungen) verzichten will, ist mit bewährten Konverter-Zoom Kombinationen (Kenko 1.4 plus EF 4 70-200 L IS) gut versorgt, für reine Nahaufnahmen genügt diesem Zoom auch ein 25mm Zwischenring, für gutes Licht sorgt ein kompaktes Blitzgerät (270EXII) z.B. mit 1-2 LW Reduktion, um vorhandenes Licht nicht zu überlagern.

Unterschiedliche Kosten finden sich bei den Blitzlichtsystemen, angefangen bei sog. >slave< fähigen kleinen Blitzen auf Minischuhen oder mobilen Schienen, die am Stativgewinde des Kameragehäuses fixiert und vom PopUp Blitz gezündet werden, die mobile Verwendung ist trotz [M] Programm relativ sicher bei gleichbleibenden und nahen Abständen (ISO 100 – 1/125sec – f ca. 50-60mm – F19 – volle Blitzleistung). Die nächste Stufe stellen die systemgesteuerten Ringblitze dar, mit zwei  Blitzröhren jeweils im Halbkreis, dieser Ring wird vorn am Objektiv eingeklickt, man sollte darauf achten, dass beide Röhren getrennt eingestellt werden können – oben etwas heller und unten etwas dunkler, um je nach Anforderung das natürliche Lichtaufkommen nachzubilden. Variabler aber noch frontlastiger sind sog. Scherenblitzysteme mit zwei oder mehreren kleinen Blitzgeräten, vergleichbar zum Ringblitz vorn am Objektiv befestigt, eignen sich hervorragend für Table-Top Fotografie, wenn Kamera und Lichtsystem auch auf einer stabilen Fläche stehen können.

Handlich sind vor allem kleine systemfähige Blitzgeräte (270EXII) , die per Kamera auch in der jeweiligen Intensität gesteuert werden können: Gezielte Platzierung und geringes Gewicht schaffen Vorteile, unterwegs genügen sie als Aufhellblitze oder in kleineren Räumen ähnlich dem PopUp, weil immer dabei! Nicht zu vergessen: Für alle Blitzgeräte gibt es auf- oder vorsteckbare Diffusoren, deren Wirkung harte Schlagschatten vermeiden kann, das muss man austesten, weil die Wirkung sehr unterschiedlich ist, oft nutzen auch schon transparente (Verpackungs-) Folien.

Zu dem ungefähren Kosten:

Nahlinsen ca. €20-50

Zwischenringe ca. €50-100

Makro-Microobjektive ca. €250-1.000

Manueller >slave< Blitz LZ 15 €35, Makro-Flash-Set aus 2 Blitzen mit Schienen zur Montage ca. €150

Systemblitz je nach Anbieter und LZ 27-40-55 ca. €150-250-350

Ringblitz je nach Anbieter ca. €150-500

Zangenblitz wie vor ca. €250-650

Konverter ca. € 150-250-500 je nach Faktor und Hersteller

Es gibt also vor jeder Anschaffung viel zu beachten…

Weiterführende links

http://de.wikipedia.org/wiki/Makrofotografie

http://de.wikipedia.org/wiki/Mikrofotografie

(c) www.slowfoto.de

FAQs Kleine Objekte fotografieren…

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Frage: Welches Ministudio ist für kleine Objekte gut geeignet?

slowfoto:

Das kommt vor allem auf die maximale Größe und die Art der Objekte an: Will man porträtieren, benötigt man einen Stuhl für den Betreffenden, sind es Objekte zum hinstellen, kann  man im Sinne der table-top Fotografie arbeiten: Darauf möchte ich am gezeigten Beispiel meines Ministudios  (80 x 45 x 65cm B x T x H) näher eingehen, denn aus einer provisorischen Verlegenheitslösung ist mittlerweile der Dauerzustand geworden 🙂 Wesentlich ist dabei die Arbeitsplattform (Tisch, Regal), die geeignete Beleuchtung und das Stativ für die Kamera. Die Ausnahme bildet das Makro Flash Kit (TRAUMFLIEGER), dass mobil und stationär für Nahaufnahmen zu verwenden ist.

Zur Ausrüstung:

Aufklappbare transportable Kofferstudios eignen sich für entsprechend kleine Objekte, anklemmbare (LED-) Leuchten bedürfen bei JPG Aufnahmen hinsichtlich der Farbtemperatur zumindest eines individuellen Weißabgleichs.

Für alles was klemmt oder steht sind die FLEXX Ausrüstungen von Cullmann bestens geeignet.

Ideal ist eine stabile Arbeitsplatte, auf der entweder das Equipment schnell einzurichten ist oder im Idealfall sogar stehen bleiben kann. Wie im großen Studio ist auf ausreichende Reflektionsflächen zu achten, dazu eignen sich stabile weiße Kartone aus dem Papierhandel. Hinter- und Untergrund kann eine Stoffbahn sein, die im Sinne einer halfpipe die Arbeits- und Rückfläche einnimmt, womit der Knick vom Bden zur Rückwand entfällt. Regenschirmartig aufzuklappende Zelte (KAISER) aus transparent weißem Stoff nehmen eine Sonderstellung ein: Sie sind in Sekunden aufgestellt oder wieder abgebaut und beinhalten alles, was man studiomäßig zum Fotografieren benötigt und eignen sich zudem für Blitz- oder Dauerlicht.

Wesentlich ist die Ausleuchtung, ich ziehe kleine Blitzleuchten (CF Foto und Video) wegen der stabilen Farbtemperatur und und kontrollierbaren Intensität vor: Zum Einstellen eignen sich die in Studioblitzen eingebauten Halolampen, für Systemblitze bleibt der Probeblitz.

Ein guter Handbelichtungsmesser (GOSSEN) erleichtert ohne viele Probeaufnahmen, die Lichtmenge vor der Aufnahmeserie präzise einzustellen. Wie für das große Studio sind Ausbelichtungen im [M] Programm bei rauscharmen ISO100, 1/125sec als sicherer Synchronisationszeit und Blende F8 und mehr (je kleiner das Objekt, desto eher F19) sinnvoll!

Zu den Investitionen:

Bauartlich genügt ein Tisch oder ein entsprechend tiefes Regal. Die weißen Pappen kosten wenig, ebenfalls das geeignete und möglichst waschbare Tuch.

Kameraseitig ist ein Stativ mit Einstellschlitten nötig. Moderne Crop Kameras eignen sich mit dem Kitobjektiv (18-55mm) bereits für minimale Objektgrößen ab 40x60mm. Zudem besitzen sie einen eingebauten pop-up Blitz.

Komfortabel ist die Ausleuchtung mit zwei oder drei Studioblitzen, als Lichtleistung genügen <200Watt vollauf.  Der dritte Blitz für die Hintergrundausleuchtung zur Vermeidung häßlicher Schlagschatten kann auch ein sogenannter Slave sein.

Zu dem ungefähren Kosten:

Kofferstudios ca. €50-100.-

Aufklappbares Stoffzelt incl. grau/weiß Tuch mit Klettbahn ca. €40.- siehe link unten

2 Studioblitze (200W) ca. €300.- siehe 3 links unten

Slave Blitzgerät ab ca. €35.-

Blitzlichtmessgerät ca. €150-300.- siehe link unten

Tramflieger makro Flash Kit pro ca. €150.- siehe link unten

Cullmann FLEXX System ab € 30.-

Crop-Kamera plus Kitobjektiv ab € 350.-

Es gibt also vor jeder Anschaffung viel zu beachten…

Weiterführende links

http://de.wikipedia.org/wiki/Makrofotografie

https://slowfoto.wordpress.com/2011/03/30/eine-kompakte-und-erschwingliche-blitzanlage-1/

https://slowfoto.wordpress.com/2011/05/03/eine-kompakte-und-erschwingliche-blitzanlage-2/

https://slowfoto.wordpress.com/2011/05/26/kompakte-vs-professionelle-blitzanlage-3-fazit/

https://slowfoto.wordpress.com/2011/07/25/belichtungsmessung-aktuell-whats-go-ssen-on-teil-2/

CF Studioblitze

http://www.cf-photo-video.de/Produkte/Beleuchtung/Studioblitze/studioblitze.html

Cullmann FLEXX System

http://www.cullmann.de/ergebnisse/cat/flexx.html

Gossen Lichtmessung

http://www.gossen-photo.de/foto_p_digiflash.php

http://www.gossen-photo.de/foto_p_digipro.php

Traumflieger MAKRO-Flash-Kit PRO

http://www.traumflieger.de/shop/product_info.php?products_id=166

Traumflieger Kaiser Dom Zelt

http://www.traumflieger.de/shop/product_info.php?products_id=110

(c) www.slowfoto.de

CULLMANN FLEXX Touring Set

https://www.cullmann.de/detail/id/flexx-touring-set.html

Wer regelmäßig wandert und/oder mit kleinerer Ausrüstung unterwegs sein möchte, sucht nach leichten und dennoch stabilen Montagen, Ministativen resp. Ministands oder Saugnäpfen sowohl für die Kamera und externen Blitzen resp. Leuchten als auch zum Fixieren der Objekte. Die Verwendung beschränkt sich allerdings nicht etwa auf outdoor Projekte, mittlerweile habe ich mein Ministudio für Nahaufnahmen damit ergänzt sowie verschiedene mobile Tabletop Liveview Anwendungen erfolgreich durchführen können. Letztlich genügt ein stabiler Tisch als Arbeitsfläche.

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Der deutsche Foto-/Videozubehör Hersteller CULLMANN aus Langenzenn bietet mit der neuen FLEXX Serie gleich fünf differenzierte Zusammenstellungen für unterschiedlichste Anwendungen. Ich habe das sinnvoll ausgestattete 6-teilige Touring Set einschließlich Stativ drinnen und unterwegs in den folgenden Konstellationen angewendet:

* Das kleine aber stabile Stativ NANOMAXX 200T 500g mit der umsteckbaren Mittelsäule 100g und dem Kugelkopf CB5 100g, komplett also 700g für mittlere Fotoapparat-Objektiv Kombinationen, stellt m.E. ein universelles Tool auch für Desktop- oder Makroaufnahmen dar,
* der großer Saugnapf CS33 135g samt Miniteller 20g für leichte und mittelschwere Film- oder Kameras und andere Einsatzzwecke sowie
* die extrem stabile Schraubmontage CC60 250g auch für ausladendes oder schwereres Foto-Equipment oder Zubehör und
* der leichte Erdspies 20g für die M6 Verbindung von der selbigen zum Blitzgerät oder auch zur leichten kompakten Kamera oder zum iPhone.

Allen Teilen dieses Studio-Sets ist die Verbindung über kleine Blitzgewinde M6 gemeinsam. Bei der Verwendung fällt die Sorgfalt auf, mit der die durchdachte Verteilung der z.T. ausdrehbaren Stehbolzen vorgenommen wurde, zudem ist die Materialanmutung und die Haptik wertig, die FLEXX Sets enthalten viele nützliche Accessoires für den geforderten Preis. CULLMANN vergibt zudem für alle FLEXX Sets und weitere ausgewählte Produktlinien eine Garantieverlängerung von 10 Jahren, was nun wirklich für Vertrauen in die Qualität und kundenorientiertem Service spricht!

http://www.amazon.de/Cullmann-6-teilig-Erdspie%C3%9F-Kugelkopf-Makro-Fotographie/dp/B0057UYTZA/ref=sr_1_1?s=ce-de&ie=UTF8&qid=1325754149&sr=1-1

Das Studio Set ist hier näher beschrieben:

https://slowfoto.wordpress.com/2012/01/12/cullmanns-flexx-system/

(c) www.slowfoto.de

FAQs Objektive und Retroadapter für Makros

Frage: Welches Objektiv und welcher Retroadapter ist für Makroaufnahmen geeignet?

slowfoto:

Ich verwende seit vielen Jahren für das EF-S 18-55 den Retroadapter (= Umkehrring) von Stefan Gross, ergänzt um den Filterhalter zum Schutz der hinteren Objektivöffnung, die jetzt ja nach vorn zeigt:

http://www.traumflieger.de/desktop/retroadapter/retroadapter.php

und habe damit Fotos mit kleinen oder winzigen Motiven erstellen können. Einschränkend muss man sagen, dass die Retro-Objektive manuell weil bei Arbeitsblende bedient werden, vergleichbar zur Arbeitsblendenmessung mit gedrückt gehaltenen Abblendtaste. Ebenso wird auch eingestellt: Man wählt die Blende vor (z.B. F8, bei noch kleineren Blenden sieht man fast nichts mehr im Sucher), drückt diese Taste und verrückt dabei das Objektiv ein paar Grad im Bajonett, so dass beim Loslassen der Taste der Blendenwert erhalten bleibt, was dem Entfall der Offenblendenmessung entspricht. Nun kann man das Objektiv ganz abnehmen und mit dem rein mechanischen Umkehrring wieder aufsetzen und mit dem Fotografieren beginnen. Die gewünschte Abbildungsgröße läßt sich durch Veränderung des Objektabstands, der Brennweite und der Entfernungseinstellung am Objektiv variieren, ein Stativ mit Einstellschlitten ist dabei hilfreich. TFs pro Version (Novoflex) steuert auch die Blende, so dass ohne jegliches Abdunkeln eingestellt werden kann.

http://www.novoflex.com/de/produkte/makrofotografie–blitztechnik/umkehrring-eos-retro/

Zu den Objekten der Begierde bleibt zu sagen: Wegen der geringen Schärfentiefe muss man darauf achten, dass sowohl die Kamera als auch das Motiv möglichst absolut ruhig bleiben. Beispiele: Libellen während der Paarung, Insekten auch nach dem Ableben wie in meinen Foto Hummel, Blüten vorher fixieren (cave Wind), vorher an technischen Objekten üben hilft weiter.

Ein anderes Thema ist das richtige Licht, hier helfen in der Desktopfotografie stationäre Dauerlichter (LED) oder auch transportable Blitzsysteme mit z.B. 2 seitlichen sog. Slaves i.V.m. dem PopUp Blitz als Auslöser:

http://www.traumflieger.de/shop/product_info.php?products_id=91

Alternativ kann man auch den Ringblitz mit Dieter Baumanns dps Halter für den Canon EX 14 Ringblitz, am Stativgewinde montiert, mit gezielter Position oberhalb des Objektivs einsetzen:

http://www.dental-photo-systeme.com/produkte/zubehoer/index.php

Last not least lässt sich auch eine kleine Studioblitzanlage i.V.m. Diffusoren problemlos integrieren:

https://slowfoto.wordpress.com/category/studiofotografie/

Als Alternativen, mit mehr Komfort im Sinne der Offenblende, aber immer noch limitiert auf etwa 1:1, bleiben die drei mir gut bekannten EF 2.5 50 macro, EF-S 2.8 60 macro und EF 2.8 100 macro, die beiden EF durchaus auch mit Konverter,  für das 50er gibt es den speziellen Live-Size Konverter. Der PopUp Blitz der Crop-Kameras leuchtet sogar das lange 100er abschattungsfrei aus. Eine Sonderstellung nimmt das Canon Lupenobjektiv MP-E 2.8 65mm für die eher stationäre Verwendung ein, das den Bereich von 1:1 bis 5:1 abbildet (s.a. Wurzelspitze). Wer mit dem [M] Programm arbeitet und z.B. Blende F19 und Belichtung 1/30-1/200sec mit manuellem Blitzlicht, kann sich mit dem Einsatz eines Blitzbelichtungsmessers viele Belichtungsreihen ersparen.

https://slowfoto.wordpress.com/2011/07/25/belichtungsmessung-aktuell-whats-go-ssen-on-teil-2/

(c) www.slowfoto.de

s l o w f o t o der Woche (KW 34 2011)

…RotGrünBlau – Fastfood für den Sensor

http://de.wikipedia.org/wiki/Bildsensor

Bilddaten:

– Kamera: EOS 400D
– Objektiv: EF-S 18-55 in Retro-Position
– Blende: [M] F11 (für gerade noch Durchblick, ersatzweise live-view)
– Belichtungszeit: 1/60sec
– Empfindlichkeit: ISO 400
– Belichtungskorrektur: 0,5LW
– Brennweite: ?
– Entfernung zum Fokus: sehr nahe
– Belichtungsmessart: Macro Flash Kit und PopUp Blitz
– Bildstil: Natürlich
– Bilderbearbeitung: PS

Das EF-S Kit-Objektiv ist in der Retro-Stellung mit Umkehrring ein leistungsfähiges Makro- resp. Mikro-Zoom, das auch Aufnahmen bis weit unter 1:1 in manueller Erstellung (Arbeitsblende)ermöglicht. Damit eröffnet sich sehr preiswert die Welt des Mikrokosmus.  Zugegeben, ein wenig Geduld ist bei der Aufnahmesession schon nötig, für mobil kann ein EF-S 2.8 60mm wesentlich mehr Komfort bieten, allerdings >beschränkt< auf 1:1 Abbildungen bis unendlich. Wegen der oft identischen Abstände ist die Verwendung von seitlichen Zusatzblitzen (>Slaves<) zum PopUp-Blitz der Crop-Kamera bei Voreinstellung im [M]anuellen Programm easy, das Traumflieger Macro Flash Kit dabei ein hilfreiches Tool.

www. s l o w f o t o .de

FAQs – Nahfotografie geeignete Kameras, Brennweiten und Lichtquellen

 

Bilddaten EOS 350D EF-S 18-55 mit Traumflieger Retroadapter und Makro Flash Kit

 

Frage: Hast Du Erfahrungen mit LED-Ringlichtern für SLR? Das Ringlicht für die Coolpix hatte seinerzeit (2002: Nikon 950/990/995/4500 d.V.) nicht genug Leistung und hat keine gescheiten Bilder ergeben – nun geht die Entwicklung ja weiter.

  

Slowfoto: Das damalige doctoreyes Ringlicht zur Coolpix 990 war zunächst einreihig und ohne Anternative, ich hatte auch nichts anders und damit schon zufriedenstellend gearbeitet, die mehrreihigen LED-Ringe folgten erst später und zu anderen Preisen. Bis heute kenne ich immer noch kein wirklich ausreichendes LED-Licht für dSLR, schon der Popup-Blitz ist Lichtmengen mäßig haushoch überlegen!

 

Frage: Welche Naheinstellung ist empfehlenswert? Das Olympus-Objektiv hat eine Naheinstellgrenze von 14,6 cm – und die Brennweite entspricht ja 70 mm klassischem Kleinbild. Das 50er Objektiv entstammt der Profi-Linie und kostet um die 6-700 €. Da liegt die Grenze bei 24 cm.

Slowfoto: Das hängt vom Bildwinkel und der Objektgrösse ab, bei der Canon Crop Sensor Kamera beträgt sie minimal 28cm bei 40x60mm Objektgröße, 55mm Brennweite vorausgesetzt. Für 1:1 musst Du ein Makroobjektiv oder Zwischenringe verwenden und näher ran, wobei Abschattungen des PopUp-Blitz durch das Objektiv zu beachten sind, nur bei der planen Sanyo E6 wegen des innen liegenden Objektives nicht, bei vorstehendem Objektiv kann ein Ringblitz mehr und das egal in welchem Winkel aussleuchten. Das Canon Mikroobjektiv MP-E 65 bildet auch unter 1:1 bis 1:5 ab, am Crop-Sensor sind das 16×24 bis 3×4,5mm Objektgrößen, mit dem Objekt direkt vor der Frontlinse wie bei vielen Kompakten im Weitwinkelmodus, dann helfen nur noch seitliche Lichtquellen. Man muss auch die dSLR per Objektivblick von der Kompakten oder dSLR mit Live View unterscheiden, die Kompakte bildet mit Brennweiten von 4mm (I-Phone 4) oder 6mm (Nikon 4500 Sanyo E6 Canon D10) und deren spezifischer Darstellung in der absoluten Nähe ab, die dSLR mit vergleichweise gigantischen 35-50-100mm (Fest-) Brennweiten zeigt diese Perspektive und Verzeichnung nicht und das bei größerem Abstand von 30-100cm. Es ist immer die Frage nach dem Einsatz, eine Kompakte ist in mehreren Sessionen weniger gut einzusetzen, die dSLR kann mit präzisen Festeinstellungen immer wieder gleiche Abbildungsleistungen liefern.

Frage: Welche Brennweite Makro empfiehlst Du derzeit für Dentalaufnahmen?  Ich habe jetzt eine Olympus- SLR (Four Thirds) und könnte günstig ein 35 mm bekommen, entsprechend 70 mm. Das 50 mm (entsprechend 100 mm) kostet fast dreimal so viel. Ein 150 mm von Sigma kostet ähnlich viel wie das 50er von Olympus. Meine Befürchtung bei einer zu langen Brennweite wäre es, nicht nahe genug an das Objekt herangehen zu können, um genug Licht aus dem Blitz darauf zu bekommen.

  

Slowfoto: Wenn Du das 35mm OLY Glas kaufen willst, achte auf die kürzeste Distanz (Nahgrenze), sonst benötigst Du wieder Zwischenringe und die kosten nochmals. Wenn Du einen externen Blitz verwendest, spielt die (nähere) Entfernung keine besondere Rolle, auch ein EF 2.8 100 Makro lässt sich mit dem Popup Blitz noich sehr gut ausleuchten. 

 Nach meinen Erfahrungen geht fast alles in der Hand des Versierten, nur kann man es sich leichter oder schwerer machen, hier deshalb eine Zusammenfassung:

* LEDs als einzige dSLR Lichtquelle sind derzeit für F19 im Nahbereich noch nicht verfügbar, ich warte auf das neue LED Video Light pro von Quenox.

 
* Eine billige Crop Sensor dSLR mit popoup Blitz und f55mm ist geiegnet für kleinste Objekte bis 40x60mm. Letztlich reicht für die geblitzte und damit langsame Nahfotografie eine alte EOS 300D, ab 6 Millionen Pixel bist Du gut schon dran im Nah-Club! Oder eine Schwester von Nikon, da kenne ich die D70 als Oldie. Eine Canon 1000D ist heute knapp über € 300.- erhältlich, wobei ich unbedingt auf ein EF-S 18-55 IS achten würde (Image Stabilizer).

 
* Zur OLY kann ich nichts sagen, m.E. sind für den Crop-Sensor 60mm (x1,5Nikon oder 1,6Canon) ideal, auch wenn Andere 100mm (entspricht 160mm KBÄ) favorisieren, schließlich wird dazu auch noch einen Ringblitz verkauft, den man für Querformat nicht wirklich zwingend benötigt!

 
* Für Vollformat musst Du einen Blitz und ein Makro kaufen, das wird demgegenüber ein mehr an Ausgaben und Gewicht beim Handling.

 
* Mit Fremdobjektiven habe ich keine Erfahrungen und ehrlich keine Lust, weil ich fast nur noch mit Vollformaten arbeite.

 

* Ich verwende für einfache Dokus im Nahbereich die SANYO E6 und für druckfähige Dokus die EOS 400D plus EF-S 60 makro mit dem Popup-Blitz. Als Ersatz für die nicht mehr erhältliche E6/E60 kannst Du die Canon Powershot D10 mit einer 10 Dioptrien Linse verwenden, dazu mehr auf www.slowfoto.de Einstellungstipps zur D10 https://slowfoto.wordpress.com/2011/01/10/nahfotografie-ein-geeignetes-und-kleines-equipment/ oder allgemein https://slowfoto.wordpress.com/2010/11/16/nahfotografie-ganz-einfach/

 

(c)www.slowfoto.de

 

 

Nahfotografie – ein geeignetes und kleines Equipment

Um es vorweg zu nehmen, es geht hier nicht um eine Vorgehensweise für absolut vergleich- und reproduzierbare Nah- oder Makroaufnahmen aus unterschiedlichen Aufnahmesessionen, sondern um eine einfache und sichere Wiedergabe von kleinen Objekten, die mit der dSLR >out of the box< so nicht aufgenommen werden können (anstelle Cropsensor plus Makroobjektiv plus Ringblitz): Mit dem Kit-Objektiv 18-55 bei f55mm und dem Popup-Blitz endet die Nahaufnahmefähigkeit bei 28cm Distanz mit kleinsten Objektgrößen von immerhin 40x60mm!

Ist das Objekt der Begierde kleiner und lässt nähere (Flucht-) Distanzen zu, kommen die Vorteile kompakter Kameras (NIKON CoolPix 950 bis 4500, SANYO Xacti E6 und E60) mit kleinerem Sensor (Crop Faktor >=5) zum Tragen, die aufgeführten Modelle werden allerdings seit geraumer Zeit nicht mehr hergestellt: Hervorgehoben hier nochmals das fantastisch einfache Handling der E6, ohne Zubehör und nur mit dem abgeklebten Blitz (eine Lage weißes Papier) sind bei mittlerer Brennweite eindrucksvolle Detailwiedergaben bis zu Briefmarken großen Objekten bei 4MPI möglich.

Aktuell bietet CANON die Powershot D10 als wasserdichte Kompakte mit innenliegendem 3-fach Zoom und obenliegendem Blitz zum Strassenpreis von ca. € 235.- an. Ich verwende diese Kamera seit über zwei Jahren für alle Situationen, in denen ich keine dSLR schleppen oder eine Nahaufnahme erstellen möchte (s.a. -> slowfotos der Woche und Einstellungstipps). Zudem habe ich mich, entgegen meinem sonstigen Vorgehen, bei dieser Kamera auch gerne auf den [Auto]matikmodus verlassen: Hier bietet die D10 interessanterweise eine kurze Distanz [Blume] bei f6,2mm mit halbwegs Restlicht allerdings ohne automatische Blitzaufhellung, im [P] Modus hingegen auch mit erzwungenem Blitz bei ISO 80, die Abbildungen dazu sind unten. Eine zusätzlich montierte 5-10 Dioptrien Vorsatzlinse erlaubt längere Abstände und damit Fluchtdistanzen durch längere Brennweiten bis f16,8mm (37mm auf hier 43mm Adapterring, 43mm 10Dio-Nahlinse).

D10 mit Diffusor und Nahlinse

Ein Problem entsteht bei der Ausleuchtung durch den eingebauten Blitz, der zwar in 12 Uhr Position richtig positionert ist und somit seitliche Schatten vermeidet, aber durch den massiven Objektivvorbau bei kürzesten Entfernungen in den unteren Bildbereichen abgeschattet wird. Abhilfe schafft, wie auch schon bei den Nikon Modellen mit dem seitlichen Blitz, den Verwendung eines selbstgebauten Diffusors (500g Yoghurtbecher, 37mm Lochschnitt im Boden), schön ist er nicht aber so billig wie gut: Einfach aufstecken und blitzen!

D10 mit Diffusor

D10 mit Diffusor von oben

Viel Spaß beim Basteln…

s.a. bisher

https://slowfoto.wordpress.com/2010/11/16/nahfotografie-ganz-einfach/

https://slowfoto.wordpress.com/2010/09/04/canon-powershot-d10-einstellungen/

Abbildungen unbearbeitet

F8 1/60sec ISO 80 f6mm ohne Blitz

alle weiteren F8 1/15sec ISO 80 f6mm, hier mit Blitz und Abschattung im unteren Bereich

hier mit Diffusor und gleichmäßiger Ausleuchtung

hier mit Blitz und zentraler Überbeleuchtung

hier mit Joghurtbecher-Diffusor und gleichmäßiger Ausleuchtung

(c) www.slowfoto.de

Einfach bessere Fotos – slowfotos Reisefotografie

 Canon 400D ISO 200 Blende F 11 Brennweite f 14mm Zeit 1/350 sec Uhrzeit 15:10 – Panorama aus fünf Einzelaufnahmen

Reisefotografie – richtig Auswählen, Fotografieren und Präsentieren

Jeder kann überzeugende Bilder von Reisen aufnehmen, wenn das Auge geschult und die Technik einigermaßen vertraut ist. Start at the beginning: Man muss sich nur innerhalb der Grenzen bewegen, die das Objekt der Begierde, die Technik und die Physik auferlegen.

Nicht alles, was ich sehe, kann ich wiedergeben, vieles davon eignet sich jedoch für eindrucksvolle Standbilder: besser ist es, mit Gefühl und guten Willen schon in der Kamera zur perfekten Bilddatei zu gelangen, der richtige Weg, um anschließende und zeitaufwendige Nachbearbeitung am PC zu minimieren.

Wie geht das? Dabei helfen die zwölf folgenden und einfachen Regeln

Canon 350D ISO 200 Blende F 11 Brennweite f 10mm Zeit 1/350 sec Uhrzeit 12:49 Panorama aus zwei Einzelaufnahmen

Zwölf Wege zum Erfolg

1)    Das richtige Equipment – weder zu viel noch zu wenig

2)    Eigene Fähigkeiten – Erkennen und Umsetzen

3)    Die richtige Komposition – was darf keinesfalls aufs Bild

4)    Kontraste zwischen Vorder- und Hintergrund – was verträgt der Sensor

5)    Zur richtigen Zeit am richtigen Ort – Planung ist alles

6)    Zwischen Licht und Schatten – darin liegt der eigentliche Reiz

7)    Die richtige Einstellung – oder wie beherrsche ich die Technik

8)    Interessante Aufnahmen mit Menschen – alt,  jung oder fremd

9)    Schlechtes Wetter – es gibt nur ungeeignete Motive

10)   Nachbearbeitung am PC – so wenig wie sinnvoll

11)   Bildauswahl – was ist langweilig

12)   Präsentation – optisch oder gedruckt

Canon 400D ISO 200 Blende F 11 Brennweite f 24mm Zeit 1/250 sec Uhrzeit 13:18

1)   Equipment

Manches davon bleibt besser zu Hause

und oft ist weniger mehr!

Nicht die apparative Ausrüstung, sondern die genutzte Situation und die beherrschte Technik sichern gute Ergebnisse: Eine digitale SLR-Kamera mit präzisem, schnellen Autofokus, ein >Fußgängerzoom< (max. 18-135mm) oder einige Zoomobjektive (darüber kann man Stunden streiten), Ersatzakkus plus Speicherkarten und vielleicht noch ein Netbook zum Speichern sind notwendig, vielleicht auch weniger.

Als pragmatischer Minimalist nimmt man mit, was man benötigt oder letztendlich doch etwas mehr. Die Tasche sollte weder Blicke und Begehrlichkeiten anziehen noch zu schwer sein, wenn es zu Fuß auf Motivjagd geht. Ich verzichtete gerne auf Blitztechnik und Stativ: >available light Fotografie< ist die Herausforderung für mich in vollem Belichtungsspielraum von ISO 100 bis 3200 plus die Nutzung von allem, woran oder worauf die Kamera ruhen kann (Geländer, Hauswände, Laterne, Tische und Stühle), mit zwei oder drei Bildern in Folge, wobei eines davon besonders gut und scharf sein sollte.

2) Eigene Fähigkeiten

Canon 400D ISO 200 Blende F 9,5 Brennweite f 10mm Zeit 1/250 sec Uhrzeit 10:25

Wie so oft zählt das Wissen mehr als die beste verfügbare Technik, sogar mit einfachen Kameras lassen sich ansprechende und aussageträchtige Aufnahmen machen, ohne dass zuvor ein Vermögen investiert wird.

Fotografie basiert auf einigen optischen und physikalischen Grundregeln über Licht und Tageszeit, Bildwinkel und Bildkomposition, der Rest ist Erfahrung und Intuition. Wer vorher mitdenkt, muss nachher nur wenige Aufnahmen löschen = s l o w f o t o. Und ein Bild ist erst dann gut, wenn man nichts mehr abschneiden oder verändern muss (und Frauenaugen dies bestätigen).

Am Kiosk oder im Zeitungsgeschäft lässt sich schnell herausfinden, wo die richtig guten Standpunkte für die bisherigen Fotografen waren. Wichtig ist die Wahl des interessanten Tageslichts, high noon ist ungeeignet, weil die Sonne zu hoch steht, zu grelles Licht bei zu dunklen Schatten verursacht und die interessante, weil seitliche Schattenwirkung entfällt.

Meine Highlights entstehen am frühesten Morgen, oft schon direkt nach Sonnenaufgang, oder zur „Blauen Stunde“, also in den 20 bis 40 Minuten nach Sonnenuntergang, wenn der Himmel leuchtet, aber noch nicht zu dunkel ist und ISO zur Bedeutung kommt. Der erkannte Zufall sichert die besten Motive, man sollte vorher wissen wo, denn die Ausbeute eines ganzen Tages entsteht so oft innerhalb weniger Minuten.

Canon 400D ISO 800 Blende F 3,5 Brennweite f 10mm Zeit 1/4 sec Uhrzeit 17:29

Mit dem Stadtplan in der Hand oder einer geplanten Tour im Kopf suche ich die entsprechenden Standpunkte und verwende passende Brennweiten. Bin ich mit dem Ergebnis nicht wirklich zufrieden, suche ich sofort nach besseren Kompositionen. Vor allem in alten Städten ist ein super Weitwinkel (16mm KB oder 10mm KBÄ) von Nöten, schmale Gassen erfordern Hochformate.

Eher statische Motive werden mit [Av = aperture value] und Blende 7 oder mehr aufgenommen, um möglichst große Schärfentiefe zu erreichen, dynamische Motive mit Personen bedürfen kurzer Belichtungszeiten mit [Tv = time value] ab 1/250 sec und kürzer, um Bewegungsunschärfen sicher zu vermeiden.

Eine präferierte Einstellung ist dann oft auch die [P]rogrammautomatik mit einem prüfenden Blick auf die von der Kamera vorgeschlagenen Werte für Belichtungszeit und Blende bei vorgegebener ISO oder der ISO [Automatik].

ISO Werte hängen vom verfügbaren Licht und der Dynamik der Aufnahmen sowie der Brennweite ab. Wenn es hell genug ist und das Objekt sich sehr wenig oder nicht bewegt, kann ISO 50-100 sinnvoll sein, dunklere Situationen erfordern bis ISO 800-3200 und noch viel mehr, hier sind kompakte Kameras mit den kleinen Sensorabmessungen in Nachteil, weil frühes Rauschen angesagt ist.

3) Die richtige Komposition

Canon 350D ISO 400 Blende F 5,6 Brennweite f 85mm Zeit 1/90 sec Uhrzeit 21:15

Ganz wichtig ist die zwar standardisierte aber interessante Bildkomposition, hälftige Aufteilungen (Himmel und Natur jeweils 1:1) sind langweilig, vor allem bei kurzen Brennweiten, ebenso exakt in der Bildmitte platzierte Objekte. Besser ist der goldene Schnitt (Drittelregel zur horizontalen und vertikalen Aufteilung), beim 2:3 Format der Spiegelreflex ist 2/5 zu 3/5 oft interessanter.

Andreas FEININGER hat zur Bildkomposition einige Klassiker geschrieben, die heute so aktuell sind wie damals, denn trotz der digitalen Sensoren und Prozessoren hat sich an der Optik und Physik der Fotografie nichts geändert. Letztlich muss man schon vor dem Blick in den Sucher erkennen, was bildunwichtig und damit langweilig ist und das ganz einfach weglassen, das ist die wesentliche Aussage zum  s  l o w f o t o.

Die durch die Abmessung der sensorbedingt kleineren (als beim Kleinbildformat, Ausnahme EOD 7D) Sucherbilder digitaler Spiegelreflexkameras sind für mich ein Grund, noch besser auf eine exakte waagrechte und senkrechte Ausrichtung der Kamera zu achten, um spätere Nachbearbeitungen am PC zu minimieren:

  • Vor dem Druck auf den Auslöser sollten in der perspektivischen Betrachtung alle vor der Kamera liegenden Hilfslinien von Bauwerken oder dem Horizont parallel zum jeweiligen Bildrand verlaufen, sonst wirken die Fotos schlichtweg amateurhaft.
  • Bei Personenaufnahmen als schlechtes Beispiel abgeschnittene Beine und viel zu viel Himmel über dem Kopf. Wer mit der Kompakten fotografiert, ist mit einem 3 Zoll großen Bildschirm ordentlich beraten.

Abhilfe bietet der Vollformatsensor oder die EOS 7D in Verbindung mit Gittereinstellscheiben, für mich schließlich ein wesentlicher Grund zur Anschaffung.

4) Kontraste zwischen Vorder- und Hintergrund

Canon 5D ISO 50 Blende F 9,5 Brennweite f 85mm Zeit 1/250 sec Uhrzeit 16:20

Abwechslung schafft Spannung, Anfänger verschenken oft große Teile des Bildes für uninteressante Inhalte, dabei wäre mit etwas längerer Brennweite die Komposition viel gelungener, sofern man nicht einfach näher ans Objekt gehen kann.

Erst Gegensätze lassen den Betrachter die Größendimensionen erfassen, auch starke Farbkontraste verfehlen selten ihre Wirkung, dankbar sind Spiegelungen auf Glas- oder Wasseroberflächen. Oft ist die Nähe zum Motiv besser, um leere Bereiche im Bild zu vermeiden. Die Entfernung stimmt erst dann, wenn man nicht näher rangehen braucht oder kann.

Ebenso ist es sinnvoll, zu einem Motiv nach passenden Rahmen oder Ergänzungen im Vordergrund zu suchen, Gebäude erhalten durch angrenzende Bäume eine andere Dimension, Blicke durch Fenster oder Mauerdurchbrüche einen Rahmen. Dadurch kann ein zweidimensionales Foto den Eindruck von bildlicher Tiefe erwecken und somit erst richtig interessant wirken, denn weitwinklige Landschaftsaufnahmen ohne entsprechenden Vordergrund langweilen einfach.

5) Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Canon 350D ISO 400 Blende F 11 Brennweite f 15mm Zeit 1/250 sec Uhrzeit 6:44

Die besten Zeiten für gute Stadt- und Naturfotos sind in der morgendlichen Frühe, am späten Nachmittag und nach Sonnenuntergang zur Blauen Stunde. Deren jeweiliger Beginn lässt sich am einfachsten durch Probeaufnahmen feststellen – wenn das Licht des Himmels kräftig oder dunkel wird, wirken beleuchtete Motive im Vordergrund besonders gut.

In Städten achtet man auf verkehrsarme Zeiten, überfüllte Märkte oder Straßen lohnen nicht: Übersichten mit weiten Winkeln wirken uninteressant, nur Ausschnitte mit langen Brennweiten sind vielleicht noch möglich.

Canon 5D ISO 400 Blende F 5.6 Brennweite f 24mm Zeit 1/250 sec Uhrzeit 19:04

Schöne Motive findet man nur in Zeiten besten fotografischen Lichtes, für den Rest des Tages dagegen bieten sich Innenaufnahmen an – oder einfach eine Pause, schließlich ermüdet nach ein paar Stunden auch der fotografische Blick. Vergleicht man bei interessanten Außenaufnahmen die Uhrzeiten, fallen gewisse Zeit- (=Licht-) Phasen schlicht weg.

Canon 5D ISO 200 Blende F 4 Brennweite f 55mm Zeit 1/30 sec Uhrzeit 19:19

So schön die pralle Mittagssonne für den Urlauber zunächst auch wirken mag – auf Fotos wirkt das weniger grelle Vor- oder das warme Nachmittagslicht einfach schöner, die sanfte Schattenwirkung eingeschlossen. 

6) Zwischen Licht und Schatten

Licht wird in der Maßeinheit Candela/m² (cd für lateinisch Kerze) gemessen, egal ob es ausgestrahlt (Sonne) oder reflektiert wird (Mond). Die Sonnenscheibe hat eine Leuchtdichte von über einer Milliarde, die Nachtszene mit Sternenlicht hingegen 0,001 cd/m².

Der Kontrastumfang von hellem Mittagslicht beträgt etwa 1.000.000:1, unser Auge kann ohne Adaptation Kontraste bis 10.000:1 erfassen, der Sensor im Unterschied dazu nur 1.000:1, der Dynamikumfang guter Monitore reicht bis 500:1!

Wenn Helligkeitswerte in einer Datei mit 8 Bit Speicherplatz pro Kanal und Pixel gespeichert werden, stehen nur 256 (0 bis 255) Werte zur Verfügung, die im Histogramm dargestellt sind. Wer mehr darstellen will, muss also heftig tricksen.

Canon 5D RAW ISO 50 Blende F 6.7 Brennweite f 300mm Zeit 1/350 sec Uhrzeit 21:10 bearbeitet RawTherapee und easyHDR

Wie lässt sich die gebotene Lichtfülle überhaupt einfangen? Man kann heute mehrere Aufnahmen mit einer Belichtungsreihe vom Stativ erstellen und diese am PC übereinanderrechnen (High Dynamic Range), um die Lichtdynamik in der Aufnahme zu steigern.

Fotografiert man lieber aus der Hand, lässt sich die sogenannte Rohdatei (RAW) auch in den überbelichteten Bereichen nachträglich korrigieren. Wer Aufnahmen sorgfältig komponiert, Wert auf ausgewogene Belichtung legt und dabei allzu große Helligkeitsunterschiede vermeidet, kann die Mehrzahl seiner Aufnahmen bereits so auf die Speicherkarte bringen, dass nachträgliche Bildbearbeitungen weniger erheblich sind, wenn man von objektiven Fehlern absieht, dafür gibt es Abhilfe wie DxO.

Anfänger achten nicht auf das Licht und fotografieren Gesichter im Schatten. Sie sehen nicht das bei seitlicher Sonne leuchtende Blattwerk oder Kirchenfenster, gerade dieses weiche Licht betont architektonische oder gewachsene Strukturen besonders schön. Nur darf man die Fähigkeiten des Sensors nicht überschätzen: Zu starke Licht- und Schattenkontraste mögen für das sich selbst adaptierende Auge interessant wirken, kein Kamerasensor kann jedoch beides gut darstellen, da die Belichtung auf helle oder dunkle Fläche gemittelt ist. Große Plätze, die halb von der Sonne beschienen werden und halb im Schatten liegen, werden so mit zwei Aufnahmen besser wiedergegeben.

Ein konturlos bedeckter Himmel über dem Motiv wirkt nicht und sollte deshalb nur als kleiner Streifen in die Bildkomposition einbezogen werde, besser ist es hier, mit geneigtem Blickwinkel Gebäude oder die Landschaft aufzunehmen. Wenn beispielsweise nur ein kleiner Teil der Komposition extrem hell ist, sollte man im dunklen Bereich messen. In der Regel ist die eher knappe Belichtung richtig: Während beim Diafilm auf die dunklen Partien spotgemessen wurde, um sie nicht absaufen zu lassen und damit Überbelichtungen bei den Spitzlichtern in Kauf genommen wurden, müssen bei digitalen Aufnahmen die hellen Bildanteile richtig belichtet werden, um deren Strukturen zu erhalten.

Canon 350D ISO 200 Blende F 13 Brennweite f 10mm Zeit 1/500 sec Uhrzeit 14:27

Wenn nur die Schnelligkeit bei Aufnahme zählt, verwende ich die mittenbetonte Integralmessung und versuche, den Bildwinkel eher klein zu halten, dabei sind verwacklungsoptimierte Zoomobjektive in Verbindung mit dem kontinuierlichen Autofokus ein Garant für hohe Bildausbeute.

 7) Die richtige Einstellung hilft

s l o w f o t o bedeutet: Vorher nachdenken und die Einstellung wählen ist besser als aufwendige Bildbearbeitung oder ein einziges und dann noch misslungenes Foto. Die wohl wichtigste Einstellung ist die ISO-Empfindlichkeit entsprechend dem vorhandenen Licht. In vielen Aufnahmesituationen mit der [P] Programmautomatik mache ich mir keine weiteren Gedanken über Belichtungszeit und Blende: Ich verwende kein Stativ, den eingebauten Blitz gelegentlich zur Aufhellung, und achte nur auf korrekte Belichtung und vor allem präzise Fokussierung. Lieber etwas unterbelichten, denn was zu hell ist, lässt sich kaum retten, weil Konturen verloren gehen, hingegen kann ich ein dunkleres Bild in der DxO-Nachbearbeitung leicht anheben. Für Panoramaaufnahmen sollte der Weißabgleich je nach Licht fixiert werden, um Aufnahme für Aufnahme konstante Farben zu gewähren. Geht es um Schärfentiefe, ist das [Av] = Aperture Value Programm mit vorgegebener Blende F8-11 ideal, geht es um Schärfe, wird die 1/500sec und schneller im [Tv] = Time Value Programm voreingestellt, um den bildwichtigen Part scharf zu erfassen.

Noch ein Wort zum Autofokus, er kann nicht präzise und schnell genug sein! Moderne Spiegelreflexkameras bieten den nachgeführten Autofokus, somit können auch bewegte Motive scharf abgebildet werden. Ich bevorzuge den Autofokus als Extrafunktion auf der Sternchen- oder der [AF]-taste, damit ich als Erstes die exakte Entfernung einstellen kann, bewegt sich das Motiv, bleibt diese Taste gedrückt. [Sport] Programme können ähnlichen Komfort bieten.

 

Canon 350D ISO 200 Blende F 9.5 Brennweite f 300mm Zeit 1/1000 sec Uhrzeit 16:47  

8) Interessante Aufnahmen mit Menschen

Canon 300D ISO 100 Blende F 5 Brennweite f 46mm Zeit 1/60 sec Uhrzeit 16:13

Modelle sind Fotosessionen gewöhnt, Familienmitglieder oder Freunde in der Regel nicht! Aufnahmen von Fremden können ein Eingriff in deren Intimsphäre sein: Ungefragt und ohne Einverständnis schießt man mit der Kompakten mit drehbarem Objektiv oder Bildschirm aus der Hüfte, jedoch mit der Kamera vor dem Auge ist die Frage sinnvoll: „Stört es Sie, wenn Sie mit im Bild sind?“ Schon beim ersten Kopfschütteln klickt der Auslöser für zwei oder mehrere Bilder aus der Nähe und noch ein paar Fotos aus der Distanz. Die besten Personenfotos entstehen, wenn sich das Motiv entspannt oder glaubt, nicht mehr im Bild zu sein.

Canon 350D ISO 200 Blende F 8 Brennweite f 135mm Zeit 1/250 sec Uhrzeit 15:27

Menschen sehen am besten aus, wenn sie nicht erwarten, fotografiert zu werden. Hier helfen längere Brennweiten und Distanzen, dabei verändert sich wieder die Darstellung des Hintergrundes, der auch näher herangeholt wird. Ideale Motivquellen sind Märkte oder Spektakel auf der Straße. Gestellte Gruppenaufnahmen von Mitreisenden sind regelmäßig zum Gähnen: Besser positioniert man die Personen seitlich und beschäftigt sie dabei interaktiv, sei es mit Einkauf auf dem Marktplatz, im Gespräch untereinander oder mit Einheimischen oder beim Betrachten der ausgestellten Speisekarte. Es gibt so viele ablenkende Beschäftigungen, die den direkten Blick in das Objektiv vermeiden!

Canon 5D ISO 200 Blende F 96.7 Brennweite f 32mm Zeit 1/60 sec Uhrzeit 12:04

Natürlich darf und soll man nicht kompromittierende Situationen ausnutzen. Ein kurzer Blick, ein fragendes Lächeln oder ein freundliches Winken sichert die Zustimmung derjenigen, die mit ins Bild genommen werden.

 9) Schlechtes Wetter

Canon 350D ISO 200 Blende F 4.5 Brennweite f 10mm Zeit 1/60 sec Uhrzeit 16:43

Regen und bedeckte Himmel sorgen für Abwechslung: Man wählt einfach andere Motive oder Blickwinkel aus! Ungewöhnliche Bilder entstehen, wenn man mit der Kamera aus der Froschperspektive, also in Bodennähe oder hoch über den Schultern schießt. Ideal sind auch Spiegelungen von Sehenswürdigkeit in Fensterscheiben oder großen Wasseroberflächen, notfalls mit dem Weitwinkel und einer Pfütze. Auch Tele- und Makroaufnahmen von Spiegelungen in Eiszapfen oder Wassertropfen können spektakulär aussehen, wenn man sich mit der Suche nach dem interessanten Blickwinkel Mühe gibt.

Alternativ bieten sich Fotos in Innenräumen an, Ausstellungen oder Kaufhäuser sind dabei sehr ergiebige Quellen: In Städten mit erhaltenem altem Bauwerk sind innenarchitektonischer Kleinode leicht zu finden. Allerdings gilt dort auch die Frage nach dem der Erlaubnis als Pflicht.

Canon 5D ISO 3200 Blende F 4.5 Brennweite f 105mm Zeit 1/125 sec Uhrzeit 17:45

Besteht kein Fotografierverbot und dürfen Aufnahmen ohne Blitzlicht gemacht werden, bieten auch hier rauscharme Sensoren enorme Vorteile.

10) Nachbearbeitung am PC

Man muss nicht jedes Bild (für den Druck) nachbearbeiten, es sei denn, man kann nur unter Zeitdruck oder mit Lichtdefiziten aufnehmen, dann ist DxO und PhotoShop angesagt. Ein zwingendes Beispiel dafür sind langbrennweitige Teleaufnahmen von Landschaften, sie sind oft kontrastarm und dunstig, einzige Abhilfe: Die vorhandenen Farben im Histogramm etwas spreizen, damit den Kontrast anheben und über den Gammaregler die Helligkeit beeinflussen, abschließende Feinarbeiten mit Unscharf maskieren vornehmen. Dazu sind Kenntnisse und Verständnis gefragt!

Übertriebene Bildbearbeitung lässt Bilder oft unnatürlich aussehen, deshalb ist für die Bildbearbeitung am PC ein kalibrierter Bildschirm unerlässlich. Wer Objektive oft wechselt, muss manchmal den Staub auf dem Sensor im Bild retouchieren oder den Sensor reinigen oder Bild- und Pixelfehler mit dem Stempel ausmerzen.

Sanyo Xacti VPC-E6EX ISO 100 Blende F 7.6 Brennweite f 12mm Zeit 1/50 sec

Canon 350D ISO 200 Blende F 20 Brennweite f 18mm Zeit 1/200 sec – Kitobjektiv in Retrostellung mit dem www.traumflieger.de makro flash kit

11) Auswahl des besten Bildes

Wer zu viel knipst, hat viel zu löschen! Beschränkt man sich bei den Aufnahmen auf die weitgehend perfekten Bilder und löscht schon in der Kamera, erspart dies lästiges und nachträgliches Suchen und Auswählen am PC.

Nicht nur bei Personenaufnahmen ist oft die zweite oder dritte Aufnahme die bessere, weil die Akteure entspannter sind. Reicht das vorhandene Licht nicht aus, sind Serienbilder eine Möglichkeit, dem Verwackeln entgegenzuwirken. Gleiches gilt für den Selbst- oder Kabelauslöser. Kompakte verfügen wie manche Telewechselobjektive über optische Hilfen oder Stabilisatoren bei langen Belichtungszeiten, die ein Segen für die Bildqualität sein können.

Canon 5D ISO 3200 Blende F 4 Brennweite f 24mm Zeit 1/15 sec Uhrzeit 19:51 unbearbeitet!

Technische Aspekte wie Schärfe und gerade Horizonte sind ebenso wichtig wie richtige Belichtung, überbelichtet ist schlimmer als knappe Belichtung mit satteren Farben: Deshalb muss man die Komposition und das Licht an den wesentlichen Stellen des Motivs überprüfen – trotzdem bleibt die Bildauswahl natürlich immer subjektiv.

Zur richtigen Bildauswahl (m)ein Rezept: Frauen haben oft ein untrüglich perfektes Gefühl für gute und weniger aussagefähige Aufnahmen…

12) Präsentation

Druck oder Projektion? Wer sich an Postkartengröße 10×15 cm erfreut, ist mit einem Thermosublimationsdrucker (Wachsdruck) von CANON sehr gut beraten, die Farbtreue und Haltbarkeit sind einfach hervorragend. Größere Formate lasse ich im Fotogeschäft oder Versand printen, die Kosten liegen weit unter den empfindlichen Tintendrucken, die Qualität ist viel besser.

Canon 300D ISO 100 Blende F 10 Brennweite f 33mm Zeit 1/160 sec Uhrzeit 12:51

Aktuelle Beamer sind leistungsfähiger geworden, HD-Fernseher auch. Allerdings lassen sich 10 Millionen Pixel noch nicht als optisches Bild wirklich darstellen, bei 72 Pixel pro inch wäre die notwendige Bildschirmgröße für die pixelgenaue Darstellung immerhin 137×92 cm! Die Preise für >24 Zoll fullHD TFTs sind mittlerweile so günstig, sodass auch diese großen Bildschirme für die schönen Erinnerungen an Reisen in Betracht kommen.

Und manche Motive sind und bleiben in der Präsentation einfach schwierig…

Canon 400D ISO 200 Blende F 9.5 Brennweite f 85mm Zeit 1/250 sec Uhrzeit 19:52 Panorama aus sieben Einzelaufnahmen

 

wird mit anderen Themen fortgesetzt…

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