Canon EOS M5 – Einstellungen und Vergleich mit den EOS M und RP

Was bietet eine >ältere< Kamera aus der EOS M Serie?

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24MPI M5 mit EF-M Adapter und EF 4 300 L IS => 420mm KBÄ mit F4 🙂

Seit der Anschaffung 2012 einer 18MPI EOS M samt D5 Prozessor und einem Pancake 2.0 22mm plus drei IS STM Objektiven (11-22 18-55 55-200) habe ich lange mit dieser Kombination, trotz Kritik am angeblich lahmen AF, mit meinen gewohnten Einstellungen (pre AF-ON auf Sternchentaste, pre AE-Lock mit halb gedrücktem Auslöser) sehr gerne, sehr schnell und wie üblich viel fotografiert: die Entdeckung vom Live View und der neuen Steuerung über den TFT auf der Rückseite hatten es mir angetan, und bis auf wenige Situationen mit der Sonne im Rücken habe ich einen eSucher auch nicht vermisst, das gilt ebenso für jedes iPhone und am liebsten mit den großen Pro Max :-).

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EOS M mit dem Pancake 2 22mm

Begeistert war und bin ich immer noch vom EF-M 11-22mm, weil klein, leicht und m.W. als bisher einziges Weitwinkel Zoom stabilisiert (!) oder auch nachts vom Pancake EF-M F2 22mm z.B. im illuminierten Berlin aus der Hand mit der SCN App [4Nachtaufnahme ohne Stativ]!

EOS M5 mit EF-M 2 22 533g

Mit 24MPI ist die EOS M5 eine für ambitionierte Fotografen spiegellose Systemkamera aus dem Jahr 2018, mit dem D7 Prozessor und eSucher, M-Bajonett plus bereits vorhandenem Mount Adapter EF-EOS M (für die 26MPI EOS RP ist es der Mount Adapter EF-EOS R) und damit mein aktuelles Crop Sensor Objekt der Begierde, z.B. für ein EF 70-300 DO IS, das nunmehr Fotos mit Brennweiten von f112-480mm KBÄ ohne Einfluss wegen Verwendung eines 1.4 oder 1.5 Konverters auf die optischen Eigenschaften des Telezooms ermöglicht! Und dieser kleinen Kombination sieht man die Potenz einfach nicht an… Stellt sich jetzt die ketzerische Frage, ob (Crop) dSLR und EF-S Objektive überhaupt noch nötig sind? Ganz einfach, ich habe damit bei mpb.de einen fairen Preis erzielt :-)! Beeinflußt durch einige zehntausend iPhone Aufnahmen mit Live View oder den exzellenten Bildleistungen der vollformatigen und spiegellosen EOS RP sind meine hartnäckigen Bedenken, den optischen Sucher zu verlassen, aufgegeben und dem >what you see is what you get< (wysiwyg) gewichen 🙂

EOS M5 + EF-M 55-200 IS STM

Ein paar Gewichte, die Brennweiten als KB mm:

iPhone 11 Max Pro -> 265g

EOS M5 -> 425g

M5 + EF M 55-200 -> 705g

EOS RP -> 560g + Mount Adapter -> 665g

RP + Adapter + EF 70-300 DO IS -> 1.395g

NB: Als leichteste Kombination von 13/26/52mm KBÄ und 88-320mm KBÄ bringen IP und M5 mit dem M55-200 gerade mal 970g auf die Waage.

EOS RP + Mount Adapter + EF 70-300 DO IS

Bildbeispiele mit der EOS M5  ooc  Fast Resize

0008 EF DO IS f300mm plus Kenko 1.5 => 720mmKBÄ – blaue Tonne
0007 EF-M 2 22mm => 35mmKBÄ Blick auf das Nachbarhaus
0004 EF-M 2 22mm => 35mmKBÄ Eschbach Mündung zum Bodensee
0002 EF-M 55-200 IS => f320mmKBÄ – blaue Tonne
0001 EF DO IS f300mm => 480mmKBÄ – blaue Tonne

Allgemein: das M5 Gehäuse ist etwas größer als das der EOS M, ein Tribut an eSucher und mini Griff, liegt damit aber sicherer in der rechten Hand. Ausgelegt ist die M5 eher auf Live View über den gleich großen TFT wie bei der EOS M, hier optisch exzellent und vertikal beweglich, leider nicht geschützt einklappbar wie bei der EOS RP. OFF-ON Schalter, 4 Drehrädchen, 14 Drucktasten zur Fotografie plus eine für BT Kopplung und eine 4-Wege Drehkranz Wippe erfreuen den Anwender, zudem ist das Bedienkonzept mal wieder neu umgeordnet, nur der Canon Geier weiß warum das bei jeder Kamera geändert werden muss, nach gut einem Dutzend Bodies dauert es wieder einen Tag bis die Kiste so läuft wie ich es haben will! Okay, die meisten Einstellungen kann ich aus anderen Quellen kopieren, immer parat merken ist noch nie meine Stärke gewesen 🙂

my way: Kamera ja nach Motiv und Situation auf P, Tv oder Av -> ON -> AF ON -> AE ON -> finale Bildkomposition -> klick! Auch mit 720mm KBÄ aus der Hand…

EOS M5 + Mount Adapter EF-EOS M + Kenko 1.5 + EF 70-300 DO IS 1,4 kg (IP11 PM)

Videoclips erstelle ich mit dem iPhone 11 Pro Max mit Stereoton, den haben die EOS M/M5 auch, für mobile Anwendung vom iPhone ist m.E. ein OSMO Gimbal oft von großem Nutzen.

Die nachgeführte JPG Frequenz von 7-8 Bildern pro sec. erlebe ich wenn dann im [SCN] Sportprogramm, es gibt [4Nachtaufnahme ohne Stativ] aber noch keinen [Silent Modus], dafür unzählige Wahlmöglichkeiten, die JPGs in der Kamera zu stylen 🙂 was mich nicht interessiert. Der Auslöser wird als unpräzise kritisiert, das kann ich nicht nachvollziehen.

Fazit: Wer >nur< fotografieren will, ist vermutlich mit der etwas einfacher ausgestatteten M50 besser versorgt, zumal der dreh- und neigbare Klappbildschirm sich zum sicheren Transport umkehren läßt, aber für Querformat vom Klappbildschirm der M5 übertroffen wird. Mehr Spielereien sind mit der aufwändiger ausgestatteten M5 möglich, die RP läßt trotz ähnlichem M50 Design noch mehr Auswahl zu wie z.B. mit dem neuem [Fv] Modus. War schon die M ein positives Beispiel für Schlichtheit, so hat nunmehr der Anwender die Qual der Wahl, technisch gute Aufnahmen sind dabei immer garantiert 🙂

Zu meinen empfohlenen Einstellungen:

MENUE rot -> SHOOT 1

Bildqualität L

Seitenverhältnis 3:2

Belichtungsimulation Aktiv.

Display spiegeln Ein

SHOOT2

Anzeigemodus Flüssig

Sucher-Anz.format Anzeige 1

Rückschauzeit 2 oder mehr Sek.

Touch-Auslöser Deakt. Pos. AF-Rahmen Mitte

Touch & Drag AF-Einstell. Deakt. Pos.-Methode Absolut Akt. Touch-Ber. Ges. Display

Schnelleinst-MenüLayout AF ONE SHOT L Timer OFF AWB Natürlich Messmethode integral

SHOOT3

AF-Betrieb ONE SHOT

AF-Methode Einzelfeld AF

AF-Feld Größe Klein

Kontinuierl. AF Aus

Focus-Modus AF

AF-Hilslicht(LED) Aussend. OFF

SHOOT4

Einst. für MF Peaking Ein Hoch Rot

IS-Einstellungen Video Digita-IS Aktiv.

Video Aut.Wass.w. Deakt.

ObjektivAberrationskorrektur über EOS Utility auswählen und in die Kamera hochladen (Vignettierung Farbfehler Beugung – die Liste der korrigierten Objektive ist sehr lang)

AEB 0 oder al gusto

SHOOT5

ISO-Empfdl. AUTO Limit Max.: 3200

Tonwert Priorität OFF

Autom. Belichtungsoptimierung OFF

Messmethode Mehrfeld oder Selektiv [()] oder Spot oder Mittenbetonte Messung (Korrektur Tipp Steuerung über ISO oder Drehrad -3 -2 -1- 0 +1 +2 +3 in Drittelschritten

Blitzsteuerung interner Blitz zur Aufhellung -1 EV

SHOOT6

Weißabgleich AWB

Custom WB

WB-Korrektur 0,0

Bildstil Natürlich 75512-1 oder Landschaft 75513-1

Rauschred. bei Langzeitbel. OFF

High ISO Rauschreduzierung OFF

SHOOT7

Betriebsart Einzelbild []

Selbstausl./Fernsteuer. OFF

SHOOT8

Movie-Aufn.größe je nach Bedarf

Tonaufnahme Auto

Movie-Servo-AF ON

AF mit Auslöser während Video ON

Video Langzeitautomatik A-SLOW ON

Menue gelb -> SETUP1

Ordner anlegen Monatlich

Datei-Nummer Fortlaufend

Formatieren

Videosystem PAL

Anz.-Einstell. Monitorstrg. Auto

Elek. Wasserwa. Kalibrierung Vertikalneigung

SETUP2

Eco-Modus AUS

Stromsparmodus al gusto

Displayhelligkeit auf mittig eingestellt

Nachtschema Aus

Zeitzone Paris

Datum/Uhrzeit

SETUP3

Sprache Deutsch

Piep-Ton Aus

Betriebsger. Aus

Tipps & Tricks Aus

Touch-Bedien. Standard

Sensorreinigung automatisch oder jetzt reinigen

SETUP4

WLAN-Verbind.

Wireless-Kommunikationseinst.

Anzeige Zertifizierungs-Log

Indiv. Aufnahmemodus (C1, C2) wenn benötigt wird

Copyright-Informationen Info Name Detail oder löschen

Kam. zurücks.

Firmware-Ver.: 1.0.2

Menü orange -> Individual Funktionen

C.Fn I: Belicht. Safety Shift 1:Aktiv.

C.Fn II: Andere 1 2 3 4 auf 0 * 0 0

Alle C.Fn löschen

MYMENU grün

Registerkarte My Menu hinzuf.

Alle Reg.karten My Menu lösch

Alle Positionen löschen

Menüanzeige Normal

Meine bevorzugte Tastenbelegung als Text:

vorn unten neben Bajonett Umschalttaste -> MF und Peaking

oben vorn außen M-Fn -> AF Methode Einzelfeld – Wei. Zon.-AF – Gesichtsverfolgung

hinten oben *Taste -> AF

5Punkte Taste -> INFO Größe AF Feld Lupe SET zurück

4-Wege Taste -> Blitzsymbol -> TFT <-> Sucher

MF -> Betriebsart Einzelbild – schnelle Reihenaufnahme – langsame Reihenaufnahme

NB: Alle aufgeführten Einstellung beruhen auf persönlichen Präferenzen, sie sind Empfehlungen ohne Anspruch auf allgemeine Gültigkeit. 

Firmware Update Version 1.0.2 seit 2021 – Tipp zum Vorgehen: Update von der Canon HP direkt auf die SD Karte der Kamera runterladen, im MENUE SETUP4 Firmware-Vers. aufrufen und von der SD Karte updaten wählen, fertisch 🙂

Auch die folgenden Aufnahmen sind mit der M5 aufgenommen, mit wechselnden Brennweiten, ooc und zum Abschluss noch die nächtliche Aufnahme von der Vollmond Landschaft mit dem IP11 PM zum Vergleich der Bildwinkel, auch die Fotos der Kameras samt Objektiv sind mit dem iPhone erstellt:

(c) slowfoto.de

Canon EOS RP – Tipps für Fortgeschrittene 03/2021

erweiterte Tipps für differenzierte Belichtungssituationen und mehr

EOS RP  EF 2.8 200mm L ISO100 AE -1  1/1.250sec F13  [Fv] ooc    

RP [Fv] mit optischer und Histogramm Kontrolle
Die RP ist eine Kamera mit elektronischem Sucher oder rückseitigen Touch fähigem Kontroll-Bildschirm, also immer auf Live View ausgelegt mit entsprechendem Strombedarf: Abhilfe resp. längere Laufzeiten verschafft der ECO Modus, der aber längeren Sucherzeiten vor der Aufnahme widerspricht und die Reduktion der Bild Wiederholungsfrequenz beider Sucher. Ich rate zu mehreren Akkus LP-E 17.

Bilddateien im .raw Format sind grundsätzlich möglich, wegen der universelleren Verwertbarkeit (Import auf das iPhone auch zum Versand) ziehe ich .jpg vor, ibs. wenn diese in so guter Qualität aus der Kamera (ooc) auf die SD-Karte gespeichert werden, daß i.d.R. auf eine notwendige Nachbearbeitung verzichtet werden kann.

Für exakt ausbelichtete Aufnahmen in low light oder high contrast Situationen haben sich m.E. alle [A]utomatikprogramme weniger bewährt (außer Motivprogramm [SCN] mit lautloser Auslösung, AF Speicherung per halbgedrückter Auslösetaste mit AE Speicherung, beide per Spotwahl, damit z.B. bewusst per Verschieben auch mit eher knapper Unterbelichtung). Und wenn überbelichtete Areale gehäuft auftauchen, ist anstelle der Maxime: >expose to the right< eher etwas Abstand rechts im Histogramm zu wahren und das sinnvollerweise vor der Aufnahme.

Zur für meine Bedürfnisse korrekten Einstellung der Belichtung gehört außer der visuellen auch die Kontrolle der Helligkeit per eingeblendetem Histogramm, was vor allem die ersten Gehversuche erleichtert, denn der rückseitige TFT besitzt nicht die Wiedergabe Qualität eines iPhone11 Pro Max, dessen Netzteil sich übrigens für das Nachladen des LP-E 17 in der RP nutzen lässt 🙂 

Zu den Einstellungen, vR = vorderes senkrechtes, oR = oberes waagrechtes Rad:

[M]   vR -> T wählen oR -> F wählen *Taste korrigiert die Belichtung über ISO

[P]   vR -> Blende Zeit Kombination   oR -> LW -3 bis +3   keine ISO Korrektur möglich

[Fv]  vR -> ISO variieren  oR -> Tv und Av und ISO vorwählen -> bestes Vorgehen!

[SCN] lautlos keine Belichtungs-Korrektur möglich, außer per AF/AE Positionierung

in [M P Fv] fixiert die *Taste die aktuelle Belichtung, die INFO Taste blendet neben anderem das Histogramm auch in den [SCN] Motivprogrammen ein! Somit kann eine Überbelichtung vermieden werden, denn ausgeblichene Areale lassen sich nicht wiederherstellen und auch die .jpg Dateien bieten noch genügend Reserve, die dunklen Partien etwas hochzuziehen.

Bleibt noch ein wegen der geringen Größe von eSucher und Kontrollbildschirm schwer lösbares Problem: die vielen Angebote an Motivprogrammen zeigen wie auch die vielen Bildstile das finale .jpg zwar im Live View, einer Vorabschau, zu deren Beurteilung ich viele vergleichende Serien mit den unterschiedlichen Einstellungen und die noch mit variierenden Lichtverhältnissen benötigt habe, mich dennoch aber nicht auf der ganz sicheren Seite wie z.B. beim iPhone 11 Pro Max befinde, denn was ich dort live sehe, das bekomme ich auch als Bilddatei (wysiwyg). Ich möchte verwertbare .jpg schon out of cam und nicht die Nacharbeit an jeder RAW Datei, weil ich lieber vorher Zeit für die Komposition einsetze: Ob man dafür im Bildstil [Natürlich] 7 5 5 1 2 -1 die letzte Stelle Farbton von -1 bis -4 (mehr rot) durch +1 bis +4 (mehr gelb) einsetzt oder doch beim Level 0 bleibt, ist letztlich eine Geschmackssache resp. an Hautfarben oder grünen Rasen am besten zu entscheiden. Die Voreinstellungen für C1 2 3 variieren bezüglich Tv Av ISO je nach Situation:

C1 mit Bildstil [Natürlich] 7 5 5 1 2 -1 sowie zentralem One Shot AF für slowfotos                                                                             C2 mit Bildstil [Standard] 7 5 5 1 2 0 mit Servo AF plus Serienaufnahme für Sport                                                                     C3 mit Bildstil [Porträt] 7 5 5 1 1 0 AF mit Gesichtserkennung und Serie belegt

A+ mit Bildstil [Auto] wie SCN und alle Motivprogramme auch weil fixiert

Fv P Tv Av M B mit Bildstil [Landschaft] 

Am großen Wahlrad [Fv bis B] verwende ich den etwas satteren Bildstil [Landschaft] 7 5 5 1 3 -1 vorzugsweise für die neue [Fv] Programmautomatik mit ISO variabel einstellbar samt visueller Kontrolle auch über das eingeblendete Histogramm, der rechte Daumen bedient das obere waagrechte Rad zum Wechsel TV <-> AV <-> ISO und der rechte Zeigefinger das vordere senkrechte Rad für die jeweilig gewählte Feineinstellung, klingt schwierig ist aber mit etwas Training schnell eingeübt und vor allem recht zielgenau, und darauf kommt es schließlich an.

EOS RP EF 1.8 50mm 1/200 F5 ISO100 [Fv]

out of cam: das Licht war halt so

bearbeitet oder besser: aufbrezeln al gusto und das gerne auch mit [Fotos] von Apple -> Bearbeiten
alle Aufnahmen sind mit Fast Resize Daten reduziert

Tipps für das IP11 finden sich hier

(c) slowfoto.de

50 Jahre später – die Aufnahmen im Vergleich – Teil 2

Minolta ROKKOR vs Canon EF – ein Vergleich an der EOS RP

 Alle Aufnahmen mit 1/1.000sec und ISO 100, dabei sind bauamtliche bedingte Abweichungen bezüglich der Blende angegeben. Zur Fokussierung: manuell bei den Minolta (dauert), per zentralem AF bei den Canon Objektiven (blitzschnell), erst im Hoch- und Querformat auf unendlich, danach H&Q mit Fokus auf den Holunderbusch oben mittig! Zum Einsatz kamen jeweils lichtstarke Festbrennweiten außer den lichtschwachen Zoomen Rokkor 3.5 50-135 und  EF 4.5-5.6 55-200 und alle EF selbstverständlich ohne digitale Korrekturen: meine Präferenzen sind damit unschwer zu erkennen 🙂

ROKKOR
.img Blende F Brennweite f
1704-1707 2.8 28mm dunkel, Vignette
1708-1711 1.8 35mm korrekt, leichte V.
1712-1715 1.4 50mm hell, leichte V.
1716-1717 3.5 50mm dunkel, leichte V.
1718-1719 3.5 135mm sehr dunkel
EF NB
1720-1723 2.8 28mm offen 1.8 korrekt
1724-1727 2.0 35mm offen 2.0 korrekt, leichte V.
1728-1731 1.4 50mm hell, leichte V.
1732-1735 4.5 55mm offen 4.5 dunkel, Vignette
1736-1739 5.6 135mm offen 5.6 sehr dunkel
1740-1743 2.0 135mm EF L korrekt


Warum dieser Vergleich?

 Ich wollte einmal, weil ich sehr lange mit Minolta Wechseloptiken fotografiert habe, einen Vergleich zu relativ modernen Gläsern wagen, hinsichtlich Abbildung und Leistung bei der Anfangsblende. Aus meiner Sicht eignet sich dazu die Canon RP mit Vollformatsensor und entsprechenden Adaptern zur manuellen (Minolta) resp. vollautomatischen Verwendung (Canon EF), über den modernen Komfort urteilt jeder Anwender selbst wie auch über die hier gezeigte optische Leistung.

 Hinsichtlich sinnvoller Nutzung bleibt zu sagen, man kann durchaus mit den alten Schätzchen sehenswerte Aufnahmen ibs. mit den lichtstarken 35 und 50mm Festbrennweiten machen, wenn man die Zeit nicht scheut, vor allem an einem Body mit eSucher und Anzeigen wie auch dem Histogramm, womit gewünschte oder korrekte Belichtungen anders als in der analogen Zeit oder mit dem optischen d-SLR Sucher recht einfach darzustellen resp. zu kontrollieren sind und das ist echt gut so 🙂

NB alle Aufnahmen mit der Canon EOS RP, Adaptern mit Minolta ROKKOR und Canon EF Objektiven, unbearbeitet außer Datenreduktion

hier findet sich Teil 1 vom Bericht

(c) slowfoto.de

50 Jahre später – Minolta Rokkor an der EOS RP – Teil 1

Einstellungen – MINOLTA Rokkor trifft EOS RP mit EF Objektiven

 Ein Minolta Rokkor von 1970 an einer SLM in 2020, kann das gut gehen? Diese Kompatibilität habe ich bereits bei Canons erster Spiegellosen EOS M erprobt, die kurze Auflage Bauweise ermöglicht mit dem EOS->MC/MD Adapter (€100), (nicht) nur Minolta Objektive im Crop Format manuell für Aufnahmen zu verwenden, bei optischer Kontrolle über den hinteren live Monitor. Damals recht interessant, weil Canon die M-Objektivserie zum doch späten Start der M-Serie arg vernachlässigt hat, ich habe mich fast ausschließlich der EF und EF-S samt EOSM->EF Adapter bedient, das M 2.0/22 war lange Zeit das einzige, bis Canon sich endlich zum stabilisierten M 11-22 bequemt hat, einem meiner Lieblingsobjektive. Ein Rokkor an der dSLR benötigt den EOS->MC/MD Adapter, es lässt sich aber wie z.B. mit dem EF 12mm Zwischenring nicht mehr auf unendlich scharfstellen 😦

Minolta XE-5  vs  Canon EOS RP

Vorgehen

 Voraussetzung für meinen Vergleich sind Vollformat Aufnahmen bei Offenblende, alles andere scheint mir entbehrlich. Festbrennweiten beider Hersteller sind vorhanden (28 35 50 135) und wurden bei Blende (2.8 2.0 1.4), das Rokkor Zoom 3.5 50-135 wurde mit EF 4.5-5.6 55-200 mit jeweils gleicher Blende im Bildstil [Natürlich 75512-1] verglichen!

Test

 Mit der Vollformat EOS RP und dem quenox MD-EOS-R Adapter (€34) ist die Nutzung von Minolta MC/MD Rokkor Objektiven auch im KB Bildformat möglich, lohnt die Anschaffung und der Mehraufwand bei der Aufnahme? Frauen sammeln nicht nur >Schuhe<, Männer nicht nur >was einen Stecker hat< :-), wer keinen Bezug zu früheren Ausrüstungen hat, lässt besser die Finger weg, es kostet Geld und Zeit: von Minolta besitze ich noch eine XE-5 SLR (incl. Diafilm) und vier Rokkor Gläser (28/2.8 35/1.7 50/1.4 50-135/3.5 – alle laut Liste von www.artaphot.ch in wertigen Ausführungen), die mich an digitalen Gehäusen jucken wie auch meine uralten EF Gläser speziell, alle sind heute per Adapter und fremde manuell zu nutzen, dafür bietet die EOS RP mehr als meine EOS dSLR: an den Minolta SRT oder XD erfreute CLC als Belichtungsautomatik (Contrast Light Compensation), dazu noch die Offenblende, die den hellen Sucher ermöglichte und trotzdem richtig gemessen hat. Der erste Käfer meiner Eltern hatte auch >nur< ein nicht synchronisiertes Getriebe, Zwischengas und -kuppeln war beim runter/hoch Schalten deshalb nötig.

v.l.n.r.: Minolta Rokkor F2.8 f28mm  –  F1.8 f35mm  –  XE-5  –  F1.4 f50mm  –  F3.5 f50-135mm

Einstellungen 

 Heute hilft beim manuellen Focus die (z.B. blaue) Pixelanzeige auf der gewählten Entfernungsebene, letztlich präziser und schneller als mit der Mattscheibe samt zentralem Schnittbild einer Minolta SRT/XD/XE (!), die voreinstellbare Belichtungsmessung sowieso, der live Bildschirm oder Sucher ermöglicht die Kontrolle. Tipp: ich fotografiere im aktuellen (Fv) Modus, der z.B. die Zeit (Tv) oder/und Blende (Av) fest voreinstellen lässt, die Empfindlichkeit (ISO) kann dazu (auto) passend oder manuell eingestellt werden (bei allen EF/S Objektiven kann wahlweise Tv oder Av wie auch ISO variieren), eine feine Sache in Verbindung mit der visuellen Kontrolle! Alle kameraseitigen Automatiken kann man weiter nutzen, die Objektiv seitigen manuellen Einstellungen von Blende und Entfernung bleiben dabei bestehen.

v.l.n.r.: Mount Adapter EF(S)->EOS M  /  EF(S)->EOS R  /  MC->EOS R  /  MC->EOS M  /  MC->EOS

Bildstil                                                                                                                                 

 Ich orientiere mich hier im Vergleich Aufnahme zum Motiv in meinem für natürliche Hautfarben favorisierten Bildstil [Natürlich 7 5 5 1 2 -1] und diesen für alle in diesem Test gezeigten Aufnahmen. Für den augenfälligen Vergleich ist es wichtig, die Aufnahmen stets wechselseitig aufzunehmen, denn die Objektive sind herstellerseitig farblich unterschiedlich ausgelegt, hilfreich ist dabei eine Farbtafel, die bei bewölktem Himmel aufgenommen wird. 

  Wer Aufnahmen Rokkor mit EF vergleichen will, muss dafür zwingend alle >modernen< Aberrations- und Objektivkorrekturen wie auch Belichtungsoptimierungen unbedingt auf OFF stellen 🙂

v.l.n.r.: Canon EF F1.8 f28mm  –  F2.0 f35mm  –  EOS RP  –  F1.4 f50mm  –  F4.5-5.6 f55-200mm

Bildeindruck

 Der Bildstil ist zwar die Basis, der Bildeindruck kann dennoch variiert werden, wenn man die Sättigung vor oder während der Aufnahme beeinflusst, nicht nur an alten Kameras finden sich Rädchen wie bei der Minolta XE-5, die von -2 bis +2 in ganzen Belichtungseinheiten, noch besser sind  0,5er oder 0,33er Schritte. Bei der EOS RP stelle ich im [FV] die Blende und Zeit je nach Anforderung fix ein und variiere dann mit der ISO, unter Kontrolle per eSucher oder TFT, was idealerweise am iPhone per Fingerwisch geübt werden kann. Sofern der Sensor nachträgliche rauscharme Korrekturen in den Schatten (Tiefen) Bereichen der Bilddateien ermöglicht, ist die gezielte Unterbelichtung mein Weg, denn überbelichtete JPG Partien sind verloren, auch wenn der gepriesene Weg über RAW Dateien mehr verspricht als er hält.

 Fazit

 Alte manuelle Objektive sind nichts für Anwender, die gerne mit dem Händy oder Vollautomaten und nur Erinnerungen >knipsen< wollen. Für Bildserien mit nachgeführtem AF, Dynamik oder Sport gibt es bessere weil schnellere Alternativen. Wer sich aber die Zeit für ein >slowfoto< nimmt, wird ibs. bei Offenblende mit eher ursprünglichen Fotografien belohnt, zumal die Haptik eines Rokkor einmalig ist, was die Blenden- und Entfernungseinstellung oder das Schiebezoom betrifft, es scheint für die Ewigkeit gebaut.

my10cents

 Nach einer Contax mit Lichtschacht und M42 ZEISS Tessar 50mm war die Sucherprisma Minolta SRT 303 mit dem Bajonett ein Segen beim Objektivwechsel: ich habe nur mit Kodachrome 25 Diafilm fotografiert und das Fotolabor bei Vergrößerungen auf Farbtreue geprügelt 🙂 1976 unterwegs dann eine Briefträgertasche mit 2 XD-7 (später XD-1, entstand in Zusammenarbeit mit Leitz) und rund 10 Objektiven geschleppt, Jutta mein Stativ 😦 und nach dem Erscheinen des EF Bajonetts analoge Canon SLR (Bodies) mit vielen Gläsern, mein Favo war das EF F3.5-4.5 f20-35mm, das ist geblieben.

 Heute wird in meiner (slow)Fotografie der Bereich von f13 per Zoom (!) bis f52mm KBÄ vom iPhone 11 Pro Max abgedeckt (auch Nachtaufnahmen und Panoramen), darüber bis f300mm KB verwende ich die EOS RP mit EF Objektiven, gerne die lichtstarken Festbrennweiten wie f28 35 50 85 100 135 200mm. Canon hat nach dem FD 1987 das EF (8-polig: EF = electronic focus) Bajonett eingeführt und später noch das fast identische EF-S für den Crop Sensor nachgelegt: EF passen mit Faktor 1,6 an den Crop-Sensor, EF-S nicht an Vollformat Sensoren, mit Ausnahme per R-EF Adapter wie die EF auch an die spiegellose EOS R/RP, dann aber reduziert auf 12MPI! Danach kam 2012 das 9-polige M Bajonett für die erste Spiegellose mit Crop Sensor und 2018 für Vollformat das 12-polige R-Bajonett. Heute würde >ich< als Body nur noch die EOS R/RP/ff erwerben – sofern man sich mit dem eSucher mit seinen vielfältigen Informationen anfreunden kann 🙂 und wie ich zunächst aus Kostengründen die an allen Bajonetten verwendbaren EF Objektiven nutzen! Stehen Bildfolgen mit nachgeführtem AF im Vordergrund, sind schnelle dSLR (auch Crop wie die 7D Mark2) angezeigt.

Daten Nachlese

Rokkor F2.8 f28mm 207g extrem leichtes WW 30cm Nahdistanz

Rokkor F1.8 f35mm 435g schweres WW 30cm Nahdistanz

Rokkor F1.4 f50mm 336g mittelschweres Normalobjektiv 50cm Nahdistanz

Rokkor F3.5 f50-135mm 494g 2,7er Schiebezoom konstante Blende 150cm Nahdistanz

EF F1.8 f28mm 346g mittelschweres WW 25cm Nahdistanz

EF F2 f35mm 209g leichtes WW 25cm Nahdistanz

EF F1.4 f50mm 290g mittelschweres Normalobjektiv 45cm Nahdistanz

EF F1.8 f50mm 150g sehr leichtes Nomalobjektiv 45cm Nahdistanz

EF F1:8 f 85mm 460g schweres Tele 85cm Nahdistanz

EF L F2 f135mm 750g sehr schweres Tele 90cm Nahdistanz

EF L F2.8 f200mm 950g sehr schweres Tele 150cm Nahdistanz

EF F3.5-5.6 f28-200mm leichtes 7,1er Zoom 562g 45cm Nahdistanz

EF F4-5.6 f35-80mm sehr leichtes 2,3er Zoom 212g 38cm Nahdistanz

EF F4.5-5.6 f55-200mm sehr leichtes 3,6er Zoom 349g 150cm Nahdistanz

EF F3.5-5.6 f28-135mm IS 604g mittelschweres 4,8er Zoom ca.50cm Nahdistanz

EOS RP zu Minolta MC Adapter 95g

EOS RP zu EF Adapter 109g

EF zu Minolta MC Adapter 64g

EF-M zu Minolta MC Adapter 90g

EOS RP Body 566g  – EOS 6D Body 815g  – EOS 5D II 980g

Minolta XE-5 Body 782g

iPhone 11 Pro Max F2.4 f13 + F1.8 f26 + F2.0 f52mm 13-52 KBÄ auch als Zoom 260g 

IP11PM  –  Fast Resize

wird mit Testaufnahmen im Teil 2 fortgesetzt

(c) slowfoto.de

Einstellungen Kopf-Ohr-Hörer – Musik besser hören – ein fairer Audio Genuss

Musik besser hören – neue Wege – fair audio zum kleinen Preis

 Musik sammeln und -wiedergabe hat mich mein Leben lang erfreut, zumal mir ein Instrument glücklicherweise 🙂 vorenthalten war – wenn man von und Generationen an Plattenspielern, Tonquellen und Wiedergabe Gerätschaften absieht: auch das häusliche  Klavier hat weniger der Begeisterung unserer Kinder gedient als es eigentlich angedacht war, aber deren Liebe zur Musik gefördert!

 Je älter man wird desto mehr beschäftigen die körperlichen Unzulänglichkeiten, bei mir auch der Verlust an Hörfähigkeit: Alter, Beruf und ein frühes Knalltrauma mit Tinitus hinterlassen Senken im Audiogramm. Die zunächst mentale Beschäftigung mit Hörhilfen gerieten ins Abseits, nachdem ich von einer betroffenen Kollegin ausgiebig informiert wurde, es ist mit den vielen Brillen im Leben vergleichbar, solange man noch was ohne erkennt, sollte man das einfach nur üben: nebenbei, das Ohr ist das am schnellsten zu trainierende Sinnesorgan.

 Die Musikwiedergabe über sog. HiFi-Anlagen, also mit Lautsprechern, Raum und Standorten bzw. Hörplätzen ist immer mit oft unlösbaren Problemen belastet, weil irgendwas sowohl mit schallt als auch Schall schluckt. Einzig die Schallquelle am/im Ohr vermeidet dies: je näher desto besser! Kleiner und für mich bedeutender Nebeneffekt: man kann extrem leise hören, z.B. abends in der Heia 🙂

 Das immer dabei Händy hat mit dem iPhone 11 für mich nicht nur die richtigen Fotoapparate (fast) ersetzt, sondern mir auch seit längerer Zeit als erste ernst zunehmende weil digitale Musikquelle gedient, wenn man vom iPod oder SONYs MP4 MiniDisk Playern und Recordern absieht, die in der Musik Branche weite Verbreitung fanden: die Digitalisierung in der Akustik (CD, DAB) und Foto- wie auch Videografie war angesagt. Mittlerweile speichert mein iPhone rund 65GB in knapp 100 eigenen Playlists und damit annähernd, ibs. an alternativen Titel, was die Sammlung an LPs oder CDs beherbergte. Was lag näher, als sich mit Stöpseln & Co resp. Kopfhörern, hier die gezeigten Apple EarPods mit dem für mich exzellentem weil Silikon freiem Tragekomfort zu beschäftigen? Die weißen Vorgänger in herkömmlicher Bauweise sind im Tragekomfort, daraus resultierend tonal und zudem im Wirkungsgrad unterlegen!

 Die Suche nach der ultimativen Wiedergabe ist ebenso vergebens wie die nach dem natürlichsten Bildstil in der Fotografie: Apple verwendet neben Membranen in Schallwandlern auch solche von Mikrofonen zur Echtzeit Korrektur der Wiedergabe (HomePod + mini), Sonos nach der Aufstellung der Lautsprecher zur automatischen Einmessung der Wiedergabe bezüglich Standort und Raum. Auch das iPhone bietet diese (vorher) Korrekturen für eigene Kopf- und Ohrhörer, nicht per individuellem Frequenzganz außer einer m.E. eher kritisch zu bewertenden nur 4-Ton Audiometer Messung, die ich deshalb auch nicht verwende, sondern in auch mehrfach anzuhörenden 3 Schritten mit je 2 vorgegebenen Wahlmöglichkeiten, die letztlich gegenüber >nicht korrigiert< eine vernehmliche Verbesserung meines Hörempfindens erzielt haben, hier mein Weg, der im iPhone etwas verborgen lauert, deshalb die vielen Screenshots:

Warum Pegel anpassen?
wie geht das?

ausgewogene Töne wählen
Audiogramm (falls vorhanden) nicht verwenden!

Fazit:

 Die Kabel gebundenen Apple EarPods sind für mich eine Bereicherung: mit 15 Lautstärken Stufen sind sie ab 2-3 bereits leise und dennoch sehr gut erkennbar, die max. Lautstärke benötige ich nicht! Wie vorgestellt verwende ich dazu eigene Audio Korrektur Einstellungen (Version 2 – 1 – 1). Die hier gezeigten 3,5mm Klinke Kabel-Stöpsel oder die dem IP11 noch beigelegte Version mit dem Lightning Stecker sind in der Lage, sich trotz günstigem Preis unter €15 bereits als akustisch lecker und fair zu erweisen 🙂 

NB:

 Meine aktuellen BT Varianten (in ear mit Nackenbügel Linklike Fly 9 und on ear JBL E65BTNC) hatte ich hier schon besprochen, sie klingen in Höhen und Mitten weicher und in den Bässen mächtiger (in ear) und vor allem tiefer (on ear), sind damit auch für lautere Lautstärken oder Umgebungen geeignet, bei sehr leisen sind sie den o.a. Apple Produkten unterlegen. Sie lassen sich zudem als Fremdprodukte klanglich in der Wiedergabe nicht modifizieren.

 Im Grunde ist es wie bei Lautsprechern: aus meinen Hör Erfahrungen klingen auch wertige Boxen leider erst ab einer gewissen Grundlautstärke, ganz leise Wiedergaben sind oft mit kleinen Boxen eher zu genießen wie z.B. den bezüglich Aufstellung recht anspruchslosen DALI Spektor 1, die wiederum für sehr hohe Pegel ungeeigneter sind! Bleibt die Frage: was brauche ich wirklich (nicht)?

IP11PM  ooc  Fast Resize

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FAQs Fotografie und Navigation auf dem eBike

Apps [Kamera], Navigation [Karten] und [Komoot] auf dem eBike lange nutzen

Wir haben in diesem September über 300km überwiegend kleine und stille Wege in Mecklenburg Vorpommern befahren, dazu ist die App [Komoot] mit vorgeladenen Routen ideal, für Strassen und Städte nehmen wir die App [Karten] und zwar online. Die stundenlange Verwendung des iPhone setzt einen stabilen 10.000mAh Tank oder größer voraus, weil auch offline der interne Akku alsbald auf 35% Restkapazität gesunken ist.

Die Abhilfe auf 5 Volt Basis ist recht einfach, zur Verbindung von der lenkermittigen Performance Line Steuerzentrale, vom mächtigen Bosch 500 Akku versorgt, genügt ein kurzes USB-micro A+B Kabel zum Tank in der Lenkertasche, der dadurch immer voll aufgeladen bleibt, das übliche USB-Lightning Kabel (auch ein langes) versorgt das iPhone, dass ich liegend in der Lenkertasche transportiere, denn für beide Applikationen gibt es ja eine laute und präzise Sprachausgabe, die ich zudem auf der Apple Uhr nachlesen kann, wenn beide Apps auch dort installiert sind. Die stabile Lenkerhaltung für das iPhone muss also nicht zwingend mit, weil ich das Händy zum Fotografieren blitzschnell in der Hand haben möchte, und zwar ohne weitere Demontage und mit nur einem Griff: Tasche auf Händy raus 🙂 Auch lecker für unterwegs: BT Ohrhörer für Musik Sprachausgabe und Telefon 🙂 🙂

Fazit: Mit dieser schlichten Ausrüstung lässt sich stundenlang und sicher Navigieren, dabei speditiv fotografieren und am Fahrtende ist das Händy immer noch voll geladen.

NB: Von Versuchen mit z.B. dem Navigon PKW Navi kann ich nur abraten, unsere beliebten kleinen Wege sind nicht auf dessen Europa Kartenspeicher und außerdem ist für den internem Akku eine 12V Spannung erforderlich, weil ohne Nachladen nach ca. 2 Stunden das Ende der Navigation erreicht ist, das reicht vielleicht für einen Stadtweg 😦

stabile Lenker Halterung für iP7+ oder iP11PM

BOSCH Display mit USB micro A, mit B in den Akku und von dessen USB zum Lightning

mit dem >Tank< verbunden: rot = 1A und rot-rot =2A Ladestrom

mit dem Handy geschützt in der Lenkertasche

USB micro A+B links und USB auf Lightning Kabel rechts

IP11PM  ooc  Fast Resize 

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KI oder wysiwyg – die Vorteile von live View und eSucher

KI (künstliche Intelligenz) im Fotoapparat – ein Vergleich iPhone 11 und EOS RP

Beide Kameras sind ergänzende und wertige Alternativen (Aufnahme IP7+)

Ist

iPhone und spiegellose Systemkamera werden per Kontroll Bildschirm, die SLM zudem noch über den eSucher gesteuert, der noch weitere Vorteile wie Aufhellen bei Dunkelheit bietet, wenn das Auge an der dSLR trotz Offenblende nichts mehr sieht. Beim iPhone ist die Helligkeit per Fingerwisch rechts vom verschiebbaren AF-Feld regelbar, bei der RP kann ich sie z.B. im [Fv] Programm gezielt über den ISO Wert steuern und dabei einen Trick nutzen: findet keine Aufhellung des Suchers mehr statt, d.h. die Helligkeit des Suchers bei der Messung entspricht der Wiedergabe, befindet sich der ISO Wert im richtigen Korridor und kann sichtbar noch leicht angepasst werden, ich bevorzuge bei beiden Apparaten eher knappe Belichtungen für sattere Farben: Früher beim Diafilm war die Belichtung auf die dunklen Partien (Minolta nannte es Contrast Light Compensation) richtig, der Film vertrug Überbelichtungen des Himmels eher, bei digitalen Sensoren sollten die hellen Partien gemessen werden, Überbelichtungen führt zum Ausfransen und je besser resp. größer der Sensor samt Pixeln ist, desto mehr an >Futter< findet sich, um Schattenbereiche anzupassen, >expose to the right< ist damit Vergangenheit!

Nicht nur mir fallen im Vergleich von möglichst zeitidentischen Aufnahmen mit dem IP11 und der dSLR/SLM gravierende Unterschiede der vom jeweiligen Hersteller eingesetzten KI auf, mit zunächst augenfälligen Vorteilen für das iPhone und in den Standard Einstellungen (out of box) vermeintlichen weil seit der IP-Anschaffung sichtbaren Nachteilen bei der RP. Dieser Bericht geht darauf näher ein: Kann ich daran etwas ändern? JA!

Problemstellung

IP: Die Apple KI scheint optimal auf große Belichtungsspielräume vorbereitet, wie sie in weiten Bildwinkeln häufig zu finden sind, ggf. korrigiere ich für sattere Farben die Belichtung etwas dunkler, vor allem beim SWW und WW.

IP 52KBÄ F2

RP EF 50mm F2, der AF liegt auf dem Baumstamm in der Bildmitte

RP: Die Canon KI bietet zwar vielfältige Bildstil Voreinstellungen für die JPG Ausgabe in den Programmen [Fv P Tv Av M B], die Automatik Programme [A+ SCN] wählen diese selbst. [3HDR] und [4Nachtaufnahme ohne Stativ] kosten Rechenzeit. Ich achtete bisher eher darauf, große Belichtungsspielräume und satte Belichtungen zu vermeiden und verwendete lieber längere Brennweiten, die das IP nicht bietet. Ein möglicher Ausweg wäre, jedes JPG (oder gleich RAW) mit geeigneter Bildbearbeitung >aufzubrezeln<, was unschwer möglich ist aber halt zusätzliche Arbeit macht 😦 Mich interessiert aber ein möglichst gutes JPG out of cam!

Vorgehen

Das iPhone 11 mit den 3 Objektiven/Sensoren zeigt auf dem Bildschirm exakt die Aufnahme, wie sie nach dem Klick gespeichert wird, es gibt außer AF/AE Lock keine weiteren Einstellmöglichkeiten: what you see is what you get.

IP WW (1) F1.8

RP EF 28mm F8 mit Bildstil [Natürlich] 7 5 5 1 2 -1
Die spiegellose Vollformat EOS RP zeigt die vielen Einstellungsvarianten für die Aufnahme in (zeit)gleicher Situation, unter Nutzung folgender Einstellmöglichkeiten: automatische Belichtungsoptimierung, Bildstil(e), Tonwert Priorität. Nach einigem Testen (Abb. unten) hier meine aktuell bevorzugten Einstellungen für die RP und geeignet für alle Brennweitenbereiche:

[Auto] mit [7 5 5 1 2 -1] für alle [A+ und SCN] sowie [Fv bis M] Programme, das führt m.E. zu noch ansprechenderen Ergebnissen, immer  im Vergleich zu den Resultaten des IP, aber keinesfalls als ein Must! Der Bildstil ab der EOS 5D und für viele Nachfolger war [Natürlich 0 1 1 0] für ordentliche Hautfarben, ab jetzt aber modifiziert ist [Natürlich 7 1 2 -1] für die EOS 6D resp. alle Vorgänger. An der RP habe ich [Fv] und diesen Bildstil [7 5 5 1 2 -1] auch mit Voreinstellungen für wenig Licht und Offenblende C1 bzw. sehr wenig Licht C2 verwendet, oder als Grund Einstellung für alle Fälle C3:

C1 [Natürlich] mit [7 5 5 1 2 -1]  [Fv] mit 1/1.000sec F 1.8 ISO 1.000

C2 [Natürlich] mit [7 5 5 1 2 -1]  [Fv] mit 1/4.000sec F 1.8 ISO 4.000

C3 [Natürlich] mit [7 5 5 1 2 -1]  [Fv] mit 1/400sec F 2.8 ISO variabel

In den [Auto] und [SCN] Programmen wählt die Kamera automatisch den Bildstil, ich verwende gerne [Lautlos], ibs. weil es mit zentralem [AF] Feld meinem bisherigen dSLR Vorgehen mit zentralem = bestem Kreuzsensor entspricht. Die IP und SLM Sensoren bieten AF-Felder über fast die ganze Bildfläche verteilt, blitzschnell z.B. beim iPhone nutzbar weil per Fingerwisch zu verschieben, die AF-Feld Positionierung per Fingertipp geht auch auf dem Kontroll Bildschirm der RP.

Test

Bildbeispiele Friedhof – Hafen – Balkon, ich habe als erste Aufnahme die vom IP11 ooc und ohne jede Korrektur vorangestellt und folgend 5 weitere aus der RP, jeweils mit identischen Werten Belichtung Blende ISO aufgenommen und per Bildstilwerten gekennzeichnet, ebenfalls ohne Korrekturen:

IP11

RP 5 2 4 0 0 0

RP 7 5 5 1 2 -1

RP 7 5 5 0 4 0

RP 7 5 5 0 0 0

7 5 5 0 1 0

IP11

RP 7 5 5 1 2 -1

RP 7 5 5 0 4 0

RP 7 5 5 0 0 0

RP 7 5 5 0 1 0

IP11

RP 5 2 4 0 0 0

RP 7 5 5 1 2 -1

RP 7 5 5 0 4 0

RP 7 5 5 0 0 0

RP 7 5 5 0 1 0

Bleibt zu sagen, wir (meine Frau und ich) stimmen bei der Beurteilung weitestgehend überein, nicht immer gefällt uns die IP Aufnahme am besten, nicht immer die gleiche Abstimmung bei den fünf RP Aufnahmen, aber immer parallel in der Abwertung der in unseren Augen weniger gelungenen Farbwiedergaben 🙂

Feindetail 755000

Porträt 755010

Auto 755030

Natürlich 75512-1

Auto 755030 für Vergleich zu IP11 auto

 

IP11PM auto für Vergleich zu RP auto

Fazit

Ein 8Bit JPG >schafft< etwa 8 Blendenstufen, ein herkömmlicher Bildschirm gibt diese 8 ganz gut wieder, mehr aber nicht. Ein 14Bit RAW >schafft< 11 Blendenstufen, unser Auge etwa 14 und die Natur bietet bis zu 40, einem KB DIA Film wurden bis zu >20 nachgesagt! Das in der Kamera entstehende Bild wird heutzutage mit KI aufgebaut, anders, besser oder wie auch immer.

Früher in der SW Dunkelkammer nannte man es Abwedeln und Nachbelichten, wenn der Film aufgenommen (ne 100stel und Blende 8, wenn die Sonne lacht) und entwickelt war und das Fotopapier unter der Lampe lag.

Dem Betrachter Auge ist das alles egal, zur Bewertung einer Fotografie wird die eigene Erfahrung ausschlaggebend sein. Wer gute Aufnahmen mag, die fast Allen gefallen, ist mit dem IP11 gut beraten, wer mehr Aufwand liebt, greift zur SLM wie der RP resp. in beiden Fällen zu den schönen Töchtern anderer Mütter und Väter. 

Dieser Beitrag ist der eintausendste auf meinem slowfoto Blog – es gibt immer noch viel zu tun, deshalb folgt jetzt erstmal eine erfrischende und  schöpferische Pause 🙂

EOS RP   IP11 PM   ooc   Fast Resize   (c) slowfoto.de

iPhone 11 Pro Max – Tipps für Fortgeschrittene

einige Tipps für differenzierte Anwendungen

IP11 PM Spotmessung  ISO20  1.712sec  F2 fca.200mm KBÄ Digitalzoom

Das iPhone (IP) ist im Live View über den exzellenten Touchscreen zu bedienen, mit Ausnahme der möglichen Auslösung auch über beide Lautstärken Tasten, cave bei Montagen oder im Querformat beim Positionieren auf Flächen oder Gegenständen! Die visuelle Kontrolle über den Bildschirm ermöglicht die finale Beurteilung der Aufnahme vor dem Klick, weil die Korrekturen oder Veränderungen im Live View korrekt als auch vollständig angezeigt werden (wysiwyg im Gegensatz zu jeder dSLR dSLM). Eigene Versuche mit .raw Dateien führten nicht zu besseren Ergebnissen als die universaler verwertbaren .jpg aus der Filmrolle.

Die AF Kontrolle und Positionierung ist per Fingerwisch über den ganzen Bildschirm möglich, parallel dazu die AE Korrektur bis hin zum Lock per 3sec Finger darauf stehen lassen, einfacher und schneller geht es nicht, ebenfalls die stufenlose Zoombedienung oder das Umschalten von [FOTO] auf [VIDEO] per gehaltenem Tastendruck auf dem Auslöser, nicht zu vergessen die Fernbedienung über die Apple Watch, die auch zur Musiksteuerung (Lautstärke, Stop, Titel) für z.B. Spotify verwendet werden kann!

Hier einige alphabetische Tipps hinsichtlich weiterer Features, 0,5 1 und 2 sind die Brennweiten 13 / 26 / 52mm KBÄ:

Akku: laden geht schnell mit einer ca. 10.000 mAh Power Bank mit 2A Ausgang

Begradigen: Aufnahme mit 1 oder 2, ist der Horizont schief, kann per [Bearbeiten] dieser automatisch oder manuell korrigiert werden, unter Verwendung von Bildarealen der 0,5 Aufnahme, also ohne den üblichen Verlust: vorher in -> Einstellungen -> Kamera >Foto+Video-Aufnahme außerhalb des Rahmens< und >Anpassungen automatisch anwenden< anklicken, dieser 0,5er Bildbereich wird nach 30Tagen automatisch gelöscht

Belichtung: AF Feld (= AE Feld) im helleren Bereich ergibt dunklere Belichtung und umgekehrt. Korrekturen per senkrechtem Schieberegler rechts vom Feld, nach oben => heller, nach unten => dunkler, 3sec halten ist AF/AE Lock, das Feld pulst 2x kurz

Bilddaten: blitzschnelle Kontrolle mit [Metapho] ISO Aperture Shutter Focal Lens HEIC

Clip: um blitzschnell einen Video-Clip aufzunehmen, einfach den Finger auf dem Foto Auslöser stehen lassen, die Foto App schaltet dabei auf Video um

Digitalzoom: mit geringen Kompromissen nutzbar bis ca. 4-fach, danach beginnen Rauschen und Umrisse deutlich hervorzutreten, was je nach Luftverschmutzung bei großer Entfernung wieder in den Hintergrund tritt, der exzellente Bildschirm zeigt es augenfällig in der Kontrolle, in der Nähe würde ich lieber freistellen => croppen, 12MPI sind Futter genug

Fokus: präzise 10-fach Zoom, AF fixieren / AE korrigieren, Brennweite wählen klick

Gimbal: ist mit Objektiv 1 und 2 auch mobil nicht zwingend erforderlich, als stabiler Stand für Schwenks und Zoomen gut geeignet

Nachtaufnahmen: [night modus] bis max. 4sec, aus der Hand nur mit den bildstabilisierten 1+2 Objektiv (26/52mm KBÄ) sinnvoll, das 13mm KBÄ SWW erfordert ein Stativ o.ä. plus Fern-Selbstauslösung

Pano: möglich mit Objektiv 0,5 oder 1 oder 2 (!) AF/AE fixieren auf Hauptmotiv, Pano durchführen, korrigieren per Stand plus hoch/runter, beenden per kurz zurück bewegen

Porträt: [LIVE FOTO] eignet sich für Porträts, weil im Nachhinein der beste von 10 Shots ausgewählt werden kann (Blinzeln), die restlichen lassen sich komplett löschen – [FOCOS] App für Bukeh, vorderes und hinteres getrennt bearbeiten, Bukeh Lichter verformen, Objektive als Look aussuchen, weiter in Google [SNAPSEED] zum Reparieren = Retusche und Feinabstimmung wie Helligkeit, weiter [TOUCH RETOUCH] zum einfachen weg retuschieren von Fehlern mit Objekt entfernen per Lasso

Raster: 3/3 Raster -> Einstellungen -> Kamera -> Raster

Selbstauslöser: 3/10sec die Kamera macht 10 Aufnahmen zum Aussuchen (Porträt)

Slowfoto: Fotografieren muss man vorher üben und zeitlich einplanen, um blitzschnell lohnende Motive zu erkennen und mit dem IP zu erfassen. Je kürzer die Unterbrechung (Spaziergang oder Wanderung: ich bekomme oft lohnende Motive gezeigt), desto höher die partnerschaftliche Toleranz, für zeitaufwändige Sessions eignen sich geplante Solotouren besser 🙂

Standort: Objektiv 1 und 2 können bis auf ca. 10mm bodennah angewendet werden, beim 0,5er sind es ca. 25mm – diese geringen Abstände lassen sich hervorragend für Aufnahmen mit beeindruckendem Vordergrund (z.B. Sandstrand, Straßenpflaster, Waldboden) verwenden. Mit der Selphy Stange können Aufnahmen weit ab von eigenen Körper erstellt werden (über den Abgrund oder Graben, die Mauer, den Zaun), wenn man auf die Abbildung des eigenen Gesichtes verzichtet 😦 Auslösung per BT oder Apple Watch. Beliebte Blickwinkel und Standorte sind auch langweilig, weil zu oft gesehen, ähnlich bei Motiven: alte und junge Menschen sind interessanter  

Stereoton: -> Einstellungen -> Kamera -> Stereoton ergibt wesentlich bessere Verständlichkeit, ibs. bei Videoaufnahmen auch mit externem Mikrofon

Spiegelungen: Autodächer, Fenster, Pfützen oder Wasseroberflächen suchen

Superweitwinkel: mit 13mmKBÄ als Fixfokus scharf abbildend ab ca.5cm bis unendlich, hoch wie quer herrlich für Landschaften oder enge Räume, verträgt keine Vorsatzlinsen und ist nachts aus der Hand eher ungeeignet weil nicht stabilisiert, dafür lichtstark mit F2,4 

Tonkontrolle: ist bei der Videoaufnahme nicht möglich, Abhilfe schafft APOGEES [MetaRecorder] App zwar etwas zeitversetzt aber mobil per BT in/over ear Hörer

Tele Vorsatz: Moment Tele f60mm mit Moment Case und Foto App (1<->2) führt zu erstklassigen Teleaufnahmen anstelle Digitalzoom

Ton: wenn das Auslösegeräusch stört, einfach ausschalten -> Schalter auf rot

Video: Objektiv 1 und 2 sind Bild stabilisiert -> bevorzugen! SWW 0,5 nicht, deshalb dafür einen stabilen Stand verwenden. Video schnell auf dem IP kürzen -> Bearbeiten -> Anfang und/oder Ende bewegen und erneut sichern. Videos bearbeiten geht einfach mit der App [iVideo] auf dem IP und mit der gleichnamigen aber umfangreicheren auf dem MacBook oder iMac, es lassen sich auch aus Fotos Diashows erstellen und mit Musik unterlegen

Zeiten: Abend- und Morgensonne werfen lange Schatten, mittags ist das Sonnenlicht extrem hart, die beiden >blauen Stunden< sind wertig, auch wenn sie nur einige Minuten dauern. Wolkenlose blaue Himmel sind langweilig, also die Kamera weiter nach unten richten! Nebel schaffen wunderschöne Stimmungen, Staubwolken auch. Regen erzeugt oft irre Reflektionen. Wenn farblich nichts mehr geht, an SW denken! Mit dem IP11 sind Nachtaufnahmen bis 3sec aus der Hand möglich, gutes Restlicht optimiert die Resultate: Fotografieren ist Zeichnen mit dem Licht der Himmelskörper. Und völlige Dunkelheit ist so interessant wie ein strahlend blauer Himmel ohne Wolken 😦

Tipps für die Canon EOS RP finden sich hier

IP11 PM  ooc  Fast Resize

(c) slowfoto.de

Unterwegs fotografieren mit wenig Gepäck

Reisen mit dem iPhone oder der SLM resp. SLR oder beidem?

Früher waren alleine über 6kg Fotoausrüstung im Rucksack (dSLR, 16-35, 24-105, 70-200 u.v.a.m.), plus Trinkwasser und Wanderklamotten eine gehörige Last, vor allem wenn das Notebook auch noch mitgeschleppt werden musste. Das hat sich radikal geändert:

1) Heute nehme ich für Superweitwinkel- bis hin zu kurzen Teleaufnahmen (0,5-1-2) mit einem KB äquivalentem Winkel (KBÄ) von f13-52mm nur noch das 260g superleichte iPhone 11 Pro Max mit, Motiv spezifisch auch mal mit 2,5-fachem Digitalzoom und notfalls mit Faktor 3, also f65-78mm KBÄ, womit Verluste erträglich bleiben.

Das IP11PM ist mit dem erstklassigen Kontrollbildschirm plus schnellen Fingerwisch Einstellungen und der intelligenten >deep fusion< (->Optimierungen vor der Aufnahme) sowie der Langzeitbelichtung bis hin zu 3sec (aus der Hand) recht optimal ausgestattet und viel schneller zu bedienen ist als jede meiner Kameras am Auge. Auch die Tatsache, jede der 3 lichtstarken und mit eigenem Sensor ausgestatteten Optiken als durchgängiges Zoom verwenden zu können, ist bisher so einmalig wie der Preis 🙂

Hinzu kommt ein nicht nur für meine Augen nahezu perfekter Bildstil über den gesamten Brennweitenbereich, so dass sich nachträgliche Korrekturen meist auf beschneiden oder den Horizont begradigen reduziert, es gibt wenig nachzuarbeiten!  

2) Ab f52mm (KBÄ) wird es mit dem Handy eng, längere Bildwinkel bedürfen anderer Ausrüstung. Ein Fotofreund wollte mich von der Faszination seiner Kompakten samt 30-fach Zoom überzeugen, nach wenigen Vergleichsaufnahmen hat er sich nur noch für das IP 11 interessiert 🙂

Meine Ergänzung besteht aus der Canon EOS RP mit dem betagten EF 70-300 L DO IS plus bei Bedarf einem 1,4 Konverter, der dann die knappe Lichtstärke 1:4,5-5,6 noch weiter reduziert. Ebenfalls bei 1,4kg liegt das Gewicht, das entspricht rund 6 iPhonen!

Zur augenfälligen Anpassung für eine weitgehend vergleichbare Farbwiedergabe der Bildstile beider Kameras war eine Modifikation im Menü der RP nötig, [Natürlich] schreibt sich jetzt [5,2,2,2,2,0] anstelle [5,2,2,1,1,0]: Ich hätte es nicht für möglich gehalten, jemals eine SLM/SLR bezüglich Bildstil einem iPhone anzupassen!

Bedienung: die RP deckt (nicht nur) mit diesem Zoom zwar einen großen Brennweitenbereich ab, ist aber an Schnelligkeit in der Bedienung auch wegen der Vielzahl der Einstellungen (Belichtung- oder ISO-Korrektur) unterlegen, ebenso bei der Ausrichtung auf den Horizont. Der Bedarf an späteren Korrekturen ist damit gleich im Umfang geblieben, zumal die elektronische Wasserwaage kryptisch blinkend und fett den wichtigen zentralen Bildbereich beansprucht und abgeschaltet bleibt, das Gitter reicht.

Fazit: Für immer dabei ist das IP11 ein sehr leichter und schneller Fotoapparat mit jedem zusätzlichen Nutzen, den ein modernes Handy heute bietet. Die Apple spezifische Auslegung in Richtung Superweitwinkel, hier als FixFokus mit f13mm KBÄ definiert, bringt weitere Vorteile, aber auch mehr tonnenförmige Verzeichnungen wie bei jedem Super+Weitwinkel Objektiv, (kleine) Panoramen im Hochformat schaffen hier sichtbare Abhilfe.

Für längere lichtstarke Brennweiten oder Zoombereiche ist eine bewährte SLR oder die spiegellose und leichtere SLM, letztlich sogar eine Crop-SLR die Ergänzung, wobei das optische Mäusekino durch den reduzierten Sucher wie auch das Livebild per (Klapp-) Bildschirm den Meister im großen des iPhone + oder Max gefunden hat, der durch die Güte und blitzschnelle Bedienbarkeit überzeugt. Beide Kameras zusammen bleiben im Gewicht unter 2kg und lassen sich praktisch unauffällig mitführen!!

Ergänzung: Mein Vorgehen im fotografischen Ablauf beider Kameras ist vergleichbar aber im Aufwand unterschiedlich!

IP11 PM [FOTO] anklicken, Modus (Zeitraffer bis Pano) wählen, Brennweite per Klick 0,5 – 1 – 2 oder per Fingerwisch, AF per Klick punktgenau setzen und AE per Fingerwisch und Livebild anpassen -> Klick! Zeitaufwand 1-2sec

EOS RP Livebild im Sucher oder Monitor wählen, [Programm] per Drehrad vorwählen resp. eingestellt lassen, zentrales Fokusfeld auf das Motiv ausrichten und per AF on Knopf fixieren, AE Korrektur entweder per ausgerichtetem Bild/Feld und dann mit der Sternchentaste fixieren oder die Belichtung in den Programmautomatiken per Drehrad mit dem Daumen -3 bis +3 korrigieren, in dem Motivprogrammen mit der Sternchentaste! Bildstile wirken sich auf die Programmautomatiken aus, in den Motivprogrammen sucht die Kamera selbst aus. Zeitaufwand je nach Bedarf.

Das iPhone bietet wesentlich weniger an Voreinstellungen, die RP deutlich mehr. Die IP Aufnahmen gefallen durchweg sehr gut, zumal der exzellente und große live und touch Bildschirm konkurrenzlos ist. Nachbearbeitung ist eher selten nötig außer Horizont begradigen, was das IP toll löst.

Die spiegellose Vollformat RP bietet unzählige Voreinstellung, wer nur mit dem grünen [auto] Programm arbeitet, bekommt gute Aufnahmen, die oft der Nachbearbeitung bedürfen. Die Programmautomatiken benötigen Vorkenntnisse und daraus folgende Einstellungen, die Motivprogramme [SCN] nicht, ich verwende nur den Silent Modus. Wegen möglichem Objektivwechsel ist die RP oberhalb f52mm absolut überlegen, aber in der Handhabung aufwändiger, ibs. in der exakten Ausrichtung vom Horizont.

Beide Kameras sehe ich als wechselseitige Ergänzung!

IP11 PM oben   EOS RP unten   keine Filter   Fast Resize

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FAQs Makro mit dem iPhone ohne Zubehör?

Frage: Makroaufnahmen ohne Zubehör, wie geht das?

Antwort: über einen kleinen Umweg 🙂 einmal eingerichtet, ermöglicht dieser Weg blitzschnelle Makros ohne weitere Hilfsmitte oder Kosten! So geht’s:

1) das iPhone bietet eher verborgen eine Lupe, die per 3-fach Klick mit der Ein+Aus Taste (rechts oben) zu wecken ist. Voraussetzung dafür ist die Aktivierung, hier am Beispiel 11 Pro Max in -> Einstellungen -> Bedienungshilfen -> Lupe -> ein – per Wischfinger Zoom kann dann die Vergrößerung gewählt werden,

2) mit gleichzeitig gedrückter leiser Taste (links oben) und Ein+Aus Taste wird das Bildschirmfoto erstellt, ggf. bearbeitet und anschließend als .png im [Fotos] Ordner gesichert. [Fast Resize] ändert beim Verkleinern (z.B. für Mail-Versand) automatisch in das übliche .jpg Format, beim Versand vom iPhone aus reduziert sich die Bildgröße wie gewohnt von alleine. 

Bildschirmfoto

Lupe mit Bedienzeile

fertiges Lupenbild al gusto bearbeiten

Ausschnitt durch zoomen (Fingerwisch)

fertige Makroaufnahme

als .png sichern 

Ich mag das iPhone und am liebsten ohne sperriges Zubehör. Man kann vor allem im Randbereich qualitätsmindernde Nahlinsen anklemmen oder dicke Vorsatz-Objektive im speziellen Case andocken, oder einfach Bordmittel nutzen wie vorgeschlagen: es geht gut so und macht Spaß 🙂

iPhone 11 Pro Max  ohne Filter  FastResize

(c) slowfoto.de