Bücher die sich lohnen

beide Publikationen

Alexander DACOS  Digitale Schwarz-Weiss Fotografie  ISBN 978-3-95845-692-1    240 Seiten 12,5cm x 18,5cm  €19,99  www.mitp.de Edition Fotohits

SW Fotografien geht der Ruf voran, zeitlos zu sein. Was zu Beginn der Fotografie ein Must war, ist heute zur Lust geworden: Die Grundsätze für gute Aufnahmen sind hingegen gleich geblieben. Der Wegfall von geschwätzigen Farben als Element der Gestaltung steht ein anderer Anspruch gegenüber: Licht und Schatten, geometrische und fließende Areale sind für den notwendigen Bildausdruck maßgeblich. Wie immer (ent-) steht das Bild am Anfang und zwischen den Ohren. Die moderne digitale Kamera verfügt über Live-View und damit kann die Wirkung von Farbe oder Schwarz-Weiß präzise kontrolliert werden, auch am Händy z.B. auf dem großen Kontrollbildschirm mit z.B. der App [CameraNoir]. Aufnahmen erstelle ich dennoch regelmäßig zunächst in RAW und SW, um sie später nachentwickeln zu können, der Autor erklärt das so (Zitat): wie Sie Ihre Bilder mit nur wenigen Klicks und einigen Tricks mithilfe von Photoshop, Lightroom oder Ihrem RAW-Konverter in moderne und ausdrucksstarke Schwarz-Weiß-Bilder umwandeln. Kritik: S.210 schade, dass hier (nur) die Kamera scharf abgebildet ist Jdas Buch lohnt allemal und sorgt für viele Stunden wertiger Beschäftigung, vielleicht auch länger? 

Dacos beginnt mit dem Ursprung der Fotografie (= Zeichnen mit dem Licht der Himmelskörper), dem gesellschaftlichen Stellenwert, den geschwätzigen Farben, Denken und Sehen in Schwarz Weiß, erklärt Licht und Schatten in der jeweiligen Wirkung, den Wert von graphischen Bildelementen, der Struktur und Symmetrie in der Komposition, behandelt kurz die SW-Kamera (Leica M) und kurz die schlichten Farbfilter samt Tonung in den Kameras, eher lang die digitale Dunkelkammer (im Vergleich zur nassen), deren immenser Einfluss hinsichtlich der Farbkanäle anstelle vorgegebener Filter und die Präsentation in der Öffentlichkeit mit wertigen Hinweisen.

Fazit: RAW plus JPG zum sofortigen Beurteilen, was die digitale Kamera betrifft, aufwendige und gekonnte (Nach-) Bearbeitung am PC und als Ziel ein beeindruckendes Bild! RAW vom iPhone exportiert man mit Airdrop. Die unspektakuläre SW Bearbeitung mit Snapseed erfolgt u.a. mit allen SW Filtern oder per Photoshop Elements -> Überarbeiten -> in SW konvertieren mit 6 Vorgaben samt Infrarot und RGB und Kontrast Intensitätsregler.

Nebenbei, meine >alte< 12,7MPI EOS 5D hatte ich bisher nur noch für SW-Aufnahmen verwendet, nun aber die Einstellungen etwas aktualisiert: RAW (für alle Fälle) und JPG im Bildstil [schwarz/weiß] weder Filter noch Effekt, Schärfe 0 Kontrast +2 bei ISO 800 und +-0EV für knackige SW-Aufnahmen, die nur noch wenig Nachbearbeitung erfahren! Entdeckung nebenbei an der EOS 6D mit ISO [auto]: Für reine SW Dateien reichen i.d.R. geringere ISO Empfindlichkeiten, für die gleiche Aufnahme in Farbe benötigt der Sensor höhere Werte! Ob das parallel zu unserem Nachtsehen mit dem Auge läuft?

Seite 210

Michael FRYE Digitale Landschaftsfotografie ISBN 978-3-95845-238-1
176 Seiten  21cm x 23,5cm €29,99  www.mitp.de Edition Profi-Foto

An eigenen und fremden Fotografien erklärt Michael Frye >die Kunst des Sehens, die Bedeutung des Lichts, der digitalen Dunkelkammer und des Drucks< versetzt mit eingängigen Zitaten: Es gibt nichts Schlimmeres als ein scharfes Bild eines verschwommenen Konzepts – Zitat Ansel Adams. Frye begann mit Diafilm, die richtige Belichtung zeigte sich erst später im Lichtkasten. Der Trommelscanner ersetzte zunächst die schlichten Digitalkameras, die Scans wurden mit Photoshop bearbeitet. RAW Dateien dienten später als Rohdateien, kreative Augen waren immer gefordert. Kunst kann man nicht einfach lernen, sondern nur mit viel Training eigene Fähigkeiten verbessern. Dazu wird jeder Schritt mit entsprechend ausgewählten Abbildungen erklärt. So kann aus der ersten Vorstellung ein Ergebnis werden, wenn man die Techniken beherrscht… also kein Werk für Anfänger, auch der Engagierte sollte viel Zeit aufbringen, denn die Anforderungen sind hoch, die Ergebnisse dafür erstklassig und zeitlos.

Frye erläutert mit immensem bildlichem Aufwand und dazu korrelierenden Zitaten Bildqualität, Schärfenkontrolle, Filter, Weißabgleich (ibs. nachträglich bei den RAW Dateien und dort nach dem gewonnenen Eindruck), Belichtung samt Histogramm in Hinblick auf Licht und Schatten, also der Lichtwirkung, und Licht und dessen Komposition als die Kunst des Sehens einer einzufangenden Stimmung, die anschließende digitale Dunkelkammer mit dem Ablauf der Bearbeitung und dem Druck und schließt mit einem Fazit mit Zitaten und eindrucksvollen Aufnahmen!

Nebenbei, meine >neue< 19,9MPI EOS 6D habe ich bisher ibs. bei wenig Licht bevorzugt für Farbaufnahmen verwendet (die 21MPI EOS 5DII rauscht früher) und die Einstellungen ebenfalls aktualisiert: RAW (für alle Fälle) und JPG im Bildstil [Natürlich] 0 1 1 0 bei ISO auto bis 25.600 und -1/2 EV für farblich korrekte Aufnahmen, die ebenfalls nur noch wenig Nachbearbeitung erfahren!

S. 55 El Capitan

iPhone 7+  ooc  Fast Resize

(c) slowfoto.de

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Was bietet Apple`s zweilinsiges Kamerasystem?

FAQs: iPhone 6+ vs 7+ (+ ein wenig iPhone 4) – welches ist fotografisch besser?

iPhone 4 2011 – schon damals war ich recht angetan 🙂 hier mit etwas NIK Snapseed gewürzt

 

iPhone 6+   ca. 205g 7+   ca. 205g
29mm KBÄ 8MPI 28/57mm KBÄ 12MPI
WW 1/ 2.9´´ f 2.2 4,15mm WW 1/ 2.9´´ f 1.8 3,99mm
größer als 1 / 2.3´´ 20MPI 1,5ym Pixelgröße Tele 1/ 3.6´´ f 2.8 6,6mm
Faktor 6,9 Faktor 7 WW 8,6 Tele
ISO 32 (!)-2.000 WW ISO 25 (!) -1.600
Tele ISO 25 (!) -1.250
ISO 32-200 max beide ISO 25-200 max
DIN A4 max. DIN A4 max.
78x158x7mm 78x158x7mm

 

Das 6+ war das erste iPhone mit stabilisierter Optik auch für Einzelaufnahmen, beim 7+ sind beide Optiken der DUAL Kamera stabilisiert. Das 5,5´´Retina Display bietet bei beiden eine hervorragende Auflösung über 400ppi, womit eine gezoomte Bildvergrößerung zur Darstellung von Details unschwer möglich ist, von der Beurteilung per Live View bei der Aufnahme ganz zu schweigen, keine dSLR bietet diese Möglichkeit on board bei knapp über 200g Eigengewicht auch mit fettem mumbi case!

iPhone 6+ 2018 BMW R 1200 GS mit Allem – in schwieriger Position

Die 6+ Kamera bietet: ZEITRAFFER SLOW-MO  VIDEO FOTO QUADRAT PANO, die 7+ bietet: ZEITRAFFER  SLOW-MO  VIDEO FOTO PORTRÄT QUADRAT PANO und dies alles mit 1x bis 2x fester Brennweite und auch per Wischfinger durchgängig optischem Zoom plus anschließend digitalem Zoom, welches ich in der Regel nicht verwende. HDR ist bei beiden iPhones manchmal wirkungsvoll und easy aus der Hand, der PORTRÄT Modus der 7+ gewinnt erst durch die f57mm KBÄ an Wirkung hinsichtlich des weicheren Hintergrundes, vor allem aber ohne die weitwinkelige Perspektive, im PANO Modus wird dann die Ferne entsprechend näher abgebildet, mit all dem Dreck in der Luft und mit leichten Einbußen beim maximal erreichbaren Bildwinkel, der hingegen bei Verwendung der f28mm KBÄ mit dem 7+ noch etwas weiter als mit dem 6+ erscheint!

Das 7+ hat für Selfies die maximale Auflösung der 6+ (8MPI), beide Kameras bieten Blitz (ausgeschaltet), HDR (selten), Selftimer und 10 Filter als Vorschläge, wenn es denn gefällt, bei Kunstlicht ist somit eine realistischere Farbkorrektur annähernd möglich, die Korrektur kann aber auch später bei der Betrachtung erfolgen.

iPhone 7+ 2018 wer liest das linke Etikett? WW – eine gute Vorlage für SW

Das 7+ bietet weiterhin eine sog. LIVE Funktion mit einem ca. 1sec Clip samt Ton, wobei sich das beste Schlüsselfoto auch per Vorschlag nachträglich auswählen und festlegen lässt! Beide Kameras nehmen bei gedrückt gehaltener Auslösetaste (ab 6+ im sog. Burstmodus mit 240fps! = frames per second ohne Ton) solange auf, um das zeitlich perfekte Foto zu erwischen.

Die zweite F2.8 Tele-Optik vom 7+ eröffnet Möglichkeiten, die m.E. von extremen Nutzen sind. War beim 6+ per Panorama eine sowohl horizontale als auch vertikale „Erweiterung“ des Bildwinkels unschwer möglich, bietet das 7+ nunmehr echte optisch reduzierte Bildwinkel ohne die qualitativen Verschlechterungen von Vorsatzlinsen.

iPhone 7+ 2018 Landschaft Tele – hier ist eine weitere Nachbearbeitung sinnvoll wg. Blütenstaub
iPhone 7+ 2018 Tele nah ohne Staub

Die Musikwiedergabe beider Geräte ist untadelig, ein Adapter Lightning zu Klinke ermöglicht die Verwendung hochwertiger In-Ohr-Stöpsel auch am 7+, welches ohne Audio Klinke ausgeliefert wird, es gibt zudem eine Unzahl an Adapter von Drittherstellern, die Hören und Laden gleichzeitig ermöglichen. Hier finden sich schlappe 498 Seiten einer umfassenden Bedienungsanleitung.

iPhone 6+ 2018 Kabel schaffen Verbindungen von Lightning zu analog Audio oder Laden und Hören

Wer auf Fotografie weniger Wert legt, ist mit dem 6+ (für aktuell ca. €400 128GB) gut bedient, andernfalls bietet das 7+ dem fotografisch Ambitionierten mit der DUAL Kamera eine bisher nicht gekannte Bildqualität und jede Menge neuer Anwendungen mit Sinn, für den Audio-Liebhaber hat sich der Klang mit dem zweiten Lautsprecher ebenfalls deutlich verbessert, und das mit 256GB Speicher für ca. €650 >wie neu< bei asgoodasnew! Und wer die Gehäusegröße und nicht sparen mag, nimmt das aktuelle iPhone X mit OLED Screen und ebenfalls 256GB für rund €1.100 🙂 Das 7+ speichert auch RAW Dateien mit der empfehlenswerten App [Camera+] für alle möglichen manuellen Einstellungen, das 6+ hingegen nicht! Und noch ein finaler Tipp für stark verkürzte Ladezeiten: Ideal ist der Apple Power Adapter 12V 2,4A vom iPad für ca. €25! Das iPhone 4 ist heute museumsreif resp. ab €69 zu erwerben…

Alle 6+/7+ Aufnahmen ooc außer Fast Resize Datenreduktion

(c) slowfoto.de

FAQs: SW auf dem iPhone – ein Must?

Frage: Was bringt Schwarz-weiß auf dem iPhone?

Von Vorteil ist der große Bildschirm z.B. beim 6+ im Live-View, der Veränderungen recht subtil anzeigt, vor der Aufnahme mit Presets oder auch nachher bei der Bildbearbeitung, jedenfalls vor dem beabsichtigten Versand. So schnell ist keine Crop- oder VF-dSLR, wenn die erstellten Aufnahmen erst per Rechner modifiziert werden müssen. Bisher habe ich diese Form der Bildbearbeitung vorgezogen, auch für Aufnahmen aus dem iPhone. Mit der APP [KameraNoir] gibt es für knapp über €1 ein Tool (im Store mit K, als Button mit C), das sehr viel bietet bei der Aufnahme mit einer der beiden Kameras:

auto / manueller Fokus – auto /  manuelle Belichtung – auto / manuelle ISO – Gitterlinien an / aus – Blitz an / auto / aus – Frontkamera / Selfy 

oder auch für die Bearbeitung vorhandener Aufnahmen:

Belichtung – Brightness – Kontrast – Klarheit – Verblassen – Glanzlichter – Schatten – Schärfe – Mischung (Farben) – Säulendiagramm – Vignette (HL Priority – Paint Overlay – Center Pop) – Zuschneiden – Körnigkeit (ISO 8000 1600 3200) – Intensivity

Die Bedienung erfolgt mit dem Wischfinger auf dem angezeigten Bogen samt Kontrolle per LiveView. Wer lieber in Farbe fotografiert, bearbeitet wie gewohnt die Aufnahmen aus dem Speicher, wer lieber sofort die Wirkung sehen möchte, nimmt in SW auch modifiziert auf oder kombiniert beide Schritte für bemerkenswerte Aussage Wirkungen:

20yearslater – nicht zur Freude meiner Liebsten 😦

Verjüngen geht normalerweise sehr gut mit [PortraitProStudio], hilft aber hier nicht wirklich weiter 🙂
Gespeichert wird wahlweise mit voller Auflösung oder 2-stufig Daten reduziert, also kleiner, Selfies wie hier eh nur in ooc Größe.

Fazit: CameraNoir ist billigst, empfehlenswert und zudem lehrreich! 

(c) slowfoto.de

 

FAQs: iPhone in der Nacht

Frage zum iPhone: Kann ich Bühnenaufnahmen mit der Hand erstellen? Was geht noch gut und wann ist Schluß?

Keine Panik: Udo Lindenberg schwebt ein

Fotografieren kommt aus dem Griechischen und bedeutet Zeichnen mit dem Licht der Himmelskörper. Wo kaum (kein) Licht…

nach Frankfurt in die Messehalle 2016

Die bordeigene App [Kamera] bietet zwar einen Selbstauslöser (3 und 10sec), aber ansonsten keine Einstellungen außer Autofokus und Digitalzoom und darüber hinaus keine Kontrolle Bild relevanter Parameter. Ist es dunkel, erhöht sich der ISO Wert und es rauscht schnell. Zugegeben, mit aktuellen iPhones sind bei Dämmerung gute Aufnahmen auch aus der Hand zu erstellen, wenn die Zeit um 1/4sec und der ISO Wert nicht über 200 liegen. Nach dieser Grenze hat jeder Eifonist schlechte Karten: für tatsächliche Nachtaufnahmen sind hoch ISO taugliche Sensoren bis ISO 12.800 (wie z.B. mit einer EOS 6D) geeigneter, wenn ein lichtstarkes Glas verwendet wird – oder 4Aufnahmen in Folge mit kamerainterner Verrechnung (sog. [Nachtaufnahme ohne Stativ] z.B. mit der EOS M ff). Fazit aus der Hand: Abend ja, Nacht nie. Und wenn es denn unbedingt mit dem iPhone sein muss?

nicht nur mit Onkel Pö, sondern dem Panik Orchester und vielen Gästen

Abhilfe schaffen ein Stativ (oder eine stabile Auflage) und die App [Camera+] mit manuell eingestellten ISO 100 und darunter mit entsprechender Langzeitbelichtung, die offene Blende von F2.2 gilt ja immer! Camera+ lässt manuelle Belichtungszeiten bis 30sec zu, wahlweise zu paaren mit (!) ISO 0,1 bis 2.000, was viele Spielereien ermöglicht: allerdings lassen sich die Physik oder das vorhandene Licht nicht überlisten, siehe ganz oben. Zudem kann der Weißabgleich von 1.000K bis 8.000K (auch gräßlich) geändert werden, alles immer unter Live View Kontrolle. Und wie in der originären App kann das AF-Feld (Fokus) per Fingerwisch und zusätzlich das AE-Feld (Exposure) für die Belichtung verschoben werden. Somit sind gute Voraussetzungen für ruhende Motive z.B. in der blauen Stunde oder bei vernünftiger Innenbeleuchtung vorhanden.

und lässt die Bude richtig rocken

Noch ein unschätzbarer Vorteil: der iPhone Auslöser funktioniert nicht etwa, wie von der >richtigen< Kamera gewohnt, per durchgedrückten Auslöser, sondern mit dem Wegnehmen des Fingers vom Auslösepunkt! Ein Fernauslöser ist also bei gefühlvollem Bedienen nicht notwendig.

Noch ein paar grundsätzliche Tipps:

1) für das iPhone, egal welches, sind Bühnenaufnahmen eher schwierig, weil die feste Brennweite mit f4mm einfach zu weitwinklig und viel näher ran ist oft nicht möglich ist.

Theater im Keller Berlin 2016

2) Die iPhone sind ab dem 5s im low light Bereich viel besser geworden, aber nicht die erste Wahl für die Bühne&Co, hier sind Crop oder Vollformat Sensoren i.V.m. längeren Brennweiten einfach besser.

die Jungs sind alle gut drauf

3) Bühnenlicht ist extrem kontrastreich, kaum ein Sensor schafft diese Unterschiede zwischen hell beleuchtet und dunkel verschattet abzubilden: entweder belichtet man selektiv auf die Gesichter und behält dort die Durchzeichnung oder integral mit dem Ergebnis, das helle Partien wie Haut immer überbelichtet sind.

und travestieren, was die Klamotten halten 

4) Es gilt für jede Bildkomposition: So nah ran wie möglich, damit nichts abzuschneiden ist, und nur notfalls mal das DigiZoom als längere Brennweiten nutzen!

das war es: Applaus Applaus!!! 

5) Bei zu großen Entfernungen hilft Ausschneiden oder ENTF 😦

NB: [Camera+] in der Pad Version bietet einen anderen Aufbau leider nicht mit der schlüssigen Bedienung wie fürs Phone, also m.E. weniger gut geeignet und damit zu teuer (€5,99)!

Frankfurt (oben): iPhone 5s   Berlin (unten): iPhone 6+                                                                            alle Aufnahmen mit der App [Kamera] aus der Hand bei vorhandenem Licht ca. ISO 100-200 bei 1/8-1/17sec und out of cam (ooc), also unbearbeitet außer Datenreduktion

(c) slowfoto.de

Slowfoto für die KW 47 2017

Der € und das iPhone

immer gerne gesehen

Wie klein kann iPhone aufnehmen – dazu folgender Versuchsaufbau:

Stand kleine Glasplatte – Saugnapf und Minikugelkopf CB2 von Cullmann – Händyklemme aus Selfiestick – Händy mit Licht oben Objektiv unten einklemmen!

Tischstativ, iPhone in der Klemme: Licht oben und Objektiv unten (Frontseite 6+)

App Camera+ Einstellungen von links nach rechts:

Fokusquadrat manuell auf dem TFT verschieben -> auto

Zeit/ISO 1/50sec Iso40 auto

WB auto 

Lampe an (Taschenlampensymbol) wichtig weil Dauerlicht!

Blume an (Nahaufnahme)

3:4 (Bildgröße)

am unteren Bildrand Zoom 1x-3x (x1 ist max. Objektivleistung, ->3 cave Digizoom!)

Zoom +3 (DigiZoom) bei nähendem Abstand
Zoom +1 Objektgröße ca. 4x6cm HxB bei näherten Abstand

Ergebnis mit Zoomfaktor +3 siehe [€] Aufnahme oben

Fazit: Ich verwende Glasplatten als Basis oft, sie sind sicher und gut auch für Nahaufnahmen zu nutzen und auf einer glatten Schreibtisch Oberfläche ideal im Handling. Für akzeptable Aufnahmen würde ich immer nur Zoom +1 (also aus) wählen, hier war mal die maximale Objektgröße das Ziel. Zur weiteren mobilen Ausleuchtung eignen sich auch Stirnlampen (Mammut wg. DoppelLED) mit 3AAA Speisung, die mit der Hand gehalten auf das Objekt ausgerichtet werden.  

iPhone 5s und 6+ ooc

(c) slowfoto.de

Apple iPhone 6+ Apps, Einstellungen und Zubehör

Apps, Einstellungen und Zubehör

Pano Iriswiese bei Eriskirchen

Man kann ein Smartfon zwar für fast alles nutzen, mir ist zum Schreiben mindestens eine Notebook Tastatur lieber und zur Bildbearbeitung der 27 Zoll Bildschirm ein Segen – hingegen ist mein Händy für (panoramische) Fotografien oder Videoclips zur Dokumentation oder Erinnerung mittlerweile ein an einfacher Anwendung nicht mehr zu unterbietendes Tool geworden. Da >out of the box< heute fast nichts so funktioniert wie ich es mag, sind diverse Einstellungen zu tätigen, die ich mir aufschreibe, was gegen das Vergessen hilft. Hier deshalb meine Präferenzen, allerdings nutze ich das iPhone ab Version 4 gleichermaßen zur Fotografie wie zur Kommunikation oder als Merkhilfe:

Folgende Apps verwende ich gerne beim Fotografieren

iPhone immer dabei
  • Kamera & Fotos (sind beim Kauf installiert, für [Auto] Aufnahmen und Wiedergabe)
  • Camera+ & Dual Level (kostenfrei, für [Manuelle] Aufnahmen resp. Stativanwendung)
  • EOS Remote & Camera Connect (kostenfrei, zur Fernsteuerung der Canon EOS 6D)
  • Snapseed (kaufen, für einfache Bildbearbeitung falls zwingend notwendig)

Aufnahmen aus der Hand bis hin zu horizontalen und vertikalen Panoramen resp. Videoclips oder für präzise Anwendungen auf dem Stativ mit individuellen Einstellungen, für Bildbearbeitungen ziehe ich das Notebook resp. den großen Monitor vor. Zum Fotografieren ist zur weitgehenden Vermeidung schiefer Horizonte ein Gitternetz nötig, denn die meisten Händyaufnahmen sind nicht im Horizont (Einstellungen -> Fotos & Kamera -> Raster), ibs. wenn das Handy fernab gehalten wird oder nur über einen kleineren Bildschirm verfügt. Die App [Fotos] bietet bei der Betrachtung neben anderen Bearbeitungen eine recht tüchtige auto Nivellierung, mit der auch manuell zu korrigieren ist. Bei HDR sichere ich auch das normal belichtete Foto (-> Foto behalten), den richtigen Überblick gewährt die (-> Fotoübersicht)! Ich mag zwar interne große Speicherkapazität gerne, lösche dennoch zunächst nach Durchsicht alle mäßigen Aufnahmen, bevor ich sie auf dem Rechner sichere. Mit 1-5MB pro aufgenommener Fotografie (1668×2968) muss man im Speicher rechnen, das empfangene Bild (962×1280) nimmt etwa 200-300KB ein.

Folgende Apps verwende ich zur Info oder Kommunikation (in alphabetischer Reihe)

Naturschutz Gebiet und Ried Landschaft

kommod (Navi) – Rechner – Shazam (Musikerkennung) – Sprachmemos – Uhr – Wetter – WhatsApp – Wikipedia

Wichtig ist mir die Navi-Funktion, die allerdings eine komfortable mobile Internet Verbindung voraussetzt, hier freuen wir uns €uropa weit über die sehr gute Abdeckung durch Vodafone. Ebenfalls empfehlenswert ist die App Karten. Ein Taschen-Rechner oder die Uhr erklären sich von selbst, Shazam klärt über die gerade gehörte Musik per Interpret samt Titel auf, aufgesprochene Memos lassen sich wieder abhören,  die drei W+W+W Apps dienen der Information resp. den notwendigen Infos für vertraute Personen, wobei ein deutsches Gericht auch elektronische Inhalte dem Briefgeheimnis gleichstellt, worüber ich bei jedem Anbieter glücklich wäre, mir aber im Klaren bin, dass dies ein frommer Wunsch bleiben wird: social = public und die Medien sind durchsichtig wie Fensterglas. 

Folgendes Foto-Zubehör möchte ich nicht mehr vermissen

Selfy Stab mit Kabelauslöser

für Aufnahmen, in denen ich das iPhone ohne es aus der Hand zu geben, fernab vom Körper platzieren so muss, und über den Bildschirm immer noch eine Kontrolle habe, liegt die no-name Stange dazu noch irgendwo auf, sind unverwackelte Aufnahmen einfacher.

Repro Stativ

mit kleinem Cullmann CB2 Saugnapf mit Kugelkopf plus stabiler Rollei Halterung mit Rändelschraube auch für größere Smartphones, für den senkrechten oder waagrechten Einsatz sowohl geradeaus als auch nach unten für näheste Abbildungen. 

Panorama Stativ

mit Novoflex 360 Grad Drehteller mit Wasserwaage, großem Cullmann CS33 Saugnapf und CB5 Kugelkopf, damit auch für schwereres Gerät geeignet, z.B. zur absolut präzisen Erstellung von Panoramen.

Fazit

Wenn ich an mein erstes heute noch funktionierendes smartes Nokia 6131 Klapp Händy mit Foto (s.u. ooc 1280×1024 478KB), Internet (nie genutzt) und beleuchteter Tastatur denke, sehe ich den Fortschritt vor Augen – aktuelle Foto- oder Film-Aufnahmen unterscheiden sich nur noch wenig von denen mit professionellem Gerät, wenn man mal von der Bildgröße absieht. Die mobile Internet Nutzung, auch als persönlicher Hotspot i.V.m. dem Notebook, erfreut je nach Verbindungsqualität auch anspruchsvollere Anwender, von der BlueTooth Verbindung zu peripherem Gerät mal ganz abgesehen… schon irre das Angebot!

Nokia mit allen Fehlfarben 😦

sechs Aufnahmen iPhone 6+, eine Nokia 6131, alle ooc außer Datenreduktion

© slowfoto.de

 

 

kleine Dinge ganz groß – Nahaufnahmen mit dem iPhone6+

Die fotografischen Vorteile eines iPhones

von links oben, Cullmann CB2 Saug-Stand und MUMBI Case im Rollei Rahmen

möchte ich nach den mir bekannten Versionen 4, 4+, 5s, 6+ und 7 nicht weiter betonen. Hier geht es um Repro- oder Nahaufnahmen und die mal nicht aus der Hand! Drittanbieter verkaufen jede Menge an Zubehör, es gibt bisher wenig, was ich wirklich notwendig finde: Dazu gehören ein relativ weiches und damit Schock absorbierendes MUMBI Case zum Schutz der empfindlichen runden auslaufenden Gehäuseränder, verschiedene Saugfüße von Cullmann, nicht nur kleine für das Navi oder Smartphone, sondern auch ein großes für die dSLR mit leichtem Glas. Hier im gezeigten Versuch kam ein stabiler Rollei Rahmen für das 6Zoll große 6+ zum Einsatz, das per Rändelschraube in Gummilitzen schonend und sicher fixiert wird.

von rechts oben Rollei Rahmen mit Rändelschraube, 10 Die Linse und M2 10mm Schraube

Sinnvoll ist, wie oft im mobilen Leben, die Ausrichtung per Wasserwaagen App, um zusätzliche Verzeichnungen zu den Brennweiten typischen gering zu halten.

DualLevel App

Wer ganz sicher gehen will, nutzt noch den Kabel- oder Funkauslöser von der Selfy Stange.  

iPhone6+ so nah wie geht
+2 Dioptrien
+10 Dioptrien
+12 Dioptrien – alle Aufnahmen bis her mit der Nahlinse am Kameragehäuse

Wie man deutlich erkennt, nehmen die optischen Verzeichnungen von Tonnen im Original bis Kissen zu, während die Abbildungsgröße halbwegs bleibt, was dem Autofokus geschuldet ist. Ganz zufrieden bin ich damit nicht!

+10 Dio mobil, also zwischen Objekt und Objektiv so bewegt, dass der AF funktioniert und keine Vignettierung entsteht 🙂

Eine Abhilfe brachte die Nahlinse mobil zwischen Schraube und Objektiv, mit visueller Kontrolle, trotz 10 Dioptrien bleiben sogar die Kissen förmigen Verzeichnungen gering. Das iPhone ist weder der Renner im Nah- als auch im Teilbereich, nur lässt sich mit (meinem bereits vorhandenem) Zubehör eine immerhin reduzierte Abbildung bis 50x65mm (HxB) anstelle der originalen 65x90mm als Nahgrenze erreichen. Nebenbei, Versuche in Richtung Tele brachten bisher keinen Erfolg, bleibt nur näher ran oder croppen.

iPhone 5s (Aufbau) und 6+ (Schraube) ooc

© slowfoto.de

Canon EOS 6D – Einstellungen

 Tipps zur Einstellung der Canon EOS 6D

Peter Pik (Australien) spielt in der Sankt Johannes Kirche in Wasserburg B.
EOS 6D EF 35mm F 2.0 1/125sec ISO 400 EXTENDER out of cam                          Peter Pik (Australien) spielt in der St. Johannes Kirche in Wasserburg B. Bass, Rhythmus und Melodie gleichzeitig auf der akustischen Gitarre.

Meine präferierten Einstellungen für die EOS 6D für Firmware Version 1.1.7. mit aktualisiertem Stand September 2017 – unter besonderer Berücksichtigung meiner slowfotografischen Ansprüche:

Vier Jahre nach dem Erscheinen und auf der immerwährenden Suche nach besserer Sensortechnik (und die nicht im Sinne immer höherer Auflösung) bat ich um die Leihstellung einer EOS 6D. Canon hatte mit dieser Kamera einen weiteren Schritt in Richtung Vollformat getan und best buy Zutaten für den Konsumenten zusammen gefügt, die auch meinen Ansprüchen sehr entgegen kommen, zudem gibt es ein internes GPS und eine drahtlose Verbindung zur Handy App. Das Gehäuse ist eigenständig und in Design und Dimension vertraut, die Bedienelemente sind auf Notwendiges beschränkt. Der Nachführ-Autofokus (AI-SERVO) entspricht nicht allen professionellen Anforderungen hinsichtlich Sportfotografie, ist aber im slowfotografischen Sinne mit dem zentralen Kreuzsensor (ONE SHOT) hochpräzise und mit sehr sehr wenig Licht zufrieden, gerade auch mit der Kombination EF 1.4 Extender und dem hervorragend stabilisierten EF 4 70-200 L IS (-> F5.6) bei lowlight. Die Bildfolge von fast 5fps genügt mir allemal wie auch die Lichtmess Variationen und Speicher und das schon lange. Die hohen ISO Einstellungen sollen deutlich weniger rauschen (was höchst willkommen wäre) und der Verschluss leiser sein. Von all den guten Umsetzungen wollte ich mich selbst überzeugen, dazu hier erstmal meine bevorzugten Eckdaten:

ISO 25600 TV 1/15sec F5.6 EF 70-200 + EF 1.4 = 98mm KBÄ
ISO 25600 TV 1/15sec F5.6 EF 70-200+EF 1.4 f70mm = 98mm KBÄ
  • Präzise Belichtung und Bildstil EXTENDER zur lebendigen allgemeinen und Bildstil KODAK Porträt 1 (0/-1/1/1) zur natürlichen Farbenwiedergabe der Haut bei Porträts (JPG, siehe unten Kartei 4)
  • AF-ON Taste zur vorherigen Scharfstellung nur mit dem mittleren schnellen und hoch lichtempfindlichen Kreuzsensor (-3LV) mit Speicherung oder Nachführung
  • AF-Drive AI Focus oder One Shot
  • AE Speicherung falls gewünscht mit *-Taste oder halbgedrückter Auslösetaste und anschließender Bildkomposition
ISO 25500 1/15sec F 5.6 EF 70-200 + EF 1.4 f200mm = 320mm KBÄ
ISO 25600 TV 1/15sec F5.6 EF 70-200+EF 1.4 f200mm = 280mm KBÄ

Auf diese Weise sehe ich als erstes scharf, als zweites komponiere ich den präzisen Bildausschnitt (ggf. mit abweichender als integraler Belichtungsmessung) und als drittes erstelle ich weitgehend farbtreue Aufnahmen!

ISO 160 EF 70-200 + EF 1.4 1/15sec F 5.6 f200mm = 280mm KBÄ
ISO 160 TV 1/15sec F5.6 EF 70-200 + EF 1.4 f200mm = 280mm KBÄ

Alle gezeigten Aufnahmen sind out of camera, JPG (ohne wirklich augenfällige Unterschiede zu parallelen RAW!) und aus der Hand aufgenommen!

Autofunktionen 

[A] Das grüne Automatikprogramm eignet sich m.E. bei geringem Licht oder mit live view auch aus der Hüfte i.d.R. ohne LV Kompensation
[SCN] eignet sich für wählbare Programmautomatiken: Porträt – Landschaft – Nahaufnahme – Sport – Nachtporträt – Nachtaufnahme ohne Stativ – HDR-Gegenlicht – über die >4Nachtaufnahme ohne Stativ< habe ich mich schon bei der EOS M gefreut
[P] eignet sich für alle einfachen Aufnahmesituationen mit variabler Blende/Zeit Kombination
[Tv] eignet sich für bewegte Motive oder unruhige Situationen (Zeitvorwahl = TimeValue ab 1/125sec und kürzer), mit langen Zeiten zur gezielten Unschärfe oder Verflüssigung bestimmter Bewegungen
[Av] eignet sich für alle statischen Motive in ruhigen Situationen (Blendenvorwahl = ApertureValue ab F8 und höher), mit offener Blende zur Freistellung von Hintergründen
[M] eignet sich für alle manuellen Einstellungen wie z.B meine präferierten Nahaufnahmen mit kleinem Blitz 1/200sec F19 ISO 100 oder aus meiner Sicht als Novum bei Canon: Belichtungszeit und Blende und ISO-Auto (sic!) vorwählen und passend per Waage einstellen!!! Der Auto-ISO Wert kann ggf. mit der *-Taste fixiert werden.

Customfunktionen

Ich zeige hier z.T. Ken Rockwell`s modifizierte Einstellungen:
[C1] Places and Things – Bildstil Landschaft -> Schärfe +6 – Kontrast 0 – Sättigung +3 – WB Shift A2 AF mode One Shot – AF Sensor Center only – Advance mode Silent continuous,
[C2] People – Bildstil Porträt -> Schärfe +6 – Kontrast -2 – Sättigung 0 – WB Shift 0 – AF mode AI Focus – AF Sensor Auto (all) – Advance mode Continuous,
[CA] dient der Schnelleinstellung gewisser Parameter und wird von mir nicht benutzt.

Serienaufnahmen bedürfen der Einstellung [Serie], die in jedem Programm per [Drive] eingestellt werden kann, ebenso mehrere Aufnahmen für AEB-Bracketing, und das nur bis zum Ausschalten!

Individualfunktionen -> bitte zuerst einstellen:

C.Fn I Belichtung Einstellstufen

1 2 3 4 5 6
1 0 0 2 2 0

C.Fn II Autofokus

1 2 3 4 5 6 7 8 9
–  –  –  – 0 1 0 0 2

C. Fn III Operation/Weiteres Custom Steuerung

1 2 3 4 5
0 0 – * *

zu 1 Auslöser halb gedrückt nur Belichtungsmessung ohne AF Start!

Menü -> erst nach Individualfunktionen einstellen:

Kartei 1      1 bis 6 [rot]

Bildqualität L oder RAW+L
Piep-Ton deaktivieren
Auslöser ohne Karte betätigen OFF
Rückschau 4 Sek.

Kartei 2

ObjektivAberrationskorrektur erst aktualisieren über Utility, dann Vignettierung und Farbfehler Aktivieren, sofern kein anderes Programm (DxO LR) verwendet wird

Steuerung externes Speedlight Aktiv – Mehrfeld – Synchro bei AV AUTO

Spiegelverrieglung OFF (es sei denn bei anderem Bedarf)

Kartei 3

Beli.korr./AEB 0
ISO-Empfdl. Einstellungen Automatisch

ISO-BEREICH 50-25600

Auto-ISO-Bereich 100-25600

Min. Verschl.zeit Automatisch
Autom. Belichtungsoptimierung OFF

Weißabgleich AWB

Custom WB je nach Aufnahme

WB-Korr.einst. 0,0/+-0
Farbraum sRGB

Kartei 4

Bildstil Anw. Def. 1=> EXTENDER 2 => Kodak Portra 1 3=> Fuji Reala, zu laden über Utility)
Rauschred. bei Langzeitbel. OFF (wenn ein externes Nachentwicklungsprogramm verwendet wird)
High ISO Rauschreduzierung OFF – Standard – NR (=>4Aufnahmen zur Verrechnung!)
Tonwert Priorität OFF

Tonwert Priorität OFF oder möglich = D+, neu, verbessert die Gradation in (zu) hellen Bildbereichen und kann ggf. durch erhöhtem ISO Wert das Rauschen in dunklen Bildpartien verstärken, deshalb vor der Aufnahme testen: Die Tonwert Priorität Option [Möglich] inaktiviert den Auto Lighting Optimizer und umgekehrt, die Belichtungskorrektur bleibt hingegen immer erhalten.

Staublöschungsdaten

Mehrfachbelichtung Deaktivieren (m.E. einfacher und kontrollierter am Rechner zu erstellen)

HDR-Modus HDR deaktiv.

Kartei 5

Livebild-Aufnahme Aktiv
AF Methode 🙂 Live Modus (mit Gesichtserkennung) oder Quick-Modus (ohne Livebild, Nutzung des AF-Sensors wie in den Programmen mit AF-ON Taste)
Gitteranzeige 3×3 #
Seitenverhältnis 3:2
Belichtungssimul. Aktiv

Kartei 6

Leise LV-Aufnahme Modus 2
Messtimer 4 Sek.

Kartei 7-8-9 [blau] sind individuelle Einstellungen zur Bildwiedergabe, zu denen ich nichts raten mag

Kartei 10-11-12-13  [gelb] sind individuelle Werkzeug Einstellungen, auch dazu mag ich nichts schreiben und

Kartei 14  [orange] betrifft C.FN I II und III siehe ganz oben im Beginn dieses Artikels, ich stelle die Individualfunktionen gerne zuerst ein

Kartei 15 [grün] My Menü dient der Speicherung einiger individuellen Einstellwerte und wird ebenfalls von mir genutzt.

GPS in der Kamera ist nützlich im Freien und reduziert die Akkuleistung nicht nur in Räumen, eine vergleichbare Anwendung wie beim Smartphone ist (noch) nicht gegeben. Zum Einpflegen der Geo Daten in Exif Dateien gibt es andere Möglichkeiten.

WLAN als Fernbedienung ist äußerst hilfreich, wenn die Kamera einen festen Stand hat. Einmal nach Canons Vorgaben im häuslichen WLAN verbunden, funktioniert das Handy als Remote recht gut außerhalb der Reichweite dieses eigenen WLAN`s, wobei die EOS Remote App auffordert, die App Canon Camera Connect anzuwenden, allerdings stellt m.E. bereits EOS Remote die Verbindung her. Die  erste Einrichtung erfordert (zu) viel Geduld 😦 und man fragt sich, warum Canon so einen Weg veröffentlicht!

Viel einfacher geht es wie hier Tobias Heyl in  seinem Clip vom 06.10.2013 zeigt, danke! Mein Tipp: Auch ohne Verschlüsselung für das Wireless LAN bei privater Nutzung und Kanal 11 für manuelle Verbindung. Einmal (und ohne jedes häusliche WLAN) eingerichtet, startet man die 6D mit Auto.Abschalt aus und aktiviert WLAN, sucht beim Händy das >Six-Dee< Netzwerk und nutzt EOS Remote zur Kamerabildanzeige mit etlichen sinnvollen Steuerungsfunktionen oder für Fernaufnahmen mit Hilfe des besseren weil größeren Händybildschirms, jederzeit und allerorts und immer wieder ohne Aufwand.

Wer ein Handy oder ein Pad mit größerem Bildschirm und besserer Auflösung als der der 6D hat, freut sich über die Betrachtung der aufgenommenen Bilderchen nicht nur zur ersten Beurteilung, diese Funktion lässt sich ibs. für alle Bilderreihen auf der SD Karte der Kamera perfekt nutzen.

Nebenbei, die EOS 6D ist meine dritte Vollformat EOS und das immer drauf ein EF 1.8 28mm.

© www. s l o w f o t o .de

FAQs Expose to the right?

Frage: Ist die Belichtung bis zum rechten Rand des Histogramm (ETTR) richtig?

slowfoto: Es kommt immer darauf an, welchen Bildausdruck man anstrebt, ob z.B. highkey oder lowkey Aufnahmen bereits in der Kamera entstehen sollen. Ausgewogenheit in einer digitalen Bilddatei ist dabei etwas anders zustande gekommen als beim Diafilm: Dort hatte die ETTR Regel sicher Sinn, auch wenn damals ein Histogramm zumindest mir unbekannt war. Minolta arbeitete in der Lichtmessung mit einer Kontrast Licht Kompensation (CLC), die im Querformat die unteren, dunkleren Partien stärker wegen der besseren Durchzeichnung bewertete und somit gegenüber dem externen (Gossen Lunasix3) Belichtungsmesser ungefähr 1/2LW längere Belichtungszeiten vorschlug. Das würde heute regelmäßig zu ausgefransten Lichtern führen. Nach meiner Erfahrung ist selbst in einer RAW Datei dieser Verlust nicht einfach und vollständig zu kompensieren. Dunkle Partien, die mit gezielter Unterbelichtung einhergehen, lassen sich heute hingegen durchaus aufhellen, ohne dass das dadurch entstehende Bildrauschen entstellt. Wichtig ist, die Kamera bis zum grenzwertigen ISO Wert getestet zu haben, um den nutzbaren Empfindlichkeitsbereich des Sensors zu kennen.

Grasanbau ist jetzt erlaubt :-)
Grasanbau ist jetzt erlaubt 🙂
Hier noch einige gegensätzliche Meinungen zum Thema ETTR:
DJB: Bin ehrgeiziger Amateur. 2 Jahre Fujifilm (Bridge), 2 Jahre Olympus (Four-Thirds DSLR) und seit einem Jahr Nikon D700. Die Lichtempfindlichkeit ist traumhaft; ich kann alles fotografieren, was ich will, ohne Stativ und ohne Blitz. Der Grund liegt ganz einfach in der Physik: Je weniger Pixel, desto größer das einzelne Pixel und desto besser der Signal-Rausch-Abstand. Beim Studium von Testberichten, welche die Lichtempfindlichkeit bzw. das Rauschverhalten elektronisch exakt gemessen haben, fand ich damals, dass diese Kamera tatsächlich diejenige mit dem geringsten Rauschen ist, weil sie die einzige mit Vollformat-Sensor und „nur“ 12 Megapixeln ist. Der Signal-Rausch-Abstand der D700 mit 12 MP war damals genau doppelt so gut bei der besten Canon mit 24 MP, über alle ISO-Zahlen hinweg. Die einstellbare ISO-Zahl ist kein Kriterium, denn sie sagt gar nichts über das Rauschen aus. Mit einem lichtstarken Objektiv (1.8) kann ich mit der D700 auch bei Kerzenlicht noch Bilder aus der Hand machen. Auch bei Dunkelheit, wo das menschliche Auge schon keine Farben mehr wahrnehmen kann, „sieht“ die Kamera die Farben immer noch ganz normal (die Bildschärfe ist dann Freihand aber doch grenzwertig). Die D700 ist so gut, dass ich nur in RAW fotografiere und sämtliche Bild-Optimierungs-Funktionen in der Kamera ausgeschaltet habe. Fast immer sind die Bilder so schon optimal. Wenn überhaupt, dann sind nur minimalste Einstellungen bei der RAW-Entwicklung nötig. Auch bei schwierigen Lichtverhältnissen (Sonne und Schatten) kommt die hohe Lichtempfindlichkeit zu Gute. Ich belichte dann um ca. 0.7-1.3 EV unter, sodass die Areale im Sonnenlicht normal erscheinen. Die dunklen Schatten-Partien werden dann bei der RAW Entwicklung gezielt aufgehellt, praktisch ohne Rauschen, sodass erstaunliche Details dabei zu Tage treten. Der Grund dafür liegt in den 14 Bits pro Farbkanal der D700; fast alle Computer-Displays haben aber nur 8 Bit. Die RAW-Entwicklung holt quasi die Bildinformation aus den niederwertigen Bits „nach oben“, bei Erhalt der natürlichen Farben (anders als bei HDR, wo die Natürlichkeit der Farben doch sehr leidet). 12 Megapixel bei Vollformat bietet mittlerweile auch die spiegellose Sony Alpha 7S, aber die kostet auch locker das Doppelte …
FJH: Bei der M9 belichtete ich von Anfang an 2/3 bis 4/3 unter. Ausgefressene Lichter sind weg für immer, aus den Schatten geht immer noch was. Und ein Himmel ohne Wolken ist langweilig.
LR: RAW-Aufnahmeformat ist für diese harten „Sensorausreizungen“ conditio sine qua non. Ob nun im Histogramm mehr nach rechts oder nach links belichtet… Der „Traumflieger“ Stefan Gros hat schon vor einigen Jahren „fleißig“ empfohlen, eher etwas über- als unterzubelichten. Den Begriff des „ETTR“ nutzte er damals (noch) nicht… “Expose To The Right” (ETTR) kennt hier sicherlich jeder. Unter diesem Link findet man dafür eine m.E. gut verständliche Erläuterung, warum man so belichten sollte (wenn denn die eigene Kamera die Voraussetzungen dafür bietet).
ML: Das sehe ich auch so. Wichtiger ist m. E., daß die Kamera durch Sensor und Software möglichst gut mit großem Dynamikumfang umgehen kann. Und dann vor Ort schwierige Motive per Belichtungsreihe fotografieren.

ppz: Wer vorwiegend mit JPG fotografiert, sollte nicht voll bis zum rechten Rand belichten, zu groß ist die Gefahr ausgebrannter heller Flecken. Der >Traumflieger< ist RAW Fan (und hat damit für seine Testberichte völlig Recht), und sieht die Wiederherstellung von Lichtern anders als bei JPG. Jedoch ist nach meiner Erfahrung in den Programmautomatiken sogar die Reduktion der automatischen Belichtung nach Mehrfeldmessung um 1/3 bis besser 1/2 LW angezeigt, je nach Werkseinstellung: Tiefen sind einfacher und mit akzeptablem Rauschen aufzuhellen als kaputte Lichter zu reparieren. Ausnahmen sind Nachtaufnahmen, bei denen ich gerne im [auto] Modus oder besser gleich im [4Nachtaufnahme ohne Stativ] werkele, also ohne LW Korrektur in Richtung knapperer Belichtung. Diese soll wiederum der Werkseinstellung professioneller Bodies entsprechen soll, was ich weder für die 5D noch 5D2 bestätigen kann. Sicher ist die sog. richtige Belichtung vom Motiv, Kontrast und Umgebungslicht abhängig, wobei Liveview mit Pre AF und Pre AE vor der Auslösung viele Probleme löst, auch das eingeblendete Histogramm kann hier weiter helfen. RAW Aufnahmen bieten zudem einen Vorteil, weil sich aus einer einzigen Bilddatei unschwer unter- oder überbelichtete Kopien extrahieren lassen, um diese anschließend wieder mit der Originaldatei zu einer JPG verrechnen, was oft zu dynamischeren Auflösungen führt. Vielleicht sollte man diesen Trick mit JPG auch mal ausprobieren 🙂

WIF: Durch Zufall bin ich neulich über diesen Traumflieger Artikel zur 6D gestolpert, der sich auch mit der Belichtung „nach rechts“ befasst. Siehe „Histogramm anschlagen lassen“.

original
originale Bilddatei
Resultat nach Bearbeitung
Resultat nach Bearbeitung

Fazit: Letztlich sagt das Histogramm nichts oder nur wenig über die optische Wirkung einer Aufnahme aus 😦 d.h. wir exposieren nach rechts oder links, wie wir es für augenfällig halten 🙂 please expose wright!

© slowfoto.de

Bildstile, die Suche geht weiter :-)

Picture Styles

sind winzige .pf2 Dateien mit 1-10KB, die im Workflow des Prozessors in der Kamera aus einer RAW Datei ein entsprechendes JPG >entwickeln<, oder auch alternativ am Rechner für jede RAW Datei al gusto in Anwendung gebracht werden können. Canon bietet im Menü Bildstil 7 Vorgaben (Auto – Standard – Porträt – Landschaft – Neutral – Natürlich – Monochrom, jeweils in Schärfe 7-fach und 8-fach in Kontrast, Farbsättigung und Farbton verstellbar) plus 3 Anwender Definitionen, die mit dem Rechner per EOS Utility mit zusätzlichen Picture Styles belegt werden können. Jeder Hersteller hat dazu seine hauseigenen Einstellungen, um den breiten Geschmack zu treffen. Nikons Hautfarben aus der Kamera (ooc) fand ich begehrlich, die Suche nach diesen Einstellungen begann:

P-SNAPSHOT wie 2010
P-SNAPSHOT vom 17. September 2010

Im Beitrag von 2010 fand sich P-SNAPSHOT als veritabler Picture Style für Haufarben, damals aus dem knappen Canon hauseigenem Angebot und als Ersatz für den modifizierten Stil NATÜRLICH 0110 für die EOS 300D, um für berufsbedingte Aufnahmen weitestgehend farblich präzise JPGs zu erstellen. Eine aktuelle und kurze Recherche erbrachte weitere 154 Stile und 26 z.T. sich wiederholende weitere.

CPF Graded
CPF Graded
Kodachrome 25
Kodachrome 25
RDP III
RDP III
RGB CRC
RGB CRC

 

Viele davon sind in meinen Augen exotisch, schließlich haben sich 4 gefunden (Bildbeispiele siehe oben), die ich gut resp. 3, die ich sehr gut finde: KODAK portra 160NC für Porträts, EXTENDER für Landschaften oder Städte und FUJI reala für Alles vor den Linsen!

Kodak Portra 160NC
Kodak Portra 160NC
EXTENDER
EXTENDER
FUJI reala
FUJI reala

Bleibt zu sagen, das der Monitor unbedingt kalibriert sein muss, um die Farben so gut wie möglich wiederzugeben. Der professionelle Anwender nimmt selbstverständlich den Weg von der RAW Aufnahme out of cam über alle individuellen Einstellungen bei der Entwicklung zum JPG, aber das Leben ist auch mit weniger Zeit vor dem Rechner sehr schön 🙂 Zudem lassen sich auch JPGs mit DxO Film Pack auf viele analoge Filmemulsionen >umrechnen<.

EOS 7D EF-S 18-135 F5.6 f85mm ISO400 1/60sec RAW – Dank an MH für den Tipp mit dem Fuji Bildstil!

© slowfoto.de