FAQs: Wie kann ich einen schiefen Horizont korrigieren?

Frage: Einige meiner >schnellen< iPhone Aufnahmen zeigen einen schiefen Hintergrund, wie kann ich den korrigieren?

hier läuft das Wasser links aus dem Becken

Aufnahmen mit schiefen Hintergrund nerven, sind aber stark verbreitet: auf die Schnelle geschossen finde ich immer wieder eigene Bilder, die eine korrekte Ausrichtung vermissen lassen, trotz Gitternetz bei der Aufnahme…

Bereits on board sind diese Korrekturen ganz einfach durchzuführen: 

vor der Korrektur

[FOTOS] -> öffnen, die entsprechende Aufnahme -> anwählen,  Bearbeiten rechts oben -> anklicken und per -> Quadrat automatisch waagrecht equilibrieren und -> fertig! In der halbrunden Wasserwaage unter der Aufnahme wird die automatische oder manuelle Korrektur mit Winkelgraden angezeigt. Also in Zukunft nie mehr schiefe Horizonte verschicken, denn einfacher geht es nicht 🙂

nach der automatischen Korrektur

Falls der Standort (wie hier auch) ungenügend für die Aufnahme war und die weitwinkligen Perspektiven, es sei denn als Stilmittel eingesetzt, negativ überwiegen, verwende ich gerne die DXO App [ViewPoint2] – das macht aber deutlich mehr Arbeit und verkleinert zudem das Bild 🙂

mit DXO VP2 korrigiert

Fotos  Fast Resize

(c) slowfoto.de

Advertisements

FAQs CEWE Fotobuch?

Frage: Bietet das CEWE Rossmann Fotobuch Vorteile?

slowfoto: Ab und zu wird der Wunsch nach einem klassischen Fotobuch laut, Teilnehmer aus meinen Fotokursen fragen regelmäßig danach: Ich war bisher eher ein Freund von Alben mit 10×15 cm homemade Prints vom Canon SELPHY oder größer von einschlägigem Anbieter, hier mein Bericht aus 2010.

Zum 92. Geburtstag meiner Mutter habe ich die CEWE Software bemüht und ein respektables Ergebnis erhalten, ganz zur Freude der Jubilarin: sie hat das Album in den Händen und kann es vor allem ihren FreundInnen zeigen! Die Druck- und Farbqualität ist klasse, als Tipp bezüglich Print-Format nehmen wir das nächste Mal für die vollständige Darstellung wechselnder Hoch- und Queraufnahmen doch lieber ein quadratisches Buch und akzeptieren etwas Rand 🙂 – weil Querformat Aufnahmen links und rechts im Hochformat Buch reduziert werden, im Querformat Buch sind es die Hochformat Aufnahmen, die oben und unten verlieren. Klasse ist die flache Bindung mit plan liegenden offenen Seiten zum Betrachten.

iPhone 7+  NIK Snapseed  Fast Resize

(c) slowfoto.de

FAQs: Was bringt der Porträt Modus des zweilinsigen iPhones?

Frage: Beschränkt sich der Nutzen des Porträt Modus nur auf Porträts oder mehr?

Die intensive Beschäftigung mit dem iPhone7+ zeigt eine Menge an wertigen Neuerungen, die auch den Berufsfotografen erfreuen: Der Chef eines Kamerateams in Breslau erklärte mir den bis zu 240pps Video-Modus als einzigartig (außer Hochgeschwindigkeits-Filmkameras), ich bin als eher ruhiger Zeitgenosse auch vom Zeitraffer angetan. Nachdem ab dem iPhone 7+ zwei Objektive (1x= 28mm resp. 2x=56mm KBÄ, mit unterschiedlich großem Sensor) verbaut worden und die mit einem durchgehenden Zoomfaktor von 1-10 (!) inclusive Digitalzoom anwendbar sind, interessiert vor allem auch der sogenannte Porträt Modus mit der offenen Blendenwirkung oder besser mit Freistellung des Hintergrundes wie beim langen und lichtstarken Teleobjektiv, dazu drei schlichte Test Aufnahmen zu dem von Apple so genannten Tiefeneffekt:

F1.8 f3,99mm => 28mm KBÄ 1/2.9´´Sensor – relativ scharf von Vorder- bis Hintergrund
F2.8 f6,6mm => 56mm KBÄ  1/3.5´´Sensor – langsam beginnenden Unschärfe im Hintergrund
Porträtmodus mit ordentlich freigestelltem Hintergrund, die Brennweite entspricht dem Tele F2.8 f6,6mm, der Mindestabstand größer als mit dem Tele, dafür mit Hinweis

Kurz und bündig: Der Porträt (besser Tiefeneffekt-) Modus lässt sich beliebig einsetzen, wie das Sonnenschirm Modell 🙂 deutlich zeigt! Der Nutzen ist, im Gegensatz zur langen und offenen KB-Brennweite nicht nur dann um so größer, je weiter der Hintergrund entfernt oder je näher der sinnvolle Abstand zum Objekt der Begierde ist, sondern beginnt bereite direkt links und rechts neben dem Sonnenschirm, deutlich sichtbar am Geländer! Damit ist der eher harte digitale Tiefeneffekt gegenüber dem weichen optischen Schärfentiefenverlauf eines Objektives schnell zu erkennen! Von der aufwändigen Verrechnung mehrerer Frames bei Aufnahmen im Porträtmodus merkt der Anwender nichts und der spezielle Nutzen überwiegt!

TIPP laut CHIP für alle einlinsigen Smartphones: Wer ein einlinsiges iPhone nutzt, kann ab IOS 9.0 die kostenlose App Patch oder auch Fabfocus (€2, dafür mit vielen Filtern und weiteren Möglichkeiten hin zum sog. >dSLR Effekt<) nutzen, einlinsige Android Smartphone Nutzer finden mit der Google App APK ein >unverzichtbares Äquivalent< ab Android OS 7.1.1 oder höher!

iPhone 7+  ooc Fast Resize

(c) slowfoto.de

FAQs: Warum benötigt das iPhone eine Uhr?

Frage: Apple Watch zum iPhone?

Apple Watch 1 – 42mm Edelstahlgehäuse

Mittlerweile gibt es die Apple Watch zum stolzen Preis bis €15.000, muss das sein? Meine Zeit der Quartz Uhren gehört in die Vergangenheit, solange ich das Tick-Tack des mechanischen Uhrwerks noch höre, sammle ich lieber mechanische mit Sekundenzeiger, die der Unruhe folgen als im Sekundentakt zu springen 🙂 

Die intensive Beschäftigung mit dem iPhone7+ beschied das Kapitel Fernauslösung für die Verwendung auf dem Stativ(le), Werner Harrer`s online Kurs brachte mir die Apple Watch näher, ein Mini-Rechner mit BT Anbindung an das iPhone zur Steuerung verschiedener Funktionen wie Fotografieren und Musikwiedergabe, da musste ich schonmal genauer hinschauen. In der ersten Ausgabe hatte die Apple Watch ein edel aussehendes Stahl Gehäuse samt abnehmbarem Milanaise Band samt Magnetstopp, wobei die zunächst hochglänzende Oberfläche eine intrinsischen Mattglanz durch das Tragen erwirbt, wie immer bei Edelstahl! Spätere Modelle haben ein Alugehäuse und auch bunte Wechselbänder, wer es denn mag… Kurz und gut, asgoodasnew hatte noch eine Gebrauchte, die sich aber als Neue herausstellte, für akzeptable €235. An dieser Stelle noch der Hinweis, dass es nicht immer im Leben aktuell und neu sein muss, ein oder zwei Jahre alte Neuware tut es oft auch zum halben Preis 🙂

Kurz und bündig: Neben netten Funktionen wie Pulsmessung u.v.a.m. bietet die Apple Watch 1 eine veritable Fernsteuerung der App [Kamera] samt Live-View und Zoomfunktion sowie der [Musik] App mit Lautstärken Regelung samt Titelsprung, allein dafür lohnt sich der Kauf, wenn das iPhone außer Handreichweite ist. Nett auch die Nachrichten, die in Titelform angezeigt werden, wenn man das will, oder die Temperaturanzeige von festgelegten Ortschaften zur näheren Bestimmung des Outfits 🙂  

mit abnehmbarem Mailanaise Armband und Ladestation samt Steckernetzteil

iPhone 7+  ooc Fast Resize

(c) slowfoto.de

Was bietet Apple`s zweilinsiges Kamerasystem?

FAQs: iPhone 6+ vs 7+ (+ ein wenig iPhone 4) – welches ist fotografisch besser?

iPhone 4 2011 – schon damals war ich recht angetan 🙂 hier mit etwas NIK Snapseed gewürzt

 

iPhone 6+   ca. 205g 7+   ca. 205g
29mm KBÄ 8MPI 28/57mm KBÄ 12MPI
WW 1/ 2.9´´ f 2.2 4,15mm WW 1/ 2.9´´ f 1.8 3,99mm
größer als 1 / 2.3´´ 20MPI 1,5ym Pixelgröße Tele 1/ 3.6´´ f 2.8 6,6mm
Faktor 6,9 Faktor 7 WW 8,6 Tele
ISO 32 (!)-2.000 WW ISO 25 (!) -1.600
Tele ISO 25 (!) -1.250
ISO 32-200 max beide ISO 25-200 max
DIN A4 max. DIN A4 max.
78x158x7mm 78x158x7mm

 

Das 6+ war das erste iPhone mit stabilisierter Optik auch für Einzelaufnahmen, beim 7+ sind beide Optiken der DUAL Kamera stabilisiert. Das 5,5´´Retina Display bietet bei beiden eine hervorragende Auflösung über 400ppi, womit eine gezoomte Bildvergrößerung zur Darstellung von Details unschwer möglich ist, von der Beurteilung per Live View bei der Aufnahme ganz zu schweigen, keine dSLR bietet diese Möglichkeit on board bei knapp über 200g Eigengewicht auch mit fettem mumbi case!

iPhone 6+ 2018 BMW R 1200 GS mit Allem – in schwieriger Position

Die 6+ Kamera bietet: ZEITRAFFER SLOW-MO  VIDEO FOTO QUADRAT PANO, die 7+ bietet: ZEITRAFFER  SLOW-MO  VIDEO FOTO PORTRÄT QUADRAT PANO und dies alles mit 1x bis 2x fester Brennweite und auch per Wischfinger durchgängig optischem Zoom plus anschließend digitalem Zoom, welches ich in der Regel nicht verwende. HDR ist bei beiden iPhones manchmal wirkungsvoll und easy aus der Hand, der PORTRÄT Modus der 7+ gewinnt erst durch die f57mm KBÄ an Wirkung hinsichtlich des weicheren Hintergrundes, vor allem aber ohne die weitwinkelige Perspektive, im PANO Modus wird dann die Ferne entsprechend näher abgebildet, mit all dem Dreck in der Luft und mit leichten Einbußen beim maximal erreichbaren Bildwinkel, der hingegen bei Verwendung der f28mm KBÄ mit dem 7+ noch etwas weiter als mit dem 6+ erscheint!

Das 7+ hat für Selfies die maximale Auflösung der 6+ (8MPI), beide Kameras bieten Blitz (ausgeschaltet), HDR (selten), Selftimer und 10 Filter als Vorschläge, wenn es denn gefällt, bei Kunstlicht ist somit eine realistischere Farbkorrektur annähernd möglich, die Korrektur kann aber auch später bei der Betrachtung erfolgen.

iPhone 7+ 2018 wer liest das linke Etikett? WW – eine gute Vorlage für SW

Das 7+ bietet weiterhin eine sog. LIVE Funktion mit einem ca. 1sec Clip samt Ton, wobei sich das beste Schlüsselfoto auch per Vorschlag nachträglich auswählen und festlegen lässt! Beide Kameras nehmen bei gedrückt gehaltener Auslösetaste (ab 6+ im sog. Burstmodus mit 240fps! = frames per second ohne Ton) solange auf, um das zeitlich perfekte Foto zu erwischen.

Die zweite F2.8 Tele-Optik vom 7+ eröffnet Möglichkeiten, die m.E. von extremen Nutzen sind. War beim 6+ per Panorama eine sowohl horizontale als auch vertikale „Erweiterung“ des Bildwinkels unschwer möglich, bietet das 7+ nunmehr echte optisch reduzierte Bildwinkel ohne die qualitativen Verschlechterungen von Vorsatzlinsen.

iPhone 7+ 2018 Landschaft Tele – hier ist eine weitere Nachbearbeitung sinnvoll wg. Blütenstaub
iPhone 7+ 2018 Tele nah ohne Staub

Die Musikwiedergabe beider Geräte ist untadelig, ein Adapter Lightning zu Klinke ermöglicht die Verwendung hochwertiger In-Ohr-Stöpsel auch am 7+, welches ohne Audio Klinke ausgeliefert wird, es gibt zudem eine Unzahl an Adapter von Drittherstellern, die Hören und Laden gleichzeitig ermöglichen. Hier finden sich schlappe 498 Seiten einer umfassenden Bedienungsanleitung.

iPhone 6+ 2018 Kabel schaffen Verbindungen von Lightning zu analog Audio oder Laden und Hören

Wer auf Fotografie weniger Wert legt, ist mit dem 6+ (für aktuell ca. €400 128GB) gut bedient, andernfalls bietet das 7+ dem fotografisch Ambitionierten mit der DUAL Kamera eine bisher nicht gekannte Bildqualität und jede Menge neuer Anwendungen mit Sinn, für den Audio-Liebhaber hat sich der Klang mit dem zweiten Lautsprecher ebenfalls deutlich verbessert, und das mit 256GB Speicher für ca. €650 >wie neu< bei asgoodasnew! Und wer die Gehäusegröße und nicht sparen mag, nimmt das aktuelle iPhone X mit OLED Screen und ebenfalls 256GB für rund €1.100 🙂 Das 7+ speichert auch RAW Dateien mit der empfehlenswerten App [Camera+] für alle möglichen manuellen Einstellungen, das 6+ hingegen nicht! Und noch ein finaler Tipp für stark verkürzte Ladezeiten: Ideal ist der Apple Power Adapter 12V 2,4A vom iPad für ca. €25! Das iPhone 4 ist heute museumsreif resp. ab €69 zu erwerben…

Alle 6+/7+ Aufnahmen ooc außer Fast Resize Datenreduktion

(c) slowfoto.de

FAQs: Eine Kamera kaufen

Start at the beginning – am Anfang steht das Bild!

absolut wasserfeste und ökologisch unbedenkliche dSLR mit 100fach Zoom

Frage: Welche Kamera ist die richtige für mich?

Fotografieren kann heute Jeder: Händys bieten mit aktuell >8MPI genügend Potential für DIN A4 Ausdrucke, denen man die Herkunft kaum ansieht. Richtig eingesetzt, sind bei brauchbarem Licht und entsprechenden Blickwinkeln Händy Aufnahmen von denen aus >richtigen< Kameras nicht oder nur schwer zu unterscheiden. Und genau darum geht es:

Womit soll ich fotografieren?

vor dem Kauf oder nach dem Fehlkauf

In meinem dritten (ab Herbst 2015) mittlerweile nur 212g leichten und im mumbi case geschützten iPhone 6+ steckt ein kleiner 1/2,9-Zoll-Sensor (4,9×3,7mm) im 4:3-Format mit einer Auflösung von acht Megapixeln (3264 × 2448), die eingebaute f4,15mm Optik hat eine kleinbildäquivalente Brennweite von 29 Millimetern, das entspricht einem Cropfaktor von 6,99 und zudem eine unveränderliche, weil offene Blende mit der Lichtstärke von F2.2. Wirklich sinnvolle Ergänzungen sehe ich in einem kleinen Stativ für längere Belichtungen (bei Nacht etc.), Vorsatzlinsen wie Fischaugen oder Weitwinkel halte ich für optische minderwertige Spielereien, Televorsätze entbehren der Qualität. Für weitere Bildwinkel steht die hervorragende on board Panorama Funktion zur häufigen Verfügung, sie ist vor allem horizontal blitzschnell und unschwer einzusetzen. Meine präferierten Apps sind [Camera+] für einstellbare Parameter und [CameraNoir] für Schwarz-Weiss, vor allem wegen SW-Live Betrachtung, exakte Bildbearbeitung erfolgt am 13„ MacBook oder 27„ iMac. Wer gerne filmt, hat andere Ansprüche hinsichtlich Stereo Mikrofon und Halterung, dazu kann ich wenig sagen, meine Clips sind kurz und meist auf wenige akustische Situationen bezogen, die auch monaural wirken. Der interne Stabilisator des 6+ arbeitet sowohl bei Film- wie Fotoaufnahmen und das sehr effektiv. Das 6,8×12,3cm oder diagonal 5,5„Retina Display (1.920×1.080 HDTV) löst hervorragend detailliert und farbtreu auf (<400ppi) und war neben der bildstabilisierten Kamera einer der wesentlichen Anschaffungsgründe, wenn man vom dicken Akku absieht. Nach bald 10.000 Aufnahmen möchte ich mich ungern vom 6+ trennen und eine Kompakte mit kleinem Sensor, ausgenommen unter Wasser oder mobil, kommt nicht mehr in Frage, zu sehr spielen mobile Dienste mittlerweile eine liebgewonnene Rolle. Ich habe das 6+ wegen der Fotografie gekauft, zum Telefonieren würde das kleinere 6er völlig reichen. 

Der nächste Sensor der Begierde ist für mich der sogenannte >Crop< mit etwa hälftigen Voll-Format (ca. 12x18mm) und mittlerweile >18MPI, angeboten in zahllosen Systemkameras ohne Spiegel oder auch zierlichen dSLR mit ebensolchem Sucherbild bis hin zu großen und schwereren Gehäusen wie denjenigen mit Vollformat Sensoren. Nach vielen 3-stelligen EOS habe ich lange und gerne mit der 410g leichten und winzigen Canon EOS M mit dem EF-M 2.0 22mm (=35mm KBÄ) verbracht, einer System Kamera mit neuen M-Objektiven (11-22mm IS!) oder auch diversen Adaptern für viele Gläser dieser Welt einschließlich aller Canon EF und EF-S Objektive. Bemerkenswert der per Fingerwisch über den ganzen Bildschirm verschiebbare punktuelle und schnelle AF (auch mit Hilfslicht) oder auch seine Nachführung, wenn einmal auf ein Gesicht oder Objekt platziert! Die Leistung heutiger Crop Sensoren samt schnellen Prozessoren und guter Firmware ist untadelig, die super kleinen Pixel fangen bauartbedingt allerdings früher an zu rauschen als die größeren der Vollformate (VF).

Mein dritter und auch nicht mehr taufrischer VF Favorit aus 2012 ist die mit dem lichtstarken F1.8 f28mm Weitwinkel und 1.163g noch relativ leichte Canon EOS 6D, die ich gerne als Nachteule bezeichne, weil Aufnahmen bis ISO 12.800 unschwer möglich sind, sie ist der Vorläufer der EOS 5D III. Mit den neuen recht preiswerten (EF und EF-S) STM Objektiven ist man für beide Sensorformate gut bedient, es müssen nicht nur die L Versionen und die in zweiter Generation sein, obwohl gerade diese Gläser sowohl alters- als auch wertbeständig bleiben, aber auch richtig Geld kosten. Die mittlerweile möglichen kamerainternen Korrekturen auch alter EF Gläser erbringen fototechnische Leistungen, die man früher nur mit aufwändiger Nachbearbeitung (DxO) erzielen konnte, auch mein EF 20-35 von 1993 ist dabei! Soviel zu meinen persönlichen Tipps zur Anschaffung und jeweils durch jahrelange positive Anwendung gesichert. Sicher gibt es viele Alternativen, man muss sich im Leben auf bestimmte Bedürfnisse konzentrieren und das ist gut so.

Fehler, die tunlichst zu vermeiden sind:

man kauft nie nur eine Kamera sondern ein vielfältiges System

Eine Kamera wegen eines Testberichts kaufen, die man nicht einigermaßen kennt. Oder zu glauben, dass eine neue teurere Kamera in der Aussage bessere Aufnahmen macht! Ist ein Händy vorhanden, lernt man einfach und zunächst, damit wertere Bilder zu erstellen! Die Touchscreen Bedienung i.V.m. >wysiwyg< (what you see is what you get) ist eine hervorragende Übung für die Komposition von Aufnahmen, die so einfach mit einer >richtigen< Kamera und optischem Sucher nicht möglich ist. Die Panorama Funktion erweitert den Aufnahmewinkel nach Belieben. Echte Teleaufnahmen sind nur mit mehr als einer eingebauten Festbrennweite möglich, auch diese Entwicklung hat begonnen.

Wird der Wunsch größer nach schnelleren Bodies (bis 20 Aufnahmen pro Sekunde, viel wichtiger ist aber die Präzision des nachführenden AF) und anderen Brennweiten (um den Mond formatfüllend aufzunehmen, benötigt man >f600mm), sollte man zunächst geeignete Fotokurse besuchen und/oder mit Ausrüstungen von Freunden ein paar Bilder machen. In ein Fotogeschäft und mit der 30-fach Zoom Kompakten wieder nachhause gehen kostet Geld, das völlig falsch investiert wurde, auch wenn der Rabatt noch so verlockend erscheint. Nichts spricht gegen eine neue Kamera zum sog. Straßenpreis, die schon ein paar Jahre auf dem Markt ist, im Gegenteil. Auch gebrauchte Objektive kann man im guten Fachhandel kaufen, hilfreich ist dabei ein zeitlich befristetes Rückgaberecht. Oder man kauft von zuverlässigen Quellen.

1-Knopf Bedienung, falls bei Automatik überhaupt nötig

Wichtig ist, dass die Kamera den Nutzer nicht überfordert: Wer das Automatik-Programm oder die Motiv-Automatiken liebt, kann sich in Ruhe der Komposition widmen, der Tüftler reizt die angebotenen Möglichkeiten so weit aus, dass er auch für kritische Situationen schnell geeignete Voreinstellungen parat hat, weil er damit vertraut ist! Beide Anwender können tolle Aufnahmen schießen, die sich sicher unterscheiden.

Wer zuhause mit Windows arbeitet, hat die Qual der Wahl für das Händy :-), der Mac Anwender wird aus guten Gründen ein iPhone vorziehen, weil viele Möglichkeiten sehr gut auf das Betriebssystem iOS abgestimmt sind.

Wer mit sehr guten fototechnischen Ergebnissen und schnellen Kameras liebäugelt, ist auf dem Markt der sog. Spiegellosen unterwegs, wegen der ungeheuren Vielfalt gibt es keine verlässliche Kaufempfehlung, der Unterschied zur Spiegelreflex (SLR) ist der elektronische gegenüber dem optischen Sucher, wenn man von der meist langsameren LiveView Aufnahme einer dSLR absieht. Es lohnt dabei exakt zu wissen, was man nicht benötigt, neue Bodies und vor allem neue Gläser sind im oberen Ausgabenbereich angesiedelt. Aber auch wertige Vollformat Objektive kosten oft mehr als die für Crop Sensoren, beide Sensorgrößen sind bei den Spiegellosen aber vertreten. Vor der Entscheidung lohnt es, einmal alle möglichen Wünsche hinsichtlich Body und Objektiv-en samt weiterem Zubehör hochzurechnen! Man muss sich immer vergegenwärtigen, dass nicht die teurere Kamera die eigenen Aufnahmen verbessert, der gewiefte Fotograf aber auch mit billigem Gerät bei gutem Licht ausdrucksstarke Bilder erhält! Das Foto entsteht im Kopf zwischen den Ohren, die Kamera ist nur der Kopierer, den man auch falsch bedienen kann 🙂

was raus muss wird ordentlich entsorgt 🙂

Fragen vor der Anschaffung:

  • reicht eine feste Brennweite oder will ich mehrere (Händy <-> Systemkamera mit Wechseloptiken)
  • brauche ich GPS, leichtes Gewicht, mobile Daten, Zeitlupe –raffer, Gesichtserkennung, LiveView, Video, Pano (-> Händy)
  • will ich den optischen Sucher, punktgenauen Autofokus, Nachführ-Autofokus, hohe ISO Bereiche, das größere Gehäuse, auch für externen Blitz (-> dSLR)
  • will ich Objektiv Fehler bereits bei der Aufnahme korrigieren (-> dSLR)
  • wie viel Gewicht will ich maximal mit mir herumtragen
  • muss es eine schnelle Kamera für Sport mit >5 Bildern/sec sein
  • muss es eine Vollformat Kamera sein (dSLR <-> Spiegellos)
  • kann ich mit dem elektronischen Sucher leben (-> Spiegellos)
  • muss es zwingend ein aktuelles Modell zum empfohlenen VK sein
  • Neukauf: wie gut ist der Garantie Service (???)
  • gebraucht resp. nach der Garantiezeit: Wer repariert zuverlässig 🙂

Fazit: Schnell gekauft ist nur dann richtig, wenn man genau weiß was! 

Kauf: kein X für ein U vormachen lassen

my10Cents:

Hinsitzen, nachdenken und vergleichen

Bei gutem Licht hat mein iPhone 6+ eine ebenso gute Farbwiedergabe wie die der EOS 6D, zudem eine fast perfekte Belichtung samt automatischem Weißabgleich und das alles ist zuvor sehr gut sichtbar. Alles in allem eine fantastische Kamera, aber es gibt immer Situationen, für die ich eine dSLR brauche: Meine 6D ist viel schneller und funktioniert viel besser im Dunkeln! Bei schwachem Licht reduziert das 6+ in der [Kamera] App die Farbsättigung, um das Rauschen zu verringern. Langzeit Belichtungen mit dem iPhone bei wenig Licht und niedrigen ISO Wert kann man auf dem Stativ mit der [Camera+] App erstellen, hier ist die 6D bei ISO 12.800 aus der Hand wegen Pixel- und Sensorgröße weit überlegen, zudem bietet sie relativ kurze Belichtungszeiten. 

Meine 6+ bietet >nur< ein KBÄ 29mm Objektiv, welches schlicht zum Turnschuh erzieht, dabei ist der Lerneffekt riesig. Sie verfügt sowohl im Standbild- als auch im Videomodus über eine effektive Stabilisierung. Fischauge, (Super-) Weitwinkel,Tele- oder Zoomobjektiv bedürfen der dSLR-Kamera, die mannigfach Vorsatzlinsen für das 6+ sind so billig wie trist! Die extrem kurze Brennweite von nur f4,15mm bringt trotz Offenblende F2,2 eine enorme Schärfentiefe, alles Ferne ist ebenso wie die geringe Tiefenschärfe der 6D vorbehalten. Das iPhone ist als Gehäuse eine Bauhaus Schlichtheit, die man mit ungeeignetem Case verunstalten kann.

Mein iPhone ist immer dabei, auch wenn ich die 6D benutze: Für die schnelle Nahaufnahme, das Panorama, den Blick aus der Bodennähe oder aus einem begehrten Winkel oder wenn das Foto auch mit den GPS Daten versendet werden soll. Das 6+ ist zudem als Fernsteuerung für die 6D einsetzbar. Beide können sich ergänzen aber nicht ersetzen.

Nach dem Ausflug in die Welt der Fotografie mit dem iPhone 6+, der ersten spiegellosen und fast komplett über den Touch Screen bedienbaren EOS M und der ISO starken Vollformat EOS 6D noch ein paar Gedanken in die Zukunft:

perfekt eingekauft und zusammengestellt, ready to

Was wird sich ändern?

* Die dSLR wird über kurz oder lang vom Markt der Spiegellosen überholt, weil ohne Spiegel zwar ohne optischen Sucher, aber auch weniger limitierende Mechanik und erweiternden LiveView bedeutet,
* dabei wird der elektronische Sucher immer besser ausgestattet
* und der Autofokus funktioniert über den gesamten Sensor, nicht nur mit wenigen Sensoren oder deren Bündelung in Gruppen bzw. sogar über einen zweiten Sensor,
* die nachgeführte Gesichts- oder Motiverkennung wird zur unabdingbaren Notwendigkeit,
* um in Verbindung mit dem hochpräzisen Autofokus auch Bewegtes sicher abzubilden
* und der elektronische, besser lautlose Verschluss wird wichtiger als der mechanische,
* wodurch sich die Bildfolge sich auf bis zu 20f/sec auch im Vollformat erhöht
* und die ISO Werte dank großem Sensor und schnellerem Prozessor samt adäquater Firmware neue Höhen erreichen.

und zum Schluß einen guten Café

Zukunft? Nein, SONY verkauft die A9 bereits für knapp unter 5k€ 😦  aber vielleicht wird es nur ein weiteres iPhone mit zwei KBÄ Festbrennweiten f27/54mm F1.8/2.4 🙂

(c) slowfoto.de 

FAQs: SW auf dem iPhone – ein Must?

Frage: Was bringt Schwarz-weiß auf dem iPhone?

Von Vorteil ist der große Bildschirm z.B. beim 6+ im Live-View, der Veränderungen recht subtil anzeigt, vor der Aufnahme mit Presets oder auch nachher bei der Bildbearbeitung, jedenfalls vor dem beabsichtigten Versand. So schnell ist keine Crop- oder VF-dSLR, wenn die erstellten Aufnahmen erst per Rechner modifiziert werden müssen. Bisher habe ich diese Form der Bildbearbeitung vorgezogen, auch für Aufnahmen aus dem iPhone. Mit der APP [KameraNoir] gibt es für knapp über €1 ein Tool (im Store mit K, als Button mit C), das sehr viel bietet bei der Aufnahme mit einer der beiden Kameras:

auto / manueller Fokus – auto /  manuelle Belichtung – auto / manuelle ISO – Gitterlinien an / aus – Blitz an / auto / aus – Frontkamera / Selfy 

oder auch für die Bearbeitung vorhandener Aufnahmen:

Belichtung – Brightness – Kontrast – Klarheit – Verblassen – Glanzlichter – Schatten – Schärfe – Mischung (Farben) – Säulendiagramm – Vignette (HL Priority – Paint Overlay – Center Pop) – Zuschneiden – Körnigkeit (ISO 8000 1600 3200) – Intensivity

Die Bedienung erfolgt mit dem Wischfinger auf dem angezeigten Bogen samt Kontrolle per LiveView. Wer lieber in Farbe fotografiert, bearbeitet wie gewohnt die Aufnahmen aus dem Speicher, wer lieber sofort die Wirkung sehen möchte, nimmt in SW auch modifiziert auf oder kombiniert beide Schritte für bemerkenswerte Aussage Wirkungen:

20yearslater – nicht zur Freude meiner Liebsten 😦

Verjüngen geht normalerweise sehr gut mit [PortraitProStudio], hilft aber hier nicht wirklich weiter 🙂
Gespeichert wird wahlweise mit voller Auflösung oder 2-stufig Daten reduziert, also kleiner, Selfies wie hier eh nur in ooc Größe.

Fazit: CameraNoir ist billigst, empfehlenswert und zudem lehrreich! 

(c) slowfoto.de

 

FAQs: iPhone in der Nacht

Frage zum iPhone: Kann ich Bühnenaufnahmen mit der Hand erstellen? Was geht noch gut und wann ist Schluß?

Keine Panik: Udo Lindenberg schwebt ein

Fotografieren kommt aus dem Griechischen und bedeutet Zeichnen mit dem Licht der Himmelskörper. Wo kaum (kein) Licht…

nach Frankfurt in die Messehalle 2016

Die bordeigene App [Kamera] bietet zwar einen Selbstauslöser (3 und 10sec), aber ansonsten keine Einstellungen außer Autofokus und Digitalzoom und darüber hinaus keine Kontrolle Bild relevanter Parameter. Ist es dunkel, erhöht sich der ISO Wert und es rauscht schnell. Zugegeben, mit aktuellen iPhones sind bei Dämmerung gute Aufnahmen auch aus der Hand zu erstellen, wenn die Zeit um 1/4sec und der ISO Wert nicht über 200 liegen. Nach dieser Grenze hat jeder Eifonist schlechte Karten: für tatsächliche Nachtaufnahmen sind hoch ISO taugliche Sensoren bis ISO 12.800 (wie z.B. mit einer EOS 6D) geeigneter, wenn ein lichtstarkes Glas verwendet wird – oder 4Aufnahmen in Folge mit kamerainterner Verrechnung (sog. [Nachtaufnahme ohne Stativ] z.B. mit der EOS M ff). Fazit aus der Hand: Abend ja, Nacht nie. Und wenn es denn unbedingt mit dem iPhone sein muss?

nicht nur mit Onkel Pö, sondern dem Panik Orchester und vielen Gästen

Abhilfe schaffen ein Stativ (oder eine stabile Auflage) und die App [Camera+] mit manuell eingestellten ISO 100 und darunter mit entsprechender Langzeitbelichtung, die offene Blende von F2.2 gilt ja immer! Camera+ lässt manuelle Belichtungszeiten bis 30sec zu, wahlweise zu paaren mit (!) ISO 0,1 bis 2.000, was viele Spielereien ermöglicht: allerdings lassen sich die Physik oder das vorhandene Licht nicht überlisten, siehe ganz oben. Zudem kann der Weißabgleich von 1.000K bis 8.000K (auch gräßlich) geändert werden, alles immer unter Live View Kontrolle. Und wie in der originären App kann das AF-Feld (Fokus) per Fingerwisch und zusätzlich das AE-Feld (Exposure) für die Belichtung verschoben werden. Somit sind gute Voraussetzungen für ruhende Motive z.B. in der blauen Stunde oder bei vernünftiger Innenbeleuchtung vorhanden.

und lässt die Bude richtig rocken

Noch ein unschätzbarer Vorteil: der iPhone Auslöser funktioniert nicht etwa, wie von der >richtigen< Kamera gewohnt, per durchgedrückten Auslöser, sondern mit dem Wegnehmen des Fingers vom Auslösepunkt! Ein Fernauslöser ist also bei gefühlvollem Bedienen nicht notwendig.

Noch ein paar grundsätzliche Tipps:

1) für das iPhone, egal welches, sind Bühnenaufnahmen eher schwierig, weil die feste Brennweite mit f4mm einfach zu weitwinklig und viel näher ran ist oft nicht möglich ist.

Theater im Keller Berlin 2016

2) Die iPhone sind ab dem 5s im low light Bereich viel besser geworden, aber nicht die erste Wahl für die Bühne&Co, hier sind Crop oder Vollformat Sensoren i.V.m. längeren Brennweiten einfach besser.

die Jungs sind alle gut drauf

3) Bühnenlicht ist extrem kontrastreich, kaum ein Sensor schafft diese Unterschiede zwischen hell beleuchtet und dunkel verschattet abzubilden: entweder belichtet man selektiv auf die Gesichter und behält dort die Durchzeichnung oder integral mit dem Ergebnis, das helle Partien wie Haut immer überbelichtet sind.

und travestieren, was die Klamotten halten 

4) Es gilt für jede Bildkomposition: So nah ran wie möglich, damit nichts abzuschneiden ist, und nur notfalls mal das DigiZoom als längere Brennweiten nutzen!

das war es: Applaus Applaus!!! 

5) Bei zu großen Entfernungen hilft Ausschneiden oder ENTF 😦

NB: [Camera+] in der Pad Version bietet einen anderen Aufbau leider nicht mit der schlüssigen Bedienung wie fürs Phone, also m.E. weniger gut geeignet und damit zu teuer (€5,99)!

Frankfurt (oben): iPhone 5s   Berlin (unten): iPhone 6+                                                                            alle Aufnahmen mit der App [Kamera] aus der Hand bei vorhandenem Licht ca. ISO 100-200 bei 1/8-1/17sec und out of cam (ooc), also unbearbeitet außer Datenreduktion

(c) slowfoto.de

Bildqualitäten, Dynamik und ISO Empfindlichkeiten im Vergleich – Canon

FAQs: Welche Canon Kamera ist die mit der besten Bildqualität, Dynamik und der höchsten Rauscharmut?

Für die Anschaffung oder Bewertung einer digitalen Kamera gibt es viele Informationsquellen, die wie oft auch widersprüchlich sind, je nach Affinität des Schreibers. Ich verwende digitale Canon Produkte seit weit über 10 Jahren, angefangen von der EOS 300D bis hin zur EOS 5Ds. Bei den 3- bzw. 4 stelligen Modellen mag ich den kleinen Sucher weniger, bei den 2- und 1-stelligen dSLR finde ich das größere Sucherbild okay, bei Live-View darf es gerne mehr als ein 3 Zoll TFT sein. Die inneren Werte einer Kamera (Firmware – Prozessor – Sensor) bestimmen sich im Angebot, und das muss Jeder selbst beurteilen, wie auch die Folgekosten und das Handling. Deshalb gibt es weder einen Testsieger noch eine eindeutige Kaufempfehlung! 

28% Rauschen ist garantiert – danke für den Tipp (c)IZ
Kamera/Body Sensor MPI ISO rauscharm Preis ca. Bildqualität
         
EOS M mit App 4 Nachtaufn. o. Stativ 18 aus 25.600

wird 3.200

<300.- Nachtaufn.

rauscharm

         
EOS M3 24,2 1.600 400.- 83,1
EOS M5 24,2 1.600 1.100.- 83,1
EOS M10 18 1.600 250.- 84,2
EOS 800D 24,2 1.600 850.- 86,2
         
EOS 7D II 20,2 1.600 1.255.- 86,8
EOS 80D 24 3.200 1.000.- 87,3
         
Powershot G3XII 12,8 800 610.- 88,5
EOS 1300D 18 3.200 340.- 88,6
         
EOS 5D II        
EOS 5D III 22,3 6.400 2.300.- 88,8
EOS 5D IV 30,1 3.200 4.050.- 88,9
         
EOS 6D 20,2 12.800 1.400.- 90,4
EOS 1DX II 20,2 6.400 6.300.- 92,8
EOS 5DS/R 50,6 1.600 3.600.- 93,6/93,9
         

Die obere Tabelle ist der Canon Bibel von falkemedia entnommen und zeigt die für mich wesentlichen Wertigkeiten wie Bildqualität und den nutzbaren ISO Bereich, die EOS 6D ist hier mein Favorit bei den Vollformaten, die EOS 1300D preislich der Crop Favorit.

damals mein Favorit mit dem Kodachrome 25

Die untere Tabelle ist der Traumflieger Seite entnommen und zeigt vergleichbare Bewertungen, die EOS 6D ist auch hier mein bezahlbarer Favorit bei den dSLR. Die EOS M zeigt sich m.E. ähnlich gut wie die 7D, beide mit sichtbarem Abstand zur 5D II. Die 5D IV ist der Dynamik Gewinner zwei, die 1DX II die Nummer 1.

Kamera/Body Sensor MPI ISO rauscharm Dynamik Bildqualität
EOS 5D IV 30 6.400 75 104
EOS 5DsR 50 3.200 40 100
EOS 1DX II 20 bis 6.400 besser als die 6D 85 101
EOS 6D 20 ab 12.800 besser als 1DXII 45 87
EOS 5D III 22 3.200 30 87
EOS 5D II 21 3.200 30 83
EOS M5 24 1.600 75 76
EOS M3 24 1.600 45 70
EOS 7D II 20 1.600 45 70
EOS 5D 12,8 800 30 69
EOS M 18 1.600 25 63
EOS 7D 18 1.600 30 60

Fazit: Dieser Vergleich zeigt gewisse Parallelen in der Reihenfolge, aber keinesfalls alle Parameter, die für einen Kamerakauf entscheidend sein können. Canon bietet sehr gute und günstige Kameras als Spiegellose, Crop- oder Vollformate und exzellente Profikameras zu entsprechenden Preisen. Man muss wissen was man nicht benötigt!

Ich lege als >Slowfotograf< keinen allzu großen Wert auf schnelle Bildfolge (3/sec reichen mir) und/oder schnelle AF Nachführung, aber auf präzise Pre-Fokusierung per mittlerem Kreuzsensor, möglichst gute JPG Bildqualität sowie hohe und rauscharme Empfindlichkeit für die Aufnahmen mit vorhandenem Licht. Blitz und Stativ sind weniger mein Ding, gleiches gilt für Kompaktkameras seit der Bildqualität ab der superkompakten EOS M oder des iPhone5s, für Live View Aufnahmen mag ich das iPhone6+ wegen der überragenden Bildschirm Qualität lieber.

alle verwendbar, wie die Bodies oben auch

(c) slowfoto.de

FAQs: Einfach bessere Fotos – wie man sie erhält

  

„Einfach bessere Fotos“ – my way:

Fotografieren ist nicht schwierig, solange man nichts davon versteht. Wenn man diese Kunst aber begriffen hat, dann wird man gefordert.

Die Kraft eines Porträts liegt in dem Bruchteil der Sekunde, in dem man etwas vom Leben der fotografierten Person versteht. Die Augen erzählen viel, der Gesichtsausdruck… Ein Porträt nimmt man nicht alleine auf, der Andere schenkt es einem.

EOS 5DII – kleine Tomate auf dem Holztisch draussen – unbearbeitet 2010

Die folgenden Gedanken sind für mich die wichtigsten, was meine Fotografie betrifft. Ich möchte in einer Zusammenfassung aus rund 50 Jahren intensiver Beschäftigung mit der Thematik versuchen, die für mich wesentlichen Fundamente einer guten Fotografie zu erklären: Heutzutage ist es für Jeden recht einfach, Fotoaufnahmen zu machen, man wählt [auto] und knipst einfach drauf los. Will man ein Handwerk ausüben, ist zuvor eine entsprechende Ausbildung notwendig, um die einzelnen Strukturen der Tätigkeiten zu erlernen. Knipsen kann hingegen Jeder.

Meine frühe fotografische Ausbildung bestand im Wesentlichen aus der Anwendung fototechnischer Parameter, weil die 35mm Kamera erst einmal >bedient< werden musste, heute nimmt der moderne Apparat dem Nutzer alle notwendigen Einstellungen ab.

Über die wertige Bildkomposition habe ich erst später gelesen (Andreas Feininger), und die ist heute wie früher immer noch Sache des Anwenders, denn die Kamera beherrscht sie nicht: Hinstehen, Zoomen und Abdrücken führt i.d.R. zu langweiligen Aufnahmen, weil Strukturen in der Aufnahme fehlen. Wenn gezeigte Aufnahmen Aufmersamkeit erregen, wenn vor allem Frauenaugen sie bemerkenswert (like it!) finden, dann sind diese sensiblen Strukturen in den Bildern zu finden. Alles andere wird einfach übersehen oder schnell vergessen.

EOS M3 Zeppelin NT 2015

Wenn man gewisse Strukturen beherzigt, weil man sie verstanden hat, werden die Aufnahmen besser und lassen sich sogar >verkaufen<. Wer eine >bessere< Kamera kauft, teuer und dafür mit billigem (zigfach Zoom-)Objektiv, bleibt bei >seinen< Bildern. Wer aber einen Kurs besucht und/oder sich gezielt weiterbildet, wird fast egal mit welcher Ausrüstung Aufnahmen mit Aussagen erstellen.

Mittlerweile reicht mir ein gutes Händy für viele shots: Das Bild entsteht schon in der Entfernung bereits im Kopf, und weil ich mit beiden Augen etwa 180 Grad Blickwinkel habe, muss ich zunächst differenzieren, was ich für wichtig halte, und beurteilen können, ob das auch fotografisch machbar ist. Die Struktur ist dabei das Wichtigste, (zu) viele Details verderben die Aussage, ein >eyecatcher< muss vorhanden sein, die Aufnahme soll ja aus dem Üblichen herausfallen! Man kann dies auch Botschaft, Geschichte oder Thema nennen: Was will ich mit diesem Foto aussagen? Nichts ist langweiliger als eine Fotoshow von 300 Aufnahmen, die meist ohne präzise Aussage und dabei oft technisch schlecht sind, sich in vielen Standpunkten wiederholen und einer langwierigen Erläuterung bedürfen! 30 Gute Aufnahmen mit knappem Kommentar fesseln die Zuschauer weit mehr.

iPhone 4 – wilder grüner >Löwenzahn< – unbearbeitet 2011

Jedes Foto benötigt >eine< Aussage als Basis, die über den vorhandenen Details steht. Diese Struktur lebt von Kontrasten, Farben und Schatten von hell bis dunkel und ist wichtiger als alle anderen Details. In meinem ersten Bild ist die (wichtige) rote Tomate der Mittelpunkt, das ergraute Holz der Tischplatte die (unwichtige) Umgebung. Rot fällt stark auf, Grau hält sich dezent zurück. Weitere Akzente setzt man bewußt mit der Brennweite (geringe Schärfentiefe => Freistellen) und/oder mit der Arbeitsblende (offen => sichtbare Vignettierung), weshalb ich heute auch auf die nachträgliche Korrektur (DxO) vorhandener sog. Schwächen mancher Objektive verzichte, ich nutze sie lieber für die individuelle Bildgestaltung. So werden die Aufnahmen einfach interessanter, was eine für die Bildbetrachtung positive Bereitschaft beim Betrachter voraussetzt, denn wer nicht richtig hinschaut, bekommt auch nichts mit.

Nikon Coolpix E 4500 WW so nah wie möglich, das Rechteck wird zum Kissen 2009

Ausnahmen sind die gräßlichen Verzeichnungen, die uns Zoomobjektive frühester digitale Kompaktkameras geboten haben.

Akzente setzen

Weitere Akzente setzt man mit passenden Brennweiten (resp. Panoramen beim iPhone) oder man geht so nahe wie möglich ran (wenn Du etwas abschneiden musst, dann warst Du zu weit weg). Weitwinkel haben einen speziellen optischen Charakter in der Tiefe, Teleobjektive zeigen den Ausschnitt. Das WW ist anspruchsvoll in der Bildgestaltung, weil nah bis fern sehr lang ist. Das Tele ist gnadenlos, wenn der uninteressante Hintergrund scharf mit abgebildet wird. Zoome, vor allem billige mit großem Bereich, verbiegen noch mehr auch in der Bildebene, nicht nur im Sinne von Kissen und Tonnen. In der Natur spielt das eine geringere Rolle, in der Kultur hingegen sind diese Verzeichnungen sichtbar. Bei beiden Gläsern sind offene Blendenwerte eine gute Möglichkeit, das wesentliche Subjekt auf der Schärfenebene abzubilden und so gegen den unscharfen Hinter- resp. Vordergrund freizustellen. 

Ebenso bedeutend ist die Farbe in der Bildaussage. Mit Schwarz Weiss kann man keine Farbakzente wiedergeben, mit Farben keinen SW Effekt erreichen. Ich fotografiere immer in Farbe, denn SW kann ich weitestgehend am Rechner und in Ruhe erarbeiten. Geliebte Ausnahmen sind fast monochromatische Aufnahmen bei Dunst oder Nebel.

EOS 5Ds vernebelter Sonnenaufgang am südlichen Bodensee – unbearbeitet, feinste Details 2016

Man sollte beim Fotografieren nicht nur ein Detail erspähen, sondern den Kontext desselben in seiner Umgebung, die Komposition muss stimmig sein, sonst wirkt die Aufnahme uninteressant.

Selbst mit ausgefuchster EBV lassen sich Strukturen nur weiter herausarbeiten, aber fehlende nicht ersetzen. Was fehlt fehlt, basta, wobei ich burn&dodge, also das Aufhellen oder Abwedeln bestimmter Partien in der Aufnahme, für bildverbessernd einsetze, wie früher beim Fotopapier in der Dunkelkammer. Eine sehr gute Aufnahme kann dadurch gewinnen. 

Welches Subjekt oder Motiv ist das wichtige?

Mal flott gesprochen, auch eine Toilette kann was hergeben 🙂

iPhone6+ – herzlich willkommen (das Foto ist stark bearbeitet) 2016

Im Grunde ist es fast egal, was als Subjekt dargestellt wird, Hauptsache die Aufnahme spricht an. Okay, hier ist es krass dargestellt, diese Toilette entspricht überhaupt nicht meinen Vorstellungen, zumal die sinnlichen Eindrücke per Bild nicht dargestellt werden können, müssen auch nicht. Immerhin bewundere ich die letzten Nutzer dieses stillen Örtchens… Warum also diese Aufnahme: Ich fotografiere (hemmungslos) was mir auffällt, nicht was Andere vielleicht sehen wollen. Hauptsache es gibt Farben, Linien und Strukturen und das Subjekt ist unschwer erkennbar.

Komposition

Bei der Bildkomposition kann und sollte man Details zunächst vernachlässigen, den Überblick aber im Auge behalten. Bei der SLR bedeutet das ein Blick durch das Objektiv, einmal Kamera runter, beim LiveView beides gleichzeitig mit beiden Augen. Die Vorzüge des LiveViews habe ich mit dem Mäusekino der ersten Nikon Coolpix lieben gelernt. Ein Pad ist für LiveView besonders geeignet, verfügt meist über schwache fotografische Leistungen. Moderne dSLR lassen sich mit dem Pad oder Händy koppeln, was Stativ Verwendung voraussetzt mit allen Nachteilen mobiler Fotografie, ich möchte mich lieber solange bewegen, bis der Bildausschnitt passt und keine oder nur wenig Nachbearbeitung nötig ist. Mittlerweile liebe ich Aufnahmen mit dem Handy… what I see is exactly what I get!

iPhone4s alles im grünen Bereich – unbearbeitet 2015

Wohin schaut das Auge zuerst

Nein, nicht Frauen- oder Männeraugen sind gemeint, sondern die beim Betrachten der Aufnahme oder zuvor der Umgebung! Helligkeit, Kontrast und Sättigung bestimmen den Eyecatcher. Erst danach wandert der Blick weiter, allerdings zählt der erste Eindruck stärker (wie im richtigen Leben eben). Deshalb gehören bildbestimmende wichtige Detail eher zentral angeordnet und nicht in die Ecken versteckt: GROSSBUCHSTABEN sind der Titel, der Text führt dann weiter. Panoramen mit dem iPhone müssen zwingend zuvor abgefahren werden – auch ohne Speicherung, um die Wirkung beurteilen zu können, (Super-) weinwinklige Aufnahmen sorgfältig kontrolliert sein. Hinspüren, hinschauen, dann erst klicken.  

EOS 6+ Angebot hinter der Scheibe – unbearbeitet 2015

Die Ecken dürfen dunkler (Vignette) und dennoch durchgezeichnet sein, so dass der Blick auf die bildwichtige Mitte gelenkt wird. Das widerspricht zwar der Wirklichkeit, ist aber ein guter Trick, die Aufmerksamkeit zu führen. HDR und DxO verwendet man, wenn man von Ecke zu Ecke völlig durchgezeichnete Aufnahmen haben will. 

Geschriebenes lesen wir von links nach rechts und von oben nach unten, das schafft Gewohnheiten. Was gegen Gewohnheiten verstößt, wird nicht immer als okay bewertet. Einzig das Logo der Deutschen Bank besteht außer dem quadratischen Rahmen aus einem dynamischen Balken von links unten nach rechts oben, als Synonym für die ausschließlich positiv aufsteigende Entwicklung durchaus auch untauglich 😦

Aufhellen und Abdunkeln

Dodge and burn gab es schon in der SW-Dunkelkammel, das Fotopapier wurde selektiv länger nachbelichtet oder kürzer abgewedelt, um dunkle Partien aufzuhellen oder helle abzudunkeln. Am Rechner ist es einfach, man werkelt so lange, bis alle Augen zufrieden sind…

EOS 5D Dokumenta 2007

Wesentliches – Ablenkung und Knalleffekt

Alles was ablenkt = stört, sollte aus der Aufnahme entfernt werden, sei es vor dem Klick oder danach am Rechner, man kann am Rande oft Zuschneiden (crop) oder in der Aufnahme Stempeln (überschreiben). In der Dunkelkammer war für jeden falschen Schritt ein neuer Abzug nötig, am Rechner wird der letzte falsche Schritt verworfen. Wichtig ist, dass die Veränderungen (fast) unsichtbar bleiben sollen, oder man bezeichnet Übertreibungen als Kunst (resp. kunscht vergesse).

EOS 100D 2013 bearbeitet

Gesten

Gestik ist die Sprache ohne Worte, der Gesichtsausdruck oder die Haltung der Hände sagt etwas! Kinder oder sehr alte Menschen haben oft vielsagende Gesichter. Bei Porträts hilft es oft, dem Betroffenen anzusprechen oder ihm etwas in die Hand zu geben.

Contax 2.8 50mm 35mm SW ca. 1953

Farb (-lehre)

Auch hier hat mich Andreas Feininger mit seinem Standartwerk beeinflusst. Je nach gewünschtem Bildausdruck sollen warme Farben (Rot – Orange – Gelb – Weiss) mehr den Vordergrund, kalte ( Grün – Blau – Violett – Schwarz) mehr den Hintergrund betonen. Komplementärfarben wie Orange (vorn) und Blau (hinten) schaffen Spannung. Ein kalibrierter Bildschirm respektive LifeView zeigen präzise what you see ist what you get, der optische SLR Sucher nicht. Farben in Harmonie sind vom eigenen (erworbenem und vorhandenem) Farbempfinden abhängig, mein linkes Auge sieht z.B. etwas wärmer als das rechte! Warme Farben stimmen friedlich, kalte regen an. Frauenaugen können m.E. Farben besser einschätzen, was sich leider nicht immer im eigenen Äußeren niederschlägt. Wenn die in der Aufnahme vorhandenen Farben nicht wirklich zufrieden stellen, versuche ich es in Schwarz-Weiss umzugestalten oder reduziere die Sättigung auf 10-20%.

PowerShot D10 Appetizer – unbearbeitet 2011

Licht

Fotografieren ist Zeichnen mit dem Licht der Himmelskörper. Ohne Licht gibt es kein Foto, Licht ist Farbe, Dunkelheit und Helligkeit, Kontrast und Schatten(fall) plus Struktur. Natürliches Licht ist für mich eine sich wandelnde Stimmung, die ich im Studio so nie erhalte.

EOS 350D 10mm Mahnmal Berlin 2005

Still Picture – Momentaufnahme

Das (gerahmte) Foto ist 2-dimensional, das Leben nicht, es ist laut und riecht und es lässt sich in keinen Rahmen packen. Potentielle Aufnahmen lassen sich mit einem geschlossenen Auge besser beurteilen: Wieviel Verlust verträgt ein Foto? Oder wieviel Input gewinnt es durch die Reduktion? Die verlustige 3. Dimension lässt sich oft durch die Bildtiefe ausgleichen, man muss auf den Verlauf Vorder- zu Mittel- und Hintergrund achten (Landschaften und Licht).

iPhone 6+ Blick vom Nebelhorn nach Süden 2016

Der alte Trick: Erst laufen, dann stehenbleiben, mit beiden Händen vor den Augen den imaginären Rahmen bilden (Bildwinkel = Brennweite) und die Komposition beurteilen, und dann vom optimalen Standpunkt aus fotografieren. Scheißwetter gehört im Leben dazu, Wasser ist ein wertvoller Spiegel, ich liebe Glas, Meere und Seen. Mit der Erfahrung und Zeit >erblickt< man diese Kristallisationspunkte oder Schlüssel für das Foto, weil man sieht, was man kennt.

Kopie oder Vorbild?

iPhone 4s Vertrauen ohne weitere Worte – unbearbeitet 2015

Der Versuch, einen Meister zu kopieren, ist zum Scheitern verurteilt, vom Meister hingegen zu lernen, ist erlaubt: Je mehr Ausstellungen man besucht, desto größer wird der Wunsch nach einem eigenen Stil, und den gilt es zu entwickeln resp. zu fördern. Mein Wunsch hinsichtlich Fotografie ist es, bei möglichst allen vorhandenen Lichtsituationen Aufnahmen erstellen zu können, die sich von denen der Mitschaffenden unterscheiden, ein Beipiel: Das illuminierte Berlin lockt jährlich tausende von Stativträgern in die nächtlichen Strassen, ich habe nur eine spiegellose Cropsensor Kamera mit einem stabilisierten Weitwinkelzoom (zusammen unter 550g) und einer App, die 4 Bilder (in einer Sekunde aufgenommen) rauscharm zusammenrechnet. Basta. Schneller geht nicht. Es sei denn, die Technik baut eine Kamera, die mit ISO 25.600 und nur einer Aufnahme gleiche Resultate liefert (1,5kg)… Man sollte seinen eigenen Neigungen folgen und aufnehmen, was einen selbst fasziniert, das ergibt schließlich gute Bilder. Und ab und zu nach links und rechts schauen, denn andere Fotografen sind auch gut oder noch besser!

Nikon E 990 2002 Salvador Dali ist m.E. der allererste Begründer digitaler Denkweisen, beim Betrachten schnell blinzeln, dann erscheint der amerikanische Präsident (l.u.) ganz groß im Umriss

Faktor Technik

EOS M3 Interbike Friedrichshafen – unbearbeitet 2015

Früher hatte ich eine Briefträgertasche voll Gerät und meine Freundin schleppte das Stativ (ich hätte das vermutlich nicht gemacht!). Heute sagt mir meine Frau, mach mal eine Aufnahme davon und davon oder sie nimmt ihr Händy (einschließlich Exif, GPS und Zeitdaten ca. 200g).

Faktor Zeit

In zwei Stunden oder zwei Wochen Urlaub kann Keiner bessere Fotos machen, als schon im Web vorhanden sind. Aber andere… So wie man die Uhr nicht zurückdrehen kann, ist die (richtige) Situation verpasst, wenn alles stimmt, sollte man abdrücken! Das bedeutet, wertige Situationen aufmerksam zu beobachten und dabei den Fotoapparat schußbereit zu führen.

EOS 5DII LiveView aus der Hüfte 2012

Das vorhandene Licht ist, im Gegensatz zum Studioblitz, nicht konstant, die aktuell vorgefundene Situation nicht für die Ewigkeit identisch, es gilt, das Foto jetzt aufzunehmen, also Augen auf und schnell reagieren. Mit der Erfahrung von zig-tausenden Fotos geht das ganz gut, die ersten 10 bis 50 Tausend Aufnahmen sind sowieso nicht die besseren 🙂 – also kritisch üben und kritisch verwerten und löschen! Die schnelle Bildrate ist nur in der Meisterhand interessant, ansonsten eher ein Greuel für den Betrachter.

Fazit

Hat man gelernt hat, maßgebliche Strukturen in der Komposition eines Bildes zu erkennen, wird man wesentliche interessante Aufnahmen erzielen als die meisten Knipser. Die bleiben einfach stehen, als den besten Standort für den richtigen Blickwinkel und den günstigsten Lichtverlauf aufzusuchen und dann erst abzudrücken. Mit Hoffnung wird keine Aufnahme besser, egal welches (teure) Äquipment zur Verfügung steht, das führt nur zu inhaltslosen Schnappschüssen. Es gilt, vor dem Klick zu sehen, zu erkennen, zu bewerten und dann erst umzusetzen. Die Kamera beherrscht keine Komposition, sondern gibt >nur< mehr oder minder genau wieder, was auch im Sucher zu erkennen ist.

Nikon E 990 – unbearbeitet 2001
Nikon E 990 – unbearbeitet 2001

Absolut wichtig ist der eigene Standort und zudem die Positionierung der Kamera. Oft genügen geringe Korrekturen und die Aufnahme bekommt Profil, ein Beispiel: Kleine-re Kinder stellen sich auf Augenhöhe einfach besser dar! Im Nachhinein ist der View Point nur geringfügig zu verändern (DxO VP). Werden Tricks angewendet (HDR, Langzeitbelichtung vom Stativ, Panoramen, Stacking u.v.a.m.), sollten sie ausreichend beherrscht werden.

Wer diese Basics beherrscht, erzielt mit fast egal welcher Kamera interessante Aufnahmen (hmmm – oooh!)

SANYO E6 – zwei engagierte Feuerwanzen 2009

© slowfoto.de