Bergamo – San Mauro Mare – Pisogne Iseo im Juni 2022, digital detox ohne TV oder Radio, dafür mit Bahn, Bike, Bus, Schiff, Wohnmobil und zu Fuß… 

Planung: die Reise stand unter grauen Vorzeichen, für Campingplätze (CP) üblichen Reservierungen waren nicht wirklich durchführbar, ellenlange Anmeldungen wurden ausgefüllt, bestätigt, Anzahlungen gefordert, die dann plötzlich hakten! Ich habe wie vor der Pandemie einfach zum Hörer gegriffen: ein kurzes Telefonat mit Michele vom städtischen Stellplatz (SP) areacampingbergamo.it in Bergamo, er hat nach meinem Vornamen gefragt, dann unsere Daten per Email, ich perfetto als Antwort erhalten: ab 16Uhr für drei Tage angemeldet ☺ Danach die Bestätigung vom CP campinggreen.it in San Mauro Mare, 12km nördlich von Rimini an der Riviera Romagna gelegen, wir haben auch online eingecheckt und in Pisogne den dritten Platz campingedenpisogne.com am nördlichen Isoe See nach Telefonat online von unterwegs gebucht! Hier noch ein paar Zahlen: wir sind 1.400km mit 10l D/100km gefahren, haben ca. 50€ an Mauten bezahlt, oft Bahn, Bus sowie Schiff genutzt und sind igs. 218km (12km/pd) gelaufen:

Tag1 5Uhr auf stehen, um 8Uhr losfahren, in der Schweiz beobachten wir eine Zielfahrt alter bunter Kleinmotorräder und Vespae, wir treffen nach Mittag in Bergamo ein, laufen danach zu Fuß in die Unterstadt zur riesigen Zweirad Messe, gesichert mit vielen etwa ein Kubikmeter großen Marmor Blöcken, ein kurzer Stop bei der Szene Bar il maialino di Gio, zurück mit der Taxe zu Musik von Vasco Rossi, und als Absacker ein Gezapftes aus der CALIPSO Bar vom Platz, dort arbeiten auch alle freundlichen SP Mitarbeiter befristet, die Bar ist seit vier Wochen im internen Betreiber Wechsel, d.h. ohne die bisher als gut gelobte Küche, dafür mit Vespa Fahrdienst zur nächsten Pizzaria…

Tag2 von wegen leise, der SP liegt an der Ausfallstraße 😦 am Stadtrand: Tram zum zentralen Bahnhof (SF = stazione ferroviaria) und Lidl sind um die Ecke und alle vom Team nett zu den Gästen, wir duschen (warm 1€), fahren (75min biglietto für €1,50) mit der neuen elektrischen Tram zum zentralen SF der Citta Bassa, von dort mit dem Methan betriebenen Bus1 direkt in die Citta Alta, hier erleben wir später das Ferrari Fieber als Corso. Vorher besichtigen wir durch die im 15.JH befestigte Altstadt, kaufen Pfeffer Gebäck und finden die Terrasse und Küche vom Hotel il Sole bemerkenswert: Carpaccio Tonno, Rafiolo, Tris di Pesce, Verdure grigliata, Roero Arneis – alles klasse. Weiter durch die mittelalten Gassen, warten auf den Corso, ab+zu verirrt sich ein Bolide schon nach oben, bergab erwartet uns der Vorbeimarsch der Ferraristi in der Citta Bassa, wir fahren später mit der Tram samt geldgierigem Kartenautomaten ohne Kartenausgabe aber mit Erlaubnis von einem der fünf bewaffneten Serviceleuten zurück!

Tag3 heute ist es sehr heiß: mit der Tram zum SF, mit dem Bus hoch (der Antrieb CNG = Methan Turbine ist sehr laut), wir wandern die Citta Alta nochmals ab, finden die unauffällige aber große Villa Trussardi, laufen wieder zur Citta Bassa, essen in der Bar il maialino di Gio eine leckere Piadina Romagnola, ein vielfältig belegtes Fladenbrot, heute mit Schinken, Mozzarella und Rauke, dann geht es weiter zum SF und zurück das gleiche Desaster mit dem Fahrschein Automat! Es droht ein Gewitter, die Sonne kommt wieder und wir sitzen draußen und planen für die Weiterfahrt morgen. Um uns gibt es viele neue Camper und damit viel zu beobachten. 

Fazit SP zur städtischen Area Camper mit Lage am Stadtende NO direkt an der viel genutzten Ausfallstraße und an der Tram Station Martinella, es sind 6 Stationen zum Hauptbahnhof, von dort geht der Bus 1a hoch in die befestigte Altstadt aus dem 15 JH, Kosten €1,50. Der SP hat 35 Plätze, eher klein aber nicht voll, weil hier nur ein paar Dauergäste und viele Kurzcamper sind, kostet günstige €18 pro Tag mit Strom und ab dem 4.Tag nur €15! Es gibt ein WC an der Rezeption und hinten zwei Duschen (D/H 1€) mit je zwei Räumen, per Schlüssel aber auch für Paare, was wir gerne nutzen. Die Bar an der Straße ist aktuell mit Lieferdienst bis 23 Uhr geöffnet (0,5 gezapft €4,50), das Platz WIFI kostenlos aber langsam, das Personal ist super freundlich und hilfsbereit, ein neuer Lidl erfreut direkt gegenüber. 

Tag4 früh 22Grad in 20 out, sehr angenehm 🙂 Abfahrt um 9Uhr, 350km Autobahn ohne Rast, wir erreichen in San Mauro Mare kurz nach Mittag den CP campinggreen.it, finden einen sehr ruhigen Eckplatz am Bahndamm, man gewöhnt sich an alles ☺ der familiengeführte schon ältere CP mit sehr hilfsbereiter Chefin Vanessa sowohl für 5m Camper ausgelegt, aber für längere wie unseren 7m Camper finden sich genügend Parzellen, sehr schön ist das neue Sanitärhaus. Ein erster Rundgang im Ort führt uns zum prallvollen und wuseligem Strand Geschehen, für uns eher ungewohnt 🙂 wir kaufen im nahegelegenen Supermarkt frische Lebensmittel für den Abend, Gemüse und Obst und Leckereien im Fischladen! Nach dem Duschen dann ein Abendessen draußen und zufrieden in die eigene Heia.

Tag5 die Bahn hört man, sie stört aber ibs. in der elektrischen Version nicht, die Straße ist ruhiger weil sie dahinter und auch tiefer liegt, im Grunde ist der Platz klimatisch sehr schön gelegen mit Schatten nach Bedarf. Wir laufen nach dem ersten Kaffee am frisch gekämmten, früh noch sehr ruhigen Strand mit geschätzt 1 Mio. Liegestühlen entlang bis zur Rubicon Mündung, informieren uns über den Waschsalon und die Bahn nach Rimini (2,5€ mit nur 3 Stationen) vom Nachbarort Gatteo Mare aus. Zurück auf dem Platz planen wir weiter, wollen zum Rubicon Fluß mit der Caesar Büste, den campingrubicone.com haben wir angesehen und für uns viel zu mondän empfunden. Am Bahnhof hat ein Italiener beim Fahrkarten Automat die bekannten Probleme, es dauert und dann printet dieser auch nicht 😦 wir finden einen tollen Metzger, ich brate ohne Gewürz und nur mit Olivenöl Burger vom Rind und entbeintes Kotelett vom Kalb, wir sind echt angetan von der Güte, dazu Brötchen, Salat und Weißwein. Danach besuchen wir den abendlichen Kitsch Markt in beiden Hauptstraßen nach dem Motto things you do not need for people you do not like, die Aussteller tun uns leid, sie haben kaum Geschäft: Ausnahme Pflanzen Knollen, CD kosten ab 10€, LP 20-30€ und Doppel LP 60€ oh je! Lange draußen sitzen, duschen und quatschen…

Tag6 24 in/out, wir müssen was gegen die kleinen Mücken tun, unsere Beine weisen viele Stiche auf. Duschen und ab nach Rimini, wir laufen nach Bellaria, lösen Tickets am Bahnhof, haben eine Stunde Zeit, um in der Innenstadt schöne Geschäfte zu finden mit anderen Angebote als in Gatteo oder Mauro :-)! Kaffee und Mineral, die junge Kellnerin freut sich über 40Cent Trinkgeld! Der schnelle und hypermoderne E-Zug von Hitachi bringt und nach drei Stationen zum SF Rimini, wir suchen ein einheimisches Restaurant, finden im Campus auf der Piazza Teatini 3 die tolle Osteria Io e Simone, genießen mitten auf dem Platz unter Schirmen Ravioli Carciofi, Tataki di Tonno, Greco di Tufo und Caffe doppio, ein herrliches Essen, der Professor am Nachbartisch hat zwei Assistenten und drei Studentinnen eingeladen, es gibt fast nur Einheimische, man kennt sich! wir schlendern durch die Altstadt zur Porta Montanara, zur Festung und zur Ponte Tiberio und der pittoresken Altstadt mit kleinen Gassen gegenüber, laufen zurück zum Bahnhof und nach Gatteo Mare, auf dem Heimweg wieder über die Rubicon Brücke, die Caesar 49 vor Christus überschritten und damit einen Bürgerkrieg ausgelöst hat, essen zu Abend geschützt per Mückenspray, die im Gras sehr aktiv sind, sprechen noch lange über den achten Krieg von Putin, dessen Härte immer blutiger wird, und seinem Zündeln, weil er die vertraglichen Gas Lieferungen drosselt, wir werden noch viel erleben und haben >17Jahre Vorbereitung auf die Zeit nach dem Bezug von billigem und sicherem russischen Gas selig verschlafen, allein der Neubau von Nordstream2 ist ein Beweis dafür! 

Tag7 24Grad, wir wollen noch Cesenatico und später Ravenna und besuchen, Jutta geht nach 8 zum Waschsalon, eine knappe Stunde danach hängt die Wäsche auf der Leine, ist nach einer Stunde trocken, nach Mittag zu Fuß zum SF in Gatteo, der Kartenautomat druckt nicht, also mit Fotos nach Cesenatico, wir kaufen Rückfahrkarten beim Büro, laufen am Hafenmuseum mit den vielen alten bunten Barken rauf und runter, sehen die Fischhalle mit klasse Seeteufel Schwänzen, der 17:46 Rückzug ist gekänzelt, die Billett Verkäuferin bestätigt das und streitet wegen seventeen und seventy Uhr und will die Karten nicht zurücknehmen, wir sollen den nächsten Zug abwarten, hier essen in einem Restaurant ab 19:30 ist uns zu spät, also fahren wir mit der Taxe vom Bahnhof zurück, der Fahrer kennt CampingGreen in Mauro nicht! Unser Hausmeister mit ukrainischer Flagge arbeitet körperlich schwer mit den Mülltonnen per Fahrrad und sieht dabei steinalt aus, er freut sich sehr über 10€ Trinkgeld por que? por bibere e tutto bene por Ukraine, ich mich über die gemeinsame Thematik, wir kennen viel im Osten Europas…

Tag8 früh aufstehen, räumen und Kaffee kochen: Ziel Ravenna per Bahn, der Zug ist wenig gefüllt und kommt mit Verspätung an, er muss immer auf der eingleisigen Trasse den Gegenzug abwarten, wir haben Zeit: Ravenna erwartet uns nicht, es ist Mittag und damit von 13-15Uhr Ruhe 🙂 wir laufen zum ersten Ziel4 Battisterio Neoniamo, der Taufkirche wegen Billett, offizielle DVD Ravenna Mosaici samt obligatem Zeitfenster 16Uhr für Ziel2 Mausoleo di Galla Placidia, finden in der Via Mazzini im PRIMO PIANO leckere Küche Taglioni ai Moscardi (Nudeln mit kleinen Tintenfischen), Millefoglie Filetto die Gambro (Butt auf Spinat und Grana) samt einer potenten Empfehlung 2020 13% Ribolla Gialla Villa Russiz, Kaffee und Vanilleeis und waren ganz angetan 🙂 laufen dann weiter zum riesigen wie schönen Mercato Coperto und zu Kirchen, dem schiefen Stadtturm und Ziel2, die letzte sehr schlichte Kirche San Giovanni Evangelista gefiel uns am besten, die Mosaik Funde waren in der Reihe in Rahmen an den Wänden ausgestellt, wir fahren im vollem Zug zurück nach Bellaria. Zurück trinken wir ein kühles Bier an der GreenCamping Bar (Oma bedient) und verbringen den nicht so heißen Abend mit der ausgedehnten Messe des Priesters von nebenan, der akustischen Übertragung nach scheint er kastriert… 

Tag9 es war heute Nacht sternenklar und deshalb ist es mit 18Grad kühler, um 10Uhr hat es aber schon wieder 24 in/out, heute haben wir einen Ruhetag und gehen einkaufen: LBM in Mauro im kleinen aber gut sortierten Supermarkt am Springbrunnen und beim Gemüsehändler. Uns erreicht eine Zusage vom CP Iseo, wir zahlen hier erstmal sehr günstige 150€! Langer Rundgang am Strand und ein Gezapftes in der AZZURRO BAR mit vielen bunten Eindrücken, zurück dann eine Gemüse Pfanne plus Salat, dazu ichnusa non filtrado Bier aus Sardinien zum Abschluss. 

Tag10 23Grad unser letzter Tag hier, ich gehe Wäsche waschen und höre von BAP Waschsalon, wir hängen die Wäsche auf, kaufen danach LBM und Bistecca Fiorentina und reden lange mit dem Metzger. An der Bar: WIFI ist hier ideal und der Kaffee klasse wie überall in Italien, die 50„Glotze wird erst aufgestellt und dann geputzt ☺, ein letzter San Mauro Mare Rundgang, es war schön und das sicher auch beim nächstes Mal. Bistecca Fiorentina ohne Knochen aus der Pfanne mit intensivem Geschmack, dafür lassen wir fast alles stehen, und den ohne Gewürze und Öl, die kommen in den großen gemischten Salat, dazu ein Rebola gialla aus Rimini, schon schön auch ohne Michelin Stern, dem Lokal wo deutsche Gäste angeblich nicht gerne gesehen sind. Anders in der CP Bar, da ist heute der Devil los, Chefin und Mutter sind ständig mit den Rädern am transportieren, die TV Aufstellung war ein Anzeichen…  

Fazit zum CP: sehr zentrale Lage in San Mauro a Mare, viel grüne Bäume mit Schatten, wir hatten Platz 35, ein eher kleiner, familiengeführter Platz mit extrem freundlicher Rezeption (Vanessa) und sehr hilfsbereiten Mitarbeitern (Großeltern, netter Ukrainer als Hausmeister), sehr gute Einkaufsmöglichkeiten im fußläufigen Ort (Bäcker, Gemüse, Metzger, Obst, Market, Waschsalon u.v.a.m.), drei Querstraßen vom Strand entfernt, direkt an der Bahnlinie (e-Züge), Kirche (SA SO Predigt über Lautsprecher) und CP Rubicon (Animation), 13-15 und nachts sehr ruhig, Familien, älteres Publikum und Stammgäste! Tolle Ausflüge per Bahn: Bellaria (SF) Cesenatico Gatteo (SF) Ravenna Rimini… 

Tag11 26/24 in/out es war eine sehr warme Nacht, halt Sommeranfang 🙂 heute liegen mehr als 300km vor uns, allerdings auch 240€ fürs Tanken nahe Mauro und Volltanken in Brescia (Einkauf LBM) und 20€ als Maut, die man dabei fast vergisst. Die Rezeptionistin Gloria ist viersprachig und schnell, nach 15Uhr sind wir auf dem https://campingedenpisogne.com/en und bekommen den großen Platz 76, die Umgebung ist pittoresk! WIFI an der Bar, wo wir gezapfte Unfiltrierte geniessen. Später am Platz dann Schwertfisch, Salat und Falanghina, es ist immer noch >30Grad warm. Die Disko endet glücklicherweise um 23Uhr, da hilft dann spätes Duschen und ab in die Heia.    

Tag12 24 in/out aber bedeckt. Beide Sanitärgebäude sind alt aber funktionell, alles vorhanden, zum ersten Mal finde ich die festeren Toiletten Papier als Abschnitte gut, Hände Waschen mit Seifenspender, früh laufen wir ins Örtchen zum Infopoint, leider hat die junge Frau wenig Ahnung, die Bahnstrecke ist oft wegen Reparaturen gesperrt, ein Bus als Ersatzverkehr eingesetzt! Weiter zur Kirche mit Restauration alter Fresken, zum ItalyMark, einem riesigen Gebäude mit interessanter Holz Konstruktion vom Dach mit vielen Geschäften samt klasse Supermarkt ItalMart, zurück packen wir nach dem mittäglichen Obstteller die ePonys raus und fahren die alte Küstenstraße bis Marone und zurück, dieser Fahrradweg ist schön, das Kaff nicht, deshalb auf dem Platz ein Highlight: Lende und Südtiroler Pinot Bianco und Grigio von Florian Brigl aus Siebeneich, dazu begeistern gemischter Salat und Panini, das bekommen wir schöner im Lokal aber keinesfalls besser, unser Calwer Nachbar war ganz angetan von unserem schlichten Aldi Gasbrenner mit Pfanne und das vor dem WoMo! Es regnet später bis hin zu ergiebigen Schauern, wir lassen aber die Markise drin, nutzen immer wieder nur Stühle und Tisch, laufen die Uferrunde mit Nachtfotos, duschen und nehmen ein ichnusa zum ersten Mal drinnen, ohne Disko ohne Mücken…

Tag13 21/19 herrliche Luft nach dem Regen, Bus und Insel sind ihre heutigen Ziele: mit dem eZug nach Sulzano, mit dem Schiff nach Peschiera der Monte Isola, Europas größter bewohnter Insel, auf der auch Christo schon 2016 mit The Floating Piers gewirkt hat, wir starten die 9km Inselrunde zu Fuß und im Uhrzeigersinn, sehen viel und kehren gegen 13Uhr Castello Oldofredi ein: Vittello cotto, Pacchero di Gragnano, Cremoso al Pistacchio, Sharis von Livio Felluca und Kaffee, ein fulminantes Mahl in einer traumhaft schönen Umgebung! Zurück mit der kleinen Fähre, Öl und Salami von der Insel, eine Station mit dem Diesel Zug, weiter mit dem DB Bus mit hochkarätiger Luftfederung, freuen uns über einen Greco di Tofu wie Jutta lächelnd meint, erwarten ein Unwetter und gehen rein, es schüttet aus Kübeln! Erst Tage später finden wir €11 11% TURLA Rosado Inselwein sehr dürftig, zudem mit mächtigem Korken 😦

Tag14 es hat abgekühlt 23/21, herrliche Luft, zum Laufen ideal, und überall Grünzeug der Zypressen! Wir nehmen das Schiff nach Lovere (8.4€ hin und zurück), erhalten in der Tourist Info detaillierte Karten und einen Rundgang eingezeichnet mit allen Öffnungszeiten (!), essen zunächst auf der Terrasse vom Ristorante Moderno: Risotto mit Meeresfrüchten, Branzino Livornese, Mineral, Rosé von Ca de Frati und Kaffee – keine Spitzenküche aber unschlagbar im Preis für das Gebotene: Mittagsmenü primo & secondo plus Mineral €16pp. Nach 9km zu Fuß in der Stadt zurück per Fähre und mit Beginn des heftigen Gewitters sind wir wieder auf dem CP 🙂 unsere Laika sieht aus wie getarnt, da gehe ich morgen ran, die Bäume haben viel geworfen, dafür ist die Luft klasse, wir laufen vor zum Ufer, irre! Wir finden es als Tierquälerei, wie Hunde hier gehalten werden, dabei aber das an der kurzen Leine und meist ohne Kontakt, weder zu anderen Hunden noch zu den Besitzern! Dennoch ist es ein schöner Tag, drinnen schauen wir alle Fotos dieser Reise bisher an, Jutta kennt noch nicht alle fünfhundert, lächelt bei vielen…

Tag15 18/17 in out, volle Sonne, die rechte Seite ist noch im kühlen Schatten, also zwei Eimer Heißwasser holen und runter mit Dreck und Gewächs, auch hinten, ich sehe viele Kratzer und mehr, was ich noch nicht kannte 😦 um 10Uhr ist alles fertig, das Porta Potti müffelt auch nicht mehr, keine Ahnung woran das lag, vielleicht war es das Gewitter? Wir überdenken die Planung, gehen durch die Altstadt, finden ein gut besuchtes kleines und verstecktes Lokal für vielleicht morgen Mittag, kaufen LBM im ItalMark ein, zurück gibt es knackige Vollkorn Hörnchen. Der CP füllt sich langsam wieder, genauso wie sich die Kontakte zu den Nachbarn gestalten. Mein mobiles Kontinent scheint zu Ende, zwei Tage funzt nichts. Abendessen, duschen und in die Heia, ich würde morgen gerne in das kleine Altstadtlokal Clemente.

Tag16 23/21 in/out, vorletzter Tag hier, der Glocke folgt eine Durchsage: ein Obst und Gemüse Händler verkauft vom Wagen oben beim Sanitärhaus, wir lassen heute alles langsam angehen, das Porta Potti ist mit 90%Alc und Zitronensaft behandelt, mal sehen wie das hilft, ich will weg von der Chemie. Platzrunde, wir erfahren von einem Schweizer viel über sein aufblasbares SUP, gehen weiter zum städtischen Platz nebenan, einem allgemein offenen Uferbad mit Gastronomie und Hundeplatz, super eingerichtet. Die Bar Clemente hat leider Urlaub aber die Schilder draußen, wir kaufen Fisch und mehr im ItalMark, zurück noch eine Platzrunde, zwei Busfahrer aus FR sind mit Zelt und neuen 1250er GS (>240kg, er) und RS (sie) da, wir kommen ins Gespräch, er hat Camper auf der Messe angeschaut und meint LAIKA wäre erste Sahne, ich sage ihm, wir antworteten bisher gerne auf Fragen dass es sich um ein russisches WoMo handelt! Abends Heilbutt und Schwertfisch, dazu Kringelbrot und gemischten Spinatsalat, Silvaner aus Eppan, viele Weine aus Südtirol werden hier angeboten, später auch Vollkorn Grissini, Stromausfall im Sanitär Gebäude, duschen also mit der Taschenlampe! Ein Ichnusa vor der Heia…. 

Tag17 23/22 es wird wieder ein Sommertag, unser letzter hier. Wir laufen in die Altstadt und kaufen Gemüse und Obst, Jutta zahlt 210€/7Tage. Dem Nachbarjungen Mario (3 oder 4) helfe ich bei der Besteigung der kleinen Ruine gegenüber, er hat Freude daran, wir laufen später zum Strandbad, Appetizer und gezapftes Bier, viel Umtrieb, herrliche Ansichten, am Hundestrand rennt die Wutz… Eine CP Runde, Gespräch mit Bulli Ehepaar, 2l 150PS hohes synchro Fahrwerk von Terranger, OZ Racing 17„ 235 Hochlast Reifen, irres Aussehen, das gefällt uns gut. Mario klettert schon alleine und sicher, seine Mutter rät uns zu Stack Insetto repellente Tropical von Lidl (100ml 3€), wir essen Gemüsepfanne, genießen später noch einen ehrlichen Bianco Ferghettina, es ist sehr heiß noch, duschen und ab in die Heia, wir haben morgen noch zwei Einkäufe und 420km vor uns und wollen um 8Uhr los…

Fazit zum CP Eden https://campingedenpisogne.com/en in Pisogne am Iseo See mit Europas größter bewohnter Insel: ein grüner Platz unter alten und riesigen Zypressen mit auch größeren Parzellen und genügend Abständen und kleinerem Strandbereich, die Plätze dort sind mehr als begehrt, aber auch enger zu einander, super Rezeption: Gloria freut sich über jede Reservierung, aufmerksame Betreuung durch hilsbereite Mitarbeiter, ein altes und großes Sanitär Gebäude mit Becken für Geschirr (warm) und Wäsche (kalt), Kimik und viele WC, warme Duschen, alles sauber und funktionell, ein kleines Sanitär an der Rezeption, der Müllplatz davor, sehr zentrale Lage zwischen Hafen, Sportarealen und städtischem Strand mit Hundeplatz, zum (Bus-) Bahnhof in nur 5min wie zum ItalMark oder der Altstadt mit Hauptplatz, für €30 2Personen/Tag mit Strom günstig, wir haben uns sehr wohl gefühlt und würden gerne wiederkommen. Tolle Ausflüge per Bahn oder Schiff, mit dem Mountainbike oder Motorrad ins Hinterland, die Uferstraße mit vielen Tummeln ist arg belastet. Ab Mai hat es schon über 20Grad! 

Die Fotos sind in der chronologischen Reihenfolge der Texte aufgenommen und entsprechend den besuchten Campingplätzen zugeordnet, wie gewohnt auf meine eigene Art und Weise zu sehen 🙂

(c) slowfoto – alle Aufnahmen und Texte – slowfotos für den Monat Juli 2022

Apple MacBook Air M1 – eine persönliche Wertung

Als Nachfolger mehrerer MacBooks Pro in der Familie wurde vor geraumer Zeit das zweite Air M1 1TB mit macOS 12.3.1 (1.520g) angeschafft, da mein >altes< Retina 13 Ende 2013 500GB SSD mit macOS 10.13.6 (1.820g) nach knapp 10 Jahren täglicher Nutzung zwar noch lange nicht reif für die Altenteil lnsel war, aber auch nicht mehr erfrischend jung für aktuellere Betriebssysteme 😦 zum Trost der gleichaltrige 27er iMac funzt immer noch genauso gut wie die Apple Watch 2 im Edelstahlgehäuse 🙂 

Ein paar launische Bemerkungen nach Eingewöhnungszeit, zunächst die positiven: 300g weniger fassen sich deutlich leichter an, eine Wärmeentwicklung ist praktisch nicht vorhanden, die Nutzung mobil gut möglich, die Laufzeit vom Akku deutlich länger, was auch dessen Jugend geschuldet ist. Das aktuelle macOS 12.3.1 bietet Verbesserungen, ich habe bisher nur noch ganz wenige [Apps] von Drittanbietern installiert, speichere alle Aufnahmen in [Fotos] und bearbeite sie direkt nach dem Shooting möglichst schon auf dem iPhone Max oder halt später, schreibe mit [Pages], was mir völlig ausreicht, höre viel Musik (MP3, Spotify, Wave) analog über die Kopfhörerbuchse, d.h. per steuerbarem Signal zum NAD Hybrid Amp, final zu den bald 20 Jahre alten DYNAUDIO Boxen in Monitoraufstellung und Kabel von in-akustik Referenz, mit vernehmbar gesteigertem Hörerlebnis ibs. auch sehr leise gegenüber alter Gerätschaft. Nebenbei, das Air klingt auch solo sauber und mit einer verblüffenden Basisbreite, klapp klapp. Und wenn es noch mehr an Spaß sein soll, kommt der AirPod Max (mit einer Einschränkung s.u.) ins Spiel. Zum vorhandenen 1TB Speicherplatz bietet eine portable SSD T5 von Samsung (50g) weitere 2TB, mal eben 50 oder 100 GB hin und herschieben ist damit Sache weniger Minuten! 

Genug gelobt, jetzt zu den (anfänglichen) Problemen: zwei USB C Ports links und eine KH Klinke rechts, das isses. Okay, Apple hat Air-drop-play-print und BT, man sollte das nutzen, den fehlenden SD Schacht habe ich per KiWiBiRD SG 009 micro+SD Adapter zu USB/USB-C erweitert, ein Verbatim USB-Adapter versorgt bis zu vier weitere USB 3.0 Geräte, aber nicht mit Strom 😦 es gilt umzudenken bzw. neues Zubehör anzuschaffen, wenn es denn wirklich sein muss oder mit den Beschränkungen dennoch gut zu leben. Irgendwo hatte ich vor Zeit mal in einem Test (?) gelesen, der M1 solle mit auch allen iOS Apps laufen, das ist Unsinn, zudem bietet [Fotos] auf dem Air noch mehr Funktionen als auf dem iPhone. Summa – die anfänglichen und vermeintlichen Probleme werden weniger und das ist doch gut so. Ausnahme 3D Audio: das Air gibt mit AirPod + Max mit Standort wieder, drehe ich den Kopf nach links, wird der rechte Kanal lauter und umgekehrt, also bitte KEINE Kopfbewegungen, was für mich unsinnig ist, Abhilfe schafft ein anderer KH oder das iPhone als BT Quelle. Der AirPod Max gibt ab 30Hz gut wieder, die AirPods ab 40Hz und die guten alten DYNAUDIO Audience 52SE beginnen ab 50Hz, aber dafür räumlich und tonal immer noch und vor allem auch leise super.

Fazit: Nachdem die Preise für ein MacBook Pro auch mit einer 2. beginnen, ist es eine Überlegung wert, sich das Air anzuschauen. Billiger geht immer, aber viele Jahre der zufriedenen Nutzung sind auch ein Argument. Das Air ist sauschnell, klingt als Musikbox super und… und… und… 

(c) slowfoto.de alle Aufnahmen und Texte

deep fusion – was bewirkt dies?

deep fusion – die Erweiterung vom Belichtungsspielraum

2000: Meine erste Digitale war die PANASONIC Videokamera NV-DX 110 EG, sie hatte 3 CCD für präzise RGB Farben und jeder Sensor war für eine Grundfarbe zuständig, Filme und Fotos wurden sicher auf Magnetband eingefangen. Das interne Zoom Objektiv bot die überragende Lichtstärke von F1.6 über den gesamten Bereich, der etwa f38 bis f450 mm Kleinbild äquivalenter Brennweite entsprach. 2008: SIGMA bot als einziger Hersteller den FOVEON X3 Sensor mit 3 Schichten für diese Grundfarben, eingebaut in seine digitalen Crop Format Fotokameras mit hauseigenem Bajonett. Ich hatte mich zunächst für die kompakten NIKON Coolpix mit dem zentralen Drehgelenk entschieden, später dann für CANON dSLR und das ist bis heute wegen meiner vielen EF Objektive so geblieben, dabei aber immer mit einem tränenden Auge auf den Belichtungsspielraum und die Farbtreue der Nikon Crop- oder Vollformate out of the box geschaut.

APPLE bietet seit dem iPhone 11 >deep fusion< kameraintern an, und soweit ich es verstanden habe, wird für die Fotoaufnahme nicht nur die ausgesuchte Objektiv-Sensor Kombination genutzt. Das 11 Pro Max hat 3 Objektive (13-26-52mm KBÄ bei F2.4-1.8-2.0), das noch aktuelle 13 Pro Max bietet ebenfalls 3 (13-26-77mm KBÄ bei F1.8-1.5-2.8), WW und Tele sind jeweils stabilisiert, das SWW vom 13er sogar auch. Da ich gerne Panoramen plus Fotos erstelle, ist mir ein Unterschied aufgefallen, >deep fusion< scheint nur bei den Einzelaufnahmen zur Anwendung zu kommen, dafür mit deutlich sichtbarem Unterschied in der Belichtung vor allem bei hartem Gegenlicht:

Panorama mit deutlich ausgeblichener Sonne

Die SLM oder dSLR von CANON bieten [HDR] oder [4Nachtaufnahme ohne Stativ] zur kamerainternen Verrechnung mehrerer Aufnahmen bei kritischen Lichtsituationen: HDR verändert m.E. Farben arg, die Nachtaufnahme reduziert etwas den Bildwinkel, aber gleichzeitig das Bildrauschen enorm, keine der beiden Apps vermag hingegen der >deep fusion< Funktion auch nur annähernd nahe zu kommen. Ein Grau- oder Polfilter reduziert zwar den Belichtungsumfang, ist für längere lichtschwächere Brennweiten aber kein Segen. APPLE bietet für Nachtaufnahmen bis zu 5sec. Belichtung aus der Hand, auch bei krassem Gegenlicht mit bisher so nicht bekannt guten Ergebnissen, wer gerne mit Lichtreflexen spielt und Linsenflecken toleriert wird hier auch ohne oder mit wenig Nacharbeit fündig: m.W. bietet das keine andere digitale Kamera.

Detail als singleshot mit deep fusion, wenige Sekunden später aufgenommen

Beide Fotos mit dem iPhone13 Pro Max unbearbeitet außer Datenreduktion

(c) slowfoto.de

TIPP: zu jeder Aufnahme, Frage oder Thematik biete ich auch 2022 ein LIVE COACHING per Videotelefonat an: für 30min 30€ und 60min 50€ – mobil 0172 7021587 oder kontakt@slowfoto.de 

Ist 13 eine magische Zahl?

Bodensee Säntisblick

iPhone 13 Pro Max und Air Pods Max

Mein erstes iPhone war das legendäre iP4 (6MPI), 140g leicht mit kantigem Edelstahlrahmen, 23GB Speicher und aktuell IOS 7.1.2, es steht bis heute als Uhr auf dem Schreitisch. Zum Fotografieren gut fand ich das 4S oder 5s, später das 6+ (8MPI) mit dem großen Bildschirm, das 7+ (12MPI 170g) mit dem 2-fach Zoom, danach das 250g 11 Pro Max mit abrundetem (Bauhaus Stil wie bei der Apple Watch auch) Edelstahlrahmen und 0,5 1 und 2-fach Zoom und aktuell das gleich schwere 13 Pro Max, wieder mit kantigem Edelstahlrahmen wie das iP4, jetzt mit 0,5 1 und 3-fach Zoom, die beiden letzten mit jeweils 12MPI und 512GB Speicher, more than enough für Fotos und Musik. Warum?

Ausschlaggebend für die letzten Käufe war jeweils meine Frau: wie lange willst Du (72) noch warten? Recht hatte und hat sie…

Mit dem 11er (12MPI) bin ich sehr glücklich geworden, mit optischen Zoom Modus von 13-52mm KBÄ, lichtstark (F2.4 SWW F1.8 WW F2 Tele?) und vor allem dem Night Modus (26-52mm KBÄ) bis 5sec. aus der Hand, einem klassischen Porträtmodus (52mm KBÄ) mit unscharfem Hintergrund und last not least >deep fusion<, der vollen Bildkontrolle bereits vor jeder Aufnahme! Für den echten Tele Bereich ist dann die Crop EOS M5 mit 24MPI und dem EF-M 55-200 IS STM eine dankbare und 715g leichte Ergänzung. Immerhin sind es über 16.000 IP11 Aufnahmen geworden.

Aquamarin im Winter

Das 13er (12MPI) bietet noch mehr: ein komplett stabilisiertes und night modus fähiges Zoom von 13-26-77mm KBÄ mit lichtstarken F1.8 SWW F1.5 WW und F2.8 Tele, für noch längere Telebrennweiten dient auch die EOS RP mit 26MPI und dem EF 70-300 DO IS nur bei Bedarf, weil mit 1.385g doch deutlich schwerer als die kleinere EOS M5 Kombi.

Das iPhone ist für mich unerlässlich geworden, weil immer dabei und sehr zuverlässig, seine Aufnahmequalität ist gerade bei kritischen Lichtverhältnissen hinsichtlich Überstrahlungen meinen Augen und allen mir vertrauten EOS hoch überlegen, auch per HDR oder Tonwert Priorität, selbst mit Polfilter u.v.a.m. sind diese dSLR oder dSLM nicht annähernd in der Lage, die IP (11/12/13) Ergebnisse zu erreichen, letztlich ist die Verwendung mit langen Brennweiten deshalb oft ein Segen für den Sensor, während weite Winkel blitzschnell die Grenzen des möglichen aber engen Belichtungsspielraumes mit >single shot< überschreiten. Das muss nicht mehr sein, weil es für mich >eine< tolle Alternative!

Bleibt der hohe Preis für ein Handy mit >nur< 12MPI 3,5-fach Zoom Kamera, mit dem man Musik klasse ibs. über BT hören kann und die zudem auch soviel andere Beschäftigungen ermöglicht, die über das Telefonieren weit hinausgehen! Falls zu teuer: es gibt fabrikneue iPhone aus vergangenen Serien und zudem unzählige Alternativen von anderen Herstellern. Weil das iPhone ab der Version 11 für mich herausragende Lösungen bietet, war der Preis eine Überlegung wert. Weniger geht immer…

Etwas mehr auch 🙂

Ich habe zwischenzeitlich viel über die AirPods Max gelesen, die ersten geschlossenen und großen Apple Kopfhörer. Der Versandhandel bietet 30Tage Rückgaberecht, wovon ich nur sehr selten Gebrauch mache, diesmal eher nicht: >Max Airpod< gefällt mir einfach zu gut 🙂 Meine bisherige Liste an Kopf- und Ohrhörern ist so lang wie die Suche, die bisherigen Stationen brachten feine (STAX SRD7 Gold) zum angedockten Hören und schöne (B&O) kabelgebundene Exemplare, zufrieden war ich erst mit den AirPods, sei es mit Kabel (im Liegen) oder per Air (zum Bewegen, cave MNS Maske wegen der Bändel), laute und günstige Kopfhörer (JBL E65 BT NC), kleine und unverlierbare in ear für unterwegs (Linklike Fly 9). Mit diesen AirPods Max hat die Suche nach superfein einen Gipfel erreicht, den ich nicht mehr vermissen möchte, ibs. nach der Freude über die Qualitäten vom analytischen digitalen Verstärker NAD C 368. Man muss halt diese geschlossene Kopfhörer akzeptieren, denn sicher möglich, deren tonales Niveau auch über Lautsprecher zu erreichen, und räumlich sauber abgestimmt ist diese Wiedergabe dann offener, leider erst mit zigfach finanziellem Einsatz.

Warum schreibe ich über das iPhone Pro Max und die AirPods Max? Beide verbindet etwas, was man mögen und wissen sollte: Sowenig ich eine absolut getreue Wiedergabe einer Lichtsituation in der Fotografie mit dem IP bekomme, sowenig hat die akustische Wiedergabe mit der Datenquelle zu tun, nein, Apple hübscht oder schönt beide Wiedergaben ein wenig auf und das einzigartig und gekonnt! Die Fotoaufnahmen geben als Belichtungsspielraum mehr her als meine Augen sehen können, bei der Musikwiedergabe ist die Optimierung vergleichbar, ist also das Licht beim Fotografieren oder der Klangeindruck der Musik eher mäßig, schafft es Apple, subtil und für mich völlig legitim das zu verbessern, was sich lohnt, so wie eine Fotoaufnahme optimiert wird, geschieht dies mit der Musikwiedergabe auch und ich mag das letztlich gerne, denn wenn ich es weiß, kann ich mich auf den jeweiligen Ursprung zurück besinnen.

meine Sammlung musikalischer und wertiger Aufnahmen als >GEMEINSAME PLAYLIST< auf Spotify: https://open.spotify.com/playlist/5YAmjpYh5E668DLIyCheRH?si=184972c9ef7448c2 wie viele best of!

Es ist die musikalisch satte Wiedergabe, die erfreut, von ganz leise bis ganz laut, von echten 20Hz bis zu meiner altersbedingten Obergrenze bezüglich Höhen, von geliebter Klassik bis zum modernen Rock, von der mittelalterlichen Musik der Spielleute bis zum jazzigen Gefetze auf der Bühne. In Stereo räumlich exakt, selbst Mono läuft zur Höchstform auf, die vielen billig erstellten Abmischungen mit zig Meter breitem Synthesizer oder Schlagzeug, zuviel Hall und Overdubs für schlichte Stimmen, all das zeigt Max Airpod gnadenlos aber nicht zu hart auf. Klasse aufgenommene Tracks erleben eine irre Steigerung, die den Ohren einfach nur gut tut. Als mobiles Frontend reicht ein iPhone völlig und als Quelle die Bibliothek von Spotify&Co, natürlich klingt .wave vom iMac noch besser: ich habe noch nie so gut leise und so stabil laut gehört, wenn man von aktiven avantgarde acoustic Lösungen wie der zero 1absieht 🙂

nur in der Tasche wird wirklich geschlafen, rausgenommen immer Kontakt gesucht und gefunden

Wer bisher AirPods nutzt, ist mit dem Handling eh vertraut, koppeln und hören, fertisch, an der rechten Ohrmuschel dient die Crown (wie bei der Apple Watch) gedreht zur Lautstärken Einstellung, 1x gedrückt für Stop resp. Weiter, 2x für Vor und 3x für Zurück, der zweite längliche Knopf wechselt zwischen einer hervorragenden Geräuschunterdrückung zum herrlichen Transparentmodus, mich von der Umwelt kappt oder weiterhin verbindet: Ein Klapp Klapp an die Ingenieure, und was die tonale Wiedergabe betrifft, ich habe keinerlei Korrekturen vorgenommen! Eine Lightning Buchse dient dem Akku zum Aufladen und mehr ist nicht gewollt, Apple halt, per Adapter soll aktiver Betrieb auch über Kabel funktionieren! Mit Genuss bin ich durch meine Best of und Test Listen und viel mehr geflitzt, selbst BR1 mobil über das iPhone macht Spaß. Am meisten begeistert mich, sowohl ganz leise als auch sehr laut ohne akustische Einbußen hören zu können! Man sollte allerdings geschlossene Kopfhörer mögen, bei der originalen Transport Handtasche fällt mir das sehr schwer, der Schlafmodus ist wohl nur mit plan geklappten Ohrmuschel im Täschchen zu erreichen, dann ist die Investition im Sinne des Wortes einmalig. Weniger geht immer…   Tipp Top Text mit klasse Bildern, weshalb ich darauf verzichte:  https://www.hifi-journal.de/testberichte/kopfhoerer/1851-test-apple-airpods-max-im-langzeittest

TIPP: zu jeder Aufnahme, Frage oder Thematik biete ich gerne auch ein LIVE COACHING per Videotelefonat an, Dein/Ihr Beitrag für 30min 30€ und 60min 50€ – mobil 0172 7021587

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slowfoto heute – was ich aktuell und wie nutze und warum das iPhone dabei so wichtig ist

Bodensee Pfänderblick

Meine Fotografie hat sich Beginn des digitalen Zeitalters fortwährend verändert, was den Ablauf und die Gerätschaften betrifft: waren nach Jahrzehnten der SLR mit 36er Filmrolle (bei sparsamem Einlegen auch mal für 38 Aufnahmen gut) mit der ersten digitalen Kompakten irgendwelche Bilddateien möglich, so ist es aktuell eine 12MPI Datei mit dem Handy (iPhone 11/13 Pro Max) resp. 20/24/26MPI mit der Vollformat dSLR EOS 6D, der Crop-EOS M5 und der Vollformat EOS RP als dSLM. Ich nutze EF-M und EF-Objektive, keine EF-S mehr, zu neuen RF-Objektiven habe ich mich noch nicht entschließen können.

Aquamarin Wasserburg

Während zu dSLR Zeiten >6kg den Rucksack belastet haben, ist es heute gerademal 1kg (!) für das Handy (iPhone 11 mit 13-26-52mm KBÄ) und die kleine M5 (55-200mm => 88-320mm KBÄ), beide damit immer dabei, aktuell das iPhone 13 mit 13-77mm KBÄ. Die meisten Aufnahmen erstelle ich mit den 3 lichtstarken und Zoom fähigen Optiken, gerne für weite Winkel und erfolgreich gerade mit Gegenlicht oder hohen Kontrasten, für alles darüber kommt das EF-M Telezoom ibs. für eher kontrastarme Ausschnitte zum Einsatz, es sei denn die 6D oder RP sind gefragt, im Schrank sind lichtstarke Festbrennweiten und einige Zoome. Das iPhone ist in Hinsicht auf Kompensation großer Dynamik bezüglich Licht meinen EOS weit überlegen, deren [SCN] Programme HDR oder Nachtaufnahme ohne Stativ längst nicht das IP-Niveau erreichen! Auf die Verwendung von Blitzlicht verzichte ich gerne. Das iPhone bietet bis max. 10sec. aus der Hand einen tollen >night-modus< bei 26-52/77mm KBÄ, Panoramen ab 13mm und einen Tele Porträtmodus und den nicht nur für Gesichter, sondern alle möglichen Objekte im Vordergrund mit leicht unscharfer Freistellung! Was ich beim >richtigen< Fotoapparat mittlerweile vermisse: die vollständige Kontrolle bereits >vor< jedem Klick, den mächtigen und schnellen Prozessor ohne Wartezeiten, und das alles ohne Stativ! Motive sind wie früher und mehr, die aufgewendete Zeit hingegen nur noch ein Bruchteil, die Trefferquote liegt deutlich höher, wenn man sich entsprechend Mühe gibt und dabei bewegt anstelle digital zu zoomen: das iPhone arbeitet eingeschaltet wie eine Videokamera, ein JPG ist dann nur noch eine Momentaufnahme und die Trägheit des absolut unterlegenen SLR oder SLM Live View Bildschirms ist dem iPhone völlig unbekannt. Weite Winkel mit kontrastreichen Lichtverhältnissen sind heute die Domäne des iPhone. Bei den EOS muss man tricksen, um halbwegs Ergebnisse kontraststarker Motive umzusetzen: Auto Lightning Optimizer als automatische Belichtungsoptimierung mit Stufen, denn Tonwert Priorität D+ ist m.E. unterlegen, insbesondere auch der Einsatz zirkulärer Polfilter schaffen etwas Abhilfe im Live-View bei für den Sensor zu hohen Lichtunterschieden, leider mit Mehraufwand 😦

Nachmittags Sonne am See

Okay, das iPhone hübscht die Fotos damit ein wenig auf (NB wie auch die akustische Wiedergabe, dafür genügt dann oft das platzsparende MP3 Format), ibs. bei Dunkelheit ist das gut zu erkennen, für eine farbidentische Dokumentation gibt es anderes Equipment. Meine Lust am Fotografieren ist dennoch gestiegen, weil ich bereits zuvor erkenntliche Unzulänglichkeiten in der Aufnahme blitzschnell zu korrigieren weiß und das oft auch ganz ohne Rechner! Mittlerweile >teile< ich die M5 Aufnahmen per Airdrop in die Filmrolle [Fotos] vom iPhone, um identische Bearbeitung zu ermöglichen und alles zusammen gespeichert zu haben. 

Besuch von der Wespe

RAW hat mich beim Handy wie auch allen meinen EOS nicht wirklich als durchgängig nötig überzeugt, ibs. weil die iPhone JPGs für mich gut genug sind und nur weniger, damit schnellerer Nachbearbeitung bedürfen. Die Annäherung aller 3 EOS erfolgt mit Bildstil auf AUTO 755111 M5/RP resp. 7111 6D, Automatische Belichtungsoptimierung auf HOCH, Rauschreduzierung auf aus, das Vorgehen bei der Aufnahme ist wie bisher: erst Fokus und Belichtung im LIVE VIEW festlegen, dann Klick und sehen, ob die Fotos denen aus dem IP näher gekommen sind. Warum noch eine EOS SLM? Vor allem wegen der (Tele-) Wechselobjektive und der größeren Sensoren, deren JPGs noch mehr Futter für die Bildbearbeitung und mit >20MPI eine höhere Detailzeichnung bieten J auch wenn ich auf einem Auge fast blind fotografieren muss und die Qualität der EOS Dateien deswegen erst mindestens am MacBook empfinden kann. 

Lichtbogen vom elektrischen Feuerzeug

Das fotografische Vorgehen ist bei allen Kameras weitgehend identisch: EOS AF-ON entweder mit dem mittleren AF Punkt oder beim IP dessen Positionierung per Fingerwisch, Pre-AE auf die bildwichtig helle Stelle mit der * Taste oder halb gedrücktem Auslöser, beim IP auch kombiniert per Fingerwisch, mein präferiertes und zuverlässiges Vorgehen für Einzelaufnahmen! Am schnellsten ist das mit dem iPhone zu erreichen, es folgen die M5 und RP, die 6D ist im LIVE VIEW langsam wegen der verzögerten Bild Wiedergabe, und mit dem feinen weil optischen Sucher hingegen belichtungsmäßig unkontrollierbar. Weiterhin gilt für die EOS: unbedingt auf die hellen Partien belichten und Schatten später aufbrezeln, Abhilfe ist ebenfalls mit [4Nachtaufnahme ohne Stativ] oder [HDR] möglich, wobei mir auch HDR weniger zusagt, auch ein Grau- oder zirkuläres Polfilter schafft Vorteile, aber letztlich geht es mir um den Augen-blick-klick und nicht um die Tiefen der Fotografie, vielleicht noch mit einem Stativ 😦

Alle neuen Aufnahmen werden in jeder Kamera umgehend geprüft und Doubletten usw. gelöscht, von den EOS aufs iPhone übertragen und dort notwendiges [Bearbeiten] dann speditiv und auch mobil durchgeführt: waagrecht ausrichten, croppen und Winkel korrigieren, Belichtung und Bildausdruck optisch verfeinern, alles eine Sache von Sekunden (Zauberstab, Schatten, Schwarzwert). Die Kontrolle durch die kritischen Augen der Partnerin erfolgt ebenfalls zügig 🙂 das ist my way!

oben IP7+ unten IP11 ProMax, beide Aufnahmen unbearbeitet

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OPEL Grandland – echte E-Mobilität als Alternative?

Unterwegs mit dem Wohnmobil haben wir von AVIS Meran für 2 Tage einen Gradland gemietet und sind damit Autobahn im Sportmodus, Bergstrecke und Schotter mit 4WD, City rein elektrisch und Landstrasse Hybrid als erstes wegen etwas Rekuperation des leeren Akkus gefahren. Bemerkenswert für uns als alte, aber sicher versierte Automobilnutzer mit E-Erfahrung war nach beiden Tagen, dass es sich um ein teures und in der Nutzung sehr spezialisiertes Fahrzeug handelt, das für unsere Bedürfnisse schlichtweg nicht als CO2 Sparer in Frage kommt, weil es mit nur bis 50km Reichweite bei 7Std. Ladezeit an der 220V Steckdose und entsprechendem Mehrgewicht auf Dauer trotz hoher Förderung keinen Vorteil bietet. Kurz gesagt, der bevorzugte eigene Fahrstil ist pilotierend, vorausschauend mit möglichst wenig Einsatz der Bremse, und wenn dann lieber per Motorbremse resp. in den kleineren Gang schalten, was Bremsen und Reifen schont, den Magen der Mitreisenden sowieso: Reisen statt Rasen hat unser Wohnmobil Verkäufer meine Frage nach der Höchstgeschwindigkeit unseres FIAT Ducato beantwortet, wir verbrauchen mit dem beladenen 3,5 Tonner unter 10l Diesel/100km!

AVIS brachte den Opel früher als vereinbart und hat ihn später als benannt abgeholt:

OPEL Grandland X 1.6 HYB 130CV IT GD033AV 7-Gang Automatik km22405 bis 22569 164km 13,6l SBF -> 8,3l/100km mit leerem Akku, ohne Waschwasser, keine Einführung, Probleme mit der Zentralverriegelung wegen der Parkbremse, viel Platz und gute, aber etwas kurze Vordersitze, gutes und stabiles, aber sensibles Fahrwerk, z.T. umständliche Bedienungen und Hebeleien wie Schaltung per Gurke anstelle Hebel, mit zusätzlichen Druckknöpfen, wodurch z.B. Rückwärtsfahren erschwert anzuwenden ist, der Start-Stop Knopf durch den Lenker verdeckt, aber wichtig für Inbetriebnahme und ZV beim Verlassen, weil kombiniert mit der Parkbremse, d.h. man kann nicht per ZV abschließen, wenn man zuvor die Parkbremse genutzt hat, umständliche Schaltgurke. Vier Fahrmodi per Schiebeschalter zu wählen, Hybrid ist immer dominant, Sport lässt manuelle Schaltung per Lenkertasten zu und damit die Bremswirkung des Benzinmotors, alle anderen Modi nicht, schaltet der Beziner aus, kommt es zum Segeln wie bei getretener Kupplung, d.h. bergab muss dauernd und heftig gebremst werden, ibs. weil die Rekuperation viel zu lasch eingestellt und z.B. nicht per Schaltwippen zu verändern ist! 4WD fährt wie Hybrid, Elektrik klasse für die Stadt, aber halt nur für ca. 50km, wenn der Akku voll geladen ist, bei unserem Mietwagen war kein Ladekabel beigelegt und der Campingplatz hatte einen Ladeplatz für E-Mobile! Die 215er Reifen auf 19Zoll Felgen sehen vielleicht gut aus, finden aber ab 100km/h die Grenzen schnell, 225/235er auf 17/18Zoll wären m.E. stabiler. Ausgestattet kommen zum Grundpreis mit 1.2l 3-Zylinder von knapp über 32k€ kommen noch locker bis zu 20k€ dazu, das ist zu viel und die vermeintliche Einsparung von CO2 Ausstoß nur bis 50km Reichweite m.E. nicht sinnvoll förderwürdig, sondern ein direkter Zuschuss für den Hersteller, also eine sehr fragwürdige Verschwendung von Steuergeldern. Und der kleine Benziner muss die 300kg Auflast an elektrischen Bauteilen ab 50km alleine schleppen, was letztlich mit einem sparsamen Diesel für alle längeren Distanzen CO2 günstiger geht, wenn nur <5l/100km verbraucht werden. Wenn E-Stromer, dann bitte 100%er und entweder klein und leicht für die kurzen täglichen Distanzen oder groß für min. 500km. Leider haben wir noch kein durchgängiges E-Zapfsäulen Netz und zudem einen Wirrwarr an Lade- und Bezahl-Systemen, mal wieder typisch in unserer Demokratie, reisen ohne min. 3 Ladekabel und 5 Bezahlkarten ist nicht. Immer höhere Beimischungen an synthetischen Kraftstoffen wäre eine einfache und flächendeckende Zwischenlösung, denn auch Wasserstoff Antriebe werden in vielen Bereichen Zukunft bleiben. Ohne leichte aber fette Akkutechnik hat der Stromer für Alle keine wirkliche Chance, wobei der Motor mit bis zu 80% Wirkung erste Sahne ist, wie unsere E-Bikes seit tausenden von Kilometern bewiesen haben, auch wenn das Rad selbst damit ca. 10kg schwerer ist als ohne Strom. 

Fazit: wenn schon einen Stromer, dann bitte einen echten wie den der italienischen Post >powered by DUCATI energy< für echte 50 Stadtkilometer! Wer täglich definierte Entfernungen als Arbeitsweg z.B. und zudem 2 Lademöglichkeiten beim jeweiligen Parken hat, mag mit 50km E-Reichweite auskommen, als on top ist sie für uns einfach zu wenig und mit zuviel Aufpreis und technischem Aufwand verbunden, weil der elektrische Zusatzantrieb das Fahrzeuggewicht über Gebühr erhöht und damit i.d.R. dann noch beim kleineren Verbrenner durch höhere Drehzahlen zum Verlassen der verbrauchsgünstigen Bereiche führt. Und wenn ich schon mal motze: wir müssen endlich weg, nur in Beschleunigung und Pferdestärken zu protzen, bei der aktuellen Verkehrsdichte ist der gleichmäßige Fluß wichtig, nicht das Überholen, wir sollten in Städten 30km als Sicherheit für die Fußgänger und Radfahrer einführen, mit Ausnahmen der priorisierten Durchgangsstraßen, so wie es in Südeuropa seit langem funktioniert, auch 80km reichen auf vielen Landstrassen und 130km auf stark befahrenen Autobahnen, die Unfallfolgen sind bei niedrigeren Tempi geringer, und deswegen auch E-Roller auf 15km Geschwindigkeit beschränken!

alle Aufnahmen mit dem IP11 PM

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Musikwiedergabe zuhause

Vorab, ich bin weder Fan von Testlisten noch anonymen Kaufempfehlungen und mein Ranking stelle ich lieber selbst auf. Auf der unendlichen Suche nach akustischen oder fotografischen Optimierungen wurde ich vom Lindauer Audio Video Fachhändler Rainer Blank schon im ersten beratenden Telefonat, in dem er mir einen Hybrid Digital DAC Verstärker vorgeschlagen hat, zum Hörtest mit eigenem Gerät eingeladen! Die Entscheidung war nach wenigen und seit Jahrzehnten bekannten Tracks gefallen, Audio ist jetzt ganz anders, macht aber verdammt süchtig, warum steht hier:

Einstellungen und Tipps zum NAD C 368 nach ausgiebiger Nutzung 

Nach vergleichendem Hören und Testen von Anschlüssen, Kabeln und anderen Quellen hier meine ganz persönlichen Ansichten und Eindrücke:

1) der NAD C 368 kostet €999.- und sicher irgendwo auch weniger, mir ist der Kauf im potent beratenden und regionalen Fachhandel aber wichtig!

2) dieser AMP ist vielfältig steuerbar: per beiliegender Fernbedienung, direkt am Gerät, mobil mit dem Handy über die [NAD] App, denn sie ist BT fähig! BT führt akustisch zwar zu hörbaren Einschränkungen, für Berieselung, Internet Radio etc. taugt es mir allemal, s.a. 7)

3) für optimale akustische Wiedergabe Qualität nutze ich beide optischen Eingänge, am Optical 1 hängt der 27er iMac per optischem Ausgang in der Kopfhörer-Buchse, das gilt auch für ältere MacBooks, aber mittlerweile hat Apple da gespart! Am Optical 2 hängt der der CD Spieler. Der Vorteil der sog. Toslink Kabel: sie arbeiten verlustlos, die Übertragung ist mit Ausgang Lautstärke, die dann am Verstärker geregelt wird, sie sind günstig (ca. 10€, Goldstecker bringen keinen Vorteil), gut klingende analoge Kabel kosten mehr und sind oft auch nicht flexibler.

4) am analogen Line 1 hängen nach Wahl andere Geräte mit Audioausgang, fast alle analogen Verbindungen sind per inakustik Kabel. Der CD Receiver (auch UKW) speist Line 2, die Coaxial 1+2 bleiben noch frei, am Phono (MM) hängt ein Plattenspieler mit schwerem Audioplan Kabel, Bluetooth wird vom iPhone sowohl zur Musikwiedergabe als auch zur NAD Steuerung verwendet, hier siegt die Bequemlichkeit über die Qualität der Wiedergabe 🙂 – ganz anders ist das, wenn die Speaker B Ausgänge den elektrostatischen STAX Kopfhörer ansteuern, mit einem herrlichen Mehr an bisher nicht so gehörten Feinheiten – im Sitzen!

5) zum Test hatte ich meine mitgebrachten Lautsprecher (Dynaudio audience 52SE) über inakustik REFERENZ LS 1002 Kabel am Speaker A Ausgang des C368 angeschlossen, die 52SE sind recht kritische Diven, sie stehen gerne frei und vertragen sich mit diversen Kabeln und Verstärkern auch mal weniger! Wie ich heraushören konnte, scheint der C368 eher unkritisch auf die angeschlossene Impedanz = Last zu reagieren, jedenfalls passt er zu den vorhandenen 52SE und umgekehrt – die Wiedergabe ist ungewohnt präzise räumlich wie tonal, zudem hoch dynamisch, selbst bei leisen Lautstärken geht nichts an Verständlichkeit verloren! Die häusliche Boxenaufstellung bleibt unverändert, die saubere Definition der räumlichen Breite ist wie die Bühne von Flairk live >De Houten Bruiloft<, man kann auch mal den Kopf bewegen, Musik mit räumlicher Tiefe wie der Cantate Domino >Yulsäng< habe ich bisher selten gefunden, angenehm auch die rasante Schnelligkeit bei Anschlägen von Schlagwerken wie Gregorio Panagua >La Folia< oder subtil die losgelöste SOLO Posaune von Albert Magelsdorf bei >Peter< aus der MPS Musik Produktion Schwarzwald, von dort stammen auch die musikalischen Aufnahmen vom Dave Pike Set, und wer mal ganz nahe vor dem Schlagzeug sitzen will, hört Gianna Nannini in >Luna dell`est<, für mich harter und melodiöser Rock vom Feinsten, der auch +7dB im Bass verträgt, und dann gibt es noch eine riesige geliebte Musiksammlung…

6) kleine Boxen für den Schreibtisch: DALI Spector 1 sind unkritisch hinsichtlich Aufstellung und Verstärkung, sie vertragen sich gut mit allerlei Frontend wie mit dem Denon. Jetzt höre ich allerdings nur noch und das auch Stunden über den NAD und die 52SE, oder alternativ über Kopf-Ohr-Hörer, und beides sehr gerne, vor allem weil Langzeit tauglich! NAD bietet keinen Receiver (CD DAB UKW) an, wir haben uns mittlerweile auch durch klangliche Vergleiche oft für UKW anstelle DAB entschieden, es gefällt uns sogar im PKW besser!

7) nebenbei, das iPhone 11 hübscht nach meinem Eindruck sowohl die akustische Wiedergabe wie die optischen Bilderchen in der Betrachtung ein wenig auf, weil ich es weiß stört das nicht, Anderen gefällt es vermutlich, netter Nebeneffekt: BAY1, einer unserer Lieblingssender, klingt mit dem iPhone per [App] und BT zum NAD am besten 🙂 – was früher unter physiologischer Lautstärkenkorrektur lief (Badenwannen Verlauf der Tonkurve z.B. vom BRAUN regie 550), macht beim NAD keinen Sinn, denn auch sehr leise ist die lineare Wiedergabe meist die richtige Entscheidung.

8) hier noch meine aktuellen persönlichen Einstellungen resp. Nutzungen: 

Source

Optical 1  iMac über optischen Ausgang in der Kopfhörerbuchse (Toslink)

Optical 2  CD Player über optischen Ausgang (Toslink)

Coaxial 1  nicht belegt

Coaxial 2  nicht belegt

Phono  Plattenspieler Thorens TD 147 über Audioplan Kabel

Line 1  DAB UKW MD oder anderes über inakustik Kabel, kein iPhone!

Line 2  Receiver Denon RCD-CX1 wie alles Analoge über inakustik Referenz Kabel

Bluetooth  iPhone 11 Max Pro, es benötigt 2xBT für die App und zur Wiedergabe

Settings

Tone Controls  Off -> entspricht linear – bei Bedarf on z.B. für Bass -7 bis +7

Filters   Full Range, es sei denn ein Subwoofer würde angeschlossen -> High Pass

Pre Out/Subwoofer  Full Range, mit Subwoofer -> LP Filter

Speaker A  Lautsprecher (52SE) über inakustik Referenz LP Kabel

Speaker B  elektrostatischer Kopfhörer (Stax) 

Temporary Display  On – ich sehe auf der [NAD] App alle Infos

Auto Standby  On – schaltet nach Pause selbständig ab

Auto Sense  On – schaltet nach Pause selbständig wieder ein

Network Standby  On wegen [NAD] App

zu guter Letzt: im Grunde ist Musikhören wie Fotografieren, ein Bild oder ein Song kann technisch hervorragend sein und macht mich dennoch nicht an. Dennoch ist es von Vorteil, wenn man für beide Leidenschaften gut ausgerüstet ist, dieser NAD Verstärker stellt dabei alle meine bisherigen AMPs wie auch den Accuphase E204 mit der Summe der Eigenschaften in den Schatten und ist meine >Ougenweide< für die Ohren, wie die Musik der gleichnamigen Gruppe, deren Konzerte immer über 3 Stunden dauerten und das herrlich wohltuend…

alle Aufnahmen mit dem IP11 PM

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(c) slowfoto.de

Makrofotografie leicht-er gemacht

Canon LIFE-SIZE Converter EF und COMPACT-MACRO LENS EF 50mm 1:2.5

Welche Möglichkeiten der Verwendung bieten sich an?

Das EF 2.5 50 (286g) war 2004 mein erstes Makro an der 300D, besessen hatte ich es schon länger: eine >alte< Brennweite, die dennoch den Canon Segen für die 50MPI EOS 5Ds erhalten hat, mit 30mm langer frontaler Verlängerung für den Abbildungsmaßstab 1:2, 1:1 ist zwar aufgedruckt, aber nur mit Hilfe des Life-Size Konverters zu erreichen: der 45mm lange 187g  >Zusatz-Objektiv< verlängert Brennweite plus Nahdistanz und wirkt sich optisch vorteilhaft aus! Nichts lag näher als ein Test auch an anderen vorhandenen Festbrennweiten, es funktioniert zwar von 16-300mm, ab 50mm gut, bis max. 200mm noch zu händeln, er passt auch gut zum innen fokusierenden 660g EF 2.8 100mm Makroobjektiv! Ich hatte den Converter bisher aus Kostengründen gemieden und jetzt ohne OVP als Neuware im Zustand >Ausgezeichnet< bei mpb.de günstig erstanden: einfach in die Warteliste eintragen und bei Benachrichtigung blitzschnell zuschlagen!

EF 2.5 50 an der RP
EF 2.5 50 mit LIFE SIZE an der RP

Die anderen Wege: man kann das relativ neue EF-S 2.8 60mm an jedem Crop Sensor anwenden oder an der spiegellosen EOS RP, die erkennt EF-S Objektive und bildet mit 14MPI ab 😦 – meine Alternative ist, den 24MPI Crop Sensor mit dem M-Bajonett zu nutzen, hier böte sich das EF-M 28mm / 3.5 Macro IS STM (45mm KBÄ €300) mit integriertem LED Ring an, mit dem M-EF Adapter klappt dies auch mit dem 2.5 50er  für 80mm KBÄ 🙂 und sogar mit dem Life Size Converter, wenn es denn sein muss.

EF 2.5 50 an der M5
EF 2.5 50 mit LIFE SIZE an der M5

FAZIT EF 2.5 500mm macro

Es ist alt aber eines der 50mm Objektive von Canon mit der schärfsten Abbildung ab Offenblende, leichter ist noch das 1.8 50 USM oder STM. Wer ein universelles 50mm Makro Objektiv bis 50MPI sucht und mit der Lichtstärke leben kann, wird ein Fan.

FAZIT LIVE SIZE CONVERTER EF

In vielen Bewertungen ist zu lesen, dass man per EXTENSION TUBE 12/24 die Funktion ebenfalls erreichen kann, das ist Unsinn, weil man viel näher ans Objekt ran muss. Sicher ist, dass beide TUBES die Nahgrenze jedes Objektives verringern, aber mehr nicht. 

FAZIT EOS M5

Für mich stellt sich die Frage, ob und wann ich noch einen 1.4 1.5 oder sogar 2-fach Konverter verwenden soll? Mit der EOS M5 habe ich für jede KB Brennweite den sog. Verlängerungsfaktor (=> Crop) 1.6, womit 24MPI erhalten bleiben und nur die Randpartien des Vollformat Objektivs >abgeschnitten< werden, bei gleicher Lichtstärke! Originale zweifach Konverter sind nicht wirklich günstig, und eine M5 lässt sich als Zweitkamera äußerst vielfältig verwenden 🙂 my 10cents   

 EOS RP und M5: [P], sitzend, jeweils näheste Distanz zum €  –  ooc  FastResize

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(c) slowfoto.de

EOS Morgenröte mal 4

EOS M5  vs  EOS 6D  vs  EOS RP  vs iPhone 11Pro Max

Meine erste Morgenröte auf diesem Blog von der KW 30 2010: EOS 5DII EF 2.8 24-70 L

Kurz vor Sonnenaufgang 05:41 bis 05:45 habe ich die folgenden 4 Aufnahmen speditiv und vom gleichen Standort aus hintereinander erstellt,  jeweils mit [P], Bildstil (Neutral 755000 resp. 7000 für die 6D) und einem EF 50mm, außer dem iPhone mit 52mm KBÄ 🙂 – einfach mal so als Vergleich, und warte jetzt gerne auf die Diskussion…

 (c) alle Aufnahmen ooc außer FastResize

EOS M5
EOS 6D
EOS RP
IP 11 PM

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(c) slowfoto.de

Ein aktueller Vergleich: Canon EOS 6D EOS M5/M50 EOS RP Apple iPhone 11 Pro Max

60 Jahre später: mein heutiges Equipment launisch bewertet:

Alle Fotoapparate taugen irgendwie, um Fotos aufzunehmen, die dann aber auch nur irgendwie aussehen können. Meine zugegebenermaßen intensive Beschäftigung, in der letzen Zeit Virus bedingt eher zuhause, davor regelmäßig im west€europäischen Bereich unterwegs, hat sich in einer überschaubaren Anzahl an Gerätschaften und dank Rechner übergroßen aber auffindbaren Verzeichnissen an Fotografien ergeben. Der bisher letzte Schritt, vor allem durch die Live View Fotografie mit dem iPhone, hin zu spiegellosen Kameras mit Kontrollbildschirm und nunmehr auch eSucher ist jetzt erfolgt. Dazu ein paar kritische Bemerkungen, in der Reihenfolge der Anschaffungen:

  • Canon EOS 6D
  • Canon EOS RP
  • Apple iPhone 11 Pro Max
  • Canon EOS M5 und M50

Die 20MPI 6D (777g LP-E6) wird nach meinen mittlerweile über www.mpb.com fair verkauften 5D und 5DII (und mehr) die wohl letzte vollformatige (VF) dSLR bleiben, von den vielen Crop Sensor dSLR und anderen Kompakten habe ich mich getrennt, denn der Spiegel hat von professionellen Ausnahmen abgesehen, im Konsumerbereich längst ausgedient. Für mich punktet die 6D heute noch sowohl vom leisen Spiegelschlag her (wie bei der 5Ds) wie auch hohe ISO betreffend mit sehr guter Bildqualität gerade in der Dämmerung. Mittlerweile verwende ich auch gerne den Live View Modus mit hochgeklapptem Siegel (z.B. auf dem Stativ), AF-ON wie gewohnt mittig und die AE über die Sternchentaste, unter kontinuierlicher Belichtungskontrolle per Bildschirm (!) und Kabel Fernauslösung, das ist aber kein geeignetes Vorgehen für Sportfreunde 🙂 

Die 26MPI RP (555g LP-E17) war schon wegen früher Begeisterung für die 18MPI EOS M (mit dem Mount Adapter M-EF) die lange erwartete spiegellose VF Systemkamera für alles, was mit dem Mount Adapter R-EF anzudocken war, die Bildleistung des 6D MK II Sensors stellt nicht nur in meinen Augen eine noch erfreulichere Qualität dar und für mich die bisher beste!

Das 12MPI iPhone 11 (265g) verdanke ich dem Drängen meiner Frau, die mich von eher langen Wartezeiten auf fallende Preise abhielt, zu Recht: diese Aufnahmebandbreite und Bildqualität waren der entscheidende Sprung zur Ernsthaftigkeit in der iPhone Fotografie, dies wäre die Kamera für die Insel: 3 lichtstarke Optiken von 13-52mm als Zoom, Night Mode bis 5s aus der Hand, Pano und Porträt Mode, Stereoton für Video, endlos Akku…

Die M5 ist eine 24MPI Cropsensor Kamera (420g LP-E17), als ehemalig technisch anspruchsvolles Spitzenmodell der M Serie im mittlerweile nicht mehr wirklich zu überschauenden Angebot an Canon Crop Sensor Kameras, war sie mit über 1k€ kein attraktives Angebot, dem bereits die M50 und aktuell die M50 MKII mit hochgelobten Verbesserungen gefolgt sind: da ich mich ausschließlich auf die Stillbild Fotografie beschränke und Videoclips mit dem iPhone erstelle, interessiert mich diese Entwicklung eher wenig, mit der Sensor Leistung kann ich mit meinen M-Optiken oder dem Mount Adapter EF-EOS M sehr gut leben, zumal der AF gut funktioniert!

Die Nachfolgerin M50 (385g LP-E12) ist m.E. technisch fast identisch und erinnert mich in ihrer puristischen Schlichtheit an die schöne EOS M, nur eben mit eSucher und Griff, sie hat ein aufgeräumteres und neu gestaltetes Gehäuse (385g – LPE12) ähnlich der RP, auch vom klappbaren TFT her: wer gerne weniger spielt, ist mit ihr sehr gut aufgehoben. Beide M erreichen ca. 30 JPGs in schneller [Sport] Folge!

Was ginge denn mit auf meine Insel? 

1) Vom 265g Fliegengewicht her das IP11 PM, als optisch lichtstarker Alleskönner von 13 bis 52mm KBÄ, Nacht- und Porträtmodus, Pano- und Videofunktion, Musik hören und mobil telefonieren mit AirPods und Stereoton bei der Aufnahme u.v.a.m.

2) Die kleine M5/50, auch vom Gewicht her, mit den EF-M Zoomen 11-22 18-55 und 55-200mm IS STM (705g) oder alle verfügbaren längeren oder lichtstarken EF-Brennweiten.

3) Die mittelgroße RP, mit dem RF 24-240mm (1.330g) oder anderen EF Brennweiten

4) Die größere 6D, mit optischen Sucher und EF Brennweiten von 16 bis 300mm (2.080g)

Fazit es gibt für mich nicht den einzigen Favoriten, sondern viele: wer mit kleinem Budget rechnet, kauft ausgesucht und gut gebraucht möglichst das, was nicht so geht und wird weil bescheiden damit glücklich, mehr geht halt immer…

EOS 6D M5 RP IP11 PM   ooc   Fast Resize

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