FAQs: Brennweiten Vollformat und Smartphone – ist ein Vergleich sinnvoll?

Frage: Lassen sich Brennweiten samt Sensoren im Vollformat mit denen vom  Händy überhaupt miteinander vergleichen?

slowfoto: You Tube bietet fast unendlich viele Clips mit vergleichenden Aufnahmen von oft stillen Objekten, die einmal mit einer Kamera mit ca. f50mm Kleinbild 24x36mm (KB) und zum anderen mit einem Händy mit ca. f50mm Kleinbild Äquivalent (KBÄ) aufgenommen wurden, kurz gesagt bei den KB Aufnahmen ist der Hintergrund relativ unscharf und bei den KBÄ relativ scharf, der AF liegt exakt auf der Apfelflasche im unteren Vordergrund, die Werte wurden soweit möglich angepasst, dennoch ist es ein Äpfel mit Birnen Vergleich:

RP  f50mm  1/1.000sec  F2  ISO50
RP  f50mm  1/100sec  F8  ISO50

Bei der Vollformat Kamera (gilt mit Faktor ca. 1,5 auch für große Crop Sensoren) sind f50mm die sogenannte Standard-Brennweite und im Laufe der Zeit die leichte Telebrennweite geworden, galt früher ein f35mm als Weitwinkel, sind es heute f28 oder gar f24mm KB. Schärfentiefen Bereiche lassen sich durch Abblenden noch weiter vergrößern resp. verringern, je weiter die Blende geschlossen resp. geöffnet wird, das gilt nicht für ein Händy, dessen Objektiv immer bei Offenblende arbeitet! Grundsätzlich sind bei den echten KB Brennweiten die Schärfentiefen weniger ausgeprägt als beim Händy.

Es gibt sehr kurze KB-Brennweiten von f12mm für VF, für Crop sogar bis 10mm. Wer die tatsächliche Schärfentiefe >vergrößern< will, montiert z.B. das 10-22 EF-S direkt an die spiegellose EOS RP, nutzt damit aber auch nur den Crop Bereich des VF Sensors.

IP11  f50mmKBÄ  F2  Tv1/453sec  ISO 20

IP11  f50mmKBÄ  F2  Tv1/115sec  [Porträt]
Die Standard Brennweite des Händys mit einem Objektiv ist ein Weitwinkel (Faktor 1) mit etwa f28mm KBÄ, seit dem iPhone 7+ ist ein sog. Tele mit etwa 56mm KBÄ hinzu gekommen. Bei der IP11 Kamera liegen die Sensorgrößen ebenfalls bei einem Bruchteil des VF, mit effektiven Brennweiten von f4,25mm (1) und f6mm (2) und Offenblenden von F1.8 und F2.0, der Verlängerungsfaktor beträgt ca. Faktor 6.1 resp. 8.6! Bei diesen extrem kurzen Brennweiten ist die Schärfentiefe grundsätzlich größer ausgeprägt, Apple verzichtet deswegen beim 0,5er SWW mit 13mmKBÄ (0,5) sogar auf die Scharfstellung und verbaut ein Fixfokus Objektiv. Das sogenannte Tele (2) Objektiv bildet auch die Grundlage für die neue [Porträt] App mit künstlich veränderbarem Hintergrund, meist in Richtung Unschärfe, was relativ gut funktioniert und das nicht nur bei Gesichtern!

Ist es nun sinnvoll, eine Voll- oder Crop- Format Kamera in Richtung Händy und umgekehrt umzubasteln? M.E. ein klares Nein, denn beide Kameraarten können sich je nach Einsatz Nutzung hervorragend ergänzen: möglichst viel scharf abgebildet -> Händy, exakte und gezielt eingesetzte Schärfenbereiche -> VF-Kamera 🙂

Vorsatzlinsen mindern immer die Bildqualität, mit Ausnahme von Konvertern, die für das Objektiv gerechnet und hinter demselben montiert sind. Bei sehr langen Brennweiten kommen Schlieren und Schmutzteilchen in der Luft dazu, die dann auch beste Telelinsen nur noch schwach abbilden lassen. Ich habe mich jedenfalls beim IP11 mit 3 Objektiven (0,5 1 2) gegen Tele-Vorsatzlinsen entschieden und verwende lieber die EOS RP oder croppe die IP Aufnahme. Oder riskiere ausnahmsweise auch mal die digitale Linse (max. bis 4) 🙂 

NB: die 1L Flasche meines Obstbauers ist gefüllt mit original 70%igem Apfelbrand (unverdünnt), als Geheimtipp für alle sauberen Desinfektionen in dieser Coronazeit 🙂 

Apple IP11 PM  – Canon EOS RP – alle Aufnahmen ooc – außer FastResize

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FAQs: welche Kamera nimmst Du mit auf die Insel?

Frage: welche Kamera ist mir aktuell am wichtigsten?

slowfoto: Ganz klar steht an erster Stelle das iPhone 11 Pro Max mit den lichtstarken Optiken resp. Zoom f13-52mm KBÄ, weil es für mich die bisher beste live Sucherleistung bei enormer Schnelligkeit liefert, von Gewicht und Größe mal abgesehen, zudem ist das DigiZoom bis 4-fach oder f102mm KBÄ gut zu nutzen. Es handelt sich um mein aktuell meistbenutztes Gerät, vor allem weil leicht und immer dabei. Mit 12MPI für allgemeine Zwecke völlig ausreichend bietet es im [night mode] bis 4sec aus der Hand, ab 26mm KBÄ stabilisiert – da beginnt der [Porträt] Modus mit digital unscharfem Hintergrund, alle Objektive wirklich bodennah einzusetzen, mit sehr guter Videoqualität samt Stereoton, der in der Wiedergabe gute Kopf- oder Ohrhörer hervorragend speist, diese Kombination ist eigenständig und bisher einzig in meinem Leben: what you see is what you get 🙂 Bleibt zu sagen, dass ein iPhone nur sinnvoll ist, wenn dahinter ein MacBook oder iMac steht!

Und dennoch gibt es Situationen, in denen ich gerne eine richtige Kamera vorziehe: die Zeit der eher klotzigen Spiegelreflex Gehäuse ist out, die Generation der relativ zierlichen spiegellosen (Voll-) Formaten kann überzeugen, wenn auch nicht mehr im Preis auch vor allem bei den neuen Objektiven, die sind mir zu teuer. Kein Problem, es gibt Adapter und alte Festbrennweiten oder auch L- Optiken im Schrank, die Auswahl ist riesig auch bei fremden Objektiven! Sowohl beim eSucher als auch beim rückwärtigen TFT sehe ich noch Entwicklungspotential, man kann die RP aber auch mit dem IP steuern. Diese Kameras bedürfen umfangreicherer Aufmerksamkeit und weitergehender Beschäftigung, vor der Aufnahme immer und nachher immer noch oft. Zudem muss man alles mitschleppen 😦

Bildbeispiele für beide Kameras finden sich genügende im Blog, weshalb ich hier als erstem und vermutlich einzigem Post auf Aufnahmen verzichte.

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FAQs: iPhone11 Pro Max und Brennweiten

Frage: Lässt sich das 10-fach Digital-Zoom des IP11 unproblematisch verwenden?

0,5 13mm KBÄ
1 26mm KBÄ
2 52mm KBÄ
4 112mm KBÄ
0,5 13mm KBÄ

slowfoto: Ganz klar NEIN, das IP11 PM bietet 3 Objektive (0,5 SWW  /  1 WW  /  2 sog. Tele) als zoomfähige Festbrennweiten, und als >echte< Telebrennweite habe ich eine Vergleichsaufnahme mit dem Digitalzoom 4 erstellt, m.E. ist damit das bemerkenswerte Ende der Fahnenstange erreicht, weil noch gut anzuschauen, mehr Digitalzoom wird m.E. sichtbar abträglich. Aufpassen muss man auch beim SWW 0,5: schnell ist ein Finger im Bild, wie auf der unteren Abschlussaufnahme zur Weitwinkel bedingten tonnenförmigen Verzeichnung schon zu erkennen ist.

10-fach DigiZoom F2 1/20sec ISO 1.250 -1EV 22:32

Die Kehrseite der Medaille ist die Aufnahme vom gerade aufgegangenen abnehmenden Mond, wofür das IP11 einfach nicht geeignet ist, was ich sehr gut verschmerzen kann. Solche Aufnahmen kann man machen, muss man aber nicht, dafür gibt es anderes Equipment. 

IP11 PM  ooc  Fast Resize

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FAQs: EOS RP Akku in der Kamera laden

Frage: Lässt sich der eher schwache Akku LP-E 17 auch in der EOS RP nachladen?

slowfoto: Es gibt viele Möglichkeiten Akkus aufzuladen, Canon packt zu jeder EOS ein relativ großes 220V Ladegerät bei, ich nutze für unterwegs gerne kleinere Keenstone Doppellade Stationen mit USB 5V Anschluss z.B. am USB vom MacBookPro, ein zweites  auch für LP-E 6 Akkus. Das originale Canon Ladegerät für die USB C Buchse der RP mit dem Prohibitivpreis von über €100 habe ich mir verkniffen, das USB-C zu USB-C amazonbasics Kabel für unter €10 nicht, weil damit das originale 9V 2A Ladegerät von Apples IP11 das grüne Licht -> Laden aufleuchten lässt, das funktioniert allerdings nur bei ausgeschalteter Kamera:

Als Tipp vor jeder intensiven Nutzung der Kamera, denn eSucher oder rückwärtiger Kontrollbildschirm ziehen Strom, vor allem im flüssigen Darstellungsmodus. Das IP11 wiederum lässt sich blitzschnell per 10.400mA 5V 2A Powerbank aufladen, ein amazonbasics Typ C Ladegerät erscheint zudem mit 5-20V und 3-1,5A als Alternative!

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KI oder wysiwyg – die Vorteile von live View und eSucher

KI (künstliche Intelligenz) im Fotoapparat – ein Vergleich iPhone 11 und EOS RP

Beide Kameras sind ergänzende und wertige Alternativen (Aufnahme IP7+)

Ist

iPhone und spiegellose Systemkamera werden per Kontroll Bildschirm, die SLM zudem noch über den eSucher gesteuert, der noch weitere Vorteile wie Aufhellen bei Dunkelheit bietet, wenn das Auge an der dSLR trotz Offenblende nichts mehr sieht. Beim iPhone ist die Helligkeit per Fingerwisch rechts vom verschiebbaren AF-Feld regelbar, bei der RP kann ich sie z.B. im [Fv] Programm gezielt über den ISO Wert steuern und dabei einen Trick nutzen: findet keine Aufhellung des Suchers mehr statt, d.h. die Helligkeit des Suchers bei der Messung entspricht der Wiedergabe, befindet sich der ISO Wert im richtigen Korridor und kann sichtbar noch leicht angepasst werden, ich bevorzuge bei beiden Apparaten eher knappe Belichtungen für sattere Farben: Früher beim Diafilm war die Belichtung auf die dunklen Partien (Minolta nannte es Contrast Light Compensation) richtig, der Film vertrug Überbelichtungen des Himmels eher, bei digitalen Sensoren sollten die hellen Partien gemessen werden, Überbelichtungen führt zum Ausfransen und je besser resp. größer der Sensor samt Pixeln ist, desto mehr an >Futter< findet sich, um Schattenbereiche anzupassen, >expose to the right< ist damit Vergangenheit!

Nicht nur mir fallen im Vergleich von möglichst zeitidentischen Aufnahmen mit dem IP11 und der dSLR/SLM gravierende Unterschiede der vom jeweiligen Hersteller eingesetzten KI auf, mit zunächst augenfälligen Vorteilen für das iPhone und in den Standard Einstellungen (out of box) vermeintlichen weil seit der IP-Anschaffung sichtbaren Nachteilen bei der RP. Dieser Bericht geht darauf näher ein: Kann ich daran etwas ändern? JA!

Problemstellung

IP: Die Apple KI scheint optimal auf große Belichtungsspielräume vorbereitet, wie sie in weiten Bildwinkeln häufig zu finden sind, ggf. korrigiere ich für sattere Farben die Belichtung etwas dunkler, vor allem beim SWW und WW.

IP 52KBÄ F2
RP EF 50mm F2, der AF liegt auf dem Baumstamm in der Bildmitte

RP: Die Canon KI bietet zwar vielfältige Bildstil Voreinstellungen für die JPG Ausgabe in den Programmen [Fv P Tv Av M B], die Automatik Programme [A+ SCN] wählen diese selbst. [3HDR] und [4Nachtaufnahme ohne Stativ] kosten Rechenzeit. Ich achtete bisher eher darauf, große Belichtungsspielräume und satte Belichtungen zu vermeiden und verwendete lieber längere Brennweiten, die das IP nicht bietet. Ein möglicher Ausweg wäre, jedes JPG (oder gleich RAW) mit geeigneter Bildbearbeitung >aufzubrezeln<, was unschwer möglich ist aber halt zusätzliche Arbeit macht 😦 Mich interessiert aber ein möglichst gutes JPG out of cam!

Vorgehen

Das iPhone 11 mit den 3 Objektiven/Sensoren zeigt auf dem Bildschirm exakt die Aufnahme, wie sie nach dem Klick gespeichert wird, es gibt außer AF/AE Lock keine weiteren Einstellmöglichkeiten: what you see is what you get.

IP WW (1) F1.8

RP EF 28mm F8 mit Bildstil [Natürlich] 7 5 5 1 2 -1
Die spiegellose Vollformat EOS RP zeigt die vielen Einstellungsvarianten für die Aufnahme in (zeit)gleicher Situation, unter Nutzung folgender Einstellmöglichkeiten: automatische Belichtungsoptimierung, Bildstil(e), Tonwert Priorität. Nach einigem Testen (Abb. unten) hier meine aktuell bevorzugten Einstellungen für die RP und geeignet für alle Brennweitenbereiche:

[Auto] mit [7 5 5 1 2 -1] für alle [A+ und SCN] sowie [Fv bis M] Programme, das führt m.E. zu noch ansprechenderen Ergebnissen, immer  im Vergleich zu den Resultaten des IP, aber keinesfalls als ein Must! Der Bildstil ab der EOS 5D und für viele Nachfolger war [Natürlich 0 1 1 0] für ordentliche Hautfarben, ab jetzt aber modifiziert ist [Natürlich 7 1 2 -1] für die EOS 6D resp. alle Vorgänger. An der RP habe ich [Fv] und diesen Bildstil [7 5 5 1 2 -1] auch mit Voreinstellungen für wenig Licht und Offenblende C1 bzw. sehr wenig Licht C2 verwendet, oder als Grund Einstellung für alle Fälle C3:

C1 [Natürlich] mit [7 5 5 1 2 -1]  [Fv] mit 1/1.000sec F 1.8 ISO 1.000

C2 [Natürlich] mit [7 5 5 1 2 -1]  [Fv] mit 1/4.000sec F 1.8 ISO 4.000

C3 [Natürlich] mit [7 5 5 1 2 -1]  [Fv] mit 1/400sec F 2.8 ISO variabel

In den [Auto] und [SCN] Programmen wählt die Kamera automatisch den Bildstil, ich verwende gerne [Lautlos], ibs. weil es mit zentralem [AF] Feld meinem bisherigen dSLR Vorgehen mit zentralem = bestem Kreuzsensor entspricht. Die IP und SLM Sensoren bieten AF-Felder über fast die ganze Bildfläche verteilt, blitzschnell z.B. beim iPhone nutzbar weil per Fingerwisch zu verschieben, die AF-Feld Positionierung per Fingertipp geht auch auf dem Kontroll Bildschirm der RP.

Test

Bildbeispiele Friedhof – Hafen – Balkon, ich habe als erste Aufnahme die vom IP11 ooc und ohne jede Korrektur vorangestellt und folgend 5 weitere aus der RP, jeweils mit identischen Werten Belichtung Blende ISO aufgenommen und per Bildstilwerten gekennzeichnet, ebenfalls ohne Korrekturen:

IP11
RP 5 2 4 0 0 0
RP 7 5 5 1 2 -1
RP 7 5 5 0 4 0
RP 7 5 5 0 0 0
7 5 5 0 1 0
IP11

RP 7 5 5 1 2 -1
RP 7 5 5 0 4 0
RP 7 5 5 0 0 0
RP 7 5 5 0 1 0
IP11
RP 5 2 4 0 0 0
RP 7 5 5 1 2 -1
RP 7 5 5 0 4 0
RP 7 5 5 0 0 0
RP 7 5 5 0 1 0

Bleibt zu sagen, wir (meine Frau und ich) stimmen bei der Beurteilung weitestgehend überein, nicht immer gefällt uns die IP Aufnahme am besten, nicht immer die gleiche Abstimmung bei den fünf RP Aufnahmen, aber immer parallel in der Abwertung der in unseren Augen weniger gelungenen Farbwiedergaben 🙂

Feindetail 755000
Porträt 755010
Auto 755030
Natürlich 75512-1
Auto 755030 für Vergleich zu IP11 auto

 

IP11PM auto für Vergleich zu RP auto

Fazit

Ein 8Bit JPG >schafft< etwa 8 Blendenstufen, ein herkömmlicher Bildschirm gibt diese 8 ganz gut wieder, mehr aber nicht. Ein 14Bit RAW >schafft< 11 Blendenstufen, unser Auge etwa 14 und die Natur bietet bis zu 40, einem KB DIA Film wurden bis zu >20 nachgesagt! Das in der Kamera entstehende Bild wird heutzutage mit KI aufgebaut, anders, besser oder wie auch immer.

Früher in der SW Dunkelkammer nannte man es Abwedeln und Nachbelichten, wenn der Film aufgenommen (ne 100stel und Blende 8, wenn die Sonne lacht) und entwickelt war und das Fotopapier unter der Lampe lag.

Dem Betrachter Auge ist das alles egal, zur Bewertung einer Fotografie wird die eigene Erfahrung ausschlaggebend sein. Wer gute Aufnahmen mag, die fast Allen gefallen, ist mit dem IP11 gut beraten, wer mehr Aufwand liebt, greift zur SLM wie der RP resp. in beiden Fällen zu den schönen Töchtern anderer Mütter und Väter. 

Dieser Beitrag ist der eintausendste auf meinem slowfoto Blog – es gibt immer noch viel zu tun, deshalb folgt jetzt erstmal eine erfrischende und  schöpferische Pause 🙂

EOS RP   IP11 PM   ooc   Fast Resize   (c) slowfoto.de

Canon EOS RP – Tipps für Fortgeschrittene

eigene Tipps für differenzierte Belichtungssituationen

RP outside [Fv] ISO variabel mit Histogramm Kontrolle f200mm ISO100 AE -1 1/3V 1/1.250sec F13
Die RP ist eine Kamera mit elektronischem Sucher oder rückseitigen Touch fähigem Kontroll-Bildschirm, also immer auf Live View ausgelegt mit entsprechendem Strombedarf: Abhilfe resp. längere Laufzeiten verschafft der ECO Modus, der aber längeren Sucherzeiten vor der Aufnahme widerspricht und die Reduktion der Bild Wiederholungsfrequenz beider Sucher, die ich anwende.

Bilddateien im .raw Format sind grundsätzlich möglich, wegen der universelleren Verwertbarkeit (Import auf das iPhone auch zum Versand) ziehe ich .jpg vor, ibs. wenn diese so gut aus der Kamera (ooc) auf die SD-Karte gespeichert werden, daß auf eine notwendige Nachbearbeitung i.d.R. verzichtet werden kann.

Für exakt ausbelichtete Aufnahmen in low light oder high contrast Situationen haben sich m.E. alle [A]utomatikprogramme weniger bewährt (außer Motivprogramm [SCN] mit lautloser Auslösung, AF Speicherung per halbgedrückter Auslösetaste mit AE Speicherung, beide per Spotwahl, damit z.B. bewusst per Verschieben auch mit eher knapper Unterbelichtung). Und wenn überbelichtete Areale gehäuft auftauchen, ist anstelle der Maxime: >expose to the right< eher etwas Abstand rechts im Histogramm zu wahren und das sinnvollerweise vor der Aufnahme.

Zur für meine Bedürfnisse korrekten Einstellung der Belichtung gehört außer der visuellen auch die Kontrolle der Helligkeit per eingeblendetem Histogramm, was vor allem die ersten Gehversuche erleichtert :-), denn der rückseitige TFT besitzt nicht die Wiedergabe Qualität eines iPhone11 Pro Max.

Zu den Einstellungen, vR = vorderes senkrechtes, oR = oberes waagrechtes Rad:

[M]   vR -> T wählen oR -> F wählen *Taste korrigiert die Belichtung über ISO

[P]   vR -> Blende Zeit Kombination   oR -> LW -3 bis +3   keine ISO Korrektur möglich

[Fv]  vR -> ISO variieren  oR -> Tv und Av und ISO vorwählen -> bestes Vorgehen!

[SCN] lautlos keine Belichtungs-Korrektur möglich, außer per AF/AE Positionierung

in [M P Fv] fixiert die *Taste die aktuelle Belichtung, die INFO Taste blendet neben anderem das Histogramm auch in den [SCN] Motivprogrammen ein! Somit kann eine Überbelichtung vermieden werden, denn ausgeblichene Areale lassen sich nicht wiederherstellen und auch die .jpg Dateien bieten noch genügend Reserve, die dunklen Partien etwas hochzuziehen.

Bleibt noch ein schwer lösbares Problem: die vielen Angebote an Motivprogrammen zeigen wie auch die vielen Bildstile das finale .jpg im Live View, eine Vorabschau, zu deren Beurteilung ich viele vergleichende Serien mit den unterschiedlichen Einstellungen und die noch mit variierenden Lichtverhältnissen benötigt habe. Ich möchte gute .jpg schon out of cam und nicht die Nacharbeit an jeder RAW Datei, weil ich lieber vorher Zeit für die Komposition einsetze: Ob man dafür im Bildstil [Natürlich] 7 5 5 1 2 -1 die letzte Stelle Farbton -1 von -4 (mehr rot) bis +4 (mehr gelb) einsetzt oder doch beim Level 0 bleibt, ist Geschmackssache resp. am grünen Rasen an besten zu entscheiden:             C1 ist für [Landschaft] 7 5 5 0 4 0 (die 4 für weniger Farbsättigung reduzieren)                                                                                       C2 habe ich für prägnante Nahaufnahmen [Feindetail] 7 5 5 0 1 0 und                                                                             C3 reserviert für unterwegs, Menschen u.s.w. [Porträt] 7 5 5 0 1 0

Am großen Wahlrad [Fv bis B] verwende ich den Bildstil [Natürlich] 7 5 5 1 2 -1 und vorzugsweise die neue [Fv] Programmautomatik mit ISO variabel einstellbar samt visueller Kontrolle auch über das eingeblendete Histogramm, der rechte Daumen bedient das obere waagrechte Rad zum Wechsel TV <-> AV <-> ISO und der rechte Zeigefinger das vordere senkrechte Rad für die jeweilig gewählte Feineinstellung, klingt schwierig ist aber mit etwas Training schnell eingeübt und vor allem recht zielgenau, und darauf kommt es schließlich an.

EOS RP  EF 2.8 200mm L    ooc    Fast Resize

Tipps für das IP11 finden sich hier

(c) slowfoto.de

iPhone 11 Pro Max – Tipps für Fortgeschrittene

einige Tipps für differenzierte Anwendungen

IP11 PM Spotmessung  ISO20  1.712sec  F2 fca.200mm KBÄ Digitalzoom

Das iPhone (IP) ist im Live View über den exzellenten Touchscreen zu bedienen, mit Ausnahme der möglichen Auslösung auch über beide Lautstärken Tasten, cave bei Montagen oder im Querformat beim Positionieren auf Flächen oder Gegenständen! Die visuelle Kontrolle über den Bildschirm ermöglicht die finale Beurteilung der Aufnahme vor dem Klick, weil die Korrekturen oder Veränderungen im Live View korrekt als auch vollständig angezeigt werden (wysiwyg im Gegensatz zu jeder dSLR dSLM). Eigene Versuche mit .raw Dateien führten nicht zu besseren Ergebnissen als die universaler verwertbaren .jpg aus der Filmrolle.

Die AF Kontrolle und Positionierung ist per Fingerwisch über den ganzen Bildschirm möglich, parallel dazu die AE Korrektur bis hin zum Lock per 3sec Finger darauf stehen lassen, einfacher und schneller geht es nicht, ebenfalls die stufenlose Zoombedienung oder das Umschalten von [FOTO] auf [VIDEO] per gehaltenem Tastendruck auf dem Auslöser, nicht zu vergessen die Fernbedienung über die Apple Watch, die auch zur Musiksteuerung (Lautstärke, Stop, Titel) für z.B. Spotify verwendet werden kann!

Hier einige alphabetische Tipps hinsichtlich weiterer Features, 0,5 1 und 2 sind die Brennweiten 13 / 26 / 52mm KBÄ:

Akku: laden geht schnell mit einer ca. 10.000 mAh Power Bank mit 2A Ausgang

Begradigen: Aufnahme mit 1 oder 2, ist der Horizont schief, kann per [Bearbeiten] dieser automatisch oder manuell korrigiert werden, unter Verwendung von Bildarealen der 0,5 Aufnahme, also ohne den üblichen Verlust: vorher in -> Einstellungen -> Kamera >Foto+Video-Aufnahme außerhalb des Rahmens< und >Anpassungen automatisch anwenden< anklicken, dieser 0,5er Bildbereich wird nach 30Tagen automatisch gelöscht

Belichtung: AF Feld (= AE Feld) im helleren Bereich ergibt dunklere Belichtung und umgekehrt. Korrekturen per senkrechtem Schieberegler rechts vom Feld, nach oben => heller, nach unten => dunkler, 3sec halten ist AF/AE Lock, das Feld pulst 2x kurz

Bilddaten: blitzschnelle Kontrolle mit [Metapho] ISO Aperture Shutter Focal Lens HEIC

Clip: um blitzschnell einen Video-Clip aufzunehmen, einfach den Finger auf dem Foto Auslöser stehen lassen, die Foto App schaltet dabei auf Video um

Digitalzoom: mit geringen Kompromissen nutzbar bis ca. 4-fach, danach beginnen Rauschen und Umrisse deutlich hervorzutreten, was je nach Luftverschmutzung bei großer Entfernung wieder in den Hintergrund tritt, der exzellente Bildschirm zeigt es augenfällig in der Kontrolle, in der Nähe würde ich lieber freistellen => croppen, 12MPI sind Futter genug

Fokus: präzise 10-fach Zoom, AF fixieren / AE korrigieren, Brennweite wählen klick

Gimbal: ist mit Objektiv 1 und 2 auch mobil nicht zwingend erforderlich, als stabiler Stand für Schwenks und Zoomen gut geeignet

Nachtaufnahmen: [night modus] bis max. 4sec, aus der Hand nur mit den bildstabilisierten 1+2 Objektiv (26/52mm KBÄ) sinnvoll, das 13mm KBÄ SWW erfordert ein Stativ o.ä. plus Fern-Selbstauslösung

Pano: möglich mit Objektiv 0,5 oder 1 oder 2 (!) AF/AE fixieren auf Hauptmotiv, Pano durchführen, korrigieren per Stand plus hoch/runter, beenden per kurz zurück bewegen

Porträt: [LIVE FOTO] eignet sich für Porträts, weil im Nachhinein der beste von 10 Shots ausgewählt werden kann (Blinzeln), die restlichen lassen sich komplett löschen – [FOCOS] App für Bukeh, vorderes und hinteres getrennt bearbeiten, Bukeh Lichter verformen, Objektive als Look aussuchen, weiter in Google [SNAPSEED] zum Reparieren = Retusche und Feinabstimmung wie Helligkeit, weiter [TOUCH RETOUCH] zum einfachen weg retuschieren von Fehlern mit Objekt entfernen per Lasso

Raster: 3/3 Raster -> Einstellungen -> Kamera -> Raster

Selbstauslöser: 3/10sec die Kamera macht 10 Aufnahmen zum Aussuchen (Porträt)

Slowfoto: Fotografieren muss man vorher üben und zeitlich einplanen, um blitzschnell lohnende Motive zu erkennen und mit dem IP zu erfassen. Je kürzer die Unterbrechung (Spaziergang oder Wanderung: ich bekomme oft lohnende Motive gezeigt), desto höher die partnerschaftliche Toleranz, für zeitaufwändige Sessions eignen sich geplante Solotouren besser 🙂

Standort: Objektiv 1 und 2 können bis auf ca. 10mm bodennah angewendet werden, beim 0,5er sind es ca. 25mm – diese geringen Abstände lassen sich hervorragend für Aufnahmen mit beeindruckendem Vordergrund (z.B. Sandstrand, Straßenpflaster, Waldboden) verwenden. Mit der Selphy Stange können Aufnahmen weit ab von eigenen Körper erstellt werden (über den Abgrund oder Graben, die Mauer, den Zaun), wenn man auf die Abbildung des eigenen Gesichtes verzichtet 😦 Auslösung per BT oder Apple Watch. Beliebte Blickwinkel und Standorte sind auch langweilig, weil zu oft gesehen, ähnlich bei Motiven: alte und junge Menschen sind interessanter  

Stereoton: -> Einstellungen -> Kamera -> Stereoton ergibt wesentlich bessere Verständlichkeit, ibs. bei Videoaufnahmen auch mit externem Mikrofon

Spiegelungen: Autodächer, Fenster, Pfützen oder Wasseroberflächen suchen

Superweitwinkel: mit 13mmKBÄ als Fixfokus scharf abbildend ab ca.5cm bis unendlich, hoch wie quer herrlich für Landschaften oder enge Räume, verträgt keine Vorsatzlinsen und ist nachts aus der Hand eher ungeeignet weil nicht stabilisiert, dafür lichtstark mit F2,4 

Tonkontrolle: ist bei der Videoaufnahme nicht möglich, Abhilfe schafft APOGEES [MetaRecorder] App zwar etwas zeitversetzt aber mobil per BT in/over ear Hörer

Tele Vorsatz: Moment Tele f60mm mit Moment Case und Foto App (1<->2) führt zu erstklassigen Teleaufnahmen anstelle Digitalzoom

Ton: wenn das Auslösegeräusch stört, einfach ausschalten -> Schalter auf rot

Video: Objektiv 1 und 2 sind Bild stabilisiert -> bevorzugen! SWW 0,5 nicht, deshalb dafür einen stabilen Stand verwenden. Video schnell auf dem IP kürzen -> Bearbeiten -> Anfang und/oder Ende bewegen und erneut sichern. Videos bearbeiten geht einfach mit der App [iVideo] auf dem IP und mit der gleichnamigen aber umfangreicheren auf dem MacBook oder iMac, es lassen sich auch aus Fotos Diashows erstellen und mit Musik unterlegen

Zeiten: Abend- und Morgensonne werfen lange Schatten, mittags ist das Sonnenlicht extrem hart, die beiden >blauen Stunden< sind wertig, auch wenn sie nur einige Minuten dauern. Wolkenlose blaue Himmel sind langweilig, also die Kamera weiter nach unten richten! Nebel schaffen wunderschöne Stimmungen, Staubwolken auch. Regen erzeugt oft irre Reflektionen. Wenn farblich nichts mehr geht, an SW denken! Mit dem IP11 sind Nachtaufnahmen bis 3sec aus der Hand möglich, gutes Restlicht optimiert die Resultate: Fotografieren ist Zeichnen mit dem Licht der Himmelskörper. Und völlige Dunkelheit ist so interessant wie ein strahlend blauer Himmel ohne Wolken 😦

Tipps für die Canon EOS RP finden sich hier

IP11 PM  ooc  Fast Resize

(c) slowfoto.de

FAQs: welche digitalen Kameras sind heute aktuell?

…wie sich vieles in den vergangenen 60 Jahren verändert hat!

Gierer Hotel und die Weinstube kennen wir seit (nur) 35 Jahren… was letztlich für jede Kamera galt und gilt, auch für das neue iPhone 11 bedeutet so nah wie geht ran ans Objekt und so viel Licht finden wie möglich, um nicht durchgezeichnete und damit langweilige Bereiche zu vermeiden, selbst wenn die 1 und 2-fach Objektive deutlich besser und lichtstärker geworden sind und das Superweitwinkel eine Bereicherung darstellt, für echte Teleaufnahmen ist es (noch?) nicht die erste Wahl 😦 für nah schon eher 🙂

Aktuell: Es gibt keine allgemein gültige Antwort auf die Frage nach einer in Zukunft noch aktuellen Kamera, zum einen weil die Industrie im jährlichen Zyklus den vermeintlichen Stand der Dinge anbietet und zudem weil Jeder glücklicherweise seine Affinität zur Fotografie anders definiert, weshalb ich nur my way beschreiben kann: Ab dem 10. Lebensjahr hatte mich die Kleinbildkamera (KB) meines Vaters interessiert, die er zuletzt als Bildredakteur mit SW Film verwendet hat, sie war der erste Schritt einer langen Reise! Im 70. LJ erfreut eine Systemkamera ohne Spiegel, die Vollformat EOS RP (VF schrieb sich früher KB, also ein 24x36mm Sensor), und als Handy das iPhone 11 Pro Max (3,3×4,9mm Sensor-en), von dessen vielen neuen und ibs. low-light Möglichkeiten ich ab meinem ersten 4er allenfalls geträumt habe: Alle dazwischen liegenden analogen Kameras ohne und später mit Spiegel (SLR) und vor allem die vielen digitalen Bodys mit unterschiedlichen Sensorgrößen lasse ich mal unberücksichtigt.

Fotografieren kann man mit allen Kameras: Heute lässt man fotografieren…

Während die Entwicklung der digitalen Kameras hinsichtlich echter Neuerungen bezüglich Verbesserung der einzelnen Bilddatei eher nach der Aufnahme erfolgt, >denkt< die aktuelle Smartphone Kamera vor der Aufnahme mit und sammelt Informationen, so wird zB. HDR aus drei Aufnahmen auch partiell zusammengefügt: Im Grunde bleibt dem Fotografen viel Zeit für die Bildgestaltung, den gedanklichen Rest erledigt die Software bereits vorher und das i.d.R. ungewöhnlich gut und extrem schnell! Doch erstmal zur vollformatigen und mit Bodyverlängerung und EF-Adapter 680g leichten EOS RP:

28mm – EOS RP mit dem EF 28-200
50mm
135mm
200mm
300mm – mit Kenko 1.5
300mm mit dem EF 70-300
450mm mit Kenko 1.5

Was ist anders oder neu an der EOS RP mit 7 Abbildungen

Die Bauart der Spiegellosen (SLM) zeigt sich in der Annäherung des Sensors an das Objektiv bei der EOS RP auf kurze 20mm, die Aufnahmen werden wegen der kleineren Streukreise schärfer: Wegen des Klappspiegels musste der dSLR Sensor an die Kamerarückwand, der Abstand zum Objektiv (= Auflagemaß) beträgt deswegen lange 42mm. Die Domäne vor allem der Telebrennweiten und deren geringen Schärfentiefen sind typisch für die dSLR oder SLM, wie die 7 Aufnahmen oben zeigen.

Kein Thema für die Händy Kamera, echte Telebrennweiten gibt es nicht, man muss also näher rangehen, und die Freistellung des Hintergrundes funktioniert per App, also digital. Apps sucht man bei den klassischen Fotoapparaten vergebens, wenn man von den hauseigenen Kreativ – Programmen absieht, das Händy lässt alles Erdenkliche auch vom Fremdanbieter zu, der Markt ist kaum zu überschauen.   

Der mit nur 52mm KBÄ mäßigen Tele?brennweite begegne ich mit dem digitalen Zoom 3 bis maximal 4-fach oder doch lieber gleich mit der SLM samt originären Brennweiten bis 300mm und mehr per Konverter, diese 2:3 Aufnahmen werden dann zeitgerecht auf das iPhone aufgespielt und stehen dort zur Verfügung wie die proprietären 3:4 Aufnahmen auch. Gleiches gilt für bestimmte Aufnahmen, für die ich eine SLM/SLR vorziehe. 

Was ist anders oder neu am iPhone 11 Pro Max mit 6 Abbildungen

0,5 Superweitwinkel 120Grad
PANO 1
4 (4x digital Zoom, doppeltes Tele)
2 (Tele – besser Normal)
1 (Weitwinkel)
0,5 (Superweitwinkel)

Das 11er Pro Max ist eine grundsätzliche Neukonstruktion mit 4 Objektiven, davon 3 auf der Frontseite SWW (0,5) mit Fix-Fokus, WW (1) und sog.Tele (2) mit Stabi, ein viertes auf der Rückseite (Selfie), alle mit 12 MPI Sensor ausgestattet:

Blende F Brennweite f in mm Kleinbildäquivalent KBÄ in mm – Faktor Verwendung
2.4 1,54 13    0,5 Superweitwinkel
1.8 4,25 26    1 Weitwinkel
2.0 6,0 52    2 Normal <-> Tele
2.2 2,71 23/30 kurz/lang=crop Selbstporträt

Weitere Ausstattungsdetails, z.T. ähnlich oder in geänderter Ausführung resp. mit neuer Auswirkung auf das >fertige< Foto:

AKKU größer für längere Laufzeiten, Ladegerät 5V 3A oder 9V 2A per USB3 Kabel

BACK SELFY Kamera mit 2 Brennweiten und allen Optionen außer PANO 🙂

DARK MODE optional weiße Schrift auf schwarzem Grund – ab IOS 13

DEEP FUSION* vereint ibs. Bildinhalte aus differierenden low light images 

EDELSTAHL Gehäuse (!) 260g gegenüber 7+ (ALU) mit 210g

LIVE* rechnet das finale Foto aus mehreren Aufnahmen zusammen

NIGHT MODE* erlaubt Aufnahmen mit dem 1.8/4,25 bei ISO 1.250 und 3sec aus der Hand

OBJEKTIV 2 (=>sog. Tele) 6mm Objektiv 52mm KBÄ lichtstark mit F 2.0

OLED Display wie bei neuen TV Geräten mit top Eigenschaften

PANORAMEN auch mit allen 3 Front-Objektiven, mit dem SWW bis 300 Grad

PORTRÄT* (WW+Tele) Modus mit wählbaren F1.4-16 Freistell-Blenden und 6 Lichtsimulationen – auch für die Selbstporträt Kamera!

SMART HDR* [auto] verrechnet beste Bildbereiche aus unterschiedlich belichteten Aufnahmen gezielt zu einem finalen Foto zusammen

SPORTS FINDER MODE* mit größerem Sucherbild (=> SWW 0,5) als z.B. das (kleinere) 1 oder 2 Aufnahmeformat, mit einer extra Image Datei (=> HEIC) kann die Brennweite auch nachträglich wieder verkleinert werden, die Bilddateien weisen ein IMG_S1234.jpg auf nach entsprechender Bearbeitung, ideal für die nachträgliche Horizontausrichtung ohne Verlust an Bildgröße, das dafür notwendige Apple eigene Bildformat HEIC wir nach 30 Tagen automatisch gelöscht

STEREOTON endlich auch bei der Aufnahme (!) und klasse Wiedergabe, samt beigefügtem Apple in-ear Hörer, zudem recht unkritisch im Anstöpseln von Fremdgerät oder besser, ich habe bisher bei keinem iPhone viele Kopf- resp. Ohrhörer akustisch so gut empfunden

SUPERWEITWINKEL F2.4 f 13mm KBÄ (120 Grad) ist ein nicht stabilisiertes FixFokus Objektiv, ab ca. 10cm zeichnet es scharf bis unendlich, die Belichtung kann wie gewohnt per Tipp Quadrat und Wischfinger korrigiert werden, ideal auch für sehr nahe Panoramen

TIME EXPOSURE MODE* bis 1/ 2.800 sec resp. lange Belichtungszeiten bis 30 sec

ZOOM lichtstark und stufenloses von 2.4 13mm über 1.8 26mm bis 2.0 52mm KBÄ

Alle mit * gekennzeichneten Begriffe werden später und weiter vertieft.

Hier noch 5 Nachtaufnahmen, die die Grenze zwar schon aber aufzeigen, dafür ohne besondere Voreinstellungen und einfach aus der Hand >geschossen< wurden:

SWW 13mm KBÄ (0,5) – gegen 17Uhr aufgenommen Anfang Dez. 2019
WW 26mm KBÄ (1)
sog. Tele 52mm KBÄ (2)
PANO mit (1)
sog. Tele (2) mit verändertem Standort wegen mehr Licht im Vordergrund

Fazit: Wesentlich ist m.E. die Tatsache, dass auch mit Hilfe der vor (Deep Fusion) oder parallel zu der Aufnahme erfassten Bildinformationen (SWW) die Belichtung wie auch der Kontrast optimiert wird, was i.d.R. bisher im Nachgang mit der Bilddatei auf dem Rechner angewendet wurde und jetzt bereits in der Handy-Kamera erfolgt, sicher für viele Fotografen ein Segen! Für den RAW Enthusiasten bleiben bewährte Wege der Nachbearbeitung offen, er wird vermutlich auch anderes Equipment zum Einsatz bringen 🙂 Wer sich hingegen mit sehr gut funktionierenden Automatismen anfreunden kann, liegt mit dem von Apple aufgezeigten neuen KI Weg richtig: Für mich ist es keine Frage, dass beide Möglichkeiten ihre Bedeutung haben, eine gut funktionierende Automatik plus diverser Helferlein samt optischem Sensor im PKW sind ja auch eine Alternative zum historischen unsynchronisierten Getriebe mit Zwischengas 😦 – das neue iPhone ist für mich die lichtstarke 4-fach Zoom Kamera im Bereich von 13/26/52mm KBÄ samt der Modi für Porträt (variable Tiefenschärfe), Pano oder Video!

Anders die EOS RP, erstklassige Sensorleistung gepaart mit gutem aber kleinem Sucher im Vergleich, sehr guten manuellen und halb+automatischen Einstellungen, mit geringem Gewicht und unzähligen Wechselobjektiven, mit lichtschwachem 28-200 Reisezoom nur rund 1kg schwer. Man sollte etwas Hingabe für diese Kamera mitbringen, schon die >advanced< Bedienungsanleitung hat weit über 500 Seiten. Mit guten Fachkenntnissen und Freude am Finden ermöglicht diese SLM tolle Aufnahmen, für den Sportler mit über 4-5fps Anforderung gibt es Alternativen. 

Frage: Was haben beide Kameras gemeinsam? Den hohen Preis, das Handy bereits mit 4 Objektiven, die Spiegellose mit einem Adapter für alle EF- und EFS-Objektive 🙂

und noch ein paar Gedanken aus einer spezifischen Newsgroup resp. dem web:

Lieber Peter, so wirklich gut kann man die Bilder wegen der Komprimierung, die Facebook den Bildern ohne Zutun des Fotografen verpasst, nicht beurteilen. Offensichtlich scheint das gewohnte Bildrauschen gut herausgerechnet zu sein. Alle anderen Bilddetails leider allerdings m.E. unter der hohen Komprimierungsrate der Bilder.
Lieber L., Du hast völlig Recht: Auch ich benötige meinen 27er zuhause, um halbwegs abschließend eine Aufnahme beurteilen zu können. Auch das OLED Display vom 11er hilft nicht viel weiter, ist aber ein toller Blickfang. Ich kann aber von meinem Eindruck berichten. Gerne kannst Du eine Aufnahme in voller Bildgröße haben 🙂 Was man m.E. aber sehen kann, ist die Konsistenz aller 3 Objektive farblich (WB) und halbwegs sichtbar auch qualitativ – mit dem von Dir genannten Einschränkungen. Meine Beurteilung ist so: es sind 3 (4 mit dem Selfy) Objektive der Lichtstärken 2.4, 1.8 und 2.0, die im Grunde die Basis für ein 13(!)-52mm KBÄ Zoom bedeuten, herrlich einfach per Wischfinger wählbar, ohne farblichen oder sonstigen Qualitätsverlust. Darüber hinaus verwende ich das digitale Zoom ohne Zögern bis 3-fach, mit beginnend sichtbaren Einbußen auch bis 4-fach (das 7+ hat ein 20% geringer auflösendes sog. Tele, also nix mit Digizoom!), allerdings für diese Zwecke lieber die spiegellose EOS RP, für die ich zwar lichtstarke Festbrennweiten bis 200mm habe, aber kein so lichtstarkes Zoom(en) wie das iPhone 11 bietet und nicht nur damit überlegen ist. Will heißen, ich bin über die 3 Brennweiten ibs. in deren Zoom gleichenden Anwendung echt zufrieden. Und damit rechnet sich der Wert des 11er plötzlich ganz anders 🙂
Hallo W., neben meinen Canonen ist seit dem 4s 6+ 7+ die Hauptbeschäftigung, allerdings ist die Standzeit vom geliebten 7+ die kürzeste, das 11 Pro Max bietet aber eine ganz neue Platform und die hat mich letztlich fasziniert. Aktuell versuche ich bei neuem Gerät wie immer schon vor dem Kauf (von dem ich dann absehe, wie bei den Vorsatzlinsen) herauszufinden, was nicht geht und entdecke beim 11er ibs. für meine Art slowzufotografieren viel Neues und Nützliches, ganz wertig empfinde ich die verbesserte Qualität der 4 Linsen v.a. auf gleichwertiges Niveau, die sog. TeleLinse des 7+ war sichtbar dem WW unterlegen. Nebenbei, der Audioausgang des 11er ist ein Hammer für Kopfhörer (JBL) und Ohrstöpsel (ultimate ear), die zur Höchstform auflaufen. Aber das ist nur ein Kriterium. Der Preis ist sicher hoch und appletypisch, ich wünsche mir deshalb eine lange Phase fröhlicher Nutzung. Schön ist dabei, dass alle Altgeräte in den Rezyklus gelangen, insofern ist der Wertverlust extrem gering. Auch reizvoll: die Apple Uhr fernsteuert das iPhone, das iPhone fernsteuert die EOS RP, eine feine Nutzung miteinander. 

https://www.imore.com/iphone-11-camera-review?fbclid=IwAR2qtwJ3crE21aJHj7ptP-PDXXxWbBBLSQULe48CgFJJffO1RK2EsJGAl9I

Im Grunde war dieser Artikel mit den hervorragenden Bildbeispielen und Hintergründen (ein bisserl Technik muss sein für das sichtbare und bessere Verständnis) der Ausschlag für den Kauf, und alles bis davor gelesene war nur ein winziges Attribut, Beispiel der eigene Garten in night mode mit der keulenförmig erleuchteten Rasenfläche in der Mitte der Aufnahme oder der wolkenfreie Himmel mit ein paar winzigen Sternen. Auch eine erstklassige SLR/SLM macht mit diesen Motiven keine sehenswerte Aufnahmen, etwas Licht ibs. im Vordergrund ist wohltuend. Ganz kurz, was kann das 11er nicht: echte Teleaufnahmen gibt es woanders, 2x Zoom okay als Ausnahme. Dafür von 0,5 (=13mm KBÄ Fixfokus ab ca. 10cm) über 1 (=26mm KBÄ stabilisiert) und 2 (=52mm KBÄ stabilisiert) stufenlos alles, was das Herz begehrt, mit bisher nicht bekannter Detailzeichnung und präzisem Weißabgleich! Ich bin vor der Tiefe meiner bisher gemachten Aufnahmen angetan. Ebenfalls von der Audio Wiedergabe, alles an geliebten Kopf- und Ohrhörern klingt überzeugend (Spotify bisher rund 50GB Playlisten in der Bibliothek, bei 500GB Speicherplatz wie im MacBook kein Problem). Effektivität: mit meinem durchschnittlichen täglichen Nutzungsverhalten verbrauche ich gerademal 15% vom Akku, beim 7+ waren es bis zu 50%, da hat sich viel getan. Für die Video Fans lohnt ein Blick in:

https://www.youtube.com/watch?v=cM8DcCoZulw

und vielleicht noch in das making of, eine Produktion, wo ich als Slowfotograf einfach nur baff bin.

Es ist mir fern, für eine Firma Werbung zu machen: für Produkte, auf die ich nicht mehr verzichten möchte, eher gerne, deshalb meine diesjährige Empfehlung für Fotografie als SLM die Canon EOS RP und als Händy das iPhone 11 Pro Max. Die Apple Uhr fernsteuert das 11er, das 11er fernsteuert die RP. Die RP (Tele!) Aufnahmen packe ich nach getaner Arbeit in Orginalgröße auf das iPhone in die [Fotos] App und habe damit one way für alles. >Passt schon< sagt hier der oberschwäbische Bayer zum bayerischen Oberschwaben, der Westallgäuer hört einfach nur zu 🙂

Zitat aus imore:

If photography is at all important to you, and you have the iPhone 6s or SE or older, even up to the iPhone 7 Plus, the difference you get in moving up to the iPhone 11 is very literally like night and day. 

If photography is very important to you, and you have the iPhone 8 or even the iPhone X, going to the iPhone 11 can allow you to stretch ultra-wide muscles you never knew you had.

If photography is critical to you, and especially if you didn’t like some of the choices Apple made with the iPhone XR or XS Smart HDR, then not only is the iPhone 11 smarter with the HDR, but Deep Fusion and Night Mode will knock your socks off.

And… I won’t say I told people so, or even that I informed them thusly, in those videos leading up to the iPhone 11 announcement, but I do love that if you subscribe to this channel and watch those videos, you had all the information and analysis pretty much before anybody else.

But, analysis is one thing. Actual results is another. And, one month later, it’s good see Apple delivering on all that investment and all that promise, and in a way that’s as reliable as it is consistent and quality, which is also something many other camera phones often still can’t say.

NB: 7 EOS RP und 1+6+5 iPhone 11 Pro Max Aufnahmen unbearbeitet außer Datenreduktion und noch eines zum Abschluss aus Gierer`s Genuß-Küche, auch die hat sich im Laufe der Jahrzehnte immer wieder den geänderten Anforderungen angepasst 🙂

Tipps zum iPhone gibt es im Web hier und zum iOS 13 hier und direkt auf dem iPhone:

(c) slowfoto.de

FAQs: wieviele Pixel und welche Sensorgrößen sind richtig?

Frage zur DigiCam: Sensorgröße und Megapixel, was ist sinnvoll?

Bayer Matrix RGB

Antwort: Das hängt von der Anwendung ab und selbst da gibt es mehrere Möglichkeiten, grob gesagt, je kürzer die Distanz, desto kleiner kann der Sensor (und die Brennweite) sein, je größer der Sensor (für die Luftaufklärung) desto länger die mögliche Distanz und die Brennweite, hinzu kommt noch die Pixelanzahl und deren jeweilige Größe und die verwendete Prozessortechnik mit der Software. Alles klar? Wichtig ist wie immer, der Anwender muss genau wissen was er benötigt und mehr braucht er nicht! Mein folgender Versuch einer Antwort ist sehr persönlich geprägt und beruht auf digital fotografischen Erfahrungen seit 2000 und anstelle von erklärenden Aufnahmen habe ich wegen der Trockenheit des Textes ein paar Jokes platziert 🙂  

Rauchen find` ich gut (war mal in der Tabakwerbung)

2014 hatten in Deutschland mehr als ¾ aller Haushalte zwei Digitalkameras, 2015 wurden rund 3,4 Millionen Geräte verkauft zum durchschnittlichen Stückpreis von knapp über €300. Grob gesagt kann man 3 Geräteklassen unterscheiden:

Smartphone Kameras (ca. 12MPI)
Kompakte Kameras (ca. 12-25 MPI)
System Kameras mit Wechselobjektiven mit Spiegel (Crop bis ca. 25 MPI)
System Kameras mit Wechselobjektiven ohne Spiegel (Crop + 3zu4 bis ca. 25 MPI)
System Kameras mit Wechselobjektiven mit Spiegel (VF ca. 20 bis 50 MPI)
System Kameras mit Wechselobjektiven ohne Spiegel (VF ca. 20 bis 30 MPI)

Für mich stehen 3 Systeme im Vordergrund:
das immer dabei Handy mit vorzugsweise mehr als einer Festbrennweite,
die Crop Kamera mit (dSLR) oder ohne Spiegel (SLM) und
die vollformatige dSLR mit oder ohne Spiegel (SLM)

Zum Smartphone: die (auch noch einigermaßen) aktuelle Generation der Handys bietet mit 12MPI und einer lichtstarken Brennweite (1.8/4mm => 28mm KBÄ) für viele Situationen sehr gut ausreichende Bilddateien bis zu DIN A4 Druck. Klasse ist der möglichst große >what you see is what you get< Live View Monitor, weitere Vorteile sind die unzähligen [APP]s, Nachteile finden sich im (nur digitalen) Telebereich und bei wenig Licht. Wer sich intensiver mit der Entwicklung des iPhone 11 in Richtung Deep Fusion, Night Mode und Smart HRD als Novum beschäftigen will, findet hier ausführliche Bildbeispiele samt Infos: Die Bild-Analyse und Rechenarbeit beginnt bereits VOR der Aufnahme, und nicht wie bei den Motiv-Programmen wie [HDR] oder [Nachtaufnahme ohne Stativ] der Canon EOS M ff. erst nach dem Klick, will heißen, die iPhones sind den >echten< Kameras um Meilen voraus!

Vorsicht Wildwechsel

Zu den kompakten Kameras: sie stellen für mich, von einer wasserdichten Action resp. Body, Dash oder Drohnen Cam mal abgesehen, keine bemerkenswerten Alternativen für das Fotografieren aus der Hand mehr dar. Zudem sind mir viele x-fachen Zoomobjektive optisch zu sehr fehlerbehaftet und fest montierte halt nicht wechselbar, hier gilt vor dem Kauf sehr kritisch zu prüfen, ob die Werbung nicht mehr verspricht als die Kamera liefert! Anders ist es beim Video: eine aktuelle Produktion ohne weitwinklige Drohnen Perspektive ist fast undenkbar, sie hat ja auch einen besonderen Reiz vor allem bei Landschaften!

Zu den Kameras mit Wechseloptiken: Systemkameras werden seit vielen Jahren als dSLR (mit Klappspiegel) und als zierlicheres Four-Thirds System spiegellos, dafür mit interner Stabilisierung per Sensor angeboten. Das sog. Crop-Format hat wohl die weiteste Verbreitung gefunden, wobei die guten Crop Optiken leider nicht wirklich kleiner, leichter oder etwa kostengünstiger geworden sind, zudem sind sie bauartlich nicht für VF-Bajonette geeignet, da sie weiter nach hinten in die Kamera bauen und den Spiegelschlag behindern würden. Eine Ausnahme bieten z.B. die spiegellosen VF Canon R und RP, die wegen des von 42 auf 20mm verkürzten Auflagemaßes für R- Objektive am EF-EOS R Adapter alles mit EF oder EFS Bajonett akzeptiert, was aber schon für die Crop EOS M mit jeweiligen Adaptern für viele Fremdoptiken galt!

Zur Pixelanzahl gilt: 8MPI reichen für Ausdrucke bis zu 20x30cm (DIN A4 mit 300dpi), 4MPI für 13x18cm (DIN A5) und 2MPI immer noch für 10x15cm (Postkarte). Viele Pixel (>20MPI) rauschen früher aber weil feinkörniger auch dezenter sichtbar, Abhilfe schafft bereits ein kleineres Bildformat als L(arge) bereits in der Kamera, mit ca. 16MPI ist man ausreichend versorgt, ab 20MPI sollte der Fokus so gut wie möglich sitzen und die Hand so ruhig wie ein Stativ sein, vorausgesetzt die verwendete Optik löst mit min. 20MPI (max. 30) auf. Der gute alte analoge FUJI Velvia 50 KB-Diafilm konnte 80 Linien pro mm darstellen, ein gleich großer VF Sensor benötigt dafür knapp 90 MPI, darauf können wir noch einige Zeit warten! Canon hat für die 50MPI Sensoren der EOS 5DS eine klare Vorgabe an sinnvollen Optiken herausgegeben, an die man sich tunlichst halten sollte. Im Zweifelsfall hilft auch hier ein kleineres Speicherformat als L bereits in der Kamera. Für die spiegellose VF R-Serie gilt grundsätzlich das kurze Auflagemaß mit 20mm anstelle der 42mm bei der dSLR, was einen weiteren Vorteil für das auf den Sensor fallende Licht hinsichtlich kleinerem Streukreis bedeutet: eine lichtstarke Festbrennweite (1.8 35mm IS) liegt dann aber auch schon bei ca. €500.-

Zum Kauf: Wichtig ist erstmal die Entscheidung, was brauche ich nicht! Wer mit 2 oder 3 Festbrennweiten (SWW – WW – kurzes Tele) zurecht kommt, ist mit einem Smartphone gut versorgt und genießt den wohl besten Live View Sucher überhaupt. Wer Wechseloptiken will, sollte sich überlegen, ob der Stabilisator schon in der Kamera (und dort immer) arbeitet oder für jedes Objektiv erneut (mit)gekauft werden muss, bewegte Motive werden damit auch nicht schärfer abgebildet, zudem sind die Four-Third Gläser kleiner und leichter, die neuen Canon R-Objektive hingegen nicht und zudem teuer, wie auch die Versionen II resp. III der bisherigen EF L Brennweiten. Jede Markenbindung hat Vor+Nachteile und gute Aufnahmen entstehen zunächst im Kopf und erst dann in der Kamera, will sagen, man kann mit allen guten Gerätschaften aussageträchtige Fotos machen… meine letzte Erwerbung ist die sehr lange erwartete und spiegellose Vollformatkamera EOS RP mit elektronischem Sucher und höchst universellem Bajonett, d.h. die Spielwiese ist also wieder offen 🙂 zumal für die hauseigenen Objektive optische Korrekturen bereits in der Kamera angewendet werden können und der Sensor je nach Anspruch zur Bildgröße mit 26MPI (L) oder 12 MPI (M) oder 10MPI (EF-S) auslesbar ist! Schon schön aber keinesfalls zwingend notwendig 🙂 Fazit: ältere Kameras und einfachere, aber gute oder gebrauchte Objektive helfen Geld zu sparen und machen genauso viel Freude beim Fotografieren. Dem Bild ist es völlig egal, womit es aufgenommen wurde. Stabilisierte Objektive bieten ruhige Sucherbilder, kosten mehr Geld und sind schwerer, zudem verbrauchen sie Strom, Smartfones auch und haben Stabis mindestens für Videos. Ab dem iPhone 11 gibt es bahnbrechende Neuerungen: das finale Bild entsteht schon vor der Aufnahme 🙂

my10cents

(c) slowfoto.de

FAQs: Was mir die Canon EOS RP bietet – eine erfreuliche Nachlese

Meine Eindrücke nach vielen Aufnahmen und eingehender Lektüre

Fragt ein >alter< Olympus Four Thirds Freund: Dass Du Dir die „RP“ anschauen würdest, war mir klar. Kaufen hätte ich jetzt nicht mehr unbedingt meine Hand für ins Feuer gelegt, denn immerhin bist Du doch schon ein echter iPhone-Foto-Fan geworden. Aber klar, das Vollformat hat halt immer noch seinen Reiz, Apps hin und her 😊. Auch war ich mir immer sicher, dass auch Du den elektronischen Sucher über kurz oder lang „akzeptieren“ würdest. Ich könnte heute da schon fast nicht mehr drauf verzichten 😉.

Meine Antwort: Ich auch nicht mehr! Wenn auch kein >Sucher< im klassischen Sinn, so hat mich das iPhone Sucherbild auf dem rückwärtigen TFT spätestens ab dem 6+ überzeugt. Und das Kleinbild Format des RP Sensors ist auch nur ein Merkmal: okay, angeschaut habe ich die RP gerne, hätte sie lieber noch zuvor getestet, wofür sich aber kein Händler breitschlagen lies, und Canon Presse benötigt alle Neuheiten für Events und Roadshows. Nach längerem Test, das kann ich ja jetzt sagen, hätte ich die RP sowieso gekauft, und zum Warten auf den reduzierten Strassenpreis hatte ich weder Lust noch Zeit: so war es diesmal halt ein nahezu blinder Kauf nach nur Ansehen und Anfassen… bei den neuen R-Gläsern bin ich ohne Test behutsam, denn die 110g für den EF-R Adapter machen die Waage bisher nicht fett und >Altglas< für die RP habe ich die Menge:

verschiedene Zoomobjektive
EF 22-55 und 55-200 USM (sehr günstig und mit 560g sehr leicht )
EF 20-35 und 28-135 IS USM resp. EFS 10-22 und 17-85 IS USM (gut)
EF 16-35 L II USM und 24-105 L IS USM und 70-200 L IS USM und 70-300 DO IS USM (L-Klasse und schwer)
sowie Festbrennweiten 
EF 28 und 50 und 85 USM 1.8
EF 35 und 135 L USM 2.0 (z.T. günstig, alle lichtstark und relativ leicht)
EF 2.5 50 und EFS 60 und EF 100 macro und EF 200 L USM 2.8 (beide Tele schwer)

EOS 6D mit 44mm Auflagemass und Sensor vor der Rückwand, EOS RP mit 20mm und Sensor vorn

Letztlich ist die Frage dennoch berechtigt, ob man Entwicklungen mitnehmen oder mit dem Bestand zufrieden sein sollte. Ich habe mich gerne für die RP entschieden, weil ich schon mit der EOS M happy war, Canon hat das M-System bezüglich Bodies fleißig erweitert, die M-Objektiv Serie leider nur nachlässig gepflegt, außer dem EF-M 2 22mm STM sowie 11-22 mm 4-5.6 IS (beide macro 15cm) finde ich nichts wesentliches mehr, wenn man vom 187g schweren Mount Adapter EF-EOS-M absieht, einem Klotz an der zierlichen EOS M! Nun ist die RP im Gegensatz zur M (deren aufsteckbarer hat mich wenig überzeugt) mit einem integrierten eSucher (0,7-fach mit 2,36MPI) ausgestattet, der sicher noch entwicklungsfähig ist, wenn mal allein die Farbtreue bewertet. Okay, man kann den rückseitigen und jetzt klappbaren (3´´ 1.04 MPI) Kontroll-Bildschirm auch mit 10-fach Lupe zur Bildkontrolle anwenden und darauf wie bei der M navigieren, eine feine Option. Das iPhone in + Größe bietet allerdings noch viel mehr Ansicht 🙂

SLOW ist immer noch die Betrachtung der Umgebung, FOTO hingegen noch schneller geworden: ich verwende gerne zwei Einstellungen, für action oder street den [silent modus] aus dem Szene-Programm mit zentralen ONE SHOT Feld samt AE Speicher bei halb gedrücktem Auslöser, danach die Korrektur der Komposition und klack ohne klack und fertig, er ersetzt das [P] jetzt mit zentralem AF-Feld anstelle [A] mit auto AF Feldern und das zudem ohne verräterisches Auslöse Geräusch. Oder das neue >kreative< [Fv] Programm mit z.B. zuvor eingestellter Blende plus Zeit (ähnlich [M]), gepaart mit ISO variabel per Drehrad samt bewertendem Blick per Sucher zur Einstellung (wysiwyg)! Den habe ich mittlerweile akzeptiert, er ist eine Alternative zum TFT 🙂 und der ist für spätere qualitative Kontrolle bestens geeignet. Kleiner Nachteil zum iPhone7+ ist die geringe Größe des Sucherbildes oder auch des rückseitigen TFT, viele RP Aufnahmen musste ich deshalb anfangs noch bezüglich Horizont nachkorrigierten, aber das liegt auch an mir, denn die elektronische Wasserwaage ist im TFT wie im Sucher live einzublenden, zusätzlich zu den bisher von der dSLR bekannten Hilfe mit diversen Gitterlinien: nunmehr hilft die INFO Taste vor oder während der Aufnahme, vom AF Feld solo über die AF-Feld Wasserwaage Kombination bis hin zur Vollinformation einschließlich Histogramm – nur für Helligkeit gewählt – Beistand abzurufen 🙂

wie [Q] – hier INFO Taste drücken und weiter
nur AF Feld
AF Feld mit allen Infos
AF Feld mit Waage und wenig Infos
AF Feld mit Waage, Infos und Histogramm = Pizza mit Allem

Ein Segen ist der Sensor, ibs. die low-light Qualität habe ich bisher so noch nicht gefunden: Von ISO 50 bis 51.200 läßt sich in [Fv] variieren, der AF im Dual Pixel Modus löst alle back oder pre Fokus Probleme mit 4.000 phasenbasierten Feldern bis -5EV, nur im UHD (25fps) Crop Filmmodus ist er kontrastbasiert (Stativ oder Image Stabilizer), da ziehe ich für unkomplizierte Clips das iPhone im DJ OSMO Gimbal vor! Die JPGs sind knackscharf und sehr rauscharm und endlos zu speichern, wäre da nicht der limitierte Akku LP-E17, man sollte min. einen zweiten mitführen: Tipp Keenstone 2 x for LP-E17 mit ovalem Doppel Charger, der ein 5V/2A Netzteil oder einen 12V Adapter am USB mini Kabel benötigt, dafür auch 2 originale LP-E17 lädt, das 220V Canon Ladegerät LC-E17E lädt einen Keenstone Akku hingegen nicht! Ebenfalls tadellos die schon erwähnte WIFI Steuerung (iPhone samt Geodaten) oder über USB3 Kabel vom Rechner aus. Und die mannigfache Verwendung von Altglas ist (vermutlich für Männer) eine schöne Spielerei, wobei der Sensor geradezu nach besten Objektiven schreit: die sind deutlich schwerer als ältere und schlichte Festbrennweiten oder Zoome was auffällt, zumal der zierliche RP Body nur 470g auf die Waage bringt!

Fokus Stacking mit iPhone als BlueTooth FB

Interessant für Makros ist das Fokus Stacking per iPhone Steuerung: ich verwende die datenreduzierten ca. 10MB JPGs eines EFS 2.8 60mm bei Offenblende, AF aber manuell voreingestellt, 10 oder mehr Aufnahmen (max. 999) mit Abstufung 4 oder höher (0-10) und Belichtungsglättung samt komfortabler Steuerung über [Camera Connect] vom iPhone 7+ aus, eine bisher nicht so bekannte aber top funktionierende Kombination, die allerdings eine fixe Unterlage für die RP voraussetzt. Nebenbei, die Verwendung von EFS Glas hat als Einschränkung zwar >nur< 11 MPI Dateien, aber auch deutlich kürzere Brennweiten mit deren Vorteilen, wenn man diese will. Verrechnet werden diese Aufnahmen in Canon`s [Digital Photo Professional 4] unter -> Extras -> Tiefen-Compositing zu einer DC_IMG_xxxx.JPG Datei mit rund 50% Aufschlag zur Größe von ca. 3MB anstelle 2MB. Nochmals: focus stacking mit der Kamera, depth compositing auf dem Rechner.

DPP 4 -> Extras -> Tiefen Compositing ->
-> DC_IMG_xxxx.JPG
Schärfe hilft immer -> DC_IMG_
oder freigestellt mit Offenblende 2.8 -> IMG_

Die Hochpreispolitik bei den R Objektiven wird ibs. von den Händlern kritisch bewertet, wenn diese optisch vergleichbar aber günstiger als EF zu erhalten sind und der kleine EF-R Adapter (leichter als der EF-M!) für die fehlenden 24mm zum dSLR Auflagemaß 44mm leicht zu verschmerzen ist, ibs. wenn eine mitgeführte EOS dSLR mit immer noch schnellerem AF-Spot zur (Tele-) Verfügung steht, meine RP benötigt das etwas größeres AF-Feld, ihr AF-Spot muckt öfter ibs. bei längeren Brennweiten. Mittlerweile nutze ich das AF-Feld auch in die Wasserwaage integriert (s.a. Abb. 4+5), was die Anzahl schiefer Horizonte radikal minimiert, dafür etwas dauert, Zeit habe ich ja, notfalls auch nachher…  Völlig unnütz finde ich den grünen [Auto] AF mit irgendwelchen und irgendwo im Sucherbild auftauchenden Schärfen Ebenen, was sich nicht abstellen lässt und damit das Programm obsolet macht: das war bei der 6D und zuvor insofern anders, als der mittlere Kreuzsensor immer Vorrang hatte, die 4.000 AF Pixel der RP hingegen streiten wohl über das ganze Bild und welches halt zuerst egal wo was findet wird angezeigt 😦

[A] auto AF: voll daneben 😦
Bleibt noch zu erwähnen: 5fps mit schneller SD und Dauerfeuer, 30sec bis 1/4.000sec, HDR, Mehrfachbelichtung, Nachtaufnahme ohne Stativ (s.a. EOS M 2013), UHD mit Stereoton, 26MPI ähnlich EOS 6D MKII, Timer Aufnahmen und sicherlich noch manches mehr… wie die 614 Seiten der Bedienung für Fortgeschrittene 🙂

my10cents: Ich habe das iPhone plus immer dabei, vorzugsweise als Fotoapparat mit riesigem touch fähigem Sucherbildschirm, als Gedächtnis, zur easy Kommunikation und gerne wie eine Musikbox: mir fehlt fotografisch die echte Low-light Fähigkeit und die lange Brennweite. Das sind die Vorteile jeder Systemkamera, ibs. der Spiegel losen, deren Nachteile in der Größe sowie der geringen Wahl an Apps besteht: so wie es schon Mick Jagger treffend besang

Insellösung: iPhone+, EOS 6D und RP und was man sonst noch so braucht 🙂

alle 2:3 Aufnahmen Canon EOS RP  – 3:4 iPhone 7+ – alle ooc – Fast Resize 

(c) slowfoto.de