Live-Mithören beim iPhone

Ein iPhone auch als quasi Hörgerät

Wer sich an Apple`s blue tooth Ohrstöpsel bezüglich Klangeigenschaften und Tragekomfort gewöhnt hat und zufrieden ist, findet in der folgenden etwas versteckten Anwendung vielleicht einen Einstieg in >betreutes< Hören: In den Kopfhöreranpassungen läßt sich >Live-Mithören< aktivieren, wobei mit den on board Mikros unter dem Blitz und im unteren Gehäuserand, wo auch die Lautsprecher eingebaut sind, aufgenommene Geräusche über ausgewählte Kopf- und Ohrhörer mit minimaler Zeitverzögerung wiedergegeben werden, eine Platzierung des iPhones hin zur Tonquelle verändert  die Übertragung, die Lautstärke ist hierbei leider nicht über die Apple Watch einzustellen:

my10cents:

Die AirPods spielen nicht nur im Gehörgang, sie lassen sich auch als Einstieg in Hörhilfen verwenden! Vielleicht noch kein Ersatz für individualisierte und vollwertige Hörgeräte, dafür mit hoher sozialer Akzeptanz als auch herrlicher Unauffälligkeit. Zudem planen Firman wie NOOPL aufsteckbare Mikrofone samt [APP]… Danke Tobi für den Tipp!

Auf Grund der Bauart ohne Silikonstöpsel ist die Abschirmung von Umweltgeräuschen geringer, der Transparentmodus also entbehrlich 🙂 – ich empfehle die AirPods deshalb eher bei ruhiger Bewegung und ebensolcher Umgebung. Wer auf große Räumlichkeit (Saal), z.B. für orchestrale oder Orgel-Musik mit entsprechend dynamischer und klanglichen Spannweite Wert legt, kommt an potenten und sorgfältig im Raum aufgestellten Lautsprechern nicht vorbei. Für kleinere Ensembles (Bühne) sind in ears auch hinsichtlich tiefer Frequenzen betreffend sehr wohl geeignet.

Es verhält sich wie bei der Fotografie: war noch vor Jahren der richtige Fotoapparat mit Crop- oder Vollformatsensor haushoch überlegen, sind aktuell sehr gute Ergebnisse mit z.B. dem IP11 möglich, wie auch in der Musikwiedergabe mit in-on-ears oder per BT!

IP11PM  ooc  Fast Resize

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Mobiles Hören mit Ohrhörern und andere Lösungen

Warum ich meine iPhone Stöpsel favorisiere

Wer hier im slowfoto blog nachliest, wird hinsichtlich Musikwiedergabe öfters fündig, weil sie mich wie die Fotografie seit meiner Jugend begleitet. Dank Altershören und Tinitus gehen die Vorlieben zur >in ear< Lösung ohne akustische zusätzliche Raumeinflüsse über, die mich zufrieden stellt und alleine das zählt: waren es bisher Kabel gebundene Kopfhörer (Sennheiser, Stax) oder Ohrhörer (B&O, ultimate ears), so sind es jetzt, mit leichter Höhenanhebung korrigiert, die nicht mehr ganz taufrischen Stöpsel Apple AirPods geworden, ohne Silikon und mit nur einer Größe, die entweder passt wie bei mir oder eben nicht. Bisher mit, jetzt ohne das Kabel, das m.E. im Sitzen oder Liegen noch seine Berechtigung haben kann, zumal die früher dem iPhone Beigepackten für <15€ nachzukaufen sind! Neunfach mehr kosten die BT Ausführungen, es sei denn man wählt noch teurere Attribute wie ANC (active noise cancelling) oder Stecker loses Laden (QI), für mich insofern entbehrlich, weil ich genügend Stecker Netzteile samt Kabel für das Handflächen große Ladepad von RoHS Model CW310 (ca. 23Watt ca. €30) besitze: es lädt iPhone und Apple Uhr induktiv auf und das AirPods Case per Lightning Stecker. Nebenbei, ein Tipp mit dem Finger bringt (nachts) die Uhr kurz zur Anzeige, wie hier zu sehen 🙂 die grüne LED im Case zeigt dessen vollen Ladezustand, das iPhone habe ich kurz eingeschaltet:

Nachfolgend noch ein Beitrag, den ich für weitergehende Informationen empfehle, zumal ich an einer Lösung im Sinne >Hörgerät< interessiert bin, bisherigen Apps wie APOGEE [MetaRecorder] nehmen zwar stereofon auf und lassen ein Monitoring zu, stellen mich aber nicht wirklich zufrieden. Im Gegensatz zum [SoundsGood!] Hörtest mit 8 Frequenzen von 250Hz bis 8kHz für ein schnelles Screening des eigenen Gehörs als bewertetes Audiometer Diagramm, darunter dann der lange Artikel von Hartmut Gieselmann:

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Wie In-Ears funktionieren und unsere Hörgewohnheiten künftig beeinflussen

Kabellose In-Ears haben den Markt der Kopfhörer ­um­gekrempelt. Heute sind sie auf dem Sprung zum ­Universalhörgerät.

c’t Magazin

Von Hartmut Gieselmann

Vor gut fünf Jahren brachte das Münchener Startup namens Bragi die ersten komplett kabellosen In-Ears auf den Markt, die per Bluetooth ans Smartphone gekoppelt wurden – und startete damit eine kleine Technikrevolution. Der große Marktdurchbruch gelang Apple ein Jahr später mit den AirPods, die sich mühelos mit Apple-Geräten koppeln ließen. Mittlerweile trifft man ihre Träger in jeder Straßenbahn.

Bragi setzte für seine Dash genannten In-Ears eine Übertragungstechnik aus der Hörgeräte-Industrie ein: NFMI (Nearfield Magnetic Induction). Sie ermöglicht es, dass ein per Bluetooth angeschlossener Ohrhörer Audiodaten zum zweiten Hörer über etwa 30 Zentimeter mit einem magnetischen Induktionsfeld überträgt. Der Vorteil von NFMI sind relativ kurze Latenzen, der Nachteil eine gewisse Anfälligkeit gegenüber hochfrequenten Störquellen, wie sie beispielsweise zur Diebstahlsicherung in Kaufhäusern zum Einsatz kommen.

Die Revolution hätte allerdings auch schon 2008 einsetzen können, als der größte deutsche Kopfhörerhersteller Sennheiser seine ersten komplett kabellosen In-Ears namens MX-W1 veröffentlichte. Diese nutzten damals noch die Bluetooth-Alternative Kleer. „Wir waren der Zeit voraus“, erklärt Frank Foppe, Global Product Manager bei Sennheiser. Ebenso wie Betamax bei den Videokassetten konnte sich Kleer trotz technischer Vorzüge nicht durchsetzen und wurde in Smartphones nicht eingebaut.

Bereits 2008 brachte Sennheiser die ersten kabellosen In-Ears MX W1 auf den Markt. Weil sie zur Übertragung Kleer statt Bluetooth nutzten, konnten sie sich jedoch nicht durchsetzen.

Erst 2018 folgten Sennheisers kabellose Bluetooth-In-Ears Momentum True Wireless. Diese nutzten wie Bragi die NFMI-Technik zur Übertragung und erzielten vergleichsweise kurze Latenzen von rund vierzig Millisekunden. „Mittlerweile ist Bluetooth aber besser geworden, erklärt Foppe. Die zweite Generation Momentum True Wireless 2 setzt deshalb nicht mehr auf NFMI, sondern koppelt beide Ohrhörer per Bluetooth, ähnlich wie es Apple mit seinem proprietären Protokoll bei den AirPods macht. Das erhöht zwar die Latenz auf weit über hundert Millisekunden, verringert allerdings den Stromverbrauch und die Störanfälligkeit.

Nicht zuletzt dank effizienter Bluetooth-Implementierungen bereitet die Stromversorgung heute kaum noch einem Hersteller Probleme, wie unser aktueller Vergleichstest zeigt. Die meisten Modelle halten weit über vier Stunden durch und lassen sich in akkubetriebenen Aufbewahrungsboxen schnell wieder aufladen.

Passt’s?

Woran die Hersteller noch tüfteln, ist unter anderem die Passform. Apples originale AirPods bestehen aus festem Kunststoff. Sie passen sich weder der Form des Ohres an noch schließen sie den Ohrkanal luftdicht ab. Deshalb sitzen sie bei manchen Menschen nicht besonders gut im Ohr oder drücken nach einiger Zeit.

Wenn der Ohrkanal nicht luftdicht abgeschlossen ist, lassen sich speziell tiefe Bassfrequenzen schwieriger übertragen. Deshalb nutzen die meisten Hersteller inzwischen flexible Gummimanschetten, die sie oft in mehreren Größen beilegen. Damit klappt die Bassübertragung, allerdings verstärken solche Abschlüsse auch die körpereigenen Geräusche – Fachleute sprechen vom Okklusionseffekt. Gehbewegungen oder die eigene Sprache hören sich dann sehr dumpf an.

Das Problem haben bislang nur wenige Hersteller gelöst: Apple zeichnet in den AirPods Pro körpereigene Geräusche über Mikrofone im Ohrkanal auf und gleicht sie mithilfe von Gegenschall und Lufteinlässen aus. Samsung verzichtet bei den Galaxy Buds Live ebenfalls auf luftabschließende Manschetten, baute zusätzliche Lufteinlässe ein und konnte dank einer Neuentwicklung von AKG die Basswiedergabe enorm verstärken. Als Dritter im Bunde setzt inzwischen auch Huawei in seinen In-Ears Lufteinlässe ein, um den Okklusionseffekt zu verringern. Bei aktuellen In-Ear-Modellen von Anbietern wie Bose, Nura oder Sennheiser stört die Okklusion hingegen noch.

Samsung baut wie Apple spezielle Lüftungsschlitze (Air vents) in die Galaxy Buds Live ein, um den Okklusionseffekt zu verringern.

Sportler haben zudem oft das Problem, dass die kabellosen Stöpsel leicht aus den Ohren rutschen. Zwei Methoden sorgen für einen festeren Sitz: Manche Modelle krallen sich mit kleinen Gummifinnen im Ohr fest, während andere mit Zusatzbügeln hinter dem Außenohr befestigt werden müssen. Letzteres ist zwar „bombensicher“, aber auch sehr fummelig beim Auf- und Absetzen und stört Brillenträger.

Da jedes Ohr individuell geformt ist, können Ihnen bei der Wahl der richtigen Passform Tests in Zeitschriften oder auch YouTube-Videos wenig helfen. Letztlich müssen Sie die In-Ears selbst ausprobieren. Trotz der mitgelieferten Manschetten in verschiedenen Größen kann Ihr Ohr zu groß oder zu klein sein.

Der Hersteller Scheinhardt bietet Otoplastiken für AirPods und andere In-Ears an. Abdrücke nimmt ein Hörgeräteakustiker. Zum Aufladen im Case muss man die Passstücke wieder entfernen.

Wenn gar nichts passen will, können Otoplastiken vom Hörgeräteakustiker helfen. Diese müssen allerdings individuell angepasst werden und kosten je nach Ausführung zwischen 150 und 200 Euro extra. Da die Otoplastiken zu den In-Ears passen müssen, sollten sich Interessierte vorab über die möglichen Modellkombinationen informieren.

Geräuschreduktion

Relativ neu ist die Möglichkeit kabelloser In-Ears, störende Außengeräusche mit einer aktiven Geräuschunterdrückung (ANC) zu reduzieren. Dazu fangen Außenmikrofone den Lärm auf und geben ihn phaseninvertiert ans Ohr weiter. Bei sonoren, tieffrequenten Maschinengeräuschen, etwa in Flugzeugen oder Zügen, kann das den Lärmpegel deutlich verringern. Schwieriger gelingt dies bei unstetigem Lärm mit höheren Frequenzen wie Sprache. Ein grundsätzliches Problem ist allerdings, dass ANC selbst mehr oder weniger deutlich rauscht und so den Musikgenuss trüben kann. In High-End-Kopfhörern ist es deshalb verpönt.

Eine dauerhafte Abschottung von Außengeräuschen bringt aber auch Nachteile mit sich. Ähnlich, wie sich die Pupille im Auge an helle und dunkle Lichtsituationen anpasst, reagiert auch das Gehör auf ruhige und laute Umgebungen. So ist eine „echte“ Stille für das menschliche Ohr nicht erreichbar. Wie der Komponist John Cage bereits in den 50er Jahren feststellte, hörte er sogar in einer schalltoten Kammer noch zwei Töne: Einen hohen, der durch seine Hörnerven erzeugt wurde, sowie einen tiefen, den die Zirkulation des Blutes im Ohr hervorrief. Hinzu kommen weitere Körpergeräusche, wenn man sich bewegt. Cage unterschied damals bewusst gehörte und unbewusst gehörte Geräusche und rückte letztere in seinem berühmten Stück 4:33 in den Fokus, dessen Partitur lediglich aus Pausenzeichen besteht.

Eine alleinige Reduktion von Umgebungsgeräuschen ist also nur die halbe Miete und führt dazu, dass die Körpergeräusche umso mehr in den Vordergrund rücken und störender wirken. Das ist vor allem bei Menschen, die unter einem Tinnitus leiden, ein Problem – dazu später mehr. Um die körpereigenen Geräusche zu reduzieren, muss eine aktive Geräuschunterdrückung also nicht nur Außen-, sondern auch Innengeräusche berücksichtigen. Dies ist bei In-Ear-Kopfhörern wesentlich wichtiger als bei Over-Ear-Modellen. Apples AirPods Pro können das bereits ganz ordentlich, andere Hersteller werden mit erweitertem ANC in den kommenden Monaten und Jahren nachziehen.

Gespannt sein darf man, ob es irgendwann gelingt, die Umgebungslautstärke wie bei einem Fernseher lauter oder leiser zu drehen. Die Prozessoren in den In-Ears sind gerade auf dem Sprung, dass sie mithilfe künstlicher Intelligenz verschiedene Geräusche unterscheiden und künftig etwa Sprache durchlassen und nervende Maschinengeräusche unterdrücken.

Transparente Hörgeräte

Ebenfalls recht neu sind die sogenannten Transparenzmodi. Dabei leiten die Mikrofone der In-Ears Außengeräusche ans Ohr weiter. Idealerweise sollen Nutzer mit In-Ears damit ihre Umgebung genauso gut hören wie ohne Stöpsel. Das klappt bislang aber nur bei wenigen Herstellern gut. Oft klingen die Umgebungsgeräusche unnatürlich, zu dumpf oder die In-Ears rauschen laut. In jedem Fall gehen bei der Weiterleitung durch die Mikrofone Richtungsinformationen verloren. Durch Reflexionen der Schallwellen an Schultern, Kopf und der Ohrmuschel sowie damit verbundenen Phasenverschiebungen kann das Gehirn die Richtung einer Schallquelle relativ gut lokalisieren. Diese Zusatzinformationen fangen Mikrofone von kabellosen In-Ears bislang nicht ein.

Zusatzmikrofone von Noopl sollen aus einem iPhone mit AirPods Pro eine Hörhilfe für unübersichtliche Gesprächssituationen machen.

Immerhin gibt es erste Ansätze, In-Ears in Verbindung mit Smartphones zu günstigen Hörgeräten auszubauen. So hat das US-Startup Noopl einen Aufsatz für iPhones entwickelt, der mit einem Array aus drei Mikrofonen Gespräche aus der Umgebung verstärken soll. Dazu legen Anwender einfach ihr iPhone auf den Tisch und setzen sich AirPods Pro in die Ohren. Da diese mit Bewegungssensoren ausgerüstet sind, erkennt das Mikrofon-Array die Richtung, in die der Anwender schaut, und verstärkt die Sprache des dort sitzenden Gesprächspartners.

Solche Hörhilfen sind der nächste Schritt und können In-Ear-Träger mit einer einsetzenden Schwerhörigkeit unterstützen, ohne dass sie ein deutlich teureres Hörgerät benötigen. Nicht zuletzt wird die wachsende Verbreitung von In-Ears die gesellschaftliche Akzeptanz von Hörgeräten verbessern. Man versucht nicht mehr, sie zu verstecken, sondern stellt sie im Gegenteil als cooles Gadget stolz zur Schau.

Klanganpassungen

Weil Menschen unterschiedliche Klangvorlieben haben, versuchen Hersteller, den Sound ihrer In-Ears den Bedürfnissen der Kunden anzupassen. Der eine mag lieber eine neutralere Wiedergabe, der andere möglichst viel Bass. Unterschiedliche Beschaffenheiten des Trommelfells und Ohrkanals sorgen zudem für unterschiedliche Resonanzen, die In-Ears bei der Wiedergabe ausgleichen müssen. Apples AirPods Pro machen das über die Mikrofonüberwachung weitgehend automatisch.

Andere Anbieter vermessen dazu das Ohr und speichern Klangprofile ab. Allerdings gelingt das nur wenigen Herstellern gut. Verfahren, die beispielsweise Fotos vom Ohr aufnehmen (Creative Labs, Sony) oder die Hörschwelle in verschiedenen Frequenzbereichen prüfen (Beyerdynamic, Jabra) konnten uns bislang nicht überzeugen. Meist sind die Anpassungen der Frequenzkurven zu ungenau. Mit am besten gelingt es noch dem Hersteller Nura, dessen In-Ears und Kopfhörer über eine App Profile anlegen. Die Ergebnisse sind allerdings nicht unbedingt besser als bei hochwertigen Kopfhörern mit unveränderlichem Klangprofil.

Ebenso berücksichtigt bislang kein uns bekanntes System die Lautstärke bei der Wiedergabe. Denn das menschliche Gehör reagiert bei niedrigen Lautstärken deutlich unempfindlicher auf tiefe und hohe Frequenzen als bei hohen Lautstärken. Eine gute Anpassung müsste daher stets mit einem Mikrofon den tatsächlichen Frequenzverlauf im Ohrkanal prüfen und Bässe sowie Höhen abhängig von der Lautstärke anheben und absenken.

3D-Sound und Tinnitus

Individuelle Klangprofile werden insbesondere wichtig für eine dreidimensionale binaurale Wiedergabe. Audiolabors erstellen dazu individuelle Filter, sogenannte Head Related Transfer Functions (HRTF), indem sie kleine Mikrofone vor dem Trommelfell von Probanden platzieren und deren Höreindruck von Schallquellen aus verschiedenen Richtungen aufnehmen. Im Bereich der Unterhaltungselektronik rechnet sich ein solcher Aufwand kaum, weshalb Hersteller mit standardisierten HRTF arbeiten. Diese verschlechtern meistens die Klangqualität.

Zu den Ausnahmen gehören Apples AirPods Pro, die bei der Filmwiedergabe auf neueren iPhones und iPads ab iOS 14 einen 3D-Modus unterstützen. Dabei scheinen fünf virtuelle Lautsprecher im Raum platziert zu sein, die sogar ihre Position halten, wenn der Hörer den Kopf dreht – Bewegungssensoren in den AirPods Pro machen es möglich. Samsung will ein ähnliches System in den Galaxy Buds Pro auf den Markt bringen, die uns leider nicht mehr rechtzeitig zum Test erreichten.

Schaut man in die Zukunft, so würde sich eine bessere individuelle Klanganpassung auch zur Behandlung von Tinnitus anbieten. Aktuell basieren etwa manche Medizin-Apps darauf, dass sie Patienten verschiedenes Rauschen vorspielen, das den Tinnituston maskiert. Oder sie versehen Musik mit einem Notch-Filter, das die zuvor individuell bestimmte Frequenz des Tinnitustons ausfiltert. Derartige Funktionen ließen sich auch in In-Ears relativ einfach implementieren – ohne dass Anwender teure Abos für spezielle Apps abschließen müssten.

Konzerte und Latenzen

Die kommende Generation von In-Ears wird zunächst einmal die Bluetooth-Übertragung verbessern. So sieht die neueste Bluetooth-Spezifikation 5.2 unter anderem vor, dass Kopfhörer Broadcast-Signale empfangen, ohne mit Zuspielern gekoppelt werden zu müssen. Damit könnten Veranstalter von Konferenzen Übersetzungen direkt auf die Kopfhörer der Besucher streamen. Diskos und Konzerte könnten mit Kopfhörern auch in dicht besiedelten Wohngegenden stattfinden, ohne die Nachbarn zu stören. Kinos könnten verschiedene Sprachversionen eines Films ausstrahlen.

Ungelöst bei Bluetooth ist derweil noch das anfangs erwähnte Latenzproblem. Android und iOS gleichen zwar die von den In-Ears mitgeteilten Übertragungsverzögerungen bei der Wiedergabe von Videos aus, beim Betrieb mit smarten Fernsehern oder Windows-Rechnern klappt das allerdings nicht. Nur wenige Bluetooth-Kopfhörer schaffen es, unter der für eine lippensynchrone Wiedergabe maximal erwünschten Verzögerung von 60 bis 80 Millisekunden zu bleiben. Viele Modelle liegen im Bereich von 200 Millisekunden, einzelne verzögern das Signal sogar um 400 Millisekunden.

Im Unterhaltungsbereich stört das unter anderem Spieler, die in einem Online-Gefecht ihren Gegner zu spät hören. Noch empfindlicher reagieren allerdings Musiker auf Latenzen. Verzögerungen von mehr als zehn Millisekunden stören beim Spielen eines Instruments schon sehr. Professionelle In-Ear-Monitoring-Systeme setzen deshalb auf spezielle Funksysteme, oft mit analoger Übertragung. Derartige Anwendungsszenarien sind für Bluetooth bislang nicht geplant, weshalb es bei Audio-Übertragungen im professionellen Musikbereich bislang keine Rolle spielt.

Ausblick

Die aktuelle Generation von In-Ears kann in puncto Klangqualität und Akkulaufzeit durchaus überzeugen. Die ständige Verfügbarkeit verlockt natürlich dazu, In-Ears den ganzen Tag zu tragen. Besonders gut für die Ohren ist das jedoch nicht. Wer sich stets abkapselt und permanent gleich laute Musik konsumiert, dessen Gehör verlernt auf Dauer die Fähigkeit, Umgebungsgeräusche in allen Details wahrzunehmen – trotz der beworbenen „Transparenz-Effekte“ und „3D-Sound-Simulationen“. Bei ihnen gibt es ebenso wie bei den Maßnahmen gegen den Okklusionseffekt und dem Einsatz als Hörhilfe noch viel Luft nach oben.

Aufgrund hoher Absatzzahlen und lukrativer Gewinnmargen drängen immer mehr Hersteller mit In-Ears auf den Markt. Das lässt auf weitere Innovationen hoffen. Der Boom ruft natürlich auch Nachahmer und sogar Fälscher auf den Plan. Schauen und hören Sie also genau hin.

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Fazit:

Die weil BT betriebenen kabellosen Apple AirPods klingen nicht besser als die einfachen, sie benötigen sogar einen Klick mehr auf der Lautstärkenskala, zudem sind sie ein Hauch dicker. Bei sehr lauten Umgebungsgeräuschen oder kräftiger Bewegung ibs. vom Kopf sind in ears mit Silikonbecher sinnvoller wie auch geschlossene Kopfhörer mit guter Abdichtung, die sogar die Ohren warm halten. Wer mit der gebotenen Akustik und dem Tragekomfort zurecht kommt, findet mit den AirPods eine sehr gute Lösung mit einem Rest an Umweltgeräuschen, die gewohnte Steuerung kann auch bequem und unter Sicht über die Apple Watch anstelle vom iPhone aus erfolgen – am MacBook angedockt aber nur per Tasten! Zum Schluß noch ein Nachteil: jeder Lautsprecher, auch der noch so kleine, braucht eine gewisse Einspielzeit, die AirPods spielen nur im Gehörgang… 🙂 

Hörtipp: David Clayton-Thomas Version von Don`t let it bring you down ist für mich zum  Ohrentest (besser Ohrwurm) geworden, wie auch Yulsäng von der Cantate Domino, ich habe beide analog und digital. Notfalls hilft Spotify und das schnell!

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24 Aufnahmen mit dem Minolta Rokkor an der Canon EOS RP

50 Jahre trennen Kamera und Objektiv:                                                                 Warum ich (gerne) fotografiere – interessiert doch kein Schwein 🙂

Die einfache Antwort wäre: weil ich schon immer gerne fotografiert habe. Im Leben kommen viele Leidenschaften neu dazu und bisherige haben sich verändert bis hin zum Stillstand. Es waren Eindrücke oder Momente, die ich festhalten wollte, um sie danach in Ruhe betrachten zu können, weshalb ich ein Freund des stillen Bildes, der einzelnen Aufnahme geworden bin, ein Foto ohne Bewegung, aber mit Ausdruck. Heute ist das sofort verfügbare Bild sowohl Doku und Info als auch Erinnerung wie früher.

Jetzt im Alter sehe ich als den richtigen Weg, keine fotografische Ausbildung angegangen zu sein um damit Geld zu verdienen, die Fotografie ist somit meine unbeschwerte Leidenschaft geblieben. Natürlich bedarf es der möglichst positiven Rückmeldung, wenn ich ein Foto anderen Augen zugänglich mache, dennoch sind meine Bilder in erster Linie etwas aus meinem Kopf geblieben, eben so wie ich etwas sehe: Du siehst nur was Du kennst – meint der kleine Prinz, für mich bedeutet das, immer neu zu sehen um es wieder zu erkennen.

Der Fotoapparat ist dabei bloß ein Hilfsmittel wie das Gehen, das Fahrrad, das Auto usw. Wenn ich heute etwas mit auf die Insel zu nehmen hätte, müsste ich abwägen, was alles zuhause bleiben sollte, Blitz und Stativ u.v.a.m. bleiben im Schrank! Entscheiden würde ich mich für eine eher leichte und kleine Kamera, ein Notebook und ganz wenige Hilfsmittel (Fernglas), wichtig ist allein der Weg samt Karte. Seit Beginn der digitalen Fotografie gibt es in immer kürzeren Zyklen sogenannte Verbesserungen, die dem Verbraucher den Ersatz- oder Neukauf erleichtern sollen. Es hilft m.E. immer wieder, kundige Anwender nach deren Prioritäten zu befragen, um selbst zu entscheiden, was ich nicht brauche, denn wir leben in der Überfluss Gesellschaft: more than enough is never too much, basta!

Im langen Gespräch mit einem alten Freund bezüglich der Neuanschaffung einer Kamera haben wir ¾ der Zeit über unser Leben gesprochen, ich habe ihm nur kurz berichtet, was ich aktuell warum und wie ich das fotografiere, den Kauf entscheiden muss er alleine, was bei dem aktuellen Angebot nicht einfach ist. Gute Fotos kann man mit fast jeder Kamera Objektiv Kombination aufnehmen, die Technik macht es leichter oder schwerer im Sinne des Wortes L ich habe weder Lust zur langen Bildkomposition noch zur umfangreichen Bildbearbeitung am Rechner: das Bild ent-steht im Kopf und lässt sich entweder genauso realisieren oder ich lasse es einfach bleiben: slowfoto bedeutet aber nicht, das eine Aufnahme lange dauern muss.

Mein aktuelle geliebtes Equipment besteht aus einer immer dabei Händy Kamera mit lichtstarkem 3-fach Zoom oder alternativ einer Systemkamera wegen dem vom Händy gewohnten Live View mit möglichst lichtstarker Optik oder die je nach Bedarf. Viel wichtiger ist das Motiv, nach dem nicht nur ich mich aktuell sehr sehne, denn das Leben findet draußen statt: at home kann ich dann die Aufnahmen betrachten…

Fazit 

Meine Kombination ist sicher für Automatik Liebhaber wenig geeignet, dennoch habe ich viel Freude daran, mit einem Objektiv aus meiner Studienzeit fotografieren zu können, auch wenn der Fortschritt mittlerweile viel viel mehr bietet, ein Foto bleibt ein Foto 🙂

Die Aufnahmen sind in meinem Umfeld mit nähesten Blickwinkeln und zudem bei klirrender Kälte sehe, längere Aufenthalte draußen sind nur mit Bewegung erträglich. 

Canon EOS RP  Minolta Rokkor F3.5 50-135mm mit Quenox MD-EOS-R Adapter   ooc  Fast Resize

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50 Jahre später – die Aufnahmen im Vergleich – Teil 2

Minolta ROKKOR vs Canon EF – ein Vergleich an der EOS RP

 Alle Aufnahmen mit 1/1.000sec und ISO 100, dabei sind bauamtliche bedingte Abweichungen bezüglich der Blende angegeben. Zur Fokussierung: manuell bei den Minolta (dauert), per zentralem AF bei den Canon Objektiven (blitzschnell), erst im Hoch- und Querformat auf unendlich, danach H&Q mit Fokus auf den Holunderbusch oben mittig! Zum Einsatz kamen jeweils lichtstarke Festbrennweiten außer den lichtschwachen Zoomen Rokkor 3.5 50-135 und  EF 4.5-5.6 55-200 und alle EF selbstverständlich ohne digitale Korrekturen: meine Präferenzen sind damit unschwer zu erkennen 🙂

ROKKOR
.img Blende F Brennweite f
1704-1707 2.8 28mm dunkel, Vignette
1708-1711 1.8 35mm korrekt, leichte V.
1712-1715 1.4 50mm hell, leichte V.
1716-1717 3.5 50mm dunkel, leichte V.
1718-1719 3.5 135mm sehr dunkel
EF NB
1720-1723 2.8 28mm offen 1.8 korrekt
1724-1727 2.0 35mm offen 2.0 korrekt, leichte V.
1728-1731 1.4 50mm hell, leichte V.
1732-1735 4.5 55mm offen 4.5 dunkel, Vignette
1736-1739 5.6 135mm offen 5.6 sehr dunkel
1740-1743 2.0 135mm EF L korrekt


Warum dieser Vergleich?

 Ich wollte einmal, weil ich sehr lange mit Minolta Wechseloptiken fotografiert habe, einen Vergleich zu relativ modernen Gläsern wagen, hinsichtlich Abbildung und Leistung bei der Anfangsblende. Aus meiner Sicht eignet sich dazu die Canon RP mit Vollformatsensor und entsprechenden Adaptern zur manuellen (Minolta) resp. vollautomatischen Verwendung (Canon EF), über den modernen Komfort urteilt jeder Anwender selbst wie auch über die hier gezeigte optische Leistung.

 Hinsichtlich sinnvoller Nutzung bleibt zu sagen, man kann durchaus mit den alten Schätzchen sehenswerte Aufnahmen ibs. mit den lichtstarken 35 und 50mm Festbrennweiten machen, wenn man die Zeit nicht scheut, vor allem an einem Body mit eSucher und Anzeigen wie auch dem Histogramm, womit gewünschte oder korrekte Belichtungen anders als in der analogen Zeit oder mit dem optischen d-SLR Sucher recht einfach darzustellen resp. zu kontrollieren sind und das ist echt gut so 🙂

NB alle Aufnahmen mit der Canon EOS RP, Adaptern mit Minolta ROKKOR und Canon EF Objektiven, unbearbeitet außer Datenreduktion

hier findet sich Teil 1 vom Bericht

(c) slowfoto.de

50 Jahre später – Minolta Rokkor an der EOS RP – Teil 1

Einstellungen – MINOLTA Rokkor trifft EOS RP mit EF Objektiven

 Ein Minolta Rokkor von 1970 an einer SLM in 2020, kann das gut gehen? Diese Kompatibilität habe ich bereits bei Canons erster Spiegellosen EOS M erprobt, die kurze Auflage Bauweise ermöglicht mit dem EOS->MC/MD Adapter (€100), (nicht) nur Minolta Objektive im Crop Format manuell für Aufnahmen zu verwenden, bei optischer Kontrolle über den hinteren live Monitor. Damals recht interessant, weil Canon die M-Objektivserie zum doch späten Start der M-Serie arg vernachlässigt hat, ich habe mich fast ausschließlich der EF und EF-S samt EOSM->EF Adapter bedient, das M 2.0/22 war lange Zeit das einzige, bis Canon sich endlich zum stabilisierten M 11-22 bequemt hat, einem meiner Lieblingsobjektive. Ein Rokkor an der dSLR benötigt den EOS->MC/MD Adapter, es lässt sich aber wie z.B. mit dem EF 12mm Zwischenring nicht mehr auf unendlich scharfstellen 😦

Minolta XE-5  vs  Canon EOS RP

Vorgehen

 Voraussetzung für meinen Vergleich sind Vollformat Aufnahmen bei Offenblende, alles andere scheint mir entbehrlich. Festbrennweiten beider Hersteller sind vorhanden (28 35 50 135) und wurden bei Blende (2.8 2.0 1.4), das Rokkor Zoom 3.5 50-135 wurde mit EF 4.5-5.6 55-200 mit jeweils gleicher Blende im Bildstil [Natürlich 75512-1] verglichen!

Test

 Mit der Vollformat EOS RP und dem quenox MD-EOS-R Adapter (€34) ist die Nutzung von Minolta MC/MD Rokkor Objektiven auch im KB Bildformat möglich, lohnt die Anschaffung und der Mehraufwand bei der Aufnahme? Frauen sammeln nicht nur >Schuhe<, Männer nicht nur >was einen Stecker hat< :-), wer keinen Bezug zu früheren Ausrüstungen hat, lässt besser die Finger weg, es kostet Geld und Zeit: von Minolta besitze ich noch eine XE-5 SLR (incl. Diafilm) und vier Rokkor Gläser (28/2.8 35/1.7 50/1.4 50-135/3.5 – alle laut Liste von www.artaphot.ch in wertigen Ausführungen), die mich an digitalen Gehäusen jucken wie auch meine uralten EF Gläser speziell, alle sind heute per Adapter und fremde manuell zu nutzen, dafür bietet die EOS RP mehr als meine EOS dSLR: an den Minolta SRT oder XD erfreute CLC als Belichtungsautomatik (Contrast Light Compensation), dazu noch die Offenblende, die den hellen Sucher ermöglichte und trotzdem richtig gemessen hat. Der erste Käfer meiner Eltern hatte auch >nur< ein nicht synchronisiertes Getriebe, Zwischengas und -kuppeln war beim runter/hoch Schalten deshalb nötig.

v.l.n.r.: Minolta Rokkor F2.8 f28mm  –  F1.8 f35mm  –  XE-5  –  F1.4 f50mm  –  F3.5 f50-135mm

Einstellungen 

 Heute hilft beim manuellen Focus die (z.B. blaue) Pixelanzeige auf der gewählten Entfernungsebene, letztlich präziser und schneller als mit der Mattscheibe samt zentralem Schnittbild einer Minolta SRT/XD/XE (!), die voreinstellbare Belichtungsmessung sowieso, der live Bildschirm oder Sucher ermöglicht die Kontrolle. Tipp: ich fotografiere im aktuellen (Fv) Modus, der z.B. die Zeit (Tv) oder/und Blende (Av) fest voreinstellen lässt, die Empfindlichkeit (ISO) kann dazu (auto) passend oder manuell eingestellt werden (bei allen EF/S Objektiven kann wahlweise Tv oder Av wie auch ISO variieren), eine feine Sache in Verbindung mit der visuellen Kontrolle! Alle kameraseitigen Automatiken kann man weiter nutzen, die Objektiv seitigen manuellen Einstellungen von Blende und Entfernung bleiben dabei bestehen.

v.l.n.r.: Mount Adapter EF(S)->EOS M  /  EF(S)->EOS R  /  MC->EOS R  /  MC->EOS M  /  MC->EOS

Bildstil                                                                                                                                 

 Ich orientiere mich hier im Vergleich Aufnahme zum Motiv in meinem für natürliche Hautfarben favorisierten Bildstil [Natürlich 7 5 5 1 2 -1] und diesen für alle in diesem Test gezeigten Aufnahmen. Für den augenfälligen Vergleich ist es wichtig, die Aufnahmen stets wechselseitig aufzunehmen, denn die Objektive sind herstellerseitig farblich unterschiedlich ausgelegt, hilfreich ist dabei eine Farbtafel, die bei bewölktem Himmel aufgenommen wird. 

  Wer Aufnahmen Rokkor mit EF vergleichen will, muss dafür zwingend alle >modernen< Aberrations- und Objektivkorrekturen wie auch Belichtungsoptimierungen unbedingt auf OFF stellen 🙂

v.l.n.r.: Canon EF F1.8 f28mm  –  F2.0 f35mm  –  EOS RP  –  F1.4 f50mm  –  F4.5-5.6 f55-200mm

Bildeindruck

 Der Bildstil ist zwar die Basis, der Bildeindruck kann dennoch variiert werden, wenn man die Sättigung vor oder während der Aufnahme beeinflusst, nicht nur an alten Kameras finden sich Rädchen wie bei der Minolta XE-5, die von -2 bis +2 in ganzen Belichtungseinheiten, noch besser sind  0,5er oder 0,33er Schritte. Bei der EOS RP stelle ich im [FV] die Blende und Zeit je nach Anforderung fix ein und variiere dann mit der ISO, unter Kontrolle per eSucher oder TFT, was idealerweise am iPhone per Fingerwisch geübt werden kann. Sofern der Sensor nachträgliche rauscharme Korrekturen in den Schatten (Tiefen) Bereichen der Bilddateien ermöglicht, ist die gezielte Unterbelichtung mein Weg, denn überbelichtete JPG Partien sind verloren, auch wenn der gepriesene Weg über RAW Dateien mehr verspricht als er hält.

 Fazit

 Alte manuelle Objektive sind nichts für Anwender, die gerne mit dem Händy oder Vollautomaten und nur Erinnerungen >knipsen< wollen. Für Bildserien mit nachgeführtem AF, Dynamik oder Sport gibt es bessere weil schnellere Alternativen. Wer sich aber die Zeit für ein >slowfoto< nimmt, wird ibs. bei Offenblende mit eher ursprünglichen Fotografien belohnt, zumal die Haptik eines Rokkor einmalig ist, was die Blenden- und Entfernungseinstellung oder das Schiebezoom betrifft, es scheint für die Ewigkeit gebaut.

my10cents

 Nach einer Contax mit Lichtschacht und M42 ZEISS Tessar 50mm war die Sucherprisma Minolta SRT 303 mit dem Bajonett ein Segen beim Objektivwechsel: ich habe nur mit Kodachrome 25 Diafilm fotografiert und das Fotolabor bei Vergrößerungen auf Farbtreue geprügelt 🙂 1976 unterwegs dann eine Briefträgertasche mit 2 XD-7 (später XD-1, entstand in Zusammenarbeit mit Leitz) und rund 10 Objektiven geschleppt, Jutta mein Stativ 😦 und nach dem Erscheinen des EF Bajonetts analoge Canon SLR (Bodies) mit vielen Gläsern, mein Favo war das EF F3.5-4.5 f20-35mm, das ist geblieben.

 Heute wird in meiner (slow)Fotografie der Bereich von f13 per Zoom (!) bis f52mm KBÄ vom iPhone 11 Pro Max abgedeckt (auch Nachtaufnahmen und Panoramen), darüber bis f300mm KB verwende ich die EOS RP mit EF Objektiven, gerne die lichtstarken Festbrennweiten wie f28 35 50 85 100 135 200mm. Canon hat nach dem FD 1987 das EF (8-polig: EF = electronic focus) Bajonett eingeführt und später noch das fast identische EF-S für den Crop Sensor nachgelegt: EF passen mit Faktor 1,6 an den Crop-Sensor, EF-S nicht an Vollformat Sensoren, mit Ausnahme per R-EF Adapter wie die EF auch an die spiegellose EOS R/RP, dann aber reduziert auf 12MPI! Danach kam 2012 das 9-polige M Bajonett für die erste Spiegellose mit Crop Sensor und 2018 für Vollformat das 12-polige R-Bajonett. Heute würde >ich< als Body nur noch die EOS R/RP/ff erwerben – sofern man sich mit dem eSucher mit seinen vielfältigen Informationen anfreunden kann 🙂 und wie ich zunächst aus Kostengründen die an allen Bajonetten verwendbaren EF Objektiven nutzen! Stehen Bildfolgen mit nachgeführtem AF im Vordergrund, sind schnelle dSLR (auch Crop wie die 7D Mark2) angezeigt.

Daten Nachlese

Rokkor F2.8 f28mm 207g extrem leichtes WW 30cm Nahdistanz

Rokkor F1.8 f35mm 435g schweres WW 30cm Nahdistanz

Rokkor F1.4 f50mm 336g mittelschweres Normalobjektiv 50cm Nahdistanz

Rokkor F3.5 f50-135mm 494g 2,7er Schiebezoom konstante Blende 150cm Nahdistanz

EF F1.8 f28mm 346g mittelschweres WW 25cm Nahdistanz

EF F2 f35mm 209g leichtes WW 25cm Nahdistanz

EF F1.4 f50mm 290g mittelschweres Normalobjektiv 45cm Nahdistanz

EF F1.8 f50mm 150g sehr leichtes Nomalobjektiv 45cm Nahdistanz

EF F1:8 f 85mm 460g schweres Tele 85cm Nahdistanz

EF L F2 f135mm 750g sehr schweres Tele 90cm Nahdistanz

EF L F2.8 f200mm 950g sehr schweres Tele 150cm Nahdistanz

EF F3.5-5.6 f28-200mm leichtes 7,1er Zoom 562g 45cm Nahdistanz

EF F4-5.6 f35-80mm sehr leichtes 2,3er Zoom 212g 38cm Nahdistanz

EF F4.5-5.6 f55-200mm sehr leichtes 3,6er Zoom 349g 150cm Nahdistanz

EF F3.5-5.6 f28-135mm IS 604g mittelschweres 4,8er Zoom ca.50cm Nahdistanz

EOS RP zu Minolta MC Adapter 95g

EOS RP zu EF Adapter 109g

EF zu Minolta MC Adapter 64g

EF-M zu Minolta MC Adapter 90g

EOS RP Body 566g  – EOS 6D Body 815g  – EOS 5D II 980g

Minolta XE-5 Body 782g

iPhone 11 Pro Max F2.4 f13 + F1.8 f26 + F2.0 f52mm 13-52 KBÄ auch als Zoom 260g 

IP11PM  –  Fast Resize

wird mit Testaufnahmen im Teil 2 fortgesetzt

(c) slowfoto.de

Slowfotos für die KW 52 2020

Musikwiedergabe – Hören m-ein Leben lang

dazu ein Orchester in den Ohren…

Meine Leidenschaft hat schon viele Jahre vor dem Abi 1968 begonnen: mono mit SIMONETTA`s Kofferradio und später dem Tonbandgerät (TB12) mit 3 Motoren und 6Watt Ausgang, beide von Quelle, dazu der alte Kinolautsprecher vom Vater, später der erste NECKERMANN Verstärker mit 2×4 Watt Sinus, 2 Selbstbauboxen mit den ovalen Breitband-Lautsprechern aus alten Radios, zum DUAL Plattenspieler zwei erste Stereo LPs: The Beatles Sgt. Pepper`s Lonely Hearts Club Band und Barry McGuire Eve of Destruktion (gebraucht). Es folgten viele Generationen von SABA Gerätschaften, riesige GRUNDIG Boxen (Selbstbau), Edles von BRAUN wie das Regie 550 mit 3Wege Standboxen samt DUALs Direct Drive Plattenspieler, SONYs für UKW Sendungen tauglicher Walkman und später die in der Musikszene verbreiteten MP4 Minidiscs, DUALs HiFi Kassettenrecorder, dazu diverse VHS-Videorecorder u.v.a.m. 

Audio vor 2014 – mit passenden Schränkchen vom Schreiner

auf Mass genau, 3 Klappen zum Verstecken

Vom englischen Hersteller CAMBRIDGE Audio hatte ich bis 2014 ein

CD Laufwerk

 

mit separatem DA -> AD Wandler:

optisch und damals vor allem akustisch das erste Angebot meines Marburger Händlers, das den ersten PHILIPPs Toplader platt an die Wand spielte. Der Hit dazu war ein ACCUPHASE E204

Vollverstärker,

der Plattenspieler ist bis heute noch ein THORENS TD 147, den ich komplett umgebaut = entresoniert habe, mit LINN K5 Tonabnehmer, AUDIOPLAN Kabel und NAD Phono Preamp PP3,

33 U/min per Riemenantrieb,

dazu als aktive und vom Hersteller modifizierte MAGNAT TP 26A

Laut!sprecher

mit passiven MOURDAUNT short Böxlein für oben hinten, plus einem KENWOOD 1100 Tuner für

UKW Rundfunk

samt drehbarer Dachantenne im 220qm freistehenden Eigenheim mit 60qm Wohnzimmer, alles auch sehr gut auch für disco-lautes Hören geeignet 🙂

Für ganz analytisches Hören genieße ich heute noch den elektrostatischen STAX SR-5 Gold Kopfhörer am SRD-7/SB Adaptor for Earspeaker, leider zu selten genutzt weil kabelgebunden, dadurch nicht mobil und zudem offen, also hörbar für die Umgebung, aber in der akustischen Performance für mich immer noch unerreicht. Kleiner geht immer, der DENON RCD-CX1 wurde all-in-one fürs heimische Büro, die DYNAUDIO SE 52 gaben den (sanften) Ton ab, APPLEs MacBook und der iMac meist den Ton an. An die METZ Glotze (super Bild) habe ich 2014 aktive DYNAUDIO XEO 3 Funkboxen angeschlossen, außer 220V keine Kabel mehr, der Sender klebt an der TV-Rückseite, einmal adaptiert am Kopfhörer Ausgang schalten sie sich per TV-FB ein und laufen parallel zum ganz ordentlichen Fernsehton, oder besser der zu den potenten Boxen 🙂

kabellos

Denon RCD-CX1 all-in-one (2010) 

Meine Anforderungen waren: audiophil, benutzerfreundlich und kompakt, mit optischen Qualitäten. In Frankfurt waren die HIFI PROFIS noch in der alten Adresse am Eschenheimer Turm, dort konnte ich ihn mit den später nachgekauften DYNAUDIO 52SE (samt IN-AKUSTIK Kabeln) zur Probe hören und habe gekauft, meine Erwartungen waren weit übertroffen: einfache Bedienung, klasse Wiedergabe und tolle Verarbeitung. Er bietet an Quellen: Tuner, CD, SACD, 2 Line-In, Phono (MM) und eine Fernbedienung, es handelt sich im Grunde genommen um eine All-in-One-Version der separaten CX3 Komponenten, allerdings mit etwas geringerer Verstärker Leistung von 2×75 Watt (bei 4 Ohm; 37 W bei 8 Ohm), die für meinen Gebrauch – 20 m2 Arbeitszimmer – immer noch weit mehr als ausreichend ist.

einmal mit Allem

Am Line-in 1 hängt das DENON ASD-11R Dock, früher mit dem iPhone 4 oder aktuell auch dem wohlklingenden Bluetooth-Music-Receiver LAYEN BS-1 im 30 Pol Steckplatz, der vorzugsweise vom iPhone 11 versorgt wird. Für mich ist dies auch platzmäßig eine perfekte Lösung: Auf dem DENON steht der 27er iMac mit 3TB genügend Platz nicht nur für die Audio, sondern auch für die Foto Sammlungen, per Kabel am CD Eingang des CAMBRIDGE Amp. Mit dem DENON kann ich CDs und FM-Radio abspielen oder per potentem pre-out Signal zum CAMBRIDGE per Tape Monitor Eingang schicken.

RP: Cabellitis

Cambridge Audio A5 (2015)

Seit 2014, dem Jahr vom Praxisende und Umzug an den Bodensee (80qm), war die Miniaturisierung angesagt, aber der Spieltrieb blieb :-), für die MORDAUNTs wurde der CAMBRIDGE gebraucht angeschafft und weil nicht mehr zufriedenstellend, dieselben durch zwei DALI Spector 1 ersetzt, die jetzt am DENON hängen, übrigens recht unkritisch in der Aufstellung, notfalls auch im Regal oder nahe an einer Rückwand. Der englische CAMBRIDGE kontrolliert die DYNAUDIO noch besser und erhält seine Audioinfos meist vom iMac als Server, der viel Musik im verlustfreien wave-Format enthält, dazu alle erstellten und herunter geladenen SPOTIFY Playlisten und einige hundert GB MP3 Musikdateien, man sammelt ja sonst nichts :-). Über Wlan kann der iMac auch Internetradio streamen, leider bei komprimierter Audioqualität per niedrigen Bitraten, mir gefällt DAB+ deutlich besser (Rockantenne). Ab mittlerer Verstärkerleistung (12Uhr Position des Reglers) benötigt diese Cambridge Dynaudio Kombination besser abwesende oder für Lärm eher unempfindliche Nachbarn 🙂

under desktop cover – der AMP klemmt unter der Schreibtischplatte

Irgendwann wird dieser recht günstige und zufriedenstellende Amplifier vielleicht durch einen noch besseren ersetzt, die DYNAUDIOs hätten es verdient, sie sind übrigens für völlig freie Aufstellung abgestimmt, auf meinem Fensterbrett erfreuen sie mit trockenem Bass per originalen Schaumgummi Stopfen in der hinteren Reflexöffnung, in Ohrhöhe auf mit Sand gefüllten massiven Holz Ständern.

iPhones 4 (2012) bis 11 (2019)

Zum gemeinsamen Urlaub hatte die Tochter ihr neues IP4 (6MPI) mitgebracht, ich die CANON EOS 5D (12 MPI) und war erstaunt, wie gut (und vor allem unauffällig) das kleine Handy gegenüber der Vollformat-Kamera abschnitt. Zudem war es damals schon eine hervorragende mobile Tonquelle, ibs. per Dock am DENON und dabei fernbedienbar. Für DAB im Auto zahlten wir 2014 €400 Aufpreis, für das kleine TECHNISAT DigitRadio 100 (DAB+ BlueTooth + UKW + FB) unter €100, und da es sehr lange und oft im Hintergrund läuft, ist es an zwei aktive LOGITECH Z-10 Desktop Böxlein angeschlossen.

eieiei elf 

Das 11er iPhone spielt nicht nur fotografisch in einer anderen Liga und klingt (täglich im Bad) als Radioersatz mit z.B. Rockantenne als Webradio, sondern liefert auch per BT einen bemerkenswert tiefgehenden Sound an Ohrstöpsel (LINKLIKE Fly 9) und Kopfhörer (JBL E65BTNC) oder mit den kleinen auch im Freien sagenhaft klingenden BOSE Mini II SoundLink,

die möglichst auf einer planen Unterlage (Brett o.ä.) und ansonsten freistehend,

aber auch über den wohlklingenden BT-Receiver LAYEN BS-1 im 30 Pol Steckplatz (für IP4) vom DENON ASD-11R Dock, per massivem Silberdraht Kabel angeschlossen am RCD-CX1. 

Fazit

Konnte es früher nicht laut genug einhergehen, so ist heute für mich Präzision bei eher leisen Wiedergaben gefragt, statisch über Boxen, mobil per iPhone und BT. Mit der Wiedergabe über igs. 4 Boxen auf exakt gleicher Ebene wird, bei zugegeben aufwändiger weil präziser Abstimmung, aus dem kleinen sweetspot für nur einen Zuhörer ein sweet space ohne Verlust an Präzision, das macht schon Spaß 🙂

auch bei diesem Wetter, der 21.12. war der kürzeste Tag 7Std. 39Min.

IP11PM   Fast Resize

(c) slowfoto.de

 

Audio über BT – eine vorhandene Stereoanlage aufbrezeln

BT für die alte Musik Anlage – Unhappy 😦 ? Happy 🙂 !

Mein iPhone11 ist nicht nur zum fast täglichen Sammeln von .jpg geeignet, ich höre auch viel Musik über den eingebauten Lautsprecher (Rockantenne Internetradio) oder mit Hilfe von Ohr– resp. Kopfhören. Man gewöhnt sich schnell an solchen Komfort. Nun findet sich im Haushalt oft eine wohlklingende Stereo Anlage, die über diverse Eingänge oder mehr verfügt wie mein DENON RCD-CX1: ein ASD-11R Dock mit dem 30 Pin Stecker für das iPhone (damals IP4 oder iPod) zum Laden oder zur musikalischen Nutzung und fernbedienbar mit der DENON Remote RC-1109. Doch mittlerweile habe ich, um vor allem meine Spotify Playlisten nutzen zu können, den LAYEN Bluetooth Music Receiver (ca. €20) auf exakt diesem 30 Pin Stecker platziert, mit dem iPhone per BT verbunden und bin mehr als zufrieden: Wer diskolaute Nutzung benötigt, sollte Kabelverbindungen und bezüglich Leistung potentere Quellen nutzen, für meine i.d.R. >leisen< Ansprüche ist diese Lösung mehr als genug.

IP11PM  ooc  Fast Resize

(c) slowfoto.de

iPhone – erste Schritte der Bildbearbeitung mobil

…wenn es schnell geht in 30 Sekunden

In meinem Beruf war ich auf der unendlichen Suche nach möglichst naturidentischer Farbwiedergabe und der Darstellung feinster Details, diese Phase ist Vergangenheit. Nunmehr steht die Bildaussage an erster Stelle und zwar umgehend, also möglichst ohne Bearbeitung am Rechner erst im zweiten Schritt. Mein iPhone 11 Pro Max bietet so viele Möglichkeiten, dass ich es mittlerweile für fast alle täglichen Situationen verwenden kann, und zwar von 13mm 26mm 52mm KBÄ per jeweiligem Objektiv bis hin zum 5fach DigiZoom => 130mm KBÄ! An der dSLR oder dSLM vermisse ich diese blitzschnellen Möglichkeiten, Fotos sofort und weitgehend final bearbeiten zu können und nicht nur mehr das. Dazu mein mittlerweile übliches Vorgehen mit den ersten Schritten vor (1.) und vor allem auch direkt nach (2.ff) der [Kamera] Aufnahme:

  1. [Camera+] – erleichtert Makros u.v.a.m. wie manuelle Einstellungen                                                                 
  2. [Bearbeiten] – Horizont prüfen ggf. korrigieren – Bildausschnitt wie vor – Belichtung ggf. optimieren (-> Schwarzpunkt!)
  3. [Snapseed] – auch am iPad wegen größerem Kontrollbild – Spiegeln –  Störungen entfernen, mit [Retouch] geht ebenfalls sehr gut
  4. [Focos] – beseitigt einen Brennweiten bedingten Nachteil (?) der in den Mobiltelefonen verbauten Objektive mit wenigen effektiven Millimetern recht gut, die Hintergründe werden digital aufgeweicht, m.E. nicht in der fixierten Güte einer Vollformat Festbrennweite mit F 1.4 bis z.B. 2.8 (Zoom), sondern variabel weil auch vom Abstand leider abhängig, für den allgemeinen Betrachter vielleicht unwichtig aber vorhanden! Und vor allem nachträglich per Fingerwisch ganz leicht und kontrolliert zu händeln…

IP11PM  und IP6+  div. [Apps]  Fast Resize 

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FAQs Fotografie und Navigation auf dem eBike

Apps [Kamera], Navigation [Karten] und [Komoot] auf dem eBike lange nutzen

Wir haben in diesem September über 300km überwiegend kleine und stille Wege in Mecklenburg Vorpommern befahren, dazu ist die App [Komoot] mit vorgeladenen Routen ideal, für Strassen und Städte nehmen wir die App [Karten] und zwar online. Die stundenlange Verwendung des iPhone setzt einen stabilen 10.000mAh Tank oder größer voraus, weil auch offline der interne Akku alsbald auf 35% Restkapazität gesunken ist.

Die Abhilfe auf 5 Volt Basis ist recht einfach, zur Verbindung von der lenkermittigen Performance Line Steuerzentrale, vom mächtigen Bosch 500 Akku versorgt, genügt ein kurzes USB-micro A+B Kabel zum Tank in der Lenkertasche, der dadurch immer voll aufgeladen bleibt, das übliche USB-Lightning Kabel (auch ein langes) versorgt das iPhone, dass ich liegend in der Lenkertasche transportiere, denn für beide Applikationen gibt es ja eine laute und präzise Sprachausgabe, die ich zudem auf der Apple Uhr nachlesen kann, wenn beide Apps auch dort installiert sind. Die stabile Lenkerhaltung für das iPhone muss also nicht zwingend mit, weil ich das Händy zum Fotografieren blitzschnell in der Hand haben möchte, und zwar ohne weitere Demontage und mit nur einem Griff: Tasche auf Händy raus 🙂 Auch lecker für unterwegs: BT Ohrhörer für Musik Sprachausgabe und Telefon 🙂 🙂

Fazit: Mit dieser schlichten Ausrüstung lässt sich stundenlang und sicher Navigieren, dabei speditiv fotografieren und am Fahrtende ist das Händy immer noch voll geladen.

NB: Von Versuchen mit z.B. dem Navigon PKW Navi kann ich nur abraten, unsere beliebten kleinen Wege sind nicht auf dessen Europa Kartenspeicher und außerdem ist für den internem Akku eine 12V Spannung erforderlich, weil ohne Nachladen nach ca. 2 Stunden das Ende der Navigation erreicht ist, das reicht vielleicht für einen Stadtweg 😦

stabile Lenker Halterung für iP7+ oder iP11PM

BOSCH Display mit USB micro A, mit B in den Akku und von dessen USB zum Lightning

mit dem >Tank< verbunden: rot = 1A und rot-rot =2A Ladestrom

mit dem Handy geschützt in der Lenkertasche

USB micro A+B links und USB auf Lightning Kabel rechts

IP11PM  ooc  Fast Resize 

(c) slowfoto.de

FAQs: Brennweiten Vollformat und Smartphone – ist ein Vergleich sinnvoll?

Frage: Lassen sich Brennweiten samt Sensoren im Vollformat mit denen vom  Händy überhaupt miteinander vergleichen?

slowfoto: You Tube bietet fast unendlich viele Clips mit vergleichenden Aufnahmen von oft stillen Objekten, die einmal mit einer Kamera mit ca. f50mm Kleinbild 24x36mm (KB) und zum anderen mit einem Händy mit ca. f50mm Kleinbild Äquivalent (KBÄ) aufgenommen wurden, kurz gesagt bei den KB Aufnahmen ist der Hintergrund relativ unscharf und bei den KBÄ relativ scharf, der AF liegt exakt auf der Apfelflasche im unteren Vordergrund, die Werte wurden soweit möglich angepasst, dennoch ist es ein Äpfel mit Birnen Vergleich:

RP  f50mm  1/1.000sec  F2  ISO50

RP  f50mm  1/100sec  F8  ISO50

Bei der Vollformat Kamera (gilt mit Faktor ca. 1,5 auch für große Crop Sensoren) sind f50mm die sogenannte Standard-Brennweite und im Laufe der Zeit die leichte Telebrennweite geworden, galt früher ein f35mm als Weitwinkel, sind es heute f28 oder gar f24mm KB. Schärfentiefen Bereiche lassen sich durch Abblenden noch weiter vergrößern resp. verringern, je weiter die Blende geschlossen resp. geöffnet wird, das gilt nicht für ein Händy, dessen Objektiv immer bei Offenblende arbeitet! Grundsätzlich sind bei den echten KB Brennweiten die Schärfentiefen weniger ausgeprägt als beim Händy.

Es gibt sehr kurze KB-Brennweiten von f12mm für VF, für Crop sogar bis 10mm. Wer die tatsächliche Schärfentiefe >vergrößern< will, montiert z.B. das 10-22 EF-S direkt an die spiegellose EOS RP, nutzt damit aber auch nur den Crop Bereich des VF Sensors.

IP11  f50mmKBÄ  F2  Tv1/453sec  ISO 20

IP11  f50mmKBÄ  F2  Tv1/115sec  [Porträt]
Die Standard Brennweite des Händys mit einem Objektiv ist ein Weitwinkel (Faktor 1) mit etwa f28mm KBÄ, seit dem iPhone 7+ ist ein sog. Tele mit etwa 56mm KBÄ hinzu gekommen. Bei der IP11 Kamera liegen die Sensorgrößen ebenfalls bei einem Bruchteil des VF, mit effektiven Brennweiten von f4,25mm (1) und f6mm (2) und Offenblenden von F1.8 und F2.0, der Verlängerungsfaktor beträgt ca. Faktor 6.1 resp. 8.6! Bei diesen extrem kurzen Brennweiten ist die Schärfentiefe grundsätzlich größer ausgeprägt, Apple verzichtet deswegen beim 0,5er SWW mit 13mmKBÄ (0,5) sogar auf die Scharfstellung und verbaut ein Fixfokus Objektiv. Das sogenannte Tele (2) Objektiv bildet auch die Grundlage für die neue [Porträt] App mit künstlich veränderbarem Hintergrund, meist in Richtung Unschärfe, was relativ gut funktioniert und das nicht nur bei Gesichtern!

Ist es nun sinnvoll, eine Voll- oder Crop- Format Kamera in Richtung Händy und umgekehrt umzubasteln? M.E. ein klares Nein, denn beide Kameraarten können sich je nach Einsatz Nutzung hervorragend ergänzen: möglichst viel scharf abgebildet -> Händy, exakte und gezielt eingesetzte Schärfenbereiche -> VF-Kamera 🙂

Vorsatzlinsen mindern immer die Bildqualität, mit Ausnahme von Konvertern, die für das Objektiv gerechnet und hinter demselben montiert sind. Bei sehr langen Brennweiten kommen Schlieren und Schmutzteilchen in der Luft dazu, die dann auch beste Telelinsen nur noch schwach abbilden lassen. Ich habe mich jedenfalls beim IP11 mit 3 Objektiven (0,5 1 2) gegen Tele-Vorsatzlinsen entschieden und verwende lieber die EOS RP oder croppe die IP Aufnahme. Oder riskiere ausnahmsweise auch mal die digitale Linse (max. bis 4) 🙂 

NB: die 1L Flasche meines Obstbauers ist gefüllt mit original 70%igem Apfelbrand (unverdünnt), als Geheimtipp für alle sauberen Desinfektionen in dieser Coronazeit 🙂 

Apple IP11 PM  – Canon EOS RP – alle Aufnahmen ooc – außer FastResize

(c) slowfoto.de