Rügen mit der Camera obscura

Bücher, die sich lohnen: Alles ist Licht

Volkmar Herre bietet eine Naturschau mit der Camera obscura (Goethe hatte um 1800 auch eine mobile), eine Wanderung am Meer entlang des Kreidegebirges der Insel Rügen im Nationalpark Jasmund, in der Zwiesprache mit der Natur, die sich mit meditativer Musik auf besondere Weise betrachten lässt: Camera obscura bedeutet für mich das Wunder, wenn Licht in dunklem Raum durch ein winziges Loch fällt und die äußeren Dinge in magischer Weise erscheinen lässt… Bewegung wird zur Stille (Zitat).
Die poetischen Gedichte im überlieferten japanischem dreizeiligen 5-7-5 Rhythmus dazu stammen aus der Feder von Carine Thieme. Es gibt nur 100 Exemplare ISBN 3-932014-19-7

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Abenteuer in Hitze und Eis

Michael Martin und die Wüsten des Planeten

Michael Martin in Lindau

Wieder hat der Alpenverein Lindau zu einem der begehrten DAV DiaKultur Vorträge eingeladen: In der ein Jahr später als geplant fertiggestellten Inselhalle referierte Michael Thomas Martin über seine Reisen zum Nordpol, in die Wüsten vieler Kontinente und schließlich zum Südpol. Martin haben wir schon vor rund 30 Jahren in Oberhessen erlebt, mit Leica-Vision und 8 Projektoren hatte er unzählige Dias lebhaft kommentiert auf einer riesigen Leinwand gezeigt und unterlegt mit originärer Musik, eine einzigartige Augenweide – ein fast gleichzeitiges Konzert der mittelalterlichen Rockband Ougenweide erbrachte eine Gemeinsamkeit: unter 3 Stunden geht garnichts! Heute imponiert ein riesiger Projektor mitsamt einem Rechner plus dem sehr guten Sound im Saal Bayern der Inselhalle. 

der Büchertisch vor der Veranstaltung
und auf Wunsch signieren
in der Pause

Geblieben ist dem Fernreisenden die geliebte BMW GS, das Motorrad, mit dem er egal auf welchem Untergrund unterwegs ist, fast überall ist sie mit dabei. Geändert hat sich das Equipment von der analogen Leica mit Fuji Diafilm zur digitalen Nikon Spiegelreflex Kamera. Und wenn schon Aufnahmen aus der Luft, dann bitte gleich mit dem Helikopter oder Flugzeug. Reise- und Vortragszeit halten sich so ungefähr die Waage im Jahr. 

Wir haben viele Reise Vorträge gehört und gesehen, man darf aber auch nicht alles miteinander vergleichen: So viele erstklassige Foto-Aufnahmen, in der Überblendung fast immer etwas zu kurz gezeigt (sorry, wir brauchen viel Zeit zum Betrachten) und soviel frei vorgetragenen und exzellent erklärenden Text haben wir bisher nur bei Michael Martin erlebt. Hingehen lohnt!

das Ende der langen Reise am Südpol
bis zum nächsten Mal

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Einfach bessere Fotos – ist das 2019 wirklich einfach?

Fotografieren aktuell mit dem Handy (12MPI), der Spiegellosen Crop (18MPI) und Vollformat Spiegelreflex (20MPI) Kamera bei wenig Licht

Handy Panorama 2010 in Berlin – Wuhlheide – Bonnie Tyler – Carat – Puhdys – wir 

Einladung zum Blog „einfach bessere Fotos“  (2010)

Fotografie mit der allgegenwärtigen digitalen Kompakten oder dem Handy samt allen smarten oder anderen Phone-Abkömmlingen ist heute üblich, auch dort im Konzert, wo Film- und Fotoaufnahmen ausdrücklich verboten sind. Doch irgendwann war oder ist man nicht mehr mit der Qualität dieser Aufnahmen zufrieden:

  • Was kann ich tun, wenn mir die Aufnahmen von Anderen besser gefallen als meine eigenen?
  • Wie komme ich zu ausdrucksstarken Fotos, muss dazu eine neue Kamera her?
  • Muss ich die Kamera komplett selbst einstellen oder kann ich mich einfach auf die angebotenen Automatiken verlassen?
  • Kann ich mit einer einzigen kleinen Kamera all meinen wachsenden Ansprüchen genügen?
  • Was benötige ich an Ausrüstung, um als Beispiel aus dem Bergwander- oder Stadturlaub ansprechende Fotos mitzubringen?
  • Was ist beim Fotografieren von Personen wichtig?
  • Wie kann ich Blitzlicht fast unsichtbar einsetzen?
  • Was ist alles vor der Aufnahme zu beachten?

Diese acht Fragen stellte ich damals den Freunden und Lesern meines jungen Blogs einfach bessere Fotos. Es ging nicht etwa nur darum, Anregungen zum Neukauf zu vermitteln, sondern präzise Anleitungen für fotografische Situationen aufzuzeigen, also Kochrezepte, um auf den Geschmack nach mehr zu kommen. Die meisten Klicks im Blog gehen zu den >Einstellungen< oder anderen fototechnischen Artikeln. Für mich sind und waren diese summarischen Berichte nur als handwerkliche Basics gedacht, die Fotostrecken hingegen finde ich viel wichtiger, ibs. die Reiseberichte >zu Fuß<, weil solche Erinnerungen auch farbig sind 🙂 wie ab+zu die >Beichten< aus anderen schönen Situationen im Leben…

Wesentlich bei allen Anschaffungen ist auch heute zu wissen, was man >nicht< benötigt, denn Fehlkäufe sind teuer: slowfoto ist deshalb weder an Hersteller noch Vertriebe gebunden! Es versteht sich von selbst, dass wertige Produkte aufgeführt sind, von deren Qualität ich aus langer Anwendung überzeugt bin. Ein Blick in den slowfoto Blog (->Kategorien) zeigt die Richtungen (->Suchfunktion) auf…

a EOS 6D EF 1.8 28mm 17:57 1/30sec F3.5 ISO 25.600
b EOS 6D EF 1.8 85mm 20:30 1/30sec F 1.8 ISO 12.800

Fazit 2019 

Die Recherche in ehrlichen Vergleichen langjährig verfolgter Portale zeigt die vielen Veränderungen: War früher die DSLR, als schnelle Variante im Cropformat, als 50MPI Pixelbombe heute auch im Vollformat, das Ende der Fahnenstange, so sind dies mittlerweile die Spiegellosen geworden, mit einem Crop Sensor zum Einstieg und aktuell mit rund 30 MPI vollformatigem Sensor und, man lese und staune, fast ohne Unterschiede in den JPG oder RAW Qualitäten! Und weil die Sensoren samt Softwares auch nicht zaubern können, ziehen die sehr guten Spiegellosen mit den sehr guten DSLR gleich, sie sind mit neu gerechneten und deutlich teureren Objektiven hingegen in der Abbildungsqualität sogar überlegen. In der ISO Empfindlichkeit können heute Aufnahmen bis 12.800 oder 25.600 durchaus überzeugen, wovon der analoge Film Fotofan nicht mal geträumt hat.

c EOS M 18:08 EF-M 2.0 22mm 1/30sec F4 ISO 12.800
d EOS M 18:01 EF 1.8 28mm 1/40sec F2.8 ISO 12.800 

Handy: Ähnlich ist der Fortschritt, 12MPI gehören zum Standard, ein kurzes Tele zusätzlich zum Weitwinkel mittlerweile auch. Die Bildqualität ist enorm gesteigert auf das Niveau preiswerter Crop-DSLR, die Ausstattung hingegen völlig anders: unzählige Apps verhelfen dem Anwender bis hin zur virtuellen Blendensteuerung, auch in der Verwendung beider Objektive samt Verrechnung der Aufnahmen. Auch Fotos bei wenig Licht sind per Mehrfachaufnahmen und deren Verrechnung rauschärmer geworden. Allerdings sind diese Apps mittlerweile auch in einige DSLR eingebunden, aber nicht zwingend nötig, für die EOS 6D überzeugt auch der single-shot.

Unangefochten ist immer noch der große Live-View Bildschirm mit der zeitgleichen Wiedergabe jeder Veränderung an Parametern. Solche großen Bildschirme bieten die Spiegellosen nicht, dafür einen digitalen Live-View Sucher, den wiederum die DSLR nicht aufweist. Zudem ist das Erstellen von Panoramen oder Clips samt Versand per Händy echt easy und oft unverzichtbar.

Für mich aktuell ideal ist deshalb ein iPhone7+, eine spiegellose Crop wie schon die erste EOS M und für alle anderen Fälle noch eine EOS 6D als Nachteule mit lichtstarken Festbrennweiten und langen Zoomen. 

e iPhone7+ 16:59 f4mm 1/4sec F1.8 ISO 100
f iPhone7+ 16:59 f6mm 1/4sec F2.8 ISO 125
g iPhone7+ 21:28 f4mm 1/4sec F1.8 ISO 1.600
h iPhone7+ 21:28 f6mm 1/4sec F2.8 ISO 400

Je besser man die eigene Kamera beherrscht und kennt, desto besser werden die Aufnahmen. Eine neue Kamera macht i.d.R. nicht zwingend bessere Aufnahmen, deshalb lieber neue Motive suchen als nach vermeintlich besserer Ausrüstung jagen. Wenn eine Aufnahme gefällt, ohne dass die verwendete Kamera auffällt, ist (m)ein Ziel erreicht.

Fotografieren ist das Malen oder Schreiben mit dem Licht der Himmelskörper,

Fotografieren bedeutet Zeichnen mit reflektiertem Licht: Photographie altgriechisch φως,φωτoς Helligkeit, Lichtder Himmelskörper, und γραφειν, malen, schreiben.

Fotografieren ist nicht schwierig, solange man nichts davon versteht.

Wenn man diese Kunst aber begriffen hat, dann wird man gefordert.

https://slowfoto.wordpress.com/2018/03/11/faqs-eine-kamera-kaufen/

Die Kraft eines Porträts liegt in dem Bruchteil der Sekunde, in dem man etwas vom Leben der fotografierten Person versteht. Die Augen erzählen viel, der Gesichtsausdruck… Ein Porträt nimmt man nicht alleine auf, der Andere schenkt es einem.

https://slowfoto.wordpress.com/2017/07/31/faqs-einfach-bessere-fotos-wie-man-sie-erhaelt/

Gute Fotografie beginnt dort, wo man schlechte Fotos nicht mehr aufnimmt. Auch eine bessere oder teurere Kamera macht keine aussageträchtigeren oder besseren Aufnahmen! Wenn eine Aufnahme gefällt, ohne dass die verwendete Kamera auffällt, ist (m)ein Ziel erreicht.

Farben sind das Lächeln der Natur  Leigh Hunt – englischer Schriftsteller

Jedes Foto hält die Zeit an  Cees Nooteboom – holländischer Schriftsteller

alle Aufnahmen aus der Hand und ooc außer FastResize

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Bücher, die sich lohnen: GEHEN. WEITER GEHEN.

Erling Kagge: Gehen. Weiter Gehen. Eine Anleitung.

Insel ISBN 978-3-458-17768-5 €16.-

Wir sind geborene Entdecker: Einen Fuß vor den anderen zu setzen. Grenzen zu erforschen und zu überschreiten liegt in unserer Natur (Rückseite).

Die Füße sind Deine besten Freunde. Sie erzählen wer Du bist.

Sie stehen in einem Dialog mit den Augen, den Ohren, der Nase, den Armen, dem Oberkörper und den Gefühlen. Ein Dialog, der sich häufig schneller vollzieht, als der Kopf folgen kann. Die Füße bringen und präzise weiter. Sie spüren den Untergrund. Was sich unter den Fußsohlen befindet. Sie registrieren jede Unsicherheit, um dann den nächsten Schritt nach vorn oder zur Seite zu machen.

Füße haben eine starke und komplexe Struktur. Mit ihren sechsundzwanzig Knochen, dreiundreißig Gelenken und mehr als einhundert Sehnen, Muskeln und Gelenkbändern halten die Füße den Körper aufrecht und im Gleichgewicht (S. 57).

Auf 158 Seiten beschreibt Kagge die Beziehung und Erkenntnisse über seine Füße, Reisen und Wanderungen. Es geht, trotz aller überstandenen Strapazen, nicht um Sport, sondern eine weitere Entdeckung der Langsamkeit in der Meditation. Wenn man das Buch in der vorgenannten Lesezeit von unter 2 Stunden >schafft<, hat man den Autor nicht begriffen und liest es am besten nochmals und ganz langsam. Wer nicht mehr oder zu schnell läuft, entdeckt und sieht nichts mehr. 

Direkt nach der Lektüre habe ich meine Schuhe angezogen und bin los nach Lindau:

auf dem Weg vor Lindau: 2 Schwäne, 2 Kinder und 2 Erwachsene
in der Eilguthalle am Hafen
die beiden Wahrzeichen
so sieht es von draußen aus

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Bücher die sich lohnen: Die Nacht ist Leben!

Nicht nur Türsteher…

Umschlag ISBN 978-3-86493-025-6 €14,99

Die Autobiografie von Sven Marquardt >Die Nacht ist Leben< ist eine Chronik über das Punk Leben in der DDR und danach, mit tiefen Einblicken in das Denken, Handeln und Fühlen eines Regimekritikers, Fotografen und Schwulen. 1982 in Ostberlin geboren, hat Marquard auch als Fotograf Berühmtheit erlangt, nachdem ihm schon als Jugendlichem die Kamera >als etwas Bleibendes< geschenkt worden ist, O-Ton: Streifzüge durch die Stadt – Mich als Inszenierer, dessen Fokus allein auf dem Menschen und seiner möglichen Verwandlung liegt (S.108 bis S.114 über seine Fotografie, bis S.122 über seine Aufträge) Extratipp als SW-Fotograf: sakrale Dramatik – Kunstblut haben wir nicht, und Travidin (gängiger Multivitaminsaft) kommt gut in Schwarzweiß. Bekannt wurde er insbesondere als Einlasser im Berliner Club Berghain.

220 Seiten, die ich gerne und speditiv gelesen habe. Vor allem S.129: Wenn ich heute daran denke, was andere 1988 und ´89 riskierten, um dem Staat seine Ödnis und Repressivität vorzuhalten, dann frage ich mich schon: Waren wir total unpolitisch? Oder war man schon politisch, wenn man Fotos machte oder ein Leben führte, das die vorgesetzte Normen durchbrach? Wo fängt Politik an, mit welchen Handlungen? In jedem Falle gingen von Kirchen und Bürgerforen die tieferen Impulse in Richtung Politik aus – keine Frage. Dort waren Menschen unterwegs, die das größere Wagnis auf sich nahmen. Wenn es sie nicht gegeben hätte, würden wir mit unseren Modeschauen wohl immer noch auf den Hinterhöfen Berlins im Hamsterrad kreisen.

schade um die mindere Printqualität der eindrucksvollen Aufnahmen (Buchmitte)

Am 19.11.2018 waren wir wieder einmal in der Leipziger Nikolai Kirche, für uns einer der Zeugungsorte der Wiedervereinigung.

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Vernissage am 23.11.2018 im Seniorenheim Hege

Einladung zur Vernissage am Freitag 23. November 2018 um 17 Uhr
im Foyer des Seniorenheims Hege in 88142 Wasserburg Hege 5 mit Werken von

Beate Birk (Gouache)
Elvira Boxleitner (Acrylmalerei)
Ina Kritiotis (Fotografie)
Heidi Schnicke† (Aquarell)
Wolfgang Suhadolnik (Mandalas)
Dr. Peter Paul Zehner (Fotografie)

Die KünstlerInnen zeigen ihre Exponate teils gemalt, teils fotografiert, in einer besonders großen Vielfalt. Vorab schon mal meine 15 Fotografien

auf Canvas Leinwand im Format 30x45cm und
aufgegangen im 1. Stock des Pflegeheims
im Flügel Wasserburg, mit erklärendem Katalog 

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Slowfoto Ausstellung November 2018

Foto Ausstellung im Seniorendaheim Hege

Bodolz, Nonnenhorn und Wasserburg sind ein Verbund dreier Gemeinden, wobei jede eine besondere Ausstrahlung besitzt und ihren ganz eigenen Charakter bewahrt hat. Eine der Schnittstellen ist das gemeinnützige Seniorenheim im Ortsteil Hege, das im öffentlich zugänglichem Bereich wechselnde Ausstellungen an Bilder bietet. Hier sind 15 meiner Aufnahmen untergebracht, nach dem Blickwinkel ausgesucht, den man von der Anlage aus gesehen in Richtung Bodensee hat: Ein Bild ist ein Gedicht ohne Worte – Cornificius gest. 42 v.Cr. 

01 Blick auf den Wasserburger Hafen
02 und den herrlichen Uferweg
03 Blick auf die Wasserburger Bucht am Hegestrand
04 Blick auf das Schweizer Ufer mit dem Säntis vom Malerwinkel aus
05 mit dem Landschaftsschutzgebiet am gemeinsamen Ufer mit Nonnenhorn
06 Blick auf die Sankt Georgs Kirche – mal nicht vom Hafen aus
07 der Malerwinkel
08 als Oase der Besinnlichkeit und Ruhe
09 mit Aussicht auf das österreichische Ufer
10 bis hin zum Nonnenhorner Uferbereich,
11 den Säntis, dem Schweizer Hausberg (>2.000m)
12 und die Vegetation im Uferschutzbereich
13 die alte Badeanstalt in Wasserburg
14 und die alte Mole
15 und der Blick auf die Werft, Lindau und den Pfänder, dem Bregenzer Hausberg (>1.000m)

Wir leben in der Anlage >Zum Lieben Augustin< in Wasserburg, mittlerweile hat auch die Mutter (92) in der >Hege-Pflege< ein neues Zuhause gefunden. 

Nicht nur von der südlichen Bodensee Region konnte ich über Jahrzehnte viele Aufnahmen erstellen, sei es unterwegs mit der Bahn, dem Boot oder Bus, per Fahrrad oder PKW und nicht zuletzt zu Fuß, so wie diese Exponate für die Ausstellung entstanden sind.

Mein expliziter Dank für die exzellenten Pigmentdrucke (EPSON Surecolor 30x45cm auf 390 Gramm Canvas im Keilrahmen, mit Hahnemühle Varnish zum Schutz lackiert,) geht an den Lindauer Fotografen Jörn Lorenz – alle Aufnahmen sind in der gezeigten Ausführung und Größe zum Preis von € 149.- erhältlich, andere Größen auf Anfrage 0172 7021587 oder per Mail an kontakt@slowfoto.de

Die ruhigen Motive sollen in der neuen Umgebung dazu beitragen, Besuchern und Bewohnern den besonderen Reiz und die Schönheit der naheliegenden Umgebung aufzuzeigen.

Canon EOS 5Ds und 6D  EF 2.8 16-35 L und 2.8 200 L

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Bücher die sich lohnen – Langzeitbelichtung und Nachtfotografie

Ronny RITSCHEL – Langzeitbelichtung und Nachtfotografie

Verlag http://www.mitp.de ISBN 978-3-8266-9210-9 €34,95

68 Seiten Basics aus der Erfahrung des Hamburger Fotografen werden verständlich erklärt, es folgt die mehrstufige und sehr persönliche Sichtweise vom Aufnahmeprozess – sowohl ohne als auch mit dem Graufilter! >Das Buch sprüht gerade vor Subjektivität< meint der Autor und genau das ist gut so, keine überall zu findenden Allgemeinplätze, sondern knallharte Statements zu den Abbildungen, man kann da auch mal anderer Meinung sein, aber Ritschel`s Linie ist so konstant wie ein LED Strahl:

Gerade mal eine halbe Seite Text widmet RR sich selbst, schon geht es zum Gestaltungsmittel Langzeitbelichtung, Bewegungsunschärfe und Dynamik, jeweils mit entsprechenden Abbildungen hinreichend erklärt.

Die Ausrüstung findet sich auf 15 Seiten, mit eindeutigen Empfehlungen, was man nicht kaufen soll, lieber wenig und das sehr gut! Beim Objektiv geht der Vorzug eindeutig in Richtung weiter Winkel, wegen der tieferen Schärfenbereiche bereits ab geringen Blendenwerten und der besonderen Eignung für auch mehrere Filter übereinander. Lichtstark kann, muss es aber nicht zwingend sein, Pixel im Randbereich werden auch nicht gezählt 🙂

Die nächsten 10 Seiten widmet RR der Kamera, wobei die schnelle Bildfolge unwichtiger als deren Bulb Modus ist. Selten habe ich eine so knappe aber vollverständliche Erklärung des Histogramm gefunden, weitere 7 Seiten beschreiben den Bildausschnitt und die Fokussierung ohne jegliches Filter, dann den Aufnahmemodus samt passendem ISO Wert.

Kapitel 5 bezeichnet die 1/20 sec schon als Langzeit-Belichtung, sicher oft ein Equipment abhängiger Grenzwert für den Stativeinsatz, der bei 80sec unstrittig notwendig ist, wenn ND-Filter zum Einsatz kommen. Kapitel 6 zeigt die unterschiedlichen Einstellungen für Motive von Landschaft, Urban und Architektur auf, jeweils und wie immer von klar definierten Abbildungen begleitet.

In Kapitel 7 geht es dann um die Nacht, von der blauen Stunde bis hin zur kompletten Dunkelheit mit 12 Minuten Belichtungszeit. Kapitel 8 ist wieder ein technisches, die bevorzugte Ausrüstung und deren Anwendung betreffend, mit umfangreichen Erläuterungen, die man zum besseren Verständnis sogar zu Beginn des Buches lesen sollte. Kapitel 9 zeigt die geeigneten Motive in beeindruckenden Aufnahmen!

In Kapitel 10 stellt der Autor die Frage nach Farbe oder Schwarz Weiß und präsentiert in augenfälligen Beispielen beide Ergebnisse, mit jeweiligen Vorzügen, hier wird der persönliche Geschmack zum tragenden Element. Ich sehe die vom Motiv und der Stimmung abhängige Aussage als Hinweis, welche nachträgliche Bearbeitung die bessere werden kann: die Darstellung einer nebeligen Landschaftsaufnahme verträgt m.E. eine poppige Betonung der Farben weniger, die Nachtaufnahme muss nicht immer nur in SW sein. 

Kapitel 11 beinhaltet die Bildbearbeitung auf über 75 Seiten, mit einem Vergleich von Lightroom zu Photoshop mit sehr ähnlichen Resultaten. Kapitel 12 zeigt eine Abbildung: Alles hat ein Ende…

16mm ISO50 202sec Stativ

Alexander Dacos spricht von >geschwätzigen Farben als Gestaltungselement< und bevorzugt Schwarz-Weiß, Ronny Rietschel von >störenden, unwichtigen Details, die den Blick des Betrachters ablenken< (S.23) und meint Langzeitbelichtungen, der englische Schriftsteller Leigh Hunt meint >Farben sind das Lächeln der Natur< – jeder hat auf seine Weise Recht für die jeweiligen interessanten Vorgehensweisen! 

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Spaß mit der Fuji instax mini 9

Sofortbild im Scheckkartenformat

zwei Unverbesserliche

Mini ist sie nicht (13x13x8cm BxHxT), leicht auch nicht (ca. 400g), dafür außer schwarz in fünf auch teils milchigen Pastelltönen zu wählen 🙂 Sie hat ein f60mm F12,7 Fix-Fokus Objektiv (0,6m-unendlich), dazu eine aufklemmbare Nahlinse (35-50cm) und als extra Zubehör ebensolche Farbfilter, einen gewöhnungsbedürftig sehr kleinen optischen Sucher plus winzigem Selfy Spiegel am Objektiv für das Querformat, einen eingebauten immer an Blitz und 5 manuell wählbare Belichtungen: home – wolkig – wenig oder stark sonnig – hykey für hellen, luftigen Hintergrund und dennoch eine Neigung zu eher recht dunklen Aufnahmen. 2xAA Batterien sind zum Betrieb nötig und eine 10er Filmpackung, jede Auslösung klickt das Bildzählwerk von S bis 10: Die instax 9 kostet ca. €60.- und der Doppelpack mit 20 Scheckkarten kleinen Bildern ca. €15.-, es gibt auch den 10er Monochrome Pack für €10.-

Kamera instax mini 9 iceblue mit Zubehör Trageschlaufe und Nahlinse, der Filmpack kostet extra
Nahlinse auf dem Objektiv
Selfy Spiegel für Querformat, das iPhone spiegelt sich
Innenleben ohne Filmpack und mit Bildzähler rechts unten (Deckel auf => S besser 0)

Fazit: Spaßmacher mit AHA Effekt für z.B. kleine sofort Porträts, wenn es denn sein muss, mit einer Papierbildgröße von 8,6×5,4cm samt Foto von 6,2×4,6cm für je 75Cent: 

iPhone7+ ohne Blitz 
instax mini 9 mit Zwangsblitz

CEWE 10x15cm Prints ab 19Cent sind besser und viel billiger, aber dafür muss man halt zu Rossmann&Co hingehen 🙂 

KODAK Thermosublimat für farbtreuen und qualitativ hochwertigen Sofortprint ab 19 Cent
60 Sofortbilder im beliebten 10x15cm Postkartenformat für €11,40

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Slowfotos für die KW 42 2018

Eine deutsche Kamera für den Asteroiden Ryugu

MASCOT Lander auf unserem Balkon (derzeit eine Baustelle)

Der 10kg leichte und nur Mikrowellen große Asteroiden Lander MASCOT (Mobile Asteroid Surface Scott) ist seit dem 3.12.2014 an Bord der japanischen Hayabusa2-Sonde auf dem Weg zum mit rund 300 Millionen Kilometer erdnahen und 1km im Durchmesser messenden kleinen Asteroiden 16273, und aus 51m Höhe nach 20min Fallzeit am 03.10.2018 um 3:58 deutscher Zeit sanft auf dessen Oberfläche gelandet. Mit dabei sind das Radiometer MARA, die deutsche Kamera MASCAM (2),

die Kamera befindet sich vorn rechts oben

das Magnetometer MASMAG und das Spectrometer MMEGA für die vorzunehmenden Untersuchungen.

MASCOT Bastel Set

Ein MASCOT Klappmodell habe ich in Bremen auf der Ausstellung vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erhalten, das die Experimente überwacht. 16 Stunden lang nimmt das Gerät Messungen vor, dann sind die bordeigenen Batterien erschöpft. Mit „Mascots“ Daten wird die Sonde „Hayabusa2“ zur Erde zurückfliegen und soll dort Ende 2020 über einer Wüste in Australien eine Kapsel mit den eingesammelten Proben des Asteroiden abwerfen. Vier Jahre waren „Mascot“ und die Sonde im Weltall unterwegs gewesen und legten rund 3,2 Milliarden Kilometer zurück. Bereits im Jahr 2010 hatte die japanische Raumsonde „Hayabusa“, die Vorgängerin der „Hayabusa2“, weltweit erstmals Bodenproben eines Asteroiden zur Erde gebracht, die in Bremen in der Ausstellung zu sehen waren. Auf die MASCAM Aufnahmen bin ich mal gespannt, ibs. im Vergleich mit unserem aktuellen Balkonboden 🙂

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300 Millionen Kilometer entfernt

300 Millionen Kilometer entfernt: Raumsonde "Mascot" auf Asteroiden gelandet. Computergrafik der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA: Das Bild zeigt das deutsch-französische Messgerät «Mascot» auf dem Asteroiden Ryugu. (Quelle: dpa/Uncredited/JAXA/AP)

Computergrafik der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA: 
Das Bild zeigt das deutsch-französische Messgerät «Mascot» 
auf dem Asteroiden Ryugu. Quelle: Uncredited/JAXA/AP/dpa

Raumsonde „Mascot“ erfolgreich auf Asteroiden gelandet

03.10.2018, 12:47 Uhr | dpa

Der Asteroid Ryugu hat einen neuen Bewohner: Die deutsch-französische Sonde kann seine Arbeit aufnehmen. Die Daten könnten das Geheimnis lüften, wie das Leben auf der Erde entstanden ist.

Mission geglückt: Rund 300 Millionen Kilometer von der Erde entfernt ist das deutsch-französische Messgerät „Mascot“ erfolgreich auf dem Asteroiden Ryugu gelandet. Das gab das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bremen bekannt. Die japanische Raumsonde „Hayabusa2“ klinkte das Landegerät von der Größe einer Mikrowelle um 03.58 Uhr deutscher Zeit aus. Aus einer Höhe von 51 Metern fiel „Mascot“ im freien Fall – langsamer als ein irdischer Fußgänger – auf den Himmelskörper zu. „Es hätte nicht besser laufen können“, erklärte Mascot-Projektmanagerin Tra-Mi Ho vom DLR-Institut für Raumfahrtsysteme. „Aus den Betriebsdaten des Landers konnten wir erkennen, dass er sich von der Raumsonde trennte und nach rund 20 Minuten auf der Asteroidenoberfläche zur Ruhe kam.“

Damit beginnen für das internationale Team aus Ingenieuren und Wissenschaftler die 16 Stunden, in denen der Lander Messungen auf der Asteroidenoberfläche vornimmt. Die Forscher wollen mit der Mission den Ursprüngen des Sonnensystems auf die Spur kommen.

Die geringe Anziehungskraft erschwert das Landen

Bereits der Moment der Trennung von der Sonde gehörte zu den Risiken der Mission. Wäre „Mascot“ nicht wie geplant und getestet ohne Probleme ausgeklinkt worden, hätte das Team auf der Erde kaum Möglichkeiten gehabt, dieses Problem zu beheben. „Doch alles verlief reibungslos“.

Wegen der geringen Anziehungskraft des Asteroiden konnte „Mascot“ (Mobile Asteroid Surface Scout) sanft landen. Ryugu hat einen Durchmesser von nur etwa 900 Metern und nur etwa ein 60 000stel der Erdanziehungskraft. Der sanfte Abstieg war entscheidend gewesen, da „Mascot“ sonst wegen der geringen Gravitation hätte wie ein Gummiball vom Asteroiden zurückspringen und im All verloren gehen können.

Ungewöhnliche Fortbewegung

Auf seinen Erkundungstouren wird das kleine Kraftpaket umherhüpfen. Möglich macht das ein eingebauter Schwungarm. „Der Lander sollte nun auf der Asteroidenoberfläche liegen, sich mit seinem Schwungarm im Inneren in die richtige Position gebracht haben und selbstständig mit den Messungen beginnen“, teilte das DLR weiter mit. „Mascot“ war federführend vom DLR-Institut für Raumfahrtsysteme in Bremen mit der französischen Raumfahrtagentur CNES entwickelt und getestet worden.

Er hat vier Instrumente: Mit einem Radiometer und einer Kamera des DLR, einem Spektrometer des Institut d’Astrophysique Spatiale und einem Magnetometer der TU Braunschweig sollen die mineralogische und geologische Zusammensetzung der Oberfläche des Asteroiden untersucht werden. Zudem soll „Mascot“ die Oberflächentemperatur sowie das Magnetfeld des Asteroiden ermitteln. 16 Stunden hat er für seine Arbeit auf dem Asteroiden Zeit. Dann wird seine Batterie versiegen.

Könnten Asteroiden Wasser auf die Erde gebracht haben?

Die Forscher wollen der Frage nachgehen, welche Rolle Asteroiden bei der Entstehung und der frühen Entwicklung der Erde gespielt haben. Teleskopmessungen ließen vermuten, dass er Wasser enthält. Es besteht die Möglichkeit, dass Asteroiden einst mit Einschlägen auf der Erde auch Wasser zu unserem Planeten gebracht haben könnten. Ryugu ist ein erdbahnkreuzender Asteroid. Die Wissenschaftler wollen daher herausfinden, wie solch ein potenziell für die Erde gefährlicher Asteroid beschaffen ist, um Abwehrmöglichkeiten zu entwickeln.

Mit „Mascots“ Daten wird die Sonde „Hayabusa2“ zur Erde zurückfliegen und soll dort Ende 2020 über einer Wüste in Australien eine Kapsel mit den eingesammelten Proben des Asteroiden abwerfen. Vier Jahre waren „Mascot“ und die Sonde im Weltall unterwegs gewesen und legten rund 3,2 Milliarden Kilometer zurück. Bereits im Jahr 2010 hatte die japanische Raumsonde „Hayabusa“, die Vorgängerin der „Hayabusa2“, weltweit erstmals Bodenproben eines Asteroiden zur Erde gebracht. Dabei war eine Art Fallbeil im Einsatz gewesen, den die Sonde auf den Asteroiden sausen ließ, um damit Staub aufzuwirbeln und einzufangen.

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Markus Söder vor einem Logo, das die Junge Union für den bayerischen Landtagswahlkampf verwendet

Eine Sojus-Kapsel brachte gestern zwei US-Astronauten und ihren russischen Kollegen von der ISS nach 197 Tagen im All zurück auf die Erde.

Gemächlich trudelte gestern die Sojus-Kapsel MS-08 mit drei ehemaligen Besatzungsmitgliedern der Internationalen Raumstation ISS der kasachischen Steppe entgegen. Die Landung war erfolgreich, die zwei US-Amerikaner und ein Russe sind wohlauf. Mission geglückt.

Markus Söder vor einem Logo, das die Junge Union für den bayerischen Landtagswahlkampf verwendet. (Quelle: NASA/Bill Ingalls)Derweil befindet sich Markus Söder noch auf seiner Mission. Er will mit seiner CSU hoch hinaus und den Weltraum erst erobern. Kommandant Söder. Bayern ist nicht genug. So jedenfalls ließe sich das Logo, welches die Junge Union für den bayerischen Wahlkampf nutzt, interpretieren.

„Bavaria One“ ist der Titel eines mehr als 700 Millionen Euro schweren Förderprogramms, mit dem die Staatsregierung Bayern zum Luft- und Raumfahrtstandort Nummer eins in Deutschland machen will. Dieses Programm hatte das Kabinett am Dienstag beschlossen. Euphorisch twitterte Söder das auf einer Wahlkampfveranstaltung geschossene Foto – und erntete dafür reichlich Spott.

Quellen: T-Online.de Nachrichten und NASA/Bill Ingalls