Bücher, die sich lohnen: James E. Cornwall – Die Frühzeit der Fotografie in Deutschland

…ein Blick in die Vergangenheit: 

164 Seiten    Format 20x25cm    DM 35,80    1979 by vwi Verlag    1.-5.Tausend    ISBN 3-88369-120-8

Eine fotohistorische Reise: 140 bisher meist unveröffentlichte Fotos und historisch belegte Texte. Der Autor und Historiker nimmt den Leser mit auf eine Reise von 30 Jahren Fotografie in Deutschland. Das Titelbild ist eine der ersten Aufnahmen Münchens, die von Carl August Steinheil um 1840 fotografierte neugotische Münchner Pfarrkirche >Mariahilf in der Au<. Der Rücktitel zeigt die Riesenkamera von Ludwig Angerer mit der Plattengröße von 75x90cm und einem Gewicht von 200 Pfund aus dem Jahre 1865.

Geschichte: Bereits 1686 konstruierte Johann Zahn eine transportable Camera obscura: Ein Spiegel im Winkel von 45 Grad zur optischen Achse der Linse im Inneren der Kamera reflektiert das Bild nach oben auf eine Mattscheibe, von der sich das Bild abzeichnen läßt, beim Transport ist sie durch einen aufklappbaren Deckel geschützt. Das Bild kann durch Auszug der Linse scharf gestellt werden. Die Camera Obscura wurde von Malern gern als Zeichenhilfe genutzt, um Landschaften auf Papier abzumalen und dabei alle Proportionen richtig wiederzugeben. Eine Camera gleicher Bauart führte auch Johann Wolfgang von Goethe 1779 auf seinen Reisen zwar mit, scheint sie aber nicht benutzt zu haben, es gibt dazu keine bekannten Aufzeichnungen.

400 Francs kostete 1839 die erste kommerziell fabrizierte Daguerre Kamera, mit den Maßen B 38 H 31 und T 28/48 cm, die zu belichtende Platte hatte 167x216mm Größe, das Objektiv Blende 1:14 und Brennweite 39mm S.12:

Cornwall beschreibt akribisch die weiteren 30 Jahre Entwicklung der Fotografie in Deutschland, nachdem der französische Staat am 14. Juni 1839 Louis Jaques Mandé Daguerre und Isotope Niépce, dem Sohn des verstorbenen Joseph Nicéphore, die Erfindung abgekauft und der Weltöffentlichkeit zum Geschenk gemacht hatte. Sein Buch ist eine Fülle von historischen Aufnahmen, Porträts der Beteiligten, originalen Texten und Veröffentlichungen und Zeichnungen mit erklärenden Legenden, als Beispiel S. 111:

Auf diese Weise von Kopf bis Füßen ausgerüstet, fehlt nichts als ein Affe, damit man umangezweifelt für einen wandernden Drehorgelspieler gilt.

Der Stadt- und Landschaftsphotograph

…mit dem besten Apparate und vollkommensten Verfahren ausgerüstet sei, was nutzt ihm das alles, wenn gerade vor dem Belichten sich irgend so ein dummes Object ein paar Schritte vor seiner Camera hinstellt und die Hälfte oder noch mehr von der Ansicht verdeckt. Sobald ich meine Camera in dem Winkel einer Straße oder Gasse aufstelle, so kommen plötzlich Alle hervor, und wenn auch während der letzten Viertelstunde keine Maus zu sehen war. Dann ist sicherlich jedesmal ein Weib da mit weißer Schürze und einem Säugling auf dem Arme; dann kommt der Bäckerjunge, der Schusterjunge, der Ladenschwengel und noch zwanzig andere unbeschäftigte Bengel… Die Schuljugend läßt sich leichter vertreiben; man zeige ein silbernes Geldstück und werfe an Stelle desselben einen verborgenen gehaltenen Stein. Ehe die rennende Jugend wieder da ist, kann die Aufnahme leicht geschehen. (Zitatende)

PS: Meine letzte aktuelle 2019er Kamera ist ein 260g leichtes mobiles smartes Telefon, für das sich glücklicherweise keine S. interessiert.

iPhone 11 Pro Max  ohne Filter  FastResize,   Quellen aus dem ISBN 3-88369-120-8

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Ausblick und Rückblick

Zum Jahreswechsel ein ganz persönlicher Aus&Rückblick

elf Sofortmaßnahmen für das Klima aus der Sonderedition >Hinterm Horizont<

Im Sommer 2018 fanden wir in der alten Heimat Oberhessen verdörrte Landschaft wo das Auge hinschaute, wandern waren wir hier ebenso gerne auch im immer weniger verschneiten Winter, Anzeichen des Klimawandels wie schon seit über 30 Jahren zuvor. Die Rückkehr an die grünen satten Obstwiesen und Weinberge am Bodensee hat nachdenklich gestimmt. Was hat sich seit unserem Umzug 2014 geändert? Unsere Familie wurde an einem >friday for future< nach dem persönlichen Beitrag zum Klimaschutz befragt, hier unsere 11 Antworten:

schon schön so ein Morgenrot

zu 1) Leider fahren wir immer noch mangels echten Alternativen außer Erdgas einen Verbrenner, aber kein SUV, sondern einen Diesel mit Add Blue, der m.E. immer noch Vorteile im Verbrauch gegenüber gleich großen Benzinern aufweist, ibs. wenn er vorausschauend gefahren und die Bremse geschont wird. Die von GREENPEACE gewählte Verkürzung auf NO-SUV finde ich nicht so glücklich gewählt, ist denn ein Touran (als stellvertretendes Beispiel) mit VR-Antrieb auch schon ein SUV? Im Volksmund wird er als >Pampers Bomber< veräppelt, in Wirklichkeit stellt er ein einen praktischen 5-Türer mit kleinem Außenmaß und geringem Verbrauch dar! Ein reines E-Mobil käme für uns aktuell nicht nur wegen der Akku-Herstellung und aus bisher vielen ungelösten infrastrukturellen Gründen auch bezüglich Ökostrom nicht in Frage.

Viel wichtiger wäre die an sich schon eingeführte Beschränkung der Anerkennung von Dienstwagen bis max. 120g/km CO2 resp. katalysierter Schadstoff Belastung und die mit einer Dienstwagen Pauschale von 30/35 Cent pro km identisch derjenigen für Lohnsteuerzahler resp. Pendler und in jedem Fall ab dem 1.km! Aber das würde die steuerliche Absetzbarkeit für imageträchtige Dienstwagen aller Größenordnung mächtig auseinander wirbeln und massive Proteste vor allem der Premiumhersteller hervorrufen, anstelle eines Umdenkens hinsichtlich 5m oder 2t und mehr ibs. bei Größe, Gewicht, Leistung und Verbrauch, ein ökonomischer 5l PKW wäre eine dankbare Lösung, zudem seit langem fällige 30 km/h in den Ortschaften außer Durchgangsstrassen, 80 km/h auf kleinen Landstraßen und 130 km/h auf vielen Autobahnen auch wegen der kürzeren Bremswege und damit verbunden reduzierter Unfallfolgen. Wer will, mag auf Rennstrecken üben wie der Fahranfänger auf ausgesuchten Straßen auch.

Der Verkehrsminister will, dass wir häufiger und sicherer mit dem Fahrrad fahren, okay! Ob die Erhöhung der Bußgelder für Falschparker dazu beiträgt?  

zu 2) Wir heizen hier seit Jahren mit Gas, das in Oberhessen nicht zur Verfügung stand.

zu 3) Wir beziehen seit unserem Einzug 2014 von den Lindauer Stadtwerken CO2 frei erzeugten Ökostrom einschließlich Förderungsbeitrag, unser Verbrauch hat sich wegen der nunmehr kleineren Wohnfläche auf der Hälfte eingependelt. Dazu helfen neuere Geräte anderer Effizienzklassen, aktuelle Lichttechniken und verbrauchsbewusste Nutzungen: Unsere Warmwasser Aufbereitung endet bei 40/42 Grad Sommer/Winter.

zu 4) Wir fliegen wenn nur Langstrecke (3-4tkm) und das noch nicht einmal jährlich. Schäuble ruft zum Verzicht auf, ich meine: Politiker aller Parteifarben sollten mit gutem Beispiel vorangehen, Bahnfahren und Linienflüge reichen völlig aus.  

zu 5) Kreuzfahrten sind für uns grundsätzlich tabu, es sei denn die Fähre mit Überfahrt von Meersburg nach Konstanz!

zu 6) Wir meiden Aktien und haben Anlagen ganz anders geregelt: es muss nicht immer eine Bank dabei sein… und zudem ist es vornehmliche Aufgabe der Finanzpolitik, alle Märkte effizienter zu kontrollieren und internationale Steuerverschiebungen zu bestrafen!

zu 7) Unsere Fußböden sind aus fränkischer Eiche, unser Schreiner bleibt beim Einkauf ebenfalls im Lande.

zu 8) Fair Trade steht ganz oben, auch bei Kaffee oder Klamotten. Zudem nutzen wir regionale Bäcker, Fischer, Gemüse- und Obsthändler oder Käsereien, seltener Metzger.

zu 9) Was denn sonst? Der gemeindliche Wertstoffhof ist unsere zweiwöchentliche Adresse für Altpapier und den gelben Sack, samt Tauschbörse für intakte Gerätschaften aller Art! Wo es geht wird Verpackungsmüll vermieden, vorhandener sauber getrennt und der Wiederverwertung zugeführt. Müll Exporte ins Ausland müssen gänzlich entfallen.

zu 10) Wir haben nur noch wenige Balkonpflanzen, Kaffeesatz genügt 🙂

zu 11) Es ist viel einfacher, nachhaltiger und schneller für sich selbst etwas zu ändern, deshalb leben wir auch gerne auf dem Land… und ab und zu für wenige Tage in großen Städten.

Abendrot mit Feinstaub

und weiter: Vor jedem Einkauf ist reiflich zu überlegen, ob das Produkt wirklich nötig ist oder nur dem eigenen Ego dient. Wenn etwas massiv beworben wird, ist es für uns schon verdächtig! Beispiel: Sylvester geht seit Jahrzehnten auch ohne Feinstaub und Schwarzpulver, und Weihnachten reicht ebenfalls ein Zweig, der eh ab musste. Die Kanzlerin (65) möchte 2020 mit ganzer Kraft das Klima retten. Es gibt noch so viel zu überdenken…

Klimawandel 1881 bis 2018

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Slowfotos für die KW 01 2020

Eriskircher Ried: Herbst- und Winterimpressionen von Gerhard Kersting

Kranich mitten im Feld, weil keine EOS mit langer Brennweite zur Hand: deshalb iPhone mit 10-fach DigiZoom = 260mm KBÄ, so gut resp. schlecht wie ein entsprechender Crop aus dem 2-fach Telebild

 

Herbst- und Winterimpressionen von Gerhard Kersting

Eriskirch, die Gemeinde am Bodensee mit dem naturschönen Ried und den Iriswiesen, hat eine weitere Attraktion: Das Naturschutzzentrum im ehemaligen Bahnhof bietet zur Dauerausstellung aktuell 44 der schönsten Natur- und Tieraufnahmen vom Zentrumsleiter Gerhard Kersting bis zum 02.02.2020, jeweils auch mit Aufnahmedatum, Brennweiten (von 24mm bis 700mm) und verwendeter Kamera, von der EOS 20D (2006) bis hin zur 5D Mk III (2016). Man sollte für den Besuch rund 1 Stunde planen, der Spaziergang bis zum Bodenseeufer (rechts vom Schwimmbad ist die Aussichtsplattform, Fernglas nicht vergessen) lohnt ebenfalls und ist mit Leichtigkeit abzulaufen, weil ebenerdig. Wir haben sowohl die Ausstellung und vor allem die tollen Foto-Exponate einfach nur genossen, hingehen und ansehen lohnt 🙂 

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2 aufs Ohr

mobiles Hören

aufsetzen
geklappt für
den Transport

Kleine in ear Stöpsel haben mich schon immer fasziniert wie die ultimate ears, die mich seit Jahren begeistern. Entsprechen der Bauart benötigen sie ein Kabel und telefonieren kann man damit auch nicht, warum auch? Mit den elektrostatischen STAX kann man noch nicht mal herumlaufen… Das Objekt der Begierde war ein JBL E65 BT NC, BT steht für blue tooth und NC für aktives noise cancelling, für mich etwas neues, was ich erst in lauter Umgebung beurteilen kann. Dieser on ear Kopfhörer stammt übrigens von Harman, der audio Edelschmiede, und lag ursprünglich bei 200€, aktuell ist er in schwarz wohl ausverkauft. Gebraucht wie neu habe ich noch einen letzten erhalten und den für die Hälfte des Preises 🙂

Nachtrag NC: die Bedienungsanleitung ist knapp aber vielsprachig, weiß der Geier warum, NC abgeschaltet wird (nur) für kabelgebundenes Hören empfohlen (rechte weiße Diode aus), m.E. ist die Geräuschisolierung (Muschel over ear) auch in ruhiger Umgebung so gut, dass ich sogar im BT Modus auf NC verzichte, was die Nutzungsdauer des Akkus verdoppelt und auch das Grundrauschen gegen 0 reduziert! Die Wiedergabequalität mit/ohne NC ist bemerkenswert und die Effektivität der Geräuschunterdrückung recht hoch (Haindling – Rahmenbedingungen für eine Entspannung) 

my10cents: Trotz altersbedingter und anderer Schwerhörigkeiten bedarf es schon eines gewissen Niveaus, mich akustisch zufrieden zu stellen, das neue iPhone 11 gehört bei rund 50GB Spotify Playlisten zu den besten Quäken, die ich je hatte, ibs. mit angedocktem oder angestöpseltem Gerät wie dem JBL: ob laut oder leise, ob Sprache oder Musik, der JBL verblüfft mit sehr tiefen Bässen (Mikéa – Hé Joe oder andere jazzige resp. rockige Versionen) und exakter Orchesterabbildung (Bernstein – Berlioz Bilder einer Ausstellung) sowie schönen Stimmen (aktuell wieder Cantate Domino, meine Test CD und Vinyl LP Nr.1, mit dem Julsäng aus der Steinkirche mit Orgel und Chor), bei Wände durchdringender Übertragung, was ich bisher so weitgehend nicht kannte. BT hat nach meiner Erfahrung ohne Signal immer ein Grundrauschen, das hier schon mit sehr wenig Lautstärke resp. bei abgeschaltetem NC unhörbar wird. Der Tragekomfort (265g!) ist für meinen Kopf samt Ohrwatscheln und 3mm Frisur (oder was davon übrig ist) wie angegossen, auch für längere Zeiten, meine Frau beklagt aber das Mithören bei full power und dabei geht die Post richtig ab, mit Lautsprechern würde das 1) sehr viel Geld kosten und 2) sollten alle Mitbewohner gerade mal nicht anwesend sein 🙂 Wer für Weihnachten noch was für die Ohren sucht, ist mit dem JBL bestens dran: man gönnt sich ja gerne vieles *****  

Tipp: 24g ins Ohr Linklike Fly 9

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Abende, die sich lohnen: Markus Mauthe – Hinterm Horizont…

…geht’s weiter. Wie wir alle die Welt besser machen können.                                  Eine Sonderedition der Umweltstiftung GREENPEACEDer deutsche Alpenverein Lindau (DAV) hat in die Inselhalle Lindau eingeladen: Markus Maute (50), Fotograf und GREENPEACE Umwelt Aktivist, referiert seit 16 Jahren über seine Reisen und präsentiert beeindruckende Fotografien. Früher standen die Aufnahmen im Vordergrund, seit 2002, dem Kontaktjahr zu Greenpeace, sind es die Hintergründe, vor allem von 13 Reisen in dreieinhalb Jahren, unterwegs zum bedrohten Leben indigener Völker, um >denen eine Stimme zu geben, die viel zu oft ungehört bleiben…Dieses atemberaubende Tempo, mit dem wir die Natur zerstören, macht mir Angst<. Mit seiner Frau Juliana betreibt er an der brasilianischen Ostküste die Facenda Armada, eine nachhaltige Kakaofarm, und mit der Naturschutzorganisation AMAP Aufforstungsprojekte, die Familie lebt abwechselnd dort und in seiner Heimatstadt Friedrichshafen am Bodensee. >Das Geld ist das Ende unserer Lebensweise< meint eine alte Frau vom brasilianischen Stamm der Mehinaku und trifft damit den Kern unserer Wohlstandsgesellschaften, die auf Ausbeutung beruhen, und das m.E. schon immer, ibs. verbunden mit der Unterdrückung von Aboriginen auf der ganzen Welt. Als nur ein stellvertretendes Beispiel aus der Vergangenheit: nicht nur einen Autoverleih benennt man nach dem betrogenen und bei der Deportation 1492 zu Tode gekommenen letzten Guanchen König der kanarischen Insel La Palma: Tanausú – in Grunde können sich Ureinwohner nur dauerhaft retten, wenn das Land weder Bodenschätze aufweist noch andere Erträge zulässt, denn wo der Profit winkt…

72 Seiten hat das Sonderheft, die lohnen, der Vortrag ebenso!

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Weihnachtliches Posaunen Konzert in der St. Georgs Kirche in Wasserburg

Das Posaunenquartett Opus 4 mit Musikern des Gewandhausorchesters zu Leipzig

St. Georgs Kirche auf der Halbinsel

Im 25. Jahr des Bestehens geben die vier Posaunisten (A-Tenor-, 2xTenor- und Bassposaune) unter der langjährigen Leitung von Jörg Richter ein weihnachtliches Konzert in der Sankt Georgs Kirche auf der Wasserburger Halbinsel, die Bürgerstiftung Wasserburg hat für den 7.12.19 eingeladen, wie schon zu vielen Konzerten und Jahren zuvor. Man kann sich fast kein besseres akustisches Umfeld vorstellen, doch schnell wächst die Erkenntnis, warum Posaunen keinen Strom benötigen: mit spielerischer Leichtigkeit und fundamentalem Ton präsentieren die Musiker eine wohlfeile Wahl an fünf Partitae z.T. mit gleichen musikalischen Themen aber von verschiedenen Komponisten, nach deren Ausklang erst der Beifall erlaubt war, O-Ton: >wir sind in einer Kirche, nicht im Konzertsaal<

Zum Ende des Konzerts O-Ton: das bestimmen Sie – gab es Applaus und entsprechende Zugaben, die vielen Zuhörer waren wieder gefragt, als mitsingendem Chor, einem besonderen gemeinsamen Erlebnis. Das Folgekonzert ist in Dornbirn, ein weiteres in Wasserburg versprochen 🙂

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Udo Lindenberg Zwischentöne im MdbK Leipzig 2019

Museum der bildenden Künste in Leipzig

Udos Texte und seine Musik kenne ich seit seiner ersten Schallplatte, hier in Leipzig ist eine Ausstellung mit dem Bezug zur DDR-Tournee:

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https://slowfoto.wordpress.com/2016/07/07/messehalle-frankfurt-2016-und-1976/

https://slowfoto.wordpress.com/2019/07/07/schleyerhalle-bad-cannstatt-2019/

https://slowfoto.wordpress.com/2013/03/30/eierlikorschokokuchen-nach-udo-l/

https://slowfoto.wordpress.com/2019/07/07/schleyerhalle-bad-cannstatt-2019/

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Abende, die sich lohnen

Dunja Hayali Haymatland Lindau 08.11.19 Inselhalle 20 bis 23 Uhr

…ich bin ein wandelnder Teebeutel – wer sich nicht bewegt bewegt nichts – ich konnte schon Fußball spielen, bevor ich richtig laufen konnte… 

Wir haben ihr gerne zugehört, auch wenn der rote Faden von Geschichte zu Geschichte ging, oder gerade deswegen. Mit unendlicher Lebendigkeit und einer faszinierenden Stimme las sie (wenig) und trug (viel) vor, aus dem persönlichen Leben, aus der Familie-(ngeschichte), der redaktionellen und politischen Arbeit und den vielen selbstauferlegten sozialen Verpflichtungen.

Sie kommt aus dem Ruhrpott (was man in der ganz freien Rede raushören konnte :-), lebt in Berlin und bereist die halbe Welt, auch bis hin zu den arabischen Wurzeln der geliebten Eltern. Die Bindungen an Hund&Schwester (alphabetisch), Familie, Netzwerke und Umgebung sind gewaltig, Haltung und Meinung bilden dazu die Rückrate. Beim Vortrag verblüfft die Ehrlichkeit und das eigene kritische Hinterfragen, weshalb auch Ansichten sich ändern, die demokratisch humanistische Grundhaltung hingegen fest verwurzelt bleibt.


Danke für die Stunden des Zuhörens (Fragen waren erlaubt), wir wünschen Frau Hayali noch viel Haymat – wobei die anonymen gemailten oder geposteten Beleidigungen und Schmähtiraden endlich einer kriminoligischen und politischen Behandlung bedürfen, denn dieser menschenverachtende Hass muss endlich aufhören!

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Sound

Eindrücke, akustische und bleibende

so klein wie möglich

Kleine Boxen haben mich schon immer fasziniert (Edifier), mittlerweile waren es welche vom Aldi-Discounter, nunmehr sind wir auf ein absolutes Ultimo gekommen: Für aktuell €170, also einen Hunni unter ehemals Liste, wurde die BOSE SoundLink Mini erworben, weil schon lange Zeit als Wurm im Ohr: solo satte 670g schwer, prachtvoll im Klang, bassstark und dabei best verständlich, ideal im großen Raum oder gleich im Freien, ein wenig Fläche darunter verbessert den Klang draußen (Gartentisch) genauso wie der dazugehörige Sockel auf der Fensterbank. Logisch ist die Stereo Basisbreite nur zu erahnen, die Klangwucht aber erschreckend zur Kenntnis: das Teil ist einfach irre! Wer für Weihnachten noch was wertiges an Audiophilem sucht, ist hier bestens dran. Oder einfach für sich *****  

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FAQs: Was mir die Canon EOS RP bietet – eine erfreuliche Nachlese

Meine Eindrücke nach vielen Aufnahmen und eingehender Lektüre

Fragt ein >alter< Olympus Four Thirds Freund: Dass Du Dir die „RP“ anschauen würdest, war mir klar. Kaufen hätte ich jetzt nicht mehr unbedingt meine Hand für ins Feuer gelegt, denn immerhin bist Du doch schon ein echter iPhone-Foto-Fan geworden. Aber klar, das Vollformat hat halt immer noch seinen Reiz, Apps hin und her 😊. Auch war ich mir immer sicher, dass auch Du den elektronischen Sucher über kurz oder lang „akzeptieren“ würdest. Ich könnte heute da schon fast nicht mehr drauf verzichten 😉.

Meine Antwort: Ich auch nicht mehr! Wenn auch kein >Sucher< im klassischen Sinn, so hat mich das iPhone Sucherbild auf dem rückwärtigen TFT spätestens ab dem 6+ überzeugt. Und das Kleinbild Format des RP Sensors ist auch nur ein Merkmal: okay, angeschaut habe ich die RP gerne, hätte sie lieber noch zuvor getestet, wofür sich aber kein Händler breitschlagen lies, und Canon Presse benötigt alle Neuheiten für Events und Roadshows. Nach längerem Test, das kann ich ja jetzt sagen, hätte ich die RP sowieso gekauft, und zum Warten auf den reduzierten Strassenpreis hatte ich weder Lust noch Zeit: so war es diesmal halt ein nahezu blinder Kauf nach nur Ansehen und Anfassen… bei den neuen R-Gläsern bin ich ohne Test behutsam, denn die 110g für den EF-R Adapter machen die Waage bisher nicht fett und >Altglas< für die RP habe ich die Menge:

verschiedene Zoomobjektive
EF 22-55 und 55-200 USM (sehr günstig und mit 560g sehr leicht )
EF 20-35 und 28-135 IS USM resp. EFS 10-22 und 17-85 IS USM (gut)
EF 16-35 L II USM und 24-105 L IS USM und 70-200 L IS USM und 70-300 DO IS USM (L-Klasse und schwer)
sowie Festbrennweiten 
EF 28 und 50 und 85 USM 1.8
EF 35 und 135 L USM 2.0 (z.T. günstig, alle lichtstark und relativ leicht)
EF 2.5 50 und EFS 60 und EF 100 macro und EF 200 L USM 2.8 (beide Tele schwer)

EOS 6D mit 44mm Auflagemass und Sensor vor der Rückwand, EOS RP mit 20mm und Sensor vorn

Letztlich ist die Frage dennoch berechtigt, ob man Entwicklungen mitnehmen oder mit dem Bestand zufrieden sein sollte. Ich habe mich gerne für die RP entschieden, weil ich schon mit der EOS M happy war, Canon hat das M-System bezüglich Bodies fleißig erweitert, die M-Objektiv Serie leider nur nachlässig gepflegt, außer dem EF-M 2 22mm STM sowie 11-22 mm 4-5.6 IS (beide macro 15cm) finde ich nichts wesentliches mehr, wenn man vom 187g schweren Mount Adapter EF-EOS-M absieht, einem Klotz an der zierlichen EOS M! Nun ist die RP im Gegensatz zur M (deren aufsteckbarer hat mich wenig überzeugt) mit einem integrierten eSucher (0,7-fach mit 2,36MPI) ausgestattet, der sicher noch entwicklungsfähig ist, wenn mal allein die Farbtreue bewertet. Okay, man kann den rückseitigen und jetzt klappbaren (3´´ 1.04 MPI) Kontroll-Bildschirm auch mit 10-fach Lupe zur Bildkontrolle anwenden und darauf wie bei der M navigieren, eine feine Option. Das iPhone in + Größe bietet allerdings noch viel mehr Ansicht 🙂

SLOW ist immer noch die Betrachtung der Umgebung, FOTO hingegen noch schneller geworden: ich verwende gerne zwei Einstellungen, für action oder street den [silent modus] aus dem Szene-Programm mit zentralen ONE SHOT Feld samt AE Speicher bei halb gedrücktem Auslöser, danach die Korrektur der Komposition und klack ohne klack und fertig, er ersetzt das [P] jetzt mit zentralem AF-Feld anstelle [A] mit auto AF Feldern und das zudem ohne verräterisches Auslöse Geräusch. Oder das neue >kreative< [Fv] Programm mit z.B. zuvor eingestellter Blende plus Zeit (ähnlich [M]), gepaart mit ISO variabel per Drehrad samt bewertendem Blick per Sucher zur Einstellung (wysiwyg)! Den habe ich mittlerweile akzeptiert, er ist eine Alternative zum TFT 🙂 und der ist für spätere qualitative Kontrolle bestens geeignet. Kleiner Nachteil zum iPhone7+ ist die geringe Größe des Sucherbildes oder auch des rückseitigen TFT, viele RP Aufnahmen musste ich deshalb anfangs noch bezüglich Horizont nachkorrigierten, aber das liegt auch an mir, denn die elektronische Wasserwaage ist im TFT wie im Sucher live einzublenden, zusätzlich zu den bisher von der dSLR bekannten Hilfe mit diversen Gitterlinien: nunmehr hilft die INFO Taste vor oder während der Aufnahme, vom AF Feld solo über die AF-Feld Wasserwaage Kombination bis hin zur Vollinformation einschließlich Histogramm – nur für Helligkeit gewählt – Beistand abzurufen 🙂

wie [Q] – hier INFO Taste drücken und weiter
nur AF Feld
AF Feld mit allen Infos
AF Feld mit Waage und wenig Infos
AF Feld mit Waage, Infos und Histogramm = Pizza mit Allem

Ein Segen ist der Sensor, ibs. die low-light Qualität habe ich bisher so noch nicht gefunden: Von ISO 50 bis 51.200 läßt sich in [Fv] variieren, der AF im Dual Pixel Modus löst alle back oder pre Fokus Probleme mit 4.000 phasenbasierten Feldern bis -5EV, nur im UHD (25fps) Crop Filmmodus ist er kontrastbasiert (Stativ oder Image Stabilizer), da ziehe ich für unkomplizierte Clips das iPhone im DJ OSMO Gimbal vor! Die JPGs sind knackscharf und sehr rauscharm und endlos zu speichern, wäre da nicht der limitierte Akku LP-E17, man sollte min. einen zweiten mitführen: Tipp Keenstone 2 x for LP-E17 mit ovalem Doppel Charger, der ein 5V/2A Netzteil oder einen 12V Adapter am USB mini Kabel benötigt, dafür auch 2 originale LP-E17 lädt, das 220V Canon Ladegerät LC-E17E lädt einen Keenstone Akku hingegen nicht! Ebenfalls tadellos die schon erwähnte WIFI Steuerung (iPhone samt Geodaten) oder über USB3 Kabel vom Rechner aus. Und die mannigfache Verwendung von Altglas ist (vermutlich für Männer) eine schöne Spielerei, wobei der Sensor geradezu nach besten Objektiven schreit: die sind deutlich schwerer als ältere und schlichte Festbrennweiten oder Zoome was auffällt, zumal der zierliche RP Body nur 470g auf die Waage bringt!

Fokus Stacking mit iPhone als BlueTooth FB

Interessant für Makros ist das Fokus Stacking per iPhone Steuerung: ich verwende die datenreduzierten ca. 10MB JPGs eines EFS 2.8 60mm bei Offenblende, AF aber manuell voreingestellt, 10 oder mehr Aufnahmen (max. 999) mit Abstufung 4 oder höher (0-10) und Belichtungsglättung samt komfortabler Steuerung über [Camera Connect] vom iPhone 7+ aus, eine bisher nicht so bekannte aber top funktionierende Kombination, die allerdings eine fixe Unterlage für die RP voraussetzt. Nebenbei, die Verwendung von EFS Glas hat als Einschränkung zwar >nur< 11 MPI Dateien, aber auch deutlich kürzere Brennweiten mit deren Vorteilen, wenn man diese will. Verrechnet werden diese Aufnahmen in Canon`s [Digital Photo Professional 4] unter -> Extras -> Tiefen-Compositing zu einer DC_IMG_xxxx.JPG Datei mit rund 50% Aufschlag zur Größe von ca. 3MB anstelle 2MB. Nochmals: focus stacking mit der Kamera, depth compositing auf dem Rechner.

DPP 4 -> Extras -> Tiefen Compositing ->
-> DC_IMG_xxxx.JPG
Schärfe hilft immer -> DC_IMG_
oder freigestellt mit Offenblende 2.8 -> IMG_

Die Hochpreispolitik bei den R Objektiven wird ibs. von den Händlern kritisch bewertet, wenn diese optisch vergleichbar aber günstiger als EF zu erhalten sind und der kleine EF-R Adapter (leichter als der EF-M!) für die fehlenden 24mm zum dSLR Auflagemaß 44mm leicht zu verschmerzen ist, ibs. wenn eine mitgeführte EOS dSLR mit immer noch schnellerem AF-Spot zur (Tele-) Verfügung steht, meine RP benötigt das etwas größeres AF-Feld, ihr AF-Spot muckt öfter ibs. bei längeren Brennweiten. Mittlerweile nutze ich das AF-Feld auch in die Wasserwaage integriert (s.a. Abb. 4+5), was die Anzahl schiefer Horizonte radikal minimiert, dafür etwas dauert, Zeit habe ich ja, notfalls auch nachher…  Völlig unnütz finde ich den grünen [Auto] AF mit irgendwelchen und irgendwo im Sucherbild auftauchenden Schärfen Ebenen, was sich nicht abstellen lässt und damit das Programm obsolet macht: das war bei der 6D und zuvor insofern anders, als der mittlere Kreuzsensor immer Vorrang hatte, die 4.000 AF Pixel der RP hingegen streiten wohl über das ganze Bild und welches halt zuerst egal wo was findet wird angezeigt 😦

[A] auto AF: voll daneben 😦
Bleibt noch zu erwähnen: 5fps mit schneller SD und Dauerfeuer, 30sec bis 1/4.000sec, HDR, Mehrfachbelichtung, Nachtaufnahme ohne Stativ (s.a. EOS M 2013), UHD mit Stereoton, 26MPI ähnlich EOS 6D MKII, Timer Aufnahmen und sicherlich noch manches mehr… wie die 614 Seiten der Bedienung für Fortgeschrittene 🙂

my10cents: Ich habe das iPhone plus immer dabei, vorzugsweise als Fotoapparat mit riesigem touch fähigem Sucherbildschirm, als Gedächtnis, zur easy Kommunikation und gerne wie eine Musikbox: mir fehlt fotografisch die echte Low-light Fähigkeit und die lange Brennweite. Das sind die Vorteile jeder Systemkamera, ibs. der Spiegel losen, deren Nachteile in der Größe sowie der geringen Wahl an Apps besteht: so wie es schon Mick Jagger treffend besang

Insellösung: iPhone+, EOS 6D und RP und was man sonst noch so braucht 🙂

alle 2:3 Aufnahmen Canon EOS RP  – 3:4 iPhone 7+ – alle ooc – Fast Resize 

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