Weltkulturerbe Völklinger Hütte – ein Rundgang

25 Jahre UNESCO Weltkulturerbe Völklinger Hütte – PharaonenGold – Urban Art! Biennale 2019 – viele Stunden Aufenthalt und ein 7km Rundgang mit 225 Aufnahmen  –  Text siehe unten

Von Saarlouis aus, dem Vermächtnis von Ludwig XIV. und 1680 zur Festung von Elsaß-Lothringen gebaut, fuhren wir mit dem Zug nach Völklingen, um die in der Stadt gelegene Hütte zu besichtigen. Etwas zu früh angekommen, laufen wir einmal durch die eher triste City und gehen dann zum UNESCO Weltkulturerbe seit 25 Jahren www.voeklinger-huette.org (täglich ab 10Uhr €17 pP, €20 pP 2 Tage, €35 pP Jahreskarte), besuchen die PharaonenGold Ausstellung (Gold hat einen Schmelzpunkt von knapp über 1.000Grad C und lässt sich gut kaltverformen) in der Gebläsehalle, wo gigantische Maschinen den nötigen Wind für die Hochöfen erzeugt haben. Allein die geballte Mechanik der Halle überwältigt, die subtile Schönheit der ägyptischen Exponate sind ein herrlicher optischer Gegensatz. Weiter geht es zur eigentlichen Hütte, vorbei am Wassertank Gebäude, der mechanischen Sinteranlage, der Möllerhalle (Rohstofflager) zu den 6 Hochöfen (Stahl hat eine Schmelztemperatur von 1.300Grad C und mehr, ist eher formstabil, dafür hochelastisch) mit der 200m langen begehbaren Gichtbühne in 27m Höhe samt faszinierendem Rundblick, unten wurde das flüssige Eisen abgestochen. Ein Stück dahinter liegt die riesige Kokerei mit dem Paradies, einem 33.000qm Garten, der von der Landschaftsarchitektin Catherina Gräfin Bernadotte (Mainau) geplant wurde. Nicht zu vergessen die Urban Art! Biennale 2019, in der 100 Künstler aus 20 Ländern und 4 Kontinenten 120 Exponate auf dem Hüttengelände und in der Hütte selbst ausstellen: Hier arbeiteten bis zu 17.000 Menschen, fast 12.000 davon waren während des 2. Weltkrieges als Zwangsarbeiter registriert, 261 verloren dabei ihr Leben, darunter 60 Kinder, 91 Spinde aus allen Betriebsteilen gruppiert erinnern daran. Second Life: 100 kleine nachgebildete Hüttenarbeiter begleiten den Besucher überall, in auffälligen Farben an vielen Orten aufgestellt. Von den 7km Rundgang mit steilen Treppen sind wir sogar einiges doppelt gelaufen, um den rechten Blickwinkel resp. die geeignete Einstellung für die Fotos zu finden, das lohnt sich ebenso wie der frische Flammekuche und ein kühles Karlsberg Weizen auf der Terrasse des B40 am Anfang der Handwerkergasse. Die diesmalige Bildauswahl ist wie gewohnt sehr persönlich und gibt nur annähernd wieder, was wir empfunden und gesehen haben, zudem ersetzt sie keinesfalls den Besuch dieses Monumentes, im Gegenteil soll sie dazu veranlassen! Alle Aufnahmen bleiben umkommentiert, um so einen ersten optischen Eindruck dieses Monumentes zu vermitteln. Unser Weg richtete sich dabei nach der Empfehlung zum Rundgang, das sommerliche Wetter tat ein Übriges, das iPhone 7+ hat mich mit dem handlichen NEEWER Griff begleitet. Am Folgetag sind wir dann mit den Rädern nochmals an der Saar entlang nach Völklingen gefahren und haben so die schnellen Eindrücke aus dem Zugfenster weiter vertieft. Dort im Biergarten, wo die Stahlkocher nach getaner Arbeit wohl noch einen Schluck getrunken haben, waren wir auch…

Was bleibt?

iPhone 7+  keine Filter  Fast Resize

(c) slowfoto.de

 

 

An Flüssen und Seen mit dem Reisemobil in Deutschland

Kocher Neckar Weser Oberuckersee Finowkanal Üdersee Dahme Spree Edersee Freyersee im Mai 2019

unsere italienische Laika (russisch für Strassenhündin) auf dem CP in Polle an der Weser

CAVE Ein umfangreicher Bericht, weil wir wieder viel erlebt und gesehen haben: Deutschland ist bei gutem Wetter sehr schön, das erfuhren wir auch von amerikanischen und australischen Touristen, die z.B. mit Bike und Zelt 2 Wochen unterwegs sind und die über 1.000km lange Rhein abwärts Route bevorzugen.

3 Wochen touren wir durch Deutschland an Flüssen, Kanälen und Seen, über 2.500km mit dem Reisemobil, auf sechs Campingplätzen (CP) und einem Stellplatz (SP) plus einer besonderen Ferienwohnung, bei +2 draußen und bis zu +42Grad drinnen u.v.a.m. erlebt…

summer not only in the city

Besuchte Städte sind Binau am Neckar (Altstadt), Homberg an der Efze (Altstadt), Polle an der Weser (Burg), Bodenwerder (Innenstadt, Münchhausen) an der Weser, Heber, Schneeverdingen (Markt) und Tuetsberg in der Lüneburger Heide, Fergitz am Oberuckersee (Wandern), Finowfurt am Üdersee, Eberswalde am Finowkanal (Altstadt, O-Bus fahren), Koepenick (Berlin ehemaliges Gaswerk, Alt Koepenick, Schloß, Hafen) an Dahme und Spree, Frankenberg (Walkenmühle), Herzhausen am Edersee, Korbach (Altstadt) und zuletzt Waghäusel mit der Eremitage (Konzert) und Philippsburg am Freyersee (Altstadt).

Teilintegriertes Reisemobil

Reisen statt Rasen: 40.000km – ca.10l/100km – 2.000U/min = 90km/h (GPS)

FIAT Ducato 250 2,3l 4-Zylinder 360Nm ab 1,600 U/min 150PS EURO 5 6G-Automatik 
LAIKA Ecovip 309 EZ 2014 6,99m – 2 Längsbetten – große Heckgarage – 2,99t leer
GOLDSCHMITT Fahrwerk – VA Route Comfort Federbeine – HA Luftfederung zusätzlich – LM 6×16 mit 225/65/16 GSM8 – Auflastung 3,5 > 3,85t – auch original 6×15 mit 215/70/15, die HA mit zusätzlicher Spurverbreiterung um 2x30mm, wodurch sich bei gutem Belag ein sehr komfortables Reisen ergibt, Polterstrecken haben ihren Schrecken hinsichtlich der Belastung vom Aufbau und Lenkung verloren, langsamere Tempi vorausgesetzt. Der kurze Radstand bietet hohe Agilität bei kleinerem Wendekreis, ein langer Radstand verträgt höhere Reisetempi (Kastenwagen) ibs. auf der Autobahn, hat aber keine Garage.

1 Klapp-Tisch 2 Bikes 3 Stühle u.v.a.m. in der hinteren Garage mit max. 220kg Nutzlast

Tipps Grundsätzlich muss man sich vor dem Kauf entscheiden, ob das (einzige und täglich genutzte) Reisemobil länger als 5m (Parkplatzlänge) überschreiten soll, es gibt toll ausgebaute VW-Busse&Co, sollen (2) Fahrräder mit, ist ein Träger auf der Anhänger Kupplung oder gleich am Heck montiert nötig (min. +30cm), für CUV (Caravaning Utility Vehicles) gilt das ebenso, außer man nutzt Klappbetten mit Bike Transport während der Fahrt im CUV. Querbetten verkürzen die WoMo Länge um knapp 50cm, bei Längsbetten sind um 6,5m bis über 8m üblich. CUV sind ca. 2,10cm breit, WoMos ca. 230cm. Über 3,5t gilt 80/100km/h (Strasse/BAB), über 7,5t generell 80km/h. Für Mobilität lieber so klein/kurz wie sinnvoll, für Komfort auch mehr. Ein WoMo rechnet sich erst ab 4 Monaten Nutzung p.a. (Wartung, Wertverlust, Wintergarage), es gibt Mobilhomes ibs. auf Plätzen im Süden, dann reicht der PKW für die Reise, wir haben diese Kombination vor dem WoMo Kauf reichlich genutzt, in Abwechslung mit Hotels in Städten auf den Strecken.  

Vorteile Das eigene Reisemobil bietet vor allem mehr an Unabhängigkeit, Vertrautheit, Freizeit und Arbeit :-), u.E. sinnvolles Zubehör: anstelle Autoradio ein mobiles DAB-UKW Radio (TechniSat) resp. ALDEN SAT-TV mit Dachantenne und 12V Glotze, jeweils plus mobiler aktiven Soundbox (Edifier) – Nespresso (schnell!) plus 5l Trinkwasser – viel Mineralwasser – 20Zoll E-Bikes mit Klapplenker – mobiles Navi mit CP-Karten – Händy mit [Komoot] als Navi (am Bike-Lenker im Flugmodus -> lange Laufzeit) – 10.000mA PowerBank für alle Fälle – Camping Gaz R907 2,75l Flasche mit Brenner Aufsatz (draußen braten und kochen) samt Windschutz – Schutzhülle für Front+Seitenscheiben außen – Stabi-Bänder für Markise, um nur mal das für uns unverzichtbare Zubehör aufzuzählen, es gibt ja noch viel mehr! 

Zur Reise

Tag1 ca. 300km A96 Memmingen bis A7 Ulm, dann B19 ins Kochertal bis Schwäbisch Hall, viele Fabriken, tolle Natur, weiter über Neckarsulm (Audi) und Gundelsheim nach Binau www.fortuna-camping.de (Regen) und zum frühen Abendessen zum Griechen >Restaurant Sonneneck< und abschließend einen kleinen Tripp durch die Gemeinde.

gegrillte Sardinen mit Zaziki

Tag2 ca. 260km bei 8/11 (out/in) diesen Temperaturen ist das für uns noch kein Camping! Wir fahren Neckar abwärts und ab Eberbach durch den Odenwald B45 und über die A66 nach Fulda und die A7 bis Remsfeld und Homberg, frühstücken im Cafe Lippold und fahren weiter zurück auf die A7 bis Hannoversch Münden und auf der B80 die Weser entlang bis zum schon älteren www.weser-camping.de in Polle (bekannt durch TV),

Chef Thomas (Platz) & Chefin Folli (Restaurant)

essen dort im Restaurant Weserterrasse klasse frischen Zander mit Bratkartoffeln und Salat vom Buffet samt Allersheimer Weizen vom Fass, anschließend noch ein Dorfrundgang zum Bergfried https://de.wikipedia.org/wiki/Polle mit tollem Ausblick von oben auf den Camping Platz mit sehr großer Ausdehnung und Blick auf die ziemlich schnell fließende Weser fast ohne Schiff Verkehr am Abend, ein Bootchen wurde mit dem Pressluft Horn begrüßt…

Blick von der Burg Polle auf die Weser

Tag3 9Grad, die Sonne steht dem Platz direkt gegenüber, also SSO Lage. Wir packen Tisch und Stühle raus, lüften die Betten und frühstücken opulent um Mittag draußen! Mit den Rädern sind wir übergesetzt (Tipp gestern Abend von der Bedienung) und bis Bodenwerder gefahren, der Ort ist bekannt auch durch die Familie von Münchhausen und dem Rattenfänger, die Altstadt haben wir per Pedes bei Stromausfall erkundet und sind zurück, ein Weizen vom Fass an einem der vielen Campingplätze und noch ein weiterer Routen Tipp vom Fährmann für die morgige Weiterfahrt. Die jetzt noch geöffnete und toll restaurierte Burgruine Polle samt Turm haben wir besichtigt, den bereits beim Chef reservierten frisch geräucherten warmen Saibling mit Bratkartoffeln und Salat genossen, er hat noch viele Fischteiche samt Mitarbeitern, war aber noch nie auf der Burg, beide Eheleute leben neben dem Restaurant mit den 3 Hunden ohne Ruhetag.

Münchhausen Brunnen in Bodenwerder
700g Saibling frisch aus dem Rauch

Tag4 ca. 270km 4/8 bei Sonnenschein: Polle, Brevörde, Ottenstein, Hehlen (irre Kurvenstrecke) B83 Hameln, B217 nach Hannover, A2 – A352 – A7 bis Doltau Süd, Soltau und Häbe (mundartlich für Heber) zum www.camping-LH.de.

die treuen Ponys in der sandigen Heide

Nach der Einrichtung gibt es ein spätes Frühstück, der Platz gefällt uns sehr, ibs. weil noch nicht so viel los ist. Anschließend starten wir einen Spaziergang ins Straßenkaff Häbe, große Grundstücke überall, aber kein Lebensmittelgeschäft, der Dorfmittelpunkt ist die Kirche an der Kreuzung. Zurück gibt es im CP Restaurant Vollmer einen vorbestellten Tisch: leckere Bratwürste resp. Heidschnucken Minihaxen mit Bratkartoffeln und Buffet Salat…

Stelzen
Bratwürste

Tag5 uns erwartet ein tolles Familienbad (zahlende Mieter fehlen), der Nachbar sägt sich beim Ausparken den rechten Außenspiegel an 3 Bäumen ab und deppert noch die Türe ein, besser so als an unserer Laika. Wir fahren mit dem Bikes los in das Naturschutzgebiet Behringer und Wiseder Heide, naturschöne Wege manchmal mit Tiefsand. Auf dem Rückweg treffen wir Schäfer, Hunde und Schafe...

die Lieferanten für Fleisch und Wolle

und speisen lecker im Restaurant https://www.tuetsberg.de Salate, Maishähnchen Keulen und Schnitzel (alles einheimisch) samt Dietmolder Hefe und Afugato, ein sehr gepflegtes schönes Haus mit sonnigem Garten davor:

Idylle in Tuetsberg

Zurück noch mit unseren Ponys über die Pferdekoppel, um nach 25km dann den Dreck abzuwischen und ins WoMo packen, denn morgen wird es trübe und wir wollen den Bus nehmen.

Tag6 Regen ist angesagt, wir fahren mit dem privat initiierten Bürgerbus (25 Fahrer im Wechsel, 8 Personen Kapazität pro Bus) zum Feriendorf und laufen zum Pietzmoor und weiter die Bohlenwege bis zu den künstlichen weil rechteckigen Teichen,

Idylle im Moor

bei beginnendem Regen geht es weiter bis nach Schneverdingen zum Bahnhof und zur Innenstadt mit dem Wochenmarkt am Rathaus und kaufen ein.

alles vom Tier getrocknet für den Hund – uns ist das Angebot an frischem Fisch doch lieber 🙂

Zurück wieder mit dem Bürgerbus haben wir eine halbstündige Informationsfahrt durch den westlichen Part der Landschaft samt doch intensiver Besiedlung. Im WoMo dann ein sehr spätes Frühstück und mehr. Zum gefühlten ***** Platz: die (noch nicht vermietbaren aber klasse eingerichteten und großen) Familienbäder stehen allen Gästen offen und werden auch leidlich benutzt, die Toiletten sind halt ein Haus weiter. Igs. ist die Anlage ein Kleinod, allerdings scheinen wie oft auch einige Grandler ibs. unter den Dauercamper zu existieren, einer beklagte sich über die Größe kleiner als angegeben (sind nur ca. Werte, denn nicht nur die Parzellen haben auch Rundungen 🙂

viel Platz (zum Nachbarn), der an den 3 Birken hängen blieb

U.E. sind die Plätze riesig mit deutlichen Abständen, das kennen wir auch ganz anders. Die Infrastruktur ist vorbildlich und die gemeinsamen Gebäude mit bemerkenswerten Ausstattungen versehen, warmes Wasser kostet nicht zusätzlich und einen kleinen Laden gibt es bei der Rezeption, das Restaurant ist zudem sehr gut besucht,

hier gibt es gut Essen und Trinken

und das WLAN funzt einwandfrei! Die Vögel zwitschern bei uns zuhause auch ab 4Uhr am Morgen! Für Rad fahrende Wanderer und alle Reiter ist die Heide hier ein herrliches Gebiet.

Radfahrer, Reiter und Wanderer sind hier richtig
ade Heide

Tag7 ca. 400km bei grau in grau weiter zum https://www.gut-fergitz.de/ am Oberuckersee mit Einkauf Zettel für unterwegs, ein großer Einkauf bei Kaufland in Prenzlau (am Unteruckersee), Ankunft am Nachmittag gegen 16Uhr. Erster Abend mit Weißwürstchen und mehr direkt auf der Terrasse und ein langer Rundgang am Ufer…

Sonnenuntergang am Uckersee
Urwald am Ufer
Mond über dem Uckersee

Tag8 um 8 ist die Nacht zu Ende, wir installieren uns weiter und stellen das WoMo mit Strom neben die Scheune, die noch dies Jahr weiter ausgebaut wird, zwei weitere Ferien Wohnungen mit zentralem Gemeinschaftsraum entstehen, die Belegung mit Berlinern ist weit über dem Durchschnitt, auch unter der Woche für Leute die in Ruhe arbeiten wollen, sagt uns der Verwalter, das WLAN ist superschnell!

Stellplatz an der Scheune mit dem wohl schönsten Ausblick auf die Halbinsel – für die Gäste
Pano vom riesigen Garten bis zum Seeufer

Das Wetter ist seit gestern Nachmittag phänomenal mit 20Grad draußen, frieren oder dicke Jacken war gestern. Tochter mit Hund ist seit 12:30 hier, nach knapp 2 Std. Fahrt von zuhause. Eine erste Runde zu Fuß, Tochter mit Motorrad kommt um 14:30, sie hatte die schönste zweitägige Fahrt bis hierher. Nun sind wir zusammen, frühstücken und laufen anschließend wieder zu See und weiter.

Holz für den Kamin
Salat für die Gesundheit
Grill in Vorbereitung
…knockin`on heavens door (Bob Dylan und gefühlte 150 andere Interpreten)
…time waits for no-one (Jagger Richards)

Zurück wird der Grill angezündet, es gibt dicke Lendenstücke aus der Alessi Pfanne und nur kurz auf dem Grill, dazu Folienkartoffeln, Spargelspitzen, weißen Rettichsalat, Blattsalate mit gebratenen Mini Saiblingen und eine Magnum diLeonardo und mehr, so um 150 meist live Songs von der gewünschten Däddy 70 Liste…

nix wie rein, kein Bach ist sicher

Tag9 Ausschlafen, Kaffee draußen und Grill anzünden. Zizek (Kangal) war mit den Frauen schon unterwegs und dabei wohl in jeder Pfütze.

…ich bin müde vom Wandern (Udo Jürgens)

Wir wandern ca. 5km durch herrliche Wälder und Wiesen nach Fieth in den Kastanienhof und essen Rouladen im Garten und nicht nur die…

Kastanienhof in Flieht
Roulade hmmm

und danach auf Umwegen zurück.

Tag10 am Vormittag waren wir wieder über 2 Stunden unterwegs, Frühstück spät nach Mittag und Einkauf in Potzlow, danach auf den Turm der Dorfkirche mit herrlichem Ausblick von oben

über die restaurierte Kirche Blick auf Gut Fergitz und den Uckersee

Es regnet in Strömen wie wohl in halb Deutschland, nur nicht bei uns. Der Kamin ist angezündet, lecker Abendessen drinnen, wir träumen am Kaminfeuer und nicht nur bei Bob Dylan Songs…

Abendstimmung mit Kaminfeuer, vom Schreibtisch aus

Tag11 Fazit 5 Tage Fergitz zu zweit, 4 Tage mit beiden Töchtern samt Zizek. Nach dem gestrigen Regen gibt es viel gespenstig ruhigen Dunst heute, die Sonne ist da und doch noch weit entfernt. Das Gut liegt in einer fantastischen Landschaft direkt am See und bietet sehr viel (außer TV) – wir haben viermal gegrillt und viel Musik, auch draußen gehört, waren einmal im heimeligen Dorfgasthof Fieth eingekehrt, sind ständig gewandert und haben die Wohnung gerne genutzt, alles ist da was wir brauchen, eine tolle Ausstattung, das Beste war das Fernsehen (= fern auf den See sehen). Nach einem langen Rundgang um einen der kleinen Seen noch ein Abendessen auf der Terrasse wegen aufkommendem Wind noch eine zweite Runde vor dem Kamin, morgen ist Abschied… wir fanden die Tage hier einfach nur herrlich und hatten auch Glück mit dem Wetter!

…irgendwann bleib i dann dort (STS) und mein Foto Favorit

https://www.gut-fergitz.de/

http://hohenzollern-architekten.de/

http://ilonakalnoky.de/

Tag12 ca. 40km über Landstraßen und durch die Schorfheide fahren wir nach Eberswalde, auf der vergeblichen Suche nach dem städtischen CP, der nach Auskunft eines sympathischen Radfahrers seit 3 Jahren auf die Eröffnung wartet.

zum Üdersee

Also zurück zum OT Finowfurt an den Oder-Havel Kanal mit Lastschiff Verkehr, auf das www.uedersee.de Camp Finowfurt mitten im Wald, nix los dort nur viele Dauercamper. Wir sind früh abends nach Finowfurt gelaufen, am Kanal entlang, unter der Autobahn hindurch, an der Außenstelle des Wasser- und Schifffahrtamtes vorbei ins Spieß-Burger, mit weitgehend regionalen Angeboten an Fleisch außer westfälischem Bier und mehr und haben Burger vom Wasserbüffel mit Hobelspänen gegessen und super vertragen trotz unseres Vorhabens weder Fleisch noch Fritteuse, man muss halt flexibel sein –> kontakt@spiess-burger.de- der Nr.1 hier im Ort, sehr gut und nicht billig!

Spiess-Burger flippig – modern – zum Genießen

Tag13 vor 6Uhr fängt irgendein Specht links hinter uns zu klopfen an und hört erst nach einer Stunde auf, jetzt bin ich wach, damit hat er sich wie vieles andere, was ich nicht ändern kann, fest in mein Gedächtnis gehämmert: Auch wenn mittlerweile das Grundgesetz 70 Jahre alt und zigmal angepasst worden ist, hat es leider mit dem §10 Brief- und Postgeheimnis seit dem Internet nicht mehr geklappt, auch €uropa läuft nicht nur in der gemeinsamen Verteidigung Politik bezüglich Aussöhnung mit allen östlichen Nachbarn die Zeit davon! Ungelöst die Umweltverschmutzung (Abfallhalde Meer, CO2 Ausstoß, Entwicklungshilfen und geregelte Einwanderung, Müll – Atom, Plastik, Verpackungen, Verbrauch statt Innovation, Wachstum statt Nachhaltigkeit und Wiederverwendung, Wohnraumförderungen wie früher in sog. Sozialbauten statt Leerstand und Luxussanierungen), ebenso ungelöst die nicht enden wollenden Glaubens-Kriege in nichtdemokratischen Staaten samt Waffenexporten (wozu benötigt ein nach Europa drängender Staat knapp 3000 Kampfpanzer?), die nur selten funktionierende Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit aller Geschlechter, unwirksame Verbote gegen Ausbeutung, Kinderarbeit und Hungerlöhne und letztlich der Raubbau auf der Erdoberfläche durch Zerstörung der Natur.

Zurück zur Reise:

Wir nehmen den Bus 910 zum Markt im Zentrum von Eberswalde, €3 als Tagesticket p.P. wohl subventioniert, der Regionalverkehr ist sehr dicht im Angebot. Wir beginnen im Infobüro und erhalten eine kurze und präzise Planung unseres Rundweges altes Rathaus, Goethetreppe mit Drachenkopf, die Gedenkstätte Synagoge, die Spiegelhaus Bibliothek

Stadtmitte Kirche von der Goethe Treppe aus
Drachenkopf
Detail
Jüdisches Denkmal – ehemalige Synagoge
Parkhaus mit Solarzellen
nochmal
spiegelnde Bibliothek
mit abwechselnd geätzten Glas- und bearbeiteten Betonplatten

und ein leckeres Mittagessen auf der Außenterrasse des www.hausamfinowkanal.com direkt über dem alten Kanal

Blick zur Stadt
Vitello mal anders
ein Teller Buntes
Reh und Spargel
Zander
Blick zum alten Kanal

Der Weg zurück zeigt viele kleine Läden, auch Ketten bieten im Schaufenster praktisch nur untere Preiskategorien an, dem städtischen Publikum ist das wohl gerecht, die dicken Schlitten eher nicht, weil viele demonstrative Auswüchse wie auch im Westen dargestellt sind. Lichtblick hingegen ein O-Bus, wie ich ihn noch gut aus der Jugendzeit kenne, wenn auch nur für 2 kurze Linien, die ich gerne mitgefahren bin!

noch ein echter Stromer

Zurück auf dem CP freuen wir uns über die Sonne und brauchen bis zu Schlafengehen keine Heizung: Heute gab es kurze Hosen und Westen, die meist über dem Arm weil es ein warmer Sonnentag war. Das idyllische Lokal hier am Üdersee hat wohl auf Grund seiner schönen Lage aber kritischen Anfahrt über den CP wenig zu tun, es ist von 12-19 Uhr geöffnet und leer, wie die Pächter damit zurechtkommen wissen nur sie. Wegen der Ameisen und Stechmücken gehen wir früh rein. Morgen geht es weiter nach Berlin.

Tag14 8/11 seit 6Uhr wach auch ohne Specht, dafür Sonne, es geht früh los: Kaufland in Erkner, Einfahrt zum Stellplatz www.koepernickerhof.de um 12:05 (der Rezeptionist war noch da), wir haben einen Platz auf dem historischen Gelände des Gaswerks,

das ehemalige Gaswerk ist heute Stellplatz mit Charme
samt Hotel und Gaststätte mit Biergarten, nicht nur für Reisende

gehen zu Fuß die Bahnhofstraße, kaufen 4 Berliner Verkehrsbetriebe Tageskarten (€28)

BVB

und laufen nach Alt Köpenick zum Rathaus und Schloss, ein Weizen im www.mutter-lusig.berlin direkt am Zusammenfluss von Dahme und Spree,

Alt Köpernick Dahme und Spree Hafen

weiter zum Restaurant Krokodil www.heiraten-berlin.org für Zander und mehr in der ehemaligen Badeanstalt, zur dessen langer Geschichte einen Tipp, erst bestellen und danach die Geschichte des ehemaligen Männerbades in der Speisekarte lesen!

von innen
mit Badestrand
drinnen
Zucchini Gratin
Zander
schon schön hier draußen
das ungefährliche Wappentier Krokodil

Wir laufen zurück zum SP und genießen den Sonnenuntergang bei einem Saale Unstrut Sauvignon (11,5 Kathleen Romberg)

hmmm

und planen weiter, ob Concorde, Morello oder Niesmann & Bischoff eine Lösung für uns wären und genießen eine gute Nacht in unserer Laika!

more than enough is never too much (Deep Purple)

Tag15 ab Köpenick mit den BVB los zum Hermannsplatz für ein opulentes Frühstück bei der Tochter (mit dem Hund), anschließend auf die Hasenheide zum Kulturrummel. Zurück über die Jannowitzbrücke bis Köpenick, abendlicher Ausklang mit einem wunderschönen Sonnenuntergang vor Baukränen mitten in der Stadt, eine ideale Verwendung eines alten Gaswerkes mit einer schönen Gaststätte samt Biergarten – nicht nur für Reisemobile.

so schön kann Stellplatz sein…

Tag16 viel Sonne, die Disko war bis 6Uhr noch zu hören, Berlin wäre für uns keine Stadt mehr, auf den Strassen zu viel Hundedreck und Graffiti Sprühereien überall, viele ab- und durchgedrehte Typen, so ab Mittag sind die Bierflaschen in der Hand usus, überall liegt Müll herum, weil einfach so weggeworfen, in der Hasenheide sind zerschlagene Glasflaschen auch in den Büschen, auch Knochenreste von gebratenen Lämmern&Co, schlicht gesagt ein Saustall wie wir ihn nicht brauchen. Wir freuen uns dennoch auf den heutigen Tag… wir fahren zum stylistischem Arbeitsplatz https://toa.berlin/ – Europas führendem Technologie Festival plus Umgebung am Spreeufer,

selbsterklärend
fehlt hier was? Nein!
auch hier wird gerne gearbeitet

zum Hafen mit Fest, dann weiter zum Funkhaus zu beiden Z = ZOLA und Milchbar für Pizza und Salat,

Spreeufer mit beiden Lokalen und Außenplätzen vor dem Funkhaus

wieder direkt am Spreeufer https://www.top10berlin.de/de/cat/essen-267/pizza-1400/zola-4684#1

Übertragungssaal im alten Funkhaus
napolitanische Pizza at its best

und danach zurück zum Gaswerk samt €uropäischem Wahlausgang für Deutschland.  

Tag17 ca. 500km bis zum Edersee, über Leipzig und Göttingen, zwar etwas länger aber dafür ein ruhiger Belag und das bei nunmehr 40.000km! Wir kaufen Vorräte in Fritzlar und treffen schon um 15:30 bei www.camping-teichmann.de ein, essen grüne Soße mit Eiern und Salzkartoffeln (10) plus Salatteller (5) plus Weizen (4) in der Platzkneipe wie vor 2 Jahren, damals gab es lecker Fisch, jetzt ist schlicht SB angesagt bei satten Preisen. Die frisch gewaschene Wäsche hier im WoMo ist jedenfalls bestens getrocknet.

…noch gibt es Platz genug

Tag18 bewölkt aber ruhig, es gibt viele Dauercamper mit umfangreichen Aufbauten, aber auch freie Plätze. Entenpärchen laufen herum und suchen Futter, friedliche Hunde wie Sand am Meer. Ich schaue mir einen 6m langen ADAC Ducato mit Weinsberg Ausbau samt Längsbetten an, unsere Lanka ist 7m lang und hat eine richtige Garage für die Fahrräder und mehr. Wir laufen zum Nationalpark Bahnhof nach Herzhausen und fahren mit der regionalen Schiene nach Korbach, samt Schwatz mit dem Schaffner über die Linie Marburg bis Brilon,

Schaffner sein, das woar amol woas (Wolfgang Ambros)

verbringen den Nachmittag bei Freunden und Verwandtschaft und genießen die Heimfahrt durch die Freunde. 

Tag19 Frühstück im Freien! Wir nehmen wie gestern die Lokalbahn nach Korbach, schlendern durch die neue Fußgängerzone, genießen wieder die schöne Altstadt und treffen nachmittags bei unseren Freunden ein.

Farbenlehre Kinder?schuhe
Farbenleere Fußball?schuhe

Dann entschließen wir uns, das mit dem Hotel Sonne in Frankenberg verbandelte Landgut www.walkenmuehle.de wieder aufzusuchen und genießen: Entrecote, Kotelett und Pulled Pork, klasse regionale Küche,

upps der stand halt auf dem Fensterbrett
300g Freiland Schweinskotelett mit Kräuterquark
pulled porc
Tafel-Freuden

und finden zurück die Südwiese laut und razzevoll vor 🙂

alle da!

Tag20 die Nacht ist arschkalt mit 5Grad, das Gas um 7Uhr alle, also Flaschenwechsel und Betten raus zum frieren. Das Wetter wird prächtig, die Sonne scheint! Wir verlassen den CP früh mit 11kg Alu-Gas, fahren Richtung Marburg und dann die Autobahn durch Gießen nach Frankfurt, laden das Zelt der Tochter mit der GS plus Utensilien ein, fahren über Darmstadt bis vor Heidelberg die B3, genervt von Ampeln auf die Autobahn und in Philippsburg ab zum www.caming-freyersee.de wo wir um 14Uhr freundlich eingewiesen werden, herrlicher Rundum Platz (>Paradies) direkt am See mit Blick auf die Kühltürme.

Reaktor 2 ist noch bis Jahresende in Betrieb

Unsere Tochter kommt gegen 15Uhr, wir frühstücken sehr spät in der Sonne, brezeln uns auf und laufen 5km zur Eremitage nach https://www.waghaeusel.de/176951.html mit Gartenmesse und Festzelt, Mathias Reim beginnt 20:10 mit einem beeindruckenden Konzert (2h15min – 5:13 Finale Verdammt ich lieb Dich), fahren wir mit der Taxe zurück und verschwinden um 1:01 müde in den Betten bzw. in der Schlafrolle im Zelt.

Tag21 spätes Aufstehen, die Nacht war sehr warm, endlich keine morgendliche Truma Heizung mehr nötig, es soll das erste richtige Sommer Wochenende werden. Das WLAN funzt träge bis nicht, 4G ist hier schnell. Kurztrip in den Ort, 12.000 Einwohner, ein Brauhaus, viele Döner… Unsere Nachbarn sind Triathleten, haben 2 wunderschöne Rennräder, am späten Abend kommen noch zwei sympathische Brüder (Amerikaner) dazu, die in 2 Wochen 1200 km den Rhein runter radeln. Wir hatten zuvor auf der Terrasse beim Italiener im Seehotel Tomatensuppe und Parpadelle, Thunfischsalat und Pizza, Raukesalat und Schafskäse aus dem Ofen und einen schönen Tisch direkt zum See:

Terrasse mit Pizza Ofen
Rauke Pilz Salat
und noch einer mit Tonno
Pizza mit Schinken
Schafskäse aus dem Ofen
Bandnudel mit Krabben und Spargel
Liegeplatz (SB 🙂

und auf der Wiese im kleinen Paradies des CP einen herrlichen Sonnenuntergang:

Tag22 letzter Tag für unsere Tochter, sie geht schwimmen und fährt um 14 Uhr, wir umrunden später um den See

Blick über den See auf den sehr schön gelegenen Campingplatz

und essen erstklassig zu Abend im Garten vom weitläufigen Restaurant Löwenbräu am Marktplatz in Philippsburg: Tartar vom Lachs mit Röstitalern und Hefeweizen, Zander mit Rote Beete Kartoffeln und einem Frati Luganer, türkischem Mokka und Birne auffehausse und einem Schwatz mit dem tschechischen Chef, ein ehrenwerter Abschluss der Reise, die wir so gerne fortsetzen würden:

Später noch ein Schwatz mit dem Nachbarehepaar, die mit dem Rad zum Bodensee wollen (Tipp -> Sandseele) und einen Corsa Transporter zu WoMo umgebaut haben, mit Martin und Malcolm, zwei Australiern auf der >Eurobike Tour< Rhein abwärts und ein 0,75 unfiltriertes Hefeweizen von hier. Es ist der Abschluss einer wunderschönen Reise.

Tag23 6:30 Wecken, unsere Triathleten sind schon unterwegs, 9-16 Uhr schwimmen radeln rennen im Team, Hochachtung!

Paradies Wiese am frühen Morgen

Wir starten kurz nach 9Uhr, fahren kurz die A5, dann die A6 nach Heilbronn sowie Ulm (Stau 30min wegen Tunnelerneuerung => einspurig, geglückte Stauumfahrung bei Ulm, komplett dichter Rückreiseverkehr von Lindau bis vor Ulm auf der Gegenfahrbahn ohne jegliche Staumeldungen) und die A7 bis Memmingen, dann die A96 bis Wangen und von dort in die Großgarage resp. mit dem PKW nach Hause, wo wir alles wohlbehalten vorfinden, die Natur zeigt auch auf Grund der Regenfälle ein irres Wachstum.

Fazit: es war irre schön und bitte weiter so, wir wollen mal sehen was noch wird 🙂

iPhone 7+  ooc – NIK Snapseed (zwei Panos) – FastResize

(c) slowfoto.de

Portugal Algarve mit dem iPhone 7+

Portugal Algarve zu Fuß mit dem iPhone und mit dem PKW

Cave: Dieser Bericht ist so lang wie persönlich von einem ereignisreichen aber eher kurzen Aufenthalt, jahreszeitlich bedingt mit Flieger, vor Ort per Mietwagen und zu Fuß, jedenfalls immer mit dem iPhone 7+ und knapp über 200 Aufnahmen. Wir waren bisher viermal im al-gharb / الغرب / al-ġarb (arabisch für Westen), erstmalig vor rund 30 Jahren, das zweite Mal 1995 als Familie, dann 2006 zu zweit nach einer Pousada Rundreise (s.a. die 4 Aufnahmen mit der 8MPI Canon EOS 350D, jeweils mit f10mm = 16mm KBÄ) und nunmehr gezielt wegen der Süd- und Südwestküste samt Hinterland wieder von Sesmarias aus.

Blick von der Fortaleza de Sagres auf das Cabo de Sao Vicente oder €uropas land`s end mit der letzten Bratwurst vor Amerika, und diese nicht für uns!

Orte alphabetisch: Albufeira – Almancil – Alte – Barranco Velho – Bordeira Burgau – Cabo de Sao Vicente – Carapateira – Faro – Fuzeta – Junqueira – Loulé – Nossa Senhora da Rocha – Olhao – Ponta de Sagres – Portimao – Querenca – Salema – Salir – Sao Bras de Alportel – Sesmarias – Silves – Tavira

Praia da Amoreira an der Westküste (danke IZ)

Strände Südküste von Osten nach Westen: Praia da Fuzeta – da Oura – da Coelha – do Castelo – da Galé – Grande – de Armação de Pera – da Senhora da Rocha – da Rocha – do Burgau – da Salema / Westküste von Süden nach Norden: Praia do Amado – da Amoreira – da Arrifana – da Bordeira

Praia Grande (nicht auf der Karte): Sanddünen, Flamingos, Holzstege, Natur- und Vogelschutz

Zahlen und Zeiten: ca. 2.400km mit dem Flieger FRA-FAO und zurück, in 14 Tagen über 2.000km mit einem BMW 218D (2l 6-Gang von Guerin) und knapp 100km zu Fuß mit dem iPhone 🙂 

Die Tendenz bei unseren Reisen geht zu leichterem Gepäck, mit deutlich unter 40kg aufgegebenen Koffern plus Rucksack und Schultertasche an Bord des Fliegers: Damit sind wir auf Niveau ein Bordcase plus zweitem Gepäckstück pro Person, wie RyanAir es mit elektronischem CheckIn gerne sieht, macht ja auch Sinn…

Boeing 747 mit rund 150 Fluggästen bei 2,7l Kerosin / 100km / Tourist – Flugzeit FRA FAO 3Std.

Hinsichtlich Fotografie habe ich mich auf ein (1!) iPhone 7+ (F1.8 f28mm KBÄ und F2.8 f56mm KBÄ) mit Handstativ plus 13er MacBook beschränkt, nicht nur für die tägliche Sicherung der Fotodateien. Erste Korrekturen werden in der [Kamera] App hinsichtlich Ausführung resp. Formatwahl getätigt, wobei der große +Bildschirm die Nutzung des kleinen aber die Bildqualität sichernden 1-2-fach Zoomes sowie der Anpassung von Belichtung samt Positionierung des AF-Punktes ungemein erleichtert. Ist ausreichend Zeit, werden untaugliche Bilder in [Fotos] gelöscht bzw. beste aus (burst) Serien gesichert oder per Bearbeitung zumindest im Horizont begradigt, was oft schon automatisch zufriedenstellend erfolgt. Umfangreiche Bearbeitungen oder Filteranwendungen erledige ich lieber am MacBook und noch lieber zuhause am 27er iMac.

Praio do Castelo an der steilen Südküste – mein fotografischer und persönlicher Favorit

Was ich nicht nur mittlerweile vermeide:

  • zu große und unversorgte Bildersammlungen, die nachher unerledigt verbleiben
  • Motive, die sich mit dem Händy nun mal nicht einfangen lassen (Digi-Tele ätz!!!)
  • zu lange resp. viele Videoclips ohne wirkliche Aussage
  • langes Basteln an einer Aufnahme, die perfekt werden soll -> lieber weitergehen
  • Aufnahmen, die nicht zuvor schon halbwegs im Kopf entstanden sind

Dennoch kommen je nach Umgebung schnell tausend Bilderchen und mehr zusammen, die letztlich gepflegt und irgendwo wiedergegeben werden sollen. Meine Plattformen sind der Blog hier in -> slowfoto.wordpress.com und ähnlich bei Facebook -> slowfoto resp. Beiträge dort auch in -> iPhone Fotografie und -> iPhone Fotografie Schule sowie slowfoto bei -> Trip Advisor (Restaurants und Sehenswürdigkeiten):

Cava 2011 von der Halbinsel Setubal unterhalb von Lissabon hier auf der eigenen Plattform (Balkon)

Tag1 Aufstehen weil die Sonne scheint: wir sind eine Stunde später als Deutschland dran!

Sonnenaufgang

Wir fahren zum Einkauf in den Supermarkt Apolónia, der als teuer beurteilt wird, in Wirklichkeit bestens ausgestattet ist, nicht nur die Angestellten im Verkauf sind sehr freundlich.

auf dem Weg
zum Praio do Castelo
noch ohne Badebetrieb
resp. fast keinem an den einsamen Buchten

Nach dem Frühstück folgt eine mehrstündige Wanderung zur Praia do Castelo, dann zur Praia do Coelho, beide Bars waren noch geschlossen.

die Steilküste
kann man in der Höhe gefahrlos abwandern
und in die einzelnen Badeschluchten hinabsteigen,
wobei Ebbe und Flut zu beachten sind, ebenso Abbrüche im Gelände
Blick auf den Kaninchenstrand (Praia da Coelha) und die Appartement Anlage
und den Felsen der Möven
das ehemalige Anwesen von Sir Cliff Richard

Weiter über den Küstenweg zum Haus von Sir Cliff Richard samt Aussicht vorn an der Steilküste und zurück über den Caminho Praia da Coelha, vorbei an noch nicht bewohnten Ferienhäusern.

der Weg
und der Platz für die Post

Zwei weitere Lokalitäten im Ort sind ebenfalls noch geschlossen, nur eine Bar zeigt Aktivitäten. Wir genießen die Sonne bis zum Untergang…

Sonnen-
Untergang

Tag2 Vormittags berichtet der Leisure Consultant der Anlage über 2020 als 25. Jubeljahr,

Seismarias 2006 * – diese Aufnahme gewann einen Wettbewerbspreis!

wir waren das erste Mal schon kurz nach der Eröffnung hier und die große Renovierung steht nun bevor aber unklar wann.

Blick über die Anlage
und zum Atlantik
und zu unserem Appartement

Danach geht es nach Albufeira in die Altstadt: Die touristische City ist schon quirlig, halbnackte und fette Männer in Shorts samt passender Begleitung sind häufig, wir schlendern durch viele Gassen, auch durch den Tunnel zu innerstädtischen schönen Sandstrand, samt Gitarristen mit >Hotel California< im Repertoire, vermutlich schon high 🙂

Kirchplatz
Gasse
zentraler Badestrand
Tunnel zum Strand von der Stadt aus

Die >kulinarischen< Angebote sind alle vergleichbar im Preis, nur zwei Restaurants würden uns gefallen, wir hören aber lieber den launischen Vortrag über die Geschichte Portugals und vor allem das herrschaftliche Ausgabe Verhalten (Kirchen Klöster Konkubinen und Residenzen) ewig und weit über den Einnahmen, auch wenn Brasiliens Goldminen geplündert wurden, keine 5% waren für die eigene Bevölkerung übrig, dazu um 70% Analphabetentum die Regel. Erst ein paar Militärputsche bis hin zu ersten demokratischen Wahl 1976 führten zur wirklichen Besserung, die durch den gemeinsamen Beitritt 1986 mit Spanien zur EWG resp. später zur EU hinsichtlich Milliarden an Entwicklungshilfen für Strukturen und Wirtschaft zu erklecklichem Wohlstand geführt hat. Allerdings ist der Tourismus die wichtigste Einnahmequelle der Algarve.

später Nachmittag

Tag3 7Uhr aufstehen entspricht 8Uhr in D, also der eigentlichen Sommerzeit.

Portugal = Fußball
typisch: nicht nur heute geschlossen

Wir fahren nach Alte, Quelle und Wasserfall fallen wegen Wassermangels aus, wie die Fontainen von Vaucluse, was anwesende Franzosen bestätigen, dann weiter nach Salir, einem Bergdorf mit hohem Wasserspeicher samt Ausblick auf die vielen Korkeichen: 80% der Weltproduktion an Korken für Weinflaschen stammen aus Portugal, die schlechten 20% kommen aus Spanien 🙂 und die vielen Eukalyptus Haine.

Korkeichen
überall
im Detail
an der einsamen Kirche
mit Aussicht auf die hochgelegenen Wälder

Auf 500 müM finden wir eine tolle Strecke zum Kirchlein nahe Barranco do Velho, wir nehmen Korkrinde mit.

to much is too much
man fährt gerne Quad
Querenca

In Querenca haben wir die goldene Kitschkirche besucht und dünnen Kaffee getrunken, über Sao Bras de Aportel nach Loulé in die Markthalle für den alimentären Einkauf, und ins einheimische Flòr da Praca (Brot Oliven Frischkäse Thunfisch Mohrrüben Spinat Kartoffeln Riserva Kaffee und Porto auf das Haus), einem Erlebnis der besonderen Art mit eindeutigem Bezug zur Vorliebe der Fußball Nation, die riesige Glotze zeigt irgendwelche Spiele, danach noch ins Algarve Design Outlet.

Flor de Praca
Markthalle in Loulé
die Musikanten im Kreisverkehr, der überall verbreitet ist wie die Schwellen und Zebrastreifen
Outlet mit den üblichen Geschäften

Es war heute eine tolle Strecke, der Leih-BMW macht sich mittlerweile motorisch gut und scheint sparsam zu laufen, der Hinterradantrieb funzt gut trotz schmaler 205/16er Reifen, die 3 ersten Gänge sind zu lang, der 6. geht erst ab 90km/h, das Fahren macht Spaß trotz dieser Unzulänglichkeiten wie auch verzögertem und dann zu heftigem Turboeinsatz. Bei bedecktem Himmel hat zu ersten Mal wenig geregnet, das Hinterland mit vielen Quellen sieht recht grün aus, es gibt zudem viele gepflegte Apfelsinen- und Feigenplantagen.

Tag4 Die Nacht war stürmisch aber trocken, mit viel Wind noch am Morgen: Wir wandern von hier zum Praio do Castello, um über das riesige naturschöne Areal den Praio do Evaristo zu erreichen mit dem gleichnamigen modernen Restaurant, zurück gehts es dann über einen fast schon Schleichweg unterhalb der Villa zum Praio do Castello und ins Appartement.

auf dem Weg zum Praio do Castelo
gutes Schuhwerk und Trittsicherheit ist hier angesagt
zwischendurch vereinzelte Villen
vor Bäumen und Buschwerk
die dunkleren Muschelfelsen sind gut erkennbar
und über die ganze Bucht verteilt
beim Betreten muss man aufpassen, sie sind messerscharf
Flut
der Atlantik steigt
und bedeckt große Strandflächen
Wanderer ja Badegäste noch keine
dafür herrliche Muscheln

Nach dieser ausgiebigen Wanderung sind wir mit dem BMW zum Strand von Galé (Villa Joya), über Lagoa nach Cavoeiro (sehr touristisch) mit Einkauf im hypermodernen Supermarkt Apolónia, über Ministräßchen zur Praia da Marinha (Katzen) und zum Pilgerkirchlein auf dem Felsen der Praia da Senhora da Rocha und zurück.

Praia da Marinha
mit schroffsten Anstiegen und wenigen Zugängen zum Wasser
Parken oben mit Katzen, alle wohlgenährt 🙂
überall finden sich diese sehr nützlichen Hinweistafeln
nochmals die erodierte Küstenstruktur Richtung Westen
wieder mit Flut
bis in die Sandbuchten
in der Abendsonne vor Cavoeiro der Blick auf die Praia da Senhora da Rocha
Nossa Senhora da Rocha, die gotisch christliche Pilgerkapelle 30müM.
mit obligatem Mövenbesuch
und den üblichen Wohnbauten in der zweiten Reihe
wilde Wasser
zur Flutzeit
touristische Anhängsel
auch wegen der bunten Fliesen kommen die Besucher (nicht weiter zugänglich)
hierher an diesen mystischen Ort
schon schön hier
ein einsamer Olivenbaum
und ein Sonnenuntergang wie im Bilderbuch

Tag5 Frühe Abfahrt über Lagoa, Alvor nach Burgau hinunter zur kleinen zentrale Marina mit defekten Fischerbooten, tollem Zugang zur Praia do Burgau

Burgau Hafen
Praia im Westen
nach Osten
und wieder hinauf zum Ort
die alten Fischerboote
Brizze (Brexit free) – Theresa`s Brexiting: Telling everyone at the party that you are leaving, but actually staying… nothing else matters… es gab leckere-n Coffee und Sandwiches

und danach zur Praia da Salema mit tollen Fischlokalen (leider keine Zeit) und Fischer

bei der Netzreparatur
und aktuellen Fischerbooten!

Weiter über Sagres zum Capo de Sao Vicente mit Rundgang,

wenn denn das rote Tor geöffnet ist
mit Ausblick nach Osten zur Forteza von Sagres
und innen auf interessante Gefährte
sowie nach Norden auf die felsige und klimatisch harte Atlantikküste
leider nicht vom Leuchtturm oben 😦

zurück nach Sagres ohne Fortezza aber in der Poussada zum Thunfisch auf allerlei Art und das schon vor 30 Jahren zum ersten Mal,

hier der Blick von unserem Tisch aus
in den Saal
Panorama draußen
mit Blick auf die Fortaleza

Weiter geht es nach Norden und Küsten fern zur noch ziemlich verlassenen Praia do Amado mit Tauchern und Surfern, bei eher ruhigem Wasser samt relativer Windstille

Zugang vom Parken aus
nach beiden Seiten über Holzwege
zu zwei nebeneinander liegenden Stränden, hier der nördliche
und hier im Pano der südliche
und immer wieder die bizarren Felsformen
und auf den zuführenden Sträßchen (auch off-road) die Kennzeichnung mit Großbuchstaben
diese Camper brauchen keine Hinweise 🙂

Wir fahren mit Navi Kontrolle (!) über Naturpiste zur Praia da Carrapateria (alte WoMos und junge Surfer)

herrliche Schotterwege aber kartografiert
mit Lagune,
alten und jungen WoMos und Touris 

und über Bordeira zur Praia da Arrifana (Surfer), zum Teil auf Naturpiste, oft über kleine und schöne Straßen und immer prall von Natur mit Buckelchen und Steigungen bis 20%, ein irres und bisher unerreichtes Gesamterlebnis, das wir mit dieser Abwechslung in Spanien so nicht gefunden haben und uns auch für einen längeren Aufenthalt begeistern würde!

die Bucht von Arrifana mit der Steilküste
und einer speziellen Terrasse mit Sonnenschirm, wem die wohl gefällt
und wer hier gerne länger verbleiben würde?

Zurück über die toll ausgebaute N120 durch naturschönes Hinterland und die schnelle A22 von 1 bis 7 (ca. €3) – der BMW läuft mit 1.500 U/min gerade mal 100km/h und bei 2.000 130km/h, ohne wirklich fühlbare Beschleunigung, womit der 6.Gang einfach zu lang ist, und der 2. dreht zwar bis 100km/h, was meinem ruhigen Fahrstil ohne die andauernde Schalterei bzw. einem elastischen und drehmomentstarkem Diesel widerspricht! Den Verbrauch bei 80/120 max. unter 6l/100km kann man auch anders locker erzielen 😦

Tag6 Wir fahren wieder an den Galé Strand und laufen im Sand und auf den Holzwegen. Später machen wir noch eine geführte Strandkraxelei mit und abends gehen wir zum Fischmenü, das eher ein serviertes Büffet ist, bei exzellentem Fado.

Tag7 Nach Mittag fahren wir zur Igrea de Sao Lourenco, die Einlasserin hat einen Bus mit 50 Personen abgewiesen, weil es noch nicht 1!2!!3!!! Uhr war, die Turmuhr geht 5min nach und gongt Big Ben, 10min. nach 3Uhr kamen sie dann endlich zu zweit, eine für den Einlass 2€ und die andere passt auf, dass keiner fotografiert, geht aber zwischendurch raus – ich habe meine Bilderchen in Ruhe gemacht.

geduldiges Warten
15:15
fertig

Wir bewundern noch die Villen in Vale do Lobo und der Quinta da Lago und haben uns gefreut, nicht zu den Golfern resp. Superreichen zu gehören. 

Tag8 Frühstück auf dem Balkon, mit den dicken Orangen vom gestrigen Einkauf am Strassenrand, die geschmackliche Qualität ist nicht zu übertreffen. 

Danach zum Strand und von dort über Fels und Sand bis nach Galé, die Frauen wandern ohne Schuhe im Sand weiter.

Ich trinke Kaffee und bespreche mit der Wirtin vom GALEAO den Tisch innen: Steinbeißer und Seehecht! Wir bekommen frischen Fisch vom Eis, geschmacklich ein Treffer, dazu Bohnen, Karotten und Kartoffeln, davor die übliche Runde an Vorspeisen mit lecker Thunfisch Pampe. Die Weine sind vergleichsweise günstig mit 15€ pro Flasche (sonst Faktor4), weil man für ein 0,5er Bier unterwegs auf der schönen Terrasse vom Restaurant Praia Lourenco 4,5€ zahlt, Kaffee ist am günstigsten mit €2. Zurück war mit der Taxe geplant, per pedes über die Straße aber schneller, zumal uns der Weg guttat. 

Tag9 Wir haben einen langen Fahrtag vor uns und starten früh: erst nach Portimao (Altstadt und Hafen), vor 11Uhr ist wenig los in den Geschäften,

wer will fährt (altes) Schiff
z.T. renovierungsbedürftig, aber schon wertig

danach weiter nach Sagres zur Fortaleza zu einem ausgiebigen Rundgang

2006 *
und 2019

und weiter nach Alezur über naturschöne, z.T. Schotter- Straßen, alle im Navi

zum schönsten Strand Paraiso do Mar (klasse Kuchen, Kaffee und Käse), im Sommer herrscht hier Gedränge