Frankreich und Spanien mit dem Wohnmobil, dem Bus, der Eisenbahn, der Fähre und zu Fuß

Eine Reise in Bildern: F ES F IDA Y REGRES

Stierkampf – Museum in Ronda

31 Reisetage 19 Campingplätze (CP Tarragona 2x), 6.250km und dazu ca. 250 ausgewählte Aufnahmen (iPhone6+ / EOS 6D) mit Begleittext.

F: Annecy  camping@ville-annecy.fr
Frontignan www.camping-mediterranee34.com
ES: Tarragona www.laspalmeras.com
Alicante www.marjalcostablanca.com
Almeria www.lagarrofa.com
Albanchez www.campingelcantonet.es
Granada www.campinggranada.es
Cordoba www.campingbrillante.com
Ronda www.elsur.com
Puerto de Santa Maria www.lasdunascamping.com 
Puerto Motril www.infonegocio.com/camplapo
Guardamar del Segura www.campingmarjal.com
Tarragona www.laspalmeras.com
F: Canet en Roussilion www.brasilia.fr
Saint Cyr sur Mer www.campingbrillante.com
Neydens www.campingbrillante.com

_______________________________________________________________________

Hinfahrt: Durch die Schweiz per Autobahn A1 mit Schwerlastabgabe (>3,5t, 10 Tage je €3,30 innerhalb 365 Tagen) in Annécy angekommen, bekommen wir einen Platz auf dem begehrten Camping Municipal Le Belvedere camping@ville-annecy.fr und laufen 15min hinunter in die Alt-Stadt (und 30min zurück) – viele Touristen, entsprechender Trubel und eine Bausubstanz wie in Zürich, hier ist nichts zerstört sondern erhalten worden. Wir besuchen auch die mächtige zentrale Kirche.

F Annecy: Savoyen grüßt mit Kunst
beliebte Eckkneipe in Annecy, man genießt das blonde Craft Bier (€6,30 www.bs.fr)
die große Kirche in Annecy
mit dem hellen Mittelschiff
Blick auf die Altstadt

Noch ist der Restsommer in Sicht: Erst über die Bergstrecke bis Grenoble, danach die herrliche z.T. neu (aus)gebaute französische Autobahnen bis nach Sète resp. Frontignan und Ankunft im www.camping-mediterranee34.com – einem typischen Platz für Einheimische und solche, die sich integrieren wollen. Einkauf bei Carrefour: frische Thunfisch Filets samt Brot, Tomaten und regionalem Rosé zum Abendessen bei Sonne und Sturm draußen, davor ein Strandspaziergang und das Boulespiel vom Chef mit Gästen und abends nochmals an den Strand bei Bürgersteig hoch und ein paar Nachtaufnahmen nach Sonnenuntergang. Der Platz hat Charme aber kein heißes Wasser für das Geschirr, dafür laute Bahnanbindung und strammen Wind von West.

Sète: der herrliche Sandstrand in Frontignan
mit Spuren einer leichten Karambolage (nicht von uns 🙂
der teure Campingplatz direkt nebenan war voll belegt, unser billiger www.camping-mediterranee34.com hatte sehr große und genug leere Plätze und leider einen Holzpfahl der Begegnung beim Rangieren:-(
später der zweite Strandspaziergang
zur tiefblauen Stunde
und ebensolcher Stimmung
das Licht täuscht – geschlossen
Brände in vielen Gebieten, u.E. auch oft durch leichtsinnigen Umgang mit offenen Feuern

ES: Tarragona hat sich mehr als prächtig entwickelt, Industrie und Massenwohnungsbau wechseln sich ab. Der www.laspalmeras.com findet sich nördlich, einige km entlang der Bahnlinie aber direkt am Meer, er ist groß, laut und bestens eingerichtet, wir haben keine 50m zum Durchgang an den Strand und nur 2 Reihen vor uns, sehen praktisch auf das Mittelmeer. Was wir nach einem ergiebigen Rundgang gegen 16:30 (immer noch Mittag!) von der Terrasse des Restaurant Playa auch können, bei Thunfisch-Tomaten- resp. Salat mit Kabeljau und frischem gegrilltem Wolfbarsch mit einen dunklem 13,5% Rosé aus Navarra.

ES: Tarragona ist erstes Etappenziel, das Restaurant des www.laspalmeras.com hat eine Terrasse mit fantastischer Aussicht auf den Kilometer langen Sandstrand 
und bietet auch nachmittags gegrillten Wolfbarsch
unser Platz in der dritten Reihe zum Kilometer langen Strand und das
mit direktem Zugang in Sichtweite
Abendstimmung am Strand mit vielen Spaziergängern bei tollen warmen 24 Grad
und einem herrlichen Ausblick auf Tarragona
abendlicher Blick auf Tarragona
und in den Campingplatz

Mit dem Bus Linie 12 fahren wir zur Rambla vella und zurück, Mittagessen im lacuinadenxavier@gmail.com – einen alten, ehrlichen und gutem Gasthaus für Einheimische und Andere in der Altstadt. Der ausgiebige Rundgang fängt am Hafen an hin zu den antiken griechischen Grundmauern, die gut restaurierten Ruinen der römischen Nachfolger wie sie heute im Part Alta von Tarragona zu sehen sind, es beginnt zu regnen wie später beim 2. Aufenthalt! Auch in der Altstadt hat sich gegenüber meiner Erinnerung von vor mehr als 45 Jahren einiges getan. Nach dem Abendessen draußen laufen wir wieder am Strand Richtung Turm bis zum Ende der Bade- und Beginn der Fischerzone, mit prächtigem Farbenspielen von ockerfarbenen sandigen Felsen, Sonne und Wasser, mit dabei die EOS6D mit WW und Tele Zoom und das iPhone6+ für viele Panos. 

mit dem Stadtbus Linie 12 in die City, hier der Blick auf den römischen Hafen
und die griechisch-römischen Stadtmauern
so sah es nach der Gründung aus
und so sieht es heute aus
mitten am Marktplatz
und in der Altstadt
2. Abend am Strand
bei blauer Stunde
mit Sonnenuntergang
als 16-35mm F2.8 Superweitwinkel-
und 70-200mm F4 Teleaufnahmen
auch mit dem EF 1.4 Konverter
entsprechend 280mm F 5.6
und der Vollformat EOS 6D

Wir fahren weiter über die zunächst kostenpflichtige weil küstennahe Autobahn und später Landstraße mit vielen stillgelegten Tankstellen und wenigen neuen mit 24 Std Bar, durch weitläufige Landschaften, erst grün, dann mit riesigen Apfelsinenfeldern (Valensi(n)a), im späteren Karstgebiet sehen wir 2 riesige staatliche Haftanstalten und unzählige Steinbrüche und Marmor verarbeitende Firmen. Bis 30 Grad steigende Temperaturen sind es im über 1.000 Stellplätze großen www.marjalcostablanca.com – einem 5 Sterneplatz mitten in der Pampa zwischen der A7 und AP 7 im 5.ten Jahr (der ältere www.campingmarjal.com liegt beim Küstenort Guardamar, wir fahren auf der Rückreise dorthin), üppig angelegt mit klasse Sanitärhäusern, viele teure Motorhomes stehen auch länger, einer quirligen Badelandschaft vor und einem zweiten Becken in der Anlage, einem Viertel mit Bühne, Restaurant und Bar. Überall blinken abends farbige LED Schnüre, wir essen zu Abend im Freien.

Nach vielen stürmigen aber kostenfreien und erstklassigen Autobahn km und Landstrassen rasten hier drei Dicke und unser ganz kleiner verloren in der Mitte,
um dann später im gepflegten www.marjalcostablanca.com anzukommen
Alicante mit dem Bus: Tipps zum Frühstückscafé in der
historischen Altstadt von Alacant

Die Fahrt mit dem Bus nach Alicante (katalanisch Alacant) kostet günstige €14 hin und zurück für 2 Personen und je 40 km, endlich mal ohne Lenkrad die Gegend betrachten und im zentralen Busbahnhof beim Hafen ankommen: Stunden sind wir durch die quirlige Altstadt und rechtzeitig zurück zum Bus. Viele Touris, schöne alte Häuser und neue Geschäfte.

ganz oben die Burg
und davor die Altstadt
und darunter die Innenstadt
mit vielen Verlockungen
kulinarischer Art
samt fettem Angebot an Delikatessen

Zurück auf dem Platz berichtet der britische Nachbar als Dauercamper von rund 300€ Miete pro Monat und bei Vorabzahlung -10%, im Winter sind es 20/10 Grad tags/nachts und der Leihwagen ist für 1€/d zu haben, sie leben seit Jahren hier, das wäre nichts für uns! 

Weiterfahrt bei 19 Grad in/out, also noch angenehm frisch. Wir wechseln das Frischwasser, weil es nicht mehr so frisch ist, gehen auf die Maut freie Autobahn und sehen Karstgebiete, Schweinezucht in Massentierhaltung = seitlich offene Ställe, riesige Tomatenplantagen unter Folien (und deren Überbleibsel, falls verlassen), leider ohne Direktvermarktung und wiederum Karst ohne Bewuchs. Problematisch ist der ablandige Seitenwind in einer bisher nicht erlebten Stärke, es gilt langsam zu fahren. Der nächste Platz www.lagarrofa.com liegt kurz hinter Almeria, idyllisch und direkt am Meer mit eigener Bucht, ca. 100 z.T. sehr kleinen Parzellen, teilweise mit Sonnensegeln überdacht unterhalb der Brücke mit in die Jahre gekommenen Sanitär in der Mitte, halb oben einem Restaurant mit großer Terrasse. Der fast einsame Strand versöhnt mit mystischer Idylle, wir waren ein paar Stunden dort und bis zum Hals im sehr klaren Wasser. Hoffentlich ist der große Hund der Italiener mit der dicken LAIKA ruhiger als tagsüber…

Almeria lassen wir hinter uns, das Restaurant des mystischen www.lagarrofa.com bietet den üblichen Mittagstisch um €10 Fisch Fritten Salat
und einen steinigen, aber wunderschönen eigenen Strand
mit aktuell ganz wenig Besuchern
und einer tollen Abendstimmung: auf der Höhe die Autobahn, in der Mitte die Strasse und hier ganz unten die Ruhe
Terrasse
La Garoffa – die Bucht im gebirgigen Ausläufer

In der geschützten Bucht wohl die wärmste Nacht bisher, Schlafen geht nur ohne Jacke und Zudecke, der Verkehr von der Küstenstraße und der darüber auf hohen Stelzen liegenden Autobahn ist heftig, dennoch nachts nicht zu hören. Heute beginnen wir die Andalusien Rundtour mit der Sierra Nevada (Nirwana?). Wir nehmen die Straße bis kurz vor Almeria, machen kehrt und fahren gleich hinauf auf die Autobahn, die wir von La Garrofa aus in schwindelnder Höhe sehen konnten: Der Abtrag von Stein für diese Strecke ist eine ebenso imponierende Leistung wie die Brückenkonstruktionen zwischen den Bergen.

Bald folgt die einzige europäische Wüste El Desierto de Cabernas, ein Karstgebiet ohne Gleichen, trotz der Italo-Westernstädtchen bei Tabernas wird es langsam so einsam, dass wir schnell eine der seltenen Tankstellen nutzen, mit Bedienung samt Überfüllung, es stinkt nach Diesel und wird in der Folge mehrfach mit Fensterreiniger behandelt. Wir fahren an der größten parabolischen Solaranlage Europas (produziert auch nachts Strom leider mit Wasserverbrauch) vorbei in das Dorf La Calahorra, wo Henry Fonda auf dem Bahnhof von Sergio Leones >Spiel mir das Lied vom Tod< angekommen ist, finden aber nur einen kleinen Supermarkt und einen Eisenbahn Wagon mit lokalen Andenken im Angebot, also weiter durch Prärie, horrende Felsformationen und bis hin zu den Troglodyten (Wohnhöhlen) nicht nur in Guadix mit Vorbauten an den Felshöhlen samt Schornsteinen obenauf. Zur Schweinezucht kommen extrem große Olivenhaine hinzu, Europas größte zusammenhängende Produktion, mal wieder ohne Direktverkauf (mit Ausnahme bei den großen Ölmühlen, wenn diese darüber verfügen,) bepflanzt bis hinauf auf die Bergspitzen, allerdings in Abständen für die Bearbeitung per Traktor, meist auf hellem und staubigem Terrain.

Ein Abzweig bringt uns zum Stausee Embase del Negratin, wir bewundern farbige Felsformationen mit entsprechendem Sandabtrag bis in die Täler, auf die kleine enge off road Nebenstrecke des Navis verzichten wir gerne und fahren durch endlose Olivenhaine in die Universitätsstadt Baeza für einen Rundgang, mehr Zeit wäre hier mehr, uns drängt aber das Nachtlager im Naturschutzgebiet Nachfrage und Gespür bringen uns zum familiären www.campingelcantonet.es mit Kettenhund, Esel, Schafen und Federvieh auf der einen, wir auf der anderen Seite. Lange Parzellen und gute Sanitäreinrichtung erfreuen, wie auch das gezapfte San Miguel aus der geeisten Jarra, das beste das wir je hatten!

Sierra Nevada: Unser landschaftliches Traumziel mit unzähligen Eindrücken,
einem Stausee mitten im Gebirge
mit mittelhohen Felsformationen und viel Sand nach Westen, ideal für off-road, 
hier die wenig Wasser führende östliche Seeseite
und ein oft zu findendes Problem: es wird nicht repariert, was kaputt ist bleibt so wie es ist
dennoch finden wir die Landschaften einmalig
im größten zusammenhängenden Oliven Anbaugebiet Europas
egal wo Platz ist stehen die Reihen
und sind >stundenlang< bei der Fahrt zu bewundern
Baeza: die zentrale Kirche mit Vorplatz
und die Universität
über die Innenstadt verteilt
El Cantonet – der CP im Naturschutzgebiet mit Blick nach Norden
und näher
und noch näher
und nochmals von der Zufahrt aus

Granada ist das nächste Ziel: Der Versuch, in Jaen die Innenstadt zu erobern, hat nur bei den bereits parkenden Einheimischen als Besucher des Wochen Marktes Erfolg, wir tuckern einmal durch die City und weiter nach Süden, finden ein Carrefour zum Einkauf, Parken ist dort selten ein Problem und Tanken oft günstig, die großen Märkte haben zudem ein riesiges Angebot mit adäquater Auswahl an täglichem Bedarf!

Granada im Tele

Der erste CP in Granadas Stadmitte wird gerade erneuert (Baumaßnahmen), nach langem Suchen finden wir den ruralen www.campinggranada.es in Peligros, pittoresk oberhalb des Ortes gelegen, sehr ruhig, mit Terrassen und englisch sprechender Chefin samt einweisenden und kochendem Ehemann: Erst mal ein erholsames Mittagessen vor dem WoMo und etwas Ruhe, Sanitär und Quell-Trinkwasser sind klasse! Unser Zelt Nachbarn gegenüber kommen aus FFB und besuchen hier die für ein halbes Jahr studierende Tochter, sie haben viel Gepäck transportiert und sind seit Montag hier: Das Studentenzimmer liegt bei günstigen €150.- pro Monat. Der Platz verfügt über einen Pool mit Blick nach Granada über Peligros, oberhalb der Rezeption ist die Bar und das Restaurant. Am späten Nachmittag gehen wir ins von Hundekot strotzende Peligros und suchen die Bushaltestelle 110 für den geplanten Ausflug nach Granada. Alle Bars und Geschäfte sind noch geschlossen, wir finden schließlich ein hypermodernes Café mit Frauenclub und zwei Polizisten beim Snack. Der Wertstoffhof am Stadtrand wird mit €300.000 von der EU gefördert, der Geier weiß warum, zudem ist er geschlossen weil noch Sommer?! Das Wetter ist vorzüglich, fast zu warm, eine Dusche hilft auch ohne Abtrocknen. Gegen 22 Uhr kommen zwei weitere Zeltnachbarn aus COE, wir helfen mit der Außenbeleuchtung für den Aufbau.  

Granada: der www.campinggranada.es in Peligros liegt etwas außerhalb, es gibt den Bus 110

Früh nach Granada, weil es nachmittags so heiß ist: Heute fährt, weil Feiertag der >Nuestra Senora de la Virgen de las Angustias en Granada<, das hätten wir ja am gestrigen Einkauf der vielen billig bunten Blumensträuße erahnen können, der Bus nur stündlich ab Peligros, also versandeln wir 40min mit der Betrachtung eines Kreisverkehrs. An der Endstation Prof. Emilio Orozo angekommen, starten wir unseren Stadtrundgang mit dem Besuch der großen Renaissance Kathedrale Santa Maria de la Encarnación mit zwei riesigen Orgeln à 4.000 Pfeifen, z.T. vergoldet und damit für uns zu viel Prunk, deren wirkliches Ausmaß nur am Modell erkennbar ist und die miserable Toiletten bietet, immerhin welche.

in die quirlige Innenstadt
dort ist auch die Kathedrale zu bewundern
der Hochaltar
und die Kanzel sind für unsere Begriffe
mit beiden Orgeln etwas zu überladen
wie die Öffnungszeiten, an die man sich erstmal gewöhnen muss (13:30 bis 17 Pause!)
in der Alhambra
Panorama nach Norden mit Alt-Granada
die eher kleine Arena in der Alhambra
und eine prunklastige Hochzeit in der Altstadt bei Mittagshitze
da ruhen auch die Motos…

Die Alhambra mit ihren 2 Mio. internationalen Besuchern p.a. ist für uns eher enttäuschend, als Zeitzeichen für das muslimische Königreich ab dem 1238 bis 1492 okay, aber die heutige Bedeutung der Universitätsstadt ist uns gewichtiger… Leider erwischt mich beim Aufstieg ein harter Kreislaufkollaps mit unregelmäßigem Puls, Hinsitzen und Wasser trinken hilft weiter! Wir flanieren durch die Gassen und essen im www.tintafinarestaurante.com herrliche Fischküchlein und gegrillte Boquerones, Thun- und Seebarsch samt kaufestem Gemüse mit raffinierten Saucen bester Güte, dazu einen José Pariente Rueda barrique samt Café, mit spontaner Begeisterung für die Vinothek am Ende der Treppe runter zu den Aseos! Wir nehmen den Bus und haben noch eine Waschmaschine und Ruhe vor dem WoMo: 23 in/out es ist etwas kühler geworden und draußen ein Hemd angesagt. Gegen 2:20 verbreitet irgendein Arsch seine Musik diskothekenlaut, eine Gemeinheit, gegen die Ohrenstöpsel helfen.

Olivenhaine
im Tele

Die Route geht weiter, nach netter Ausweisung per Chef durch den unteren (Not-) Ausgang durch viele km Olivenhaine, kaufen Gemüse, Obst und Öl in einem Tante Emma Laden unterwegs, überqueren den sogenannten Olivenäquator und treffen in Cordoba auf dem städtischen www.campingbrillante.com in der gleichnamigen Straße ein, fahren umgehend mit dem Bus 10 in die City und zurück: Shoppingmeile, Judenviertel und maurische Mezquita-Catedral de Cordoba faszinieren uns sehr. Wir suchen noch die römische Brücke mit der Eingangspforte auf, genießen Bier, Pimientos fritos und Calamar plancha in der La Esqunita de la Juderia und etwas Flamenco davor, zuletzt noch ein schwedisches Knockin` on Heavens Door in der Fußgängerzone. Nach der Rückkehr sind wir fertig, der nachmittägliche Ozongehalt ist m.E. auch mit der Auslöser.

Blick auf große Agrarflächen auf dem Weg vom www.campingbrillante.com
in Cordoba, mit dem Bus 10 geht es in die City 
der heißesten Metropole Spaniens mit 52 Grad bisherigem Rekord in der Shoppingmeile
heute sind es nur über 30 Grad und angenehm
schon der Eingang zum riesige Innenhof
der maurischen Mezquita-Catedral de Cordoba beeindruckt uns
selbst wenn in der Catedral eine protzige katholische Renaissance Kirche errichtet wurde
die römische Brücke über den Guadalquivir
und das römische Stadttor
von der mächtigen Brücke aus
im quirligen Judenviertel
gibt es viele Bars und Restaurants
und noch ein paar Eindrücke mit der EOS 6D: die mystische Catedral
mit den riesigen Gewölben
und einer sinnlichen Stimmung
auch weil nicht viele Besucher hier sind
herrliche Arkaden
und nochmals die römische Brücke
mit zugehörigem Stadttor

Wir kaufen gerne Früchte, Gemüse und Obst ein, alles in schwer zu überbietender Güte, die kurzen Transportwege sind es wie das Klima samt Sonne.

aromatische Paprika
herrliche Pfirsiche
beste Aprikosen
Pflaumen wie sie sein sollen

Am nächsten Tag geht es wieder mit dem Bus in die Stadt und das eine Station weiter, mit großem Rundgang an der Stadtmauer entlang: frühes Mittagessen im Casa Bravo 1919 Boquerones, Spinatkroketten, Ratatouille, 2xSchwertfisch und als Schmeckwöhlerchen eine kleine Portion Reis wie in der Paella, ohne Fisch aber mit Gemüse, bissfeste halbrunde Körner, lecker, dazu einen Verdecho plus Café! Danach weiter an den Guadalquivir und dort noch in die Bar Lido mit Alhambra Bierchen und mehreren Beigaben Tapas, darunter scharfe Blutwurst, leckere Salami, Boquerones mit feinem Lauch mariniert (neues Rezept, gleich verinnerlicht) und jazzige Musik vom ehemaligen Diskjockey Rodrigues. Zurück durch die gerade mal ruhige Stadt und auf den CP: ein ganz großes Erlebnis ist Cordoba als heißester Stadt Spaniens bei bisher 47 (1995) und als diesjährigem Rekord angeblich 52 gemessenen Grad in der City – wir hatten mit nur 35 das Glück der reisenden Engel, zumal der Platz noch recht zentral und unsere Parzelle 83 sehr ruhig liegt. Wir lassen den Abend gemütlich angehen, essen den fetten schlabberigen Schinken vom fetten schwarzen Eichel fressenden Schwein (nee, muss nicht mehr sein) und den Pfeffer Manchego (klasse, auch ohne Pfeffer, diese Qualitäten gibt es bei uns nicht, nur die harten Ersatzräder für Schubkarren :-), dazu einen Enate 2014 Cabernet Sauvignon Merlot und wollen früh schlafen… 

Der nächste Tag: Weiter entlang der Stadtmauer
findet sich auch der Parador
an einer wunderschön
gestalteten Promenade
wie der eher ruhigen am Guadalquivir Ufer auch
wo wir in einer Bar eine delikate Überraschung erlebten
beste Tapas, die geliebten Boquerones hier mit mariniertem Fenchel
hier in der Bar direkt an der Uferstrasse
und jetzt zurück zum brillanten Campingplatz

Ronda ist das nächste Ziel, wir kommen gut weg und finden nach der Stadt auf der Autobahn mittig Oleander und links wie rechts Olivenhaine Kilometer weit. Die später durchquerten Landschaften sind  einfach nur irre, mit vielen farbigen Streifen im Fels, dunkle rotbraune frisch gepflügte Felder und riesige bewässerte Areale (Kartoffeln?), ein fruchtbares Land jedenfalls, in nicht enden wollender bergiger Schönheit, eine Herausforderung für den Agronomen und seine Traktoren. In Ronda angekommen suchen wir einen Supermarkt mit Parken und nehmen einen schattigen Platz gegenüber von Aldi, der sowohl bayrisch als auch spanisch sortiert ist. Den CP www.elsur.com finden wir erst nach langer Suche zur A-369 samt Hinweisschildern, ein Terrassen förmig angelegter Platz in 1,5km Entfernung von der Altstadt Mauer, mal sehen wie schön die mit den Türmen ist! Die Installation auf dem unebenen Gelände ist zwar bucklig aber machbar wie die Ausfahrt vom CP über die enge Brücke heute morgen auch! Wir genießen anschließend im gleichnamigen Elsur Restaurant, angeblich eines der besten weit und breit, mit getrocknetem Kabeljau gefüllte kleine rote Paprikaschoten und Blätterteig mit Ziegenkäse, danach Lachs und Dorade als Tagesfisch und final festen Brownie Kuchen mit Vanilleeis und gefrorenen Whiskeyeiskuchen ohne Kuchen aber lecker, dann erstmal ab in die Altstadt!

Nach der Ankunft im www.elsur.com geht es gleich in die Altstadt, die tiefe Schlucht von la Ronda ist fast nirgendwo vollständig einsehbar
Blick von der Parador Terrasse, hinten in der Mitte versteckt liegt der Campingplatz
die mächtige Brücke über der Schlucht
Blick in das südwestliche Hinterland
und weiter nach Nordwest
ein Recreations Gebiet neu angelegt und wenig besucht im Osten der Stadt
anders der Brückenbereich, ganz links der Parador, rechts die Neustadt
die Schlucht vor der Neustadt
Marktplatz der Neustadt
in der Stierkampfarena, heute ein Museum
und hier von der anderen Seite aus
Museum: Am Schädelpräparat sieht man, wo die Kraft sitzt
stylischer Anstecker
Brücke und Altstadt am Nachmittag
Blick von der Brücke nach Westen
Blick von der Altstadt auf den Parador

Als Krönung des Rundgangs gibt es den lokalen weißen 14,5% Lunares Ronda 2016 und später den 15% Encaste Ronda 2013 nach der Rückkehr von der Altstadt zum Abendessen: Gewaltig mit Charme, touristisch aber wir gehören ja auch dazu, ansprechend und wir haben die Adressen für Morgen in der Frühe und viele Panoramen mit der Abendsonne auch. Der CP füllt sich langsam, es wird kälter draußen 21/25 out/in bei leicht kühler Brise. TV werden wir platzbedingt 2 Tage nicht empfangen, ein Glück denn zuhause ist eh nur Wahlkrampf!

Nach Sonnenaufgang zwei Fragen an die Rezeptionistin: Wie gelangt man an das römische Theater und wer erntet die vielen Oliven? Es erntet die Familie, wenn der Besitz nicht zu groß ist, und zwar von Hand so wie sie es in ihrer Jugend auch getan hat, ab dem 9. Lebensjahr, als sie von Deutschland nach Spanien zurückgekehrt war. Die Ernte der Speiseoliven beginnt jetzt im September, die der Öloliven geht bis in den Februar und wird auch von Marokkanern unterstützt respektive mit der Rütteltechnik per Band vom Traktor durchgeführt. So gegen 11 Uhr sind wir dann los, zu Fuß wie gestern, über die Altstadt hinaus in das verbindende Kommerzviertel zum vermeintlichen Shoppen, um letztlich in der Stierkampf Arena zu landen, einem imposanten Bauwerk, das durchgängig mit Reitschule und Waffenmuseum besichtigt werden kann. Man kann stehen wo man will, der Kampf gegen den (über)mächtigen Stier ist vergleichbar zur Jagd mit Hunden und Treibern nur letztlich finaler, auch manchmal für den Torero mit der Waffe in der Hand. Baulich ein Unikat!

Auf dem Heimweg wollten wir eigentlich nur einen Imbiß und sind im www.zucio.es als bisher wohl bestem Restaurant für uns geblieben, Salatherzen mit Anchovis, Tomaten mit Thunfisch, Hühnchen mit Fritten und Hirsch mit Folienkartoffel, Halbgefrorenes mit Limone und Himbeersorbet mit Vanillecreme, dazu einen regionalen Rosé und Kaffee und Brandy und Kräuterlikör vom Haus, ein edles Lokal, super Küche und Service, die Chefin ist Owner mit dem Bruder, 3 weitere Lokale im Ort sind im Besitz und der Ehemann macht Lasergravuren in Berlin, die Kids sind bei ihr, sie möchte in D WoMo fahren… 

marinierte Oliven genau so wie wir sie mögen
knackige Salatherzen mit Anchovis
Tomatensalat mit edlem Thunfisch Stücken
Hirschrücken mit Backkartoffel
Hünchenbrust mit selbst geschnittenen Fritten
Rosado aus Ronda
Fruchtsorbet
Törtchen
www.zucio.es u.E. eines der besten Lokale der kulinarischen Reise

Abfahrt zum römischen Berg-Theater Ruinas de Adipino – Ronda la Veja mit einer Citytour der besonderen Art: Wir blieben in den engen Altstadt Gassen wegen der parkenden PKWs stecken, mussten zurücksetzen, mit den Keilen über den 15cm hohen Bordstein rechts auf den Gehweg und zudem auf die Balkone und herausstehenden Fenster achten, nach rund 30min ging der Puls dann zurück weil ohne Fremdberührung! Die Strecke zum Theater ist mit die schönste landschaftlich, das Theater leider lunes cerrado und Dienstags erst ab 15 Uhr geöffnet. Wir genießen weiter die kleine bergige Straße und Aussichten in die Atem beraubende landschaftliche Schönheit, mit Weingütern u.v.a.m. bis hin zur Autobahn (peage aber Gebühren frei?) und erreichen schließlich den riesigen www.lasdunascamping.com in El Puento de Santa Maria, gegenüber von Cadiz und direkt an einem der herrlichen Sandstrände gelegen.

die >Bühne< des Theaters von der Strasse aus
mit dem Telle
leider keine Zeit 🙂
bewachte Olivenhaine
und viele verlassene Gehöfte
Ölpressen mit gigantischem Ausmaß
auf der Suche nach dem römischen Bergtheater
heute mal wieder geschlossen
also geht es weiter
auf landschaftlich reizvoller Strecke
hinter uns der www.lasdunascamping.com – vor uns sind die Dünen kilometerlang 
mit feinstem Sandstrand
und einer uralter Schiffruine

Wir richten uns ein, essen eine Pfanne Gemüse und Salat und laufen in den Ort, um Infos für die Katamaran Fähre nach Cadiz und die Bahnfahrt nach Jerez zu sammeln, was mit Hilfe der netten jungen Frau im Fahrkartenschalter gut klappt. Ein Besuch im Sherry Keller brachte anstelle der Führung zwei Flaschen Fino, der Besuch in einer Strandbar zwei Bierchen durch den alten Kellner mit top Figur und Frisur, der zunächst alleine etwas überfordert schien aber sehr nett war, viele ältere Herren sind im Service! Abendessen vor dem Womo, super roher Schinken und mehr, TV mal wieder bis zum letzten Gähnen.

mit dem Katamaran nach Cadiz, im 13 Jh. v. Chr. von den Phöniziern gegründet – prima Klima
die Hafenmeile
in beiden Richtungen
alte Straßenlaternen weisen in die Altstadt
mit monumentalem Hauptplatz
und im Markt mit allem an Seefisch, was die Pfanne begehrt

Heute geht es nach Cadiz! Die Fähre kosten €2,60 p.P. und Strecke und zeitlich registrierter Fahrt und ist einfach nur klasse, man kommt mitten in der Altstadt an. Der große Rundgang in €uropas ältester Stadt, von den Phöniziern im 13. JH. v. Chr. gegründet, von drei Seiten vom Atlantik umgeben, also fast uneinnehmbar, ist einfach nur bemerkenswert, egal ob antik oder aktuell wie die innen offene Markthalle mit einem Angebot an Gemüse und Fisch ohne Gleichen. Wir haben im El Aljibe Gatiano, dem zuerst ausgewähltem Restaurant (O-Ton eine Kleinigkeit im Sitzen?) ein erstklassiges Menü genossen, mit Spargelpastete resp. Salatherzen und Anchovis, dem Wolfsbarsch (lubina) mit Gemüse auf dem Punkt und einem klasse Marques de Riscal Verdejo samt Wasser und Café, diese Qualitäten bekommen wir bei uns selten und den Schoko Kuchen als obendrein eh nicht 🙂

ein ganz dicker Katamaran
der Hafen von Cadiz
der Leuchtturm von Puerto Sherry
das alte Schiffswrack
von Santa Maria
unser Katamaran nach Cadiz und zurück
die Rückfahrt
an Purteo Sherry vorbei
Sport auf der Promenade
Cadiz Skyline
Ebbe oder Flut
ankern neben der Fahrrinne
Perlmutt in der Muschel
Weg?
Palmen am Strand
mit neu&gierigen Besuchern
ungewöhnlich geformte Exemplare
im Hintergrund unser CP
herrlicher Sand

Nach der Rückkehr mit der leisen und dennoch flotten Katamaran Fähre sitzen wir in der Sonne, genießen das eingekaufte Mandelgebäck mit dem Jerez Fino und laufen dann am Strand entlang, super Sand, tolle Muscheln, klasse Motive mal wieder für das 70-200mm Tele. Morgen ist Jerez Tag: Herbstanfang, den man hier nicht merkt! Wir laufen zum Bahnhof 50min, kaufen Fahrkarten nach Jerez ida y regres und sind 10min später dort, E-Zug und Strecke sind so neu wie die moderne Bahnhofeinrichtung, befolgen den falschen Rat des Orts-Polizisten und gehen nach Westen auf schmutzigen, von Hundekot und Abfällen verunreinigten trostlosen aber verrammelten Straßen. Ein Blick auf die Karte und die Tour geht nach Norden weiter, dort ist Leben, sind Geschäfte (Wein&Co mit top Beratung) und Sehenswürdigkeiten wie die alte Kirche St. Miguel, der bewehrte Palast neben Gonzales Byass (Eintritt ab 35€, nee, nicht mit uns), noch eine mächtige Kathedrale und viel Leben in den Bars resp. draußen (Jarra 2€), ein Eldorado für alle Durstigen! Alt und sehr gut: www.dietzmerito.com lädt zur freien Verkostung mit Information ein, Resultat ist der Einkauf leckerer Sherrys. Zurück fahren wir wieder mit dem Zug und einem Seat Taxi, das 455.800km hinter sich hat, erster Motor, zweiter Anlasser und hundertfach getackertem Himmel.

Jerez mit der vielfach angebauten Kathedrale
€2.- Eintritt
die sich lohnen
Gonzales Byass wollte €35.-
die Kathedrale
als Wahrzeichen
mit dem freistehenden Glockenturm
und den vielen bunten Fässern in der Fußgängerzone
mitten in der pittoresken Altstadt
es wird viel mehr Bier getrunken als man glaubt
und es gibt viele kleine Sherry Kellereien
mit edlem Angebot
geht doch prima: auch der Campingtisch bietet viel aus dem Lande

Wir essen grünen Spargel aus der Pfanne, Kochschinken, Manchego, Salatherzen und dazu einen Weißen aus Ronda, danach wandern wir noch am Strand. Morgen werden wir nach Puerto Sherry laufen.

Puerto Sherry`s Hafenmole
mit dem (neuen) Leuchtturm
und Ausblick Richtung Cadiz
als auch in das
Hafengebiet mit Apartmenthäusern, Bauruinen und Nobelhotels
Abends essen wir Seefisch (Hai) und
Langusten und
genießen einen Wein aus Sherrytrauben

Wir nehmen die Uferpromenade nach Puerto Sherry, einem geförderten kommerziellen (Sherry?) Hafen plus großen Liegeplatz mit vielen teuren Yachten, einer Hotel- und Appartementanlage, Bauruinen neben Wohnungen und einem auf alt gemachten Leuchtturm, der leider nur bis 15Uhr zu besichtigen war. In der einzig offenen Bar gibt es Cruzcampo, Huevo, Jamon & Frites, pappig aber hier im Süden stoßen sie uns bisher noch nicht auf. Nach dem Rückweg nochmal einen Strandgang im Sand, danach erfreuen Weißfischfilets (Hai) und 6 große Gambas samt Sherry Wein mit den beiden Affen wie der gemischte Salat den Magen, zum Café (Vivaldo lungo aus der seit Jahren unkomplizierten Krups Nespresso Maschine) noch einen Sherry Brandy. Unsere während der Abwesenheit abgestellte Brauchwasser Pumpe meckert leise vor sich hin, anstatt ganz auszugehen: an+aus also bei jeder Nutzung, das Problem zeigt sich später in der ungenauen Anzeige 66% resp. 33%, im Grunde war fast nichts mehr im Tank!

Bis hierhin IDA, auf unserer Reise geht es nun zurück REGRES, wir haben Gibraltar als weitest entfernten geografischen Wendepunkt festgelegt:

Wir fahren Richtung Tarifa, dem Surferparadies im Süden, sehen Batterien von Großwindanlagen, spüren den heftigen Wind am WoMo, halten einmal kurz vor der Grenze zu Gibraltar an, verzichten aber auf den Besuch zu Fuß (Grenzübertritt zu penibel) und fahren flott weiter nach Algeciras (Handel, Industrie), Marbeilla (Touristik, Fincas?), durch völlig zugebaute Landschaften, z.T. auch mit Bauruinen, und landen schließlich in der Einflugschneise von www.torremolinos.com – einem in die Jahre gekommenem Platz mit wenig=0 Pflege. Mit der wieder hypermodernen E-Bahn geht es nach Malaga, dort essen wir in der herrlichen Altstadt im El Trillo super Tartar de Solomill (Thunfisch mit Avocado), leckere Paella de Verduras und erhalten einen regionalen Barbadillo aus Cajiz zugeteilt 🙂 Der anschließende Rundgang zeigt eine gepflegte und pulsierende Altstadt mit zig Lokalen und vielen Gästen, renovierten Häusern und modernen Geschäften, ein Must für den Touristen! Zurück auf dem Platz zählen wir Flieger im Minutentakt, informieren uns drinnen (wegen der Mücken) über die Wahl und sehen vielleicht rot, rot-rot, gelb und grün als Alternative, Angela hat den Bogen wohl überspannt und die Linke die `DDR` billig verkauft, mal sehen was wird sagt meine Mutter (91).

Tarifa mit den heftigen Winden
und der Felsen von Gibraltar, die Einreise haben wir uns erspart
Malaga: Tuna Carpaccio at it`s best mit Avocado
Paella auch ohne Meerestiere
Altstadt von Malaga
super restauriert und trotz viel Tourismus gepflegt
mit Speck fängt man Mäuse (englische Touristen)
am späten Nachmittag
Malagas Eye
und die hypermoderne Bahnstation

Früh weg, die ungepflegten sanitären Anlagen sind nur ein Grund. Wir fahren die Autobahn ohne Gebühren um das riesige besiedelte Malaga herum, in Cajiz beginnt der Obst- und Weinbau, die Küstenstraße ist eine Wohltat für die Augen, schließlich gelangen wir auf den www.infonegocio.com/camplapo an der Costa Tropical de Granada, in Puerto Montril, und sehen den Anspruch aus der Werbung in die nackte Realität umgesetzt, laufen von dort nach in das Kaff, einem wohnmäßig abgewrackten Areal mit viel Hundekot auf den Gehwegen und noch mehr in den vergammelten Grünanlagen, nee, leben könnten wir hier nicht, auch der Gegensatz zu den großen Blocks mit leerstehenden Wohneinheiten (se vende) bringt keine Freude, weil nur Bausubstanz für ein paar Wochen im Jahr. Mit dem Bus geht es weiter ins Städtchen Montril, ganz nett aber mittags wieder mal total verschlafen. Später in einer der wenigen offenen Kneipe die Überraschung: el descorche bietet Fajita als Tapas zur Jarra Bier (3), das sind lecker trockene Teigröllchen mit Gemüsefüllung und scharfer Tomatensauce, und weil wir so nett gelobt haben, gab es noch einen Teller Kartoffelsalat mit Möhren und dunklen Oliven, also fast das halbe Abendessen. Zurück mit einem 5 Jahre alten Sharan fast im Neuzustand, aber über 500.000km auf der Uhr!

teilweise liegt viel herum, was dort nicht hingehört
Müllprobleme überall, was nebendran liegt bleibt liegen und das ist zuviel
es gibt zwar Industrie
aber nur nicht einladende Landschaften
Puerto Montril mit leeren Strand und ebensolcher Uferpromenade, viele Rollläden sind unten
und aktuell einsamer Strandidylle
nur der Café solo hilft weiter
mit einem Wort nix los!
manche Bauvorhaben bleiben Ruinen
unser Kontrastprogramm ist Kabeljau und
Thunfisch und viel Gemüse
mit Salat 
und den Pimentes aus der 20€ Elektro-Pfanne

Heute sind 400km angesagt, zur älteren Dependance von www.campingmarjal.com  nördlich Guardamar del Segura am Mittelmeer. Die ersten 100km sehen wir nur Plantagen unter Folie, ab und zu ein paar Gebäude dazwischen, oder auch mal eine kleine Siedlung. Die Problematik zeigt sich, wenn eine Plantage aufgegeben wird, die Folie zerreißt und das Gestänge wie ein überdimensionales Zelt verbleibt. Müllberge überall dazwischen weil der Abfall einfach irgendwo hingeschüttet wird. Im Grunde ist es ein riesiges Abfalllager zwischen den einzelnen Parzellen, die oft extrem steil in den Berg gebaut sind mit irren Wegen als Zufahrt. Die Gesichter der Arbeiter sind meist braun, man sagt uns Marokkaner. Erst später beginnt normaler Ackerbau mit Gemüsen oder Obsthainen. Wir landen unproblematisch in der Anlage, die ähnlich konzipiert aber kleiner ist, mit tollem Angebot an konfluenten Schwimmbecken. Ein Mittagessen auf der Terrasse gibt Kräfte, ein Gang zum Strand zeigt die Müllproblematik erneut und abstoßend, alles fliegt herum und bleibt einfach nur liegen, das Bewusstsein fehlt einfach und die Natur kann den Plastikscheiß nicht verarbeiten. Die Abendstimmung vor dem WoMo ist toll und die Temperatur warm. Der Fiat Ducato hat knapp zehn l/100km und nur einen halben l Öl auf 9tkm gebraucht.

Mittelmeer bei Guardamar
hier mit Blick auf die Stadt rechts
tolle Poollandschaft von der Restaurant Terrasse aus

22 Grad in/out, die x-te Wäsche trocknet, wir laufen zum Mercadona und kaufen ein. Nach dem gesunden Frühstück geht es zu Fuß den staubigen Weg ins Örtchen Guardamar, einem Badeort, dessen Innenstadt wie gehabt schläft außer einem Friseurladen, der mich für €12 mit 3mm rundum plus Nespresso! Rundgang auf der Strandpromenade und per Taxe zum CP. Ohne Markise herrschen innen 41 bei draußen 29 Grad. Schwimmen begeistert bei fast zu kaltem Wasser. Wir plaudern mit unseren freundlichen britischen Nachbarn und den 2+3 aus Essen (Elternurlaub Baby 2 Monate Sohn 2J Tochter 4J und die Familie 2 Monate unterwegs, Vater fuhr in 3 Etappen mit PKW und WoWa hierher, Mutter flog und meint, sie hat mit den 3 Kids die A.karte gehabt, der 2-Jährige nervt dauernd :-). Der übernächste freundliche Nachbar kommt aus Wales, kennt die Manic City Preachers und man hat Freunde in Frankfurt und ein Haus in der Bretagne, die Nachbarn dort sprechen kein Englisch, aber bretonisch und walisisch haben viele gemeinsame Wortwurzeln! Das GB Schild am Womo ist sooo klein und nur seitlich, der Aufkleber mit der wallisischen Fahne mittig und größer, er liebt Saint Miguel… und fragt nach unseren Wahlen und meiner Meinung. 800g Lachs erfreuen mit mexikanisch-spanischer Salza plus klasse Salat den Gaumen, der Albarinho resp. Verdejo passen super dazu, wir finden das Dosenbier Saint Miguel super, noch besser die vielen con gaz Mineralwässer!!! 

Neues Frischwasser – die Pumpe ist okay, wir frühstücken karg und gehen später in die großzügige Badelandschaft bzw. ins Restaurant für eine Pizza 4stationi und ½ Hühnchen plus dem Camino de Castilla rosado mit 100% Tempranillo aus Ribera del Duero. Wir laufen durchs Feld zur Gärtnerei, finden 3 Kakteen und gegenüber die GoKart Rennbahn, wo ich auf einem 280ccm 4Takter von 4 Teilnehmern der langsamste bin und meine nie dagewesene Karriere somit umgehend beende, die viel zu engen Kurven machen mir keinen Spaß! Zurück auf dem CP fällt das Wasser für einige Stunden aus, wir essen noch vorbereiteten Salat und leckeren Käse. Der weitere Rückweg wird geplant, das nächste Ziel ist wieder Taragona.

Späte Abfahrt erst nach dem verzögerten Bezahlen wegen Stromablesen, das hatten wir so noch nie, die Rezeptionistin ist trotz Taschenrechner so unfähig wie sie sich für gut aussehend hält und kann auf 57€ nicht herausgeben. Weiter durchs Landesinnere über Valencia mit endlich gepflegten Obstplantagen. Über Castello und Tortosa nach Tarragona, wieder mit Einkauf bei Carrefour und danach auf den exakt gleichen Platz www.laspalmeras.com wie 3 Wochen zuvor! Der Abend lockt zuerst mit Heilbutt und danach Thunfisch, beide plus Zucchini in Tomatensauce samt Jose Pariente Verdejo und Salat mit homemade Dressing. Unsere schottischen Nachbarn sprechen deutsch, er super, sie französisch und etwas spanisch. 

Tarragona Altstadt die zweite
in Restauration
Portbou

19/19 in/out um 9Uhr, langsam sinken die Temperaturen, wir machen uns fertig und fahren  mit dem Bus 12 wie gehabt in die City, schauen in viele Geschäfte, kaufen beim tollen aber gesprächigem Herrenausstatter einen Gürtel von Miguel Bellido, er meint einer der großen Hersteller seit 1950, erzählt von Römern, den 7 Hügeln Tarragonas, dem Kreuz vor der Kathedrale als Weg, daß die Katalanen nicht kämpfen und am Tag des Referendums mit Blumen in der Hand auf die Strasse gehen werde, wir essen später im [f] domustarragona auf der Placa del Forum lecker Carpaccio Baccala, Pimientos padron und Patatas 3 Salsas mit rundherum vielen jungen spanischen Familien – laut&lustig – und versuchen nach der Rückkehr zum CP einen 2. Spaziergang zum Turm auf dem Felsen und nehmen wieder den gefährlichen Uferweg anstelle des rot markierten, drehen um und wollen am Strand Richtung Tarragona als uns der ergiebige Regen überrascht: Fazit Scheibe und WoMo Front sauber, Tisch und Stühle nass und Salat, Schinken und Manchego mit Balsamico und JP Sauvignon blanc mal im WoMo! Seit heute ist der CP wieder satt gefüllt, Wochenende für die spanischen Großfamilien mit ab 10 Personen am Tisch, Fahrrad wird abgelegt wo Junge steht und Mutter läuft hinterher und nimmt es von der Straße, das Sanitärhaus sieht aus wie Sau, Abwasch machen die jüngsten Mädels, Sand und Haarbüschel im Überfluss in den Duschen, die Föhne kochen, die Toiletten müffeln, die Abwaschbecken sind olé… 

Hoffentlich bringt das katalonische Referendum keine hitzigen Auseinandersetzungen. 6:30 mahnt der Wecker, wir wollen früh los bis hinter die französische Grenze und dazu die kleine Küstenstraße ab Figueres nach Portbou/Cerbère nutzen. Zunächst auf der E15 vorbei an Barcelona, mit über 100 Polizeifahrzeugen auf der Gegenfahrbahn und abends 800 durch Gummigeschosse Verletzten während der Demonstration in der Innenstadt, wie wir später erfahren. Dann Richtung Girona ins Landesinnere, vor Figueres auf die N260 samt tausend tollen Kurven bis zur Landesgrenze mit den beiden riesigen Bahnstationen und ab da rissiger Altback als Asphalt nach Canet en Roussilion auf den www.brasilia.fr – einem der angeblich schönsten seit 1964 und von mittlerweile 74 Campingdörfern: Toll geplant, macht am 15.10. zu, für uns mit zu viel Angebot was wir nicht brauchen, die junge moderne Familie fühlt sich hier sicher wohler. Nach einem kompletten Rundgang snacken wir an der Poolbar Hühnchen Wraps und Papp Fritten plus einem gezapften Bier, je 5€ = 25 und für unsere Erwartung zu teuer, wie oft in Frankreich.

Wir gehen anschließend noch an den schönen Sandstrand, den geschützten Dünen und zur Werft, die alte Boote restauriert und neue Katamarane herstellt. Zurück ist am CP-Marktplatz viel los, das Angebot ist ordentlich, die Zerstreuung vielfältig. Wir braten die Pimentos al patron und essen hinter dem WoMo, die Parzellen sind unterschiedlich breit, groß oder lang wie unsere. Stil hat die Anlage, viel Überlegung wurde verbaut. Unser Platz neben dem halboffenen sanitären Bungalow ist ideal für uns. Später stellen wir wegen Regenwarnung alles weg, in den Nachrichten sehen wir von den gewaltvollen Auseinandersetzungen in Barcelona. Morgen nicht nach Montpellier, auch weil es regnen wird, sondern zum www.campinglesbaumelles.fr der nach Telefonat noch geöffnet ist.

die ES/F Küstenstrasse bietet tolle Aussichten
nicht nur bei Port Bou / Cerbère

Ergiebiger Regen die halbe Nacht, gegen 9 sind wir losgefahren über die Autoroute bis nördlich von Montpellier. Danach Landstraße Richtung Arles oberhalb der Camarque, eine leckere Stadtrunde in Marseille dank blödem Navi, 15:15 ein erster Café auf den Platz, Chef fährt S4, die Sanitäranlagen sind weit älter als er plus Audi. Neben uns campen im VW Bus zwei ältere Freiburger mit MTB Rädern, wir reden über den Hirzberg CP und die schöne Stadt mit allen Möglichkeiten außer Autotunnel unter dem Schloßberg, um die Innenstadt zu entlasten, ihr Vater meinte schon 1960, der würde nie gebaut werden können. Dafür ist hier der an sich schön gelegene aber vergammelte Platz recht leer. Wir gehen durch das bereits herbstlich agonierende Städtchen, finden nach 17 Jahren die Appartement Siedlung mit neuem Rezeptionsgebäude und renovierten (tolle Schiebetüren vor dem Balkonausgang, klasse Bad) aber kleinen Wohnungen, die für 4 Gäste eingerichtet sind, worunter das Umbau-Sitzmöbel an Bequemlichkeit leidet: Zum Abend gibt es einen großen gemischten Salat und viele Käse und Rosé plus Rot Cuvé und ein gutes Gespräch mit unseren Freunden wie immer in den letzten Jahren. Wir werden bis zum Hafen begleitet und laufen zurück zu unserem mittlerweile sehr vertrautem vollitalienischen Laika WoMo, weil man sich auf das eigene Bett freut 🙂

die schlichte Kirche in Le Castellet
mit zwei identischen Schiffen, das linke ist bestuhlt
das einzige im Leben was ich mag ist schlafen – die kleine Prinzessin

Morgens 17/17 in out – es wird kühler. Sanitär ist u.a. Sau, die Dusche nur anfangs warm, die Toiletten sind mehr als karg. Zudem ist ALLES VERBOTEN! Leider ist die Warteschlange vor den beiden Waschmaschinen trotz Kaltwasser lang. Wir fahren zum Bio Weingut La Roche redonne in La Cardière d`Azur www.chateauguilhemtournier.com und erleben den dauerhaften solo Auftritt vom Chef, seiner eher nüchternen und sehr freundlichen Frau und dem weitgehend an Touris desinteressierten Sohn mit Strähnchen, der wohl die meiste Arbeit hat. Die Weine sind erstklassig und das auch im Preis (rosé 15 rot 25). Der Aufenthalt ist ein unvergessenes Erlebnis, beim Bezahlen hörte das Theater spontan auf und der Alte schob die Kohle so schnell wie ging ohne jede Rechnung ein und Tschüß…

Weiter nach Le Castellet, einem historischen Dorf mit Stadtmauer, mit sicher überteuerten Preisen ganz auf Tourismus getrimmt, es war allerdings nicht viel mehr los. Danach besuchten wir die Cooperative La Cardiérenne mit riesigem Angabot ab €3 bis ultimo, wir kosten 4 Weine und kaufen 2×3 rosé bzw. rot für unter €10. Der Mega Einkauf Komplex Auchan in Aubagne ist riesig und hat frischen Fisch und die herbstliche Weinmesse, wir kaufen je 800g Kabeljau und Lachs, bereiten in der Wohnung zu: Melone mit Schinken auf dem Balkon, Kabeljau mit grüner Paprika, riesigem gemischten Salat aus dem Kochtopf, Lachs mit roter Paprika, Salat die zweite und dazu Rosé und Himbeertörtchen samt Vivalto lungo plus einem Gläschen Roten, ein grande bouffe mit ebensolchem Gespräch bei toller Atmosphäre und Abendstimmung.

riesiger gemischter Salat aus dem Kochtopf mangels Schüssel
Kabeljau und Lachs
Melonenschiffchen

Wir gehen zur Strand Promenade und im Hafen zur Mole, verweilen auf Bänken, La Ciotat lassen wir heute aus und laufen langsam über die neue mit Holz beplankte Promenade bis nach La Madraque und weiter zu unseren Freunden: Erstmal Brot, Käse und Oliven auf dem Balkon, später Nudeln mit Grana und Gemüseeintopf im Raum, viel Gespräch: Wäre Sanitär auf dem CP akzeptabler, würden wir bis zum Wochenende verlängern, das Wetter ist eine Pracht!

La Madraque
von der Schutzmole aus
Beginn und/oder Ende der hölzernen Promenade
mit Blick auf das Mittelmeer
und La Ciotat
im SWW
oder Tele
mit dem gigantischen Felsen
Fischernetze
geparkte Sportboote
Details
e-Stadtwagen der Gemeinde Saint Cyr Sur Mer
nach ca. 250 Aufnahmen gilt Ende und Auf Wiedersehen
Aquarium in La Madraque

Heimfahrt: wir starten zu Casino Markt, letzter Einkauf vor der Piste bis Neydens zum super gepflegten www.camping-la-colombiere.com – die Tour in der Sonne mit dem Prachtstück an Bergstraße vor Chambery ist bei Sonne einmalig schön, man wähnt sich beim Übertritt nach Savoyen bereits in der Schweiz, nichts liegt mehr herum… Morgen sind wir wieder am See.

Fazit:

Wir reisen seit über 40 Jahren gemeinsam, geändert haben sich die PKWs und unser Alter, nicht aber die Art der Unternehmungen, außer dass wir im vermeintlichen Ruhestand zeitlich völlig anders planen können und seit rund 8 Jahren vermehrt Campingplätze aufsuchen. 7 Wochen F-ES-P wie letztes Jahr haben wir diesmal weder geschafft noch gewollt, aber 4 Wochen lang genügend neue kulturelle Eindrücke gesammelt: Favorit für uns ist der CP in Puerto de Santa Maria mit den Ausflügen nach Cadiz und Jerez, gefolgt von der eindrucksvollen Sierra Nevada samt CP im Naturschutzgebiet von Albanchez, der fast mystische CP La Garrofa bei Almeria direkt am Meer wie auch der CP nahe Tarragona, auf dem wir 2x waren. Südspanien mit der flächenmäßig fast 100%ig überdeckten und industriellen Obst- und Gemüseproduktion ist leider oft eine einzige Abfallwüste von Plastikplanen und Gerümpel, was aufgegeben ist, bleibt kaputt wie es ist, östlich von Motril beginnt die aufgeräumte Produktion in vorzeigbaren Gewächshäusern samt Planen plus entsprechenden Freiflächen. Bei den Städten sind Alicante, Cadiz, Cordoba, Granada, Malaga, Ronda und Tarragona unsere alphabetischen Favos, Torremolinos und alle weiteren Touriburgen sind es nicht. Der unserer unmaßgeblichen Meinung nach überbewerteten Alhambra in Granada ziehen wir die Mezquita Catedral in Cordoba vor, auch wenn sie mit einer protzigen katholischen Rennaissance Kirche innen verschlimmbösert wurde. Es gab noch viele schöne und schlichte Kirchen auf der Reise, Prunk hingegen macht uns nicht an. Landschaftlich war(en) die Küstenstraße(n) bis Portbou/Cerbère, die ich vor über 45 Jahren abgeklappert habe, und die Straßen in den Gebirgen ibs. der Sierra Nevada ein Genuss. Es fällt auf, das viele (gebührenfreie) Autobahnen und breite Nationalstrassen in einem ähnlich fantastischen Zustand sind wie die Schienenwege und Züge. Der fast tägliche Einkauf von hochwertigen Lebensmitteln ist in Spanien unproblematisch und eher günstig, das gilt auch für die Gastronomie und die fast unüberschaubare Vielfalt der Weine. Portugal ist zudem noch günstiger, Frankreich hingegen, vom Café noir im Stehen mal abgesehen, ein gastronomisches Hochpreis Land und das oft ohne entsprechende Gegenleistung! Das Wetter in Cadiz, über lange Phasen (neidisch) beobachtet, entzieht sich jeder Kritik 🙂 – die Landschaften sind, soweit von Plastikplantagen nicht verschandelt, wiederum ein Genuß wie die vielen historisch gut erhaltenen Städte. Auf die moderne Massen Architektur können wir gerne und das nicht nur in Spanien an der Küste verzichten, vor allem, wenn nur ein paar Wochen im Jahr genutzte Saison besteht. Die Weite beider Länder, die oft dünne Besiedelung und die riesigen naturschönen Landschaften geben uns viel. Gute und andere Campingplätze finden sich überall, wobei das nördlichere €uropa bei den sanitären Anlagen öfter die Nase vorn hat, im Süden scheint dafür mehr Sonne und damit sind die draußen Temperaturen auch zum Ende unserer 04-10 Camping Saison angenehmer…

iPhone 6+ ca. 400 Aufnahmen, davon ca. 170 im Bericht (schwarzer Text),  mit nur 212g ideal für gutes Wetter und statische Objekte, mit Brennweiten erweiternder Panoramafunktion horizontal und vertikal oder kleine Clips aus der Hand 

EOS 6D ca. 300 Aufnahmen, davon ca. 80 ooc im Bericht (grauer Text), bei 1,2-2,5kg       ideal für schwieriges Licht, bewegte Motive, Super+Weitwinkel und Tele Aufnahmen

(c) slowfoto.de

 

Advertisements

Wenn alte Traktoren sich treffen…

Die Wasserburgen Feuerhexen laden ein:

Zum super organisierten … geht es hier entlang
auf die ehemalige Obstbaumwiese mit den vielen >alten ziehenden< Bekannten aus dem südlichen Bodensee Umkreis und Vorarlberg
viel lanzsame Bewegung schon im Stand bei Leerlaufdrehzahl tock-tock-tock-tock
Eis mal auf dem Traktor
100 Jahre alte 10t Strassendampfmaschine
aus dem Sächsischen Werk
Herkunftsnachweis
einfach gewaltig mit 40PS Leistung
Lanz 10l Einzylinder
in seltener Landaulet Ausführung
unser Favorit, der Hanomag Diesel mit >Spezialsitzbank< für die herrschaftliche Ausfahrt
das gerodete Obstbaumfeld dampft nach soviel Bearbeitung
und die ganz Kleinen halten auch bis nach dem Ende durch!

(c)iPhone6+ ooc

(c) slowfoto.de

Zürich zu Fuß

200CHF = 185€

Ein Tagesausflug hat uns nach Zürich geführt, zu einem mehrstündigen Rundgang durch die innere Altstadt, den Stadtplan dazu hat jedes Hotel. Bewundernswert die Bausubstanz mit den Hinweisen auf das Baujahr (z.T. 1.200) und die Veränderungen, die vielen kleinen Geschäfte und Lokalitäten, die Unzahl von Juwelieren und Kettenläden, die ihr Preisniveau exakt der Umgebung angepasst haben, hier nur ein paar Beispiele:

Bratwurst aus der Hand 6-12 CHF

Hauptgerichte mit Fleisch ca. 50 CHF

Kaffee ca. 6 CHF die Tasse

Panini belegt ca. 10 CHF

Pasta (Vorspeise) ca. 20 CHF

Parkhaus CHF 1.10 pro 1/4 Stunde

Autobahn Vignette 2017 CHF 40 vom 1.Dez. 2016 bis 31. Jan. 2018

Schwerverkehrsabgabe über 3,5t 10 Tage frei wählbar, gültig 365 Tage CHF 32,50

Nach Abschluss der Lehre beginnt z.B. ein Elektriker mit CHF 7.000 pro Monat. Wir haben steigende Zahlen an Besuchern und Touristen aus der Schweiz nicht nur am bayerischen Bodensee, sondern auch in den großen Märkten.

Schöne Ausblicke auf den See bei Rohrschach vom Autobahn Parkplatz aus,
von einer der Limat Brücken,
auf eine der Limat Brücken,
von oben, irgendwo hatte Udo Jürgens dort eine Wohnung im Dachgeschoss!
Kaffee rösten am offenen Fenster – mehrfache Sichtkontrolle
mit Notebook Unterstützung
und fertig ist die Röstung!
Unzählige alte und i.d.R. sehr gut erhaltene Bausubstanzen

Einige Stunden waren wir auf dem empfohlenen Stadtrundgang (in jedem Hotel erhältlich) unterwegs, auch in der Bahnhofstrasse, der wohl teuersten Meile in €uropa, mit vielen best bewachten Juwelier- und Uhrenläden und allem was Rang und Namen hat und sich die Mieten leisten kann, selbst Lebensmittelketten finden sich mit einem Preisniveau, das die Vielzahl Schweizer Besucher im benachbarten Bodensee Gebiet erklärt. Dennoch ist der Besuch wie fast überall in der Schweiz empfehlenswert, weil ibs. keine Zerstörungen durch Weltkriege mit harmonielosem Wiederaufbau Spuren hinterlassen haben. 

iPhone 6+ ooc

(c) slowfoto.de

Ruhe im Fahrwerk

GOLDSCHMITT am Beispiel FIAT Laika Ecovip 309

vorn und hinten endlich gleiche und gleichwertige Federwege

Jede Reise ist ein einzigartiges Erlebnis. Genießen Sie es – mit dem neuen Fiat Ducato. Der Fiat Ducato wurde zusammen mit den wichtigsten europäischen Herstellern von Freizeitmobilen entwickelt und gebaut – mit dem Anspruch, der Beste zu sein. Dank seines herausragenden Lenkverhaltens, dem Handling und Komfort eines Pkw, den neuen Euro 5 Motoren und den speziellen Fiat-Services ist der Ducato die perfekte Ausgangsbasis für jede Reise. Zitat aus dem FIAT Reisemobile Ducato Camper Katalog Seite 1, das ist Werbung und die verspricht… 

Wer reist, fährt oft viele Kilometer. Die Fortschritte der PKW Fahrwerke sind nicht zu übersehen: Bequem, angepasst und sicher sollte heutzutage ein Fahrwerk auch mit Beladung sein. Bei Wohnmobilen sieht das anders aus, das Fahrwerk des Unterbaus ist für den kommerziellen eher rauen Einsatz mit unterschiedlicher Beladung konzipiert und damit zum Reisen knapp am zulässigen Gesamtgewicht oft untauglich, egal ob der Aufbau teil- oder vollintegriert ist. Beispiel: FIAT`s leichtes Ducato Chassis 35 S ist ab Werk für 3,5t Gesamtgewicht ausgelegt und erreicht mit teilintegriertem Aufbau laut LAIKA Prospekt 2.990kg, unser WoMo (wie im Bild oben) vollgetankt mit wenig Gepäck laut Messung auf der Waage bereits 3.250kg, nicht zuletzt ein Grund zum Auflasten auf 3,85t oder 4t zulässigem Gesamtgewicht. Im Vordergrund der Maßnahmen stand allerdings die Verbesserung der Fahrwerkseigenschaften hinsichtlich Komfort und Sicherheit.

Anzeige und Kompressor mit präzisem Einbau im Amaturenbereich – 0 bis 10bar 
2-6 bar reichen, mittig der Schalter für den Kompressor, unten die Ablassknöpfe zur Feinregulierung
per Kompressor präzise pro bar = 1cm in der Höhe einstellbare Luftfedern an der HA

Wir wählten von GOLDSCHMITT für die Hinterachse (HA) zusätzliche Luftfedern zur einstellbaren Unterstützung (ca. 2,5-4 bar erscheinen ideal für unsere Beladung) und für die Vorderachse (VA) Comfort Federbeine samt assymmetrischen Federn, die sowohl dem Fahrzeuggewicht vorn als auch der erwünschten Vergrößerung des Federwegs um ca. 4cm entgegenkommen. Als Reifendruck fahren wir vollbeladen 5bar vorn und 5,5bar hinten bei 215/70R115CP, bei leerem Fahrzeug 5bar rundum und 1,5bar in der Luftfederung für die Hinterachse.

neues Federbein mit der asymmetrischen Feder vor dem Einbau
originales Federbein mit gleichförmig symmetrischen Feder ausgebaut

Fazit: Die brettharte Wiedergabe der Strassenoberfläche ist Vergangenheit, die VA federt sensible ein und aus, ohne jeweilige Rückmeldung jedes Kanaldeckels o.ä. in der Lenkung, die HA wird mit der entsprechend der Beladung unterstützenden Luftfederung präzise geführt, der Aufbau spürbar ruhiger gehalten, ein hohes Plus an Fahrgefühl sowie -sicherheit damit erzielt! Den Federungskomfort eines PKWs mit 2 Tonnen Gewicht kann ein 4 Tonnen Wohnmobil nicht erreichen, die Veränderungen gehen gefühlt mehr in Richtung kleiner Reisebus, auch wenn die Position von Bei- und Fahrer knapp hinter der Vorderachse ist. Natürlich führt der längere Federweg zu größeren Bewegungen, diese sind aber weicher und damit sehr gut verträglich. Bisher gefürchtete Asphaltflicken und Kopfsteinpflaster verlieren so ihren Schrecken und es ist endlich auch möglich, als Beifahrer während der Fahrt Fotoaufnahmen oder gar Videoclips aus der Hand oder mit der Fernbedienung (Apparate per Saugnapf und Platte auf dem Armaturenbrett) zu erstellen:

Arbeitsfläche

Für eine alte BMW Ur-GS kann man den Unterschied so erklären: Ab Werk waren die Fahreigenschaften ibs. mit Sozia wenig zufrieden stellend, mit White Power Gabelöl und auf das Gewicht abgestimmten längeren Federn vorn – weil jetzt ohne die originalen Distanzhülsen – und einem per Handrad auf die Höhe und der gewünschten Dämpfung verstellbarem WP-Federbein hinten auch beladen viel bequemer und sicherer. Wir waren damals ob der Veränderung glücklich und sind es heute wieder!

Nach über 11.000 gefahrenen Kilometern noch ein Nachtrag zur Hinterachse:

leer und miese Fahrbahn 2 bar – beladen und eher schlechte Wegstrecke max. 3 bar – gute Autobahn bis 100km/h 4bar – darüber bei bester Piste auch bis 6 bar.

Reifendruck wie von FIAT vorgegeben 5bar VA 5,5bar HA

Alle Aufnahmen mit der Canon EOS 6D und dem EF 1.8 28mm ooc außer Datenreduktion

© slowfoto.de

Erlebnis Radfahren

E-Bike Touren

Gegenden kann man erwandern oder dort mit dem Fahrrad unterwegs sein, was den Radius des Rundwegs oder die Länge des Ausflugs verdrei- bis -vierfacht. Das manchmal belächelte E-Bike hat einen ungeheuren Aufschwung bekommen und ist für uns wegen der vor Leistungsspitzen schonenden Mobilität nicht mehr wegzudenken. Absolut ideal ist das Mitführen im Wohnmobil. Eine Akkuladung kostet ca. 20 Cent, die wertige Anschaffung leider über 2k€ 😦

Erstauflage 2013 – absolut lohnend

Das Buch beider Autoren ist das erste dieser Art aus dem Bruckmann Verlag, weitere erschienen für Baden Württemberg, Berlin, Main, München, Oder Neiße, Rhein, Ruhrtal und Toskana.

In sachlicher Weise berichten die Radlfans von 30 eigenen Touren rund um den See, wir kennen einige Orte (Konstanz) und/oder Strecken (Reichenau) bereits gut und beurteilen die 144 Seiten als sehr empfehlenswert, Abbildungen und Texte gleichermaßen betreffend. Wenn man mit der eigenen Wahl des E-Bikes bereits zufrieden ist, bieten neue Strecken immer wieder den Reiz aus Landschaft und Geschichte, sicher nicht nur am Bodensee, aber hier in einer sehr spezifischen Art und Weise wegen der vielen Kulturen nebeneinander.

Alle wollen mit – Montag ist Fahrradtag (für das Bike umsonst)!

Fast am Radweg lebend, warnen wir allerdings vor dem See nahen und Europas beliebtesten Rundweg zur Hochsaison, weil sich (ältere) Genuss- und (jugendliche) Sportradler zu bestimmten Zeiten leider zu oft in die Quere kommen. 

iPhone 6+

© slowfoto.de

Was ist die Mobilität von Morgen?

Mobilität: Schiffdiesel vs E-Bike – beide Fa(e)hrzeuge bereiten unterwegs viel Freude!

MWM Schiffsdiesel Kurbelwelle des MS Konstanz mit einem Kolben als Aschenbecher, dahinter R&S Pony (aktuell Tinder), links eine der BSB Autofähren am Anleger in Friedrichshafen

MS Konstanz 57×11,4m (LXB) bei 335t Verdrängung, MWM Dieselmotoren 2x365PS Bj. 1964 Bodan Werft Kressbronn, 690 Sitzplätze, davon 300 innen, ca. 21km/h

Riese&Müller Pony E-Bike, 24kg, 1 Sitzplatz, Bosch Elektromotor, 20„Reifen, Gates Riemen, Nuvinci Nabe, 500Wh Lion Akku, ca. 18km/h Schnitt bei >80km Reichweite, max. 25km/h mit Unterstützung

Wird der Elektromotor weitere Bedeutung im Fahrzeugbau einnehmen?

Der große turbogeladene Zweitakt-Schiffsdieselantrieb wird in Bezug auf den thermischen Wirkungsgrad unter den Wärmekraftmaschinen nur von stationären kombinierten Gas-und Dampfturbinen mit bis zu 95% übertroffen. Ein Schiffsdiesel mit einem Verbrauch von weniger als 160 g/kWh kann im Bestpunkt bis zu 55 % der chemisch gebundenen Energie des Kraftstoffes in nutzbare mechanische Arbeit verwandeln, LKW-Viertakt-Turbodiesel kommen im Bestpunkt auf 45 % Wirkungsgrad, PKW-Viertakt-Turbodiesel auf 40-42 %, Viertakt-Ottomotoren mit Turbo auf 35 – 37 %. Vergangenheit?

Moderne Elektromotoren besitzen einen Wirkungsgrad von 94-97%, Stiefkind ist der Akkumulator (Ladezeit, Gewicht, Haltbarkeit, Reichweite). Techrules TREV bietet aktuell die besten Werte mit über 2.000 km Reichweite mit einem Elektroantriebsstrang samt Range Extender: Eine mit Kerosin befeuerte Mikroturbine (alternativ ist die Turbine auch auf den Einsatz von Erdgas, Biogas, Diesel oder Benzin ausgelegt) liefert Strom für die Speicherbatterie, die diesen wiederum an die bis zu sechs Elektromotoren abgibt, maximal je einer an den Vorderrädern und je zwei an jedem Hinterrad. Das TREV-System ist ein serielles Hybrid-Range-Extender-System und wird bisher im >ren< Sportwagen verbaut.

Diese mobilen, die Generatoren antreibenden Turbinen, drehen mit 96.000 U/min. und haben Druckluft gelagerte Wellen. Jede Turbine erzeugt eine Leistung von 36 kW, davon entfallen 30 kW auf den Antrieb des Generators und 6 kW werden direkt für den Betrieb von Zusatzkomponenten wie den Umrichtern verwendet. Eine spezielle Ladetechnik soll dabei eine schnellere Ladung der Lithium-Manganoxid-Akkuzellen vom Typ 18650 (Gesamtkapazität: 20 kWh) ermöglichen. Die reine Batteriereichweite soll bei 150 bis 200 Kilometer liegen. Mit dem 80-Liter-Treibstoffvorrat sollen sich Reichweiten von bis zu 2.000 km ergeben. Der Verbrauch steigt dann auf 4,8 Liter je 100 km 😦 – der Energiespeicher kann auch an der 220V Steckdose nachgeladen werden, die Ladezeit für bis zu 80 % der Batteriekapazität wird mit 15 Minuten angegeben.

Die Gesamtleistung liegt im aktuellen >ren< maximal bei 960 kW (1.305 PS) und 2.340 Nm, damit sprintet er in 2,5 Sekunden auf 100 km/h und erreicht maximal 320 km/h. Mit zwei Motoren werden 435 PS und 780 Nm angegeben, mit vier Motoren 870 PS und 1.560 Nm. Bei maximaler Leistung soll mit 80 Litern Dieselkraftstoff eine Reichweite von 1.170 km möglich sein. Unser 1,9t >clean diesel<  EURO6 TDI mit 580Nm und 245PS verbraucht minimal 6,6 und im Schnitt über 55tkm 7,9 l/100km, der 3,9t EURO5 TDI mit 350Nm und 148PS im Schnitt über 20tkm 9,5l/100km. Die Brennstoffzelle ist wegen der aufwändigen Herstellung von Wasserstoff wohl eine Einbahnstrasse. Zukunft? 

Gegenwart ist immer noch die Ressourcen schonende Reise mit dem E-Zug, gespeist aus der Oberleitung. Die Schweiz hat mit über 5tKm das dichteste Netz der Welt und dies bis auf wenige Kilometer vollständig elektrifiziert, Busse und Bahnen sind dabei auch zeitlich aufeinander abgestimmt.

Investition bis 2025 – 20 Milliarden €uro verplant der VW Konzern in die nächsten Generationen von Verbrennungsmotoren, eine Summe, die eben mal für die Strafen aus dem Diesel Software Skandal ausgegeben wurde. Und wer bezahlt? Welche Chancen hat der Verbraucher hinsichtlich seiner individuellen Mobilität? Glücklicherweise ist die Privatisierung des 13.tkm Autobahnnetzes gerade noch abgewendet worden, leider hat die Jahresnutzungsplakette grünes Licht aus Brüssel bekommen, ohne dass bisher eine ausführliche Berichterstattung darüber erfolgt. Wer verantwortet eigentlich das unsägliche Desaster hinsichtlich Schadstoff-Ausstoß und grüner EURO4 Plaketten und zusätzlicher EURO5/6 Einstufungen neuerer Fahrzeuge? Wann gibt es endlich eine nachvollziehbare Bewertung der Umwelt-Belastungen von Verbrennungsmotoren ohne Mogeleien auf dem Prüfstand, so wie es schon lange bei den LKWs der Fall ist? Wozu haben wir ein Bundes-Verkehrsministerium und ein Kraftfahrzeug-Bundesamt? 

Federkraft Sportwagen, ca. 5km/h, 0-max ca. 2sec, 5m Reichweite, Spaßfaktor hoch

Fazit Supersportwagen – Mit einem Megawatt Motorleistung zählt das Elektroauto Nio EP9 zu den stärksten Sportwagen der Welt. Jetzt zeigt die chinesische Flunder auch auf dem Nürburgring, wo der Hammer hängt. Keiner ist schneller als dieser China-Kracher mit vier Elektromotoren! Der Nio EP9 hat einen neuen Rundenrekord auf der Nordschleife des Nürburgrings aufgestellt: Er absolvierte die knapp 21 Kilometer laut dem chinesischen Hersteller trotz widriger Bedingungen in 6 Minuten 45,9 Sekunden, damit verbesserte er seinen im Herbst 2016 aufgestellten Rekordwert um 19,22 Sekunden. Er absolvierte die knapp 21 Kilometer laut dem chinesischen Hersteller trotz widriger Bedingungen in 6 Minuten 45,9 Sekunden. Damit verbesserte er seinen im Herbst 2016 aufgestellten Rekordwert um 19,22 Sekunden.

Er gilt mit seiner Höchstgeschwindigkeit von 313 km/h als schnellstes Elektroauto der Welt. Unter der flachen Karbon-Karosserie des Zweitürers stecken vier Elektromotoren mit zusammen 1360 PS. Gebaut wird der nur in China erhältliche E-Sportler in sehr geringer Stückzahl, der Preis beträgt knapp 1,4 Millionen Euro.

iPhone 6+

© slowfoto.de

Hansestadt Hamburg

HH war für einige Tage unser Ziel, 

Hafen vor der Speicherstadt

diesmal mit weit über 50km nur per pedes und nicht wie 2013 >zu Fuß< und >zu Wasser<, denn ab und zu erlaufen wir Landschafts-Wanderer auch ganz gerne mal eine quirlige Großstadt. Insider behaupten von HH gerne: 

  • Wir haben 5 Hauptkirchen und von einer Stelle kann man alle Türme erkennen,

    und St.Niklolai ist noch im Wiederaufbau seit Juli 1943,
  • wir haben kein Schloß,

    aber dafür ein herrliches Rathaus mit riesigem Speisesaal,
  • die neue Elbphilharmonie garantiert Tausende von (außereuropäischen) Besuchern

    hier mit dem seltenen Blickwinkel vom Hafen aus
  • und man kann in Hamburg nicht verhungern wegen der vielen Imbissbuden
    und der oft edlen Gastronomie.

    Das und noch viel positives mehr trifft zu, wir haben eine geschäftige Stadt erlebt, mit vielen (teuren) Autos, netten Menschen, durchaus auch Elend

auf der Platte und tagsüber unterwegs

und sehr wenig Müll auf den Strassen, 

alles passt da rein und diese Tonnen finden sich praktischerweise überall,

unendlich vielen kleinen Läden

wie dieser ganz spezielle Fahrradladen in der Speicherstadt,

riesigen Passagen mit tollen Geschäften

wie KPM & Co,

einer imposanten nächtlichen Speicherstadt

mit speziellen Motiven – hier aus der Hand ohne Stativ –

dem gut besuchten Hafen- und daran schließend dem Portugieser- resp. Lustviertel,

la vie c`est comme une rose,

der Innen- und Außenalster,

die beide zu langen Spaziergängen einladen und schließlich

dem Zentrum um den großen Hafenbereich,

denn hier geht es auch ohne Navi!

15 clicks for lovers:

1. Alle möglichen Schifffahrten ab Landungsbrücken

da geht es lang

2. und mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Elbstrand

ups falsch ausgewählt!

Die HADAG betreibt im Hamburger Verkehrsverbund die Hafenfähren. Besondere Aufmerksamkeit verdient die Linie 62, die u.a. von den Landungsbrücken nach Neumühlen / Övelgönne verkehrt. In Övelgönne erwarten den Gast der schnuckelige Museumshafen, der Elbstrand und eine ausgezeichnete Gastronomie.

3. St. Georg

ein buntes Viertel

Dieses besondere Regenbogen-Viertel ist zu Fuss vom Hauptbahnhof erreichbar, sogar die Müllsäcke sind lila. Am Besten mit dieser Straße beginnen: „Lange Reihe“,

mit ebensolchen bunten Angeboten!

4. www.jacobus.de

die Orgel

Hauptkirche StJacobi: 30-Minuten Orgelmusik donnerstags 16:30 auf einer größten klingenden Arp-Schnitzer-Barockorgel von 1693, mit dem Kantor Gerhard Löffler oder auch Gästen, mitten im Leben der pulsierenden Stadt bietet die Kirchengemeinde einen Ort des Innehaltens, Verweilens und Musikhörens an.

5. Speicher- und Innenstadt 

Der Spaziergang zum Chilehaus

– fast wie ein Schiff –

und seiner Umgebung Richtung Poggenmühlenbrücke bringt die besondere Lichtstimmung der blauen Stunde zur Geltung, die nicht nur bei Fotografen beliebt ist.

Alster bei Nacht

Wenig Verkehr, besinnliche Ruhe und spiegelnde Glas- oder Wasseroberflächen lassen jeden Schritt zu einem Genuss werden.

6. Außenalster

Pano Richtung Innenstadt

ein Rundgang von ca. 2 Stunden mit herrlichen Ausblicken auf Wasser und Ufer. Zusammen mit vielen Läufer, Spaziergängern und Touristen genießen wir mit einem Verweilerchen die mittägliche Sonne und gute Luft. Busse der Stadtrundfahrten nutzen die Straße, wir die Fußwege direkt am Wasser. Beschauliche Terrassen laden zur Unterbrechung ein, Bänke und sogar Grillplätze zu mehr.

…mit der schönen Terrasse

7. Rathaus HH

Treppenhaus
Plenarsaal
Sitzungssaal
Justiz mit der Verbindung nach >oben<

ist mit rund 500 Räumen zwar nur knapp halb so groß wie mancher neuerer Präsidentenpalast, doch kann es auf viele besondere Ausstattungen und eine nachhaltige Geschichte stolz sein. Wir haben die absolut lohnende Führung gebucht (€4, auf Wunsch incl. Toilette im Hause für Besucher) und 45min mit Interesse hingeschaut und zugehört, man darf Fotografieren und Fragen stellen.

8. Elbtunnel alt

Aufzüge für PKW
21m unter mittlerem Hochwasser bei 15,8m Fahrbahnhöhe in der Tunnelmitte

Er ist in die Jahre gekommen und wird renoviert – mit dem Aufzug für Fahrräder und Fußgänger geht es nach unten, 400m unter der Elbe entlang und ebenso wieder hoch mit tollen Blick auf die Elbphilharmonie

vom andern Ufer aus,

ein Must ohne Gleichen. Selbst Motorisierte kommen auf die Kosten der Passage, wenn auch nur immer einbahnig, solange der Umbau dauert. Der Verkehr vor allem an Radlern ist enorm.

9. www.la-vela.de

Pulpen
Fisch
Aussicht
Dessert

La Vela Ristorante & Weinbar – eigentlich wollten wir zu einer Empfehlung, dann haben wir die kleine >Philharmonie< (Speicher unten Wohnen oben, das gibt es öfters) und La Vela`s Karte gesehen: Wir hatten kleine Pulpen mit frittiertem Wassergemüse und Fischvariationen und Mousse, sprich Mittagsmenue 3 (21.5) weil ohne Mousse mit Mehrkosten (danke Service), dazu einen Giacosa Arneis (laut Parker Spitze weil autochton) und ein sehr informatives Gespräch über das Restaurant. Ambiente, Küche und Service gehören u.E. zur Spitzenklasse. 7 Tage und durchgehende Küche, eine Tonne Fisch p.m. – hingehen lohnt, die Preise sind verbraucherfreundlich…

10. www.edelcurry.de

von aussen

wirbt der Edel Curry Laden mit dem Charme einer gepflegten Wartehalle mit der besten Currywurst Deutschlands aus 2009…, ist blitzsauber und servicebetont freundlich und schnell: wir hatten die große und reine Rinderwurst mit pikanter Soße (3.8), dazu frische Fritten (2.8), alles lecker und ohne aufgestoßenen Nachgenuss! Frankfurts Edelrindswurst spricht viel länger weil m.E. überwürzt. Wer beim Essen sitzen mag, ist hier richtig. Ein Versuch an einer Mö-Grillbude war nicht vergleichbar…

Tellergericht

11. Silbersack

high (hoch) Fi
draussen ist frische Luft
drinnen ist viel Stimmung

die Raucherkneipe im Lustviertel mit der CD Musikbox und textsicheren Gästen, bietet immer volles Haus bis auf die Straße. Es war unser dritter Besuch, diesmal sogar mit Platz am Tisch und netten Nachbarn. Schon nach kurzer Zeit läuft nicht nur das ASTRA (0,3 2.20), sondern auch ein intensives Gespräch. Kontakt gibt es auf Grund der vielen Stehenden bei jedem Gang zur Theke oder Toilette 🙂 und einige Gäste schaffen sogar einen Tanz in der Enge. Wer mal Wert auf eine urige und weltoffene Kneipe legt, muss hier unbedingt hin, die Tageszeit ist fast egal weil immer was los ist!

12. www.carambaespecial.de

Beilagen
Hauptgerichte
35/40/45 Karte! wozu?

der Portugiese im Hamburger Hafenviertel: weil weder eine variantenreiche Speise- noch Weinkarte vorhanden, wählt der Gast(wirt) ein 3-Gangmenue (35) mit Fisch oder Fleisch, dazu Caramba weiß, rosé oder rot (0,75 27.50) und der Gitarrist singt am Tisch auf Wunsch. Wir hatten den flambierten Gambateller (5 pro Gast), die große gemischte Seefischplatte mit Gemüsen und Salaten, alles säuberlich getrennt, dazu Bratkartoffeln, später den Dessertteller mit Kaffee, alles in super Qualität, wie es die Vitrine verspricht und die offene Küche einhält, man isst lecker und ist satt! Der Service ist flott und lustig, zum Wein wird viel Spaß gewünscht! Ab 17 Uhr ist der Laden restlos überlaufen, wir waren gegen 15 Uhr spontan da und fanden mühelos Platz.

13. www.elbphilharmonie.de 

unten alt oben neu
der Große Platz
innen
die berühmte Gipsdecke
drehbare Glaswände
draussen (kalt)

der neue Bau auf dem alten Speicher: Am Wochenende unbedingt die Führung vorbuchen, sonst wartet man sich vor der Kasse samt Scan-Eintritt den Hintern ab. Geduld an den wenigen Damentoiletten ist ebenfalls angesagt. Im Grunde fährt man die große gebogene Rolltreppe hoch zur kleinen und die kleine gerade hoch zur frischen Rundum Aussicht resp. zum zugigen Innenraum, ohne in die Konzerträume schauen zu können, das geht nur per Heli-Kamera auf der Homepage. Die üblichen Versorger kümmern sich um die zahlreichen Gäste, der beste Licht-Blick ist sicherlich der in der Abendstimmung. Innenaufnahmen und andere zur blauen Stunde gibt es hier! Der Ausgabensprung bis hin zur Fertigstellung ist nicht überall zu empfinden, aber mit 750 Millionen schon gewaltig! Die Akustik ist nur per Konzert zu erleben, die hochgelobten rundum Plätze finden sich hingegen schon sehr lange in der Neuen Philharmonie in Berlin. Etwas Hype lässt grüßen…

14. www.barefooddeli.de Til Schweiger`s barefood DELI – mal ganz ohne Bilderchen, die hängen zuhauf im Lokal (-: man reserviert online, wird beim Eingang empfangen und zum Tisch geführt, unserer war im ersten Stock. Die wirklich netten Mädels im Service schleppen jedes Essen und die Getränke die Treppe hinauf… Wir hatten knackfrischen Salat in der Schüssel, Til`s Nudeln mit Rindfleischsauce und viel Grün resp. den Beef Burger mit leider weichen Bratkartoffeln. Das frische Ambiente sorgt samt DJ unten für gute Stimmung, das filmische Schaffen des Besitzers ist unaufdringlich aber überall dokumentiert, sogar in der Speisekarte finden sich eindeutige Hinweise auf gustatorische Vorlieben. Auch das Flaschenbier vermerkt Til auf dem Etikett, der Rotwein hört auf Emma…

15. Mit dabei die Canon EOS 6D mit den EF 1.8/28 und 2.8/16-35 – in der blauen Stunde [M] Auto ISO – min. 1/125sec – min. F2.0 resp. F2.8 – wenn es ganz schnell gehen muss, weil die Resultate bei minderem Licht nicht so gut ausfallen, hilft m.E. durchaus auch die Verwendung von [A], bei gutem Licht und nachgeführtem AF auch die App [Sport] mit Serienaufnahmen. Das iPhone 6+ war für Panoramen hoch und quer und auch sonst gut.

…mit einem Blick aus La Vela auf den Hafen!

Alle Aufnahmen ooc außer Datenreduktion.

© slowfoto.de

Slowfotos der KW 16 2017 Ostern

Kressbronner Bibelweg

Station 3 Blick auf den Bodensee vom Nunzenberg aus
…ob ER das heute noch genauso sieht? Der Krieg in Syrien dauert bereits sechs Jahre…

Die Intervention auf der Krim ist zwar beendet, die Waffen in der Ostukraine schweigen immer noch nicht, Serbien und Montenegro kommen nicht wirklich zur Ruhe, im ethno-religiösen Bürgerkrieg in Syrien sind bereits über 400.000 Menschen getötet worden und mehr als 11 Millionen auf der Flucht, im Jemen hungert ein Großteil der Bevölkerung und auch in Afrika oder Südamerika gährt es. Die aktuelle politische Entwicklung in der Türkei erinnert nicht mehr an die Übernahmen von demokratischen Rechtssystemen aus europäischen Nachbarstaaten durch den Staatsgründer. Der 2014 im Irak und Syrien gegründete Islamische Staat betrachtet (nicht nur muslimische) Abweichler als Ungläubige und stuft diese als todeswürdig ein, wenn sie sich im Machtbereich des IS aufhalten: Systematischer Terrorismus als Kriegsführung ist mittlerweile Strategie geworden und stellt somit eine extreme Herausforderung nicht nur für die westliche Staatengemeinschaft dar. Ich habe einen Horror vor Leuten, die für eine Idee töten. Ob militärische Maßnahmen jemals erfolgreich, also dauerhaft friedenssichernd sein können, bleibt nach meiner Ansicht zu bezweifeln.

Für mich ist Glauben persönlich und für die innere Ausgeglichenheit wichtig. Jedenfalls gleicht der aussöhnende Frieden im demokratischen Mitteleuropa seit 1945 einem Geschenk und dafür muss man einfach sehr dankbar sein: Allen Freunden deshalb ein beschauliches und frohes Osterfest!

Der Bibelweg ist eine der vielen Möglichkeiten: Während die Mehrzahl der Feriengäste den Bodensee Radweg als beliebtesten direkt am See bevorzugen, zieht es uns an warmen Tagen eher ins hügelige Hinterland, sei es zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Man trifft Einheimische und Gleichgesinnte, Gasthäuser und Natur bieten gleichermaßen viel.  

iPhone 6+ bearbeitet

© slowfoto.de