FAQs: Google Snapseed

Bildbearbeitung auf dem Handy, ist das sinnvoll?

Manche Aufnahmen, vor allem bei schwierigen Lichtverhältnissen, gelingen nicht so, dass ich wirklich zufrieden bin: Löschen oder behalten? Für spätere Bildbearbeitung in der gewohnten Umgebung und mit ebensolchen Schritten ist keine Gelegenheit, zudem wird ein schneller Versand erwogen, also habe ich versucht, die Aufnahme auf dem iPhone 6+ zu bearbeiten: Siehe da, Google hat Snapseed intensiv umgebaut, es ist übersichtlich, welche Tools in der App angeboten werden, die Bearbeitung erfolgt per horizontalem Schieberegler über der Aufnahme, alles lässt sich recht präzise einstellen und der Bildschirm vom 6+ lässt höchstens noch den Wunsch nach dem größerem vom iPad zu 🙂 Um es klar zu sagen, für mich bleibt meine bevorzugte Art der Bildbearbeitung immer noch die am Schreibtisch mit 27„und geregelten Lichtverhältnissen, also leicht abgedunkelt. In ein paar Jahren gibt es vielleicht noch den Schritt hin zu einem Retina Display (you can`t always get what you want)…

vorher -> ENTF?
nachher 🙂

iPhone6+ ooc und mit Snapseed bearbeitet

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VHS Fotokurse im Februar März 2017 in Lindau

Einfach bessere Fotos 

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ist das Ziel meiner VHS Fotokurse K120 mit jeweils ca. 90 Minuten am Mittwoch Abend in der VolksHochSchule Lindau am Uferweg in der ehemaligen Kaserne – mit den Schwerpunkten anschaffen von Equipment sowie erstellen, gestalten und bearbeiten von digitalen Bilddateien. Hier einige Beispiele dazu:

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Auf Grund der hervorragenden Ausstattung ist ein atmosphärisches Umfeld für die Gruppenarbeit gegeben 🙂

Infos unter vhs-lindau.de 

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VHS Fotokurse im Februar/März 2017 in Lindau

3 VHS Fotokurse jeweils Mittwoch Abend ca. 90 Minuten im Block

Einfach bessere Fotos Kurs K120 Peter Paul Zehner Wasserburg B.
Mi. 15.02.17, Mi 22.02.17 und Mi 08.03.17 jeweils 18:30 – 20:00 Uhr
Gebühr: 39€, ermäßigt 26,10€

...wird früher hell!
…wird wieder früher hell!

3 Abende im vhs-Gebäude 88131 LINDAU Bodensee, Uferweg 7, Seminarraum 2.
Die Teilnehmerzahl ist auf 6 beschränkt. Mitzubringen sind eine digitale Kamera, deren Bedienungsanleitung, 3 beste eigene Aufnahmen auf SD Karte und ein Notebook:

1) Anschaffungen: – Welche Kamera ist die beste für mich?
Gewicht – maximale Bildgröße – Bildfolge samt Autofokus – Objektive – Was oder wie kann ich testen und wem kann ich vertrauen?
2) Wie kann ich fotografische Aufnahmen besser gestalten?
Ein Foto muss im Kopf „entstehen“, bevor es aufgenommen wird. Das Kopfkino kann man trainieren. Dabei ist es relativ egal, welche Kamera zur Anwendung kommt, wenn sie schnell genug ist und vom Anwender ausreichend beherrscht wird. Dazu üben wir 5 Punkte vor dem Klick.
3) Bildbearbeitung und Archiv – geeignete Anwendungen: 
Wie viel Bildbearbeitung brauche ich und wie archiviere ich unkompliziert meine fotografischen Aufnahmen? Will ich fotografieren oder vor dem Bildschirm sitzen? 5 Punkte für den PC: Geometrische Korrekturen – Objektiv- und Standortfehler eliminieren – Abschneiden oder Format ändern – Helligkeiten – Bildfehler entfernen.

Weitere Tipps vom Kursleiter finden Sie in seinem Blog slowfoto.wordpress.com

Anmeldung und alle Infos unter vhs-lindau.de >vorher meinen nachher wissen<

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VHS Fotokurse Im November 2016 in Lindau

Einfach bessere Fotos

ist der Tenor meiner drei VHS Fotokurse K120, jeweils ca. 90 Minuten am Mittwoch Abend in der VolksHochSchule Lindau am Uferweg in der ehemaligen Kaserne  – mit den Themen Anschaffung, Gestaltung und Bearbeitung von digitalen Fotoaufnahmen. Hier drei beispielhafte Teilnehmer Aufnahmen:

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SONY DSC

dsc04425_snapseed-kopie_1000x1500Auf Grund der hervorragenden Ausstattung des Seminarraumes war eine ideale Atmosphäre für die Gruppe gegeben, der Kurs wird Anfang 2017 wiederholt!

Anmeldung und alle Infos unter vhs-lindau.de >vorher meinen nachher wissen<

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VHS Fotokurse im November 2016 in Lindau

3 VHS Fotokurse jeweils Mittwoch Abend ca. 90 Minuten im Block

Einfach bessere Fotos K120 Peter Paul Zehner Wasserburg B.
Mi. 09.11.16, Mi 23.11.16 und Mi 30.11.16 jeweils 18:30 – 20:00 Uhr
Gebühr: 39€, ermäßigt 26,10€

reiche Ernte
reiche Ernte

3 Abende im vhs-Gebäude 88131 LINDAU Bodensee, Uferweg 7, Seminarraum 2.
Die Teilnehmerzahl ist auf 6 beschränkt. Mitzubringen sind digitale Kamera und Notebook:

1) Anschaffungen: – Welche Kamera ist die beste für mich?
Gewicht – maximale Bildgröße – Bildfolge samt Autofokus – Objektive – Was oder wie kann ich testen und wem kann ich vertrauen?
2) Wie kann ich fotografische Aufnahmen besser gestalten?
Ein Foto muss im Kopf „entstehen“, bevor es aufgenommen wird. Das Kopfkino kann man trainieren. Dabei ist es relativ egal, welche Kamera zur Anwendung kommt, wenn sie schnell genug ist und vom Anwender ausreichend beherrscht wird. Dazu üben wir 5 Punkte vor dem Klick.
3) Bildbearbeitung und Archiv – geeignete Anwendungen:
Wie viel Bildbearbeitung brauche ich und wie archiviere ich unkompliziert meine fotografischen Aufnahmen? Will ich fotografieren oder vor dem Bildschirm sitzen? 5 Punkte für den PC: Geometrische Korrekturen – Objektiv- und Standortfehler eliminieren – Abschneiden oder Format ändern – Helligkeiten – Bildfehler entfernen.

Weitere Tipps vom Kursleiter finden Sie in seinem Blog slowfoto.wordpress.com

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Panoramen mit dem iPhone horizontal und vertikal

Hoch- oder Querformat oder horizontales oder vertikales Panorama?

3:4
querformatiges Foto ooc 4:3 3264×2448 2,73MB
Pano vertikal
Pano horizontal 6240×2490 4.85MB
Pano horizontal
Pano horizontal 5888×2482 4,19MB
Detailpano vertikal
Detailpano vertikal 2480×4704 4,28MB

An technischem Gerät interessiert mich, was funktioniert und so nicht in der Bedienungsanleitung steht, bei den alten Minolta XD7 SLR konnte man sogar Korridore für Zeit oder Blende einstellen, um somit gezielter als mit Festeinstellungen Aufnahmen erstellen zu können.

Das iPhone als meine immer dabei Kamera bietet neben Hoch- und Quadrat- bzw. Querformat noch Slowmotion, Video und Zeitraffer. Aus dem Videoformat werden horizontale Panoramen, glücklicherweise im Hochformat aufgenommen, extrahiert. Das funktionierte in Bregenz bezüglich der Seebühnen Kulissen ibs. in der Mittagsonne hervorragend (Turandot). Nun stand ich einige Tage zuvor im Garten der schlichten aber für unseren Geschmack eindrucksvollen Kirche St. Peter & Paul in Mosheim und wollte den mächtigen Eingangsbereich vollständig aufnehmen und habe einfach mal das Pano im Querformat von unten nach oben aufgenommen, weil hinter mir eine dicke Mauer stand. Die Verzeichnungen nehme ich zunächst in Kauf, das muss jeder Anwender für sich selbst entscheiden, denn noch besser geht es immer, dann aber mit anderem Equipment!

Im Grunde ganz einfach, nur weitere Versuche mit gekrümmter Kameraführung scheitern kläglich oder ist das dann schon Kunst?

Alle Aufnahmen ooc iPhone4s außer der üblichen Datenreduktion auf jeweils 250KB.

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FAQs Fischaugen Panoramen leicht verrechnet: Hugin

Frage: Ich möchte Fischaugenaufnahmen zu guten Panoramen verrechnen, wie geht das?

Im ersten Teil wurde über die Erstellung von Panoramen mit >normalen< Objektiven berichtet, der Folgebeitrag befasste sich mit Panoramen unter Verwendung eines 8mm Fisheye (Samyang/walimex pro 3.5 8mm FISH EYE CS EOS) am Crop Sensor, jetzt wird die Verrechnung mit dem freien Autostitch Programm Hugin Schritt für Schritt beschrieben:

Einige Tipps zum Vorgehen

1) Die Bilddateien der minimal sechs notwendigen hochformatigen Rundumaufnahmen lassen sich mit Hugin bis hin zu sogenannten Kugelpanoramen verrechnen, hier erstmal die einfacheren 360 Grad Aufnahmen:

Start leere Maske
Start leere Maske

2) >Bilder hinzufügen< Einstellung >Fischauge kreisförmig< und Brennweite >8mm< und danach Kontrollpunkte erstellen

geladene Bilddateien
geladene Bilddateien

3) automatisch erstellte Kontrollpunkte

Hugin`s gefundene Kontrollpunkte
Hugin`s gefundene Kontrollpunkte

4) >Zusammenfügen< unter >Sphärisch (Equirectangular)< danach >Bildwinkel< und >optimale Größe berechnen<  anpassen und >Beschnitt den Bildern anpassen< und final >Zusammenfügen<

korrigieren und zusammenfügen
korrigieren und zusammenfügen

5) das geschieht in der Zwischenzeit, wobei die kleineren 2MB Bilddateien der alten 300D durchaus Zeitvorteile bieten,

Hugin rechnet
Hugin rechnet
Ergebnis als Thumbnails
Ergebnis als Thumbnails

6) mit diesem 4MB Ergebnis

360 Grad outdoor
360 Grad outdoor

Bilddaten:

– Kamera: EOS 40D auf Selbstbau mit
– togopod Lisa outdoor ohne Schnellmontageplatte
– Novoflex Panoramateller, darauf
– Traumflieger Makro Flash Kit Montagewinkel daran
– einen noname Montageschlitten
– Objektiv: walimex pro FISH EYE CS EOS 3.5 8mm
– Programm: [M] min. 6 Aufnahmen in Folge für 360 Grad
– Blende: F8-11 variiert nach vorhandenem Licht
– Belichtungszeit: 1/250sec
– Empfindlichkeit: [ISO 400]
– WB: [auto]
– Brennweite: 8mm entspricht 13mm KBÄ
– Entfernung: 3m-unendlich manuell
– Belichtungsmessart: Mehrfeld vorher gemittelte Testaufnahmen
– Bildstil: Natürlich
– Bilderbearbeitung:  out of cam – Hugin auto – final TOP

Strassenpanorama
Strassenpanorama

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FAQs: Fischaugen Panoramen leicht gemacht

Frage: Ich möchte mit einem Fischaugenobjektiv zu guten Panoramen kommen, wie geht das?

Im ersten Teil wurde über die Erstellung von Panoramen mit >normalen< Objektiven berichtet. Dieser Folgebeitrag befasst sich mit Panoramen unter Verwendung eines 8mm Fisheye (Samyang/walimex 3.5 8mm FISH EYE CS EOS) am Crop Sensor. Für die Verrechnung dient wiederum das freie Autostitch Programm  Hugin mit der Ausnahme, dass Bilddateien der Canon EOS M mit dem genannten Fischauge nur händisch gestitcht werden können, bei geforderten 15 Kontrollpunkten je zwei benachbarter Aufnahmen eine längere Beschäftigung als mit dem Assistenten Auto CPFind. Also habe ich mal die gute alte EOS 300D montiert und fleißig geklickt, es geht hier ja nicht um Actionaufnahmen, sondern um an ein Stativ gebundene Slowfotografie im Sinne des Wortes 🙂

EOS M mit walimex 3.5 8mm Fischauge
EOS M mit walimex 3.5 8mm Fischauge

Die EOS M wird mit dem stabilisierten EF-M 11-22 im Sinne des leichten Gepäcks per modifizierten Senkblei am Objektiv i.V.m. der Libelle im Blitzschuh ohne Stativ verwendet. Das erfordert etwas Umdenken, entspricht aber genau der Stativverwendung, um das man als Anwender ja ebenfalls herumlaufen  muss! Zum Stitchen diese horizontalen Panoramen genügt Canons eigenes Photostitch.

EOS M mit EF-M 11-22 IS STM und Senkblei Bändel
EOS M mit EF-M 11-22 IS STM und Senkblei Bändel am Nodalpunkt

A&O der Vorbereitung korrekter Aufnahmen ist die Justage der Kamera-Objektiv Kombination auf dem Panorama Teller. Bei dessen Anschaffung sollte die Verschiebemöglichkeit auf beiden Schienen (horizontal wie vertikal) ebenso beachtet werden wie das Gewicht und die Größe der zu verwendenten Kamera, leichtere und kleinere Kameras sind ebenso geeignet wie kleinere aber stabilere Montagen. Wie gewohnt, habe ich erstmal mit vorhandenem Gerät und der Bauanleitung von Stefan Gross den Traumflieger Selbstbau Panoramakopf geschraubt und justiert, wobei unbedingt die präzise Positionierung des Objektivs immer wieder kontrolliert werden muss.  Diesen Panoramakopf zum Selbstbau und viele weitere nützliche Tipps zur Panoramafotografie findet man wie viele andere nützliche Praxistipps beim Traumflieger! Ein Vorteil z.B des manuellen Samyang Fischaugenobjektivs  ist, der goldene Ring um die Frontlinse ist exakt die Ebene, die mit der Stativ (=Dreh-) achse in Einklang gebracht werden muss, korrekt als No Parallaxe Point anstelle Nodalpunkt bezeichnet.

EOS 300D auf Selbstbau Panoramateller
EOS 300D mit Blitz und Fischauge auf dem Selbstbau Panoramateller
Set demontiert
Set demontiert

Es funzt und es funzt sehr gut,  wenngleich auch der Profi in der täglichen Verwendung stabiler investieren wird! Mir geht es erstmal um den Weg, mit dem Ziel ordentlicher Panoramen. Als relativ günstiges Objektiv steht das koreanische und manuelle 8mm Fischauge mit unterschiedlichen Anschlüssen zur Verfügung, es sei denn man bevorzugt originale Optiken. Rechnet man die aufgezeigte Kombination zusammen, so kann man mit unter € 500.- starten, ein wenig handwerkliches Geschick vorausgesetzt.

Panorama Set indoor
Panorama Set indoor
Panoramaset outdoor
Panorama Set outdoor

Eigene Tipps zum Vorgehen

1) Draussen beginnen: Grundsätzlich sollte man soviel wie möglich Abstand zu den nähesten Objekten im Bildaufbau halten, je näher die Distanz, desto kritischer wirken sich Fehler in der Parallaxe oder bezüglich des nicht ganz präzise gewählten Nodalpunkt aus. Wiese vorn und kleine Büsche in der Mitte und der Wald im Hintergrund sind deshalb zum Start ein idealerer Bildaufbau als (m)ein kleines Büro :-)

2) Zur berührungsfreien Auslösung verwende ich Canons RC6 Infrarot Fernbedienung oder auch nur die hochempfindliche EOS M Touchscreen Auslösung.

3) Kamera: Im [M]anuellen Programm ist zuvor der ISO Wert situationsbedingt auf vorhandenes Licht einzustellen, ebenso der [WB] Abgleich vor allem indoor und bei Kunstlicht oder gleich [flash] bei der unterstützenden Verwendung eines Speedlites. Die Belichtung sollte eher knapp als zu großzügig ausfallen, JPG Aufnahmen sind bei niedriger ISO Empfindlichkeit durchaus in den Schattenbereichen aufzuhellen, überbelichtete Partien ermöglichen das nur i.V. mit RAW-Dateien. In Räumen verwende ich längere Verschlusszeiten (z.B. 1/10sec), um das vorhandene Licht wirken zu lassen, auch in Verbindung mit einem zusätzlichen Blitzlicht, im Freien entsprechend kürzere je nach vorhandenem Licht.

4) Objektiv: Blende manuell auf F8 und die Entfernung blendenbezogen auf kurz vor unendlich (= hyperfokale Distanz für möglichst große Schärfentiefenbereiche ab ca. 1m bis unendlich), diese Einstellungen kann man fixieren oder regelmäßig überprüfen.

5) Diese Bilddateien lassen sich nun mit der Freeware Hugin  (Einstellung Fischauge kreisförmig Brennweite 8mm) bis hin zu sogenannten Kugelpanoramen verrechnen, mehr dazu im dritten Beitrag!

6)  Als Tipp für Anfänger gilt, nicht gleich mit kritischen Lichtverhältnissen und im kleinen Innenraum mit vielen nahen und entfernten Flächen sowie Gegenständen und mit Vollkreispanoramen zu laborieren, sondern zunächst 2 oder 3 Hochformataufnahmen in der mittel- und hintergründigen Natur zu stitchen und je nach Erfolg sich danach erst weiteren Winkelgraden zu widmen. Gleiches gilt für komplette Kugelpanoramen mit 6 horizontalen, 6 weiteren 45 Grad nach oben Aufnahmen und einer finalen in die Senkrechte! Langsame Schritte bringen weniger Frust 😦

7) Der andere Weg ist der gewählte: Man plant Zeit, ist mit den Bordmitteln zugange, montiert recht präzise, denkt über Blitzlicht nach und betrachtet dann das eigene Arbeitszimmer durch das Fischauge:

i bin der Foddograf und da bin i dahaam
i bin der Slowfoddograaf un da bin i dahaam

Bilddaten:

– Kamera: EOS 300D auf Selbstbau mit
– Cullmann Nanomax 200T indoor mit Lisa Kugelkopf oder
– togopod Lisa outdoor ohne Schnellmontageplatte
– Novoflex Panoramateller, darauf
– Traumflieger Makro Flash Kit Montagewinkel daran
– einen noname Montageschlitten plus
– Cullmann Minikugelkopf CB2 für den
– Blitz: matt abgeklebtes Speedlite 420EX
– Objektiv: walimex pro FISH EYE CS EOS 3.5 8mm
– Programm: [M] min. 6 Aufnahmen in Folge für 360 Grad
– Blende: F8-11 variiert nach vorhandenem Licht
– Belichtungszeit: 1/10sec für viel Restlicht
– ausgelöst mit Canon RC6 Remote
– Empfindlichkeit: [ISO 100]
– WB: [flash]
– Brennweite: 8mm entspricht 13mm KBÄ
– Entfernung: hyperfokal 3m-unendlich manuell
– Belichtungsmessart: Mehrfeld vorher gemittelte Testaufnahmen
– Bildstil: Natürlich
– Bilderbearbeitung:  ooc – Hugin auto – final TOP

oder ganz einfach:

:-)
🙂

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FAQs: Panoramen leicht gemacht

Frage: Ich möchte mit relativ einfachen Mitteln zu guten Panoramen kommen, wie geht das? 

Photostitch 00MB
Photostitch 8MB
Hugin
Hugin 40MB
DxO Hugin
DxO Hugin 8MB

Bilddaten:

– Kamera: EOS M
– Objektiv: EF-M 11-22 mm 1:4-5.6 IS STM
– Programm: [M] 10 Aufnahmen in Folge für 360 Grad
– Blende: F8
– Belichtungszeit: 1 sec
– Empfindlichkeit: [ISO 100]
– Belichtungskorrektur: keine
– Brennweite: 11mm entspricht 18mm KBÄ
– Entfernung: zentraler AF vorher
– Belichtungsmessart: Mehrfeld vorher
– Bildstil: Snapshot
– Bilderbearbeitung: oben PhotoStitch – mittig Hugin –  unten erst DxO, danach Hugin – final alle TOP

slowfoto:

360Grad als Panorama sind zunächst eine Herausforderung für das Äquipment und den Fotografen. Je mehr Gerät bedient und zuvor eingestellt werden muss, desto höher kann die Fehlerquote sein:

1) Am einfachsten geht es mit dem Smartfon und einer guten Panorama App, sofern nicht die Foto App diese bereits bietet. Vorteil ist, dass nach den rundum Aufnahmen im Hochformat (!) das Pano im direkt folgenden Rechenprozess erstellt wird und somit zur weiteren Verwendung verfügbar ist. Nachteil ist, jede einzelne Aufnahme wird automatisch ausbelichtet und damit sind die Übergänge oft sichtbarer. Beim aktuellen iPhone5 wird das Pano in der bordeigenen FotoApp nicht mehr mit sich überdeckenden Einzelbildern, sondern wie ein Clip aufgenommen.

2) Mit einer dSLR plus Weitwinkel kann ein Stativ nötig sein, muss aber nicht zwingend: Der Könner arbeitet mit Senkblei (=Lot) am Schnürchen und dies wird vorn am Objektiv angebracht, mit simuliertem Nodalpunkt also und dessen Beachtung in entsprechender Körperdrehung. Allerdings wird das Ergebnis erst im zweiten Schritt am PC fertiggestellt, Fehler in der Aufnahmesession sind somit schwerer auszubügeln.

3) wie 2), aber mit Stativ und Hochformatmontage für die Kamera samt Korrektur der brennweitenbedingten Parallaxe unter Beachtung des Nodalpunktes: Den Panoramakopf zum Selbstbau und viele weitere nützliche Tipps zur Panoramafotografie findet man beim Traumflieger! Alle Aufnahmen werden mit festen Einstellungen bezüglich Belichtungszeit, Blende, Empfindlichkeit und Entfernung im [M]anuellen Programm erstellt, das gilt auch für 2): Identisch ausbelichtete Aufnahmereihen ergeben bessere Übergänge, wenn sie  panoramisch miteinander verrechnet sind, geeignete Software rechnet auch Fisheye Aufnahmen zu sogenannten Kugelpanoramen.

4) Grundsätzlich sollte man soviel wie möglich Abstand zu den nähesten Objekten im Bildaufbau halten, je näher die Distanz, desto kritischer wirken sich Fehler in der Parallaxe oder bezüglich des nicht ganz präzise gewählten Nodalpunkt aus. Wiese vorn und kleine Büsche in der Mitte und der Wald im Hintergrund sind deshalb zum Start ein idealerer Bildaufbau als ein kleines Büro 🙂

Für diesen Versuchsaufbau wurde die EOS M mit dem stabilisierten EF-M 11-22 verwendet. Diese recht leichte Kamera-Objektiv Kombination bietet im Hochformat einen Bildwinkel von knapp 70 Grad, mit ca. 10 Aufnahmen ist ein 360 Grad Panorama zu erstellen, wobei die Panoramaplatte (z.B. Novoflex) jeweils um rund 40 Grad weitergedreht wird, um genügend Überlappung für das Stitch Programm zu behalten. Die Einstellungen Blende und Zeit an der Kamera wurden nach Messwerten der hellsten und dunkelsten Partien im Liveview gemittelt, die Entfernung wird einmal fixiert. Als Empfindlichkeit ist der für die jeweilige Situation niedrigste ISO Wert wegen der Rauscharmut zu wählen.

Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von Fischaugen Objektiven: Das weitverbreitete Walimex fisheye 3.5 8mm lässt sich mit Canon Anschluss an dem EOS M – EF Adapter an der EOS M verwenden, wenn man zuvor im Menue die Individualfunktion (C.Fn)7 >Ohne Objektiv auslösen< aktiviert, was für jedes beliebige manuelle Objektiv erst die Auslösung ermöglicht! Diese Bilddateien lassen sich mit Hugin (Einstellung Fischauge kreisförmig 8mm) zu sogenannten Kugelpanoramen verrechnen, mehr dazu wegen des Umfangs in einem späteren Beitrag!

Vor dem Stitchen am Rechner können die Bilddateien noch mit Nachentwicklung (z.B. DxO) >verbessert< werden, um ibs. Vignettierungen auszugleichen, bei der Stativverwendung sind deshalb geschlossenere Blendenwerte (>8) auch wegen der größeren Schärfentiefe von Vorteil. Zur berührungsfreien Auslösung verwende ich Canons RC6 Infrarot Fernbedienung oder auch nur die hochempfindliche EOS M Touchscreen Auslösung.

Als Tipp für Anfänger gilt, nicht gleich mit kritischen Lichtverhältnissen wie hier im kleinen Innenraum mit vielen nahen und entfernteren Flächen sowie Gegenständen und mit 360 Grad Rundumpanoramen zu laborieren, sondern zunächst 2 oder 3 Hochformataufnahmen in der mittel- und hintergründigen Natur zu stitchen und je nach Erfolg sich danach erst weiteren Winkelgraden zu widmen. Gleiches gilt für mittelhohe Gebäude, die aus gutem Abstand von ca. 30 Metern und mit 2-3 querformatigen Aufnahmen bei einem Bildwinkel von 90 Grad und durchaus aus der Hand zu erfassen sind. Auch hier kann eine Nachkorrektur (z.B. View Point) vor dem Stitchen Vorteile erbringen.

Zum Aneinanderrechnen (Stitchen) gibt es viele Programme, Canons Freeware PhotoStitch ist nur eine davon, die sich zwar relativ leicht beherrschen lässt, nachteilig sind aber die bei händischen Aufnahmen bedingt oft vorhandenen Verbiegungen! Ganz wichtig ist, die KBÄ minimale Brennweite von 20mm in den Voreinstellungen einzugeben. Als Freeware für komplexere Panoramen verwende ich gerne Hugin, das im wesentlichen automatisch arbeitet, wobei die ursprünglichen Bilddateien z.B. mit DxO zuvor per Nachentwicklung verbessert sogar erheblich kleinere, aber noch besser aufgelöste Panoramadateien bei gleicher Bildgröße ergeben, siehe dazu den Vergleich in den drei Beispielen oben. Man muss nur viel Zeit planen, wenn man so arbeiten will, und wer mit dem Handy-Panorama glücklich ist, hat dadurch noch ganz andere fotografische Chancen 🙂

Hier geht es weiter… mit Teil 2!

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FAQs: Schwarzweiss per Bildbearbeitung oder aus der Kamera?

Frage: Was bietet Vorteile, Schwarzweiss direkt aus der Kamera oder per Bildbearbeitung am Rechner?

Viele Motive wirken auch farbreduziert oder monochromatisch sogar besser, als nur ein Beispiel sei Günther Jim Rakete mit seinen 1/8sec Porträts genannt, die Ausstellung im Frankfurter Filmmuseum war umwerfend! Natürlich ist es nicht nur die SW Wiedergabe, sondern das Auge oder besser der Blick des Fotografen und der Wille des Porträtierten, eine arbeitstechnische Symbiose einzugehen. JR arbeitet hier mit einer großen Linhof Plattenkamera, über die nur die wenigsten von uns verfügen dürften. Außerdem sehe ich für meine eher bescheidenen Zwecke eine digitale Vollformatkamera on location als handlicher und vor allem unauffälliger :-), auch wegen des beachtlichen Vorteils, dass bei Nutzung hoher ISO-Werte das technisch bedingt ansteigende Rauschen bei Schwarz-Weiß-Aufnahmen deutlich weniger augenfällig ist. Den Hintergrund freistellen ist zudem einfacher, weil keine auffälligen Farben berücksichtigt werden müssen. Die bunt blühende Wiese ist also besser im Farbfoto darstellbar…

Welche Vorteile bietet SW out of cam?

Möglichst optimale SW-Aufnahmen im JPG Format out of cam sind gefordert, weshalb vorab die Kontrolle mit Testaufnahmen am großen kalibrierten Bildschirm hinsichtlich der Intensität vom Kontrast (und ggf. noch Schärfe) bei der Aufnahme dienlich ist. Die spätere Nachbearbeitung reduziert sich dann auf eher kleine Anpassungen hinsichtlich Helligkeit und Kontrast, Schattenaufhellen, Schärfe und Struktur. Ambiente (Freistellung über Lichtwirkung) und vor allem Wärme (kalt ->blau  bzw. warm -> sepia) geben dem Bild weitere individualisierende Charakterzüge. Für speditives Arbeiten bevorzuge ich hier NIK Snapseed.

Snapseed SW neutral
Snapseed SW neutral
 Snapseed SW Film

Snapseed SW Film
 Snapseed SW Rotfilter

Snapseed SW Rotfilter
 Snapseed Kälte blau

Snapseed Kälte blau
Snapseed Wärme sepia
Snapseed Wärme sepia

Welche Vorteile bietet der Monochrom Bildstil als Nachentwicklung?

Ansprechende SW-Aufnahmen lassen sich per nachträglicher Bildbearbeitung aus farbigen JPG oder RAW Bilddateien erstellen, es bedarf dazu entweder automatisierter oder  auch vielfältiger händischer Schritte mit differenziertem Zeitaufwand und ebensolchen Ergebnissen. Die abwechselnde und vergleichende Verwendung von Farbfiltern (Neutral – Rot – Orange – Gelb – Grün) ermöglicht vor allem wegen der (what you see is what you get) Bildschirmbetrachtung die präzise Auswahl im Einsatz, was früher beim Schwarzweissfilm nur mit weitgehender Erfahrung bei der Verwendung von Korrekturfiltern möglich war.

Die Alternative dazu bietet die sukzessive Entfärbung mit Hilfe der Einstellung Farbton/Sättigung (Standard oder Rot – Gelb – Grün -Cyan – Blau – Mangan), womit durch Belassen geringer Anteile gezielt Restfarben erhalten bleiben. In diesem Fall bevorzuge ich Adobes Photoshop.

Photoshop Farbton verringern
Photoshop Farbton verringern
 Photoshop Sättigung verringern

Photoshop Sättigung verringern

Feine Korrekturen entsprechen im Vorgehen der nachträglichen Bildoptimierung wie bei SW aus der Kamera.

Letztlich kann die Frage nach Vor- und Nachteilen der Methodik nur im Einzelfall und vom Anwender selbst beantwortet werden. Unterschiedliches Vorgehen in Abhängigkeit vom Bild und Zweck macht ja durchaus auch Sinn.

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