FAQs: SW auf dem iPhone – ein Must?

Frage: Was bringt Schwarz-weiß auf dem iPhone?

Von Vorteil ist der große Bildschirm z.B. beim 6+ im Live-View, der Veränderungen recht subtil anzeigt, vor der Aufnahme mit Presets oder auch nachher bei der Bildbearbeitung, jedenfalls vor dem beabsichtigten Versand. So schnell ist keine Crop- oder VF-dSLR, wenn die erstellten Aufnahmen erst per Rechner modifiziert werden müssen. Bisher habe ich diese Form der Bildbearbeitung vorgezogen, auch für Aufnahmen aus dem iPhone. Mit der APP [KameraNoir] gibt es für knapp über €1 ein Tool (im Store mit K, als Button mit C), das sehr viel bietet bei der Aufnahme mit einer der beiden Kameras:

auto / manueller Fokus – auto /  manuelle Belichtung – auto / manuelle ISO – Gitterlinien an / aus – Blitz an / auto / aus – Frontkamera / Selfy 

oder auch für die Bearbeitung vorhandener Aufnahmen:

Belichtung – Brightness – Kontrast – Klarheit – Verblassen – Glanzlichter – Schatten – Schärfe – Mischung (Farben) – Säulendiagramm – Vignette (HL Priority – Paint Overlay – Center Pop) – Zuschneiden – Körnigkeit (ISO 8000 1600 3200) – Intensivity

Die Bedienung erfolgt mit dem Wischfinger auf dem angezeigten Bogen samt Kontrolle per LiveView. Wer lieber in Farbe fotografiert, bearbeitet wie gewohnt die Aufnahmen aus dem Speicher, wer lieber sofort die Wirkung sehen möchte, nimmt in SW auch modifiziert auf oder kombiniert beide Schritte für bemerkenswerte Aussage Wirkungen:

20yearslater – nicht zur Freude meiner Liebsten 😦

Verjüngen geht normalerweise sehr gut mit [PortraitProStudio], hilft aber hier nicht wirklich weiter 🙂
Gespeichert wird wahlweise mit voller Auflösung oder 2-stufig Daten reduziert, also kleiner, Selfies wie hier eh nur in ooc Größe.

Fazit: CameraNoir ist billigst, empfehlenswert und zudem lehrreich! 

(c) slowfoto.de

 

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Slowfoto der KW 07 2016

Winter ohne Schnee…

der kleine Bodensee - Mooslache
Mooslache – der kleine Bodensee

Um die Wasserburger Bucht, einem großflächig unter Naturschutz stehendem Bereich mit zwei öffentlichen Zugängen zum Bodensee, findet sich landeinwärts ein flaches Feuchtgebiet mit je nach Wetterlage kleinen oder größeren Wasserflächen. Der milde Winter mit starken Niederschlägen lässt die Miniseen anwachsen.

© slowfoto.de

KUBA Kunst im Bahnhof: SKULPTURA 2014 (SW)

Sechs ausgewählte schwarz-weiß Aufnahmen aus der 12. Ausstellung Skulptura als Kontrast zu den farbigen Querformaten im ersten Bericht:

 

aaaa
Shimmi Schadeck – Fabelwesen
bbbbb
Milan Spacek – Paar
ccc
Holger Schmidt – Großer Kopf 1-5
dddd
Milan Spacek – 5er Gruppe
eee
Maria Rucker – Marmor
ffff
Sybille Schindler – Windspiel

 

Aufnahmen und Text © slowfoto.de

slowfotonews KW 49 2013

Weil am Rhein 

Blick auf Weil am Rhein
Blick auf Weil am Rhein

Bilddaten:

– Kamera: EOS M
– Objektiv: EF-M 11-22 mm 1:4.5-5.6 IS STM
– Programm: [auto]
– Blende: F 6.3
– Belichtungszeit: 1/640sec
– Empfindlichkeit: [ISO 100]
– Belichtungskorrektur: keine
– Brennweite: 22mm
– Entfernung: zentraler AF
– Belichtungsmessart: Mehrfeld
– Bildstil: Snapshot
– Bildbearbeitung: Snapseed – Orangefilter – Tune Image – Details – TOP

Blick von den Weinbergen auf Weil am Rhein mit dem VITRA Gelände im Mittelgrund, hier als schwarzweisse Aufnahme mit Hilfe von NIK Snapseed entwickelt. Die originale und außer Datenreduktion unbearbeitete Aufnahme zum Vergleich hier:

out of cam
out of cam

© slowfoto.de

FAQs: Schwarzweiss per Bildbearbeitung oder aus der Kamera?

Frage: Was bietet Vorteile, Schwarzweiss direkt aus der Kamera oder per Bildbearbeitung am Rechner?

Viele Motive wirken auch farbreduziert oder monochromatisch sogar besser, als nur ein Beispiel sei Günther Jim Rakete mit seinen 1/8sec Porträts genannt, die Ausstellung im Frankfurter Filmmuseum war umwerfend! Natürlich ist es nicht nur die SW Wiedergabe, sondern das Auge oder besser der Blick des Fotografen und der Wille des Porträtierten, eine arbeitstechnische Symbiose einzugehen. JR arbeitet hier mit einer großen Linhof Plattenkamera, über die nur die wenigsten von uns verfügen dürften. Außerdem sehe ich für meine eher bescheidenen Zwecke eine digitale Vollformatkamera on location als handlicher und vor allem unauffälliger :-), auch wegen des beachtlichen Vorteils, dass bei Nutzung hoher ISO-Werte das technisch bedingt ansteigende Rauschen bei Schwarz-Weiß-Aufnahmen deutlich weniger augenfällig ist. Den Hintergrund freistellen ist zudem einfacher, weil keine auffälligen Farben berücksichtigt werden müssen. Die bunt blühende Wiese ist also besser im Farbfoto darstellbar…

Welche Vorteile bietet SW out of cam?

Möglichst optimale SW-Aufnahmen im JPG Format out of cam sind gefordert, weshalb vorab die Kontrolle mit Testaufnahmen am großen kalibrierten Bildschirm hinsichtlich der Intensität vom Kontrast (und ggf. noch Schärfe) bei der Aufnahme dienlich ist. Die spätere Nachbearbeitung reduziert sich dann auf eher kleine Anpassungen hinsichtlich Helligkeit und Kontrast, Schattenaufhellen, Schärfe und Struktur. Ambiente (Freistellung über Lichtwirkung) und vor allem Wärme (kalt ->blau  bzw. warm -> sepia) geben dem Bild weitere individualisierende Charakterzüge. Für speditives Arbeiten bevorzuge ich hier NIK Snapseed.

Snapseed SW neutral
Snapseed SW neutral
 Snapseed SW Film

Snapseed SW Film
 Snapseed SW Rotfilter

Snapseed SW Rotfilter
 Snapseed Kälte blau

Snapseed Kälte blau
Snapseed Wärme sepia
Snapseed Wärme sepia

Welche Vorteile bietet der Monochrom Bildstil als Nachentwicklung?

Ansprechende SW-Aufnahmen lassen sich per nachträglicher Bildbearbeitung aus farbigen JPG oder RAW Bilddateien erstellen, es bedarf dazu entweder automatisierter oder  auch vielfältiger händischer Schritte mit differenziertem Zeitaufwand und ebensolchen Ergebnissen. Die abwechselnde und vergleichende Verwendung von Farbfiltern (Neutral – Rot – Orange – Gelb – Grün) ermöglicht vor allem wegen der (what you see is what you get) Bildschirmbetrachtung die präzise Auswahl im Einsatz, was früher beim Schwarzweissfilm nur mit weitgehender Erfahrung bei der Verwendung von Korrekturfiltern möglich war.

Die Alternative dazu bietet die sukzessive Entfärbung mit Hilfe der Einstellung Farbton/Sättigung (Standard oder Rot – Gelb – Grün -Cyan – Blau – Mangan), womit durch Belassen geringer Anteile gezielt Restfarben erhalten bleiben. In diesem Fall bevorzuge ich Adobes Photoshop.

Photoshop Farbton verringern
Photoshop Farbton verringern
 Photoshop Sättigung verringern

Photoshop Sättigung verringern

Feine Korrekturen entsprechen im Vorgehen der nachträglichen Bildoptimierung wie bei SW aus der Kamera.

Letztlich kann die Frage nach Vor- und Nachteilen der Methodik nur im Einzelfall und vom Anwender selbst beantwortet werden. Unterschiedliches Vorgehen in Abhängigkeit vom Bild und Zweck macht ja durchaus auch Sinn.

© slowfoto.de

slowfotonews KW 46 2013

Schwarzweiss

IMG_6075.top

Bilddaten:

– Kamera: EOS 5D MK I
– Objektiv: EF 35mm 1:1.4 L
– Programm: [Custom]
– Blende: F 2
– Belichtungszeit: 1/60sec
– Empfindlichkeit: [ISO 50]
– Belichtungskorrektur: -0.5 LW
– Brennweite: 35mm
– Entfernung: zentraler AF
– Belichtungsmessart: Integral
– Bildstil: schwarz/weiss 3 1 N N
– Bilderbearbeitung: unbearbeitet – TOP

© slowfoto.de

FAQs: Schwarzweiss als Alternative?

1.Frage: Kann Schwarzweiss heute noch eine Alternative sein?

IMG_6075_Snapseed f7.top

Bilddaten: Canon EOS 5D b&w mit EF 1.4 35 L (Danke LR!)
Bildbearbeitung: Snapseed – TOP

Diese Frage habe ich mir gestellt, nachdem ich viele SW-Aufnahmen auch aus hochkarätigem Equipment gesehen habe. Meine ersten fotografischen Gehversuche, auch die Laborseite betreffend, waren Schwarzweiss, was gab es denn für den schlichten Anwender 1960 als Alternative?

Heute im Zeitalter der Drittkamera (oder xxCam) hat man entweder den sinnvollen Zeitpunkt zum Verkauf genutzt oder einen guten aber gebrauchten Body zuhause rumstehen. Meine erste digitale Vollformatkamera fristet so ein Dasein, nach einigen Versuchen hier nun meine bevorzugten Einstellungen für die wieder zum zwar farblosen aber neuem Leben erweckte Canon EOS 5D b&w (b&w auf Neudeutsch für Schwarz und Weiss):

1/2 Blende Unterbelichtung bei Bildstil schwarz/weiss 3 1 N N (s.u.) und ISO 800 für schnelle Aufnahmen oder nach eigenem Bedarf höher

AF auf Sternchentaste zur vorherigen Scharfstellung nur mit dem mittleren schnellen Kreuzsensor
AE Speicherung falls gewünscht mit halbgedrückter Auslösetaste und anschließender Bildkomposition

Auf diese Weise sehe ich  als erstes scharf, als zweites komponiere ich den exakten Bildausschnitt, (ggf mit abweichender integraler Belichtungsmessung) und erstelle möglichst detaillierte und kontrasttreue Aufnahmen!

[A] Das grüne Automatikprogramm erstellt immer noch farbige Bilddateien, wenn es denn mal sein muss
[P] eignet sich für alle einfachen Aufnahmesituationen mit variabler Blende/Zeit Kombination
[Tv] eignet sich für bewegte Motive oder unruhige Situationen (Zeitvorwahl = TimeValue ab 250sec und mehr)
[Av] eignet sich für alle statischen Motive in ruhigen Situationen (Blendenvorwahl = ApertureValue ab F8 und mehr)
[M] eignet sich für alle manuellen Einstellungen zB Nahaufnahmen mit kleinem Blitz 1/200sec F19 ISO 100
[C] als Customfunktiuon eignet sich alternativ für kritische Kontrastsituationen, auch als JPG plus oder nur in RAW,
mit ISO 1.600 und AI servo und Serienbild für die AE-Bracketing -1.5 -0.5 +0.5 Aufnahmenreihe
NB: Mit Liveview (5D² oder EOS M) kann man sich das Bracketing ersparen, denn >what you see is what you get< (wysiwyg)!

Individualfunktionen -> zuerst einstellen:

2 0 0 1 0 1 0 1 3 0 obere Reihe 01-10
0 0 0 0 0 1 1 0 5 1 1 untere Reihe 11-00

Menue erst nach Individualfunktionen einstellen:

Qualität L oder RAW+L
Piep aus
Auslö m/o Card aus
AEB -1.5 -0.5 +0.5 LW
WB 0
Man WB –
Farbtemperatur 6200K allgemein
Farbraum sRGB
Bildstil -> schwarz/weiss -> Schärfe 3 Kontrast +1 Filtereffekt 0 Monochrom Effekt 0
Rotieren aus
Druck –
Auto Wiedergabe –
Rückschau 4sec
AF Fenster angezeigt
Histogramm RGB
Auto Abschalten 1 min
Autom. rot aus
LCD Helligkeit eher hell als dunkel oder Mitte
Datum und Uhrzeit -> Sommer- und Winterzeit immer rechtzeitig nachstellen
Datei Nummer -> Reihenaufnahme
Ordner –
Sprache deutsch
Video PAL
Verbindung PC

3.Frage: Welche Vorteile bietet SW?
Sensor Verschmutzungen sind farblich kaum zu sehen 🙂

2.Frage: Welche Vorteile bietet der Monochrom Bildstil?
Grundsätzlich können SW-Aufnahmen per Bildbearbeitung auch aus farbigen Bilddateien gewonnen werden. Dazu bedarf es nachträglicher und ggf. auch vielfältiger Eingriffe mit entsprechenden Ergebnissen  und hohem Zeitaufwand. Wer möglichst gute SW-Aufnahmen bereits out of cam möchte, denkt über die hier genannten Möglichkeiten nach. Nach kurzer Testdauer mit Kontrolle am großen kalibrierten Bildschirm finden sich Einstellungen hinsichtlich Kontrastintensität und Schärfe, die durchweg zufriedenstellen können und damit die spätere Nachbearbeitung auf das akzeptierte Niveau bei Farbaufnahmen reduzieren. Es gibt jedenfalls viele Motive, die auch farbarm oder farblos wirken. Grundsätzlich gelten für die Aufnahmesituation die gleichen Parameter außer reduzierter Konzentration auf das Farbenspiel, man sollte halt SW sehen, was im Liveview weitgehend möglich ist. Als generellen Vorteil möchte ich noch anfügen, dass das bei Farbbildern oft störende, durch hohe ISO-Werte technisch bedingte Rauschen bei Schwarz-Weiß-Aufnahmen deutlich weniger negativ auffällt, ja sogar sehr oft den gewünschten Bildeindruck positiv mit unterstützt und auch bewusst zur Bildgestaltung mit eingesetzt werden kann. An dieser Stelle noch ein Danke an alle Fotofreunde, die ihre Erfahrungen hierfür weitergegeben haben!

© slowfoto.de

slowfotonews KW 42 2013

 

...nichts als Aludraht
…nichts als Aludraht

– Kamera: EOS 100D
– Objektiv: Sigma 30mm 1:1.4 DC HSM
– Blende: [Av] 1.4
– Belichtungszeit: 1/500 sec
– Empfindlichkeit: ISO 100
– Belichtungskorrekturen: -1/2LW
– Brennweite: 30mm
– Entfernungen: AF zentral
– Belichtungsmessart: Integral
– Bildstil: Natürlich 0110
– Bilderbearbeitung:  Snapseed – TOP

Die offene Blende 1.4 wurde hier bewusst gewählt wegen der durch die Anfangsblende ermöglichte Freistellung schon in der Struktur des Korbes.

Die SW-Bearbeitung oben erfolgte final mit dem Orangefilter, unten noch mal eine etwas anders bearbeitete Snapseed Version, was gefällt besser?

IMG_1213_Snapseed ooo.top

(c) www.slowfoto.de

slowfoto der Woche (KW 6 2012)

Die Bar des Settimo Cielo in der Nacht, einmal als available light entwickelt und einmal nostalgisch schwarz weiß chamoix ausgearbeitet, zum vergrößerten Betrachten bitte jeweiliges Bild anklicken!

http://de.wikipedia.org/wiki/Available_Light

– Kamera: EOS 5D MkII
– Objektiv: EF 2.8 16-35 L
– Blende: [Av] F2.8
– Belichtungszeit: 1/60 sec
– Empfindlichkeit: ISO 3.200
– Belichtungskorrektur: -0,5LW
– Brennweite: 16mm
– Entfernung zum Fokus: AF pre mit zentralem Kreuzsensor
– Belichtungsmessart: Integral
– Bildstil: Snapshot
– Bildart: RAW
– Bildbearbeitungen:
AL- DxO7 Preset Standard – neutrale Farbe nur RAW – danach für SW mit DxO FilmPack sw Preset AGFA APX 100 modifiziert – und beide mit TOP (Traumflieger Online Picture) zur Datenreduktion auf 250KB

http://www.dxo.com/de/photo/filmpack/user_testimonial

Vollformatsensor, Superweitwinkel, available light

(c) www.slowfoto.de

Ein Appetizer für die Schwarz-Weiß-Fotografie

Digitale Infrarotfotografie im Zusammenspiel mit Photoshop & Co.

Um den einen oder anderen – wieder einmal – auf den Geschmack in Richtung Schwarz-Weiß-Fotografie zu bringen, habe ich diesen kleinen slowfoto-Beitrag geschrieben und garniert mit Bildern, die das Endprodukt meiner gestrigen kurzen Fotoexkursionen vor die Felder unseres Kleinstädtchens darstellen.

Fotografiert habe mit meiner Canon EOS 30D in Infrarot-Umbau als RAW-Dateien mit dem Kit-Objektiv 18-55 IS bei ISO 200 und stets Blende 11 im Av-Programm. Der Umbau wurde vor ca. 6 Monaten bei „Optic Makario“ in Mönchengladbach

(http://www.h-maccario.de/wordpress/)

durchgeführt. Ich hatte mich nach Literaturstudium und einigen Monaten „konventioneller“ digitaler Infrarotfotografie durch einen 850nm-Filter hindurch für den Umbau in eine sogenannte neu definierte Version mit eingebautem Longpassinfrarotfilter (830nm) entschieden. Der Firma und dem Umbau kann ich nur beste Empfehlungen aussprechen.

Nur kurz zu den Vorteilen eines solchen Umbaus gegenüber der Filterfotografie:

– Über den gesamten Brennweitenbereich arbeitet der Autofokus der Kamera mit den langwelligeren Infrarotstrahlen nach dem Umbau exakt, so dass nicht mehr manuell korrigiert werden muss, wie bei analogen Infrarotfotografie (für alle, die sich noch daran erinnern) und nicht umgebauten Digitalkameras (also durch Filter fotografiert).

– Weil kein dunkler Filter vor der Linse sitzt, ist das Sucherbild (bzw. der Live-View) bis zum Aufnahme hell sichtbar. Bei der Fotografie durch IR-Filter ist wegen der ausgefilterten sichtbaren Lichtwellenlängen kaum etwas zu sehen, was das Fokussieren erschwert und deswegen oft mehrere Probeaufnahmen nötig sind.

Weitere Informationen findet man bei  Interesse auf der o.a. Homepage von Optic-Makario und/oder auch z.B. in dem folgenden Buch, was ich auch sehr empfehlen kann:

http://www.amazon.de/Digitale-Infrarotfotografie-ProfiFoto-mitp-Profifoto/dp/3826690532/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1310293009&sr=8-1

Nachfolgend ein (komprimiertes) Bildbeispiel, wie ein Originalbild aussieht, dass mit einem ca. 830nm-Filter fotografiert wurde (egal, ob mit Filter vor der Linse oder nach Umbau vor dem dem Sensor).

Das ist natürlich nicht so, wie man die typischen Bilder kennt. Es muss jetzt erst einmal ein Weißlichtabgleich vorgenommen werden. Das ist auch der Hauptgrund dafür, dass die Aufnahmen im RAW-Format erfolgen sollten, um hier den maximalen „Spielraum“ zur Verfügung zu haben. Ein Weißlichtabgleich in Adobes Camera-Raw kann nicht alle Farbstiche ausfiltern. Von daher muss zu einem vorgelagerten Trick gegriffen werden. Die RAW-Dateien konvertiere ich über den Adobe DNG-Converter in DNG-Dateien, hier der Download:

http://www.adobe.com/de/products/photoshop/extend.displayTab2.html

Für DNG-Bilder bietet Adobes-Camera-RAW einen sehr weit aufziehbaren Weißlichtabgleich an, der auffallend größer als nur für die „normalen“ RAWs ist. Hier kann man sich, um sich die Arbeit zu erleichtern, über den Karteireiter „Kamerakalibierung“ ein paar feste Einstellungen (wie z.B. eben den Weißlichtabgleich, ggfl. Kontrastanhebung) unter Voreinstellungen abspeichern. Diese Voreinstellung muss man später nur noch aufsuchen, wenn man wieder diese infrarot-typischen rosa-magenta-stichigen DNG-Bilder abgleichen will und fertig ist der ganze Abgleich. Es folgt ein Bild wie das nachfolgende:

Es folgt dann der Import in Photoshop. Dort erfolgt die Weiterverarbeitung in gewohnter Weise. Konvertierung in eine Schwarz-Weiß-Bild je nach Vorlieben (dafür gibt es ja verschiedene Möglichkeiten).

Ich selbst arbeite seit ein paar Wochen mit immer noch wachsender Begeisterung mit Silver Efex Pro2 von NIK-Software

http://www.niksoftware.com/silverefexpro/de/entry.php

Gerade mit den weißlichtabgeglichenen Infrarotbildern kann man mit den Möglichkeiten dieser Software faszinierende, beeindruckende und t.w. surreal wirkende Schwarz-Weiß-Bilder „entwickeln“.

Für die Präsentation im Internet werden die mit Photoshop als JPG-Bilder in hoher Auflösung gespeicherten Bilder dann mit dem Freeware-Tool „Traumflieger Online-Picture“ (TOP)  von „Traumflieger Stefan Gross“

http://www.traumflieger.de/desktop/onlinepicture/index.php

pixelgenau heruntergerechnet und komprimiert. Dies kann auch als Batchjob geschehen. Je nach Aufwand dauert ein Workflow, wie hier geschildert, pro Bild zwischen 5-15 Minuten.

(c) Lutz Riefenstahl, Gronau für www.slowfoto.de