Portugal Algarve mit dem iPhone 7+

Portugal Algarve zu Fuß mit dem iPhone und mit dem PKW

Cave: Dieser Bericht ist so lang wie persönlich von einem ereignisreichen aber eher kurzen Aufenthalt, jahreszeitlich bedingt mit Flieger, vor Ort per Mietwagen und zu Fuß, jedenfalls immer mit dem iPhone 7+ und knapp über 200 Aufnahmen. Wir waren bisher viermal im al-gharb / الغرب / al-ġarb (arabisch für Westen), erstmalig vor rund 30 Jahren, das zweite Mal 1995 als Familie, dann 2006 zu zweit nach einer Pousada Rundreise (s.a. die 4 Aufnahmen mit der 8MPI Canon EOS 350D, jeweils mit f10mm = 16mm KBÄ) und nunmehr gezielt wegen der Süd- und Südwestküste samt Hinterland wieder von Sesmarias aus.

Blick von der Fortaleza de Sagres auf das Cabo de Sao Vicente oder €uropas land`s end mit der letzten Bratwurst vor Amerika, und diese nicht für uns!

Orte alphabetisch: Albufeira – Almancil – Alte – Barranco Velho – Bordeira Burgau – Cabo de Sao Vicente – Carapateira – Faro – Fuzeta – Junqueira – Loulé – Nossa Senhora da Rocha – Olhao – Ponta de Sagres – Portimao – Querenca – Salema – Salir – Sao Bras de Alportel – Sesmarias – Silves – Tavira

Praia da Amoreira an der Westküste (danke IZ)

Strände Südküste von Osten nach Westen: Praia da Fuzeta – da Oura – da Coelha – do Castelo – da Galé – Grande – de Armação de Pera – da Senhora da Rocha – da Rocha – do Burgau – da Salema / Westküste von Süden nach Norden: Praia do Amado – da Amoreira – da Arrifana – da Bordeira

Praia Grande (nicht auf der Karte): Sanddünen, Flamingos, Holzstege, Natur- und Vogelschutz

Zahlen und Zeiten: ca. 2.400km mit dem Flieger FRA-FAO und zurück, in 14 Tagen über 2.000km mit einem BMW 218D (2l 6-Gang von Guerin) und knapp 100km zu Fuß mit dem iPhone 🙂 

Die Tendenz bei unseren Reisen geht zu leichterem Gepäck, mit deutlich unter 40kg aufgegebenen Koffern plus Rucksack und Schultertasche an Bord des Fliegers: Damit sind wir auf Niveau ein Bordcase plus zweitem Gepäckstück pro Person, wie RyanAir es mit elektronischem CheckIn gerne sieht, macht ja auch Sinn…

Boeing 747 mit rund 150 Fluggästen bei 2,7l Kerosin / 100km / Tourist – Flugzeit FRA FAO 3Std.

Hinsichtlich Fotografie habe ich mich auf ein (1!) iPhone 7+ (F1.8 f28mm KBÄ und F2.8 f56mm KBÄ) mit Handstativ plus 13er MacBook beschränkt, nicht nur für die tägliche Sicherung der Fotodateien. Erste Korrekturen werden in der [Kamera] App hinsichtlich Ausführung resp. Formatwahl getätigt, wobei der große +Bildschirm die Nutzung des kleinen aber die Bildqualität sichernden 1-2-fach Zoomes sowie der Anpassung von Belichtung samt Positionierung des AF-Punktes ungemein erleichtert. Ist ausreichend Zeit, werden untaugliche Bilder in [Fotos] gelöscht bzw. beste aus (burst) Serien gesichert oder per Bearbeitung zumindest im Horizont begradigt, was oft schon automatisch zufriedenstellend erfolgt. Umfangreiche Bearbeitungen oder Filteranwendungen erledige ich lieber am MacBook und noch lieber zuhause am 27er iMac.

Praio do Castelo an der steilen Südküste – mein fotografischer und persönlicher Favorit

Was ich nicht nur mittlerweile vermeide:

  • zu große und unversorgte Bildersammlungen, die nachher unerledigt verbleiben
  • Motive, die sich mit dem Händy nun mal nicht einfangen lassen (Digi-Tele ätz!!!)
  • zu lange resp. viele Videoclips ohne wirkliche Aussage
  • langes Basteln an einer Aufnahme, die perfekt werden soll -> lieber weitergehen
  • Aufnahmen, die nicht zuvor schon halbwegs im Kopf entstanden sind

Dennoch kommen je nach Umgebung schnell tausend Bilderchen und mehr zusammen, die letztlich gepflegt und irgendwo wiedergegeben werden sollen. Meine Plattformen sind der Blog hier in -> slowfoto.wordpress.com und ähnlich bei Facebook -> slowfoto resp. Beiträge dort auch in -> iPhone Fotografie und -> iPhone Fotografie Schule sowie slowfoto bei -> Trip Advisor (Restaurants und Sehenswürdigkeiten):

Cava 2011 von der Halbinsel Setubal unterhalb von Lissabon hier auf der eigenen Plattform (Balkon)

Tag1 Aufstehen weil die Sonne scheint: wir sind eine Stunde später als Deutschland dran!

Sonnenaufgang

Wir fahren zum Einkauf in den Supermarkt Apolónia, der als teuer beurteilt wird, in Wirklichkeit bestens ausgestattet ist, nicht nur die Angestellten im Verkauf sind sehr freundlich.

auf dem Weg
zum Praio do Castelo
noch ohne Badebetrieb
resp. fast keinem an den einsamen Buchten

Nach dem Frühstück folgt eine mehrstündige Wanderung zur Praia do Castelo, dann zur Praia do Coelho, beide Bars waren noch geschlossen.

die Steilküste
kann man in der Höhe gefahrlos abwandern
und in die einzelnen Badeschluchten hinabsteigen,
wobei Ebbe und Flut zu beachten sind, ebenso Abbrüche im Gelände
Blick auf den Kaninchenstrand (Praia da Coelha) und die Appartement Anlage
und den Felsen der Möven
das ehemalige Anwesen von Sir Cliff Richard

Weiter über den Küstenweg zum Haus von Sir Cliff Richard samt Aussicht vorn an der Steilküste und zurück über den Caminho Praia da Coelha, vorbei an noch nicht bewohnten Ferienhäusern.

der Weg
und der Platz für die Post

Zwei weitere Lokalitäten im Ort sind ebenfalls noch geschlossen, nur eine Bar zeigt Aktivitäten. Wir genießen die Sonne bis zum Untergang…

Sonnen-
Untergang

Tag2 Vormittags berichtet der Leisure Consultant der Anlage über 2020 als 25. Jubeljahr,

Seismarias 2006 * – diese Aufnahme gewann einen Wettbewerbspreis!

wir waren das erste Mal schon kurz nach der Eröffnung hier und die große Renovierung steht nun bevor aber unklar wann.

Blick über die Anlage
und zum Atlantik
und zu unserem Appartement

Danach geht es nach Albufeira in die Altstadt: Die touristische City ist schon quirlig, halbnackte und fette Männer in Shorts samt passender Begleitung sind häufig, wir schlendern durch viele Gassen, auch durch den Tunnel zu innerstädtischen schönen Sandstrand, samt Gitarristen mit >Hotel California< im Repertoire, vermutlich schon high 🙂

Kirchplatz
Gasse
zentraler Badestrand
Tunnel zum Strand von der Stadt aus

Die >kulinarischen< Angebote sind alle vergleichbar im Preis, nur zwei Restaurants würden uns gefallen, wir hören aber lieber den launischen Vortrag über die Geschichte Portugals und vor allem das herrschaftliche Ausgabe Verhalten (Kirchen Klöster Konkubinen und Residenzen) ewig und weit über den Einnahmen, auch wenn Brasiliens Goldminen geplündert wurden, keine 5% waren für die eigene Bevölkerung übrig, dazu um 70% Analphabetentum die Regel. Erst ein paar Militärputsche bis hin zu ersten demokratischen Wahl 1976 führten zur wirklichen Besserung, die durch den gemeinsamen Beitritt 1986 mit Spanien zur EWG resp. später zur EU hinsichtlich Milliarden an Entwicklungshilfen für Strukturen und Wirtschaft zu erklecklichem Wohlstand geführt hat. Allerdings ist der Tourismus die wichtigste Einnahmequelle der Algarve.

später Nachmittag

Tag3 7Uhr aufstehen entspricht 8Uhr in D, also der eigentlichen Sommerzeit.

Portugal = Fußball
typisch: nicht nur heute geschlossen

Wir fahren nach Alte, Quelle und Wasserfall fallen wegen Wassermangels aus, wie die Fontainen von Vaucluse, was anwesende Franzosen bestätigen, dann weiter nach Salir, einem Bergdorf mit hohem Wasserspeicher samt Ausblick auf die vielen Korkeichen: 80% der Weltproduktion an Korken für Weinflaschen stammen aus Portugal, die schlechten 20% kommen aus Spanien 🙂 und die vielen Eukalyptus Haine.

Korkeichen
überall
im Detail
an der einsamen Kirche
mit Aussicht auf die hochgelegenen Wälder

Auf 500 müM finden wir eine tolle Strecke zum Kirchlein nahe Barranco do Velho, wir nehmen Korkrinde mit.

to much is too much
man fährt gerne Quad
Querenca

In Querenca haben wir die goldene Kitschkirche besucht und dünnen Kaffee getrunken, über Sao Bras de Aportel nach Loulé in die Markthalle für den alimentären Einkauf, und ins einheimische Flòr da Praca (Brot Oliven Frischkäse Thunfisch Mohrrüben Spinat Kartoffeln Riserva Kaffee und Porto auf das Haus), einem Erlebnis der besonderen Art mit eindeutigem Bezug zur Vorliebe der Fußball Nation, die riesige Glotze zeigt irgendwelche Spiele, danach noch ins Algarve Design Outlet.

Flor de Praca
Markthalle in Loulé
die Musikanten im Kreisverkehr, der überall verbreitet ist wie die Schwellen und Zebrastreifen
Outlet mit den üblichen Geschäften

Es war heute eine tolle Strecke, der Leih-BMW macht sich mittlerweile motorisch gut und scheint sparsam zu laufen, der Hinterradantrieb funzt gut trotz schmaler 205/16er Reifen, die 3 ersten Gänge sind zu lang, der 6. geht erst ab 90km/h, das Fahren macht Spaß trotz dieser Unzulänglichkeiten wie auch verzögertem und dann zu heftigem Turboeinsatz. Bei bedecktem Himmel hat zu ersten Mal wenig geregnet, das Hinterland mit vielen Quellen sieht recht grün aus, es gibt zudem viele gepflegte Apfelsinen- und Feigenplantagen.

Tag4 Die Nacht war stürmisch aber trocken, mit viel Wind noch am Morgen: Wir wandern von hier zum Praio do Castello, um über das riesige naturschöne Areal den Praio do Evaristo zu erreichen mit dem gleichnamigen modernen Restaurant, zurück gehts es dann über einen fast schon Schleichweg unterhalb der Villa zum Praio do Castello und ins Appartement.

auf dem Weg zum Praio do Castelo
gutes Schuhwerk und Trittsicherheit ist hier angesagt
zwischendurch vereinzelte Villen
vor Bäumen und Buschwerk
die dunkleren Muschelfelsen sind gut erkennbar
und über die ganze Bucht verteilt
beim Betreten muss man aufpassen, sie sind messerscharf
Flut
der Atlantik steigt
und bedeckt große Strandflächen
Wanderer ja Badegäste noch keine
dafür herrliche Muscheln

Nach dieser ausgiebigen Wanderung sind wir mit dem BMW zum Strand von Galé (Villa Joya), über Lagoa nach Cavoeiro (sehr touristisch) mit Einkauf im hypermodernen Supermarkt Apolónia, über Ministräßchen zur Praia da Marinha (Katzen) und zum Pilgerkirchlein auf dem Felsen der Praia da Senhora da Rocha und zurück.

Praia da Marinha
mit schroffsten Anstiegen und wenigen Zugängen zum Wasser
Parken oben mit Katzen, alle wohlgenährt 🙂
überall finden sich diese sehr nützlichen Hinweistafeln
nochmals die erodierte Küstenstruktur Richtung Westen
wieder mit Flut
bis in die Sandbuchten
in der Abendsonne vor Cavoeiro der Blick auf die Praia da Senhora da Rocha
Nossa Senhora da Rocha, die gotisch christliche Pilgerkapelle 30müM.
mit obligatem Mövenbesuch
und den üblichen Wohnbauten in der zweiten Reihe
wilde Wasser
zur Flutzeit
touristische Anhängsel
auch wegen der bunten Fliesen kommen die Besucher (nicht weiter zugänglich)
hierher an diesen mystischen Ort
schon schön hier
ein einsamer Olivenbaum
und ein Sonnenuntergang wie im Bilderbuch

Tag5 Frühe Abfahrt über Lagoa, Alvor nach Burgau hinunter zur kleinen zentrale Marina mit defekten Fischerbooten, tollem Zugang zur Praia do Burgau

Burgau Hafen
Praia im Westen
nach Osten
und wieder hinauf zum Ort
die alten Fischerboote
Brizze (Brexit free) – Theresa`s Brexiting: Telling everyone at the party that you are leaving, but actually staying… nothing else matters… es gab leckere-n Coffee und Sandwiches

und danach zur Praia da Salema mit tollen Fischlokalen (leider keine Zeit) und Fischer

bei der Netzreparatur
und aktuellen Fischerbooten!

Weiter über Sagres zum Capo de Sao Vicente mit Rundgang,

wenn denn das rote Tor geöffnet ist
mit Ausblick nach Osten zur Forteza von Sagres
und innen auf interessante Gefährte
sowie nach Norden auf die felsige und klimatisch harte Atlantikküste
leider nicht vom Leuchtturm oben 😦

zurück nach Sagres ohne Fortezza aber in der Poussada zum Thunfisch auf allerlei Art und das schon vor 30 Jahren zum ersten Mal,

hier der Blick von unserem Tisch aus
in den Saal
Panorama draußen
mit Blick auf die Fortaleza

Weiter geht es nach Norden und Küsten fern zur noch ziemlich verlassenen Praia do Amado mit Tauchern und Surfern, bei eher ruhigem Wasser samt relativer Windstille

Zugang vom Parken aus
nach beiden Seiten über Holzwege
zu zwei nebeneinander liegenden Stränden, hier der nördliche
und hier im Pano der südliche
und immer wieder die bizarren Felsformen
und auf den zuführenden Sträßchen (auch off-road) die Kennzeichnung mit Großbuchstaben
diese Camper brauchen keine Hinweise 🙂

Wir fahren mit Navi Kontrolle (!) über Naturpiste zur Praia da Carrapateria (alte WoMos und junge Surfer)

herrliche Schotterwege aber kartografiert
mit Lagune,
alten und jungen WoMos und Touris 

und über Bordeira zur Praia da Arrifana (Surfer), zum Teil auf Naturpiste, oft über kleine und schöne Straßen und immer prall von Natur mit Buckelchen und Steigungen bis 20%, ein irres und bisher unerreichtes Gesamterlebnis, das wir mit dieser Abwechslung in Spanien so nicht gefunden haben und uns auch für einen längeren Aufenthalt begeistern würde!

die Bucht von Arrifana mit der Steilküste
und einer speziellen Terrasse mit Sonnenschirm, wem die wohl gefällt
und wer hier gerne länger verbleiben würde?

Zurück über die toll ausgebaute N120 durch naturschönes Hinterland und die schnelle A22 von 1 bis 7 (ca. €3) – der BMW läuft mit 1.500 U/min gerade mal 100km/h und bei 2.000 130km/h, ohne wirklich fühlbare Beschleunigung, womit der 6.Gang einfach zu lang ist, und der 2. dreht zwar bis 100km/h, was meinem ruhigen Fahrstil ohne die andauernde Schalterei bzw. einem elastischen und drehmomentstarkem Diesel widerspricht! Den Verbrauch bei 80/120 max. unter 6l/100km kann man auch anders locker erzielen 😦

Tag6 Wir fahren wieder an den Galé Strand und laufen im Sand und auf den Holzwegen. Später machen wir noch eine geführte Strandkraxelei mit und abends gehen wir zum Fischmenü, das eher ein serviertes Büffet ist, bei exzellentem Fado.

Tag7 Nach Mittag fahren wir zur Igrea de Sao Lourenco, die Einlasserin hat einen Bus mit 50 Personen abgewiesen, weil es noch nicht 1!2!!3!!! Uhr war, die Turmuhr geht 5min nach und gongt Big Ben, 10min. nach 3Uhr kamen sie dann endlich zu zweit, eine für den Einlass 2€ und die andere passt auf, dass keiner fotografiert, geht aber zwischendurch raus – ich habe meine Bilderchen in Ruhe gemacht.

geduldiges Warten
15:15
fertig

Wir bewundern noch die Villen in Vale do Lobo und der Quinta da Lago und haben uns gefreut, nicht zu den Golfern resp. Superreichen zu gehören. 

Tag8 Frühstück auf dem Balkon, mit den dicken Orangen vom gestrigen Einkauf am Strassenrand, die geschmackliche Qualität ist nicht zu übertreffen. 

Danach zum Strand und von dort über Fels und Sand bis nach Galé, die Frauen wandern ohne Schuhe im Sand weiter.

Ich trinke Kaffee und bespreche mit der Wirtin vom GALEAO den Tisch innen: Steinbeißer und Seehecht! Wir bekommen frischen Fisch vom Eis, geschmacklich ein Treffer, dazu Bohnen, Karotten und Kartoffeln, davor die übliche Runde an Vorspeisen mit lecker Thunfisch Pampe. Die Weine sind vergleichsweise günstig mit 15€ pro Flasche (sonst Faktor4), weil man für ein 0,5er Bier unterwegs auf der schönen Terrasse vom Restaurant Praia Lourenco 4,5€ zahlt, Kaffee ist am günstigsten mit €2. Zurück war mit der Taxe geplant, per pedes über die Straße aber schneller, zumal uns der Weg guttat. 

Tag9 Wir haben einen langen Fahrtag vor uns und starten früh: erst nach Portimao (Altstadt und Hafen), vor 11Uhr ist wenig los in den Geschäften,

wer will fährt (altes) Schiff
z.T. renovierungsbedürftig, aber schon wertig

danach weiter nach Sagres zur Fortaleza zu einem ausgiebigen Rundgang

2006 *
und 2019

und weiter nach Alezur über naturschöne, z.T. Schotter- Straßen, alle im Navi

zum schönsten Strand Paraiso do Mar (klasse Kuchen, Kaffee und Käse), im Sommer herrscht hier Gedränge

und zurück über die A66, abends ins O Marinheiro (Cocktail Salat mit Crevetten, Carpacio Lombo mit Käse, Douro von der Quinta de Sidro zum Tomahawk Ripeye Kotelett (500g) resp. Sankt Petersfisch), das Michelin besternte Restaurant wird von einer Deutschen geführt und ist sehr schön:

Tag10 Frühstücken fürstlich auf dem Balkon mit Blick auf die fleißigen Gäste am Boule Platz,

Langzeitbelichtung

danach fahren wir nach Galé zum Strandlauf Richtung Armacao de Pera für Aufnahmen

Tele
WW
WW
Tele

Tag11 Erstmal geht es noch nach Olhao, dem malerischen Hafen- und Fischerstädtchen, dessen Promenade gerade umgebaut wird, die vielen bemalten Häuserwände haben uns besonders gut gefallen

Wir besuchen die Fisch- und danach die Gemüsemarkt Halle, ein Kilo Thunfisch bester Qualität kostet 13-14€, ein Kilo Mandeln blanchiert 10€

Weiter geht es zum Hafen nach Fuzeta, um mit dem Taxiboot von Ricardo auf die vorgelagerte Düne Praia da Barra Nova Direita zu fahren, dort eine Stunde zu wandern und Fotos plus Muscheln sammeln

und mit seinem Tipp des Tages in der Marisqueira FIALTO zu speisen (weißer Seabass und einen kleinen Hummer, dazu die Cüvée der Quinta do Carmo 2017 aus dem Alentejano und Kuchen mit Kaffee), ein etwas entferntes Lokal mit großer Terrasse samt offenem Grill, alles sehr einfach und einfach nur gut,

danach noch eine kleine Tour durch die vorgelagerte Uferlandschaften

Tag12 Wir fahren nach Val de Pera und zum Praya Grande mit den langen Holzwegen und Beobachtungsstellen für Flamingos und mehr, herrlich in den Dünen gelegen, mit fortwährend tauchenden Enten und einer gemischten Schafe-Ziegen Herde mit vielen Jungen, die Alten sind wir und die anderen Spaziergänger auch…

Silves ist der nächste Ort, beim Anblick des Castelo kamen Erinnerungen auf, die sich mit der Glastür hinter der Zahlstelle bestätigt haben, wir sind das zweite Mal hier!

Silves 2006 * oben und 2019 unten

Zuvor einen Capuccino auf der Terrasse des zentralen Musik Café Inglés und eine kalte Tomatensuppe.

Das maurische Castelo ist aufwendig restauriert, der Rundgang auf den vollständig erhaltenen Mauern wunderschön, die Ausgrabungen sind mächtig, ibs. die beiden Zysternen.

Die danach besuchte Cathetral zeigt die Armut der Stadt heute,

damals wurde neben der Hauptpforte noch ein Skelett ausgebuddelt, die Straßenbauarbeiten sind bis heute noch nicht abgeschlossen.

Silves 2006 *

Not herrscht in der ganzen Stadt, auch die römische 5 Bogen Brücke über den Rio Arade ist nur für Fußgänger begehbar.

Tag13 Unser vorletzter Tag, es ist richtig kalt aber die Sonne zeigt sich nach der regnerischen und stürmischen Nacht langsam. Wir beginnen mit dem Verpacken, die Muscheln sind schon gestern dran gewesen, Prachtexemplare! Danach ins Algarve Shopping Center in Guia: Ein weiterer Bau mit vielen Läden, wobei immer wieder die Freundlichkeit der VerkäuferInnen auffällt, wenn man was will oder Fragen hat, irgendwie scheint die Sonne doch positive Auswirkungen auf den Hormonhaushalt hinsichtlich der Stimmung zu haben!

Mittags spät noch ein zweites Mal ins O GALEAO: Käse, Thunpastete und Oliven vorher, Robalo 1050g mit Bohnen, Karotten und Kartöffelchen zum Chardonnay 2017 Colinas de Sao Lourenco und Kuchen samt Kaffee danach…

Der gemietete BMW wird gereinigt, das Appartement ist es bereits, wir bedauern die Abreise. Zum Abschluss haben wir ein Sagres aus Lissabon und ein St. Miguel an der Bar genossen und leckere Schnittchen zuhause und final die recht eigenständige Cava von der Halbinsel Setubal unterhalb von Lissabon…

Park und Parken in Faro

Tag14 Wir verlassen die Wohnanlage und fahren über Quarteira und Vilamoura (fürchterlicheTourikäffer) nach Faro zum Hafen auf einen riesigen Parkplatz, mit Bänken und Grünflächen auch zur Erholung an der Stadtmauer und das nicht nur für die gerne gegen Trinkgeld einweisenden Obdachlosen, wie sich zum Mittag zeigt!

Einflugschneise über dem FazGostos

Die Altstadt ist Minuten entfernt und erfreut mit netten Baulickeiten, touristisch ist noch wenig los, wir essen nach einem langen Rundgang im renovierten FazGostos echt lecker Atum Rabillo (Thunfisch Capaccio) und Risotto Cogumel (Pilze Risotto) plus einem Sauvignon der Extraklasse, um diese Preise gibt es das bei uns nicht!

Die Rückgabe des 2er BMW gestaltet sich extrem kurz, die Tankquittung reicht und der Kilometerstand wird notiert, basta. Die Reklamation eines zusätzlichen Kasko SB Versicherungsvertrages verläuft zwar länger aber erfolgreich, wir erhalten eine Rückerstattung! FAO – FRA zurück in 3 Stunden und das war es. 

Pflanzen

Ein Fazit dieser vierten al Garb Reise ist wohltuend, trotz Flug, denn damit habe ich immer so meine Probleme, dank schöner Ferienwohnung und einem sparsamen Mietwagen mit sicherem Fahrwerk sind wir wieder in einem Gebiet herumgekommen, dass unendlich viel bietet, Sandstrände und flaches Hinterland im Osten, Steilküste und Dünenlandschaften um Seismarias und Steilküsten bis zum Capo de Sao Vicente resp. vor allem mystische Landschaften und rauhe Strände an der atlantischen Westküste, gepflegte Obstplantage und Korkeichen die Menge wie Kurven auf den Bergstrassen im Hinterland. Klar ist, das gefällt auch Anderen, in den Saisons kommen 3 Tourist auf einen Einwohner. Doch wir sind an Land und Leuten interessiert und scheuen keine Kontakte, im Gegenteil, denn die waren erfreulich und für uns oft von unschätzbarem Vorteil, denn der Portugiese erscheint uns nicht mit zwei € Zeichen in den Augen und die Einkaufsmöglichkeiten sind für unsere Bedürfnisse jedenfalls vortrefflich, die Touriabzocke vermeiden wir sowieso und das Lächeln im Service nach der Bestellung zeigt die zufriedene Verbundenheit mit dem landestypischen Angebot der Speisen und Getränke: Dort wo die Einheimischen oder Stammgäste essen, sind wir nicht enttäuscht worden -> da capo al fine…

die iberische Halbinsel 🙂

Strukturen

old friends

Tipps alphabetisch, mit denen wir zufrieden waren:

PKW: Guerin vorgebucht über billiger-mietwagen.de – falls mit VK ohne SB ist keine weitere Versicherung nötig, auch wenn bei der Abholung anders beraten wird 😦

TANKEN nach Farbe: rote Tankstelle boten die günstigeren Preise ab €1,30 anstelle bis über €1,50 pro Liter Diesel

EINKAUFEN: APOLONIA bietet mehrere super Märkte mit fast allem, was das Herz und der Magen begehren, der u.E. schönste liegt vor Carvoeiro, das Angebot ibs. an frischem Fleisch, Fisch und frischen Backwaren ist überwältigend! Das Algarve Shopping in Gui bietet viele (bekannte) Marken in einer bemerkenswerten Umgebung, für Kenner findet sich Kleinkram aller Art in den vielen >Chinesenläden< auch in kleinen Ortschaften

Kabelbruch, wer hat wohl Ersatz?

Portimao bietet mit unzähligen Geschäften in der Altstadt einen Fundus für Einkäufe, last not least die Markthallen in Loulé und Olhao wie hier

nicht essbar weil aus Kork!

ESSEN GEHEN: Kaffee oder Mineralwasser ist günstig, 0,4 Bier kostet schon mal €4,50, ibs. portugiesische Weine sind empfehlenswert (Douro u.a.m.) bei Faktor 2 ggü. Einkauf, im feinen Restaurant auch bis Faktor 4 😦 Für ein Frischfisch Gericht sind rund €20 p.P. zu entrichten, unser mit Abstand günstigstes Lokal mit eindeutiger Empfehlung Flòr da Praca liegt in Loulé (Thunfisch €13, Wein €8) hinter der Markthalle, das teuerste im Pousada von Sagres (Thunfisch €25, €Wein 20), best buy bei bester Fischqualität (nach Gewicht 1kg ca. €40) im Galeao am Strand von Galé mit herrlicher Aussicht, Michelin Qualität gibt es im O Marinheio in Sesmarias (Tomahawk ribeye €46 2 Pers.) – alle Lokalitäten sind auch auf TripAdvisor ausführlich besprochen. Ab €5 gibt es nahezu überall English Breakfast, ab €6 sog. Mittagsmenüs – wer es denn mag! Résumée:

Portugal 2019

iPhone 7+ ohne Filter – FastResize – außer 2006 * EOS 350D f10mm => 16mm KBÄ

(c) slowfoto.de

Slowfoto für die KW 52 2018

Konzil Konstanz 2018

1414-1418 -> 2018

Viele der Damen und Herren hätten auch beim originalen Konzil dabei sein können, heute ist es eine Montage bekannter Gesichter. Das Konzil benötigte 4 Jahre, die geschätzte Anzahl der damaligen Prostituierten liegt bei 3.000. Das aktuell beschlossene Einwanderungsgesetz für unser Land wurde zehn Jahre lang beraten. 

Allen treuen Kommentatoren und slowfoto-Lesern wünsche ich ein beschaulich frohes Fest möglichst im Kreise der Lieben!

iPhone 7+  NIK Snapseed  ImageConverter

(c) slowfoto.de

Fondation Beyeler 2018

BACON GIACOMETTI  –  für uns das erste Mal mit Fotoerlaubnis (O-Ton: haben Sie einen Fotoapparat dabei? Nein, nur ein Händy :- )

Nach einer erfrischenden Wanderung rund um die Tüllinger Höhe geht es direkt zur Fondation Beyeler und per Montagseintritt in die Francis Bacon – Alberto Giacometti Museumsausstellung mit rund 100 Werken, faszinierenden Gemälden und Skulpturen. Unser Favorit sind die drei Gehenden, wie vormals bei den Etruskern, die hatten die >Langen< aus Bronze als Grabbeigabe, Giacometti schuf viele, ein Poster hängt jetzt an einer unserer Innentüren:

Zu bewundern waren auch viele (düstere Selbst-) Bildnisse, jedenfalls eine sehr gelungene Darstellung des Schaffens beider Künstler!

 

Weitere Exponate aus der Beyeler Collection >Nature + Abstraction< finden sich auch im Untergeschoss, für uns beeindruckend im Saal 10 Gerhard Richter`s großflächige 12 Scheiben Installation von 2003 samt Wolken Gemälde, mit Ausblick in den Garten auf den riesigen Wasser speienden Hase. Ebenso beeindruckend Olafur Eliasson`s 3 mit dem Mund geblasene Glasarbeiten >Polar fall fade< im Saal 3, RGB mal auf ganz andere Art und Weise, es gibt so viel zu sehen…

iPhone 7+  ooc  FastResize,

bleibt zu sagen, dass ich mit dem 7+ >Fotoapparat< mittlerweile mehr als zufrieden bin 🙂

(c) slowfoto.de

 

Bremen zu Fuß

Bremen zu Fuß und in SW

Wir haben zum 40. Jubeljahr vom Daimler Benz Werk und dem dort stattgefundenem Mercedes Benz Bremen Open Air mit Johannes Oerding, Niila,Tim Kamrad, Christina Stürmer, Sunrise Avenue und Peter Maffay&Band einige Tagen in Bremen verbracht und viele schöne Stellen in der Altstadt aufgesucht, hier unsere sehr persönlichen Eindrücke:

An sich der Werksparkplatz für 1.200 Neuwagen, heute mit Betriebs-Stilllegung für bis zu 40.000 Besucher geleert, links das Riesenrad, rechts die relativ dunkle Bühne mit 3 Bildschirmen vor dem Hauptgebäude, leider groß und mittig das Zelt mit Kameras und Tonstudio für den irre guten Sound
SOLIPARTY auf dem zentralen Rathausplatz resp.
vor dem Bürgerhaus (Landtag)
selbsterklärend: der sehr gute erhaltene Stadtkern
und eine der beliebten Touristenstrasse mit kleinen Geschäften
wie vor
in der Schnoor = kleine Häuser wie an der Schnur
weiter
und noch weiter
bis zum Ende
und zurück zum Rathausplatz mit dem Säulengang
und dem historischen Geschirrspüler gegenüber
sowie den viel zu wenig beachteten neuen Bremer Stadtmusikanten

iPhone 7+  ooc außer NIK Snapseed für SW + Fast Resize

(c) slowfoto.de

Alsfeld Hommage an eine kleine Stadt (2007)

Alsfeld Oberhessen Vogelsbergkreis

ALS sah 2007 nicht überall soo gut aus und der Musikwettbewerb war immer klasse 🙂

5 Jahre lang habe ich mit ca. 10 verschiedenen digitalen Kameras immer wieder einen Rundgang durch Alsfeld gemacht, auch in der Freizeit oder am Wochenende fotografiert und 2007 aus Hunderten von Aufnahmen diesen Clip erstellt und aus aktuellem Grund hier gepostet resp. hier ist der Link:

https://www.facebook.com/slowfoto.de/videos/1812181622136282/

(c) slowfoto.de

 

Slowfoto für die KW 16 2018

Stille…

tief im hessischen Knüllgebirge,

kurz Knüll genannt, in einem verträumten Garten inmitten üppiger Natur, abseits jeder Hektik, >kein Netz< resp. >Edge< auf der Anzeige des Mobiltelefons, kurz nach Sonnenaufgang, in wunderbarer Luft…

iPhone 6+  Snapseed  Fast Resize

(c) slowfoto.de

Paradies am Bodensee

Genuss und Natur im Frühling am Bodensee

Die Schussen mäandert durch das Eriskircher Ried
und mündet in den Bodensee, mit einem Paradies als Uferbereich Richtung Langenargen
Mediterraner Fischsalat
Moos überall im Naturschutzgebiet, die Natur holt sich alles zurück
gelbe Blumenkohlsuppe mit Fischcrepe
ufernahe Feuchtwiese im Ried
Dorade mit Sepia Spaghetti
angetriebener Wurzelstock am Strand mit Blick zum Schweizer Ufer
Winterkabeljau auf Bärlauchrisotto und Paprikasoße
Treibholz aus den Alpen, von der Bregenzer Ache 
Butterfisch mit Speck Jus an Topinamburpüree mit Tomatenschale
breite und seichte Uferzone von Langenargen
Garnele mit Schwarzwurzel Tomaten Gemüse
Austrieb aus tief abgesägtem Stamm
Tiramisu von Waldbeeren Pfefferminze
Baumscheiben für die Treibholzkunst
Chardonnay 1Lilie von Aufricht
Holzbruch im Ried
Endlich ist der Winter vorbei – kommt aber wieder 🙂

Natur im Eriskircher Ried und am Ufer von Langenargen

Mediterranes Fischmenü im Hotel Schwedi

Aufricht Weine aus Stetten bei Meersburg

iPhone 6+  ooc  Fast Resize

(c) slowfoto.de

Prag zu Fuß

Das erste Mal in Prag

Karlsbrücke 2005 Blick auf die Donau – Nikon E 4500 – Snapseed – Fast Resize

war ich am 20.-21. August 1968, dem Beginn der Okkupation durch russische Streitkräfte, mit Freunden auf dem Campingplatz und von dort zu Fuß in der Altstadt, nachts konnten wir unzählige Flugzeuge heranfliegen sehen und hören und sind von Einheimischen wie per Lauffeuer informiert worden. Am folgenden Morgen fuhren wir fluchtartig früh wegen der sichtbaren Militärkolonnen auf kleinen Strassen zurück, bei auf 5l rationiertem Sprit pro Tankstelle und der Frage des gleichen Grenzbeamten vom Vortag: Haben Sie unseren großen Bruder dabei? 2005 sind wir mit Familie wiedergekommen und jetzt zu zweit als Ältere.

Wenzelsplatz 2018 bei sehr ruhigem Verkehr

Der Wenzelsplatz mit aller Prosa (Kundera) samt Verfilmung (1988) hat auf mich einen tiefenen Eindruck hinterlassen. Heute präsentiert sich Prag als weltoffene Metropole mit angepassten Preisen, bei top erhaltener Bausubstanz und einem riesigen Kulturangebot.

Karlsbrücke 2018 mit Blick auf den Hradschin

Auf der Hinreise sind wir ohne Stop durch Pilsen gefahren, so eintönig groß und quirlig ist die Stadt. Unser Standort am Prager Wenzelsplatz war nicht kartografiert in der Navi Software, für uns damit eine Stadtrundfahrt, letztlich mit Apps wie Google Maps und Karten, auch für die abendlichen Rundgänge oder Suchen zu Fuß, die Sprache spielt zudem eine Rolle, manche Straßen ändern auch abschnittsweise den Namen! Der Tourismus ist im Januar wohl reduziert, die Innenstadt dennoch wuselig, die Geschäfte und vor allem Kaufhäuser sind belebt. Von günstigen Preisen keine Spur, außer man bewertet 30-50Kn (2005 = 22Kn) für ein Urquell in der traditionellen Wirtschaft als Grund für die Reise (€1 = 25Kn), wo der Touri is(s)t, sind es auch mal 90Kn… Es gibt aber auch viele Menschen, die gezielt in den Abfallkörben suchen. Eine Servicekraft verdient im Monat 480€, ein angestellter Arzt oder eine Krankenschwester 1.000, der (IT) Ingenieur beginnt ab 2.000, ein Geschäftsführer bis 15.000, die 65qm 2-Zimmer Wohnung kostet warm 720€. Keine Ahnung, warum hier in den Straßen so viele Luxusschlitten herumstehen, es gibt ja nicht nur CEOs. 2018 wurde der Mindestlohn um 1.000 auf 12.000CKN (= 480€) erhöht, wird aber nicht überall bezahlt! Das jährliche pro Kopf Einkommen liegt bei €8.000, der Kellner im schlichten Lokal (oder wer auch immer) freut sich über 50Kn oder 5%, der Touri gewohnte nickt nur knapp mit dem Kopf. Der/die Angestellte lebt 1-1,5 Fahrstunden von Prag entfernt und überlegt jedes Essengehen. Prag hat u.E. absolute Westpreise. Dennoch würden wir auch wegen der historischen Dichte gerne noch einmal im ruhigen späten und warmen Herbst wiederkommen.

Restaurant Ungelt

1.Tag in der Altstadt: Auf der Suche nach dem traditionellen und empfohlenen Rybi trh fanden wir das Restaurant Ungelt in der Tyn 5 in Praha 1, einem belebten aber etwas verstecktem Platz mit vielen kleinen Geschäften. Seit einem Jahr bietet nunmehr das Ungelt exzellente frische Fische vom Markt, mit vermutlich einer der besten mediterranen Küchen der Stadt, tollem Ambiente und ebensolchem Service bei akzeptablem Preisniveau. Der anschließende Versuch, sich mit dem Stadtplan in der Dunkelheit zu orientieren, scheitert oft an Richtung und wechselnden Straßennamen, das geht nicht nur uns so.

zentral auch bei Nacht, auch mehrfach 🙂

2.Tag in der Innenstadt: Galerien (Schwarze Rose) und Kaufhäuser (Kotvar, Palladium) besuchen, bei Moser finden wir klassische und moderne Glaskunst.

Böhmische Kristalvasen bei Moser

Alle Preise auch in den Kaufhäusern sind auf Westniveau. Auf dem Rückweg essen wir im touristischen Bredowsky, das Pils ist okay, die Küche groß 😦

Pilsner Urquell im Bredowsky

Und zur Abendrunde noch eine Galerie, wir kaufen wir im riesigen Supermarkt Tesco ein, die Preise sind nur selten günstig, wie schaffen Einheimische das?

3.Tag, wir laufen zum Hradschin und erleben im Lobkowicz Palast eine musikalische Matinée (Flügel, Querflöte, Viola) und besuchen die Kirche, die Prager Burg ist weltweit die größte weil praktisch ein Stadtteil aus mehreren Bauabschnitten.

Matinée im Lobkowitcz Palast

Danach noch ein kleines Konzert nur für uns von einem netten Straßenmusikanten.

Concert for two

Spätes Mittagessen im U Mecanase, in dem im 16. Jahrhundert auch ein Prager Scharfrichter 30 Jahre lang lebte: Ein großes Lokal mit zwei Eingängen von zwei Straßen aus, modern eingerichtet, ohne Verzicht auf traditionelle Aspekte, wie die Speisekarte zeigt: 1. Klasse böhmische Küche!

Haxe sous vide at its best im U Mecanase

Wir besuchen noch zwei Artel Verkaufsräume (-10%) und staunen über die oft graphisch bearbeiteten Glas Werkstücke.

4.Tag Stadtrundfahrt kompakt mit Praque Sightseeing Tours (Martin) mit Abholung, im Winter mit geschlossenem Bus und 28 Sprachen per sehr gutem Audioguide, ebensolcher Routenführung und vielen Hintergrundinformationen!

Von der Hradschin Terrasse aus der Blick auf die Stadt
Blick hin zum Hradschin

Prag ist zwiespältig, und das kann man gut nachvollziehen: Die Bevölkerung kann bei den geforderten Preisen nicht mithalten, die Touristen ohne Zögern zahlen. Wer wegen niedrigem Lohn auf Trinkgelder angewiesen ist, freut sich mächtig, das jüngere Kaufhaus Personal etc. legt sich nicht so ins Zeug, das Händy in der Hand ist ein wichtigerer Zeitvertreib. Der Strassenverkehr zeigt sich, trotz ewigem stop&go, recht entspannt, auch wenn mal wer (wie wir) etwas anders als die Ortskundigen fahren. Fußgänger verständigen sich, ibs. auf dem Zebrastreifen, mit dem Autofahrer, der schließlich auch ankommen möchte. Betont freundlich sind jüngere Passanten, die uns oft wegen der Richtung geholfen haben, das Händy hat auch eine Kompass App und Lokalisierung des eigenen Standorts (home), man lernt ja nie aus, aber angewendet habe ich das erst später. Für Lokale gilt, je mehr Touristen, desto wichtiger die Distanz, an sich nichts Neues und überall vergleichbar: Mit gezielter Suche finden sich wertige Adressen.

Viele weiterführende Hinweise Lokale und Lokalitäten betreffend finden sich auf TripAdvisor (->slowfoto, mittlerweile sind es knapp 600 Einträge mit über 1.500 Abbildungen): Prag lohnt, keine Frage. Karlsbad ist viel günstiger, lohnt aber auch 🙂 

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(c) slowfoto.de