Slowfoto für die KW 16 2018

Stille…

tief im hessischen Knüllgebirge,

kurz Knüll genannt, in einem verträumten Garten inmitten üppiger Natur, abseits jeder Hektik, >kein Netz< resp. >Edge< auf der Anzeige des Mobiltelefons, kurz nach Sonnenaufgang, in wunderbarer Luft…

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Paradies am Bodensee

Genuss und Natur im Frühling am Bodensee

Die Schussen mäandert durch das Eriskircher Ried
und mündet in den Bodensee, mit einem Paradies als Uferbereich Richtung Langenargen
Mediterraner Fischsalat
Moos überall im Naturschutzgebiet, die Natur holt sich alles zurück
gelbe Blumenkohlsuppe mit Fischcrepe
ufernahe Feuchtwiese im Ried
Dorade mit Sepia Spaghetti
angetriebener Wurzelstock am Strand mit Blick zum Schweizer Ufer
Winterkabeljau auf Bärlauchrisotto und Paprikasoße
Treibholz aus den Alpen, von der Bregenzer Ache 
Butterfisch mit Speck Jus an Topinamburpüree mit Tomatenschale
breite und seichte Uferzone von Langenargen
Garnele mit Schwarzwurzel Tomaten Gemüse
Austrieb aus tief abgesägtem Stamm
Tiramisu von Waldbeeren Pfefferminze
Baumscheiben für die Treibholzkunst
Chardonnay 1Lilie von Aufricht
Holzbruch im Ried
Endlich ist der Winter vorbei – kommt aber wieder 🙂

Natur im Eriskircher Ried und am Ufer von Langenargen

Mediterranes Fischmenü im Hotel Schwedi

Aufricht Weine aus Stetten bei Meersburg

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Prag zu Fuß

Das erste Mal in Prag

Karlsbrücke 2005 Blick auf die Donau – Nikon E 4500 – Snapseed – Fast Resize

war ich am 20.-21. August 1968, dem Beginn der Okkupation durch russische Streitkräfte, mit Freunden auf dem Campingplatz und von dort zu Fuß in der Altstadt, nachts konnten wir unzählige Flugzeuge heranfliegen sehen und hören und sind von Einheimischen wie per Lauffeuer informiert worden. Am folgenden Morgen fuhren wir fluchtartig früh wegen der sichtbaren Militärkolonnen auf kleinen Strassen zurück, bei auf 5l rationiertem Sprit pro Tankstelle und der Frage des gleichen Grenzbeamten vom Vortag: Haben Sie unseren großen Bruder dabei? 2005 sind wir mit Familie wiedergekommen und jetzt zu zweit als Ältere.

Wenzelsplatz 2018 bei sehr ruhigem Verkehr

Der Wenzelsplatz mit aller Prosa (Kundera) samt Verfilmung (1988) hat auf mich einen tiefenen Eindruck hinterlassen. Heute präsentiert sich Prag als weltoffene Metropole mit angepassten Preisen, bei top erhaltener Bausubstanz und einem riesigen Kulturangebot.

Karlsbrücke 2018 mit Blick auf den Hradschin

Auf der Hinreise sind wir ohne Stop durch Pilsen gefahren, so eintönig groß und quirlig ist die Stadt. Unser Standort am Prager Wenzelsplatz war nicht kartografiert in der Navi Software, für uns damit eine Stadtrundfahrt, letztlich mit Apps wie Google Maps und Karten, auch für die abendlichen Rundgänge oder Suchen zu Fuß, die Sprache spielt zudem eine Rolle, manche Straßen ändern auch abschnittsweise den Namen! Der Tourismus ist im Januar wohl reduziert, die Innenstadt dennoch wuselig, die Geschäfte und vor allem Kaufhäuser sind belebt. Von günstigen Preisen keine Spur, außer man bewertet 30-50Kn (2005 = 22Kn) für ein Urquell in der traditionellen Wirtschaft als Grund für die Reise (€1 = 25Kn), wo der Touri is(s)t, sind es auch mal 90Kn… Es gibt aber auch viele Menschen, die gezielt in den Abfallkörben suchen. Eine Servicekraft verdient im Monat 480€, ein angestellter Arzt oder eine Krankenschwester 1.000, der (IT) Ingenieur beginnt ab 2.000, ein Geschäftsführer bis 15.000, die 65qm 2-Zimmer Wohnung kostet warm 720€. Keine Ahnung, warum hier in den Straßen so viele Luxusschlitten herumstehen, es gibt ja nicht nur CEOs. 2018 wurde der Mindestlohn um 1.000 auf 12.000CKN (= 480€) erhöht, wird aber nicht überall bezahlt! Das jährliche pro Kopf Einkommen liegt bei €8.000, der Kellner im schlichten Lokal (oder wer auch immer) freut sich über 50Kn oder 5%, der Touri gewohnte nickt nur knapp mit dem Kopf. Der/die Angestellte lebt 1-1,5 Fahrstunden von Prag entfernt und überlegt jedes Essengehen. Prag hat u.E. absolute Westpreise. Dennoch würden wir auch wegen der historischen Dichte gerne noch einmal im ruhigen späten und warmen Herbst wiederkommen.

Restaurant Ungelt

1.Tag in der Altstadt: Auf der Suche nach dem traditionellen und empfohlenen Rybi trh fanden wir das Restaurant Ungelt in der Tyn 5 in Praha 1, einem belebten aber etwas verstecktem Platz mit vielen kleinen Geschäften. Seit einem Jahr bietet nunmehr das Ungelt exzellente frische Fische vom Markt, mit vermutlich einer der besten mediterranen Küchen der Stadt, tollem Ambiente und ebensolchem Service bei akzeptablem Preisniveau. Der anschließende Versuch, sich mit dem Stadtplan in der Dunkelheit zu orientieren, scheitert oft an Richtung und wechselnden Straßennamen, das geht nicht nur uns so.

zentral auch bei Nacht, auch mehrfach 🙂

2.Tag in der Innenstadt: Galerien (Schwarze Rose) und Kaufhäuser (Kotvar, Palladium) besuchen, bei Moser finden wir klassische und moderne Glaskunst.

Böhmische Kristalvasen bei Moser

Alle Preise auch in den Kaufhäusern sind auf Westniveau. Auf dem Rückweg essen wir im touristischen Bredowsky, das Pils ist okay, die Küche groß 😦

Pilsner Urquell im Bredowsky

Und zur Abendrunde noch eine Galerie, wir kaufen wir im riesigen Supermarkt Tesco ein, die Preise sind nur selten günstig, wie schaffen Einheimische das?

3.Tag, wir laufen zum Hradschin und erleben im Lobkowicz Palast eine musikalische Matinée (Flügel, Querflöte, Viola) und besuchen die Kirche, die Prager Burg ist weltweit die größte weil praktisch ein Stadtteil aus mehreren Bauabschnitten.

Matinée im Lobkowitcz Palast

Danach noch ein kleines Konzert nur für uns von einem netten Straßenmusikanten.

Concert for two

Spätes Mittagessen im U Mecanase, in dem im 16. Jahrhundert auch ein Prager Scharfrichter 30 Jahre lang lebte: Ein großes Lokal mit zwei Eingängen von zwei Straßen aus, modern eingerichtet, ohne Verzicht auf traditionelle Aspekte, wie die Speisekarte zeigt: 1. Klasse böhmische Küche!

Haxe sous vide at its best im U Mecanase

Wir besuchen noch zwei Artel Verkaufsräume (-10%) und staunen über die oft graphisch bearbeiteten Glas Werkstücke.

4.Tag Stadtrundfahrt kompakt mit Praque Sightseeing Tours (Martin) mit Abholung, im Winter mit geschlossenem Bus und 28 Sprachen per sehr gutem Audioguide, ebensolcher Routenführung und vielen Hintergrundinformationen!

Von der Hradschin Terrasse aus der Blick auf die Stadt
Blick hin zum Hradschin

Prag ist zwiespältig, und das kann man gut nachvollziehen: Die Bevölkerung kann bei den geforderten Preisen nicht mithalten, die Touristen ohne Zögern zahlen. Wer wegen niedrigem Lohn auf Trinkgelder angewiesen ist, freut sich mächtig, das jüngere Kaufhaus Personal etc. legt sich nicht so ins Zeug, das Händy in der Hand ist ein wichtigerer Zeitvertreib. Der Strassenverkehr zeigt sich, trotz ewigem stop&go, recht entspannt, auch wenn mal wer (wie wir) etwas anders als die Ortskundigen fahren. Fußgänger verständigen sich, ibs. auf dem Zebrastreifen, mit dem Autofahrer, der schließlich auch ankommen möchte. Betont freundlich sind jüngere Passanten, die uns oft wegen der Richtung geholfen haben, das Händy hat auch eine Kompass App und Lokalisierung des eigenen Standorts (home), man lernt ja nie aus, aber angewendet habe ich das erst später. Für Lokale gilt, je mehr Touristen, desto wichtiger die Distanz, an sich nichts Neues und überall vergleichbar: Mit gezielter Suche finden sich wertige Adressen.

Viele weiterführende Hinweise Lokale und Lokalitäten betreffend finden sich auf TripAdvisor (->slowfoto, mittlerweile sind es knapp 600 Einträge mit über 1.500 Abbildungen): Prag lohnt, keine Frage. Karlsbad ist viel günstiger, lohnt aber auch 🙂 

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Country im Schlosspark

Kim CARSON & Band spielen Country im Park vom Schlosshotel Wasserburg

Panorama der Wasserburgen Bucht und des tollen Parks von der Südseite aus
Der Park mit herrlichem Bewuchs
Die denkmalgeschützte Süd-West Front vom Schloss
Die Band vor dem Schloss
Kim Carson mit ihren Musikern
in Country Aktion
dto
Kim Carson singt und spielt Bass
mit viel Begeisterung
Dank an die Band, den Veranstalter und Petrus für das tolle Wetter

Alle Aufnahmen iPhone 6+ ooc mit Datenreduktion

 

Frankfurter Dippemess

Bornheim und seine Dippemess

Aus meiner Kindheit kenne ich die >Dippemess< noch mit Steinzeug samt regionalen Glasuren, anschaulich und weitläufig zum Kauf geboten. Bunt sind heute die aktuellen Angebote am Ratsweg vor der Eissporthalle ebenfalls, Fahrgeschäfte mit gewaltigen Ausmaßen locken das Publikum ebenso wie Gastronomie aller Art samt Freiluftplätzen oder riesigem Festzelt: die Zeiten ändern sich halt (wir haben rund 20 Einsatzwagen der Polizei dort gesehen)…

Alle Aufnahmen ooc außer Datenreduktion.

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L`Hotel-Dieu in Beaune

Ein historisches Krankenhaus (1452 – 1971) als Museum

Erst beim zweiten Besuch in Beaune konnten wir dem Hotel-Dieu einen Besuch abstatten,  in der Abendstunde mit wenigen Besuchern und wenig Licht, deshalb sind alle Aufnahmen mit der ISO starken Canon EOS 6D und dem EF 2.0 35mm bei Offenblende erstellt => [M] F2 1/125sec ISO auto.

der zentrale Brunnen zum unterirdischen Bach
der zentrale Brunnen zum unterirdischen Bach

Der Audioguide Rundgang bietet einen umfassenden Einblick in die damalige Situation als Krankenhaus, Apotheke und Behandlungsräume sowie Sterbezimmer, einschließlich der kurativen Versorgung, vor allem mit vielen Bildbeispielen und Anmerkungen zu den Umständen, ein Besuch, der die Parallelen und Unterschiede in der Entwicklung zur heutigen Klinik deutlich aufzeigt. Dennoch bin ich sicher, dass viele Kranke sich im Hotel-Dieu wohlgefühlt haben, auch wenn oft die Zeit und zudem das Können samt Wissen des Personals die Wunden geheilt haben: Die maximale Kapazität mit 160 Betten erreichte man durch Anbauten und Erweiterungen, aber auch mit Doppelbelegung der Betten zum gegenseitigen Wärmen im ungeheizten Armensaal. Die Zentralheizung kam erst 1925…

der große Saal für die armen Kranken
der große Saal für die armen Kranken, kleine Fenster wegen >schlechter Luft< von draussen
und wegen der Wärme doppelt belegten Betten
und wegen der Wärme doppelt belegte Betten
hier lagen die reichen Adeligen
hier lagen die besser gestellten Kranken
mit besonderer Pflege
mit besonderer Pflege
in herrlich ausgestatteten Räumen
in herrlich ausgestatteten Räumen
und privater Ordination
und >privater< Ordination
viele Instrumente sind heute vergleichbar
viele Instrumente sind heute noch vergleichbar
Küchen eher nicht
Küchen eher nicht
Apotheken ebenfalls
Apotheken sind ebenfalls anders
sowas erkennt man dennoch
solche Schränke gibt es heute noch
und an Schwestern erinnere ich mich ebenfalls
und an Schwestern im Krankenhaus erinnere ich mich ebenfalls gut
ein letzter Blick auf den prachtvollen Innenhof
ein letzter Blick auf den prachtvollen Innenhof
und weiter geht es in die Stadt
und weiter geht es in die Stadt

Das Haus trug sich als Stiftung und vor allem aus Spenden resp. der jährlichen Versteigerung von Fassweinen aus eigenen Cru-Lagen bis hin zu Flaschenpreisen von umgerechnet €250.-

feinste Crus im Angebot
feinste Crus im Angebot

© slowfoto.de