Clip special Teil 2

MOV Videoclip mit Sprechtest:

Der vorliegende Videoclip wurde mit der EOS M, dem EF-M 18-55 bei 55mm plus eine Halogenbeleuchtung gedreht. Es handelt sich dabei um einen Aussprache- oder Sprechtest der Zahlen 6.666 resp. 8.888 mit den präzise zu betonenden Explosions- sowie S-lauten: Man kann die richtige Aussprache und zudem sehr gut auch die Qualität des verwendeten Mikrofons testen.

Wer die MOV Version out of the cam sehen will (18MB), schaut bitte hier direkt bei facebook nach:

http://www.facebook.com/slowfoto.de  

3.333 und 6.666
3.333 und 6.666

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Clip special Teil 1

AVI Videoclip mit Sprechtest:

Der vorliegende Videoclip wurde mit der EOS M, dem EF-M 18-55 bei 55mm plus eine Halogenbeleuchtung gedreht. Es handelt sich dabei um einen Aussprache- oder Sprechtest der Zahlen 6.666 resp. 8.888 mit den präzise zu betonenden Explosions- sowie S-lauten: Man kann die richtige Aussprache und zudem sehr gut auch die Qualität des verwendeten Mikrofons testen.

Die AVI-Version ist Daten komprimiert und nach Anklicken selbstabspielend (4MB – danke LR):

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FAQs zu einfachen Videoclips

EOS 5D II EF 2.8 16-35 L [P] [auto] ISO 100 PICASA (für Video-Schnitt resp. Frames wie gezeigt)

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Frage: Ich habe eine Videoclip fähige digitale Spiegelreflex und möchte Filmchen aufnehmen, wie geht das?

slowfoto: Relativ einfach, aber nur relativ…

1) Wichtig ist ein externes Mikrofon, um stereofon und ohne Körperschall von Kameraboy aus aufzunehmen. Ich verwende ein winziges SONY Mike noch aus der Zeit mobiler MP3 Aufnahmen. Jede Manipulation an der Kamera-Objektiv Kombination erzeugt einen Schall, der auf das eingebaute Mikro übertragen wird, weswegen das externe Mikro akustisch abgekoppelt sein muss, ich verwende Klettband.

2) Ebenso von Bedeutung ist eine äußerst ruhige und stabile Kamerasituation ohne Wackler, dazu gibt es verschiedene aufwändige und andere Methoden. Sogenannte Rigs aus dem professionellen Lager liegen bei mehreren hundert €uronen und sind gut und durchaus sperrig. Meine simple Lösung ist ein Handgriff oder ein kleines Schulterstativ im Gewinde des Kameraboden plus dem Trageriemen der Kamera.

3) Vorher sollte man den benötigten Bildwinkel, also die Brennweite-n überlegen, leichter im Halten sind weite Winkel, ich bevorzuge f20-35mm als kleines Zoom oder gleich das lichtstärkere 2.8 16-35 oder 2.0 35mm oder 1.8 50mm als Festbrennweiten für allgemeine Situationen.

4) Ebenso wichtig ist der Abstand zum Objekt, entweder man bleibt bei gutem Licht manuell eingestellt knapp vor unendlich oder man wählt, insbesondere bei festem Standort oder Stativmontage, per Liveview mit AF-ON vor Beginn der Videoaufnahme die Distanz. Jegliche Manipulation am Objektiv oder Kameragehäuse während der Videoaufnahme sollte unterbleiben, von softem Schwenks oder Zoomen bei stabiler Abstützung mal abgesehen.

5) [auto] ISO hat m.E. Vorteile, ebenso die (Vor-) Belichtungsmessung in der [P]rogrammautomatik, weil damit häßlich sichtbare Blendensprünge weitgehend unterbleiben, vor allem wenn die Kamera absolut gleichmäßig und dabei sehr langsam bewegt wird.

6) Für die Wiedergabe von .MOV Dateien eignen sich verschiedene Player (VLC), ist der Videoschnitt in der Kamera nicht möglich wie bei der EOS 5D MkII, dann eignet sich das kostenfreie PICASA, um neue Anfangs- und Endpunkte zu setzen und somit verwackelte Partien oder solche von geringerem Interesse wegzuschneiden.

7) Vorgehen: Ich starte Liveview über den Knopf  links vom Sucher, suche den AF-Punkt der Begierde mit der Bildschirmmitte auf und drücke AF-ON, wobei eine gewisse ungewohnte Wartezeit gegenüber der AF Messung mit dem schnellen mittleren Kreuzsensor vor der Standbildaufnahme auffällt. Gestartet wir mit einem gaaanz saaanftem Duamendruck auf die SET Taste, gleiches gilt für das Ende der Aufzeichnung.

8) Vorteile der Videoaufnahme: Man brauch sich nachher keine Gedanken über die Bildbearbeitung machen.

9) Nachteile der Videoaufnahme: Nachträglich läßt sich nur Abschneiden, also vorher überlegen, was man aufnehmen will. Im Grunde gilt alles was für gute Bilder auch gilt. Auch der Clip entsteht zunächst zwischen den Ohren…

Wird fortgesetzt, siehe auch:

https://slowfoto.wordpress.com/2010/09/13/s-l-o-w-f-o-t-o-tipp-videografieren-mit-der-dslr/

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Dauerlicht für unterwegs

http://www.enjoyyourcamera.com/Video-DSLR-Camcorder/LED-Videoleuchten/Video-LED-Leuchte-SYD-1509-von-Yongnuo::4501.html

340g mit sechs AA anstelle der beiden optionalen Canon Akkus NB3-L sind nötig, um 135 LEDs zu versorgen, nur 195g wiegt die Leuchte leer. Vier Docks sorgen für universelle Aufstellung plus drei Erweiterungen, sofern Bedarf. Sie ist meine bisher stärkste transportable vielfach LED-Lichtquelle für Nahaufnahmen mit der Kompakten oder dSLR. Die Abstrahlfläche ist mit 6x10cm groß, ein transparenter Diffusor sorgt für weiche Schatten, der USB mini-Anschluss lädt die flachen Akkus. Nach Einschalten verwendet die Leuchte zunächst die kleinste Lichtstufe, per 12 mal + resp. -Klick kommt man bis zur Höchstleistung bzw. wieder zurück. Die Leuchtdauer beträgt je nach Intensität um 2 Stunden, Akkubetrieb ist also sinnvoll, wünschenswert wäre noch der direkte Betrieb am USB Netzteil.

Nahe Clips sind mit der Kompakten auch ohne Blitzschuh einfach zu drehen, die Montageschiene für die Leuchte seitlich neben der Kamera liegt bei. Der fest im Blitzschuh der dSLR verschraubte Stecker bedeutet sicheren Halt! Die dSLR sollte ab ISO 400 für F8 gerüstet sein, beim Filmen sind weite Winkel mit offeneren Anfangsblenden sinnvoll. Bleibt noch zu erwähnen, dass man mit dieser Yongnuo LED Leuchte nachts breit wie weit sieht.

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Wie wichtig ist der Autofokus?

Zwei manuelle Walimex pro Vollformat-Brennweiten – 2.8 14mm und 6.3 500mm – in Verbindung mit der Live-Vorschau der Canon EOS 5D MK II – wie wichtig ist hierbei der Autofokus?

Diese Frage ist für manuelle Objektive ohne Autofokus/mit Arbeitsblende fast ketzerisch gestellt: Hier geht es einmal um superweite Winkel, wie auch bei Kompakten mit Zoomen ab 6mm Brennweiten, allerdings bei vollem Sensor-Format 24x36mm und einer ab 28cm innenfokusierenden, lichtstarken 2.8er Festbrennweite von 14mm, zum anderen um ein Spiegelobjektiv mit konstruktionsbedingt kurzer Bauart sowie fixer Lichtstärke 6.3 und 500mm Brennweite, verwendbar ab 2m Nahdistanz. 

http://www.foto-walser.biz/shop/Kategorie/83/Objektiv_fuer_AF_Kamera.htm

Sind diese eher historisch anmutenden Gläser einfach zu händeln und treffsicher an einer aktuellen digitalen SLR einzusetzen, wo liegen die Nachteile und Vorzüge? Der Bericht versucht, die möglichen Einsatzbereiche für Einzel- und Videoaufnahmen exemplarisch aufzuzeigen, ohne den Anwender in der vermeintlich unbeschwerten Situation zu wiegen, die [Auto]matik denkt und der Fotograf kümmert sich nur um den Klick – denn Slowfotos sind wieder angesagt!

Videoaufnahmen mit der 5DII sind insofern anders als mit der >richtigen< Cam, weil der Autofokus lieber ruhen als durch suchendes Pumpen den Clip während der Aufnahme verschlimmbessern sollte. Für längere Brennweiten sind eher statische, für bewegte Objekte hingegen kurze Abstände und Brennweiten sinnvoll. Lässt sich im 100% live view die Belichtung per Simulation auf dem rückseitigen Kameramonitor wie bei der Kompakten recht gut beurteilen, so ist dies für die korrekte Schärfe im Gegensatz zum Blick durch den >nur< 98% darstellenden SLR-Sucher nicht möglich.

Abhilfe schafft hier die 5- oder 10-fache Lupenfunktion der Livevorschau, vor allem bei modernen Objektiven in Verbindung mit der [AF-on] Messwertspeicherung, so wie auch die Sternchentaste [*] für die korrekte Belichtung mit allen Objektiven und bei Arbeitsblenden verwendet werden kann.

Nochmals zur Fokusierung: Früher wurde mit externem Entfernungsmesser per Hand gemessen und auf den entsprechenden Einstellring am Objektiv übertragen. Dieses Vorgehen ist auch heute noch sinnvoll, wenn wie bei den vorliegenden manuellen Objektiven kein oder wie bei manchen Kameras ein nicht auf den Punkt einstellbarer AF vorhanden ist.

Der DOFMaster (Depth of Field Calculator) lässt online Aussagen über die zu erwartende Schärfentiefen als Tabellen zu, bei denen von der Kameraauswahl über die Brennweite, Blende und Objektentfernung die Entfernung vor dem Objekt bis zum Ende der scharfen Wiedergabe angezeigt wird: 

http://www.dofmaster.com/dofjs.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Hyperfokale_Distanz

DOFMaster zeigt für die 5DII bei f14mm und F2.8 eine hyperfokale Distanz von 2,32m bei an diesem Objektiv gut einstellbaren 3m Entfernung zum Objekt, das bedeutet in der Anwendung tiefe Schärfe ab 1,31m bis unendlich. Bei Blende 4 reduziert sich der Mindestabstand auf 1,06m, für Blende 8 sind es dann nur noch 0,64m. Als Gegenbeispiel für f500mm und F6.4 hingegen ergeben sich gerademal 2cm Schärfentiefe bei 3m Distanz, bei 30m sind es bereits 1,35m und zwar von 29,3 bis 30,7m, bei 300m schon 144,4m, allerdings von 244 bis 388m! Da bei den Teleaufnahmen die Schärfe des Motives oft ebenso wichtig wie die Freistellung gegenüber dem Hintergrund ist, haben offene Blenden und korrekte Fokusierung hier meist den Vorrang.

Ist die lange Telebrennweite sehr gut zum Freistellen geeignet, kann ein 14mm Superweitwinkel zum Fixfokusobjektiv im ganz positiven Sinne werden. Eigene Tests erbrachten die visuelle Verlässlichkeitauf diese Werte, im Grunde nichts anderes als zu Zeiten, in denen der Schärfentiefenbereich in Abhängigkeit vom Blendenwert noch auf dem Objektiv graviert war. Heute stelle ich zur Blende noch die gewünschte Belichtungszeit ein und überlasse der [ISO- A]utomatik das Denken hinsichtlich des vorhandenen Lichts: Beim WW-Bildbeispiel die Entfernung 3m und Blende 5.6 am Objektiv, an der Kamera [TV] mit 1/125sec situationsgerecht, also je nach Bedarf und zusätzlich mit der ISO-Automatik.

Der Bildvergleich zeigt vom identischen Standort und Fokuspunkt die Teleaufnahme (oben) und die Weitwinkel (unten), es wurde ein Stativ verwendet, beide Aufnahmen sind unbearbeitet außer verkleinert.  

Für die Bild- oder Videoaufnahmen mit der Livevorschau gilt entsprechendes, wobei hier noch je nach Belichtungsverhältnissen eine AE-Speicherung mit gehaltener Sternchentaste lichtmäßige >Ruhe< ins Bild bringt. Bleibt zu sagen, dass sich für Videoaufnahmen ein Stativ und langsame Kamerabewegungen ebenfalls vorteilhaft auswirken…

Fazit: Wer ein Herz für >alte< Kostbarkeiten oder aktuelle manuelle Objektive und etwas Zeit für die Einrichtung einer Aufnahme hat, kann mit der modernen digitalen Spiegelreflex durchaus reizvolle Aufnahmen erstellen, auch wenn die Automatik anders eingesetzt wird als vom Hersteller gedacht und die Live-Vorschau den Autofokus für die statische Einzelaufnahme oder den weitwinkligen Videoclip ersetzt.

Ebenfalls zu diesen Objektiven https://slowfoto.wordpress.com/2010/12/14/walimex-pro-eine-alternative/ 

(c) www.slowfoto.de

CANON EOS 5D – EOS 5D MkII – EOS 7D und (m)ein vergleichender Erfahrungsbericht

Aufnahmen mit diesen drei Kameras und vielen EF/EF-S Objektiven finden sich in den slowfotos der Woche-n, mein Dank geht an die CANON Pressestelle und den Leihpool für die geduldige und umfangreiche Unterstützung.

Welche denn nun?

Als langjähriger und wirklich zufriedener Eigner einer EOS 5D versuche ich, nach intensiven Nutzungsphasen mit einigen tausend zum Teil in gleichen Gebieten erstellten Aufnahmen, meine gemachten Erfahrungen mit der nicht mehr ganz neuen EOS 5D Mark II und der relativ jungen EOS 7D zu vergleichen: Kompakte haben für mich bei differenzierter Fotografie keine grosse Bedeutung mehr, einmal sehe ich bei Sonne nichts auf dem Bildschirm, zum zweiten kann ich nicht gegenüber dem Hintergrund wirklich freistellen und zudem ist der AF bei Telebrennweiten nervend langsam. Das ist bei spezieller Nahfotografie nicht der Fall. Andererseits ermöglicht auch eine 300-1000D mit dem Kit-Objektiv bei f55mm und 28cm Distanz  Nahaufnahmen von 40x60mm Objekten, was für Blüten o.ä. gut ausreicht, sei es mit oder ohne den kameraeigenen Pop-Up Blitz.

Gehäuse und mehr

Alle drei Kameras verfügen über das Magnesium Gehäuse mittlerer Abmessung mit dem optionalen Batteriegriff (BG). Bei dieser Gehäusegröße ist der Einsatz des BG auch ein Gewichtsproblem, im Gegensatz zu den kleinen und leichten Kunststoffgehäusen der xxx/xD, die sich mit BG deutlich besser oder sicherer fassen und handhaben lassen.

Das gilt besonders für die Verwendung mit großen und schweren Zoom-Objektiven wie dem EF 100-400 L IS (optisch ein Genuss) oder dem EF 28-300 L IS (gleiches hohes Gewicht). Mein Favorit schon an der 5D ist das Kit-Objektiv EF 24-105 L IS, wer mehr Tele braucht, ist auch mit dem EF 28-135 IS vor allem wegen der kurzen Naheinstellung von 35 cm gut bedient, wobei mir das 24-105 bildmäßig etwas besser erscheint, was aber auch am besseren optischen Stabilisator liegen kann – ähnlich festgestellt am EF 70-300 IS gegenüber dem EF 70-300 DO IS!

Die 7D wird optional mit dem EF-S 18-135 IS oder dem EF-S 15-85 IS ausgeliefert, wobei das letztere im Weitwinkelbereich eher dem EF 24-105 entspricht, ich habe eine gewisse Vorliebe für kurze Brennweiten. Wer bereits über das EF-S 10-22 verfügt, hat mit dem EF-S 18-135 ein universelles >immer drauf< Angebot.

Ein Vorteil bei festeingestellten [Av] Blenden- oder [Tv] Zeitwerten ist die ISO Automatik 100-3200 für die 5DII und 100-1600 für die 7D, die bei gutem Licht den niedrigen ISO Wert 100 vorgibt. Aufnahmen der 5D bei manueller Wahl von ISO 3200 erscheinen mir gegenüber der 5DII noch etwas weniger verrauscht.

Generell ist zu sagen, dass Crop Sensoren gegenüber vollformatigen bei sehr wenig Licht unterlegen sind: Wer gerne und bei jedem vorhandenem Licht (AL) und ohne Blitz und Stativ unterwegs ist (wie ich), weiß die Vorteile der größeren Pixel im Sinne der Rauscharmut zu schätzen.

Sehr gut arbeitet die automatische Sensorreinigung der 5DII und 7D, ich hatte nur wenige sichtbare Verschmutzungen auf den Sensoren trotz häufiger Objektivwechsel. Für die 5D suche ich immer noch die ultimate Lösung, der Speckgrabber bedarf einer präzisen Ausleuchtung der Sensoroberfläche und ist nur für ruhige Hände geeignet.

Bemerkenswert an beiden neueren EOS ist die Vignettierungskorrektur für ca. 35 Canonobjektive, Abschalten zeigt den Unterschied besonders an Gläsern wie dem EF 2.8 14mm L, der für mich bisher ungewöhnlichsten Festbrennweite; wegen der größeren Variabilität habe ich mich dennoch für das EF 2.8 16-35 L entschieden. Ich nutze die kameraseitige Korrektur allerdings nicht, weil ich (fast) alle Aufnahmen (JPG wie RAW) direkt nach der externen Speicherung mit DxO Optics Pro 6.2 Elite nachentwickeln lasse, die Optimierung von Belichtung, die Eliminierung der Vignettierungen und die anamorphen räumlichen Korrekturen erzeugen eine für mich im direkten Vergleich zum Original i.d.R. sichtbar bessere Bildqualität, die ich so auf anderem Weg noch nicht gefunden habe.

Ein bauartbedingter Nachteil beider 5D/5DII ist der massebedingt stärkere Spiegelschlag vor allem bei langen Brennweiten, hier ist der kleinere Spiegel des Crop Sensors wie bei der 7D von leichtgewichtigem Vorteil. Eine gewisse Abhilfe schafft der Live-View Modus bei 5DII und 7D, der zusätzlich zum optischen Stabilisator der Objektive noch ungewöhnlich lange Belichtungszeiten aus der Hand zulässt. Ausgiebig habe ich diese live Funktionen an der 5DII und 7D intensiv genutzt, bei längeren Brennweiten und meinen beliebten Sonnenuntergängen kommen andere Unterschiede zum tragen, hier belichtet der Live-Modus deutlich knapper als der SLR-Modus.

Der feststehende TFT gibt wenig Freiheiten, die EOS auf dem Stativ plus einem verkabelten Notebook noch weniger Mobilität, allerdings dann live mit voller Bedienung der Kamera Objektiv Kombination über das Utility Programm schon bei der Aufnahme und nicht erst in der Betrachtung nach dem Klick, im Studio kann das einen enormen Vorteil darstellen.

Der Autofokus-Modus beider Vollformaten ist vergleichbar, die 7D bietet für die Aktionsfotografie mehr an wählbaren Einstellungen (AF-Gruppen), zudem ist die Bildfolge mit 7 Aufnahmen pro Sekunde deutlich schneller.

Meine vorgeschlagenen Menue & Custom Einstellungen zu diesen drei Kameras finden sich in den speziellen slowfoto-Guides.

Objektive

Zu den Kit-Objektiven habe ich bereits oben einiges erwähnt, wesentlich außer der optischen Leistung erscheinen mir Gewicht und Handling: Grundsätzliche Vorteile ergeben sich für die kleineren Sensoren, vor allem wenn EF-S Zoome zum Einsatz kommen, eine schwerere Ausnahmen bildet das EF-S 15-85 IS, ohne mit besserer Lichtstärke zu punkten. Die 7D mit dem EF-S 10-22 oder dem EF-S 17-85 IS wirkt schon leichter und vom Spiegelschlag her leiser als beide Vollformaten, die Aufnahmen sind wohl nicht zuletzt wegen der kürzeren Brennweiten auf den ersten Blick etwas wirkungsschärfer, was gewünschtes Freistellen gegenüber dem Hintergrund wiederum erschwert. Allerdings stellt sich schon ab dem mittleren Telebereich die berechtigte Frage, ob nicht EF Objektive oder Zoome an Bedeutung gewinnen sollten, um eine parallele oder spätere Verwendung am Vollformaten zu ermöglichen. Zur Investitionsplanung für Objektive bleibt zu sagen, dass diese durchaus längere Verwendungszyklen als Gehäuse haben, mein ältestes, ein EF 20-35 zählt mittlerweile über 20 Jahre…

Objektive für Panoramen sind ein Sonderfall, wobei die notwendigen Korrekturen keinesfalls zu vernachlässigen sind: DxO spielt hier in vorderster Front mit, wenn es um weitest mögliche Vorarbeiten geht. Sind diese nicht erbracht, müssen an den Nahtstellen auffällige Übergänge in Kauf genommen werden. Ideal sind feste Brennweiten ab 20 bis 50mm, vorzugsweise im Hochformat! Ohne DxO nachentwickelte 15mm Aufnahmen aus der 7D verderben nicht nur jedem Anfänger die Lust auf zusammenfügen, wozu ich für präzise vorbereitete Serien das CANON eigene Programm PhotoStitch gerne und mit Erfolg verwende.

Fazit oder der Versuch einer vergleichenden Zusammenstellung

Fotografieren ist für mich wie mobiles Transistor-Radiohören oder Musik-Genuss vom Stick, alles was dabei hindert, mag ich weniger: Trotz höherem Gewicht mag ich auf die Präzision einer 5D/5DII oder die Schnelligkeit einer 7D nicht verzichten, wenn es nur ums Schleppen geht, ist mir jede EOS D mit den drei Ziffern auch recht: Die Crop Sensor Kameras aus der Serie mit den 3-4 Zahlen unterscheiden sich wesentlich im Gehäuse und der Bedienung, gute Aufnahmen bei halbwegs Licht machen sie alle. Beim Bergwandern ist eine preiswerte Crop-Kamera mit Handschlaufe ein leichter Segen, etwas abgeblendet sind die Aufnahmen, gleiche Voreinstellungen vorausgesetzt, nicht wirklich voneinander zu unterscheiden. Grundsätzlich stört mich bei allen kleinen Sensoren das kleine Sucherbild. Andererseits ist aber auch die Kombination C-Sensor plus EF-S 10-22 (entspricht 16mm KBÄ) eine mögliche und preisgünstige Alternative, zumal eine zweite Kamera immer ein Vorteil ist. Gleiches gilt für ein EF 70-300 (DO/L) IS am kleineren Sensor, es stehen dann bis 480mm KBÄ zur Verfügung.

EOS 7D

Die 7D ist die erste Crop-Sensor Kamera, die das große Sucherbild bietet und damit einen für mich unschätzbaren Vorteil hat. Zudem ist sie die schnellste in der Bildfolge und hat die meisten Kreuzsensoren für nachgeführte Autofokus Funktionen, für Action oder Sport Fotografie geradezu unverzichtbar. Mit 18 MPI bietet sie derzeit eine für diese Sensorgröße hohe Auflösung, die für viele professionelle Aufnahmen ausreicht. Sensorreinigung und ISO-Automatik ist inklusiv. Über die Bildqualität lässt sich, genügend Licht vorausgesetzt, nur Gutes berichten. Wer Wert auf ausgedehnte Schärfenbereiche legt, wer eher scharfe Landschaftsaufnahmen den Porträts mit ausgedehnter Freistellung vorzieht und wer letztlich weniger in den Objektivpark investieren möchte, ist mit der 7D sehr gut beraten. Nicht zuletzt ist der Pop-Up Blitz ein Schmankerl für Nahaufnahmen und reicht ebenso zum Aufhellen oder für das kabellose Blitzen, das im Sucher eingeblendete Gitternetz erleichtert ausgerichtete Aufnahmen. Sie bietet fullHD Videosequenzen mit der Möglichkeit des Filmschnitts in der Kamera.

EOS 5D MkII

Die 5DII ist eine sehr gute Kamera mit wirklich vernünftigen Features wie Sensorreinigung und ISO-Automatik. Beim Blick durch den Sucher ab Werk vermisse ich mein präferiertes und wie bei der 5D nachrüstbares Gitternetz, das aber in der Live-Bildfunktion auf dem TFT einblendbar ist. In dieser Funktion ist weiterhin ein langsamer, aber dafür äußerst präziser AF nutzbar, alles auch per Fernbedienung über das angeschlossene Notebook zu händeln, vorzugsweise wenn die Kamera fixiert ist. Aus der Hand ist die Livefunktion dann vorteilhaft, wenn sich der TTL-Sucher verbietet, aber das kennen wir alle schon von den Kompakten. Diese Livebildfunktion bietet auch bei available light Fotografie den langsamen und präzisen Fokus. Im Studio oder bei spezieller Objektfotografie ist das Livebild eine Option, vor allem, wenn man einen größeren als den rückseitigen Kameramonitor verwendet. Ein reisefähig kleines Netbook ist eine ideale Sicherung der tagsüber gemachten Aufnahmen, und beim Abendessen oder danach lassen sich die neuen Aufnahmen einfach als Diaschau genießen. Das höhere Gewicht beim Vollformat-Body wird nicht nur gelobt, vor allem mit netten Objektiven (2:8 14mm) oder lichtstarken, L oder IS-Zoomen. Vom 17-40 L war ich wegen der Randunschärfen bei offener Blende schon zweimal weniger angetan, dafür ist es relativ preiswert, das nur noch gebraucht aber günstig erhältliche und weitgehend unbekannte 20-35 entspricht optisch hingegen den Festbrennweiten. Besonders hervorheben möchte ich noch die Möglichkeit, bei Nacht mit ISO 12.800 oder besser gleich 25.600 zu fotografieren, diese Aufnahmen sind zwar sichtbar verrauscht, zeigen dafür aber mehr Details als das Auge zunächst erkennt. Die ISO Automatik beschränkt sich sinnvoll auf 100-3.200 und arbeitet eher an der unteren Grenze, so dass gerade IS Zoome sinnvoll verwendet werden können. Die EOS 5DII ist bezüglich >normaler< fotografischer Aufnahmen derzeit so etwas wie eine Referenz mit sehr positiven Ergebnissen beim Einsatz entsprechender Optiken, guter ISO Automatik hinsichtlich vorhandenem Lichtverhältnissen, vielen Objektivanpassungen für Randabschattungen oder Fokus, einer funktionierenden Ultraschallreinigung des Sensors bei Verschmutzung und vielen anderen angenehmen Handlichkeiten.

Ein Ausflug in die FullHD Videografie, direkt über HDMI Kabel wiedergegeben mit einem 24´´ TFT fullHD mit 1920×1200 (nötig wären in der Höhe nur 1080) Bildpunkte hatte zunächst Kritik zur Folge: Nach ausgiebiger Kalibrierung des neuen Bildschirms ergab sich, dass die Wiedergabe von Standbildern über ein Notebook mit HDMI Ausgang schlichtweg hervorragend ist, eine bisher noch nicht gesehene Präzision, wobei die eher geringe Bildgröße von 24 Zoll für den kurzen Office-Arbeitsabstand von Vorteil ist. Die direkte HDMI-Verkabelung mit der EOS 5DII mit diesem Bildschirm hingegen erbrachte weniger gute Standbild Wiedergaben (zu harte Kontraste), Tests mit anderen Kabeln konnten noch nicht weiterverfolgt werden.

Die EOS 5DII bietet verschiedene Voreinstellungen für Videoclips. Einzig ist hier die Verwendung aller Canon EF Objektive (für die EOS 7D auch für EF-S Objektive), wobei wie bei allen Videokameras auch ein stabiler Stand (Stativ) von Vorteil ist. Gutes Licht – die gute Optik hier nochmals erwähnt – sorgen für bemerkenswerte Clips! Bei der 5DII sollte man auf den gegenüber Videokameras fehlenden kontinuierlich arbeitenden (aber hier eben auch oft pumpenden) Autofokus verzichten, hat dafür im Weitwinkelbereich die optische Welt offen, wenn der Schärfenbereich vorgewählt ist! Der Live-Modus AF in der 5DII arbeitet zwar langsam, dafür präzise und auf Wunsch auch mit Gesichtserkennung. Wer mit statischer Kameraführung arbeiten mag, findet hier ein interessantes Betätigungsfeld zusätzlich zur Standbildfotografie. Aus der Hand ist Videografieren auch mit gewissen Einschränkungen möglich. Für den ambitionierten dSLR Fotografen war schon die EOS 5D eine gute Wahl, die 5DII geht einen ganzen Schritt in Richtung Aufnahmekomfort weiter und bietet zudem noch eine Videofunktion, die Einschränkungen im dynamischen Fokusbereich und enorme Vorteile bei den Weitwinkelbrennweiten bietet, allerdings ohne die bequeme Schnittfunktion in der Kamera.

EOS 5D

Für den Standbild Fotografen bleibt die EOS 5D immer noch eine gute Alternative, zumal in Kombination mit dem EF 24-105 L IS. Es bedarf einer gewissen Neigung zu manuellen und geänderten (Vor-)Einstellungen, zumal auch nur ein Custom Programm verfügbar ist. Die 5D ist nicht ganz so wählerisch in der Auswahl der montierten Objektive wie die 5DII, es wäre aber ganz falsch, eine billige Linse zu montieren. Die Objekte sollten eher ruhiger Bewegung frönen, die schnellste Kamera ist sie eben nicht. Ganz wichtig ist die Verwendung von Gegenlichtblenden vor allem bei weiten Winkeln, um präzise belichtete Aufnahmen zu erhalten, zumal die [A]utomatisch Belichtung eher zu helle Bilder liefert, eine halbe Blende Unterbelichtung erzielt sattere Farben. Bis ISO 3.200 liefert sie einwandfreie Aufnahmen. Wer aber den Sensor nicht reinigen kann oder will, sollte eine andere Wahl treffen.

(c) www.slowfoto.de

s l o w f o t o Tipp Videografieren mit der dSLR

Videografieren mit der dSLR

Canon bietet schon lange die Möglichkeit, mit digitalen Kompakten Video-Clips aufzuzeichnen. Dazu dienen Codex wie MPG, MVI oder MTS in der VideoCam HF 100. Für die EOS dSLR 5DII, 7D, 550D verwendet Canon das wenig Verlust behaftete MOV, die 7/550D bieten sogar den einfachen Film-Schnitt in der Kamera, Picasa 3 scheidet auf dem PC!

Clips mit Kompakten oder in fullHD mit der VideoCam werden, soweit das eingebaute Zoom bietet, gerne auch mit längeren Brennweiten erstellt, was aus der Hand gedreht zu unruhigen Sequenzen führen kann. In eigenen Versuchen mit den 5D/7DII habe ich versucht, eine für mich und den Betrachter geruhsame Aufnahmesituation wiederzugeben, als sinnvoll hat sich herausgestellt:

– Kamera: auf ein Stativ oder mobil mit Schulterstativ wie Abbildung (Cullmann)

– Objektiv: weitwinklige Festbrennweite oder Zoom mit eher kleinem Faktor

– Zoom: Vollformat EF 16-35 17-40 oder  Cropformat EF-S 10-22ff

– Blende: automatisch, [Av], [M] oder getrickst (per Arbeitsblende schließen, das Objektiv abnehmen und wieder aufsetzen)

– Zeit: automatisch, [Tv], [M] von 1/25sec bis 1/100sec (ruhiges->bewegtes Objekt)

– Ton: ein externes Mikro erlaubt Stereoton im Gegensatz zum Eingebauten

– Mikro: dazu habe ich ein kleines Sony (vom Mini-Disk-Recorder) mit Klettband auf einer Libelle fixiert

– Montage: die Libelle steckt sicher im Blitzschuh und dient gleichzeitig zur Ausrichtung der Kamera auf dem Stativ –

Der zusätzliche Aufwand für die Videografie ist relativ gering und vor allem leicht  zu montieren und zu verpacken. Das Cullmann Stativ ist gleichzeitig ein veritabler Stand, wenn die Kamera für single shots oder Clips iVm einem Notebook zur Kontrolle und Canon Utility als Remote verwendet wird.

– Tipp: Basis Auflagen des Cullmann Statives planschleifen für besseren Stand (wie Abbildung)

Im Live Modus gibt es verschiedene AF Modi:

– ich verwende den Quick-Modus, wenn es schnell gehen muss, weil dazu der Spiegel hochklappt

– der Live-Modus bietet eine 2-fache Tele Lupe zur äußerst effektiven Schärfenkontrolle (auch für Einzelbilder)

– der kombinierte Live-Modus bietet zudem eine präzise funktionierende Gesichterkennung ohne Lupe

Weitere (Grund-) Einstellungen zur EOS 5D MkII und 7D finden sich im Blog s l o w f o t o – Guide,

viel Spaß beim ruhigen Videografieren.

wird fortgesetzt…

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