SKULPTURA: Slowfotos vom Juni 2022

3. Teil im Kunstbahnhof und mehr – Mensch & Moderne 16. SKULPTURA vom 7.Mai bis 27.November 2022 – 40 Exponate im KUBA und in anderen Räumen

Endlich wieder zeitgenössische Kunst am Bodenseeufer: an vielen Plätzen in unserem Dorf, in zugänglichen Innenräumen, zudem bis zum 19. Juni auch in den Räumen des KUBA (Kunstbahnhof) von Wasserburg, stellen 13 Kunstschaffende aus Deutschland, Italien, Österreich, Tschechien und der Schweiz ihre Unikate zu den Themen „Mensch und Moderne“ vor, als Kunst für Menschen ohne Berührungsängste, mit insgesamt 90 Skulpturen im Freien und 40 Werken im Raum, als eine der größten Ausstellungen im deutschsprachigen Raum. Der 100 seitige Katalog lohnt mit Informationen zu den Beteiligten und deren Werke und ist in der Tourist – Info am Lindenplatz zu erwerben, der Lageplan und die Werkliste sind öffentlich. Als Wasserbürger habe ich schon während des gewaltigen Aufbaus die Chance genutzt, einen Teil der bereits zugänglichen Unikate mit der Kamera festzuhalten, meine Aufnahmen sind wieder so launisch wie beim Rundgang zur 15. SKULPTURA 2019  und sollen einfach Appetit auf diese Expo machen!

  1. Teil dieses Rundganges s.a. Slowfotos vom April 2022
  2. Teil dieses Rundganges s.a. Slowfotos vom Mai 2022

(c) slowfoto.de – Aufnahmen und Text

SKULPTURA: Slowfotos vom Mai 2022

2. Teil des RundgangsMensch & Moderne 16. SKULPTURA vom 7.Mai bis 27.November 2022

Endlich wieder zeitgenössische Kunst am Bodenseeufer: an vielen Plätzen in unserem Dorf, in zugänglichen Innenräumen, zudem bis zum 19. Juni auch in den Räumen des KUBA (Kunstbahnhof) von Wasserburg, stellen 13 Kunstschaffende aus Deutschland, Italien, Österreich, Tschechien und der Schweiz ihre Unikate zu den Themen „Mensch und Moderne“ vor, als Kunst für Menschen ohne Berührungsängste, mit insgesamt 90 Skulpturen im Freien und 40 Werken im Raum, als eine der größten Ausstellungen im deutschsprachigen Raum. Der 100 seitige Katalog lohnt mit Informationen zu den Beteiligten und deren Werke und ist in der Tourist – Info am Lindenplatz zu erwerben, der Lageplan und die Werkliste sind öffentlich. Als Wasserbürger habe ich schon während des gewaltigen Aufbaus die Chance genutzt, einen Teil der bereits zugänglichen Unikate mit der Kamera festzuhalten, meine Aufnahmen sind wieder so launisch wie beim Rundgang zur 15. SKULPTURA 2019 🙂 und sollen einfach Appetit auf diese Expo machen.

1. Teil dieses Rundganges s.a. Slowfotos vom April 2022

3. Teil dieses Rundganges im KUBA s.a. Slowfotos vom Juni 2022

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bombing for freedom?

…zum 3. Jahr der Corona Pandemie beginnt ein großes europäisches Land entgegen vorherigen Beteuerungen eine für viele Menschen todbringende und nicht nur deren Kultur Vernichtende und Zerstörende Auseinandersetzung, mit Auswirkungen auf andere nahe und ferne Nationen: so wenig wie >bombing for peace< von meinem Facebook Titelbild wird jemals ein Krieg die gewünschten Lösungen bringen, weder in der Vergangenheit noch in der bevorstehenden Zeit, er verstärkt nur das Leid aller, die dazu gezwungen wurden, auch dieser Regenbogen trägt deshalb schwarze Trauer, sorry…

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SKULPTURA: Slowfotos vom April 2022

Mensch & Moderne 16. SKULPTURA vom 7.Mai bis 27.November 2022

Endlich wieder zeitgenössische Kunst am Bodenseeufer: an vielen Plätzen in unserem Dorf, in zugänglichen Innenräumen, zudem bis zum 19. Juni auch in den Räumen des KUBA (Kunstbahnhof) von Wasserburg, stellen 13 Kunstschaffende aus Deutschland, Italien, Österreich, Tschechien und der Schweiz ihre Unikate zu den Themen „Mensch und Moderne“ vor, als Kunst für Menschen ohne Berührungsängste, mit insgesamt 90 Skulpturen im Freien und 40 Werken im Raum, als eine der größten Ausstellungen im deutschsprachigen Raum. Der 100 seitige Katalog lohnt mit Informationen zu den Beteiligten und deren Werke und ist in der Tourist – Info am Lindenplatz zu erwerben, der Lageplan und die Werkliste sind öffentlich. Als Wasserbürger habe ich schon während des gewaltigen Aufbaus die Chance genutzt, einen Teil der bereits zugänglichen Unikate mit der Kamera festzuhalten, meine Aufnahmen sind wieder so launisch wie beim Rundgang zur 15. SKULPTURA 2019 🙂 und sollen einfach Appetit auf diese Expo machen!

2. Teil dieses Rundganges siehe auch Slowfotos vom Mai 2022

3. Teil dieses Rundganges im Kunstbahnhof siehe auch Slowfotos vom Juni 2022

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Wozu sind Kriege da?

Der Titel stammt von Udo Lindenberg, gesungen von Pascal Kravitz 1981: https://www.youtube.com/watch?v=tHHWV0FtFuI

Gestern, am zehnten Tag des Angriffskrieges auf die Ukraine, habe ich eine allgemein zugängliche Spotify Playlist mit Friedensliedern zusammengestellt, das wohl älteste ist von Marlene Dietrich gesungen, mein Vater hatte >Sag mir wo die Blumen sind< als 45RPM Single. Wir sind erschüttert von diesem Krieg in Europa und haben für die humanitären Zwecke gespendet. >Die Wahrheit stirbt im Krieg zuerst< sehe ich mittlerweile so, dass der Krieg bei manchen Staatsmännern schon ein Leben lang gilt. Bleibt zu sagen, dass für mich seit 1949 Demokratie die einzig ehrliche und humane Lebensform bedeutet.

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Der Fotograf Helmut Newton

Helmut Neustädter = Helmut Newton * 31. Oktober 1020 in Berlin † 23. Januar 2004 in Los Angeles

Liebeserklärung an seine Muse

Der deutsch australische Fotograf Helmut Newton wurde 1920 als Sohn der wohlhabenden jüdischen  Knopffabrikantenfamilie Neustädter geboren. 1936 brach er das Gymnasium ab, er war zu dieser Zeit schon mehr dem Fotografieren, den Mädchen und dem Schwimmen zugetan und begann eine fotografische Lehre bei Else Neuländer-Simon, der damals bekannten Berliner Fotografin IVA, sie musste mit Berufsverbot 1938 ihr Atelier schließen und wurde später im Vernichtungslager Sobibor ermordet. Am 5. Dezember 1938 flüchtete Newton vor den Nazis nach Singapur, war dort als Bildreporter bei der The Straits Times und wurde nach zwei Wochen wegen Unfähigkeit entlassen! Ab 1940 arbeitete Newton als LKW Fahrer der australischen Armee und bei der Eisenbahn, 1945 eröffnete er ein Fotostudio in Melbourne, ein Jahr später nahm er die australische Staatsangehörigkeit an. 1948 heiratete er June Brown (*1923  † 2021) mit dem Schauspielerpseudonym June Brunell, eine Schauspielerin mit dem Namen June Browne gab es schon, die Ehe blieb kinderlos. June Newton fotografierte zudem seit den 1970er Jahren unter dem Pseudonym Alice Springs.

Ab 1956 war die australische Ausgabe der Vogue Newtons Hauptarbeitgeber, es folgten die französische, italienische, amerikanische und die deutsche Ausgabe und andere Modezeitschriften. Seit den 70er Jahren war er ein ebenso begehrter wie teurer Akt-, Mode- und Werbefotograf, er porträtierte u.a. Catherine Deneuve, Charlotte Rampling, Romy Schneider, Hanna Schygulla, Liz Taylor, Margaret Thatcher und Helmut Kohl. Sein erster Bildband White Women wurde 1976 kurz nach der Veröffentlichung mit dem Kodak-Fotobuchpreis ausgezeichnet, im April 2000 erzielte das Exemplar Nummer 1 seines SUMO-Bildband auf einer Charity-Auktion 620.000 DM als teuerstes Buch des 20. Jahrhunderts, weil handsigniert von den über 100 der im Buch abgebildeten Persönlichkeiten.  

Helmut und June Newton lebten ab 1981 in Monaco und im Winter in Los Angeles, wo er im Alter von 83 Jahren in der Nacht vom 23. auf den 24. Januar 2004 nach einem Herzinfarkt am Steuer seines Cadillac starb, seinem Wunsch entsprechend wollte er in seiner Geburtsstadt Berlin beerdigt werden, am 2. Juni 2004 wurde seine Urne auf dem Friedhof Schöneberg in Berlin-Friedenau beigesetzt. Unter den Trauergästen waren unter anderem Bundeskanzler Gerhard Schröder, Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit und der britische Schauspieler Roger Moore.

An die Kontroverse im November 1993 mit Alice Schwarzer in der Zeitschrift Emma erinnere ich mich gut: Newtons Fotos seien nicht nur sexistisch und rassistisch, sondern auch faschistisch, als Beleg druckte Emma 19 Bilder ohne Genehmigung in einer Ausgabe ab, was wegen vorsätzlicher Urheberrechtsverletzung zu einer erfolgreichen Schadensersatzklage führte wegen Überschreitung des nötigen Maßes.

Am 3. Juni 2004 eröffnete June Newton mit der Ausstellung der als Schenkung an die Staatlichen Museen Berlin übertragenen Bildsammlung ihres Mannes das Museum für Fotografie, in dem auch die Helmut-Newton-Stiftung ihren Sitz hat. Am 8. April 2005 wurde am Haus Innsbrucker Straße 24, der Stelle seines Geburtshauses, eine Gedenktafel für Newton enthüllt. In Berlin am Gendarmenmarkt findet sich die Helmut Newton Bar (11 bis 04Uhr) mit einem Werk von ihm in Wandgröße: die berühmten Frauenakte.

Newton selbst hat zu Lebzeiten im November 2003 die Helmut Newton Stiftung gegründet und zahlreiche Fotopositive übertragen, mit Sitz in Zürich gemäß Schweizer Recht und dem Zweck, die fotografischen Werke von Helmut und June Newton alias Alice Springs zu präsentieren, zu schützen und zu wahren. Ein Vertrag mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz sichert der Helmut Newton Stiftung dauerhaft zu, über zwei Etagen des ehemaligen Landwehrkasinos in Berlin-Charlottenburg zu verfügen, um dort Ausstellungen zu organisieren und durchzuführen. Seit der Eröffnung im Juni 2004 gibt es wechselnde Ausstellungen von und über Helmut Newton, aktuell ergänzt durch Fotografien seiner Frau June und der Theaterfotografin Ruth Waltz, der Partnerin von Bruno Ganz bis zu dessen Lebensende. Wir waren im Februar 2022 dort, die ohne Blitzlicht erlaubten Aufnahmen mit dem iPhone 13 sind bewusst ohne weitere Kommentare parallel zu unserem ausgedehnten Rundgang. 

Dass die Stiftung im ehemaligen Landwehrkasino in der Jebensstrasse, also direkt am Bahnhof Zoo gelegen, dauerhaft Platz fand, erfreute Newton, weil dieses Gebäude eines der letzten gewesen war, das er bei seiner Flucht aus Berlin 1938 vom Zug aus gesehen habe.

Alle Fotos sind unbearbeitet außer Daten Reduktion

(c) slowfoto.de

TIPP: zu jeder Aufnahme, Frage oder Thematik biete ich auch 2022 ein LIVE COACHING per Videotelefonat an: für 30min 30€ und 60min 50€ – mobil 0172 7021587 oder kontakt@slowfoto.de 

Die Enkelin – Buchbesprechung

Die Enkelin – Bernard Schlink – Diogenes ISBN 978-3-257-07181-8 €25

Der Buch Tipp kam vom ZDF Chefredakteur Peter Frey (64), empfohlen zum besseren Verständnis, was >Othering< (Anderssein) auch aktuell im Osten ausmacht; wir kennen die DDR seit 1978 und waren seit der Wende regelmäßig in allen fünf neuen Bundesländern, ein Familienmitglied arbeitet und lebt seit vielen Jahren in Berlin-Ost, ich war schon vor meiner Einschulung 1954 Wochen dort, dann 1968 in Ostberlin und mittlerweile bestehen Kontakte zum Cousin mit Familie, uns ist der Osten wohl vertraut:

besuchte Orte nur anhand von iPhone Aufnahmen

Schlink (77) lesen wir gerne und viel, zum Roman: Kaspar Wettner (2.Juli 1944) lernt am 16.Mai 1964 als Westberliner Student im Osten die Ökonomie Studentin Birgit kennen und lieben, seinen Vorschlag, in die DDR auszuwandern, verwarf sie sofort, ihre Flucht über Prag nach Wien kostete 5.000 DM, am 16. Januar 1965 landet Birgit in Tempelhof, 1969 heiraten sie, Kaspar gibt sein Studium auf und wird Buchhändler, die Ehe bleibt kinderlos. Birgit war auch in Indien, hat sich dann auf Goldschmieden, Kochen und schließlich Schreiben verlegt. Später ertrinkt sie in der Jugendstil Badewanne, Alkohol und Valium hatten ihre Depression beendet. Kaspar fotografiert nicht, trägt aber ein Passbild von Birgit in seinem Geldbeutel, das er nach dem Tod seiner Frau vergrößern lässt. Birgits Computer kann er nicht öffnen, er kennt das Passwort nicht, er liest ihren schriftlichen Nachlass als Romandichterin. Er liest, dass sie von Leo, einem zunächst noch verheirateten in exponierter Stellung, ein Kind erwartete, dass dieser dann zuletzt für seine Frau Irma weil kinderlos haben wollte, eine Scheidung käme nicht in Frage. Im Mai 1964 sah man Birgit die Schwangerschaft noch nicht an, in den Semesterferien ist sie zu Paula, der loyalen Freundin aus dem Kindergarten, an die Ostsee gefahren und erst im Oktober zurückgekommen, als alles vorbei war, Paula hat das neugeborene Mädchen beim Pfarrer anonym und sicher >abgelegt<. Birgit hat Kaspar nichts gesagt, sie wusste nicht, was Verschweigen langfristig anrichtet, zumal sie nie aufgehört hat, an ihre Tochter zu denken und sie zu suchen: sie erkennt im Fernsehen ihre Tochter auf einem Bild einer Bushaltestelle mit jungen Männern in Springerstiefeln und mit Tätowierungen. Auch Svenja Renger, mit dem völkischen Siedler Björn verheiratet, hat eine Tochter: Sigrun, Kaspars Enkelin, bis Seite 367 erzählt Bernhard Schlink deren Geschichte… ich habe den Roman in drei Tagen gelesen 🙂

Zitate

S.77 Was ist denn wichtig? Das man es immer wieder machen mag. Eine Straße immer wieder lang gehen. Ein Buch immer wieder lesen. Eine Musik immer wieder hören.

S.80 Ich hatte mit der DDR nichts mehr zu schaffen. Ich wollte mich hier nicht mehr anstrengen und bewähren. Ich wollte nicht Ökonomie studieren, wollte meine Zeit nicht mit der FDJ und Studentenbrigaden und Ernteeinsätzen vertun, wollte nicht aufpassen, wem ich was sage und was ich denke. Ich wollte auf keine neue Zeit und kein neues Land und keinen neuen Menschen warten, ich wollte leben. Ich wollte nicht das bisschen Land zwischen Erzgebirge und Ostsee. Ich wollte die Welt… Und ich will auch hier nichts mehr aufbauen… Also gut, dann hole ich dich hier raus. S.232 Keine Sekunde habe ich gedacht, du seist doof. Du verstehst alles, was ich sage, du schlägst mich im Schach, du kriegst den Klavierunterricht, den wenige kriegen. Du bist stark und ausdauernd, beim Lernen wie beim Laufen. Er machte eine Pause. Sollte er noch sagen, dass er stolz auf sie war? Aber er sah das Gespräch voraus, in dem sie sagen würde, sie sei stolz, eine Deutsche zu sein, und er erwidern würde, man könne stolz nicht auf das sein, was man sei, nur auf das, was man geleistet habe, und Sigrun war gewiss nicht sein Verdienst. Er entschied sich auch dagegen, ihr zu sagen, er freue sich, dass sie seine Enkelin sei; entweder er zeigte ihr seine Freude und sie merkte sie in vielen Situationen, dann musste er sie nicht aussprechen, oder das Aussprechen würde nicht helfen, wo Zeigen und Merken scheiterten. Er wünschte sich keine andere Enkelin, er hatte diese gefunden und wollte sie behalten… Alles falsch sehen – musst du schon alles richtig oder falsch sehen? Musst du das meiste nicht erst einmal sehen? S.233 Du bist vierzehn, niemand hat mit vierzehn schon alles gesehen und weiß bei allem, was richtig und was falsch ist.

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TIPP: zu jeder Aufnahme, Frage oder Thematik biete ich auch 2022 ein LIVE COACHING per Videotelefonat an: für 30min 30€ und 60min 50€ – mobil 0172 7021587 oder kontakt@slowfoto.de 

Vorsorge

für ganz später: wir haben einen Familienbaum gekauft

Aktuell leben rund 4,2Mio Menschen in der Bodenseeregion, fast  240.000 mehr als im Jahr 2000, bis 2035 erwartet man eine Steigerung um weitere 400.000, konzentriert auf Konstanz, Friedrichshafen und Dornbirn, im ländlichen Bereich deutlich geringer. Wir haben 1984 hier eine ETW gekauft, dauerhaft (wechselnd ätz) vermietet und seit 2014 in eigener Nutzung. Unser erster Kontakt zu einem Friedwald erfolgte mit dessen Besichtigung in Heiligenberg, das ich aus meiner Jugendzeit noch gut kenne.

Den Bodanrücken hatte auch schon Hermann Hesse mit dem Bau eines bemerkenswertem Landhauses vorgezogen, allerdings nur für eine recht kurze Schaffensphase: für maximal 99 Jahre Erbpacht konnten wir nach eingehender Besichtigung und vollständigem Rundgang einen sogenannten Familienbaum mit bis zu 12 Urnengräbern in der Waldruh St. Katharinen des Freiherrn Johannes von Bodman erwerben, eine etwa 40-50 jährige Buche, ganz in der Nähe vom Golfplatz… Es gibt sehr begehrte Bäume mit Seeblick, den wir jedoch lieber uferweit zu Fuß und noch zeitlebens genießen. Und genauso ist es für uns gut zu wissen, dass wir auch final gut vorgesorgt haben!

IP11 PM   ooc   Fast Resize

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Ein aktueller Vergleich: Canon EOS 6D EOS M5/M50 EOS RP Apple iPhone 11 Pro Max

60 Jahre später: mein heutiges Equipment launisch bewertet:

Alle Fotoapparate taugen irgendwie, um Fotos aufzunehmen, die dann aber auch nur irgendwie aussehen können. Meine zugegebenermaßen intensive Beschäftigung, in der letzen Zeit Virus bedingt eher zuhause, davor regelmäßig im west€europäischen Bereich unterwegs, hat sich in einer überschaubaren Anzahl an Gerätschaften und dank Rechner übergroßen aber auffindbaren Verzeichnissen an Fotografien ergeben. Der bisher letzte Schritt, vor allem durch die Live View Fotografie mit dem iPhone, hin zu spiegellosen Kameras mit Kontrollbildschirm und nunmehr auch eSucher ist jetzt erfolgt. Dazu ein paar kritische Bemerkungen, in der Reihenfolge der Anschaffungen:

  • Canon EOS 6D
  • Canon EOS RP
  • Apple iPhone 11 Pro Max
  • Canon EOS M5 und M50

Die 20MPI 6D (777g LP-E6) wird nach meinen mittlerweile über www.mpb.com fair verkauften 5D und 5DII (und mehr) die wohl letzte vollformatige (VF) dSLR bleiben, von den vielen Crop Sensor dSLR und anderen Kompakten habe ich mich getrennt, denn der Spiegel hat von professionellen Ausnahmen abgesehen, im Konsumerbereich längst ausgedient. Für mich punktet die 6D heute noch sowohl vom leisen Spiegelschlag her (wie bei der 5Ds) wie auch hohe ISO betreffend mit sehr guter Bildqualität gerade in der Dämmerung. Mittlerweile verwende ich auch gerne den Live View Modus mit hochgeklapptem Siegel (z.B. auf dem Stativ), AF-ON wie gewohnt mittig und die AE über die Sternchentaste, unter kontinuierlicher Belichtungskontrolle per Bildschirm (!) und Kabel Fernauslösung, das ist aber kein geeignetes Vorgehen für Sportfreunde 🙂 

Die 26MPI RP (555g LP-E17) war schon wegen früher Begeisterung für die 18MPI EOS M (mit dem Mount Adapter M-EF) die lange erwartete spiegellose VF Systemkamera für alles, was mit dem Mount Adapter R-EF anzudocken war, die Bildleistung des 6D MK II Sensors stellt nicht nur in meinen Augen eine noch erfreulichere Qualität dar und für mich die bisher beste!

Das 12MPI iPhone 11 (265g) verdanke ich dem Drängen meiner Frau, die mich von eher langen Wartezeiten auf fallende Preise abhielt, zu Recht: diese Aufnahmebandbreite und Bildqualität waren der entscheidende Sprung zur Ernsthaftigkeit in der iPhone Fotografie, dies wäre die Kamera für die Insel: 3 lichtstarke Optiken von 13-52mm als Zoom, Night Mode bis 5s aus der Hand, Pano und Porträt Mode, Stereoton für Video, endlos Akku…

Die M5 ist eine 24MPI Cropsensor Kamera (420g LP-E17), als ehemalig technisch anspruchsvolles Spitzenmodell der M Serie im mittlerweile nicht mehr wirklich zu überschauenden Angebot an Canon Crop Sensor Kameras, war sie mit über 1k€ kein attraktives Angebot, dem bereits die M50 und aktuell die M50 MKII mit hochgelobten Verbesserungen gefolgt sind: da ich mich ausschließlich auf die Stillbild Fotografie beschränke und Videoclips mit dem iPhone erstelle, interessiert mich diese Entwicklung eher wenig, mit der Sensor Leistung kann ich mit meinen M-Optiken oder dem Mount Adapter EF-EOS M sehr gut leben, zumal der AF gut funktioniert!

Die Nachfolgerin M50 (385g LP-E12) ist m.E. technisch fast identisch und erinnert mich in ihrer puristischen Schlichtheit an die schöne EOS M, nur eben mit eSucher und Griff, sie hat ein aufgeräumteres und neu gestaltetes Gehäuse (385g – LPE12) ähnlich der RP, auch vom klappbaren TFT her: wer gerne weniger spielt, ist mit ihr sehr gut aufgehoben. Beide M erreichen ca. 30 JPGs in schneller [Sport] Folge!

Was ginge denn mit auf meine Insel? 

1) Vom 265g Fliegengewicht her das IP11 PM, als optisch lichtstarker Alleskönner von 13 bis 52mm KBÄ, Nacht- und Porträtmodus, Pano- und Videofunktion, Musik hören und mobil telefonieren mit AirPods und Stereoton bei der Aufnahme u.v.a.m.

2) Die kleine M5/50, auch vom Gewicht her, mit den EF-M Zoomen 11-22 18-55 und 55-200mm IS STM (705g) oder alle verfügbaren längeren oder lichtstarken EF-Brennweiten.

3) Die mittelgroße RP, mit dem RF 24-240mm (1.330g) oder anderen EF Brennweiten

4) Die größere 6D, mit optischen Sucher und EF Brennweiten von 16 bis 300mm (2.080g)

Fazit es gibt für mich nicht den einzigen Favoriten, sondern viele: wer mit kleinem Budget rechnet, kauft ausgesucht und gut gebraucht möglichst das, was nicht so geht und wird weil bescheiden damit glücklich, mehr geht halt immer…

EOS 6D M5 RP IP11 PM   ooc   Fast Resize

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24 Aufnahmen mit dem Minolta Rokkor an der Canon EOS RP

50 Jahre trennen Kamera und Objektiv:                                                                 Warum ich (gerne) fotografiere – interessiert doch kein Schwein 🙂

Die einfache Antwort wäre: weil ich schon immer gerne fotografiert habe. Im Leben kommen viele Leidenschaften neu dazu und bisherige haben sich verändert bis hin zum Stillstand. Es waren Eindrücke oder Momente, die ich festhalten wollte, um sie danach in Ruhe betrachten zu können, weshalb ich ein Freund des stillen Bildes, der einzelnen Aufnahme geworden bin, ein Foto ohne Bewegung, aber mit Ausdruck. Heute ist das sofort verfügbare Bild sowohl Doku und Info als auch Erinnerung wie früher.

Jetzt im Alter sehe ich als den richtigen Weg, keine fotografische Ausbildung angegangen zu sein um damit Geld zu verdienen, die Fotografie ist somit meine unbeschwerte Leidenschaft geblieben. Natürlich bedarf es der möglichst positiven Rückmeldung, wenn ich ein Foto anderen Augen zugänglich mache, dennoch sind meine Bilder in erster Linie etwas aus meinem Kopf geblieben, eben so wie ich etwas sehe: Du siehst nur was Du kennst – meint der kleine Prinz, für mich bedeutet das, immer neu zu sehen um es wieder zu erkennen.

Der Fotoapparat ist dabei bloß ein Hilfsmittel wie das Gehen, das Fahrrad, das Auto usw. Wenn ich heute etwas mit auf die Insel zu nehmen hätte, müsste ich abwägen, was alles zuhause bleiben sollte, Blitz und Stativ u.v.a.m. bleiben im Schrank! Entscheiden würde ich mich für eine eher leichte und kleine Kamera, ein Notebook und ganz wenige Hilfsmittel (Fernglas), wichtig ist allein der Weg samt Karte. Seit Beginn der digitalen Fotografie gibt es in immer kürzeren Zyklen sogenannte Verbesserungen, die dem Verbraucher den Ersatz- oder Neukauf erleichtern sollen. Es hilft m.E. immer wieder, kundige Anwender nach deren Prioritäten zu befragen, um selbst zu entscheiden, was ich nicht brauche, denn wir leben in der Überfluss Gesellschaft: more than enough is never too much, basta!

Im langen Gespräch mit einem alten Freund bezüglich der Neuanschaffung einer Kamera haben wir ¾ der Zeit über unser Leben gesprochen, ich habe ihm nur kurz berichtet, was ich aktuell warum und wie ich das fotografiere, den Kauf entscheiden muss er alleine, was bei dem aktuellen Angebot nicht einfach ist. Gute Fotos kann man mit fast jeder Kamera Objektiv Kombination aufnehmen, die Technik macht es leichter oder schwerer im Sinne des Wortes L ich habe weder Lust zur langen Bildkomposition noch zur umfangreichen Bildbearbeitung am Rechner: das Bild ent-steht im Kopf und lässt sich entweder genauso realisieren oder ich lasse es einfach bleiben: slowfoto bedeutet aber nicht, das eine Aufnahme lange dauern muss.

Mein aktuelle geliebtes Equipment besteht aus einer immer dabei Händy Kamera mit lichtstarkem 3-fach Zoom oder alternativ einer Systemkamera wegen dem vom Händy gewohnten Live View mit möglichst lichtstarker Optik oder die je nach Bedarf. Viel wichtiger ist das Motiv, nach dem nicht nur ich mich aktuell sehr sehne, denn das Leben findet draußen statt: at home kann ich dann die Aufnahmen betrachten…

Fazit 

Meine Kombination ist sicher für Automatik Liebhaber wenig geeignet, dennoch habe ich viel Freude daran, mit einem Objektiv aus meiner Studienzeit fotografieren zu können, auch wenn der Fortschritt mittlerweile viel viel mehr bietet, ein Foto bleibt ein Foto 🙂

Die Aufnahmen sind in meinem Umfeld mit nähesten Blickwinkeln und zudem bei klirrender Kälte sehe, längere Aufenthalte draußen sind nur mit Bewegung erträglich. 

Canon EOS RP  Minolta Rokkor F3.5 50-135mm mit Quenox MD-EOS-R Adapter   ooc  Fast Resize

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