FAQs: Eine Kamera kaufen

Start at the beginning – am Anfang steht das Bild!

absolut wasserfeste und ökologisch unbedenkliche dSLR mit 100fach Zoom

Frage: Welche Kamera ist die richtige für mich?

Fotografieren kann heute Jeder: Händys bieten mit aktuell >8MPI genügend Potential für DIN A4 Ausdrucke, denen man die Herkunft kaum ansieht. Richtig eingesetzt, sind bei brauchbarem Licht und entsprechenden Blickwinkeln Händy Aufnahmen von denen aus >richtigen< Kameras nicht oder nur schwer zu unterscheiden. Und genau darum geht es:

Womit soll ich fotografieren?

vor dem Kauf oder nach dem Fehlkauf

In meinem dritten (ab Herbst 2015) mittlerweile nur 212g leichten und im mumbi case geschützten iPhone 6+ steckt ein kleiner 1/2,9-Zoll-Sensor (4,9×3,7mm) im 4:3-Format mit einer Auflösung von acht Megapixeln (3264 × 2448), die eingebaute f4,15mm Optik hat eine kleinbildäquivalente Brennweite von 29 Millimetern, das entspricht einem Cropfaktor von 6,99 und zudem eine unveränderliche, weil offene Blende mit der Lichtstärke von F2.2. Wirklich sinnvolle Ergänzungen sehe ich in einem kleinen Stativ für längere Belichtungen (bei Nacht etc.), Vorsatzlinsen wie Fischaugen oder Weitwinkel halte ich für optische minderwertige Spielereien, Televorsätze entbehren der Qualität. Für weitere Bildwinkel steht die hervorragende on board Panorama Funktion zur häufigen Verfügung, sie ist vor allem horizontal blitzschnell und unschwer einzusetzen. Meine präferierten Apps sind [Camera+] für einstellbare Parameter und [CameraNoir] für Schwarz-Weiss, vor allem wegen SW-Live Betrachtung, exakte Bildbearbeitung erfolgt am 13„ MacBook oder 27„ iMac. Wer gerne filmt, hat andere Ansprüche hinsichtlich Stereo Mikrofon und Halterung, dazu kann ich wenig sagen, meine Clips sind kurz und meist auf wenige akustische Situationen bezogen, die auch monaural wirken. Der interne Stabilisator des 6+ arbeitet sowohl bei Film- wie Fotoaufnahmen und das sehr effektiv. Das 6,8×12,3cm oder diagonal 5,5„Retina Display (1.920×1.080 HDTV) löst hervorragend detailliert und farbtreu auf (<400ppi) und war neben der bildstabilisierten Kamera einer der wesentlichen Anschaffungsgründe, wenn man vom dicken Akku absieht. Nach bald 10.000 Aufnahmen möchte ich mich ungern vom 6+ trennen und eine Kompakte mit kleinem Sensor, ausgenommen unter Wasser oder mobil, kommt nicht mehr in Frage, zu sehr spielen mobile Dienste mittlerweile eine liebgewonnene Rolle. Ich habe das 6+ wegen der Fotografie gekauft, zum Telefonieren würde das kleinere 6er völlig reichen. 

Der nächste Sensor der Begierde ist für mich der sogenannte >Crop< mit etwa hälftigen Voll-Format (ca. 12x18mm) und mittlerweile >18MPI, angeboten in zahllosen Systemkameras ohne Spiegel oder auch zierlichen dSLR mit ebensolchem Sucherbild bis hin zu großen und schwereren Gehäusen wie denjenigen mit Vollformat Sensoren. Nach vielen 3-stelligen EOS habe ich lange und gerne mit der 410g leichten und winzigen Canon EOS M mit dem EF-M 2.0 22mm (=35mm KBÄ) verbracht, einer System Kamera mit neuen M-Objektiven (11-22mm IS!) oder auch diversen Adaptern für viele Gläser dieser Welt einschließlich aller Canon EF und EF-S Objektive. Bemerkenswert der per Fingerwisch über den ganzen Bildschirm verschiebbare punktuelle und schnelle AF (auch mit Hilfslicht) oder auch seine Nachführung, wenn einmal auf ein Gesicht oder Objekt platziert! Die Leistung heutiger Crop Sensoren samt schnellen Prozessoren und guter Firmware ist untadelig, die super kleinen Pixel fangen bauartbedingt allerdings früher an zu rauschen als die größeren der Vollformate (VF).

Mein dritter und auch nicht mehr taufrischer VF Favorit aus 2012 ist die mit dem lichtstarken F1.8 f28mm Weitwinkel und 1.163g noch relativ leichte Canon EOS 6D, die ich gerne als Nachteule bezeichne, weil Aufnahmen bis ISO 12.800 unschwer möglich sind, sie ist der Vorläufer der EOS 5D III. Mit den neuen recht preiswerten (EF und EF-S) STM Objektiven ist man für beide Sensorformate gut bedient, es müssen nicht nur die L Versionen und die in zweiter Generation sein, obwohl gerade diese Gläser sowohl alters- als auch wertbeständig bleiben, aber auch richtig Geld kosten. Die mittlerweile möglichen kamerainternen Korrekturen auch alter EF Gläser erbringen fototechnische Leistungen, die man früher nur mit aufwändiger Nachbearbeitung (DxO) erzielen konnte, auch mein EF 20-35 von 1993 ist dabei! Soviel zu meinen persönlichen Tipps zur Anschaffung und jeweils durch jahrelange positive Anwendung gesichert. Sicher gibt es viele Alternativen, man muss sich im Leben auf bestimmte Bedürfnisse konzentrieren und das ist gut so.

Fehler, die tunlichst zu vermeiden sind:

man kauft nie nur eine Kamera sondern ein vielfältiges System

Eine Kamera wegen eines Testberichts kaufen, die man nicht einigermaßen kennt. Oder zu glauben, dass eine neue teurere Kamera in der Aussage bessere Aufnahmen macht! Ist ein Händy vorhanden, lernt man einfach und zunächst, damit wertere Bilder zu erstellen! Die Touchscreen Bedienung i.V.m. >wysiwyg< (what you see is what you get) ist eine hervorragende Übung für die Komposition von Aufnahmen, die so einfach mit einer >richtigen< Kamera und optischem Sucher nicht möglich ist. Die Panorama Funktion erweitert den Aufnahmewinkel nach Belieben. Echte Teleaufnahmen sind nur mit mehr als einer eingebauten Festbrennweite möglich, auch diese Entwicklung hat begonnen.

Wird der Wunsch größer nach schnelleren Bodies (bis 20 Aufnahmen pro Sekunde, viel wichtiger ist aber die Präzision des nachführenden AF) und anderen Brennweiten (um den Mond formatfüllend aufzunehmen, benötigt man >f600mm), sollte man zunächst geeignete Fotokurse besuchen und/oder mit Ausrüstungen von Freunden ein paar Bilder machen. In ein Fotogeschäft und mit der 30-fach Zoom Kompakten wieder nachhause gehen kostet Geld, das völlig falsch investiert wurde, auch wenn der Rabatt noch so verlockend erscheint. Nichts spricht gegen eine neue Kamera zum sog. Straßenpreis, die schon ein paar Jahre auf dem Markt ist, im Gegenteil. Auch gebrauchte Objektive kann man im guten Fachhandel kaufen, hilfreich ist dabei ein zeitlich befristetes Rückgaberecht. Oder man kauft von zuverlässigen Quellen.

1-Knopf Bedienung, falls bei Automatik überhaupt nötig

Wichtig ist, dass die Kamera den Nutzer nicht überfordert: Wer das Automatik-Programm oder die Motiv-Automatiken liebt, kann sich in Ruhe der Komposition widmen, der Tüftler reizt die angebotenen Möglichkeiten so weit aus, dass er auch für kritische Situationen schnell geeignete Voreinstellungen parat hat, weil er damit vertraut ist! Beide Anwender können tolle Aufnahmen schießen, die sich sicher unterscheiden.

Wer zuhause mit Windows arbeitet, hat die Qual der Wahl für das Händy :-), der Mac Anwender wird aus guten Gründen ein iPhone vorziehen, weil viele Möglichkeiten sehr gut auf das Betriebssystem iOS abgestimmt sind.

Wer mit sehr guten fototechnischen Ergebnissen und schnellen Kameras liebäugelt, ist auf dem Markt der sog. Spiegellosen unterwegs, wegen der ungeheuren Vielfalt gibt es keine verlässliche Kaufempfehlung, der Unterschied zur Spiegelreflex (SLR) ist der elektronische gegenüber dem optischen Sucher, wenn man von der meist langsameren LiveView Aufnahme einer dSLR absieht. Es lohnt dabei exakt zu wissen, was man nicht benötigt, neue Bodies und vor allem neue Gläser sind im oberen Ausgabenbereich angesiedelt. Aber auch wertige Vollformat Objektive kosten oft mehr als die für Crop Sensoren, beide Sensorgrößen sind bei den Spiegellosen aber vertreten. Vor der Entscheidung lohnt es, einmal alle möglichen Wünsche hinsichtlich Body und Objektiv-en samt weiterem Zubehör hochzurechnen! Man muss sich immer vergegenwärtigen, dass nicht die teurere Kamera die eigenen Aufnahmen verbessert, der gewiefte Fotograf aber auch mit billigem Gerät bei gutem Licht ausdrucksstarke Bilder erhält! Das Foto entsteht im Kopf zwischen den Ohren, die Kamera ist nur der Kopierer, den man auch falsch bedienen kann 🙂

was raus muss wird ordentlich entsorgt 🙂

Fragen vor der Anschaffung:

  • reicht eine feste Brennweite oder will ich mehrere (Händy <-> Systemkamera mit Wechseloptiken)
  • brauche ich GPS, leichtes Gewicht, mobile Daten, Zeitlupe –raffer, Gesichtserkennung, LiveView, Video, Pano (-> Händy)
  • will ich den optischen Sucher, punktgenauen Autofokus, Nachführ-Autofokus, hohe ISO Bereiche, das größere Gehäuse, auch für externen Blitz (-> dSLR)
  • will ich Objektiv Fehler bereits bei der Aufnahme korrigieren (-> dSLR)
  • wie viel Gewicht will ich maximal mit mir herumtragen
  • muss es eine schnelle Kamera für Sport mit >5 Bildern/sec sein
  • muss es eine Vollformat Kamera sein (dSLR <-> Spiegellos)
  • kann ich mit dem elektronischen Sucher leben (-> Spiegellos)
  • muss es zwingend ein aktuelles Modell zum empfohlenen VK sein
  • Neukauf: wie gut ist der Garantie Service (???)
  • gebraucht resp. nach der Garantiezeit: Wer repariert zuverlässig 🙂

Fazit: Schnell gekauft ist nur dann richtig, wenn man genau weiß was! 

Kauf: kein X für ein U vormachen lassen

my10Cents:

Hinsitzen, nachdenken und vergleichen

Bei gutem Licht hat mein iPhone 6+ eine ebenso gute Farbwiedergabe wie die der EOS 6D, zudem eine fast perfekte Belichtung samt automatischem Weißabgleich und das alles ist zuvor sehr gut sichtbar. Alles in allem eine fantastische Kamera, aber es gibt immer Situationen, für die ich eine dSLR brauche: Meine 6D ist viel schneller und funktioniert viel besser im Dunkeln! Bei schwachem Licht reduziert das 6+ in der [Kamera] App die Farbsättigung, um das Rauschen zu verringern. Langzeit Belichtungen mit dem iPhone bei wenig Licht und niedrigen ISO Wert kann man auf dem Stativ mit der [Camera+] App erstellen, hier ist die 6D bei ISO 12.800 aus der Hand wegen Pixel- und Sensorgröße weit überlegen, zudem bietet sie relativ kurze Belichtungszeiten. 

Meine 6+ bietet >nur< ein KBÄ 29mm Objektiv, welches schlicht zum Turnschuh erzieht, dabei ist der Lerneffekt riesig. Sie verfügt sowohl im Standbild- als auch im Videomodus über eine effektive Stabilisierung. Fischauge, (Super-) Weitwinkel,Tele- oder Zoomobjektiv bedürfen der dSLR-Kamera, die mannigfach Vorsatzlinsen für das 6+ sind so billig wie trist! Die extrem kurze Brennweite von nur f4,15mm bringt trotz Offenblende F2,2 eine enorme Schärfentiefe, alles Ferne ist ebenso wie die geringe Tiefenschärfe der 6D vorbehalten. Das iPhone ist als Gehäuse eine Bauhaus Schlichtheit, die man mit ungeeignetem Case verunstalten kann.

Mein iPhone ist immer dabei, auch wenn ich die 6D benutze: Für die schnelle Nahaufnahme, das Panorama, den Blick aus der Bodennähe oder aus einem begehrten Winkel oder wenn das Foto auch mit den GPS Daten versendet werden soll. Das 6+ ist zudem als Fernsteuerung für die 6D einsetzbar. Beide können sich ergänzen aber nicht ersetzen.

Nach dem Ausflug in die Welt der Fotografie mit dem iPhone 6+, der ersten spiegellosen und fast komplett über den Touch Screen bedienbaren EOS M und der ISO starken Vollformat EOS 6D noch ein paar Gedanken in die Zukunft:

perfekt eingekauft und zusammengestellt, ready to

Was wird sich ändern?

* Die dSLR wird über kurz oder lang vom Markt der Spiegellosen überholt, weil ohne Spiegel zwar ohne optischen Sucher, aber auch weniger limitierende Mechanik und erweiternden LiveView bedeutet,
* dabei wird der elektronische Sucher immer besser ausgestattet
* und der Autofokus funktioniert über den gesamten Sensor, nicht nur mit wenigen Sensoren oder deren Bündelung in Gruppen bzw. sogar über einen zweiten Sensor,
* die nachgeführte Gesichts- oder Motiverkennung wird zur unabdingbaren Notwendigkeit,
* um in Verbindung mit dem hochpräzisen Autofokus auch Bewegtes sicher abzubilden
* und der elektronische, besser lautlose Verschluss wird wichtiger als der mechanische,
* wodurch sich die Bildfolge sich auf bis zu 20f/sec auch im Vollformat erhöht
* und die ISO Werte dank großem Sensor und schnellerem Prozessor samt adäquater Firmware neue Höhen erreichen.

und zum Schluß einen guten Café

Zukunft? Nein, SONY verkauft die A9 bereits für knapp unter 5k€ 😦  aber vielleicht wird es nur ein weiteres iPhone mit zwei KBÄ Festbrennweiten f27/54mm F1.8/2.4 🙂

(c) slowfoto.de 

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Canon EOS M – what`s new?

Canons neue Systemkamera EOS M(irrorless)

Canon hat sich mit der EOS M Zeit gelassen! Die Bedienungsanleitung vom Juli 2012 umfasst 350 Seiten und enthält eine Fülle von entbehrlichen und wichtigen Informationen. Gut hat es der [auto]-matische Anwender, denn nach dem Laden vom Akku und Einlegen der SD Karte kann es auch völlig unbeschwert losgehen, ganz ohne individuelle Einstellungen, und es werden dabei bemerkenswerte Aufnahmen erstellt, dank Crop Sensor, ohne Spiegelklappen, automatischer Motiverkennung, sensiblem Touchscreen samt Auslösung wie beim Smartphone und vielen anderen Features mehr…

Hier geht es zum Handbuch

Wer Wert auf Individualität legt, wird ebenfalls bedient:

Mein erster Griff nach dem Einschalten (auf [AV/TV/M]) ist die Scharfstellung per AF-Knopf, damit ich etwas sehe und sicher sein kann, dass der AF Punkt präzise dort liegt, wo ich die Schärfenebene haben möchte. Die Einstellung dazu ist AF – ONE SHOT und FlexiZone – Single, die dazu gehörige Sternchentaste ist jetzt links im Einstellrad, man gewöhnt sich an alles…

Als zweites möchte ich, in Abhängigkeit von der Lichtsituation, die Belichtung beurteilen (= messen) und speichern, das erfolgt wie gewohnt mit halb durchgedrücktem Auslöser und in Verbindung mit der Individualfunktion C.Fn.IV 1:AE-Speicherung/AF! Dieser Wert bleibt dann etwa 15 sec gespeichert, man hat also genügend Zeit für die Bildkomposition. Mit erneutem Antippen lässt er sich ändern und/oder wieder festhalten, also easy going wie gewohnt. Ganz ehrlich, etwas langsamer, so wie es mit live Funktionen eben ist, die dSLR ist schon schneller, wobei der Blick durch das Objektiv nicht das finale Bildergebnis zeigt, auch nicht bei Arbeitsblende.

Die übrigen präferierten Funktionen (Bildgröße – ISO  u.v.a.m.) sind sowohl per INFO- oder MENUE(taste) und scrollen oder [Q] Symbol auf dem Touchscreen schnell einstellbar, für mich hat der Live-Bildschirm somit an Bedeutung gewonnen, weil ich sowieso darauf schaue, und bei der dSLR habe ich das Auge für die volle Konzentration am Sucher!

Die Einstellungsmöglichkeiten sind mehr als vielfältig und weil ich die Bildbearbeitung am Rechner mit großem kalibriertem Bildschirm vorziehe, lasse ich die vielen eingepackten >kreativen< Möglichkeiten außer Betracht. Wichtiger für die postproduktive Nachbearbeitung ist das Farbbild mit allen wichtigen Informationen und möglichst als RAW-Datei, so dass maximale Bearbeitungsmöglichkeiten gesichert sind. Movies in der Kamera trimmen als Bildschnitt ist hingegen okay, um Platz auf der Karte einzusparen.

Mehr zu Ausstattung, Einstellungen und Handling:

Geliefert wird die EOS M mit dem 235g leichten EF-M 18-55mm 1:3.5-5.6 IS STM, also mit M Bajonett. Das für den Kauf den Ausschlag gebende Objekt meiner Begierde war aber das 115g leichte EF-M 22mm 1:2 STM als lichtstarkes immer drauf. Beide Objektive glänzen mit einer wertigen Ausführung, die in nichts mehr an die Kit Zoome EF 35-80 oder EF-S 18-55 erinnert. Hier schon mal Mehrwert, die Canon Design Abteilung hat klasse Arbeit geleistet, der Zoomring am Kit-Zoom ist ein Beispiel für präzisen Gang, gleiches gilt für die manuelle Entfernungseinstellung. Ansonsten finden sich keine (gewohnten) Schalterchen mehr…

Der 300g leichte EOS M Body hat den Stativanschluss wie auch den Blitzschuh in der Objektivachse, wo beide hingehören. Oben imponiert der trotz kleiner Größe mit dem Daumen zu bedienende ON/OFF Schalter, dessen OFF Funktion auch über das Menue gestaltbar ist, zum Stromsparen auch per Bildschirm aus und stand by Betrieb. Der Auslöser hat einen langen Weg bis halb gedrückt und löst danach präzise aus. Am Stellring wählt man [auto]  – Foto – Film, basta!

Fünf  Tasten auf der Rückseite bieten von oben nach unten Video Start/Ende (rot) – MENUE – Bildwiedergabe (blau) – SET im Drehring mit Sternchen [*] bei 9 Uhr für den AF – Timer incl. Fernauslöser und Einzel/Serienbild bei 12 Uhr – [- +/-] für (Blitz-) Belichtungskorrekturen bei 3 Uhr und den blauen Papierkorn bei 6 Uhr – INFO ist ganz unten aufrufbar. Nach Eingewöhnung eine praktische Aufteilung, weil sinnvoll reduziert und  gut erreichbar. Der Vollständigkeit halber erwähnt sind die drei Buchsen auf der linken Seite unter einem Deckelchen: A/V-OUT digital – mini HDMI out – MIC in.

Last not least noch das Canon Speedlite 90EX mit 75g samt zwei nicht mitgelieferten AAA-SANYO eneloop Akkus, dazu ein goldisches hellgraues Beutelchen zum Transport. Ein zweites und größeres für den EOS M Body wäre als Mit-Gift wünschenswert, das fehlt allerdings genauso wie die Streulichtblenden für die beiden Objektive, deren Verpackung wie beim Body aus transportschützenden Luftpolstertüten besteht…

Zur Kamera selbst:

Der Sensor bietet eine vergleichbare Bildqualität, die mich an die EOS 7D erinnert. Rauschen ist ab ISO 800 sichtbar, Vollformat bietet hier mehr. Die Auflösung ist schon mit dem 18-55 enorm, 1:1 Betrachtungen zeigen dies augenfällig. Gespannt bin ich auf die Leistung der L Objektive, wenn der EF-EOS M Adapter zur Verfügung steht. Das gemütliche Handling ist für slowfotografische Ansprüche sehr gut, aber weniger für Action- oder Sportfotografie geeignet, trotz angeblich schnellerer Bildrate mit EF-Objektiven, was erst noch zu eruieren ist.

Zum berührungsempfindlichen Bildschirm: Bilder größer betrachten geht per Aufziehen mit zwei Fingern wie beim Smartphone, weiterblättern ebenso per Wischfinger. Antippen der Zeitanzeige in [Tv] führt zur Einstellung von 30sec bis zur 1/4.000sec, ebenfalls per Wischfinger zu wählen, gleiches gilt in [Av] für die zu ändernde Blendenvorwahl. Da der Blick auf dem live Bildschirm liegt, ist hier ein Vorteil gegenüber der dSLR, die in diesen Programmen eine Manipulation per Handrad und deren Kontrolle per Minibildschirm oben im Gehäuse erfordert. Ebenso einfach ist die [ISO] Einstellung vorzunehmen. Einzig die Änderung der Blenden-Zeitkombination in [P] bleibt per halb gedrückten Auslöser (AE-lock) per Handrad, das muss man üben oder besser gleich in die Modi [Av] oder [Tv] wechseln.

Besonderheiten:

Die Kreativ Automatik [CA] bietet neben Porträt, Landschaft, Nahaufnahme, Sport und Nachtporträt noch zwei interessante Einstellungen, in denen 4 resp. 3 schnell und automatisch hintereinander gemachte Aufnahmen verrechnet werden: Nachtaufnahme ohne Stativ und HDR Gegenlicht.

Der AF Bereich FlexiZone – Single lässt sich nach Bedarf per Wisch auf dem Bildschirm verschieben, was bei Stativnutzung ideal ist, zurück zur Bildmitte geht es, wenn der Papierkorb gedrückt wird, siehe dazu C.FN IV = Normal (zentr. AF-Feld).

Es stehen die bekannten Bildstile zur Verfügung, ich verwende zunächst Natürlich 0 1 1 0 für identische Farbwiedergabe, sowie 1/2 LW knappe Belichtungskorrektur zur Vermeidung von Spitzlichtern wie auch für sattere Farben. Ebenfall kann der Blitz zum Schatten aufhellen gesteuert reduziert werde. Alles in allem ein Komfort, der in diesen Punkten der dSLR nicht nachsteht und z.T. sogar einfacher per Touchsreen zu bedienen ist.

Ein weiterer Pluspunkt ist das beigelegte aber separate Mini-Speedlite 90EX, denn der Blitzschuh fasst alle anderen Systemblitz auch, wie z.B. den kompakten Leistungsriesen 270EXII mit seiner nach oben variabel verstellbaren Röhre.

Wer bei 700g Gepäck (M Body, 22er, 18-55er, Miniblitz einschließlich RD-6 Fernbedienung) mit ausgefeilten Automatiken, sehr guter Bildleistung, individuellen Programmierungen und einem viele Möglichkeiten bietendem Touchscreen ähnlich dem Smartphone zurechtkommt, bekommt mit der neuen EOS M eine bemerkenswerte Kamera mit ebensolchen kleinen Abmessungen, die dennoch gut in der Hand schmeichelt.

(c) www.slowfoto.de

FAQs Fotografieren, Bildbearbeitung und Literatur

Frage: Wir müssen uns mal über`s Fotografieren unterhalten, ich würde gerne digitale Fotos am Rechner bearbeiten und suche dafür ein Programm (für Mac) und ggf. Literatur.

slowfoto: Drei Punkte sind m.E. von Bedeutung, erstens die Investition in die Fotoausrüstung, zweitens der Zeitaufwand vor dem Rechner und drittens die Wertigkeit der Fotodokumentation.

zu 1) Allen Ernstes schlage ich Dir als MacIaner vor, zunächst nur mit dem iPhone (ab Version 4) zu fotografieren und erstmal keine weitere Kamera anzuschaffen oder zu verwenden. Das iPhone bietet bereits ein gutes Kamera-App für Stillbilder und Videoclips. Der Vorteil besteht vor allem darin, dass es immer dabei ist. Die Suche nach Infos im slowfoto-blog bringt Dich hier weiter, einfach oben in den schwarzen Balken klicken und den Begriff entsprechend eingeben…

iPhone-Fotografie reduziert die Optik auf eine Brennweite, die dem 35mm Objektiv an der klassischen Kleinbildkamera vergleichbar ist, allerdings und im Gegensatz dazu mit einer weitwinkligen Perspektive von nur effektiven 4mm. Man wählt den Bildausschnitt per Standortveränderung, den Rest kann man der Kamera überlassen, das bedeutet volle Konzentration auf das, was im Retina-Display zu sehen ist: what you see is what you get, basta!

zu 2) Bildbearbeitungsprogramme gibt es wie Sand am Meer, mein derzeitiger Favorit für auf die Schnelle ist NIK Snapseed (ca. €10), weil es eine gelungene Zusammenstellung aller wesentlichen Features bietet, die man einfach benötigt wie Ausrichten, Formate ändern, Zuschneiden. Darüber hinaus lassen sich wertige Bildverbesserungen automatisch oder manuell per Regler erzielen. Auch der Spieltrieb kommt nicht zu kurz, augenfällige Verfremdungen sind ebenso möglich wie interessante Wandlungen in SchwarzWeiss auch mit der klassischen Filtersimulation. Suchen nach Anwendungen und Infos auf slowfoto wie vor, Snapseed gibt es selbstverständlich auch in der win Version, es eignet sich für alle Bilddateien einschließlich RAW, Trial unter

http://www.snapseed.com/de/     

zu 3) iPhone Aufnahmen eignen sich nicht wirklich für absolut farbtreue Dokumentationen oder anspruchsvolle Porträts, viele digitale Kompakte bieten in dieser Hinsicht auch nur ähnliches. Kommt es auf Präzision an, ist die Anschaffung von Kamerabodies mit Wechselbajonett unumgäglich, das bedeutet möglicherweise recht hohe Investitionen.

Ich halte es für sinnvoller, zunächst über die Fotografie allgemein nachzudenken: mit der Anschaffung wertiger Literatur (Bildbände) und dem Klick auf interessante Seiten, um andere Sichtweisen durch das Objektiv oder auf den Bildmonitor kennenzulernen und dadurch einen eigenen Stil zu erreichen. Ein Bild ensteht zwischen den Ohren, ein Bild ist ein Gedicht ohne Worte und kein Foto kann man nicht mehr betrachten. Ein interessanter Bildband unter vielen ist

Inspiration
Ein Buch für Fotografen
ISBN: 978-3-86490-000-6

11 Kuratoren wählten die besten 100 Aufnahmen von 1x.com aus, der populärsten kuratierten Fotogalerie im Web mit täglich über 150.000 Besuchern. Viele dieser Fotografen sind im Berufsleben mit etwas anderem als der Kamera beschäftigt.

(c) www.slowfoto.de

FAQs zum Start einer Leidenschaft

Diese Diashow benötigt JavaScript.

EOS 5D II EF 2.8 16-35 L [Tv] 1/350s F4.5 ISO 100 RAW DxO TOP

Frage: Ich habe eine ältere digitale EOS Spiegelreflex und möchte mehr, was soll ich kaufen?

slowfoto: Ganz einfach, die erste Entscheidung sollte für die Sensorgröße fallen, wenn das Cropformat ausreicht, würde ich eine EOS 7D mit dem großen Sucherbild und einblendbaren Gitterlinien als Body vorziehen, in Verbindung mit einem Weitwinkelzoom wie dem EF-S 3.5-4.5 10-22mm und einem Standardzoom wie dem leichten EF-S 4-5.6 17-85mm IS. Weitere Objektive im Telebereich können vollformatige EF sein wie das relativ kostengünstige EF 70-300 IS, als ebensolche lichtstarke Standardbrennweite das EF 2.0 35mm.

Diese Kombination entspricht Kleinbild äquivalenten Zoomen mit Brennweiten von 16-35mm und  27-136mm sowie 112-480mm und damit recht genau den beliebten Zoomen aus dem Vollformatbereich, das 35mm Objektiv liegt mit einem Bildwinkel von 56mm KBÄ sehr nahe am sogenannten Normalobjektiv.

Addiert man aktuelle Strassenpreise, so finden sich Angebote vom ca. € 1.300 für den Body plus knapp € 2.000 für die vier Objektive. Sparen kann man, wenn man sich mit den EF-S 18-55 IS und 55-250 IS oder dem EF-S 18-135 IS begnügt.

Mehr investieren ist mit einem Vollformat Sensor und passenden wie lichtstarken EF L Objektiven unschwer möglich, eine 5DII plus 2.8er 16-35L 24-70L 70-200L IS II ergibt zusammen mehr als € 6.000, die neue 5D MKIII mit aktuellem 24-70L II bedarf zwei weiterer k€. Egal wie die Entscheidung ausfällt, mit dem Vollformat hat man dann auch mehr zu schleppen…

Weitere Infos sind hier in slowfoto zu finden (Suchfunktion -> Kameras Objektive) oder siehe auch unter

http://www.traumflieger.de/desktop/fototech.php

http://www.traumflieger.de/objektivberater/index_canon.php

(c) www.slowfoto.de

slowfoto der Woche (KW 5 2012)

Die Last des Fotografen ist neben der Motivauswahl vor allem die Aus(q)wahl an Ausrüstung. Seit Canon die G1 anbietet, überlege ich, ob ich die 1kg Grenze an Äquipment überhaupt noch überschreiten soll 🙂

Anstelle der gewohnten Bilddaten (EOS 400D EF 35-80) einige Anmerkungen zu diesen Objektiven, aus meiner Sicht und vor allem mit der Bestätigung fotografierender Freunde: „Milchkübel“, so werden die großen schweren Hellen auch scherzhaft genannt, mit Gewichten deutlich über ein Kilogramm, bleiben eher zuhause, kleine-re Gläser unter 1.000g eher nicht, weil die Kamera-Optik Kombination dann auch unter 2kg wiegt und somit noch ganz gut tragbar ist. Ausnahmen bilden Stativfreunde, die ich unterwegs immer ob ihrer Zeitplanung bewundere, das slowfoto bekommt hier eine erweiterte Bedeutung!

Objektive mit Innenfokusierung wie das 70-200 (2. von rechts) haben Vorteile hinsichtlich der geschlossenen Front, frontfokusierende Festbrennweiten wie die beiden 1.300 und 500 (1. und 2. von links) ebenfalls. Das schwere 100-400 (in der Mitte, Schiebezoom, Drehfokusierung) hat wie das kurze 70-300 (rechts, Drehzoom und- fokusierung) eine Vorderglied-Verstellung, die das Glas im Telebereich deutlich ausfahren lässt, identisch zum neuen und schwereren 70-300 L IS.

Wichtig beim Objektivkauf sollte also nicht der >must have< Gedanke, sondern eher die Überlegung sein: Was brauche ich wirklich – nicht!

(c) www.slowfoto.de

Kompakte vs professionelle Blitzanlage 3 – Fazit

Vergleich im gewerblichen Fotostudio: 2×180 Watt CF gegen 2×500 Watt HENSEL Röhren, wechselweise identische Platzierungen, hier die Einschätzung:

* Das kompakte CF-Set FE 180D kann man als sehr gut transportabel bezeichnen, weil für 2 oder 3 Röhren plus Stative plus Zubehör ein Packmaß von 80x25x25 cm ausreicht, die dafür vorgesehene CF-Tasche passt quer in den Kofferraum, mit einer Hand kann man 2 Softboxen tragen, sie nehmen auch unzerlegt im KFZ-Innenraum wenig Platz weg. Tipp: Nach dem Transport die Röhren erst in die nach untenliegenden Softboxen satt einsetzen, dann mit den Rändelschrauben fixieren und danach auf die Stative setzen.

* Das Licht der CF-Röhren (K 5.600) ist mit den kleineren CF- Softboxen etwas kühler als das wärmere der HENSEL Röhren mit deren originalen und größeren Softboxen. Tipp: Wenn [AWB] nicht schon zufriedenstellende Farbwiedergabe erbringt, die CF mit den Softboxen auf den reflektierenden Hintergrund manuell abgleichen (oder Kelvin 6.200 und mehr) oder den inneren Diffusor gegen einen gelblicheren austauschen.

* Schon 2 CF Röhren reichen für die Ausleuchtung von mittleren Objekten und einzelnen Personen gut aus, mit einer dritten Röhre sind auch größere Objekte oder mehrere Personen, alternativ auch der Hintergrund gut auszuleuchten. Tipps: Man sollte diese kompakten Lichtformer eher hochkant, also HxB 60x40cm und recht nahe zum Objekt einsetzen (weiche Schatten). Für Porträts ist ein Hauptlicht mit rundem Lichtformer geeigneter (Reflex in den Augen)! Generell ist der gezielte Einsatz von Reflektoren (seitlich, oben und oder unten) ein Vorteil. Für ganz kleine Objekte eignen sich als Diffusoren die schon erwähnten 500g Yoghurtbecher, wobei das Halogen Einstelllicht wegen der Wärmeentwicklung abgeschaltet bleiben sollte.

* Vorteil Hensel: Auch nach vier Jahren gewerblichem Einsatz mit ca. 15.000  Auslösungen p.a. sind noch die ersten Blitz-Röhren-Einsätze in Verwendung, Konstanz und Abbrennzeiten bewegen sich auf höchstem Niveau, Langzeit Erfahrungen zu den CF Röhren liegen mir nicht vor. Hensel liefert zudem bessere und schwerere Stative (mit Softbremse) als die von CF verwendeten Walimex light, Nachteil für den Transport ist das höheres Gewicht und je nach eigener Wertung der Preis für die Anschaffung.

* Vorteil CF: Tragbar geringes Gewicht, gutes Packmaß für die Aufbewahrung oder den Transport, sehr güstiger Preis für das CF-Set FE 180D, sinnvolles Zubehör wie der Blitz-Belichtungsmesser FM-01 oder die Funk-Fernauslösung WTS-C, Nachteil: Häufiges Abblitzen beim Umprogrammieren der CF Röhren.

Meine präferierten Einstellungen für das CF-Set im häuslichen Studio:

Canon EOS 5D und 5D MkII, verschiedene EF-Objektive

Empfindlichkeit ISO 100

Belichtungszeit 1/125sec

Blende F 4-11

Farbraum sRGB

Bildstil P-Snapshot

WB Kelvin 6.200 für präzise, 7.000 und mehr für wärmere Aufnahmefarben oder

[AWB] alternativ für etwas kältere Aufnahmefarben

Bildbeispiele dazu siehe auch

https://slowfoto.wordpress.com/2011/05/26/s-l-o-w-f-o-t-o-der-woche-kw-22-2011/

Dieser 25 qm Raum wurde zum vorübergehenden Studio umfunktioniert, die helle blaugraue Tapete genügte (auch zur Reflektion), wichtig ist ein bequemer Sitzplatz für das Model,

in Verbindung mit einem großen (Kontroll-) Spiegel auf der anderen Seite des Raumes seitlich hinter dem Kamerastandpunkt

plus einer dritten Lichtquelle zur Hintergrundbeleuchtung mit Lee-Folie orange für die abgebildete warme Stimmung, alle Aufnahmen sind unbearbeitet.

Hier zwei Porträts im Gesamtwert von über 170 Lebensjahren 🙂

Dieses Fazit ist (m)eine persönliche Einschätzung und kein allgemeines Urteil. Wer täglich mit Studioblitzanlagen professionell arbeitet, wird zurecht Wert auf Langzeitstabilität und -präzision legen (Goliath). Wer aus Freude an der Fotografie ab und an oder eben nur mit einer kleinen, gut tragbaren 220V Blitzanlage arbeiten möchte (David), kann getrost mit finanziellem Aufwand in der Region eines sehr guten Systemblitzes investieren. Wiederum stellt ein Systemblitz keine Alternative und umgekehrt dar, man muss eben wissen, was man benötigt respektive will…

Siehe auch

https://slowfoto.wordpress.com/2011/05/03/eine-kompakte-und-erschwingliche-blitzanlage-2/

https://slowfoto.wordpress.com/2011/03/30/eine-kompakte-und-erschwingliche-blitzanlage-1/

(c) www.slowfoto.de

CANON EOS 5D – EOS 5D MkII – EOS 7D und (m)ein vergleichender Erfahrungsbericht

Aufnahmen mit diesen drei Kameras und vielen EF/EF-S Objektiven finden sich in den slowfotos der Woche-n, mein Dank geht an die CANON Pressestelle und den Leihpool für die geduldige und umfangreiche Unterstützung.

Welche denn nun?

Als langjähriger und wirklich zufriedener Eigner einer EOS 5D versuche ich, nach intensiven Nutzungsphasen mit einigen tausend zum Teil in gleichen Gebieten erstellten Aufnahmen, meine gemachten Erfahrungen mit der nicht mehr ganz neuen EOS 5D Mark II und der relativ jungen EOS 7D zu vergleichen: Kompakte haben für mich bei differenzierter Fotografie keine grosse Bedeutung mehr, einmal sehe ich bei Sonne nichts auf dem Bildschirm, zum zweiten kann ich nicht gegenüber dem Hintergrund wirklich freistellen und zudem ist der AF bei Telebrennweiten nervend langsam. Das ist bei spezieller Nahfotografie nicht der Fall. Andererseits ermöglicht auch eine 300-1000D mit dem Kit-Objektiv bei f55mm und 28cm Distanz  Nahaufnahmen von 40x60mm Objekten, was für Blüten o.ä. gut ausreicht, sei es mit oder ohne den kameraeigenen Pop-Up Blitz.

Gehäuse und mehr

Alle drei Kameras verfügen über das Magnesium Gehäuse mittlerer Abmessung mit dem optionalen Batteriegriff (BG). Bei dieser Gehäusegröße ist der Einsatz des BG auch ein Gewichtsproblem, im Gegensatz zu den kleinen und leichten Kunststoffgehäusen der xxx/xD, die sich mit BG deutlich besser oder sicherer fassen und handhaben lassen.

Das gilt besonders für die Verwendung mit großen und schweren Zoom-Objektiven wie dem EF 100-400 L IS (optisch ein Genuss) oder dem EF 28-300 L IS (gleiches hohes Gewicht). Mein Favorit schon an der 5D ist das Kit-Objektiv EF 24-105 L IS, wer mehr Tele braucht, ist auch mit dem EF 28-135 IS vor allem wegen der kurzen Naheinstellung von 35 cm gut bedient, wobei mir das 24-105 bildmäßig etwas besser erscheint, was aber auch am besseren optischen Stabilisator liegen kann – ähnlich festgestellt am EF 70-300 IS gegenüber dem EF 70-300 DO IS!

Die 7D wird optional mit dem EF-S 18-135 IS oder dem EF-S 15-85 IS ausgeliefert, wobei das letztere im Weitwinkelbereich eher dem EF 24-105 entspricht, ich habe eine gewisse Vorliebe für kurze Brennweiten. Wer bereits über das EF-S 10-22 verfügt, hat mit dem EF-S 18-135 ein universelles >immer drauf< Angebot.

Ein Vorteil bei festeingestellten [Av] Blenden- oder [Tv] Zeitwerten ist die ISO Automatik 100-3200 für die 5DII und 100-1600 für die 7D, die bei gutem Licht den niedrigen ISO Wert 100 vorgibt. Aufnahmen der 5D bei manueller Wahl von ISO 3200 erscheinen mir gegenüber der 5DII noch etwas weniger verrauscht.

Generell ist zu sagen, dass Crop Sensoren gegenüber vollformatigen bei sehr wenig Licht unterlegen sind: Wer gerne und bei jedem vorhandenem Licht (AL) und ohne Blitz und Stativ unterwegs ist (wie ich), weiß die Vorteile der größeren Pixel im Sinne der Rauscharmut zu schätzen.

Sehr gut arbeitet die automatische Sensorreinigung der 5DII und 7D, ich hatte nur wenige sichtbare Verschmutzungen auf den Sensoren trotz häufiger Objektivwechsel. Für die 5D suche ich immer noch die ultimate Lösung, der Speckgrabber bedarf einer präzisen Ausleuchtung der Sensoroberfläche und ist nur für ruhige Hände geeignet.

Bemerkenswert an beiden neueren EOS ist die Vignettierungskorrektur für ca. 35 Canonobjektive, Abschalten zeigt den Unterschied besonders an Gläsern wie dem EF 2.8 14mm L, der für mich bisher ungewöhnlichsten Festbrennweite; wegen der größeren Variabilität habe ich mich dennoch für das EF 2.8 16-35 L entschieden. Ich nutze die kameraseitige Korrektur allerdings nicht, weil ich (fast) alle Aufnahmen (JPG wie RAW) direkt nach der externen Speicherung mit DxO Optics Pro 6.2 Elite nachentwickeln lasse, die Optimierung von Belichtung, die Eliminierung der Vignettierungen und die anamorphen räumlichen Korrekturen erzeugen eine für mich im direkten Vergleich zum Original i.d.R. sichtbar bessere Bildqualität, die ich so auf anderem Weg noch nicht gefunden habe.

Ein bauartbedingter Nachteil beider 5D/5DII ist der massebedingt stärkere Spiegelschlag vor allem bei langen Brennweiten, hier ist der kleinere Spiegel des Crop Sensors wie bei der 7D von leichtgewichtigem Vorteil. Eine gewisse Abhilfe schafft der Live-View Modus bei 5DII und 7D, der zusätzlich zum optischen Stabilisator der Objektive noch ungewöhnlich lange Belichtungszeiten aus der Hand zulässt. Ausgiebig habe ich diese live Funktionen an der 5DII und 7D intensiv genutzt, bei längeren Brennweiten und meinen beliebten Sonnenuntergängen kommen andere Unterschiede zum tragen, hier belichtet der Live-Modus deutlich knapper als der SLR-Modus.

Der feststehende TFT gibt wenig Freiheiten, die EOS auf dem Stativ plus einem verkabelten Notebook noch weniger Mobilität, allerdings dann live mit voller Bedienung der Kamera Objektiv Kombination über das Utility Programm schon bei der Aufnahme und nicht erst in der Betrachtung nach dem Klick, im Studio kann das einen enormen Vorteil darstellen.

Der Autofokus-Modus beider Vollformaten ist vergleichbar, die 7D bietet für die Aktionsfotografie mehr an wählbaren Einstellungen (AF-Gruppen), zudem ist die Bildfolge mit 7 Aufnahmen pro Sekunde deutlich schneller.

Meine vorgeschlagenen Menue & Custom Einstellungen zu diesen drei Kameras finden sich in den speziellen slowfoto-Guides.

Objektive

Zu den Kit-Objektiven habe ich bereits oben einiges erwähnt, wesentlich außer der optischen Leistung erscheinen mir Gewicht und Handling: Grundsätzliche Vorteile ergeben sich für die kleineren Sensoren, vor allem wenn EF-S Zoome zum Einsatz kommen, eine schwerere Ausnahmen bildet das EF-S 15-85 IS, ohne mit besserer Lichtstärke zu punkten. Die 7D mit dem EF-S 10-22 oder dem EF-S 17-85 IS wirkt schon leichter und vom Spiegelschlag her leiser als beide Vollformaten, die Aufnahmen sind wohl nicht zuletzt wegen der kürzeren Brennweiten auf den ersten Blick etwas wirkungsschärfer, was gewünschtes Freistellen gegenüber dem Hintergrund wiederum erschwert. Allerdings stellt sich schon ab dem mittleren Telebereich die berechtigte Frage, ob nicht EF Objektive oder Zoome an Bedeutung gewinnen sollten, um eine parallele oder spätere Verwendung am Vollformaten zu ermöglichen. Zur Investitionsplanung für Objektive bleibt zu sagen, dass diese durchaus längere Verwendungszyklen als Gehäuse haben, mein ältestes, ein EF 20-35 zählt mittlerweile über 20 Jahre…

Objektive für Panoramen sind ein Sonderfall, wobei die notwendigen Korrekturen keinesfalls zu vernachlässigen sind: DxO spielt hier in vorderster Front mit, wenn es um weitest mögliche Vorarbeiten geht. Sind diese nicht erbracht, müssen an den Nahtstellen auffällige Übergänge in Kauf genommen werden. Ideal sind feste Brennweiten ab 20 bis 50mm, vorzugsweise im Hochformat! Ohne DxO nachentwickelte 15mm Aufnahmen aus der 7D verderben nicht nur jedem Anfänger die Lust auf zusammenfügen, wozu ich für präzise vorbereitete Serien das CANON eigene Programm PhotoStitch gerne und mit Erfolg verwende.

Fazit oder der Versuch einer vergleichenden Zusammenstellung

Fotografieren ist für mich wie mobiles Transistor-Radiohören oder Musik-Genuss vom Stick, alles was dabei hindert, mag ich weniger: Trotz höherem Gewicht mag ich auf die Präzision einer 5D/5DII oder die Schnelligkeit einer 7D nicht verzichten, wenn es nur ums Schleppen geht, ist mir jede EOS D mit den drei Ziffern auch recht: Die Crop Sensor Kameras aus der Serie mit den 3-4 Zahlen unterscheiden sich wesentlich im Gehäuse und der Bedienung, gute Aufnahmen bei halbwegs Licht machen sie alle. Beim Bergwandern ist eine preiswerte Crop-Kamera mit Handschlaufe ein leichter Segen, etwas abgeblendet sind die Aufnahmen, gleiche Voreinstellungen vorausgesetzt, nicht wirklich voneinander zu unterscheiden. Grundsätzlich stört mich bei allen kleinen Sensoren das kleine Sucherbild. Andererseits ist aber auch die Kombination C-Sensor plus EF-S 10-22 (entspricht 16mm KBÄ) eine mögliche und preisgünstige Alternative, zumal eine zweite Kamera immer ein Vorteil ist. Gleiches gilt für ein EF 70-300 (DO/L) IS am kleineren Sensor, es stehen dann bis 480mm KBÄ zur Verfügung.

EOS 7D

Die 7D ist die erste Crop-Sensor Kamera, die das große Sucherbild bietet und damit einen für mich unschätzbaren Vorteil hat. Zudem ist sie die schnellste in der Bildfolge und hat die meisten Kreuzsensoren für nachgeführte Autofokus Funktionen, für Action oder Sport Fotografie geradezu unverzichtbar. Mit 18 MPI bietet sie derzeit eine für diese Sensorgröße hohe Auflösung, die für viele professionelle Aufnahmen ausreicht. Sensorreinigung und ISO-Automatik ist inklusiv. Über die Bildqualität lässt sich, genügend Licht vorausgesetzt, nur Gutes berichten. Wer Wert auf ausgedehnte Schärfenbereiche legt, wer eher scharfe Landschaftsaufnahmen den Porträts mit ausgedehnter Freistellung vorzieht und wer letztlich weniger in den Objektivpark investieren möchte, ist mit der 7D sehr gut beraten. Nicht zuletzt ist der Pop-Up Blitz ein Schmankerl für Nahaufnahmen und reicht ebenso zum Aufhellen oder für das kabellose Blitzen, das im Sucher eingeblendete Gitternetz erleichtert ausgerichtete Aufnahmen. Sie bietet fullHD Videosequenzen mit der Möglichkeit des Filmschnitts in der Kamera.

EOS 5D MkII

Die 5DII ist eine sehr gute Kamera mit wirklich vernünftigen Features wie Sensorreinigung und ISO-Automatik. Beim Blick durch den Sucher ab Werk vermisse ich mein präferiertes und wie bei der 5D nachrüstbares Gitternetz, das aber in der Live-Bildfunktion auf dem TFT einblendbar ist. In dieser Funktion ist weiterhin ein langsamer, aber dafür äußerst präziser AF nutzbar, alles auch per Fernbedienung über das angeschlossene Notebook zu händeln, vorzugsweise wenn die Kamera fixiert ist. Aus der Hand ist die Livefunktion dann vorteilhaft, wenn sich der TTL-Sucher verbietet, aber das kennen wir alle schon von den Kompakten. Diese Livebildfunktion bietet auch bei available light Fotografie den langsamen und präzisen Fokus. Im Studio oder bei spezieller Objektfotografie ist das Livebild eine Option, vor allem, wenn man einen größeren als den rückseitigen Kameramonitor verwendet. Ein reisefähig kleines Netbook ist eine ideale Sicherung der tagsüber gemachten Aufnahmen, und beim Abendessen oder danach lassen sich die neuen Aufnahmen einfach als Diaschau genießen. Das höhere Gewicht beim Vollformat-Body wird nicht nur gelobt, vor allem mit netten Objektiven (2:8 14mm) oder lichtstarken, L oder IS-Zoomen. Vom 17-40 L war ich wegen der Randunschärfen bei offener Blende schon zweimal weniger angetan, dafür ist es relativ preiswert, das nur noch gebraucht aber günstig erhältliche und weitgehend unbekannte 20-35 entspricht optisch hingegen den Festbrennweiten. Besonders hervorheben möchte ich noch die Möglichkeit, bei Nacht mit ISO 12.800 oder besser gleich 25.600 zu fotografieren, diese Aufnahmen sind zwar sichtbar verrauscht, zeigen dafür aber mehr Details als das Auge zunächst erkennt. Die ISO Automatik beschränkt sich sinnvoll auf 100-3.200 und arbeitet eher an der unteren Grenze, so dass gerade IS Zoome sinnvoll verwendet werden können. Die EOS 5DII ist bezüglich >normaler< fotografischer Aufnahmen derzeit so etwas wie eine Referenz mit sehr positiven Ergebnissen beim Einsatz entsprechender Optiken, guter ISO Automatik hinsichtlich vorhandenem Lichtverhältnissen, vielen Objektivanpassungen für Randabschattungen oder Fokus, einer funktionierenden Ultraschallreinigung des Sensors bei Verschmutzung und vielen anderen angenehmen Handlichkeiten.

Ein Ausflug in die FullHD Videografie, direkt über HDMI Kabel wiedergegeben mit einem 24´´ TFT fullHD mit 1920×1200 (nötig wären in der Höhe nur 1080) Bildpunkte hatte zunächst Kritik zur Folge: Nach ausgiebiger Kalibrierung des neuen Bildschirms ergab sich, dass die Wiedergabe von Standbildern über ein Notebook mit HDMI Ausgang schlichtweg hervorragend ist, eine bisher noch nicht gesehene Präzision, wobei die eher geringe Bildgröße von 24 Zoll für den kurzen Office-Arbeitsabstand von Vorteil ist. Die direkte HDMI-Verkabelung mit der EOS 5DII mit diesem Bildschirm hingegen erbrachte weniger gute Standbild Wiedergaben (zu harte Kontraste), Tests mit anderen Kabeln konnten noch nicht weiterverfolgt werden.

Die EOS 5DII bietet verschiedene Voreinstellungen für Videoclips. Einzig ist hier die Verwendung aller Canon EF Objektive (für die EOS 7D auch für EF-S Objektive), wobei wie bei allen Videokameras auch ein stabiler Stand (Stativ) von Vorteil ist. Gutes Licht – die gute Optik hier nochmals erwähnt – sorgen für bemerkenswerte Clips! Bei der 5DII sollte man auf den gegenüber Videokameras fehlenden kontinuierlich arbeitenden (aber hier eben auch oft pumpenden) Autofokus verzichten, hat dafür im Weitwinkelbereich die optische Welt offen, wenn der Schärfenbereich vorgewählt ist! Der Live-Modus AF in der 5DII arbeitet zwar langsam, dafür präzise und auf Wunsch auch mit Gesichtserkennung. Wer mit statischer Kameraführung arbeiten mag, findet hier ein interessantes Betätigungsfeld zusätzlich zur Standbildfotografie. Aus der Hand ist Videografieren auch mit gewissen Einschränkungen möglich. Für den ambitionierten dSLR Fotografen war schon die EOS 5D eine gute Wahl, die 5DII geht einen ganzen Schritt in Richtung Aufnahmekomfort weiter und bietet zudem noch eine Videofunktion, die Einschränkungen im dynamischen Fokusbereich und enorme Vorteile bei den Weitwinkelbrennweiten bietet, allerdings ohne die bequeme Schnittfunktion in der Kamera.

EOS 5D

Für den Standbild Fotografen bleibt die EOS 5D immer noch eine gute Alternative, zumal in Kombination mit dem EF 24-105 L IS. Es bedarf einer gewissen Neigung zu manuellen und geänderten (Vor-)Einstellungen, zumal auch nur ein Custom Programm verfügbar ist. Die 5D ist nicht ganz so wählerisch in der Auswahl der montierten Objektive wie die 5DII, es wäre aber ganz falsch, eine billige Linse zu montieren. Die Objekte sollten eher ruhiger Bewegung frönen, die schnellste Kamera ist sie eben nicht. Ganz wichtig ist die Verwendung von Gegenlichtblenden vor allem bei weiten Winkeln, um präzise belichtete Aufnahmen zu erhalten, zumal die [A]utomatisch Belichtung eher zu helle Bilder liefert, eine halbe Blende Unterbelichtung erzielt sattere Farben. Bis ISO 3.200 liefert sie einwandfreie Aufnahmen. Wer aber den Sensor nicht reinigen kann oder will, sollte eine andere Wahl treffen.

(c) www.slowfoto.de

Kaufberatung – Wie sage ich es meinem Freund?

Einfach bessere Fotos

 

 

Bieten die kleinen Digitalen zu wenig an Gestaltungsmöglichkeiten? Ist der Autofokus zu langsam? Ist der weite Winkel nicht weit genug? Dann sollte man mal eine Spiegelreflexkamera näher betrachten:

Die Einstiegsmodelle sind mittlerweile recht günstig, die Bildqualitäten top und die Möglichkeiten übertreffen die der Kompaktmodelle um Längen, zudem beinhalten sie Automatikprogramme für Einsteiger und Umsteiger. Einmal richtig programmiert und kennengelernt, lässt sich die Spiegelreflexkamera viel schneller bedienen als ein Kompaktmodell und gibt dem Fotografen zudem neue gestalterische Freiheiten. Die Anschaffungskosten für kompakte Topmodelle liegen sogar über dem Einstieg in die Welt der digitalen Spiegelreflexfotografie, in der die Möglichkeiten der Nachinvestition hingegen unendlich bleibt. Man muss also wissen, was man nicht benötigt.

Wer in (Vor-) Einstellungen schwelgen möchte: Belichtungszeit, Blende, Blitzeinstellungen und vieles andere mehr lassen sich frei wählen: [M] für manuell stellt das Meisterprogramm dar. Wechsel-Objektive, Filter, Konverter und Zubehör wie entfesselter Blitz verbessern die Funktionalität weiter, als Beispiel die echten Weitwinkel bis hin zum Fischauge oder Teleobjektive mit langen Brennweiten: Man wechselt die Bodys nach Bedarf, nicht die Objektive und kann somit die Kameraausrüstung exakt für jede Situation anpassen. Der Nachteil ist die Anschaffung, das Gewicht und die Größe der mitgeführten Ausrüstung.

Wer also bessere Bilder und die alte Kamera ersetzen will, achtet beim Kauf einer digitalen Spiegelreflex-System-Kamera auf diese Tipps: 

DSLR – Systemkamera

Spiegelreflexkameras (aus dem Englischen für single lens reflex) werden in der digitalen Version  DSLR oder D-SLR abgekürzt, die Bezeichnung Systemkamera ist entstanden, weil eine Spiegelreflexkamera mit dem Zubehör wie Wechsel-Objektiven oder externen Blitzgeräten und vielem anderen mehr ein System bildet. Und dieses System ist an einen (1!) Hersteller gebunden…

Auflösung oder Bildgröße

Eine hohe Auflösung ist zunächst kein Garant für hohe Bildqualität: Ein schlechtes Objektiv macht an einer guten Kamera keine sehr gute Bilder, ein sehr gutes hingegen auch an Kameras mit niedrigen Auflösungen beste Aufnahmen.

Die Auflösung entscheidet die maximale Bildgröße im Ausdruck oder in der Darstellung in höchster Qualität. Für die Postkartengröße 10x15cm reichen 2 Megapixel, für DIN-A4 4-5 Megapixel. Solche Ausdrucke wirken, wenn gute Objektive und Kameras vorausgesetzt sind. Die größtmögliche Auflösung benötigt man, wenn nur Teilbereiche der Fotos z.B. bei Aktions- oder Sportfotografie verwendet werden (Freistellen). Das geht mit höherer Auflösung besser.

6 oder 21 Megapixel

Die Einstiegsmodelle verfügen über mindestens 6 Megapixel und sind für den gelegentlichen Nutzer ordentlich ausgestattet, die nächsten Modelle besitzen 8-12 Megapixel-Sensoren. Für höhere Ansprüche an die Bildgröße  eignen sich 18 Megapixel Auflösung und (Vollformat-) Sensoren professioneller Kameras mit 10-21 Megapixel.
Die Auflösung der DSLRs kann man nicht mit der von Kompakten vergleichen: Schon die alte Spiegelreflexkamera mit 6 Megapixel Auflösung liefert in vielen Situationen ein besseres Bild als ein Kompaktmodel mit 12Megapixeln auf Grund der unterschiedlich großen Sensoren und Pixel.

Sensorgröße

In der Kompakten ist ein kleiner bis sehr kleiner Sensor mit (sehr) vielen Pixel verbaut, das führt zu Rauschanfälligkeit und geringer Lichtausbeute, die größeren DSLR-Sensoren sind rauschärmer und lichtempfindlicher. Selbst die in leichten und kompakten DSLR eingesetzten Sensoren sind deutlich größer als die von Kompaktmodellen.

Bei Spiegelreflexmodellen trifft man auf drei verschiedene Sensorgrößen: Je größer der Sensor, desto teurer ist er und damit die Kamera auch. Der Vollformatsensor ist genauso groß ist wie ein Dia beim so genannten Kleinbildformat analoger Kameras, identisch sind auch die Bildwinkel der gewohnten Brennweitenangaben auf den Objektiven. Bei kleineren Sensoren muss man den Bildwinkel reduzieren oder die Brennweite mit einem Verlängerungsfaktor entsprechend hochrechnen. Bei Canon gilt für die Umrechnung häufig der Faktor 1,6 und bei Nikon beträgt dieser zumeist 1,5 bis 2.0 bei Olympus.

Verlängerungsfaktor (Crop-Faktor)

Ein Rechenbeispiel: Das sogenannte Standard Kit-Objektiv mit 18-55 mm Brennweite führt bei Canon zu realen Bildwinkeln entsprechend Brennweitenwerten von 29-88 mm, da man die Objektivangaben mit 1.6 multipliziert, für Nikon gilt 1.5, dass ergibt Bildwinkel entsprechend 27-82 mm Brennweite, dies wird auch Kleinbild-Äquivalent (KBÄ) genannt.

Seitenverhältnis

Digitale Kompakte bieten wie das Fernsehen (PAL) ein 4:3-Format. Analoge und digitale Systemkameras bilden dagegen mit einem 3:2-Verhältnis wie Kleinbild oder Dia ab, mit Ausnahme der DSLR von Kodak und Olympus, deren Four-Thirds-Standard ebenfalls 4:3 beträgt. Durch nachträgliches Beschneiden lässt sich fast jedes Format bauen, durch Stitchen (Zusammenrechnen) entstehen echte Panoramen.

Prozessor und Speicherkarten

Hohe Auflösungen verursachen große Bilddateien auf der Speicherkarte, besonders wenn sie im RAW-Format oder wenig komprimiert ablegt werden. Man sollte beim Kauf eher große Speicherkarten mit einplanen. Nicht nur der Speicher muss bei diesen Datenmengen groß sein, sondern der Prozessor auch schnell, ansonsten kann es zu Verzögerungen kommen, weil man mit der Bildfolge oder dem Video-Clip warten muss. Hohe Anforderungen an die Schreibgeschwindigkeit hat die Videofunktion oder der Serienbildmodus, weil dabei kontinuierliche Datenmengen gesichert werden müssen. Das sind Höchstleistungen für den oder die kameraeigenen Prozessor-en und Speicherchip. Wenn der Speicher mitspielt, schaffen viele Kameras etwa drei bis acht Fotos pro Sekunde, jedoch nicht grenzenlos. Spätestens am Ende der Speicherkarte ist Schluss.

Bei digitalen Kameras beherrschen zwei Speicherformate das Feld: CF (CompactFlash), einschließlich der veralteten Microdrive-Mini-Laufwerke und SD (Secure Digital) und deren aktuelle Variante SDHC (High Capacity). Wichtig ist, dass die verwendete Karte den Speicheranforderungen und Übertragungsgeschwindigkeiten der jeweiligen DSLR gerecht wird, denn es gibt unterschiedlich schnelle Karten und Kameras.
Die weiter entwickelte SDHC ist trotz äußerlich gleichem Format nicht mit SD zu vergleichen, die Kamera muss deshalb SDHC kompatibel sein. Als Vorteil speichern diese Karten bisher 16GB, bis 32 GB sind geplant in den Klassen 2, 4 und 6, der jeweilig maximalen dauerhaften Übertragungsmenge in Megabyte also dauerhaft bis sechs Megabyte Daten pro Sekunde! SDHC sind kostengünstiger als CFC und mit einem Adapter aber auch im CFC Slot verwendbar.

Lichtempfindlichkeit ISO

Der Lichtempfindlichkeit der Kamera-Sensoren kommt eine besondere Bedeutung zu: Nach ISO (International Standard Organisation) gemessen, findet man Werte ab 50 bis 3200, viele Kameras erreichen ISO 50 nicht und wenige bieten ganz hohe Werte bis 25.600. Diese Angaben müssen immer mit der entsprechenden Bildqualität einhergehend verglichen werden, sonst ähneln sie den automobilen Norm-Verbrauchsdaten.

Je kleiner der Wert, desto niedriger die Lichtempfindlichkeit, der größere Wert steht für höhere Signalverstärkung mit  dem Nachteil verstärktem Rauschens. Den gleichen Empfindlichkeitseffekt erreicht man auch mit offeneren  Blenden oder längeren Belichtungszeiten, bis hin zur Stativnutzung.

Viel Licht durch Spiegelungen auf Wasseroberflächen oder Schneelandschaften erfordert niedrige ISO-Werte (50 oder 100) und kurze Belichtungszeiten. Im Konzert in Räumen oder zum Ende der blauen Stunde im Freien sind höhere ISO-Werte (400-3200) nötig. Allerdings neigen bei hohen ISO-Werten viele Kameras zum gefürchteten Bild- und Farbrauschen, was auch bei analogen Fotos zur groben Körnung geführt hat (nachträglich gepuschte Unterbelichtung).

Die großen Pixel der größeren Sensoren rauschen deutlich weniger und das auch später als die Kleinen in den kompakten Digitalen, die DSLR bietet eindeutig mehr Spielraum, vor allem als Vollformat. Zudem gibt es selbst zwischen vermeintlich gleichwertigen Kameras recht deutliche Unterschiede im Rauschverhalten, was auf durchaus positive Weiterentwicklungen in der Signalverarbeitung durch die Kameraprozessoren beruht.

Optischer Sucher und Monitor
 
Mittlerweile kann man bei den aktuellen DSLR die bewegte Live-Vorschau, wie von den Kompakten gewohnt, per fest eingebautem oder klappbarem Bildschirm auf der Kamerarückseite oder per Kabelverbindung auf einem Notebook verfolgen, was vor allem in der Lupenbetrachtung präzise Einstellungen ermöglicht. So lassen sich Bildkompositionen und Einstellungen auch fernab vom Auge bestimmen. Bei der mobilen Verwendung reicht der 3 Zoll Monitor in den meisten Fällen für eine erste Kontrolle aus.
Ein Vorteil ist zudem ist der SLR typische Blick durch das Objektiv, wie aus analogen Zeiten, jetzt vor allem beim Vollformatsensor mit dem großen Sucherbild für die manuelle Fokus-Bestimmung: Ein großes Sucherbild ist in den kompakten DSLR Bauart bedingt kein Standard. 
 
Automatiken und Bedienung

Kompaktkameras glänzen eher mit zu vielen Automatiken, jedoch weniger mit manuellen Einstellungen. Wer ohne Automatiken überfordert ist, verliert früh den Spaß am Fotografieren. Für Ein- und Umsteiger bieten DSLR auch verschiedene Motiv-Automatikmodi. Von analogen Spiegelreflexkameras ist der [A] als Blenden-Zeit Modus bekannt, weiter differenziert als [Av] Blenden- oder [Tv] Zeitvorwahl. Der Versierte hat im vollmanuellen [M] Programm und im Menü Bildarten alle Möglichkeiten, die Aufnahmen entsprechend zu beeinflussen.

Bei Motivprogrammen sind die festgelegten Parameter dann von Nachteil für die Aufnahmen, wenn man sie weder kennt noch beachtet.

Einschaltzeit und Auslöseverzögerung

Einschalten und Auslösen ist der Idealfall, vor allem in Verbindung mit schneller Serienbildfunktion und präziser AF-Nachführung, einschlägige Testberichte zeigen Trefferquoten um 50% und mehr für scharfe Aufnahmen. Abhilfe schafft eine Trennung von Autofokus und Auslösung durch Vorfokusieren, sei es mit Hilfe der mittlerweile verbreiteten AF-Taste, der individuell belegten Sternchentaste oder der Speicherfunktion bei halb gedrücktem Auslöser, von der Verwendung lichtstarker Objektiven mal ganz abgesehen.

Bildbearbeitung intern oder nachträglich

Ein Teil der eventuell nötigen Bildbearbeitung kann oft auch in der Kamera vorgenommen werden: Rote-Augen-Korrektur, Beschneiden, D-Lightning, Filtereffekte, wie Schwarzweiß-Fotografie und mehr. Ich ziehe dafür die Nachbearbeitung am großen und kalibrierten Bildschirm vor. Im Zweifelsfall ist eine RAW-Aufnahme wertiger, bei der sich viele Korrekturen ohne Verluste bewerkstelligen lassen. Ein Sonderfall ist die nachträgliche Entwicklung von JPG oder RAW Bilddateien mit Hilfe von spezieller Software (DxO), die objektiv typische optische und Belichtungsfehler herausrechnet, eine kostengünstige, aber eher wenig bekannte und weitgehend automatisch ablaufende Maßnahme, auf die auch Berufsfotografen nicht verzichten.

Gehäuse

DSLR Gehäuse sind auch ohne Objektiv deutlich größer und schwerer als die der Kompakten oder analogen SLR, dafür liegen sie in der Regel sehr gut in der Hand, das robuste Magnesium Gehäuse sorgt mit Abdichtungen und wertigen Ausführungen für lange Nutzungsphasen.

Günstige Einstiegsmodelle haben aus Kostengründen mehr Kunststoff verbaut, sie sind auch kleiner und kompakter, ideal bei sportlichen Betätigungen. Für Anwender mit großen Händen empfiehlt sich ein Batteriegriff, damit die Kamera besser in der Hand liegt. Mit zu vielen Knöpfen übersäht kann die Bedienung bei jeder Kamera geringer Größe fummeliger werden. Das Handling variiert leider auch innerhalb eines Herstellers von Modell zu Modellpflege und wird immer weiter optimiert, was auch immer die Entwicklungsabteilungen darunter verstehen mögen. 

Schwere (Zoom-) Objektive

Erheblichen Einfluss auf das Gesamtgewicht haben die wechselbaren (Zoom-) Objektive, vor allem die lichtstarken und bildstabilisierten. Das Objektiv kann bei aufwendiger Konstruktion und großem Brennweitenbereich deutlich mehr wiegen kann als das Kameragehäuse, oft erkennbar an der Stativschelle..

Staub nicht nur auf dem Sensor

Ein typisches SLR Problem ist das Wechselbajonett als Öffnung für alles, was nicht in die Kamera eindringen soll, wenn man vom inneren Abrieb absieht. Wurde früher der Film regelmäßig erneuert, verschmutzt heute auch der Sensor mit Staub, vor allem bei unsachgemäßem Objektivwechsel (Bajonett offen nach oben) oder unsauberen Gehäuse- und Objektivdeckeln. Ultraschallmechanismen reinigen zyklisch den Sensor und wirken nahezu einwandfrei, wer sich an die Sensorreinigung mit Licht und Lupe und speziellen Mitteln nicht traut, ist damit gut versorgt. Selber reinigen ist gründlicher: Man kann auch beim Händler oder Service den Sensor gegen Gebühr reinigen lassen.

Bildstabilisator

Wer mit bildstabilisierten (Tele-) Objektiven gute Erfahrungen gemacht hat, wird darauf nicht mehr verzichten.  Allerdings kosten diese fast soviel wie die lichtstarken Alternativen, und diese mit Stabilisator nochmals mehr. Dafür gleichen sie durch Gegenbewegungen leichte Bewegungen aus und machen auch mit weniger Licht noch scharfe Fotos, wenn das Objekt eher ruhig bleibt. Im Weitwinkelbereich sind lichtstarke oder feste Brennweiten auch gut ohne Stabilisierung einzusetzen.

Stromversorgung

DSLR haben ohne Ausnahme einen deutlich höheren Strombedarf als analoge Modelle, Autofokus und Stabilisator, Display und Elektronik fordern Tribut. Akkus sollten 500 oder mehr Aufnahmen durchhalten.  Abendliches Nachladen ersetzt den Zweitakku, Batteriegriffe können auch mit AA-Zellen bestückt werden. Meine Erfahrungen mit Sanyos Eneloop Akkus z.B. für Blitzgeräte sind sehr gut. 

Objektive – Investitionen ohne Ende

Der Vorteil von SLR liegt im Blick durch das Wechselobjektiv, der Nachteil in der Nachinvestition. Wer die erste DSLR kauft, sollte die Set-Angebote der Hersteller nutzen und ein Gehäuse im Paket mit einem oder zwei Objektiven kaufen. Für den Anfang bieten Komplettpakete eine gute Wahl, üblich sind dabei Standard Zoom-Objektive mit einem Brennweitenbereich von 15 oder 18 bis 55, 85 oder 135 respektive 55-250 mm Brennweite, die für viele fotografische Situationen gut ausreichen.

Das richtige Objektiv zu finden ist zu Beginn nicht einfach, denn hochwertige Sensoren stellen höhere Anforderungen als analoge Kleinbildfilme. Sehr schnell übersteigen diese Investition den Preis für das Kameragehäuse. Objektive sind Anschaffungen für eine längere Anwendung, Kameragehäuse wie Computer für eine kürzere Phase.

Die größte Auswahl an Objektiven bieten die Marktführer Canon und Nikon. In der Regel sind die Objektive von Fremdanbietern günstiger, aber nicht immer besser. Festbrennweiten werden besonders von ambitionierten Anwendern eingesetzt, da man mit ihnen eine bessere und verzeichnungsärmere Bildqualität erzielt. Alte Objektive können manuell oft mit entsprechenden Adaptern weiter verwendet werden, man muss darauf achten, dass diese ohne Korrekturlinsen für die unendliche Entfernungseinstellung auskommen.  

Blitz (extern)

Systemblitze garantieren alle vorgesehenen Funktionen. Ideal sind Kabel, um den Blitz etwas freier führen zu können. Infrarot-Steuerungen ermöglichen noch mehr entfesseltes und von der Kamera gesteuertes Blitzen, sofern der Blitz einen schwenkbaren Reflektor hat, denn der Empfänger muss mit der Kamera in Sichtverbindung stehen. Während der eingebaute Pop-Up-Blitz mit Leitzahlen (LZ) um 14 auskommt und für Aufhellen oder Nahaufnahmen gut geeignet ist, sollte der externe große Blitz satte Leistung bieten (LZ 40 und mehr).

Bildformate

JPEG: Großes Bild mit geringster Kompression ist die Wahl. Man kann JPG sogar sehr gut extern nachentwickeln (DxO).
 
RAW: Steht der nachträgliche Farbabgleich und mehr im Vordergrund, ist die Rohdatendatei im Vorteil, als Nachteil ist diese größer. Dafür stehen alle Möglichkeiten der Bildveränderung in Ruhe offen. Leider haben alle Hersteller ein eigenes RAW Format oder sogar mehrere.

Aktuelle, aber nicht alle Browser- und Grafikprogramme unterstützen diese vielen Rohdatenformate (Irfanview, Picasa, Photoshop CS). Wichtig ist deshalb auch die den Kameras beiliegende Software: Sie sollte das Format nicht nur weitgehend verarbeiten können, sondern auch leicht und intuitiv zu bedienen sein.

…wird mit einem Langzeit-Erfahrungsbericht über die Canon EOS 5D 5D MkII und 7D fortgesetzt

©www.slowfoto.de

Geotagging leicht gemacht

GPS Logger i-gotU 600

…verdammt wo war das?

Bilddaten:

– Kamera: NIKON D700
– Objektiv: NIKON AF-s24-120
– Blende: F8
– Belichtungszeit: 1/1250sec
– Empfindlichkeit: ISO 000
– Brennweite: f24mm

Aufnahmezeit: 17Uhr34
Aufnahmeort:
Breite 41.22.2787996127735
Länge124.4.215184000000008
Höhe über Normalnull 3m27

(c) by M_73@gmx.net

Lieber Mark,

vielen Dank für das tolle Foto, das mich ein wenig an die Schlussszene von Till SCHWEIGERs Knockin´on heavens door erinnert. Viel wichtiger sind aber die genauen Geodaten, an denen wir jetzt nach den Fussstapfen suchen können…

Spaß beiseite, die unendliche Suche nach einem transportablem Geotagger war, deri-gotU GT-600 GPS-Empfänger Datenlogger (... (I gotU babe) Datenlogger  wurde eingesetzt und hier  unsere gemeinsamen Vorteile und Kritiken:

32g leichtes wasserfestes Mobilteil mit stand by Logik, wenn die Bewegung entfällt, dadurch lange Laufzeit mit einer Akkuladung
+ Einschalten (blaue LED blinkt) und Ausschalten (rote LED blinkt) über einen einzigen Knopf
Warnung: Specher voll und/oder Akku schwach (rote LED blinkt), bei Speicher voll werden die ältesten Daten überschrieben
Laden über USB oder handelsübliche Lader mit USB
GeoTagging auf Wunsch: Taste einmal drücken (blaue LED blinkt), ansonsten automatische Intervalle je nach Einstellung über PC
+ @tripPC und Photo Locator importieren Geodaten in Fotos (Exif-Datei), dazu sollte zuvor die Kamerazeit exakt eingestellt sein
Where I am zeigt den aktuellen Aufenthaltsort online über Maps (Bing, Google, Yahoo) auf dem PC an
Sports Analyzer lässt Aktivitäten nach Anpassung verfolgen, ideal mit 1sec Loggingintervall für Sport&Co                                        

– Akkuladestandsanzeige fehlt
– Mac Software nicht beim Hersteller verfügbar
– Opensource Drittsoftware unterstützt nicht den vollen Funktionsumfang des Gerätes

Das Vorgehen Fototagging zeichnet sich durch eine verblüffende Einfachheit aus:

– Den I-gotU eingeschaltet in der (Foto-) Tasche mitführen
– Die Kamera möglichst auf exakte Zeit einstellen (Telefondisplay oder PC Taskleiste)
– Fotografieren unterwegs nach Herzenslust
– Fotos hernach in den (Tages-) Ordner im PC übertragen
– I-gotU anschließen, @tripPC öffnen, Geodaten auslesen, in die Karte übertragen (lassen),
– Fotos (Ordner) in die Karte übernehmen (lassen)
– ggf Zeitverschiebungen anhand der ersten Aufnahme synchronisieren (lassen),
– Betrachten und beim Verlassen schnell noch die Fotos geotaggen und den I-gotU Speicher leeren (lassen).

Während einer kurzen Reise per PKW und zu Fuss lag der IgotU 600 zwei Tage lang in der Fototasche, aus dem Trip kann man entnehmen: Geschwindigkeiten zwischen den Taggs, Standzeiten, Fotopositionen (Breite + Länge + Höhe +) vorhandene Uhrzeit usw. Der Tagger scheint wenig anspruchsvoll bezüglich Empfang, man packt ihn ein und kümmert sich  praktisch nicht mehr um ihn.

Mit dem Auslesen der Geodaten beginnt die Nacharbeit am Rechner, @tripPC werkelt weitgehend von alleine und sortiert alle relevanten Wegpunkte plus Fotos in die Googgle-Karte. Wie am laufenden Band kann man den fertigen Trip >nachfahren< und dabei die Fotos betrachten. 

@tripPC schreibt eine neue GPS Spalte in die Exif Daten jeder Aufnahme, mit Breiten-, Längengrad und der Höhe über Normalnull, bei einem Zeitaufwand von nur wenigen Minuten.

Mit einfachem Handling bereitet die Software schon Freude, weil sie selbsterklärend ist. Für präzise Erinnerungen an Fahrten, Reisen, Sport oder Wanderungen ein Must!

Viel Freude mit den geogetagten Bilderchen! 

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