Eine kompakte und erschwingliche Blitzanlage (1)

Irgendwann stellt sich die Frage nach >sattem< Licht, wenn man nicht nur unter freiem Himmel arbeiten kann oder will und es um mehr als Nahaufnahmen geht, die mit dem Pop-Up Blitz der Crop-Sensor Kameras, dem Ringblitz oder anderem Dauerlicht vollständig ausgeleuchtet erstellt werden können. Nach vielen mobilen Shootings mit ETTL II gesteuerten CANON Systemblitzen war ich von der professionellen Arbeit im Studio eines Fotografen, mit einer mehr oder weniger mobilen, dafür enorm leistungsfähigen HENSEL-Blitzanlage angetan, weil >ISO 100 Blende 8 1/180sec<  schon eine Basis für gutes Licht bedeuten. Nun muss der geneigte Fotoamateur nicht zwingend eine Blitzanlage für 10k€ sein eigen nennen, weshalb das lange Telefonat mit Gerd HELMICH von der Firma CF zu einem ausführlichen Test der dort vertriebenen neuen FE 180D Blitzlampen führte:

http://www.cf-photovideo.de bietet als traditionsreiches Unternehmen aus Köln seit 40 Jahren engagierten Anwendern  innovative Fototechnikprodukte und  Fotostudioausrüstungen mit zum Teil exklusiven Angeboten. Neben einem Internetshop bietet CF auch Kundendienst nach dem Kauf in eigener Service-Werkstatt mit originalen Ersatzteilen. Die Garantie auf die getestete Kompaktblitzanlage beträgt 2 Jahre.  Ein Spezialgebiet dieses Hauses sind Fotostudioleuchten, Lampen, Dauerlicht- und Studioblitzanlagen. Wer sich zu moderaten Preisen ein eigenes kleines Fotostudio einrichten und entsprechende Fotos fürs Internet, Prints oder Webseiten selbst erstellen will, sollte sich das CF-Angebot intersiver anschauen.

Bei den neuen FE-Blitzköpfen handelt es sich um 900g leichte ABS-Kunststoff-Gehäuse mit Folientastatur und Steckerbuchsen auf der Rückseite. Die Front fasst eine 180Ws plug-in Blitzröhre und ein 75 Watt Halogen Einstelllicht. Obwohl ein Handbuch mitgeliefert wird, ist die Bedienung überwiegend intuitiv. Die Leistung lässt sich in 1/10 Schritten von 2,0 bis 6,0 regeln, das entspricht 5 Blendenstufen. Die maximale Leistung wird mit LZ 40 bei ISO 100 angegeben. Die Steuerung erfolgt über eine rückseitig eingebaute Fotozelle, wobei ein Kamerasystem bedingter Vorblitz ausgeregelt und damit ignoriert werden kann. Alternativ kann über ein beiliegendes Blitzsynchromkabel oder ein WTS (wireless trigger system) ausgelöst werden. Ich habe als dritte Lichtquelle noch einen sogenannten Slave Flash für den Hintergrund verwendet, diesen auch mit unterschiedlichen Farbfolien >mitlaufen< lassen und deshalb zunächst die optische Auslösung gewählt. Soll kameraseitiges Licht unbedingt vermieden werden, bietet das WTS bis 15m Distanz Vorteile, einfach den Transmitter auf den >Hot<Blitzschuh setzen ohne dessen Synchronkabel zu verwenden, den Receiver sowohl in die 220V Stromversorgung einschleifen als auch mit der Synchronisationsbuchse verbinden und loslegen, die 2. Blitzröhre arbeitet wie auch jeder Slave zuverlässig mit.

Geliefert wird das Blitzset in einer 25x25x80cm kompakten schwarzen Cordura-Tasche mit dem CF Emblem: Darin lässt sich das gesamte Equipment samt Zubehör – 2 oder 3 Köpfe, Stative und Softboxen, viele Kabel, das Handbuch, ein Snoot (Lichttubus) und ein >Mini 3 in 1< Tor mit Waben- und 4 Farbfiltern – samt zusätzlicher kleiner Kabeltrommel bequem im PKW auf der Rückbank oder im Kofferraum verstauen oder auch einfach nur tragen. Insgesamt macht das Set einen durchdachten und stabilen Eindruck einschließlich der leichten und sehr hoch ausziehbaren Stative mit breit ausladendem Dreibein. Dieses Set ist derzeit noch nicht auf der HP gelistet, dafür die bisherige 200Watt Version

http://www.cf-photovideo.de/Produkte/Beleuchtung/Studioblitze/FE-200/fe-200.html ,

deren 3er Set-Preis auf dem Niveau eines CANON 580 EX liegt. Auspacken und Aufstellen dauerte 20 min, Einstellen ebenfalls. Die zur Ausleuchtung kleiner, ca. 12qm großer Räume nötige Leistung liegt bei niedrigster Einstellung 2.0, diejenige für größere ca. 60qm Räume 40 Steps weiter bei 6.0, jeweils bei montierten Softboxen einschließlich innerem Diffusor! Ob man nun einen Blitz-Belichtungsmesser oder auch eine Funkfernbedienung wirklich benötigt, entscheidet jeder für sich. Nützlich ist das 75W Halogen Einstelllicht vor allem auch für den Autofokus, aus+an oder der Blitzleistung angepasst, zudem informiert ein abstellbares Tonsignal bei erneuter Blitzbereitschaft nach vorausgegangener, wenn der Kondensator wieder aufgeladen ist. Sicher ist diese Anlage kein super professionelles Tool für den harten alltäglichen Dauer-Einsatz, dafür ein günstiges und wertiges Einsteigerset, das mit 3 Blitzköpfen, 3 Stativen, 2 Softboxen und einem Reflektorschirm für € 439.- erhältlich ist.

Bildbeispiele (unbearbeitet):

Zwei FE 180D mit Yoghurtbechern EOS 5D Walimex 2.8 f14mm F8 ISO 100 1/60sec

Zwei FE 180D mit Softboxen EOS 5D Walimex 2.8 f14mm F8 ISO100 1/45sec

EOS und Objektiv wie vor f14mm F2.8 ISO400 1/6sec bei AL

Speedlite 580EXII mit 14mm Streuscheibe EOS 5DII EF 14-35 L II f16mm F4.5 ISO100 1/60sec

Diese vier Aufnahmen zeigen zuerst den mit Brennweite f14mm harten Leistungsvergleich für einen etwa 60qm großen Raum in der Ausleuchtung durch zwei FE 180D mit Yoghurtbechern und voller Leistung links und rechts zunächst im Raum, als zweites die Blitzröhren jeweils mit Softboxen auf der Höhe des Fotografen, die dritte Aufnahmen nur mit vorhandenem Licht (AL) und  überstrahlten Fensterflächen und Spiegelungen sowie abgesoffenen Schattenpartien und final die vierte als Vergleichsaufnahme mit dem Speedlight bei f16mm und ETTL II. Bemerkenswert ist schon die Leistung mit zwei Blitzköpfen, mit einem dritten EF 180D hätte sich die Ausleuchtung in diesem großen, reflektionsarmen Raum noch weiter optimieren lassen.

Die Verwendung von leeren opaken 500g Yoghurtbechern, mit Tesafilm direkt vor den Blitzköpfen fixiert, ist wiederum eine sehr preiswerte Art und Weise, das Blitzlicht kugelförmig zu diffundieren, wie schon bei nähesten Distanzen mit der Canon Powershot D10 gezeigt https://slowfoto.wordpress.com/2011/01/10/nahfotografie-ein-geeignetes-und-kleines-equipment/ ,

die professionellere Variante ist der Globelight Blitzball als Vorsatz (25 cm Durchmesser € 79,00).

…wird fortgesetzt

(c)www.slowfoto.de

Workshop: Alsfelder Fototage 06. und 07.08.2010 – Wieviel Licht ist wirklich nötig?

Liebe Fotofreunde,

das „Junge Gesicht Oberhessens“ aus den Alsfelder Kulturtagen hat Spuren hinterlassen, unser aktuelles Projekt „Alsfelder Fototage“ zur Information anbei:

Wieviel Licht ist wirklich nötig?

Im Rahmen der Alsfelder Fototage zeigen wir Lösungen:

Termin FR 6. und SA 7. August 2010 in Verbindung mit dem Alsfelder Stadtfest, womit interessante Gelegenheiten nicht nur für Available Light Fotos geboten werden:

Referenten jeweils in alphabetischer Reihenfolge:

Axel Pries – Redakteur OZ und Fotograf
www.mehr-als-klick.de sowie www.fotocommunity.de

Frank Solf – Fotograf mit eigenem Studio
www.fotocommunity.de

und nicht zuletzt auch beide auch unter www.spotlight-models.de

und zusätzlich

Mark Hannig
www.fotocommunity.de
mit dem Thema www.flash2softbox.com

Peter Paul Zehner
www.slowfoto.de
mit dem Thema Crop vs. Vollformatsensor – unendlich bis nah

Mit der Studioarbeit fangen wir auch am Freitagabend an:

FR 06.August 18:000-21:00
Studioblitzen Licht satt ISO 100 1/125sec Blende 8 samt Beamerkontrolle

SA 07.August 09:00-12:00
Außen-Aufnahmen Availabel Light mit Aufhellern und Aufhellblitz

SA 07.August 13:00-16:00
Praxis des mobilen Lichteinsatz anhand der Beamerkontrolle, Fragen

Hier nun einige Stichwortvorschläge zu den genannten Themen,
denn Fotografie ist nunmal Zeichnen mit Licht und diesmal geht es um:

– Lichtqualitäten und die Möglichkeiten zur Einflussnahme

– Blitzlicht, Aufheller und Aufhellblitz, available Light

– Bildaufbau mit Lichtführung als Gestaltungselement

– Ausleuchtungstechniken in der Objekt- und Portraitfotografie

Zur Hensel-Studio-Technik:

Der Fotograf bedient die Anlage mit dem Sender, es sind verschiedene Diffusoren für die Blitzröhren vorhanden (Softboxen, Striplights uam, Spotlights). Die Firma Hensel wird mit Gerätschaften und einem Repräsentanten vertreten sein.

Zur flash2softbox Technik:

Hierbei werden Lichtformer an vorhandene Systemblitze adaptiert, die mobile und vom Netzstrom unabhängige Verwendung bleibt ebenso wie die ETTL Steuerung möglich.

Zur Thematik Crop- gegenüber Vollformatsensor:

Wesentliche Unterschiede führen mit beiden Sensorgrößen zu technisch erstklassigen Aufnahmen, wenn gewisse Kriterien beachtet werden. Durch bewusste Auswahl einer bestimmten Sensorgröße kann der Fotograf gestalterisch Einfluss auf das Bildergebnis nehmen.

Die Kosten für das Seminar betragen einschließlich Abgaben und Catering € 240.- pro Teilnehmer.

Hotelzimmer bucht jeder selbst:

Hotel Klingelhöffer – Hotel Krone – Hotel zum Schwalbennest
Diese Hotels sind so zentral gelegen, so dass der PKW stehen bleiben kann.

Es stehen nur zehn Teilnahmeplätze zur Verfügung, da es sich um einen Workshop handelt. Bei weniger als acht Teilnehmern kann der Kurs abgesagt werden, ebenso bei Verhinderung eines Referenten. Anmeldung bitte schriftlich mit Angabe des Abbuchungskontos oder Vorabüberweisung nach Absprache, es gilt die Reihenfolge der Anmeldung.

Grundvoraussetzung ist der Umgang mit einer dSLR und Lust am differenzierten Fotografieren.
Kamera mit Speicherkarten, Ladegerät und Akku-s samt Blitz plus Noti usw bitte mitbringen, irgendeine Version von Photoshop oder PS Elements ist sinnvoll.

Herzliche Grüße!


Kontakt & Anmeldung

Peter Paul Zehner
BOX 1546
36304 ALSFELD

FON: 06631 5782
FAX: 06631 73713

MAIL: workshop@slowfoto.de

www. s l o w f o t o .de