Datenspezial Crop – Brennweiten, Blendenwerte und Bewertungen

Canon EF / EF-S / EF STM Brennweiten für APS-C, Auflösung, Blendenwerte, Sterne, Tipps

Crop Objektive
Crop Objektive

Stefan Gross hat auf seiner www.traumflieger.de Seite einen APS-C-Test mit vielen Canon- und einigen Fremdobjektiven veröffentlicht, hier eine eigene Übersicht als Hitliste von Festbrennweiten und Zoomen, ergänzt mit ein paar launischen Bemerkungen:

Festbrennweiten Sterne Linien offen / best Blendentipp Bemerkungen
EF 2.8 100 L IS Makro 5 2.658 / 2.673 2.8-5.6 m.E. eine Traumbrennweite
EF 3.5 180 L USM Makro 5 2.633 / 2.689 3.5-8 wie vor ohne IS
EF 4 300 L IS USM 5 2.551 / 2.638 4-11 m.E. noch eine Traumbrennweite
EF-S 2.8 60 USM Makro 5 2.579 / 2.779 2.8-5.6 must have für Crop
EF 2.8 40 STM 4,5 2.038 / 2.405 2.8-8 sorglos und günstig auch für VF
EF 1.4 50 USM 4,5 1.630 / 2.335 2.8-8 preiswertes 1.4 Normalo
EF 1.8 50 II 3,5 1.399 / 2.661 2.8-11 best buy
Sigma 2.8 50 Makro 3.5 1.885 / 2.267 4-11 AF schwach
andere Festbrennweiten
EF 2.5 50 Makro 4 2.153 / 2.520 4-11 bis F4 Randunschärfen bei VF
EF 1.8 85 USM 5 2.049 / 2.464 2.8-11 bis F2 Randunschärfen bei VF
EF 2.8 100 USM Makro 5 1.928 / 2.344 5.6-8 ab F4-11 über 2.000 Linien
Zoomobjektive Sterne Linien WW / TELE Blendentipp Bemerkungen
EF 4 70-200 L IS USM 5 2.369 / 2.483 4-8 must have für VF
EF-S 3.5-5.6 15-85 IS USM 4 2.256 / 2.288 5.6-8 sehr gut und schwer
EF-S 3.5-3.6 18-135 IS STM 4 2.233 / 1.994 3.5-8 sorglos und preiswert für Crop
EF-S 2.8 17-55 IS USM 4,5 1.884 / 1.845 3.5-8 gut und schwer
EF 4 24-70 L IS USM Makro 4,5 2.124 / 1.694 5.6-8 neu
EF 4 24-105 L IS USM 4 2.334 / 1.570 4WW/8Tele bei F4 Randunschärfen bei VF
EF 2.8 16-35 L 3 2.200 / 2.100 2.8-11 bei F4 f35mm Randunschärfen
EF-S 3.5-5.6 18-55 IS II 3.5 1.862 / 2.135 5.6 best buy
EF-S 4-5.6 17-85 IS USM 3.5 1.840 / 2.258 4WW/8Tele Verzeichnungen bei WW
EF 3.5-5.6 28-135 IS USM 3.5 im Schnitt 1.800 3.5-11 Randunschärfen bei VF, günstig
Tokina 2.8 16-28 AT-X Pro Fx 3.5 2.122 / 2.437 bei F4! 4-11
Tamron 4.5-5.6 11-18 DI II 3.5 1.900 / 1.790 5.6-8
EF 4.5-5.6 70-300 DO IS USM 3 1.961 / 1.888 5.6-11 VF abfall. Leistung Rand+Tele
EF-S 3.5-4.5 10-20 USM 3,5 1.531 / 1.393 9-11 mein Favorit an der EOS M 🙂

…wird fortgesetzt!

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Datenspezial Brennweiten, Blendenwerte und Gewichte

Canon EF / EF-S / EF M Brennweiten, Blendenwerte und Gewichte

Blenden und Brennweiten
Blenden und Brennweiten

Die von Canon recht spät auf dem Markt platzierte Systemkamera EOS M reizt auszutesten, welche besonderen Möglichkeiten sich in der Verwendung gegenüber gewohntem Gerät ergeben. Bauartlich wirklich neu ist außer dem M Bajonett das geringe Auflagenmaß, also der Abstand vom Bajonett zum Crop Sensor, der die Verwendung weiterer Adapter und damit die Objektivauswahl erhöht. Von den bisher von Canon verkauften 80 Millionen EF und EF-S Objektiven haben sich im Laufe der Jahre auch einige in meinen Pool verirrt, von heute sehr preiswerten und gebrauchten bis hin zu einigen L-Versionen. Wenn gleich auch der eigentliche Reiz der EOS M in der Reduktion auf  430g mit dem 2/22 oder 540g mit dem Kitzoom besteht, so lässt sich doch meine kleine Welt an originalen Canon Gläsern und ein paar alten Rokkoren von Minolta anschließen: Über einige EF/EF-S möchte ich berichten, vor allem in Hinblick auf die wichtige Anfangsblende in den einzelnen Brennweitenstufen der Zoome und das Handling i.V.m. dem winzigen EOS M Body im Vergleich zu den großen VF-Schwestern 5D/5D²!

Vorab noch meine beiden konkurrenzlosen Prioritäten, das Superweitwinkelzoom 10-22 und das Reisezoom 70-300 DO IS: Zum 10-22 gibt es keine wirkliche Alternative aus eigenen Hause, wenn man sehr weite Winkel mag, und das DO IS läuft mit erstklassigem Stabi trotz etwas weicherer Detailwiedergabe im Randbereich, weil am Crop Sensor nicht abgebildet, sogar zur Hochform auf. Hinzugekommen ist zudem ein sehr lichtstarkes Normalo, das SIGMA 1.4 30 EX DC HSM mit 48mm KBÄ, also entsprechend dem EF 1.4 50 für Vollformat.

EF-S 10-22

10 13 20  f in mm
3.5 4 4.5  F min

 EF-S 17-85 IS

17 24 35 50 85  f im mm
4 4 4.5 5.6 5.6  F min

EF-M 18-55 IS STM resp. EF-S 18-55 (IS)

18 24 35 50  f in mm
3.5 4 4.5 5.6  F min

EF-S 18-135 IS STM

18 24 35 50 85 100 135  f in mm
3.5 4 4 4.5 5.6 5.6 5.6  F min

EF 20-35

20 23 33  f in mm
3.5 4 4.5  F min

EF 35-80

35 50 70  f in mm
4 4.5 5.6  F min

EF 28-135 IS

28 35 40 50 70 80 135  f in mm
3.5 3.5 4 4.5 4.5 5.6 5.6  F min

EF 70-300 DO IS

 f in mm 70 100 135 150 200 300
 F min 4.5 4.5 4.5 4.5 5.6 5.6

 Empfehlung geringes Gewicht

EOS M 2/22 M 18-55 M 90EX Summe Adapter 35-80 Summe
300 130 240 80 750g 120 190 1.060g

 Empfehlung mittleres Gewicht

EOS M 2/22 M 18-55 M 270EZII Adapter 10-22 1.8/50 Summe
300 130 240 200 120 490 150 1.330g

Empfehlung zusätzliche Objektive

17-85IS 18-135M SIGMA 1.4/30 2.0/35 1.8/50 2.8/60 1.8/85  Tipp Fest-
510 530  480 230 150 380 460  brennweiten

 weitere EF L-Objektive und Gewichte

16-35L 20-35 24-105IS 28-135IS 70-200IS 70-300DO IS  Tipp 2.8 16-35
730 400 730 630 1.020 790  und DO IS!

Die EOS M ist eine kleine und 300g leichte Kamera mit der exzellenten Bildqualität des 18 Mio. Crop-Sensors aus den EOS 550/600/650D. Leider bietet DxO nur für die beiden neuen EOS M STM Objektive Korrekturmodule an, obwohl die Palette für die EOS 650D weitgehend >gefüllt< ist! In der Grundausstattung mit 2/22 und 18-55 IS Kitzoom samt Miniblitz nimmt man 750g mit. Aus eigener Erfahrung lässt sich sagen, dass diese Kombination für viele Situationen völlig ausreichend ist, zumal beide Objektive ab Offenblende gut zeichnen.

Das Speedlite 270EZII ermöglicht weit größere Reichweite und indirektes Licht (Bounzen), der Mount Adapter EF-EOS M die Verwendung aller EF oder EF-S Objektive.

Hinsichtlich ganz kurzer Brennweiten ist das EF-S 3.5-4.5 10-22 einzig im Canon Programm, wenn man vom lichtstarken EF 2.8 16-35L und dem Fischauge absieht. Bei den Zoomen fällt das EF4.5-5.6 70-300 DO IS mit geringem Gewicht, kompakter Bauart und durchgängiger Blende 4.5 von 70 bis fast 200mm auf! Trotz des hervorragenden Stabilisators gelingen Aufnahmen ab 200mm Brennweite aufgelegt besser als aus der freien Hand, gegenüber der dSLR fehlt der dritte Fixpunkt = Kamera am Auge resp. am Jochbein aufgelegt!

Alte Objektive wie die preiswerten EF 3.5-4.5 20-35, das 4-5.6 35-80 resp. das 1.8 50 eignen sich ebenso wie das günstige EF 3.5-5.6 28-135 IS Makro mit nur 50cm Minimaldistanz. Die EF/EF-S Festbrennweiten sind wie manuelle Fremdobjektive je nach Einsatzzweck eine weitere Spielwiese, ibs. als lichtstarke Ausführung. Mit 675g gut tragbar, verwende ich gerne als kleines und stabiles Stativ das CULLMANN Nanomax 200T ergänzt um die NOVOFLEX Panoramaplatte, die alleine schon einen veritablen Stand für die EOS M darstellt, auch mit dem montierten DO IS und damit fast 1.400g Gesamtgewicht.
…wird fortgesetzt!

(c) www.slowfoto.de 

slowfoto der Woche (KW 5 2012)

Die Last des Fotografen ist neben der Motivauswahl vor allem die Aus(q)wahl an Ausrüstung. Seit Canon die G1 anbietet, überlege ich, ob ich die 1kg Grenze an Äquipment überhaupt noch überschreiten soll 🙂

Anstelle der gewohnten Bilddaten (EOS 400D EF 35-80) einige Anmerkungen zu diesen Objektiven, aus meiner Sicht und vor allem mit der Bestätigung fotografierender Freunde: „Milchkübel“, so werden die großen schweren Hellen auch scherzhaft genannt, mit Gewichten deutlich über ein Kilogramm, bleiben eher zuhause, kleine-re Gläser unter 1.000g eher nicht, weil die Kamera-Optik Kombination dann auch unter 2kg wiegt und somit noch ganz gut tragbar ist. Ausnahmen bilden Stativfreunde, die ich unterwegs immer ob ihrer Zeitplanung bewundere, das slowfoto bekommt hier eine erweiterte Bedeutung!

Objektive mit Innenfokusierung wie das 70-200 (2. von rechts) haben Vorteile hinsichtlich der geschlossenen Front, frontfokusierende Festbrennweiten wie die beiden 1.300 und 500 (1. und 2. von links) ebenfalls. Das schwere 100-400 (in der Mitte, Schiebezoom, Drehfokusierung) hat wie das kurze 70-300 (rechts, Drehzoom und- fokusierung) eine Vorderglied-Verstellung, die das Glas im Telebereich deutlich ausfahren lässt, identisch zum neuen und schwereren 70-300 L IS.

Wichtig beim Objektivkauf sollte also nicht der >must have< Gedanke, sondern eher die Überlegung sein: Was brauche ich wirklich – nicht!

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„walimex pro“ – eine Alternative?

Zwei spezielle Vollformat-Objektive von  Foto-Walser (link s.u.) haben mich auf Grund der technischen Daten wie auch der Preise interessiert, ein lichtstarkes 14mm Superweitwinkel und ein handliches 500mm Spiegeltele, beide „made in Korea“ wie alle Objektive aus dieser walimex-Serie: 

 

  • 14mm 2.8 ED AS IF UMC EOS – Frontlinse ca. 80mm – fest eingebaute Streulichtblende mit Objektivdeckel – 596g mit EF Anschluss € 320.-
  • Bilddaten F2.8 f14mm 1/8sec ISO3.200 DxO

  • 500mm 6.3 – Filter 95mm – Frontdeckel – 735g mit T2 zu EF Adapter € 170.-
  • Bilddaten F6.3 f500mm 1/500sec ISO400 unbearbeitet

Nach meinen exzellenten Erfahrungen mit dem Canon EF 14mm 2.8 L war ich gespannt, ob ein Objektiv mit manuell einzustellender Arbeitsblende und Entfernung optisch im kritischen Superweitwinkelbereich einigermaßen mithalten kann.

  • Bilddaten 5DII F2.8 f14mm F19 1/45sec ISO100 DxO

Als Telebrennweite bevorzuge ich eher „unauffällige“ Zoome wie das EF 70-300 4.5-5.6 DO IS, das mit einer konzentrisch geschliffenen Diffraktions-Linse („Leuchtturmtechnik“) für eine sehr kurze und damit unauffällige Bauart zeichnet. Zudem habe ich ausgezeichnete Erfahrungen mit dem EF 100-400 L IS gesammelt. Die Spiegeltechnik ist im Telebereich als Alternative schon lange verbreitet und sorgt für ebenfalls kurze Bauweisen, Abblenden ist hier, wenn man dabei überhaupt von Blende sprechen kann, nur über (Grau-)Filter möglich.

Als Gehäuse kamen die Canon EOS 5D (500mm) und 5D Mark II mit 21 MPI (14mm) zum Einsatz. Beides sicher gut geeignete Kameras als Grundlage für jeden Vergleich. Insbesondere für die vorliegenden Objektiv-Kamera Kombinationen ist der weit nutzbare (und bei der MkII automatische) ISO-Bereich ein Vorteil.

Ausstattung und Handling

Das 14mm Superweitwinkel erinnert an altbekannte Objektivausführungen mit frontalem Ring für die manuelle Entfernungseinstellung und ist technisch als Innen-Fokusierung ausgelegt. Dahinter findet sich der Ring für die Blendenwahl von 2.8-22, mit Zwischenwerten bis 16. Das walimex Superweitwinkel liegt ausgesprochen gut in der Hand, die sich von selbst nach vorn an der fest eingebauten Streulichtblende orientiert. Das Objektiv wird für Canon Bodies mit EF- (und je nach Wahl mit anderem firmenspezifischem) Bajonett sowie Front- und Rückdeckel und einem eher dünnen Transport-Beutelchen geliefert. Eingerastet ist der Sitz an der Kamera satt und fest.

Beim 500mm Spiegeltele ist zunächst Basteln angesagt, denn es wird mit einem sogenannten T2 Adapter – und dieser leider ohne Rückdeckel – ausgeliefert! Der Adapter wird auf das rückseitige metrische Gewinde des Teleobjektives aufgeschraubt und sollte dann nach dem Lösen von drei kleinen Schrauben so weit gedreht werden, dass die Entfernungsmarkierung mittig oben liegt. Dieser T2 zu EF Adapter hat etwas Rotationsspiel an der 5DII, was bei der manuellen Entfernungseinstellung zu hörbarem Klacken führt. Der Hersteller spart bei dieser Bauweise zwar firmenspezifische Bajonette am Objektivkörper, sollte m.E. aber auf bündige Adapter mit geeignetem Design achten, die auch ohne Stufe optisch zum Objektiv abschließen und zudem „satt“ passen.

Optische Ergebnisse

Ist die Entfernung bereits grob voreingestellt, vermisst man beim Blick durch den Sucher der Kamera für die Feineinstellung den Schnittbildentfernungsmesser aus alten Zeiten. Anders als beim Superweitwinkel ist beim Spiegeltele punktgenaue Entfernungseinstellung ein unverzichtbares Thema, hier hilft der moderne Live-View mit Bildvergrößerung („Tele-Lupe“). Genau darin liegt auch der Bauart bedingte Hauptunterschied zu modernen Autofokusobjektiven: Schnelle Serienbilder mit präzise nachgeführtem Autofokus gibt es nicht, einzelne >slowfotos< sind angesagt!

Die Naheinstellgrenze des Superweitwinkels beträgt 28cm, die des Spiegelteles nur 2m, was formatfüllend kleinsten Objektgrößen von 8x12cm entspricht.

Zur Belichtung: Ich bevorzuge bei den Canon EF Objektiven gerne eine halbe Blende Unterbelichtung für sattere Farben. Die beiden walimex pro Objektive führen mit unkorrigierten Belichtungswerten für meinen Geschmack zum gewünschten Ergebnis. Die Farbwiedergabe ist mit meinen bewährten Voreinstellungen (s.a. https://slowfoto.wordpress.com/category/s-l-o-w-f-o-t-o-einstellungstipps/ ) untadelig.

Zur Leistung

  • 14mm: Die Bildqualität ist bei offener Blende und 1/30sec Belichtungszeit aus der Hand gut, auch bei geringem vorhandenem Licht mit Hilfe der ISO-Automatik. Nachträgliche Korrekturen mit Entwicklungs-Software wie z.B. DxO sind bei weiten Winkeln oft vonnöten. Mit fixen Einstellungen für Blende, Entfernung und Zeit lässt sich auf diese Weise recht schnell fotografieren. Eine ideale Verwendung dieses manuellen Objektivs findet sich beim Videografieren, sei es aus der Hand oder vom Stativ, vor allem wegen des weiten Winkels und der damit verbundenen Schärfentiefe, Festbrennweiten sind dabei gegenüber Zoomen für dSLR von Vorteil. In geschlossenen Räumen spielt diese kurze Brennweite ihre besonderen Vorteile aus: Hier zählt jeder Millimeter, allerdings sollte die Ausrichtung der Kamera wie bei jedem Super-Weitwinkel überlegt und sorgfältig erfolgen, um zu intensiv stürzende Linien zu vermeiden oder nahe Objektdetails un- oder beabsichtigt besonders zu betonen.    
  • 500mm: Länger als mit 1/500sec Belichtungszeit geht mit Vollformaten nichts aus der Hand, und das auch nur im weiter entfernten Bereich. Aufgelegt oder mit (notfalls auch Einbein-) Stativ sind auch bei 1/250sec Nahaufnahmen möglich. Gerade hier hilft die Tele-Lupe des Live-View um die Schärfenebene exakt zu legen. Es ist müßig, bei einem Spiegelobjektiv über Blendenwerte zu sprechen – mit modernen dSLR-Kamera kann fehlendes Licht bis zu einem gewissen Grade über höhere ISO-Empfindlichkeiten ausgeglichen werden. Alternativ lässt sich natürlich auch das [M] Programm mit allen manuellen Einstellungen nutzen.

Fazit

Wer seine Aufnahmen regelmäßig bei gutem Licht erstellt und/oder einen rauscharmen Sensor nutzt, hat mit dem walimex pro 14mm 2.8 ED AS IF UMC ein manuelles Vollformat Superweitwinkelobjektiv zu einem Preis, der gebrauchten Originalobjektiven oder Zoomen etablierter Hersteller nahekommt, wenn man von neuen, speziell nur für den Crop-Sensor gerechneten Objektiven absieht.

Das sehr kostengünstige walimex pro 500mm 6.3 Spiegel-Teleobjektiv ist auf Grund der aktuellen, schnittbildlosen Mattscheiben, vor allem Liebhabern dieser optischen Variante in der Verwendung auf einem Stativ und in Verbindung mit dem Live-View zu empfehlen.

Dazu mehr unter https://slowfoto.wordpress.com/2011/01/27/wie-wichtig-ist-der-autofokus/

(c) www.slowfoto.de

WALIMEX pro

http://www.foto-walser.biz/shop/Kategorie/0/Startseite.htm

CANON EOS 5D – EOS 5D MkII – EOS 7D und (m)ein vergleichender Erfahrungsbericht

Aufnahmen mit diesen drei Kameras und vielen EF/EF-S Objektiven finden sich in den slowfotos der Woche-n, mein Dank geht an die CANON Pressestelle und den Leihpool für die geduldige und umfangreiche Unterstützung.

Welche denn nun?

Als langjähriger und wirklich zufriedener Eigner einer EOS 5D versuche ich, nach intensiven Nutzungsphasen mit einigen tausend zum Teil in gleichen Gebieten erstellten Aufnahmen, meine gemachten Erfahrungen mit der nicht mehr ganz neuen EOS 5D Mark II und der relativ jungen EOS 7D zu vergleichen: Kompakte haben für mich bei differenzierter Fotografie keine grosse Bedeutung mehr, einmal sehe ich bei Sonne nichts auf dem Bildschirm, zum zweiten kann ich nicht gegenüber dem Hintergrund wirklich freistellen und zudem ist der AF bei Telebrennweiten nervend langsam. Das ist bei spezieller Nahfotografie nicht der Fall. Andererseits ermöglicht auch eine 300-1000D mit dem Kit-Objektiv bei f55mm und 28cm Distanz  Nahaufnahmen von 40x60mm Objekten, was für Blüten o.ä. gut ausreicht, sei es mit oder ohne den kameraeigenen Pop-Up Blitz.

Gehäuse und mehr

Alle drei Kameras verfügen über das Magnesium Gehäuse mittlerer Abmessung mit dem optionalen Batteriegriff (BG). Bei dieser Gehäusegröße ist der Einsatz des BG auch ein Gewichtsproblem, im Gegensatz zu den kleinen und leichten Kunststoffgehäusen der xxx/xD, die sich mit BG deutlich besser oder sicherer fassen und handhaben lassen.

Das gilt besonders für die Verwendung mit großen und schweren Zoom-Objektiven wie dem EF 100-400 L IS (optisch ein Genuss) oder dem EF 28-300 L IS (gleiches hohes Gewicht). Mein Favorit schon an der 5D ist das Kit-Objektiv EF 24-105 L IS, wer mehr Tele braucht, ist auch mit dem EF 28-135 IS vor allem wegen der kurzen Naheinstellung von 35 cm gut bedient, wobei mir das 24-105 bildmäßig etwas besser erscheint, was aber auch am besseren optischen Stabilisator liegen kann – ähnlich festgestellt am EF 70-300 IS gegenüber dem EF 70-300 DO IS!

Die 7D wird optional mit dem EF-S 18-135 IS oder dem EF-S 15-85 IS ausgeliefert, wobei das letztere im Weitwinkelbereich eher dem EF 24-105 entspricht, ich habe eine gewisse Vorliebe für kurze Brennweiten. Wer bereits über das EF-S 10-22 verfügt, hat mit dem EF-S 18-135 ein universelles >immer drauf< Angebot.

Ein Vorteil bei festeingestellten [Av] Blenden- oder [Tv] Zeitwerten ist die ISO Automatik 100-3200 für die 5DII und 100-1600 für die 7D, die bei gutem Licht den niedrigen ISO Wert 100 vorgibt. Aufnahmen der 5D bei manueller Wahl von ISO 3200 erscheinen mir gegenüber der 5DII noch etwas weniger verrauscht.

Generell ist zu sagen, dass Crop Sensoren gegenüber vollformatigen bei sehr wenig Licht unterlegen sind: Wer gerne und bei jedem vorhandenem Licht (AL) und ohne Blitz und Stativ unterwegs ist (wie ich), weiß die Vorteile der größeren Pixel im Sinne der Rauscharmut zu schätzen.

Sehr gut arbeitet die automatische Sensorreinigung der 5DII und 7D, ich hatte nur wenige sichtbare Verschmutzungen auf den Sensoren trotz häufiger Objektivwechsel. Für die 5D suche ich immer noch die ultimate Lösung, der Speckgrabber bedarf einer präzisen Ausleuchtung der Sensoroberfläche und ist nur für ruhige Hände geeignet.

Bemerkenswert an beiden neueren EOS ist die Vignettierungskorrektur für ca. 35 Canonobjektive, Abschalten zeigt den Unterschied besonders an Gläsern wie dem EF 2.8 14mm L, der für mich bisher ungewöhnlichsten Festbrennweite; wegen der größeren Variabilität habe ich mich dennoch für das EF 2.8 16-35 L entschieden. Ich nutze die kameraseitige Korrektur allerdings nicht, weil ich (fast) alle Aufnahmen (JPG wie RAW) direkt nach der externen Speicherung mit DxO Optics Pro 6.2 Elite nachentwickeln lasse, die Optimierung von Belichtung, die Eliminierung der Vignettierungen und die anamorphen räumlichen Korrekturen erzeugen eine für mich im direkten Vergleich zum Original i.d.R. sichtbar bessere Bildqualität, die ich so auf anderem Weg noch nicht gefunden habe.

Ein bauartbedingter Nachteil beider 5D/5DII ist der massebedingt stärkere Spiegelschlag vor allem bei langen Brennweiten, hier ist der kleinere Spiegel des Crop Sensors wie bei der 7D von leichtgewichtigem Vorteil. Eine gewisse Abhilfe schafft der Live-View Modus bei 5DII und 7D, der zusätzlich zum optischen Stabilisator der Objektive noch ungewöhnlich lange Belichtungszeiten aus der Hand zulässt. Ausgiebig habe ich diese live Funktionen an der 5DII und 7D intensiv genutzt, bei längeren Brennweiten und meinen beliebten Sonnenuntergängen kommen andere Unterschiede zum tragen, hier belichtet der Live-Modus deutlich knapper als der SLR-Modus.

Der feststehende TFT gibt wenig Freiheiten, die EOS auf dem Stativ plus einem verkabelten Notebook noch weniger Mobilität, allerdings dann live mit voller Bedienung der Kamera Objektiv Kombination über das Utility Programm schon bei der Aufnahme und nicht erst in der Betrachtung nach dem Klick, im Studio kann das einen enormen Vorteil darstellen.

Der Autofokus-Modus beider Vollformaten ist vergleichbar, die 7D bietet für die Aktionsfotografie mehr an wählbaren Einstellungen (AF-Gruppen), zudem ist die Bildfolge mit 7 Aufnahmen pro Sekunde deutlich schneller.

Meine vorgeschlagenen Menue & Custom Einstellungen zu diesen drei Kameras finden sich in den speziellen slowfoto-Guides.

Objektive

Zu den Kit-Objektiven habe ich bereits oben einiges erwähnt, wesentlich außer der optischen Leistung erscheinen mir Gewicht und Handling: Grundsätzliche Vorteile ergeben sich für die kleineren Sensoren, vor allem wenn EF-S Zoome zum Einsatz kommen, eine schwerere Ausnahmen bildet das EF-S 15-85 IS, ohne mit besserer Lichtstärke zu punkten. Die 7D mit dem EF-S 10-22 oder dem EF-S 17-85 IS wirkt schon leichter und vom Spiegelschlag her leiser als beide Vollformaten, die Aufnahmen sind wohl nicht zuletzt wegen der kürzeren Brennweiten auf den ersten Blick etwas wirkungsschärfer, was gewünschtes Freistellen gegenüber dem Hintergrund wiederum erschwert. Allerdings stellt sich schon ab dem mittleren Telebereich die berechtigte Frage, ob nicht EF Objektive oder Zoome an Bedeutung gewinnen sollten, um eine parallele oder spätere Verwendung am Vollformaten zu ermöglichen. Zur Investitionsplanung für Objektive bleibt zu sagen, dass diese durchaus längere Verwendungszyklen als Gehäuse haben, mein ältestes, ein EF 20-35 zählt mittlerweile über 20 Jahre…

Objektive für Panoramen sind ein Sonderfall, wobei die notwendigen Korrekturen keinesfalls zu vernachlässigen sind: DxO spielt hier in vorderster Front mit, wenn es um weitest mögliche Vorarbeiten geht. Sind diese nicht erbracht, müssen an den Nahtstellen auffällige Übergänge in Kauf genommen werden. Ideal sind feste Brennweiten ab 20 bis 50mm, vorzugsweise im Hochformat! Ohne DxO nachentwickelte 15mm Aufnahmen aus der 7D verderben nicht nur jedem Anfänger die Lust auf zusammenfügen, wozu ich für präzise vorbereitete Serien das CANON eigene Programm PhotoStitch gerne und mit Erfolg verwende.

Fazit oder der Versuch einer vergleichenden Zusammenstellung

Fotografieren ist für mich wie mobiles Transistor-Radiohören oder Musik-Genuss vom Stick, alles was dabei hindert, mag ich weniger: Trotz höherem Gewicht mag ich auf die Präzision einer 5D/5DII oder die Schnelligkeit einer 7D nicht verzichten, wenn es nur ums Schleppen geht, ist mir jede EOS D mit den drei Ziffern auch recht: Die Crop Sensor Kameras aus der Serie mit den 3-4 Zahlen unterscheiden sich wesentlich im Gehäuse und der Bedienung, gute Aufnahmen bei halbwegs Licht machen sie alle. Beim Bergwandern ist eine preiswerte Crop-Kamera mit Handschlaufe ein leichter Segen, etwas abgeblendet sind die Aufnahmen, gleiche Voreinstellungen vorausgesetzt, nicht wirklich voneinander zu unterscheiden. Grundsätzlich stört mich bei allen kleinen Sensoren das kleine Sucherbild. Andererseits ist aber auch die Kombination C-Sensor plus EF-S 10-22 (entspricht 16mm KBÄ) eine mögliche und preisgünstige Alternative, zumal eine zweite Kamera immer ein Vorteil ist. Gleiches gilt für ein EF 70-300 (DO/L) IS am kleineren Sensor, es stehen dann bis 480mm KBÄ zur Verfügung.

EOS 7D

Die 7D ist die erste Crop-Sensor Kamera, die das große Sucherbild bietet und damit einen für mich unschätzbaren Vorteil hat. Zudem ist sie die schnellste in der Bildfolge und hat die meisten Kreuzsensoren für nachgeführte Autofokus Funktionen, für Action oder Sport Fotografie geradezu unverzichtbar. Mit 18 MPI bietet sie derzeit eine für diese Sensorgröße hohe Auflösung, die für viele professionelle Aufnahmen ausreicht. Sensorreinigung und ISO-Automatik ist inklusiv. Über die Bildqualität lässt sich, genügend Licht vorausgesetzt, nur Gutes berichten. Wer Wert auf ausgedehnte Schärfenbereiche legt, wer eher scharfe Landschaftsaufnahmen den Porträts mit ausgedehnter Freistellung vorzieht und wer letztlich weniger in den Objektivpark investieren möchte, ist mit der 7D sehr gut beraten. Nicht zuletzt ist der Pop-Up Blitz ein Schmankerl für Nahaufnahmen und reicht ebenso zum Aufhellen oder für das kabellose Blitzen, das im Sucher eingeblendete Gitternetz erleichtert ausgerichtete Aufnahmen. Sie bietet fullHD Videosequenzen mit der Möglichkeit des Filmschnitts in der Kamera.

EOS 5D MkII

Die 5DII ist eine sehr gute Kamera mit wirklich vernünftigen Features wie Sensorreinigung und ISO-Automatik. Beim Blick durch den Sucher ab Werk vermisse ich mein präferiertes und wie bei der 5D nachrüstbares Gitternetz, das aber in der Live-Bildfunktion auf dem TFT einblendbar ist. In dieser Funktion ist weiterhin ein langsamer, aber dafür äußerst präziser AF nutzbar, alles auch per Fernbedienung über das angeschlossene Notebook zu händeln, vorzugsweise wenn die Kamera fixiert ist. Aus der Hand ist die Livefunktion dann vorteilhaft, wenn sich der TTL-Sucher verbietet, aber das kennen wir alle schon von den Kompakten. Diese Livebildfunktion bietet auch bei available light Fotografie den langsamen und präzisen Fokus. Im Studio oder bei spezieller Objektfotografie ist das Livebild eine Option, vor allem, wenn man einen größeren als den rückseitigen Kameramonitor verwendet. Ein reisefähig kleines Netbook ist eine ideale Sicherung der tagsüber gemachten Aufnahmen, und beim Abendessen oder danach lassen sich die neuen Aufnahmen einfach als Diaschau genießen. Das höhere Gewicht beim Vollformat-Body wird nicht nur gelobt, vor allem mit netten Objektiven (2:8 14mm) oder lichtstarken, L oder IS-Zoomen. Vom 17-40 L war ich wegen der Randunschärfen bei offener Blende schon zweimal weniger angetan, dafür ist es relativ preiswert, das nur noch gebraucht aber günstig erhältliche und weitgehend unbekannte 20-35 entspricht optisch hingegen den Festbrennweiten. Besonders hervorheben möchte ich noch die Möglichkeit, bei Nacht mit ISO 12.800 oder besser gleich 25.600 zu fotografieren, diese Aufnahmen sind zwar sichtbar verrauscht, zeigen dafür aber mehr Details als das Auge zunächst erkennt. Die ISO Automatik beschränkt sich sinnvoll auf 100-3.200 und arbeitet eher an der unteren Grenze, so dass gerade IS Zoome sinnvoll verwendet werden können. Die EOS 5DII ist bezüglich >normaler< fotografischer Aufnahmen derzeit so etwas wie eine Referenz mit sehr positiven Ergebnissen beim Einsatz entsprechender Optiken, guter ISO Automatik hinsichtlich vorhandenem Lichtverhältnissen, vielen Objektivanpassungen für Randabschattungen oder Fokus, einer funktionierenden Ultraschallreinigung des Sensors bei Verschmutzung und vielen anderen angenehmen Handlichkeiten.

Ein Ausflug in die FullHD Videografie, direkt über HDMI Kabel wiedergegeben mit einem 24´´ TFT fullHD mit 1920×1200 (nötig wären in der Höhe nur 1080) Bildpunkte hatte zunächst Kritik zur Folge: Nach ausgiebiger Kalibrierung des neuen Bildschirms ergab sich, dass die Wiedergabe von Standbildern über ein Notebook mit HDMI Ausgang schlichtweg hervorragend ist, eine bisher noch nicht gesehene Präzision, wobei die eher geringe Bildgröße von 24 Zoll für den kurzen Office-Arbeitsabstand von Vorteil ist. Die direkte HDMI-Verkabelung mit der EOS 5DII mit diesem Bildschirm hingegen erbrachte weniger gute Standbild Wiedergaben (zu harte Kontraste), Tests mit anderen Kabeln konnten noch nicht weiterverfolgt werden.

Die EOS 5DII bietet verschiedene Voreinstellungen für Videoclips. Einzig ist hier die Verwendung aller Canon EF Objektive (für die EOS 7D auch für EF-S Objektive), wobei wie bei allen Videokameras auch ein stabiler Stand (Stativ) von Vorteil ist. Gutes Licht – die gute Optik hier nochmals erwähnt – sorgen für bemerkenswerte Clips! Bei der 5DII sollte man auf den gegenüber Videokameras fehlenden kontinuierlich arbeitenden (aber hier eben auch oft pumpenden) Autofokus verzichten, hat dafür im Weitwinkelbereich die optische Welt offen, wenn der Schärfenbereich vorgewählt ist! Der Live-Modus AF in der 5DII arbeitet zwar langsam, dafür präzise und auf Wunsch auch mit Gesichtserkennung. Wer mit statischer Kameraführung arbeiten mag, findet hier ein interessantes Betätigungsfeld zusätzlich zur Standbildfotografie. Aus der Hand ist Videografieren auch mit gewissen Einschränkungen möglich. Für den ambitionierten dSLR Fotografen war schon die EOS 5D eine gute Wahl, die 5DII geht einen ganzen Schritt in Richtung Aufnahmekomfort weiter und bietet zudem noch eine Videofunktion, die Einschränkungen im dynamischen Fokusbereich und enorme Vorteile bei den Weitwinkelbrennweiten bietet, allerdings ohne die bequeme Schnittfunktion in der Kamera.

EOS 5D

Für den Standbild Fotografen bleibt die EOS 5D immer noch eine gute Alternative, zumal in Kombination mit dem EF 24-105 L IS. Es bedarf einer gewissen Neigung zu manuellen und geänderten (Vor-)Einstellungen, zumal auch nur ein Custom Programm verfügbar ist. Die 5D ist nicht ganz so wählerisch in der Auswahl der montierten Objektive wie die 5DII, es wäre aber ganz falsch, eine billige Linse zu montieren. Die Objekte sollten eher ruhiger Bewegung frönen, die schnellste Kamera ist sie eben nicht. Ganz wichtig ist die Verwendung von Gegenlichtblenden vor allem bei weiten Winkeln, um präzise belichtete Aufnahmen zu erhalten, zumal die [A]utomatisch Belichtung eher zu helle Bilder liefert, eine halbe Blende Unterbelichtung erzielt sattere Farben. Bis ISO 3.200 liefert sie einwandfreie Aufnahmen. Wer aber den Sensor nicht reinigen kann oder will, sollte eine andere Wahl treffen.

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Kaufberatung – Wie sage ich es meinem Freund?

Einfach bessere Fotos

 

 

Bieten die kleinen Digitalen zu wenig an Gestaltungsmöglichkeiten? Ist der Autofokus zu langsam? Ist der weite Winkel nicht weit genug? Dann sollte man mal eine Spiegelreflexkamera näher betrachten:

Die Einstiegsmodelle sind mittlerweile recht günstig, die Bildqualitäten top und die Möglichkeiten übertreffen die der Kompaktmodelle um Längen, zudem beinhalten sie Automatikprogramme für Einsteiger und Umsteiger. Einmal richtig programmiert und kennengelernt, lässt sich die Spiegelreflexkamera viel schneller bedienen als ein Kompaktmodell und gibt dem Fotografen zudem neue gestalterische Freiheiten. Die Anschaffungskosten für kompakte Topmodelle liegen sogar über dem Einstieg in die Welt der digitalen Spiegelreflexfotografie, in der die Möglichkeiten der Nachinvestition hingegen unendlich bleibt. Man muss also wissen, was man nicht benötigt.

Wer in (Vor-) Einstellungen schwelgen möchte: Belichtungszeit, Blende, Blitzeinstellungen und vieles andere mehr lassen sich frei wählen: [M] für manuell stellt das Meisterprogramm dar. Wechsel-Objektive, Filter, Konverter und Zubehör wie entfesselter Blitz verbessern die Funktionalität weiter, als Beispiel die echten Weitwinkel bis hin zum Fischauge oder Teleobjektive mit langen Brennweiten: Man wechselt die Bodys nach Bedarf, nicht die Objektive und kann somit die Kameraausrüstung exakt für jede Situation anpassen. Der Nachteil ist die Anschaffung, das Gewicht und die Größe der mitgeführten Ausrüstung.

Wer also bessere Bilder und die alte Kamera ersetzen will, achtet beim Kauf einer digitalen Spiegelreflex-System-Kamera auf diese Tipps: 

DSLR – Systemkamera

Spiegelreflexkameras (aus dem Englischen für single lens reflex) werden in der digitalen Version  DSLR oder D-SLR abgekürzt, die Bezeichnung Systemkamera ist entstanden, weil eine Spiegelreflexkamera mit dem Zubehör wie Wechsel-Objektiven oder externen Blitzgeräten und vielem anderen mehr ein System bildet. Und dieses System ist an einen (1!) Hersteller gebunden…

Auflösung oder Bildgröße

Eine hohe Auflösung ist zunächst kein Garant für hohe Bildqualität: Ein schlechtes Objektiv macht an einer guten Kamera keine sehr gute Bilder, ein sehr gutes hingegen auch an Kameras mit niedrigen Auflösungen beste Aufnahmen.

Die Auflösung entscheidet die maximale Bildgröße im Ausdruck oder in der Darstellung in höchster Qualität. Für die Postkartengröße 10x15cm reichen 2 Megapixel, für DIN-A4 4-5 Megapixel. Solche Ausdrucke wirken, wenn gute Objektive und Kameras vorausgesetzt sind. Die größtmögliche Auflösung benötigt man, wenn nur Teilbereiche der Fotos z.B. bei Aktions- oder Sportfotografie verwendet werden (Freistellen). Das geht mit höherer Auflösung besser.

6 oder 21 Megapixel

Die Einstiegsmodelle verfügen über mindestens 6 Megapixel und sind für den gelegentlichen Nutzer ordentlich ausgestattet, die nächsten Modelle besitzen 8-12 Megapixel-Sensoren. Für höhere Ansprüche an die Bildgröße  eignen sich 18 Megapixel Auflösung und (Vollformat-) Sensoren professioneller Kameras mit 10-21 Megapixel.
Die Auflösung der DSLRs kann man nicht mit der von Kompakten vergleichen: Schon die alte Spiegelreflexkamera mit 6 Megapixel Auflösung liefert in vielen Situationen ein besseres Bild als ein Kompaktmodel mit 12Megapixeln auf Grund der unterschiedlich großen Sensoren und Pixel.

Sensorgröße

In der Kompakten ist ein kleiner bis sehr kleiner Sensor mit (sehr) vielen Pixel verbaut, das führt zu Rauschanfälligkeit und geringer Lichtausbeute, die größeren DSLR-Sensoren sind rauschärmer und lichtempfindlicher. Selbst die in leichten und kompakten DSLR eingesetzten Sensoren sind deutlich größer als die von Kompaktmodellen.

Bei Spiegelreflexmodellen trifft man auf drei verschiedene Sensorgrößen: Je größer der Sensor, desto teurer ist er und damit die Kamera auch. Der Vollformatsensor ist genauso groß ist wie ein Dia beim so genannten Kleinbildformat analoger Kameras, identisch sind auch die Bildwinkel der gewohnten Brennweitenangaben auf den Objektiven. Bei kleineren Sensoren muss man den Bildwinkel reduzieren oder die Brennweite mit einem Verlängerungsfaktor entsprechend hochrechnen. Bei Canon gilt für die Umrechnung häufig der Faktor 1,6 und bei Nikon beträgt dieser zumeist 1,5 bis 2.0 bei Olympus.

Verlängerungsfaktor (Crop-Faktor)

Ein Rechenbeispiel: Das sogenannte Standard Kit-Objektiv mit 18-55 mm Brennweite führt bei Canon zu realen Bildwinkeln entsprechend Brennweitenwerten von 29-88 mm, da man die Objektivangaben mit 1.6 multipliziert, für Nikon gilt 1.5, dass ergibt Bildwinkel entsprechend 27-82 mm Brennweite, dies wird auch Kleinbild-Äquivalent (KBÄ) genannt.

Seitenverhältnis

Digitale Kompakte bieten wie das Fernsehen (PAL) ein 4:3-Format. Analoge und digitale Systemkameras bilden dagegen mit einem 3:2-Verhältnis wie Kleinbild oder Dia ab, mit Ausnahme der DSLR von Kodak und Olympus, deren Four-Thirds-Standard ebenfalls 4:3 beträgt. Durch nachträgliches Beschneiden lässt sich fast jedes Format bauen, durch Stitchen (Zusammenrechnen) entstehen echte Panoramen.

Prozessor und Speicherkarten

Hohe Auflösungen verursachen große Bilddateien auf der Speicherkarte, besonders wenn sie im RAW-Format oder wenig komprimiert ablegt werden. Man sollte beim Kauf eher große Speicherkarten mit einplanen. Nicht nur der Speicher muss bei diesen Datenmengen groß sein, sondern der Prozessor auch schnell, ansonsten kann es zu Verzögerungen kommen, weil man mit der Bildfolge oder dem Video-Clip warten muss. Hohe Anforderungen an die Schreibgeschwindigkeit hat die Videofunktion oder der Serienbildmodus, weil dabei kontinuierliche Datenmengen gesichert werden müssen. Das sind Höchstleistungen für den oder die kameraeigenen Prozessor-en und Speicherchip. Wenn der Speicher mitspielt, schaffen viele Kameras etwa drei bis acht Fotos pro Sekunde, jedoch nicht grenzenlos. Spätestens am Ende der Speicherkarte ist Schluss.

Bei digitalen Kameras beherrschen zwei Speicherformate das Feld: CF (CompactFlash), einschließlich der veralteten Microdrive-Mini-Laufwerke und SD (Secure Digital) und deren aktuelle Variante SDHC (High Capacity). Wichtig ist, dass die verwendete Karte den Speicheranforderungen und Übertragungsgeschwindigkeiten der jeweiligen DSLR gerecht wird, denn es gibt unterschiedlich schnelle Karten und Kameras.
Die weiter entwickelte SDHC ist trotz äußerlich gleichem Format nicht mit SD zu vergleichen, die Kamera muss deshalb SDHC kompatibel sein. Als Vorteil speichern diese Karten bisher 16GB, bis 32 GB sind geplant in den Klassen 2, 4 und 6, der jeweilig maximalen dauerhaften Übertragungsmenge in Megabyte also dauerhaft bis sechs Megabyte Daten pro Sekunde! SDHC sind kostengünstiger als CFC und mit einem Adapter aber auch im CFC Slot verwendbar.

Lichtempfindlichkeit ISO

Der Lichtempfindlichkeit der Kamera-Sensoren kommt eine besondere Bedeutung zu: Nach ISO (International Standard Organisation) gemessen, findet man Werte ab 50 bis 3200, viele Kameras erreichen ISO 50 nicht und wenige bieten ganz hohe Werte bis 25.600. Diese Angaben müssen immer mit der entsprechenden Bildqualität einhergehend verglichen werden, sonst ähneln sie den automobilen Norm-Verbrauchsdaten.

Je kleiner der Wert, desto niedriger die Lichtempfindlichkeit, der größere Wert steht für höhere Signalverstärkung mit  dem Nachteil verstärktem Rauschens. Den gleichen Empfindlichkeitseffekt erreicht man auch mit offeneren  Blenden oder längeren Belichtungszeiten, bis hin zur Stativnutzung.

Viel Licht durch Spiegelungen auf Wasseroberflächen oder Schneelandschaften erfordert niedrige ISO-Werte (50 oder 100) und kurze Belichtungszeiten. Im Konzert in Räumen oder zum Ende der blauen Stunde im Freien sind höhere ISO-Werte (400-3200) nötig. Allerdings neigen bei hohen ISO-Werten viele Kameras zum gefürchteten Bild- und Farbrauschen, was auch bei analogen Fotos zur groben Körnung geführt hat (nachträglich gepuschte Unterbelichtung).

Die großen Pixel der größeren Sensoren rauschen deutlich weniger und das auch später als die Kleinen in den kompakten Digitalen, die DSLR bietet eindeutig mehr Spielraum, vor allem als Vollformat. Zudem gibt es selbst zwischen vermeintlich gleichwertigen Kameras recht deutliche Unterschiede im Rauschverhalten, was auf durchaus positive Weiterentwicklungen in der Signalverarbeitung durch die Kameraprozessoren beruht.

Optischer Sucher und Monitor
 
Mittlerweile kann man bei den aktuellen DSLR die bewegte Live-Vorschau, wie von den Kompakten gewohnt, per fest eingebautem oder klappbarem Bildschirm auf der Kamerarückseite oder per Kabelverbindung auf einem Notebook verfolgen, was vor allem in der Lupenbetrachtung präzise Einstellungen ermöglicht. So lassen sich Bildkompositionen und Einstellungen auch fernab vom Auge bestimmen. Bei der mobilen Verwendung reicht der 3 Zoll Monitor in den meisten Fällen für eine erste Kontrolle aus.
Ein Vorteil ist zudem ist der SLR typische Blick durch das Objektiv, wie aus analogen Zeiten, jetzt vor allem beim Vollformatsensor mit dem großen Sucherbild für die manuelle Fokus-Bestimmung: Ein großes Sucherbild ist in den kompakten DSLR Bauart bedingt kein Standard. 
 
Automatiken und Bedienung

Kompaktkameras glänzen eher mit zu vielen Automatiken, jedoch weniger mit manuellen Einstellungen. Wer ohne Automatiken überfordert ist, verliert früh den Spaß am Fotografieren. Für Ein- und Umsteiger bieten DSLR auch verschiedene Motiv-Automatikmodi. Von analogen Spiegelreflexkameras ist der [A] als Blenden-Zeit Modus bekannt, weiter differenziert als [Av] Blenden- oder [Tv] Zeitvorwahl. Der Versierte hat im vollmanuellen [M] Programm und im Menü Bildarten alle Möglichkeiten, die Aufnahmen entsprechend zu beeinflussen.

Bei Motivprogrammen sind die festgelegten Parameter dann von Nachteil für die Aufnahmen, wenn man sie weder kennt noch beachtet.

Einschaltzeit und Auslöseverzögerung

Einschalten und Auslösen ist der Idealfall, vor allem in Verbindung mit schneller Serienbildfunktion und präziser AF-Nachführung, einschlägige Testberichte zeigen Trefferquoten um 50% und mehr für scharfe Aufnahmen. Abhilfe schafft eine Trennung von Autofokus und Auslösung durch Vorfokusieren, sei es mit Hilfe der mittlerweile verbreiteten AF-Taste, der individuell belegten Sternchentaste oder der Speicherfunktion bei halb gedrücktem Auslöser, von der Verwendung lichtstarker Objektiven mal ganz abgesehen.

Bildbearbeitung intern oder nachträglich

Ein Teil der eventuell nötigen Bildbearbeitung kann oft auch in der Kamera vorgenommen werden: Rote-Augen-Korrektur, Beschneiden, D-Lightning, Filtereffekte, wie Schwarzweiß-Fotografie und mehr. Ich ziehe dafür die Nachbearbeitung am großen und kalibrierten Bildschirm vor. Im Zweifelsfall ist eine RAW-Aufnahme wertiger, bei der sich viele Korrekturen ohne Verluste bewerkstelligen lassen. Ein Sonderfall ist die nachträgliche Entwicklung von JPG oder RAW Bilddateien mit Hilfe von spezieller Software (DxO), die objektiv typische optische und Belichtungsfehler herausrechnet, eine kostengünstige, aber eher wenig bekannte und weitgehend automatisch ablaufende Maßnahme, auf die auch Berufsfotografen nicht verzichten.

Gehäuse

DSLR Gehäuse sind auch ohne Objektiv deutlich größer und schwerer als die der Kompakten oder analogen SLR, dafür liegen sie in der Regel sehr gut in der Hand, das robuste Magnesium Gehäuse sorgt mit Abdichtungen und wertigen Ausführungen für lange Nutzungsphasen.

Günstige Einstiegsmodelle haben aus Kostengründen mehr Kunststoff verbaut, sie sind auch kleiner und kompakter, ideal bei sportlichen Betätigungen. Für Anwender mit großen Händen empfiehlt sich ein Batteriegriff, damit die Kamera besser in der Hand liegt. Mit zu vielen Knöpfen übersäht kann die Bedienung bei jeder Kamera geringer Größe fummeliger werden. Das Handling variiert leider auch innerhalb eines Herstellers von Modell zu Modellpflege und wird immer weiter optimiert, was auch immer die Entwicklungsabteilungen darunter verstehen mögen. 

Schwere (Zoom-) Objektive

Erheblichen Einfluss auf das Gesamtgewicht haben die wechselbaren (Zoom-) Objektive, vor allem die lichtstarken und bildstabilisierten. Das Objektiv kann bei aufwendiger Konstruktion und großem Brennweitenbereich deutlich mehr wiegen kann als das Kameragehäuse, oft erkennbar an der Stativschelle..

Staub nicht nur auf dem Sensor

Ein typisches SLR Problem ist das Wechselbajonett als Öffnung für alles, was nicht in die Kamera eindringen soll, wenn man vom inneren Abrieb absieht. Wurde früher der Film regelmäßig erneuert, verschmutzt heute auch der Sensor mit Staub, vor allem bei unsachgemäßem Objektivwechsel (Bajonett offen nach oben) oder unsauberen Gehäuse- und Objektivdeckeln. Ultraschallmechanismen reinigen zyklisch den Sensor und wirken nahezu einwandfrei, wer sich an die Sensorreinigung mit Licht und Lupe und speziellen Mitteln nicht traut, ist damit gut versorgt. Selber reinigen ist gründlicher: Man kann auch beim Händler oder Service den Sensor gegen Gebühr reinigen lassen.

Bildstabilisator

Wer mit bildstabilisierten (Tele-) Objektiven gute Erfahrungen gemacht hat, wird darauf nicht mehr verzichten.  Allerdings kosten diese fast soviel wie die lichtstarken Alternativen, und diese mit Stabilisator nochmals mehr. Dafür gleichen sie durch Gegenbewegungen leichte Bewegungen aus und machen auch mit weniger Licht noch scharfe Fotos, wenn das Objekt eher ruhig bleibt. Im Weitwinkelbereich sind lichtstarke oder feste Brennweiten auch gut ohne Stabilisierung einzusetzen.

Stromversorgung

DSLR haben ohne Ausnahme einen deutlich höheren Strombedarf als analoge Modelle, Autofokus und Stabilisator, Display und Elektronik fordern Tribut. Akkus sollten 500 oder mehr Aufnahmen durchhalten.  Abendliches Nachladen ersetzt den Zweitakku, Batteriegriffe können auch mit AA-Zellen bestückt werden. Meine Erfahrungen mit Sanyos Eneloop Akkus z.B. für Blitzgeräte sind sehr gut. 

Objektive – Investitionen ohne Ende

Der Vorteil von SLR liegt im Blick durch das Wechselobjektiv, der Nachteil in der Nachinvestition. Wer die erste DSLR kauft, sollte die Set-Angebote der Hersteller nutzen und ein Gehäuse im Paket mit einem oder zwei Objektiven kaufen. Für den Anfang bieten Komplettpakete eine gute Wahl, üblich sind dabei Standard Zoom-Objektive mit einem Brennweitenbereich von 15 oder 18 bis 55, 85 oder 135 respektive 55-250 mm Brennweite, die für viele fotografische Situationen gut ausreichen.

Das richtige Objektiv zu finden ist zu Beginn nicht einfach, denn hochwertige Sensoren stellen höhere Anforderungen als analoge Kleinbildfilme. Sehr schnell übersteigen diese Investition den Preis für das Kameragehäuse. Objektive sind Anschaffungen für eine längere Anwendung, Kameragehäuse wie Computer für eine kürzere Phase.

Die größte Auswahl an Objektiven bieten die Marktführer Canon und Nikon. In der Regel sind die Objektive von Fremdanbietern günstiger, aber nicht immer besser. Festbrennweiten werden besonders von ambitionierten Anwendern eingesetzt, da man mit ihnen eine bessere und verzeichnungsärmere Bildqualität erzielt. Alte Objektive können manuell oft mit entsprechenden Adaptern weiter verwendet werden, man muss darauf achten, dass diese ohne Korrekturlinsen für die unendliche Entfernungseinstellung auskommen.  

Blitz (extern)

Systemblitze garantieren alle vorgesehenen Funktionen. Ideal sind Kabel, um den Blitz etwas freier führen zu können. Infrarot-Steuerungen ermöglichen noch mehr entfesseltes und von der Kamera gesteuertes Blitzen, sofern der Blitz einen schwenkbaren Reflektor hat, denn der Empfänger muss mit der Kamera in Sichtverbindung stehen. Während der eingebaute Pop-Up-Blitz mit Leitzahlen (LZ) um 14 auskommt und für Aufhellen oder Nahaufnahmen gut geeignet ist, sollte der externe große Blitz satte Leistung bieten (LZ 40 und mehr).

Bildformate

JPEG: Großes Bild mit geringster Kompression ist die Wahl. Man kann JPG sogar sehr gut extern nachentwickeln (DxO).
 
RAW: Steht der nachträgliche Farbabgleich und mehr im Vordergrund, ist die Rohdatendatei im Vorteil, als Nachteil ist diese größer. Dafür stehen alle Möglichkeiten der Bildveränderung in Ruhe offen. Leider haben alle Hersteller ein eigenes RAW Format oder sogar mehrere.

Aktuelle, aber nicht alle Browser- und Grafikprogramme unterstützen diese vielen Rohdatenformate (Irfanview, Picasa, Photoshop CS). Wichtig ist deshalb auch die den Kameras beiliegende Software: Sie sollte das Format nicht nur weitgehend verarbeiten können, sondern auch leicht und intuitiv zu bedienen sein.

…wird mit einem Langzeit-Erfahrungsbericht über die Canon EOS 5D 5D MkII und 7D fortgesetzt

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Geotagging leicht gemacht

GPS Logger i-gotU 600

…verdammt wo war das?

Bilddaten:

– Kamera: NIKON D700
– Objektiv: NIKON AF-s24-120
– Blende: F8
– Belichtungszeit: 1/1250sec
– Empfindlichkeit: ISO 000
– Brennweite: f24mm

Aufnahmezeit: 17Uhr34
Aufnahmeort:
Breite 41.22.2787996127735
Länge124.4.215184000000008
Höhe über Normalnull 3m27

(c) by M_73@gmx.net

Lieber Mark,

vielen Dank für das tolle Foto, das mich ein wenig an die Schlussszene von Till SCHWEIGERs Knockin´on heavens door erinnert. Viel wichtiger sind aber die genauen Geodaten, an denen wir jetzt nach den Fussstapfen suchen können…

Spaß beiseite, die unendliche Suche nach einem transportablem Geotagger war, deri-gotU GT-600 GPS-Empfänger Datenlogger (... (I gotU babe) Datenlogger  wurde eingesetzt und hier  unsere gemeinsamen Vorteile und Kritiken:

32g leichtes wasserfestes Mobilteil mit stand by Logik, wenn die Bewegung entfällt, dadurch lange Laufzeit mit einer Akkuladung
+ Einschalten (blaue LED blinkt) und Ausschalten (rote LED blinkt) über einen einzigen Knopf
Warnung: Specher voll und/oder Akku schwach (rote LED blinkt), bei Speicher voll werden die ältesten Daten überschrieben
Laden über USB oder handelsübliche Lader mit USB
GeoTagging auf Wunsch: Taste einmal drücken (blaue LED blinkt), ansonsten automatische Intervalle je nach Einstellung über PC
+ @tripPC und Photo Locator importieren Geodaten in Fotos (Exif-Datei), dazu sollte zuvor die Kamerazeit exakt eingestellt sein
Where I am zeigt den aktuellen Aufenthaltsort online über Maps (Bing, Google, Yahoo) auf dem PC an
Sports Analyzer lässt Aktivitäten nach Anpassung verfolgen, ideal mit 1sec Loggingintervall für Sport&Co                                        

– Akkuladestandsanzeige fehlt
– Mac Software nicht beim Hersteller verfügbar
– Opensource Drittsoftware unterstützt nicht den vollen Funktionsumfang des Gerätes

Das Vorgehen Fototagging zeichnet sich durch eine verblüffende Einfachheit aus:

– Den I-gotU eingeschaltet in der (Foto-) Tasche mitführen
– Die Kamera möglichst auf exakte Zeit einstellen (Telefondisplay oder PC Taskleiste)
– Fotografieren unterwegs nach Herzenslust
– Fotos hernach in den (Tages-) Ordner im PC übertragen
– I-gotU anschließen, @tripPC öffnen, Geodaten auslesen, in die Karte übertragen (lassen),
– Fotos (Ordner) in die Karte übernehmen (lassen)
– ggf Zeitverschiebungen anhand der ersten Aufnahme synchronisieren (lassen),
– Betrachten und beim Verlassen schnell noch die Fotos geotaggen und den I-gotU Speicher leeren (lassen).

Während einer kurzen Reise per PKW und zu Fuss lag der IgotU 600 zwei Tage lang in der Fototasche, aus dem Trip kann man entnehmen: Geschwindigkeiten zwischen den Taggs, Standzeiten, Fotopositionen (Breite + Länge + Höhe +) vorhandene Uhrzeit usw. Der Tagger scheint wenig anspruchsvoll bezüglich Empfang, man packt ihn ein und kümmert sich  praktisch nicht mehr um ihn.

Mit dem Auslesen der Geodaten beginnt die Nacharbeit am Rechner, @tripPC werkelt weitgehend von alleine und sortiert alle relevanten Wegpunkte plus Fotos in die Googgle-Karte. Wie am laufenden Band kann man den fertigen Trip >nachfahren< und dabei die Fotos betrachten. 

@tripPC schreibt eine neue GPS Spalte in die Exif Daten jeder Aufnahme, mit Breiten-, Längengrad und der Höhe über Normalnull, bei einem Zeitaufwand von nur wenigen Minuten.

Mit einfachem Handling bereitet die Software schon Freude, weil sie selbsterklärend ist. Für präzise Erinnerungen an Fahrten, Reisen, Sport oder Wanderungen ein Must!

Viel Freude mit den geogetagten Bilderchen! 

(c) www.slowfoto.de

Tragen und Transport

In der alten Tram war oft ein Schild zu finden: Suche festen Halt! Einer hatte mal darunter geschreiben: Ich auch.

Mit den beigelegten Kameragurten war ich nicht wirklich immer so zufrieden wie mit der D10:

Entweder waren sie früher zu dünn oder aktuell zu auffällig, denn schließlich muss nicht Jeder über Distanzen erkennen können, welcher Marke und welchem Kameramodell ich meine Aufmerksamkeit widme. Zudem war ich schon früh ein Fan von Handschlaufen, mit denen auch mal eine einhändige-r Transport respektive Bedienung möglich ist. Der unauffällige Transport im Rucksack ist sicher oft ein Vorteil, in der Aktion hingegen ist es lästig, ständig denselben abzunehmen und zu öffnen oder öffnen und schließen zu lassen.

Erste Hilfe ist das Einhaken einer Schlaufe direkt am Kameragehäuse. Zumindest ist so ein unbeabsichtigtes Fallenlassen verhindert.

Die zweite Variation ist das Verschrauben eines Tragegurtes am Stativgewinde, womit ein Transport auch schwerer Kombinationen schräg über Brust und Rücken über längere Distanzen möglich ist. Der Profi verwendet dazu den Blackrapid oder Sniper Gurt.

Die dritte Möglichkeit besteht darin, einen schmalen Riemen sowohl an beiden Kameraösen als auch am Stativgewinde zu fixieren, so dass eine kleine Handschlaufe rechts und eine Trageschlaufe links zur Verfügung steht.

Als vierte und stabilste Lösung bevorzuge ich, vor allem in Verbindung mit einem Batteriegriff, die Montage einer Schlaufe rechts plus eines Trageriemens links am Kameragehäuse. Handschlaufen gibt es in allen Preislagen beim Fotozubehör. Diese Lösung gibt mir ein Maximum an Stabilität und Variation.

Viel Spaß beim Montieren…

 © www.slowfoto.de

Einige Anmerkungen zu CANON Objektiven

 

Meine bisher verwendete Ausrüstung zur Fotografie

Gehäuse oder neudeutsch Bodies haben eine Halbwertszeit, die in der Aktualität den elektronischen Bauteile der Rechner ähnelt. Betrachtet man die Unterschiede einer EOS 300D oder D30/60 zur neuen 550D oder 7D, dann sind die Aufnahmen zwar nicht zwingend besser geworden, aber die Ausstattung, Bedienung und die Verarbeitungszeiten haben sich gewaltig geändert.

Gewichtig in der Anschaffung und Langzeit stabil in der Nutzung hingegen sind die EF-Objektive, egal ob lichtstärkere Festbrennweiten oder Zoome, besonders die stabilisierten IS Versionen: Als ich zum ersten Mal ein neues 2.8 100mm L IS macro ins EF Bajonett drehte, war mir gleich klar, dass dieses Glas eine wichtige Rolle beim nächsten Bühneneinsatz spielen wird.

Im Folgenden möchte ich aus eigener Erfahrung einige Gläser vorstellen, die ich jeweils intensiv genutzt habe, nach Anforderung wie professionelles Arbeiten oder ausgedehnter Fototour. Die Aussagen dazu sind deshalb auch persönlich zu werten, so wie meine gesuchten Informationen – wenn immer möglich – aus dazu berufenem Mund stammen soll: Auf einen irgendwo veröffentlichen Testbericht kaufe ich kein weiteres Objekt-iv oder sogenannte Nutzer Kommentare aus dem web-Handel (ich habe bestellt, erhalten, ausgepackt und finde nach 40 Aufnahmen gut) geben mir nichts.

Meine Art der optischen Prüfung besteht darin, möglichst identische Aufnahmen zu wiederholen, um z.B. gleiche Farbwiedergaben zu erkennen, diese Forderung stammt noch aus der Diafotografie und war damals auf Grund von Differenzen durch Fremdobjektive entstanden. Mittlerweile hat sich im Laufe der Zeit eine relativ große Sammlung von digitalen Aufnahmen aufgebaut, die Vergleiche von ähnlichen Aufnahmen mit verschiedenen Objektive in Ruhe ermöglicht. Basis sind kalibrierte Monitore. Für die korrekte Technik verwende ich die auch dreidimensional nachentwickelnde DxO Software, um aus den Korrekturen Rückschlüsse zu ziehen. Natürlich helfen auch seriöse Berichte aus guten Publikationen weiter.

 

Objektive für die EOS 300 bis 550D, wenn es kostengünstig, aber dennoch gute Qualität sein soll:

EF-S 18-55 4.5-5.6 / IS

Das leider arg verschmähte Set Objektiv, unter 100 €uronen zu bekommen, wird oft durch ein Fremdobjektiv mit riesigen Zoomfaktor ersetzt. Nicht besonders lichtstark und in der Ausstattung eher karg, bietet es eine Kleinbild äquivalente Standardbrennweite (KBÄ) von 29-88mm, deckt also einen 3-fachen Zoombereich ab.  Für einen kleinen Aufpreis erhält der Set-Käufer eine volltaugliche Kamera-Objektiv Kombination, die sehr gut weiter ergänzt werden kann. Im Fall eines Neukaufs läßt sich das EF 18-55 sehr gut auch als Retro-Objektiv mit einem Umkehr Set verwenden. Richtig montiert, zeigt es ordentliche Bildleistungen bis zu Objektgrößen von 40x60cm bei 28cm Distanz.

EF-S 55-250 4-5.6 IS

Der Nachfolger des EF 55-200 für den Cropsensor überzeugt durch wenig Gewicht und hat leider wieder nur eine Nahdistanz von 150cm. Preislich ist es für den kostenbewußten Amateur ideal als Tele-Ergänzug zum Set Objektiv, zumal es am Crop-Sensor immerhin einen Bildwinkel von bis zu KBÄ 400mm bietet, genial für leichtes Gepäck beim Wandern!

EF 35 2.0

Mit KBÄ 56mm kann es  als günstiges und lichtstarkes Normalobjektiv verwendet werden, es ist auf Grund der Bauzeit eher kostengünstig. Mit AF Voreinstellung auch für Action geeignet, bietet es im slowfoto Bereich die eigentliche Verwendung. Am Vollformatsensor begeistert es durch überdurchschnittliche Abbildungsleistungen und fantastische Farbwiedergabe. Es ist trotz Vordergliedfokusierung fast winzig und kann ab 25cm eingesetzt werden.

EF 50 1.8

Mit KBÄ 80mm ist es als  kurzes und lichtstarkes Teleobjektiv vielseitig verwendbar und ein must in jedem Objektivpool, weil es unter € 100.- erhältlich ist. Es gehört zu den leichtesten EF.

EF 85 1.8

Ein eher noch günstiges Glas mit Hintergliedfokusierung, das zu den am schärfsten zeichnenden EF überhaupt gehört. Die Naheinstellgrenze beträgt schon 85cm. Es ist sehr führig und begeistert mich wie das EF 35 2.0.

 

Weitere Objektive für den Crop-Sensor der EOS 20D bis 60D oder 7D , wenn es denn etwas mehr sein darf:

EF-S 10-22 3.5-4.5

Mit KBÄ 16-35mm ein sehr gutes Glas, dass in die erfahrene Hand gehört, damit nicht die besondere Perspektive den Betrachter ständig erschlägt. Es zeigt sehr geringe Verzeichnungen und gehört zu den leichten Vertretern. Für mich an der 350D der lange ersehnte Durchbruch und heute an der 7D noch so aktuell wie damals.

EF-S 15-85 3.5-5.6 IS

Mit der 7D wurde dieses Glas auf den Markt gebracht, bietet es KBÄ 24-136mm und kann damit als immer drauf gelten. Es deckt einen weiten und weitwinklig wichtigen Bereich ab, liegt sehr satt in der Hand und bietet optisch sehr viel Nutzen. Man kann damit sehr gut leben, für mehr an Panoramen stitchen oder für kleinere Bildwinkel freistellen.

EF-S 17-85 4.5-5.6 IS

Mit KBÄ 27-136mm gab ich mich sehr gerne zufrieden, weil das 10-22 schon im Korb war. Dieses Glas bietet ein angenehmes Handling bei ebensolchen optischen Qualitäten. Für mich ist es der erste Ersatz zum Set-Objektiv. Achtung, alle längeren Zoome schatten bei Naheinstellung und kleinen Objekten um 40x60mm im unteren Bildbereich etwas ab.

EF-S 18-135 3.5-5.6 IS

Der Telefreund freut sich über KBÄ 29-216mm und ansprechende optische Leistungen bei hinreichend weitem Winkel. Es wird im Set mit der EOS 7D angeboten und kann auch als immer drauf gelten, wenn der weitwinklige Zoombereich ausreicht. Bemerkenswert die Naheinstellung von 50cm. Alle bisher genannten EF-S Zoome sind bewährt und gut im Einsatz, wenn man Brennweiten und Gewichte zuvor sorgfältig planen kann.

EF 70-300 4.5-5.6 IS

Dieses Vollformat Objektiv ist in seiner Preisklasse ein Hit, wenn man eines bekommt, denn manchmal ist es auf Grund seiner Beliebtheit nicht auf Lager. Dabei stört der etwas lautere AF/IS-Betrieb oder die Baulänge im Telebereich wenig, wobei die optischen Leistungen stimmen.

EF 24 oder 28 2.8

Beide sind am Crop-Sensor lichtstarke Normalobjektive mit 38 oder 45mm KBÄ, klein, relativ leicht und sehr schnell.

EF 50 1.4

Es gilt als das bezahlbare 50er, kostet mehr als das 50 1.8, ist dafür viel besser verarbeitet (Metall- anstelle Kunststoffbajonett, innenliegender Fokus) und somit für den rauhen Betrieb als sehr lichtstarkes kurzes Tele mit 80mm KBÄ besser geeignet, ideal für Porträts und Aktion.

EF-S 60 2.8 macro

Ein Ausnahmeglas für echte Makros bis 1:1, kompakt, super verarbeitet, klasse Abbildungen. Im Handling bequemer als das EF 50 2.5 macro für den Anwender, der bei Crop bleibt, ein must für alles was klein ist bis unendlich. Ideal als kurzes Tele mit KBÄ 96mm.

 

Weil es im Vollformat für die 5D und 5D Mk II sein muss:

EF 16-35 2.8 L oder EF 17-40 4 L oder EF 20-35 3.5-4.5

Lange habe ich das EF 20-35 3.5-4.5 als Standard-Zoom an den analogen KB-Gehäusen gerne und ausgiebig für Diafotografie genutzt. Es wird heute nicht mehr gebaut und ist gebraucht ab € 200.- erhältlich, ein klasse Glas mit Festbrennweiten ähnlichen Qualitäten, leicht und klein und ideal für immer drauf, wenn es auf die Stadtpirsch geht, zudem wird es von DxO korrigiert! Auf der Suche nach mehr fand der Vergleich zwischen den beiden L-Gläsern nunmehr zu Gunsten des lichtstarken 2.8 16-35 L statt, dessen Abbildungsleistung trotz einem Millimeter mehr an weitem Winkel schon bei offener Blende einfach überlegen ist, und das nicht nur gegenüber einem 17-35 Exemplar, für das wiederum der günstigere Preis spricht, denn zweimal abgeblendet sind die Aufnahmen tadellos.

EF 24-105 4 L IS oder EF 28-135 3.5-5.6 IS

Das neuere 24-105 L IS ist als Setobjektiv zur 5D angeboten worden. Es deckt die für mich wichtigen Brennweiten ab, wobei ich manchmal ein paar cm im Telebereich  beim Vollformat vermisse. In unzähligen Situationen hat es sich bewährt und tolle Aufnahmen geliefert, deren kleine Fehler (Anamorphie und Vignettierung) DxO souverän ausbügelt. Das ältere 28-135 IS ist einfacherer Bauart bei halbem Preis, es gefällt durch die Naheinstellung von 50cm bei f135mm für Objekte ab 58×87. DxO korrigiert hier etwas mehr, dennoch ist es für Sparfüchse eine sehr gute Alternative.

EF 70-300 IS oder EF 70-300 DO IS oder EF 70-300 L IS

Leicht ab 630, noch leicht mit 720 und danach über 1.000 Gramm, so läßt sich das Trio auch beschreiben. Ich habe mich damals gegen das 70-300 IS entschieden, weil das DO IS für etwas mehr an Gewicht ein enormes Telepotential unsichtbar weil auf kleinstem Raum bietet, zudem leiser arbeitet (Stabi) und besser verarbeitet ist. Natürlich gibt die topfartige Gegenlichtblende optisch nichts her, schützt dafür rückwärts montiert fast das ganze Zoom sicher und stabil im Koffer. Ab Blende 8 sind die Aufnahmen okay. Ingesamt ist das DO IS die Einmal-Anschaffung für unbemerkte Teleaufnahmen oder zum Mitnehmen auf die Insel. Das L IS bietet noch mehr an Abbildungsleistung ab offener Blende, wiegt knapp über 1kg und kostet deutlich über 1k€ !

EF 50 1.4 oder EF 50 1.8 oder EF 50 2.5 macro

Das 2.5 macro liegt preislich zwischen den beiden Normalos und bietet ab Offenblende und ohne Geli (eingebaut) 1:1 bis unendlich. Deswegen würde ich es auch mit auf die Insel nehmen. Dazu ist ein Konverter erhältlich, der die Lichtsärke reduziert. Die beiden anderen Gläser sind schon weiter oben angesprochen. Alle drei zu besitzen sind m.E. eines zuviel und darüber kann man trefflich streiten.

EF 85 1.8 oder EF 100 2.8 macro oder EF 100 2.8 L IS macro

Wer hohe Lichtstärke sucht, nimmt das 1.8er als sicher eines der weltbesten, wer nah ran muss, das 2.8 macro als gleich gut  einzustufendes Glas. Ich habe beide für unterschiedliche Anwendungen, würde heute aber zum L IS tendieren, weil es mir mit dem Stabi noch einen Tick anwendungsbreiter erscheint, allerdings nicht im Makrobereich, sondern bei längerer Entfernungen ab 50cm (AL, Bühne, Objekt).

EF 70-200 4.0 L IS

Dieses leichte und überaus führige Zoom begeistert durch scharfe Abbildung ab offener Blende. Der Preis sollte in Verbindung mit dem Kenko 1.4 Konverter gesehen werden und im Vergleich zu den anderen EF 70-300 Zoomen. Es sollte in keinem Zoompool fehlen.

EF 70-200 2.8 L IS II und EF 100-400 4-5.6 L IS und EF 28-300 3.5-5.6 L IS

Diese drei Zoome sind für mich Ausnahmeerscheinungen, ein 2.8er, wie ich es mir für 24-80-105-135mm KB wünschen würde, ein Schiebe-Telezoom mit ebenfalls grandioser Abbildungsleistung und ein sehr gutes Allroundzoom, das man nie mehr abnehmen braucht. Ich kenne die drei Gläser gut und besitze sie nicht, weil sie immer zuhause bleiben würden.  Noch habe ich mich (leider) für kein Graues entscheiden können, sie sind mir persönlich doch zu auffällig, was keinerlei Kritik an der Qualität, sondern eine gefühlte Einstellung darstellt.

EF 24-70-105-135-200 2.8 L IS

Diese Zoom ist ein Fake,  das CANON noch nicht anbietet, es sei denn ohne IS als 24-70 2.8 L und knapp ein Kilo schwer, dafür schlicht schwarz, ein tolles Glas leider ohne Stabi, also heute etwas unzeitgemäß. Wenn man mit dem EF 24-105 L IS zufrieden ist, kann eine Steigerung nur in der bildqualitativen Umsetzung als lichtstärkere Variante bestehen oder brennweitenmäßig mit dem EF 70-200 4.0 L IS, zumal es sich um den wohl wichtigsten allgemeinen Brennweitenbereich handelt, vielleicht liest ja mal Jemand mit…

 

Empfehlenswerte Ergänzungen:

Extension Tube ET 12 / 25 (mm) II

Zur Verkürzung des Nahabstands sind diese Zwischenringe ein must, wer über kein spezielles Makroobjektiv verfügen will, nimmt eine 12 oder 25mm  ET je nach gewünschter Verringerung des Abstandes. Bei Fremdanbietern sollte auf die sichere Übertragung aller EF Funktionen geachtet werden.

Konverter

Zu Konvertern habe ich einige Erfahrungen gesammelt: Der KENKO 1.5 ist gut und preiswert, hinter dem EF 70-200 4.0 L IS oder allen anderen lichtstarken (Tele-) Brennweite ist der bessere KENKO 1.4 Konverter als leichtes Zusatzgepäck anstelle eines weiteren Objektives vorstellbar.

Vor allem lichtstarke Zoome lassen sich, um Kosten und weiteres Gewicht zu ersparen, mit Konvertern in Brennweitenbereich >verlängern<. Dazu bietet Canon eine 1.4 oder 2-fache Version, kostengünstiger sind die von KENKO (s.a.www.traumflieger.de). Meine Erfahrungen mit dem KENKO 1.4 sind so gut, mit kleinem Gepäck (EF 28-135 ->202) oder auf Reisen möchte (EF 70-300 L DO ->450) möchte ich ihn nicht mehr missen. Tipp: Nur den mittleren Kreuzsensor für den AF verwenden!  

Kosten und mehr,  mein versuchtes Fazit:

Wer mit dem großen Sucherbild der EOS 7D glücklich ist, weil er damit gut sehen = fotografieren kann, hat mit den genannten EF-S Kombinationen von 10-250mm sehr viele Möglichkeiten zu durchaus kostengünstigen Konditionen.

Wer durchs große Sucherbild der EOS 5D oder 5D Mk II schaut, sollte ein Mehr an Investitionen einplanen, erhält dafür aber auch mehr an Gewicht.

Leckere EF-Gläser lassen sich natürlich auch an die EOS 7D, 10-60D oder 300-550D andocken. Im wirtschaftlichem Bezug sinnvoll wird dies bei Festbrennweiten (außer EF-S 60 2.8 macro)  oder längeren Brennweiten (wie dem EF 70-300 IS). Sicher ist das EF 16-35 L ein tolles Glas am Crop Sensor, aber nicht zwingend die einzige ideale Alternative.

Aus meiner Sicht sinnvolle Kombinationen:

Spartipp: EOS mit drei Stellen vor dem D, EF-S 18-55 IS + EF-S 55-250IS

Mittelklasse: EOS 7D, EF-S 10-22 + EF-S 18-135 IS oder alternativ EF-S 15-85 IS plus EF 70-300 IS

Vollformat: EOS 5D Mk II, EF 20-35 + EF 28-135 IS + EF 70-300 IS oder alternbativ EF 2.8 16-35 L + EF 4 24-105 L IS +EF 70-300 DO IS (oder L IS) oder EF 70-200 resp. 100-400 L IS

Vollformat lichtstark: EOS 5D MK II +  EF 2.8 16-35 L + EF 2.8 24-70 L + EF 2.8 70-200 L IS + KENKO 1.4 Konverter

Konverter: EF oder KENKO 1.4/1.5

Vor jeder Anschaffung muss berücksichtigt werden, was ich nicht benötige. Vielleicht kann dieser sehr persönliche Bericht dazu etwas beitragen können, noch mehr dazu siehe auch:

https://slowfoto.wordpress.com/2011/11/28/etwas-scharfes-braucht-der-fotografierende-mensch-ars-in-vitro/

Slowfoto: Gute Fotos entstehen im Kopf, und der sollte so nah wie möglich am Geschehen sein!

oder besser Robert CAPA: „Wenn deine Bilder nicht gut genug sind, bist du nicht dicht genug dran

wird fortgesetzt…

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