FAQs Autofokus richtig und schnell anwenden: eins-zwei-drei!

Frage: Wie kann ich den Autofokus sinnvoll und zielsicher anwenden, um präzise gelegte Schärfenebenen zu erhalten?

EOS 5D² EF 4 70-200 L IS – AF auf das linke Auge des Sperlings
F4 – f200mm – 1/500sec – ISO100 – 2,4m Entfernung – 16:17

slowfoto: Das unseelige [A]utomatik Programm bietet den Autofokus [AF] und die Belichtungsmessung [AE] nur in Kombination, ideal, wenn man ohne durch den Sucher zu schauen aus der Hüfte schießen will oder muss, als Tipp >mit dem Daumen auf das Okular< um Fremdlicht bei der Messung zu vermeiden, und vorzugsweise mit kürzeren Brennweiten.

Wer lieber in [P Av Tv M B] arbeitet, kann schrittweise vorgehen, erst den AF fixieren, danach je nach Bildkomposition AE festhalten, aber grundsätzlich getrennt, die Belichtungsmessung integral, mittenbetont (meist ähnlich, was ist schon 1/2 Blende, wenn ich eh 0,5LW unterbelichte) oder per Spot wo er hingehört (Bühne) und immer erst mit dem halbgedrücktem Auslöser als AE lock, dann das Bild fertig komponieren und klack (ce qui fait clique claque – c`est Kodak), also nochmals :

1) AF per AF-ON Taste, ggf. auch mehrfach, wobei man mit dem Daumen blitzschnell nachfokusieren kann, gedrückt gehalten auch nachgeführt
2) AE grundsätzlich getrennt vom AF, integral, mittenbetont mit meist ähnlichen Werten (was ist schon 1/2 Blende, wenn ich eh 0,5LW unterbelichte) oder Spot wo er hingehört (Bühne) und immer erst mit dem halbgedrücktem Auslöser als AE lock, dann das Bild fertig komponieren und schließlich
3) klack, das geht dann sogar fastfotolike, bei dem Vögelchen habe ich nur vor-fokusiert und kontinuierlich nachgeführt mit gehaltenem AF-on!

Seit der EOS 350D verwende ich nur noch den zentralen Sensor, damals auf die Sternchentaste gelegt, denn AE Lock geht ja auch mit halbgedrücktem Auslöser. Aktuell liest man zum AF Thema auf lensrentals:

For pros who prefer to use the center AF point, simply manually selecting it [. . . ] gives the user the highest precision AF possible with these cameras (assuming an f/2.8 or faster lens is being used). And, with their unique diagonal cross-type layout, the AF points are much more likely to latch-on to typical horizontal or vertical subject details.  Zitat, siehe dazu auch:

http://www.lensrentals.com/blog/2012/08/autofocus-reality-part-3b-canon-cameras

Eines ist klar, präzisere Sensoren wie bei der 5D² und besonders der 5D³ und nicht vergessen, schon der 7D verlangen nach kontrollierteren Stellmotoren, dann funktioniert vor allem die Nachführung genauer und schneller, mit geeigneten Optiken bis nahezu 98% single shot und rund 75% nachgeführten verwertbar scharfen Aufnahmen: http://www.traumflieger.de/desktop/kameras/cam_5d3_part2.php

Allein der Anwender hat Einfluß auf den Punkt der Schärfe, durch entsprechende Auswahl, die dann noch motivgerecht modifiziert werden kann (Äquivalent im AF o.ä.). Das kann ich nicht (im Voraus), wenn ich nicht weiß, welcher Sensor oder welche Gruppe letztlich zuschlägt. Für mich wiederum der Grund, nur den mittleren Sensor zu bevorzugen. Ausnahmen sind Fotos aus der Hand/Hüfte, da drehe ich ausnahmsweise auf [A] und überlasse der Kamera was wird, mit entsprechendem Ausschuß über 50%.

Ansonsten: Mein erster Blick through the lens soll mit Schärfe belohnt werden, um weiter die bildliche Komposition verfolgen zu können. Deshalb ist mein erster Klick der auf AF ON, mit der Bildmitte dort, wo die Schärfe gesetzt werden soll. Dann sehe ich bei Offenblende exakt scharf, was ich scharf im Bild haben will. Die Komposition folgt danach als zweites. Zur Kontrolle kann ich dann final nochmals nachfokusieren mit einem weiteren oder mehreren AF ON Klick, alles in Sekundenbruchteilen. Oder zwei Aufnahmen vom gleichen Standpunkt mit unterschiedlichen Schärfenpositionen erstellen. Gedrückt gehalten ist die AF-ON Taste nachführend eingestellt, im Grunde ist sie die wichtigste Taste vor jeder Aufnahme!

Das Fokusieren geht mit spürbaren Unterschieden je nach Alter und Art der Linse resp. des Bodies, was bei meiner Slowfotografie vernachlässigbar ist, weil single shot absolute Priorität hat. Keine Kompakte erreicht diese punktuelle Präzision in dieser kurzen Zeit! Und Libellen lassen sich dennoch nur beim Akt scharf abbilden, bewegte Motive nur mit vorgewähltem AF Punkt. Damit kann ich bisher gut leben, weil der nachführende AF auch bei der 5D² mehr Schrott als scharfe Bilderchen liefert, das ist konstruktionsbedingt eben so…

Zum Zitat (kursiv oben): Ich habe fast nur Festbrennweiten als 2.8 oder heller. Meine Methode klappt aber auch mit dem Zoom 4 70-200 plus zwei Kenkos bei f200, erschwert aber auch bei knappem Tageslicht recht präzise, mit dem 70-300 DO nur mit einem Kenko bei f300. Man hat mich gewarnt wegen der minderen Lichtstärke, es geht dennoch, sogar in der Dämmerung, dort am besten mit manueller Vorfokusierung, z.B. auf unendlich plus AF ON zur Kontrolle, wenn denn ein sensorgerechtes Motiv vorhanden ist. Insofern wiederspreche ich Canon wg F2.8 und allen Abschreibern. Mit etwas Geduld findet man soviel was geht, auch wenn es gegensätzlich in der Bedienungsanleitung oder nicht beschrieben ist. Mich interessiert an einem technischen Teil zunächst, was nicht damit geht, und folgend, was zusätzlich funktioniert, ohne dass der Hersteller oder Vertrieb darauf hinweist.

Die EOS 1DX hat aktuell ein Firmware Update, das u.a. Fehlfokusierungen mit dem wohl beliebtesten EF 2.8 70-200 L IS behebt:

http://www.heise.de/foto/meldung/Firmware-Update-fuer-Canons-EOS-1D-X-1695576.html

Die neue EOS 5D³ scheint die erste 5er zu sein, bei der eine weitgehend sichere AF Nachführung gewährleistet ist, Stefan Gross hat dies im oben erwähnten Traumflieger Test präzise beschrieben. Diesen Luxus kenne ich bisher noch nicht. Beim Filmen wird die Schärfe auch noch von Hand eingedreht, also liegen wir bei den single shot dSLR doch ganz weit vorn…

(c) www.slowfoto.de

Autofokus-Feinabstimmung mit SpyderLenscal

Dieser Bericht wurde slowfoto von Dr. Lutz RIEFENSTAHL zur Verfügung gestellt: Ich bedanke mich sowohl für das Thema und die mühevolle Ausarbeitung, die doch die Frage nach der Genauigkeit der vielen elektronischen Hilfen aufwirft, ein kritischer Bericht über die >Belichtungsmessung und kein Ende< folgt demnächst.

In Testberichten (www.traumflieger.de) über die Autofokusleistungen im Nachführ-Modus wird durchaus von bis zu 50% unscharfen Aufnahmen berichtet, was m.E. einen immer noch guten Wert darstellt, wenn sich Kamera und Objekt in Bewegung befinden. Als Slowfotograf hingegen nutze ich i.d.R. die AF Taste konsequent nur mit dem mittleren Kreuzsensor und der AI-Einstellung auf ein kontrastreiches Ziel, mit gedrückter AF Taste führe ich auch nach. Oft kommt der Daumen (auf der AF Taste) kurz vor der Auslösung nachmals zur Nachkorrektur zum Einsatz. Das alles geht eingeübt so schnell, dass die Begrenzung in der Fokuseinstellung des Objektivs liegt, bei längeren Brennweiten oder langsameren älteren Gläsern sollte man sinnvollerweise vorfokusieren, um überhaupt etwas scharf zu sehen und das durchaus auch manuell! Jedenfalls hat mich LR´s Bericht wieder einmal davon überzeugt, dass nicht alles so funktioniert, wei es im Prospekt beschrieben ist und die Einführung der Feinkalibrierung in das Kameramenue spricht doch Bände… Ich bitte um eine rege Diskussion!

Autofokus-Feinabstimmung mit Hilfe des SpyderLenscal

Immer wieder kommt es in einschlägigen internetbasierten Fotografieforen und –mailinglisten unter den Teilnehmern zu Diskussionen über bestehende bzw. fragliche Front-/Backfokusprobleme (s. z.B. http://de.wikipedia.org/wiki/Frontfokus) bei Kamera-Objektiv-Kombinationen. Zur Ermittlung, ob ein Autofokus exakt „sitzt“ oder aber der Fokus etwas vor (Frontfokus) oder hinter (Backfokus) der
gewünschten Ebene liegt, gibt es verschiedene Versuchsaufbauten mit verschiedenen Hilfsmitteln. Vor einigen Monaten hat die bisher im Zusammenhang mit Farbmanagement bekannte Firma Datacolor (www.datacolor.eu) zu diesem Problemkreis ein Hilfsmittel, das „SpyderLenscal“, auf den Markt gebracht. Mit diesem Hilfsmittel habe ich die Lage des Autofokus meiner vier digitalen Spiegelreflexkameras (dSLR) und meiner „alten“ analogen Spiegelreflexkamera überprüft. Bei zwei der Kameras konnte ich deren eingebaute Möglichkeiten zur Autofokus-Feinabstimmung und Kalibrierung nutzen, um die ermittelten nötigen Korrekturen objektivbezogen abzuspeichern.

Getestet habe ich mit den folgenden Canon EOS Kameras:

5D Mark II, 7D, 550D, 30D sowie der analogen 3.

Als Optiken kamen ein Fremdzoomobjektiv (Sigma) und mehrere Canon Optiken (Festbrennweiten, Zoomobjektive, L- und „normale“ Ausführungen) in EF und EF-S Ausführungen zum Test.

Links zum SpyderLenscal:

http://www.datacolor.eu/de/products/photo-color-tools/spyderlenscal/index.html

Video des Herstellers/Distributors zur Anwendung:

http://www.datacolor.eu/?id=398

Zusammenfassend lässt sich sagen:

Das „Lenscal“ ist ein sinnvolles Hilfsmittel zur o.a. Kalibrierung. Die Anschaffung muss aber durchaus bei einem Preis von knapp EUR 50,00 überdacht werden. Alternative Versuchsaufbauten mit z.B. einer aufgeschlagenen Zeitungsseite und markierten Visierpunkten, im ca. 45-Grad-Winkel fotografiert, können preiswerter realisiert werden, sind aber sicherlich nicht unbedingt reproduzierbar (wenn das aus welchem Grund auch immer gewünscht wird).

In einem Webinar (http://de.wikipedia.org/wiki/Webinar) von NIK-Software (http://www.niksoftware.com) in Zusammenarbeit mit Datacolor hatte ich vor gut einem Monat die Information
bekommen, dass der optimale Objekt-Sensor-Abstand bei der Kalibrierung mit Lenscal und Canon-Optiken der 50-fache Wert der genutzten Brennweite sein sollte. Das stellte sich allerdings bei meinen „Übungen“ sehr schnell als unvorteilhaft heraus. So ein Abstand ist viel zu groß, um mit dem Lenscal verlässlich die Messskala bei Offenblenden von >1,4 zur Auswertung ablesen zu können.

Hier nun meine Einstellhilfen, wenn jemand das Ganze selbst nachvollziehen möchte:

1. Belichtung auf entweder Av (Zeitautomatik) mit max. Offenblende und ISO
100, oder im manuellen Modus mit Offenblende bei ISO 100 und entsprechend
passender Verschlusszeit; RAW-Format.

2. OneShot für den Autofokusmodus, Fixierung auf den mittleren Fokussensors
zum Fokussieren.

3. Selbstauslöser mit 2 Sek. Vorlaufzeit und Kamera auf Stativ (ohne
ausgezogene Mittelsäule)

4. Als Objekt-Sensor-Abstand habe ich einen Abstand gewählt, der immer einen
gewissen Fokusweg bis zur ausgewiesenen Naheinstellgrenze ermöglichte.

Zum Beispiel: Für das EF 24-105mm f/4 L IS USM beträgt die Naheinstellgrenze 0,45 m. Mein gewählter Abstand betrug dann dabei (willkürlich festgelegt) 1,5m bei maximal möglich eingestellter Brennweite (=105mm, um für die Kalibrierung die gegenüber dem Weitwinkelbereich eingeschränktere Schärfentiefe/Tiefenschärfe besser nutzen zu können).

5. Bei Zoomobjektiven immer die maximal mögliche Brennweite eingestellt (Grund dafür s. unter 4.).

6. Lenscal auf Stativ montiert.

7. Lenscal und Kamera mit Wasserwage nivelliert

8. Nach Augenmaß versucht, den „Zentralstrahl“ des Objektivs senkrecht auf die Fokussierhilfe des Lenscals (s. anliegendes Bild „Fokussierhilfe“) auftreffen zu lassen.

9. Vor Verschlussauslösung habe ich dann den Fokus manuell in Richtung größerer Entfernung frei verstellt und den Autofokus zweimal betätigt (den Autofokus habe ich i.d.R. separat auf die „*-Taste“
gelegt und damit gelöst vom Auslöser).

10. Verschlussauslösung (Selbstauslöser s.o.).

11. Bild in Lightroom eingelesen, verschlagwortet, zur Bearbeitung nach Adobes Photoshop (Version CS5 extendet) kopiert und dort mit zunehmender Vergrößerung die Lage des Fokus in Bezug zum „Nullwert“ bewertet

12. ggfl. Korrektur des Front- oder Backfokus über Individualfaktor CFn III 5 und Wiederholung ab „9.“ bis ich subjektiv die Lage des Fokus für „ok“ befunden habe.

Anbei ein Beispiel einer Kalibrierung an der EOS 7D mit dem Canon EF 50mm f/2.5 Compact Macro. Anfangs alg, wie zu sehen, ein Frontfokus vor.

Abschließend bleibt festzuhalten:

Bei keiner meiner digitalen Spiegelreflexkamera-Optikenkombinationen hat der Autofokus ohne Kalibrierung perfekt gesessen. Es war auch so, dass z.B. der Frontfokus an der 7D des 50er Makroobjektivs an der 5D MKII kein Frontfokus war.

Wären bei allen Optiken die gleichen Fokusprobleme an unterschiedlichen Kameras gewesen, hätte ich u.U. schlussfolgern können, dass der Fehler wohl bei den Optiken zu suchen sei. Da das aber eben nicht überall qualitativ gleich war, muss die Ursache des Fokusfehlers entweder bei der Justage Sensor zu Objektivbajonett und/oder in Kombination mit einem Justagefehler des Objektivs vermutet werden. Oder es liegt noch ein genereller Systemfehler im Testaufbau vor.

Meine alte, zur Infrarotkamera umgebaute EOS 30D habe ich auch mit drei regelmäßig genutzten Optiken getestet. Auch hier stimmte kein Fokus perfekt, aber ich merke mir die jeweilige Fehllage für den Fall, dass ich ggfl. einmal die hyperfokale Distanz bewusst nutzen muss.

Außerdem habe ich auch meine analoge EOS 3 hervorgesucht und einen Film belichtet (was ich schon seit Längerem ´mal wieder tun wollte). Ein paar Bilder habe ich auch mit dem Lenscal geschossen, um ´mal zu sehen, wie denn dabei die Toleranzen einzuordnen sind. Groß war mein Erstaunen, als ich nach 5 Arbeitstagen dann die Bilder in den Händen hielt: Der Autofokus saß bei allen Aufnahmen genau dort, wo er hingehörte (s. Beispielsbild von der EOS 3 mit EF 50mm f/2.5 Compact Macro, wiederum bei Offenblende; Filmmaterial war Fujicolor C200; Scan vom Bilderabzug 10 cm X 15 cm).

Die Testserie müsste noch etwas erweitert werden. Zum einen, indem bei den Zoomobjektiven überprüft wird, ob es auch „Verwerfungen“ bei fixem Objekt-Sensorabstand und variabler Brennweite gibt. Und zum anderen, ob sich eine Kalibrierung als stabil erweist, oder ggfl. nach einem gewissen Zeitraum wiederholt werden muss. Und dann könnte zudem überprüft werden, ob die Fokussierung allein über den mittleren Autofokussensor am genauesten und reproduzierbarsten erfolgt, oder andere Kombinationen genauere Ergebnisse bringen.

Die Lösung von Fokusproblemen, die ich persönlich übrigens aus den analogen Zeiten überhaupt nicht kannte (was nicht heißt, dass es sie „damals“ nicht auch schon gab), kann m.E. nur über solche Kalibrierungen erfolgen. Diese könnten u.U. noch durch Elektronikunterstützung verifizier-, ggfl. reproduzierbar und nachhaltiger werden.

Eine kritische Anmerkung habe ich noch zur generellen Wahl des mittleren (Kreuzsensors) für den Autofokus (auch in Kombination mit der Verlegung des Autofokus weg von der Auslösertaste auf die AF-Taste oder auch *-Taste): Je näher der Objekt-Sensor-Abstand sich der Naheinstellgrenze nähert und je größer die Brennweite und die Arbeitsblende eines Objektivs werden, umso geringer wird
die Schärfentiefe bzw. Tiefenschärfe.

Ein Beispiel dazu mit der beliebten „Portraitlinse“ EF 85 f/1.8: Die Naheinstellgrenze beträgt 85cm (lässt sich gut merken). Bei einem per Autofokus mit mittlerem Kreuzsensor auf *-Tastendruck eingestelltem Fokus von z.B. 2m (Auge des Modells) beträgt die sog. „DoF“ (Depth of Field; Schärentiefe bzw. Tiefenschärfe) am Vollformatsensor einer EOS 5D (MkII) ganze 6cm. Wenn jetzt der Fokus perfekt eingetrimmt ist bzw. per se stimmt, wird also alles für unser Auge als scharf wahrnehmbar sein, was sich im Abstand von 3cm vor und hinter dem anfokussiertem Auge befindet. Wenn der Fotograf nun zur Bildkomposition seine Kamera verschwenkt, weil er z.B. das anfokussierte Auge aus dem (oft) langweiligen Bildzentrum irgendwo zum Randbereich  des gewünschten Bildes verlagert, kann das Auge sehr leicht aus dem Zentrum des Fokus an den ehemals vorderen oder auch hinteren Bereich des „DoF“ wandern oder gar schlechtestenfalls ganz aus dem Fokus. Daran ist dann kein sogenannter Front- oder Backfokus bzw. eine mangelhafte (Fein)justierung des Fokus schuld. Das ist schlichtweg Physik.

Vermeiden kann man diesen physikbedingten „Fehlfokus“ nur, indem man

  • nach dem Fokussieren die Kamera nicht mehr oder nur minimal verschwenkt,
  • die Arbeitsblende kleiner wählt und damit die Schärentiefe/Tiefenschärfe vergrößert,
  • den Objekt-Sensor-Abstand vergrößert und damit die Schärentiefe/Tiefenschärfe vergrößert,
  • nicht automatisch, sondern nach Bildkomposition manuell fokussiert, also über die Mattscheibe, was früher bei den Schnittbildindikatoren m.E. leichter war und
  • den Fokussensor nach Bildkomposition so auswählt, dass er auf dem Teil des Bildes zu liegen kommt, der in der Mitte des „DoF“ platziert sein soll und dann automatisch fokussiert.

(c) Dr. Lutz Riefenstahl für www.slowfoto.de

CANON EOS 400D – Einstellungen

Tipps zur Einstellung der CANON EOS 400D

Meine präferierten Einstellungen für die EOS 400D

Individualfunktionen

01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11

1 1 0 1 2 1 0 1 0 1 0

Bildstil auf Anw. Def. 3

Natürlich

Schärfe 0

Kontrast +1

Farbsättigung +1

Farbton 0

Belichtung – ½ Blendenstufe generell

Programme

[P] für alle unkritischen Situationen

[Tv] 1/350 sec oder kürzer, für alles was sich bewegt

[Av] 8.0 für alles, was sich nicht bewegt

[M] 22 1/250 sec mit Blitz für Makro

Menue

Piepton aus

Auslösung m/o Card aus

.

.

.

Farbtemperatur 5200 K

Farbraum sRGB

Bildstil Anw. Def. 3

.

.

.

.

.

Rückschauzeit 4 Sek.

AF-Felder angezeigt – nur den zentralen, schnellen Kreuzsensor!

Histogramm RGB

Automat. Aus 1 Min.

.

.

Dateinummer Reihenaufnahme

.

.

Videosystem PAL

Verbindung PC-Anschluss

wird für andere EOS fortgesetzt…

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CANON EOS 7D – Einstellungen

Tipps zur Einstellung der CANON EOS 7D

Meine präferierten Einstellungen für die EOS 7D

 

Allgemein

1/2 Blende Unterbelichtung bei Bildstil Natürlich 0 1 1 0 (s.u.)
AF-ON Taste zur vorherigen Scharfstellung nur mit dem mittleren schnellen Kreuzsensor
AF-Drive AI Focus
AE Speicherung falls gewünscht mit *-Taste oder halbgedrückter Auslösetaste und anschließender Bildkomposition

Auf diese Weise siehst Du als erstes scharf, als zweites komponierst Du Deinen Bildausschnitt
(ggf mit abweichender integraler Belichtungsmessung) und als drittes machst Du farbtreue Aufnahmen!

Autofunktionen

[A] Das grüne Automatikprogramm erstellt idR etwas zu helle Bilddateien mit nicht natürlichen wirkenden (Haut-)Farben
[CA] eignet sich für einige einmalig einstellbare Parameter ggü [A]
[P] eignet sich für alle einfachen Aufnahmesituationen mit variabler Blende/Zeit Kombination
[Tv] eignet sich für bewegte Motive oder unruhige Situationen (Zeitvorwahl = TimeValue ab 180sec und mehr)
[Av] eignet sich für alle statischen Motive in ruhigen Situationen (Blendenvorwahl = ApertureValue ab F8 und mehr)
[M] eignet sich für alle manuellen Einstellungen zB Nahaufnahmen mit Blitz 1/200sec F19 ISO 100
eignet sich für kritische Kontrastsituationen in RAW oder für die AE-Bracketing -2 -0,5 +1 Aufnahmenreihe

Customfunktionen

eignen sich für kritische Kontrastsituationen in RAW oder für die AE-Bracketing -2 -0,5 +1 Aufnahmenreihen in RAW

C1 ISO 500 Einzelbild -1/2LW AI servo F11 Selektiv JPG L für alles, was präzise sein soll.
C2 ISO 2000 Serie -1/2LW AI servo 1/500sec Spot JPG L für alles, was schnell ist und
C3 ISO 1000 Serie -2 0 +2LW one shot 1/125sec Mehrfeld RAW+JPG L für HDR,
CA
C

[M] erlaubt ua meine präferierten Einstellung für Nahaufnahmen mit Blitzlicht bei ISO 100 1/250sec und F19

Serienaufnahmen

bedürfen der Einstellung [Serie], die in jedem Programm per [Drive] eingestellt werden kann,
ebenso drei Aufnahmen für AEB-Bracketing (-> Menue Kartei 2 AEB -2 -0,5 +1) nicht nur bis zum Ausschalten wie bei der 5DII!

C.Fn Individualeinstellungen

meine, bitte zuerst einstellen:

C.FnI -1/1 -2/0 -3/0 -4/0 oder 1 -5/1 -6/1 -/0

C.FnII -1/2 -2/0 -3/0

C.FnIII -1/mit. -2/3 -3/1 -4/0 -5/0 -6/wähl. -7/1 -8/1 -9/1 -10/0 -11/0 -12/0 -13/0

C.FnIV -1/wähl. -2/0 -3/0 ggf. 1 -4/0

Menue

erst nach Individualfunktionen einstellen:

Kartei 1

Qualität L
R. Aug.
Piep-Ton aus
Auslöser ohne Karte deaktivieren
Rückschau 4 Sek.
Vignettierung aktiv oder deaktiv je nach dem, ob eine spätere Bildoptimierungs-Software zum Einsatz kommt (DxO)

Kartei 2

Beli.korr. -1/2 Blende AEB -2 -1/2 +1
Autom. Belichtungsoptimerung Aus
Weißabgleich AWB
Custom WB –
WB-Korrektur 0
Farbraum sRGB
Bildstil -> Natürlich -> Schärfe 0 Kontrast +1 Farbsättigung +1 Farbton 0

Kartei 3

Staublöschungsdaten –
One Touch RAW+JPG -> RAW+L

Kartei 4

Livebild-Aufnahme Aktiv
AF-Modus Gesichts-Live-Mod.
Gitteranzeige Gitte 1
Belichtungssimul. Aktiv
Geräuschlos Aufn. Modus 2
Messtimer 4 oder mehr Sek.

Kartei 5

Bilder schützen
Rotieren
Bilder löschen
Druckauftrag

Kartei 6

Überbelicht.warn. Aktiv
AF-Feldanzeige Aktiv
Histogramm Helligkeit
Diaschau
Bildsprung 10 Bilder

Kartei 7

Auto Absch.aus 1 Min.
Autom. Drehen Ein
Formatieren
Datei-Nummer Reihenaufnahme
Ordner wählen

Kartei 8

LCD Helligkeit Automatisch
Datum Uhrzeit
Sprache Deutsch
Videosystem PAL
Sensorreinigung
Gitter im Sucher Aktivieren

Kartei 9

Info Akkuladung
Kamera Benutzereinstellung
Copyright- Informationen
Alle-Kamera-Einst.löschen
Firmware-Vers. 1.1.0

Kartei 10

C.FN I bis IV s.o.
Alle C.Fn. löschen

Kartei 11
Blitzsteuerung
My Menue Einstellungen

LiveView und Filmmodus

wird für andere EOS fortgesetzt…

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CANON EOS 5D MkII – Einstellungen

Tipps zur Einstellung der CANON EOS 5D MkII

Meine präferierten Einstellungen für die EOS 5D MkII Stand Mai 2011

1/2 Blende Unterbelichtung bei Bildstil Natürlich 0 1 1 0 (s.u.) oder besser P-SNAPSHOT
AF-ON Taste zur vorherigen Scharfstellung nur mit dem mittleren schnellen Kreuzsensor
AF-Drive AI Focus
AE Speicherung falls gewünscht mit *-Taste oder halbgedrückter Auslösetaste und anschließender Bildkomposition

Auf diese Weise sehe ich als erstes scharf, als zweites komponiere ich den präzisen Bildausschnitt (ggf mit abweichender integraler Belichtungsmessung) und als drittes erstelle ich weitgehend farbtreue Aufnahmen!

Autofunktionen

[A]  Das grüne Automatikprogramm erstellt idR etwas zu helle Bilddateien mit nicht natürlichen wirkenden (Haut-)Farben
[CA] eignet sich für einige einmalig einstellbare Parameter ggü [A]
[P]  eignet sich für alle einfachen Aufnahmesituationen mit variabler Blende/Zeit Kombination
[Tv] eignet sich für bewegte Motive oder unruhige Situationen (Zeitvorwahl = TimeValue ab 180sec und mehr)
[Av] eignet sich für alle statischen Motive in ruhigen Situationen (Blendenvorwahl = ApertureValue ab F8 und mehr)
[M]  eignet sich für alle manuellen Einstellungen wie z.B meine präferierten Nahaufnahmen mit kleinem Blitz 1/200sec F19 ISO 100

Customfunktionen C1-C3 eignen sich für kritische Kontrastsituationen in RAWoder für die AE-Bracketing -2 -0,5 +1 Aufnahmenreihen in RAW
C1 ISO 500  Einzelbild -1/2LW AI servo F11 Selektiv JPG L für alles, was präzise sein soll.
C2 ISO 2000 Serie -1/2LW AI servo 1/500sec Spot JPG L für alles, was schnell ist und
C3 ISO 1000 Serie -2 0 +2LW one shot 1/125sec Mehrfeld RAW+JPG L für HDR,
CA dient der Schnelleinstellung gewisser Parameter und wird von mir nicht benutzt.

In der Customfunktiuon [C3] habe ich adaptierte Enstellungen für die Studioblitzanlage gespeichert:
ISO 50 1/125sec F8 Bildstil SNAPSHOT Farbraum sRGB WB K 5-8.000 oder alternativ für
[M] ISO 100 1/125sec F11 Bildstil SNAPSHOT Farbraum sRGB WB [auto]

C123 aktualisiert s.a. hier

Serienaufnahmen bedürfen der Einstellung [Serie], die in jedem Programm per [Drive] eingestellt werden kann,
ebenso drei Aufnahmen für AEB-Bracketing (-> Menue Kartei 2 AEB -2 -0,5 +1) nur bis zum Ausschalten!

Individualfunktionen -> zuerst einstellen:

C.Fn I Belichtung

1 2 3 4 5 6 7
1 0 0 0 1 0 0

C.Fn II Bild

1 2 3 4
1 0 0 3

C. Fn III Autofocus/Transport

1 2 3 4 5 6 7 8
1 1 0 0 0 0 1 0

C Fn IV Operation/Weiteres

1 2 3 4 5 6
3 0 6 0 0 0
Menue erst nach Individualfunktionen einstellen:

Kartei 1

Qualität L
Piep aus
Auslö m/o Card aus
Rückschau 4 Sek.
Vignettierung aktiv oder deaktiv

Kartei 2

Beli.korr. -1/2 Blende AEB -2 -1/2 +1
Weißabgleich AWB
Custom WB –
Farbraum sRGB
Bildstil -> Natürlich -> Schärfe 0 Kontrast +1 Farbsättigung +1 Farbton 0
Staublöschungsdaten –

Kartei 3

Bilder schützen
Rotieren
Druckauftrag
Transferauftrag

Kartei 4

Überbelicht.warn. Aktiv
AF-Feldanzeige Aktiv
Histogramm Helligkeit
Diaschau
Bildsprung 10 Bilder

Kartei 5

Auto Absch.aus 1 Min.
Aurom. Drehen Ein
Formatieren
Datei-Nummer Reihenaufnahme
Ordner wählen

Kartei 6

LCD helligkeit Automatisch
Datum Uhrzeit
Sprache Deutsch
Videosystem PAL
Sensorreinigung
Einstellung Livebild/Movie:
Einstellung Livebild Kamera/Filmkamera/Exp-SIM
Netzgitter Gitter 1
Geräuschl.Aufn Modus 2
Messtimer 4 Sec
AF-Modus Live Gesichts Modus
Tonaufnahme Ein

Kartei 7

Info Akkuladung
INFO Taste -> Aufn. Funk.
Steuerung externes Speedlite ->
Kamera Benutzereinstellungen -> Registrieren/Löschen
Einstellungen löschen
Firmware-Vers. 1.1.0 alt 2.1.2. aktuell

Kartei 8

C.FN I bis IV s.o.
Alle C.Fn. löschen

Kartei 9

My Menue Einstellungen

LiveView und Filmmodus

wird für andere EOS fortgesetzt…

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CANON EOS 5D – Einstellungen

Tipps zur Einstellung der CANON EOS 5D

Meine präferierten Einstellungen für die EOS 5D – Stand Mai 2011

 

1/2 Blende Unterbelichtung bei Bildstil Natürlich 0 1 1 0 (s.u.)
AF auf Sternchentaste zur vorherigen Scharfstellung nur mit dem mittleren schnellen Kreuzsensor
AE Speicherung falls gewünscht mit halbgedrückter Auslösetaste und anschließender Bildkomposition

Auf diese Weise sehe ich  als erstes scharf, als zweites komponiere ich den exakten Bildausschnitt
(ggf mit abweichender integraler Belichtungsmessung) und erstelle möglichst farbtreue Aufnahmen!

[A] Das grüne Automatikprogramm erstellt idR etwas zu helle Bilddateien mit nicht natürlichen wirkenden (Haut-)Farben
[P] eignet sich für alle einfachen Aufnahmesituationen mit variabler Blende/Zeit Kombination
[Tv] eignet sich für bewegte Motive oder unruhige Situationen (Zeitvorwahl = TimeValue ab 180sec und mehr)
[Av] eignet sich für alle statischen Motive in ruhigen Situationen (Blendenvorwahl = ApertureValue ab F8 und mehr)
[M] eignet sich für alle manuellen Einstellungen zB Nahaufnahmen mit kleinem Blitz 1/200sec F19 ISO 100
[C] eignet sich alternativ auch für kritische Kontrastsituationen in RAW oder für die AE-Bracketing -2 -0,5 +1 Aufnahmenreihe

In der Customfunktiuon [C] habe ich adaptierte Enstellungen für die Studioblitzanlage gespeichert:
ISO 50 1/125sec F8 Bildstil SNAPSHOT Farbraum sRGB WB K 5-8.000 oder alternativ für
[M] ISO 100 1/125sec F11 Bildstil SNAPSHOT Farbraum sRGB WB [auto]

Individualfunktionen -> zuerst einstellen:

1 0 0 1 0 1 0 1 0 0 obere Reihe 01-10
0 0 0 0 0 1 1 0 5 1 1 untere Reihe 11-00

Menue erst nach Individualfunktionen einstellen:

Qualität L
Piep aus
Auslö m/o Card aus
AEB -1/2 Blende
WB 0
Man WB –
Farbtemp 5200K allgemein – 7000K für Studioblitz
Farbraum sRGB
Bildstil -> Natürlich -> Schärfe 0 Kontrast +1 Farbsättigung +1 Farbton 0 oder noch besser P-SNAPSHOT
Rotieren aus
Druck –
Auto Wiedergabe –
Rückschau 4sec
AF Fenster angezeigt
Histogramm RGB
Auto Abschalten 1 min
Autom. rot aus
LCD Helligkeit eher hell als dunkel oder Mitte
Datum und Uhrzeit -> nachstellen
Datei Nummer -> Reihenaufnahme
Ordner –
Sprache deutsch
Video PAL
Verbindung PC

wird für andere EOS fortgesetzt…

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