Bauhaus 1919 bis 1933

Bauhaus Gründung vor 100 Jahren: die jubiläumsausstellung des bauhaus-archiv / museum für gestaltung in der berlinischen galerie 6.9.2019 – 27.01.2020

vor der Berlinischen Galerie

1919 wird Walter Gropius im April zum Direktor der Weimarer Hochschule für Bildende Kunst berufen, die er mit der schon länger stillgelegten Kunstgewerbeschule zum Staatlichen Bauhaus Weimar zusammenschließt

1927 wurde die NSDAP mit 2 Sitzen (3,48%) am 30.Januar in den Thüringer Landtag gewählt, 1930 wurde mit Wilhelm Frick zum ersten Mal im Deutschen Reich ein Nationalsozialist Minister. Die Weimarer Republik, immerhin die erste parlamentarische Demokratie Deutschlands, ist bis heute aufgrund ihrer politischen und gesellschaftlichen Zerrissenheit berüchtigt.

1933 wurde das Bauhaus Berlin von der Gestapo am 11.April versiegelt, am 20.Juli geben die Lehrkräfte die Auflösung bekannt

2020 wurde der FDP Politiker Thomas Kemmerich (knapp über 5% => 5 Sitze Fraktion) mit Hilfe aller AFD Stimmen am 05.Februar zum Ministerpräsident des Thüringer Landtages gewählt

Wir haben die Jubiläumsausstellung in der Berlinischen Galerie besucht.

Schon das Weimarer Bauhaus hat uns vor vielen Jahren fasziniert, die Reduktion >form follows Funktion< oder >so wenig wie möglich< an Konstruktion, dafür mit hoher Ästhetik und (fast) ohne Schnörkel, es sei denn gewollt, hat in unserer Einrichtung einen festen Platz, wobei wir mit vielen artverwandten Produkten leben (Vitra) bzw. gelebt haben (Braun nur als ein Beispiel). Uns begeistert diese klassische Moderne immer wieder, hier der umkommentierte Rundgang von ca. 2 fantastischen Stunden:

last not least das Lila Café – unbedingt besuchen!

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(c) slowfoto.de

150 Jahre THONET Bugholz Stuhl 14/214

Michael THONET baute den Stuhl fürs Volk

http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Thonet

Die Buchen im Kellerwald hatten es dem Michael Thonet angetan, nach dem Stammwerk in Wien und fünf weiteren Werken in Ostpreußen produziert die Fabrik in Frankenberg den weltberühmten Caféhausstuhl seit 1889. Der gelernte Tischlermeister war ein Universalgenie, so hat er nach dem Bugholzstuhl, den er 1849 entwarf, das Thonet Rad, wie es heute noch in Österreich genannt wird, für die Kutsche erfunden, bei dem sich ohne komplette Demontage jede defekte Speiche einzeln ersetzen lies. Die wichtigste Erfindung im Leben des gebürtigen Bopparders war aber die Bugholzetechnik, für die er erst mit verleimten Holz und später, aufgrund der Witterungsbeständigkeit mit massivem Rotbuchenholz arbeitete. Bis heute wurden mehr als 50 Millionen Exemplare des Bugholzstuhls 214 produziert!

Heute ist das hergestellte Mobiliar in der Ausstellung in Frankenberg zu besichtigen und in aller Welt oder auch im Fabrik Outlet zu erwerben. Anstelle Buchenholz wird bei Thonet seit 1926 auch viel Stahlrohr gebogen, bekannt als legendärer Freischwinger Stuhl. Der Showroom im historischen Wohnhaus der Familie zeigt die aktuelle Einrichtung liebevoll kombiniert, wer Sinn für Bauhausdesign hat, darf sich diese Wohnmöbel Kollektionen nicht entgehen lassen (100 IMG 0644).

Thonet ist ein von der Gründerfamilie in der fünften Generation geführtes Unternehmen. Parallel und im Widerspruch zum globalen Zeitgeist setzt Thonet modernes Design handwerklich um und will damit die Symbiose aus ausgewählten Materialien für Langzeitstabilität und ästhetischer sowie funktioneller Zufriedenheit seiner Kunden erreichen, ein paar Minuten Film verdeutlichen dies augenfällig:

http://www.thonet.de/de/company-movie.html

Im benachbarten Thonet-Museum ist die Geschichte ab 1819 und in den folgenden 39 Aufnahmen schlicht mit dem iPhone4 festgehalten, zum vergrößerten Betrachten einfach ein Bild anklicken:

http://www.thonet.de/de/das-museum-thonet.html

http://www.thonet.de/de/das-museum-thonet.html

Viele THONET Produkte kennt man (gut), einige hat man zumindest temporär be-sessen, manches erfreut dauerhaft (LUM Leuchte 125cm Design Ulf Möller als Stilleben Lichtquelle für EOS5DII IMG 4794 4795):

http://www.thonet.de/

(c) http://www.slowfoto.de/