FAQS: (NIK) Snapseed – wo bekomme ich es noch?

Das fragt mich aktuell ein fotografischer und seit Urzeiten persönlicher Freund, der auch keine Stunden vor dem PC sitzen, aber die eine oder andere Unzulänglichkeit einer Bilddatei verbessern möchte!

mit NIK Snapseed Korrektur in ca. 30sec, Workflow siehe unten
JPG out of cam datenreduziert: Immenstadt Stadtschloss von 1550, Historant, Marktplatz

Seit NIK den Vertrieb der Suite eingestellt hat, gibt es bei Softonic noch einen kostenlosen Snapseed Download für win und IOS, mit der Einschränkung gegenüber der Urversion, RAW Dateien werden nicht mehr akzeptiert. Der alte Funktionsumfang scheint aber gesichert, hier nur kurz skizziert: Das Wesentliche bei NIK war die U-Point Technologie, die rudimentär in Snapseed enthalten ist, für eminent wichtig unter den Features halte ich Ambience (Lichtverschiebung) – Shadows (Schatten aufhellen) – Structure (Strukturen betonen) – Warmth (Bildwärme + -)  und natürlich Crop & Straighten für alles was schebb oder überflüssig ist. Aus meiner Anleitung 3 vom VHS Kurs hier der entsprechende Tipp für alles, was meine schnelle Arbeit am Rechner betrifft. Von meinem Vater (Fotojournalist) habe ich noch die Dunkelkammer kennen gelernt, heute ist das mit der Datei viel einfacher:

Frage: Wieviel Bildbearbeitung nutzt Du und wie archivierst Du Deine fotografischen Aufnahmen? 

Will ich fotografieren oder vor dem Bildschirm sitzen? Ich will beides im vernünftigen Verhältnis. Von Ausnahmen abgesehen nutze ich die JPG Engine der Kamera mit speziellen Bildstil und freue mich, wenn es keiner oder nur weniger Nachbearbeitung bedarf. Allerdings sind auch meine Aufnahmen oft nicht perfekt, was an der Kamera, dem Licht oder Motiv, den Umständen oder mir lag 🙂

Zum notwendigen Equipment ist vieles schon gesagt, ebenso zum Kopfkino vor der Aufnahme. Hier mein Weg, nachdem die Aufnahmen auf dem Rechner gelandet sind. 

5 Punkte nach dem Klick:

  • Geometrische Korrekturen bezüglich waagrecht resp. senkrecht und danach
  • Objektiv- und Standortfehler eliminieren oder umgekehrte Reihenfolge
  • Abschneiden oder/und Format (1:1 3:2 4:3 16:9 frei) ändern
  • Helligkeiten verfolgen und ggf. ändern (Ambience), Schatten aufhellen (Shadows)
  • Bildfehler (Dreck) entfernen, Strukturen verbessern (Structure + Sharpening) und speichern

Wenn ich keine für mich befriedigende Korrekturen erstellen kann, lösche ich auf die Aufnahme lieber gleich, als über Gebühr Zeit für die Bildbearbeitung zu verbringen.

A&O ist das Sehen von Motiven und mit welcher möglichst geringen Nacharbeit oder Umsetzung die vorhandene Aufnahme noch interessanter wird.

Wesentlich für mich ist der Faktor Zeit und das kritische Betrachten. Wer sich vor dem Auslösen keine Zeit für die interessante Bildkomposition nimmt, produziert letztlich zu viel Ausschuss.

Geometrische Patzer gehören zu den häufigen Fehlern beim Fotografieren, viele Kameras erlauben, ein Gitternetz einzublenden oder die entsprechende Mattscheibe in der SLR auszutauschen. Notfalls hilft der Bildrand oben und seitlich zum horizontalen und vertikalen Ausgleich. Eigene Standorte mit Einbußen können auf dem Rechner korrigiert werden, zu stark auseinander oder zusammen fallende Linien ebenfalls (DxO View Point). Zuvor eignet sich die präzise Nachentwicklung (JPG oder RAW) ebenfalls auf dem Rechner.

Bildfehler, die vom verwendeten Objektiv verursacht werden, können ebenfalls oft direkt in der Kamera oder besser, weil auch für viele Fremdgläser möglich, auf den Rechner nachentwickelt werden. Dafür muss man dann Geduld aufbringen, erhält danach ein sehr gut aufbereitetes Bild. DxO 11 ist ein probates Tool, das mittlerweile auch Elemente von DxO View Point enthält und als Testversion erhältlich ist.

Aufnahmen erstelle ich immer im größten Format 2:3 der Kamera oder 3:4 vom Händy, denn abschneiden ist immer noch möglich. Zudem ist die höchste Bildgröße mit geringster Kompression sinnvoll, denn diese kann man auch mit geeigneten Programmen (TOP für windows – Fast Resize für IOS) blitzschnell für das Versenden (z.B. 250KB bei 1.000×1.500) wandeln.

Nicht immer gibt es top vorhandenes Licht (=> AL), auch der Sensor macht nicht jeden Kompromiss mit. Zudem hat sich in dieser Richtung nicht wirklich viel getan, was die Entwicklung betrifft. Wenn möglich, hilft eine präzise Bildkomposition, den möglichen Kontrastumfang einzuhalten, ansonsten belichte ich zur Rettung der Spitzlichter lieber etwas knapper (-1/2LW) und arbeite die Schatten nach, was dort allerdings das Rauschen verstärken kann. Der Ambience Regler (NIK Snapseed) ist bei der Verschiebung der harten Kontrastverhältnisse oft ein Segen, die Aufhellung mit dem um -2LW reduzierten Blitz manchmal auch, vor allem, wenn dieser nicht auf der Kamera platziert ist. Dabei darf die Belichtungszeit nicht vom Blitz synchronisiert werden, sondern dem AL entsprechen!

Sensoren verschmutzen beim Objektivwechsel, weshalb das offene Bajonett immer nach unten zeigen sollte. Was die automatische Sensorreinigung nicht schafft, kann der vorsichtige Anwender selbst oder vom Fachmann entfernen lassen. Auch die Bildbearbeitung stempelt die Sensorflecken weg. Strukturen lassen sich durch zarte Anhebung verbessern (Snapseed), Nachschärfen ist für den Druck (Print) sinnvoll. Ebenso schwierig sind Farbtemperaturen zu beeinflussen, ganz schnell wird es dabei kitschig! Immer gilt, weniger ist hier oft mehr und deshalb vergleicht man mit dem Original ob die Änderungen noch im Rahmen liegen. Zum Glück gibt es noch die ENTF Taste 🙂

Die o.a. iPhone6+ Panorama Aufnahme erzeugt eine bis ca. 10MB Datei, die selbst bei suboptimalem Licht noch ein wenig Futter in den dunklen Bildpartien hat. Selbstverständlich leisten sehr gute Crop oder VF Sensoren mehr…

© slowfoto.de

FAQs Fotografieren, Bildbearbeitung und Literatur

Frage: Wir müssen uns mal über`s Fotografieren unterhalten, ich würde gerne digitale Fotos am Rechner bearbeiten und suche dafür ein Programm (für Mac) und ggf. Literatur.

slowfoto: Drei Punkte sind m.E. von Bedeutung, erstens die Investition in die Fotoausrüstung, zweitens der Zeitaufwand vor dem Rechner und drittens die Wertigkeit der Fotodokumentation.

zu 1) Allen Ernstes schlage ich Dir als MacIaner vor, zunächst nur mit dem iPhone (ab Version 4) zu fotografieren und erstmal keine weitere Kamera anzuschaffen oder zu verwenden. Das iPhone bietet bereits ein gutes Kamera-App für Stillbilder und Videoclips. Der Vorteil besteht vor allem darin, dass es immer dabei ist. Die Suche nach Infos im slowfoto-blog bringt Dich hier weiter, einfach oben in den schwarzen Balken klicken und den Begriff entsprechend eingeben…

iPhone-Fotografie reduziert die Optik auf eine Brennweite, die dem 35mm Objektiv an der klassischen Kleinbildkamera vergleichbar ist, allerdings und im Gegensatz dazu mit einer weitwinkligen Perspektive von nur effektiven 4mm. Man wählt den Bildausschnitt per Standortveränderung, den Rest kann man der Kamera überlassen, das bedeutet volle Konzentration auf das, was im Retina-Display zu sehen ist: what you see is what you get, basta!

zu 2) Bildbearbeitungsprogramme gibt es wie Sand am Meer, mein derzeitiger Favorit für auf die Schnelle ist NIK Snapseed (ca. €10), weil es eine gelungene Zusammenstellung aller wesentlichen Features bietet, die man einfach benötigt wie Ausrichten, Formate ändern, Zuschneiden. Darüber hinaus lassen sich wertige Bildverbesserungen automatisch oder manuell per Regler erzielen. Auch der Spieltrieb kommt nicht zu kurz, augenfällige Verfremdungen sind ebenso möglich wie interessante Wandlungen in SchwarzWeiss auch mit der klassischen Filtersimulation. Suchen nach Anwendungen und Infos auf slowfoto wie vor, Snapseed gibt es selbstverständlich auch in der win Version, es eignet sich für alle Bilddateien einschließlich RAW, Trial unter

http://www.snapseed.com/de/     

zu 3) iPhone Aufnahmen eignen sich nicht wirklich für absolut farbtreue Dokumentationen oder anspruchsvolle Porträts, viele digitale Kompakte bieten in dieser Hinsicht auch nur ähnliches. Kommt es auf Präzision an, ist die Anschaffung von Kamerabodies mit Wechselbajonett unumgäglich, das bedeutet möglicherweise recht hohe Investitionen.

Ich halte es für sinnvoller, zunächst über die Fotografie allgemein nachzudenken: mit der Anschaffung wertiger Literatur (Bildbände) und dem Klick auf interessante Seiten, um andere Sichtweisen durch das Objektiv oder auf den Bildmonitor kennenzulernen und dadurch einen eigenen Stil zu erreichen. Ein Bild ensteht zwischen den Ohren, ein Bild ist ein Gedicht ohne Worte und kein Foto kann man nicht mehr betrachten. Ein interessanter Bildband unter vielen ist

Inspiration
Ein Buch für Fotografen
ISBN: 978-3-86490-000-6

11 Kuratoren wählten die besten 100 Aufnahmen von 1x.com aus, der populärsten kuratierten Fotogalerie im Web mit täglich über 150.000 Besuchern. Viele dieser Fotografen sind im Berufsleben mit etwas anderem als der Kamera beschäftigt.

(c) www.slowfoto.de

besser oder gewagt? Portraits bearbeiten…

http://www.portraitprofessional.com/de/?gclid=CKSfnJ3R_7ECFQjwzAodyk4AGA

Porträts bearbeiten ist ein >va banque< Spiel zwischen möglichst originalgetreu, wie mit einem vorteilhaften Make-up, oder totgebotoxt und reif fürs Wachsfiguren-Kabinett, siehe Titelseite der bunten Presse -> meine unerhebliche Meinung 🙂

Das linksstehend verwendete Porträt >(c) David Smart< ist ein Übungsobjekt von dieser m.E. dennoch wertigen Website, jeder Interessierte kann es für sich nach dem Runterladen als Trialversion (rechts) bearbeiten und mit seinem eigenen Ergebnis vergleichen kann, viel Spaß am soften Verjüngen! Nur nebenbei, es war weder das erste noch das letzte Porträt…

Zum vergrößerten Betrachten einfach anklicken und danach per Kommentar bitte ganz klar bewerten – danke!

(c) www.slowfoto.de

NIK Snapseed oder die Suche nach dem leuchtenden Profil

 

– Kamera: EOS 5D²
– Objektiv: EF 4 70-200 L IS
– Blende: F8
– Belichtungszeit: 1/500 sec
– Empfindlichkeit: ISO 100
– Belichtungskorrektur: -0,5LW
– Brennweite: 85mm
– Entfernung zum Fokus: AF pre mit zentralem Kreuzsensor
– Belichtungsmessart: Integral mittenbetont
– Bildstil: Snapshot
– Bildart: JPG
– Bildbearbeitungen: DxO7 mit und ohne Snapseed – TOP

gegen 11:30 Uhr

Vollformatsensor, available light, Bildbearbeitungen, Schatten aufhellen in wenigen Sekunden mit NIK Snapseed (ca. € 10.-)

(c) www.slowfoto.de

slowfotos der Woche (KW 32 2012)

Dubrovnik gegen Mittag und zum Abend hin

http://de.wikipedia.org/wiki/Dubrovnik

– Kamera: EOS 5D MkII
– Objektive: EF 4 70-200 L IS
– Blenden: [Av] F2.8-4-8
– Belichtungszeiten: 125/250 sec
– Empfindlichkeiten: ISO 100
– Belichtungskorrektur: -0,5LW
– Brennweiten: 70-200mm
– Entfernung zum Fokus: AF pre mit zentralem Kreuzsensor
– Belichtungsmessart: Integral mittenbetont
– Bildstil: Snapshot
– Bildart: JPG
– Bildbearbeitungen: JPK – DxO7 –  Snapseed – TOP

Auf diese Aufnahmen musste ich sehr lange warten…

Vollformatsensor, available light, Bildbearbeitungen

(c) www.slowfoto.de

slowfotos der Woche (KW 31 2012)



Lindau im Bodensee – verschiedene Blickwinkel, auch vom Wasser aus

– Kamera: EOS 400D
– Objektiv: EF 3.5-5.6 17-85 IS
– Blende: [M] F8
– Belichtungszeit: ca. 1/250 sec
– Empfindlichkeit: ISO 100
– Belichtungskorrektur: -0,5LW
– Brennweite: jeweils fest
– Entfernung zum Fokus: AF pre mit zentralem Kreuzsensor
– Belichtungsmessart: Integral mittenbetont
– Bildstil: Snapshot
– Bildart: JPG
– Bildbearbeitungen: DxO7 – Photostitch

Zum vergrößerten Betrachten bitte anklicken!

Cropsensor, available light, Bildbearbeitungen, Panoramen

(c) www.slowfoto.de

slowfoto der Woche (KW 29 2012)

DEAR PETER, LOOKING AT THIS PICTURE I FEEL LIKE TRAVELLING BACK THROUGH TIME AND STOPPING SOMEWHERE IN 1950… DUSKA O.

– Kamera: EOS 5D MkII
– Objektiv: EF 2.0 35mm
– Blende: [M] F8
– Belichtungszeit: 1/250 sec
– Empfindlichkeit: ISO 100
– Belichtungskorrektur: -0,5LW
– Brennweite: 35mm
– Entfernung zum Fokus: AF pre mit zentralem Kreuzsensor
– Belichtungsmessart: Integral mittenbetont
– Bildstil: Snapshot
– Bildart: JPG
– Bildbearbeitungen: DxO7 – Photostitch – Snapseed

Blick auf den Kanal zwischen Peljesac und Korcula von nevio camping bei Orebic aus gegen 12 Uhr mittags

http://www.nevio-camping.com/de/intro

Vollformatsensor, available light, Bildbearbeitungen, Panoramen

(c) www.slowfoto.de

slowfotos der Woche (KW 28 2012)

Was für eine Landschaft…

http://de.wikipedia.org/wiki/Nationalpark_Plitvicer_Seen

http://www.plitvicer-seen.de/

– Kamera: EOS 5D MkII
– Objektive: EF 2.8 16-35 L   EF 4 70-200 L IS   ET 24
– Blenden: [Av] F2.8-4-8
– Belichtungszeiten: 1/30-250 sec
– Empfindlichkeiten: ISO 100
– Belichtungskorrektur: -0,5LW cave Spitzlichter
– Brennweiten: 16-35 und 70-200mm
– Entfernung zum Fokus: AF pre mit zentralem Kreuzsensor
– Belichtungsmessart: Integral mittenbetont
– Bildstil: Snapshot
– Bildart: JPG
– Bildbearbeitungen v.l.n.r.: original – DxO7 – plus Snapseed

Plitvitzer Seen

Neben der über 160km langen Krka Seenplatte ist der Nationalpark Plitvicka Jezera ein weiteres Highlight für Naturfreunde und Wanderer und nicht zuletzt (zu) viele Touristen. Für entspanntes Laufen und ruhiges Fotografieren empfehlen sich deshalb die nachmittäglichen Stunden vor Sonnenuntergang und die morgendlichen vor dem Ansturm der Busse. Die Wege sind dann weitgehend frei und der Blick unbehindert… Tipp: Wer in einem der drei Park Hotels nächtigt, kann die nachmittägliche Tageskarte mit Vermerk auch am folgenden Vormittag wieder verwenden 🙂

Bei so einem Aufenthalt sind mehrere hundert Aufnahmen unproblematisch erstellt, wie kann ich so weit wie möglich per Stapelverarbeitung diese Bilddateien verbessern?  Hier deshalb mein Vorgehen, wenn es relativ präzise und dennoch weitgehend automatisiert und schnell gehen soll, die 18 durchaus meditativen Aufnahmen aus dem Nationalpark zeigen links die JPG-Originaldatei aus der 5D², die nachentwickelte DxO Variante in der Mitte und rechts diese mit Snapseed verfeinert, jeweils mit TOP auf 1.000 x1.500 Pixel (HxB) und ca. 250KB reduziert, zum vergrößerten Betrachten wie gewohnt anklicken:

1) Ich halte RAW für kritische Kontraste oder in eher lichtschwachen Situationen auch i.V.m. höheren ISO Werten für notwendig, bei ausreichend vorhandenem Licht verwende ich JPG mit meinen gewohnten Einstellungen, danach
2) DxO als erste automatische Nachentwicklung mit Preset >V2< für JPG oder Preset >natürliche Farbe nur RAW< und abschließend noch
3) Bild für Bild in Snapseed -> Details -> Struktur (oft bis 100%) und danach Tune Image -> auto oder entsprechende Vorgabe oder in diesen an den Reglern die manuellen Eingriffe wählen, was dann oft sehr nutzt, wenn die Vorgaben das gewünschte Endergebnis nicht spontan erbringen!

Der Zeitaufwand für DxO ist wegen der Stapelverarbeitung relativ gering, die  für Snapseed nicht angeboten wird: Pro Bild benötige ich so um 30sec pro für die händische >Snapseed-Behandlung<, es empfielt sich zuvor entsprechend zu selektieren.

Nachteil: Man sieht danach und egal wo, auch in Prints aus Publikationen usw., was der Sensor resp. die SW des Prozessors nicht leistet. Oder besser für jeden Einzellfall situationsbedingt einfach nicht leisten kann.

Vollformatsensor, available light, Bildbearbeitungen

(c) www.slowfoto.de

slowfoto der Woche (KW 10 2012)

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Sonnenuntergang und mehr…

– Kamera: EOS 350D
– Objektiv: EF 28-135 IS
– Blende: [Av] F8
– Belichtungszeit: 1/250 sec
– Empfindlichkeit: ISO 200
– Belichtungskorrektur: 0
– Brennweite: 135mm
– AF: mittlerer Kreuzsensor und manuelle Unschärfe
– Belichtungsmessart: Mehrfeld
– Bildstil: Natürlich
– Bildart: JPG
– Bildbearbeitungen: PS für Verfremdung – TOP

D Greifswald 18:22

(c) www.slowfoto.de

Farbtemperatur nachträglich ändern mit Picasa

Wer kennt das nicht: Oft werden Aufnahmen unter unzureichenden Lichteinflüssen erstellt, die insbesondere Hautfarben verändert erscheinen lassen, vor allem bei der Verwendung von Blitzlicht. Nicht immer besteht die Möglichkeit, zuvor den Blitz z.B. mit einer (Lee-) Farbfolie zu bestücken oder ausreichend Zeit, die Farbtemperatur im Menue der Kamera zu ändern, hier die Canon eigenen WB-Einstellungen in Kelvin (K):

WB manuell per Aufnahme 2.000 bis 10.000

WB direkt in Kelvin 2.500 bis 10.000

auto WB 3.000 bis 7.000

Schatten 7.000

Blitzlicht oder Wolken 6.000

Tageslicht 5.200

Leuchtstoff 4.000

Kunstlicht 3.200

Sind mehrere Customprogramme einstellbar, kann man diese auch hierfür nutzen, zudem gestattet die Speicherung als RAW-Format nachträgliche Änderungen per skaliertem Schieberegler, wie z.B. in Canons Digital Photo professional oder eben Picasa ohne Einteilung: Die drei folgenden Aufnahmen zeigen zuerst die recht >kalte< Originalaufnahmen, als zweite diese nach der >Temperaturerhöhung< und schließlich die unbearbeitete Zielvorgabe:

Diese komfortable Möglichkeit, gerade auch JPG-Aufnahmen nachträglich anzupassen, bietet Google´s Freeware Picasa wie folgt: Nach dem Öffnen der Aufnahme mit dem Doppelklick links zeigt sich das Bild mittig und groß im Bearbeitungsfenster, dort wird der zweite Karteireiter >Feinabstimmung< gewählt und der vierte Schieberegler >Farbtemperatur< betätigt, in der Regel nach rechts, um wärmere Abstimmungen zu erzielen. So lässt sich auf einfache Weise in ein Foto eines eher grauen Urlaubstag ein wenig Sonne zaubern oder die angesprochene Hautfarbe wärmer gestalten. Viel Erfolg beim nachträglichen >Spiel mit der Sonne<…

Nur zwei Arbeitsschritte genügen: Die Aufnahme mit der ungenügenden Farbabstimmung wird in Picasa geöffnet

und mit dem Temperaturregler bearbeitet, bis sie den Zielvorstellungen respektive der Vergleichsaufnahme weitgehend entspricht!

 

…wird fortgesetzt! 

(c)www.slowfoto.de  -> Aufnahmen Frank SOLF (danke!)