slowfoto heute – was ich aktuell und wie nutze und warum das iPhone dabei so wichtig ist

Bodensee Pfänderblick

Meine Fotografie hat sich Beginn des digitalen Zeitalters fortwährend verändert, was den Ablauf und die Gerätschaften betrifft: waren nach Jahrzehnten der SLR mit 36er Filmrolle (bei sparsamem Einlegen auch mal für 38 Aufnahmen gut) mit der ersten digitalen Kompakten irgendwelche Bilddateien möglich, so ist es aktuell eine 12MPI Datei mit dem Handy (iPhone 11/13 Pro Max) resp. 20/24/26MPI mit der Vollformat dSLR EOS 6D, der Crop-EOS M5 und der Vollformat EOS RP als dSLM. Ich nutze EF-M und EF-Objektive, keine EF-S mehr, zu neuen RF-Objektiven habe ich mich noch nicht entschließen können.

Aquamarin Wasserburg

Während zu dSLR Zeiten >6kg den Rucksack belastet haben, ist es heute gerademal 1kg (!) für das Handy (iPhone 11 mit 13-26-52mm KBÄ) und die kleine M5 (55-200mm => 88-320mm KBÄ), beide damit immer dabei, aktuell das iPhone 13 mit 13-77mm KBÄ. Die meisten Aufnahmen erstelle ich mit den 3 lichtstarken und Zoom fähigen Optiken, gerne für weite Winkel und erfolgreich gerade mit Gegenlicht oder hohen Kontrasten, für alles darüber kommt das EF-M Telezoom ibs. für eher kontrastarme Ausschnitte zum Einsatz, es sei denn die 6D oder RP sind gefragt, im Schrank sind lichtstarke Festbrennweiten und einige Zoome. Das iPhone ist in Hinsicht auf Kompensation großer Dynamik bezüglich Licht meinen EOS weit überlegen, deren [SCN] Programme HDR oder Nachtaufnahme ohne Stativ längst nicht das IP-Niveau erreichen! Auf die Verwendung von Blitzlicht verzichte ich gerne. Das iPhone bietet bis max. 10sec. aus der Hand einen tollen >night-modus< bei 26-52/77mm KBÄ, Panoramen ab 13mm und einen Tele Porträtmodus und den nicht nur für Gesichter, sondern alle möglichen Objekte im Vordergrund mit leicht unscharfer Freistellung! Was ich beim >richtigen< Fotoapparat mittlerweile vermisse: die vollständige Kontrolle bereits >vor< jedem Klick, den mächtigen und schnellen Prozessor ohne Wartezeiten, und das alles ohne Stativ! Motive sind wie früher und mehr, die aufgewendete Zeit hingegen nur noch ein Bruchteil, die Trefferquote liegt deutlich höher, wenn man sich entsprechend Mühe gibt und dabei bewegt anstelle digital zu zoomen: das iPhone arbeitet eingeschaltet wie eine Videokamera, ein JPG ist dann nur noch eine Momentaufnahme und die Trägheit des absolut unterlegenen SLR oder SLM Live View Bildschirms ist dem iPhone völlig unbekannt. Weite Winkel mit kontrastreichen Lichtverhältnissen sind heute die Domäne des iPhone. Bei den EOS muss man tricksen, um halbwegs Ergebnisse kontraststarker Motive umzusetzen: Auto Lightning Optimizer als automatische Belichtungsoptimierung mit Stufen, denn Tonwert Priorität D+ ist m.E. unterlegen, insbesondere auch der Einsatz zirkulärer Polfilter schaffen etwas Abhilfe im Live-View bei für den Sensor zu hohen Lichtunterschieden, leider mit Mehraufwand 😦

Nachmittags Sonne am See

Okay, das iPhone hübscht die Fotos damit ein wenig auf (NB wie auch die akustische Wiedergabe, dafür genügt dann oft das platzsparende MP3 Format), ibs. bei Dunkelheit ist das gut zu erkennen, für eine farbidentische Dokumentation gibt es anderes Equipment. Meine Lust am Fotografieren ist dennoch gestiegen, weil ich bereits zuvor erkenntliche Unzulänglichkeiten in der Aufnahme blitzschnell zu korrigieren weiß und das oft auch ganz ohne Rechner! Mittlerweile >teile< ich die M5 Aufnahmen per Airdrop in die Filmrolle [Fotos] vom iPhone, um identische Bearbeitung zu ermöglichen und alles zusammen gespeichert zu haben. 

Besuch von der Wespe

RAW hat mich beim Handy wie auch allen meinen EOS nicht wirklich als durchgängig nötig überzeugt, ibs. weil die iPhone JPGs für mich gut genug sind und nur weniger, damit schnellerer Nachbearbeitung bedürfen. Die Annäherung aller 3 EOS erfolgt mit Bildstil auf AUTO 755111 M5/RP resp. 7111 6D, Automatische Belichtungsoptimierung auf HOCH, Rauschreduzierung auf aus, das Vorgehen bei der Aufnahme ist wie bisher: erst Fokus und Belichtung im LIVE VIEW festlegen, dann Klick und sehen, ob die Fotos denen aus dem IP näher gekommen sind. Warum noch eine EOS SLM? Vor allem wegen der (Tele-) Wechselobjektive und der größeren Sensoren, deren JPGs noch mehr Futter für die Bildbearbeitung und mit >20MPI eine höhere Detailzeichnung bieten J auch wenn ich auf einem Auge fast blind fotografieren muss und die Qualität der EOS Dateien deswegen erst mindestens am MacBook empfinden kann. 

Lichtbogen vom elektrischen Feuerzeug

Das fotografische Vorgehen ist bei allen Kameras weitgehend identisch: EOS AF-ON entweder mit dem mittleren AF Punkt oder beim IP dessen Positionierung per Fingerwisch, Pre-AE auf die bildwichtig helle Stelle mit der * Taste oder halb gedrücktem Auslöser, beim IP auch kombiniert per Fingerwisch, mein präferiertes und zuverlässiges Vorgehen für Einzelaufnahmen! Am schnellsten ist das mit dem iPhone zu erreichen, es folgen die M5 und RP, die 6D ist im LIVE VIEW langsam wegen der verzögerten Bild Wiedergabe, und mit dem feinen weil optischen Sucher hingegen belichtungsmäßig unkontrollierbar. Weiterhin gilt für die EOS: unbedingt auf die hellen Partien belichten und Schatten später aufbrezeln, Abhilfe ist ebenfalls mit [4Nachtaufnahme ohne Stativ] oder [HDR] möglich, wobei mir auch HDR weniger zusagt, auch ein Grau- oder zirkuläres Polfilter schafft Vorteile, aber letztlich geht es mir um den Augen-blick-klick und nicht um die Tiefen der Fotografie, vielleicht noch mit einem Stativ 😦

Alle neuen Aufnahmen werden in jeder Kamera umgehend geprüft und Doubletten usw. gelöscht, von den EOS aufs iPhone übertragen und dort notwendiges [Bearbeiten] dann speditiv und auch mobil durchgeführt: waagrecht ausrichten, croppen und Winkel korrigieren, Belichtung und Bildausdruck optisch verfeinern, alles eine Sache von Sekunden (Zauberstab, Schatten, Schwarzwert). Die Kontrolle durch die kritischen Augen der Partnerin erfolgt ebenfalls zügig 🙂 das ist my way!

oben IP7+ unten IP11 ProMax, beide Aufnahmen unbearbeitet

TIPP: zu jeder Aufnahme, Frage oder Thematik biete ich gerne auch ein LIVE COACHING per Videotelefonat an, Dein/Ihr Beitrag für 30min 30€ und 60min 50€ – mobil 0172 7021587

(c) slowfoto.de

Canon EOS RP – Tipps für Fortgeschrittene 03/2021

erweiterte Tipps für differenzierte Belichtungssituationen und mehr

EOS RP  EF 2.8 200mm L ISO100 AE -1  1/1.250sec F13  [Fv] ooc    

RP [Fv] mit optischer und Histogramm Kontrolle
Die RP ist eine Kamera mit elektronischem Sucher oder rückseitigen Touch fähigem Kontroll-Bildschirm, also immer auf Live View ausgelegt mit entsprechendem Strombedarf: Abhilfe resp. längere Laufzeiten verschafft der ECO Modus, der aber längeren Sucherzeiten vor der Aufnahme widerspricht und die Reduktion der Bild Wiederholungsfrequenz beider Sucher. Ich rate zu mehreren Akkus LP-E 17.

Bilddateien im .raw Format sind grundsätzlich möglich, wegen der universelleren Verwertbarkeit (Import auf das iPhone auch zum Versand) ziehe ich .jpg vor, ibs. wenn diese in so guter Qualität aus der Kamera (ooc) auf die SD-Karte gespeichert werden, daß i.d.R. auf eine notwendige Nachbearbeitung verzichtet werden kann.

Für exakt ausbelichtete Aufnahmen in low light oder high contrast Situationen haben sich m.E. alle [A]utomatikprogramme weniger bewährt (außer Motivprogramm [SCN] mit lautloser Auslösung, AF Speicherung per halbgedrückter Auslösetaste mit AE Speicherung, beide per Spotwahl, damit z.B. bewusst per Verschieben auch mit eher knapper Unterbelichtung). Und wenn überbelichtete Areale gehäuft auftauchen, ist anstelle der Maxime: >expose to the right< eher etwas Abstand rechts im Histogramm zu wahren und das sinnvollerweise vor der Aufnahme.

Zur für meine Bedürfnisse korrekten Einstellung der Belichtung gehört außer der visuellen auch die Kontrolle der Helligkeit per eingeblendetem Histogramm, was vor allem die ersten Gehversuche erleichtert, denn der rückseitige TFT besitzt nicht die Wiedergabe Qualität eines iPhone11 Pro Max, dessen Netzteil sich übrigens für das Nachladen des LP-E 17 in der RP nutzen lässt 🙂 

Zu den Einstellungen, vR = vorderes senkrechtes, oR = oberes waagrechtes Rad:

[M]   vR -> T wählen oR -> F wählen *Taste korrigiert die Belichtung über ISO

[P]   vR -> Blende Zeit Kombination   oR -> LW -3 bis +3   keine ISO Korrektur möglich

[Fv]  vR -> ISO variieren  oR -> Tv und Av und ISO vorwählen -> bestes Vorgehen!

[SCN] lautlos keine Belichtungs-Korrektur möglich, außer per AF/AE Positionierung

in [M P Fv] fixiert die *Taste die aktuelle Belichtung, die INFO Taste blendet neben anderem das Histogramm auch in den [SCN] Motivprogrammen ein! Somit kann eine Überbelichtung vermieden werden, denn ausgeblichene Areale lassen sich nicht wiederherstellen und auch die .jpg Dateien bieten noch genügend Reserve, die dunklen Partien etwas hochzuziehen.

Bleibt noch ein wegen der geringen Größe von eSucher und Kontrollbildschirm schwer lösbares Problem: die vielen Angebote an Motivprogrammen zeigen wie auch die vielen Bildstile das finale .jpg zwar im Live View, einer Vorabschau, zu deren Beurteilung ich viele vergleichende Serien mit den unterschiedlichen Einstellungen und die noch mit variierenden Lichtverhältnissen benötigt habe, mich dennoch aber nicht auf der ganz sicheren Seite wie z.B. beim iPhone 11 Pro Max befinde, denn was ich dort live sehe, das bekomme ich auch als Bilddatei (wysiwyg). Ich möchte verwertbare .jpg schon out of cam und nicht die Nacharbeit an jeder RAW Datei, weil ich lieber vorher Zeit für die Komposition einsetze: Ob man dafür im Bildstil [Natürlich] 7 5 5 1 2 -1 die letzte Stelle Farbton von -1 bis -4 (mehr rot) durch +1 bis +4 (mehr gelb) einsetzt oder doch beim Level 0 bleibt, ist letztlich eine Geschmackssache resp. an Hautfarben oder grünen Rasen am besten zu entscheiden. Die Voreinstellungen für C1 2 3 variieren bezüglich Tv Av ISO je nach Situation:

C1 mit Bildstil [Natürlich] 7 5 5 1 2 -1 sowie zentralem One Shot AF für slowfotos                                                                             C2 mit Bildstil [Standard] 7 5 5 1 2 0 mit Servo AF plus Serienaufnahme für Sport                                                                     C3 mit Bildstil [Porträt] 7 5 5 1 1 0 AF mit Gesichtserkennung und Serie belegt

A+ mit Bildstil [Auto] wie SCN und alle Motivprogramme auch weil fixiert

Fv P Tv Av M B mit Bildstil [Landschaft] 

Am großen Wahlrad [Fv bis B] verwende ich den etwas satteren Bildstil [Landschaft] 7 5 5 1 3 -1 vorzugsweise für die neue [Fv] Programmautomatik mit ISO variabel einstellbar samt visueller Kontrolle auch über das eingeblendete Histogramm, der rechte Daumen bedient das obere waagrechte Rad zum Wechsel TV <-> AV <-> ISO und der rechte Zeigefinger das vordere senkrechte Rad für die jeweilig gewählte Feineinstellung, klingt schwierig ist aber mit etwas Training schnell eingeübt und vor allem recht zielgenau, und darauf kommt es schließlich an.

EOS RP EF 1.8 50mm 1/200 F5 ISO100 [Fv]

out of cam: das Licht war halt so

bearbeitet oder besser: aufbrezeln al gusto und das gerne auch mit [Fotos] von Apple -> Bearbeiten
alle Aufnahmen sind mit Fast Resize Daten reduziert

Tipps für das IP11 finden sich hier

(c) slowfoto.de

KI oder wysiwyg – die Vorteile von live View und eSucher

KI (künstliche Intelligenz) im Fotoapparat – ein Vergleich iPhone 11 und EOS RP

Beide Kameras sind ergänzende und wertige Alternativen (Aufnahme IP7+)

Ist

iPhone und spiegellose Systemkamera werden per Kontroll Bildschirm, die SLM zudem noch über den eSucher gesteuert, der noch weitere Vorteile wie Aufhellen bei Dunkelheit bietet, wenn das Auge an der dSLR trotz Offenblende nichts mehr sieht. Beim iPhone ist die Helligkeit per Fingerwisch rechts vom verschiebbaren AF-Feld regelbar, bei der RP kann ich sie z.B. im [Fv] Programm gezielt über den ISO Wert steuern und dabei einen Trick nutzen: findet keine Aufhellung des Suchers mehr statt, d.h. die Helligkeit des Suchers bei der Messung entspricht der Wiedergabe, befindet sich der ISO Wert im richtigen Korridor und kann sichtbar noch leicht angepasst werden, ich bevorzuge bei beiden Apparaten eher knappe Belichtungen für sattere Farben: Früher beim Diafilm war die Belichtung auf die dunklen Partien (Minolta nannte es Contrast Light Compensation) richtig, der Film vertrug Überbelichtungen des Himmels eher, bei digitalen Sensoren sollten die hellen Partien gemessen werden, Überbelichtungen führt zum Ausfransen und je besser resp. größer der Sensor samt Pixeln ist, desto mehr an >Futter< findet sich, um Schattenbereiche anzupassen, >expose to the right< ist damit Vergangenheit!

Nicht nur mir fallen im Vergleich von möglichst zeitidentischen Aufnahmen mit dem IP11 und der dSLR/SLM gravierende Unterschiede der vom jeweiligen Hersteller eingesetzten KI auf, mit zunächst augenfälligen Vorteilen für das iPhone und in den Standard Einstellungen (out of box) vermeintlichen weil seit der IP-Anschaffung sichtbaren Nachteilen bei der RP. Dieser Bericht geht darauf näher ein: Kann ich daran etwas ändern? JA!

Problemstellung

IP: Die Apple KI scheint optimal auf große Belichtungsspielräume vorbereitet, wie sie in weiten Bildwinkeln häufig zu finden sind, ggf. korrigiere ich für sattere Farben die Belichtung etwas dunkler, vor allem beim SWW und WW.

IP 52KBÄ F2

RP EF 50mm F2, der AF liegt auf dem Baumstamm in der Bildmitte

RP: Die Canon KI bietet zwar vielfältige Bildstil Voreinstellungen für die JPG Ausgabe in den Programmen [Fv P Tv Av M B], die Automatik Programme [A+ SCN] wählen diese selbst. [3HDR] und [4Nachtaufnahme ohne Stativ] kosten Rechenzeit. Ich achtete bisher eher darauf, große Belichtungsspielräume und satte Belichtungen zu vermeiden und verwendete lieber längere Brennweiten, die das IP nicht bietet. Ein möglicher Ausweg wäre, jedes JPG (oder gleich RAW) mit geeigneter Bildbearbeitung >aufzubrezeln<, was unschwer möglich ist aber halt zusätzliche Arbeit macht 😦 Mich interessiert aber ein möglichst gutes JPG out of cam!

Vorgehen

Das iPhone 11 mit den 3 Objektiven/Sensoren zeigt auf dem Bildschirm exakt die Aufnahme, wie sie nach dem Klick gespeichert wird, es gibt außer AF/AE Lock keine weiteren Einstellmöglichkeiten: what you see is what you get.

IP WW (1) F1.8

RP EF 28mm F8 mit Bildstil [Natürlich] 7 5 5 1 2 -1
Die spiegellose Vollformat EOS RP zeigt die vielen Einstellungsvarianten für die Aufnahme in (zeit)gleicher Situation, unter Nutzung folgender Einstellmöglichkeiten: automatische Belichtungsoptimierung, Bildstil(e), Tonwert Priorität. Nach einigem Testen (Abb. unten) hier meine aktuell bevorzugten Einstellungen für die RP und geeignet für alle Brennweitenbereiche:

[Auto] mit [7 5 5 1 2 -1] für alle [A+ und SCN] sowie [Fv bis M] Programme, das führt m.E. zu noch ansprechenderen Ergebnissen, immer  im Vergleich zu den Resultaten des IP, aber keinesfalls als ein Must! Der Bildstil ab der EOS 5D und für viele Nachfolger war [Natürlich 0 1 1 0] für ordentliche Hautfarben, ab jetzt aber modifiziert ist [Natürlich 7 1 2 -1] für die EOS 6D resp. alle Vorgänger. An der RP habe ich [Fv] und diesen Bildstil [7 5 5 1 2 -1] auch mit Voreinstellungen für wenig Licht und Offenblende C1 bzw. sehr wenig Licht C2 verwendet, oder als Grund Einstellung für alle Fälle C3:

C1 [Natürlich] mit [7 5 5 1 2 -1]  [Fv] mit 1/1.000sec F 1.8 ISO 1.000

C2 [Natürlich] mit [7 5 5 1 2 -1]  [Fv] mit 1/4.000sec F 1.8 ISO 4.000

C3 [Natürlich] mit [7 5 5 1 2 -1]  [Fv] mit 1/400sec F 2.8 ISO variabel

In den [Auto] und [SCN] Programmen wählt die Kamera automatisch den Bildstil, ich verwende gerne [Lautlos], ibs. weil es mit zentralem [AF] Feld meinem bisherigen dSLR Vorgehen mit zentralem = bestem Kreuzsensor entspricht. Die IP und SLM Sensoren bieten AF-Felder über fast die ganze Bildfläche verteilt, blitzschnell z.B. beim iPhone nutzbar weil per Fingerwisch zu verschieben, die AF-Feld Positionierung per Fingertipp geht auch auf dem Kontroll Bildschirm der RP.

Test

Bildbeispiele Friedhof – Hafen – Balkon, ich habe als erste Aufnahme die vom IP11 ooc und ohne jede Korrektur vorangestellt und folgend 5 weitere aus der RP, jeweils mit identischen Werten Belichtung Blende ISO aufgenommen und per Bildstilwerten gekennzeichnet, ebenfalls ohne Korrekturen:

IP11

RP 5 2 4 0 0 0

RP 7 5 5 1 2 -1

RP 7 5 5 0 4 0

RP 7 5 5 0 0 0

7 5 5 0 1 0

IP11

RP 7 5 5 1 2 -1

RP 7 5 5 0 4 0

RP 7 5 5 0 0 0

RP 7 5 5 0 1 0

IP11

RP 5 2 4 0 0 0

RP 7 5 5 1 2 -1

RP 7 5 5 0 4 0

RP 7 5 5 0 0 0

RP 7 5 5 0 1 0

Bleibt zu sagen, wir (meine Frau und ich) stimmen bei der Beurteilung weitestgehend überein, nicht immer gefällt uns die IP Aufnahme am besten, nicht immer die gleiche Abstimmung bei den fünf RP Aufnahmen, aber immer parallel in der Abwertung der in unseren Augen weniger gelungenen Farbwiedergaben 🙂

Feindetail 755000

Porträt 755010

Auto 755030

Natürlich 75512-1

Auto 755030 für Vergleich zu IP11 auto

 

IP11PM auto für Vergleich zu RP auto

Fazit

Ein 8Bit JPG >schafft< etwa 8 Blendenstufen, ein herkömmlicher Bildschirm gibt diese 8 ganz gut wieder, mehr aber nicht. Ein 14Bit RAW >schafft< 11 Blendenstufen, unser Auge etwa 14 und die Natur bietet bis zu 40, einem KB DIA Film wurden bis zu >20 nachgesagt! Das in der Kamera entstehende Bild wird heutzutage mit KI aufgebaut, anders, besser oder wie auch immer.

Früher in der SW Dunkelkammer nannte man es Abwedeln und Nachbelichten, wenn der Film aufgenommen (ne 100stel und Blende 8, wenn die Sonne lacht) und entwickelt war und das Fotopapier unter der Lampe lag.

Dem Betrachter Auge ist das alles egal, zur Bewertung einer Fotografie wird die eigene Erfahrung ausschlaggebend sein. Wer gute Aufnahmen mag, die fast Allen gefallen, ist mit dem IP11 gut beraten, wer mehr Aufwand liebt, greift zur SLM wie der RP resp. in beiden Fällen zu den schönen Töchtern anderer Mütter und Väter. 

Dieser Beitrag ist der eintausendste auf meinem slowfoto Blog – es gibt immer noch viel zu tun, deshalb folgt jetzt erstmal eine erfrischende und  schöpferische Pause 🙂

EOS RP   IP11 PM   ooc   Fast Resize   (c) slowfoto.de