Rügen mit der Camera obscura

Bücher, die sich lohnen: Alles ist Licht

Volkmar Herre bietet eine Naturschau mit der Camera obscura (Goethe hatte um 1800 auch eine mobile), eine Wanderung am Meer entlang des Kreidegebirges der Insel Rügen im Nationalpark Jasmund, in der Zwiesprache mit der Natur, die sich mit meditativer Musik auf besondere Weise betrachten lässt: Camera obscura bedeutet für mich das Wunder, wenn Licht in dunklem Raum durch ein winziges Loch fällt und die äußeren Dinge in magischer Weise erscheinen lässt… Bewegung wird zur Stille (Zitat).
Die poetischen Gedichte im überlieferten japanischem dreizeiligen 5-7-5 Rhythmus dazu stammen aus der Feder von Carine Thieme. Es gibt nur 100 Exemplare ISBN 3-932014-19-7

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Slowfotos für die KW 12 2019

Das älteste Foto der Welt 1826 – Joseph Nicéphore Niépce

1826 Original La cour du domaine du Gras von Niépce
1952 Retusche von Helmut Gernsheim

Die Geschichte um die älteste Fotografie ist verwirrend, die Schweizer Photobiliothek erklärt mit Bildbeispielen, warum das obenstehende Bild >la Cour du Domaine du Gras / Pont de vue du Gras< als erste Photographie und mit der Retouche von Gernsheim im September 1952 auf der Internationalen Photoausstellung in Luzern gezeigt wurde. Niépce hat es mit einer Camera obscura als Heliografie (Asphalt auf Zinn) mit 8 Std. Belichtungszeit aufgenommen, während sein untenstehendes Bild >Boy leading his Horse< von 1825 keine Heliografie ist, sondern einen Papierabzug von einer fotografisch erzeugten Druckplatte darstellt.

1825 Boy leading his horse von Niépce

1838, also erst einige Jahre später entsteht die Aufnahme >Boulevard du Temple von Louis Jacques Mandé Daguerre, als ca. 10min Langzeitbelichtung einer belebten Strasse. Diese Aufnahme gilt als älteste Fotografie, auf der Personen abgebildet sind.

1838 Boulevard du Temple von Louis Jacques Mandé Daguerre

Vor allem der links unten im Bild erfasste Schuhputzer mit seinem unbewegtem Kunden hat viele Kritiken um diese Aufnahme ergeben, die aus dem Verständnis nicht erst heutiger Langzeitbelichtungen einfach zu erklären sind: Ob beide Herren zufällig oder gewollt aufgenommen worden sind, spielt m.E. nur eine untergeordnete Rolle, Tatsache ist, sie sind zu erkennen!

Interessant sind die vielen Techniken zum Fotografieren oder Kopieren vorhandener Objekte allemal, wie auch deren mannigfache Entwicklungen bis hin zum Zeitalter der Digitalisierung.

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