Venedig zu Fuß in Schwarz Weiß

Venedig zu Fuß mit der EOS 6D

Maiwetter: 8:10 los mit dem www.veneziaunica.it Bus nach Punta Sabbione, von dort per schnellem Schiff nach San Marco und igs. 4 Std. zu Fuß durch die Altstadt bis zum Punta delle Dogana mit Blick auf den Markusplatz gegenüber, danach zurück bis zur Rialto Brücke, bei >al Merca< neben vielen Einheimischen und wenigen Touristen ein Weinchen getrunken und mit dem Schiff samt Bus wieder zurück zum Wohnmobil…

01 erste Eindrücke 
02 am Anlegekai
03 mit Prachtbauten
04 und wenigen Touristengruppen
05 samt Gondeln, die noch ruhen
06 die Souvenir Kioske sind schon geöffnet
07 auf zum Marktplatz
08 und weiter – die Restaurants sind teilweise schon geöffnet
09 wie die prachtvollen Galerien 
10 wichtig ist das Handy für Selfies
11 alles echt made in China
12 man wartet auf Mittagsgäste
13 Individualverkehr per Gondel
14 manchmal wird es eng
15 wem es denn gefällt
16 POLI stellt aus
17 und verkauft im ganz kleinen Laden
18 klare Ansage: hier gibt es schicke Sonnenbrillen
19 sichtbarer Sanierungsbedarf überall
20 zwei Touristen zu Fuß

Venedig wird so ab 10Uhr wach und ab 13Uhr voll, man kann wie gewohnt dort einkehren wo die Einheimischen sind, die Touripreise sind bis extrem hoch. Die Stadt hat enormen Sanierungsbedarf und zeigt die Situation des alten Reichtums auf fatale und schöne Art und Weise. Leben möchten wir hier nicht. Ein wenig erinnert es an Lindau Insel, nur ohne Autos, dafür unzähligen (Ent- und Versorgungs-) Schiffen samt Gondeln (80/100€).

21 Schäden an vielen Gebäuden
22 Müllentsorgung per Kahn
23 und dazu gehörigem Kran
24 für den Eigenbedarf 😦
25 meist zu dritt
26 für die Sicherheit unterwegs
27 idyllische Nebenkanäle
28 to go Angebote 
29 Hl. Anton bittet um Spenden für Brot
30 ein Painting mit bitterer Aussage 
31 super Delikatessen Läden
32 was das Herz begehrt
33 selbsterklärend
34 noch ein vertrauter Blickwinkel
35 wie der auch
36 oder dieser
37 und der übliche Kitsch
38 al MERCA finden wir super für einen kleinen Imbiss
39 wie das Angebot einladend aufzeigt
40 unzählige Male aufgenommen
41 fröhliche junge Runde
42 und viele sanierungsbedürftige Häuser

Die EOS 6D war auf SW (auto ISO, Kontrast +2) gestellt, das iPhone 7+ für farbige Fotos und Panoramen gut, der Bericht folgt später.

Canon EOS 6D EF 2.8 28mm ooc außer FastResize

zu Fuß in Farbe findet sich hier

(c) slowfoto.de

Advertisements

Slowfoto Ausstellung November 2018

Foto Ausstellung im Seniorendaheim Hege

Bodolz, Nonnenhorn und Wasserburg sind ein Verbund dreier Gemeinden, wobei jede eine besondere Ausstrahlung besitzt und ihren ganz eigenen Charakter bewahrt hat. Eine der Schnittstellen ist das gemeinnützige Seniorenheim im Ortsteil Hege, das im öffentlich zugänglichem Bereich wechselnde Ausstellungen an Bilder bietet. Hier sind 15 meiner Aufnahmen untergebracht, nach dem Blickwinkel ausgesucht, den man von der Anlage aus gesehen in Richtung Bodensee hat: Ein Bild ist ein Gedicht ohne Worte – Cornificius gest. 42 v.Cr. 

01 Blick auf den Wasserburger Hafen
02 und den herrlichen Uferweg
03 Blick auf die Wasserburger Bucht am Hegestrand
04 Blick auf das Schweizer Ufer mit dem Säntis vom Malerwinkel aus
05 mit dem Landschaftsschutzgebiet am gemeinsamen Ufer mit Nonnenhorn
06 Blick auf die Sankt Georgs Kirche – mal nicht vom Hafen aus
07 der Malerwinkel
08 als Oase der Besinnlichkeit und Ruhe
09 mit Aussicht auf das österreichische Ufer
10 bis hin zum Nonnenhorner Uferbereich,
11 den Säntis, dem Schweizer Hausberg (>2.000m)
12 und die Vegetation im Uferschutzbereich
13 die alte Badeanstalt in Wasserburg
14 und die alte Mole
15 und der Blick auf die Werft, Lindau und den Pfänder, dem Bregenzer Hausberg (>1.000m)

Wir leben in der Anlage >Zum Lieben Augustin< in Wasserburg, mittlerweile hat auch die Mutter (92) in der >Hege-Pflege< ein neues Zuhause gefunden. 

Nicht nur von der südlichen Bodensee Region konnte ich über Jahrzehnte viele Aufnahmen erstellen, sei es unterwegs mit der Bahn, dem Boot oder Bus, per Fahrrad oder PKW und nicht zuletzt zu Fuß, so wie diese Exponate für die Ausstellung entstanden sind.

Mein expliziter Dank für die exzellenten Pigmentdrucke (EPSON Surecolor 30x45cm auf 390 Gramm Canvas im Keilrahmen, mit Hahnemühle Varnish zum Schutz lackiert,) geht an den Lindauer Fotografen Jörn Lorenz – alle Aufnahmen sind in der gezeigten Ausführung und Größe zum Preis von € 149.- erhältlich, andere Größen auf Anfrage 0172 7021587 oder per Mail an kontakt@slowfoto.de

Die ruhigen Motive sollen in der neuen Umgebung dazu beitragen, Besuchern und Bewohnern den besonderen Reiz und die Schönheit der naheliegenden Umgebung aufzuzeigen.

Canon EOS 5Ds und 6D  EF 2.8 16-35 L und 2.8 200 L

(c) slowfoto.de

Blutmond am FR 27.07.2018

…vom Wasserburger Hafen aus

22:04 am Hafen – 7+
22:04 vom Display der EOS 6D – 7+
22:04 6D
22:45 Blutmond im vollen Erdschatten – 6D
22:52 ganz langsam wird es links heller – 6D
22:56 und heller – 6D
23:12 der Mond wandert aus dem Erdschatten, links wird es heller – 6D 

Da wir bei der nächsten Blutmondfinsternis ganz sicher nicht dabei sein werden, haben wir die gestrige genutzt und dieses außerordentlich schöne Spektakel bewundert.

iPhone 7+  Aufbau ooc  EOS6D Mond  f300mm DO IS  Kenko 1.4 1.5  LEKI Sierra Einbein  NIK Snapseed  FastResize

(c) slowfoto.de

Bodensee Segelwettbewerb 2018

RUND UM 2018 Lindau – Überlingen – Lindau

Blick vom Landungssteg aus auf Lindau und Bregenz kurz nach dem Start der 300 Boote
sehr wenig Wind hält das Feld zusammen, links oben der Pfänder mit dem Sendemast
nicht jeder Teilnehmer hat das gleiche Interesse
einige Segler können sich schon absetzen, rechts hinten der alte Raddampfer Hohentwiel 
dieser Hochsitz ist immer beliebt
vor allem die Boote mit den dunklen Segeln scheinen überlegen
der Pfänder mit der aussichtsreichen Bebauung vom Westhang
alles wird gut vor den Augen bewaffnet aufmerksam verfolgt
eines der meist mißachteten Schilder auf dem Anleger
mit dem Gewitter kommt Wind auf
langsam aber sicher nehmen die Favoriten flotte Fahrt auf
und die Besucher erfrischen sich am Kiosk neben der Segelschule und
erfreuen sich am herrlichen Blick auf den See, Lindau und Bregenz

Traditionell am 01.06. jeden Jahres findet das RUND UM für Segelboote ab Lindau statt, dies Jahr mit über 300 Booten, die am Abend in der Bucht am südlichen Bodensee starten, entweder für die große Tour bis Überlingen oder die verkürzte bis Romanshorn, beide über 24 Stunden. Wir haben, wie schon oft, dem Spektakel vom Wasserburger Hafen aus zugesehen.

EOS 6D  EF 70-300 DO IS  Kenko 1.5  ooc  Fast Resize

(c) slowfoto.de

FAQs: Eine Kamera kaufen

Start at the beginning – am Anfang steht das Bild!

absolut wasserfeste und ökologisch unbedenkliche dSLR mit 100fach Zoom

Frage: Welche Kamera ist die richtige für mich?

Fotografieren kann heute Jeder: Händys bieten mit aktuell >8MPI genügend Potential für DIN A4 Ausdrucke, denen man die Herkunft kaum ansieht. Richtig eingesetzt, sind bei brauchbarem Licht und entsprechenden Blickwinkeln Händy Aufnahmen von denen aus >richtigen< Kameras nicht oder nur schwer zu unterscheiden. Und genau darum geht es:

Womit soll ich fotografieren?

vor dem Kauf oder nach dem Fehlkauf

In meinem dritten (ab Herbst 2015) mittlerweile nur 212g leichten und im mumbi case geschützten iPhone 6+ steckt ein kleiner 1/2,9-Zoll-Sensor (4,9×3,7mm) im 4:3-Format mit einer Auflösung von acht Megapixeln (3264 × 2448), die eingebaute f4,15mm Optik hat eine kleinbildäquivalente Brennweite von 29 Millimetern, das entspricht einem Cropfaktor von 6,99 und zudem eine unveränderliche, weil offene Blende mit der Lichtstärke von F2.2. Wirklich sinnvolle Ergänzungen sehe ich in einem kleinen Stativ für längere Belichtungen (bei Nacht etc.), Vorsatzlinsen wie Fischaugen oder Weitwinkel halte ich für optische minderwertige Spielereien, Televorsätze entbehren der Qualität. Für weitere Bildwinkel steht die hervorragende on board Panorama Funktion zur häufigen Verfügung, sie ist vor allem horizontal blitzschnell und unschwer einzusetzen. Meine präferierten Apps sind [Camera+] für einstellbare Parameter und [CameraNoir] für Schwarz-Weiss, vor allem wegen SW-Live Betrachtung, exakte Bildbearbeitung erfolgt am 13„ MacBook oder 27„ iMac. Wer gerne filmt, hat andere Ansprüche hinsichtlich Stereo Mikrofon und Halterung, dazu kann ich wenig sagen, meine Clips sind kurz und meist auf wenige akustische Situationen bezogen, die auch monaural wirken. Der interne Stabilisator des 6+ arbeitet sowohl bei Film- wie Fotoaufnahmen und das sehr effektiv. Das 6,8×12,3cm oder diagonal 5,5„Retina Display (1.920×1.080 HDTV) löst hervorragend detailliert und farbtreu auf (<400ppi) und war neben der bildstabilisierten Kamera einer der wesentlichen Anschaffungsgründe, wenn man vom dicken Akku absieht. Nach bald 10.000 Aufnahmen möchte ich mich ungern vom 6+ trennen und eine Kompakte mit kleinem Sensor, ausgenommen unter Wasser oder mobil, kommt nicht mehr in Frage, zu sehr spielen mobile Dienste mittlerweile eine liebgewonnene Rolle. Ich habe das 6+ wegen der Fotografie gekauft, zum Telefonieren würde das kleinere 6er völlig reichen. 

Der nächste Sensor der Begierde ist für mich der sogenannte >Crop< mit etwa hälftigen Voll-Format (ca. 12x18mm) und mittlerweile >18MPI, angeboten in zahllosen Systemkameras ohne Spiegel oder auch zierlichen dSLR mit ebensolchem Sucherbild bis hin zu großen und schwereren Gehäusen wie denjenigen mit Vollformat Sensoren. Nach vielen 3-stelligen EOS habe ich lange und gerne mit der 410g leichten und winzigen Canon EOS M mit dem EF-M 2.0 22mm (=35mm KBÄ) verbracht, einer System Kamera mit neuen M-Objektiven (11-22mm IS!) oder auch diversen Adaptern für viele Gläser dieser Welt einschließlich aller Canon EF und EF-S Objektive. Bemerkenswert der per Fingerwisch über den ganzen Bildschirm verschiebbare punktuelle und schnelle AF (auch mit Hilfslicht) oder auch seine Nachführung, wenn einmal auf ein Gesicht oder Objekt platziert! Die Leistung heutiger Crop Sensoren samt schnellen Prozessoren und guter Firmware ist untadelig, die super kleinen Pixel fangen bauartbedingt allerdings früher an zu rauschen als die größeren der Vollformate (VF).

Mein dritter und auch nicht mehr taufrischer VF Favorit aus 2012 ist die mit dem lichtstarken F1.8 f28mm Weitwinkel und 1.163g noch relativ leichte Canon EOS 6D, die ich gerne als Nachteule bezeichne, weil Aufnahmen bis ISO 12.800 unschwer möglich sind, sie ist der Vorläufer der EOS 5D III. Mit den neuen recht preiswerten (EF und EF-S) STM Objektiven ist man für beide Sensorformate gut bedient, es müssen nicht nur die L Versionen und die in zweiter Generation sein, obwohl gerade diese Gläser sowohl alters- als auch wertbeständig bleiben, aber auch richtig Geld kosten. Die mittlerweile möglichen kamerainternen Korrekturen auch alter EF Gläser erbringen fototechnische Leistungen, die man früher nur mit aufwändiger Nachbearbeitung (DxO) erzielen konnte, auch mein EF 20-35 von 1993 ist dabei! Soviel zu meinen persönlichen Tipps zur Anschaffung und jeweils durch jahrelange positive Anwendung gesichert. Sicher gibt es viele Alternativen, man muss sich im Leben auf bestimmte Bedürfnisse konzentrieren und das ist gut so.

Fehler, die tunlichst zu vermeiden sind:

man kauft nie nur eine Kamera sondern ein vielfältiges System

Eine Kamera wegen eines Testberichts kaufen, die man nicht einigermaßen kennt. Oder zu glauben, dass eine neue teurere Kamera in der Aussage bessere Aufnahmen macht! Ist ein Händy vorhanden, lernt man einfach und zunächst, damit wertere Bilder zu erstellen! Die Touchscreen Bedienung i.V.m. >wysiwyg< (what you see is what you get) ist eine hervorragende Übung für die Komposition von Aufnahmen, die so einfach mit einer >richtigen< Kamera und optischem Sucher nicht möglich ist. Die Panorama Funktion erweitert den Aufnahmewinkel nach Belieben. Echte Teleaufnahmen sind nur mit mehr als einer eingebauten Festbrennweite möglich, auch diese Entwicklung hat begonnen.

Wird der Wunsch größer nach schnelleren Bodies (bis 20 Aufnahmen pro Sekunde, viel wichtiger ist aber die Präzision des nachführenden AF) und anderen Brennweiten (um den Mond formatfüllend aufzunehmen, benötigt man >f600mm), sollte man zunächst geeignete Fotokurse besuchen und/oder mit Ausrüstungen von Freunden ein paar Bilder machen. In ein Fotogeschäft und mit der 30-fach Zoom Kompakten wieder nachhause gehen kostet Geld, das völlig falsch investiert wurde, auch wenn der Rabatt noch so verlockend erscheint. Nichts spricht gegen eine neue Kamera zum sog. Straßenpreis, die schon ein paar Jahre auf dem Markt ist, im Gegenteil. Auch gebrauchte Objektive kann man im guten Fachhandel kaufen, hilfreich ist dabei ein zeitlich befristetes Rückgaberecht. Oder man kauft von zuverlässigen Quellen.

1-Knopf Bedienung, falls bei Automatik überhaupt nötig

Wichtig ist, dass die Kamera den Nutzer nicht überfordert: Wer das Automatik-Programm oder die Motiv-Automatiken liebt, kann sich in Ruhe der Komposition widmen, der Tüftler reizt die angebotenen Möglichkeiten so weit aus, dass er auch für kritische Situationen schnell geeignete Voreinstellungen parat hat, weil er damit vertraut ist! Beide Anwender können tolle Aufnahmen schießen, die sich sicher unterscheiden.

Wer zuhause mit Windows arbeitet, hat die Qual der Wahl für das Händy :-), der Mac Anwender wird aus guten Gründen ein iPhone vorziehen, weil viele Möglichkeiten sehr gut auf das Betriebssystem iOS abgestimmt sind.

Wer mit sehr guten fototechnischen Ergebnissen und schnellen Kameras liebäugelt, ist auf dem Markt der sog. Spiegellosen unterwegs, wegen der ungeheuren Vielfalt gibt es keine verlässliche Kaufempfehlung, der Unterschied zur Spiegelreflex (SLR) ist der elektronische gegenüber dem optischen Sucher, wenn man von der meist langsameren LiveView Aufnahme einer dSLR absieht. Es lohnt dabei exakt zu wissen, was man nicht benötigt, neue Bodies und vor allem neue Gläser sind im oberen Ausgabenbereich angesiedelt. Aber auch wertige Vollformat Objektive kosten oft mehr als die für Crop Sensoren, beide Sensorgrößen sind bei den Spiegellosen aber vertreten. Vor der Entscheidung lohnt es, einmal alle möglichen Wünsche hinsichtlich Body und Objektiv-en samt weiterem Zubehör hochzurechnen! Man muss sich immer vergegenwärtigen, dass nicht die teurere Kamera die eigenen Aufnahmen verbessert, der gewiefte Fotograf aber auch mit billigem Gerät bei gutem Licht ausdrucksstarke Bilder erhält! Das Foto entsteht im Kopf zwischen den Ohren, die Kamera ist nur der Kopierer, den man auch falsch bedienen kann 🙂

was raus muss wird ordentlich entsorgt 🙂

Fragen vor der Anschaffung:

  • reicht eine feste Brennweite oder will ich mehrere (Händy <-> Systemkamera mit Wechseloptiken)
  • brauche ich GPS, leichtes Gewicht, mobile Daten, Zeitlupe –raffer, Gesichtserkennung, LiveView, Video, Pano (-> Händy)
  • will ich den optischen Sucher, punktgenauen Autofokus, Nachführ-Autofokus, hohe ISO Bereiche, das größere Gehäuse, auch für externen Blitz (-> dSLR)
  • will ich Objektiv Fehler bereits bei der Aufnahme korrigieren (-> dSLR)
  • wie viel Gewicht will ich maximal mit mir herumtragen
  • muss es eine schnelle Kamera für Sport mit >5 Bildern/sec sein
  • muss es eine Vollformat Kamera sein (dSLR <-> Spiegellos)
  • kann ich mit dem elektronischen Sucher leben (-> Spiegellos)
  • muss es zwingend ein aktuelles Modell zum empfohlenen VK sein
  • Neukauf: wie gut ist der Garantie Service (???)
  • gebraucht resp. nach der Garantiezeit: Wer repariert zuverlässig 🙂

Fazit: Schnell gekauft ist nur dann richtig, wenn man genau weiß was! 

Kauf: kein X für ein U vormachen lassen

my10Cents:

Hinsitzen, nachdenken und vergleichen

Bei gutem Licht hat mein iPhone 6+ eine ebenso gute Farbwiedergabe wie die der EOS 6D, zudem eine fast perfekte Belichtung samt automatischem Weißabgleich und das alles ist zuvor sehr gut sichtbar. Alles in allem eine fantastische Kamera, aber es gibt immer Situationen, für die ich eine dSLR brauche: Meine 6D ist viel schneller und funktioniert viel besser im Dunkeln! Bei schwachem Licht reduziert das 6+ in der [Kamera] App die Farbsättigung, um das Rauschen zu verringern. Langzeit Belichtungen mit dem iPhone bei wenig Licht und niedrigen ISO Wert kann man auf dem Stativ mit der [Camera+] App erstellen, hier ist die 6D bei ISO 12.800 aus der Hand wegen Pixel- und Sensorgröße weit überlegen, zudem bietet sie relativ kurze Belichtungszeiten. 

Meine 6+ bietet >nur< ein KBÄ 29mm Objektiv, welches schlicht zum Turnschuh erzieht, dabei ist der Lerneffekt riesig. Sie verfügt sowohl im Standbild- als auch im Videomodus über eine effektive Stabilisierung. Fischauge, (Super-) Weitwinkel,Tele- oder Zoomobjektiv bedürfen der dSLR-Kamera, die mannigfach Vorsatzlinsen für das 6+ sind so billig wie trist! Die extrem kurze Brennweite von nur f4,15mm bringt trotz Offenblende F2,2 eine enorme Schärfentiefe, alles Ferne ist ebenso wie die geringe Tiefenschärfe der 6D vorbehalten. Das iPhone ist als Gehäuse eine Bauhaus Schlichtheit, die man mit ungeeignetem Case verunstalten kann.

Mein iPhone ist immer dabei, auch wenn ich die 6D benutze: Für die schnelle Nahaufnahme, das Panorama, den Blick aus der Bodennähe oder aus einem begehrten Winkel oder wenn das Foto auch mit den GPS Daten versendet werden soll. Das 6+ ist zudem als Fernsteuerung für die 6D einsetzbar. Beide können sich ergänzen aber nicht ersetzen.

Nach dem Ausflug in die Welt der Fotografie mit dem iPhone 6+, der ersten spiegellosen und fast komplett über den Touch Screen bedienbaren EOS M und der ISO starken Vollformat EOS 6D noch ein paar Gedanken in die Zukunft:

perfekt eingekauft und zusammengestellt, ready to

Was wird sich ändern?

* Die dSLR wird über kurz oder lang vom Markt der Spiegellosen überholt, weil ohne Spiegel zwar ohne optischen Sucher, aber auch weniger limitierende Mechanik und erweiternden LiveView bedeutet,
* dabei wird der elektronische Sucher immer besser ausgestattet
* und der Autofokus funktioniert über den gesamten Sensor, nicht nur mit wenigen Sensoren oder deren Bündelung in Gruppen bzw. sogar über einen zweiten Sensor,
* die nachgeführte Gesichts- oder Motiverkennung wird zur unabdingbaren Notwendigkeit,
* um in Verbindung mit dem hochpräzisen Autofokus auch Bewegtes sicher abzubilden
* und der elektronische, besser lautlose Verschluss wird wichtiger als der mechanische,
* wodurch sich die Bildfolge sich auf bis zu 20f/sec auch im Vollformat erhöht
* und die ISO Werte dank großem Sensor und schnellerem Prozessor samt adäquater Firmware neue Höhen erreichen.

und zum Schluß einen guten Café

Zukunft? Nein, SONY verkauft die A9 bereits für knapp unter 5k€ 😦  aber vielleicht wird es nur ein weiteres iPhone mit zwei KBÄ Festbrennweiten f27/54mm F1.8/2.4 🙂

(c) slowfoto.de 

Wasserburger Impressionen

Ein Rundgang am Hafen und See

1 Blick auf den See mit dem Schweizer Festland im Hintergrund
2 der Säntis mit über 2.502 Höhenmetern
3 das Wasserburgen Ried ist ein Naturschutzgebiet mit vielen Pflanzen- und Tierarten
4 die St. Georgs Kirche auf der Halbinsel, hier mal vom Ried aus
5 herrliche spätherbstliche Pflanzen im Ried
6 der Malerwinkel als großer öffentlicher Zugang zum See
7 wieder mit dem Säntis im Hintergrund
8 und dem Blick auf die nördliche Rückseite der Halbinsel 
9 während Enten und Schwäne schwimmen, sitzt der große schwarze Vogel auf den Ausschauplatz
10 Nahrungssuche im seichten Uferbereich
11 und nochmals der Säntis
12 mit zwei Bewunderern – welche Aufnahme ist schöner?
13 Bodennebel schaffen einzigartige Stimmungen im Licht
14 und die unberührte Natur
15 bietet vielem Getier
16 Schutz und Unterkunft
17 alte und schöne Bade- und Bootshäuser 
18 im Hafenbereich, der Schnee kündigt sich an in österreichischem Vorarlberg
19 die alte Mole zerfällt langsam
20 und der Schatten imponiert an der Kaimauer
21 von Gunther Schillings gestrandetem Schiff
22 ein letzter Blick auf den Pfänder mit Antenne, dem Bregenzer Hausberg und die Insel Lindau

Wir leben jetzt im vierten Jahr gerne in der kleinen Gemeinde Wasserburg B. und nutzen die Möglichkeiten, die sich hier und in der Umgebung bieten, wie die vielen Touristen auch 🙂 – uns gefallen die Landschaften mit den großartigen Aussichten, die nicht nur der Bodensee bietet. Alle Aufnahmen entstanden zeitnah und nach gemeinsamer Auswahl. 

Die EOS Vollformat SLR mit dem lichtstarken 200mm Tele ist mit >1,6kg nicht zwingend mein beim Wandern bevorzugtes Gerät, für Landschaftsaufnahmen hingegen ideal, auch i.V.m. dem Telekonverter. Die Aufnahmen wurden weitgehend mit Offenblende und kurzer Verschlusszeit erstellt.

EOS 6D EF 2.8 16-35 L und EF 2.8 200 LII und Snapseed

(c) slowfoto.de

Slowfoto für die KW 50 2017

Flower Power

[M] ISO 100 auto f200mm F 2.8 1/500sec min. Distanz 1,5m
Die Amaryllis ist eine Knolle, die mit extrem wenig Wasser auskommt, man kann die getränkte Knolle auch im Wachsbad einbunkern, sie treibt Blüte für Blüte, die wir aus Gewichtsgründen abschneiden und woanders verwerten (wie in der ca. 13x14cm BxH Glasvase), um den nachfolgenden Blüten Platz zu schaffen. Wir haben mit dem fast unifarbenen Ritterstern viel Freude.

EOS 6D EF 200mm 2.8 L II USM + Snapseed + DxO VP

Die f200mm Festbrennweite bietet Brennweiten bedingt bei Offenblende eine knappe Schärfentiefe, die präzise gesetzt werden will, um einen entsprechenden Effekt zu erreichen, vor allem im nahen Bereich. Anders sieht das bei fast identischer Blende F2.2 und f4,15mm bei 1/879sec mit dem iPhone 6+ aus:

out of cam

(c) slowfoto.de

Frankreich und Spanien mit dem Wohnmobil, dem Bus, der Eisenbahn, der Fähre und zu Fuß

Eine Reise in Bildern: F ES F IDA Y REGRES

Stierkampf – Museum in Ronda

31 Reisetage 19 Campingplätze (CP Tarragona 2x), 6.250km und dazu ca. 250 ausgewählte Aufnahmen (iPhone6+ / EOS 6D) mit Begleittext.

F: Annecy  camping@ville-annecy.fr
Frontignan www.camping-mediterranee34.com
ES: Tarragona www.laspalmeras.com
Alicante www.marjalcostablanca.com
Almeria www.lagarrofa.com
Albanchez www.campingelcantonet.es
Granada www.campinggranada.es
Cordoba www.campingbrillante.com
Ronda www.elsur.com
Puerto de Santa Maria www.lasdunascamping.com 
Puerto Motril www.infonegocio.com/camplapo
Guardamar del Segura www.campingmarjal.com
Tarragona www.laspalmeras.com
F: Canet en Roussilion www.brasilia.fr
Saint Cyr sur Mer www.campingbrillante.com
Neydens www.campingbrillante.com

_______________________________________________________________________

Hinfahrt: Durch die Schweiz per Autobahn A1 mit Schwerlastabgabe (>3,5t, 10 Tage je €3,30 innerhalb 365 Tagen) in Annécy angekommen, bekommen wir einen Platz auf dem begehrten Camping Municipal Le Belvedere camping@ville-annecy.fr und laufen 15min hinunter in die Alt-Stadt (und 30min zurück) – viele Touristen, entsprechender Trubel und eine Bausubstanz wie in Zürich, hier ist nichts zerstört sondern erhalten worden. Wir besuchen auch die mächtige zentrale Kirche.

F Annecy: Savoyen grüßt mit Kunst
beliebte Eckkneipe in Annecy, man genießt das blonde Craft Bier (€6,30 www.bs.fr)
die große Kirche in Annecy
mit dem hellen Mittelschiff
Blick auf die Altstadt

Noch ist der Restsommer in Sicht: Erst über die Bergstrecke bis Grenoble, danach die herrliche z.T. neu (aus)gebaute französische Autobahnen bis nach Sète resp. Frontignan und Ankunft im www.camping-mediterranee34.com – einem typischen Platz für Einheimische und solche, die sich integrieren wollen. Einkauf bei Carrefour: frische Thunfisch Filets samt Brot, Tomaten und regionalem Rosé zum Abendessen bei Sonne und Sturm draußen, davor ein Strandspaziergang und das Boulespiel vom Chef mit Gästen und abends nochmals an den Strand bei Bürgersteig hoch und ein paar Nachtaufnahmen nach Sonnenuntergang. Der Platz hat Charme aber kein heißes Wasser für das Geschirr, dafür laute Bahnanbindung und strammen Wind von West.

Sète: der herrliche Sandstrand in Frontignan
mit Spuren einer leichten Karambolage (nicht von uns 🙂
der teure Campingplatz direkt nebenan war voll belegt, unser billiger www.camping-mediterranee34.com hatte sehr große und genug leere Plätze und leider einen Holzpfahl der Begegnung beim Rangieren:-(
später der zweite Strandspaziergang
zur tiefblauen Stunde
und ebensolcher Stimmung
das Licht täuscht – geschlossen
Brände in vielen Gebieten, u.E. auch oft durch leichtsinnigen Umgang mit offenen Feuern

ES: Tarragona hat sich mehr als prächtig entwickelt, Industrie und Massenwohnungsbau wechseln sich ab. Der www.laspalmeras.com findet sich nördlich, einige km entlang der Bahnlinie aber direkt am Meer, er ist groß, laut und bestens eingerichtet, wir haben keine 50m zum Durchgang an den Strand und nur 2 Reihen vor uns, sehen praktisch auf das Mittelmeer. Was wir nach einem ergiebigen Rundgang gegen 16:30 (immer noch Mittag!) von der Terrasse des Restaurant Playa auch können, bei Thunfisch-Tomaten- resp. Salat mit Kabeljau und frischem gegrilltem Wolfbarsch mit einen dunklem 13,5% Rosé aus Navarra.

ES: Tarragona ist erstes Etappenziel, das Restaurant des www.laspalmeras.com hat eine Terrasse mit fantastischer Aussicht auf den Kilometer langen Sandstrand 
und bietet auch nachmittags gegrillten Wolfbarsch
unser Platz in der dritten Reihe zum Kilometer langen Strand und das
mit direktem Zugang in Sichtweite
Abendstimmung am Strand mit vielen Spaziergängern bei tollen warmen 24 Grad
und einem herrlichen Ausblick auf Tarragona
abendlicher Blick auf Tarragona
und in den Campingplatz

Mit dem Bus Linie 12 fahren wir zur Rambla vella und zurück, Mittagessen im lacuinadenxavier@gmail.com – einen alten, ehrlichen und gutem Gasthaus für Einheimische und Andere in der Altstadt. Der ausgiebige Rundgang fängt am Hafen an hin zu den antiken griechischen Grundmauern, die gut restaurierten Ruinen der römischen Nachfolger wie sie heute im Part Alta von Tarragona zu sehen sind, es beginnt zu regnen wie später beim 2. Aufenthalt! Auch in der Altstadt hat sich gegenüber meiner Erinnerung von vor mehr als 45 Jahren einiges getan. Nach dem Abendessen draußen laufen wir wieder am Strand Richtung Turm bis zum Ende der Bade- und Beginn der Fischerzone, mit prächtigem Farbenspielen von ockerfarbenen sandigen Felsen, Sonne und Wasser, mit dabei die EOS6D mit WW und Tele Zoom und das iPhone6+ für viele Panos. 

mit dem Stadtbus Linie 12 in die City, hier der Blick auf den römischen Hafen
und die griechisch-römischen Stadtmauern
so sah es nach der Gründung aus
und so sieht es heute aus
mitten am Marktplatz
und in der Altstadt
2. Abend am Strand
bei blauer Stunde
mit Sonnenuntergang
als 16-35mm F2.8 Superweitwinkel-
und 70-200mm F4 Teleaufnahmen
auch mit dem EF 1.4 Konverter
entsprechend 280mm F 5.6
und der Vollformat EOS 6D

Wir fahren weiter über die zunächst kostenpflichtige weil küstennahe Autobahn und später Landstraße mit vielen stillgelegten Tankstellen und wenigen neuen mit 24 Std Bar, durch weitläufige Landschaften, erst grün, dann mit riesigen Apfelsinenfeldern (Valensi(n)a), im späteren Karstgebiet sehen wir 2 riesige staatliche Haftanstalten und unzählige Steinbrüche und Marmor verarbeitende Firmen. Bis 30 Grad steigende Temperaturen sind es im über 1.000 Stellplätze großen www.marjalcostablanca.com – einem 5 Sterneplatz mitten in der Pampa zwischen der A7 und AP 7 im 5.ten Jahr (der ältere www.campingmarjal.com liegt beim Küstenort Guardamar, wir fahren auf der Rückreise dorthin), üppig angelegt mit klasse Sanitärhäusern, viele teure Motorhomes stehen auch länger, einer quirligen Badelandschaft vor und einem zweiten Becken in der Anlage, einem Viertel mit Bühne, Restaurant und Bar. Überall blinken abends farbige LED Schnüre, wir essen zu Abend im Freien.

Nach vielen stürmigen aber kostenfreien und erstklassigen Autobahn km und Landstrassen rasten hier drei Dicke und unser ganz kleiner verloren in der Mitte,
um dann später im gepflegten www.marjalcostablanca.com anzukommen
Alicante mit dem Bus: Tipps zum Frühstückscafé in der
historischen Altstadt von Alacant

Die Fahrt mit dem Bus nach Alicante (katalanisch Alacant) kostet günstige €14 hin und zurück für 2 Personen und je 40 km, endlich mal ohne Lenkrad die Gegend betrachten und im zentralen Busbahnhof beim Hafen ankommen: Stunden sind wir durch die quirlige Altstadt und rechtzeitig zurück zum Bus. Viele Touris, schöne alte Häuser und neue Geschäfte.

ganz oben die Burg
und davor die Altstadt
und darunter die Innenstadt
mit vielen Verlockungen
kulinarischer Art
samt fettem Angebot an Delikatessen

Zurück auf dem Platz berichtet der britische Nachbar als Dauercamper von rund 300€ Miete pro Monat und bei Vorabzahlung -10%, im Winter sind es 20/10 Grad tags/nachts und der Leihwagen ist für 1€/d zu haben, sie leben seit Jahren hier, das wäre nichts für uns! 

Weiterfahrt bei 19 Grad in/out, also noch angenehm frisch. Wir wechseln das Frischwasser, weil es nicht mehr so frisch ist, gehen auf die Maut freie Autobahn und sehen Karstgebiete, Schweinezucht in Massentierhaltung = seitlich offene Ställe, riesige Tomatenplantagen unter Folien (und deren Überbleibsel, falls verlassen), leider ohne Direktvermarktung und wiederum Karst ohne Bewuchs. Problematisch ist der ablandige Seitenwind in einer bisher nicht erlebten Stärke, es gilt langsam zu fahren. Der nächste Platz www.lagarrofa.com liegt kurz hinter Almeria, idyllisch und direkt am Meer mit eigener Bucht, ca. 100 z.T. sehr kleinen Parzellen, teilweise mit Sonnensegeln überdacht unterhalb der Brücke mit in die Jahre gekommenen Sanitär in der Mitte, halb oben einem Restaurant mit großer Terrasse. Der fast einsame Strand versöhnt mit mystischer Idylle, wir waren ein paar Stunden dort und bis zum Hals im sehr klaren Wasser. Hoffentlich ist der große Hund der Italiener mit der dicken LAIKA ruhiger als tagsüber…

Almeria lassen wir hinter uns, das Restaurant des mystischen www.lagarrofa.com bietet den üblichen Mittagstisch um €10 Fisch Fritten Salat
und einen steinigen, aber wunderschönen eigenen Strand
mit aktuell ganz wenig Besuchern
und einer tollen Abendstimmung: auf der Höhe die Autobahn, in der Mitte die Strasse und hier ganz unten die Ruhe
Terrasse
La Garoffa – die Bucht im gebirgigen Ausläufer

In der geschützten Bucht wohl die wärmste Nacht bisher, Schlafen geht nur ohne Jacke und Zudecke, der Verkehr von der Küstenstraße und der darüber auf hohen Stelzen liegenden Autobahn ist heftig, dennoch nachts nicht zu hören. Heute beginnen wir die Andalusien Rundtour mit der Sierra Nevada (Nirwana?). Wir nehmen die Straße bis kurz vor Almeria, machen kehrt und fahren gleich hinauf auf die Autobahn, die wir von La Garrofa aus in schwindelnder Höhe sehen konnten: Der Abtrag von Stein für diese Strecke ist eine ebenso imponierende Leistung wie die Brückenkonstruktionen zwischen den Bergen.

Bald folgt die einzige europäische Wüste El Desierto de Cabernas, ein Karstgebiet ohne Gleichen, trotz der Italo-Westernstädtchen bei Tabernas wird es langsam so einsam, dass wir schnell eine der seltenen Tankstellen nutzen, mit Bedienung samt Überfüllung, es stinkt nach Diesel und wird in der Folge mehrfach mit Fensterreiniger behandelt. Wir fahren an der größten parabolischen Solaranlage Europas (produziert auch nachts Strom leider mit Wasserverbrauch) vorbei in das Dorf La Calahorra, wo Henry Fonda auf dem Bahnhof von Sergio Leones >Spiel mir das Lied vom Tod< angekommen ist, finden aber nur einen kleinen Supermarkt und einen Eisenbahn Wagon mit lokalen Andenken im Angebot, also weiter durch Prärie, horrende Felsformationen und bis hin zu den Troglodyten (Wohnhöhlen) nicht nur in Guadix mit Vorbauten an den Felshöhlen samt Schornsteinen obenauf. Zur Schweinezucht kommen extrem große Olivenhaine hinzu, Europas größte zusammenhängende Produktion, mal wieder ohne Direktverkauf (mit Ausnahme bei den großen Ölmühlen, wenn diese darüber verfügen,) bepflanzt bis hinauf auf die Bergspitzen, allerdings in Abständen für die Bearbeitung per Traktor, meist auf hellem und staubigem Terrain.

Ein Abzweig bringt uns zum Stausee Embase del Negratin, wir bewundern farbige Felsformationen mit entsprechendem Sandabtrag bis in die Täler, auf die kleine enge off road Nebenstrecke des Navis verzichten wir gerne und fahren durch endlose Olivenhaine in die Universitätsstadt Baeza für einen Rundgang, mehr Zeit wäre hier mehr, uns drängt aber das Nachtlager im Naturschutzgebiet Nachfrage und Gespür bringen uns zum familiären www.campingelcantonet.es mit Kettenhund, Esel, Schafen und Federvieh auf der einen, wir auf der anderen Seite. Lange Parzellen und gute Sanitäreinrichtung erfreuen, wie auch das gezapfte San Miguel aus der geeisten Jarra, das beste das wir je hatten!

Sierra Nevada: Unser landschaftliches Traumziel mit unzähligen Eindrücken,
einem Stausee mitten im Gebirge
mit mittelhohen Felsformationen und viel Sand nach Westen, ideal für off-road, 
hier die wenig Wasser führende östliche Seeseite
und ein oft zu findendes Problem: es wird nicht repariert, was kaputt ist bleibt so wie es ist
dennoch finden wir die Landschaften einmalig
im größten zusammenhängenden Oliven Anbaugebiet Europas
egal wo Platz ist stehen die Reihen
und sind >stundenlang< bei der Fahrt zu bewundern
Baeza: die zentrale Kirche mit Vorplatz
und die Universität
über die Innenstadt verteilt
El Cantonet – der CP im Naturschutzgebiet mit Blick nach Norden
und näher
und noch näher
und nochmals von der Zufahrt aus

Granada ist das nächste Ziel: Der Versuch, in Jaen die Innenstadt zu erobern, hat nur bei den bereits parkenden Einheimischen als Besucher des Wochen Marktes Erfolg, wir tuckern einmal durch die City und weiter nach Süden, finden ein Carrefour zum Einkauf, Parken ist dort selten ein Problem und Tanken oft günstig, die großen Märkte haben zudem ein riesiges Angebot mit adäquater Auswahl an täglichem Bedarf!

Granada im Tele

Der erste CP in Granadas Stadmitte wird gerade erneuert (Baumaßnahmen), nach langem Suchen finden wir den ruralen www.campinggranada.es in Peligros, pittoresk oberhalb des Ortes gelegen, sehr ruhig, mit Terrassen und englisch sprechender Chefin samt einweisenden und kochendem Ehemann: Erst mal ein erholsames Mittagessen vor dem WoMo und etwas Ruhe, Sanitär und Quell-Trinkwasser sind klasse! Unser Zelt Nachbarn gegenüber kommen aus FFB und besuchen hier die für ein halbes Jahr studierende Tochter, sie haben viel Gepäck transportiert und sind seit Montag hier: Das Studentenzimmer liegt bei günstigen €150.- pro Monat. Der Platz verfügt über einen Pool mit Blick nach Granada über Peligros, oberhalb der Rezeption ist die Bar und das Restaurant. Am späten Nachmittag gehen wir ins von Hundekot strotzende Peligros und suchen die Bushaltestelle 110 für den geplanten Ausflug nach Granada. Alle Bars und Geschäfte sind noch geschlossen, wir finden schließlich ein hypermodernes Café mit Frauenclub und zwei Polizisten beim Snack. Der Wertstoffhof am Stadtrand wird mit €300.000 von der EU gefördert, der Geier weiß warum, zudem ist er geschlossen weil noch Sommer?! Das Wetter ist vorzüglich, fast zu warm, eine Dusche hilft auch ohne Abtrocknen. Gegen 22 Uhr kommen zwei weitere Zeltnachbarn aus COE, wir helfen mit der Außenbeleuchtung für den Aufbau.  

Granada: der www.campinggranada.es in Peligros liegt etwas außerhalb, es gibt den Bus 110

Früh nach Granada, weil es nachmittags so heiß ist: Heute fährt, weil Feiertag der >Nuestra Senora de la Virgen de las Angustias en Granada<, das hätten wir ja am gestrigen Einkauf der vielen billig bunten Blumensträuße erahnen können, der Bus nur stündlich ab Peligros, also versandeln wir 40min mit der Betrachtung eines Kreisverkehrs. An der Endstation Prof. Emilio Orozo angekommen, starten wir unseren Stadtrundgang mit dem Besuch der großen Renaissance Kathedrale Santa Maria de la Encarnación mit zwei riesigen Orgeln à 4.000 Pfeifen, z.T. vergoldet und damit für uns zu viel Prunk, deren wirkliches Ausmaß nur am Modell erkennbar ist und die miserable Toiletten bietet, immerhin welche.

in die quirlige Innenstadt
dort ist auch die Kathedrale zu bewundern
der Hochaltar
und die Kanzel sind für unsere Begriffe
mit beiden Orgeln etwas zu überladen
wie die Öffnungszeiten, an die man sich erstmal gewöhnen muss (13:30 bis 17 Pause!)
in der Alhambra
Panorama nach Norden mit Alt-Granada
die eher kleine Arena in der Alhambra
und eine prunklastige Hochzeit in der Altstadt bei Mittagshitze
da ruhen auch die Motos…

Die Alhambra mit ihren 2 Mio. internationalen Besuchern p.a. ist für uns eher enttäuschend, als Zeitzeichen für das muslimische Königreich ab dem 1238 bis 1492 okay, aber die heutige Bedeutung der Universitätsstadt ist uns gewichtiger… Leider erwischt mich beim Aufstieg ein harter Kreislaufkollaps mit unregelmäßigem Puls, Hinsitzen und Wasser trinken hilft weiter! Wir flanieren durch die Gassen und essen im www.tintafinarestaurante.com herrliche Fischküchlein und gegrillte Boquerones, Thun- und Seebarsch samt kaufestem Gemüse mit raffinierten Saucen bester Güte, dazu einen José Pariente Rueda barrique samt Café, mit spontaner Begeisterung für die Vinothek am Ende der Treppe runter zu den Aseos! Wir nehmen den Bus und haben noch eine Waschmaschine und Ruhe vor dem WoMo: 23 in/out es ist etwas kühler geworden und draußen ein Hemd angesagt. Gegen 2:20 verbreitet irgendein Arsch seine Musik diskothekenlaut, eine Gemeinheit, gegen die Ohrenstöpsel helfen.

Olivenhaine
im Tele

Die Route geht weiter, nach netter Ausweisung per Chef durch den unteren (Not-) Ausgang durch viele km Olivenhaine, kaufen Gemüse, Obst und Öl in einem Tante Emma Laden unterwegs, überqueren den sogenannten Olivenäquator und treffen in Cordoba auf dem städtischen www.campingbrillante.com in der gleichnamigen Straße ein, fahren umgehend mit dem Bus 10 in die City und zurück: Shoppingmeile, Judenviertel und maurische Mezquita-Catedral de Cordoba faszinieren uns sehr. Wir suchen noch die römische Brücke mit der Eingangspforte auf, genießen Bier, Pimientos fritos und Calamar plancha in der La Esquinita de la Juderia und etwas Flamenco davor, zuletzt noch ein schwedisches Knockin` on Heavens Door in der Fußgängerzone. Nach der Rückkehr sind wir fertig, der nachmittägliche Ozongehalt ist m.E. auch mit der Auslöser.

Blick auf große Agrarflächen auf dem Weg vom www.campingbrillante.com
in Cordoba, mit dem Bus 10 geht es in die City 
der heißesten Metropole Spaniens mit 52 Grad bisherigem Rekord in der Shoppingmeile
heute sind es nur über 30 Grad und angenehm
schon der Eingang zum riesige Innenhof
der maurischen Mezquita-Catedral de Cordoba beeindruckt uns
selbst wenn in der Catedral eine protzige katholische Renaissance Kirche errichtet wurde
die römische Brücke über den Guadalquivir
und das römische Stadttor
von der mächtigen Brücke aus
im quirligen Judenviertel
gibt es viele Bars und Restaurants
und noch ein paar Eindrücke mit der EOS 6D: die mystische Catedral
mit den riesigen Gewölben
und einer sinnlichen Stimmung
auch weil nicht viele Besucher hier sind
herrliche Arkaden
und nochmals die römische Brücke
mit zugehörigem Stadttor

Wir kaufen gerne Früchte, Gemüse und Obst ein, alles in schwer zu überbietender Güte, die kurzen Transportwege sind es wie das Klima samt Sonne.

aromatische Paprika
herrliche Pfirsiche
beste Aprikosen
Pflaumen wie sie sein sollen

Am nächsten Tag geht es wieder mit dem Bus in die Stadt und das eine Station weiter, mit großem Rundgang an der Stadtmauer entlang: frühes Mittagessen im Casa Bravo 1919 Boquerones, Spinatkroketten, Ratatouille, 2xSchwertfisch und als Schmeckwöhlerchen eine kleine Portion Reis wie in der Paella, ohne Fisch aber mit Gemüse, bissfeste halbrunde Körner, lecker, dazu einen Verdecho plus Café! Danach weiter an den Guadalquivir und dort noch in die Bar Lido mit Alhambra Bierchen und mehreren Beigaben Tapas, darunter scharfe Blutwurst, leckere Salami, Boquerones mit feinem Lauch mariniert (neues Rezept, gleich verinnerlicht) und jazzige Musik vom ehemaligen Diskjockey Rodrigues. Zurück durch die gerade mal ruhige Stadt und auf den CP: ein ganz großes Erlebnis ist Cordoba als heißester Stadt Spaniens bei bisher 47 (1995) und als diesjährigem Rekord angeblich 52 gemessenen Grad in der City – wir hatten mit nur 35 das Glück der reisenden Engel, zumal der Platz noch recht zentral und unsere Parzelle 83 sehr ruhig liegt. Wir lassen den Abend gemütlich angehen, essen den fetten schlabberigen Schinken vom fetten schwarzen Eichel fressenden Schwein (nee, muss nicht mehr sein) und den Pfeffer Manchego (klasse, auch ohne Pfeffer, diese Qualitäten gibt es bei uns nicht, nur die harten Ersatzräder für Schubkarren :-), dazu einen Enate 2014 Cabernet Sauvignon Merlot und wollen früh schlafen… 

Der nächste Tag: Weiter entlang der Stadtmauer
findet sich auch der Parador
an einer wunderschön
gestalteten Promenade
wie der eher ruhigen am Guadalquivir Ufer auch
wo wir in einer Bar eine delikate Überraschung erlebten
beste Tapas, die geliebten Boquerones hier mit mariniertem Fenchel
hier in der Bar direkt an der Uferstrasse
und jetzt zurück zum brillanten Campingplatz

Ronda ist das nächste Ziel, wir kommen gut weg und finden nach der Stadt auf der Autobahn mittig Oleander und links wie rechts Olivenhaine Kilometer weit. Die später durchquerten Landschaften sind  einfach nur irre, mit vielen farbigen Streifen im Fels, dunkle rotbraune frisch gepflügte Felder und riesige bewässerte Areale (Kartoffeln?), ein fruchtbares Land jedenfalls, in nicht enden wollender bergiger Schönheit, eine Herausforderung für den Agronomen und seine Traktoren. In Ronda angekommen suchen wir einen Supermarkt mit Parken und nehmen einen schattigen Platz gegenüber von Aldi, der sowohl bayrisch als auch spanisch sortiert ist. Den CP www.elsur.com finden wir erst nach langer Suche zur A-369 samt Hinweisschildern, ein Terrassen förmig angelegter Platz in 1,5km Entfernung von der Altstadt Mauer, mal sehen wie schön die mit den Türmen ist! Die Installation auf dem unebenen Gelände ist zwar bucklig aber machbar wie die Ausfahrt vom CP über die enge Brücke heute morgen auch! Wir genießen anschließend im gleichnamigen Elsur Restaurant, angeblich eines der besten weit und breit, mit getrocknetem Kabeljau gefüllte kleine rote Paprikaschoten und Blätterteig mit Ziegenkäse, danach Lachs und Dorade als Tagesfisch und final festen Brownie Kuchen mit Vanilleeis und gefrorenen Whiskeyeiskuchen ohne Kuchen aber lecker, dann erstmal ab in die Altstadt!

Nach der Ankunft im www.elsur.com geht es gleich in die Altstadt, die tiefe Schlucht von la Ronda ist fast nirgendwo vollständig einsehbar
Blick von der Parador Terrasse, hinten in der Mitte versteckt liegt der Campingplatz
die mächtige Brücke über der Schlucht
Blick in das südwestliche Hinterland
und weiter nach Nordwest
ein Recreations Gebiet neu angelegt und wenig besucht im Osten der Stadt
anders der Brückenbereich, ganz links der Parador, rechts die Neustadt
die Schlucht vor der Neustadt
Marktplatz der Neustadt
in der Stierkampfarena, heute ein Museum
und hier von der anderen Seite aus
Museum: Am Schädelpräparat sieht man, wo die Kraft sitzt
stylischer Anstecker
Brücke und Altstadt am Nachmittag
Blick von der Brücke nach Westen
Blick von der Altstadt auf den Parador

Als Krönung des Rundgangs gibt es den lokalen weißen 14,5% Lunares Ronda 2016 und später den 15% Encaste Ronda 2013 nach der Rückkehr von der Altstadt zum Abendessen: Gewaltig mit Charme, touristisch aber wir gehören ja auch dazu, ansprechend und wir haben die Adressen für Morgen in der Frühe und viele Panoramen mit der Abendsonne auch. Der CP füllt sich langsam, es wird kälter draußen 21/25 out/in bei leicht kühler Brise. TV werden wir platzbedingt 2 Tage nicht empfangen, ein Glück denn zuhause ist eh nur Wahlkrampf!

Nach Sonnenaufgang zwei Fragen an die Rezeptionistin: Wie gelangt man an das römische Theater und wer erntet die vielen Oliven? Es erntet die Familie, wenn der Besitz nicht zu groß ist, und zwar von Hand so wie sie es in ihrer Jugend auch getan hat, ab dem 9. Lebensjahr, als sie von Deutschland nach Spanien zurückgekehrt war. Die Ernte der Speiseoliven beginnt jetzt im September, die der Öloliven geht bis in den Februar und wird auch von Marokkanern unterstützt respektive mit der Rütteltechnik per Band vom Traktor durchgeführt. So gegen 11 Uhr sind wir dann los, zu Fuß wie gestern, über die Altstadt hinaus in das verbindende Kommerzviertel zum vermeintlichen Shoppen, um letztlich in der Stierkampf Arena zu landen, einem imposanten Bauwerk, das durchgängig mit Reitschule und Waffenmuseum besichtigt werden kann. Man kann stehen wo man will, der Kampf gegen den (über)mächtigen Stier ist vergleichbar zur Jagd mit Hunden und Treibern nur letztlich finaler, auch manchmal für den Torero mit der Waffe in der Hand. Baulich ein Unikat!

Auf dem Heimweg wollten wir eigentlich nur einen Imbiß und sind im www.zucio.es als bisher wohl bestem Restaurant für uns geblieben, Salatherzen mit Anchovis, Tomaten mit Thunfisch, Hühnchen mit Fritten und Hirsch mit Folienkartoffel, Halbgefrorenes mit Limone und Himbeersorbet mit Vanillecreme, dazu einen regionalen Rosé und Kaffee und Brandy und Kräuterlikör vom Haus, ein edles Lokal, super Küche und Service, die Chefin ist Owner mit dem Bruder, 3 weitere Lokale im Ort sind im Besitz und der Ehemann macht Lasergravuren in Berlin, die Kids sind bei ihr, sie möchte in D WoMo fahren… 

marinierte Oliven genau so wie wir sie mögen
knackige Salatherzen mit Anchovis
Tomatensalat mit edlem Thunfisch Stücken
Hirschrücken mit Backkartoffel
Hünchenbrust mit selbst geschnittenen Fritten
Rosado aus Ronda
Fruchtsorbet
Törtchen
www.zucio.es u.E. eines der besten Lokale der kulinarischen Reise

Abfahrt zum römischen Berg-Theater Ruinas de Adipino – Ronda la Veja mit einer Citytour der besonderen Art: Wir blieben in den engen Altstadt Gassen wegen der parkenden PKWs stecken, mussten zurücksetzen, mit den Keilen über den 15cm hohen Bordstein rechts auf den Gehweg und zudem auf die Balkone und herausstehenden Fenster achten, nach rund 30min ging der Puls dann zurück weil ohne Fremdberührung! Die Strecke zum Theater ist mit die schönste landschaftlich, das Theater leider lunes cerrado und Dienstags erst ab 15 Uhr geöffnet. Wir genießen weiter die kleine bergige Straße und Aussichten in die Atem beraubende landschaftliche Schönheit, mit Weingütern u.v.a.m. bis hin zur Autobahn (peage aber Gebühren frei?) und erreichen schließlich den riesigen www.lasdunascamping.com in El Puento de Santa Maria, gegenüber von Cadiz und direkt an einem der herrlichen Sandstrände gelegen.

die >Bühne< des Theaters von der Strasse aus
mit dem Telle
leider keine Zeit 🙂
bewachte Olivenhaine
und viele verlassene Gehöfte
Ölpressen mit gigantischem Ausmaß
auf der Suche nach dem römischen Bergtheater
heute mal wieder geschlossen
also geht es weiter
auf landschaftlich reizvoller Strecke
hinter uns der www.lasdunascamping.com – vor uns sind die Dünen kilometerlang 
mit feinstem Sandstrand
und einer uralter Schiffruine

Wir richten uns ein, essen eine Pfanne Gemüse und Salat und laufen in den Ort, um Infos für die Katamaran Fähre nach Cadiz und die Bahnfahrt nach Jerez zu sammeln, was mit Hilfe der netten jungen Frau im Fahrkartenschalter gut klappt. Ein Besuch im Sherry Keller brachte anstelle der Führung zwei Flaschen Fino, der Besuch in einer Strandbar zwei Bierchen durch den alten Kellner mit top Figur und Frisur, der zunächst alleine etwas überfordert schien aber sehr nett war, viele ältere Herren sind im Service! Abendessen vor dem Womo, super roher Schinken und mehr, TV mal wieder bis zum letzten Gähnen.

mit dem Katamaran nach Cadiz, im 13 Jh. v. Chr. von den Phöniziern gegründet – prima Klima
die Hafenmeile
in beiden Richtungen
alte Straßenlaternen weisen in die Altstadt
mit monumentalem Hauptplatz
und im Markt mit allem an Seefisch, was die Pfanne begehrt

Heute geht es nach Cadiz! Die Fähre kosten €2,60 p.P. und Strecke und zeitlich registrierter Fahrt und ist einfach nur klasse, man kommt mitten in der Altstadt an. Der große Rundgang in €uropas ältester Stadt, von den Phöniziern im 13. JH. v. Chr. gegründet, von drei Seiten vom Atlantik umgeben, also fast uneinnehmbar, ist einfach nur bemerkenswert, egal ob antik oder aktuell wie die innen offene Markthalle mit einem Angebot an Gemüse und Fisch ohne Gleichen. Wir haben im El Aljibe Gatiano, dem zuerst ausgewähltem Restaurant (O-Ton eine Kleinigkeit im Sitzen?) ein erstklassiges Menü genossen, mit Spargelpastete resp. Salatherzen und Anchovis, dem Wolfsbarsch (lubina) mit Gemüse auf dem Punkt und einem klasse Marques de Riscal Verdejo samt Wasser und Café, diese Qualitäten bekommen wir bei uns selten und den Schoko Kuchen als obendrein eh nicht 🙂

ein ganz dicker Katamaran
der Hafen von Cadiz
der Leuchtturm von Puerto Sherry
das alte Schiffswrack
von Santa Maria
unser Katamaran nach Cadiz und zurück
die Rückfahrt
an Purteo Sherry vorbei
Sport auf der Promenade
Cadiz Skyline
Ebbe oder Flut
ankern neben der Fahrrinne
Perlmutt in der Muschel
Weg?
Palmen am Strand
mit neu&gierigen Besuchern
ungewöhnlich geformte Exemplare
im Hintergrund unser CP
herrlicher Sand

Nach der Rückkehr mit der leisen und dennoch flotten Katamaran Fähre sitzen wir in der Sonne, genießen das eingekaufte Mandelgebäck mit dem Jerez Fino und laufen dann am Strand entlang, super Sand, tolle Muscheln, klasse Motive mal wieder für das 70-200mm Tele. Morgen ist Jerez Tag: Herbstanfang, den man hier nicht merkt! Wir laufen zum Bahnhof 50min, kaufen Fahrkarten nach Jerez ida y regres und sind 10min später dort, E-Zug und Strecke sind so neu wie die moderne Bahnhofeinrichtung, befolgen den falschen Rat des Orts-Polizisten und gehen nach Westen auf schmutzigen, von Hundekot und Abfällen verunreinigten trostlosen aber verrammelten Straßen. Ein Blick auf die Karte und die Tour geht nach Norden weiter, dort ist Leben, sind Geschäfte (Wein&Co mit top Beratung) und Sehenswürdigkeiten wie die alte Kirche St. Miguel, der bewehrte Palast neben Gonzales Byass (Eintritt ab 35€, nee, nicht mit uns), noch eine mächtige Kathedrale und viel Leben in den Bars resp. draußen (Jarra 2€), ein Eldorado für alle Durstigen! Alt und sehr gut: www.dietzmerito.com lädt zur freien Verkostung mit Information ein, Resultat ist der Einkauf leckerer Sherrys. Zurück fahren wir wieder mit dem Zug und einem Seat Taxi, das 455.800km hinter sich hat, erster Motor, zweiter Anlasser und hundertfach getackertem Himmel.

Jerez mit der vielfach angebauten Kathedrale
€2.- Eintritt
die sich lohnen
Gonzales Byass wollte €35.-
die Kathedrale
als Wahrzeichen
mit dem freistehenden Glockenturm
und den vielen bunten Fässern in der Fußgängerzone
mitten in der pittoresken Altstadt
es wird viel mehr Bier getrunken als man glaubt
und es gibt viele kleine Sherry Kellereien
mit edlem Angebot
geht doch prima: auch der Campingtisch bietet viel aus dem Lande

Wir essen grünen Spargel aus der Pfanne, Kochschinken, Manchego, Salatherzen und dazu einen Weißen aus Ronda, danach wandern wir noch am Strand. Morgen werden wir nach Puerto Sherry laufen.

Puerto Sherry`s Hafenmole
mit dem (neuen) Leuchtturm
und Ausblick Richtung Cadiz
als auch in das
Hafengebiet mit Apartmenthäusern, Bauruinen und Nobelhotels
Abends essen wir Seefisch (Hai) und
Langusten und
genießen einen Wein aus Sherrytrauben

Wir nehmen die Uferpromenade nach Puerto Sherry, einem geförderten kommerziellen (Sherry?) Hafen plus großen Liegeplatz mit vielen teuren Yachten, einer Hotel- und Appartementanlage, Bauruinen neben Wohnungen und einem auf alt gemachten Leuchtturm, der leider nur bis 15Uhr zu besichtigen war. In der einzig offenen Bar gibt es Cruzcampo, Huevo, Jamon & Frites, pappig aber hier im Süden stoßen sie uns bisher noch nicht auf. Nach dem Rückweg nochmal einen Strandgang im Sand, danach erfreuen Weißfischfilets (Hai) und 6 große Gambas samt Sherry Wein mit den beiden Affen wie der gemischte Salat den Magen, zum Café (Vivaldo lungo aus der seit Jahren unkomplizierten Krups Nespresso Maschine) noch einen Sherry Brandy. Unsere während der Abwesenheit abgestellte Brauchwasser Pumpe meckert leise vor sich hin, anstatt ganz auszugehen: an+aus also bei jeder Nutzung, das Problem zeigt sich später in der ungenauen Anzeige 66% resp. 33%, im Grunde war fast nichts mehr im Tank!

Bis hierhin IDA, auf unserer Reise geht es nun zurück REGRES, wir haben Gibraltar als weitest entfernten geografischen Wendepunkt festgelegt:

Wir fahren Richtung Tarifa, dem Surferparadies im Süden, sehen Batterien von Großwindanlagen, spüren den heftigen Wind am WoMo, halten einmal kurz vor der Grenze zu Gibraltar an, verzichten aber auf den Besuch zu Fuß (Grenzübertritt zu penibel) und fahren flott weiter nach Algeciras (Handel, Industrie), Marbeilla (Touristik, Fincas?), durch völlig zugebaute Landschaften, z.T. auch mit Bauruinen, und landen schließlich in der Einflugschneise von www.torremolinos.com – einem in die Jahre gekommenem Platz mit wenig=0 Pflege. Mit der wieder hypermodernen E-Bahn geht es nach Malaga, dort essen wir in der herrlichen Altstadt im El Trillo super Tartar de Solomill (Thunfisch mit Avocado), leckere Paella de Verduras und erhalten einen regionalen Barbadillo aus Cajiz zugeteilt 🙂 Der anschließende Rundgang zeigt eine gepflegte und pulsierende Altstadt mit zig Lokalen und vielen Gästen, renovierten Häusern und modernen Geschäften, ein Must für den Touristen! Zurück auf dem Platz zählen wir Flieger im Minutentakt, informieren uns drinnen (wegen der Mücken) über die Wahl und sehen vielleicht rot, rot-rot, gelb und grün als Alternative, Angela hat den Bogen wohl überspannt und die Linke die `DDR` billig verkauft, mal sehen was wird sagt meine Mutter (91).

Tarifa mit den heftigen Winden
und der Felsen von Gibraltar, die Einreise haben wir uns erspart
Malaga: Tuna Carpaccio at it`s best mit Avocado
Paella auch ohne Meerestiere
Altstadt von Malaga
super restauriert und trotz viel Tourismus gepflegt
mit Speck fängt man Mäuse (englische Touristen)
am späten Nachmittag
Malagas Eye
und die hypermoderne Bahnstation

Früh weg, die ungepflegten sanitären Anlagen sind nur ein Grund. Wir fahren die Autobahn ohne Gebühren um das riesige besiedelte Malaga herum, in Cajiz beginnt der Obst- und Weinbau, die Küstenstraße ist eine Wohltat für die Augen, schließlich gelangen wir auf den www.infonegocio.com/camplapo an der Costa Tropical de Granada, in Puerto Montril, und sehen den Anspruch aus der Werbung in die nackte Realität umgesetzt, laufen von dort nach in das Kaff, einem wohnmäßig abgewrackten Areal mit viel Hundekot auf den Gehwegen und noch mehr in den vergammelten Grünanlagen, nee, leben könnten wir hier nicht, auch der Gegensatz zu den großen Blocks mit leerstehenden Wohneinheiten (se vende) bringt keine Freude, weil nur Bausubstanz für ein paar Wochen im Jahr. Mit dem Bus geht es weiter ins Städtchen Montril, ganz nett aber mittags wieder mal total verschlafen. Später in einer der wenigen offenen Kneipe die Überraschung: el descorche bietet Fajita als Tapas zur Jarra Bier (3), das sind lecker trockene Teigröllchen mit Gemüsefüllung und scharfer Tomatensauce, und weil wir so nett gelobt haben, gab es noch einen Teller Kartoffelsalat mit Möhren und dunklen Oliven, also fast das halbe Abendessen. Zurück mit einem 5 Jahre alten Sharan fast im Neuzustand, aber über 500.000km auf der Uhr!

teilweise liegt viel herum, was dort nicht hingehört
Müllprobleme überall, was nebendran liegt bleibt liegen und das ist zuviel
es gibt zwar Industrie
aber nur nicht einladende Landschaften
Puerto Montril mit leeren Strand und ebensolcher Uferpromenade, viele Rollläden sind unten
und aktuell einsamer Strandidylle
nur der Café solo hilft weiter
mit einem Wort nix los!
manche Bauvorhaben bleiben Ruinen
unser Kontrastprogramm ist Kabeljau und
Thunfisch und viel Gemüse
mit Salat 
und den Pimentes aus der 20€ Elektro-Pfanne

Heute sind 400km angesagt, zur älteren Dependance von www.campingmarjal.com  nördlich Guardamar del Segura am Mittelmeer. Die ersten 100km sehen wir nur Plantagen unter Folie, ab und zu ein paar Gebäude dazwischen, oder auch mal eine kleine Siedlung. Die Problematik zeigt sich, wenn eine Plantage aufgegeben wird, die Folie zerreißt und das Gestänge wie ein überdimensionales Zelt verbleibt. Müllberge überall dazwischen weil der Abfall einfach irgendwo hingeschüttet wird. Im Grunde ist es ein riesiges Abfalllager zwischen den einzelnen Parzellen, die oft extrem steil in den Berg gebaut sind mit irren Wegen als Zufahrt. Die Gesichter der Arbeiter sind meist braun, man sagt uns Marokkaner. Erst später beginnt normaler Ackerbau mit Gemüsen oder Obsthainen. Wir landen unproblematisch in der Anlage, die ähnlich konzipiert aber kleiner ist, mit tollem Angebot an konfluenten Schwimmbecken. Ein Mittagessen auf der Terrasse gibt Kräfte, ein Gang zum Strand zeigt die Müllproblematik erneut und abstoßend, alles fliegt herum und bleibt einfach nur liegen, das Bewusstsein fehlt einfach und die Natur kann den Plastikscheiß nicht verarbeiten. Die Abendstimmung vor dem WoMo ist toll und die Temperatur warm. Der Fiat Ducato hat knapp zehn l/100km und nur einen halben l Öl auf 9tkm gebraucht.

Mittelmeer bei Guardamar
hier mit Blick auf die Stadt rechts
tolle Poollandschaft von der Restaurant Terrasse aus

22 Grad in/out, die x-te Wäsche trocknet, wir laufen zum Mercadona und kaufen ein. Nach dem gesunden Frühstück geht es zu Fuß den staubigen Weg ins Örtchen Guardamar, einem Badeort, dessen Innenstadt wie gehabt schläft außer einem Friseurladen, der mich für €12 mit 3mm rundum plus Nespresso! Rundgang auf der Strandpromenade und per Taxe zum CP. Ohne Markise herrschen innen 41 bei draußen 29 Grad. Schwimmen begeistert bei fast zu kaltem Wasser. Wir plaudern mit unseren freundlichen britischen Nachbarn und den 2+3 aus Essen (Elternurlaub Baby 2 Monate Sohn 2J Tochter 4J und die Familie 2 Monate unterwegs, Vater fuhr in 3 Etappen mit PKW und WoWa hierher, Mutter flog und meint, sie hat mit den 3 Kids die A.karte gehabt, der 2-Jährige nervt dauernd :-). Der übernächste freundliche Nachbar kommt aus Wales, kennt die Manic City Preachers und man hat Freunde in Frankfurt und ein Haus in der Bretagne, die Nachbarn dort sprechen kein Englisch, aber bretonisch und walisisch haben viele gemeinsame Wortwurzeln! Das GB Schild am Womo ist sooo klein und nur seitlich, der Aufkleber mit der wallisischen Fahne mittig und größer, er liebt Saint Miguel… und fragt nach unseren Wahlen und meiner Meinung. 800g Lachs erfreuen mit mexikanisch-spanischer Salza plus klasse Salat den Gaumen, der Albarinho resp. Verdejo passen super dazu, wir finden das Dosenbier Saint Miguel super, noch besser die vielen con gaz Mineralwässer!!! 

Neues Frischwasser – die Pumpe ist okay, wir frühstücken karg und gehen später in die großzügige Badelandschaft bzw. ins Restaurant für eine Pizza 4stationi und ½ Hühnchen plus dem Camino de Castilla rosado mit 100% Tempranillo aus Ribera del Duero. Wir laufen durchs Feld zur Gärtnerei, finden 3 Kakteen und gegenüber die GoKart Rennbahn, wo ich auf einem 280ccm 4Takter von 4 Teilnehmern der langsamste bin und meine nie dagewesene Karriere somit umgehend beende, die viel zu engen Kurven machen mir keinen Spaß! Zurück auf dem CP fällt das Wasser für einige Stunden aus, wir essen noch vorbereiteten Salat und leckeren Käse. Der weitere Rückweg wird geplant, das nächste Ziel ist wieder Taragona.

Späte Abfahrt erst nach dem verzögerten Bezahlen wegen Stromablesen, das hatten wir so noch nie, die Rezeptionistin ist trotz Taschenrechner so unfähig wie sie sich für gut aussehend hält und kann auf 57€ nicht herausgeben. Weiter durchs Landesinnere über Valencia mit endlich gepflegten Obstplantagen. Über Castello und Tortosa nach Tarragona, wieder mit Einkauf bei Carrefour und danach auf den exakt gleichen Platz www.laspalmeras.com wie 3 Wochen zuvor! Der Abend lockt zuerst mit Heilbutt und danach Thunfisch, beide plus Zucchini in Tomatensauce samt Jose Pariente Verdejo und Salat mit homemade Dressing. Unsere schottischen Nachbarn sprechen deutsch, er super, sie französisch und etwas spanisch. 

Tarragona Altstadt die zweite
in Restauration
Portbou

19/19 in/out um 9Uhr, langsam sinken die Temperaturen, wir machen uns fertig und fahren  mit dem Bus 12 wie gehabt in die City, schauen in viele Geschäfte, kaufen beim tollen aber gesprächigem Herrenausstatter einen Gürtel von Miguel Bellido, er meint einer der großen Hersteller seit 1950, erzählt von Römern, den 7 Hügeln Tarragonas, dem Kreuz vor der Kathedrale als Weg, daß die Katalanen nicht kämpfen und am Tag des Referendums mit Blumen in der Hand auf die Strasse gehen werde, wir essen später im [f] domustarragona auf der Placa del Forum lecker Carpaccio Baccala, Pimientos padron und Patatas 3 Salsas mit rundherum vielen jungen spanischen Familien – laut&lustig – und versuchen nach der Rückkehr zum CP einen 2. Spaziergang zum Turm auf dem Felsen und nehmen wieder den gefährlichen Uferweg anstelle des rot markierten, drehen um und wollen am Strand Richtung Tarragona als uns der ergiebige Regen überrascht: Fazit Scheibe und WoMo Front sauber, Tisch und Stühle nass und Salat, Schinken und Manchego mit Balsamico und JP Sauvignon blanc mal im WoMo! Seit heute ist der CP wieder satt gefüllt, Wochenende für die spanischen Großfamilien mit ab 10 Personen am Tisch, Fahrrad wird abgelegt wo Junge steht und Mutter läuft hinterher und nimmt es von der Straße, das Sanitärhaus sieht aus wie Sau, Abwasch machen die jüngsten Mädels, Sand und Haarbüschel im Überfluss in den Duschen, die Föhne kochen, die Toiletten müffeln, die Abwaschbecken sind olé… 

Hoffentlich bringt das katalonische Referendum keine hitzigen Auseinandersetzungen. 6:30 mahnt der Wecker, wir wollen früh los bis hinter die französische Grenze und dazu die kleine Küstenstraße ab Figueres nach Portbou/Cerbère nutzen. Zunächst auf der E15 vorbei an Barcelona, mit über 100 Polizeifahrzeugen auf der Gegenfahrbahn und abends 800 durch Gummigeschosse Verletzten während der Demonstration in der Innenstadt, wie wir später erfahren. Dann Richtung Girona ins Landesinnere, vor Figueres auf die N260 samt tausend tollen Kurven bis zur Landesgrenze mit den beiden riesigen Bahnstationen und ab da rissiger Altback als Asphalt nach Canet en Roussilion auf den www.brasilia.fr – einem der angeblich schönsten seit 1964 und von mittlerweile 74 Campingdörfern: Toll geplant, macht am 15.10. zu, für uns mit zu viel Angebot was wir nicht brauchen, die junge moderne Familie fühlt sich hier sicher wohler. Nach einem kompletten Rundgang snacken wir an der Poolbar Hühnchen Wraps und Papp Fritten plus einem gezapften Bier, je 5€ = 25 und für unsere Erwartung zu teuer, wie oft in Frankreich.

Wir gehen anschließend noch an den schönen Sandstrand, den geschützten Dünen und zur Werft, die alte Boote restauriert und neue Katamarane herstellt. Zurück ist am CP-Marktplatz viel los, das Angebot ist ordentlich, die Zerstreuung vielfältig. Wir braten die Pimentos al patron und essen hinter dem WoMo, die Parzellen sind unterschiedlich breit, groß oder lang wie unsere. Stil hat die Anlage, viel Überlegung wurde verbaut. Unser Platz neben dem halboffenen sanitären Bungalow ist ideal für uns. Später stellen wir wegen Regenwarnung alles weg, in den Nachrichten sehen wir von den gewaltvollen Auseinandersetzungen in Barcelona. Morgen nicht nach Montpellier, auch weil es regnen wird, sondern zum www.campinglesbaumelles.fr der nach Telefonat noch geöffnet ist.

die ES/F Küstenstrasse bietet tolle Aussichten
nicht nur bei Port Bou / Cerbère

Ergiebiger Regen die halbe Nacht, gegen 9 sind wir losgefahren über die Autoroute bis nördlich von Montpellier. Danach Landstraße Richtung Arles oberhalb der Camarque, eine leckere Stadtrunde in Marseille dank blödem Navi, 15:15 ein erster Café auf den Platz, Chef fährt S4, die Sanitäranlagen sind weit älter als er plus Audi. Neben uns campen im VW Bus zwei ältere Freiburger mit MTB Rädern, wir reden über den Hirzberg CP und die schöne Stadt mit allen Möglichkeiten außer Autotunnel unter dem Schloßberg, um die Innenstadt zu entlasten, ihr Vater meinte schon 1960, der würde nie gebaut werden können. Dafür ist hier der an sich schön gelegene aber vergammelte Platz recht leer. Wir gehen durch das bereits herbstlich agonierende Städtchen, finden nach 17 Jahren die Appartement Siedlung mit neuem Rezeptionsgebäude und renovierten (tolle Schiebetüren vor dem Balkonausgang, klasse Bad) aber kleinen Wohnungen, die für 4 Gäste eingerichtet sind, worunter das Umbau-Sitzmöbel an Bequemlichkeit leidet: Zum Abend gibt es einen großen gemischten Salat und viele Käse und Rosé plus Rot Cuvé und ein gutes Gespräch mit unseren Freunden wie immer in den letzten Jahren. Wir werden bis zum Hafen begleitet und laufen zurück zu unserem mittlerweile sehr vertrautem vollitalienischen Laika WoMo, weil man sich auf das eigene Bett freut 🙂

die schlichte Kirche in Le Castellet
mit zwei identischen Schiffen, das linke ist bestuhlt
das einzige im Leben was ich mag ist schlafen – die kleine Prinzessin

Morgens 17/17 in out – es wird kühler. Sanitär ist u.a. Sau, die Dusche nur anfangs warm, die Toiletten sind mehr als karg. Zudem ist ALLES VERBOTEN! Leider ist die Warteschlange vor den beiden Waschmaschinen trotz Kaltwasser lang. Wir fahren zum Bio Weingut La Roche redonne in La Cardière d`Azur www.chateauguilhemtournier.com und erleben den dauerhaften solo Auftritt vom Chef, seiner eher nüchternen und sehr freundlichen Frau und dem weitgehend an Touris desinteressierten Sohn mit Strähnchen, der wohl die meiste Arbeit hat. Die Weine sind erstklassig und das auch im Preis (rosé 15 rot 25). Der Aufenthalt ist ein unvergessenes Erlebnis, beim Bezahlen hörte das Theater spontan auf und der Alte schob die Kohle so schnell wie ging ohne jede Rechnung ein und Tschüß…

Weiter nach Le Castellet, einem historischen Dorf mit Stadtmauer, mit sicher überteuerten Preisen ganz auf Tourismus getrimmt, es war allerdings nicht viel mehr los. Danach besuchten wir die Cooperative La Cardiérenne mit riesigem Angabot ab €3 bis ultimo, wir kosten 4 Weine und kaufen 2×3 rosé bzw. rot für unter €10. Der Mega Einkauf Komplex Auchan in Aubagne ist riesig und hat frischen Fisch und die herbstliche Weinmesse, wir kaufen je 800g Kabeljau und Lachs, bereiten in der Wohnung zu: Melone mit Schinken auf dem Balkon, Kabeljau mit grüner Paprika, riesigem gemischten Salat aus dem Kochtopf, Lachs mit roter Paprika, Salat die zweite und dazu Rosé und Himbeertörtchen samt Vivalto lungo plus einem Gläschen Roten, ein grande bouffe mit ebensolchem Gespräch bei toller Atmosphäre und Abendstimmung.

riesiger gemischter Salat aus dem Kochtopf mangels Schüssel
Kabeljau und Lachs
Melonenschiffchen

Wir gehen zur Strand Promenade und im Hafen zur Mole, verweilen auf Bänken, La Ciotat lassen wir heute aus und laufen langsam über die neue mit Holz beplankte Promenade bis nach La Madraque und weiter zu unseren Freunden: Erstmal Brot, Käse und Oliven auf dem Balkon, später Nudeln mit Grana und Gemüseeintopf im Raum, viel Gespräch: Wäre Sanitär auf dem CP akzeptabler, würden wir bis zum Wochenende verlängern, das Wetter ist eine Pracht!

La Madraque
von der Schutzmole aus
Beginn und/oder Ende der hölzernen Promenade
mit Blick auf das Mittelmeer
und La Ciotat
im SWW
oder Tele
mit dem gigantischen Felsen
Fischernetze
geparkte Sportboote
Details
e-Stadtwagen der Gemeinde Saint Cyr Sur Mer
nach ca. 250 Aufnahmen gilt Ende und Auf Wiedersehen
Aquarium in La Madraque

Heimfahrt: wir starten zu Casino Markt, letzter Einkauf vor der Piste bis Neydens zum super gepflegten www.camping-la-colombiere.com – die Tour in der Sonne mit dem Prachtstück an Bergstraße vor Chambery ist bei Sonne einmalig schön, man wähnt sich beim Übertritt nach Savoyen bereits in der Schweiz, nichts liegt mehr herum… Morgen sind wir wieder am See.

Fazit:

Wir reisen seit über 40 Jahren gemeinsam, geändert haben sich die PKWs und unser Alter, nicht aber die Art der Unternehmungen, außer dass wir im vermeintlichen Ruhestand zeitlich völlig anders planen können und seit rund 8 Jahren vermehrt Campingplätze aufsuchen. 7 Wochen F-ES-P wie letztes Jahr haben wir diesmal weder geschafft noch gewollt, aber 4 Wochen lang genügend neue kulturelle Eindrücke gesammelt: Favorit für uns ist der CP in Puerto de Santa Maria mit den Ausflügen nach Cadiz und Jerez, gefolgt von der eindrucksvollen Sierra Nevada samt CP im Naturschutzgebiet von Albanchez, der fast mystische CP La Garrofa bei Almeria direkt am Meer wie auch der CP nahe Tarragona, auf dem wir 2x waren. Südspanien mit der flächenmäßig fast 100%ig überdeckten und industriellen Obst- und Gemüseproduktion ist leider oft eine einzige Abfallwüste von Plastikplanen und Gerümpel, was aufgegeben ist, bleibt kaputt wie es ist, östlich von Motril beginnt die aufgeräumte Produktion in vorzeigbaren Gewächshäusern samt Planen plus entsprechenden Freiflächen. Bei den Städten sind Alicante, Cadiz, Cordoba, Granada, Malaga, Ronda und Tarragona unsere alphabetischen Favos, Torremolinos und alle weiteren Touriburgen sind es nicht. Der unserer unmaßgeblichen Meinung nach überbewerteten Alhambra in Granada ziehen wir die Mezquita Catedral in Cordoba vor, auch wenn sie mit einer protzigen katholischen Rennaissance Kirche innen verschlimmbösert wurde. Es gab noch viele schöne und schlichte Kirchen auf der Reise, Prunk hingegen macht uns nicht an. Landschaftlich war(en) die Küstenstraße(n) bis Portbou/Cerbère, die ich vor über 45 Jahren abgeklappert habe, und die Straßen in den Gebirgen ibs. der Sierra Nevada ein Genuss. Es fällt auf, das viele (gebührenfreie) Autobahnen und breite Nationalstrassen in einem ähnlich fantastischen Zustand sind wie die Schienenwege und Züge. Der fast tägliche Einkauf von hochwertigen Lebensmitteln ist in Spanien unproblematisch und eher günstig, das gilt auch für die Gastronomie und die fast unüberschaubare Vielfalt der Weine. Portugal ist zudem noch günstiger, Frankreich hingegen, vom Café noir im Stehen mal abgesehen, ein gastronomisches Hochpreis Land und das oft ohne entsprechende Gegenleistung! Das Wetter in Cadiz, über lange Phasen (neidisch) beobachtet, entzieht sich jeder Kritik 🙂 – die Landschaften sind, soweit von Plastikplantagen nicht verschandelt, wiederum ein Genuß wie die vielen historisch gut erhaltenen Städte. Auf die moderne Massen Architektur können wir gerne und das nicht nur in Spanien an der Küste verzichten, vor allem, wenn nur ein paar Wochen im Jahr genutzte Saison besteht. Die Weite beider Länder, die oft dünne Besiedelung und die riesigen naturschönen Landschaften geben uns viel. Gute und andere Campingplätze finden sich überall, wobei das nördlichere €uropa bei den sanitären Anlagen öfter die Nase vorn hat, im Süden scheint dafür mehr Sonne und damit sind die draußen Temperaturen auch zum Ende unserer 04-10 Camping Saison angenehmer…

iPhone 6+ ca. 400 Aufnahmen, davon ca. 170 im Bericht (schwarzer Text),  mit nur 212g ideal für gutes Wetter und statische Objekte, mit Brennweiten erweiternder Panoramafunktion horizontal und vertikal oder kleine Clips aus der Hand 

EOS 6D ca. 300 Aufnahmen, davon ca. 80 ooc im Bericht (grauer Text), bei 1,2-2,5kg       ideal für schwieriges Licht, bewegte Motive, Super+Weitwinkel und Tele Aufnahmen

(c) slowfoto.de