in ear sei Dank – oder die Lust an der Musik

Langzeit Hören mit Ear-Pods und mehr

EOS RP  [silent modus]  f300mm  F11  1/1.250sec  ISO 100  Fast Resize

Musikwiedergabe ist eine meiner Leidenschaften wie Musiksammeln, was mittlerweile recht einfach mit dem Spotify Premium Abo erfolgt, auf dem iPhone ruhen rund 70GB herunter geladene Playlisten, geordnet und ergänzt mit immer wieder neuen Tracks: früher ein Unding mit physischen Tonträgern, heute blitzschnell als digitale Kopie! Es ist einfach ein Genuss, entweder über den (neuen) Interpreten oder (einen bekannten) Song zu surfen und hörenswertes zu entdecken! Auch eine nette Alternative über Internetradio:

Rockantenne bietet viel zur Auswahl, bei minderer Qualität als Spotify

Auch die mobile Wiedergabe hat sich vom Walkman mit dem kleinen Kopfhörer bis heute gewaltig geändert, während zuhause die gute (neue) HiFi Anlage auch mit den Digi-Daten werkelt, reicht für Genuss überall das Händy und der BlueTooth Ohrstöpsel. Kabel gebundenes Gerät habe ich eifrig genutzt: übrig geblieben ist eine STAX Box mit elektrostatisch offenem Wandler am potenten Lautsprecher Ausgang, ein geschlossener Kontroll Sennheiser und viele Generationen an Stöpseln:

Aktuell sind es 3 Hörhilfen: draußen in Bewegung BT in-ears mit Silikonbecher und Nackenbügel, zuhause die BT in-ears ohne Silikon, also halb offen und im Liegen die nahezu Baugleichen aber kleineren mit Kabel, sie vertragen sich auch mit dem Ohr auf dem Kopfkissen. Geschlossene Kopfhörer sind im Freien auch bei Kälte von Vorteil, dafür aber sperriger. Die Apple Watch am Handgelenk zeigt nicht nur den Musiktitel, sie lässt Fernbedienungen wie Stop, Titel vor und zurück und die Lautstärke verändern zu, was wegen der BT Reichweite auch durch zwei gemauerte Wände funktioniert, so kann z.B. das Händy parallel aufgeladen werden.

Spotify war zu Beginn qualitativ eher zu belächeln, aktuell bietet die beste Download Einstellung eine sehr erfreuliche Wiedergabe auch ohne mobile LAN Verbindung. Zur Zusammenstellung von Musiklisten lade resp. nutze ich das häusliche WLAN Netz vorzugsweise am großem Bildschirm. Manchmal ist die festgelegte Reihenfolge der Musikstücke in der Playlist okay, oft mag ich die Zufallswiedergabe lieber 🙂 weil ohne den sich schnell einstellenden Gewöhnungseffekt.

Ich favorisiere gerne live tracks, i.d.R. ohne üble Studiotricks aufgenommen, auch lange ausgespielt oder als Cover Version von anderen Interpreten: noch nie war es so einfach und schnell, eine Playliste zusammen zustellen, zu ändern oder zu ergänzen!

Tonal erfreut mich die Wiedergabe ibs. über die Apple Stöpsel, weil selbst sehr leise auf Stufe 2-3-4 eingestellt nahezu keine Verluste wahrzunehmen sind, das ist einfach nur klasse, im Freien ist oft mehr an Lautstärke nötig… und wenn die Post mal abgehen soll, kein Problem, sie klingen auch laut sehr lange sauber, aber aufpassen mit der Belastung:

ab 2:10 (das kurze) und ab 4:30 ist Clapton`s langes Gitarrensolo der Hammer

Für die Insel würde ich die Apple Watch und das iPhone mit den Air Pods mitnehmen, auf dem Festland ist die Auswahl um etliche Varianten reicher 🙂

Vollmond [night modus] auch leise 🙂

IP11PM  ooc  Fast Resize

(c) slowfoto.de  

Canon EOS RP – Tipps für Fortgeschrittene 03/2021

erweiterte Tipps für differenzierte Belichtungssituationen und mehr

EOS RP  EF 2.8 200mm L ISO100 AE -1  1/1.250sec F13  [Fv] ooc    

RP [Fv] mit optischer und Histogramm Kontrolle
Die RP ist eine Kamera mit elektronischem Sucher oder rückseitigen Touch fähigem Kontroll-Bildschirm, also immer auf Live View ausgelegt mit entsprechendem Strombedarf: Abhilfe resp. längere Laufzeiten verschafft der ECO Modus, der aber längeren Sucherzeiten vor der Aufnahme widerspricht und die Reduktion der Bild Wiederholungsfrequenz beider Sucher. Ich rate zu mehreren Akkus LP-E 17.

Bilddateien im .raw Format sind grundsätzlich möglich, wegen der universelleren Verwertbarkeit (Import auf das iPhone auch zum Versand) ziehe ich .jpg vor, ibs. wenn diese in so guter Qualität aus der Kamera (ooc) auf die SD-Karte gespeichert werden, daß i.d.R. auf eine notwendige Nachbearbeitung verzichtet werden kann.

Für exakt ausbelichtete Aufnahmen in low light oder high contrast Situationen haben sich m.E. alle [A]utomatikprogramme weniger bewährt (außer Motivprogramm [SCN] mit lautloser Auslösung, AF Speicherung per halbgedrückter Auslösetaste mit AE Speicherung, beide per Spotwahl, damit z.B. bewusst per Verschieben auch mit eher knapper Unterbelichtung). Und wenn überbelichtete Areale gehäuft auftauchen, ist anstelle der Maxime: >expose to the right< eher etwas Abstand rechts im Histogramm zu wahren und das sinnvollerweise vor der Aufnahme.

Zur für meine Bedürfnisse korrekten Einstellung der Belichtung gehört außer der visuellen auch die Kontrolle der Helligkeit per eingeblendetem Histogramm, was vor allem die ersten Gehversuche erleichtert, denn der rückseitige TFT besitzt nicht die Wiedergabe Qualität eines iPhone11 Pro Max, dessen Netzteil sich übrigens für das Nachladen des LP-E 17 in der RP nutzen lässt 🙂 

Zu den Einstellungen, vR = vorderes senkrechtes, oR = oberes waagrechtes Rad:

[M]   vR -> T wählen oR -> F wählen *Taste korrigiert die Belichtung über ISO

[P]   vR -> Blende Zeit Kombination   oR -> LW -3 bis +3   keine ISO Korrektur möglich

[Fv]  vR -> ISO variieren  oR -> Tv und Av und ISO vorwählen -> bestes Vorgehen!

[SCN] lautlos keine Belichtungs-Korrektur möglich, außer per AF/AE Positionierung

in [M P Fv] fixiert die *Taste die aktuelle Belichtung, die INFO Taste blendet neben anderem das Histogramm auch in den [SCN] Motivprogrammen ein! Somit kann eine Überbelichtung vermieden werden, denn ausgeblichene Areale lassen sich nicht wiederherstellen und auch die .jpg Dateien bieten noch genügend Reserve, die dunklen Partien etwas hochzuziehen.

Bleibt noch ein wegen der geringen Größe von eSucher und Kontrollbildschirm schwer lösbares Problem: die vielen Angebote an Motivprogrammen zeigen wie auch die vielen Bildstile das finale .jpg zwar im Live View, einer Vorabschau, zu deren Beurteilung ich viele vergleichende Serien mit den unterschiedlichen Einstellungen und die noch mit variierenden Lichtverhältnissen benötigt habe, mich dennoch aber nicht auf der ganz sicheren Seite wie z.B. beim iPhone 11 Pro Max befinde, denn was ich dort live sehe, das bekomme ich auch als Bilddatei (wysiwyg). Ich möchte verwertbare .jpg schon out of cam und nicht die Nacharbeit an jeder RAW Datei, weil ich lieber vorher Zeit für die Komposition einsetze: Ob man dafür im Bildstil [Natürlich] 7 5 5 1 2 -1 die letzte Stelle Farbton von -1 bis -4 (mehr rot) durch +1 bis +4 (mehr gelb) einsetzt oder doch beim Level 0 bleibt, ist letztlich eine Geschmackssache resp. an Hautfarben oder grünen Rasen am besten zu entscheiden. Die Voreinstellungen für C1 2 3 variieren bezüglich Tv Av ISO je nach Situation:

C1 mit Bildstil [Natürlich] 7 5 5 1 2 -1 sowie zentralem One Shot AF für slowfotos                                                                             C2 mit Bildstil [Standard] 7 5 5 1 2 0 mit Servo AF plus Serienaufnahme für Sport                                                                     C3 mit Bildstil [Porträt] 7 5 5 1 1 0 AF mit Gesichtserkennung und Serie belegt

A+ mit Bildstil [Auto] wie SCN und alle Motivprogramme auch weil fixiert

Fv P Tv Av M B mit Bildstil [Landschaft] 

Am großen Wahlrad [Fv bis B] verwende ich den etwas satteren Bildstil [Landschaft] 7 5 5 1 3 -1 vorzugsweise für die neue [Fv] Programmautomatik mit ISO variabel einstellbar samt visueller Kontrolle auch über das eingeblendete Histogramm, der rechte Daumen bedient das obere waagrechte Rad zum Wechsel TV <-> AV <-> ISO und der rechte Zeigefinger das vordere senkrechte Rad für die jeweilig gewählte Feineinstellung, klingt schwierig ist aber mit etwas Training schnell eingeübt und vor allem recht zielgenau, und darauf kommt es schließlich an.

EOS RP EF 1.8 50mm 1/200 F5 ISO100 [Fv]

out of cam: das Licht war halt so

bearbeitet oder besser: aufbrezeln al gusto und das gerne auch mit [Fotos] von Apple -> Bearbeiten
alle Aufnahmen sind mit Fast Resize Daten reduziert

Tipps für das IP11 finden sich hier

(c) slowfoto.de

Slowfotos für die KW 12 2021 ff – ein Vergleich Canon vs Apple

Canon EOS RP VF und IP11 im low light

Warum gerade diese Art der Aufnahmen? Sie sind mit den jeweils vom Hersteller konzipierten [auto] Programmen erstellt, außer der Wahl von der Brennweite und dem Standort gab es keinen weiteren Einfluß. Zu sehen ist, wie die Kameras sich dabei unterscheiden. Natürlich wären Optimierungen möglich, aber genau darum geht es mir: was erhält der Anwender als Ergebnis aus der Kamera, wenn einfach nur geklickt wird? 

Abb. 1+3+5 stammen aus der Vollformat Canon EOS RP mit 24MPI – Abb. 2+4+6 aus dem Apple iPhone11Pro mit 12MPI, jeweils mit f50mm KB resp. f52mm KBÄ

my10cents:

Beim iPhone kann die Belichtung einfach verändert werden, worauf ich verzichtet habe, mit der RP ist der Aufnahmemodus [P] zur Anwendung gekommen, ebenfalls ohne manuelle Eingriffe, beide Kameras kamen speditiv hintereinander zum Einsatz. Bei sehr gutem Tageslicht gefallen mir auch Canon Aufnahmen, aber nicht nur in low light Situationen finde ich die vom iPhone ansprechender: es ist viel einfacher zu bedienen, und die Kontrolle auf dem Max Bildschirm ist die bisher beste, die ich kenne: what you see is what you get (wysiwyg), der Weg weg vom Klappspiegel der dSLR hin zum eSucher und großem touch Kontrollbildschirm ist richtig, die Verwendung mehrerer Linsen und Sensoren i.V.m. einem schnellen Prozessor samt hochpotenter Software aber auch, wie es der durchgängig lichtstarke Zoombereich von 13-52mm KBÄ des IP11 bewiesen hat!

Abb. wie 05 EOS RP EF 1.8 50mm 1/200 F5 ISO100 [Fv] aber bearbeitet

oder besser: aufbrezeln al gusto und das gerne auch in [Fotos] von Apple -> Bearbeiten

Aufnahmen 01-06 ooc außer 07 – alle Fast Resize

(c) slowfoto.de

24 Aufnahmen mit dem Minolta Rokkor an der Canon EOS RP

50 Jahre trennen Kamera und Objektiv:                                                                 Warum ich (gerne) fotografiere – interessiert doch kein Schwein 🙂

Die einfache Antwort wäre: weil ich schon immer gerne fotografiert habe. Im Leben kommen viele Leidenschaften neu dazu und bisherige haben sich verändert bis hin zum Stillstand. Es waren Eindrücke oder Momente, die ich festhalten wollte, um sie danach in Ruhe betrachten zu können, weshalb ich ein Freund des stillen Bildes, der einzelnen Aufnahme geworden bin, ein Foto ohne Bewegung, aber mit Ausdruck. Heute ist das sofort verfügbare Bild sowohl Doku und Info als auch Erinnerung wie früher.

Jetzt im Alter sehe ich als den richtigen Weg, keine fotografische Ausbildung angegangen zu sein um damit Geld zu verdienen, die Fotografie ist somit meine unbeschwerte Leidenschaft geblieben. Natürlich bedarf es der möglichst positiven Rückmeldung, wenn ich ein Foto anderen Augen zugänglich mache, dennoch sind meine Bilder in erster Linie etwas aus meinem Kopf geblieben, eben so wie ich etwas sehe: Du siehst nur was Du kennst – meint der kleine Prinz, für mich bedeutet das, immer neu zu sehen um es wieder zu erkennen.

Der Fotoapparat ist dabei bloß ein Hilfsmittel wie das Gehen, das Fahrrad, das Auto usw. Wenn ich heute etwas mit auf die Insel zu nehmen hätte, müsste ich abwägen, was alles zuhause bleiben sollte, Blitz und Stativ u.v.a.m. bleiben im Schrank! Entscheiden würde ich mich für eine eher leichte und kleine Kamera, ein Notebook und ganz wenige Hilfsmittel (Fernglas), wichtig ist allein der Weg samt Karte. Seit Beginn der digitalen Fotografie gibt es in immer kürzeren Zyklen sogenannte Verbesserungen, die dem Verbraucher den Ersatz- oder Neukauf erleichtern sollen. Es hilft m.E. immer wieder, kundige Anwender nach deren Prioritäten zu befragen, um selbst zu entscheiden, was ich nicht brauche, denn wir leben in der Überfluss Gesellschaft: more than enough is never too much, basta!

Im langen Gespräch mit einem alten Freund bezüglich der Neuanschaffung einer Kamera haben wir ¾ der Zeit über unser Leben gesprochen, ich habe ihm nur kurz berichtet, was ich aktuell warum und wie ich das fotografiere, den Kauf entscheiden muss er alleine, was bei dem aktuellen Angebot nicht einfach ist. Gute Fotos kann man mit fast jeder Kamera Objektiv Kombination aufnehmen, die Technik macht es leichter oder schwerer im Sinne des Wortes L ich habe weder Lust zur langen Bildkomposition noch zur umfangreichen Bildbearbeitung am Rechner: das Bild ent-steht im Kopf und lässt sich entweder genauso realisieren oder ich lasse es einfach bleiben: slowfoto bedeutet aber nicht, das eine Aufnahme lange dauern muss.

Mein aktuelle geliebtes Equipment besteht aus einer immer dabei Händy Kamera mit lichtstarkem 3-fach Zoom oder alternativ einer Systemkamera wegen dem vom Händy gewohnten Live View mit möglichst lichtstarker Optik oder die je nach Bedarf. Viel wichtiger ist das Motiv, nach dem nicht nur ich mich aktuell sehr sehne, denn das Leben findet draußen statt: at home kann ich dann die Aufnahmen betrachten…

Fazit 

Meine Kombination ist sicher für Automatik Liebhaber wenig geeignet, dennoch habe ich viel Freude daran, mit einem Objektiv aus meiner Studienzeit fotografieren zu können, auch wenn der Fortschritt mittlerweile viel viel mehr bietet, ein Foto bleibt ein Foto 🙂

Die Aufnahmen sind in meinem Umfeld mit nähesten Blickwinkeln und zudem bei klirrender Kälte sehe, längere Aufenthalte draußen sind nur mit Bewegung erträglich. 

Canon EOS RP  Minolta Rokkor F3.5 50-135mm mit Quenox MD-EOS-R Adapter   ooc  Fast Resize

(c) slowfoto.de

50 Jahre später – die Aufnahmen im Vergleich – Teil 2

Minolta ROKKOR vs Canon EF – ein Vergleich an der EOS RP

 Alle Aufnahmen mit 1/1.000sec und ISO 100, dabei sind bauamtliche bedingte Abweichungen bezüglich der Blende angegeben. Zur Fokussierung: manuell bei den Minolta (dauert), per zentralem AF bei den Canon Objektiven (blitzschnell), erst im Hoch- und Querformat auf unendlich, danach H&Q mit Fokus auf den Holunderbusch oben mittig! Zum Einsatz kamen jeweils lichtstarke Festbrennweiten außer den lichtschwachen Zoomen Rokkor 3.5 50-135 und  EF 4.5-5.6 55-200 und alle EF selbstverständlich ohne digitale Korrekturen: meine Präferenzen sind damit unschwer zu erkennen 🙂

ROKKOR
.img Blende F Brennweite f
1704-1707 2.8 28mm dunkel, Vignette
1708-1711 1.8 35mm korrekt, leichte V.
1712-1715 1.4 50mm hell, leichte V.
1716-1717 3.5 50mm dunkel, leichte V.
1718-1719 3.5 135mm sehr dunkel
EF NB
1720-1723 2.8 28mm offen 1.8 korrekt
1724-1727 2.0 35mm offen 2.0 korrekt, leichte V.
1728-1731 1.4 50mm hell, leichte V.
1732-1735 4.5 55mm offen 4.5 dunkel, Vignette
1736-1739 5.6 135mm offen 5.6 sehr dunkel
1740-1743 2.0 135mm EF L korrekt


Warum dieser Vergleich?

 Ich wollte einmal, weil ich sehr lange mit Minolta Wechseloptiken fotografiert habe, einen Vergleich zu relativ modernen Gläsern wagen, hinsichtlich Abbildung und Leistung bei der Anfangsblende. Aus meiner Sicht eignet sich dazu die Canon RP mit Vollformatsensor und entsprechenden Adaptern zur manuellen (Minolta) resp. vollautomatischen Verwendung (Canon EF), über den modernen Komfort urteilt jeder Anwender selbst wie auch über die hier gezeigte optische Leistung.

 Hinsichtlich sinnvoller Nutzung bleibt zu sagen, man kann durchaus mit den alten Schätzchen sehenswerte Aufnahmen ibs. mit den lichtstarken 35 und 50mm Festbrennweiten machen, wenn man die Zeit nicht scheut, vor allem an einem Body mit eSucher und Anzeigen wie auch dem Histogramm, womit gewünschte oder korrekte Belichtungen anders als in der analogen Zeit oder mit dem optischen d-SLR Sucher recht einfach darzustellen resp. zu kontrollieren sind und das ist echt gut so 🙂

NB alle Aufnahmen mit der Canon EOS RP, Adaptern mit Minolta ROKKOR und Canon EF Objektiven, unbearbeitet außer Datenreduktion

hier findet sich Teil 1 vom Bericht

(c) slowfoto.de

50 Jahre später – Minolta Rokkor an der EOS RP – Teil 1

Einstellungen – MINOLTA Rokkor trifft EOS RP mit EF Objektiven

 Ein Minolta Rokkor von 1970 an einer SLM in 2020, kann das gut gehen? Diese Kompatibilität habe ich bereits bei Canons erster Spiegellosen EOS M erprobt, die kurze Auflage Bauweise ermöglicht mit dem EOS->MC/MD Adapter (€100), (nicht) nur Minolta Objektive im Crop Format manuell für Aufnahmen zu verwenden, bei optischer Kontrolle über den hinteren live Monitor. Damals recht interessant, weil Canon die M-Objektivserie zum doch späten Start der M-Serie arg vernachlässigt hat, ich habe mich fast ausschließlich der EF und EF-S samt EOSM->EF Adapter bedient, das M 2.0/22 war lange Zeit das einzige, bis Canon sich endlich zum stabilisierten M 11-22 bequemt hat, einem meiner Lieblingsobjektive. Ein Rokkor an der dSLR benötigt den EOS->MC/MD Adapter, es lässt sich aber wie z.B. mit dem EF 12mm Zwischenring nicht mehr auf unendlich scharfstellen 😦

Minolta XE-5  vs  Canon EOS RP

Vorgehen

 Voraussetzung für meinen Vergleich sind Vollformat Aufnahmen bei Offenblende, alles andere scheint mir entbehrlich. Festbrennweiten beider Hersteller sind vorhanden (28 35 50 135) und wurden bei Blende (2.8 2.0 1.4), das Rokkor Zoom 3.5 50-135 wurde mit EF 4.5-5.6 55-200 mit jeweils gleicher Blende im Bildstil [Natürlich 75512-1] verglichen!

Test

 Mit der Vollformat EOS RP und dem quenox MD-EOS-R Adapter (€34) ist die Nutzung von Minolta MC/MD Rokkor Objektiven auch im KB Bildformat möglich, lohnt die Anschaffung und der Mehraufwand bei der Aufnahme? Frauen sammeln nicht nur >Schuhe<, Männer nicht nur >was einen Stecker hat< :-), wer keinen Bezug zu früheren Ausrüstungen hat, lässt besser die Finger weg, es kostet Geld und Zeit: von Minolta besitze ich noch eine XE-5 SLR (incl. Diafilm) und vier Rokkor Gläser (28/2.8 35/1.7 50/1.4 50-135/3.5 – alle laut Liste von www.artaphot.ch in wertigen Ausführungen), die mich an digitalen Gehäusen jucken wie auch meine uralten EF Gläser speziell, alle sind heute per Adapter und fremde manuell zu nutzen, dafür bietet die EOS RP mehr als meine EOS dSLR: an den Minolta SRT oder XD erfreute CLC als Belichtungsautomatik (Contrast Light Compensation), dazu noch die Offenblende, die den hellen Sucher ermöglichte und trotzdem richtig gemessen hat. Der erste Käfer meiner Eltern hatte auch >nur< ein nicht synchronisiertes Getriebe, Zwischengas und -kuppeln war beim runter/hoch Schalten deshalb nötig.

v.l.n.r.: Minolta Rokkor F2.8 f28mm  –  F1.8 f35mm  –  XE-5  –  F1.4 f50mm  –  F3.5 f50-135mm

Einstellungen 

 Heute hilft beim manuellen Focus die (z.B. blaue) Pixelanzeige auf der gewählten Entfernungsebene, letztlich präziser und schneller als mit der Mattscheibe samt zentralem Schnittbild einer Minolta SRT/XD/XE (!), die voreinstellbare Belichtungsmessung sowieso, der live Bildschirm oder Sucher ermöglicht die Kontrolle. Tipp: ich fotografiere im aktuellen (Fv) Modus, der z.B. die Zeit (Tv) oder/und Blende (Av) fest voreinstellen lässt, die Empfindlichkeit (ISO) kann dazu (auto) passend oder manuell eingestellt werden (bei allen EF/S Objektiven kann wahlweise Tv oder Av wie auch ISO variieren), eine feine Sache in Verbindung mit der visuellen Kontrolle! Alle kameraseitigen Automatiken kann man weiter nutzen, die Objektiv seitigen manuellen Einstellungen von Blende und Entfernung bleiben dabei bestehen.

v.l.n.r.: Mount Adapter EF(S)->EOS M  /  EF(S)->EOS R  /  MC->EOS R  /  MC->EOS M  /  MC->EOS

Bildstil                                                                                                                                 

 Ich orientiere mich hier im Vergleich Aufnahme zum Motiv in meinem für natürliche Hautfarben favorisierten Bildstil [Natürlich 7 5 5 1 2 -1] und diesen für alle in diesem Test gezeigten Aufnahmen. Für den augenfälligen Vergleich ist es wichtig, die Aufnahmen stets wechselseitig aufzunehmen, denn die Objektive sind herstellerseitig farblich unterschiedlich ausgelegt, hilfreich ist dabei eine Farbtafel, die bei bewölktem Himmel aufgenommen wird. 

  Wer Aufnahmen Rokkor mit EF vergleichen will, muss dafür zwingend alle >modernen< Aberrations- und Objektivkorrekturen wie auch Belichtungsoptimierungen unbedingt auf OFF stellen 🙂

v.l.n.r.: Canon EF F1.8 f28mm  –  F2.0 f35mm  –  EOS RP  –  F1.4 f50mm  –  F4.5-5.6 f55-200mm

Bildeindruck

 Der Bildstil ist zwar die Basis, der Bildeindruck kann dennoch variiert werden, wenn man die Sättigung vor oder während der Aufnahme beeinflusst, nicht nur an alten Kameras finden sich Rädchen wie bei der Minolta XE-5, die von -2 bis +2 in ganzen Belichtungseinheiten, noch besser sind  0,5er oder 0,33er Schritte. Bei der EOS RP stelle ich im [FV] die Blende und Zeit je nach Anforderung fix ein und variiere dann mit der ISO, unter Kontrolle per eSucher oder TFT, was idealerweise am iPhone per Fingerwisch geübt werden kann. Sofern der Sensor nachträgliche rauscharme Korrekturen in den Schatten (Tiefen) Bereichen der Bilddateien ermöglicht, ist die gezielte Unterbelichtung mein Weg, denn überbelichtete JPG Partien sind verloren, auch wenn der gepriesene Weg über RAW Dateien mehr verspricht als er hält.

 Fazit

 Alte manuelle Objektive sind nichts für Anwender, die gerne mit dem Händy oder Vollautomaten und nur Erinnerungen >knipsen< wollen. Für Bildserien mit nachgeführtem AF, Dynamik oder Sport gibt es bessere weil schnellere Alternativen. Wer sich aber die Zeit für ein >slowfoto< nimmt, wird ibs. bei Offenblende mit eher ursprünglichen Fotografien belohnt, zumal die Haptik eines Rokkor einmalig ist, was die Blenden- und Entfernungseinstellung oder das Schiebezoom betrifft, es scheint für die Ewigkeit gebaut.

my10cents

 Nach einer Contax mit Lichtschacht und M42 ZEISS Tessar 50mm war die Sucherprisma Minolta SRT 303 mit dem Bajonett ein Segen beim Objektivwechsel: ich habe nur mit Kodachrome 25 Diafilm fotografiert und das Fotolabor bei Vergrößerungen auf Farbtreue geprügelt 🙂 1976 unterwegs dann eine Briefträgertasche mit 2 XD-7 (später XD-1, entstand in Zusammenarbeit mit Leitz) und rund 10 Objektiven geschleppt, Jutta mein Stativ 😦 und nach dem Erscheinen des EF Bajonetts analoge Canon SLR (Bodies) mit vielen Gläsern, mein Favo war das EF F3.5-4.5 f20-35mm, das ist geblieben.

 Heute wird in meiner (slow)Fotografie der Bereich von f13 per Zoom (!) bis f52mm KBÄ vom iPhone 11 Pro Max abgedeckt (auch Nachtaufnahmen und Panoramen), darüber bis f300mm KB verwende ich die EOS RP mit EF Objektiven, gerne die lichtstarken Festbrennweiten wie f28 35 50 85 100 135 200mm. Canon hat nach dem FD 1987 das EF (8-polig: EF = electronic focus) Bajonett eingeführt und später noch das fast identische EF-S für den Crop Sensor nachgelegt: EF passen mit Faktor 1,6 an den Crop-Sensor, EF-S nicht an Vollformat Sensoren, mit Ausnahme per R-EF Adapter wie die EF auch an die spiegellose EOS R/RP, dann aber reduziert auf 12MPI! Danach kam 2012 das 9-polige M Bajonett für die erste Spiegellose mit Crop Sensor und 2018 für Vollformat das 12-polige R-Bajonett. Heute würde >ich< als Body nur noch die EOS R/RP/ff erwerben – sofern man sich mit dem eSucher mit seinen vielfältigen Informationen anfreunden kann 🙂 und wie ich zunächst aus Kostengründen die an allen Bajonetten verwendbaren EF Objektiven nutzen! Stehen Bildfolgen mit nachgeführtem AF im Vordergrund, sind schnelle dSLR (auch Crop wie die 7D Mark2) angezeigt.

Daten Nachlese

Rokkor F2.8 f28mm 207g extrem leichtes WW 30cm Nahdistanz

Rokkor F1.8 f35mm 435g schweres WW 30cm Nahdistanz

Rokkor F1.4 f50mm 336g mittelschweres Normalobjektiv 50cm Nahdistanz

Rokkor F3.5 f50-135mm 494g 2,7er Schiebezoom konstante Blende 150cm Nahdistanz

EF F1.8 f28mm 346g mittelschweres WW 25cm Nahdistanz

EF F2 f35mm 209g leichtes WW 25cm Nahdistanz

EF F1.4 f50mm 290g mittelschweres Normalobjektiv 45cm Nahdistanz

EF F1.8 f50mm 150g sehr leichtes Nomalobjektiv 45cm Nahdistanz

EF F1:8 f 85mm 460g schweres Tele 85cm Nahdistanz

EF L F2 f135mm 750g sehr schweres Tele 90cm Nahdistanz

EF L F2.8 f200mm 950g sehr schweres Tele 150cm Nahdistanz

EF F3.5-5.6 f28-200mm leichtes 7,1er Zoom 562g 45cm Nahdistanz

EF F4-5.6 f35-80mm sehr leichtes 2,3er Zoom 212g 38cm Nahdistanz

EF F4.5-5.6 f55-200mm sehr leichtes 3,6er Zoom 349g 150cm Nahdistanz

EF F3.5-5.6 f28-135mm IS 604g mittelschweres 4,8er Zoom ca.50cm Nahdistanz

EOS RP zu Minolta MC Adapter 95g

EOS RP zu EF Adapter 109g

EF zu Minolta MC Adapter 64g

EF-M zu Minolta MC Adapter 90g

EOS RP Body 566g  – EOS 6D Body 815g  – EOS 5D II 980g

Minolta XE-5 Body 782g

iPhone 11 Pro Max F2.4 f13 + F1.8 f26 + F2.0 f52mm 13-52 KBÄ auch als Zoom 260g 

IP11PM  –  Fast Resize

wird mit Testaufnahmen im Teil 2 fortgesetzt

(c) slowfoto.de

FAQs: Brennweiten Vollformat und Smartphone – ist ein Vergleich sinnvoll?

Frage: Lassen sich Brennweiten samt Sensoren im Vollformat mit denen vom  Händy überhaupt miteinander vergleichen?

slowfoto: You Tube bietet fast unendlich viele Clips mit vergleichenden Aufnahmen von oft stillen Objekten, die einmal mit einer Kamera mit ca. f50mm Kleinbild 24x36mm (KB) und zum anderen mit einem Händy mit ca. f50mm Kleinbild Äquivalent (KBÄ) aufgenommen wurden, kurz gesagt bei den KB Aufnahmen ist der Hintergrund relativ unscharf und bei den KBÄ relativ scharf, der AF liegt exakt auf der Apfelflasche im unteren Vordergrund, die Werte wurden soweit möglich angepasst, dennoch ist es ein Äpfel mit Birnen Vergleich:

RP  f50mm  1/1.000sec  F2  ISO50

RP  f50mm  1/100sec  F8  ISO50

Bei der Vollformat Kamera (gilt mit Faktor ca. 1,5 auch für große Crop Sensoren) sind f50mm die sogenannte Standard-Brennweite und im Laufe der Zeit die leichte Telebrennweite geworden, galt früher ein f35mm als Weitwinkel, sind es heute f28 oder gar f24mm KB. Schärfentiefen Bereiche lassen sich durch Abblenden noch weiter vergrößern resp. verringern, je weiter die Blende geschlossen resp. geöffnet wird, das gilt nicht für ein Händy, dessen Objektiv immer bei Offenblende arbeitet! Grundsätzlich sind bei den echten KB Brennweiten die Schärfentiefen weniger ausgeprägt als beim Händy.

Es gibt sehr kurze KB-Brennweiten von f12mm für VF, für Crop sogar bis 10mm. Wer die tatsächliche Schärfentiefe >vergrößern< will, montiert z.B. das 10-22 EF-S direkt an die spiegellose EOS RP, nutzt damit aber auch nur den Crop Bereich des VF Sensors.

IP11  f50mmKBÄ  F2  Tv1/453sec  ISO 20

IP11  f50mmKBÄ  F2  Tv1/115sec  [Porträt]
Die Standard Brennweite des Händys mit einem Objektiv ist ein Weitwinkel (Faktor 1) mit etwa f28mm KBÄ, seit dem iPhone 7+ ist ein sog. Tele mit etwa 56mm KBÄ hinzu gekommen. Bei der IP11 Kamera liegen die Sensorgrößen ebenfalls bei einem Bruchteil des VF, mit effektiven Brennweiten von f4,25mm (1) und f6mm (2) und Offenblenden von F1.8 und F2.0, der Verlängerungsfaktor beträgt ca. Faktor 6.1 resp. 8.6! Bei diesen extrem kurzen Brennweiten ist die Schärfentiefe grundsätzlich größer ausgeprägt, Apple verzichtet deswegen beim 0,5er SWW mit 13mmKBÄ (0,5) sogar auf die Scharfstellung und verbaut ein Fixfokus Objektiv. Das sogenannte Tele (2) Objektiv bildet auch die Grundlage für die neue [Porträt] App mit künstlich veränderbarem Hintergrund, meist in Richtung Unschärfe, was relativ gut funktioniert und das nicht nur bei Gesichtern!

Ist es nun sinnvoll, eine Voll- oder Crop- Format Kamera in Richtung Händy und umgekehrt umzubasteln? M.E. ein klares Nein, denn beide Kameraarten können sich je nach Einsatz Nutzung hervorragend ergänzen: möglichst viel scharf abgebildet -> Händy, exakte und gezielt eingesetzte Schärfenbereiche -> VF-Kamera 🙂

Vorsatzlinsen mindern immer die Bildqualität, mit Ausnahme von Konvertern, die für das Objektiv gerechnet und hinter demselben montiert sind. Bei sehr langen Brennweiten kommen Schlieren und Schmutzteilchen in der Luft dazu, die dann auch beste Telelinsen nur noch schwach abbilden lassen. Ich habe mich jedenfalls beim IP11 mit 3 Objektiven (0,5 1 2) gegen Tele-Vorsatzlinsen entschieden und verwende lieber die EOS RP oder croppe die IP Aufnahme. Oder riskiere ausnahmsweise auch mal die digitale Linse (max. bis 4) 🙂 

NB: die 1L Flasche meines Obstbauers ist gefüllt mit original 70%igem Apfelbrand (unverdünnt), als Geheimtipp für alle sauberen Desinfektionen in dieser Coronazeit 🙂 

Apple IP11 PM  – Canon EOS RP – alle Aufnahmen ooc – außer FastResize

(c) slowfoto.de

FAQs: welche Kamera nimmst Du mit auf die Insel?

Frage: welche Kamera ist mir aktuell am wichtigsten?

slowfoto: Ganz klar steht an erster Stelle das iPhone 11 Pro Max mit den lichtstarken Optiken resp. Zoom f13-52mm KBÄ, weil es für mich die bisher beste live Sucherleistung bei enormer Schnelligkeit liefert, von Gewicht und Größe mal abgesehen, zudem ist das DigiZoom bis 4-fach oder f102mm KBÄ gut zu nutzen. Es handelt sich um mein aktuell meistbenutztes Gerät, vor allem weil leicht und immer dabei. Mit 12MPI für allgemeine Zwecke völlig ausreichend bietet es im [night mode] bis 4sec aus der Hand, ab 26mm KBÄ stabilisiert – da beginnt der [Porträt] Modus mit digital unscharfem Hintergrund, alle Objektive wirklich bodennah einzusetzen, mit sehr guter Videoqualität samt Stereoton, der in der Wiedergabe gute Kopf- oder Ohrhörer hervorragend speist, diese Kombination ist eigenständig und bisher einzig in meinem Leben: what you see is what you get 🙂 Bleibt zu sagen, dass ein iPhone nur sinnvoll ist, wenn dahinter ein MacBook oder iMac steht!

Und dennoch gibt es Situationen, in denen ich gerne eine richtige Kamera vorziehe: die Zeit der eher klotzigen Spiegelreflex Gehäuse ist out, die Generation der relativ zierlichen spiegellosen (Voll-) Formaten kann überzeugen, wenn auch nicht mehr im Preis auch vor allem bei den neuen Objektiven, die sind mir zu teuer. Kein Problem, es gibt Adapter und alte Festbrennweiten oder auch L- Optiken im Schrank, die Auswahl ist riesig auch bei fremden Objektiven! Sowohl beim eSucher als auch beim rückwärtigen TFT sehe ich noch Entwicklungspotential, man kann die RP aber auch mit dem IP steuern. Diese Kameras bedürfen umfangreicherer Aufmerksamkeit und weitergehender Beschäftigung, vor der Aufnahme immer und nachher immer noch oft. Zudem muss man alles mitschleppen 😦

Bildbeispiele für beide Kameras finden sich genügende im Blog, weshalb ich hier als erstem und vermutlich einzigem Post auf Aufnahmen verzichte.

(c) slowfoto.de

Slowfoto für die KW 25 2020

Obstsalat oder was mir heute beim Fotografieren wichtig ist:

…es kommt immer auf die guten Zutaten an!

Ich fotografiere etwa seit dem 11. Lebensjahr, rund 60 Jahre lang, Dunkelkammer und Filmentwicklung sind mir gut vertraut. Die Anzahl verwendeter Fotoapparate geht in die Dutzende, ibs. seit dem digitalen Zeitalter, indem auch die Dunkelkammer zum Lightroom wurde, das geprintete Bild aber nicht verschwand. Viele Jahre habe ich erst mit der analogen, dann der digitalen Spiegelreflextechnik verbracht und war mit dem optischen Sucherbild auf der Mattscheibe zufrieden, auch wenn ich nie genau wusste, was bei der Aufnahme herausgekommt, die Verwendung von Diafilm war lange Zeit mein Ausweg, zumal ordentliche Prints für das Labor eine Herausforderung waren 🙂

Seit dem iPhone 4 (2011), aktuell der Version 11 Pro Max (2019), mag ich den Live View, weil ich vorher präzise sehe was ich bekomme (wysiwyg), seit Canons Spiegelloser EOS M (2011) und aktuell der EOS RP mit eSucher plus Klappbildschirm (2019) nutze ich diese Möglichkeiten und gerne auch mehr, was mir das IP11 mit vielen zusätzlichen Anwendungen bietet. Darauf will ich nicht mehr verzichten, die dSLR hat in meiner Slowfotografie fast keine Bedeutung mehr 😦 weil alle 3 Kameras >M, IP und RP< exakt vor der Aufnahme zeigen, was ich bekomme: die durch die digitale Sensor- und Wiedergabetechnik bedingten Einschränkungen sind bekannt und damit läßt sich leben 🙂

Der smarte Fotoapparat ist für mich nicht erst seit 2011 mehr als Aufnahmegerät für damals weniger schöne Fotografien, heute dokumentiert er immer mehr und lässt die Erinnerung leben, ein Videoclip mit Stereoton ebenfalls. Die Digitalisierung hat wie in der Film- oder Musikwiedergabe eine enorme Wertschätzung bekommen, weil zuhause und zu jeder Zeit nutzbar und das auch mobil, zigtausend Fotos und Songs haben auf dem Speicher des Mobiltelefons Platz und stehen in einer Qualität zur Nutzung, von der wir früher nicht mal geträumt haben: DIN 45500? Ade 🙂

Zu meiner Fotografie gehört auch Reisen unabdingbar, zu wertig sind neue Eindrücke, um sie nur dem eigenen Gedächtnis anzuvertrauen, allerdings beginnt jede Reise mit dem ersten Schritt und der kann auch von zuhause aus und zu Fuß sein, aber halt nicht nur: der m.E. in Deutschland und der EU zu späte und damit wegen der hohen mittlerweile eingetretenen Infizierungsrate viel zu lang durchzuführende Lockdown ab dem 18.03.2020, verbunden mit einer zunächst nur zögerlich akzeptierten Abstands- und Maskenpflicht, hat über rund 10 Wochen zum Verbleib >at home< geführt, wenn auch ein Spaziergang im Freien für Abwechslung gesorgt hat, wofür wir dankbar sind, die Natur war unbeeindruckt und bei gutem Wetter ist es fast überall schön. Wir freuen uns auf eine baldige Impfung und endlich ein potentes Medikament gegen all diese Viren 🙂

IP11 PM  ooc  Fast Resize 

(c) slowfoto.de

FAQs: EOS RP Akku in der Kamera laden

Frage: Lässt sich der eher schwache Akku LP-E 17 auch in der EOS RP nachladen?

slowfoto: Es gibt viele Möglichkeiten Akkus aufzuladen, Canon packt zu jeder EOS ein relativ großes 220V Ladegerät bei, ich nutze für unterwegs gerne kleinere Keenstone Doppellade Stationen mit USB 5V Anschluss z.B. am USB vom MacBookPro, ein zweites  auch für LP-E 6 Akkus. Das originale Canon Ladegerät für die USB C Buchse der RP mit dem Prohibitivpreis von über €100 habe ich mir verkniffen, das USB-C zu USB-C amazonbasics Kabel für unter €10 nicht, weil damit das originale 9V 2A Ladegerät von Apples IP11 das grüne Licht -> Laden aufleuchten lässt, das funktioniert allerdings nur bei ausgeschalteter Kamera:

Als Tipp vor jeder intensiven Nutzung der Kamera, denn eSucher oder rückwärtiger Kontrollbildschirm ziehen Strom, vor allem im flüssigen Darstellungsmodus. Das IP11 wiederum lässt sich blitzschnell per 10.400mA 5V 2A Powerbank aufladen, ein amazonbasics Typ C Ladegerät erscheint zudem mit 5-20V und 3-1,5A als Alternative!

(c) slowfoto.de