FAQs: Eine Kamera kaufen

Start at the beginning – am Anfang steht das Bild!

absolut wasserfeste und ökologisch unbedenkliche dSLR mit 100fach Zoom

Frage: Welche Kamera ist die richtige für mich?

Fotografieren kann heute Jeder: Händys bieten mit aktuell >8MPI genügend Potential für DIN A4 Ausdrucke, denen man die Herkunft kaum ansieht. Richtig eingesetzt, sind bei brauchbarem Licht und entsprechenden Blickwinkeln Händy Aufnahmen von denen aus >richtigen< Kameras nicht oder nur schwer zu unterscheiden. Und genau darum geht es:

Womit soll ich fotografieren?

vor dem Kauf oder nach dem Fehlkauf

In meinem dritten (ab Herbst 2015) mittlerweile nur 212g leichten und im mumbi case geschützten iPhone 6+ steckt ein kleiner 1/2,9-Zoll-Sensor (4,9×3,7mm) im 4:3-Format mit einer Auflösung von acht Megapixeln (3264 × 2448), die eingebaute f4,15mm Optik hat eine kleinbildäquivalente Brennweite von 29 Millimetern, das entspricht einem Cropfaktor von 6,99 und zudem eine unveränderliche, weil offene Blende mit der Lichtstärke von F2.2. Wirklich sinnvolle Ergänzungen sehe ich in einem kleinen Stativ für längere Belichtungen (bei Nacht etc.), Vorsatzlinsen wie Fischaugen oder Weitwinkel halte ich für optische minderwertige Spielereien, Televorsätze entbehren der Qualität. Für weitere Bildwinkel steht die hervorragende on board Panorama Funktion zur häufigen Verfügung, sie ist vor allem horizontal blitzschnell und unschwer einzusetzen. Meine präferierten Apps sind [Camera+] für einstellbare Parameter und [CameraNoir] für Schwarz-Weiss, vor allem wegen SW-Live Betrachtung, exakte Bildbearbeitung erfolgt am 13„ MacBook oder 27„ iMac. Wer gerne filmt, hat andere Ansprüche hinsichtlich Stereo Mikrofon und Halterung, dazu kann ich wenig sagen, meine Clips sind kurz und meist auf wenige akustische Situationen bezogen, die auch monaural wirken. Der interne Stabilisator des 6+ arbeitet sowohl bei Film- wie Fotoaufnahmen und das sehr effektiv. Das 6,8×12,3cm oder diagonal 5,5„Retina Display (1.920×1.080 HDTV) löst hervorragend detailliert und farbtreu auf (<400ppi) und war neben der bildstabilisierten Kamera einer der wesentlichen Anschaffungsgründe, wenn man vom dicken Akku absieht. Nach bald 10.000 Aufnahmen möchte ich mich ungern vom 6+ trennen und eine Kompakte mit kleinem Sensor, ausgenommen unter Wasser oder mobil, kommt nicht mehr in Frage, zu sehr spielen mobile Dienste mittlerweile eine liebgewonnene Rolle. Ich habe das 6+ wegen der Fotografie gekauft, zum Telefonieren würde das kleinere 6er völlig reichen. 

Der nächste Sensor der Begierde ist für mich der sogenannte >Crop< mit etwa hälftigen Voll-Format (ca. 12x18mm) und mittlerweile >18MPI, angeboten in zahllosen Systemkameras ohne Spiegel oder auch zierlichen dSLR mit ebensolchem Sucherbild bis hin zu großen und schwereren Gehäusen wie denjenigen mit Vollformat Sensoren. Nach vielen 3-stelligen EOS habe ich lange und gerne mit der 410g leichten und winzigen Canon EOS M mit dem EF-M 2.0 22mm (=35mm KBÄ) verbracht, einer System Kamera mit neuen M-Objektiven (11-22mm IS!) oder auch diversen Adaptern für viele Gläser dieser Welt einschließlich aller Canon EF und EF-S Objektive. Bemerkenswert der per Fingerwisch über den ganzen Bildschirm verschiebbare punktuelle und schnelle AF (auch mit Hilfslicht) oder auch seine Nachführung, wenn einmal auf ein Gesicht oder Objekt platziert! Die Leistung heutiger Crop Sensoren samt schnellen Prozessoren und guter Firmware ist untadelig, die super kleinen Pixel fangen bauartbedingt allerdings früher an zu rauschen als die größeren der Vollformate (VF).

Mein dritter und auch nicht mehr taufrischer VF Favorit aus 2012 ist die mit dem lichtstarken F1.8 f28mm Weitwinkel und 1.163g noch relativ leichte Canon EOS 6D, die ich gerne als Nachteule bezeichne, weil Aufnahmen bis ISO 12.800 unschwer möglich sind, sie ist der Vorläufer der EOS 5D III. Mit den neuen recht preiswerten (EF und EF-S) STM Objektiven ist man für beide Sensorformate gut bedient, es müssen nicht nur die L Versionen und die in zweiter Generation sein, obwohl gerade diese Gläser sowohl alters- als auch wertbeständig bleiben, aber auch richtig Geld kosten. Die mittlerweile möglichen kamerainternen Korrekturen auch alter EF Gläser erbringen fototechnische Leistungen, die man früher nur mit aufwändiger Nachbearbeitung (DxO) erzielen konnte, auch mein EF 20-35 von 1993 ist dabei! Soviel zu meinen persönlichen Tipps zur Anschaffung und jeweils durch jahrelange positive Anwendung gesichert. Sicher gibt es viele Alternativen, man muss sich im Leben auf bestimmte Bedürfnisse konzentrieren und das ist gut so.

Fehler, die tunlichst zu vermeiden sind:

man kauft nie nur eine Kamera sondern ein vielfältiges System

Eine Kamera wegen eines Testberichts kaufen, die man nicht einigermaßen kennt. Oder zu glauben, dass eine neue teurere Kamera in der Aussage bessere Aufnahmen macht! Ist ein Händy vorhanden, lernt man einfach und zunächst, damit wertere Bilder zu erstellen! Die Touchscreen Bedienung i.V.m. >wysiwyg< (what you see is what you get) ist eine hervorragende Übung für die Komposition von Aufnahmen, die so einfach mit einer >richtigen< Kamera und optischem Sucher nicht möglich ist. Die Panorama Funktion erweitert den Aufnahmewinkel nach Belieben. Echte Teleaufnahmen sind nur mit mehr als einer eingebauten Festbrennweite möglich, auch diese Entwicklung hat begonnen.

Wird der Wunsch größer nach schnelleren Bodies (bis 20 Aufnahmen pro Sekunde, viel wichtiger ist aber die Präzision des nachführenden AF) und anderen Brennweiten (um den Mond formatfüllend aufzunehmen, benötigt man >f600mm), sollte man zunächst geeignete Fotokurse besuchen und/oder mit Ausrüstungen von Freunden ein paar Bilder machen. In ein Fotogeschäft und mit der 30-fach Zoom Kompakten wieder nachhause gehen kostet Geld, das völlig falsch investiert wurde, auch wenn der Rabatt noch so verlockend erscheint. Nichts spricht gegen eine neue Kamera zum sog. Straßenpreis, die schon ein paar Jahre auf dem Markt ist, im Gegenteil. Auch gebrauchte Objektive kann man im guten Fachhandel kaufen, hilfreich ist dabei ein zeitlich befristetes Rückgaberecht. Oder man kauft von zuverlässigen Quellen.

1-Knopf Bedienung, falls bei Automatik überhaupt nötig

Wichtig ist, dass die Kamera den Nutzer nicht überfordert: Wer das Automatik-Programm oder die Motiv-Automatiken liebt, kann sich in Ruhe der Komposition widmen, der Tüftler reizt die angebotenen Möglichkeiten so weit aus, dass er auch für kritische Situationen schnell geeignete Voreinstellungen parat hat, weil er damit vertraut ist! Beide Anwender können tolle Aufnahmen schießen, die sich sicher unterscheiden.

Wer zuhause mit Windows arbeitet, hat die Qual der Wahl für das Händy :-), der Mac Anwender wird aus guten Gründen ein iPhone vorziehen, weil viele Möglichkeiten sehr gut auf das Betriebssystem iOS abgestimmt sind.

Wer mit sehr guten fototechnischen Ergebnissen und schnellen Kameras liebäugelt, ist auf dem Markt der sog. Spiegellosen unterwegs, wegen der ungeheuren Vielfalt gibt es keine verlässliche Kaufempfehlung, der Unterschied zur Spiegelreflex (SLR) ist der elektronische gegenüber dem optischen Sucher, wenn man von der meist langsameren LiveView Aufnahme einer dSLR absieht. Es lohnt dabei exakt zu wissen, was man nicht benötigt, neue Bodies und vor allem neue Gläser sind im oberen Ausgabenbereich angesiedelt. Aber auch wertige Vollformat Objektive kosten oft mehr als die für Crop Sensoren, beide Sensorgrößen sind bei den Spiegellosen aber vertreten. Vor der Entscheidung lohnt es, einmal alle möglichen Wünsche hinsichtlich Body und Objektiv-en samt weiterem Zubehör hochzurechnen! Man muss sich immer vergegenwärtigen, dass nicht die teurere Kamera die eigenen Aufnahmen verbessert, der gewiefte Fotograf aber auch mit billigem Gerät bei gutem Licht ausdrucksstarke Bilder erhält! Das Foto entsteht im Kopf zwischen den Ohren, die Kamera ist nur der Kopierer, den man auch falsch bedienen kann 🙂

was raus muss wird ordentlich entsorgt 🙂

Fragen vor der Anschaffung:

  • reicht eine feste Brennweite oder will ich mehrere (Händy <-> Systemkamera mit Wechseloptiken)
  • brauche ich GPS, leichtes Gewicht, mobile Daten, Zeitlupe –raffer, Gesichtserkennung, LiveView, Video, Pano (-> Händy)
  • will ich den optischen Sucher, punktgenauen Autofokus, Nachführ-Autofokus, hohe ISO Bereiche, das größere Gehäuse, auch für externen Blitz (-> dSLR)
  • will ich Objektiv Fehler bereits bei der Aufnahme korrigieren (-> dSLR)
  • wie viel Gewicht will ich maximal mit mir herumtragen
  • muss es eine schnelle Kamera für Sport mit >5 Bildern/sec sein
  • muss es eine Vollformat Kamera sein (dSLR <-> Spiegellos)
  • kann ich mit dem elektronischen Sucher leben (-> Spiegellos)
  • muss es zwingend ein aktuelles Modell zum empfohlenen VK sein
  • Neukauf: wie gut ist der Garantie Service (???)
  • gebraucht resp. nach der Garantiezeit: Wer repariert zuverlässig 🙂

Fazit: Schnell gekauft ist nur dann richtig, wenn man genau weiß was! 

Kauf: kein X für ein U vormachen lassen

my10Cents:

Hinsitzen, nachdenken und vergleichen

Bei gutem Licht hat mein iPhone 6+ eine ebenso gute Farbwiedergabe wie die der EOS 6D, zudem eine fast perfekte Belichtung samt automatischem Weißabgleich und das alles ist zuvor sehr gut sichtbar. Alles in allem eine fantastische Kamera, aber es gibt immer Situationen, für die ich eine dSLR brauche: Meine 6D ist viel schneller und funktioniert viel besser im Dunkeln! Bei schwachem Licht reduziert das 6+ in der [Kamera] App die Farbsättigung, um das Rauschen zu verringern. Langzeit Belichtungen mit dem iPhone bei wenig Licht und niedrigen ISO Wert kann man auf dem Stativ mit der [Camera+] App erstellen, hier ist die 6D bei ISO 12.800 aus der Hand wegen Pixel- und Sensorgröße weit überlegen, zudem bietet sie relativ kurze Belichtungszeiten. 

Meine 6+ bietet >nur< ein KBÄ 29mm Objektiv, welches schlicht zum Turnschuh erzieht, dabei ist der Lerneffekt riesig. Sie verfügt sowohl im Standbild- als auch im Videomodus über eine effektive Stabilisierung. Fischauge, (Super-) Weitwinkel,Tele- oder Zoomobjektiv bedürfen der dSLR-Kamera, die mannigfach Vorsatzlinsen für das 6+ sind so billig wie trist! Die extrem kurze Brennweite von nur f4,15mm bringt trotz Offenblende F2,2 eine enorme Schärfentiefe, alles Ferne ist ebenso wie die geringe Tiefenschärfe der 6D vorbehalten. Das iPhone ist als Gehäuse eine Bauhaus Schlichtheit, die man mit ungeeignetem Case verunstalten kann.

Mein iPhone ist immer dabei, auch wenn ich die 6D benutze: Für die schnelle Nahaufnahme, das Panorama, den Blick aus der Bodennähe oder aus einem begehrten Winkel oder wenn das Foto auch mit den GPS Daten versendet werden soll. Das 6+ ist zudem als Fernsteuerung für die 6D einsetzbar. Beide können sich ergänzen aber nicht ersetzen.

Nach dem Ausflug in die Welt der Fotografie mit dem iPhone 6+, der ersten spiegellosen und fast komplett über den Touch Screen bedienbaren EOS M und der ISO starken Vollformat EOS 6D noch ein paar Gedanken in die Zukunft:

perfekt eingekauft und zusammengestellt, ready to

Was wird sich ändern?

* Die dSLR wird über kurz oder lang vom Markt der Spiegellosen überholt, weil ohne Spiegel zwar ohne optischen Sucher, aber auch weniger limitierende Mechanik und erweiternden LiveView bedeutet,
* dabei wird der elektronische Sucher immer besser ausgestattet
* und der Autofokus funktioniert über den gesamten Sensor, nicht nur mit wenigen Sensoren oder deren Bündelung in Gruppen bzw. sogar über einen zweiten Sensor,
* die nachgeführte Gesichts- oder Motiverkennung wird zur unabdingbaren Notwendigkeit,
* um in Verbindung mit dem hochpräzisen Autofokus auch Bewegtes sicher abzubilden
* und der elektronische, besser lautlose Verschluss wird wichtiger als der mechanische,
* wodurch sich die Bildfolge sich auf bis zu 20f/sec auch im Vollformat erhöht
* und die ISO Werte dank großem Sensor und schnellerem Prozessor samt adäquater Firmware neue Höhen erreichen.

und zum Schluß einen guten Café

Zukunft? Nein, SONY verkauft die A9 bereits für knapp unter 5k€ 😦  aber vielleicht wird es nur ein weiteres iPhone mit zwei KBÄ Festbrennweiten f27/54mm F1.8/2.4 🙂

(c) slowfoto.de 

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Reisefotografie leicht-er gemacht

Mit weniger Fotoausrüstung leichter reisen

der Weg ist das Ziel
der Weg ist das Ziel

Vom September 2010 datiert ein fotografischer und ein die Ausrüstung betreffender Bericht zur Reisefotografie, jetzt ist ein Update fällig: Ich bin älter geworden und suche mehr das für mich Wesentliche. Auch die Sammlung an Gehäusen und Objektiven samt Zubehör führt nicht zwangsläufig zu besseren Bildern. Zudem ist nahezu alles an Motiven irgendwo schon mehrfach aufgenommen und im Zeitalter des Webs auch dargestellt worden, wozu fotografiere ich überhaupt noch?

wegen der Aussichten :-)
wegen der Aussichten 🙂

Es geht um meine ganz persönliche Darstellung, die zur ebensolchen Erinnerung führt, zu eindeutigen Blickwinkeln oder Erlebnissen, zu bleibenden Eindrücken und schließlich positiver Resonanz bei den Betrachtenden. Deren Beurteilung gliedert sich m.E. in zwei Welten, er fragt nach technischen, sie nach romantischen Belangen. Nicht erst mittlerweile neige ich dazu, Frauenaugen den Vorzug zu geben, schon wegen der Konzentration auf das Wesentliche in der Bildaussage.

Äpfel Wein Wasser Kultur Berge
Äpfel Berge Kultur Licht Wasser Wein

Kurz und bündig zur Hardware: Mobil unterwegs ist und bleibt die Reduktion von Gewicht wichtig, die Schlepperei von zu vielen Kilo gehört der Vergangenheit an. Denn für Bildausgabe Formate bis DIN A2 reichen 20 Mio. Pixel allemal, für Postkarten letztlich 2 Mio., für web Wiedergabe sogar 250MB.

Ein Vollformat Body (EOS 5D) wiegt ohne Batteriegriff ca. 950 Gramm, das Standardzoom 4.0 24-105 L IS USM mit Geli nochmals ca. 730 Gramm, das ergibt 1.680 Gramm. Mit dem 4.0 24-70 L IS USM sind es nur 130 Gramm weniger.

Ein spiegelloser Cropformat Body (EOS M) wiegt ca. 300 Gramm, das Standardzoom 3.5-5.6 18-55 IS STM ca. 240 Gramm, zusammen also 540 Gramm.

Die VF-Kombi 5D (950) plus 4.0 16-35 L IS USM (670) plus 4 24-105 L IS USM (730) plus 4 70-200 L IS USM (980) plus Kenko 1.4x (110) bedeuten 3.44 Kilogramm.

Die spiegellose Crop-Kombi EOS M (300) plus 4-5.6 11-22 IS STM (270) plus 3.5-5.6 18-55 IS STM (240) plus 4.5-6.3 55-200 IS STM (300) belastet den Rucksack mit >nur< 1.110 Gramm.

1.150 wiegt die 5D mit dem alten EF 4-5.6 22-55 USM.

Für beide Kombinationen wiegen die lichtstarken Festbrennweiten EF 2.0 35mm 230 Gramm und das EF-M 2.0 22mm für den Crop Sensor sogar nur 110 Gramm.

Vor- und Nachteile bewertet jeder Anwender selbst: wer wie ich gerne mit dem iPhone (6+ wegen Stabi, Formaterweiterung über Panorama) fotografiert, wird mit dem Liveview Bildschirm der Spiegellosen zufrieden sein, wer vor allem im Telebereich den Fokuspunkt absolut präzise und schnell setzen will, benötigt zwingend den TTL Sucher.

Natürlich hinkt dieser Vergleich David Cropformat gegen Goliath Vollformat, weswegen ich von einer wie auch immer ausfallenden >Bewertung< absehe. Für jede fotografische Situation gibt es zwingend notwendige Kombinationen aus Sensor, Prozessor und Glas. Geht man von der Häufigkeit der Anforderungen aus, kann eine sinnvolle Bescheidenheit zu äußerst spürbaren Entlastungen des Reisegepäcks führen, ohne dass allzu große Einschränkungen dadurch eintreten. Manchmal ist weniger mehr.

Für Wanderungen auch mit Höhenmetern bedarf es weiterer Technik, wie Fußgänger Navigation (140), Händy (210), LED Taschenlampe (110), Kompass (170), Taschenmesser (150) und Wanderstöcken (500), bis hier sind das ca. 2,2kg. Dazu addieren sich noch 1,5 Liter Wasser, etwas Proviant und diverse Karten, Kleidung, Medikamente, Notfalldecke und etwas Verbandzeug und der Rucksack, wobei letztlich jedes Gramm mehr nicht nur bergauf zählt. Jeder Tag zählt (das Original von STS ist noch schöner) kommt der Planung noch viel näher…

jeder Abend auch
jeder Abend auch 🙂

© www. s l o w f o t o .de

 

 

 

 

 

 

 

2000 bis 2015: Aufnahmeformate

Aufnahmeformate im Wandel der Zeit

In der Malerei hat schon immer das Ausgabemedium (Leinwand – Kirchenkuppel) die Bildgröße bestimmt, losgelöst von der damit untergeordneten Objektgröße.

In der Fotografie besteht durch die Verwendung von Objektiven und lichtempfindlichen planen Aufnahmeträgern eine Normierung, in der Gründerzeit durch die Größe der verwendeten Platten (um 1850 Daguerreotypie sog. Mammutformat 24x34cm) und zu Zeiten der Rollfilme (um 1900 sog. Mittelformat 6×9 resp. 6x6cm) mehrfach gößer als nach Einführung des doppelseitig perforierten Kinofilmes (1913 sog. Leica Format 24x36mm). Ein Grund für die erstaunliche Dauerhaftigkeit des Kleinbildformats über rund 80 Jahre liegt möglicherweise in einer Erkenntnis, die schon Oskar Barnack aus Berechnungen zum Auflösungsvermögen des menschlichen Auges gewonnen hatte: Die optimale Bildgröße für fotografischen Film liegt demnach bei 22 mm × 33 mm. (Zitat Wikipedia s.o.)

Mit der Einführung (2000) von lichtempfindlichen Sensoren in die sog. kompakte Digitalfotografie wurden 3 zu 4 Formate angewendet und folgten damit der weitverbreiteten Monitor Bildwiedergabe, die auch dem angebotenen Fernsehformat entsprach. Die ersten digitalen Spiegelreflexkameras hatten hingegen (Crop-) Sensoren im 2 zu 3 Format, 24x36mm als digitale Sensorgröße wird nunmehr Vollformat genannt. 2015 erscheint der erste VF-Sensor mit über 50 Millionen Pixel auf dem Markt, die halb so großen Crop-Sensoren bieten nun rund 25 MPI.

Meine erste digitale Fuji 10d hatte 2000 einen  <1 MPI 3:4 Sensor mit 1024×768 Bildpunkten. 2001 folgte die Nikon 990 mit >3MPI und 2048×1536 Bildpunkten: Sie war die erste digitale Kamera die mich out of box und lange zufrieden stellte, bis 2005 die Cropformat dSLR EOS 300D mit über 6MPI die Vorgänger D30/60 und 10D ablöste.

Mit der vollformatigen 2:3 Sensorgröße von fast 13 MPI wuchs 2006 nicht nur die Größe, sondern auch das Gewicht der Kamera (800g EOS 5D plus 700g Kit Zoom 24-105). Begeistert hat mich bis heute das große und helle Sucherbild wie bei den alten analogen SLR.

Für das klassische und mit 95% aller georderten Prints meist verbreitete Papierbild (sog. Postkarte 10x15cm) genügen etwa 2MPI! Mit rund 60 Grad (KBÄ) horizontalem Bildwinkel und 2448×3264 Bildpunkten >liefert< der winzige Sensor in aktuellen Smartphones eine Auflösung von knapp 8MPI mit nach oben offener Skala bis 20MPI. Mit der integrierten und einem horizontalen Video ähnlichen Panoramafunktion lässt sich das Format auf 2352×10800 Bildpunkte, also einem maximalen horizontalen Bildwinkel von rund 200 Grad >aufweiten<: Auf diese Weise lassen sich heute im Hochformat viele Objekte deutlich einfacher fotografisch einfangen, man kann auch die Bildbreite beliebig kürzen:

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2000 60 Grad Blick auf den Rosengarten von Montan (I) aus – Fuji 10d
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2015 200 Grad Blick auf das Allgäu von Scheidegg (D) aus – iPhone 4s

Wer draussen viel fotografiert, erkennt immer wieder bestimmte Blickwinkel gerne…

© slowfoto.de

walimexpro 3.5 f8mm FISH EYE – ein paar Tipps zum Einsatz

Bilddaten:

– Kamera: EOS 400D
– Objektiv: walimexpro 3.5 8mm (alle) vs EF-S 3.5 10mm (3971)
– Blende: F3.5 und 8
– Belichtungszeit: [Tv] 1/45-1.000sec
– Empfindlichkeit: ISO 100
– Belichtungskorrekturen: -1/2 bis -1,5LW
– Brennweite: 8mm
– Entfernungen: min 20cm bis unendlich
– Belichtungsmessart: Integral
– Bildstil: Snapshot
– Bilderbearbeitung: unbearbeitet

D ca. 15:10-15:40

Fisheye Objektive gehören in die Kategorie Sonderlinsen. Sie produzieren ein flächentreues Bild, geben also Größenverhältnisse exakt wieder. Im Gegensatz zu den aufwändig korrigierten  (Super-) Weitwinkelobjektiven ist die Wiedergabe nicht winkelgetreu, weshalb alle Linien außerhalb des Bildmittelpunktes zum Rand gebogen sind, beim SLR Format 2:3 (HxB) fällt dies bei waagrechten Linien somit deutlicher auf! Um diesen Faktor korrigiert, wären sie Weitwinkelobjektive mit der für unsere Augen natürlicher erscheinenden Raumwiedergabe. Auf Grund ihrer einfacheren optischen Konstruktion zeigen sie keine Vignettierung (dunklere Ränder) und weniger Anfälligkeit für Blendenreflexe sowie Streulichter. Gegenüber Superweitwinkeln weisen Fisheyes bei gleicher Brennweite zudem einen deutlich größeren Bildwinkel auf: Die bekannten zirkulären Fisheyes mit kreisförmigem Bild geben 180 Grad wieder, auf den Boden gelegt nimmt die Kamera ein sogenanntes Halbkugelpanorama auf. Vollformatbild-Fisheyes haben den 180 Grad Bildwinkel nur von Ecke zu Ecke, dafür keine schwarzen Ränder in denselben wie bei der kreisrunden Wiedergabe.

Positioniert man die Kamera exakt mittig zum Objekt und zudem waagrecht, sind die Verzeichnungen relativ gering. Zudem sollte man darauf achten, dass nicht zusätzliche unwichtige Objekte objektivnah platziert sind. Mit diesem Vorgehen lassen sich nicht nur in der Wirkung gesteigerte Aufnahmen inmitten der Natur, sondern auch in engen Räumlichkeiten erstellen, mit extremer Schärfentiefe und räumlich gestreckter Tiefe, wie das bei jeden Weitwinkel der Fall ist, nur eben viel intensiver. Eine besondere Wirkung entsteht ebenfalls, wenn die Kamera mit der Rückseite auf dem Boden liegt, auch hier sind Selbstauslöser oder Fernbedienungen ein Segen.

Am Crop Gehäuse der Canon EOS 400D kam das EF-S 10-22mm und das walimex pro 3.5 8mm zum Einsatz, um zunächst vom Stativ aus die Brennweiten 16mm KBÄ (Abb. 01 3971 ISO100 F3.5 1/1.000sec) zu 12,8mm KBÄ (Abb.02 3968 ISO100 F3.5 1/500sec) zu vergleichen. Das 8mm scheint generell etwas mehr an Licht zu benötigen, was vermutlich am größeren Bildwinkel liegt, dafür ist die Farbwiedergabe untadelig.

Die zweite Aufnahmereihe zeigt die optische Auswirkung der f8mm am Gartenhaus in Bezug auf den Abstand (Abb. 03 3979 ca. 50cm 1/30sec, Abb. 04 3980 ca. 2m und Abb. 05 3981 ca. 5m, beide 1/125sec), diese und die folgenden Aufnahmen wurden bei Blende 8 (ist gut im Sucher zu beherrschen) mit ISO100 und je ½ LW Unterbelichtung durchgeführt, d.h. nur die Belichtungszeit wurde gezielt angepasst. Weitere Beispiele dieser Wirkung finden sich in den Aufnahmen Abb. 06 bis 13 3982, 3984, 3985, 3987, 3900, 3995-3997 als m.E. nicht so ansprechende Kompositionen, und verbessert durch gezieltes Weglassen wie Abb. 14-18 3983, 3986, 3988, 3989, 3993 aus m.E. geeigneteren Blickwinkeln, die nicht auf den ersten Blick die extreme Brennweite verraten.

Die Abb. 19-21 4004-4005-4007 sind eine Belichtungsreihe ab 1/45 – 1/90 – 1/125sec mit der jeweiligen Unterbelichtung -½ resp. -1 resp. -1,5 LW.

Last not least, der EX 580 II leuchtet mit der 14mm Streuscheibe indoor Aufnahmen mit dem Crop Sensor tadellos aus. Für den PopUp Blitz der Crop Kameras genügt auch die Streuscheibe vieler Anbieter, die in den Blitzschuh geschoben wird, Position 2.Loch unten von den 5 vorhandenen. Auch hier hilft der Handbelichtungsmesser Gossen Digiflash oder Digipro F in schwierigen Situationen zuverlässig.

Weitere Aufnahmen on location draußen und drinnen im Vergleich zu 35mmKBÄ finden sich hier:

https://slowfoto.wordpress.com/2011/06/03/oranschwas/

Zum Handling lässt sich sagen, dass ein originales und automatisches Objektiv einfach nur schneller ist. Dennoch macht es Spaß, mit F8, geschätzten 1m oder 3 oder unendlichen Metern an Entfernung bei dieser ultrakurzen Brennweite Aufnahmen zu erstellen, die schon etwas aus dem bisherig vertrauten Rahmen heraus fallen. Ich habe viel Freude mit diesem Objektiv s.a. Abb.22 3978 ISO100 F8 1/250sec !

(c) www.slowfoto.de

walimexpro

http://www.foto-walser.biz/shop/Kategorie/0/Startseite.htm

walimex pro 3.5 f8mm FISH EYE CS EOS

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Bilddaten:

– Kamera: EOS 400D
– Objektiv: walimex pro 3.5 8mm
– Blende: F3.5-8
– Belichtungszeit: [Tv] 1/15-1.500sec
– Empfindlichkeit: [auto] oder ISO 100 – 400
– Belichtungskorrekturen: -1/2 bis -2 LW
– Brennweite: 8mm
– Entfernungen: min 20cm bis unendlich
– Belichtungsmessart: Integral
– Bildstil: Snapshot
– Bilderbearbeitung: unbearbeitet

D Alsfeld zu diversen Zeiten

Nach meinem Anwenderbericht über die zwei Vollformat-Objektive 14mm 2.8 ED AS und 500mm 6.3 von Foto-Walser hat mich das 3.5 f8mm Fisheye für eine Veranstaltung interessiert mit begrenzter Distanz Fotograf zum Objekt auf (in) kleinstem Raum. Die Nachfrage bei Walser erbrachte die Leihstellung schon am Folgetag!

Auf Grund der langen und sehr guten Erfahrungen mit den Canon EF 20-35, EF 2.8 16-35 mm L und dem EF-S 10-22mm war ich als Weitwinkelfan gespannt, ob ein Fischaugen Objektiv mit manuell einzustellender Arbeitsblende und Entfernung optisch im kritischen Superweitwinkelbereich Paroli bieten kann. Die Enttäuschung gegenüber dem Vollformat fähigen walimex pro 2.8 14mm folgte auf dem Fuße, am VF-Sensor war zwar mittig mehr Objekt als am Rand Gegenlichtblende zu sehen, man muss also nach der Aufnahme freistellen! Die Bewerbung >nicht für Vollformast geeignet< sollte vielleicht noch mit dem Hinweis versehen werden, dass die GeLi jede Aufnahme vignettiert. Doch das ist der einzige Kritikpunkt, nun zu den positiven Leistungen:

Als Crop Gehäuse kam die gute alte Canon EOS 400D zum Einsatz. Bei der Montage des satt sitzenden Bajonetts fällt die konstruktive Ähnlichkeit zum 2.8 14mm auf, das 3.5 8mm wirkt allerdings noch etwas zierlicher. Dieses 440g Objektiv scheint für die Ewigkeit gebaut, der Einstellring für die Entfernung (in der Regel auf 3m stellen und nur nachschauen, ob etwa verstellt) geht satt wie an alten  manuellen Festbrennweiten, der Blendenring rastet (je nach vorhandenem Licht auf F8) sauber ein. Die Naheinstellung beträgt vom Objekt zum Sensor gemessen ca. 20cm, was formatfüllend kleinsten Objektgrößen von ca. 46x70cm entspricht!

Die Streulichtblende dominiert als integrierter Bestandteil des griffigen Gehäuse (-materials) und das ist zum Schutz der stark konvex gewölbten Frontlinse auch gut so. Das aufzusteckende Lenscap rastet nur dann sicher ein, wenn der Schriftzug walimexpro waagrecht zu lesen ist. Eine rückseitige Aufnahme für Folienfilter ist nicht vorgesehen, Spiel mit ISO und Verschlusszeiten oder Abblenden ist somit nötig. Was nicht zwingend sein muss, denn das Glas bildet schon ab F3.5 sauber ab, wozu sicher auch der mittelgroße Sensor beiträgt.

Zur Belichtung: Um satte Farben zu erzielen, sollte man wie auch schon beim 2.8 14mm die kameraeigene Belichtungsmessung generell unterbieten, also knapper belichten. Schon mit dem originalen EF und EF-S Objektiven bevorzuge ich um ½ Lichtwert weniger als die Kamera verlangt. Hier dürfen es im [M] Programm auch mal minus 2 ISO- oder Zeitwerte sein, bei eher dunklen Motiven reicht auch minus 1LW… man muss das aufnahmespezifisch einfach austesten!

Die Farbwiedergabe ist mit meinen bewährten Voreinstellungen untadelig, siehe dazu auch: https://slowfoto.wordpress.com/category/s-l-o-w-f-o-t-o-einstellungstipps/

Fazit: Empfehlungen stehe ich generell eher kritisch gegenüber, es sei denn, ich habe eigene und gute Erfahrungen damit und das Gewicht in der Fototasche unterwegs stimmt. Beim walimex pro 3.5 f8mm mache ich eine spontane Ausnahme, für jeden Crop Sensor ist dies Objektiv eine ausgesprochen sinnvolle Erweiterung, wenn denn dessen typische Darstellung (und die jetzt ohne Betrachtung des GeLi-Innenlebens wie beim VF) gefällt! Übrigens, die Fischaugen typischen Verzeichnungen fallen bei waagrechter Kameraposition und geeigneten Motiven wie in freier Natur kaum bis nicht auf. Ein dem Fotografen naher (Fenster-) Rahmen zeigt im Bild allerdings deutlich die extreme Brennweite, wenn man denn will eine durchaus auch willkommene Gestaltungsmöglichkeit, um auch nahe und kleine Distanzen stark zu betonen.

http://www.foto-walser.biz/shop/default.aspx

…wird fortgesetzt

(c) www.slowfoto.de