FAQs: Welche Kamera ist die richtige für mich?

Frage: Digitale Kameras gibt es wie Sand am Meer, welche soll ich nehmen?

hier geht es zu einer guten Kamera
…hier geht es zu einer guten Kamera

Ohne Wissen versinkt man im Angebot, Männer sammeln (nicht nur) Kameras, auch Frauen benutzen oft untaugliches Gerät. Ein paar eigene Gedanken dazu:

Anschaffungen: Welche Kamera ist die beste für mich?

  1. Wieviel Gewicht will ich herumtragen?
  2. Welche maximale Bildgröße (MPI) benötige ich überhaupt?
  3. Welche Bildfolge (Schnelligkeit fps) samt Autofokus ist für mich wichtig?
  4. Wieviele Objektive möchte ich kaufen?
  5. Wie resp. wo kann ich testen, wem kann ich vertrauen?

Anhand meines aktuell genutzten Equipments möchte ich auf die für mich wesentlichen Ausstattungen einiger Kameras, deren Bildgrößen und Preise (Body, http://www.asgoodasnew.de) hinweisen, jede der Kameras wurde mehrfach hier im slowfoto Blog vorgestellt und besprochen:

Das iPhone6+ ist meine leichteste immer dabei Kamera, hat einen 8MPI Sensor mit einer Bildgröße von 3.264×2.448, eine f4.5mm Festbrennweite (ca. 28mm Kleinbild äquivalent) mit fixer Offenblende F2.2 und kostet mit 128GB ca. € 700

Die alte 6,5fps schnelle dSLR Canon EOS 40D hat einen 10.1MPI Drop Sensor mit einer Bildgröße von 3.888×2.552, den großen dSLR Body mit ordentlichem Sucherbild und kostet neuwertig nur noch ca. € 210

Die alte 3fps langsame Canon EOS 5D hat einen 12.8MPI Vollformatsensor mit einer Bildgröße von 4.368×2.912, kommt mit nahezu allem an Objektiven zurecht und kostet neuwertig nur ca. € 390

Die erste kleine und leichte, 4fps schnelle spiegellose Canon EOS M hat wie die aktuelle EOS M10 einen 18MPI Crop Sensor mit einer Bildgröße von 4.608×3.456, die M10 kostet aktuell ohne Objektiv nur ca. €250

Der ebenfalls 4fps schnelle Klassiker an Bildqualität Canon EOS 5DII hat einen 21.1MPI VF-Sensor mit einer Bildgröße von 5.616×3.744, sollte mit gutem Glas gepaart werden und kostet neuwertig nur noch ca. €700

Die aktuelle und 5fps schnelle Canon EOS 5Ds hat einen 50,6MPI VF-Sensor mit einer Bildgröße von 8.688×5.792, ist ab €2.040 als Body zu erstehen und erstellt Aufnahmen von ungeahnter Auflösung, wenn bestimmte wertige Objektive zum Einsatz kommen, deren Anschaffung dann schnell im 5-stelligen Bereich liegt

Wer mit Vergrößerungen im Postkartenformat 10x15cm (Selphy Drucker) leben kann, ist bereits mit 5MPI auf der sicheren Seite, mit dem i- oder Smart Phone also bestens gerüstet. Ab 10MPI sind Vergrößerungen bis DIN A3, ab ca. 20MPI bis DIN A2 und mehr problemlos möglich. Letztlich muss man noch die Bildfolge pro Sekunde (fps) und die nachführende Qualität (Trefferquote) des Autofokus berücksichtigen, wenn man dynamische und scharfe Bildserien erstellen möchte. Im Tempo liegt das iPhone6+ mit 10fps sogar ganz weit vorn. Mit den ehemals Kompakten habe ich abgeschlossen, weil die Handy Kameras auf hohem Niveau sind und die Spiegellosen bereits die Top Crop Qualität erreicht haben.

Testberichte lese ich nur wenige, weil erstens die meisten keine Tests, sondern abgeschriebene Texte vom Hersteller sind, und zweitens viele Redaktionen zu wenig Zeit zur ausgiebigen Nutzung haben. Besser sind ehrliche Erfahrungen aus Langzeitanwendungen.

Man hat also die Lust der Wahl, für den eigenen Einsatz die richtige(n) Kamera(s) anzuschaffen. Grundsätzlich gilt, dass eine neue und teure Kamera keine besseren Bilder >macht< als die alte(n Augen sehen)!

© slowfoto.de

slowfotos der Woche (KW 30 2012)

– Kamera: EOS 5D MkII
– Objektiv: EF 2.0 35mm
– Blende: [Av] div
– Belichtungszeit: [Tv] div
– Empfindlichkeit: ISO 100
– Belichtungskorrektur: -0,5LW
– Brennweite: 35mm
– Entfernung zum Fokus: AF pre mit zentralem Kreuzsensor
– Belichtungsmessart: Integral
– Bildstil: Snapshot
– Bildart: RAW
– Bildbearbeitungen:  DxO7 –  TOP (Datenredution)

Zum vergrößerten Betrachten wie gewohnt ein Bild anklicken

Bildqualität ist die Summe vieler Parameter unterschiedlicher Prioritäten

Der Weg zum besseren Foto – ein Workshop mit Heiko PRELLER in Hannover 

http://www.heikopreller.de 

http://www.kunstohnebrot.de/

http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Hansen_(Fotograf)

Dr. Lutz Riefenstahl lud als Initiator nach Hannover ein, die weiteste Anreise betrug um 600km und sie hat sich mehr als gelohnt: Auch wenn das Wetter zunächst nicht Gutes erahnen lies, pünktlich warteten wir Teilnehmer im Nieselregen vor der (falschen) Studiotür, ein paar Schritte weiter bekamen wir kurz darauf Einlass – und alles wurde saugut…

Drei (3!basta) eigene Aufnahmen zur persönlichen Vorstellung hatten zu genügen, dem autobiografischen Exkurs des seit 24 Jahren selbstständigen Meisters (und Schüler von Hans Hansen) der Un- und Schärfe in die Ebenen Farben und Töne und der philosophischen Kategorisierung zweidimensionaler Fotografien folgten handfeste Anweisungen zum fotografischen Nachmittag auf dem Deister Straßenfest in Linden Süd: Jeder Teilnehmer findet 10 Aufnahmen, aufgenommen auschließlich mit 35mm KB-Brennweite oder Äquvalent, zu Themen wie Architektur, Menschen oder eben einem journalistischen Bereich, … oben in der Galerie deshalb ein paar mehr!

Die Deister Strasse war auf einer Strecke von ein paar hundert Metern gesperrt und zunächst eher spärlich besucht, was sich mit besserndem Wetter schnell änderte, das Straßenfest füllte sich mit Leben, Bands, Ballet und Ballspiele, Basteln, Bühnen und natürlich gustatorische Befriedigungen für Leib und Seele standen im Mittelpunkt. Unsere Gruppe traf sich in wechselnder Zusammensetzung immer wieder neu und die Anzahl der RAW Dateien auf den Karten nahm kontinuierlich zu, wobei zum Augen- und Ohren- auch der andere Schmaus hinzukam. Zurück im Studio wurde dann sortiert und ausgewählt und abgeliefert. Während wir den Abend ohne weitere fotografische Aufgaben gestalten konnten, wurden alle Aufnahmen von Heiko Preller gesichtet und bewertet resp. nach seiner Auffassung ausgewählt.

Der Sonntag führte uns durch das Arsenal im Studio, was ist für welche Anwendung wirklich nötig. Es war erstaunlich, mit wie wenig aber sinnvoller Ausrüstung im Studio oder on location (zusätzliches) Licht richtig gestaltet werden kann, man muss es halt können… Mit auf die Prellersche Insel gingen eine Kamera mit dem lichtstarken 35mm Objektiv plus Stativ für den Systemblitz samt Diffusor, denn vorhandenes Licht ist soweit wie möglich zu nutzen! Und das Saxophon plus Mestemacher Vollkornbrot…

Danach wurden die jeweiligen 10 Aufnahmen der  Teilnehmer ausführlich besprochen, mit Hinweisen zur Thematik, zum Standpunkt des Fotografierenden und der jeweiligen Licht- sowie Motivsituation. Mit Prellers langjähriger Erfahrung aus Lehraufträgen haben wir somit einen Intensiv Workshop erlebt, der uns auf den Weg zum guten Foto führt. Danke!

(c) www.slowfoto.de

Belichtungsmessung aktuell – Licht und Messung Teil 1

Belichtungsmessung am Beispiel der Canon EOS 5D Mark II

EOS 5D II EF 28-135 IS f53mm ISO 100 F32 1/1350sec -1/2LW Integral Distanz 95m Snapshot DxO  D Treysa Bahnhof 17:21 – weitere 52 Bildbeispiele für ausgeglichene und bewußt stark oder knapp belichtete Aufnahmen finden sich in der Kategorie >slowfotos der Woche<:

https://slowfoto.wordpress.com/category/s-l-o-w-f-o-t-o-der-woche/

Meine erste Kleinbildkamera aus 1960 hatte am 50mm Objektiv einen Ring, um die Entfernung von 50cm bis unendlich einzustellen, einen zweiten für den Blendewert 2.8 bis 16 und ein Drehrädchen am Gehäuse für die Belichtungszeiten von 1/500 Sekunde bis zur Langzeitbelichtung B, die den Verschluss solange aufhielt wie auf den Auslöser gedrückt wurde. Belichtung und Entfernung wurden mit einem zusätzlichen Belichtungs-bzw. Schnittbildentfernungsmesser bestimmt oder in der Regel meist geschätzt (´ne Hundertstel bei Blende 8, wenn die Sonne lacht…) und der damals verwendete Schwarzweißfilm verzieh vieles, den Rest ergänzte die Dunkelkammer mit der korrigierenden Ausbelichtung des Fotopapiers und einer speziellen Entwicklung, auch unter direkter Sicht im rotem Licht der Dunkelkammerlampe.

Heute bietet die digitale Spiegelreflex (dSLR) die Qual der Wahl zwischen vier Lichtmesscharakteristiken, hier am Beispiel der Canon EOS 5D MKII:

  • Mehrfeldmessung
  • mittenbetonte Integralmessung
  • selektive Messung
  • Spotmessung

Bei der Mehrfeldmessung wird der gesamte Bildausschnitt des sichtbaren Bildes ausgemessen und bewertet: Damit steht für nicht übermäßig kontrastreiche Lichtsituationen ein Ergebnis der Lichtmessung zur Verfügung, das einen Mittelwert aus allen absorbierenden und reflektierenden Lichtwerten der im Sucher angezeigten Aufnahme bildet.

Die mittenbetonte Integralmessung legt den Messschwerpunkt in einen größeren zentralen Bereich und bewertet den Rest des Bildfeldes integral.

Die Selektivmessung eignet sich vor allem, wenn das wichtige Motiv deutlich heller oder dunkler ist als die Umgebung oder der Hintergrund, es werden nur rund 8% des zentralen Sucherbildes für die Messung bewertet.

Die Spotmessung geht noch einen Schritt weiter und beschränkt die Messung auf rund 4% des zentralen Sucherfeldes.

Der allgemeine Landschafts- und Objektfotograf stellt sich nach meiner Erfahrung mit der Mehrfeld- oder mittenbetonten Integralmessung am besten, allerdings ist das wesentliche Bildobjekt nicht immer in der langweiligen Bildmitte, weshalb ich entweder die Mehrfeldmessung oder die mittenbetonte Integralmessung mit Messwertspeicherung nutze. Je nach Motiv gibt es erkennbare bis keine Unterschiede in der Messung.

Je kleiner der Messbereich gewählt ist, desto stärker kann der Messwert variieren. Werden kleinere Bildwinkel (Telebrennweiten) und bewegte Objekte auch in Bildserien aufgenommen, sind selektive oder Spotmessungen im Vorteil, weil diese bildwichtige Motivanteile besser berücksichtigen. Solche Voreinstellungen lassen sich sinnvollerweise in den Customprogrammen vorabspeichern.

Will ich ein spezielles Objekt richtig ausbelichtet haben, verwende ich einen kleinen Trick: Entweder zoome ich diesen Bereich für die Lichtmessung nahe heran und speichere diesen Belichtungswert (gedrückte Sternchentaste oder halbgedrückter Auslöser) oder ich gehe näher ans Objekt und dort in gleicher Weise vor, das ist die sog. Objektmessung auf das Motiv oder auch in Richtung zur Kamera.

Dies kann am Ort der Begierde auch professionell mit einem Handbelichtungsmesser wie dem Klassiker Lunasix des Nürnberger Herstellers Gossen aus den siebziger Jahren erfolgen, die heutigen Modelle sind (ein Vergleich von Digipro F und Digiflash folgen):

  • Starlite 2 als Spitzenmodell (um € 570.-) misst alles an Blitz-, Dauer – und Umgebungslicht bis zu einer Stunde in der Astrofotografie,
  • Digipro F (um € 280.-) misst wie vor als handliches Gerät mit vielfacher Anzeige, nur nicht ganz so lange,
  • Digiflash (um € 190.-), kaum größer und schwerer als eine Streichholzschachtel, überzeugt durch Handlichkeit, misst Blitz- und Dauerlicht und zeigt noch viel mehr an,
  • Digisix (um € 155.-) misst Dauerlicht wie vormals der Lunasix 3.

Wesentlich ist die richtige Belichtung, die keine bildwichtigen Details verliert, zu hell überstrahlte und damit ausgefressene Bereiche ohne Zeichnung gehören ebenso dazu wie zu dunkle, abgesoffene und somit undurchdringliche Schattenpartien: Der amerikanische Landschaftsfotograf Ansel ADAMS lehnt sich mit seinem neunstufigen >Zonen-System< stark an den für Menschen ohne Adaptation erfassbaren Lichtkontrastumfang an.

Was wird denn letztlich genau gemessen? Für unser Auge sichtbares Licht besteht aus absorbierten und reflektierten Anteilen des Sonnenlichtes, nachdem es auf Flächen aufgetroffen ist. Der Kontrastumfang in der Natur wird in zwanzig sogenannten Lichtwerten (LW, international E für Exposure Value) gemessen. Das menschliche Auge kann ohne weitere Adaptation und gleichzeitig einen Kontrastumfang von etwa zehn Lichtwerten bewältigen, der aktuelle digitale Kamerasensor ist hierbei wie der Diafilm unterlegen, der Farbnegativfilm kann dies etwas besser. Für gut durchgezeichnete Aufnahmen ist also eine präzise und auf die bildwichtigen Partien abgestimmte Belichtungsmessung unbedingt nötig.

Der gemessene Lichtwert gibt einen Hinweis auf die vorhandene Helligkeit in Abhängigkeit zur Bezugsgröße Empfindlichkeit. Deren Wert wird in ISO ausgedrückt, wobei ISO 200 doppelt so empfindlich ist wie ISO 100. Moderne dSLR arbeiten mit ISO 50 bis etwa ISO 6.400, wobei die höheren Empfindlichkeiten nicht durch Adaptation wie beim menschlichen Auge, sondern durch schlichte elektrische Verstärkung erreicht werden: Nachteil hierbei ist ein sichtbar zunehmendes Bildrauschen, das bei kompakten Digitalen mit kleinem Sensor schon ab etwa ISO 400 die Aufnahmen verunziert. Der größere Sensor der dSLR ist hier im Vorteil, weil lichtarme Situationen durchaus und zufriedenstellend auch mit ISO 3200 aufgenommen werden können.

Der LW 1 entspricht dabei einer Lichtmenge für eine korrekte Aufnahme mit dem Blendenwert 1 und einer Sekunde Belichtungszeit, in folgendem Beispiel gewählt in Bezug auf ISO 100:

  • LW 6 bei ISO 100 ( 1/8 sec bei Blende 2.8) entspricht LW 7 bei ISO 200 (1/15 sec bei Blende 2.8 oder 1/8 sec bei Blende 4),
  • die gleiche Belichtung wird durch Halbierung oder Verdopplung der Verschlusszeit in Verbindung mit Öffnen oder Schließen der Blende um jeweils eine Stufe erreicht.

Einstellungen

Welchen Einfluss hat die Messung vorhandenen Lichtes auf die Aufnahmetechnik mit einer modernen digitalen Spiegelreflex wie der EOS 5D MKII? Wie gehe ich möglichst komfortabel und zeitsparend vor? Dazu einige Einstellungen, die nur als persönliche Anhaltspunkte zu bewerten sind und keinesfalls Allgemeingültigkeit haben, jeder Fotograf muss seine Parameter für die Aufnahmesituationen verstehen oder im Zweifelsfall auf die angebotenen Automatiken zurückgreifen und damit auf wertvolle Einflussmöglichkeiten verzichten.

1.  Vor jeder Aufnahmesituation muss der zweckmäßige Brennweitenbereich gewählt werden, ich verwende regelmäßig ein 2.8 16-35mm oder mit Anfangsblende 4 als IS-Zoom 24-105mm, 28-135mm oder 70-200mm Zoom. Dieser Blendenwert 4 ist weder berauschend noch mit denen von lichtstarken Festbrennweiten zu vergleichen, dafür sind diese Zoome noch im mittleren Preissegment.
2.  Als nächster Schritt erfolgt die erste Probebelichtungsmessung, um die sinnvolle Empfindlichkeitseinstellung abzuschätzen. Auf Grund der rauscharmen Vollformat-Sensoren kann ich im Regelfall auf Werte unter ISO 200 verzichten und bedenkenlos bis ISO 800 nutzen. Bietet die Kamera (wie hier die 5DMKII) auch eine ISO Automatik, kann diese mit kontrollierter Anzeige im Sucher gewinnbringend genutzt werden, um noch schneller und ohne Umstellung am Kamerabody die Aufnahme auf die Speicherkarte zu bringen. Diese Kamera wählt bei gutem Tageslicht ISO 100 und in kleinen Schritten eine höhere Empfindlichkeit bis hin zu ISO 3200, wenn die blaue Stunde in die Nacht übergeht.
3.  Viele Aufnahmen erfolgen in den Programmen [Tv = Time Value) mit einer voreingestellten Belichtungszeit von 1/250 sec und kürzer, um auch bei bewegten Objekten etwas Sicherheit zu haben oder Bildwichtiges vor dem Hintergrund besser freizustellen. Längere vorgewählte Belichtungszeiten von 1/60 sec und darunter lassen Bewegungsunschärfen zu, wenn man z.B. einen Gitarristen oder Schlagzeuger >in action< darstellen will.
4.  Für Fotografie mit Augenmerk auf ruhige Areale wähle ich [Av = Aperture Value] mit einer voreingestellten Blende von 8 und mehr, um entsprechende Schärfentiefen zu erreichen. Will ich hingegen den Vorder- und Hintergrund maximal freistellen, also möglichst unscharf wiedergeben, verwende ich dafür offene Blendenwerte wie 4.
5.  Das [M = Meisterprogramm] mit ausschließlich manuell eingestellten Werten ist z.B. ideal für Nahfotografie mit Blitzlicht: ISO 200 und 1/200sec als kürzeste Blitzsynchronzeit zur Vermeidung von Fremdlicht – Blende 19 bis 22 für maximal genutzte Schärfentiefe. Zudem verwende ich dieses Programm auch für Blitzanlagen.
6.  Least and last ein Wort zur Bildgröße, fälschlicherweise und immer wieder auch Qualität genannt: Mann muss nicht immer mit 21 Millionen Pixel 5 MB große Bilddateien bauen, wenn man sehr sorgfältig per Sucherscheibe mit Gitternetz arbeitet und die Bildkomposition mit Gedanken an die Dia-Fotografie aufbaut, also nach der Aufnahme nichts mehr von den Bildrändern abschneiden muss. In der Sportfotografie oder bei bewegten Motiven mit Bildserien ist das anders…
7.  Der Weißabgleich (WB) ist abhängig von der Werkseinstellung für die Farbwiedergabe, nach langen Testreihen und in Anlehnung an die kompetente Beratung professioneller Fotografen wähle ich das Parameter >Natürlich< mit jeweils Plus 1 für Farbintensität und Sättigung oder auch >Snapshot< aus den zusätzlichen neuen Canon Bildstilen. Für kontinuierliche Blitzaufnahmen bzw. Aufnahmen, die ausschließlich vom Blitzlicht ausgeleuchtet werden, kann die Einstellung >Flash< oder ein entsprechendes Filter vor der Blitzröhre (z.B. Lee-Folien im Diffusor) das harte und etwas kalte Blitzlicht wärmer und weicher gestalten. Wird das Blitzlicht hingegen >nur< zur partiellen Aufhellung verwendet, regelt WB >auto< die Farbwiedergabe besser.
8.  Die Aufnahmen speichere ich regelmäßig im Format JPG, bei im Kontrastumfang sichtbar kritischen Situationen auch als zusätzliche RAW Datei. Um überbelichtete Bildpartien zu vermeiden und gleichzeitig noch etwas sattere Farben zu erhalten, stelle ich die Belichtung auf minus ½ Blendenstufe. In der selektiven Nachbearbeitung von JPG Aufnahmen am PC sind dunklere Partien einfacher aufzuhellen als zu helle abzudunkeln, das RAW Format bietet hier viel mehr Möglichkeiten, auch die der Mehrfachentwicklung mit unterschiedlichen Belichtungen (-2 0 +2 Blendenstufen) und anschließender Verrechnung im Sinne einer gepuschten HDR (High Dynamic Range) Aufnahme.

Fazit

Für meine Ansprüche an die mobile availible light Fotografie sind die Lichtmessungen der modernen dSLR Kamera i.d.R. ideal, wobei ich grundsätzlich integral messe oder per bildmäßiger Voreinstellung ausgewählte mittenbetonte Messwerte speichere, die 5D II bietet zudem einen von kompakten Digitalen bekannten und gerne genutzten Live-View-Modus an, der z.B. mit angekoppeltem Notebook (samt farbkalibriertem Bildschirm) eine hervorragende Möglichkeit der präzisen Vorbeurteilung zu erstellender Aufnahmen. Für spezielle Motive mit hohen Kontrasten ist allerdings eine Objektmessung fernab vom Kamerastandpunkt nötig, dazu später mehr.

Alles in allem bieten moderne digitale Spiegelreflexkameras eine Fülle an nützlichen Hilfen, die nach vorgenommener Einstellung und Eingewöhnung den Arbeitsablauf auf ein Minimum verkürzen und die Ausschussquote drastisch reduzieren. Automatisierte Motivprogramme beinhalten unter anderem auch die Farben verändernde Parameter und sind deshalb für mich deshalb ohne Bedeutung, auch wenn sie in guten Lichtsituationen sogenannte schöne Kalenderbilder erzeugen mögen.

…wird mit einem Bericht über externe Handbelichtungsmesser fortgesetzt!

(c) www. s l o w f o t o .de

Bildbearbeitung nach der Kamera

Tipps für digitale (Spiegelreflex-) Kameras

Nachentwicklung der Bilddateien JPG und RAW mit DxO Optics pro

EOD 5D MkII f14mm JPG wie aus der Kamera

EOS 5D MkII f14mm JPG nach manueller DxO Nachentwicklung

Ich verwende diese Nachentwicklung seit der Installation von DxO Optics Pro v6 und habe Erfahrungen mit meinen eigenen und anderen Aufnahmen sammeln können, hier eine Zusammenfassung der positiven Eindrücke:

* DxO lohnt sich vor allem für Anwender der Module (Kamera/Objektiv Kombination, siehe dabei Standard resp. Elite Version), die auf der DxO-Liste aufgeführt sind, speziell dSLR mit x-fachen Zoomobjektiven.

* DxO reinigt im Preset Standard (entspricht einer [auto] Funktion) JPG oder RAW Aufnahmen hinsichtlich Belichtungskorrekturen (nach heller und dunkler), DxO Lightning (Kontraste uam), Farbfehlern, Verzeichnungen und Vignettierungen und Rauschen (RAW) vor allem auch automatisch und sehr zuverlässig. Lässt man zB eine lichtmäßig kritische, eher knapp ausbelichtete und weitwinklige Aufnahme damit entwickeln, so findet sich als Ergebnis eine farbgleiche (!), in den Schattenpartien soft aufgehellte und wesentlich besser durchgezeichnete Aufnahme, die gleichzeitig deutlich rauschfreier wirkt als das Original. Zudem werden tonnenförmige Verbiegungen einwandfrei korrigiert, die zoombedingten dreidimensionalen Verzeichnungen sauber eingeebnet, was für mich den größten Effekt darstellt (sog. Volumenanamorphose), denn daraus resultiert ein bisher unbekannter Gewinn an natürlicher Plastizität, sprich Schärfe, man glaubt es sei ein anderes Objektiv im Sinne einer guten Festbrennweite. Der wirklich nur minimale Verlust an Bildgröße betrifft nur den äußeren Rand und ist gut zu verschmerzen.

War es bisher eine gewisse Hürde, wenn die PhotoShop Automatismen STRG L und M keine wirkliche Verbesserung oder sogar eine Verschlechterung meiner Bilder gebracht haben, bin ich von eher richtigen Grundoptionen im Kameramenue und präzisen Kameraeinstellungen bei der Aufnahme ausgegangen. Heute mit DxO ist es anders, erst nach dem Entwickeln kann ich wirklich beurteilen, wie weit meine aus der Kamera gespeicherten Aufnahmen konstruktionsbedingt mit Fehlern behaftet waren. Zum ersten mal habe ich diesen Effekt bei der Canon EOS 5D MK II erkennen können, die kamerainterne Korrekturen für ca. 30 EF-Objektive im Menue anbietet, Vignettierungen beim EF 2.8 14mm waren zuverlässig weggerechnet. Dieser Effekt und darüber hinaus viel mehr funktioniert bei DxO auch nur, wenn die spezifische Kamera-Objektiv Kombination als Modul vorhanden ist, in Worten: Aufnahmen aus einer gelisteten dSLR plus Zoom erfahren die umfangreichste Entwicklung. Diese ist auf einen Stapel von 500 Aufnahmen pro sogenanntem Projekt beschränkt, man kann dabei von etwa einer Minute pro Bildentwicklung ausgehen. Damit steht eine wesentlich längere Entwicklungszeit und zudem eine leistungsfähigere Kombination an SoftWare und Rechner als in der Kamera zur Verfügung, deren Prozessor im wesentlichen Daten auslesen und vor allem schnell auf die Speicherkarte schaufeln soll.

Das war tell me, show me kann jeder Interessierte für sich mit der Demoversion von DxO erfahren.

Für meinen Teil bleibt zu sagen, es lohnt, bereits bei der [automatischen] Entwicklung, für manches Bild mehr noch beim gezielten und manuellen Einsatz der einzelnen Module, die sogar noch verschiedene aus PS&Co bekannte Arbeitsschritte aufweisen. Doch da bleibe ich zunächst lieber bei dem gewohnten Vorgehen. Ich hoffe, die positive Wirkungsweise von DxO trotz meiner Begeisterung ein wenig veständlich beschrieben zu haben.

http://www.scandig.de/software/digitalkamera/dxo-optics-pro-elite.html

http://www.dxo.com/de/photo/dxo_optics_pro/product_editions

/roadmap_dop_modules

Dieser Scrennshot zeigt links das RAW-Original, rechts die DxO-Standard Entwicklung, bitte auch vergrößert und in Ruhe betrachten, danach können wir gerne über den Nutzen der Anwendung hier im Blog diskutieren.

Hier noch einige weiterführende Links, von oben (+++) nach unten geordnet entsprechend meiner Einschätzung,
und danach meine kurze Zusammenfassung nach vielen DxO Behandlungen, viel Spaß beim Lesen:

http://www.fotowissen.eu/dxo-vs-lightroom/

http://www.filmscanner.info/DxO_Optics_Pro.html

http://www.digitalkamera.de/Software/DxO_Optics_Pro_Elite

_5_2/5043.aspx

Mein Fazit:

DxO ist eine vor allem [auto]matisch sehr treffsicher ablaufende Bildverbesserungssoftware für gelistete Body Objektiv Kombinationen, wobei sorgfältig, aber eher knapp belichtete JPG genügen (integral -1/2 Blende). DxO korrigiert dabei die Belichtung und Vignettierung und rechnet das gesamte Bildvolumen zu einem deutlich schärferen Bildeindruck um, diesen positiven Effekt setzte ich von der Bedeutung her nicht mit einer einfachen Belichtungskorrektur gleich. Leichte Objektivfehler (Kissen und Tonnen) werden zusätzlich und sorgfältig geradegebügelt.

Manuell können u.a. der Horizont oder stürzende Linien, sofern gewünscht, ausgerichtet werden.

DxO sollte keinesfalls verleiten, sich bei der Aufnahme weniger Mühe zu geben, was ja auch dem s l o w f o t o-Grundgedanken widerspräche. Sehr kritische Kontraste nehme ich deshalb wie bisher mit RAW+JPG auf. Allen Korrekturen ist eine physikalische Grenze gesetzt. Gerade deswegen ist es eine besondere Freude, diese für die eigene Kamera Objektiv Kombination weiter nach oben auszunutzen, für mich ist DxO deswegen als erste Bearbeitung mittlerweile ein Muss, abgesehen von Motiven, bei denen zB der dunklere Hintergrund als Stilmittel verwendet wird.

Vor einer Objektiv Bewertung ist es für mich mittlerweile obligat, einige kritische Probeaufnahmen mit DxO nachzuentwickeln und dabei die Unterschiede vorher und nachher kritisch zu würdigen.

wird fortgesetzt…

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Einfach bessere Fotos – Teil 6

Tipps für digitale Kompakte und Spiegelreflexkameras

Gemeinsamkeiten und Unterschiede von digitalen Bridge-, kompakten, spiegellosen und Spiegelreflex-System-kameras

 

Versuch einer persönlichen Wertung nach Zusammenfassung

Besondere Eigenschaften verschiedener Kameratypen wurden in den vorausgegangenen Artikeln bereits erwähnt. In der folgenden, nach den oben genannten Kameratypen geordnete Liste werden die wichtigen Merkmale der aktuellen Kameras summarisch benannt und aus der eigenen Erfahrung bewertet.

 

Kompaktkameras, auch mit Superzoom

kompakte, transportfreundliche Gehäuse, auch mit großem Brennweitenbereich

oft sehr gute Makro-Fähigkeiten im Weitwinkelbereich

starkes Bildrauschen meist bereits ab ISO 400, danach unbrauchbar

große Schärfentiefe auch bei maximaler Blendenöffnung

weniger Einstelloptionen als Bridge- und Systemkameras

Kontrast-AF, damit langsamer als Phasen-AF

manuelle Fokussierung oft nicht möglich oder unpraktisch über Menue (Balken)

Motorzoom (langsamer und unpräziser als manuelles Drehzoom), verbraucht zudem Strom

kein Okularsucher, der aber wegen der Parallaxe im Nahbereich bauartbedingt ungenau ist

Verwendung von Studioblitzen nur über Lichtauslösung möglich

fallende Preise je nach Markteinführung

 

Bridgekameras

relativ kompaktes Gehäuse, mit den dSLR Einstiegsmodellen vergleichbar

Telelastiger Brennweitenbereich, änderbar nur über Vorsatzlinsen

wenig Zubehör

oft sehr gute Makro-Fähigkeiten im Weitwinkelbereich bei kleinen Sensoren

umfangreichere Einstellungen als bei Kompakten

manuelle Fokussierung oft unpraktisch

Verwendung von Studioblitzen nur über Lichtauslösung möglich

Bildrauschen, ISO-Werte, Schärfentiefe, Blendöffnung, Kontrast-AF und Motorzoom mit meist gleichen Nachteilen wie Kompaktkameras, vor allem in Abhängigkeit von der Sensorgröße

 

Systemkameras dSLR

hohe Bildqualität auch bei hohen ISO-Werten, vor allem beim Vollformatsensor

geringe Schärfentiefe bei großer Blendenöffnung (auch für Video)

mittlerweile oft zu umfangreiche Einstelloptionen

Abblenden je nach Objektiv bis mindestens bis f/16 oder sogar f/32 möglich

meist höhere Serienbildgeschwindigkeit als Bridge- und Kompaktkameras

sehr gute Eignung für die Verwendung von Studioblitzen, auch kabellose E-TTL Steuerung der Blitzleistung mehrerer Blitze

als (semi) professionelle Gehäuse groß und schwer, das gilt auch für viele Zoome mit integrierten Bildsabilisator

echte Makrofähigkeiten meist nur mit entsprechenden Objektiven oder speziellem Zubehör

auch hoher Kaufpreis, wenn ein aktuelles Modell mit Objektiv Grundausstattung gewünscht ist

umfassendes Angebot an System- und Fremdobjektiven und Blitzen, unüberschaubares  Zubehörangebot

Besonderheiten neuer spiegelloser Systemkameras

etwas kompaktere Bauweise als Spiegelreflexkameras

Okularsucher elektronisch, nicht optisch, besser ist ein großer Kontrollbildschirm wie bei der VideoCam

Kontrast-AF, damit langsamer als Phasen-AF

derzeit noch geringes Objektivangebot und geringes Zubehörangebot

Adapter für verwandte Systemobjektive meist ohne Übertragung von AF und Blendenautomatik

Besonderheiten aller Spiegelreflexsystemkameras

meist exzellente und schnelle Nachführ-AF-Leistungen und rasante Bildfolgen

optischer Okularsucher durch das Objektiv (TTL), bei Vollformat und semiprofessionellen Gehäusen groß

größer und schwerer als spiegellose Systemkameras (Magnesiumgehäuse)

Videoaufnahmen meist mit deutlich schwächeren AF-Leistungen als spiegellose Systemkameras oder guten VideoCams, dafür exzellente Freistellungen ab C-Sensor unter Zuhilfenahme offener Blenden aller passenden Systemobjektive oder -zoome

Adapter für verwandte Systemobjektive meist ohne Übertragung von AF und Blendenautomatik

wird fortgesetzt…

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Einfach bessere Fotos – Teil 4

Tipps für digitale Spiegelreflexkameras

Allgemeine fotografische Grundlagen

 

Brennweiten und Zoome

Vor jeder Fototour ist genau zu überlegen, welche Bildwinkel mit welchen Brennweiten, ob stationäre Architektur oder bewegte Objekte zu erfassen sind. Zoome habe Vorteile hinsichtlich des variablen Bildwinkels, Objektive mit festen Brennweiten sind leichter und meist lichtstärker. Generell hat das Zoom als objektiver Kompromiss stärkere Verzeichnungen (kissenförmig im weiten Winkel, tonnenförmig im Telebereich), oft lässt die Detailwiedergabe (Kontrast und Schärfe) vor allem bei offener Blende und am Rand zu wünschen übrig. Sogenannte Super-Zoome mit sehr großem Vario Bereich sind solchen mit kleinem bildqualitativ oft massiv unterlegen, weil sie viel größere konstruktive Kompromisse erfordern. Teurere Zoome bieten oft bessere bildliche und mechanische Qualitäten.

Wenn der Abstand zum aufzunehmenden Objekt nicht variabel ist (Innenräume, Innenstädte), sind variable Brennweiten von Vorteil, um alles aufs Bild zu bekommen. 

Bei eher gleichen Bildgrößen sind kostengünstige Festbrennweiten der Garant für detailscharfe und kontrastreiche Aufnahmen, auch wenn man mal hier und da etwas abschneiden = freistellen muss.

Von guten Ausnahmen abgesehen sind Originalobjektive und –zoome in der beständigen Farbwiedergabe aus einem Stall, also nicht voneinander zu unterscheiden. Objektive sind im Übrigen eine wohl zu überdenkende Investition und damit auf lange Nutzungsdauer zu rechnen.

Bildstabilisator

Sie sind ein Segen für die Zoome: Zwei bis vier Belichtungszeiten länger können aus der Hand aufgenommen werden, sofern sich das abzubildende Objekt nicht bewegt oder selektive Bewegung wie die nur der Hände eines Schlagzeugers gewünscht ist.

Bildgestaltung

Große Sucher wie beim Vollformatsensor erleichtern es, einen präzisen Bildausschnitt zu wählen, horizontale oder vertikale Gitterlinien auf der Sucherscheibe gewähren exakt ausgerichtete Aufnahmen ohne weiteren Pixelverlust durch nachträgliches Abschneiden per Korrektur, lichtstarke (Fest-) Brennweiten sorgen für helle Sucherbilder auch bei kritischen Lichtverhältnissen, makrofähige für beste Detaildarstellung bis unendlich.

Live View ist bei Aufnahmen aus der Hand eine weitere probate Einstellungshilfe, das gilt zudem für Video- und Aufnahmen vom Stativ auch mit dem angeschlossenen Notebook als Fernbedienung mit großem Kontrollbildschirm.

Der magische Schnitt (1/3 oder 2/5 Regel) lässt Aufnahmen weniger langweilig wirken als solche, die das Hauptmotiv genau in der Bildmitte aufweisen (s.a. Andraes FEININGER´s Publikationen zur Bildkomposition). Vor allem bei kurzen Brennweiten kann ein noch weiter reduzierter horizontaler Himmel und ein betonter Vordergrund Bild füllend wirken.

Empfindlichkeit – Verwackeln vermeiden

Bewegt sich das Objekt oder noch schwieriger, der Fotograf ebenfalls, sind (sehr) kurze Belichtungszeiten gefragt, eine Libelle benötigt schon mal eine 1/1.000 sec und kürzer. Entsprechend dem vorhandenen Licht kann der ISO-Wert (Verstärkung des Sensor Signals) zwischen 100 und 1.600 oder sogar 3.200 geändert werden, wobei ISO 100 für bestes Tageslicht und ISO 1.600 für Dämmerung oder sich besonders schnell bewegende Objekte stehen. Von Vorteil können präzise ISO-Automatiken sein, die dem Fotografen vor allem bei dauernd wechselnden Lichtbedingungen die Grundeinstellung der Empfindlichkeit als notwendige Ergänzung zur Belichtungsmessung abnehmen.

Korrekte Belichtung

Für die Diafotografie galt die exakte Belichtung als Grundbedingung. In Abhängigkeit zum vorhandenen Licht und zur gewählten Empfindlichkeit (ISO) wählt die aktuelle dSLR in der

  • Programmautomatik [P] eine Blenden / Zeit Kombination, in der
  • Blendenvorwahl [Av] (Aperture Value) eine passenden Verschlusszeit zur vorgegebenen Blende und in der
  • Zeitvorwahl [Tv] (Time Value) eine passende Blende zur voreingestellten Verschlusszeit.

Als gängigen [Av] Wert kann man Blende 8 einstellen, um eine mittlere Schärfentiefe für eher statische Objekte (Häuser, Landschaften) zu erzielen. Für Porträts sind offene Blenden (1.8 bis 4.0) von Vorteil, um den Hintergrund unschärfer wiederzugeben.

Die vorgewählte Verschlusszeit [Tv] für bewegte Motive sollte mindestens der verwendeten Brennweite entsprechen, um Unschärfen zu vermeiden (100mm -> 1/125 bis 1/200sec, 200mm 1/250 bis 1/500sec), die jeweils kürzere Verschlusszeit gibt mehr Sicherheit.

Auch hier ist auf eine möglichst passende Empfindlichkeit zu achten, bei statischen Objekten und gutem Licht ist ISO 100 bis 200 ideal für rauschfreie Aufnahmen, bei dynamischen Motiven und mageren Lichtverhältnissen ISO 400 bis 800 besser, trotz beginnend höherem Rauschanteil. Vollformatsensoren können durchaus bis ISO 3200 passable Bildergebnisse erbringen.

Im [M] manuellen Programm kann bewusst jede beliebige Kombination gewählt werden, als Beispiel ISO 200 plus 1/200sec und Blende 19 für Nahaufnahmen mit 30cm Distanz und 40x60mm großen Objekten, die mit dem PopUp Blitz der Kamera sauber ausgeleuchtet werden.

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Einfach bessere Fotos – Teil 2

Tipps für digitale Spiegelreflexkameras


Ausrüstung und Vorbereitung

Akkupflege Ladegeräte

Originalen Akkus geht zwar die Sicherheit des großen Unternehmens voran, dennoch sind gleich gute Angebote von Fremdanbietern (An-Mann) eine Alternative für den Ersatz oder die Reserve, zumal sie meist nur einen Bruchteil des Originals kosten. Akkus haben eine beschränkte Wiederladefähigkeit und sollten bei nachlassender Spannung entsorgt werden, man liest herstellerseitig von bis zu 1.000 Zyklen.

Am Vorabend einer wichtigen Fotosession wird der Akku geladen und vor dem Einsatz mit dem Spannungsmesser geprüft. Wer mit dem Doppel-Akku bestückten Batteriegriff am Kamerabody arbeitet, ist hinsichtlich Strom auf der sicheren Seite, ein guter und frisch geladener Ersatzakku tut es aber auch und erspart Gewicht und Kosten. Wichtig ist, den neuen Akku aufzuladen, völlig zu entleeren und erneut wieder gut aufzuladen.

Fotoausrüstung im Rucksack oder Handgepäck

Auffällige Trageriemen sind ebenso zu vermeiden wie Fototaschen mit Firmenaufdruck, das zieht begehrlich Blicke magnetisch an. Viele Fotobegeisterte führen die Kamera – Objektivkombination im stand-by Modus oben im unauffälligen Rucksack mit. Besser im Zugriff ist eine Umhängetasche (Bree), die auch auf dem Rücken getragen werden kann. Immer von Vorteil sind Handschlaufen zum sicheren Griff und Halt der Kamera (Hama), somit ist ein sicherer Halt auch beim >action< Einsatz oder Bergwandern vorhanden.

Im Flieger ist der Transport von Wertgegenständen aus Sicherheitsgründen im Handgepäck obligat, auch wenn die Kontrolle gerne mal Sprengstoff im Akku oder Schuhabsatz vermutet. Aus eigener Erfahrung: ein defektes Kofferschloß nach der Landung war das Ergebnis einer wohl etwas zu eiligen Untersuchung, gefehlt hat nichts!

Gute Verpackung

Sicheres Einpacken ist nur für den Transport nötig, dann aber bitte ganz sicher: weiche aber dennoch stabile Beutel eignen sich für Blitzgerät und Objektive, Minitaschen für die Kameragehäuse. Spezielle Tücher unterschiedlicher Größen sind ebenso gut geeignet wie luftige Folien, um wertvolle Ausrüstungen schützend zu umwicklen.

Ideal sind Fotorucksäcke oder –taschen mit variablen Einteilungen (Lidl), so dass die Ausrüstung einfach passend hineingelegt voneinander getrennt und gepuffert ist.

Speicherkarten und Zubehör

Alle Karten haben eine beschränkte Lebensdauer, es ist deswegen sinnvoll, Ersatz mitzuführen. Die KompaktFlashKarte (CFC) wird zunehmend von der SD-Karte mit hoher Kapazität SDHC verdrängt, die bis 16GB schon unter € 20.- erhältlich ist. Wer noch Kameragehäuse mit einem CFC-Slot hat, kann mit Adapter (Delock ca. € 20.-) SDHC in der Kamera verwenden, die auch ohne weitere Hilfsmittel im SD-Slot von Web- oder Notebooks zur täglichen Sicherung ausgelesen werden können.

Schäden vermeiden

Besondere Vorsicht ist geboten am Strand (Gischt und Sand), bei Regen und anderen Widrigkeiten wie Nebel oder Staub in der Luft: schnelle Abhilfe schafft eine Duschhaube (Einmalartikel im Hotelzimmer), die nur die Streulichtblende oder das UV-Filter freilässt, ein Handschlaufe und gutes festes Schuhwerk mit profilierten Sohlen.

Datenverlusten kann man mit täglichem Kopieren der Bilddateien auf ein Netbook (Akoya 1212 oder Asus EeePC 1000H oder Samsung NC 10 um € 200.-) vorbeugen, von der abendlichen Kontrolle der Aufnahmen mal abgesehen, ganz sicher ist dann noch ein weiterer externer Speicher.

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Einfach bessere Fotos – Teil 1

Tipps für digitale Spiegelreflexkameras

Nicéphore NIÈPCE musste 1826 noch acht Stunden seine Heliografien in der grellen Sonne belichten, bevor er ein Bild erkennen konnte, dafür benötigte Steven SASSON 1975 mit der Kodak 0,01 MPI Schwarz-Weiss-Kamera nur noch 23 Sekunden pro Aufnahme!
Heute ist eine neue Kamera schnell gekauft, und ohne weiter zu überlegen, kann man mit dem grünen [auto] Programm nach Herzenslust viele Fotos knipsen: kritische Augen vorausgesetzt, wird die Ausschussquote dabei relativ hoch.

Diese Anleitung hilft dem Begeisterten, etwas tiefer in die Bedienung der digitalen Spiegelreflexkamera einzusteigen, die interessanten Programme mit Blenden- oder Zeitvorwahl entsprechend der zu fotografierenden Objekte ganz einfach zu nutzen oder ansprechende Nahaufnahmen zu machen, in gleichbleibender Qualität und ohne große Löscharbeiten!

Wert gelegt habe ich dabei auf praxisnahe Tipps mit jeweils verständlichem Bildmaterial, ohne belastende technische Details, mit eindeutigem Bezug zur sofortigen Anwendung oder Umsetzung.

Photographie ist ein altgriechisches Wort (φως,φωτoς γραφειν) und bedeutet: mit dem Licht und der Helligkeit der Himmelskörper malen oder schreiben. Ohne Licht können wir weder sehen noch fotografieren. Die für uns sichtbaren Farben entstehen aus den absorbierten und reflektierten sichtbaren Anteilen elektromagnetischer Strahlung, unser Gehirn ordnet dieser Information den Sinneseindruck Farbe aus dem Gedächtnis zu: wenn wir wissen, dieses Stück Papier ist weiß, dann empfinden wir es auch unter einem roten Sonnenschirm als weiß (obwohl es rosa Licht reflektiert), die Kamera hingegen nicht, sie zeichnet präzise die rosa Farbe auf, die den Sensor oder Film erreicht.

So gibt es doch einige physikalische Begebenheiten, die der gute Fotograf einmal erfahren und dann regelmäßig beherzigen sollte: zu starke Kontraste können den Belichtungsspielraum des Sensors überfordern (oder auch unsere Augen während der Nachtfahrt, wenn der entgegenkommende Fahrer nicht rechtzeitig abblendet). Dann lieber gleich zwei richtig belichtete Aufnahmen planen und aufnehmen: eine im mehr Sonnen beschienenen Bereich und eine weitere in die Schattenpartien und dafür keine, bei der die Kontraste zu unterschiedlich sind und die hellen Partien ausfransen und dunkle absaufen, somit Aufnahmen, die sich auch nachher nicht retten lassen!

Es ist nicht nötig, diesen Guide Seite für Seite zu lesen, man kann einfach die aktuell interessierenden Kapitel lesen und später die anderen.

Jedenfalls wünsche ich jedem Leser gutes Licht und immer eine funktionierende Ausrüstung, der geschulte Blick ist dabei eine verlässliche Basis für gelungene Aufnahmen, die heutzutage so bequem, einfach und schnell wie noch nie zu erstellen sind!

Der erste Teil bespricht alphabetisch Themen um die Ausrüstung und Möglichkeiten mit der Kamera, mit eindeutigen Empfehlungen aus jahrzehntelanger analoger und digitaler Erfahrung.

Als zweites gibt es beispielhafte Aufnahmen aus dem digitalen Zeitalter mit Erklärungen zur jeweiligen Situation zum leichten Nacharbeiten. Wichtig ist eine Portion Geduld, denn der Erfolg wächst mit dem Können und kommt nie von alleine. Wird eine Aufnahme mal nicht so, wie man sie sich wünscht, dann kann man sie einfach löschen, am besten, wenn man genau über deren Fehler Bescheid weiß – auch ich verwende die [ENTF] – Taste regelmäßig.

Die folgenden vier schwarz-weißen Aufnahmen entstanden für € 2.- in einem alten Sofortbildautomaten in Berlin, die Aufnahmen vor dem Automaten direkt danach:

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Einfach bessere Fotos – Intro

Tipps für digitale Spiegelreflexkameras

Mit der neuen NikCanon D050D kann man schwimmen gehen (1x), bei Nacht telefonanieren und bei Sonne auf dem TFT Eier braten. Musik spielt sie auch, wenn man drauf tritt. Alternativ lässt sich auf dem rückseitigen 3´´TFT world wide DVB-T betrachten, Lautsprecher in dolby sind zusätzlich ansteckbar. Die fotografischen Einstellungen und Leistungen werden von keinem normalen Anwender mehr beherrscht, deswegen wird das live-Bild online nach Japan gedödelt, dort analysiert und in Echtzeit die genauen Einstellungsdaten auf die Kamera übertragen, dieser neue Service nennt sich dann pictures without problems (or with and without style).

Bei google world hotspot Punkten kann man sich einloggen und die Kamera macht per viewfinder die Aufnahmen selbst, ein kleines elastisches go-rilla-pad-the-camera genügt, bis die Speicherkarte razzevoll ist. Die neuen Kameras sind kostenlos, wenn man zuhause vier konzerneigene d-SLR-Bodys hat und diese zurückgibt: Man zahlt dann nur für die gemachten Bilder (bis zu 100B/sec) einen Obulus je nach Urlaubslänge, Urlaubsort und gewählter flatrate. Kostenlos ist dieser Service von 23-3 Uhr täglich, sorry nächtlich zu nutzen, über T-NikCan-online für User, die noch über einen analogen Anschluss verfügen, Blitzaufnahmen ausgenommen, Fazit: Fotografieren wird einfacher, schneller und für Alle viel viel sicherer und schöner!!!!

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Workshop: Alsfelder Fototage 06. und 07.08.2010 – Wieviel Licht ist wirklich nötig?

Liebe Fotofreunde,

das „Junge Gesicht Oberhessens“ aus den Alsfelder Kulturtagen hat Spuren hinterlassen, unser aktuelles Projekt „Alsfelder Fototage“ zur Information anbei:

Wieviel Licht ist wirklich nötig?

Im Rahmen der Alsfelder Fototage zeigen wir Lösungen:

Termin FR 6. und SA 7. August 2010 in Verbindung mit dem Alsfelder Stadtfest, womit interessante Gelegenheiten nicht nur für Available Light Fotos geboten werden:

Referenten jeweils in alphabetischer Reihenfolge:

Axel Pries – Redakteur OZ und Fotograf
www.mehr-als-klick.de sowie www.fotocommunity.de

Frank Solf – Fotograf mit eigenem Studio
www.fotocommunity.de

und nicht zuletzt auch beide auch unter www.spotlight-models.de

und zusätzlich

Mark Hannig
www.fotocommunity.de
mit dem Thema www.flash2softbox.com

Peter Paul Zehner
www.slowfoto.de
mit dem Thema Crop vs. Vollformatsensor – unendlich bis nah

Mit der Studioarbeit fangen wir auch am Freitagabend an:

FR 06.August 18:000-21:00
Studioblitzen Licht satt ISO 100 1/125sec Blende 8 samt Beamerkontrolle

SA 07.August 09:00-12:00
Außen-Aufnahmen Availabel Light mit Aufhellern und Aufhellblitz

SA 07.August 13:00-16:00
Praxis des mobilen Lichteinsatz anhand der Beamerkontrolle, Fragen

Hier nun einige Stichwortvorschläge zu den genannten Themen,
denn Fotografie ist nunmal Zeichnen mit Licht und diesmal geht es um:

– Lichtqualitäten und die Möglichkeiten zur Einflussnahme

– Blitzlicht, Aufheller und Aufhellblitz, available Light

– Bildaufbau mit Lichtführung als Gestaltungselement

– Ausleuchtungstechniken in der Objekt- und Portraitfotografie

Zur Hensel-Studio-Technik:

Der Fotograf bedient die Anlage mit dem Sender, es sind verschiedene Diffusoren für die Blitzröhren vorhanden (Softboxen, Striplights uam, Spotlights). Die Firma Hensel wird mit Gerätschaften und einem Repräsentanten vertreten sein.

Zur flash2softbox Technik:

Hierbei werden Lichtformer an vorhandene Systemblitze adaptiert, die mobile und vom Netzstrom unabhängige Verwendung bleibt ebenso wie die ETTL Steuerung möglich.

Zur Thematik Crop- gegenüber Vollformatsensor:

Wesentliche Unterschiede führen mit beiden Sensorgrößen zu technisch erstklassigen Aufnahmen, wenn gewisse Kriterien beachtet werden. Durch bewusste Auswahl einer bestimmten Sensorgröße kann der Fotograf gestalterisch Einfluss auf das Bildergebnis nehmen.

Die Kosten für das Seminar betragen einschließlich Abgaben und Catering € 240.- pro Teilnehmer.

Hotelzimmer bucht jeder selbst:

Hotel Klingelhöffer – Hotel Krone – Hotel zum Schwalbennest
Diese Hotels sind so zentral gelegen, so dass der PKW stehen bleiben kann.

Es stehen nur zehn Teilnahmeplätze zur Verfügung, da es sich um einen Workshop handelt. Bei weniger als acht Teilnehmern kann der Kurs abgesagt werden, ebenso bei Verhinderung eines Referenten. Anmeldung bitte schriftlich mit Angabe des Abbuchungskontos oder Vorabüberweisung nach Absprache, es gilt die Reihenfolge der Anmeldung.

Grundvoraussetzung ist der Umgang mit einer dSLR und Lust am differenzierten Fotografieren.
Kamera mit Speicherkarten, Ladegerät und Akku-s samt Blitz plus Noti usw bitte mitbringen, irgendeine Version von Photoshop oder PS Elements ist sinnvoll.

Herzliche Grüße!


Kontakt & Anmeldung

Peter Paul Zehner
BOX 1546
36304 ALSFELD

FON: 06631 5782
FAX: 06631 73713

MAIL: workshop@slowfoto.de

www. s l o w f o t o .de