FAQS – Fotografie – Was ist wichtig?

Was ist/war mir bei der Fotografie wichtig?

...es gibt immer noch etwas zu optimieren!
…es gibt immer noch etwas zu optimieren!

Begonnen hat es für mich nach der Minolta SRT 303 (1973) resp. der XE-1 aus 1974: Die der teilweise baugleichen Leica R3 entsprechende XE-5 und einige lichtstarke Rokkore sind heute noch im Besitz. Etwas später und richtig ernsthaft fotografiert habe ich mit zwei XD7 aus 1977, für Diapositiv- resp. Negativfilm, weil erstmals ein Korridor für Blenden und Zeiten eingegeben werden konnte, was so nicht in der Bedienungsanleitung stand, und der ISO Wert war durch den verwendeten Film vorgegeben. Mit Einführung des Canon EF (Electro-Focus) Bajonetts 1987 begann allerdings mein kompletter Umschwung…

ISO [auto]
[auto] ISO 250 1/40sec F2.8 – zentraler AF auf oberen Kronenkork Position 6 Uhr
Gesucht habe ich schon immer eine ISO Automatik, die im [Auto] Programm meiner ersten EOS 300D aus 2003 nur von ISO 100-400, d.h. arg eingeschränkt geboten wurde. Erst die EOS 6D aus 2012 bietet ISO 50-25.600 und 100-25.600 im Auto ISO-Bereich, und der funktioniert auch uneingeschränkt im [M] Programm, so dass mit variabler Blende oder Belichtungszeit die Empfindlichkeit dem vorhandenen Licht >nachgeführt< wird.

ISO 50
ISO 50 1/10sec F 2.5
ISO 100
ISO 100 1/20sec F2.5

Das muss nicht Jedem gefallen, aber für mich ist es von Bedeutung: Erstens können auch lichtschwächere Zoom-Objektive mit kurzen Verschlusszeiten sicher angewendet werden und zweitens ermöglichen auch manuell eingestellte höhere ISO Werte deutlich geschlossenere Blenden, was der Bildqualität zugute kommt, das sehr soft ansteigende Rauschen fällt oft nur in der 1:1 Betrachtung und in der Regel nur in dunkleren Bildpartien wirklich auf.

ISO 12.800
ISO 12.800 1/250sec F7.1
ISO 25.600
ISO 25.600 1/400sec F9

Über die Empfindlichkeit, Präzision und Schnelligkeit des zentralen Kreuzsensors gibt es von meiner Seite aus ein dickes Lob. Einige sog. Motiv-Automatiken [SCN] habe ich schon an Kompakten resp. Spiegellosen als nützlich empfunden, wenn es denn mal blitzschnell gehen muss, die 6D bietet hier die gesamte Palette zusätzlich zu den üblichen Automatikprogrammen: Ich bin mir bewußt, dass der professionelle Fotograf diese nie benutzt, aber Canon berichtet von ca. 80% zur Reparatur o.ä. eingesendeten EOS dSLR, deren Wahlrad auf dem grünen [A] geparkt war 🙂

Die Entscheidung digitaler oder optischer Sucher fällt für mich ganz einfach so aus, dass ich auf beide nicht verzichten mag. Wie das Live View Bild einfach Vorteile hat (what you see is what you get) und das je größer desto besser (Pad oder Notebook), erreicht es nie die optische TTL Präzision und diese zeigt auch nicht das Resultat, sondern die Situation bei offener Blende, basta! Als wertig finde ich, die 6D per WLAN mit dem Händy fernsteuern resp. die eben erstellten Aufnahmen auf dem größeren als dem Kameradisplay betrachten zu können, optische Vorsätze resp. optoelektronische Erweiterungen für das Händy halte ich deshalb für entbehrlich. Auch das ist meine persönliche Ansicht.

Jede Festbrennweite verzeichnet, auch ein Makroobjektiv, Zoome zudem oft hemmungslos: Wenn man die Originaldatei aus der Kamera mit der spezifisch auf diese Sensor-Objektivkombination mit DxO oder LR korrigierten Bilddatei vergleicht, wird man regelmäßig und sogar heftig erschrecken, weswegen diese z.T. horrenden Unterschiede unbedingt einmal gesehen und verstanden werden sollten. Neuere Bodies haben interne Aberrations-Korrekturdaten für hauseigene Objektive an Bord, die diese Aufgabe bereits bei der Speicherung übernehmen. M.E. läßt sich die hochgepriesene Bildqualität aktueller spiegelloser Systemkameras samt neu gerechneten Objektiven durchaus mit dieser Korrektur Technik erklären. Sie kommt z.B. im Bau aktiver Lautsprecher ebenfalls zur Anwendung, um die angewendete bewegliche Technik positiv zu unterstützen.

Und wenn ich jetzt noch an den geliebten Kodachrome 25 Diafilm in der Zeiss Icon Icarex 35 mit Aufsichtsucher und M42er Tessar 2.8 50mm denke – gebraucht gekauft im Jahr 1970, dann sehe ich heute schon einen gewaltigen Fortschritt 🙂 

Ebenso positiv ist der Preisverfall, für unter 2k€ gibt es die EOS 6D plus 3 abbildungs- und lichtstarken 1.8 28/50/85 mm Festbrennweiten aus gleichem Haus, für KB-Vollformat ein veritables Angebot für sicher noch sehr viele Jahre Freude an der Fotografie.

Für die Aussagetiefe einer fotografischen Aufnahme hat das alles nur eine technische und damit untergeordnete Bedeutung, wenn sich das so gesehene Bild weitestgehend getreu in eine verpixelte Datei umsetzen lässt. Frauenaugen sind hier bezüglich der Beurteilung m.E. im Vorteil.

Testaufbau
Testaufbau Übersicht

2:3 Aufnahmen EOS 6D mit EF 2.5 50mm macro, die 4:3 Übersicht mit dem iPhone 5s – alle ooc außer Datenreduktion – EOS Remote per WLAN und iPhone6+ – stabiler Stand aus schwerer Glasplatte mit Saugfuß und diversen Montagen – echt gut zu händeln.

Stiegl ist seit 1492 eine traditionsreiche Brauerei in Salzburg, die auch Weissbier anbietet. Die Biere sind so gut, es heißt sogar: Salzburger Trinken Immer Einen Ganzen Liter 🙂

© slowfoto.de

FAQS: WLAN für die Kamera – sinnvoll oder was?

Frage: Ist WLAN für die digitale Kamera sinnvoll und welche Vorteile sind damit verbunden?

slowfoto: Seit einigen Jahren bieten Kameras WLAN, aktuelle Modelle auch BlueTooth (BT) zur Verbindung mit anderen Geräten. Uneingeschränkt kann diese Kommunikation mit sinnvoll beurteilt werden, weil bisher ein Kabel zur Fernbedienung der Kamera nötig war. Unterstützt werden viele kompakte Powershot und folgende Kameras: EOS 6D, EOS 70D, EOS 750D, EOS 760D und EOS M3.

Am Beispiel der Canon EOS 6D i.V.m. dem iPhone 6+ sieht das folgendermaßen aus:

Blick aus dem Fenster
Blick mit dem iPhone5+ aus dem Fenster
dto. mit der 6D
dto. mit der 6D
dto. Liveview 6D
dto. Liveview 6D

EOS Utility3 verbindet die 6D mit dem Noti oder Rechner auf herkömmliche, weil kabelgebundene Weise und relativ unproblematischem Aufwand, wenn man von Ausnahmen wie der ersten Utility unfähigen EOS M absieht. Die 6D hat mobiles WLAN, oft auch WIFI benannt, an Bord, das Händy sowieso. Es ist sinnvoll, ein Händy mit größtmöglichem Bildschirm oder gleich ein Pad zu wählen, dessen Ausmaße sich denen kleiner Notebooks nähern: Vorteile sind die großflächige Darstellung wie auch vollständige Touchscreen Bedienung! Und je nach Panel Qualität zeigt die mit zwei Fingern aufgestrichene Vergrößerung Einzelheiten der Aufnahme besser und bequemer als die Zoom Tastatur auf den rückseitigen 3-Zoll TFT der Kamera ermöglicht, vor allem für weitere Betrachter zur erklärenden Demonstration.

F
Kamerabildanzeige vor dem Runterladen

EOS Remote (1.3.1.0) bietet fast identische Bedienung wie Utility, die >Fernaufnahmen<, >Kamerabildanzeige< und >Kameraverbindung< betreffend. Dabei wird die Bildgröße von 5.472×3.648 mit 4-9MB auf 1.920×1.280 mit ca. 700KB auch für den Versand per Händy reduziert, was immer noch eine fullHD Darstellung ermöglicht. In der Thumbnail Darstellung lassen sich bereits Aufnahmen auf der SD Karte löschen, was m.E. äußerst zeitsparend ist. Mittlerweile finde ich die erste Betrachtung der soeben gemachten Aufnahmeserien schon auf dem 6„Display des iPhone 6+ eklatant deutlich. Wer will, kann zusätzlich Ortsdaten mit speichern, sofern GPS in der Kamera aktiviert ist, An- und Ausschalten ist hier so sinnvoll wie beim WLAN auch, um den Kamera eigenen Akku zu schonen.

CAVE: Das Herunterladen von dSLR Aufnahmen auf das iPhone bringt die heilige iFotos Zählweise insofern durcheinander, als die Aufnahmen plötzlich >UNADJUSTEDNONRAWthumb369a< benannt sind, es kann auch sein ein paar aus dem iPhone gleich mit, was zur erheblichen Mehrarbeit im finalen Speicher führt. Gleiches gilt auch für Aufnahmen mit Apps wie >Hydra< und scheint ein noch nicht optimal gelöstes Problem der Speicherung im iPhone darzustellen. Abhilfe: nur für speditiven Versand herunterladen und danach sofort wieder auf dem iPhone löschen, basta!

Fernaufnahme
Fernaufnahme

Einstellungen WLAN-Funktion (Canon EOS 6D – Kartei gelb 3.Reiter):

  1. Grundeinstell. -> Verbindungsmodus – Mit Smartphone verbinden -> MAC-Adresse … -> Einstellungsnahme – SmartphoneXY
  2. TCP/IP Einst. IP-Adr. – Autom.zuordnen XXX -> Subnetzmaske YYY – Gateway ZZZ
  3. Wireless LAN – Verbindungsmeth. Kamerazugangspunkt-Modus -> SSID – Six_Dee -> Kanal – 11
  4. Wireless LAN -> Verschlüsselung – Keine
  5. Mit Smartphone verbinden – iPhone XX

Die Einrichtung mit Hilfe der Canon Anleitung gerät zum Geduldspiel, viel einfacher geht es wie hier Tobias Heyl in  seinem Clip vom 06.10.2013 zeigt, danke! Mein zusätzlicher Tipp: Auch ohne Verschlüsselung für das Wireless LAN bei privater Nutzung und Kanal 11 für manuelle Verbindung. Einmal eingerichtet, startet man die 6D (wie das Händy auch) auf Auto.Abschalt aus und aktiviert WLAN, sucht beim Händy das >Six-Dee< Netzwerk und nutzt EOS Remote jederzeit und allerorts und immer wieder ohne weiteren Aufwand.

Es versteht sich von alleine, dass Fernaufnahmen mit einer dSLR nur im Live-Modus durchgeführt werden können: Verschiedene AF Modi stehen dafür zur Verfügung, die nicht im geringsten mit der TTL Schnelligkeit des mittleren Kreuzsensors konkurrieren können. Der Reiz liegt in der bequem weil unverrenkt zu betrachtenden Live-Darstellung, der präzisen wenn auch langsamen Einstellung aller Parameter für alle slowfotografischen Motive und der berührungslosen Auslösung in Kombination. Händy und Kamera gehen hier eine vortreffliche Verbindung ein. Was das Smartphone alleine und noch mehr und das schon seit 10 Jahren bietet. Fazit:

  1. Wer schon gerne mit dem Händy fotografiert und Aufnahmen öfters versendet,
  2. wer auf die technischen Möglichkeiten einer dSLR nicht verzichten möchte und
  3. wer die Betrachtung und Fernbedienung per Händy für die dSLR nutzen mag,
  4. für den ist das mobile fotografische WLAN ausgesprochen sinnvoll!

Sinnvoll? Uneingeschränkt JA, wenn man es nutzt.

stabiler iPhon Stand
stabiler iPhone Stand

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