FAQs Fischaugen Panoramen leicht verrechnet: Hugin

Frage: Ich möchte Fischaugenaufnahmen zu guten Panoramen verrechnen, wie geht das?

Im ersten Teil wurde über die Erstellung von Panoramen mit >normalen< Objektiven berichtet, der Folgebeitrag befasste sich mit Panoramen unter Verwendung eines 8mm Fisheye (Samyang/walimex pro 3.5 8mm FISH EYE CS EOS) am Crop Sensor, jetzt wird die Verrechnung mit dem freien Autostitch Programm Hugin Schritt für Schritt beschrieben:

Einige Tipps zum Vorgehen

1) Die Bilddateien der minimal sechs notwendigen hochformatigen Rundumaufnahmen lassen sich mit Hugin bis hin zu sogenannten Kugelpanoramen verrechnen, hier erstmal die einfacheren 360 Grad Aufnahmen:

Start leere Maske
Start leere Maske

2) >Bilder hinzufügen< Einstellung >Fischauge kreisförmig< und Brennweite >8mm< und danach Kontrollpunkte erstellen

geladene Bilddateien
geladene Bilddateien

3) automatisch erstellte Kontrollpunkte

Hugin`s gefundene Kontrollpunkte
Hugin`s gefundene Kontrollpunkte

4) >Zusammenfügen< unter >Sphärisch (Equirectangular)< danach >Bildwinkel< und >optimale Größe berechnen<  anpassen und >Beschnitt den Bildern anpassen< und final >Zusammenfügen<

korrigieren und zusammenfügen
korrigieren und zusammenfügen

5) das geschieht in der Zwischenzeit, wobei die kleineren 2MB Bilddateien der alten 300D durchaus Zeitvorteile bieten,

Hugin rechnet
Hugin rechnet
Ergebnis als Thumbnails
Ergebnis als Thumbnails

6) mit diesem 4MB Ergebnis

360 Grad outdoor
360 Grad outdoor

Bilddaten:

– Kamera: EOS 40D auf Selbstbau mit
– togopod Lisa outdoor ohne Schnellmontageplatte
– Novoflex Panoramateller, darauf
– Traumflieger Makro Flash Kit Montagewinkel daran
– einen noname Montageschlitten
– Objektiv: walimex pro FISH EYE CS EOS 3.5 8mm
– Programm: [M] min. 6 Aufnahmen in Folge für 360 Grad
– Blende: F8-11 variiert nach vorhandenem Licht
– Belichtungszeit: 1/250sec
– Empfindlichkeit: [ISO 400]
– WB: [auto]
– Brennweite: 8mm entspricht 13mm KBÄ
– Entfernung: 3m-unendlich manuell
– Belichtungsmessart: Mehrfeld vorher gemittelte Testaufnahmen
– Bildstil: Natürlich
– Bilderbearbeitung:  out of cam – Hugin auto – final TOP

Strassenpanorama
Strassenpanorama

© slowfoto.de

FAQs: Fischaugen Panoramen leicht gemacht

Frage: Ich möchte mit einem Fischaugenobjektiv zu guten Panoramen kommen, wie geht das?

Im ersten Teil wurde über die Erstellung von Panoramen mit >normalen< Objektiven berichtet. Dieser Folgebeitrag befasst sich mit Panoramen unter Verwendung eines 8mm Fisheye (Samyang/walimex 3.5 8mm FISH EYE CS EOS) am Crop Sensor. Für die Verrechnung dient wiederum das freie Autostitch Programm  Hugin mit der Ausnahme, dass Bilddateien der Canon EOS M mit dem genannten Fischauge nur händisch gestitcht werden können, bei geforderten 15 Kontrollpunkten je zwei benachbarter Aufnahmen eine längere Beschäftigung als mit dem Assistenten Auto CPFind. Also habe ich mal die gute alte EOS 300D montiert und fleißig geklickt, es geht hier ja nicht um Actionaufnahmen, sondern um an ein Stativ gebundene Slowfotografie im Sinne des Wortes 🙂

EOS M mit walimex 3.5 8mm Fischauge
EOS M mit walimex 3.5 8mm Fischauge

Die EOS M wird mit dem stabilisierten EF-M 11-22 im Sinne des leichten Gepäcks per modifizierten Senkblei am Objektiv i.V.m. der Libelle im Blitzschuh ohne Stativ verwendet. Das erfordert etwas Umdenken, entspricht aber genau der Stativverwendung, um das man als Anwender ja ebenfalls herumlaufen  muss! Zum Stitchen diese horizontalen Panoramen genügt Canons eigenes Photostitch.

EOS M mit EF-M 11-22 IS STM und Senkblei Bändel
EOS M mit EF-M 11-22 IS STM und Senkblei Bändel am Nodalpunkt

A&O der Vorbereitung korrekter Aufnahmen ist die Justage der Kamera-Objektiv Kombination auf dem Panorama Teller. Bei dessen Anschaffung sollte die Verschiebemöglichkeit auf beiden Schienen (horizontal wie vertikal) ebenso beachtet werden wie das Gewicht und die Größe der zu verwendenten Kamera, leichtere und kleinere Kameras sind ebenso geeignet wie kleinere aber stabilere Montagen. Wie gewohnt, habe ich erstmal mit vorhandenem Gerät und der Bauanleitung von Stefan Gross den Traumflieger Selbstbau Panoramakopf geschraubt und justiert, wobei unbedingt die präzise Positionierung des Objektivs immer wieder kontrolliert werden muss.  Diesen Panoramakopf zum Selbstbau und viele weitere nützliche Tipps zur Panoramafotografie findet man wie viele andere nützliche Praxistipps beim Traumflieger! Ein Vorteil z.B des manuellen Samyang Fischaugenobjektivs  ist, der goldene Ring um die Frontlinse ist exakt die Ebene, die mit der Stativ (=Dreh-) achse in Einklang gebracht werden muss, korrekt als No Parallaxe Point anstelle Nodalpunkt bezeichnet.

EOS 300D auf Selbstbau Panoramateller
EOS 300D mit Blitz und Fischauge auf dem Selbstbau Panoramateller
Set demontiert
Set demontiert

Es funzt und es funzt sehr gut,  wenngleich auch der Profi in der täglichen Verwendung stabiler investieren wird! Mir geht es erstmal um den Weg, mit dem Ziel ordentlicher Panoramen. Als relativ günstiges Objektiv steht das koreanische und manuelle 8mm Fischauge mit unterschiedlichen Anschlüssen zur Verfügung, es sei denn man bevorzugt originale Optiken. Rechnet man die aufgezeigte Kombination zusammen, so kann man mit unter € 500.- starten, ein wenig handwerkliches Geschick vorausgesetzt.

Panorama Set indoor
Panorama Set indoor
Panoramaset outdoor
Panorama Set outdoor

Eigene Tipps zum Vorgehen

1) Draussen beginnen: Grundsätzlich sollte man soviel wie möglich Abstand zu den nähesten Objekten im Bildaufbau halten, je näher die Distanz, desto kritischer wirken sich Fehler in der Parallaxe oder bezüglich des nicht ganz präzise gewählten Nodalpunkt aus. Wiese vorn und kleine Büsche in der Mitte und der Wald im Hintergrund sind deshalb zum Start ein idealerer Bildaufbau als (m)ein kleines Büro :-)

2) Zur berührungsfreien Auslösung verwende ich Canons RC6 Infrarot Fernbedienung oder auch nur die hochempfindliche EOS M Touchscreen Auslösung.

3) Kamera: Im [M]anuellen Programm ist zuvor der ISO Wert situationsbedingt auf vorhandenes Licht einzustellen, ebenso der [WB] Abgleich vor allem indoor und bei Kunstlicht oder gleich [flash] bei der unterstützenden Verwendung eines Speedlites. Die Belichtung sollte eher knapp als zu großzügig ausfallen, JPG Aufnahmen sind bei niedriger ISO Empfindlichkeit durchaus in den Schattenbereichen aufzuhellen, überbelichtete Partien ermöglichen das nur i.V. mit RAW-Dateien. In Räumen verwende ich längere Verschlusszeiten (z.B. 1/10sec), um das vorhandene Licht wirken zu lassen, auch in Verbindung mit einem zusätzlichen Blitzlicht, im Freien entsprechend kürzere je nach vorhandenem Licht.

4) Objektiv: Blende manuell auf F8 und die Entfernung blendenbezogen auf kurz vor unendlich (= hyperfokale Distanz für möglichst große Schärfentiefenbereiche ab ca. 1m bis unendlich), diese Einstellungen kann man fixieren oder regelmäßig überprüfen.

5) Diese Bilddateien lassen sich nun mit der Freeware Hugin  (Einstellung Fischauge kreisförmig Brennweite 8mm) bis hin zu sogenannten Kugelpanoramen verrechnen, mehr dazu im dritten Beitrag!

6)  Als Tipp für Anfänger gilt, nicht gleich mit kritischen Lichtverhältnissen und im kleinen Innenraum mit vielen nahen und entfernten Flächen sowie Gegenständen und mit Vollkreispanoramen zu laborieren, sondern zunächst 2 oder 3 Hochformataufnahmen in der mittel- und hintergründigen Natur zu stitchen und je nach Erfolg sich danach erst weiteren Winkelgraden zu widmen. Gleiches gilt für komplette Kugelpanoramen mit 6 horizontalen, 6 weiteren 45 Grad nach oben Aufnahmen und einer finalen in die Senkrechte! Langsame Schritte bringen weniger Frust 😦

7) Der andere Weg ist der gewählte: Man plant Zeit, ist mit den Bordmitteln zugange, montiert recht präzise, denkt über Blitzlicht nach und betrachtet dann das eigene Arbeitszimmer durch das Fischauge:

i bin der Foddograf und da bin i dahaam
i bin der Slowfoddograaf un da bin i dahaam

Bilddaten:

– Kamera: EOS 300D auf Selbstbau mit
– Cullmann Nanomax 200T indoor mit Lisa Kugelkopf oder
– togopod Lisa outdoor ohne Schnellmontageplatte
– Novoflex Panoramateller, darauf
– Traumflieger Makro Flash Kit Montagewinkel daran
– einen noname Montageschlitten plus
– Cullmann Minikugelkopf CB2 für den
– Blitz: matt abgeklebtes Speedlite 420EX
– Objektiv: walimex pro FISH EYE CS EOS 3.5 8mm
– Programm: [M] min. 6 Aufnahmen in Folge für 360 Grad
– Blende: F8-11 variiert nach vorhandenem Licht
– Belichtungszeit: 1/10sec für viel Restlicht
– ausgelöst mit Canon RC6 Remote
– Empfindlichkeit: [ISO 100]
– WB: [flash]
– Brennweite: 8mm entspricht 13mm KBÄ
– Entfernung: hyperfokal 3m-unendlich manuell
– Belichtungsmessart: Mehrfeld vorher gemittelte Testaufnahmen
– Bildstil: Natürlich
– Bilderbearbeitung:  ooc – Hugin auto – final TOP

oder ganz einfach:

:-)
🙂

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FAQs: Panoramen leicht gemacht

Frage: Ich möchte mit relativ einfachen Mitteln zu guten Panoramen kommen, wie geht das? 

Photostitch 00MB
Photostitch 8MB
Hugin
Hugin 40MB
DxO Hugin
DxO Hugin 8MB

Bilddaten:

– Kamera: EOS M
– Objektiv: EF-M 11-22 mm 1:4-5.6 IS STM
– Programm: [M] 10 Aufnahmen in Folge für 360 Grad
– Blende: F8
– Belichtungszeit: 1 sec
– Empfindlichkeit: [ISO 100]
– Belichtungskorrektur: keine
– Brennweite: 11mm entspricht 18mm KBÄ
– Entfernung: zentraler AF vorher
– Belichtungsmessart: Mehrfeld vorher
– Bildstil: Snapshot
– Bilderbearbeitung: oben PhotoStitch – mittig Hugin –  unten erst DxO, danach Hugin – final alle TOP

slowfoto:

360Grad als Panorama sind zunächst eine Herausforderung für das Äquipment und den Fotografen. Je mehr Gerät bedient und zuvor eingestellt werden muss, desto höher kann die Fehlerquote sein:

1) Am einfachsten geht es mit dem Smartfon und einer guten Panorama App, sofern nicht die Foto App diese bereits bietet. Vorteil ist, dass nach den rundum Aufnahmen im Hochformat (!) das Pano im direkt folgenden Rechenprozess erstellt wird und somit zur weiteren Verwendung verfügbar ist. Nachteil ist, jede einzelne Aufnahme wird automatisch ausbelichtet und damit sind die Übergänge oft sichtbarer. Beim aktuellen iPhone5 wird das Pano in der bordeigenen FotoApp nicht mehr mit sich überdeckenden Einzelbildern, sondern wie ein Clip aufgenommen.

2) Mit einer dSLR plus Weitwinkel kann ein Stativ nötig sein, muss aber nicht zwingend: Der Könner arbeitet mit Senkblei (=Lot) am Schnürchen und dies wird vorn am Objektiv angebracht, mit simuliertem Nodalpunkt also und dessen Beachtung in entsprechender Körperdrehung. Allerdings wird das Ergebnis erst im zweiten Schritt am PC fertiggestellt, Fehler in der Aufnahmesession sind somit schwerer auszubügeln.

3) wie 2), aber mit Stativ und Hochformatmontage für die Kamera samt Korrektur der brennweitenbedingten Parallaxe unter Beachtung des Nodalpunktes: Den Panoramakopf zum Selbstbau und viele weitere nützliche Tipps zur Panoramafotografie findet man beim Traumflieger! Alle Aufnahmen werden mit festen Einstellungen bezüglich Belichtungszeit, Blende, Empfindlichkeit und Entfernung im [M]anuellen Programm erstellt, das gilt auch für 2): Identisch ausbelichtete Aufnahmereihen ergeben bessere Übergänge, wenn sie  panoramisch miteinander verrechnet sind, geeignete Software rechnet auch Fisheye Aufnahmen zu sogenannten Kugelpanoramen.

4) Grundsätzlich sollte man soviel wie möglich Abstand zu den nähesten Objekten im Bildaufbau halten, je näher die Distanz, desto kritischer wirken sich Fehler in der Parallaxe oder bezüglich des nicht ganz präzise gewählten Nodalpunkt aus. Wiese vorn und kleine Büsche in der Mitte und der Wald im Hintergrund sind deshalb zum Start ein idealerer Bildaufbau als ein kleines Büro 🙂

Für diesen Versuchsaufbau wurde die EOS M mit dem stabilisierten EF-M 11-22 verwendet. Diese recht leichte Kamera-Objektiv Kombination bietet im Hochformat einen Bildwinkel von knapp 70 Grad, mit ca. 10 Aufnahmen ist ein 360 Grad Panorama zu erstellen, wobei die Panoramaplatte (z.B. Novoflex) jeweils um rund 40 Grad weitergedreht wird, um genügend Überlappung für das Stitch Programm zu behalten. Die Einstellungen Blende und Zeit an der Kamera wurden nach Messwerten der hellsten und dunkelsten Partien im Liveview gemittelt, die Entfernung wird einmal fixiert. Als Empfindlichkeit ist der für die jeweilige Situation niedrigste ISO Wert wegen der Rauscharmut zu wählen.

Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von Fischaugen Objektiven: Das weitverbreitete Walimex fisheye 3.5 8mm lässt sich mit Canon Anschluss an dem EOS M – EF Adapter an der EOS M verwenden, wenn man zuvor im Menue die Individualfunktion (C.Fn)7 >Ohne Objektiv auslösen< aktiviert, was für jedes beliebige manuelle Objektiv erst die Auslösung ermöglicht! Diese Bilddateien lassen sich mit Hugin (Einstellung Fischauge kreisförmig 8mm) zu sogenannten Kugelpanoramen verrechnen, mehr dazu wegen des Umfangs in einem späteren Beitrag!

Vor dem Stitchen am Rechner können die Bilddateien noch mit Nachentwicklung (z.B. DxO) >verbessert< werden, um ibs. Vignettierungen auszugleichen, bei der Stativverwendung sind deshalb geschlossenere Blendenwerte (>8) auch wegen der größeren Schärfentiefe von Vorteil. Zur berührungsfreien Auslösung verwende ich Canons RC6 Infrarot Fernbedienung oder auch nur die hochempfindliche EOS M Touchscreen Auslösung.

Als Tipp für Anfänger gilt, nicht gleich mit kritischen Lichtverhältnissen wie hier im kleinen Innenraum mit vielen nahen und entfernteren Flächen sowie Gegenständen und mit 360 Grad Rundumpanoramen zu laborieren, sondern zunächst 2 oder 3 Hochformataufnahmen in der mittel- und hintergründigen Natur zu stitchen und je nach Erfolg sich danach erst weiteren Winkelgraden zu widmen. Gleiches gilt für mittelhohe Gebäude, die aus gutem Abstand von ca. 30 Metern und mit 2-3 querformatigen Aufnahmen bei einem Bildwinkel von 90 Grad und durchaus aus der Hand zu erfassen sind. Auch hier kann eine Nachkorrektur (z.B. View Point) vor dem Stitchen Vorteile erbringen.

Zum Aneinanderrechnen (Stitchen) gibt es viele Programme, Canons Freeware PhotoStitch ist nur eine davon, die sich zwar relativ leicht beherrschen lässt, nachteilig sind aber die bei händischen Aufnahmen bedingt oft vorhandenen Verbiegungen! Ganz wichtig ist, die KBÄ minimale Brennweite von 20mm in den Voreinstellungen einzugeben. Als Freeware für komplexere Panoramen verwende ich gerne Hugin, das im wesentlichen automatisch arbeitet, wobei die ursprünglichen Bilddateien z.B. mit DxO zuvor per Nachentwicklung verbessert sogar erheblich kleinere, aber noch besser aufgelöste Panoramadateien bei gleicher Bildgröße ergeben, siehe dazu den Vergleich in den drei Beispielen oben. Man muss nur viel Zeit planen, wenn man so arbeiten will, und wer mit dem Handy-Panorama glücklich ist, hat dadurch noch ganz andere fotografische Chancen 🙂

Hier geht es weiter… mit Teil 2!

© slowfoto.de

s l o w f o t o der Woche (KW 38 2011)

…Verkehrsregelung einmal anders

– Kamera: EOS 350D
– Objektiv: walimex pro 3.5 8mm
– Blende: F8
– Belichtungszeit: [M] 1/250sec
– Empfindlichkeit: ISO 100
– Belichtungskorrektur: -2LW
– Brennweite: f8mm
– Entfernung: ca. 1m
– Belichtungsmessart: Integral
– Bildstil: Natürlich
– Bildbearbeitung: unbearbeitet

D Frankfurt 15:50 Uhr

Ein nicht ganz ernst gemeintes Hinweisschild hat uns am Wegesrand der Nidda erfreut, mal sehen, wie lange es die Ordnungshüter dort stehen lassen (dürfen).

www. s l o w f o t o .de

walimexpro 3.5 f8mm FISH EYE – ein paar Tipps zum Einsatz

Bilddaten:

– Kamera: EOS 400D
– Objektiv: walimexpro 3.5 8mm (alle) vs EF-S 3.5 10mm (3971)
– Blende: F3.5 und 8
– Belichtungszeit: [Tv] 1/45-1.000sec
– Empfindlichkeit: ISO 100
– Belichtungskorrekturen: -1/2 bis -1,5LW
– Brennweite: 8mm
– Entfernungen: min 20cm bis unendlich
– Belichtungsmessart: Integral
– Bildstil: Snapshot
– Bilderbearbeitung: unbearbeitet

D ca. 15:10-15:40

Fisheye Objektive gehören in die Kategorie Sonderlinsen. Sie produzieren ein flächentreues Bild, geben also Größenverhältnisse exakt wieder. Im Gegensatz zu den aufwändig korrigierten  (Super-) Weitwinkelobjektiven ist die Wiedergabe nicht winkelgetreu, weshalb alle Linien außerhalb des Bildmittelpunktes zum Rand gebogen sind, beim SLR Format 2:3 (HxB) fällt dies bei waagrechten Linien somit deutlicher auf! Um diesen Faktor korrigiert, wären sie Weitwinkelobjektive mit der für unsere Augen natürlicher erscheinenden Raumwiedergabe. Auf Grund ihrer einfacheren optischen Konstruktion zeigen sie keine Vignettierung (dunklere Ränder) und weniger Anfälligkeit für Blendenreflexe sowie Streulichter. Gegenüber Superweitwinkeln weisen Fisheyes bei gleicher Brennweite zudem einen deutlich größeren Bildwinkel auf: Die bekannten zirkulären Fisheyes mit kreisförmigem Bild geben 180 Grad wieder, auf den Boden gelegt nimmt die Kamera ein sogenanntes Halbkugelpanorama auf. Vollformatbild-Fisheyes haben den 180 Grad Bildwinkel nur von Ecke zu Ecke, dafür keine schwarzen Ränder in denselben wie bei der kreisrunden Wiedergabe.

Positioniert man die Kamera exakt mittig zum Objekt und zudem waagrecht, sind die Verzeichnungen relativ gering. Zudem sollte man darauf achten, dass nicht zusätzliche unwichtige Objekte objektivnah platziert sind. Mit diesem Vorgehen lassen sich nicht nur in der Wirkung gesteigerte Aufnahmen inmitten der Natur, sondern auch in engen Räumlichkeiten erstellen, mit extremer Schärfentiefe und räumlich gestreckter Tiefe, wie das bei jeden Weitwinkel der Fall ist, nur eben viel intensiver. Eine besondere Wirkung entsteht ebenfalls, wenn die Kamera mit der Rückseite auf dem Boden liegt, auch hier sind Selbstauslöser oder Fernbedienungen ein Segen.

Am Crop Gehäuse der Canon EOS 400D kam das EF-S 10-22mm und das walimex pro 3.5 8mm zum Einsatz, um zunächst vom Stativ aus die Brennweiten 16mm KBÄ (Abb. 01 3971 ISO100 F3.5 1/1.000sec) zu 12,8mm KBÄ (Abb.02 3968 ISO100 F3.5 1/500sec) zu vergleichen. Das 8mm scheint generell etwas mehr an Licht zu benötigen, was vermutlich am größeren Bildwinkel liegt, dafür ist die Farbwiedergabe untadelig.

Die zweite Aufnahmereihe zeigt die optische Auswirkung der f8mm am Gartenhaus in Bezug auf den Abstand (Abb. 03 3979 ca. 50cm 1/30sec, Abb. 04 3980 ca. 2m und Abb. 05 3981 ca. 5m, beide 1/125sec), diese und die folgenden Aufnahmen wurden bei Blende 8 (ist gut im Sucher zu beherrschen) mit ISO100 und je ½ LW Unterbelichtung durchgeführt, d.h. nur die Belichtungszeit wurde gezielt angepasst. Weitere Beispiele dieser Wirkung finden sich in den Aufnahmen Abb. 06 bis 13 3982, 3984, 3985, 3987, 3900, 3995-3997 als m.E. nicht so ansprechende Kompositionen, und verbessert durch gezieltes Weglassen wie Abb. 14-18 3983, 3986, 3988, 3989, 3993 aus m.E. geeigneteren Blickwinkeln, die nicht auf den ersten Blick die extreme Brennweite verraten.

Die Abb. 19-21 4004-4005-4007 sind eine Belichtungsreihe ab 1/45 – 1/90 – 1/125sec mit der jeweiligen Unterbelichtung -½ resp. -1 resp. -1,5 LW.

Last not least, der EX 580 II leuchtet mit der 14mm Streuscheibe indoor Aufnahmen mit dem Crop Sensor tadellos aus. Für den PopUp Blitz der Crop Kameras genügt auch die Streuscheibe vieler Anbieter, die in den Blitzschuh geschoben wird, Position 2.Loch unten von den 5 vorhandenen. Auch hier hilft der Handbelichtungsmesser Gossen Digiflash oder Digipro F in schwierigen Situationen zuverlässig.

Weitere Aufnahmen on location draußen und drinnen im Vergleich zu 35mmKBÄ finden sich hier:

https://slowfoto.wordpress.com/2011/06/03/oranschwas/

Zum Handling lässt sich sagen, dass ein originales und automatisches Objektiv einfach nur schneller ist. Dennoch macht es Spaß, mit F8, geschätzten 1m oder 3 oder unendlichen Metern an Entfernung bei dieser ultrakurzen Brennweite Aufnahmen zu erstellen, die schon etwas aus dem bisherig vertrauten Rahmen heraus fallen. Ich habe viel Freude mit diesem Objektiv s.a. Abb.22 3978 ISO100 F8 1/250sec !

(c) www.slowfoto.de

walimexpro

http://www.foto-walser.biz/shop/Kategorie/0/Startseite.htm

s l o w f o t o der Woche (KW 37 2011)

…morning has broken

– Kamera: EOS 400D
– Objektiv: walimex pro 3.5 8mm
– Blende: F8
– Belichtungszeit: [Tv] 1/250sec
– Empfindlichkeit: [auto] ISO 100
– Belichtungskorrektur: -0,5LW
– Brennweite: f8mm
– Entfernung: unendlich
– Belichtungsmessart: Integral
– Bildstil: Snapshot
– Bildbearbeitung: DxO

Alsfeld 7:23 Uhr

Dieser Blick erwartet uns allmorgendlich, wenn es nicht gerade mal regnet, was jeden dritten Tag in Hessen und Thüringen der Fall ist. Die Sonne ist aktuell schon weit nach rechts gewandert…

Die Kombination Cropsensor plus dem manuellen walimex pro 3.5 8mm ist eine Herausforderung für die Bildkomposition: Die Fischaugenoptik beeinflusst strenge Architektur, die Natur hingegen verzeiht die Beugungen, besondere Bedeutung bleibt deshalb der Bildmitte. Eine veritable Erweiterung des Brennweitenbereichs in der Weite!

DxO hat hier leichtes Spiel, durch den bauartbedingten Entfall gewisser Exifdaten sowie jeglicher Vignettierungen erfolgt >nur< eine Korrektur im Hell-Dunkel Gleichgewicht, mehr nicht. Der Überbelichtung im Bereich der Sonne wäre allerdings nur mit HDR zu beizukommen.

www. s l o w f o t o .de

walimex pro 3.5 f8mm FISH EYE CS EOS

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Bilddaten:

– Kamera: EOS 400D
– Objektiv: walimex pro 3.5 8mm
– Blende: F3.5-8
– Belichtungszeit: [Tv] 1/15-1.500sec
– Empfindlichkeit: [auto] oder ISO 100 – 400
– Belichtungskorrekturen: -1/2 bis -2 LW
– Brennweite: 8mm
– Entfernungen: min 20cm bis unendlich
– Belichtungsmessart: Integral
– Bildstil: Snapshot
– Bilderbearbeitung: unbearbeitet

D Alsfeld zu diversen Zeiten

Nach meinem Anwenderbericht über die zwei Vollformat-Objektive 14mm 2.8 ED AS und 500mm 6.3 von Foto-Walser hat mich das 3.5 f8mm Fisheye für eine Veranstaltung interessiert mit begrenzter Distanz Fotograf zum Objekt auf (in) kleinstem Raum. Die Nachfrage bei Walser erbrachte die Leihstellung schon am Folgetag!

Auf Grund der langen und sehr guten Erfahrungen mit den Canon EF 20-35, EF 2.8 16-35 mm L und dem EF-S 10-22mm war ich als Weitwinkelfan gespannt, ob ein Fischaugen Objektiv mit manuell einzustellender Arbeitsblende und Entfernung optisch im kritischen Superweitwinkelbereich Paroli bieten kann. Die Enttäuschung gegenüber dem Vollformat fähigen walimex pro 2.8 14mm folgte auf dem Fuße, am VF-Sensor war zwar mittig mehr Objekt als am Rand Gegenlichtblende zu sehen, man muss also nach der Aufnahme freistellen! Die Bewerbung >nicht für Vollformast geeignet< sollte vielleicht noch mit dem Hinweis versehen werden, dass die GeLi jede Aufnahme vignettiert. Doch das ist der einzige Kritikpunkt, nun zu den positiven Leistungen:

Als Crop Gehäuse kam die gute alte Canon EOS 400D zum Einsatz. Bei der Montage des satt sitzenden Bajonetts fällt die konstruktive Ähnlichkeit zum 2.8 14mm auf, das 3.5 8mm wirkt allerdings noch etwas zierlicher. Dieses 440g Objektiv scheint für die Ewigkeit gebaut, der Einstellring für die Entfernung (in der Regel auf 3m stellen und nur nachschauen, ob etwa verstellt) geht satt wie an alten  manuellen Festbrennweiten, der Blendenring rastet (je nach vorhandenem Licht auf F8) sauber ein. Die Naheinstellung beträgt vom Objekt zum Sensor gemessen ca. 20cm, was formatfüllend kleinsten Objektgrößen von ca. 46x70cm entspricht!

Die Streulichtblende dominiert als integrierter Bestandteil des griffigen Gehäuse (-materials) und das ist zum Schutz der stark konvex gewölbten Frontlinse auch gut so. Das aufzusteckende Lenscap rastet nur dann sicher ein, wenn der Schriftzug walimexpro waagrecht zu lesen ist. Eine rückseitige Aufnahme für Folienfilter ist nicht vorgesehen, Spiel mit ISO und Verschlusszeiten oder Abblenden ist somit nötig. Was nicht zwingend sein muss, denn das Glas bildet schon ab F3.5 sauber ab, wozu sicher auch der mittelgroße Sensor beiträgt.

Zur Belichtung: Um satte Farben zu erzielen, sollte man wie auch schon beim 2.8 14mm die kameraeigene Belichtungsmessung generell unterbieten, also knapper belichten. Schon mit dem originalen EF und EF-S Objektiven bevorzuge ich um ½ Lichtwert weniger als die Kamera verlangt. Hier dürfen es im [M] Programm auch mal minus 2 ISO- oder Zeitwerte sein, bei eher dunklen Motiven reicht auch minus 1LW… man muss das aufnahmespezifisch einfach austesten!

Die Farbwiedergabe ist mit meinen bewährten Voreinstellungen untadelig, siehe dazu auch: https://slowfoto.wordpress.com/category/s-l-o-w-f-o-t-o-einstellungstipps/

Fazit: Empfehlungen stehe ich generell eher kritisch gegenüber, es sei denn, ich habe eigene und gute Erfahrungen damit und das Gewicht in der Fototasche unterwegs stimmt. Beim walimex pro 3.5 f8mm mache ich eine spontane Ausnahme, für jeden Crop Sensor ist dies Objektiv eine ausgesprochen sinnvolle Erweiterung, wenn denn dessen typische Darstellung (und die jetzt ohne Betrachtung des GeLi-Innenlebens wie beim VF) gefällt! Übrigens, die Fischaugen typischen Verzeichnungen fallen bei waagrechter Kameraposition und geeigneten Motiven wie in freier Natur kaum bis nicht auf. Ein dem Fotografen naher (Fenster-) Rahmen zeigt im Bild allerdings deutlich die extreme Brennweite, wenn man denn will eine durchaus auch willkommene Gestaltungsmöglichkeit, um auch nahe und kleine Distanzen stark zu betonen.

http://www.foto-walser.biz/shop/default.aspx

…wird fortgesetzt

(c) www.slowfoto.de