Kabarett „Kann denn Jubeln Sünde sein?“

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– Aufnahmen ohne Blitz
– Kamera: EOS M
– Objektiv: SIGMA EX 30mm 1:1.4 DC HDM
– Brennweite: f 30 mm
– Blende: [Av] F 1.4
– Belichtung: 1/60-1/500sec
– Belichtungsmessart: Mehrfeld
– Belichtungskorrektur: -2 bis -3,5/LW
– Empfindlichkeit: ISO 100
– Entfernung zum Fokus: AF
– Bildart: JPG
– Bildstil: SNAPSHOT
– Bildbearbeitungen:  Snapseed meist unbearbeitet – TOP

Das Generationenkomplott aus Köln (1999) Gisela Elisabeth Marx (1938 voc) und Dorrit Bauerecker (1973 Akkordeon, Piano, voc) begleiten die Zuschauer auf einer grotesken Zeitreise durch das NS-Reich mit intensivem Blick auf die Situation der Frauen, erzählt in Dialogen, ergänzt mit originalen Tondokumenten und dokumentiert mit Rezitationen, in den unterschiedlichen Rollen der Heldenmutter,  rassistisch hochwertigen Frau oder Emanze, als Nazi-Karrierefrau und vor allem staatlich vollverwertetem Mutternutztier, durch ein sorgfältig zusammengestelltes Programm, dessen Spannung vor allem im unterschiedlichen Alter beider Kabarettistinnen knistert. Was in meiner Schulzeit mit dem despektierlichen Spruch >Mädel mach die Beine breit, Deutschland braucht Soldaten< zur Rolle der Frau in der Nazizeit auf den Punkt gebracht wurde, wird durch beide Künstlerinnen ein subtil performiertes und vorgetragenes Kabarettstück! Mit der gelebten Wärme der Älteren versucht Frau Marx die damalige Situation zu erklären, mit der Wucht der Jüngeren fragt Frau Bauerecker nach den Rebellinnen… Die Rezitate oder Tondokumente belegen in nicht zu übertreffender Deutlichkeit die Menschenverachtung des NS-Regimes. Mein Kompliment zur schauspielerischen und musikalischen Aufführung, die extrem schwere Kost wurde deutlich dargestellt! Bleibt für mich als Vater zweier erwachsener Töchter (>allein unter Frauen<) die Frage, was hat sich nachhaltig bis heute geändert…

c) www.slowfoto.de