slowfoto KW 30 2014

HDR

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f22mm F 7.1 1/200sec ISO 100 ooc

Sonnenuntergänge sind die meist fotografierten Motive. Wir sind bewußt hierhin gegangen, um diesen Moment gegen 21 Uhr zu erleben und festzuhalten.  Die bevorzugte Kamera dafür ist die EOS M mit dem EF-M 11-22 STM IS. in Verbindung mit [HDR], wobei drei Aufnahmen in Folge ausgelöst und kameraintern verrechnet werden: BUSY ist die Wartezeit von geschätzten 30 sec., danach geht es weiter mit der nächsten Aufnahme. Sind sich bewegende Personen im Blickwinkel, dann kommt es zu durchaus reizvollen Bewegungsunschärfen, einem Effekt, den man ebenfalls gut nutzen kann. Jedenfalls war es noch nie so einfach 🙂

© slowfoto.de

 

FAQs: Was bringt HDR?

Vitra und der Lounge Chair

Frage: Ich möchte mit relativ einfachen Mitteln und ohne Blitz zu guten indoor Aufnahmen kommen, wie geht das? 

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VITRAs Lounge Chair Atelier – Endmontage zum Anfassen,
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links der Besucherbereich, rechts wird gearbeitet, im Foto an der Wand Charles und Ray Eames,
2 Häute pro Chair sind nötig bei 4 Stunden Nähzeit
2 ganze Häute pro Lounge Chair sind nötig und 4 Stunden Nähzeit,
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der (End-) Kunde kann unter vielen Holzarten für die Schalen wählen
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und auf dem fertiggestellten Lounge Chair probesitzen…

Bilddaten:

– Kamera: Canon EOS M
– Objektiv: Canon EF-M 11-22 mm 1:4-5.6 IS STM
– Programm: [HDR] 3 Aufnahmen in Folge
– Blende: um F4
– Belichtungszeit: um 1/125sec
– Empfindlichkeit: um [ISO 400] entspricht ISO 133 verrechnet
– Belichtungskorrektur: keine
– Brennweite: alle 11mm = 18mm KBÄ
– Entfernung: zentraler AF
– Belichtungsmessart: Mehrfeld
– Bildstil: Snapshot
– Bildbearbeitung: alle out of cam – TOP

slowfoto: Indoor und ohne Blitz bedeutet i.d.R. hohe ISO-Werte, und je kleiner der Sensor ist, umso mehr nimmt das Bildrauschen zu und wird dabei vor allem in dunkleren Bildpartien deutlich als Grieseln sichtbar. Nicht immer ist eine Kamera mit dem rauscharmem Vollformatsensor (Sensorgröße 24mm x 36mm) verfügbar, die i.d.R. wegen der größeren Gehäuse und Objektive auch deutlich schwerer als eine Kamera mit kleinerem Sensor ist!

Im kleinen Gepäck trägt meine favorisierte und nur 525g leichte >immer dabei< EOS M mit dem stabilisierten 11-22 Weitwinkelzoom kaum auf. Das integrierte [HDR]-Programm bietet die fotografisch wertvolle Möglichkeit, bei hohen Kontrasten und/oder geringem Licht indoor nach 3 Aufnahmen in Serie diese in der Kamera direkt miteinander verrechnen zu lassen: Im Ergebnis ein wertiges Tool für den Fotografen, vergleichbar zum hier schon vorgestellten Automatikprogramm [Nachtaufnahme ohne Stativ] im nächtlich illuminierten Berlin mit der Verrechnung von 4 Serienaufnahmen aus der Hand auch bei sehr hohen ISO Werten (25.600) und gelungener Reduktion des Bildrauschens auch in der 1:1 Betrachtung!

Wer die Rechen- resp. Wartezeit z.B. zur weiteren Motivsuche verwendet, sprich, mit der langsamen und für Slowfotos akzeptablen Bildfolgezeit leben kann/mag, hat mit dieser integrierten HDR-Funktion eine respektable Möglichkeit, rauscharme Aufnahmen ohne zusätzliche Lichtquellen zu erzielen! Für sich schnell bewegende Motive wie in der Action-Fotografie ist HDR allerdings nicht geeignet 😦

Versuche, die hier vorgestellten Innenaufnahmen mit weiterer Bildbearbeitung nochmals zu verbessern, haben nach meinem Dafürhalten keinerlei bessere Ergebnisse gebracht. Und damit sich alle diesbezüglichen Nachfragen erübrigen, nein, wir haben keine-n Lounge-Chair-s geordert 🙂

© slowfoto.de

slowfoto KW 05 2014

Vitra in Weil am Rhein

...kommt der Frühling?
…kommt schon der Frühling?

Bilddaten:

– Kamera: EOS M
– Objektiv: EF-M 11-22 mm 1:4-5.6 IS STM
– Programm: [HDR] 3 Aufnahmen in Folge
– Blende: F5
– Belichtungszeit: 1/200sec
– Empfindlichkeit: [ISO 100] entspricht ISO 33 verrechnet
– Belichtungskorrektur: keine
– Brennweite: 11mm
– Entfernung: zentraler AF
– Belichtungsmessart: Mehrfeld
– Bildstil: Snapshot
– Bildbearbeitung: horizontal gespiegelt ooc – TOP

Der Blick aus dem VITRA Café auf die sonnenbeschienene Terrasse gegen 14 Uhr birgt extreme Kontraste, die sich mit dem Liveview TFT der EOS M gut beurteilen lassen. Das HDR Programm bietet die feine Möglichkeit, bei hohen Kontrasten outdoor (oder auch geringem Licht indoor!) direkt nach den 3 Aufnahmen diese in der Kamera miteinander verrechnen zu lassen, eine wertvolle Hilfe also für den Fotografen. Versuche der Nachentwicklung haben m.E. kein besseres Ergebnis gebracht, nur wegen der Lesbarkeit wurde horizontal gespiegelt.

© slowfoto.de

FAQs: Doppel-, DRI-, HDR- und Mehrfachbelichtungen

D-Kranich vs Kraniche am Himmel

KF.top

Frage: Wie kann ich mehrere Aufnahmen (DRI/HDR) auf eine Bilddatei verrechnen, neuere Kameras bietet dieses Tool bereits in den Individual-Einstellungen?

Älteren Anwendern von KB- oder DIA-Film ist die Doppelbelichtung noch geläufig, hierbei wird nur der Verschluß  zur Auslösung und zwar ohne Filmtransport gespannt. Neuere Kameras bieten als besondere Einstellung auch Mehrfachbelichtungen: Ein Tutorial dazu findet sich auf der Seite von Dylan & Sara Photography Automatische Programme haben bereits Möglichkeiten, bei großen Kontrasten 3 oder 4 Aufnahmen schnell hintereinander aufzunehmen und in der Kamera zu einer Bilddatei verrechnen zu lassen: Die nicht mehr ganz neue EOS M bietet dazu HDR-Gegenlicht mit 3 oder Nachtaufnahme ohne Stativ mit 4 Bildern in Folge, allerdings unter einem gewissen Verlust an Bildwinkel, weil die Kamera mit der Hand doch winzige Bewegungen durchführt, dafür entfällt die Stativpflicht!

Nicht alle älteren Kameras haben diese bequemen Modi: Bisher waren kameraexterne Mehrfachbelichtungen vor allem unter HDR (high dynamic range) oder DRI (dynamic range increase) bekannt, einige unterschiedliche belichtete Aufnahmen von Stativ wurden miteinander verrechnet, um einen größeren Dynamikumfang zu erreichen. DRI resp. HDR bedeuten, dass mehrere Bilder einer Belichtungsreihe zu einem Bild zusammengerechnet werden, das Ergebnis sind Bilder ohne Überstrahlungen oder abgesoffene weil unterbelichtete Dunkelfelder, im ganzen Bildbereich sind danach gut durchgezeichnete Einzelheiten zu erkennen. Die Freeware DRI gibt`s beim Traumflieger samt Anleitung zum Vorgehen. Zudem bieten viele andere Bildberabeitungsprogramme ähnliche Möglichkeiten.

Aufnahmen wie früher mit Doppel- oder Mehrfachbelichtungen erzielt man mit identischem Vorgehen. Anstelle der Bildbearbeitung in der Kamera hat die jeweilige Bearbeitung der einzelnen Aufnahme am Rechner noch den Vorteil der besseren Darstellung, zudem müssen die Aufnahmen nicht in identischen Sitzungen erstellt werden, ja noch nicht mal aus der gleichen Kamera kommen. DRI rechnet aus eigener Erfahrung zuverlässig zusammen. Entspricht das Ergebnis nicht der Erwartung, fängt man erneut mit anderer Konstellation an. Zu Beginn rate ich zur Bescheidenheit bzw. nur 2 zu verrechnenden Aufnahmen 🙂

(c) www.slowfoto.de

slowfotos der Woche (KW 44 2012)

Frankfurt bei Nacht

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– Aufnahmezeit: gegen Mitternacht
– Kamera: iPhone4
– Objektiv: 2.8 4 eingebaut
– Brennweite: 4mm
– Blende: F2.8 fest
– Belichtung: [auto] 1/15 sec
– Belichtungsmessart: [auto]
– Belichtungskorrektur: keine
– Empfindlichkeit: ISO 1000
– Entfernung zum Fokus: AF pre
– Bildart: JPG
– Bildstil: HDR
– Bildbearbeitungen: Snapseed – TOP

In der Nacht finden sich auf Frankfurts Stadtbrücken viele Fotofreunde mit schwerem Geschütz auf dem Stativ. Der Weg führte an diesen beiden Panoramen vorbei, nach Westen der futuristisch gelbe Commerzbank Turm sowie der alte rote Sandstein-Dom und nach Osten der hell angestrahlte hohe EZB Neubau als dominierendes Bauwerk. Ich finde die Spiegelungen der Lichter im Main jedesmal augenfällig.

Das iPhone ist sicher nicht die erste Wahl für Nachtaufnahmen bei ISO 1.000, zum ebenmal aus der Hand ein paar Aufnahmen und dann mit softer Nachbearbeitung der Schatten (->Struktur) in NIK Snapseed reicht es dennoch, zumal es immer dabei ist.

iPhone4 Nacht HDR

(c) www.slowfoto.de

slowfotos der Woche (KW 43 2012)

Herbstlicht

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– Aufnahmezeit: Nachmittags gegen 14 Uhr
– Kamera: iPhone4
– Objektiv: 2.8 4 eingebaut
– Brennweite: 4mm
– Blende: F2.8 fest
– Belichtung: [auto] 1/60 – 1436 sec
– Belichtungsmessart: [auto]
– Belichtungskorrektur: keine
– Empfindlichkeit: ISO 80
– Entfernung zum Fokus: AF pre
– Bildart: JPG
– Bildstil: HDR
– Bildbearbeitungen: Snapseed – TOP

Der Herbst bietet vor allem nach Mittag noch einige Stunden sehr warmes Sonnenlicht. Das installierte App Kamera ermöglichte mit der Option HDR Aufnahmen ohne Stativ, die mit Snapseed noch weiter zum Leuchten gebracht wurden. Das App proHDR sollte bei Nahaufnahmen besser mit dem Stativ zum Einsatz kommen, da hintereinander zwei Abbildungen erstellt und miteinander verrechnet werden. Ohne Stativ lassen sich entsprechend reizvolle Doppelbilder erzeugen…

iPhone4 Herbst HDR

(c) www.slowfoto.de