Erste Schritte mit der Canon EOS RP

Ein paar launische Bemerkungen zur neuen Canon EOS RP

Vorweg: Wer sich nicht mit vielfältigen Voreinstellungen und technischen Parametern auseinander setzen mag, ist mit einem iPhone+ (6+ ff) letztlich einfacher bedient und zudem schneller, ich ziehe mein nicht mehr ganz aktuelles 12MPI iPhone 7+ in vielen [App] induzierten Situationen vor, ibs. mit den beiden f28/56mm KBÄ Objektiven!

7+  20:39 2,3MB  f4mm (28mm KBÄ)  F1.8  1/4s 

Canons neue zweite spiegellose Vollformat Systemkamera EOS RP ist ebenso wie das iPhone keine optische Kamera mehr, lässt außer den neuen R-Objektiven mit dem Mount Adapter EF-EOS R alles aber an EF und EF-S Objektiven (mit nunmehr 11MPI Aufnahmen) zu, sogar für mein ältestes EF 20-35mm 1:3.5-4.5 ist eine Verzeichnungs- und Vignettierungskorrektur vorhanden, für das etwas jüngere EF 22-55 allerdings nicht, für das EF-S 2.5 60mm macro sogar eine digitale Objektivoptimierung wie für das EF 4 70-200mm L IS auch. Von den neuen R Objektiven interessiert mich das 24-240er Zoom als ohne Adapter immer drauf, es steht aktuell noch nicht zur Verfügung und einem Kauf würde zudem ein ausführlicher Test hinsichtlich Abbildungsleistung und Handling vorausgehen.

RP  20:40  6,2MB  f28mm  F1.8  1/60s ISO 3200

Die RP verfolgt konsequent die Linie der EOS M mit Touch Bedienung, bietet dazu den dreh- und klappbaren Bildschirm und einen fest eingebauten elektronischen Sucher, beide mit vielfältigen Informationsmöglichkeiten. Zudem ist das große Programmwahlrad mit der neuen Einstellung [Fv] ausgestattet, die Parameter Belichtungszeit, Blende, Belichtungskorrektur und ISO können hier einzeln und in Abhängigkeit der jeweiligen Priorität zueinander geändert werden, im Grund eine erweiterte und variable [P]rogrammautomatik. Die [SCN] Programme sind aus der EOS 6D bekannt und werden deshalb nicht weiter besprochen wie auch [A/P/Tv/Av/B/C1-C3/Film], ebenso 4K Video mit allen Nachteilen wie Erwärmung und Speicherplatz. Für Clips ziehe ich das iPhone auf dem DJ OSMO Gimbal oder die EOS M mit dem stabilisierten EF-M 11-22 IS samt Stereoton vor.

Was spricht für die vollformatige EOS RP? Die Baugröße unterbietet jede VF dSLR, aber nicht die EOS M 😦  in die Handtasche passt sie ibs. mit dem langen 24-105 oder einem EF resp. EF-S dank >20mm Mount Adapter dennoch nicht, die Auswahl an Objektiven ist dafür nahezu unüberschaubar, was den männlichen Nutzer sicherlich sehr freut 🙂 🙂 🙂  Die Geschwindigkeit mit 4/5fps ist wenig sportlich, die Bildqualität nach dem Hangeln durch die vielen Menü Einstellungen untadelig. In Händen von Smartphone Nutzern oder bei low-light Umgebung (Abend) ist das [A]utomatik Programm ein Segen, genau wie bei der EOS 6D, nur jetzt bis hin zu ISO 40.000 und das ist schon eine Ansage für den availible light Fan! Weshalb ich über Blitzverwendung wenig sagen mag und das schon seit langer Zeit…

Beim Autofokus habe ich, wie bei der EOS 6D auch, nur Einzel-AF (d.h. ein etwas größeres grünes Kästchen, nicht den Spot weil deutlich langsamer) und Gesichtsnachverfolgung (blaues Kästchen) ausgewählt und beide zum Wechsel in den weißen Programmen auf die M-Fn Taste gelegt. In den Automatik-Programmen kommen, im Gegensatz zur dSLR, alle auf dem Sensor liegenden AF-Messpunkte zum Einsatz, bei Gesichtserkennung auch nachgeführt und werden in der/den jeweiligen Ebene/n grün markiert angezeigt, so dass der Schärfenbereich zu erahnen ist, grau wäre unscharf, das kannte ich bisher noch nicht. Der AF ist schnell und präzise, die EOS 1D Boliden mit bis 10fps sind noch präziser und schneller, wie das kleine zentrale AF-Feld (Kreuzsensor) der 5DII oder 6D auch. M.E. verführt die RP nicht zu schnellen Serien, ibs. wenn die Rückschauzeit auf >2sec< oder >4-6-8sec< resp. >Halten< zur Kontrolle der Aufnahme eingestellt ist, im Grunde geht es in Richtung slowfoto-grafie 🙂 Wer es wie ich mag, stellt die Rückschau auf >Aus< und nutzt nur bei Bedarf die Wiedergabetaste, man kann alternativ aber auch per halbgedrücktem Auslöser jederzeit die Rückschau umgehend abbrechen! Die Frame Rate für den Sucher habe ich auf flüssig gestellt, um das Ruckeln bei der Motiv Komposition zu unterbinden, was etwas mehr Strom verbraucht, ein 2. Akku ist immer dabei. Mit einem USB auf USB 3.0 Type-C Kabel (z.B. ANSMANN) kann man nicht nur den Akku LP E-17 in der Kamera (nach) laden, was am fähigen AC-DC Koppler oder Tank funktioniert, sondern auch die Aufnahmen von der Karte auf den Rechner kopieren. Leider funktioniert bei mir (wie mit der EOS M auch) EOS Utility als kabelgebundene Fernsteuerung noch nicht, ich bleibe da am Suchen 😦

Zum Fotografieren selbst bleibt zu sagen, ich habe sowohl die für die Umgebung nervige AF-Licht Unterstützung als auch die Rückschau ausgeschaltet und wähle sie, falls sofort nötig per [->] Taste, dann eben gerne auch 10-fach vergrößert per [5Punkt] Taste (die liegt unter der [*] Taste für die AE Speicherung) plus dem senkrechten vorderen Wahlrad für Verkleinerung; die Infotaste ermöglicht zudem den Blick in das Histogramm und die Parameter, was immer eine eingehende Unterbrechung beim Fotografieren bedeutet. Für lautlose Aufnahmen dient der [SCN] Modus mit ausgeschalteten Tönen. Mir genügt zudem ein 3er Gitterraster anstelle der mittig farbig und fett platzierten Waage, dazu die kleine Anzeige von Programm Zeit Blende -3/+3 ISO Bildanzahl und Akku Ladung im eSucher unten.

Unbeschwert loslegen funktioniert sehr gut mit dem grünen [A]utomatik Programm, für alle anderen sollten die Zusammenhänge zwischen Autofokus, Belichtungszeit, Blende, ISO Empfindlichkeit und deren Korrekturen als Voreinstellung geläufig sein, dazu eine kleine Tabelle, v bedeutet senkrechtes Stellrad vorn, h waagrechtes hinten neben der Lock-Taste, beide zur manuellen Korrektur wählbar:

[A] Belichtungszeit T Blende F -3-0-+3 ISO ++ halt auto
[Fv] Tv per h <-> Av per h <->      / per h <-> ++ wählbar
[P] T per v <-> F per h <-> auto bewährt
[Tv] T per v <-> F per h <-> auto mobil
[Av] T per v <-> F per h <-> auto offen-zu
[M] T per v F per h <-> auto ++ Mond
[B] Bulb on off F per h <->      / 400

 

* Bei wenig Licht (Abend) nehme ich gerne das [A]utoprogramm und konzentriere mich auf das, was der situationsbedingt variierende AF so alles vorschlägt.

* Für Tagesaufnahmen oder speziell korrigierende Bedürfnisse ist das neue [Fv] ideal, da es per veränderbarer ISO Werte sofort ersichtliche Belichtungsänderungen aufzeigt. Man kann für dichtere Farben die EV auf -1/3 stellen.

* Das [M]eister Programm lässt noch mehr Änderungen zu und per LiveView sind diese prima zu beurteilen, ggf. gleich vom Stativ aus (z.B. Mond).

Hat der eSucher gegenüber der SLR Optik deutlich sichtbare optische Nachteile (>Mäusekino<), so spielt er seine informativen Vorteile aus, weil jegliche Änderung eines Parameters live angezeigt und damit zu kontrollieren ist, die dSLR kann das zwar über live-view auch, die Spiegellose hingegen – auch am Auge – viel besser!

Fazit: Wer nur Wert darauf legt, zu sehen was er bekommt (wysiwyg), ist m.E. mit einem Händy ab dem iPhone 6+ (8MPI) resp. 7+ (12MPI) letztlich einfacher, leichter und schneller bedient, mit allen [APP] Vorteilen und den Einschränkungen bezüglich der Brennweite, dafür ist der große Händy Kontrollbildschirm einfach nur besser geeignet und sicherer zu bedienen! Wer gerne optisch zoomen mag oder Objektive wechseln will, kann mit der RP ebenfalls im [A]utoprogramm flott und unbelastet fotografieren. Wer gerne Parameter einstellt und Menues versteht, findet in den Programmautomatiken ein umfangreiches Angebot. Die zudem ständig wachsende ISO Fähigkeit (hier bis ca. 40.000) ist bei low-light ein willkommener Faktor. Alles hat eben 2 oder noch viel mehr Seiten – my10cents

Vergleich: In Waldshut Tiengen, Autokennzeichen WT, findet alljährlich im August die Chilbi statt, wir waren zur Theater Aufführung dieser Kerb auf der Kaiserstrasse in der schönen Altstadt, die Aufnahmen sind ab 21:03 innerhalb von 11 min. entstanden, erst mit der RP und dem EF 2.0 35mm im Aufnahmemodus [A] im 2:3 Format, dann unverzüglich mit dem 7+ im Aufnahmemodus [Kamera] im 3:4 Format, so dass ein direkter Vergleich der Leistung beider Kameras möglich ist.

Mein aktueller Bildstil [Natürlich 0 2 2 1 1 0] kann noch Änderungen erfahren 🙂

wird fortgesetzt 🙂

WT Chilbi 1 RP 21:03

WT Chilbi 2 RP 21:05
WT Chilbi 3 RP 21:07
WT Chilbi 4 RP 21:13
WT Chilbi 5 RP 21:14
WT Chilbi 1 7+ 21:03
WT Chilbi 2 7+ 21:05
WT Chilbi 3 7+ 21:07
WT Chilbi 4 7+ 21:13
WT Chilbi 5 7+ 21:14

EOS RP – iPhone 7+ – keine Filter – Image Converter (Datenreduktion)

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Slowfotos für die KW 34 2019

Umwelt weiter…

Engerling Vielfraß
befallener nach Süden gerichteter Hang
aus der Nähe

Einige Tage in Gaschurn im Montafon, auf 1.000 müM, bis heuer gab es hier Niedertemperatur bedingt keine Maikäfer, dies Jahr wegen der Wärme erstmalig zu viele, die Brut im Boden der Weidewiesen frisst den Hang braun, die Landwirte haben keine Chance, Futtergras für die Tiere zu mähen geschweige denn die Tiere auf die Weide zu lassen. DonaldT, was meinst Du dazu, wenn es Dein Grundstück wäre?

iPhone 7+ – keine Filter Fast Resize

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Slowfoto für die KW 33 2019

Bilder, die sich lohnen

Fotografie >Das Geheimnis der Wälder< Fotografie Laila Pregizer Bodypainting Jörg Düsterwald

Eriskirch, die Gemeinde am Bodensee mit dem naturschönen Ried und den Iriswiesen, hat eine weitere Attraktion: Vom Naturschutzzentrum im Bahnhof aus können 19 großflächige Fotografien (Metamorphosen) bewundert werden, die im Freien aufgestellt Natur und darin positionierte bemalte (bodypainting) >Verschwundene Körper< zeigen. Der Rundgang ist etwa 2-3km lang und mit Leichtigkeit abzulaufen, weil ebenerdig. Wir waren auf unseren vielen zu Fuß Wegen zufälligerweise vorbeigekommen und haben beim zweiten Anlauf mit Zeit die Exponate einfach nur genossen, hingehen und -sehen lohnt 🙂 Das Geheimnis der Wälder ist eine unserer farblich favorisierten Aufnahmen, nicht zuletzt auch wegen der zufälligerweise nebenan liegenden Birkenäste…

iPhone 7+  keine Filter  Fast Resize

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1999 Kurtatsch und Kartitsch + 2019 Gailtal und Lesachtal

1999 Von Kurtatsch nach Kartitsch – Eine kulinarische Alpentour

DHZ Titel 08/09 von 1999 – leider existiert nur noch der Text des Reiseberichtes

Vor fast zehn Jahren (d.h. 1989) war eine etwa einwöchige Alpentour in vier Etappen (Bodensee, Südtirol, Osttirol, Bayern) mit motorradfahrenden zahn+medizinischen Freunden geplant, die sich auch aufgrund der zu unterschiedlichen jeweiligen Terminpläne nie realisieren sollte.

Zwei Wochen in diesem Sommer (1999, damit ein Jahr vor meiner ersten digitalen Kompakten) waren dazu bestimmt, die wesentlichen Teile der ehemaligen Tour, ergänzt durch weitere stille highlights, endlich wahr werden zu lassen. Im Gegensatz zu der damaligen Idee, alle Strecken mit dem Motorrad zu fahren, haben wir die An- und Rückreise per Auto mit Hänger (Golf 4 TDI, ca. 2000 km mit 5,9 l D Verbrauch) bewältigt und auf diese Weise nur die Sahnestücke gemeinsam per Motorrad (BMW R 1100 GS, ca. 1800 km mit 5,5 l Sbf Verbrauch) absolviert.

Wie aus dem Titel ersichtlich, haben wir „nur“ zwei Regionen bevorzugt ausgewählt, befahren und zwischendurch bewandert. Durch viele Aufenthalte aus vergangenen drei Jahrzehnten sind uns beide Gegenden recht gut vertraut. Auch schien uns die Kombination des italienischen Süd- mit dem österreichischen Osttirol trotz oder gerade wegen der massentouristischen Komponente reizvoll, weil es für den Ortskundigen recht einfach ist, neben dem Gewühle stets ein stilles Plätzchen zum Genießen ohne allzuviele Kennzeichen D zu finden:

Unser erstes Etappenziel war deshalb das Schwarz-Adler Turm Hotel, Kirchgasse 2, I-39040 KURTATSCH (0039 0471 8806 T 00 F 01, http://www.TURMHOTEL.IT) mitten in CORTACCIA, einem kleinen und eher verschlafenen Weinort südlich von KALTERN und TRAMIN, etwas erhöht und westseitig über dem Etschtal gelegen.

Das Haus ist uns seit 1993 und damit einem Jahr nach der Eröffnung bekannt. Von Arnold POMELLA, dessen Bruder Manfred und seiner Frau Sonja geführt, gehört dieses familiäre Hotel (24 Zimmer von 20-60 qm) für uns zu den best-buy Angeboten, weil der Gegenwert für den Einsatz (ab €51/60 ÜF/HP) nicht nur reell, sondern in Hinblick auf die großartige Architektur in dieser Hanglage (Ambiente, Garten, Pool, Tiefgarage) und vor allem liebenswert bezüglich der abendlichen Küche ist, in der sich das Team von Claudio MARCOMIN einmal in der Woche mit Hubert URSCH abwechselt. Kennen Sie täglich variierende Frühstücksbufetts?

So wurde unser morgendlich geäußerter Wusch nach >keinem Fleisch< allabendlich mit geänderter Fisch-Gangwahl im jedesmal bemerkenswertem Menue erfüllt. Hausgäste berichteten, daß sie zusammengezählt mittlerweile bereits mehr als 365 Tage…und somit nicht nur einen dicken Ordner der Menuevorschläge gesammelt haben.

Die Weinkarte ist ebenso interessant wie die Generalkarte dieser Gegend, ein Barrique ausgebauter Weißer von TIEFENBRUNNER aus dem benachbarten ENTIKLAR sei deshalb als einziger und damit bewußt unvollständiger Tip erwähnt. Zu fast jeder Frage nicht etwa nur beim Wein hilft Manfred POMELLA mit Rat und Tat.

Zu den südtiroler Ausflügen: Von AUER aus kann man mit der Bahn direkt ins Zetrum von BOZEN gelangen, ein Zeitvorteil, der nebenbei die unverschämten Parkhausgebühren vermeidet. Das historische Gasthaus VÖGELE empfiehlt sich für den Mittagstisch mit Tagesgerichten von 10-15 DM (Weinempfehlung Bianco, eine bemerkenswerte regionale Cuvée aus drei weißen Trauben) und aktueller “junger“ Führung, er kocht gut, sie berät und versorgt routiniert und lieb.

Ein Muß für den stillen Genießer ist die nur etwa zehn Kilometer lange Auffahrt zum FENNBERG direkt von KURTATSCH aus mit einem meditativen Verweilen am gleichnamigen See, unter der Woche ist dort „nichts los“ und damit die Voraussetzung für Erholung hervorragend. Wir haben uns bei den Motorradrouten eher abseits der Touristenströme orientiert, so standen das ULTENTAL mit einer Nebenstrecke nach ST. MORITZ ebenso im Kurs wie das VAL DI TOVEL mit gleichnamigem See bzw. die Gegend um CLES und der LAGO DI SAN GIUSTINA mit Europas höchster Staumauer.

Kurven satt und Landschaft so hoch, daß der Helm die Sicht behindert, bietet die SELLA-Umrundung mit der Anfahrt über AUER, DEUTSCH- und WELSCHNOFEN, einem „Muss“ trotz aller touristischen Belastung wie dieselstinkenden Bussen und Wohnwägen, die aufgrund des Massenachteils die Motorradreisenden nur kurzzeitig „ärgern“. Schließlich wollen oder können wir uns nicht alle so gesundheitsbewußt und ökologisch wie die vielen Fahradfahrer bewegen.

Nach einer Woche haben wir, was selten vorkommt, das Hotelleben ungern hinter uns gelassen, um die zeitliche Unabhängigkeit in einer ruhigen Ferienwohnung in den hochgelegenen kartitschen Alpen (1600 müM) zu genießen. Für die „Übersiedlung“ wurde die Streckenführung über den kaum befahrenen GIAU-PASS von SELVA DI CADORE nach CORTINA und anschließend zum x-tem Male durch das GAILTAL gewählt.

Gerechterweise sollen zwei Hotels in LIENZ als bekannte Alternativen nicht unerwähnt bleiben, einmal direkt im Zentrum die von der Familie ZEHNTNER geführte TRAUBE oder das Hotel am hochgelegenen und stillen TRISTACHERSEE im Süden von AMLACH, der ehemaligen „k.u.k.“ Sommerresidenz, beide Häuser wieder mit vorzüglicher Küche!

Zu den osttiroler Ausflügen: Dir Pustertaler Höhenstrasse lädt zum Verweilen ein, direkt „hinter“ LIENZ beginnt sie oberhalb des Drautals und führt zunächst zum HOCHSTEIN, der einen tollen Ausblick auf das Lienzer Becken bietet, mit dem Bösen Weibele im Nacken! Alle Abzweigungen (Wilferner-, Kristeiner-, Villgraten- und Winkeltal) sind reizvoll und enden in langen Wanderungen. Die alte Holzbrücke in SILLIAN am Ende des Drautals wurde übrigens ebenso wie das ALSFELDer Rathaus von fränkischen Baumeistern gerähmt.

Ein Schmankerl ist die Nockalmstrasse in den Gurktaler Alpen, nördlich von BAD KLEINKIRCHHEIM. Bietet die Auffahrt mit 23% zur TURACHER HÖHE Europas intensivste Steigungsstrecke (merkt man als Motorradfahrer eigentlich nur bergab), so kann die Nockalmstrasse vor allem landschaftlich überzeugen, sechs Stationen informieren über Flora, Fauna und menschliche Besiedlung.

Von HERMAGOR und über den Nassfeldpaß oder P.so di Pramollo gelangt man nach PONTEBBA, von dort aus in das gottverlassene, naturschöne Val d`Aupa. Zurück geht es über den Plöckenpaß, den Gailbergsattel oder das Gitschtal zum Weißensee, Österreichs höchstgelegenem Badesee auf 930 müM. Nach einer Fahrt über die Windische Höhe fanden wir in ARNOLDSTEIN das Hinweisschild Apotheke – Zahnärztin – Zahnarzt (siehe ganz oben), ein Zeichen für den ebenso unverkrampfter Umgang mit dem Gesundheitswesen wie der mit den Grenzübergängen, dank Schengener Abkommen erkennt man nur noch an der Speisekarte, in welcher Währung man (wahrscheinlich) bezahlen wird.

NB: Außer dem DHZ Titelbild (s.o.) existieren keine analogen Aufnahmen mehr von dieser Reise. Das hat sich mit der digitalen Fotografie grundlegend geändert.

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2019 – 20 Jahre später – Lesachtal

es gibt nur ein Ziel…

Tage im Almwellness-Resort Tuffbad ****S und Wandern im Lesachtal

Kurzaufenthalt und vom Bodensee nur knapp 400km entfernt: wir sind mit Pickerl (€9,20) über die Bregenzer Autobahn und durch den Arlbergtunnel (€10) gefahren, vor Innsbruck auf die schöne Bergstrecke L182 (alte Brenner Strasse) bis zum riesigen Brenner Outlet mit interessanten und lohnenden Angeboten, haben gerne auf dem ersten Stock im

Cappuccino muss sein, sonst wird der Einkauf kein Erlebnis

TESTA ROSSA besten Espresso und Cappuccino genossen, sind danach die SS12 weiter über Sterzing bis Franzensfeste, dann die SS49 über Bruneck und Toblach weiter zur 100 nach Sillian, dort auf die 111 in das Gailtal gefahren, wo wir die vielen Windbrüche und den mächtigen Geröll Abgang mit der vom Unwetter im Herbst 2018 zerstörten Strasse bei Maria Luggau gesehen haben,

Abriss der 111 am steilen Hang 

weiter dann einspurige Umleitung (Forstwege) und ab Sankt Lorenzen den geteerten Waldweg die letzten 3km hinauf zum 1. Almwellness-Hotel Tuffbad (Ankunft ca. 16Uhr),

das TUFFBAD, fast ein Dorf

mit neuer Rezeption (u.v.a.m.) und großem DZ im Haupthaus, fast eine Mini Suite hin zur Westseite mit tollem Ausblick:

von unserem Balkon aus der morgendliche Blick

Am Nachmittag gibt es hausgebackene Kuchen oder Salatbüffet (Morende, die traditionelle Labung :-), ab 18:30 das 5-gängige Abendessen (die Auswahl ist hinab bis zu 1.000cal möglich 🙂 für uns mit Wolfsbarsch und Graf Hardegg Viognier, danach ein Ausklang auf der schönen Terrasse…

den neuen roof pool mit tollem Ausblick und chlorfreiem Quellwasser (!!!)
hatte Daniel Craig während des achtwöchigen Drehs von Spectre noch nicht genossen 😦
Abendmenü Tischdeko
kleiner Vorspeisenteller vom Büffet 🙂

Unser tägliches Programm verlief nach Plan: nach dem morgendlichen Schwimmen erfreute das opulente Frühstück, dann z.B. ein später Aufstieg bis vor die Wieseralm,

Wegweiser
Silbergestein
schon schön hier
die Natur muss jetzt viel heilen

für die Samalm war es mittlerweile zu heiß, zurück ging es über die kleine TUFFBAD Hausrunde,

das Tuffbad Hotel von der Hausrunde aus 

dann wieder Schwimmen im nagelneuen Roof Pool und ein köstliches Abendessen, als HP unbedingt empfehlenswert, mit Wildschwein Saltimbocca resp. Kartoffel Pilz Pfanne, dazu Elena Walch Pinot Grigio und lange auf der Terrasse draußen, an einem der wärmsten Abende, mit Musik vom Harmonium (Bürgermeister) und einer Harfe als Begleitinstrument, ähnlich dem Hackbrett (Lehrer) und einem Gespräch über die Musik und das Wetter bzw. dessen regionale Auswirkungen (es ist schon zu spät).

Wir sind auch nach Maria Luggau gefahren, haben dort Kloster und Kirche besucht, danach den Mühlenweg hinaufgestiegen, mit ehemals 196, heute 5 noch funktionsfähigen kleine Mühlen (alle 5 Aufnahmen mit dem iPhone6+),

vor dem Museum
die kleinste Mäusemühle
der Mühlenweg
Mühlrad betriebener Lastenaufzug

mit netter Guide (3 Monate Semesterferien mit ehrenamtlicher Tätigkeit für die Besucher), bei deftigem Regen staubfrei zurück, nachmittags den Hausweg diesmal gegen den Uhrzeigersinn, wieder ein Bad oben auf dem Dach, abends Buffet mit tollen Vorspeisen, riesiger Dorade oder T-Bone Steak und dem (vor!)letzten Viognier, zum Abschluss in der Bar: gezapftes leckeres Weizen und naturtrübes Zwickel aus der Lienzer Brauerei…

Wir fahren nach Obergail (62 Einwohner, Prozession, Tuffbad hat 5 Einwohner 🙂

rund um das Dorfkirchlein

und laufen zur Steckenalm, Buttermilch genießen

die ibs. mittags beliebte Steckenalm
mit dem Blick ins Lesachtal

und zurück ins Hotel zum gemeinsamen Brotbacken mit traditionellem Sauerteig:

alles über Sauerteig
der Brotstempel ist wichtig
glückliche Teilnehmer weil tolle Ergebnisse

und die liebe Mitarbeiterin brät morgens diese Eier:

ohne weitere Worte: Vollkornbrot, Kochschinken, Hauswurst und 2 Spiegeleier

Die heutige Mordende hingegen ist keine Gefahr für das Körpergewicht:

guten Appetit zur

Dorade kalt von gestern als Intermezzo! Das Abendessen ist wieder eine Pracht, Butt und Sauvignon von Elena Walch, ein irres Sorbet zuvor mit 9.cielo als Prosecco, alles einfach nur lecker und riesig, ein Pregler (Apfel Birne Aprikose) anstelle der Suppe war irre. Als Finale noch ein Glas Chardonnay an der Bar, denn genießen können wir beide…

Früh Aufstehen weil ab 8:30 Heimfahrt, bei stockendem Verkehr von Bruneck bis Brixen, dafür nur 6,9l/100km als bisherigem Minimalverbrauch bei 80/120 Landstrasse/Autobahn und Ankunft in Wasserburg am Bodensee gegen 17Uhr.

Was wir nicht in dem geforderten Maße getan haben, ist Wandern im naturbelassensten Tal Europas von Obertillach bis Kötschach-Mauthen, dafür sind wir morgens einfach zu spät weg und zu stark in die mittägliche Hitze gekommen und haben zudem viel zu gut und zu viel geschlemmt (Alpin Kulinarik), das allerdings auf sehr hohem Niveau und eindeutigen Bezug zu regionalen Qualitäten. 

Lesach als Name kommt aus dem Slowenischen (Les = Wald), von den ehemals dünn besiedelten oberen Waldgebieten, Tuff vom Gestein der (anerkannten Heil-) Quellen.

Quelle Lesachtal Sommer Freizeitkarte vom Tourismusverband in Liesing

Fazit  

www.almwellness.com auch last minute

www.lesachtal.com  www.slowfood-travel

+ das Haus ist superior, sehr gut durchdacht, sehr gut geführt, die Chefin ist früh die erste in der Rezeption (und putzt auch mal die großen Fenster :-), der Ehemann betreut aufmerksam die Gäste, der Service ist ausnehmend und unaufdringlich freundlich, die Stimmung untereinander sehr sozial (2 Freitage die Woche), viele Mitarbeiter sind schon lange da und wollen bleiben. Top Sauberkeit überall, gepflegte Einrichtung-en, vieles wirkt neuwertig, man grüßt und beachtet den Anderen, bietet eine 1.Klasse Küche mit vielen regionalen Produkten (d.h. Kontrolle der Qualitäten), feine regionale Weine (u.M.n. oft Faktor 2 ggü. Einzelkauf, zudem kostenfreies Quellwasser in Karaffen auch für die Zimmer), die SPA Angebote sind phänomenal, ibs. der neue Roof Pool, aber genauso das >alte< Schwimmbad im Keller samt den Schwitzgelegenheiten mit Whirlpool, das Wasser ist aus der Quelle und damit chlorfrei, für mich also ideal weil ohne Hautreizung! Idealer Ausgangspunkt für sowohl Wanderungen ab Hotel als auch kurze Ausflüge mit dem PKW und Berg- und Waldwege in der Umgebung. Wer >nur< chillen mag, kommt halt auf eine der vielen Liegen 🙂 und schwitzt in einer der vielen Saunen…

– Lüftung hörbar (was sonst), Parken von Fremdgästen im Schatten, wo Hausgäste parken sollen (P1-3), Haus WLAN kryptisch (besser meiden), A1 E gerade noch okay für WA, Bücher lohnen 🙂

iPhone 7+ / iPhone 6+  Maria Luggau Mühlenweg  keine Filter  Fast Resize 

(c) slowfoto.de

Slowfotos für die KW 32 2019

Klimaveränderungen und Umweltschäden

111 von Kartitsch nach Hermagor, hier der Hangabbruch direkt östlich von Maria Luggau

Vor über 30 Jahren bin ich schon gerne mit dem roten Leih-Motorrad HONDA XL500 aus Hermagor durch das Gailtal nach Assling im Pustertal getuckert, es war so gut wie wenig los, vor genau 20 Jahren (1999, ein Jahr vor meiner ersten digitalen Kompakten,) waren wir mit dem PKW samt roter BMW R1100 GS auf dem Anhänger erst eine Woche in Kurtatsch und danach die zweite hier in Kartitsch mit einem Reisebericht im DHZ.

Mitte und unten ist die abgegangene Strasse 111

Die Forstschäden an den Hängen und die Geröllschäden mit vollständigem Verlust (Abriss) der Gailtaler Strasse 111 im Lesachtal sind während eines furchtbaren Unwetters im vergangenen Herbst aufgetreten, die Beseitigung vom Holzbruch an Nadelbäumen wird sich noch Jahre hinziehen, auch weil Maschinen (Harvester & Co) in ausreichender Menge dies Jahr wegen der mannigfachen Schäden in ganz Österreich fehlen resp. an den extrem steilen Hängen nicht einsetzbar sind, wie unsere aktuellen Wanderungen eindrucksvoll gezeigt haben. Nach Aussagen von Einheimischen waren Unwetter noch nie so katastrophal.

Weil gut zugänglich, ein bereits vollständig geräumter Hang oberhalb 1.200müM, einer von zu vielen!
1881 bis 2018 – die jährlichen Durchschnittstemperaturen in Deutschland: ein blauer Streifen zeigt ein kühleres, ein roter ein wärmeres Jahr an – die Klimaabkommen wirken NICHT! (c) web

Irgendwo gelesen: NATURE IS NOT A PLACE TO VISIT. IT IS HOME. 

iPhone 7+  keine Filter  Fast Resize

 

(c) slowfoto.de

Slowfoto für die KW 31 2019

Rettet die Weltmeere, aber wie?

Bodensee Uferbereich als beliebter Abfallkübel: ich meine den Plastikmüll, nicht das alljährliche Treibholz, 
der hier im bearbeiteten Ausschnitt deutlich an den bunten Farben zu erkennen ist und mittlerweile auch zum Nestbau verwendet wird!

iPhone 7+  keine Filter  Fast Resize

(c) slowfoto.de

Mit dem OSMO MOBILE 2 plus iPhone fotografisch unterwegs

DJI OSMO: Tipps zur mobilen und stationären Anwendung beim Fotografieren

[DJI GO] als Film- und Foto [App], OSMO MOBILE 2 als Gimbal und ein iPhone als Aufnahmegerät bilden eine Funktionseinheit:

OSMO auf CULLMANN und NOVOFLEX (ohne iPhone, inaktiv), fürs iPhone dient ein altes Case

Man kann damit ibs. mobil Filmen und Fotografieren, bekanntermaßen auch mit dem iPhone alleine auch. Darüber hinaus kommt m.E. der stationären Verwendung, sei es auf einem Stativ oder stabilen Stand eine weitere Bedeutung zu. Weshalb also die Umstände mit dem OSMO oder besser gefragt, worin liegen die Nach- und Vorteile gegenüber der solo Verwendung des Smartphones?

17 auf einen Streich (=Stitch) – für Architektur gut geeignet

Dazu ein paar launische Gedanken:

[VIDEO] erlaubt Bildgrößen von 1280x720p HD mit 30fps, 1920x1080p HD mit 30 resp. 60fps und 3840×2160 oder 4K mit 30fps jeweils iVm. 60MB, 130 resp. 175MB und schließlich 350MB Speicherplatz pro Minute. Der etwas kleinere VIDEO Bildwinkel beträgt äquivalent 1,2fach Zoom, also etwa f34 gegenüber f28mm KBÄ und das maximale Zoomen ist auf 6x gegenüber 10x bei [FOTO] beschränkt.

OSMO bereit zur Aufnahme, das Case erleichtert die iPhone Montage für das Hochformat in Aktion

Wer also Filmen möchte, wählt die Bildgröße und fps, zwischen Hoch- und Querformat und internem oder anderem Mikrofon, in Stereo erst ab XS und XS max. Beim OSMO kann noch die Stabilisierung vom Walk Mode und Sport Mode eingestellt werden. Die Akkulaufzeit beträgt laut Bedienungsanleitung bis zu 15Std. (im ausbalancierten Stillstand, bei 2600mAh Kapazität), bei intensiver Nutzung sollten 2Std. als Maximum eingeplant werden wie auch für die Ladezeit am Adapter aus dem Zubehör.

Nanomax Tischstativ plus Novoflex 360 Gradteller plus TL-PB 10400mAh PowerBank

Ich verwende gerne für mobil eine 10400mAh Power Bank (Input 5V/2A Output 5V/1A + 5V/2A, womit Gimbal und iPhone gleichzeitig nachgeladen werden können) und für schnelles Laden das potente Stecker Netzteil vom iPad.

Einzelaufnahme Hochformat

Zum mobilen Fotografieren ist ibs. der Walk Mode von Vorteil, weil die einmal vorgegebene Ausrichtung des iPhones präzise nachverfolgt wird, wie beim bewegten Filmen eben auch, selbst bei massiver Änderung des Griffwinkels bleibt die Ausrichtung des iPhones bis hin zu den mechanischen Anschlägen erhalten. Korrekturen dieses Blickwinkels sind zudem unschwer mit dem dicken 4-Wege Knopf am Griff einzustellen. Mit etwas Übung lassen sich somit auch mobil Aufnahmen erzielen, die z.B. eine hervorragende Parallelität zum waagrechten Horizont bewahren.

>UltraWideAngle< 5 Aufnahmen gestitcht

Bei der stationären Verwendung erlaubt [PANO] gestichte, hochformatige Einzelaufnahmen: >UltraWideAngle< mit 5 Bildern (mit ca. 100 Grad), >180 Grad< mit 9 Bildern und >Panorama< mit maximal 17 Bildern (mit ca. 340 Grad), die zudem jeweils noch einzeln gespeichert werden können. Nicht zu wählen ist die Aufnahme Richtung, weil immer im Uhrzeigersinn nur bei waagrechten Panos und die sinnvollerweise im Hochformat: Man platziert das Gimbal und iPhone mit Bodenplatte oder gleich auf einem Stativ erhöht und vertikal gut eingerichtet und sieht zu, nach der Auslösung (roter Knopf) möglichst nicht auf der Aufnahme zu erscheinen, was ibs. bei 17 Aufnahmen den eigenen Fluchtraum voraussetzt :-). Auch hier ist die Parallelität zum Horizont bei sorgfältiger Positionierung gegenüber Panos >aus der Hand< augenfällig!

>180< Grad 9 Bilder gestitcht

Fazit: Wer auf Qualitätsverbesserungen hinsichtlich der Kameraführung Wert legt, kommt an der dynamischen Stabilisierung nicht vorbei, sei es beim Gehen oder ibs. in der Panoramafotografie, auch bei der Verwendung vom Zoom lassen sich auch durch den stabilen Stand relativ gute Aufnahmen mit sehr kleinem Bildwinkel erreichen, ähnliches gilt für Einzelaufnahmen mit verzögerter Auslösung (2-5-10sec):

8 Einzelaufnahme ZOOM Position min
9 Einzelaufnahme ZOOM Position max – das >Betreten verboten< Schild ist auch im nächsten Bild

Der originale quadratische Fuß mit den 4 Silikonstoppern hat für die stehende Aufbewahrung wie auch die Anwendung auf einer Tischplatte o.ä. eine Bedeutung, läßt sich aber auch anders ersetzen. Mobil kann alles Gerät (Einbein, 3-Bein Stativ) per Stativgewinde montiert werden.

>Panorama< 17 Bilder gestitcht – ganz klein halblinks mittig >Betreten verboten<

Nachteile beim Fotografieren: Panoramen immer in bester Qualität abspeichern, sonst werden sie zu sehr komprimiert, ibs. in der Höhe [dji] 705 zu 3.326 anstelle iPhones [PANO] 3.856 zu 11.616, zudem dauert die Verrechnung (Stichen) einige Sekunden, wohingegen das Pano mit der iPhone eigenen Software sofort zur Verfügung steht! Hier ist die Apple Überlegenheit augenfällig, 240 Aufnahmen in voller Größe pro Minute und bis Ende der Akku oder Speicher Kapazität (12MPI resp. 3.024 zu 4.032) sind unerreicht. Farbstiche haben mich verwundert:

der 2019er Sommer ist sehr warm, das [dji] Pano hat schon einen leichten Stich wie 8 + 9 auch 😦
den Grund dafür habe ich bisher noch nicht gefunden, Apple`s Fotos sind m.E. besser weil konstant auch in der relativ getreuen Farbwiedergabe und das ist nicht nur meine Meinung. Zudem speichert [dji] alle Aufnahmen in einem eigenen Verzeichnis, man muss also extra >in die Filmrolle< exportieren, und um Speicherplatz zu sparen, dann wiederum in diesem Verzeichnis löschen.

[PANO] ca. 200 Grad 4.002 x 16.382
Vorteile beim Fotografieren: Die Möglichkeit, mit bisher vertrauten [Apps] Fotografien oder Panoramen erstellen zu können, die letzteren auch im Hochformat, also von oben nach unten und weil stabilisiert auch umgekehrt und somit horizontal je nach Lichtsituation im und gegen den Uhrzeiger! Zoomen geht zudem wie gewohnt nur über den Bildschirm, also vor der Aufnahme! Wenn ca. 200 Grad Panos reichen, ist man so besser bedient. 340 Grad bietet, in bester Qualität abgespeichert, hingegen nur [dji], und das stationär im Hochformat und im Uhrzeigersinn.

[dji] ca. 340 Grad 4.006 x 16.376
Tipp: Üben kann man auch mit einem Handstativ wie dem NEEWER, mittlerweile mein Immerdabei 🙂

NEEWER Rückansicht
NEEWER Frontansicht

mit dem NEEWER aus der Hand und [PANO] geht es auch ganz gut, aber nicht immer top präzise
my10cents: Für den (mobilen) Filmer ist das OSMO MOBILE 2 ein Must, für den ruhigen Fotografen eine Bereicherung, wenn es um die Präzision des Kamerastandortes, vor allem bei Panoramen geht. Die fast Rundum Aufnahme aus 17 gestichten Einzelbildern ist ein Segen, egal ob im Freien oder im Raum, mit handfesten Vorteilen bei Architektur Aufnahmen. Brennweiten bedingt führen sehr nahe Distanzen zu eigenwilligen Abbildungen, also mal wieder etwas zum Spielen.

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Bücher die sich lohnen: TABU

TABUFerdinand von Schirach Roman PIPER ISBN 978-3-482-30520-4 €9,99

Boulevard du Temple by Daguerre 1838

An einem hellen Frühlingstag des jähre 1838 wurde in Paris auf dem Boulevard du Temple eine neue Wirklichkeit erschaffen. Sie veränderte das Sehen, das Wissen und die Erinnerung der Menschen. Und schließlich veränderte sie die Wahrheit.

Daguerre war ein französischer Theatermaler. Er wollte Kulissen herstellen, die aussahen wie die Wirklichkeit selbst. Durch ein Loch in einem Holzkasten ließ er Licht auf jodierte Silberplatten fallen. Quecksilberdämpfe machten sichtbar, was sich vor dem Kasten befand. Aber es dauerte lange, bis die Silbersalze reagierte: Pferde und Spaziergänger waren zu schnell, Bewegungen noch unsichtbar, das Licht gravierte nur Häuser, Bäume und Straßen auf die Platten. Daguerre hatte die Fotografie erfunden. 

Auf seinem Foto von 1838 ist in dem diffusen Schatten der Kutschen und Menschen merkwürdig deutlich ein Mann zu erkennen. Während alles um ihn rast, steht er still, die Hände auf dem Rücken verschränkt. Der Mann wußte nichts von Daguerre und seiner Erfindung, er war ein Passant, der sich die Schuhe putzen ließ. Der Apparat konnte ihn und den Schuhputzer sehen – es waren die ersten beiden Menschen auf einem Foto. Zitate immer kursiv – S. 7/8

Sebastian von Eschburg hatte oft an den bewegungslosen Mann und seinen zerfließenden Kopf gedacht. Aber erst jetzt, nachdem alles geschehen war und niemand die Dinge mehr rückgängig machen konnte, verstand er es: Dieser Mann war er selbst.   S. 8

Sebastian von Eschburg`s Leben wird vom in Berlin lebenden Autor auf 256 Seiten erzählt: Als Kind verliert er durch den Selbstmord des Vaters den Halt. Er versucht sich durch die Kunst zu retten. Er zeigt mit seinen Fotografien und Videoinstallationen, dass Wirklichkeit und Wahrheit verschiedene Dinge sind. Es geht um Schönheit, Sex und Einsamkeit… Schirach schreibt über ein aktuelles gesellschaftliches Thema, das den Leser zwingt, grundsätzliche Entscheidungen zu treffen. S. 2

Was ist Schuld?… Ich weiß es nicht… S. 122 Wahrheit und Wirklichkeit seien ganz verschiedene Dinge, so wie Recht und Moral sich unterscheiden würden. Haben Sie das nur gesagt, weil es gut klingt?… >Das Gericht ist die letzte wichtige Institution, die sich mit Wahrheit beschäftigt< – genau deshalb will ich, dass Sie mich verteidigen. S.175/176

Bei Gericht stellt man keine Fragen, deren Antwort man nicht kennt. S. 211

Was ist Schuld?… Schuld – das ist der Mensch. S. 249

Dieser (Kriminal-) Roman hat mich gefesselt, zudem war er recht schnell zu lesen. Die Streifzüge in die Fotowelt zeigen hohe Sachkenntnis.

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Bücher die sich lohnen: Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten

Qualität – Zen oder die Kunst ein Motorrad zu warten – Robert M. Pirsig                 ISBN 3-596-50156-3 Limitierte Sonderausgabe April 1999 DM 10.00

Meine Buchbesprechung von 1999 und die Ergänzung von 2019 als Versuch einer Antwort auf die Frage: S. 221 Was ist Qualität? (Zitate immer kursiv)

S. 217 Qualität ist ein Merkmal von Gedanke und Ausdruck, das durch einen dem Denken entzogenen Prozeß erkannt wird. Da Definitionen ein Ergebnis streng formaler Denkakte sind, kann man Qualität nicht definieren.

Besprechung von 1999

Es ist schon 20 Jahre her, daß ich Robert M. Pirsings Buch gelesen und besprochen habe, aufgehoben habe ich es und losgelassen hat es mich nie: 5 Jahre nach meinem Eintritt in den vermeintlichen Ruhestand, exakt 2 Monate nach Ende meiner letzten beruflichen Vertretung, mit nunmehr 70 Lebensjahren, habe ich es erneut in die Hand genommen und gerne wieder gelesen, hier deshalb noch einige Gedanken zur Ergänzung:

S.7 Was aber gut ist, Phaidros, und was nicht – müssen wir danach erst andere fragen?

Wir leben in einer aufwändig folierten Welt mit Kontroll-Siegeln für Testsieger: Keine Verkaufsverpackung ohne zig Hinweise auf die eingetütete Qualität, der Verbraucher muss schließlich informiert sein! Im Rückschluss kauft der Kunde nichts mehr, wenn er keinen entsprechende Notiz über die zu erwerbende besondere Qualität möglichst in Verbindung mit einem hohen Rabatt findet. Ist der Kunde unmündig (geworden)? Wer garantiert z.B. den unverfälschten Geschmack? Ich probiere selbst aus, am liebsten ohne vorherige Beeinflußung und treffe dann erst die Entscheidung: Qualität ist für mich die Beschreibung und Einhaltung eines technischen Herstellungsprozesses, Güte hingegen gehört zum sinnlichen Erlebnis. Und es ist gut, dass es sowas noch gibt, basta…

Ein kleiner Ausflug in die Welt der Fotografie, was ist Qualität? Fälschlicherweise wird in der Werbung die sog. Bildqualität gerne in vielen Pixel angegeben, dabei ist dies nur die Bildgröße, die für die spätere Verwendung z.B. als Printgröße Bedeutung haben kann. 

Frauenaugen beurteilen ein Bild nach dessen Aussage, und das treffenderweise innerhalb von Sekunden (Bruchteilen). Natürlich gibt es dabei Unterschiede, was man nicht kennt, erkennt man nicht. Dennoch gebe ich dem weiblichen Urteil über ein Bild den Vorzug, wir Männer bleiben viel zu gerne oder zu oft bei einem technischen Detail hängen, und wenn es nur die Frage nach der Kamera oder dem Objektiv ist, anstelle den Ausdruck einer Aufnahme zu würdigen. Wobei das technische Equipment für mich immer weniger eine Rolle spielt, wichtig ist, das die Aufnahmen dem Auge meiner Kritikerin standhalten können, und wenn sie diese liked ist es okay! Ein gutes Foto verdankt m.E. den Erfolg in der Beachtung auch vermeintlich kleinster Details, um auch nach einiger Zeit betrachtet nichts an Aussagekraft zu verlieren. Ein technisch perfektes Foto mag bis hin zu wenig Aussage haben, ein faszinierendes muss nicht zwingend technisch brilliant sein. Oder?

TABU Michael Mann (c) Ferdinand von Schirach

S. 310 Seelenfrieden ist keineswegs eine oberflächliche Erscheinung bei der technischen Arbeit. Von ihm hängt alles ab. Was ihn hervorbringt, ist gute Arbeit, und was ihn zerstört, schlechte. Die technischen Daten, die Messinstrumente, die Qualitätskontrolle, die letzte Überprüfung, das alles und Mittel zu dem Zweck, den Seelenfrieden derer zu sichern, die für die Arbeit verantwortlich sind. Was am Ende wirklich zählt, ist ihr Seelenfrieden und sonst nichts. Der Grund dafür ist, daß dieser Seelenfrieden eine Vorbedingung für die Wahrnehmung einer Qualität ist, die jenseits von romantischer Qualität und klassischer Qualität liegt, einer Qualität, die den Arbeitsvorgang ständig begleiten muß. Um zu erkennen, was gut aussieht und warum es gut aussieht, und um bei der Arbeit eins zu sein mit dieser Güte, muß man eine innere Ruhe, einen Seelenfrieden entwickeln, damit die Güte durchscheinen kann.

Umwege erhöhen die Ortskenntnis

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