FAQs: Canon EOS RP – ein ideales Arbeitsmittel?

Frage: Ist die Canon EOS RP ein ideales und zukunftsfähiges Kameramodell?

iPhone 7+ – Canon EOS RP mit EF 2 135 L ca. 1,4kg, der Vollformat Sensor sitzt vorn im Gehäuse auf der Ebene zwischen Wahlrad und EOR RP Schrift, weil der SLR-Spiegel fehlt, als Distanzausgleich zum EF Objektiv ist der Mount Adapter EF-EOS R (110g) montiert.
iPhone 7+ – die Deko Lampe ist das Objekt der Begierde für das 2 135 an den 4 Vollformaten

EOS 5D [P] EF 1:2 135mm L T 1/160 F 2.2 ISO 1.600
Canon hat sehr lange mit der spiegellosen Vollformat EOS gewartet. Kaum war 2011 die Cropformat EOS M erschienen, hatte ich blitzschnell zu dieser kleinen schwarzen sucherlosen Reise-Kamera eine Beziehung, war angetan, was die live view Bedienung und 18MPI Bildqualität betraf. Die EOS R spielte in einer anderen Preisliga, erst die RP sollte es werden. Da ich viele EF und EF-S plus Fremdgläser besitze, war ich besonders überrascht: die RP akzeptiert am Mount Adapter EF-EOS R alles, was ein EF Bajonett aufweist, falls gelistet, sogar mit zuschaltbaren Korrekturen: Ein EF-S Objektiv erbringt Bilddateien von 10,08 MPI mit 3.888 x 2.595 Bildpunkten und ein EF Objektiv von 25,96 MPI mit 6.240 x 4.160 Pixel.

EOS 5D II [P] EF 1:2 135mm L T 1/125 F 2 ISO 2.000
Das bedeutet, ein EF-S 10-22 bietet wie am Crop Sensor KBÄ 16-35mm bei macro 24cm und ein EF-S 17-85 KBÄ 27-135mm Brennweite bei macro 35cm, beide Gläser sind relativ leicht und tagsüber gut zu nutzen, das EF-S 2.8 60mm macro ergibt KBÄ 96mm. Aus analogen Zeiten habe ich noch ein EF 22-55 mit 35cm macro samt EF 55-200 mit 120cm macro als Set, also zwei noch leichtere Optiken ohne IS resp. Korrekturen, aber mit sichtbaren Kontrast Verlusten gegenüber L-Glas 😦 – deutlich besser weil korrigiert sind meine beiden führigen Oldies EF 3.5-4.5 20-30 USM macro 34cm und EF 3.5-5.6 28-135 IS USM macro 50cm als aktuell sehr preiswerte Alternativen!

RP EF-S 10-22 [Silent Modus] bei 22mm ooc außer Datenreduktion
RP EF-S 10-22 [Silent Modus] bei 10mm ooc außer Datenreduktion
RP EF-S 17-85 IS [Silent Modus] bei 33mm ooc außer Datenreduktion
RP EF-S 17-85 IS [Silent Modus] bei 85mm ooc außer Datenreduktion
Über lichtstarke EF-Festbrennweiten >1.4 freut man sich nicht nur abends, das EF 2.8 16-35 L II Zoom finde ich noch handlich, ein 2.8 24-70 nutze ich wegen vorhandener lichtstärkeren Festbrennweiten (1.8 28 – 2 35 – 1.4 50 – 1.8 85 – 2 135 – 2.8 200mm) nicht und das EF 2.8 70-200 mit oder ohne IS ist mir zu auffällig resp. zu schwer. Unterwegs nehme ich gerne die kleinen EF 4 24-105 L IS bzw. EF 70-300 DO IS, auch mal mit KENKO 1.4 Extender resp. das leichte EF 4 70-200 L IS mit dem EF 1.4 Konverter.

EOS 6D [P] EF 1:2 135mm L T 1/125 F 2 ISO 1.250
Die EOS RP ist ein unauffälliges und leises Arbeitstier, mit kurzer Brennweite auch aus der Hüfte verwendbar oder präzise über den Klappspiegel, und sehr guten Bildergebnissen bis hin zu ISO 40.000 mit der Möglichkeit, die Empfindlichkeit per [4Nachtaufnahme ohne Stativ] plus kamerainterner Verrechnung zu halbieren, wenn man die Zeit dafür hat. Die kabelgebunden Steuerung über EOS Utility3 lässt keine Wünsche mehr offen und ist zudem per BT und mit dem iPhone möglich.

EOS RP [P] EF 1:2 135mm L T 1/60 F 2 ISO 800
Objektive sind als lichtschwächere Massenware relativ billig und reichen für Schönwetteraufnahmen völlig: >ne 125stel und Blende 8, wenn die Sonne lacht, sagte mein Vater zu analogen Zeiten! Lichtstarke Gläser und ibs. Zoome kosten richtig Geld, aber neue Gehäuse auch. Mit der RP hat CANON die zweite spiegellose VF Kamera auf den Markt gebracht, die den 14fps Sport- oder dSLR Studiofotografen sicher weniger interessiert, jedem Engagierten hingegen viele vorteilhafte Neuerungen für unterwegs und bei wenig Licht bietet, wenn man bereit ist, mit dem elektronischen Info-Sucher zu leben: ich habe ihn bisher konsequent abgelehnt, nutze ihn nunmehr mit einem lächelnden Auge 🙂 – ebenfalls bemerkenswert: der sehr gute kleine rückseitige Klapp TFT lässt sogar 10-fache Kontroll-Vergrößerungen zu, ersetzt aber keinen großen farbtreuen 27er in der finalen Beurteilung. Die Verwendung von EF und EF-S Objektiven mit entsprechenden Sensorgrößen ist neu, die programmierbare Ausstattung bis hin zum lautlosen Betrieb auch, der Fokus für meine slowfoto-grafischen Bedürfnisse ausreichend schnell, der elektronische Sucher ibs. bei Dunkelheit ein Segen.

Frontansicht

my10cents

Leicht hat es der Starter mit folgenden mir gut bekannten Gehäusen

  1. EOS M – aktuell als M100
  2. EOS 40D oder eine jüngere schnelle Crop mit 7fps
  3. EOS 6D
  4. EOS RP

Tipp

Man kauft neu oder alt, gut oder gebraucht bei www.asgoodasnew.com oder nutzt den freundlichen Fachhändler mit kompetenter Beratung resp. der Möglichkeit von Testaufnahmen bzw. Inzahlungnahmen, mein regionaler Ringfoto Händler in Friedrichshafen ist www.speth24.de.

NB

Alle vergleichenden EOS 5D 5D II 6D und RP Aufnahmen der Glühlampe sind mit [P] erstellt, zudem ooc außer 1:1 Crop, die 3:4 jedoch mit dem iPhone 7+. Die präzise Spiegelung der Heizdrähte ibs. im oberen und unteren Bereich der Glühlampe zeigt bei 10-facher Vergrößerung die enorme Überlegenheit der RP. Den lautesten Spiegelschlag hat die 5D resp. 5D II, die 6D ist leise wie eine Crop und die RP auf Wunsch (fast) unhörbar, der Verschluss extrem weich. Mit dem Extension Grip ist der Halt mit 5 Fingern der rechten Hand und damit eine enorme Sicherheit bei schwerem Glas gegeben.

iPhone 7+ – RP (562g) mit Extension Grip (85g) – die aufgeräumte Rückseite wie bei der EOS M

Fazit

Schon nach wenigen Wochen möchte ich die vermeintlich schlichte EOS RP ibs. mit leichten lichtstarken Festbrennweiten oder L-Objektiven nicht mehr vermissen, also auch mit auf die Insel nehmen, nutze aber die EOS 6D wegen des optischen Suchers ebenfalls gerne und das iPhone 7+ weiterhin konsequent weil immer dabei. Fasziniert bin ich vom Sensor, der ibs. Unterschiede der angedockten Objektive hochpräzise abbildet, wozu sich die Kontrolle mit 10-facher Vergrößerung auf dem kameraeigenen TFT eignet.

 

Canon EOS RP  >start with the beginning<

NB Alle meine Einstellungen und Informationen sind sorgfältig erarbeitet und mehrfach geprüft, aber ohne irgendwelche Garantien oder Gewähr. 

RP erste Schritte

RP Einstellungen

(c) slowfoto.de

Slowfotos für die KW 42 2019

AKW Leibstadt

Das auf der linken Rheinseite, gegenüber von Waldshut Dogern, in der Schweiz gelegene AKW erzeugt 1/6 der eidgenössischen Stromproduktion, die Schweiz exportiert 1/6 des inländischen Stroms. Interessant wie immer sind die Störfälle. 

Gerechterweise muss gesagt werden, dass die Schweiz (wie auch Schweden in CO2 kritischer Hinsicht) in anderen Bereichen energetisch vorbildlich handelt, ibs. im zu 95% elektrifizierten Schienenverkehr, während der deutsche Südwesten noch bedieselt wird: Eins ist sicher, die Kinder san dran

iPhone 7+  keine Filter  Image Converter

(c) slowfoto.de

Eine kulinarische Reise mit dem Wohnmobil bis in den Süden von Montenegro

Endlich wieder Süden: > you are wellcome – thank you <

Dank zurück

Vorgeschichte: 1968 sind wir 5 Klassenkameraden Alfred Kunz, Hans Martini, Roland Sigel, Anton Stöckl und ich nach bestandenem Abitur im neuem VW Bus als Leihstellung des gütigen Vaters Sigel plus Zelt nach Jugoslawien gefahren, bis hinunter zum Skutari See, über Sarajevo zurück nach Prag und nach der ersten Nacht dort wegen der Okkupation am 21. August zurück über Wien nach Donauwörth. 2009 fuhren wir (Jutta und ich) zu zweit mit einem gemieteten Ford Wohnmobil durch Istrien, danach noch einmal mit einem Miet-WoMo nach Dubrovnik und weitere Male mit dem PKW in kroatische und slowenische Städte in Hotels und auf kroatische Campingplätze zum Leben im und vor dem stationären Mobilhome, und seit 2014 mit eigenem WoMo FIAT Laika Ecovip 309 mit mittlerweile knapp 45tkm!

on the road again

2019 haben wir uns 4 mediterrane Wochen im Spätsommer vorgenommen, ob wir wie 1968 bis nach Albanien kommen steht dabei auf einem anderen Blatt, Literatur und dicke Reiseführer aus dem Michael Müller Verlag sind jedenfalls vorhanden.

Sella Pass
Pordoi Pass
Canazei ist mittlerweile und richtigerweise klar in der Ansage
riesige Windbruch Areale

Tag 01 4Uhr aufstehen, ab 6Uhr über die Autobahn mit GoBox (€75 nachladen) bis Innsbruck und die alte schöne Brennerstrasse bis zum Outlet und dort auf die italienische Autobahn bis Clausen, hinauf zum Sella Joch und als Dreingabe noch über den Pordoi Pass, mit riesigen Windbrüchen in den nadeligen Monokulturen über viele Kilometer nach der Abfahrt, die Schäden im Lesachtal sind minimal dagegen. Wir landen nach 11 Stunden und über 500km auf dem vorausgesuchten www.campingallagodilago.it bei Fratta auf einem vom Ehepaar geführten großen Platz mit modernem Sanitätsgebäude, strenger Organisation mit ca. 10-facher Trennung vom Abfall und riesigem Ristorante (se vende) direkt am Ufer.

lago di lago von der Terrasse aus
so werden quengelnde Kinder quietsch leise 🙂
Abendsonne auf dem lago di lago
der CP vom Steg aus

Tag 02 Die Ruhe hier auf dem Platz ist klasse weil wenig los und die Lage schon schön ist, machen wir auf Tipp von Nachbarn die sich lohnende See Runde, die erste Besiedlung war 4.500 (Neolithik) bzw. 2.300 (Bronzezeit) v.Chr. als Ausgrabung im Kanal zwischen beiden Seen festzumachen. Bei Hochwasser liegt der Seespiegel auch etwas 2m höher, deswegen wurde der kleine Boots-Kanal zwischen beiden Seen zum Abflusskanal erweitert, um Überschwemmungen der Agrarflächen zu vermeiden, das hat wohl nicht ganz geklappt.

platzsparendes Parken
Uferbereiche, gegenüber liegt der CP mit dem großen Restaurant

Das örtliche Lokal als Tipp der Chefin hat 2 Tage geschlossen, im Festzelt auf dem CP ist wenig los, weil nur Sonntags geöffnet. Es ist herrlich warm im Schatten, die Sonne hat viel Kraft, das ist >Das Leben im Gras< wie wir es mögen! Später kommen noch kleine Räucherkerzen aus dem Fichtelgebirge dazu, wegen der Mücken, was prächtig hilft! Wir gehen früh und ohne Glotze schlafen, wie fast die gesamte Zeit, solange wir warme Abende draußen verbringen können.

Tag 03 7Uhr scheint schon die Sonne bei 20 in/out, frische feuchte Luft, kein Staub, schon schön hier, heute Nacht allerdings mit viel Verkehr auf der gegenüber liegenden Straße. Die Klofrau grüßt freundlich bon giorno, man kennt sich ja seit gestern… Die nächste Route ist bis www.rivijera-opatija.hr gecheckt, Google hat gestern besser geholfen als beide Navis!

Park ähnlicher CP nahe Opatja, begehrt und mit Investitionsstau
Roko Nr.1
Blick in die verglaste Küche
Schinken at its best
Meeresfrüchte
Seeteufel Wok
so sieht der Seeteufel innen aus
einfach ein must
abendlicher Spaziergang

Ab 10 Uhr geht die Schranke auf, mit Frischwasser fahren wir los, 220km z.T. auf einspuriger Autobahn, ein Einkauf im ipercoop in Porderone und ab durch Slowenien eine neue Strecke bis Opatija, zum Natur CP mit Bäumen, Terrassen und Stromboxen und kleinem Sanitärhaus, dafür schön über Icici gelegen, mit Busanschluss in beide Richtungen, wir nutzen die nach Opatija, essen hervorragenden Seeteufel Wok im www.roko-opatija.com/ – vom Roko gibt es 3, das alte mehr italienisch angehauchte, wo der Pharmakologe Sternbach Valium zusammenbaute, links davon das unsere neue und ganz rechts Eis und Pasta für die Youngster. Die Pracht Villen Promenade ist k.u.k. aber die Zeiten sind vorbei, heute promeniert der people wie wir, je näher der Strand, desto intensiver das Achselspray und der Fritteusen Duft. Mit dem Bus 23 hin und zurück (je 23 Kn), uns erwarten 29/27 Grad in/out , dazu noch zu viele kleine Stechmücken: Das Leben ist schön!

Tag 04 Sonne ab 8Uhr, die nahe Straße ist belebt, der Platz aktuell ruhig: 145 Parzellen sind es hier in Opatija, WLAN 1+2 ist langsam bis still, falls voll belegt stehen nur je 4 WC und 4 Duschen für je Männlein und Weiblein zur Verfügung, zu oft ohne Papier und mit Wasser Sequenzen von ca. 20sec, unpräzise regulier- und die Türen nicht abschließbar. Okay, begehrt weil Konsum, Ort und Strand je 3min. entfernt sind, also ideal für viele Badegäste weil >nur< €33pd. Die weitere Infrastruktur ist alt oder nicht vorhanden, Geschirrspülen mit kaltem Wasser! Wir suchen nach etwas mehr an Komfort…

Blick aus dem Restaurant
Chef und Chefin vom Najade
Blick in die Küche
Goldbrasse
filetiert
schwarzes Risotto
Gemüse gegrillt
es ist angerichtet
Palatschinken
Terrasse

Nach späten Frühstück laufen wir los, entlang am Ufer die herrliche Promenade nach Lovran, vorbei an der einst bedeutenden Werft hier in Icici, an vielen Hotelstränden, die gegen Gebühr für Tagesgäste zu nutzen sind, alle anderen langen Felsenstrände sind kostenfrei und z.T. idyllisch gelegen, entsprechend die Nutzung. In Lovran besuchen wir die kleine runde Altstadt und besuchen das Restaurant Najade  – Goldbrasse mit schwarzem Risotto und Grillgemüse, dazu Wein von von Krauthaker aus Slavonien, wir meinen einer der besten weil frischesten Fische seit langer Zeit. Zurück im Hafen von Icici gibt es teure Yachten und nebenan ein Bier mitten im Trubel der Badegäste 🙂

Sibenik`s Schildkröten Brunnen
Blick von der Festung Hl. Michael aus
auf die Altstadt und die Kathedrale mit dem Marmordach
hinab in die Altstadt
die hoch gelegene Festung St. Ivan
Pano
Freilichtbühne in der Festung des Hl. Michael
Bistro
Regieplatz
Auditorium
Kathedrale Sankt Jacob
Restaurator hinter Vorhang
innen

Tag 05 7Uhr Sonne 27/26 in/out, wir fahren nach SibenikAb gegen 9Uhr auf die N8, weil früh los ist wenig los, die Uhren drehen hier langsamer, wir kommen gut voran, die Straße ist super ausgebaut und naturschön oft ganz an der Küste, mit vielen Parkbuchten samt Abgang zum Mittelmeer für ein Bad. Die letzten 70 von igs. 320km fahren wir eine fast leere Autobahn für prohibitive €10 Maut! Unser Navi fährt die letzten km falsch, www.solaris.hr als fast vollständig bebaute Landzunge 6km südlich von Sibenik mit Busanbindung und komplettem Ferienangebot finden wir dennoch, einchecken in 5min, man spricht deutsch und die hinterste Stellreihe der A-Plätze für €45pd bietet alles in der Nähe, auch einen Supermarkt, die Waschmaschine wird sofort für Kleidung genutzt und die Leine aufgespannt!

CP Solaris vorn am Ufer

Direkt am Wasser ist es viel wuseliger aber schön, eine große Marina ist Richtung Norden, dann folgt der CP plus anschließendem Hotel- und Appartement Komplex samt Pizza Resto direkt am Pool für die Hotelgäste, wohl abends auch mit live Musik, die wir leise bis zum WoMo gehört haben, wir saßen lange davor, Jutta meint der klimatisch bisher schönste Abend, der Platz 231 ist üppig bemessen, nur die Laternen und manche Bäume stehen zum Rangieren ungünstig und sind abends unbeleuchtet. Dafür radeln Jung und wer auch immer ohne Licht und schnell, man muss sich wundern dass nicht viel passiert, bis 23Uhr gibt es auch PKW Verkehr. Die großzügigen sanitären Anlagen sind ständig von Frauen gepflegt, die Mülltrennung möglich und selten benutzt, weil überall große Tonnen stehen, die grünen Beete beackern Männer. Okay, eine organisierte Großanlage halt, wie man sie im ehemaligen Kommunismus oft findet, vor Jahren komplett ausgebaut, nur der Kiefer (Pinien-?) Wald steht noch und spendet Schatten.

keine DIN Installationen, aber alles gut erreichbar

Tag 06 ab 7Uhr klappern die Nachbarn vor der Heimreise, mit 20 Grad war die nächtliche Temperatur angenehm. Betten abziehen, Duschen und eine zweite große Waschmaschine läuft bis 9Uhr. Vor 11 zum Bus, das Taxi fragt ob Kn50 okay für sofort, 400.000km Opel Großkombi 11J alt, zurück sind wir mit demselben, der Fahrer hat uns in der Stadt wieder gefunden, nach einem kurzen Einkauf. Wir besichtigen erst die Festung des hl. Michael mit der Konzertbühne, Bryan Ferry und Gibonni waren hier, freuen uns über Architektur und Aussicht, besuchen die Kathedrale Sankt Jacob mit dem Marmordach, genießen nach dem Altstadt Rundgang in der Konoba www.nostalgia-sibenik.hr super Salat und leckeres Hühnchen Risotto und kommen bei 33Grad wieder auf den Platz zurück. Im Ort gibt es hässliche Hochbauten aus der kommunistischen Zeit, in der Altstadt oft einen Renovierungsstau seit Jahrzehnten und zu viele Touriläden wie überall, Sibenik hat dafür bedeutende Kulturschaffende (Tesla Maglite u.v.a.m.), schon früher wurde wohl auch das Klima als angenehm empfunden.

Nostalgia
klasse Salat mit Speck
Hühnchen Risotto
die Berühmtheiten
von Sibenik
idyllischer Rebhain
auf alt hergerichtet
wie der moderne Holzsegler vom Solaris

Zurück auf dem Platz drehen wir noch die Runde bis zum südlichen Ende, mit der Marina, dem hölzernen Segelschiff, etlichen Grills und Restaurants, einer kleinen Einkaufsmeile (Kitsch) und dem alten Dorf, das erhalten zum riesigen Ethno Restaurant umgebaut wurde, nur den angedeuteten Tunfisch in Scheibe für 85Kn gibt es nur als Gericht für 300Kn, alle Preise scheinen überteuert, selbst ein 0,5er gezapftes Bier an der offenen Bar für 28Kn hat uns abgeschreckt. Vor dem WoMo beschließen wir den morgigen Tag samt Abfahrt.

Auf der Terrasse des Rozak Restaurants: Tunfisch gegrillt, Kartoffel und Mangold, das kroatische Trio für 110Kn
Baden auf der Landzunge Rozak
Abendstimmung 
vor Sonnenuntergang
und
danach

Tag 07 7Uhr aufstehen, 24 in/out bewölkt, die Sonne ist noch nicht da! Los gegen 9Uhr, zur Waschanlage (Kn120) super sauber weil hand wash, kurz vor 12Uhr treffen wir im www.camp-rozac.hr ein, finden schnell einen Platz auf der Landzunge mit Blick auf die Werft und den 21m hohen Berg der Insel Ciovo vor der Brücke zu Trogir, die Insel hat eine Vergangenheit als Quarantäne, heute ist sie Zuflucht für das Wochenende der Trogir und Besucher. Wir machen die Halbinselrunde, essen früh abends auf der Hochterrasse des CP Lokals Tunfisch mit Mangold-Kartoffeln, trinken ein Karlo an der Bar mit herrlichem Blick nach Süd-Westen und verbringen den Abend mit Sonnenuntergang.

zu Fuß nach Trogir
zur Kathedrale
mit der berühmten Eingangspforte
von innen
Blick zum Altarraum
mit dem berühmten Chorgestül, wer es hierhin geschafft hat war wer

Tag 08 7:30 28/28 die Nächte werden immer wärmer. Wir wollen zu Fuß nach Trogir, nehmen den >shortcut< durch das Kaff und kommen an der Brücke an, schlendern durch die 100% touristische Altstadt, besichtigen die Laurenzius Kathedrale mit Portal und Chorgestühl und den bunten Markt, auch zum Einkauf, die freundlichen Marktfrauen helfen fleißig!

Kathedrale am Hauptplatz
Leinen los
früher
und heute
und immer noch populär
Weinkarte
Piccolo Ponte
und tollen Ambiente
mit riesigem Sonnenschirm
Tuben aller Art mit schwarzem Risotto

Ein weiterer Schlenker führt zur Picollo Ponte Grill-Pizza mit riesigem Außenschirm, es gibt Calamares mit schwarzem Risotto, dazu eine Cuvée Krauthaker rosé, herrlich weil nicht geplant aber gerne genossen. Mit dem Taxiboot von der Festung zurück zum Platz (KN20 15min),

zurück
geht
es
per Taxiboot
vorbei an der Werft
und am CP

die Wärme im WoMo erreicht mit 46Grad den Gipfel und wir gehen gegen 18Uhr Baden mit einem Karlo direkt danach, mit Salz auf der Haut, danach ein kleines Abendessen mit ein paar Nachaufnahmen und ein weiterer Rundgang auf der CP-Halbinsel und ab in die Heia bei offenen Fenstern in der Küche und über meinem Bett 🙂

Tag 09 22/22 also deutliche 6Grad kühler als gestern, heute geht es 30km weiter zum www.campingsplit.com – der CP hier liegt schön, wir stehen gegenüber Sanitär und direkt am Müll, wieder einmal zentral! Jedenfalls waren bisher alle Plätze auf irgendeine Art gut, es ist schon toll immer nach 2 Nächten zu wechseln, man sieht unendlich viel und genau darauf kommt es an: Wenn wir das so noch ein paar Jahre genießen können…

und ein Besucher auf unserem Platz

Frühstück gegen Mittag >in the open air< – danach Ruhe, Jutta sucht in den Reiseführern Montenegro und Albanien die Fortsetzung unserer Reise, nachdem sie auch die lange Rückreise durch Kroatien erwägt hat. Das touristisch wirtschaftliche Umdenken ist bereits erfolgt, auch bei den Kroaten: Balkan beginnt erst später, hier gibt es praktisch identische Speisekarten mit preislich ebensolchen Angeboten und damit zu findenden Unterschieden in der Qualität, von Hochpreis Palästen abgesehen, kann man immer noch frischen Fisch und Gemüse in sehr guter Qualität genießen, und das zu deutlich günstigeren Preisen als zuhause.

Abends an der Bar

Wir laufen zur Bar auf ein PAN Bier, dunkler und malziger, schauen den Badenden zu, es gibt auffällig viele junge Frauen mit zigXL Merkmalen, schon gewaltig zumal im Bikini, da fehlt dann nur noch der leptosome Partner nebenan 🙂 Schön ist, der Badestrand ist zum Dorf hin offen, also für alle zu nutzen!

vom CP über den Strand in den Ort

Im Dorf ist wenig los, wir finden eine Bäckerei und kaufen frische, herbe Käsetorte und Brot und essen die Torte sofort, später dann noch den Oktobussalat mit einem Glas Wein.

Split – früher saßen die Römer hier im Diocletian Palast

heute laufen Touristen
durch historische Gassen
oder auf der Suche
nach Brot und mehr
wie Pizzen, auch geschnitten
…da war noch was? Hohe Schuhe 🙂

Tag 10 7Uhr 24/24 ist scheint etwas angenehmer zu werden. Früh los mit Bus 60 nach Split (50Kn hin+zurück ca. je 10km), Bus- und Wochenmarkt liegen nebeneinander und der Diokletianpalast folgt, prallevoll mit Touris in Gruppen und solo, Bar an Bar und Lokal an Lokal, klasse die Bäckereien mit auch Konditorbackwerk, alles zum günstigen Preis und ohne Zuckerguss obenauf. Wir lassen uns gezielt treiben, vermeiden schließlich den hochpreisigen Tipp Portofino und schauen in den Jupiter Tempel mit der Sparbüchse. Ich finde noch einen rosé High Heels wie in Dubrovnik vor vielen Jahren,

darf ihn sogar probieren (irre, war gestern geöffnet worden und schön kalt), vom Markt nehmen wir gezielt mit und werden heute Abend draußen eine Pfanne mit Gemüse anbraten. Wir tauschen uns aus über Camping-Plätze mit den Nachbarn aus Österreich (Pössl, seit Jahrzehnten Camper bis Griechenland wie dies Jahr wieder), genießen die Ratatouille Pfanne samt Gravesina und beobachten das Wetterleuchten. In der Nacht fängt es an zu regnen

Naturgarage
Variante X Frischfisch
Grillgemüse, Bratkartoffeln, da wurde was verwechselt 🙂
herrliche Roséweine

Tag 11 und hört nicht mehr auf, zudem gibt es gewaltige Blitze und Donner, einer direkt über uns, glücklicherweise ist das Licht nicht ausgefallen: 23/21 in/out um 7:30 mit Nieselregen, Tisch und Stühle sind nass. Heute geht es die N8 220km weiter bis südlich von Dubrovnik zum www.campingkate.com bei Sauwetter, dafür über eine herrliche Straße, die alleine schon die Reise wert ist, wir kennen sie von früheren Fahrten und erkennen vieles wieder, auch die Wartezeiten bei Neum, aktuell ohne Kontrollen sondern Durchwinken. Der CP Kate liegt zentral im für die Quellen berühmten Ort Mlini in einer parkähnlichen Parzelle, man kann viele Treppen hinabsteigen bis zur schönen Uferpromenade, wir essen im Bistro Bar G frischen Seebarsch mit Gemüse und einem Rosé Milicic Plava, den gab es früher nur als Roten, das 0,5er Bier liegt hier schon bei 40Kn. Langsam laufen wir zurück und genießen draußen vor dem WoMo St. Heels Rosé wie vor 8? Jahren auf dem CP Solitude nördlich von Dubrovnik… es windet stark, wir räumen mal lieber alles rein,

mit dem Taxiboot Katamaran
zur Altstadt Halbinsel
in den Hafen
hier beginnt diesmal unser Rundgang
entlang der Befestigungen
die Strickerinnen waren auch schon hier
Blick vom Süden auf den Hafen der Altstadt
und das Modell der Altstadt
und hier vom Standpunkt rechts unten außen auf dem Modell oben
die Gedenktafel vom Beschuss durch die serbisch montenegrische Armee (nie vergessen)

Tag 12 der Sturm wird stärker in der Nacht, ich schließe das Küchenfenster und reduziere die Dachluken und nehme Ohrenstöpsel, Jutta findet unsere Schlappen auf der anderen Seite des WoMos. Wäsche waschen ist wegen trocknen auf der Leine Fehlanzeige, dafür funzt WIFI, es kann alles so einfach sein ohne Anmeldung! Wir schippern bei super Wetter und nach opulentem Frühstück draußen mit den Katamaran (€23 beide hin+zurück) nach Dubrovnik Hafen,

die beliebte Mainrooad
mit vielen Kitschläden
das bemerkenswerte Kapaun Restaurant mit tollem Mittagstisch
Tunfisch auf Salat
Meeresfrüchte
langsam geht es zurück
zum Hafen
und zum Idyll des Kate
Campingplatzes

sehen die Villa von Tito samt Nebengebäuden als militärisch abgesperrtes Gelände, heute offen, drei teils zerstörte Beton- und ein altes denkmalgeschütztes 5 Sterne Luxushotel, alles begehbar und besucht, was wir später zu Fuß auf der Rückfahrt noch nachholen, fahren in die im Süden der Stadt gelegene Marina ein, drehen Runden ibs. in weniger besuchten Bereichen und erkennen viel wieder, finden im Bistro www.restaurantkopun.com (Kapaun) eine lecker leichte Mittagkarte, essen Tunfisch+Salat und Risotto mit vielen Meeresfrüchten, echt klasse und keinesfalls überteuert, als Maximum fanden wir woanders auch Kn50 für 0,5 gezapftes Bier, wir zahlten hier 40 wie gestern, auch viel aber die Altstadt Mieten sind sicher noch höher. Auch die Rückfahrt per Boot lohnt, unser Platz füllt sich langsam mit Belgiern und Polen und vielen anderen Nationen, die oft noch weiter nach Süden wollen. Wir überlegen: weiter fahren oder zurück, muss Montenegro sein wegen der sich später als übertrieben herausstellenden Warnung von Auswärtigen Amt oder was? Ich muss die Sache in Ruhe überschlafen. Der Tag heute war jedenfalls grandios.

das Restaurant vom CP Safaribeach mit der montenegrisch hellsten Sonne, die wir erlebt haben
einsames Pflänzchen am Kilometer langen schwarzen Lava Sandstrand
Strandsofa orientalisch
Baden und mehr an der Mittelmeerküste
Foto Session für eine türkische Hochzeit
Freiluft Duschen, wenn zu viel Sand oder Salz auf der Haut
Abendstimmung
vor dem WoMo
mit Blick auf den Sandstrand
durch die spärlichen Tamarisken
und eine gute
Nacht am Safaribeach

Tag 13 6Uhr wecken, wir duschen früh und fahren nach Montenegros Süden, die Kontrolle vom Personalausweis samt grüner Karte ist problemlos, der Verkehr deutlich rauer, die Polizeipräsens höher, die Fahrt ohne Fähre über Kotor richtig schön, alles reichlich zugemüllt (wie später in BiH auch), wir kommen im CP www.safaribeach.me in Ulcinij kurz vor Albanien an, sind mal in der 1. Reihe am heißen >schwarzen Sandstrand< und essen mittags frischen Tagesfisch (€10) samt gezapftem Bier (0,5 €2,5), die €Preise sind deutlich günstiger als in Kroatien (73Kn = €10), der Platz hingegen €28pd.

Frischfisch, Kartoffeln und Mangold auch hier
plus Grillpaprika mit reichlich Knoblauch

und laufen nachmittags am Strand zu der vermeintlich großen und lauten muslimischen Hochzeit mit nur kleinem Shooting am Strand und abseits wohl wegen der pikanten Komplimente des Ehemannes – denn am Bekleidungsstrand läuft die gewaltige Party Box mit entweder männlicher oder weiblicher Stimme oder gemeinsam zu laut dudelt aber das stört nicht beim Rauchen, ob vermummt oder nicht. Die Bikini Größen wachsen in noch nie gesehene Größen, schwangere, stillende Mütter haben viele Kinder, wenn es hier richtig voll ist wie bis Ende August, dann gute Nacht! Wir laufen zurück und essen draußen vor der Laika mit Blick auf die untergehende Sonne, ein herrlicher Abend plus Stromausfall samt Notstromaggregat (Diesel, öfters Inn Betrieb) und mehr, zwei magere Straßenhunde streunen hier mit sehnsüchtigen Blicken nach Futter herum, die Hunde bellen oft… gute Nacht, am Strand wird noch per Taschenlampe aufgeräumt.

Ulcinij – der begehrte Badeort zu Fuß
der kleine aber in der Saison völlig überfüllte ebenfalls schwarze Sandstrand
Monument mit tollem Ausblick
Blick über den in der Saison überfüllten Strand
und auf die Altstadt
vor der Partymeile
direkt am Strand, tagsüber ruhig und
nachts bis morgens halt Freiluft Party (ohne uns)
Aufstieg in die Altstadt
z.T. unbewohnt
und oft begehrenswert (ohne PKW!)
mit Blick auf den kleinen Hafen

Tag 14 23 in/out um 8Uhr, noch ist der Himmel bedeckt. WLAN funzt nur bei Blickkontakt zum Restaurant, alle Händyfans nutzen also den Platz hinter den WoMos, wir zahlen dennoch €23 für 3 Tage an Vodafone trotz Flugmodus. Offensichtlich wird der Strand gekehrt, jedenfalls ist dort viel los bis die Gäste dann zum (Nach-) Mittag kommen. Wir nehmen ein Taxi nach Ulcinij Oberstadt (7€), denn die 6km gestrige Fahrstraße entlang mögen wir nicht laufen. Die Stadt ist so vermüllt wie das Land, igs. aber quirlig, es gibt unzählige kleine Läden. Wir laufen im Bogen hinunter, dann am Sandstrand entlang zum kleinen Hafen bis hoch in die Altstadt, wählen schließlich das älteste weil seit 1984 von der Familie betriebene www.restaurant-teuta.com mit schnellem 5G WIFI (ob das stimmt?),

seit 1984
Terrasse mit Ausblick auf Ulcinij
klasse Tunfisch Carpaccio
Butt at its best
filetiert
knackige Gemüse
frisches Pesto aus Knoblauch und Petersilie mit Olivenöl – ein neues Rezept!
türkischer Mokka mit Raki
das Lokal von unten inmitten von vielen Konkurrenten

er fängt die Fische, sie kocht, der Sohn holt die Gäste rein und serviert, wir hatten frischen Heilbutt, dazu mit lächelnder Kritik an Mangold auf Salzkartoffeln ohne weitere Rückfrage gratinierte Kartoffeln und ebensolch knackiges Gemüse, zuvor ein Tunfisch Carpaccio at it`s best mit dunklem von der Chefin gebackenem Brot, einen hiesigen Plantaze Sauvignon plus türkischem Mokka und zwei Raki vom Haus, ein abgegriffenes Heftchen aus der guten alten Zeit auf deutsch, ein paar launische Bemerkungen weil seit dem Krieg 1981 Neckermann und TUI Gäste fehlen (hier immer voll Deutsche) und dann plötzlich 1,4kg anstelle ca. 1kg beim Butt und eine handgeschriebene Rechnung! Das Problem ist anders, unten in der Kurve mit den vielen Badenden gibt es alles an Snacks ab €3,50 und kein Mensch schlappt den Berg hoch bis zur letzten Terrasse, auch wenn dort die Küche exzellent ist, selbst die Einheimischen trinken hier nur ein Bier oder Kaffee und essen nichts! Man muss sich anpassen und neu orientieren, aber nicht jammern. Wieder unten wollten wir die Moschee besuchen, meine Frage nach der Kleiderordnung wurde spröde beantwortet: das ist eine Moschee aber unsere Kleidung entsprach der Schautafel, also sind wir gegangen, verfolgt von dem unfreundlichen Alten bis in einen Laden – wir gönnten uns nach dem Einkauf eine Taxirückfahrt als Stadtrundfahrt von unten mit Unterhaltung auf broken english aber gut!

Disko nachmittags am Safaribeach: Sänger mit Service
fast alleine der Unterhalter,
Voll-Bad mit Schwimmflügeln

Der Nachmittag bringt einen Strandspaziergang zur open-air Orient-Disko, heute mit Tastaturen (nur rechte Hand), alles weitere Konserve und einem Sänger, der jeden Gast mit Handschlag begrüßt, so auch uns, und mit der Blonden vom Service ein gemeinsames Ständchen bringt, ununterbrochen singt und herumläuft, die Musik war gut, Orient wurde mit East und softem Rock geboten, das Händy war Teleprompter, die live Darbietung den geringen Bieraufpreis wert (0,33 2,70€), Gezapftes nebenbei in der ausliegenden Preisliste nicht aufgeführt, ein Schelm wer… mein jordanischer Nachbar im evangelischen Studentenwohnheim Marburg 1970 hat auch Bier und Wein weil Alkohol abgelehnt und zu jeder Gelegenheit Whisky gemocht, der sich in seinem Mund zu Wasser verwandelt hat. Der Abend war wieder vor dem WoMo, mit Blick auf den Sonnenuntergang und das Meer, wir verlängern um einen dritten Tag, moin gibt es Wäsche und faulen, Sonntag haben die Supermärkte offen und wir können einkaufen und für €1,21/l Diesel volltanken und dann wieder in Österreich günstig auffüllen. Mittlerweile hat sich der Platz, ibs. die erste Reihe voll gefüllt, viele dicke WoMos sind im Bulk gekommen und feiern Geburtstag.

Tag 15 7:00 aufstehen, wir duschen sehr früh, es donnert laut, der Regen hat Omis schon erreicht und uns auch ab 9:00 als Landregen, anstelle 13Uhr wie der Wetterbericht sagt, wir räumen alles ein, bauen Frontmaske und Wäscheleine ab und es gießt um 9:15 wie aus Kübeln, das Gewitter ist da, okay als Oberwäsche für das WoMo! Während die Wäsche wäscht, kommt es zum Stromausfall, der beim anschließenden Trockner zum Totalausfall führt. Unsere Nachbarn sind schon blitzschnell geflüchtet. Es regnet immer wieder in Schüben, in einer Pause holt Jutta verzweifelt die nasse Wäsche, der Trockner hat nachgearbeitet, die Wäsche ist fast trocken und die Sonne kommt periodisch durch, der Platz ist 10:40 auffallend ruhig. Es wird noch ein schöner Tag? Jutta zahlt €28pd in der ersten Reihe und das ohne Rechnung, auf Nachfrage nur ein handgeschriebenes Zettelchen. Nachbaren wollen bei nur 5 Wochen Zeit noch bis nach Griechenland, sie sind normalerweise April bis Juni und September bis Oktober unterwegs! Danach erst mal Frühstück im Freien bei stark aufgekommener Sonne und 28/25 in out, also Sommer auf den großen Balkon. Später ein großer Spaziergang am Strand, überall wird aufgeräumt, die Saison nähert sich dem Ende, die Gäste werden weniger.

das erste etwas trockene Rasnici, also auch das letzte
stormy evening für die Hochzeitsgäste
sehr ruhig verlaufende zweite Hochzeit

Um 18Uhr gehen wir hier ins Restaurant essen, für eine Hochzeitsgesellschaft ist eingedeckt, eine Band fängt an zu üben, später dann viel Umtrieb, auf dem Hochzeitstisch wickeln fremde Eltern ihr Kind, die Brautleute werden mit allem Brimborium am Ufer bedacht, allein zwei Quadcopter kreisen, LED Kreuz mit Schaltungen und Blitzanlage stehen am Ufer, das Wetterleuchten lässt die Blitze klein ausschauen, die Band beginnt soft mit akustischer Gitarre und Solostimme der Sängerin, erst viel später spielt die Band wohl Eigenkompositionen mit Gesang, alles unspektakulär, außer zig bettelnden wilden Hunden und Katzen nichts los. Ein Wiener Ehepaar isst am Nachbartisch, ein Gespräch ergibt sich, wir erfahren, das ein 6Personen Mobilhome mit 3 Schlafzimmern aktuell bei €50 liegt, die Tochter mit Enkel ist bei ihnen, sie haben offensichtlich viel Zeit und sitzen noch lange, nachdem wir gegangen sind. Wir genießen den letzten Abend vor dem WoMo, duschen und gehen schlafen.

die regen Fähren anstelle Kotor wie bei der Hinfahrt ersparen über 30min Fahrzeit je nach Verkehr
zurück auf dem CP Kate in Dubrovnik

Tag 16 22/21 in/out 7Uhr, wir fahren heute 150km zurück zum CP Kate, vorher Einkauf und Fähre, später Tanken. Die Straßen sind zum Teil recht schlecht in der Oberfläche, so dass sich die Geschwindigkeitsbegrenzungen mühelos einhalten lassen. Im Einmündungs- oder Kreuzungsbereich, auch z.B. bei der Fähren Auf- resp. Abfahrt gibt es unliebsame Drängler, denen durchgezogene Linien oder keine Sicht zum Überholen egal sind. Wir warten an der Grenze, Kontrolle wie bei der Einfahrt mit Registrierung aber ohne Probleme, die beiden Kroatinnen waren zudem ausgesprochen gut aussehend. Wir kommen kurz nach 12Uhr auf dem CP Kate an und nehmen Platz 35, mit Blick zum Meer. Wir frühstücken in the open air und laufen zur Kupari Bucht mit den Hotels aus der Jugoslawien Zeit, die Zementruinen rund um das denkmalgeschützte zentrale 5-Sterne Hotel, schon gespenstig was die Besatzungsarmee hinterlassen hat, zumal reger Badebetrieb am Ufer herrscht und eine kleine Café-Bar betrieben wird, deshalb ohne weitere Kommentare:   Zurück gehen wir in die Konoba https://www.lanterna-mlini.hr und essen Anchovis Carpaccio auf Salat und gegrillten Frischfisch auf Gemüsen von sehr guter Qualität, sitzen gegenüber auf der Hafenbank, mit Blick auf das Mittelmeer sitzen wir noch neben dem WoMo, räumen alles weg und das ist richtig so, denn in der Nacht beginnt starker Regen:

Tag 17. und 7Uhr morgens ist es 23/21 in/out bei super Luft. Mostar oder nicht?

auf dem Weg nach Mostar durch Bosnien und Herzegovina BiH
Blick von der Höhe
resp. auf die Müll Ablagerungen überall an den Strassen
in Mostar auf dem Campanile Parkplatz, Einschüsse an den Gebäuden hinten
und dem Bazaar bis zur Brücke
Blick von oben
und nach Osten
und von unten
springt er?
ein Schal für die Mutter
Umleitung durch das fruchtbare Neretva Delta

Hinter Kupari sind wir rechts ab nach Bosnien und Herzegovina (BiH), über eine Karst ähnliche Gebirgsstrecke fast ohne Gegen- resp. Verkehr, dafür mit Unmengen Müll entlang der Straßenränder und geballt an Parkbuchten, es geht rund 100km Richtung Mostar, dann wird die Piste gut 2-spurig und der Verkehr nimmt zu. Wir parken am Glockenturm (Campanile) für €5pd, gehen durch den bunten Bazar Souvenirs made in china / italy bis zur Brücke, warten ob der Badehosenmann um 12Uhr springt oder nicht! Die an der Ampelschlange bettelnde junge Frau mit den Kleinkind auf dem Arm mampft Fastfood und bettelt uns dabei wieder an. Wir essen Brot, Käse und Salami, fahren zurück mit einem Schlenker durch das Neretva Tal (Umwege erhöhen die Ortskenntnis) und brettern 40km Autobahn bis zur Abfahrt Makarska, checken auf den Terrassenplatz 105 des angeblich schönsten https://campriviera.com und installieren uns, während der Holperstrecke heute morgen ist wohl wegen Übernutzung des Federweges einiges abgeklappert (Keile, Nespresso, Sitzmöbel, Staubsauger), hoffentlich ist nichts kaputt gegangen! Hohe Pinien 27/25 in/out Schatten, der war Tag bisher ein top Erlebnis mit Mostar und Starkregen, zumindest untenrum ist die Laika mal wieder regenbedingt sauber-er, nun geht es ins badende Vorzeigestädtchen, wir finden die Jadrolinija Anlagestelle für Sumarin, wir nutzten damals Split nach Supetar genutzt haben,

suchen das älteste Restaurant Hrpina (Mauern ca. 400, Deckenbalken 200J alt) mit dem wohl besten Fisch und Steak Angebot und genießen Ceviche, griechischen Salat, irren Tunfisch vom Grill mit Pfeffersauce und Rosé und den Abend vor dem WoMo, unten ist die Partymeile der Stadt noch zu hören, da wollen wir morgen hin.

Tag 18. 8Uhr 20/19 in/out Handwäsche und mehr, so ein Lappen steckt schließlich auch den Nachbarn an! Frühstück spät und draußen, das Leben ist schön und wir machen uns auf den Weg entlang dem Badeufer, bewundern die vielen Cafés, Imbisse, Kneipen, Restaurants, Verkaufsstände und mehr, laufen zur restaurierten St. Peterskirche oben auf dem Ende der Landzunge, weiter zum Hafen und zur Altstadt und zum herrlichen Panoramaweg oberhalb der Steilküste und zurück. Ein kurzer Abstecher in das hier an erster Stelle genannte Susvid gegen 15Uhr, leider ein mittlerer und teurer Reinfall, nicht empfehlenswert!

Zurück zum WoMo noch ein Brot mit Ajvar gegen das Aufstoßen, Rosengarten als Sonnenuntergang in den gewaltigen Abhängen zur Stadt, ein weiterer abendlicher Rundgang am Wasser und etwas Ruhe vor dem WoMo genießen, trotz der Größe des Platzes:

Tag 19. 21/20 in/out, wir fahren heute weiter nach Vodice, einen kleineren Ort mit Hafen oberhalb von Sibenik, durch Omis (für uns heute grottig, wir waren früher einmal hier) und per Abkürzung durchs karge Hinterland zum Autocamp Imperial Vodice www.imperial.riviera.hr einem leicht in die Jahre gekommenen Platz mit öffentlichem Zugang zum Meer und Checkkarte für das Sanitär Rondell. Wir checken ein und haben ein tolles Frühstück so bis gegen 15:00.

von der gestrigen Wanderung mitgebracht
Hotel in Schiffsbauweise in Vodice

Der Spaziergang am Badestrand in die Altstadt zeigte Ähnlichkeiten mit Makarskar, ohne deren Größe zu erreichen, halt 1b aber nicht ohne Reiz: Ein Hotel ist einem Kreuzfahrtschiff nachgebaut, tastes differ. Ein Bier in der dem CP assoziierten Havannabar bei Musik von Gibonni&Co, danach Paprikagemüse aus der Pfanne, plus dunklem Vollkorn Kastenbrot von Kaufland (endlich was gutes) plus einem irren www.arman.hr Chardonnay, das muss wohl der Nachbar des von uns besuchten Franc Arman in Istrien sein. Schön an unserer Beziehung ist, wir können super planen und dabei fast identisch genießen 🙂

Konoba Korat
mit Holzgrill
Tuna die x-te
Ambiente

Tag 20. Jutta beklagt einige Gebrauchsspuren am WoMo im 6. Jahr der Nutzung, zugegeben einige stammen von mir: 6,99m sind schon mal recht lange und 2,30m mit den Spiegeln arg breit 😦 Das Wetter wird super sonnig, Grillen zirpen, wir frühstücken Obstteller mit super Früchten, die wir zuhause aus z.B. Spanien nicht bekommen. Wir essen spät im Freien mit Boquerones und Gurken Tomaten Salat und einem Krauthaker Rosé, wir beobachten einen Brandeinsatz mit 2 Löschflugzeugen, die Wasser im 10sec Flug schöpfen, ca. 15 Einsätze, finden ein Lokal mit Grill im Freien Konoba Korat, fragen nach Schwertfisch, es gibt Tuna Steaks (115), Grillgemüse (35), Kartoffelsalat und süßen Malvazia von Vina Laguna (200), die Chefin im Service hatte vom Wein keine Ahnung, leider. Wir gehen früh schlafen.

weiter auf der N8
mit Aussicht

Tag 21. 21/20 in/out, nach 24Uhr ging hier eine Gruppe fröhlicher und lauter Einheimischer vorbei, mit diesem Stellplatz haben wir was falsch gewählt, gegenüber die hoteleigene Tennisanlage bis nach 21Uhr und direkt am Durchgang, der von Allen und vor allen den motorisierten Zweiradfahrern zum Strand genutzt wird. Wegen der teils offenen Türen hatten wir Stechmücken, die uns geärgert haben, jetzt sind diese im Akku-Dyson, wir duschen und fahren gegen 8:30 (gerne) los, und trudeln nach nur 40km im

CP Soline, hier die tagsüber fast leere Partymeile mit Parken (im Rücken der Aufnahme)

www.campsoline.com ein, einem riesigen CP mit allem (Partymeile usw. 22-5Uhr) und tollen Plätzen unter riesigen alten Pinien (202) und vielen D-Kennzeichen, aber auch H, NL, S u.v.a.m. Wir frühstücken draußen, klappern am Nachmittag die Küste ab (Karlo 15KN) und bereiten abends die Hühnerbrüste (der Nachbarhund bekommt feine Reste) und einen tollen Salat zu, dazu 2016 Arman Chardonnay und 2018 CO Malvazia istarska, zwei absolut super Weine! Zum Abend gibt es lautes (mobiles?) Remi-Demi auf der Partymeile, nachts ist es erst nach 2Uhr ruhig (Ohrenstöpsel!), die freundlichen Vor-Abiturienten aus Regensburg sind nach der Woche mit dem Bus zurück, Sanitär ist wieder frei, war wohl ihr Aufenthalt für den Nachmittag! 

Tag 22. 8Uhr 22/23 in/out, Brot geholt, Chemi WC wie täglich geleert (Arbeitsteilung 🙂 die Sonne ist schon da, ein ausgedehntes Frühstück bis 13:30 und später geht es ins Städtchen, das quirlt! Abends dann früh in die Heia…

Kaufland mit irrem Angebot, oft ein riesiges Einkaufszentrum

Tag 23. Crikvenica wartet in 220km auf uns, Jutta hat gestern schon bezahlt, es geht früh los, Kaufland und Plodice werden aufgesucht, die Uferstrecke 8 ist kurvig und wunderschön, Sonntags leider mit zu vielen Motorradrasern, wir finden Platz 11 auf dem mit Terrassen angelegten kampselce@jadran-crikvenica.hr nahe am Wasser und gehen ins Städtchen Selce und essen in der Konoba Riva lecker und günstig: für 2 Personen den Fischer Vorspeisenteller mit Käse & Schinken, Sardellen und Oktobus Salat, frischem Krautsalat, mit kleinen Krabben gefüllten Kalamares auf gegrilltem Gemüse, Seebarsch Filets auf festem Mangold, wir laufen zurück und verbringen den Vor+Abend im für mich zu kalten Mittelmeer und auf dem Platz, wir gehen rein und schlafen.

Riva
alt und gemütlich
2P Fischerteller
frischer Krautsalat
Frischfisch
Tuben
mit Krabbenfüllung

Tag 24. 7Uhr 19 in/out also frisch, die Sonne ist schon da: Wir frühstücken leckeren Obstteller und machen uns auf zu Fuß nach Crikvenica, so um 5km auf der Strandpromenade entlang, bis zum zentralen Busbahnhof, wir kaufen Obst, Jutta ruft den CP Falken in Lienz an (okay), morgen geht es noch zum letzten Supermarkteinkauf und dann 335km nach Norden über den Plöckenpass, wie vor 10 Jahren mit dem dicken Ford 3,8t mit 163PS!

immer wieder gerne gefahren: Plöckenpass

Tag 25. 6Uhr Wecken bei 19 in/out, herrliche Stille über dem Platz, tolle frische Luft vom Meer her, eine Idylle. Wir fahren um 8:30 zum Supermarkt, Jutta kauft feine Weine, weiter die N8 nach Rijeka, Autobahn bis Rupa, durch Slowenien bis Kozina, durch Triest und per Autobahn nach Udine, Tolmezzo und den Plöckenpass wie vergangenes Jahr auch nur in der Richtung wie vor 10 Jahren mit dem Ford nach Obertrauburg und Lienz, dort handwash für die Laika (endlich) und zum CP Falken:

CP Falken Lient hat gut vorgesorgt

Abendessen im Badwirt auch wie letztes Jahr und einen finalen Stadtbummel plus Wein vor dem WoMo, es wird früh kalt und zum ersten Mal haben wir eine Jacke an!

der rechte Weg
der Weg der Bäume
mit präzisen Erklärungen
direkt an der Isel

Tag 27. 14/12 in/out der Sommer ist nur noch tagsüber da. Wir gehen nach Lienz, laufen ab der polytechnischen Uni mit 6 Studenten den Baumpfad an der Isel mit vielen Hinweisen bezüglich der Neuanpflanzungen, essen super beim Kirchenwirt wie im Vorjahr: Salat mit Backhuhn resp. Fisch, Kürbisrisotto und gegrillten Wolfsbarschfilet mit Gemüse:

Kirchenwirt
Eingang
Gartenzaun
Fisch an Salat
Huhn an Salat
Kürbisrisotto
Fisch aus Austria
homemade
After Table

sind vor 17Uhr zurück auf dem CP, es ist noch warm und trocken trotz 30% Regenerwartung, vielleicht der schönste letzte Tag 🙂 Vinschgauer light mit Rohschinken samt Malvasia von Aman, ein super Essen aber drinnen zum 1. Mal, dazu Glotze und früh ins Bett, morgen fahren wir nach Sterzing:

Tag 28. 15/12 in/out 7Uhr Ankunft 12Uhr auf dem www.camping-gilfenklamm.com nahe Sterzing, mit dem Bus 319 in die Stadt, Einkauf im www.mair-mair.it wie vor ca. 20 Jahren vor einem Aufenthalt im SchwarzAdlerTurm Hotel in Kurtatsch und zurück zum CP.

28 Tage mit 13 CP und ca. 3.000 km Strecke mit 9,8l D auf 100km, reizvolle Straßen, unzählige Eindrücke, angenehm warmes Klima, alle Mahlzeiten draußen außer abends ab dem vorletzten Tag, die Reise war toll und für uns voller Erkenntnisse und Reize. Wir werden uns in Zukunft vielleicht auf weniger km beschränken, gezielt mehr Fahrrad Touren einplanen und länger auf den Plätzen bleiben. Istrien ist wie das nördliche Italien wohl überfüllt, Nordkroatien toll, Osttirol wie Lienz ein Kleinod, Frankreich und Spanien müssen es für uns nicht mehr als Reiseländer sein, die Kostenfalle Autobahn in Österreich lässt sich gut umgehen (GoBox nur für Lindau-Bregenz), Slowenien sowieso (Bergstrecke), kleine Strecken in Italien und Kroatien muss man in Kauf nehmen. Bei der Laika verwöhnen mittlerweile die Fahreigenschaften, die Einrichtung ist trotz nur 7m Länge für 2 Personen gut akzeptabel, wenn wir viel Zeit im Freien verbringen können!  

Tage 29. Rückfahrt über Fernpass und die Autobahn Kempten Lindau

rechts die Zugspitze
die Laika in der Großgarage

Fazit: Es gibt noch viel, was uns zusagt, überall in Kroatien kann man anhalten und baden resp. in Städten an den Badestrand und dort laufen, die Preise für 0,5 gezapftes Bier liegen um Kn20, für Kn100 gibt es Tellergerichte, 73Kn sind €10. Die weitgehend unberührte Natur mit Mischbewuchs ist schön, die Pinienhaine am Meer sind es auch, es findet sich auffallend wenig Müll, Zigarettenkippen kommen oft in die Schachtel, man räumt auf, ärmliche gekleidete Radfahrer mit blauen Ikea-Taschen suchen Plastikflaschen (Pfand? muss sein!), die Supermärkte sind gewaltig oder ausreichend, die Fischqualitäten der guten Restaurants frisch bei moderaten Preisen (okay es wir viel gefangen bei kurzen Transportwegen), wir essen fast kein Fleisch und kaum Wurst, heimische Käse sind vielfältiger und sehr gut, das Brot leider schlabberig. Die guten Olivenöle kosten, gebraten wird mit anderen. Auffallend die Steigerung im Weinangebot samt erfreulichem Niveau, kein Wunder bei den Temperaturen. Der Service ist wie der Strassenverkehr gelassen und  aufmerksam verständnisvoll, bravo! Wenn man nicht gerade einen Touriladen erwischt hat, sind die Küchenleistungen auf erfreulichem Niveau, gute Restaurants finden sich eher abseits mit hohen Qualitäten, das gilt aber woanders genauso. 

Kultur kostet Eintritt wegen Restaurierungen, die bemerkenswert sind. 4G ist praktisch überall, davon träumt die BRD, auch wenn der Bauer 5G bis zur letzten Milchkanne wählt, wir schauen kein SAT TV mehr und sitzen abends lieber draußen. Kurz, der Mai oder September sind unsere Reisemonate. Die 2-Tage Trips sind halbwegs mühelos, wir sehen irre viel und immer wieder was Neues, english reicht ibs. bei der jungen Bevölkerung, selbst der Zöllner fragt bei der Einreise von BiH nach >something to declare< nö haben wir nicht! Ein ähnliches Wohlgefühl habe ich vielleicht in Südösterreich resp. Italien empfunden, in Frankreich bis Spanien nicht wirklich oft. Südportugal im Februar-März ist wieder was anderes, angenehmer, aber mit dem WoMo zu weit entfernt, zu teuer über die Autobahnen und bei steigenden Spritpreisen wird sich noch mehr regeln. U.M.n. ist Kroatien jedenfalls auf einem guten Weg, gelassener Straßenverkehr und weitgehend Umwelt bewusstes Verhalten, die Mülltrennung sollte noch besser werden. Mal sehen was wird.

Schön an unserer Beziehung ist, wir können super planen und dabei fast identisch genießen 🙂

NB: alle Aufnahmen mit dem iPhone 7+ sind unbearbeitet außer Datenreduktion

Während der Reise habe ich parallel zum iPhone 7+ mit einer CANON EOS RP fotografiert, deren Aufnahmen finden sich ggf. auch zum Vergleich hier unterhalb meiner Tipps zu den Einstellungen für die RP.

© www. s l o w f o t o .de

Erste Schritte mit der Canon EOS RP

Ein paar launische Bemerkungen zur neuen Canon EOS RP

Vorweg: Wer sich nicht mit vielfältigen Voreinstellungen und technischen Parametern auseinander setzen mag, ist mit einem iPhone+ (6+ ff) letztlich einfacher bedient und zudem schneller, ich ziehe mein nicht mehr ganz aktuelles 12MPI iPhone 7+ in vielen [App] induzierten Situationen vor, ibs. mit den beiden f28/56mm KBÄ Objektiven!

7+  20:39 2,3MB  f4mm (28mm KBÄ)  F1.8  1/4s 

Canons neue zweite spiegellose Vollformat Systemkamera EOS RP ist ebenso wie das iPhone keine optische Kamera mehr, lässt außer den neuen R-Objektiven mit dem Mount Adapter EF-EOS R alles aber an EF und EF-S Objektiven (mit nunmehr 11MPI Aufnahmen) zu, sogar für mein ältestes EF 20-35mm 1:3.5-4.5 ist eine Verzeichnungs- und Vignettierungskorrektur vorhanden, für das etwas jüngere EF 22-55 allerdings nicht, für das EF-S 2.5 60mm macro sogar eine digitale Objektivoptimierung wie für das EF 4 70-200mm L IS auch. Von den neuen R Objektiven interessiert mich das 24-240er Zoom als ohne Adapter immer drauf, es steht aktuell noch nicht zur Verfügung und einem Kauf würde zudem ein ausführlicher Test hinsichtlich Abbildungsleistung und Handling vorausgehen.

RP  20:40  6,2MB  f28mm  F1.8  1/60s ISO 3200

Die RP verfolgt konsequent die Linie der EOS M mit Touch Bedienung, bietet dazu den dreh- und klappbaren Bildschirm und einen fest eingebauten elektronischen Sucher, beide mit vielfältigen Informationsmöglichkeiten. Zudem ist das große Programmwahlrad mit der neuen Einstellung [Fv] ausgestattet, die Parameter Belichtungszeit, Blende, Belichtungskorrektur und ISO können hier einzeln und in Abhängigkeit der jeweiligen Priorität zueinander geändert werden, im Grund eine erweiterte und variable [P]rogrammautomatik. Die [SCN] Programme sind aus der EOS 6D bekannt und werden deshalb nicht weiter besprochen wie auch [A/P/Tv/Av/B/C1-C3/Film], ebenso 4K Video mit allen Nachteilen wie Erwärmung und Speicherplatz. Für Clips ziehe ich das iPhone auf dem DJ OSMO Gimbal oder die EOS M mit dem stabilisierten EF-M 11-22 IS samt Stereoton vor.

Was spricht für die vollformatige EOS RP? Die Baugröße unterbietet jede VF dSLR, aber nicht die EOS M 😦  in die Handtasche passt sie ibs. mit dem langen 24-105 oder einem EF resp. EF-S dank >20mm Mount Adapter dennoch nicht, die Auswahl an Objektiven ist dafür nahezu unüberschaubar, was den männlichen Nutzer sicherlich sehr freut 🙂 🙂 🙂  Die Geschwindigkeit mit 4/5fps ist wenig sportlich, die Bildqualität nach dem Hangeln durch die vielen Menü Einstellungen untadelig. In Händen von Smartphone Nutzern oder bei low-light Umgebung (Abend) ist das [A]utomatik Programm ein Segen, genau wie bei der EOS 6D, nur jetzt bis hin zu ISO 40.000 und das ist schon eine Ansage für den availible light Fan! Weshalb ich über Blitzverwendung wenig sagen mag und das schon seit langer Zeit…

Beim Autofokus habe ich, wie bei der EOS 6D auch, nur Einzel-AF (d.h. ein etwas größeres grünes Kästchen, nicht den Spot weil deutlich langsamer) und Gesichtsnachverfolgung (blaues Kästchen) ausgewählt und beide zum Wechsel in den weißen Programmen auf die M-Fn Taste gelegt. In den Automatik-Programmen kommen, im Gegensatz zur dSLR, alle auf dem Sensor liegenden AF-Messpunkte zum Einsatz, bei Gesichtserkennung auch nachgeführt und werden in der/den jeweiligen Ebene/n grün markiert angezeigt, so dass der Schärfenbereich zu erahnen ist, grau wäre unscharf, das kannte ich bisher noch nicht. Der AF ist schnell und präzise, die EOS 1D Boliden mit bis 10fps sind noch präziser und schneller, wie das kleine zentrale AF-Feld (Kreuzsensor) der 5DII oder 6D auch. M.E. verführt die RP nicht zu schnellen Serien, ibs. wenn die Rückschauzeit auf >2sec< oder >4-6-8sec< resp. >Halten< zur Kontrolle der Aufnahme eingestellt ist, im Grunde geht es in Richtung slowfoto-grafie 🙂 Wer es wie ich mag, stellt die Rückschau auf >Aus< und nutzt nur bei Bedarf die Wiedergabetaste, man kann alternativ aber auch per halbgedrücktem Auslöser jederzeit die Rückschau umgehend abbrechen! Die Frame Rate für den Sucher habe ich auf flüssig gestellt, um das Ruckeln bei der Motiv Komposition zu unterbinden, was etwas mehr Strom verbraucht, ein 2. Akku ist immer dabei. Mit einem USB auf USB 3.0 Type-C Kabel (z.B. ANSMANN) kann man nicht nur den Akku LP E-17 in der Kamera (nach) laden, was am fähigen AC-DC Koppler oder Tank funktioniert, sondern auch die Aufnahmen von der Karte auf den Rechner kopieren. Leider funktioniert bei mir (wie mit der EOS M auch) EOS Utility als kabelgebundene Fernsteuerung noch nicht, ich bleibe da am Suchen 😦

Zum Fotografieren selbst bleibt zu sagen, ich habe sowohl die für die Umgebung nervige AF-Licht Unterstützung als auch die Rückschau ausgeschaltet und wähle sie, falls sofort nötig per [->] Taste, dann eben gerne auch 10-fach vergrößert per [5Punkt] Taste (die liegt unter der [*] Taste für die AE Speicherung) plus dem senkrechten vorderen Wahlrad für Verkleinerung; die Infotaste ermöglicht zudem den Blick in das Histogramm und die Parameter, was immer eine eingehende Unterbrechung beim Fotografieren bedeutet. Für lautlose Aufnahmen dient der [SCN] Modus mit ausgeschalteten Tönen. Mir genügt zudem ein 3er Gitterraster anstelle der mittig farbig und fett platzierten Waage, dazu die kleine Anzeige von Programm Zeit Blende -3/+3 ISO Bildanzahl und Akku Ladung im eSucher unten.

Unbeschwert loslegen funktioniert sehr gut mit dem grünen [A]utomatik Programm, für alle anderen sollten die Zusammenhänge zwischen Autofokus, Belichtungszeit, Blende, ISO Empfindlichkeit und deren Korrekturen als Voreinstellung geläufig sein, dazu eine kleine Tabelle, v bedeutet senkrechtes Stellrad vorn, h waagrechtes hinten neben der Lock-Taste, beide zur manuellen Korrektur wählbar:

[A] Belichtungszeit T Blende F -3-0-+3 ISO ++ halt auto
[Fv] Tv per h <-> Av per h <->      / per h <-> ++ wählbar
[P] T per v <-> F per h <-> auto bewährt
[Tv] T per v <-> F per h <-> auto mobil
[Av] T per v <-> F per h <-> auto offen-zu
[M] T per v F per h <-> auto ++ Mond
[B] Bulb on off F per h <->      / 400

 

* Bei wenig Licht (Abend) nehme ich gerne das [A]utoprogramm und konzentriere mich auf das, was der situationsbedingt variierende AF so alles vorschlägt.

* Für Tagesaufnahmen oder speziell korrigierende Bedürfnisse ist das neue [Fv] ideal, da es per veränderbarer ISO Werte sofort ersichtliche Belichtungsänderungen aufzeigt. Man kann für dichtere Farben die EV auf -1/3 stellen.

* Das [M]eister Programm lässt noch mehr Änderungen zu und per LiveView sind diese prima zu beurteilen, ggf. gleich vom Stativ aus (z.B. Mond).

Hat der eSucher gegenüber der SLR Optik deutlich sichtbare optische Nachteile (>Mäusekino<), so spielt er seine informativen Vorteile aus, weil jegliche Änderung eines Parameters live angezeigt und damit zu kontrollieren ist, die dSLR kann das zwar über live-view auch, die Spiegellose hingegen – auch am Auge – viel besser!

Fazit: Wer nur Wert darauf legt, zu sehen was er bekommt (wysiwyg), ist m.E. mit einem Händy ab dem iPhone 6+ (8MPI) resp. 7+ (12MPI) letztlich einfacher, leichter und schneller bedient, mit allen [APP] Vorteilen und den Einschränkungen bezüglich der Brennweite, dafür ist der große Händy Kontrollbildschirm einfach nur besser geeignet und sicherer zu bedienen! Wer gerne optisch zoomen mag oder Objektive wechseln will, kann mit der RP ebenfalls im [A]utoprogramm flott und unbelastet fotografieren. Wer gerne Parameter einstellt und Menues versteht, findet in den Programmautomatiken ein umfangreiches Angebot. Die zudem ständig wachsende ISO Fähigkeit (hier bis ca. 40.000) ist bei low-light ein willkommener Faktor. Alles hat eben 2 oder noch viel mehr Seiten – my10cents

Vergleich: In Waldshut Tiengen, Autokennzeichen WT, findet alljährlich im August die Chilbi statt, wir waren zur Theater Aufführung dieser Kerb auf der Kaiserstrasse in der schönen Altstadt, die Aufnahmen sind ab 21:03 innerhalb von 11 min. entstanden, erst mit der RP und dem EF 2.0 35mm im Aufnahmemodus [A] im 2:3 Format, dann unverzüglich mit dem 7+ im Aufnahmemodus [Kamera] im 3:4 Format, so dass ein direkter Vergleich der Leistung beider Kameras möglich ist.

Mein aktueller Bildstil [Natürlich 0 2 2 1 1 0] kann noch Änderungen erfahren 🙂

wird fortgesetzt 🙂

WT Chilbi 1 RP 21:03

WT Chilbi 2 RP 21:05
WT Chilbi 3 RP 21:07
WT Chilbi 4 RP 21:13
WT Chilbi 5 RP 21:14
WT Chilbi 1 7+ 21:03
WT Chilbi 2 7+ 21:05
WT Chilbi 3 7+ 21:07
WT Chilbi 4 7+ 21:13
WT Chilbi 5 7+ 21:14

EOS RP – iPhone 7+ – keine Filter – Image Converter (Datenreduktion)

(c) slowfoto.de

Slowfotos für die KW 34 2019

Umwelt weiter…

Engerling Vielfraß
befallener nach Süden gerichteter Hang
aus der Nähe

Einige Tage in Gaschurn im Montafon, auf 1.000 müM, bis heuer gab es hier Niedertemperatur bedingt keine Maikäfer, dies Jahr wegen der Wärme erstmalig zu viele, die Brut im Boden der Weidewiesen frisst den Hang braun, die Landwirte haben keine Chance, Futtergras für die Tiere zu mähen geschweige denn die Tiere auf die Weide zu lassen. DonaldT, was meinst Du dazu, wenn es Dein Grundstück wäre?

iPhone 7+ – keine Filter Fast Resize

(c) slowfoto.de

Slowfoto für die KW 33 2019

Bilder, die sich lohnen

Fotografie >Das Geheimnis der Wälder< Fotografie Laila Pregizer Bodypainting Jörg Düsterwald

Eriskirch, die Gemeinde am Bodensee mit dem naturschönen Ried und den Iriswiesen, hat eine weitere Attraktion: Vom Naturschutzzentrum im Bahnhof aus können 19 großflächige Fotografien (Metamorphosen) bewundert werden, die im Freien aufgestellt Natur und darin positionierte bemalte (bodypainting) >Verschwundene Körper< zeigen. Der Rundgang ist etwa 2-3km lang und mit Leichtigkeit abzulaufen, weil ebenerdig. Wir waren auf unseren vielen zu Fuß Wegen zufälligerweise vorbeigekommen und haben beim zweiten Anlauf mit Zeit die Exponate einfach nur genossen, hingehen und -sehen lohnt 🙂 Das Geheimnis der Wälder ist eine unserer farblich favorisierten Aufnahmen, nicht zuletzt auch wegen der zufälligerweise nebenan liegenden Birkenäste…

iPhone 7+  keine Filter  Fast Resize

(c) slowfoto.de

1999 Kurtatsch und Kartitsch + 2019 Gailtal und Lesachtal

1999 Von Kurtatsch nach Kartitsch – Eine kulinarische Alpentour

DHZ Titel 08/09 von 1999 – leider existiert nur noch der Text des Reiseberichtes

Vor fast zehn Jahren (d.h. 1989) war eine etwa einwöchige Alpentour in vier Etappen (Bodensee, Südtirol, Osttirol, Bayern) mit motorradfahrenden zahn+medizinischen Freunden geplant, die sich auch aufgrund der zu unterschiedlichen jeweiligen Terminpläne nie realisieren sollte.

Zwei Wochen in diesem Sommer (1999, damit ein Jahr vor meiner ersten digitalen Kompakten) waren dazu bestimmt, die wesentlichen Teile der ehemaligen Tour, ergänzt durch weitere stille highlights, endlich wahr werden zu lassen. Im Gegensatz zu der damaligen Idee, alle Strecken mit dem Motorrad zu fahren, haben wir die An- und Rückreise per Auto mit Hänger (Golf 4 TDI, ca. 2000 km mit 5,9 l D Verbrauch) bewältigt und auf diese Weise nur die Sahnestücke gemeinsam per Motorrad (BMW R 1100 GS, ca. 1800 km mit 5,5 l Sbf Verbrauch) absolviert.

Wie aus dem Titel ersichtlich, haben wir „nur“ zwei Regionen bevorzugt ausgewählt, befahren und zwischendurch bewandert. Durch viele Aufenthalte aus vergangenen drei Jahrzehnten sind uns beide Gegenden recht gut vertraut. Auch schien uns die Kombination des italienischen Süd- mit dem österreichischen Osttirol trotz oder gerade wegen der massentouristischen Komponente reizvoll, weil es für den Ortskundigen recht einfach ist, neben dem Gewühle stets ein stilles Plätzchen zum Genießen ohne allzuviele Kennzeichen D zu finden:

Unser erstes Etappenziel war deshalb das Schwarz-Adler Turm Hotel, Kirchgasse 2, I-39040 KURTATSCH (0039 0471 8806 T 00 F 01, http://www.TURMHOTEL.IT) mitten in CORTACCIA, einem kleinen und eher verschlafenen Weinort südlich von KALTERN und TRAMIN, etwas erhöht und westseitig über dem Etschtal gelegen.

Das Haus ist uns seit 1993 und damit einem Jahr nach der Eröffnung bekannt. Von Arnold POMELLA, dessen Bruder Manfred und seiner Frau Sonja geführt, gehört dieses familiäre Hotel (24 Zimmer von 20-60 qm) für uns zu den best-buy Angeboten, weil der Gegenwert für den Einsatz (ab €51/60 ÜF/HP) nicht nur reell, sondern in Hinblick auf die großartige Architektur in dieser Hanglage (Ambiente, Garten, Pool, Tiefgarage) und vor allem liebenswert bezüglich der abendlichen Küche ist, in der sich das Team von Claudio MARCOMIN einmal in der Woche mit Hubert URSCH abwechselt. Kennen Sie täglich variierende Frühstücksbufetts?

So wurde unser morgendlich geäußerter Wusch nach >keinem Fleisch< allabendlich mit geänderter Fisch-Gangwahl im jedesmal bemerkenswertem Menue erfüllt. Hausgäste berichteten, daß sie zusammengezählt mittlerweile bereits mehr als 365 Tage…und somit nicht nur einen dicken Ordner der Menuevorschläge gesammelt haben.

Die Weinkarte ist ebenso interessant wie die Generalkarte dieser Gegend, ein Barrique ausgebauter Weißer von TIEFENBRUNNER aus dem benachbarten ENTIKLAR sei deshalb als einziger und damit bewußt unvollständiger Tip erwähnt. Zu fast jeder Frage nicht etwa nur beim Wein hilft Manfred POMELLA mit Rat und Tat.

Zu den südtiroler Ausflügen: Von AUER aus kann man mit der Bahn direkt ins Zetrum von BOZEN gelangen, ein Zeitvorteil, der nebenbei die unverschämten Parkhausgebühren vermeidet. Das historische Gasthaus VÖGELE empfiehlt sich für den Mittagstisch mit Tagesgerichten von 10-15 DM (Weinempfehlung Bianco, eine bemerkenswerte regionale Cuvée aus drei weißen Trauben) und aktueller “junger“ Führung, er kocht gut, sie berät und versorgt routiniert und lieb.

Ein Muß für den stillen Genießer ist die nur etwa zehn Kilometer lange Auffahrt zum FENNBERG direkt von KURTATSCH aus mit einem meditativen Verweilen am gleichnamigen See, unter der Woche ist dort „nichts los“ und damit die Voraussetzung für Erholung hervorragend. Wir haben uns bei den Motorradrouten eher abseits der Touristenströme orientiert, so standen das ULTENTAL mit einer Nebenstrecke nach ST. MORITZ ebenso im Kurs wie das VAL DI TOVEL mit gleichnamigem See bzw. die Gegend um CLES und der LAGO DI SAN GIUSTINA mit Europas höchster Staumauer.

Kurven satt und Landschaft so hoch, daß der Helm die Sicht behindert, bietet die SELLA-Umrundung mit der Anfahrt über AUER, DEUTSCH- und WELSCHNOFEN, einem „Muss“ trotz aller touristischen Belastung wie dieselstinkenden Bussen und Wohnwägen, die aufgrund des Massenachteils die Motorradreisenden nur kurzzeitig „ärgern“. Schließlich wollen oder können wir uns nicht alle so gesundheitsbewußt und ökologisch wie die vielen Fahradfahrer bewegen.

Nach einer Woche haben wir, was selten vorkommt, das Hotelleben ungern hinter uns gelassen, um die zeitliche Unabhängigkeit in einer ruhigen Ferienwohnung in den hochgelegenen kartitschen Alpen (1600 müM) zu genießen. Für die „Übersiedlung“ wurde die Streckenführung über den kaum befahrenen GIAU-PASS von SELVA DI CADORE nach CORTINA und anschließend zum x-tem Male durch das GAILTAL gewählt.

Gerechterweise sollen zwei Hotels in LIENZ als bekannte Alternativen nicht unerwähnt bleiben, einmal direkt im Zentrum die von der Familie ZEHNTNER geführte TRAUBE oder das Hotel am hochgelegenen und stillen TRISTACHERSEE im Süden von AMLACH, der ehemaligen „k.u.k.“ Sommerresidenz, beide Häuser wieder mit vorzüglicher Küche!

Zu den osttiroler Ausflügen: Dir Pustertaler Höhenstrasse lädt zum Verweilen ein, direkt „hinter“ LIENZ beginnt sie oberhalb des Drautals und führt zunächst zum HOCHSTEIN, der einen tollen Ausblick auf das Lienzer Becken bietet, mit dem Bösen Weibele im Nacken! Alle Abzweigungen (Wilferner-, Kristeiner-, Villgraten- und Winkeltal) sind reizvoll und enden in langen Wanderungen. Die alte Holzbrücke in SILLIAN am Ende des Drautals wurde übrigens ebenso wie das ALSFELDer Rathaus von fränkischen Baumeistern gerähmt.

Ein Schmankerl ist die Nockalmstrasse in den Gurktaler Alpen, nördlich von BAD KLEINKIRCHHEIM. Bietet die Auffahrt mit 23% zur TURACHER HÖHE Europas intensivste Steigungsstrecke (merkt man als Motorradfahrer eigentlich nur bergab), so kann die Nockalmstrasse vor allem landschaftlich überzeugen, sechs Stationen informieren über Flora, Fauna und menschliche Besiedlung.

Von HERMAGOR und über den Nassfeldpaß oder P.so di Pramollo gelangt man nach PONTEBBA, von dort aus in das gottverlassene, naturschöne Val d`Aupa. Zurück geht es über den Plöckenpaß, den Gailbergsattel oder das Gitschtal zum Weißensee, Österreichs höchstgelegenem Badesee auf 930 müM. Nach einer Fahrt über die Windische Höhe fanden wir in ARNOLDSTEIN das Hinweisschild Apotheke – Zahnärztin – Zahnarzt (siehe ganz oben), ein Zeichen für den ebenso unverkrampfter Umgang mit dem Gesundheitswesen wie der mit den Grenzübergängen, dank Schengener Abkommen erkennt man nur noch an der Speisekarte, in welcher Währung man (wahrscheinlich) bezahlen wird.

NB: Außer dem DHZ Titelbild (s.o.) existieren keine analogen Aufnahmen mehr von dieser Reise. Das hat sich mit der digitalen Fotografie grundlegend geändert.

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2019 – 20 Jahre später – Lesachtal

es gibt nur ein Ziel…

Tage im Almwellness-Resort Tuffbad ****S und Wandern im Lesachtal

Kurzaufenthalt und vom Bodensee nur knapp 400km entfernt: wir sind mit Pickerl (€9,20) über die Bregenzer Autobahn und durch den Arlbergtunnel (€10) gefahren, vor Innsbruck auf die schöne Bergstrecke L182 (alte Brenner Strasse) bis zum riesigen Brenner Outlet mit interessanten und lohnenden Angeboten, haben gerne auf dem ersten Stock im

Cappuccino muss sein, sonst wird der Einkauf kein Erlebnis

TESTA ROSSA besten Espresso und Cappuccino genossen, sind danach die SS12 weiter über Sterzing bis Franzensfeste, dann die SS49 über Bruneck und Toblach weiter zur 100 nach Sillian, dort auf die 111 in das Gailtal gefahren, wo wir die vielen Windbrüche und den mächtigen Geröll Abgang mit der vom Unwetter im Herbst 2018 zerstörten Strasse bei Maria Luggau gesehen haben,

Abriss der 111 am steilen Hang 

weiter dann einspurige Umleitung (Forstwege) und ab Sankt Lorenzen den geteerten Waldweg die letzten 3km hinauf zum 1. Almwellness-Hotel Tuffbad (Ankunft ca. 16Uhr),

das TUFFBAD, fast ein Dorf

mit neuer Rezeption (u.v.a.m.) und großem DZ im Haupthaus, fast eine Mini Suite hin zur Westseite mit tollem Ausblick:

von unserem Balkon aus der morgendliche Blick

Am Nachmittag gibt es hausgebackene Kuchen oder Salatbüffet (Morende, die traditionelle Labung :-), ab 18:30 das 5-gängige Abendessen (die Auswahl ist hinab bis zu 1.000cal möglich 🙂 für uns mit Wolfsbarsch und Graf Hardegg Viognier, danach ein Ausklang auf der schönen Terrasse…

den neuen roof pool mit tollem Ausblick und chlorfreiem Quellwasser (!!!)
hatte Daniel Craig während des achtwöchigen Drehs von Spectre noch nicht genossen 😦
Abendmenü Tischdeko
kleiner Vorspeisenteller vom Büffet 🙂

Unser tägliches Programm verlief nach Plan: nach dem morgendlichen Schwimmen erfreute das opulente Frühstück, dann z.B. ein später Aufstieg bis vor die Wieseralm,

Wegweiser
Silbergestein
schon schön hier
die Natur muss jetzt viel heilen

für die Samalm war es mittlerweile zu heiß, zurück ging es über die kleine TUFFBAD Hausrunde,

das Tuffbad Hotel von der Hausrunde aus 

dann wieder Schwimmen im nagelneuen Roof Pool und ein köstliches Abendessen, als HP unbedingt empfehlenswert, mit Wildschwein Saltimbocca resp. Kartoffel Pilz Pfanne, dazu Elena Walch Pinot Grigio und lange auf der Terrasse draußen, an einem der wärmsten Abende, mit Musik vom Harmonium (Bürgermeister) und einer Harfe als Begleitinstrument, ähnlich dem Hackbrett (Lehrer) und einem Gespräch über die Musik und das Wetter bzw. dessen regionale Auswirkungen (es ist schon zu spät).

Wir sind auch nach Maria Luggau gefahren, haben dort Kloster und Kirche besucht, danach den Mühlenweg hinaufgestiegen, mit ehemals 196, heute 5 noch funktionsfähigen kleine Mühlen (alle 5 Aufnahmen mit dem iPhone6+),

vor dem Museum
die kleinste Mäusemühle
der Mühlenweg
Mühlrad betriebener Lastenaufzug

mit netter Guide (3 Monate Semesterferien mit ehrenamtlicher Tätigkeit für die Besucher), bei deftigem Regen staubfrei zurück, nachmittags den Hausweg diesmal gegen den Uhrzeigersinn, wieder ein Bad oben auf dem Dach, abends Buffet mit tollen Vorspeisen, riesiger Dorade oder T-Bone Steak und dem (vor!)letzten Viognier, zum Abschluss in der Bar: gezapftes leckeres Weizen und naturtrübes Zwickel aus der Lienzer Brauerei…

Wir fahren nach Obergail (62 Einwohner, Prozession, Tuffbad hat 5 Einwohner 🙂

rund um das Dorfkirchlein

und laufen zur Steckenalm, Buttermilch genießen

die ibs. mittags beliebte Steckenalm
mit dem Blick ins Lesachtal

und zurück ins Hotel zum gemeinsamen Brotbacken mit traditionellem Sauerteig:

alles über Sauerteig
der Brotstempel ist wichtig
glückliche Teilnehmer weil tolle Ergebnisse

und die liebe Mitarbeiterin brät morgens diese Eier:

ohne weitere Worte: Vollkornbrot, Kochschinken, Hauswurst und 2 Spiegeleier

Die heutige Mordende hingegen ist keine Gefahr für das Körpergewicht:

guten Appetit zur

Dorade kalt von gestern als Intermezzo! Das Abendessen ist wieder eine Pracht, Butt und Sauvignon von Elena Walch, ein irres Sorbet zuvor mit 9.cielo als Prosecco, alles einfach nur lecker und riesig, ein Pregler (Apfel Birne Aprikose) anstelle der Suppe war irre. Als Finale noch ein Glas Chardonnay an der Bar, denn genießen können wir beide…

Früh Aufstehen weil ab 8:30 Heimfahrt, bei stockendem Verkehr von Bruneck bis Brixen, dafür nur 6,9l/100km als bisherigem Minimalverbrauch bei 80/120 Landstrasse/Autobahn und Ankunft in Wasserburg am Bodensee gegen 17Uhr.

Was wir nicht in dem geforderten Maße getan haben, ist Wandern im naturbelassensten Tal Europas von Obertillach bis Kötschach-Mauthen, dafür sind wir morgens einfach zu spät weg und zu stark in die mittägliche Hitze gekommen und haben zudem viel zu gut und zu viel geschlemmt (Alpin Kulinarik), das allerdings auf sehr hohem Niveau und eindeutigen Bezug zu regionalen Qualitäten. 

Lesach als Name kommt aus dem Slowenischen (Les = Wald), von den ehemals dünn besiedelten oberen Waldgebieten, Tuff vom Gestein der (anerkannten Heil-) Quellen.

Quelle Lesachtal Sommer Freizeitkarte vom Tourismusverband in Liesing

Fazit  

www.almwellness.com auch last minute

www.lesachtal.com  www.slowfood-travel

+ das Haus ist superior, sehr gut durchdacht, sehr gut geführt, die Chefin ist früh die erste in der Rezeption (und putzt auch mal die großen Fenster :-), der Ehemann betreut aufmerksam die Gäste, der Service ist ausnehmend und unaufdringlich freundlich, die Stimmung untereinander sehr sozial (2 Freitage die Woche), viele Mitarbeiter sind schon lange da und wollen bleiben. Top Sauberkeit überall, gepflegte Einrichtung-en, vieles wirkt neuwertig, man grüßt und beachtet den Anderen, bietet eine 1.Klasse Küche mit vielen regionalen Produkten (d.h. Kontrolle der Qualitäten), feine regionale Weine (u.M.n. oft Faktor 2 ggü. Einzelkauf, zudem kostenfreies Quellwasser in Karaffen auch für die Zimmer), die SPA Angebote sind phänomenal, ibs. der neue Roof Pool, aber genauso das >alte< Schwimmbad im Keller samt den Schwitzgelegenheiten mit Whirlpool, das Wasser ist aus der Quelle und damit chlorfrei, für mich also ideal weil ohne Hautreizung! Idealer Ausgangspunkt für sowohl Wanderungen ab Hotel als auch kurze Ausflüge mit dem PKW und Berg- und Waldwege in der Umgebung. Wer >nur< chillen mag, kommt halt auf eine der vielen Liegen 🙂 und schwitzt in einer der vielen Saunen…

– Lüftung hörbar (was sonst), Parken von Fremdgästen im Schatten, wo Hausgäste parken sollen (P1-3), Haus WLAN kryptisch (besser meiden), A1 E gerade noch okay für WA, Bücher lohnen 🙂

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(c) slowfoto.de