Canon EOS RP – Tipps für Fortgeschrittene

eigene Tipps für differenzierte Belichtungssituationen

RP outside [Fv] ISO variabel mit Histogramm Kontrolle f200mm ISO100 AE -1 1/3V 1/1.250sec F13
Die RP ist eine Kamera mit elektronischem Sucher oder rückseitigen Touch fähigem Kontroll-Bildschirm, also immer auf Live View ausgelegt mit entsprechendem Strombedarf: Abhilfe resp. längere Laufzeiten verschafft der ECO Modus, der aber längeren Sucherzeiten vor der Aufnahme widerspricht und die Reduktion der Bild Wiederholungsfrequenz beider Sucher, die ich anwende.

Bilddateien im .raw Format sind grundsätzlich möglich, wegen der universelleren Verwertbarkeit (Import auf das iPhone auch zum Versand) ziehe ich .jpg vor, ibs. wenn diese so gut aus der Kamera (ooc) auf die SD-Karte gespeichert werden, daß auf eine notwendige Nachbearbeitung i.d.R. verzichtet werden kann.

Für exakt ausbelichtete Aufnahmen in low light oder high contrast Situationen haben sich m.E. alle [A]utomatikprogramme weniger bewährt (außer Motivprogramm [SCN] mit lautloser Auslösung, AF Speicherung per halbgedrückter Auslösetaste mit AE Speicherung, beide per Spotwahl, damit z.B. bewusst per Verschieben auch mit eher knapper Unterbelichtung). Und wenn überbelichtete Areale gehäuft auftauchen, ist anstelle der Maxime: >expose to the right< eher etwas Abstand rechts im Histogramm zu wahren und das sinnvollerweise vor der Aufnahme.

Zur für meine Bedürfnisse korrekten Einstellung der Belichtung gehört außer der visuellen auch die Kontrolle der Helligkeit per eingeblendetem Histogramm, was vor allem die ersten Gehversuche erleichtert :-), denn der rückseitige TFT besitzt nicht die Wiedergabe Qualität eines iPhone11 Pro Max.

Zu den Einstellungen, vR = vorderes senkrechtes, oR = oberes waagrechtes Rad:

[M]   vR -> T wählen oR -> F wählen *Taste korrigiert die Belichtung über ISO

[P]   vR -> Blende Zeit Kombination   oR -> LW -3 bis +3   keine ISO Korrektur möglich

[Fv]  vR -> ISO variieren  oR -> Tv und Av und ISO vorwählen -> bestes Vorgehen!

[SCN] lautlos keine Belichtungs-Korrektur möglich, außer per AF/AE Positionierung

in [M P Fv] fixiert die *Taste die aktuelle Belichtung, die INFO Taste blendet neben anderem das Histogramm auch in den [SCN] Motivprogrammen ein! Somit kann eine Überbelichtung vermieden werden, denn ausgeblichene Areale lassen sich nicht wiederherstellen und auch die .jpg Dateien bieten noch genügend Reserve, die dunklen Partien etwas hochzuziehen.

Bleibt noch ein schwer lösbares Problem: die vielen Angebote an Motivprogrammen zeigen wie auch die vielen Bildstile das finale .jpg im Live View, eine Vorabschau, zu deren Beurteilung ich viele vergleichende Serien mit den unterschiedlichen Einstellungen und die noch mit variierenden Lichtverhältnissen benötigt habe. Ich möchte gute .jpg schon out of cam und nicht die Nacharbeit an jeder RAW Datei, weil ich lieber vorher Zeit für die Komposition einsetze: Ob man dafür im Bildstil [Natürlich] 7 5 5 1 2 -1 die letzte Stelle Farbton -1 von -4 (mehr rot) bis +4 (mehr gelb) einsetzt oder doch beim Level 0 bleibt, ist Geschmackssache resp. am grünen Rasen an besten zu entscheiden:             C1 ist für [Landschaft] 7 5 5 0 4 0 (die 4 für weniger Farbsättigung reduzieren)                                                                                       C2 habe ich für prägnante Nahaufnahmen [Feindetail] 7 5 5 0 1 0 und                                                                             C3 reserviert für unterwegs, Menschen u.s.w. [Porträt] 7 5 5 0 1 0

Am großen Wahlrad [Fv bis B] verwende ich den Bildstil [Natürlich] 7 5 5 1 2 -1 und vorzugsweise die neue [Fv] Programmautomatik mit ISO variabel einstellbar samt visueller Kontrolle auch über das eingeblendete Histogramm, der rechte Daumen bedient das obere waagrechte Rad zum Wechsel TV <-> AV <-> ISO und der rechte Zeigefinger das vordere senkrechte Rad für die jeweilig gewählte Feineinstellung, klingt schwierig ist aber mit etwas Training schnell eingeübt und vor allem recht zielgenau, und darauf kommt es schließlich an.

EOS RP  EF 2.8 200mm L    ooc    Fast Resize

Tipps für das IP11 finden sich hier

(c) slowfoto.de

iPhone 11 Pro Max – Tipps für Fortgeschrittene

einige Tipps für differenzierte Anwendungen

IP11 PM Spotmessung  ISO20  1.712sec  F2 fca.200mm KBÄ Digitalzoom

Das iPhone (IP) ist im Live View über den exzellenten Touchscreen zu bedienen, mit Ausnahme der möglichen Auslösung auch über beide Lautstärken Tasten, cave bei Montagen oder im Querformat beim Positionieren auf Flächen oder Gegenständen! Die visuelle Kontrolle über den Bildschirm ermöglicht die finale Beurteilung der Aufnahme vor dem Klick, weil die Korrekturen oder Veränderungen im Live View korrekt als auch vollständig angezeigt werden (wysiwyg im Gegensatz zu jeder dSLR dSLM). Eigene Versuche mit .raw Dateien führten nicht zu besseren Ergebnissen als die universaler verwertbaren .jpg aus der Filmrolle.

Die AF Kontrolle und Positionierung ist per Fingerwisch über den ganzen Bildschirm möglich, parallel dazu die AE Korrektur bis hin zum Lock per 3sec Finger darauf stehen lassen, einfacher und schneller geht es nicht, ebenfalls die stufenlose Zoombedienung oder das Umschalten von [FOTO] auf [VIDEO] per gehaltenem Tastendruck auf dem Auslöser, nicht zu vergessen die Fernbedienung über die Apple Watch, die auch zur Musiksteuerung (Lautstärke, Stop, Titel) für z.B. Spotify verwendet werden kann!

Hier einige alphabetische Tipps hinsichtlich weiterer Features, 0,5 1 und 2 sind die Brennweiten 13 / 26 / 52mm KBÄ:

Akku: laden geht schnell mit einer ca. 10.000 mAh Power Bank mit 2A Ausgang

Begradigen: Aufnahme mit 1 oder 2, ist der Horizont schief, kann per [Bearbeiten] dieser automatisch oder manuell korrigiert werden, unter Verwendung von Bildarealen der 0,5 Aufnahme, also ohne den üblichen Verlust: vorher in -> Einstellungen -> Kamera >Foto+Video-Aufnahme außerhalb des Rahmens< und >Anpassungen automatisch anwenden< anklicken, dieser 0,5er Bildbereich wird nach 30Tagen automatisch gelöscht

Belichtung: AF Feld (= AE Feld) im helleren Bereich ergibt dunklere Belichtung und umgekehrt. Korrekturen per senkrechtem Schieberegler rechts vom Feld, nach oben => heller, nach unten => dunkler, 3sec halten ist AF/AE Lock, das Feld pulst 2x kurz

Bilddaten: blitzschnelle Kontrolle mit [Metapho] ISO Aperture Shutter Focal Lens HEIC

Clip: um blitzschnell einen Video-Clip aufzunehmen, einfach den Finger auf dem Foto Auslöser stehen lassen, die Foto App schaltet dabei auf Video um

Digitalzoom: mit geringen Kompromissen nutzbar bis ca. 4-fach, danach beginnen Rauschen und Umrisse deutlich hervorzutreten, was je nach Luftverschmutzung bei großer Entfernung wieder in den Hintergrund tritt, der exzellente Bildschirm zeigt es augenfällig in der Kontrolle, in der Nähe würde ich lieber freistellen => croppen, 12MPI sind Futter genug

Fokus: präzise 10-fach Zoom, AF fixieren / AE korrigieren, Brennweite wählen klick

Gimbal: ist mit Objektiv 1 und 2 auch mobil nicht zwingend erforderlich, als stabiler Stand für Schwenks und Zoomen gut geeignet

Nachtaufnahmen: [night modus] bis max. 4sec, aus der Hand nur mit den bildstabilisierten 1+2 Objektiv (26/52mm KBÄ) sinnvoll, das 13mm KBÄ SWW erfordert ein Stativ o.ä. plus Fern-Selbstauslösung

Pano: möglich mit Objektiv 0,5 oder 1 oder 2 (!) AF/AE fixieren auf Hauptmotiv, Pano durchführen, korrigieren per Stand plus hoch/runter, beenden per kurz zurück bewegen

Porträt: [LIVE FOTO] eignet sich für Porträts, weil im Nachhinein der beste von 10 Shots ausgewählt werden kann (Blinzeln), die restlichen lassen sich komplett löschen – [FOCOS] App für Bukeh, vorderes und hinteres getrennt bearbeiten, Bukeh Lichter verformen, Objektive als Look aussuchen, weiter in Google [SNAPSEED] zum Reparieren = Retusche und Feinabstimmung wie Helligkeit, weiter [TOUCH RETOUCH] zum einfachen weg retuschieren von Fehlern mit Objekt entfernen per Lasso

Raster: 3/3 Raster -> Einstellungen -> Kamera -> Raster

Selbstauslöser: 3/10sec die Kamera macht 10 Aufnahmen zum Aussuchen (Porträt)

Slowfoto: Fotografieren muss man vorher üben und zeitlich einplanen, um blitzschnell lohnende Motive zu erkennen und mit dem IP zu erfassen. Je kürzer die Unterbrechung (Spaziergang oder Wanderung: ich bekomme oft lohnende Motive gezeigt), desto höher die partnerschaftliche Toleranz, für zeitaufwändige Sessions eignen sich geplante Solotouren besser 🙂

Standort: Objektiv 1 und 2 können bis auf ca. 10mm bodennah angewendet werden, beim 0,5er sind es ca. 25mm – diese geringen Abstände lassen sich hervorragend für Aufnahmen mit beeindruckendem Vordergrund (z.B. Sandstrand, Straßenpflaster, Waldboden) verwenden. Mit der Selphy Stange können Aufnahmen weit ab von eigenen Körper erstellt werden (über den Abgrund oder Graben, die Mauer, den Zaun), wenn man auf die Abbildung des eigenen Gesichtes verzichtet 😦 Auslösung per BT oder Apple Watch. Beliebte Blickwinkel und Standorte sind auch langweilig, weil zu oft gesehen, ähnlich bei Motiven: alte und junge Menschen sind interessanter  

Stereoton: -> Einstellungen -> Kamera -> Stereoton ergibt wesentlich bessere Verständlichkeit, ibs. bei Videoaufnahmen auch mit externem Mikrofon

Spiegelungen: Autodächer, Fenster, Pfützen oder Wasseroberflächen suchen

Superweitwinkel: mit 13mmKBÄ als Fixfokus scharf abbildend ab ca.5cm bis unendlich, hoch wie quer herrlich für Landschaften oder enge Räume, verträgt keine Vorsatzlinsen und ist nachts aus der Hand eher ungeeignet weil nicht stabilisiert, dafür lichtstark mit F2,4 

Tonkontrolle: ist bei der Videoaufnahme nicht möglich, Abhilfe schafft APOGEES [MetaRecorder] App zwar etwas zeitversetzt aber mobil per BT in/over ear Hörer

Tele Vorsatz: Moment Tele f60mm mit Moment Case und Foto App (1<->2) führt zu erstklassigen Teleaufnahmen anstelle Digitalzoom

Ton: wenn das Auslösegeräusch stört, einfach ausschalten -> Schalter auf rot

Video: Objektiv 1 und 2 sind Bild stabilisiert -> bevorzugen! SWW 0,5 nicht, deshalb dafür einen stabilen Stand verwenden. Video schnell auf dem IP kürzen -> Bearbeiten -> Anfang und/oder Ende bewegen und erneut sichern. Videos bearbeiten geht einfach mit der App [iVideo] auf dem IP und mit der gleichnamigen aber umfangreicheren auf dem MacBook oder iMac, es lassen sich auch aus Fotos Diashows erstellen und mit Musik unterlegen

Zeiten: Abend- und Morgensonne werfen lange Schatten, mittags ist das Sonnenlicht extrem hart, die beiden >blauen Stunden< sind wertig, auch wenn sie nur einige Minuten dauern. Wolkenlose blaue Himmel sind langweilig, also die Kamera weiter nach unten richten! Nebel schaffen wunderschöne Stimmungen, Staubwolken auch. Regen erzeugt oft irre Reflektionen. Wenn farblich nichts mehr geht, an SW denken! Mit dem IP11 sind Nachtaufnahmen bis 3sec aus der Hand möglich, gutes Restlicht optimiert die Resultate: Fotografieren ist Zeichnen mit dem Licht der Himmelskörper. Und völlige Dunkelheit ist so interessant wie ein strahlend blauer Himmel ohne Wolken 😦

Tipps für die Canon EOS RP finden sich hier

IP11 PM  ooc  Fast Resize

(c) slowfoto.de

FAQs Manuelle Objektive an der Canon EOS 7D

– Kamera: EOS 7D 2033/2036/2037
– Objektive: walimexpro 8 650mm – 2.8 14mm – 3.5 8mm
– Blende: alle F8
– Belichtungszeit: alle 1/1.000 sec a.d.Hand
– Empfindlichkeit: ISO 400 – 500 – 400
– Belichtungskorrektur: keine
– Brennweiten KBÄ: 1040mm – 22mm – 13mm
– Entfernung zum Fokus: alle unendlich
– Belichtungsmessart: Mehrfeld
– Bildstil: Standard
– Bildart: JPG
– Bildbearbeitung: TOP

D Alsfeld 12:15 – alle Aufnahmen vom gleichen Standort

Frage: Welche Einstellungen verwendest Du an der EOS 7D, um mit manuellen Objektiven Aufnahmen zu erstellen? Du hast über die 400D, 5D und 5DII berichtet, aber nicht über die 7D.

slowfoto:

Das ist richtig, hier die Antworten, es gibt einige zunächst verwirrende Möglichkeiten an oder mit der 7D, man muss das auch selbst mal in Ruhe austesten. Grundsätzlich unterscheiden sich die Kameras ja auch in der Auslegung der ISO Automatik, die ich sofern vorhanden gerne für ein gewisses Belichtungsfenster nutze. Das bedeutet, die erste Einstellung an der 7D ist z.B. auto ISO [A], dann wähle ich eine zum Umgebungslicht passende Blende. 

Danach stelle ich auf [Av] und nutze das große Drehrad, um am Balkendiagramm im Sucher die Belichtung über den ISO Wert zu korrigieren, das kleine obere Drehrad hat jetzt keine Funktion. So benötigt z.B. das walimexpro Superetele 8 650mm und das Superweitwinkel walimexpro 2.8 14mm einen realtiv exakten Wert um +-0, das Fischauge walimexpro 3.5 8mm hingegen einen eher knapperen Wert von +-0 bis zu -1!

Die gleichen Einstellungen ergeben i.V.m. [Tv] Änderungen der Belichtungzeit über das kleine Rad auf der Kamera Oberseite, Änderungen des ISO Wertes über das rückseitige Rad zur gezielten (Unter-) Belichtung. Diese Einstellung ist für beide genannten Objektive und die manuellen Schätzchen aus der alten Zeit mit den entsprechenden Adapterringen wohl die schnellste in der Vorwahl.

Die andere Möglichkeit ist, anstelle [Av] das [M] Programm zu wählen. In [M] korrelieren die Werte Belichtungszeit und ISO zueinander, so dass für schneller bewegte Motive auch bewusst kürzere Belichtungszeiten zur Vermeidung von Bewegungsunschärfen gewählt werden können. Diese Einstellung eignet sich eher für das Weitwinkel, da keine Unterbelichtung wie für das Fischauge nötig eingestellt werden kann, das große Drehrad hat Pause.

Auch im [P] Programm ergeben sich Möglichkeiten, die Kamera wählt zunächst 1/60sec und einen passenden ISO Wert, der je nach Licht bis 3.200 erhöht wird, danach wird die Belichtungszeit verlängert. Die gewünschte Belichtungskorrektur erfolt über das rückwärtige große Drehrad, das kleine auf der Oberseite hat diesmal keine Funktion.

Will man vollmanuell belichten, wählt man einen einen festen ISO Wert, eine dem Umgebungslicht situationsbedingt angepasste Blende und [M] plus die gewünschte (Unter-) Belichtungszeit mit dem kleinen Rad neben dem Auslöser oder in [Av] mit dem großen Rad auf der Gehäuserückseite. Hiervon profitiert vor allem der Filmschaffende.

Jedenfalls zeigt sich, dass man für jede Kamera eigene Wege zur sicheren Belichtung bei der Verwendung manueller Objektive finden muss. Dann lassen sich aber präzise belichtete Aufnahmen erstellen, nicht ganz so schnell wie mit automatischen Objektiven und zudem mit manueller Vorwahl der Blende in Abhängigkeit zum verfügbaren Licht.

Viel Erfolg bei der Verwendung der alten und neuen Klassiker!

(c) www.slowfoto.de 

Belichtungsmessung aktuell – Licht und Messung Teil 1

Belichtungsmessung am Beispiel der Canon EOS 5D Mark II

EOS 5D II EF 28-135 IS f53mm ISO 100 F32 1/1350sec -1/2LW Integral Distanz 95m Snapshot DxO  D Treysa Bahnhof 17:21 – weitere 52 Bildbeispiele für ausgeglichene und bewußt stark oder knapp belichtete Aufnahmen finden sich in der Kategorie >slowfotos der Woche<:

https://slowfoto.wordpress.com/category/s-l-o-w-f-o-t-o-der-woche/

Meine erste Kleinbildkamera aus 1960 hatte am 50mm Objektiv einen Ring, um die Entfernung von 50cm bis unendlich einzustellen, einen zweiten für den Blendewert 2.8 bis 16 und ein Drehrädchen am Gehäuse für die Belichtungszeiten von 1/500 Sekunde bis zur Langzeitbelichtung B, die den Verschluss solange aufhielt wie auf den Auslöser gedrückt wurde. Belichtung und Entfernung wurden mit einem zusätzlichen Belichtungs-bzw. Schnittbildentfernungsmesser bestimmt oder in der Regel meist geschätzt (´ne Hundertstel bei Blende 8, wenn die Sonne lacht…) und der damals verwendete Schwarzweißfilm verzieh vieles, den Rest ergänzte die Dunkelkammer mit der korrigierenden Ausbelichtung des Fotopapiers und einer speziellen Entwicklung, auch unter direkter Sicht im rotem Licht der Dunkelkammerlampe.

Heute bietet die digitale Spiegelreflex (dSLR) die Qual der Wahl zwischen vier Lichtmesscharakteristiken, hier am Beispiel der Canon EOS 5D MKII:

  • Mehrfeldmessung
  • mittenbetonte Integralmessung
  • selektive Messung
  • Spotmessung

Bei der Mehrfeldmessung wird der gesamte Bildausschnitt des sichtbaren Bildes ausgemessen und bewertet: Damit steht für nicht übermäßig kontrastreiche Lichtsituationen ein Ergebnis der Lichtmessung zur Verfügung, das einen Mittelwert aus allen absorbierenden und reflektierenden Lichtwerten der im Sucher angezeigten Aufnahme bildet.

Die mittenbetonte Integralmessung legt den Messschwerpunkt in einen größeren zentralen Bereich und bewertet den Rest des Bildfeldes integral.

Die Selektivmessung eignet sich vor allem, wenn das wichtige Motiv deutlich heller oder dunkler ist als die Umgebung oder der Hintergrund, es werden nur rund 8% des zentralen Sucherbildes für die Messung bewertet.

Die Spotmessung geht noch einen Schritt weiter und beschränkt die Messung auf rund 4% des zentralen Sucherfeldes.

Der allgemeine Landschafts- und Objektfotograf stellt sich nach meiner Erfahrung mit der Mehrfeld- oder mittenbetonten Integralmessung am besten, allerdings ist das wesentliche Bildobjekt nicht immer in der langweiligen Bildmitte, weshalb ich entweder die Mehrfeldmessung oder die mittenbetonte Integralmessung mit Messwertspeicherung nutze. Je nach Motiv gibt es erkennbare bis keine Unterschiede in der Messung.

Je kleiner der Messbereich gewählt ist, desto stärker kann der Messwert variieren. Werden kleinere Bildwinkel (Telebrennweiten) und bewegte Objekte auch in Bildserien aufgenommen, sind selektive oder Spotmessungen im Vorteil, weil diese bildwichtige Motivanteile besser berücksichtigen. Solche Voreinstellungen lassen sich sinnvollerweise in den Customprogrammen vorabspeichern.

Will ich ein spezielles Objekt richtig ausbelichtet haben, verwende ich einen kleinen Trick: Entweder zoome ich diesen Bereich für die Lichtmessung nahe heran und speichere diesen Belichtungswert (gedrückte Sternchentaste oder halbgedrückter Auslöser) oder ich gehe näher ans Objekt und dort in gleicher Weise vor, das ist die sog. Objektmessung auf das Motiv oder auch in Richtung zur Kamera.

Dies kann am Ort der Begierde auch professionell mit einem Handbelichtungsmesser wie dem Klassiker Lunasix des Nürnberger Herstellers Gossen aus den siebziger Jahren erfolgen, die heutigen Modelle sind (ein Vergleich von Digipro F und Digiflash folgen):

  • Starlite 2 als Spitzenmodell (um € 570.-) misst alles an Blitz-, Dauer – und Umgebungslicht bis zu einer Stunde in der Astrofotografie,
  • Digipro F (um € 280.-) misst wie vor als handliches Gerät mit vielfacher Anzeige, nur nicht ganz so lange,
  • Digiflash (um € 190.-), kaum größer und schwerer als eine Streichholzschachtel, überzeugt durch Handlichkeit, misst Blitz- und Dauerlicht und zeigt noch viel mehr an,
  • Digisix (um € 155.-) misst Dauerlicht wie vormals der Lunasix 3.

Wesentlich ist die richtige Belichtung, die keine bildwichtigen Details verliert, zu hell überstrahlte und damit ausgefressene Bereiche ohne Zeichnung gehören ebenso dazu wie zu dunkle, abgesoffene und somit undurchdringliche Schattenpartien: Der amerikanische Landschaftsfotograf Ansel ADAMS lehnt sich mit seinem neunstufigen >Zonen-System< stark an den für Menschen ohne Adaptation erfassbaren Lichtkontrastumfang an.

Was wird denn letztlich genau gemessen? Für unser Auge sichtbares Licht besteht aus absorbierten und reflektierten Anteilen des Sonnenlichtes, nachdem es auf Flächen aufgetroffen ist. Der Kontrastumfang in der Natur wird in zwanzig sogenannten Lichtwerten (LW, international E für Exposure Value) gemessen. Das menschliche Auge kann ohne weitere Adaptation und gleichzeitig einen Kontrastumfang von etwa zehn Lichtwerten bewältigen, der aktuelle digitale Kamerasensor ist hierbei wie der Diafilm unterlegen, der Farbnegativfilm kann dies etwas besser. Für gut durchgezeichnete Aufnahmen ist also eine präzise und auf die bildwichtigen Partien abgestimmte Belichtungsmessung unbedingt nötig.

Der gemessene Lichtwert gibt einen Hinweis auf die vorhandene Helligkeit in Abhängigkeit zur Bezugsgröße Empfindlichkeit. Deren Wert wird in ISO ausgedrückt, wobei ISO 200 doppelt so empfindlich ist wie ISO 100. Moderne dSLR arbeiten mit ISO 50 bis etwa ISO 6.400, wobei die höheren Empfindlichkeiten nicht durch Adaptation wie beim menschlichen Auge, sondern durch schlichte elektrische Verstärkung erreicht werden: Nachteil hierbei ist ein sichtbar zunehmendes Bildrauschen, das bei kompakten Digitalen mit kleinem Sensor schon ab etwa ISO 400 die Aufnahmen verunziert. Der größere Sensor der dSLR ist hier im Vorteil, weil lichtarme Situationen durchaus und zufriedenstellend auch mit ISO 3200 aufgenommen werden können.

Der LW 1 entspricht dabei einer Lichtmenge für eine korrekte Aufnahme mit dem Blendenwert 1 und einer Sekunde Belichtungszeit, in folgendem Beispiel gewählt in Bezug auf ISO 100:

  • LW 6 bei ISO 100 ( 1/8 sec bei Blende 2.8) entspricht LW 7 bei ISO 200 (1/15 sec bei Blende 2.8 oder 1/8 sec bei Blende 4),
  • die gleiche Belichtung wird durch Halbierung oder Verdopplung der Verschlusszeit in Verbindung mit Öffnen oder Schließen der Blende um jeweils eine Stufe erreicht.

Einstellungen

Welchen Einfluss hat die Messung vorhandenen Lichtes auf die Aufnahmetechnik mit einer modernen digitalen Spiegelreflex wie der EOS 5D MKII? Wie gehe ich möglichst komfortabel und zeitsparend vor? Dazu einige Einstellungen, die nur als persönliche Anhaltspunkte zu bewerten sind und keinesfalls Allgemeingültigkeit haben, jeder Fotograf muss seine Parameter für die Aufnahmesituationen verstehen oder im Zweifelsfall auf die angebotenen Automatiken zurückgreifen und damit auf wertvolle Einflussmöglichkeiten verzichten.

1.  Vor jeder Aufnahmesituation muss der zweckmäßige Brennweitenbereich gewählt werden, ich verwende regelmäßig ein 2.8 16-35mm oder mit Anfangsblende 4 als IS-Zoom 24-105mm, 28-135mm oder 70-200mm Zoom. Dieser Blendenwert 4 ist weder berauschend noch mit denen von lichtstarken Festbrennweiten zu vergleichen, dafür sind diese Zoome noch im mittleren Preissegment.
2.  Als nächster Schritt erfolgt die erste Probebelichtungsmessung, um die sinnvolle Empfindlichkeitseinstellung abzuschätzen. Auf Grund der rauscharmen Vollformat-Sensoren kann ich im Regelfall auf Werte unter ISO 200 verzichten und bedenkenlos bis ISO 800 nutzen. Bietet die Kamera (wie hier die 5DMKII) auch eine ISO Automatik, kann diese mit kontrollierter Anzeige im Sucher gewinnbringend genutzt werden, um noch schneller und ohne Umstellung am Kamerabody die Aufnahme auf die Speicherkarte zu bringen. Diese Kamera wählt bei gutem Tageslicht ISO 100 und in kleinen Schritten eine höhere Empfindlichkeit bis hin zu ISO 3200, wenn die blaue Stunde in die Nacht übergeht.
3.  Viele Aufnahmen erfolgen in den Programmen [Tv = Time Value) mit einer voreingestellten Belichtungszeit von 1/250 sec und kürzer, um auch bei bewegten Objekten etwas Sicherheit zu haben oder Bildwichtiges vor dem Hintergrund besser freizustellen. Längere vorgewählte Belichtungszeiten von 1/60 sec und darunter lassen Bewegungsunschärfen zu, wenn man z.B. einen Gitarristen oder Schlagzeuger >in action< darstellen will.
4.  Für Fotografie mit Augenmerk auf ruhige Areale wähle ich [Av = Aperture Value] mit einer voreingestellten Blende von 8 und mehr, um entsprechende Schärfentiefen zu erreichen. Will ich hingegen den Vorder- und Hintergrund maximal freistellen, also möglichst unscharf wiedergeben, verwende ich dafür offene Blendenwerte wie 4.
5.  Das [M = Meisterprogramm] mit ausschließlich manuell eingestellten Werten ist z.B. ideal für Nahfotografie mit Blitzlicht: ISO 200 und 1/200sec als kürzeste Blitzsynchronzeit zur Vermeidung von Fremdlicht – Blende 19 bis 22 für maximal genutzte Schärfentiefe. Zudem verwende ich dieses Programm auch für Blitzanlagen.
6.  Least and last ein Wort zur Bildgröße, fälschlicherweise und immer wieder auch Qualität genannt: Mann muss nicht immer mit 21 Millionen Pixel 5 MB große Bilddateien bauen, wenn man sehr sorgfältig per Sucherscheibe mit Gitternetz arbeitet und die Bildkomposition mit Gedanken an die Dia-Fotografie aufbaut, also nach der Aufnahme nichts mehr von den Bildrändern abschneiden muss. In der Sportfotografie oder bei bewegten Motiven mit Bildserien ist das anders…
7.  Der Weißabgleich (WB) ist abhängig von der Werkseinstellung für die Farbwiedergabe, nach langen Testreihen und in Anlehnung an die kompetente Beratung professioneller Fotografen wähle ich das Parameter >Natürlich< mit jeweils Plus 1 für Farbintensität und Sättigung oder auch >Snapshot< aus den zusätzlichen neuen Canon Bildstilen. Für kontinuierliche Blitzaufnahmen bzw. Aufnahmen, die ausschließlich vom Blitzlicht ausgeleuchtet werden, kann die Einstellung >Flash< oder ein entsprechendes Filter vor der Blitzröhre (z.B. Lee-Folien im Diffusor) das harte und etwas kalte Blitzlicht wärmer und weicher gestalten. Wird das Blitzlicht hingegen >nur< zur partiellen Aufhellung verwendet, regelt WB >auto< die Farbwiedergabe besser.
8.  Die Aufnahmen speichere ich regelmäßig im Format JPG, bei im Kontrastumfang sichtbar kritischen Situationen auch als zusätzliche RAW Datei. Um überbelichtete Bildpartien zu vermeiden und gleichzeitig noch etwas sattere Farben zu erhalten, stelle ich die Belichtung auf minus ½ Blendenstufe. In der selektiven Nachbearbeitung von JPG Aufnahmen am PC sind dunklere Partien einfacher aufzuhellen als zu helle abzudunkeln, das RAW Format bietet hier viel mehr Möglichkeiten, auch die der Mehrfachentwicklung mit unterschiedlichen Belichtungen (-2 0 +2 Blendenstufen) und anschließender Verrechnung im Sinne einer gepuschten HDR (High Dynamic Range) Aufnahme.

Fazit

Für meine Ansprüche an die mobile availible light Fotografie sind die Lichtmessungen der modernen dSLR Kamera i.d.R. ideal, wobei ich grundsätzlich integral messe oder per bildmäßiger Voreinstellung ausgewählte mittenbetonte Messwerte speichere, die 5D II bietet zudem einen von kompakten Digitalen bekannten und gerne genutzten Live-View-Modus an, der z.B. mit angekoppeltem Notebook (samt farbkalibriertem Bildschirm) eine hervorragende Möglichkeit der präzisen Vorbeurteilung zu erstellender Aufnahmen. Für spezielle Motive mit hohen Kontrasten ist allerdings eine Objektmessung fernab vom Kamerastandpunkt nötig, dazu später mehr.

Alles in allem bieten moderne digitale Spiegelreflexkameras eine Fülle an nützlichen Hilfen, die nach vorgenommener Einstellung und Eingewöhnung den Arbeitsablauf auf ein Minimum verkürzen und die Ausschussquote drastisch reduzieren. Automatisierte Motivprogramme beinhalten unter anderem auch die Farben verändernde Parameter und sind deshalb für mich deshalb ohne Bedeutung, auch wenn sie in guten Lichtsituationen sogenannte schöne Kalenderbilder erzeugen mögen.

…wird mit einem Bericht über externe Handbelichtungsmesser fortgesetzt!

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Einfach bessere Fotos – Teil 3

Tipps für digitale Spiegelreflexkameras

Allgemeine fotografische Grundlagen

Vorab Scharfstellen

Kompakte digitale Kameras nerven besonders im Telemodus mit recht langsamem und oft unpräzisem Autofokus, lange Einschaltzeit und langsamer AF ärgern aber den Nutzer älterer dSLR genauso. Grundsätzliche Abhilfe, auch bei schnellen dSLR, erbringt

  • die Verwendung der Kamera im Stand-by, ein halb gedrückter Auslöser versetzt sie in Bereitschaft,
  • ebenso kann die Sternchentaste, die für die (Blitz-) Belichtungsspeicherung vorgesehen ist,
  • oder deren individuelle Belegung als AF-Speichertaste oder die
  • mittlerweile oft vorhandene AF-Speichertaste Voreinstellungen verkürzen,

so dass mehr Zeit für die eigentliche Bildkomposition bleibt. Man kann zwar fast alles im Nachhinein mit der weiteren Bildbearbeitung am PC lösen, aber eben auch vieles zuvor, wie es bei der Diafotografie ein Must ist.

Korrekte Beleuchtung

Profis haben Assistenten für das gesamte Equipment und tragbare Licht reflektierende Wände oder ein bestausgeleuchtetes Studio, schlichte und fotografierende Fußgänger müssen ohne diese Hilfsmittel auskommen. Die allgemeine Beleuchtung beschränkt sich auf das vorhandene Tageslicht mit all seinen Licht- und Schattenseiten

  • in der Frühe oder am späteren Tag modelliert Seitenlicht die Plastizität der Umgebung,
  • in der Mittagszeit führen hohe Sonnenstände zu starken Schatten und überfordern damit die Fähigkeit des Sensors, Kontraste vollständig abzubilden,
  • am späten Abend nach Sonnenuntergang und ohne künstliche Lichtquellen wird Fotografieren ohne Stativ oft zum Glücksspiel.

Ganz auf den Blitz zu verzichten ist nicht immer sinnvoll, weil Blitzlicht zur Aufhellung dunklerer Partien oft Bild belebend und damit positiv wirkt, wenn das verfügbare Licht (availible light = AL) die Hauptlichtquelle bleibt. Hier helfen einige Versuche und Kontrollen, um die richtige Mischung zu erzielen, etwa 1 bis 2 Blenden soll das aufhellende Blitzlicht in der Intensität reduziert sein. Ebenso kann der Blitz zum Einfrieren einer ansonsten verwackelten langen Aufnahmenzeit verwendet werden.

Zusammenfassend ist festzuhalten, daß Tageszeiten zu beachten, Mittagszeiten zum Fotografieren hingegen eher zu meiden sind, ungewöhnlich dargestellte Sonnenauf- und Untergänge durchaus interessant sein können und die blaue Stunde, die kurze Zeit direkt nach dem Sonnenuntergang, mit besonderen Licht viel Reiz bietet.

Fotografieren mit Programmen

Programm-Automatiken sind auch im Abschnitt korrekte Belichtung beschrieben, sie werden gerne als Kreativ-Programme bezeicnet. Kreativ ist hier die Vorwahl eines Wertes für Blende, Empfindlichkeit und Verschlusszeit je nach Anforderung durch das Motiv und die herrschende Lichtbedingungen.

25 oder mehr Motivprogramme haben den Nachteil, dass das Motiv schon wieder weit weg ist, bevor das vermeintlich richtige umständlich im Menü gewählt ist. Zudem wird die Abbildung durch weitere Parameter beeinflusst, was in Hinblick auf eine möglichst naturgetreue Bildwiedergabe abträglich ist. Ich verwende deshalb Motivprogramme nicht, an vielen dSLR sucht man diese Automatiken am Programmwahlrad vergebens. Alternativ hingegen lassen sich die individuell zu programmierende Custom Programme (C1 C2 C3) gerne für dezidierte Aufnahmesituationen nutzen.

Natürliche Farben

Es gibt mindestens zwei Arten, (akustische und) fotografische Aufnahmen wiederzugeben, eher mit natürlichen Farben (oder nahezu unverändertem Klang) oder als effektvolle Kalenderbilder (bzw. mit mehreren deutlich getrennten Tonkanälen und nachbearbeiteten Toneffekten). Für die möglichst naturgetreuen Farben sorgt das Parameter [Natürlich] im Bildstil Menü, ich verwende dabei noch die minimale Einstellung für Schärfe, +1 hingegen für Kontrast und Farbintensität und 0 für den Farbton. Diese Einstellungen sind das Ergebnis aufwändiger Testreihen mit der Canon EOD 5D und haben sich bisher mit guten Ergebnissen auf alle meine anderen Canon dSLR übertragen lassen, besonderen Wert lege ich auf gute Wiedergabe von Hautfarben auf sorgfältig kalibrierten Monitoren (Color Vision Spyder). Farben verändernde Filter vor dem Objektiv verwende ich aus diesem Grund nicht, spezifische Farbfolien vor dem Blitzgerät allerdings gerne.

Polarisierenden Filter wird eine sattere Farbwiedergabe zugeschrieben, zudem werden Reflexe vermindert bis ausgelöscht. Sattere Farben erreicht man auch durch etwas knappere Belichtung (minus ½ Blende), Lichtspiegelungen oder Reflexe hingegen stellen für mich in der Regel einen besonderen Reiz dar, auf den ich keinesfalls verzichten möchte.

wird fortgesetzt…

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