FAQs Makrofotografie – Welches Objektiv ist geeignet?

Frage: Welches dSLR Objektiv ist besonders gut für Makroaufnahmen geeignet?

Bilddaten: EOS 5DII EF 50mm F1.8 1/45s ISO 200 2-fach Konverter AL Snapseed TOP

slowfoto:

Das kommt neben anderen vor allem auf folgende Faktoren an (in alphabetischer Reihe):

availabel light

Blitzlicht oder Blitzanlage

Distanz oder Fluchtabstand

Objektgröße

Sensorgröße resp. Cropfaktor

Unterschiede in der Ausrüstung:

Wer grundsätzlich nur das vorhandene Licht nutzt, benötigt ein eher lichtstarkes Makroobjektiv. Das ist für knackige Nahaufnahmen nicht immer nötig, weil Blendenwerte ab F8 mehr Schärfe ins Bild bringen. In vielen Fällen kann dezent eingesetztes Blitzlicht unterstützen, in manchen Fällen sind Nahaufnahmen erst mit dem Blitz als Hauptlichtquelle möglich. Für die Nähe sind Blitzgeräte mit geringerer Leistung (z.B. bis LZ 27) oder der eingebaute PopUp Blitz ideal (z.B. LZ ab 10).

Die ideale Brennweite bestimmt sich ibs. durch den nähest wählbaren Abstand zum Objekt: Je kürzer diese Distanz, desto einfacher ist das Handling, je geringer die Brennweite, desto günstiger ist wegen der Verbreitung auch der Kaufpreis des Makroobjektivs. Diese Objektive bilden nicht besser als sehr gute Festbrennweiten ab, manche sind in der Abbildungsleistung bei Offenblende sogar unterlegen: Mit Makroobjektiven kann man bauartlich bedingt sehr nahe an das Objekt herangehen, um vergrößert aufzunehmen, that`s all…

Hilfsmittel zur Reduktion des Minimalabstandes eines Objektivs sind auch Zwischenringe (Extension Tubes), die es in verschiedenen Längen gibt (Beispiel Canon mit 12mm und 25mm). Man sollte darauf achten, dass alle Anschlüsse moderner Bajonette bedient werden, sonst funktioniert der Autofokus oder die Offenblende oder beides nicht mehr.

Der >Makro< Abbildungsmaßstab 1:2 bedeutet, dass bei nähestem Abstand das vollständig abgebildete Objekt mit der doppelten Sensorgröße übereinstimmt, beim Vollformatsensor entspricht das 48mm mal 72mm, sprich 2-faches Kleinbildformat. Landläufig wird heute fast jede Nahaufnahme als >Makro< bezeichnet. Im Sinne des Wortes beginnt Makro erst, wenn das abgebildete Objekt maximal 5-fache größer als die Sensorfläche ist. Ab 1:1 und kleineren aber bildfüllend abgelichteten Objekten spricht man deshalb auch von Mikrofotografie, diese ist mit speziellen Objektiven oder sog. Umkehrringen auch für Zoomobjektive zu erzielen. Man muss hier idR manuell arbeiten. Die Schärfentiefe nimmt mit der Vergrößerung ab. Abhilfe: Mit dem sog. >focus stacking< können ruhende Objekte mit kontinuierlicher Fokusveränderung fotografiert und danach digital verrechnet werden.

Nicht zuletzt sollen auch Nahlinsen erwähnt werden, eine relativ bequeme Lösung für gelegentliche Nahaufnahmen unter Beibehaltung aller Kamerafunktionen, als Lesebrille für das Objektiv für etwas >näher ran<. Achtung: +10 Dioptrien sind höchstens für kompakte Digitale geeignet, das dSLR Objektiv sollte mit nicht mehr als +4 oder besser +2 Diotrien bestückt werden.

Zu den Investitionen:

Nahlinsen kosten vergleichsweise wenig, müssen aber für jeden Filterdurchmesser passend erworben worden, gute mit 2 Linsen gehen schon eher ins Geld, vor allem wenn der Durchmesser steigt.

Zwischenringe mit der Übertragung aller Funktionen bieten viele Vertriebe an, die Anschaffung ist einmalig und nur beim Systemwechsel erneut fällig.

Makrofähige System- oder Fremdobjektive sind eine enorme Erleichterung für Denjenigen, der auch täglich Nahaufnahmen macht, wobei die Makro-Festbrennweite selbstverständlich und mit entsprechenden Resultaten bis unendlich, also ab Mindestdistanz in jeder Entfernung zum Objekt verwendet werden kann. In Abhängigkeit von der Sensorgröße und Verwendung sollte geprüft werden, ob das schwere und teure 100mm Makro für den Crop Sensor zwingend nötig ist, denn hier beträgt der Bildwinkel schon äquivalente 150/160mm (KBÄ Nikon/Canon)!

Mikroobjektive sind idR. manuelle Gläser als umgekehrte Festbrennweiten und bedürfen besonderer Beachtung nicht nur beim Kauf. Der Einsatz dieser sehr speziellen Linsen erfordert stabile Positionen von Kamera und Objektiv, die Distanz zum Objekt sollte auch über Einstellschlitten vorgenommen werden können. Schon aus der analogen Zeit sind sog. Balgengeräte mit Speziallinsen vergleichbar. Anstelle eines Mikroobjektives kann auch eine Kombination (Zoom-) Objektiv mit vollautomatischem Umkehrring, also unter Beibehaltung der Offenblendenfunktion eine Alternative sein.

Ein Wort zum den sog. Makrozoom: Viele Hersteller deklarieren Zoome als makrofähig, was im Sinne des Abbildungsmaßstabs bis 1:1 nicht zutrifft, es sind nur einfache Nahaufnahmen zu erreichen, die durchaus reivoll sein können, dazu zwei Beispiele von Canon: Das EF 28-135 hat eine Nahdistanz bei f135mm von 50cm, gut für Objektgrößen am Cropsensor von 60mm x 90mm, das Kitobjektiv EF-S 18-55 hat bei f55mm den Mindestabstand von 28cm für abzubildende Objekte von 40x60mm.

Kombiniert man mittlere Zoome mit geringerem (50cm) oder Telezoome mit größerem (100-150cm) Nahabstand jeweils mit kleinem (12mm) oder großem (25mm) Distanzring, reduziert sich der Nahbstand nochmals unter Verlust von Aufnahmen bei unendlicher Entfernung. Kombiniert man diese Zoome mit einem 1.4, 1.5 oder 2-fach Konverter, verändern sich die Nahabstände nicht, aber die Brennweiten verlängern sich, die abgebildeten Objektgrößen reduzieren sich durch die kleineren Bildwinkel ebenso wie die Lichtstärken der verwendeten Zoome oder Festbrennweiten. Wer auf Gewicht (und Anschaffungen) verzichten will, ist mit bewährten Konverter-Zoom Kombinationen (Kenko 1.4 plus EF 4 70-200 L IS) gut versorgt, für reine Nahaufnahmen genügt diesem Zoom auch ein 25mm Zwischenring, für gutes Licht sorgt ein kompaktes Blitzgerät (270EXII) z.B. mit 1-2 LW Reduktion, um vorhandenes Licht nicht zu überlagern.

Unterschiedliche Kosten finden sich bei den Blitzlichtsystemen, angefangen bei sog. >slave< fähigen kleinen Blitzen auf Minischuhen oder mobilen Schienen, die am Stativgewinde des Kameragehäuses fixiert und vom PopUp Blitz gezündet werden, die mobile Verwendung ist trotz [M] Programm relativ sicher bei gleichbleibenden und nahen Abständen (ISO 100 – 1/125sec – f ca. 50-60mm – F19 – volle Blitzleistung). Die nächste Stufe stellen die systemgesteuerten Ringblitze dar, mit zwei  Blitzröhren jeweils im Halbkreis, dieser Ring wird vorn am Objektiv eingeklickt, man sollte darauf achten, dass beide Röhren getrennt eingestellt werden können – oben etwas heller und unten etwas dunkler, um je nach Anforderung das natürliche Lichtaufkommen nachzubilden. Variabler aber noch frontlastiger sind sog. Scherenblitzysteme mit zwei oder mehreren kleinen Blitzgeräten, vergleichbar zum Ringblitz vorn am Objektiv befestigt, eignen sich hervorragend für Table-Top Fotografie, wenn Kamera und Lichtsystem auch auf einer stabilen Fläche stehen können.

Handlich sind vor allem kleine systemfähige Blitzgeräte (270EXII) , die per Kamera auch in der jeweiligen Intensität gesteuert werden können: Gezielte Platzierung und geringes Gewicht schaffen Vorteile, unterwegs genügen sie als Aufhellblitze oder in kleineren Räumen ähnlich dem PopUp, weil immer dabei! Nicht zu vergessen: Für alle Blitzgeräte gibt es auf- oder vorsteckbare Diffusoren, deren Wirkung harte Schlagschatten vermeiden kann, das muss man austesten, weil die Wirkung sehr unterschiedlich ist, oft nutzen auch schon transparente (Verpackungs-) Folien.

Zu dem ungefähren Kosten:

Nahlinsen ca. €20-50

Zwischenringe ca. €50-100

Makro-Microobjektive ca. €250-1.000

Manueller >slave< Blitz LZ 15 €35, Makro-Flash-Set aus 2 Blitzen mit Schienen zur Montage ca. €150

Systemblitz je nach Anbieter und LZ 27-40-55 ca. €150-250-350

Ringblitz je nach Anbieter ca. €150-500

Zangenblitz wie vor ca. €250-650

Konverter ca. € 150-250-500 je nach Faktor und Hersteller

Es gibt also vor jeder Anschaffung viel zu beachten…

Weiterführende links

http://de.wikipedia.org/wiki/Makrofotografie

http://de.wikipedia.org/wiki/Mikrofotografie

(c) www.slowfoto.de

FAQs Kleine Objekte fotografieren…

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Frage: Welches Ministudio ist für kleine Objekte gut geeignet?

slowfoto:

Das kommt vor allem auf die maximale Größe und die Art der Objekte an: Will man porträtieren, benötigt man einen Stuhl für den Betreffenden, sind es Objekte zum hinstellen, kann  man im Sinne der table-top Fotografie arbeiten: Darauf möchte ich am gezeigten Beispiel meines Ministudios  (80 x 45 x 65cm B x T x H) näher eingehen, denn aus einer provisorischen Verlegenheitslösung ist mittlerweile der Dauerzustand geworden 🙂 Wesentlich ist dabei die Arbeitsplattform (Tisch, Regal), die geeignete Beleuchtung und das Stativ für die Kamera. Die Ausnahme bildet das Makro Flash Kit (TRAUMFLIEGER), dass mobil und stationär für Nahaufnahmen zu verwenden ist.

Zur Ausrüstung:

Aufklappbare transportable Kofferstudios eignen sich für entsprechend kleine Objekte, anklemmbare (LED-) Leuchten bedürfen bei JPG Aufnahmen hinsichtlich der Farbtemperatur zumindest eines individuellen Weißabgleichs.

Für alles was klemmt oder steht sind die FLEXX Ausrüstungen von Cullmann bestens geeignet.

Ideal ist eine stabile Arbeitsplatte, auf der entweder das Equipment schnell einzurichten ist oder im Idealfall sogar stehen bleiben kann. Wie im großen Studio ist auf ausreichende Reflektionsflächen zu achten, dazu eignen sich stabile weiße Kartone aus dem Papierhandel. Hinter- und Untergrund kann eine Stoffbahn sein, die im Sinne einer halfpipe die Arbeits- und Rückfläche einnimmt, womit der Knick vom Bden zur Rückwand entfällt. Regenschirmartig aufzuklappende Zelte (KAISER) aus transparent weißem Stoff nehmen eine Sonderstellung ein: Sie sind in Sekunden aufgestellt oder wieder abgebaut und beinhalten alles, was man studiomäßig zum Fotografieren benötigt und eignen sich zudem für Blitz- oder Dauerlicht.

Wesentlich ist die Ausleuchtung, ich ziehe kleine Blitzleuchten (CF Foto und Video) wegen der stabilen Farbtemperatur und und kontrollierbaren Intensität vor: Zum Einstellen eignen sich die in Studioblitzen eingebauten Halolampen, für Systemblitze bleibt der Probeblitz.

Ein guter Handbelichtungsmesser (GOSSEN) erleichtert ohne viele Probeaufnahmen, die Lichtmenge vor der Aufnahmeserie präzise einzustellen. Wie für das große Studio sind Ausbelichtungen im [M] Programm bei rauscharmen ISO100, 1/125sec als sicherer Synchronisationszeit und Blende F8 und mehr (je kleiner das Objekt, desto eher F19) sinnvoll!

Zu den Investitionen:

Bauartlich genügt ein Tisch oder ein entsprechend tiefes Regal. Die weißen Pappen kosten wenig, ebenfalls das geeignete und möglichst waschbare Tuch.

Kameraseitig ist ein Stativ mit Einstellschlitten nötig. Moderne Crop Kameras eignen sich mit dem Kitobjektiv (18-55mm) bereits für minimale Objektgrößen ab 40x60mm. Zudem besitzen sie einen eingebauten pop-up Blitz.

Komfortabel ist die Ausleuchtung mit zwei oder drei Studioblitzen, als Lichtleistung genügen <200Watt vollauf.  Der dritte Blitz für die Hintergrundausleuchtung zur Vermeidung häßlicher Schlagschatten kann auch ein sogenannter Slave sein.

Zu dem ungefähren Kosten:

Kofferstudios ca. €50-100.-

Aufklappbares Stoffzelt incl. grau/weiß Tuch mit Klettbahn ca. €40.- siehe link unten

2 Studioblitze (200W) ca. €300.- siehe 3 links unten

Slave Blitzgerät ab ca. €35.-

Blitzlichtmessgerät ca. €150-300.- siehe link unten

Tramflieger makro Flash Kit pro ca. €150.- siehe link unten

Cullmann FLEXX System ab € 30.-

Crop-Kamera plus Kitobjektiv ab € 350.-

Es gibt also vor jeder Anschaffung viel zu beachten…

Weiterführende links

http://de.wikipedia.org/wiki/Makrofotografie

https://slowfoto.wordpress.com/2011/03/30/eine-kompakte-und-erschwingliche-blitzanlage-1/

https://slowfoto.wordpress.com/2011/05/03/eine-kompakte-und-erschwingliche-blitzanlage-2/

https://slowfoto.wordpress.com/2011/05/26/kompakte-vs-professionelle-blitzanlage-3-fazit/

https://slowfoto.wordpress.com/2011/07/25/belichtungsmessung-aktuell-whats-go-ssen-on-teil-2/

CF Studioblitze

http://www.cf-photo-video.de/Produkte/Beleuchtung/Studioblitze/studioblitze.html

Cullmann FLEXX System

http://www.cullmann.de/ergebnisse/cat/flexx.html

Gossen Lichtmessung

http://www.gossen-photo.de/foto_p_digiflash.php

http://www.gossen-photo.de/foto_p_digipro.php

Traumflieger MAKRO-Flash-Kit PRO

http://www.traumflieger.de/shop/product_info.php?products_id=166

Traumflieger Kaiser Dom Zelt

http://www.traumflieger.de/shop/product_info.php?products_id=110

(c) www.slowfoto.de

FAQs Objektive und Retroadapter für Makros

Frage: Welches Objektiv und welcher Retroadapter ist für Makroaufnahmen geeignet?

slowfoto:

Ich verwende seit vielen Jahren für das EF-S 18-55 den Retroadapter (= Umkehrring) von Stefan Gross, ergänzt um den Filterhalter zum Schutz der hinteren Objektivöffnung, die jetzt ja nach vorn zeigt:

http://www.traumflieger.de/desktop/retroadapter/retroadapter.php

und habe damit Fotos mit kleinen oder winzigen Motiven erstellen können. Einschränkend muss man sagen, dass die Retro-Objektive manuell weil bei Arbeitsblende bedient werden, vergleichbar zur Arbeitsblendenmessung mit gedrückt gehaltenen Abblendtaste. Ebenso wird auch eingestellt: Man wählt die Blende vor (z.B. F8, bei noch kleineren Blenden sieht man fast nichts mehr im Sucher), drückt diese Taste und verrückt dabei das Objektiv ein paar Grad im Bajonett, so dass beim Loslassen der Taste der Blendenwert erhalten bleibt, was dem Entfall der Offenblendenmessung entspricht. Nun kann man das Objektiv ganz abnehmen und mit dem rein mechanischen Umkehrring wieder aufsetzen und mit dem Fotografieren beginnen. Die gewünschte Abbildungsgröße läßt sich durch Veränderung des Objektabstands, der Brennweite und der Entfernungseinstellung am Objektiv variieren, ein Stativ mit Einstellschlitten ist dabei hilfreich. TFs pro Version (Novoflex) steuert auch die Blende, so dass ohne jegliches Abdunkeln eingestellt werden kann.

http://www.novoflex.com/de/produkte/makrofotografie–blitztechnik/umkehrring-eos-retro/

Zu den Objekten der Begierde bleibt zu sagen: Wegen der geringen Schärfentiefe muss man darauf achten, dass sowohl die Kamera als auch das Motiv möglichst absolut ruhig bleiben. Beispiele: Libellen während der Paarung, Insekten auch nach dem Ableben wie in meinen Foto Hummel, Blüten vorher fixieren (cave Wind), vorher an technischen Objekten üben hilft weiter.

Ein anderes Thema ist das richtige Licht, hier helfen in der Desktopfotografie stationäre Dauerlichter (LED) oder auch transportable Blitzsysteme mit z.B. 2 seitlichen sog. Slaves i.V.m. dem PopUp Blitz als Auslöser:

http://www.traumflieger.de/shop/product_info.php?products_id=91

Alternativ kann man auch den Ringblitz mit Dieter Baumanns dps Halter für den Canon EX 14 Ringblitz, am Stativgewinde montiert, mit gezielter Position oberhalb des Objektivs einsetzen:

http://www.dental-photo-systeme.com/produkte/zubehoer/index.php

Last not least lässt sich auch eine kleine Studioblitzanlage i.V.m. Diffusoren problemlos integrieren:

https://slowfoto.wordpress.com/category/studiofotografie/

Als Alternativen, mit mehr Komfort im Sinne der Offenblende, aber immer noch limitiert auf etwa 1:1, bleiben die drei mir gut bekannten EF 2.5 50 macro, EF-S 2.8 60 macro und EF 2.8 100 macro, die beiden EF durchaus auch mit Konverter,  für das 50er gibt es den speziellen Live-Size Konverter. Der PopUp Blitz der Crop-Kameras leuchtet sogar das lange 100er abschattungsfrei aus. Eine Sonderstellung nimmt das Canon Lupenobjektiv MP-E 2.8 65mm für die eher stationäre Verwendung ein, das den Bereich von 1:1 bis 5:1 abbildet (s.a. Wurzelspitze). Wer mit dem [M] Programm arbeitet und z.B. Blende F19 und Belichtung 1/30-1/200sec mit manuellem Blitzlicht, kann sich mit dem Einsatz eines Blitzbelichtungsmessers viele Belichtungsreihen ersparen.

https://slowfoto.wordpress.com/2011/07/25/belichtungsmessung-aktuell-whats-go-ssen-on-teil-2/

(c) www.slowfoto.de

FAQs Belichtungsmessung: Wie übertrage ich die gemessenen Werte des Gossen Digipro F auf die Kamera

Frage: Wie übertrage ich die gemessenen Werte des Gossen Digipro F auf die Kamera

slowfoto:

Nach der Blitzbelichtungs- oder Objektmessung gilt das manuelle Vorgehen für alle Kameras gleichermaßen, ohne Beachtung der kameraeigenen Messwerte:

An der Kamera Wahl des [M] Programms am Stellrädchen, ISO Wert wie beim Belichtungsmesser (i.d.R. bei Blitzaufnahmen ISO 100) einstellen, dem angezeigten Blendenwert und die Belichtungszeit ebenso (F8 und 1/125sec wie vor). That´s all… 

(c) www.slowfoto.de

s l o w f o t o der Woche (KW 27 2011)

 

…leise und rot

Bilddaten:

– Kamera: EOS 5D MkII
– Objektiv: EF 4.5-5.6 70-300mm L IS
– Blende: F6.7
– Belichtungszeit: Tv 1/350sec
– Empfindlichkeit: auto ISO 320
– Belichtungskorrektur: 0,5LW
– Brennweite: f300mm
– Entfernung zum Fokus: 120cm
– Belichtungsmessart: Mehrfeld
– Bildstil: Snapshot
– Bildbearbeitung: unbearbeitet

Aufnahmezeit: 14Uhr13
Aufnahmeort: D Alsfeld Garten

www. s l o w f o t o .de

Nahfotografie – ein geeignetes und kleines Equipment

Um es vorweg zu nehmen, es geht hier nicht um eine Vorgehensweise für absolut vergleich- und reproduzierbare Nah- oder Makroaufnahmen aus unterschiedlichen Aufnahmesessionen, sondern um eine einfache und sichere Wiedergabe von kleinen Objekten, die mit der dSLR >out of the box< so nicht aufgenommen werden können (anstelle Cropsensor plus Makroobjektiv plus Ringblitz): Mit dem Kit-Objektiv 18-55 bei f55mm und dem Popup-Blitz endet die Nahaufnahmefähigkeit bei 28cm Distanz mit kleinsten Objektgrößen von immerhin 40x60mm!

Ist das Objekt der Begierde kleiner und lässt nähere (Flucht-) Distanzen zu, kommen die Vorteile kompakter Kameras (NIKON CoolPix 950 bis 4500, SANYO Xacti E6 und E60) mit kleinerem Sensor (Crop Faktor >=5) zum Tragen, die aufgeführten Modelle werden allerdings seit geraumer Zeit nicht mehr hergestellt: Hervorgehoben hier nochmals das fantastisch einfache Handling der E6, ohne Zubehör und nur mit dem abgeklebten Blitz (eine Lage weißes Papier) sind bei mittlerer Brennweite eindrucksvolle Detailwiedergaben bis zu Briefmarken großen Objekten bei 4MPI möglich.

Aktuell bietet CANON die Powershot D10 als wasserdichte Kompakte mit innenliegendem 3-fach Zoom und obenliegendem Blitz zum Strassenpreis von ca. € 235.- an. Ich verwende diese Kamera seit über zwei Jahren für alle Situationen, in denen ich keine dSLR schleppen oder eine Nahaufnahme erstellen möchte (s.a. -> slowfotos der Woche und Einstellungstipps). Zudem habe ich mich, entgegen meinem sonstigen Vorgehen, bei dieser Kamera auch gerne auf den [Auto]matikmodus verlassen: Hier bietet die D10 interessanterweise eine kurze Distanz [Blume] bei f6,2mm mit halbwegs Restlicht allerdings ohne automatische Blitzaufhellung, im [P] Modus hingegen auch mit erzwungenem Blitz bei ISO 80, die Abbildungen dazu sind unten. Eine zusätzlich montierte 5-10 Dioptrien Vorsatzlinse erlaubt längere Abstände und damit Fluchtdistanzen durch längere Brennweiten bis f16,8mm (37mm auf hier 43mm Adapterring, 43mm 10Dio-Nahlinse).

D10 mit Diffusor und Nahlinse

Ein Problem entsteht bei der Ausleuchtung durch den eingebauten Blitz, der zwar in 12 Uhr Position richtig positionert ist und somit seitliche Schatten vermeidet, aber durch den massiven Objektivvorbau bei kürzesten Entfernungen in den unteren Bildbereichen abgeschattet wird. Abhilfe schafft, wie auch schon bei den Nikon Modellen mit dem seitlichen Blitz, den Verwendung eines selbstgebauten Diffusors (500g Yoghurtbecher, 37mm Lochschnitt im Boden), schön ist er nicht aber so billig wie gut: Einfach aufstecken und blitzen!

D10 mit Diffusor

D10 mit Diffusor von oben

Viel Spaß beim Basteln…

s.a. bisher

https://slowfoto.wordpress.com/2010/11/16/nahfotografie-ganz-einfach/

https://slowfoto.wordpress.com/2010/09/04/canon-powershot-d10-einstellungen/

Abbildungen unbearbeitet

F8 1/60sec ISO 80 f6mm ohne Blitz

alle weiteren F8 1/15sec ISO 80 f6mm, hier mit Blitz und Abschattung im unteren Bereich

hier mit Diffusor und gleichmäßiger Ausleuchtung

hier mit Blitz und zentraler Überbeleuchtung

hier mit Joghurtbecher-Diffusor und gleichmäßiger Ausleuchtung

(c) www.slowfoto.de