walimex f500mm F8 am Crop- und Vollformatsensor

walimex f500mm F8 für €120.-

Zum vergrößerten Betrachten wie gewohnt ein Bild anklicken.

Bilddaten:

– Kamera: EOS 400D IMG 4777 bis IMG 4810
– Kamera: EOS 5D MkII IMG 5739 bis IMG 5765
– Objektiv: walimexpro 8 500
– Blende: [Av] F8
– Belichtungszeit: 1/500 sec
– Empfindlichkeit: 400D ISO 800 und 5DII ISO [A]uto 500 bis 2.500
– Belichtungskorrektur: -0,5LW
– Brennweite: 500mm
– Entfernung zum Fokus: div
– Belichtungsmessart: Mehrfeld
– Bildstil: Snapshot
– Bildart: JPG
– Bildbearbeitungen:  TOP

Alsfeld gegen 12 Uhr

Was bietet ein manuelles 500mm Objektiv für €120? Es ist schlank und 33cm lang und wiegt 830g – mit griffigen Ringen für die Blenden- bzw. Entfernungseinstellung – eine sehr gute Verarbeitung, präzise laufende Einstellungsringe – der Adapter für das Canon EF Bajonett, der Frontlinsendeckel ebenso wie eine leichte Tragetasche werden mitgeliefert – zusätzlich montiert ist das Stativgewinde.

Das 500/8 Linsenobjektiv – Walser hat auch ein kurzes 500/8 Spiegelobjektiv im Katalog – beeindruckt durch ausgewogene Lage in der linken Hand. Es sollte für die abgeblendete Aufnahme mindestens auf einem Einbeinstativ stabilisiert werden, dazu verwende ich gerne den LEKI Sierra Fotostock.

Das Teleobjektiv ist vollformat tauglich oder erzielt am Canon Cropsensor einen kleinbildäquivalenten Bildwinkel von 800mm. Die manuelle Entfernungseinstellung ist für Blende 8 präzise und schnell über die werksseitig eingebaute Suchermattscheibe der Canon EOS 400D vorzunehmen. In der EOS 5D MKII verwende ich die Mattscheibe mit Hilfslinien für die exakte senk- und waagerechte Ausrichtung. Von Nachteil ist die Naheinstellgrenze von nur 10m, Abhilfe kann ein Zwischenring schaffen oder besser eine andere Brennweite…

Die außer zur Daten- und mithin Dateigrößenreduktion unbearbeiteten Testaufnahmen wurden bei Offenblende F8 und aufeinanderfolgend erstellt: Mit Zeitvorwahl 1/500sec und ISO Automatik (ISO 500 bis 2.500) an der 5DII, mit 1/500sec bei ISO 800 an der 400D. Vorteile des Cropsensors mit dem kleineren und leichteren Spiegel ergeben sich durch den bauartbedingt leiseren Spiegelschlag. Für sattere Farben empfiehlt sich eine Unterbelichtung von 1-2 Blendenwerten.

Wer nicht mehr als €120.- investieren möchte und mit einem manuell zu fokussierenden Objektiv umgehen kann oder will, ist mit dieser Anschaffung gut beraten. Die Aufnahmen können sich sowohl von der Farbwiedergabe als auch von der Abbildungsleistung ab Offenblende sehen lassen. Empfehlenswert für dieses Äquipment ist die ISO-[A]utomatik wie auch die Spot-Lichtmessung, beide erhöhen die Trefferquote für unbeschwert erzielbare gute Fotografien.

http://www.foto-walser.biz/shop/Artikel/1710/85/Objektiv_fuer_Canon_AF_walimex_500_8_0_Linsenobjektiv_fuer_Canon_EF.htm

Crop- und Vollformatsensor,  manuelle Tele-Festbrennweite, Landschaften

(c) www.slowfoto.de

Winter ade

Nach bis zu -20 Grad erfreuen Sonnenstrahlen nicht nur den Sensor, die Natur meldet Wachstum, die ersten Kraniche kehren zurück.

Die Domäne des lichtstarken walimexpro Weitwinkels ist sicher nicht die Landschaftsaufnahme bei natürlichen Licht, sie eignet sich hingegen bestens zur Beurteilung der einwandfreien Farbwiedergabe. Aufnahmetipps für die EOS 5DII: ISO 100 fest und [Av] bei F8 am Objektiv wie auch die Entfernung manuell einstellen, die Belichtungszeit variiert je nach Lichtmenge. Zum vergrößerten Betrachten wie gewohnt ein Bild anklicken.

Bilddaten:

– Kamera: EOS 5D MkII
– Objektiv: walimexpro 1.4 24mm
– Blende: [Av] F8
– Belichtungszeit: 1/90-500 sec
– Empfindlichkeit: ISO 100
– Belichtungskorrektur: -0,5LW
– Brennweite: 24mm
– Entfernung zum Fokus: div
– Belichtungsmessart: Mehrfeld
– Bildstil: Snapshot
– Bildart: RAW
– Bildbearbeitungen: DxO7 V1 –  TOP

Alsfeld Schwalm 12:30

Vollformatsensor, lichtstarke manuelle Festbrennweite, Landschaften

(c) www.slowfoto.de

FAQs Manuelle Objektive an der Canon EOS 7D

– Kamera: EOS 7D 2033/2036/2037
– Objektive: walimexpro 8 650mm – 2.8 14mm – 3.5 8mm
– Blende: alle F8
– Belichtungszeit: alle 1/1.000 sec a.d.Hand
– Empfindlichkeit: ISO 400 – 500 – 400
– Belichtungskorrektur: keine
– Brennweiten KBÄ: 1040mm – 22mm – 13mm
– Entfernung zum Fokus: alle unendlich
– Belichtungsmessart: Mehrfeld
– Bildstil: Standard
– Bildart: JPG
– Bildbearbeitung: TOP

D Alsfeld 12:15 – alle Aufnahmen vom gleichen Standort

Frage: Welche Einstellungen verwendest Du an der EOS 7D, um mit manuellen Objektiven Aufnahmen zu erstellen? Du hast über die 400D, 5D und 5DII berichtet, aber nicht über die 7D.

slowfoto:

Das ist richtig, hier die Antworten, es gibt einige zunächst verwirrende Möglichkeiten an oder mit der 7D, man muss das auch selbst mal in Ruhe austesten. Grundsätzlich unterscheiden sich die Kameras ja auch in der Auslegung der ISO Automatik, die ich sofern vorhanden gerne für ein gewisses Belichtungsfenster nutze. Das bedeutet, die erste Einstellung an der 7D ist z.B. auto ISO [A], dann wähle ich eine zum Umgebungslicht passende Blende. 

Danach stelle ich auf [Av] und nutze das große Drehrad, um am Balkendiagramm im Sucher die Belichtung über den ISO Wert zu korrigieren, das kleine obere Drehrad hat jetzt keine Funktion. So benötigt z.B. das walimexpro Superetele 8 650mm und das Superweitwinkel walimexpro 2.8 14mm einen realtiv exakten Wert um +-0, das Fischauge walimexpro 3.5 8mm hingegen einen eher knapperen Wert von +-0 bis zu -1!

Die gleichen Einstellungen ergeben i.V.m. [Tv] Änderungen der Belichtungzeit über das kleine Rad auf der Kamera Oberseite, Änderungen des ISO Wertes über das rückseitige Rad zur gezielten (Unter-) Belichtung. Diese Einstellung ist für beide genannten Objektive und die manuellen Schätzchen aus der alten Zeit mit den entsprechenden Adapterringen wohl die schnellste in der Vorwahl.

Die andere Möglichkeit ist, anstelle [Av] das [M] Programm zu wählen. In [M] korrelieren die Werte Belichtungszeit und ISO zueinander, so dass für schneller bewegte Motive auch bewusst kürzere Belichtungszeiten zur Vermeidung von Bewegungsunschärfen gewählt werden können. Diese Einstellung eignet sich eher für das Weitwinkel, da keine Unterbelichtung wie für das Fischauge nötig eingestellt werden kann, das große Drehrad hat Pause.

Auch im [P] Programm ergeben sich Möglichkeiten, die Kamera wählt zunächst 1/60sec und einen passenden ISO Wert, der je nach Licht bis 3.200 erhöht wird, danach wird die Belichtungszeit verlängert. Die gewünschte Belichtungskorrektur erfolt über das rückwärtige große Drehrad, das kleine auf der Oberseite hat diesmal keine Funktion.

Will man vollmanuell belichten, wählt man einen einen festen ISO Wert, eine dem Umgebungslicht situationsbedingt angepasste Blende und [M] plus die gewünschte (Unter-) Belichtungszeit mit dem kleinen Rad neben dem Auslöser oder in [Av] mit dem großen Rad auf der Gehäuserückseite. Hiervon profitiert vor allem der Filmschaffende.

Jedenfalls zeigt sich, dass man für jede Kamera eigene Wege zur sicheren Belichtung bei der Verwendung manueller Objektive finden muss. Dann lassen sich aber präzise belichtete Aufnahmen erstellen, nicht ganz so schnell wie mit automatischen Objektiven und zudem mit manueller Vorwahl der Blende in Abhängigkeit zum verfügbaren Licht.

Viel Erfolg bei der Verwendung der alten und neuen Klassiker!

(c) www.slowfoto.de 

s l o w f o t o der Woche (KW 01 2012)

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Das große walimexpro F8-16 f650-1.300mm ist ein manuelles Spezialobjektiv für die Ferne, der näheste Abstand zum Objekt beträgt ca. 20m bei f650mm, zur Endbrennweite ist er kürzer. Das Objektiv arbeitet immer mit offener Blende. Fokusiert wird mit dem griffigen Drehring, der von nah auf fern nur etwa fünf cm bewegt wird. Gleichzeitig dient dieser Ring der linken Hand als ausgewogener Halt für das Objektiv. Die Brennweite wird durch bis 12,5cm Auszug des hinteren Objektivteils verändert mit paralleler Reduktion der Blendenöffnung. Damit sind alle Zwischenwerte an Bildgrösse einstellbar, weshalb Walser von F8 bis 16 und f650mm bis 1.300mm spricht. Der Crop Sensor wirkt mit Faktor 1.6 nochmals wie gewohnt, so dass schließlich der Bildwinkel nur etwa ein Grad beträgt.

Dieses Glas ist sicher nicht für Jede-r-frau-mann geeignet. Der Publikumsfaktor ist extrem hoch, die Bildausschussrate beim Drauflosknipsen ebenso. Im ruhigen Umgang und geeigneten Voreinstellungen sind auch aus der Hand Aufnahmen mit enormen Vergrößerungen möglich, zumal der Entfernungsring geradezu easy zu händeln ist. Mit etwas Übung kann man sogar von Spassfaktor sprechen.

http://www.foto-walser.biz/shop/Artikel/3318/85/Objektiv_fuer_Canon_AF_walimex_pro_650_1300_8_16_Tele_fuer_Canon_EF.htm

Bilddaten Vollmond:

– Kamera: EOS 400D
– Objektiv: walimex pro 8/650 16/1.300
– Blende: F16
– Belichtungszeit: 1/1.000sec
– Empfindlichkeit: ISO 400
– Belichtungskorrektur: -2LW
– Brennweiten: 1.300mm x1.6 = 2.080mm KBÄ
– Entfernung zum Fokus: unendlich
– Belichtungsmessart: Integral
– Bildstil: Snapshot
– Bildbearbeitung: keine Freistellung, Original und PS

D Alsfeld 20:52

(c) http://www.slowfoto.de/

Lauterbach und der Strolch – Vollformat Superweitwinkel 14mm 2.8 an der Canon EOS 5D

Lauterbach ist eine kleine Stadt in Oberhessen mit einem reizvollen Kern und vielen alten ansprechend sanierten Fachwerkhäusern und netten Geschäften. Die Lauter, an der der Strolch und sicher viele Andere nicht nur den Strumpf verloren haben, fließt mitten durch das Städchen und bietet eine tolle Kulisse auch für das gleichnamige Fest. Der Weg für die 29 Aufnahmen führte vom Marktplatz aus zur Lauter, dort an den Fachwerkhäusern entlang zum Hotel Schubert mit dem schnuggeligen Entennest direkt an der Lauter, weiter zur Adolf Spieß Turnhalle und zurück zur Stadtmühle und dem Stadtschloss der Familie Riedesel.

Der aufmerksame Besucher findet zu Fuß über- und regionale Gastronomie zu angemessenen Preisen und Kulturangebote zu Hauf in der Jugendstil-Halle sowie vielfältige Freizeitangebote. Die politische VB-Jumelage mit Alsfeld auf Kreisebene ist wohl wegen der Entfernung von fast 20Km gründlich schiefgelaufen und besteht nicht nur aber sichtbar im Verlust der alten KFZ-Nummernschilder ALS und LAT.

http://de.wikipedia.org/wiki/Lauterbach_(Hessen)

Bilddaten:

– Kamera: EOS 5D (die Alte, also `MkI´)
– Objektiv: walimexpro 14mm 2.8
– Blende: F4-11
– Belichtungszeit: [M] 1/60-1.000sec
– Empfindlichkeit: [auto] oder ISO 100 – 800
– Belichtungskorrekturen: -1 bis -3 LW
– Brennweite: 14mm
– Entfernungen: ca. 1m bis unendlich
– Belichtungsmessart: Integral
– Bildstil: Snapshot
– Bilderbearbeitung: DxO

D Lauterbach Hessen 11:00 bis 12:10

SuperWeitWinkel (SWW) Objektive gehören in die Kategorie besondere Gläser, sie sind aufwändig korrigiert und zeichnen ein winkeltreues Bild, dass unseren Augen vertraut ist. Bei allen weitwinkligen Objektiven sind mehr oder weniger tonnenförmige Verzeichnungen vorhanden, bei offener Blende besteht zudem eine sichtbare Verschattung in den Bildecken. Diese Bildfehler können in der Nachentwicklung von geeigneten Programmen herausgerechnet oder mittlerweile oft schon in der Kamera korrigiert werden (Vignettierung). Das EXIF basierte DxO verrechnet bei manuellen Objektiven (non EF resp. non EF-S) `nur´ die Belichtungs-, aber keine weiteren optischen Bildfehler, weil nicht alle dafür notwendigen Objektivdaten übertragen werden und diese Objektive nicht gelistet sind. Dennoch können auch diese Aufnahmen manuell mit DxO korrigiert werden, vor allem als RAW Datei und wenn die neue DxO Version 7 angewendet wird.

Mein altes und damals bedeutendes Weitwinkelzoom ist das kompakte und DxO fähige EF 3.5-5.6 20-35mm, das ich auch heute noch gerne einsetze, wenn ich das größere EF 2.8 16-35mm L zuhause lasse. Canon bietet aktuell die Festbrennweite EF 2.8 14mm L als automatisches Objektiv, allerdings und sicher zu Recht in einer anderen Preisklasse angesiedelt.

Mit dem manuellen walimexpro 14mm 2.8 habe ich viele Erfahrungen an der EOS 5D sammeln können, wobei mir das langsame Fotografieren aus der manuellen Zeit geholfen hat. Nach einer Eingewöhnung, besser re-learning by doing, denn früher waren manuelle Einstellungen gang und gäbe, habe ich einen Weg gefunden, mit dieser lichtstarken Festbrennweite sinnvoll zu arbeiten. Gewisse Voreinstellungen bedürfen nur einer exakten Messung vor der eigentlichen Aufnahme:

  • Nahe Entfernungen werden bei offener Blende F2.8 visuell eingestellt, obwohl die aktuellen Einstellscheiben dieses Vorgehen nur suboptimal unterstützen, die Klassiker mit Schnittbild waren geeigneter. Diese Entfernungseinstellungen sollten sehr sorgfältig vorgenommen werden. Ab 3m kann man schätzen und in Abhängigkeit von der passenden Blende auf 3m oder unendlich am glücklicherweise sattgängigen Ring wählen, womit wie bei der Blende eine ungewollte Veränderung wegen Leichtgängigkeit zuverlässig vermieden wird.
  • Eine Messaufnahme z.B. im [M]-Programm genügt, um den sinnvollen ISO Wert vorab einzustellen, beim Vollformatsensor darf er auch >1.000 liegen. Die Abhängigkeit von der Tageszeit ist hier so auffällig wie richtig. Der ISO Wert sollte eine gut haltbare Belichtungszeit bei dem gewünschten Blendenwert ermöglichen, statische Motive vertragen durchaus 1/60sec. Für die Reportage sind 1/250sec bei ISO 400 und mehr einfacher im Handling.
  • Die manuelle Blende sollte je nach Objekt und vorhandenem Licht gewählt werden, ab F11 ist bei der ultrakurzen Brennweite kein signifikanter Gewinn an Schärfentiefe zu erwarten. F2.8 ermöglicht viele Aufnahmen noch bei wenig Licht. Eine konsequente Unterbelichtung von 2-3 Blendenwerten ergibt an dieser Kamera satte Farben. Eine zusätzliche Schärfentiefenskala in Abhängigkeit von der Blende hätte am Objektiv Platz und wäre für die Voreinstellung wünschenswert.
  • Die zweite Variante wäre über die manuell veränderte Belichtungszeit. Ich ziehe allerdings die zuvor angeführte Korrektur über den Blendenring am Objektiv vor.
  • Erstellt werden die Aufnahmen letztlich im [C]ustom Programm als 3-shot AEB, die Erfahrung zeigt, das eine dieser drei gezielt -3 -2 und -1 unterbelichteten Aufnahmen die Bandbreite des Histogramm gut nutzt. Einstellungstipp dazu: AEB auf -1 0 +1 Blendenwerte, Gesamtbelichtung auf -2 Blendenwerte. Feinere Abstufungen sind nach meinen Erfahrungen nicht sinnvoll, denn in mäßig unterbelichteten Partien zeichnet DxO sehr gut durch, ohne dass es sichtbar rauscht.

Alternativ ist die klassische Handbelichtungsmessung (GOSSEN Digipro F oder Digiflash, dieser Winzling passt auch per Adapter in den Blitzschuh, siehe unten) wie auch die externe Entfernungsmessung (LEITZ Schnittbildmesser) möglich. Punktgenaue oder Spotmessungen sind bei der extrem unterschiedlichen Fülle an Licht für den Sensor m.E. nicht sinnvoll.

So gerüstet, dient die gute alte EOS 5D als veritabler Body für die superweiten Aufnahmen.

Zum walimexpro 14mm 1:2.8 ED AS IF UMC EOS bleibt zu sagen, dass die Farbwiedergabe mit meinen vorgewählten Einstellungen – siehe link dazu unten – untadelig und im Vergleich zu parallelen EF Aufnahmen unauffällig ist, was für mich einem hohen Niveau gleichkommt, wobei ich meinen (und anderen kritischen) Augen traue und deshalb auf die Bewertung jedes einzelnen Pixel verzichte. Mit F11 sind die Resultate selbst bei Empfindlichkeiten von ISO 1.000 akkurat. Höhere Empfindlichkeiten lassen sich mit DxO7 augenfällig entrauschen.

https://slowfoto.wordpress.com/2010/09/03/canon-eos-5d-einstellungen/

https://slowfoto.wordpress.com/2011/07/25/belichtungsmessung-aktuell-whats-go-ssen-on-teil-2/

http://www.foto-walser.biz/shop/Kategorie/8/Objektiv.htm

(c) http://www.slowfoto.de/

walimexpro 3.5 f8mm FISH EYE – ein paar Tipps zum Einsatz

Bilddaten:

– Kamera: EOS 400D
– Objektiv: walimexpro 3.5 8mm (alle) vs EF-S 3.5 10mm (3971)
– Blende: F3.5 und 8
– Belichtungszeit: [Tv] 1/45-1.000sec
– Empfindlichkeit: ISO 100
– Belichtungskorrekturen: -1/2 bis -1,5LW
– Brennweite: 8mm
– Entfernungen: min 20cm bis unendlich
– Belichtungsmessart: Integral
– Bildstil: Snapshot
– Bilderbearbeitung: unbearbeitet

D ca. 15:10-15:40

Fisheye Objektive gehören in die Kategorie Sonderlinsen. Sie produzieren ein flächentreues Bild, geben also Größenverhältnisse exakt wieder. Im Gegensatz zu den aufwändig korrigierten  (Super-) Weitwinkelobjektiven ist die Wiedergabe nicht winkelgetreu, weshalb alle Linien außerhalb des Bildmittelpunktes zum Rand gebogen sind, beim SLR Format 2:3 (HxB) fällt dies bei waagrechten Linien somit deutlicher auf! Um diesen Faktor korrigiert, wären sie Weitwinkelobjektive mit der für unsere Augen natürlicher erscheinenden Raumwiedergabe. Auf Grund ihrer einfacheren optischen Konstruktion zeigen sie keine Vignettierung (dunklere Ränder) und weniger Anfälligkeit für Blendenreflexe sowie Streulichter. Gegenüber Superweitwinkeln weisen Fisheyes bei gleicher Brennweite zudem einen deutlich größeren Bildwinkel auf: Die bekannten zirkulären Fisheyes mit kreisförmigem Bild geben 180 Grad wieder, auf den Boden gelegt nimmt die Kamera ein sogenanntes Halbkugelpanorama auf. Vollformatbild-Fisheyes haben den 180 Grad Bildwinkel nur von Ecke zu Ecke, dafür keine schwarzen Ränder in denselben wie bei der kreisrunden Wiedergabe.

Positioniert man die Kamera exakt mittig zum Objekt und zudem waagrecht, sind die Verzeichnungen relativ gering. Zudem sollte man darauf achten, dass nicht zusätzliche unwichtige Objekte objektivnah platziert sind. Mit diesem Vorgehen lassen sich nicht nur in der Wirkung gesteigerte Aufnahmen inmitten der Natur, sondern auch in engen Räumlichkeiten erstellen, mit extremer Schärfentiefe und räumlich gestreckter Tiefe, wie das bei jeden Weitwinkel der Fall ist, nur eben viel intensiver. Eine besondere Wirkung entsteht ebenfalls, wenn die Kamera mit der Rückseite auf dem Boden liegt, auch hier sind Selbstauslöser oder Fernbedienungen ein Segen.

Am Crop Gehäuse der Canon EOS 400D kam das EF-S 10-22mm und das walimex pro 3.5 8mm zum Einsatz, um zunächst vom Stativ aus die Brennweiten 16mm KBÄ (Abb. 01 3971 ISO100 F3.5 1/1.000sec) zu 12,8mm KBÄ (Abb.02 3968 ISO100 F3.5 1/500sec) zu vergleichen. Das 8mm scheint generell etwas mehr an Licht zu benötigen, was vermutlich am größeren Bildwinkel liegt, dafür ist die Farbwiedergabe untadelig.

Die zweite Aufnahmereihe zeigt die optische Auswirkung der f8mm am Gartenhaus in Bezug auf den Abstand (Abb. 03 3979 ca. 50cm 1/30sec, Abb. 04 3980 ca. 2m und Abb. 05 3981 ca. 5m, beide 1/125sec), diese und die folgenden Aufnahmen wurden bei Blende 8 (ist gut im Sucher zu beherrschen) mit ISO100 und je ½ LW Unterbelichtung durchgeführt, d.h. nur die Belichtungszeit wurde gezielt angepasst. Weitere Beispiele dieser Wirkung finden sich in den Aufnahmen Abb. 06 bis 13 3982, 3984, 3985, 3987, 3900, 3995-3997 als m.E. nicht so ansprechende Kompositionen, und verbessert durch gezieltes Weglassen wie Abb. 14-18 3983, 3986, 3988, 3989, 3993 aus m.E. geeigneteren Blickwinkeln, die nicht auf den ersten Blick die extreme Brennweite verraten.

Die Abb. 19-21 4004-4005-4007 sind eine Belichtungsreihe ab 1/45 – 1/90 – 1/125sec mit der jeweiligen Unterbelichtung -½ resp. -1 resp. -1,5 LW.

Last not least, der EX 580 II leuchtet mit der 14mm Streuscheibe indoor Aufnahmen mit dem Crop Sensor tadellos aus. Für den PopUp Blitz der Crop Kameras genügt auch die Streuscheibe vieler Anbieter, die in den Blitzschuh geschoben wird, Position 2.Loch unten von den 5 vorhandenen. Auch hier hilft der Handbelichtungsmesser Gossen Digiflash oder Digipro F in schwierigen Situationen zuverlässig.

Weitere Aufnahmen on location draußen und drinnen im Vergleich zu 35mmKBÄ finden sich hier:

https://slowfoto.wordpress.com/2011/06/03/oranschwas/

Zum Handling lässt sich sagen, dass ein originales und automatisches Objektiv einfach nur schneller ist. Dennoch macht es Spaß, mit F8, geschätzten 1m oder 3 oder unendlichen Metern an Entfernung bei dieser ultrakurzen Brennweite Aufnahmen zu erstellen, die schon etwas aus dem bisherig vertrauten Rahmen heraus fallen. Ich habe viel Freude mit diesem Objektiv s.a. Abb.22 3978 ISO100 F8 1/250sec !

(c) www.slowfoto.de

walimexpro

http://www.foto-walser.biz/shop/Kategorie/0/Startseite.htm

walimex pro 3.5 f8mm FISH EYE CS EOS

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Bilddaten:

– Kamera: EOS 400D
– Objektiv: walimex pro 3.5 8mm
– Blende: F3.5-8
– Belichtungszeit: [Tv] 1/15-1.500sec
– Empfindlichkeit: [auto] oder ISO 100 – 400
– Belichtungskorrekturen: -1/2 bis -2 LW
– Brennweite: 8mm
– Entfernungen: min 20cm bis unendlich
– Belichtungsmessart: Integral
– Bildstil: Snapshot
– Bilderbearbeitung: unbearbeitet

D Alsfeld zu diversen Zeiten

Nach meinem Anwenderbericht über die zwei Vollformat-Objektive 14mm 2.8 ED AS und 500mm 6.3 von Foto-Walser hat mich das 3.5 f8mm Fisheye für eine Veranstaltung interessiert mit begrenzter Distanz Fotograf zum Objekt auf (in) kleinstem Raum. Die Nachfrage bei Walser erbrachte die Leihstellung schon am Folgetag!

Auf Grund der langen und sehr guten Erfahrungen mit den Canon EF 20-35, EF 2.8 16-35 mm L und dem EF-S 10-22mm war ich als Weitwinkelfan gespannt, ob ein Fischaugen Objektiv mit manuell einzustellender Arbeitsblende und Entfernung optisch im kritischen Superweitwinkelbereich Paroli bieten kann. Die Enttäuschung gegenüber dem Vollformat fähigen walimex pro 2.8 14mm folgte auf dem Fuße, am VF-Sensor war zwar mittig mehr Objekt als am Rand Gegenlichtblende zu sehen, man muss also nach der Aufnahme freistellen! Die Bewerbung >nicht für Vollformast geeignet< sollte vielleicht noch mit dem Hinweis versehen werden, dass die GeLi jede Aufnahme vignettiert. Doch das ist der einzige Kritikpunkt, nun zu den positiven Leistungen:

Als Crop Gehäuse kam die gute alte Canon EOS 400D zum Einsatz. Bei der Montage des satt sitzenden Bajonetts fällt die konstruktive Ähnlichkeit zum 2.8 14mm auf, das 3.5 8mm wirkt allerdings noch etwas zierlicher. Dieses 440g Objektiv scheint für die Ewigkeit gebaut, der Einstellring für die Entfernung (in der Regel auf 3m stellen und nur nachschauen, ob etwa verstellt) geht satt wie an alten  manuellen Festbrennweiten, der Blendenring rastet (je nach vorhandenem Licht auf F8) sauber ein. Die Naheinstellung beträgt vom Objekt zum Sensor gemessen ca. 20cm, was formatfüllend kleinsten Objektgrößen von ca. 46x70cm entspricht!

Die Streulichtblende dominiert als integrierter Bestandteil des griffigen Gehäuse (-materials) und das ist zum Schutz der stark konvex gewölbten Frontlinse auch gut so. Das aufzusteckende Lenscap rastet nur dann sicher ein, wenn der Schriftzug walimexpro waagrecht zu lesen ist. Eine rückseitige Aufnahme für Folienfilter ist nicht vorgesehen, Spiel mit ISO und Verschlusszeiten oder Abblenden ist somit nötig. Was nicht zwingend sein muss, denn das Glas bildet schon ab F3.5 sauber ab, wozu sicher auch der mittelgroße Sensor beiträgt.

Zur Belichtung: Um satte Farben zu erzielen, sollte man wie auch schon beim 2.8 14mm die kameraeigene Belichtungsmessung generell unterbieten, also knapper belichten. Schon mit dem originalen EF und EF-S Objektiven bevorzuge ich um ½ Lichtwert weniger als die Kamera verlangt. Hier dürfen es im [M] Programm auch mal minus 2 ISO- oder Zeitwerte sein, bei eher dunklen Motiven reicht auch minus 1LW… man muss das aufnahmespezifisch einfach austesten!

Die Farbwiedergabe ist mit meinen bewährten Voreinstellungen untadelig, siehe dazu auch: https://slowfoto.wordpress.com/category/s-l-o-w-f-o-t-o-einstellungstipps/

Fazit: Empfehlungen stehe ich generell eher kritisch gegenüber, es sei denn, ich habe eigene und gute Erfahrungen damit und das Gewicht in der Fototasche unterwegs stimmt. Beim walimex pro 3.5 f8mm mache ich eine spontane Ausnahme, für jeden Crop Sensor ist dies Objektiv eine ausgesprochen sinnvolle Erweiterung, wenn denn dessen typische Darstellung (und die jetzt ohne Betrachtung des GeLi-Innenlebens wie beim VF) gefällt! Übrigens, die Fischaugen typischen Verzeichnungen fallen bei waagrechter Kameraposition und geeigneten Motiven wie in freier Natur kaum bis nicht auf. Ein dem Fotografen naher (Fenster-) Rahmen zeigt im Bild allerdings deutlich die extreme Brennweite, wenn man denn will eine durchaus auch willkommene Gestaltungsmöglichkeit, um auch nahe und kleine Distanzen stark zu betonen.

http://www.foto-walser.biz/shop/default.aspx

…wird fortgesetzt

(c) www.slowfoto.de