Musikwiedergabe zuhause

Vorab, ich bin weder Fan von Testlisten noch anonymen Kaufempfehlungen und mein Ranking stelle ich lieber selbst auf. Auf der unendlichen Suche nach akustischen oder fotografischen Optimierungen wurde ich vom Lindauer Audio Video Fachhändler Rainer Blank schon im ersten beratenden Telefonat, in dem er mir einen Hybrid Digital DAC Verstärker vorgeschlagen hat, zum Hörtest mit eigenem Gerät eingeladen! Die Entscheidung war nach wenigen und seit Jahrzehnten bekannten Tracks gefallen, Audio ist jetzt ganz anders, macht aber verdammt süchtig, warum steht hier:

Einstellungen und Tipps zum NAD C 368 nach ausgiebiger Nutzung 

Nach vergleichendem Hören und Testen von Anschlüssen, Kabeln und anderen Quellen hier meine ganz persönlichen Ansichten und Eindrücke:

1) der NAD C 368 kostet €999.- und sicher irgendwo auch weniger, mir ist der Kauf im potent beratenden und regionalen Fachhandel aber wichtig!

2) dieser AMP ist vielfältig steuerbar: per beiliegender Fernbedienung, direkt am Gerät, mobil mit dem Handy über die [NAD] App, denn sie ist BT fähig! BT führt akustisch zwar zu hörbaren Einschränkungen, für Berieselung, Internet Radio etc. taugt es mir allemal, s.a. 7)

3) für optimale akustische Wiedergabe Qualität nutze ich beide optischen Eingänge, am Optical 1 hängt der 27er iMac per optischem Ausgang in der Kopfhörer-Buchse, das gilt auch für ältere MacBooks, aber mittlerweile hat Apple da gespart! Am Optical 2 hängt der der CD Spieler. Der Vorteil der sog. Toslink Kabel: sie arbeiten verlustlos, die Übertragung ist mit Ausgang Lautstärke, die dann am Verstärker geregelt wird, sie sind günstig (ca. 10€, Goldstecker bringen keinen Vorteil), gut klingende analoge Kabel kosten mehr und sind oft auch nicht flexibler.

4) am analogen Line 1 hängen nach Wahl andere Geräte mit Audioausgang, fast alle analogen Verbindungen sind per inakustik Kabel. Der CD Receiver (auch UKW) speist Line 2, die Coaxial 1+2 bleiben noch frei, am Phono (MM) hängt ein Plattenspieler mit schwerem Audioplan Kabel, Bluetooth wird vom iPhone sowohl zur Musikwiedergabe als auch zur NAD Steuerung verwendet, hier siegt die Bequemlichkeit über die Qualität der Wiedergabe 🙂 – ganz anders ist das, wenn die Speaker B Ausgänge den elektrostatischen STAX Kopfhörer ansteuern, mit einem herrlichen Mehr an bisher nicht so gehörten Feinheiten – im Sitzen!

5) zum Test hatte ich meine mitgebrachten Lautsprecher (Dynaudio audience 52SE) über inakustik REFERENZ LS 1002 Kabel am Speaker A Ausgang des C368 angeschlossen, die 52SE sind recht kritische Diven, sie stehen gerne frei und vertragen sich mit diversen Kabeln und Verstärkern auch mal weniger! Wie ich heraushören konnte, scheint der C368 eher unkritisch auf die angeschlossene Impedanz = Last zu reagieren, jedenfalls passt er zu den vorhandenen 52SE und umgekehrt – die Wiedergabe ist ungewohnt präzise räumlich wie tonal, zudem hoch dynamisch, selbst bei leisen Lautstärken geht nichts an Verständlichkeit verloren! Die häusliche Boxenaufstellung bleibt unverändert, die saubere Definition der räumlichen Breite ist wie die Bühne von Flairk live >De Houten Bruiloft<, man kann auch mal den Kopf bewegen, Musik mit räumlicher Tiefe wie der Cantate Domino >Yulsäng< habe ich bisher selten gefunden, angenehm auch die rasante Schnelligkeit bei Anschlägen von Schlagwerken wie Gregorio Panagua >La Folia< oder subtil die losgelöste SOLO Posaune von Albert Magelsdorf bei >Peter< aus der MPS Musik Produktion Schwarzwald, von dort stammen auch die musikalischen Aufnahmen vom Dave Pike Set, und wer mal ganz nahe vor dem Schlagzeug sitzen will, hört Gianna Nannini in >Luna dell`est<, für mich harter und melodiöser Rock vom Feinsten, der auch +7dB im Bass verträgt, und dann gibt es noch eine riesige geliebte Musiksammlung…

6) kleine Boxen für den Schreibtisch: DALI Spector 1 sind unkritisch hinsichtlich Aufstellung und Verstärkung, sie vertragen sich gut mit allerlei Frontend wie mit dem Denon. Jetzt höre ich allerdings nur noch und das auch Stunden über den NAD und die 52SE, oder alternativ über Kopf-Ohr-Hörer, und beides sehr gerne, vor allem weil Langzeit tauglich! NAD bietet keinen Receiver (CD DAB UKW) an, wir haben uns mittlerweile auch durch klangliche Vergleiche oft für UKW anstelle DAB entschieden, es gefällt uns sogar im PKW besser!

7) nebenbei, das iPhone 11 hübscht nach meinem Eindruck sowohl die akustische Wiedergabe wie die optischen Bilderchen in der Betrachtung ein wenig auf, weil ich es weiß stört das nicht, Anderen gefällt es vermutlich, netter Nebeneffekt: BAY1, einer unserer Lieblingssender, klingt mit dem iPhone per [App] und BT zum NAD am besten 🙂 – was früher unter physiologischer Lautstärkenkorrektur lief (Badenwannen Verlauf der Tonkurve z.B. vom BRAUN regie 550), macht beim NAD keinen Sinn, denn auch sehr leise ist die lineare Wiedergabe meist die richtige Entscheidung.

8) hier noch meine aktuellen persönlichen Einstellungen resp. Nutzungen: 

Source

Optical 1  iMac über optischen Ausgang in der Kopfhörerbuchse (Toslink)

Optical 2  CD Player über optischen Ausgang (Toslink)

Coaxial 1  nicht belegt

Coaxial 2  nicht belegt

Phono  Plattenspieler Thorens TD 147 über Audioplan Kabel

Line 1  DAB UKW MD oder anderes über inakustik Kabel, kein iPhone!

Line 2  Receiver Denon RCD-CX1 wie alles Analoge über inakustik Referenz Kabel

Bluetooth  iPhone 11 Max Pro, es benötigt 2xBT für die App und zur Wiedergabe

Settings

Tone Controls  Off -> entspricht linear – bei Bedarf on z.B. für Bass -7 bis +7

Filters   Full Range, es sei denn ein Subwoofer würde angeschlossen -> High Pass

Pre Out/Subwoofer  Full Range, mit Subwoofer -> LP Filter

Speaker A  Lautsprecher (52SE) über inakustik Referenz LP Kabel

Speaker B  elektrostatischer Kopfhörer (Stax) 

Temporary Display  On – ich sehe auf der [NAD] App alle Infos

Auto Standby  On – schaltet nach Pause selbständig ab

Auto Sense  On – schaltet nach Pause selbständig wieder ein

Network Standby  On wegen [NAD] App

zu guter Letzt: im Grunde ist Musikhören wie Fotografieren, ein Bild oder ein Song kann technisch hervorragend sein und macht mich dennoch nicht an. Dennoch ist es von Vorteil, wenn man für beide Leidenschaften gut ausgerüstet ist, dieser NAD Verstärker stellt dabei alle meine bisherigen AMPs wie auch den Accuphase E204 mit der Summe der Eigenschaften in den Schatten und ist meine >Ougenweide< für die Ohren, wie die Musik der gleichnamigen Gruppe, deren Konzerte immer über 3 Stunden dauerten und das herrlich wohltuend…

alle Aufnahmen mit dem IP11 PM

TIPP: zu jeder Aufnahme, Frage oder Thematik biete ich gerne ein LIVE COACHING per Videotelefonat an, Dein/Ihr Beitrag für 30min 30€ und 60min 50€ – mobil 0172 7021587

(c) slowfoto.de