Einfach bessere Fotos – ist das 2019 wirklich einfach?

Fotografieren aktuell mit dem Handy (12MPI), der Spiegellosen Crop (18MPI) und Vollformat Spiegelreflex (20MPI) Kamera bei wenig Licht

Handy Panorama 2010 in Berlin – Wuhlheide – Bonnie Tyler – Carat – Puhdys – wir 

Einladung zum Blog „einfach bessere Fotos“  (2010)

Fotografie mit der allgegenwärtigen digitalen Kompakten oder dem Handy samt allen smarten oder anderen Phone-Abkömmlingen ist heute üblich, auch dort im Konzert, wo Film- und Fotoaufnahmen ausdrücklich verboten sind. Doch irgendwann war oder ist man nicht mehr mit der Qualität dieser Aufnahmen zufrieden:

  • Was kann ich tun, wenn mir die Aufnahmen von Anderen besser gefallen als meine eigenen?
  • Wie komme ich zu ausdrucksstarken Fotos, muss dazu eine neue Kamera her?
  • Muss ich die Kamera komplett selbst einstellen oder kann ich mich einfach auf die angebotenen Automatiken verlassen?
  • Kann ich mit einer einzigen kleinen Kamera all meinen wachsenden Ansprüchen genügen?
  • Was benötige ich an Ausrüstung, um als Beispiel aus dem Bergwander- oder Stadturlaub ansprechende Fotos mitzubringen?
  • Was ist beim Fotografieren von Personen wichtig?
  • Wie kann ich Blitzlicht fast unsichtbar einsetzen?
  • Was ist alles vor der Aufnahme zu beachten?

Diese acht Fragen stellte ich damals den Freunden und Lesern meines jungen Blogs einfach bessere Fotos. Es ging nicht etwa nur darum, Anregungen zum Neukauf zu vermitteln, sondern präzise Anleitungen für fotografische Situationen aufzuzeigen, also Kochrezepte, um auf den Geschmack nach mehr zu kommen. Die meisten Klicks im Blog gehen zu den >Einstellungen< oder anderen fototechnischen Artikeln. Für mich sind und waren diese summarischen Berichte nur als handwerkliche Basics gedacht, die Fotostrecken hingegen finde ich viel wichtiger, ibs. die Reiseberichte >zu Fuß<, weil solche Erinnerungen auch farbig sind 🙂 wie ab+zu die >Beichten< aus anderen schönen Situationen im Leben…

Wesentlich bei allen Anschaffungen ist auch heute zu wissen, was man >nicht< benötigt, denn Fehlkäufe sind teuer: slowfoto ist deshalb weder an Hersteller noch Vertriebe gebunden! Es versteht sich von selbst, dass wertige Produkte aufgeführt sind, von deren Qualität ich aus langer Anwendung überzeugt bin. Ein Blick in den slowfoto Blog (->Kategorien) zeigt die Richtungen (->Suchfunktion) auf…

a EOS 6D EF 1.8 28mm 17:57 1/30sec F3.5 ISO 25.600
b EOS 6D EF 1.8 85mm 20:30 1/30sec F 1.8 ISO 12.800

Fazit 2019 

Die Recherche in ehrlichen Vergleichen langjährig verfolgter Portale zeigt die vielen Veränderungen: War früher die DSLR, als schnelle Variante im Cropformat, als 50MPI Pixelbombe heute auch im Vollformat, das Ende der Fahnenstange, so sind dies mittlerweile die Spiegellosen geworden, mit einem Crop Sensor zum Einstieg und aktuell mit rund 30 MPI vollformatigem Sensor und, man lese und staune, fast ohne Unterschiede in den JPG oder RAW Qualitäten! Und weil die Sensoren samt Softwares auch nicht zaubern können, ziehen die sehr guten Spiegellosen mit den sehr guten DSLR gleich, sie sind mit neu gerechneten und deutlich teureren Objektiven hingegen in der Abbildungsqualität sogar überlegen. In der ISO Empfindlichkeit können heute Aufnahmen bis 12.800 oder 25.600 durchaus überzeugen, wovon der analoge Film Fotofan nicht mal geträumt hat.

c EOS M 18:08 EF-M 2.0 22mm 1/30sec F4 ISO 12.800
d EOS M 18:01 EF 1.8 28mm 1/40sec F2.8 ISO 12.800 

Handy: Ähnlich ist der Fortschritt, 12MPI gehören zum Standard, ein kurzes Tele zusätzlich zum Weitwinkel mittlerweile auch. Die Bildqualität ist enorm gesteigert auf das Niveau preiswerter Crop-DSLR, die Ausstattung hingegen völlig anders: unzählige Apps verhelfen dem Anwender bis hin zur virtuellen Blendensteuerung, auch in der Verwendung beider Objektive samt Verrechnung der Aufnahmen. Auch Fotos bei wenig Licht sind per Mehrfachaufnahmen und deren Verrechnung rauschärmer geworden. Allerdings sind diese Apps mittlerweile auch in einige DSLR eingebunden, aber nicht zwingend nötig, für die EOS 6D überzeugt auch der single-shot.

Unangefochten ist immer noch der große Live-View Bildschirm mit der zeitgleichen Wiedergabe jeder Veränderung an Parametern. Solche großen Bildschirme bieten die Spiegellosen nicht, dafür einen digitalen Live-View Sucher, den wiederum die DSLR nicht aufweist. Zudem ist das Erstellen von Panoramen oder Clips samt Versand per Händy echt easy und oft unverzichtbar.

Für mich aktuell ideal ist deshalb ein iPhone7+, eine spiegellose Crop wie schon die erste EOS M und für alle anderen Fälle noch eine EOS 6D als Nachteule mit lichtstarken Festbrennweiten und langen Zoomen. 

e iPhone7+ 16:59 f4mm 1/4sec F1.8 ISO 100
f iPhone7+ 16:59 f6mm 1/4sec F2.8 ISO 125
g iPhone7+ 21:28 f4mm 1/4sec F1.8 ISO 1.600
h iPhone7+ 21:28 f6mm 1/4sec F2.8 ISO 400

Je besser man die eigene Kamera beherrscht und kennt, desto besser werden die Aufnahmen. Eine neue Kamera macht i.d.R. nicht zwingend bessere Aufnahmen, deshalb lieber neue Motive suchen als nach vermeintlich besserer Ausrüstung jagen. Wenn eine Aufnahme gefällt, ohne dass die verwendete Kamera auffällt, ist (m)ein Ziel erreicht.

Fotografieren ist das Malen oder Schreiben mit dem Licht der Himmelskörper,

Fotografieren bedeutet Zeichnen mit reflektiertem Licht: Photographie altgriechisch φως,φωτoς Helligkeit, Lichtder Himmelskörper, und γραφειν, malen, schreiben.

Fotografieren ist nicht schwierig, solange man nichts davon versteht.

Wenn man diese Kunst aber begriffen hat, dann wird man gefordert.

https://slowfoto.wordpress.com/2018/03/11/faqs-eine-kamera-kaufen/

Die Kraft eines Porträts liegt in dem Bruchteil der Sekunde, in dem man etwas vom Leben der fotografierten Person versteht. Die Augen erzählen viel, der Gesichtsausdruck… Ein Porträt nimmt man nicht alleine auf, der Andere schenkt es einem.

https://slowfoto.wordpress.com/2017/07/31/faqs-einfach-bessere-fotos-wie-man-sie-erhaelt/

Gute Fotografie beginnt dort, wo man schlechte Fotos nicht mehr aufnimmt. Auch eine bessere oder teurere Kamera macht keine aussageträchtigeren oder besseren Aufnahmen! Wenn eine Aufnahme gefällt, ohne dass die verwendete Kamera auffällt, ist (m)ein Ziel erreicht.

Farben sind das Lächeln der Natur  Leigh Hunt – englischer Schriftsteller

Jedes Foto hält die Zeit an  Cees Nooteboom – holländischer Schriftsteller

alle Aufnahmen aus der Hand und ooc außer FastResize

(c) slowfoto.de

FAQs: iPhone in der Nacht

Frage zum iPhone: Kann ich Bühnenaufnahmen mit der Hand erstellen? Was geht noch gut und wann ist Schluß?

Keine Panik: Udo Lindenberg schwebt ein

Fotografieren kommt aus dem Griechischen und bedeutet Zeichnen mit dem Licht der Himmelskörper. Wo kaum (kein) Licht…

nach Frankfurt in die Messehalle 2016

Die bordeigene App [Kamera] bietet zwar einen Selbstauslöser (3 und 10sec), aber ansonsten keine Einstellungen außer Autofokus und Digitalzoom und darüber hinaus keine Kontrolle Bild relevanter Parameter. Ist es dunkel, erhöht sich der ISO Wert und es rauscht schnell. Zugegeben, mit aktuellen iPhones sind bei Dämmerung gute Aufnahmen auch aus der Hand zu erstellen, wenn die Zeit um 1/4sec und der ISO Wert nicht über 200 liegen. Nach dieser Grenze hat jeder Eifonist schlechte Karten: für tatsächliche Nachtaufnahmen sind hoch ISO taugliche Sensoren bis ISO 12.800 (wie z.B. mit einer EOS 6D) geeigneter, wenn ein lichtstarkes Glas verwendet wird – oder 4Aufnahmen in Folge mit kamerainterner Verrechnung (sog. [Nachtaufnahme ohne Stativ] z.B. mit der EOS M ff). Fazit aus der Hand: Abend ja, Nacht nie. Und wenn es denn unbedingt mit dem iPhone sein muss?

nicht nur mit Onkel Pö, sondern dem Panik Orchester und vielen Gästen

Abhilfe schaffen ein Stativ (oder eine stabile Auflage) und die App [Camera+] mit manuell eingestellten ISO 100 und darunter mit entsprechender Langzeitbelichtung, die offene Blende von F2.2 gilt ja immer! Camera+ lässt manuelle Belichtungszeiten bis 30sec zu, wahlweise zu paaren mit (!) ISO 0,1 bis 2.000, was viele Spielereien ermöglicht: allerdings lassen sich die Physik oder das vorhandene Licht nicht überlisten, siehe ganz oben. Zudem kann der Weißabgleich von 1.000K bis 8.000K (auch gräßlich) geändert werden, alles immer unter Live View Kontrolle. Und wie in der originären App kann das AF-Feld (Fokus) per Fingerwisch und zusätzlich das AE-Feld (Exposure) für die Belichtung verschoben werden. Somit sind gute Voraussetzungen für ruhende Motive z.B. in der blauen Stunde oder bei vernünftiger Innenbeleuchtung vorhanden.

und lässt die Bude richtig rocken

Noch ein unschätzbarer Vorteil: der iPhone Auslöser funktioniert nicht etwa, wie von der >richtigen< Kamera gewohnt, per durchgedrückten Auslöser, sondern mit dem Wegnehmen des Fingers vom Auslösepunkt! Ein Fernauslöser ist also bei gefühlvollem Bedienen nicht notwendig.

Noch ein paar grundsätzliche Tipps:

1) für das iPhone, egal welches, sind Bühnenaufnahmen eher schwierig, weil die feste Brennweite mit f4mm einfach zu weitwinklig und viel näher ran ist oft nicht möglich ist.

Theater im Keller Berlin 2016

2) Die iPhone sind ab dem 5s im low light Bereich viel besser geworden, aber nicht die erste Wahl für die Bühne&Co, hier sind Crop oder Vollformat Sensoren i.V.m. längeren Brennweiten einfach besser.

die Jungs sind alle gut drauf

3) Bühnenlicht ist extrem kontrastreich, kaum ein Sensor schafft diese Unterschiede zwischen hell beleuchtet und dunkel verschattet abzubilden: entweder belichtet man selektiv auf die Gesichter und behält dort die Durchzeichnung oder integral mit dem Ergebnis, das helle Partien wie Haut immer überbelichtet sind.

und travestieren, was die Klamotten halten 

4) Es gilt für jede Bildkomposition: So nah ran wie möglich, damit nichts abzuschneiden ist, und nur notfalls mal das DigiZoom als längere Brennweiten nutzen!

das war es: Applaus Applaus!!! 

5) Bei zu großen Entfernungen hilft Ausschneiden oder ENTF 😦

NB: [Camera+] in der Pad Version bietet einen anderen Aufbau leider nicht mit der schlüssigen Bedienung wie fürs Phone, also m.E. weniger gut geeignet und damit zu teuer (€5,99)!

Frankfurt (oben): iPhone 5s   Berlin (unten): iPhone 6+                                                                            alle Aufnahmen mit der App [Kamera] aus der Hand bei vorhandenem Licht ca. ISO 100-200 bei 1/8-1/17sec und out of cam (ooc), also unbearbeitet außer Datenreduktion

(c) slowfoto.de

BERLIN illuminiert und zu Fuss

Berlin Festival of lights 2013

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Bilddaten:

– Kamera: EOS M
– Objektiv: EF-M 4.5-5.6 11-22mm IS STM
– Programm: [Nachtaufnahme ohne Stativ]
– Blende: F 5.6
– Belichtungszeit: 1/8 bis 1/30sec
– Empfindlichkeit: [ISO 10.000 bis 12.800]
– Belichtungskorrekturen: keine
– Brennweiten KBÄ: 18-35
– Entfernungen: zentraler AF
– Belichtungsmessart: Integral
– Bildstil: Snapshot
– Bilderbearbeitung: unbearbeitet – TOP

Berlin wurde im Oktober 2013 viele Tage lang an 70 illustren Plätzen illuminiert, als weltweit größtes Licht-Spektakel, das viele Zuschauer begeistert: Ich habe noch nie so viele Fotostative in Eintracht vor oder zwischen den Zuschauern gesehen wie hier.

Mein extrem handliches Equipment bestand nur aus der EOS M plus stabilisiertem Superweitwinkel. Alle Aufnahmen wurden im der Programmautomatik [Nachtaufnahme ohne Stativ] erstellt, d.h. vier aufeinander folgende Aufnahmen werden in kurzer Zeit zu einem besonders dynamischen und rauscharmen Bild zusammengerechnet. Das Stativ blieb wieder mal zuhause, und zum besseren Vergleich sind die Aufnahmen unbearbeitet, also out of cam (ooc)!

Wir starteten am Hotel Adlon und Gendarmenmarkt, sahen den Berliner Dom und das Brandenburger Tor und viele andere Sehenswürdigkeiten wie Alex und Potsdamer Platz als Projektionsflächen für die fantastischen und fortwährend wechselnden Laserilluminationen.

(c) http://www.slowfoto.de/

slowfotonews KW 43 2013

Berlin Festival of lights 2013

Potzdamer Platz
Potzdamer Platz

Bilddaten:

– Kamera: EOS M
– Objektiv: EF-M 4.5-5.6 11-22mm IS STM
– Programm: [Nachtaufnahme ohne Stativ]
– Blende: F 5.6
– Belichtungszeit: 1/10sec
– Empfindlichkeit: [ISO 4.000]
– Belichtungskorrekturen: keine
– Brennweiten: 22 effektiv = 35mm KBÄ
– Entfernungen: zentraler AF
– Belichtungsmessart: Integral
– Bildstil: Snapshot
– Bilderbearbeitung: unbearbeitet – TOP

Berlin wurde im Oktober 2013 viele Tage lang an 70 illustren Plätzen illuminiert, als weltweit größtes Licht-Spektakel, dass viele Zuschauer begeistert: Ich habe noch nie so viele Fotostative in Eintracht vor oder mitten in den Zuschauern gesehen wie hier. Mein extrem handliches Equipment bestand nur aus der EOS M plus stabilisiertem Superweitwinkel, alle Aufnahmen wurden im der Programmautomatik [Nachtaufnahme ohne Stativ] erstellt, d.h. vier aufeinander folgende Aufnahmen werden in kurzer Zeit zu einem besonders dynamischen und rauscharmen Bild zusammengerechnet. Das Stativ blieb wieder mal zuhause, und zum besseren Vergleich sind die Aufnahmen unbearbeitet, also out of cam (ooc)!

Hier eine Aufnahme von 23:30 am Potsdamer Platz, wie viele andere Sehenswürdigkeiten als Projektionsfläche für die fantastischen und fortwährend wechselnden Laser Illuminationen. Die Aufnahmereihe wird noch fortgesetzt 🙂

(c) http://www.slowfoto.de/