FAQs: Panoramen leicht gemacht

Frage: Wie komme ich einfach und schnell zu guten Panoramen? 

Hegestrand
Hegestrand bei Wasserburg B.
Blick von der Pfänderspitze auf den nebelverhangenen Bodensee
Blick von der Pfänderspitze auf den nebelverhangenen Bodensee

slowfoto:

Panoramische Aufnahmen sind für mich von besonderen Reiz, begonnen habe ich mit Stitchprogrammen und einzelnen Aufnahmen im Hochformat, allesamt kritisch, weil die sog. Nähte immer der intensiven Nacharbeit bedurften, eine aufwändige und oft erfolglose Arbeit, da die Einzelaufnahmen vor allem bei weiteren Wnkeln zu sehr an Verzeichnungen und vor allem Vignettierungen litten.

Abhilfe waren die ersten Pano-Apps wie Panoramatic im hochformatigem Porträtmodus für das iPhone4 – aktuell ist es die schlichte Grundfunktion Pano im Fotoapp ab iPhone 4s (danke AZ)! Einmal gewählt, zeigt ein Dreieck auf der mittigen Waagrechten den einzuhaltenden Verlauf des ca. 10 sek. Clips, womit durch einfaches Drehen der Kamera ein ca. 180Grad Panorama easy zu erstellen ist, abgelegt wird dieses Pano  wie jedes andere Foto als .jpg im Album Aufnahmen.

Alle hier gezeigten Panos mit ca. 10.000×2.500 Pixel Größe sind außer Datenreduktion von ca. 10MB auf gewohnte 250KB unbearbeitet, also out of cam – es war noch nie so einfach, wenn man die notwendigen Grundvoraussetzungen wie ausreichendem Licht für die winzigen Handysensoren berücksichtigt, denn zaubern können diese auch nicht 🙂

 

kleiner Kreisverkehr in Wasserburg
kleiner Kreisverkehr in Wasserburg B.
Vorarlberg vom Pfänder aus
Vorarlberg vom Pfänder aus
bayerischer Bodensee vom Pfänder aus
Bayerischer Bodensee vom Pfänder aus
Bergwelt oberhalb von Bregenz
Bergwelt oberhalb von Bregenz
Kressbronn vom Anleger aus
Kressbronn vom Anleger aus
Kressbronn Blick auf den See
Kressbronn Blick auf Anleger und See
Nonnenhorn Anleger
Nonnenhorn Anleger
Hegestrand am Abend
Hegestrand in der Abendsonne

© slowfoto.de

FAQs Fischaugen Panoramen leicht verrechnet: Hugin

Frage: Ich möchte Fischaugenaufnahmen zu guten Panoramen verrechnen, wie geht das?

Im ersten Teil wurde über die Erstellung von Panoramen mit >normalen< Objektiven berichtet, der Folgebeitrag befasste sich mit Panoramen unter Verwendung eines 8mm Fisheye (Samyang/walimex pro 3.5 8mm FISH EYE CS EOS) am Crop Sensor, jetzt wird die Verrechnung mit dem freien Autostitch Programm Hugin Schritt für Schritt beschrieben:

Einige Tipps zum Vorgehen

1) Die Bilddateien der minimal sechs notwendigen hochformatigen Rundumaufnahmen lassen sich mit Hugin bis hin zu sogenannten Kugelpanoramen verrechnen, hier erstmal die einfacheren 360 Grad Aufnahmen:

Start leere Maske
Start leere Maske

2) >Bilder hinzufügen< Einstellung >Fischauge kreisförmig< und Brennweite >8mm< und danach Kontrollpunkte erstellen

geladene Bilddateien
geladene Bilddateien

3) automatisch erstellte Kontrollpunkte

Hugin`s gefundene Kontrollpunkte
Hugin`s gefundene Kontrollpunkte

4) >Zusammenfügen< unter >Sphärisch (Equirectangular)< danach >Bildwinkel< und >optimale Größe berechnen<  anpassen und >Beschnitt den Bildern anpassen< und final >Zusammenfügen<

korrigieren und zusammenfügen
korrigieren und zusammenfügen

5) das geschieht in der Zwischenzeit, wobei die kleineren 2MB Bilddateien der alten 300D durchaus Zeitvorteile bieten,

Hugin rechnet
Hugin rechnet
Ergebnis als Thumbnails
Ergebnis als Thumbnails

6) mit diesem 4MB Ergebnis

360 Grad outdoor
360 Grad outdoor

Bilddaten:

– Kamera: EOS 40D auf Selbstbau mit
– togopod Lisa outdoor ohne Schnellmontageplatte
– Novoflex Panoramateller, darauf
– Traumflieger Makro Flash Kit Montagewinkel daran
– einen noname Montageschlitten
– Objektiv: walimex pro FISH EYE CS EOS 3.5 8mm
– Programm: [M] min. 6 Aufnahmen in Folge für 360 Grad
– Blende: F8-11 variiert nach vorhandenem Licht
– Belichtungszeit: 1/250sec
– Empfindlichkeit: [ISO 400]
– WB: [auto]
– Brennweite: 8mm entspricht 13mm KBÄ
– Entfernung: 3m-unendlich manuell
– Belichtungsmessart: Mehrfeld vorher gemittelte Testaufnahmen
– Bildstil: Natürlich
– Bilderbearbeitung:  out of cam – Hugin auto – final TOP

Strassenpanorama
Strassenpanorama

© slowfoto.de

FAQs: Fischaugen Panoramen leicht gemacht

Frage: Ich möchte mit einem Fischaugenobjektiv zu guten Panoramen kommen, wie geht das?

Im ersten Teil wurde über die Erstellung von Panoramen mit >normalen< Objektiven berichtet. Dieser Folgebeitrag befasst sich mit Panoramen unter Verwendung eines 8mm Fisheye (Samyang/walimex 3.5 8mm FISH EYE CS EOS) am Crop Sensor. Für die Verrechnung dient wiederum das freie Autostitch Programm  Hugin mit der Ausnahme, dass Bilddateien der Canon EOS M mit dem genannten Fischauge nur händisch gestitcht werden können, bei geforderten 15 Kontrollpunkten je zwei benachbarter Aufnahmen eine längere Beschäftigung als mit dem Assistenten Auto CPFind. Also habe ich mal die gute alte EOS 300D montiert und fleißig geklickt, es geht hier ja nicht um Actionaufnahmen, sondern um an ein Stativ gebundene Slowfotografie im Sinne des Wortes 🙂

EOS M mit walimex 3.5 8mm Fischauge
EOS M mit walimex 3.5 8mm Fischauge

Die EOS M wird mit dem stabilisierten EF-M 11-22 im Sinne des leichten Gepäcks per modifizierten Senkblei am Objektiv i.V.m. der Libelle im Blitzschuh ohne Stativ verwendet. Das erfordert etwas Umdenken, entspricht aber genau der Stativverwendung, um das man als Anwender ja ebenfalls herumlaufen  muss! Zum Stitchen diese horizontalen Panoramen genügt Canons eigenes Photostitch.

EOS M mit EF-M 11-22 IS STM und Senkblei Bändel
EOS M mit EF-M 11-22 IS STM und Senkblei Bändel am Nodalpunkt

A&O der Vorbereitung korrekter Aufnahmen ist die Justage der Kamera-Objektiv Kombination auf dem Panorama Teller. Bei dessen Anschaffung sollte die Verschiebemöglichkeit auf beiden Schienen (horizontal wie vertikal) ebenso beachtet werden wie das Gewicht und die Größe der zu verwendenten Kamera, leichtere und kleinere Kameras sind ebenso geeignet wie kleinere aber stabilere Montagen. Wie gewohnt, habe ich erstmal mit vorhandenem Gerät und der Bauanleitung von Stefan Gross den Traumflieger Selbstbau Panoramakopf geschraubt und justiert, wobei unbedingt die präzise Positionierung des Objektivs immer wieder kontrolliert werden muss.  Diesen Panoramakopf zum Selbstbau und viele weitere nützliche Tipps zur Panoramafotografie findet man wie viele andere nützliche Praxistipps beim Traumflieger! Ein Vorteil z.B des manuellen Samyang Fischaugenobjektivs  ist, der goldene Ring um die Frontlinse ist exakt die Ebene, die mit der Stativ (=Dreh-) achse in Einklang gebracht werden muss, korrekt als No Parallaxe Point anstelle Nodalpunkt bezeichnet.

EOS 300D auf Selbstbau Panoramateller
EOS 300D mit Blitz und Fischauge auf dem Selbstbau Panoramateller
Set demontiert
Set demontiert

Es funzt und es funzt sehr gut,  wenngleich auch der Profi in der täglichen Verwendung stabiler investieren wird! Mir geht es erstmal um den Weg, mit dem Ziel ordentlicher Panoramen. Als relativ günstiges Objektiv steht das koreanische und manuelle 8mm Fischauge mit unterschiedlichen Anschlüssen zur Verfügung, es sei denn man bevorzugt originale Optiken. Rechnet man die aufgezeigte Kombination zusammen, so kann man mit unter € 500.- starten, ein wenig handwerkliches Geschick vorausgesetzt.

Panorama Set indoor
Panorama Set indoor
Panoramaset outdoor
Panorama Set outdoor

Eigene Tipps zum Vorgehen

1) Draussen beginnen: Grundsätzlich sollte man soviel wie möglich Abstand zu den nähesten Objekten im Bildaufbau halten, je näher die Distanz, desto kritischer wirken sich Fehler in der Parallaxe oder bezüglich des nicht ganz präzise gewählten Nodalpunkt aus. Wiese vorn und kleine Büsche in der Mitte und der Wald im Hintergrund sind deshalb zum Start ein idealerer Bildaufbau als (m)ein kleines Büro :-)

2) Zur berührungsfreien Auslösung verwende ich Canons RC6 Infrarot Fernbedienung oder auch nur die hochempfindliche EOS M Touchscreen Auslösung.

3) Kamera: Im [M]anuellen Programm ist zuvor der ISO Wert situationsbedingt auf vorhandenes Licht einzustellen, ebenso der [WB] Abgleich vor allem indoor und bei Kunstlicht oder gleich [flash] bei der unterstützenden Verwendung eines Speedlites. Die Belichtung sollte eher knapp als zu großzügig ausfallen, JPG Aufnahmen sind bei niedriger ISO Empfindlichkeit durchaus in den Schattenbereichen aufzuhellen, überbelichtete Partien ermöglichen das nur i.V. mit RAW-Dateien. In Räumen verwende ich längere Verschlusszeiten (z.B. 1/10sec), um das vorhandene Licht wirken zu lassen, auch in Verbindung mit einem zusätzlichen Blitzlicht, im Freien entsprechend kürzere je nach vorhandenem Licht.

4) Objektiv: Blende manuell auf F8 und die Entfernung blendenbezogen auf kurz vor unendlich (= hyperfokale Distanz für möglichst große Schärfentiefenbereiche ab ca. 1m bis unendlich), diese Einstellungen kann man fixieren oder regelmäßig überprüfen.

5) Diese Bilddateien lassen sich nun mit der Freeware Hugin  (Einstellung Fischauge kreisförmig Brennweite 8mm) bis hin zu sogenannten Kugelpanoramen verrechnen, mehr dazu im dritten Beitrag!

6)  Als Tipp für Anfänger gilt, nicht gleich mit kritischen Lichtverhältnissen und im kleinen Innenraum mit vielen nahen und entfernten Flächen sowie Gegenständen und mit Vollkreispanoramen zu laborieren, sondern zunächst 2 oder 3 Hochformataufnahmen in der mittel- und hintergründigen Natur zu stitchen und je nach Erfolg sich danach erst weiteren Winkelgraden zu widmen. Gleiches gilt für komplette Kugelpanoramen mit 6 horizontalen, 6 weiteren 45 Grad nach oben Aufnahmen und einer finalen in die Senkrechte! Langsame Schritte bringen weniger Frust 😦

7) Der andere Weg ist der gewählte: Man plant Zeit, ist mit den Bordmitteln zugange, montiert recht präzise, denkt über Blitzlicht nach und betrachtet dann das eigene Arbeitszimmer durch das Fischauge:

i bin der Foddograf und da bin i dahaam
i bin der Slowfoddograaf un da bin i dahaam

Bilddaten:

– Kamera: EOS 300D auf Selbstbau mit
– Cullmann Nanomax 200T indoor mit Lisa Kugelkopf oder
– togopod Lisa outdoor ohne Schnellmontageplatte
– Novoflex Panoramateller, darauf
– Traumflieger Makro Flash Kit Montagewinkel daran
– einen noname Montageschlitten plus
– Cullmann Minikugelkopf CB2 für den
– Blitz: matt abgeklebtes Speedlite 420EX
– Objektiv: walimex pro FISH EYE CS EOS 3.5 8mm
– Programm: [M] min. 6 Aufnahmen in Folge für 360 Grad
– Blende: F8-11 variiert nach vorhandenem Licht
– Belichtungszeit: 1/10sec für viel Restlicht
– ausgelöst mit Canon RC6 Remote
– Empfindlichkeit: [ISO 100]
– WB: [flash]
– Brennweite: 8mm entspricht 13mm KBÄ
– Entfernung: hyperfokal 3m-unendlich manuell
– Belichtungsmessart: Mehrfeld vorher gemittelte Testaufnahmen
– Bildstil: Natürlich
– Bilderbearbeitung:  ooc – Hugin auto – final TOP

oder ganz einfach:

:-)
🙂

© slowfoto.de

FAQs: Panoramen leicht gemacht

Frage: Ich möchte mit relativ einfachen Mitteln zu guten Panoramen kommen, wie geht das? 

Photostitch 00MB
Photostitch 8MB
Hugin
Hugin 40MB
DxO Hugin
DxO Hugin 8MB

Bilddaten:

– Kamera: EOS M
– Objektiv: EF-M 11-22 mm 1:4-5.6 IS STM
– Programm: [M] 10 Aufnahmen in Folge für 360 Grad
– Blende: F8
– Belichtungszeit: 1 sec
– Empfindlichkeit: [ISO 100]
– Belichtungskorrektur: keine
– Brennweite: 11mm entspricht 18mm KBÄ
– Entfernung: zentraler AF vorher
– Belichtungsmessart: Mehrfeld vorher
– Bildstil: Snapshot
– Bilderbearbeitung: oben PhotoStitch – mittig Hugin –  unten erst DxO, danach Hugin – final alle TOP

slowfoto:

360Grad als Panorama sind zunächst eine Herausforderung für das Äquipment und den Fotografen. Je mehr Gerät bedient und zuvor eingestellt werden muss, desto höher kann die Fehlerquote sein:

1) Am einfachsten geht es mit dem Smartfon und einer guten Panorama App, sofern nicht die Foto App diese bereits bietet. Vorteil ist, dass nach den rundum Aufnahmen im Hochformat (!) das Pano im direkt folgenden Rechenprozess erstellt wird und somit zur weiteren Verwendung verfügbar ist. Nachteil ist, jede einzelne Aufnahme wird automatisch ausbelichtet und damit sind die Übergänge oft sichtbarer. Beim aktuellen iPhone5 wird das Pano in der bordeigenen FotoApp nicht mehr mit sich überdeckenden Einzelbildern, sondern wie ein Clip aufgenommen.

2) Mit einer dSLR plus Weitwinkel kann ein Stativ nötig sein, muss aber nicht zwingend: Der Könner arbeitet mit Senkblei (=Lot) am Schnürchen und dies wird vorn am Objektiv angebracht, mit simuliertem Nodalpunkt also und dessen Beachtung in entsprechender Körperdrehung. Allerdings wird das Ergebnis erst im zweiten Schritt am PC fertiggestellt, Fehler in der Aufnahmesession sind somit schwerer auszubügeln.

3) wie 2), aber mit Stativ und Hochformatmontage für die Kamera samt Korrektur der brennweitenbedingten Parallaxe unter Beachtung des Nodalpunktes: Den Panoramakopf zum Selbstbau und viele weitere nützliche Tipps zur Panoramafotografie findet man beim Traumflieger! Alle Aufnahmen werden mit festen Einstellungen bezüglich Belichtungszeit, Blende, Empfindlichkeit und Entfernung im [M]anuellen Programm erstellt, das gilt auch für 2): Identisch ausbelichtete Aufnahmereihen ergeben bessere Übergänge, wenn sie  panoramisch miteinander verrechnet sind, geeignete Software rechnet auch Fisheye Aufnahmen zu sogenannten Kugelpanoramen.

4) Grundsätzlich sollte man soviel wie möglich Abstand zu den nähesten Objekten im Bildaufbau halten, je näher die Distanz, desto kritischer wirken sich Fehler in der Parallaxe oder bezüglich des nicht ganz präzise gewählten Nodalpunkt aus. Wiese vorn und kleine Büsche in der Mitte und der Wald im Hintergrund sind deshalb zum Start ein idealerer Bildaufbau als ein kleines Büro 🙂

Für diesen Versuchsaufbau wurde die EOS M mit dem stabilisierten EF-M 11-22 verwendet. Diese recht leichte Kamera-Objektiv Kombination bietet im Hochformat einen Bildwinkel von knapp 70 Grad, mit ca. 10 Aufnahmen ist ein 360 Grad Panorama zu erstellen, wobei die Panoramaplatte (z.B. Novoflex) jeweils um rund 40 Grad weitergedreht wird, um genügend Überlappung für das Stitch Programm zu behalten. Die Einstellungen Blende und Zeit an der Kamera wurden nach Messwerten der hellsten und dunkelsten Partien im Liveview gemittelt, die Entfernung wird einmal fixiert. Als Empfindlichkeit ist der für die jeweilige Situation niedrigste ISO Wert wegen der Rauscharmut zu wählen.

Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von Fischaugen Objektiven: Das weitverbreitete Walimex fisheye 3.5 8mm lässt sich mit Canon Anschluss an dem EOS M – EF Adapter an der EOS M verwenden, wenn man zuvor im Menue die Individualfunktion (C.Fn)7 >Ohne Objektiv auslösen< aktiviert, was für jedes beliebige manuelle Objektiv erst die Auslösung ermöglicht! Diese Bilddateien lassen sich mit Hugin (Einstellung Fischauge kreisförmig 8mm) zu sogenannten Kugelpanoramen verrechnen, mehr dazu wegen des Umfangs in einem späteren Beitrag!

Vor dem Stitchen am Rechner können die Bilddateien noch mit Nachentwicklung (z.B. DxO) >verbessert< werden, um ibs. Vignettierungen auszugleichen, bei der Stativverwendung sind deshalb geschlossenere Blendenwerte (>8) auch wegen der größeren Schärfentiefe von Vorteil. Zur berührungsfreien Auslösung verwende ich Canons RC6 Infrarot Fernbedienung oder auch nur die hochempfindliche EOS M Touchscreen Auslösung.

Als Tipp für Anfänger gilt, nicht gleich mit kritischen Lichtverhältnissen wie hier im kleinen Innenraum mit vielen nahen und entfernteren Flächen sowie Gegenständen und mit 360 Grad Rundumpanoramen zu laborieren, sondern zunächst 2 oder 3 Hochformataufnahmen in der mittel- und hintergründigen Natur zu stitchen und je nach Erfolg sich danach erst weiteren Winkelgraden zu widmen. Gleiches gilt für mittelhohe Gebäude, die aus gutem Abstand von ca. 30 Metern und mit 2-3 querformatigen Aufnahmen bei einem Bildwinkel von 90 Grad und durchaus aus der Hand zu erfassen sind. Auch hier kann eine Nachkorrektur (z.B. View Point) vor dem Stitchen Vorteile erbringen.

Zum Aneinanderrechnen (Stitchen) gibt es viele Programme, Canons Freeware PhotoStitch ist nur eine davon, die sich zwar relativ leicht beherrschen lässt, nachteilig sind aber die bei händischen Aufnahmen bedingt oft vorhandenen Verbiegungen! Ganz wichtig ist, die KBÄ minimale Brennweite von 20mm in den Voreinstellungen einzugeben. Als Freeware für komplexere Panoramen verwende ich gerne Hugin, das im wesentlichen automatisch arbeitet, wobei die ursprünglichen Bilddateien z.B. mit DxO zuvor per Nachentwicklung verbessert sogar erheblich kleinere, aber noch besser aufgelöste Panoramadateien bei gleicher Bildgröße ergeben, siehe dazu den Vergleich in den drei Beispielen oben. Man muss nur viel Zeit planen, wenn man so arbeiten will, und wer mit dem Handy-Panorama glücklich ist, hat dadurch noch ganz andere fotografische Chancen 🙂

Hier geht es weiter… mit Teil 2!

© slowfoto.de

slowfotos der Woche (KW 31 2012)



Lindau im Bodensee – verschiedene Blickwinkel, auch vom Wasser aus

– Kamera: EOS 400D
– Objektiv: EF 3.5-5.6 17-85 IS
– Blende: [M] F8
– Belichtungszeit: ca. 1/250 sec
– Empfindlichkeit: ISO 100
– Belichtungskorrektur: -0,5LW
– Brennweite: jeweils fest
– Entfernung zum Fokus: AF pre mit zentralem Kreuzsensor
– Belichtungsmessart: Integral mittenbetont
– Bildstil: Snapshot
– Bildart: JPG
– Bildbearbeitungen: DxO7 – Photostitch

Zum vergrößerten Betrachten bitte anklicken!

Cropsensor, available light, Bildbearbeitungen, Panoramen

(c) www.slowfoto.de

slowfoto der Woche (KW 14 2012)

http://de.wikipedia.org/wiki/Arena_von_Verona

– Kamera: iPhone4
– Objektiv: 4mm
– Blende: [Av] F2.8
– Bildart: BMP
– Bildbearbeitungen:  Panoramatic (App), TOP

iPhone4, Weitwinkel, available light, früher Nachmittag

Für das iPhone werden unzählige Apps angeboten, eines meiner bevorzugten ist >PANORAMATIC< zur Erstellung von Panoramen überwiegend mit Hochformat Aufnahmen, das entspricht der Porträt Einstellung, hier sind es ca. 8-9 Aufnahmen: In der relativ einfachen und sehr schnellen Anwendung werden somit Erinnerungen erstellt, die auch umgehend in die Welt versendet werden können 🙂

(c) www.slowfoto.de

Panoramen – mit dem Nodalpunkt

Im vorgehenden Bericht wurden die Panoramen mit der 360 Grad Panoramaplatte ohne weitere Beachtung des Nodalpunktes erstellt, s.a.

https://slowfoto.wordpress.com/2011/04/07/panoramen-leicht-gemacht-mit-einer-360-grad-panoramaplatte/ 

wobei zu erwähnen bleibt, das dieses Vorgehen eher für Landschaften oder Naturaufnahmen geeignet ist, vor allem, wenn die geometrisch korrekte Abbildung nicht so im Vordergrund (auch dem in der Aufnahme) steht. Komplexe Strukturen mit geraden Kanten oder Ecken hingegen, wie sie in architektonischen Innenräumen oder Outdoor Bereichen vorkommt, bedürfen für die präzise Wiedergabe einer weiteren Technik: Die senkrechte optische Drehachse des Aufnahmesystems muss mit in die Bildkomposition einbezogen werden. Zum Stativ und der Drehplatte kommt noch ein Einstellschlitten unter die Kamera, wobei hier im Bild die exzentrische Fixierungsschraube am unteren Ende des Schlittens bereits richtig für 20mm Brennweite positioniert ist.

Der Begriff Nodalpunkt ist in Wikipedia sehr gut erklärt (Knotenpunkt, optische Achse)

 http://de.wikipedia.org/wiki/Knotenpunkt_(Fotografie)

und es bedarf danach nur noch Erläuterungen zu seiner gezielten Anwendung: Vorteile ergeben sich vor allem für die nachträgliche Bearbeitung, wenn der  Nodalpunkt für jede einzelne Brennweite sorgfältig beachtet wird, weil näher und weiter entfernte Objekte in gleicher Position auch bei Drehung der Kamera plus Optik stabil vor Ort bleiben. Dieser für die Drehbewegung wichtige geometrische Punkt ist dann noch nicht gefunden, wenn vordere Objekte sich bei Drehung im Uhrzeigersinn nach links verschieben, dann liegt er weiter hinten, also weg von der Stativmitte, verschieben sich nähere Objekte dabei gegenüber dem Horizont nach rechts, liegt er weiter vorn. Was man einfach einmal austesten muss, um es dauerhaft zu begreifen…

 

Hier die wie vor erklärte Positionierung der Kamera mit einem f20mm Objektiv für maximale Nutzung des Canon Photostitch Programms. Markierungen für geeignete Brennweiten auf der Schiene helfen den richtigen Punkt schnell wieder aufzufinden, in meiner fotografischen Arbeit sind das gerne f20mm, nun das Ergebnis, wobei die korrekte Stativ Aufstellung und die Belichtungsmessung letztlich länger gedauert hat als die zehn Aufnahmen, denn dazu muss der Panoramateller nur weiter gedreht werden…

So gerüstet wird die panoramische Arbeit wesentlich erleichtert, in Innenräumen ist man ohne Nodalpunkt einfach nur schlecht beraten. Ohne Stativ und Drehplatte unterwegs, sollten Motive mit nahen und fernen Objekten zugunsten der entfernten bevorzugt werden, was in der peripheren Natur durchaus zu finden ist, ein kritischer Blick durch den Sucher vor der Aufnahme schafft Klarheit. Panoramen haben einen besonderen Reiz in der Wiedergabe auf großen Ausgabemedien, ansonsten sind wenige Hochformataufnahmen gestitcht bis hin zum 1:1 Format von Vorteil, wie das Alsfelder Rathaus einmal möglichst unverzeichnet trotz geringer Entfernung und weitem Winkel.

https://slowfoto.wordpress.com/2011/04/20/s-l-o-w-f-o-t-o-der-woche-kw-17-2011/

(c) www.slowfoto.de

Panoramen leicht gemacht mit einer 360 Grad Panoramaplatte

etwas mehr als 360 Grad

NOVOFLEX Präzisionstechnik in Memmingen ist Fotografen als Lieferant von unterschiedlichstem Zubehör bekannt, das aus den Regalen der Feinmechanik stammt, für die viele Werkstätten aus dem süddeutschen Bereich bekannt und berühmt sind. Vom Adapter über das Balgengerät, die Einstellschlitten, Haltesysteme, Klemmen, Kugelköpfe und Kupplungen bietet Novoflex Lösungen in High-End-Ausführung, hier ist es die Universal-Panoramaplatte (€ 109.-), die auf das Stativ und unter den Kamerabody montiert exakte Zuordnungen von Winkelgraden bei waagrechter Ausrichtung ermöglicht:

http://www.novoflex.com/de/produkte/panoramafotografie 
/panoramaplatten/

Insbesondere 360 Grad Panoramen gelingen wesentlich einfacher, wenn bestimmte Parameter eingehalten werden:

1) Definierte Festbrennweite-n für geringste Objektivfehler, Zoome nur mit postproduktiver Nachentwicklung (z.B. DxO) hinsichtlich optischer Fehler und Vignettierung (s.a. link unten)

2) ISO 100, ausreichende Blende >5.6 und entsprechende Belichtungszeit, also gutes Licht für identische Aufnahmeparameter im [M]anuellen Programm auch für WB und Belichtung

3) Stativ mit Wasserwaage und Drehteller, wobei die Sensorebene idealerweise im Mittelpunkt liegen sollte

Lässt der Fotograf auch nur einen Punkt aus, dann ist viel Nacharbeit oder manchmal auch kein Erfolg angesagt, wie ich es als lausiger Nutzer eines Stativs selbst oft erlebt habe. Digitale Kompakte bieten oft ein Panorama-Programm im Menue, wobei durch 1/3 Überdeckung und fixierte Blende/Zeit/WB Werte das Vorgehen erleichtert wird. Sinnvollerweise ist als Messaufnahme die hellste Motivpartie im Panorama zu werten, auch wenn es sich dabei nicht um die erste Aufnahme von ganz links handelt!

Für die digitale SLR kann die Panoramaplatte eine wertvolle Hilfe bieten. Schon bei der ersten Verwendung fällt der satte Lauf der blauen Panoramaplatte mit der Gradeinteilung auf, wie sie für die Entfernungseinstellung alter >schwerer< Objektive üblich war, gleiches gilt für die blaue Schraube, mit der die Friktion bis zum Stillstand zu regeln ist, feinste Mechanik für die Ewigkeit halt…

Von Vorteil ist die Kenntnis der horizontalen oder waagrechten Winkelgrade der verwendeten Optik, wobei ein Abzug für etwas Überdeckung wie vor nötig ist. Als Faustregel gilt für folgende vollformatige Brennweiten und 360 Grad Panoramen zusätzlich zur ersten Messaufnahme für die manuellen Einstellungen für Vollformat (VF):

f15mm – Bildwinkel in Grad horizontal 74 vertikal 53 – benötigte Aufnahmen für 360 Grad Panorama ca. 5-6 bei Querformat und  8 bei Hochformat nur für den Crop Sensor

f20mm – Bildwinkel in Grad horizontal 84 vertikal 62 – benötigte Aufnahmen für 360 Grad Panorama ca. 5 bei Querformat und 10 bei Hochformat wie alle folgenden für VF

f35mm – Bildwinkel in Grad horizontal 54 vertikal 38 – benötigte Aufnahmen für 360 Grad Panorama ca. 7-8 bei Querformat und  11 bei Hochformat

f50mm – Bildwinkel in Grad horizontal 40 vertikal 27 – benötigte Aufnahmen für 360 Grad Panorama ca. 10 bei Querformat und 1 5 bei Hochformat

f85mm – Bildwinkel in Grad horizontal 24 vertikal 16 – benötigte Aufnahmen für 360 Grad Panorama ca. 16 bei Querformat und  24 bei Hochformat

f135mm – Bildwinkel in Grad horizontal 15 vertikal 10 – benötigte Aufnahmen für 360 Grad Panorama ca. 35 bei Querformat und  39 bei Hochformat

f300mm – Bildwinkel in Grad horizontal 6,5 vertikal 4,4 – benötigte Aufnahmen für 360 Grad Panorama ca. 58 bei Querformat und  88 bei Hochformat

Die Anzahl der benötigten Aufnahmen hängt von der jeweils gewünschten Deckung der Bildanteile ab.  Für Panoramen mit sehr nahen Objektanteilen lässt sich die geeignete Brennweite nicht immer aus der Tabelle ablesen, ein kleiner Raum mit viel Mobiliar in Nähe zum Drehpunkt verträgt sich in der Abbildung nicht mit sehr großen Bildwinkeln, für hohe Objekte hingegen sind Hochformataufnahmen trotz höherer Bildzahl eine interessante Alternative, gerade auch wegen der kleineren Bildwinkel. Für Vollformat gilt ein mäßig weiter Winkel im Handling als einfacher, wobei sich kürzere Brennweiten im Hochformat (z.B. f24mm für kürzere Abstände) und etwas längere (z.B. f35mm für weitere Distanzen) im Querformat anbieten, die Anzahl benötigter Aufnahmen beträgt damit jeweils um 10. Es soll noch erwähnt sein, dass kürzere Brennweiten nahe Objekte betonen und solche in größerer Entfernung kleiner darstellen, ein Blick durch den Sucher oder der aktuelle Live-View gibt die Situation wieder.

Die vorstehende Aufnahme als 360 Grad Panorama entstand im April 2011 um 14 Uhr Sommerzeit, erkennbar an der Sonneneinstrahlung, mithin eine meiner präferierten Aufnahmesituationen. Als Kamera kam die Canon EOS 5DII, als Objektiv das alte EF 3.5-4.5  20-35mm  zum Einsatz, die Bilddaten sind ISO 100, f20mm im Hochformat, F11 bei einer 1/250sec im [M] Programm, die Messaufnahme war auf das Rathaus im linken Bildbereich. Canon PhotoStitch verarbeitet im Vollformat mit minimalen Brennweiten bis 20mm, im Cropformat bis 15mm! 10 unbearbeitete Originale wurden zu einem 21MB Panorama mit 21.479×4942 Pixel gestitcht und für die Wiedergabe hier auf 6.500×1.500 und 500KB reduziert. Diese Panos stellen die erreichbare Grenze an weiten Winkeln dar und sind dem Anfänger nicht zu empfehlen.

Fazit: Wer an Panoramen Freude empfindet und damit arbeiten möchte, versucht zunächst sein Glück mit einer digitalen Kompakten und der entsprechenden Einstellung im Programm-Menue. Der dSLR Anwender verknüpft zunächst 2 oder 3 (Hochformat) Aufnahmen, bis das Stitchprogramm ohne große manuelle Eingriffe passable Ergebnisse liefert. Auch hier gilt, dass zunächst etwas mehr an Brennweite deutlich weniger an Problemen birgt, man muss ja nicht gleich mit 14mm im Vollformat arbeiten. Canons PhotoStitch ist für mich eine respektable Software, da sogar die Brennweite des verwendeten EF-Objektivs berücksichtigt wird. Die hohe Schule der 360 Grad Panoramen bedarf verschiedener obligater Grundeinstellungen an der Kamera und eines Stativs, vorzugsweise mit einer Panoramaplatte mit Libelle wie der hier besprochenen, auch unter bewußter Missachtung des präzisen Nodalpunktes. Nebenbei, die Panoramaplatte eignet sich vorzüglich auch für völlig ruckfreie horizontale Schwenks beim Filmen…

180 Grad mit nahem Objekt

Bisher zum Thema erschienen:

https://slowfoto.wordpress.com/2010/09/08/bildbearbeitung-nach-der-kamera/

https://slowfoto.wordpress.com/2010/10/16/panoramen-%e2%80%93-leicht-gemacht/

https://slowfoto.wordpress.com/2010/09/07/reisefotografie-richtig-auswahlen-fotografieren-und-prasentieren/

…wird fortgesetzt!

(c)www.slowfoto.de

s l o w f o t o der Woche (KW 04 2011)

Frankfurt Hauptwache – Panorama aus 6 Hochformataufnahmen

Bilddaten:

– Kamera: Canon Powershot D10
– Objektiv: eingebaut 6,2-18,6mm 2.8-4.9 IS
– Blende: F 2.8
– Belichtungszeit: 1/60sec
– Empfindlichkeit: ISO 160
– Belichtungskorrektur: 0 LW
– Brennweite: f6mm
– Entfernung zum Fokus: unendlich
– Belichtungsmessart: Mehrfeld
– Bildstil: intensiv
– Bildbearbeitung: keine Einzelbildbearbeitung
– Pano mit Canon Photostitch unbearbeitet und unbeschnitten

Aufnahmezeit: 16Uhr18
Aufnahmeort: D Frankfurt

www. s l o w f o t o .de

s l o w f o t o der Woche (KW42 2010)

…ist Herbst da draussen 

Bilddaten:

– Kamera: EOS 7D
– Objektiv: EF-S 18-135 IS
– Blende: F8
– Belichtungszeit: 1/60sec
– Empfindlichkeit: ISO 100
– Belichtungskorrektur: -0,5 LW
– Brennweite: f18mm
– Entfernung zum Fokus: unendlich
– Belichtungsmessart: Mittenbetont
– Bildstil: Snapshot
– Bildbearbeitung: DxO

Aufnahmezeit: 11Uhr33
Aufnahmeort: D Donautal bei Beuron

www. s l o w f o t o .de